Es gibt sie noch, die guten Nachrichten: Elon Musk verkauft Pflanzen! Ja, echt. Aber gibt noch mehr: Wir haben nochmal einen Bluesky-Invite Code (wegen der tatsächlich großen Nachfrage!) und müssen leider auch über die dunklen Seiten an Elon Musk sprechen. Schon wieder.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran.
00:03 Gavin Karlmeier
Das Social Media Update der CT. Hallo Dennis. Hallo Gavin, grüß dich. Na, weißt du, was mir heute passiert ist? Nee. Ein waschechter Luxemburger sagte zu mir, so, so, du warst also mit waschechten Luxemburgern essen. Da habe ich festgestellt, dass man hier auch unseren Podcast hört.
00:25 Dennis Horn
Und wurdest du dann korrigiert, dass es gar keine waschechten Luxemburger gibt?
00:29 Gavin Karlmeier
Weil sie sich nicht gewaschen haben, oder was?
00:31 Dennis Horn
Nee, ich dachte, weil das so eine Pendlerregion ist.
00:36 Gavin Karlmeier
Ah, nee, das sind hier, also das stimmt, aber es ist eine Pendlerregion, aber es ist trotzdem waren es waschechte Luxemburg.
00:43 Dennis Horn
Ich muss euch dazu sagen, ich hatte keine Ahnung und habe echt so ins Blaue reingeraten.
00:50 Gavin Karlmeier
Also, heute Morgen, also ich habe gestern noch zu dir so gesagt, ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis die Blue Sky Codes alle weg sind.
00:59 Dennis Horn
Das ist super krass, ne? Ich fühle mich so ein bisschen so, als hätten wir eine Kasper-Tour ausverkauft. Ja. Zweieinhalb Stunden hat es gedauert, bis wir darauf hingewiesen wurden, dass die Codes weg sind. Das kann also sein, dass sie schon länger nicht mehr funktioniert haben. Und ich habe eine gute Nachricht: es gibt Nachschub. Irgendwo in dieser Episode.
01:16 Gavin Karlmeier
Irgendwo in dieser Episode. Also hört sauber durch und denkt bloß nicht, ihr könntet jetzt einfach so bis zum Ende vorschnell.
01:22 Dennis Horn
Springen.
01:24 Gavin Karlmeier
So einfach machen wir es euch diesmal nicht. Wir sind nämlich das Eventum der Social Media Invites. Kann man das so sagen?
01:31 Dennis Horn
Du meinst mit dynamischer Preisgestaltung auch?
01:34 Gavin Karlmeier
Ja, absolut. Mit dynamischer Verlosung. Zeitpunktgestaltung. Ganz. So. So halten wir das heute hier. So, herzlich willkommen. Wir springen mal in die Themen. Und vielleicht, Gavin, fangen wir mit der viralsten Geschichte an.
01:51 Dennis Horn
Bitte.
01:52 Gavin Karlmeier
Bevor wir zu der, wie ich finde, noch spannendsten Geschichte, also zwei größere haben wir heute. Mitgebracht kommen. Und die viralste Geschichte gehört Haraldur Thor Laifsson. Das ist ein isländischer Unternehmer, Geschäftsmann. Der, und das wird gleich in dieser Geschichte noch wichtig, geboren wurde mit einer Muskelkrankheit, genetisch bedingt. Und Harald Urto Livson ist 24 Jahre alt. geworden, als er dann auf einen Rollstuhl ähm angewiesen war. Und Er hat 2014 ein Unternehmen gegründet, Ueno. Ich habe mich mit diesem Unternehmen jetzt tatsächlich nicht tiefer beschäftigt. Die isländische Wikipedia sagt, das war ein Unternehmen für kreative Technologiedienstleistungen. Was das auch immer heißt, er ist ein anerkannter Unternehmer in Island 2019 Zum Geschäftsmann des Jahres gewählt worden, vom Verband der Unternehmer und Ökonomen. Und zwei Jahre später, das war im Jahr 2021, hat Harald Urto Livsson Ueno an Twitter verkauft und die Wikipedia in Island führt ihn auch als Philanthrop. Und vielleicht liegt das daran, dass er. .
03:18 Dennis Horn
Ich wollte kurz fragen, ob das ein Briefmarkensammler ist, aber das.
03:23 Gavin Karlmeier
Jetzt muss ich Philanthrop auch noch googeln, um dir hier die richtige Definition um die Ohren zu hauen. Unter Philanthropie versteht man menschenfreundliches Denken und Verhalten. Als Motiv wird manchmal eine die gesamte Menschheit umfassende Liebe genannt, die in Anführungszeichen allgemeine Menschenliebe.
03:41 Dennis Horn
Ah ja, der Briefmangensammler ist der Philatelist übrigens.
03:44 Gavin Karlmeier
Ja, so, haben wir das auch geklärt und gelernt. So, und er hat dann entschieden, als er an Twitter verkauft hat, dass der Erlös dafür. Nicht als Verkaufserlös ihm überwiesen wird, sondern als Gehalt verrechnet wird. Weil die Lohnsteuern, die er dann auf dieses Gehalt zahlen würde, Höher sind als die Summe des Verkaufserlöses. Oh, das ist spannend. So, deswegen Philanthropie, und er war dann der Isländer mit der höchsten Steuerlast im Land. Weil er hat gesagt, um dem Land was zurückzugeben, was ich in schwierigen Zeiten an Hilfe erhalten habe. Das ist die Vorgeschichte. So, und jetzt springen wir in den Februar 2023. eine der weiteren Entlassungswellen bei Twitter. Harald Urtour Livesen sagt selbst, er stand auf einer Nicht-Entlassen-Liste und hat für diese Entlassung dann auch keine Bestätigung erhalten. Er hat dieses Übliche erlebt, irgendwie konnte er sich nicht mehr einloggen und so, das, was wir die vergangenen Wochen hier immer besprochen haben. Und es verging neun Tage Nachdem er von seinen Twitter-Accounts da irgendwie ausgeschlossen wurde, in denen er nicht erfahren hat, ob er gefeuert war oder nicht, er hat den Leiter der Personalabteilung auch irgendwie gefragt, zweimal mit dem gemailt und der konnte ihm auch nichts sagen. Also hat Haraldur Thor Laifston oder Halli, wie sie ihn seine Freunde abgekürzt nennen, getwittert. An Elon Musk, ihr Leiter der Personalabteilung, ist nicht in der Lage zu bestätigen, ob ich angestellt bin oder nicht. Das ist übrigens schon, ne? Ja, das allein schon so. Und dann hat sich aber ein Gespräch angeschlossen, Ich finde schon jetzt einer der kultigsten Momente, den wir in diesem Jahr in Sachen Twitter noch erleben werden. Im Grunde wie so ein Personalgespräch. Also, Elon Musk hat dann gefragt, was haben Sie denn gearbeitet? Und dann ging das so ein bisschen hin und her. Man konnte das so verfolgen wie so ein Live-Interview für seinen Job. Und das endete damit, dass Haradur Tor Liveson ihm dann so eine Liste von Dingen getwittert hat, die er bei Twitter getan hat. Er hat zum Beispiel Teams so ein bisschen strategisch beraten und so. Er konnte nicht immer tippen. Also das war schwierig für ihn. Und irgendwie den ganzen Tag coden. Geht wohl so ein, zwei Stunden auf dem Smartphone oder so, wenn ich das richtig verstanden habe, aber ansonsten schwierig. Also er hat sich geistig dort sehr stark eingebracht. Und dann endete der Austausch mit Elon Musk damit, dass der zwei lachende Emojis
06:38 Dennis Horn
gepostet hat.
06:40 Gavin Karlmeier
Und das ging dann viral, diese ganze Geschichte, wurde immer wieder geteilt und dann fühlte sich Elon Musk offenbar noch mal stärker berufen. Da ein Statement so abzugeben und hat dann geschrieben, die Realität ist, dass dieser Typ keine wirkliche Arbeit geleistet hat und als Entschuldigung angibt, dass er eine Behinderung habe, die ihn am Tippen hindere. Und gleichzeitig einen Sturm von Tweets abgesetzt hat. Also so Subtext, du konntest bei uns in der Anstellung nicht tippen und jetzt twitterst du mir hier. So, und dann noch der Satz, ich kann nicht sagen, dass ich dafür viel Respekt habe. Harald Urto Leifsen hat vor ein paar Stunden dann nochmal darauf gearbeitet, äh, geantwortet. mit einer Reihe von Tweets, wo er dann seinen Gesundheitszustand nochmal ausgebreitet hat und da genauer drauf eingegangen ist Warum er auch arbeiten konnte, ohne zu tippen. Und er befürchtet jetzt, dass Twitter eben den Vertrag nicht mehr einhält. Der beim Verkauf seines Unternehmens zustande gekommen ist, weil er sagt, das ist mein Rentenfonds. Also eine Möglichkeit für mich, meine Familie zu sorgen, während diese Krankheit immer weiter fortschreitet. Und Also, am Ende würde ich sagen, diese ganze Geschichte zeigt so ein bisschen das Menschenbild von Elon Musk.
07:56 Dennis Horn
Ja, allerdings Das ist ganz, ganz schrecklich. Weil das so eine Geschichte ist, von der es wahrscheinlich einige gibt, von Menschen, die irgendwie noch am Nabel von Twitter hingen oder hängen. die darauf gebaut haben, dass das Unternehmen sich halt an Absprachen hält und da jetzt halt dieses Trampeltier kommt, sich erstmal wahnsinnig respektlos verhält. Also allein dieses Was hast du denn hier eigentlich gearbeitet? Dann hat er geschrieben, naja, er war auch im Designing-Prozess und Managing des Designs beschäftigt und Elon Musk antwortet nur mit Picks or it didn't happen. Also es ist so die ganze Zeit so wahnsinnig menschenunwürdig, wie er mit ihm umgeht. Anstatt interessiert zu sein, einfach mal zu fragen, was ist denn hier los? Kann ich das Problem lösen? Das war nicht das Interesse von Elon Musk, sondern Von vornherein Misstrauen, Missgunst und auch so diese Gemir aus der Sonne-Mentalität. Ich finde das schwierig, also ich verstehe, warum das viral gegangen ist, weil es natürlich ein Kuriosum ist, eines von vielen. Aber ich fand das sehr schwierig zu lesen, weil mir ja der Typ so leid tut, der Haraldur. Weil das so, das ist so ungerecht, weißt du? Also ich finde so, das ist bestimmt auch eine in meiner Persönlichkeitsmatrix irgendwie veranlagt. Aber ich kann mit Ungerechtigkeit schlecht umgehen. Und wenn dann ausgerechnet so ein Multimilliardär, der sich eh benimmt wie der Elefant im Porzellanladen, dann so direkt auch noch auf so einer One-on-One-Ebene so herablassend ist Das ist sehr ekelhaft.
09:24 Gavin Karlmeier
Also, ich hab gedacht, man muss kein Philanthrop sein, um an der Stelle über diesen Milliardär zu denken, was für ein schlechter Mensch. Also, das ist die erste Geschichte. Jetzt kommen wir zu noch einem Namen, der uns vielleicht vorher nicht geläufig war, nämlich Paris Marks. Paris Marx kommt aus Kanada und gilt als Kritiker der Tech-Branche. Er ist der Host von Tech Won't Save Us. Da sagt der Titel schon alles, und ich finde Der hat einen richtig interessanten Gedanken. Also, er hat getwittert zu der zu dem Statement von Elon Musk. Zu diesem großen Ausfall, als man auf die Links bei Twitter nicht mehr klicken konnte. Also man konnte draufklicken, aber dann hat man eine Fehlermeldung bekommen. Wir haben gestern ja groß darüber gesprochen. Und Elon Musk hat geschrieben, dass. Ja, dass im Grunde der komplette Code nochmal neu geschrieben werden müsste von Twitter. Und Jetzt schreibt Paris Marks. Elon Musk hat hier nicht nur keine Ahnung, wovon er spricht, sondern er hat genau diese Geschichte schon mal bei Paypal versucht. Es hat auch da schon mal geschrieben Oder gesagt, es braucht eine komplette Version 2 dieses Codes, obwohl das nicht der Fall war. Auch hier kann man sich ja wirklich die Frage stellen, ob das Ob das sinnvoll ist. Stattdessen ist er irgendwann als CEO verdrängt worden. Und jetzt kommt da eine Vorgeschichte ins Spiel, über die er geblockt hat. Und die ist super spannend. Also, Elon Musk war, bevor er in die USA gezogen ist, in Kanada und hat da einige Jahre verbracht. bei der Scotiabank, nicht einige Jahre. Er hat eine Zeit als Praktikant da verbracht. Das war Anfang der 90er Jahre. Die Scotiabank ist die Drittgrößte Bank in Kanada. Und Elon Musk wurde dort nicht so glücklich. Wahrscheinlich keine Überraschung, aber Die Vorgeschichte ist, dass er da irgendwelche riskanteren Geschäfte durchführen wollte, und seine Vorgesetzten haben gesagt: Nee, da stimmen wir nicht zu. Weil das erhöht hier unser Risiko. Und es gibt ein Buch, in dem Elon Musk zitiert wird, mit den Worten, diese Erfahrung habe ihn gelehrt, wie lahm Banken sind. Und das hat ihm dann so ein bisschen das Gefühl gegeben, die sind reif für einen Umbruch. Also ist egal, dass er da irgendwie 19 Jahre alt war, er wusste, wie es läuft. Dass das Ganze einen Umbruch braucht und so weiter. Dann hat er ein Unternehmen gegründet mit dem Namen X. com. Oha. Und mit diesem Unternehmen wollte er im Grunde das Bankensystem auf den Kopf stellen. Da kamen viele Mitarbeiter aus der Finanzwelt in Kanada, sind da auch dann in diesem Unternehmen ex. com, das war so die Zeit der Dotcom-Blase. Mit Elon Max sehr schnell aneinander geraten, weil sie das Gefühl hatten, okay, der will hier nur Presse machen, aber am Produkt ist er nicht wirklich interessiert. Das Konzept hat sich dann auch nicht durchgesetzt, das dahinter steckte und Dann haben Investoren Elon Musk dazu gedrängt, zu fusionieren mit einer Firma, die hieß Confinity. Und hinter Confinity steckten Peter Thiel und Max Lefczy. Und das also das ging dann später in die Richtung eben von PayPal. Aber, und das ist jetzt so spannend, Paris Marx schreibt, die Idee, die Elon Musk damals hatte, hat er nie aufgegeben. Also der hatte schon mal vor, PayPal zurückzuerwerben.
13:29 Dennis Horn
Ja.
13:30 Gavin Karlmeier
Und auch seit der Ankündigung, er übernimmt Twitter, hat er ja viel über Super-Apps gesprochen, über diese Expansion in den Zahlungsverkehr. Und das heißt,
13:40 Dennis Horn
Genau. Das ist ja auch immer Ex. Das war ja genau dieser Name.
13:44 Gavin Karlmeier
Ja, ja. So, das heißt, hier geht es so ein bisschen um was Größeres. Und Paris Marx schreibt. Diese Entlassungen, diese Massenentlassungen, die sind vielleicht auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass Elon Musk es möglich machen möchte, agiler zu werden. Sich wieder so wie so ein Start-up zu verhalten und das soll es dem Unternehmen dann eben ermöglichen, diese großen Pläne umzusetzen Und da steckt ja auch sowas drin, Twitter zu einer Art Zahlungsdienst zu machen, also Geld auch über Twitter an andere zu übertragen. Twitter könnte sogar Anreize anbieten, sagen wir mal so 10 Dollar, damit sich Nutzerinnen und Nutzer für diesen Zahlungsdienst anmelden und dann da auch ihre Kreditkarten und Konten hinzufügen. und dann wäre Twitter eben so eine Art Super-App mit vielen verschiedenen Diensten. Und das hört sich, wenn man das so hört, schon so ehrgeizig an, aber es ist eben auch das Konzept Für ex. com. Und da gibt es so ein paar Verknüpfungen und so ein paar Hinweise. Also damals zum Beispiel, als ex. com mit Confinity zusammengegangen ist. Da wurde jemand ein Leiter der Produktgruppe in diesem fusionierten Unternehmen, der hieß David Sachs. Und als Elon Musk Twitter übernommen hat, war David Sachs einer der Berater.
15:07 Dennis Horn
Für die Umstrukturierung von Twitter.
15:10 Gavin Karlmeier
Also, er will jetzt im Grunde seine alte Idee wiederholen Obwohl die Branche mittlerweile eine ganz andere ist seit den Neunziger Jahren. PayPal und Square irgendwie groß sind. Die ganzen Banken sind natürlich schon in diesem Geschäft mit drin. Es gibt solche Sachen wie Revolut, N26 und so weiter und so fort. Also, warum sollte jetzt in dem Fall da noch sowas sich umkrempeln lassen? Aber das weiß Elon Musk natürlich nicht. Paris Marx beschreibt diese ganze Idee im Grunde wie eine Obsession, die Elon Musk da verfolgt, also die Idee seiner Kindheit endlich umzusetzen.
15:48 Dennis Horn
Ja, genau so habe ich das nämlich auch gelesen. So dieses Debakel aus der Jugend eben mitzunehmen, sich rächen zu wollen als Motiv. Wir wollen jetzt nicht wieder in so Küchentisch-Psychologie absteigen, aber plötzlich ergibt das alles einen Sinn oder scheinbar fühlt es sich so an, als würde es einen Sinn ergeben. um diesen einen Auftrag, den man irgendwann mal identifiziert hat, tatsächlich noch zur Erfüllung zu bringen. Und plötzlich ergibt auch die ganze Tüterübernahme oder erscheint in einem völlig anderen Licht. Also ich finde das eine ganz spannende Lesart von Masks Biografie im Kontext, was passiert gerade mit Twitter. Und diese ursprüngliche Formulierung, mit der du ja angefangen hast, dieses ist Zeit, das alles neu zu coden. Das klingt ja, das ist ja auch nicht nur auf die Software begrenzt, sondern er räumt auf, er schmeißt quasi jeden aus dem Unternehmen, der irgendwie Geld kostet oder irgendetwas tut, das er nicht versteht. Also was übrig bleibt, ist halt eigentlich die leere Hülse einer in der Vergangenheit zumindest von einer sehr stark genutzten frequentierten Webseite. mit einer Infrastruktur, die man jetzt nutzen kann, um quasi daraus was Neues zu bauen. Also eigentlich so eine Art renovierter Altbau, den man dann hochpreisig irgendwie an LuxusmieterInnen weitergeben kann. Ich finde das total spannend. Also mir gefällt auch diese Perspektive des tech-kritischen Kollegen da.
17:13 Gavin Karlmeier
Absolut interessant. Wenn ihr das lesen möchtet, das ist ein sehr langer Artikel und das wird noch ein bisschen detailreicher, als wir das jetzt hier besprechen konnten. Disconnect. Und dort kann man den Artikel auch nochmal nachlesen. Finde ich sehr klug beobachtet auch. So kann man es vielleicht sagen. Sag mal, hast du eigentlich heute einen Invite-Code für Blue Sky dabei?
17:41 Dennis Horn
Aber hallo. Und heute habe ich einen magischen Code. Gestern hatten wir ja drei Codes für fünf Neuanmeldungen. Wir haben alle gemerkt, das reicht nicht. Deswegen habe ich heute nur einen Code dabei. Mit dem kann man sich aber wenigstens sich 30 Mal anmelden. Also mal schauen, ob das reicht. Der, ich gebe den jetzt durch, oder machen wir es gleich, Dennis? Wäre das so ein Teasing, damit die Leute bis hierhin skippen und merken, das ist eigentlich eine Enttäuschung
18:03 Gavin Karlmeier
Ach komm, machen wir gleich erst, oder? Wir kommen erst nochmal zu einem anderen Thema. So. Der Rolling Stone hat sich hervorgetan, finde ich, in den vergangenen Monaten mit so ein paar. Inside-artikeln mittens.
18:18 Dennis Horn
Da will ich mal ganz kurz was Spannendes zu sagen, weil der amerikanische Rolling Stone ja mit dem deutschen Rolling Stone, vor allem mit dem Online-Format, ja gar nichts gemein hat. Und während der deutsche Rolling Stone sich gerade eher zu so einer, also ich will da niemandem zu nahe treten, der da arbeitet, ihr macht alle einen tollen Job, aber Das wird gerade eher so eine Klickschleuder mit, irgendjemand hat irgendwas in einem Podcast gesagt und wir schreiben drei Artikel drüber. Da habe ich auch tatsächlich das Gefühl, dass der amerikanische Rolling Stone eher so eine sehr. . einen sehr weiten Begriff von Popkultur hat, der auch Netzkultur mit einschließt und da auch wahnsinnig investigativ und innovativ vorgeht in den Recherchen. Also ganz, ganz toll, finde ich auch.
18:59 Gavin Karlmeier
Und die haben jetzt über Spambots geschrieben. Also Elon Musk hat ja gesagt, Spambots dagegen vorzugehen ist Top Priority. Es war ja auch nochmal sein Move zu verhindern, dass er Sammler überhaupt kaufen muss. Oder vielleicht war es auch ein Trick, um den Preis zu drücken, aber da sind mir zu viele Spam-Bots unterwegs, hat er gesagt. Also, ich sag mal so. Es gibt jetzt Spambots, die automatisch auf Tweets antworten und in ihren Antworten Waffen zum Verkauf anbieten. Und die Richtlinien von Twitter verbieten eigentlich ausdrücklich Werbung für Waffen und Waffenzubehör. Und offenbar ist das so, dass diese Bots auf bestimmte Schlüsselwörter reagieren. Also wenn man selbst irgendwie eine Schusswaffe erwähnt, so, dann kann das kommen, aber auch Flüche und andere Kraftausdrücke und auch Das N-Wort. Oha. Also da ist das N-Wort in einem Tweet, wo man schon mal grundsätzlich drüber nachdenken müsste, wie man da umgeht aus Content-Moderationssicht. Und dann Kommt darunter so ein Bot, der sowas schreibt wie, da zitiert der Rolling Stone, jetzt muss ich gucken, ob ich in diesem. diesen Gangster-Rapper Duktus mich versetzen kann. Yo! Gab sie Clean Clean Poles for Sale. Click the Link in my Bio. Und in Rap-Texten heißt Pole Pistole. Ach so. Dann ist irgendwie noch das Wasserpistolen-Emoji manchmal auch drin. Und so weiter. Also da gibt es jetzt die Vermutung. Dass diese Bots potenzielle Käufer erwischen möchten, auch durch eine ziemlich plumpe Form von Rassismus.
20:48 Dennis Horn
100 Prozent. Ich finde das eher irritierend, dass das so, also dass es so über niedrigschwellige bzw. auch subversive Wege möglich ist. An illegale Dinge, wie zum Beispiel Waffen übers Internet zu kommen. Klar, auch über soziale Netzwerke mit irgendwelchen Codes, die wir natürlich nicht kennen. Aber dass es jetzt auch so wahnsinnig stumpf ist, so irgendwelche Bots, die sagen, willst du eine Waffe kaufen? Komm mal hierher, dann kannst du da eine Waffe kaufen. Das erscheint mir fast zu, also zu wild. Also als das klingt eher wie eine Falle. Also es ist so ein bisschen so wie der Typ über 40, der so versucht, in den Techno-Club zu kommen, oder über 50. Und Und so beim zweiten Hinschauen stellt man fest, dass er eigentlich eine Polizeimarke an der Brust trägt und so der Drogenfahrer ist. Also so fühlt sich das eher an, weil das so wahnsinnig, oder?
21:35 Gavin Karlmeier
Ja, es gibt die Vermutung, also dass das tatsächlich so ein Honeypot ist. Und der Link, den diese Bots dann da pushen, der führt zu einem Kanal auf Telegram. Auf dem ein ziemlich lebhafter Dark Market ist für Drogen und Waffen Und dieser Kanal hat hunderte Abonnenten auf Telegram. Und es gibt die Theorie, hinter der ganzen Nummer steckt tatsächlich das FBI. Da gibt es eine also gibt es Experten, mit denen der Rolling Stone dann gesprochen hat. Das fand ich sehr witzig. Die sagen, ja, es ist keine schlechte Theorie mit dem FBI, aber die hätten schon mit vielen FBI-Leuten darüber gesprochen. Und beim FBI heißt es, Twitter-Bots übersteigen unsere Fähigkeiten.
22:31 Dennis Horn
Auf der anderen Seite, was würdest du sagen, wenn dich jemand auf deine Twitter-Bots anspricht? Ja, das stimmt.
22:38 Gavin Karlmeier
Also man weiß es nicht genau und der Rolling Stone ist in diesem Telegram-Kanal auch mal irgendwie beigetreten und so weiter. Spannend.
22:49 Dennis Horn
Das ist so ganz insgesamt eine ganz spannende Beobachtung, was gerade mit Bots passiert. Also bei Twitter haben wir ganz viel schon darüber gesprochen. dass es ganz viele Bots gibt, die halt so Accounts überfluten, die auf Tweets ohne Ende reagieren und einfach liken teilweise 30, 40, 50 an der Zahl. Ich habe gleichzeitig die Beobachtung, dass ich bei Instagram, abgesehen von diesen Erotik-Bots, die man da ja sowieso schon die ganze Zeit irgendwie hat, jetzt auch immer wieder so neuerdings Falschgeld angeboten bekomme. Und das fühlt sich auch so seltsam an, weil das so aus dem Nichts kommt. Also ich wüsste auch nicht, was an meinem Account jetzt irgendwie darauf schließen ließe, dass ich großes Interesse an Blüten habe. Aber tatsächlich passiert mir das gerade immer mal wieder und ich habe das schon beobachtet, dass die Bot-Zahl über alle Netzwerke hinweg schon zugenommen hat. Außer Facebook aber. Naja. Also spannend, ja.
23:43 Gavin Karlmeier
Sag mal, den Code jetzt noch nicht, oder? Für Blue Sky. Machen wir später noch. Warten wir noch ein bisschen, oder?
23:47 Dennis Horn
Wir sagen jetzt einfach so auf Bluesguy ist die Leute einfach auch wütend abschalten. Wir stehen übrigens in keinerlei Assoziation zu Bluska. Wir haben nichts davon, wenn ihr euch da anmeldet. Muss man mal dazu sagen auch.
24:01 Gavin Karlmeier
Wir sind einfach ein service-orientiertes Podcast-Team.
24:04 Dennis Horn
Ach komm, wir hauen ihn jetzt raus. Ja, komm, dann hauen ihn jetzt raus. Okay, und zwar ist der Code, wie gestern, ne? B-Sky. B S K Y Punkt Social Minus Und dann haben wir A wie Anton 3ZBL. A3ZBL. B-Sky. social-A3ZBL. Ich habe das jetzt auch wiederholt, als wenn wir hier im Radio. Da muss ich noch dazu sagen, da wurde, das haben wir auch nicht erwähnt, es gibt bislang nur eine iOS-App. Also wenn ihr ein Android-Gerät habt, dann. Macht euch die Mühe nicht. Da kommt noch nicht weit mit dem Code. Viel Spaß damit.
24:40 Gavin Karlmeier
Wir sehen uns auf Blue Sky. In der deutschen Enklave von Blues Guys sind wir unterwegs, trefft ihr uns.
24:47 Dennis Horn
Also bislang ist er noch Meet Greet mit uns. Mehr ist da noch nicht los, muss man dazu sagen.
24:53 Gavin Karlmeier
So, jetzt kommen wir nochmal zu einer ganz anderen Plattform, über die wir schon mal gesprochen haben. Das ist jetzt noch nichts direkt mit Twitter zu tun, aber indirekt. Und deswegen finde ich das spannend. Wir haben schon mal gesprochen über Medium, diese Blogging-Plattform. Und das ist jetzt so die erste größere Firma. Die, ich fand das eine schöne Überschrift, anfängt Mastodon zu streamlinen. Und die haben eine Instanz aufgesetzt. Mit, wie ich finde, einer fantastischen Domain, mi. dm, also Medium. So, und jetzt ist raus, wer dorthin will, also ein Account. Auf dieser Mastodon-Instanz haben möchte, zahlt dafür 5 US-Dollar pro Monat.
25:41 Dennis Horn
Krass.
25:42 Gavin Karlmeier
Oder 50 im Jahr. Das heißt, das freie Mastodon wird hier Zu einem Abo-Modell. Das ist aber ein also ein Medium-Abonnement, das man damit gleichzeitig auch abschließt.
26:00 Dennis Horn
Finde ich spannend. Ich kann mich daran erinnern, als das der Medium-CEO damals vorgestellt hatte, in seinem Blogartikel, hatte er schon so Formulierungen gewählt, die uns darauf schließen ließen, das könnte ein Premium-Feature sein. Also es gab damals so Formulierungen wie für unsere Mitglieder, war glaube ich, Members war, glaube ich, die Formulierung. Und da haben wir schon überlegt, wird das so ein Premium-Modell und wenn ja, was. . Warum? Und spannend finde ich daran die Frage, die wir uns nämlich auch damals gestellt hatten, ob Medium eine eigene Oberfläche baut für Mastodon. Und ich weiß jetzt nicht, ob ich über das Backend von Medium nochmal einen anderen Zugang dazu habe. Das, weil ich einfach kein Premium-Mitglied bin. Wenn ich aber auf mi. dm gehe, dann lande ich auf einer Mastodon-Instanz, die aussieht wie jede andere. Das heißt, tatsächlich ist es gerade ein bisschen fraglich, was ich davon habe, wenn ich über diese Instanz in das Fediverse gehe.
26:55 Gavin Karlmeier
Nee, du gehst tatsächlich, das ist die Absicht, du gehst über Medium als Dienst da rein.
27:00 Dennis Horn
Okay.
27:02 Gavin Karlmeier
Das heißt, ähm Hier soll sozusagen der Zugang vereinfacht werden. Und Medium sagt selbst, wir wollen eben diesen Zugang einfacher machen. und nicht sozusagen dieses unnötig komplizierte und verwirrende onboarding bei Mastodon haben. Genau.
27:26 Dennis Horn
Du, ich glaube, ich werde es mal testen und sag mal Bescheid, morgen.
27:30 Gavin Karlmeier
Mach das mal.
27:31 Dennis Horn
Ich bin interessiert, wie sich das anfühlt.
27:34 Gavin Karlmeier
Und jetzt habe ich noch ein paar Kleinigkeiten, die wir vielleicht noch einmal durchgehen. Ich habe gestern übrigens sehr, also Twitter Blue kommen wir jetzt kurz zu. Gestern einen sehr interessanten Tweet gelesen von An-Katrin Riedl. Twitter Blue ist eine Sache für Männer, kann das sein? In ihrer Kürze eine tolle Beobachtung, tatsächlich. So, und jetzt wissen wir, Twitter Blue wird ein zusätzliches Feature bekommen. Wir haben ja einmal so gerätselt. Oder könnte oder soll unter Umständen.
28:10 Dennis Horn
Das ist so typisch, dass so bei den neuen Features bei Twitter wir immer vager werden, wie wir mit den Ankündigungen umgehen.
28:16 Gavin Karlmeier
Da gibt es einen von diesen Reverse Engineers, die so die App-Codes auseinandernehmen und so weiter. Und der hat in der App gefunden den Satz: if you have questions, bug reports, feedback. Or wish to cancel your subscription, please contact us here. Und dann gibt es eine E-Mail-Adresse verifiedpremium support at twitter. com. Und das ist ja genau das, was Meta mit seinem Bezahlmodell auch verspricht, nämlich ein Kundensupport. Das finde ich ganz interessant.
28:47 Dennis Horn
Ja, vor allem finde ich, wirkt das so ein bisschen wie so eine absolute direkte Reaktion auf Meta, weil es eben nicht irgendein cooles Interface ist, irgendein tolles Frontend, wo man irgendwie direkten Kontakt in einem Chat-Formular hat. Sondern es ist einfach eine pupsige E-Mail-Adresse.
29:02 Gavin Karlmeier
Ja, der soll denn das Chat-Formular auch noch programmieren?
29:05 Dennis Horn
Ja, aber es ist so wirklich Zero Effort. Einfach. Ja, gut. Danke für die E-Mail-Adresse.
29:11 Gavin Karlmeier
Dann möchte Elon Musk die Pflanzen verkaufen. Die noch in den Büros rumstehen.
29:19 Dennis Horn
Selbst das Kupfer aus den Wänden schon weg ist. Und irgendjemand hat gesagt, du, Elon, also ich habe gesehen, bei ebay Kleiner zeigen geht der Monstera-Ableger ganz gut weg. Und dann Elon direkt, okay, Leute, ich muss los.
29:29 Gavin Karlmeier
So, und dann fand ich noch aus der Reihe What the Fuck, vielleicht das noch zum Abschluss, habe ich ein sehr interessantes Posting gelesen bei Blue Sky. Ah ja. Guck mal, jetzt geht es los. Sarah Suvi, die geschrieben hat, sie hat einen Twitter-Account angelegt für ein Projekt, an dem sie so seit einem Monat arbeitet, aber wozu sie noch nichts getwittert hat. Also einfach nur Namen reservieren und dann erstmal liegen lassen. So. Und der Account ist jetzt gesperrt worden, weil er die Twitter-Regeln verletzt hat.
30:04 Dennis Horn
Da werden wir ja auch schon mal drüber gesprochen. Also das ist auch vor der Mask-Ära schon, auch mir schon öfter passiert, ne? Also das passiert immer mal wieder, aber es also es spricht halt Bände, dass das auch immer noch nicht in den Griff gekriegt wurde. völlig grundlos einfach Accounts sperren. Also du musst ja mal bedenken, stell dir mal, also das sind ja Accounts, die könnten ja auch Menschen gehören, die noch nie Twitter genutzt haben. Und dann registrierst du dich bei Twitter und dann passiert dir irgendwas und aus irgendeinem Grund bist du erstmal busy. Und dann kommst du zurück in deinen Twitter-Account und er ist gesperrt. Das ist deine Erstkontakt, deine Nutzererfahrung. Also, aber wo sollen wir da anfangen? Also wenn wir jetzt schon Ansprüche an die User Experience stellen, da kommen die ja nie dran. Exakt das. Na ja.
30:55 Gavin Karlmeier
Exakt das. Was gerne, ich also ich hab jetzt ähm Ich habe jetzt mehrfach schon gedacht, es kann nicht mehr abstruser werden. Ich bin sehr froh, dass wir heute hier eine der größten What the Fuck-Episoden aufgezeichnet haben, die mir bisher untergekommen ist in diesem Podcast hier. Und ich glaube, ich war in fast allen dabei.
31:16 Dennis Horn
Du warst in vielen vielen zumindest dabei.
31:18 Gavin Karlmeier
Vielen, vielen war ich zumindest dabei.
31:21 Dennis Horn
Ich bin gespannt, was morgen hinter dem großen Vorhang lauert.
31:24 Gavin Karlmeier
Ja, hast du noch zum Abschluss, gibt es noch einen Blue Skype-Invite-Code irgendwie hier? Nee, hast du keinen mehr. Ne, noch einen habe ich leider nicht.
31:32 Dennis Horn
Aber dafür, wie gesagt, der gilt 30 Mal, den wir da vergeben haben. Also, wenn ihr damit nicht reinkommt, bitte meldet euch wieder.
31:38 Gavin Karlmeier
Und wenn ihr bis hierhin vorgespult habt, übrigens, das vielleicht noch zu sagen, tut uns leid, wir haben es wirklich mittendrin verraten.
31:48 Dennis Horn
Es gibt den für 30, wenn der vorbei ist, dann kümmere ich mich um Nachschub. Also ich habe das Gefühl, das ist eine ewig laufende Quelle im Moment. Einfach weil der deutschsprachige Raum da noch nicht so groß ist. Wie gesagt, wir beide sind das. Machst du einen Businessaufschnitt? Meinst du? Vielleicht kann ich ja blaue Haken verkaufen auf Blue Sky. Blue Sky Blue. Ich freue mich. Bis morgen. Bis morgen.