Es gibt Neuigkeiten von Elon Musk und der Politik. Die EU, die FTC und die Regierung der USA haben alle ein anderes Problem mit Elon Musk. Der dagegen hat vor allem Probleme mit seiner Impulskontrolle. Aber wenigstens freut er sich über gesunkene Hate Speech-Zahlen. Hate Speech-Impressions. Oder was auch immer.
PS: Heute klingt Gavin ein bisschen übersteuert. Das tut ihm sehr leid, echt! Wieso ich mir so sicher bin? Weil ich diesen Text hier selbst schreibe.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Dennis.
00:07 Dennis Horn
Grüß dich Kevin.
00:08 Gavin Karlmeier
Ich höre ein angenehmes, sanftes, sonores Brumm bei dir im Hintergrund.
00:12 Dennis Horn
Ja, ich bin auf der Autobahn 60. Auf dem Weg durch die Eifel nach Hause. Ich bin gerade an Bitburg vorbeigefahren. Oh. War ein bisschen, also es gibt in Bitburg eine Bitburger Straße, wie ebildet ist das denn? Und war aber dann ein bisschen enttäuscht, dass es in Bitburg noch keinen einzigen IT-Techniker gab, der auf die Idee kam, ein Restaurant aufzumachen und einen Bitburger zu verkaufen. Aber vielleicht als Anregung. Ja, ich finde das. .
00:38 Gavin Karlmeier
Ja, oder vielleicht kannst du dann auch 8 kaufen und dann ist das ein Bite-Burger.
00:44 Dennis Horn
So, leg los. Was sagen wir heute?
00:46 Gavin Karlmeier
Ich möchte mit Harald Dürr Thor Liveson anfangen. Wir wurden darauf hingewiesen, dass da übrigens Harald Dürr ausgesprochen wird, weil es isländisch ist. Harald Dürr Thor Leifson, über den haben wir gestern ausgiebig gesprochen. Das war der Mensch aus Island, der ein Unternehmen an Twitter verkauft hat und sich damit sozusagen seine Altersvorsorge gebaut hat und der jetzt quasi ähm eine Kündigung angedroht bekommen hat oder auch nicht. Also der hat sich so ein bisschen mit Elon Musk in den Haaren gehabt. Elon Musk hat dann ja, das war der Mensch, über den Elon Musk gestern gesagt hat, dass er eigentlich keinen Respekt vor ihm hat und später sogar noch sagte, he's the worst. Sorry. Also er ist der Schlimmste. Und ein paar Stunden später hat Elon Musk dann getwittert, I just did a video call with Holly um oder Hudley, wie es ausgesprochen wird wohl, um to figure out what's real versus what I was told. It's a long story. Kurzfassung ist, was er hier sagt, ich möchte mich bei ihm entschuldigen. Ich habe seine Situation falsch. Sie war mein Verständnis darauf. davon, mein Gott, mein Verständnis davon, basiert basiert er auf unwahren Dingen und in manchen Fällen ist das hier auch gar nicht so wichtig, aber er erwägt bei Twitter zu bleiben. Das ist jetzt erstmal so passiert, diese Tweets, die dazwischen liegen.
02:13 Dennis Horn
Ja, und was lag vielleicht noch dazwischen? Ein Gespräch zwischen Elon Musk und seinen Anwälten, oder? Die ihm gesagt haben, das nimmst du mal besser zurück, weil. Du hast hier Verträge und wenn du ihn jetzt rauswirfst, dann wird das sehr teuer für dich. Oder? Das ist doch passiert.
02:29 Gavin Karlmeier
Günser Haus- und Hofanwalt des Hauses hier, Chanjo-Joon, hat geschrieben dazu den Tweet, Elon Musk feuert und beschimpft einen Mitarbeiter, um dann zu erfahren, dass die Kündigung 100 Millionen Dollar kostet. Also ungefähr so wird es wahrscheinlich gewesen sein. Das ist schon sehr krass. Und an Harald Du's Stelle würde ich sagen. Also ich verstehe natürlich, dass er aus persönlichen Gründen sagt, ich bin auf das Geld angewiesen. Aber auf der anderen Seite hätte ich es auch drauf ankommen lassen, glaube ich.
02:56 Dennis Horn
Ja, auf jeden Fall war das ein Nachgang unfassbar geschickter Move, den er da gemacht hat. Also Elon Musk sozusagen über Twitter, im Grunde hat er ihn provoziert und Elon Musk ist volle Lotte drauf reingefallen.
03:12 Gavin Karlmeier
Ja, das stimmt.
03:13 Dennis Horn
Ich finde das faszinierend, das so im Nachgang anzugucken. Jetzt hat Haraldür sich seitdem nicht wieder gemeldet oder zu Wort gemeldet, was die ganze Geschichte angeht. Ich meine, die spricht ja auch für sich. Da muss er vielleicht gar nicht mehr so viel zu sagen.
03:28 Gavin Karlmeier
Voll.
03:29 Dennis Horn
Eine extrem faszinierende Geschichte. Wovon wir noch nicht gesprochen haben, ist, dass er jetzt ein Café eröffnen möchte in Reykjavik. Er hat so ein bisschen die, ja wirklich, er hat so ein bisschen die Skizzen, die 3D-Skizzen dazu schon veröffentlicht. Das Café wird den Namen seiner Mutter tragen, die auch im recht frühen seiner Jahre verstorben ist. Und das sah wirklich gut aus, da habe ich gedacht, nach Island, das wird jetzt mal ein Plan für mich, wenn das eröffnet ist. Wirklich schöne. Schöne Geschichte.
04:01 Gavin Karlmeier
Wirklich schön. Ja, gutes Ende. Ich bin gespannt, also das Problem ist ja so immer, Elon Musk weiß ja auch ein bisschen Öffentlichkeit für sich zu nutzen. Wir sollten da ein bisschen dranbleiben, weil es kann natürlich durchaus sein, dass er einfach so in drei Monaten sehr kommentarlos einfach entlassen wird in der nächsten Layoff-Runde. Auch das würde mich nicht wundern, leider. Eine andere Geschichte. Es gibt die Möglichkeit, du kennst ja das Internet. Hast du davon gehört, Dennis?
04:28 Dennis Horn
Das Internet.
04:31 Gavin Karlmeier
Du warst ja gerade in Witburg der Geburtsstadt des Internets. Und du kannst ja das Internet über die normalen Wege besuchen, über deinen Browser, über den Netscape Navigator beispielsweise. Du kannst es aber auch über andere Wege nutzen, zum Beispiel über den Tor-Browser. Du kannst quasi ins nicht katalogisierte Internet gehen, da kann man Zertifikate nutzen, um sich sicher fortzubewegen. Und auch über das. . Tor-Netzwerk kannst du auf Netzwerke zugreifen wie Reddit oder wie Facebook. Da gibt es Möglichkeiten, um quasi anonym diese sozialen Netzwerke zu benutzen. Das gilt eigentlich auch für Twitter. Jetzt ist es so, dass Twitter dieses Torzertifikat offenbar nicht verlängern wird und auslaufen lassen wird. Warum kann ich den nicht so genau sagen? Es gibt keine Erklärung. Tor hat das, also dieses Konsortium, das dahinter steckt, das Tor Project, hat das verkündet. Und es ist doch, also es passt so ein bisschen dazu, dass man sich einfach mal wieder um gar nichts kümmert. Scheiß auf alles ist hier die Maxime bei Twitter. Es ist gerade nicht möglich, dass Twitter per Tor Browser zu erreichen. Das heißt, wenn du tatsächlich Twitter über anonyme Wege genutzt hast, um darüber zu kommunizieren, dass du vielleicht Repressionen ausgeliefert bist, dann ist Twitter generell nicht, aber momentan noch weniger deine Plattform der Wahl.
05:51 Dennis Horn
Ja, du sagst es, es passte eigentlich gerade so ins Bild, das man so generell hat. Also Twitter war ja durchaus in einigen Dingen engagiert. Das war ein Unternehmen Mit Haltung, eigentlich gebildet auch durch die gesamte Mitarbeiterschaft, die es damals dort gab. Also auch deshalb gab es ja einen gewissen Stolz dieser Menschen, dort bei Twitter auch gearbeitet zu haben. Und das scheint mir jetzt einfach ein weiteres Beispiel in dieser langen Reihe an Dingen, die Twitter dann auch eingestellt hat, die, wenn man jetzt so da drauf guckt, was ist fürs Überleben notwendig? Weil das ist ja eigentlich gerade die leitende Frage. die aus dieser Frage heraus jetzt einfach eingestellt werden.
06:36 Gavin Karlmeier
Total. Also ein Security Engineer, Alec Muffet der dabei geholfen hat, das Ganze hier irgendwie zusammenzubringen, Twitter und Thor. Der hat auch gesagt, er geht davon aus, dass in sehr kurzer Zeit überhaupt nicht mehr funktionieren wird, der Zugang über Tor zu Twitter. Es sei denn, Elon hat daran irgendein Interesse Aber jetzt gerade ist es so, dass alle Leute, die das aufgebaut haben, zumindest alle, mit denen er Kontakt hatte, mittlerweile entlassen wurden. Das heißt, es gibt einfach auch niemanden mehr, der wüsste, wie man dieses Zertifikat beispielsweise erneuert oder dass es das überhaupt gibt.
07:12 Dennis Horn
Und das passt auch dazu, dass Twitter nicht mehr die Adresse zu sein scheint für Menschen denen diese Plattform bisher eine Stimme gegeben hat, die sie sonst nicht hätten und die das ja auch in einer Sicherheit tun mussten. Dieser Weg ist denen jetzt auch versperrt, ja.
07:33 Gavin Karlmeier
Ja, das ist wirklich so, Twitter kümmert sich halt wirklich überhaupt nicht mehr um die, also wie du gesagt hast, war ein Unternehmen mit Haltung und Twitter kümmert sich jetzt halt überhaupt nicht mehr um die Leute, die vielleicht ein bisschen Hilfe gebrauchen könnten, dabei geschützt zu werden oder besonders behandelt zu werden. In welcher Form auch immer. Wir haben gestern eben über Haraldür gesprochen, ein Mensch mit Behinderung, der von Elon Musk deswegen, der deswegen von Elon Musk dem Vor. Faulheit vorgeworfen wurde. Also viel respektloser kann man mit Menschen ja gar nicht umgehen. Jetzt sprechen wir heute über diese Torgeschichte. Und das führt uns direkt zu der nächsten Geschichte. Elon Musk hat nämlich auf einer Investorkonferenz von Morgan Stanley gesprochen. Das ist übrigens ein ganz komisches Format. Wir haben ja durch die Pandemie eigentlich gelernt, dass man so was auch per Video-Streamen könnte. Also wir haben alle irgendwelche Kameras in unseren Computern, aber Elon Musk hat mit dem Moderator dort per Telefon gesprochen, per Webcast. Also man könnte das wirklich nur hören.
08:27 Dennis Horn
Es fühlt sich so an wie so ein Relikt aus den 90er Jahren, wo man Autotelefon hören konnte. Wie so ein Oldschool-Unternehmen, das irgendwelche So was man sich früher unter dem Begriff Call vorgestellt hat. Alle hingen mit so einem Clip am Ohr im Call, während sie gerade sich von ihrem Chauffeur.
08:48 Gavin Karlmeier
Ja, genau.
08:49 Dennis Horn
Durch den New Yorker Stau fahren lassen.
08:51 Gavin Karlmeier
Ja, oder mit so einem dicken Telefon, das in der Mittelkonsole steckt, weißt du? Oder noch besser, du sitzt beim Mittagessen. Und der Kellner bringt dir ein Telefon auf dem Tablett, das klingelt.
09:03 Dennis Horn
Er hat aber vorher diesen Halbkreis, diese goldene Haube abgenommen. Bevor du dir das Telefon in die Anmachst.
09:09 Gavin Karlmeier
Noch etwas Salz zum Telefon, Sir. Naja, auf jeden Fall hat er da über einige Sachen gesprochen und über eine Kleinigkeit vorneweg möchte ich mit dir sprechen. Ich will das nicht allzu lange ausführen, weil es also an Abstrusität mal wieder nicht zu überbieten ist. Er hat nämlich über die erfolgreiche Arbeit gegen Hate Speech auf Twitter gesprochen. And that was there, weicht eighteen completely up to these we here have. Also, we have um that we have to have that hate speech, Racism auf Twitter zunimmt, Frauenfeindlichkeit zunimmt, homophobie. zunimmt, Aggressionen gegen Transmenschen zunehmen. Also das sind alles Dinge, die in Zahlen belegt sind. Elon Musk stellt es aber in diesem Call ganz anders dar und sagt, also. Die Hate Speech Impressions sind seit der Übernahme von ihm, von Twitter, um 50 Prozent nach unten gegangen, sagt er. . . Und es wurden 800. 000 Accounts, die CSE, also ähm Material, das sexuelle Gewalttaten an Kindern zeigen oder befürworten, begünstigen. 800 Accounts, die das eben quasi zeigen oder gezeigt haben, wurden gesperrt und er sagt, so erfolgreich war Twitter im Kampf gegen Hate Speech noch nie wie jetzt gerade.
10:29 Dennis Horn
Du möchtest dieses Thema schnell wieder verlassen, aber ich würden noch was dabei geben, weil in dieser Folie, der hat ja auch eine Folie dazu gezeigt ist einfach auch ein Widerspruch drin. Also er zeigt da so eine Kurve, die offenbar tatsächlich, also das, was sie zeigen soll, ist Das Runtergehen der Hate Speech Impressions.
10:50 Gavin Karlmeier
Genau.
10:50 Dennis Horn
So, und wenn man den Zahlen da glaubt, dann sind die Hate Speech Impressions, also wie oft Sind Tweets mit Hate Speech angezeigt worden, Nutzerinnen und Nutzern, heruntergegangen. Aber er spricht die ganze Zeit, dass es weniger Hate Speech auf der Plattform gebe. Aber das sind natürlich zwei komplett verschiedene Werte. Also das eine ist, wie viel an diesem Inhalt gibt es generell, und das andere ist, wie viel an diesem Inhalt wird Menschen angezeigt? Auch theoretisch ein wichtiger Indikator, aber zumindest wahr Direkt in dieser Folie ein Widerspruch drin zu dem, was er dann auch gesagt hat. Und wie du sagst, es widerspricht den anderen Zahlen, die wir so kennen aus den letzten Monaten.
11:30 Gavin Karlmeier
Zumal, also dieser Widerspruch, den du sagst, ist ja auch auf der Folie optisch zu sehen. Also du siehst obendrüber 50% lässt. Hate Speech, 50%, und darunter siehst du aber als Legende stehen, dass es tatsächlich um Hate Speech Impressions geht. Das ist schon Also da wird halt sehr viel geflunkert und geschoben, einfach um die Zahlen zu beschönigen. Und das ist ja auch so die Natur von Elon Musk, ehrlicherweise. das immer wieder so rumgeschachert wird. Gleichzeitig finde ich Finde ich spannend, dass er da mit diesem Thema jetzt nochmal zu so einer Investorkonferenz geht. Also so mal einen Schritt zurück auf das große Bild geschaut, weil er eigentlich keine Notwendigkeit dafür hätte.
12:14 Dennis Horn
Ich fahre übrigens gerade am Tesla Werk vorbei. Ich wog hier so links aus dem. Links aus dem Fenster und Deck, was ist das denn? B51 Liebe Grüße. Sprich weiter, bitte.
12:24 Gavin Karlmeier
Das ist gut, dass du diesen Podcast erst morgen früh veröffentlichen, weil sonst könnten wir gesperrt werden, weil wir live deinen Standort gerade Rückschlüsse ziehen könnten. Naja, auf jeden Fall hat er auf dieser Konferenz darüber gesprochen und so richtig genau weiß ich nicht warum. Er hat aber noch mehr erzählt. Er hat zum Beispiel erzählt, dass es wohl danach aussieht, als könnte Twitter im nächsten Quartal einen positiven Cashflow generieren. Also, also wie er sagt, über das aggressive Reduzieren von Ausgaben. Jetzt wissen wir, also in dem Text sogar, den ich habe, von Reuters steht zum Beispiel, das Unternehmen hat es geschafft von erwarteten Ausgaben von 4,5 Milliarden Dollar in 2023 auf 1,5 Milliarden Dollar zu sinken. Zum Beispiel beim Einsparen von Kosten für Cloud-Services. Jetzt wissen wir, dass zum Beispiel Amazon, einer der Cloud-Services, der genutzt wird, einfach gar nicht bezahlt wird. Also ich bin mir nicht sicher, ob wirklich diese Kosten hier gesenkt wurden oder ob einfach nicht die Rechnungen nicht bezahlt werden. Und ob das wirklich so taugt als eine Bilanzprognose.
13:35 Dennis Horn
Ja, tut es natürlich überhaupt nicht. Also, ich fahre jetzt gerade so ein bisschen auf dieses Wort Flow ab. Also, klar, der Begriff ist geprägt, Cashflow, manch was ganz Konkretes. Aber da wird natürlich gar nichts in einen Flow durchkommen, der in irgendeiner Form nachhaltig ist und dann länger etwas bringt, weil diese Zahl Genau auf dem basiert, was du gerade nennst. Also auf einem kurzfristigen irgendwie sich dahin hecheln, auf nicht bezahlten Rechnungen. Also nichts daran bringt den Ein Flow, auch wenn es für den Moment irgendwie die Definition des Cashflows erfüllt.
14:16 Gavin Karlmeier
So ist das. Gleichzeitig hat er da aber auch in diesem Call Disney und Apple gedankt, weil sie weiterhin zwei der größten Werbetreibenden auf Twitter sind. Vielen Dank auch von uns Es gibt noch ein paar so politische Dinge, die wir hier reinschmeißen müssen. Es gibt zum Beispiel einen Prozess, der gerade zu Ende gegangen ist, der vor dem Gericht in San Francisco zu Ende gegangen ist, bei dem ein Gericht geurteilt hat oder beschlossen hat, dass Twitter nicht mehr diese Transparenzberichte veröffentlichen darf, zumindest nicht in dieser Form. in denen gesagt wird, wie viele Anfragen durch staatliche Behörden über Nutzungsdaten auf Twitter erhoben werden oder angefragt werden Ja. Ja. Ja, gut. Dann nächstes.
15:16 Dennis Horn
Da habe ich nicht viel zu zu sagen.
15:18 Gavin Karlmeier
Nee, das ist nicht so schlimm. Wir können noch ein anderes Thema reinschmeißen. Ich will das jetzt hier nicht so reißerisch. reiserisch anlegen, aber die Überschrift des Artikels, den ich hier von Business Insider gefunden habe zu dem Thema, lautet Elon Musk gesagt, die Untersuchung von Twitter durch Bundesbehörden sei eine Bewaffnung der Regierungsbehörden und ein ernsthafter Angriff auf die Verfassung. Das ist so das sprachliche Arsenal, das sich Elon Musk hier herausgesucht hat, um über Folgendes zu sprechen. Und zwar hat die FTC Das ist die Federal Trade Commission, also die Handelsbehörde, wenn man so möchte. Genau so haben wir das in Deutschland nicht, aber ist ein bisschen Kartellamt drin und auch Teile des Finanzamts, sowas ungefähr. Hat beantragt, dass man gerne Zugang zur internen Kommunikation von Twitter hätte Und außerdem alle JournalistInnen gerne genannt hätte, die Zugang zu diesen internen Kommunikationswegen hätte Weil es wohl üblicherweise so ist, dass die FTC routinemäßig alle Informationen anfordern darf, die Unternehmen Dritten, wie JournalistInnen, zur Verfügung stellen. Diese Informationen dürfen der FTC nämlich nicht vorenthalten werden. Was bedeutet das ganz konkret? Wir erinnern uns an Menschen wie Matt Talby, Menschen, die die sogenannten Twitter-Files veröffentlicht haben. Also eigentlich Sammlungen von Leaks, die auf Internen Kommunikationen im Unternehmen Twitter basiert haben. Und es scheint so zu sein, dass die FTC, also genau diese Kommission, ein Recht hat, genau diese Informationen, die Außenstehende bekommen, eben auch zu bekommen.
16:58 Dennis Horn
Also das komplette Quellmaterial, aus dem diese Publizistinnen und Publizisten, die Elon Musk sich da ausgesucht hatte, um die Twitter-Files da rauszuhauen. Im Grunde sozusagen das Quellmaterial, auf dem das basiert und das sozusagen dann noch Sehr viel breiter ist als das, was die sich ausgewählt haben.
17:20 Gavin Karlmeier
Vermutlich ja. Also, wie groß der Datenbestand ist, auf den die FTC Anrecht hat, das kann ich dir nicht sagen. Wohl aber, dass es schon spannend ist, dass diese internen E-Mails jetzt damit auch an eine Bundesbehörde weitergegeben werden müssen. Und das, oder Federal ist es Bundes oder ist es eine Landesbehörde? Ja, doch, ist eine Bundesbehörde tatsächlich. Finde ich vor allem deswegen geil, weil da die ursprüngliche, das Narrativ, das Elon Musk ja geprägt hat, damit war, man möchte sich gegen die Vereinnahmung des Staates und der Politik wäre, möchte zeigen, Twitter bleibt unabhängig und Twitter bleibt so ein bisschen der der Lonely Rider, der hier gegen die Vereinnahmung durch die Politik kämpft und durch diesen Prozess eigentlich genau etwas ausgelöst hat, das sonst niemals passiert wäre.
18:10 Dennis Horn
Ja und gleichzeitig ganz interessant für einen Menschen, der nachdem er Twitter übernommen hat Ja, sich sehr beeilt hat, zum Beispiel in Richtung der Europäischen Union oder auch in Richtung anderer Länder, zu sagen, bei uns ist alles möglich, aber die Gesetzgebung einzelner Länder, die respektieren wir natürlich. Das ist natürlich wieder einer dieser Widersprüche.
18:36 Gavin Karlmeier
Da sind wir wieder genau an diesem Punkt. impfen lassen gegen Corona, hat er ja zum Beispiel gesagt, weil er das die Regeln, die Gesetze waren zum Zeitpunkt, als er das Werk in Grünenheide besuchen wollte, das Tesla-Werk Das heißt, er hat da gesagt, hey, das ist aber eine Gesetzesgrundlage gewesen. Und wenn das genau seine Argumentation ist, sein Wesen, dann muss er auch hier sagen, okay, FTC, hier sind genau diese Unterlagen. Und nicht sagen, das hier ist die Bewaffnung einer Bundesbehörde und ein ernsthafter Angriff auf den ersten Zusatz der Verfassung. Also das funktioniert mal wieder nicht. Und es klingt so ein bisschen so, als hätte er vielleicht sich impfen lassen aus anderen Gründen als die tatsächliche Anreise nach. Grünheider. Gleichzeitig wird in diesem Business Insider-Artikel übrigens auch nochmal Elon Musk aus dieser Morg-Stan-Investorkonferenz zitiert, über die wir eben gesprochen haben. Mit dem Satz, glauben Sie nur, was Sie auf Twitter sehen, nicht was Sie in den Zeitungen lesen, denn was Sie auf Twitter sehen, ist die Realität und was in der Zeitung steht, ist es nicht.
19:41 Dennis Horn
Absolut, besonders immer dann, wenn sich jemand ein gekauftes, blaues Häkchen daran führt.
19:45 Gavin Karlmeier
Richtig, liebe Grüße an Punika. Die haben sich übrigens gelöscht. Hast du das mitbekommen? Der Punika Twitter-Account ist weg.
19:50 Dennis Horn
Ja, weil das ist ja ein Durstlöscher.
20:00 Gavin Karlmeier
Aber also Sie haben sich gelöscht, ich will das kurz erzählen, weil. Weil es ein Buzzfeed-Artikel gab, so lustig ist der Punika-Twitter-Artikel und haben sie gesagt, dieser Grind ist hiermit beendet. Da haben sie sich gelöscht.
20:13 Dennis Horn
Konsequent.
20:14 Gavin Karlmeier
Konsequent. Du hattest gerade die EU genannt, die möchte ich auch nochmal reinwerfen hier, denn die FT, die Financial Times, hat Informationen Von vier Menschen, die sagen, dass die Europäische Union Elon Musk aufgefordert hat, mehr menschliche Moderatorinnen und Moderatoren und Faktenprüfer einzustellen, um Beiträge auf Twitter zu überprüfen. Das heißt, die EU sagt jetzt, ist ja schön und gut, dass ihr hier auf dem Weg zum positiven Cashflow seid, aber solange ihr keine Menschen habt, die Contentmoderation durchführen, solange ist dieses Unternehmen in der EU auch nicht gesetzestreu. Dennis, bist du noch da?
20:58 Dennis Horn
Du warst kurz weg, Dennis, was ist passiert? Entschuldige, ich möchte den Ort Neuendorf in der Eifel blamen für schlechtes Internet. Ist das hier überhaupt noch die Eifel? Ich weiß es gar nicht. Aber B 51, Screw you, Neun Dog. So.
21:15 Gavin Karlmeier
Wo sind wir stehen geblieben? Achso, die EU. Sagt, hey Twitter, du brauchst mehr menschliche ModeratorInnen und FaktenprüferInnen. Ansonsten schaffst du es nicht, die Regeln, die hier in der EU gelten und das Gesetz, das Anfang 2024 in Kraft treten wird, einzuhalten.
21:32 Dennis Horn
Ja, also wir haben uns gesagt, das Thema nehmen wir mal mit rein, einfach um zu dokumentieren und dran zu bleiben, wie häufig die Europäische Union dort mittlerweile Warnsignale hinsendet. Und das werden wir irgendwann, diesen Fakt und diese lange Sammlung, verwenden. Entweder gegen die EU oder gegen Elon Musk. Also je nachdem, ob nichts passiert oder ob was passiert.
21:54 Gavin Karlmeier
Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir da nochmal drüber schleppern werden.
21:57 Dennis Horn
Ja.
21:58 Gavin Karlmeier
Vielen Dank, Dennis. Heute keine Blue Sky Codes. Bis morgen.
22:02 Dennis Horn
Was will man machen? Wir haben ja auch 45 ausgehauen.
22:06 Gavin Karlmeier
Und zwar, da muss ich nochmal wirklich ganz kritisch sagen, wie krass ist denn das, dass wir, also die Folge mit den 15 Codes, die ging um 6 Uhr online und die Codes waren um 8. 43 Uhr weg. Durch einen kleinen Fehler kam die Folge am Tag danach erst um 7 Uhr online. Und auch die Folge von gestern mit 30 Codes und die waren um 8. 30 Uhr weg. Also ihr seid krass. Vielen Dank. Ich fühle mich ein bisschen geschmeichelt, muss ich sagen.
22:31 Dennis Horn
Also vielen Dank dafür, aber wie bei jeder guten Cesper-Tour Muss man auch sagen, jetzt kommt erstmal die Produktion des nächsten Studioalbums und wir sehen uns in einem Jahr wieder. Größere Hallen gibt's nicht, sorry. Ja, genau. So, bis morgen. Bis morgen.