Wir bleiben positiv kritisch – und sprechen über unseren eigenen schlechten Sound, jaja. Aber werfen heute vor allem auch einen Blick in das Innere des Unternehmens Twitter – und stellen fest: Es ist wirklich genauso unerträglich, wie wir uns das immer ausmalen. Aber wenigstens gibt es bald eine neue Twitter-Navigation. Juhu.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:05 Gavin Karlmeier
Grüß dich, Kevin. Hallo Dennis. Ich muss mich überfertigen.
00:12 Dennis Horn
Ich wollte gerade fragen, du klingst heute so, als hättest du Honig getrunken.
00:15 Gavin Karlmeier
Ja, ich musste. Nachdem ich gestern so geklungen habe, als würde ich in so einem Windkanal stehen. Also für die, die sich technisch interessieren und sich angehört haben, was da gestern passiert ist und sich gedacht haben, was ist da denn los? Ich habe keine Antwort. Also ich beschäftige mich seit Jahren mit Mikrofonen und Aufnahmen und sowas, aber ich benutze immer so ein USB-Mikrofon, das sich selbst pegelt und das hatte gestern offenbar einen schlechten Tag. Kann ich nicht anders sagen. Kann doch mal sein, kann doch mal passieren. Wir haben auch ständig schlechte Tage als. Wir sind alle nur Menschen. Das Schöne war, ich habe dann die Demo-Version, eine sieben Tage-Testversion einer Software getestet, die 1500 Dollar kostet. Und trotzdem haben alle geschrieben, das klingt nicht gut. Also, ich glaube, ich kaufe es nicht.
00:57 Dennis Horn
Schreibt den das mal in die Bewertungen.
01:00 Gavin Karlmeier
Mach ich. Ja, ich habe es wirklich probiert. Ich wollte. Ich habe noch einen anderen Nachtrag zu gestern, und zwar bin ich dann gestern so auf dem Heimweg gewesen. Und dann ist mir das eingefallen. Und zwar haben wir ja darüber gesprochen, dass Elon Musk zu dieser Stanley Morgan Investorkonferenz gegangen ist und geprallt hat, wie gut die Cashflows Und dann ist mir eingefallen, dass wir vor einigen Wochen darüber gesprochen haben, dass Elon Musk vor Gericht recht bekommen hat. Dass solche Aussagen wie diese nicht zwangsläufig als Marktmanipulation einzustufen sind. Und hab dann gedacht: Na, das ist aber der perfekte Taschenspielertrick, um jetzt nochmal so ein bisschen das Vertrauen in Twitter zu zu steigern, um Werbekundinnen und Kunden dazu zu bringen, vielleicht nochmal was zu schalten. Also ich sehe deinen Zusammenhang. Ich will jetzt nicht zu verschwörerisch werden, weil das wieder mal nur auf Thesen fußt. Aber ich hab das Gefühl, das könnte auch ein, wie sagt man, ein Trick sein.
01:53 Dennis Horn
Naja, es ist ein naheliegender Gedanke Ja, also so ein bisschen so, das ist wie wenn du jetzt, jetzt mache ich ihn Gavin Karlmeyer. Das ist wie wenn du Tickets für ein Konzert verkaufst und der Verkauf läuft nicht so gut und du sagst, wenige Restkarten sind noch übrig. Ja, das stimmt. Oder in unseren Seminaren, du kennst doch die Postings. Es gibt noch ein paar Restplätze. In der Hoffnung, dass dann noch jemand bucht.
02:18 Gavin Karlmeier
Ja, du hast recht. Ja, wahrscheinlich ist das so. Haben wir gestern so ein bisschen übersehen, beide. Oder einfach nicht drüber gesprochen.
02:27 Dennis Horn
Ja, übersehen. Kann man mal so sagen. Es ist auch einfach. Hier wabert ja so viel rum. An Entwicklungen. Manchmal kommt man nicht direkt auf den Rückbezug, über den wir schon mal gesprochen haben. Absolut.
02:41 Gavin Karlmeier
Ist so, ja. Und also wir trainieren uns. Irgendwann sind wir die sind wir die Mask. Assoziationsblaster. Apropos Blaster, Tweetec war heute eine Zeit lang nicht erreichbar. Ja. Und das hat Jan Bögermann getrötet. Weil es ein neuer Fehlercode war. Also einer, wir haben ja schon viele Fehlercodes gesehen, was TreeTech angeht. Wir haben ein Forbidden bekommen, wir haben die Fehlermeldung, dass eine API nicht. . nicht nutzbar ist, gesehen. Diesmal gab es die Fehlermeldung Schlüsselpinning ohne vertrauenswürdige Zertifikatkette. Also das ist schon eher so Masterstudium Informatik, um das glaube ich richtig zu sortieren.
03:20 Dennis Horn
Ja, auch die ich habe mir den Screenshot auch angeguckt. Da stand ja noch so eine Übersetzung für Nicht-Nerds drin. Und die lautete, die Website kann nicht angezeigt werden, weil die Authentizität der erhaltenen Daten nicht verifiziert werden konnte. Da kann man schon ein bisschen mehr mit anfangen. Ich fand aber, dass in dieser Fehlermeldung Da war auch ein bisschen Situationshumor drin, weil darunter stand, kontaktieren Sie bitte den Inhaber der Website, um ihn über dieses Problem zu informieren. Da habe ich sehr gelacht.
03:53 Gavin Karlmeier
Es gibt so eine E-Mail-Adresse für Twitter Blue-AbonnentInnen, habe ich gehört, wo man relativ schnell Support bekommen soll.
03:58 Dennis Horn
Ja, ja, das schreiben wir jetzt alle mal hin.
04:00 Gavin Karlmeier
Genau, vielleicht einfach mal da kurz hinschreiben.
04:02 Dennis Horn
Wahrscheinlich sitzt da auch einer, der sich um die E-Mails kümmert.
04:05 Gavin Karlmeier
Und ich denke, Hilfe, Leute, ich weiß nicht, was ich tun soll. Aber der hat es auch nicht gesehen, diesen Post, weil Mastellon war zwischenzeitlich ja auch nicht erreichbar.
04:15 Dennis Horn
Ja, heute wieder Fehler 503. Backend is unhealthy, stand da. Also das betrifft dann in vielen Fällen die zentrale Instanz. Ja, die aber natürlich für den den großen Teil der Mastodon NutzerInnen der Einstiegspunkt ist und das Also das fühlt sich dann immer so an wie Mastodon is down. Und auf irgendeiner glücklichen anderen Instanz fragt man sich, wieso, was ist denn los?
04:43 Gavin Karlmeier
Wieso reagiert denn niemand mehr?
04:45 Dennis Horn
Ja. Und da gab es eine schöne Nachricht heute von Microsoft. Die haben einen Mastodon-Account. net, das ist deren Entwicklergeschichte. Und ähm, Achtung, die domain. NET. social, was bedeutet, dass Microsoft sich mit einer eigenen Mastodon-Instanz da jetzt umtut. Die ist im November. Ist der Account registriert worden und ist jetzt aktiv seit dieser Woche? Und ja, da steckt jetzt schon so die Frage hinter, wenn Microsoft Mastodon als einen Punkt sieht fürs Marketing, was die EntwicklerInnen angeht, dann ist das ja schon eine Ich möchte sagen Instanz.
05:34 Gavin Karlmeier
Naja, vor allem ist das Commitment. Also so große Konzerne treffen solche Entscheidungen, wir sehen, wenn das im November registriert wurde und jetzt losgeht im März, wirklich nicht Kurzfristig. Also da überlegt man sich sehr genau, steigen wir da ein, was kostet uns das und Ressourcen, ergibt das Sinn? Und die Antwort wird fast immer gewesen sein, wir probieren das aus. Und etwas auszuprobieren, also nehme ich mal an, dass das die Antwort darauf war, wenn Sie jetzt damit starten. Und das Ausprobieren impliziert aber ja immer, dass es auch ein Ergebnis haben kann, das dazu führt, die Aktivitäten dort sogar noch zu steigern, ehrlicherweise. Also für mich fühlt sich das so an, wie so den kleinen Zeh mal kurz in das Wasser zu halten, um zu gucken, wie kalt es ist. Und wenn es angenehm ist, dann vielleicht doch noch mit dem mit der Arschbombe hinterherzuspringen. Wir können das nur empowern. Also wir haben ganz am Anfang, weiß ich noch, in einer der ersten Episoden, als wir darüber gesprochen haben, was wird aus Mastodon und welche großen Entwicklerstudios könnten eigentlich draufspringen, haben wir schon gesagt Microsoft hat mit LinkedIn ja eigentlich genau das Potenzial, das man mit Mastodon perfekt ergänzen könnte. Also diesen Einstieg hier, wir können das, also ich zumindest, ich spreche einfach Frech für dich mit, Dennis, aber ich kann das nur sagen, ich kann das nur befürworten, dass Microsoft hier versucht, vielleicht doch einen größeren Einstieg zum Mastodon zu wagen. Vielleicht dann auch. Jetzt, ich muss vorsichtig sein, wie ich das jetzt formuliere, aber vielleicht auch mit einer eigenen Oberfläche drauf zu gehen. Und so finde ich alles toll.
06:57 Dennis Horn
Also gefällt mir gut. Ja, also ich meine, diese eigene Oberfläche, das ist ja das, worüber wir auch bei Medium gesprochen haben. Also sozusagen diesen Einstieg zu streamlinen und das zu bieten. was wir bei Mastodon ja durchaus immer kritisch angemerkt haben, was dort fehlt. Ich finde das spannend. Ich bin total dafür, mich erinnert das an so eine Reihe, sagen wir mal, stiller Instanzen, die schon im Hintergrund irgendwo gegründet wurden. Und ähm Es gibt ja von der ARD zum Beispiel auch so eine Developer-Instanz und auch das ZDF hat Ein ist das eine Instanz oder ein Account, wo das Impressum drin zu finden ist? Ja, also das da da tut sich was und ich meine jetzt Medium, Microsoft, da sind jetzt schon ein paar Namen im Spiel. Das finde ich gerade sehr spannend zu beobachten, weil wenn jetzt noch so ein paar dazukommen, dann kommen wir langsam so in einen Bereich, in dem es positiv kritisch wird.
08:05 Gavin Karlmeier
Definitiv, würde ich auch sagen. Also, dass man irgendwann gar nicht mehr dran vorbeikommt und es dann tatsächlich auch für Blue Sky, wir haben übrigens heute keine Invite-Codes für euch, auch für Blue Sky dann irgendwann schwierig wird, noch aufzuschließen, würde ich einschätzen. Gerade wenn man ein ähnliches Angebot zu bieten hat. Ja. Das ist so, ja. Ja, spannend, spannend, spannend. Ich drücke die Daumen und schaue mir das wohlwollend an. Positiv-kritisch gefällt mir gut. Das ist der Titel der Folge heute. Positiv kritisch.
08:36 Dennis Horn
So, dann kommen wir jetzt zu der Geschichte, die, glaube ich Uns am meisten den Magen umgedreht hat. Kann man das so sagen?
08:45 Gavin Karlmeier
Ja, also es reiht sich ein in die sehr, sehr, sehr langen Texte. die man so über das Innenleben des Unternehmens Twitter gerade so im Internet findet. Alle möglichen News Assets haben da in der Vergangenheit sich irgendwie dran probiert und auch tolle Texte drüber geschrieben. Es gab ja ein paar, die wir hier auch immer wieder zitiert haben. Und der uns auch über mehrere Wochen getragen hat. Jetzt heute gibt es einen Text von iNews. Das ist ein britisches, ähm, eine britische Newspaper, britische Zeitung, so heißt es. Ich merke übrigens, das ist mir auch, ich habe die Folge von gestern ja nochmal angehört. technischen Gründen ja auch ehrlicherweise. Und ich merke, dass mir am schwersten fällt, zwischen Deutsch und Englisch zu switchen, auch so ein gutes Beispiel. Und wenn man sich, glaube ich, wenn man da mal drauf achtet, das ist so mein Schwachpunkt, dass genau in diesem Wechsel immer so, da ist meine Sollbruchstelle.
09:37 Dennis Horn
Ja, ich finde es schön, dass du denen, die bei Mastodon jetzt irgendwie gestern, vorgestern einen Haken dran-Bingo gefordert haben. Noch ein Fältchen auf der Bingo-Karte gerade geliefert hast. Sehr schön.
09:49 Gavin Karlmeier
Ja, bitte. Hier. Wir sehen uns da ja auch als Full-Service-Podcast, dienstleistungsorientiert.
09:55 Dennis Horn
Absolut.
09:56 Gavin Karlmeier
Die haben auf jeden Fall einen Text geschrieben, oh da war ich laut. Die haben einen Text geschrieben über das Innenleben von Elon Musks Twitter. Und die zitieren in der Überschrift schon direkt: also, das ist ein Pressure Cooker. In Deutschland würde man das Schnellkochtopf nennen, das ist aber, glaube ich, eine schwierige Übersetzung. Es ist ein Hochdruck. Übersetzt man das denn? Also es ist ein Pressure Cooker, sagen wir so, wie es ist.
10:21 Dennis Horn
Sag mal, also es ist ein Wasserkocher auf einem Induktionsfeld oder was? Nee, es gibt doch einen Schnellkochtopf.
10:30 Gavin Karlmeier
Genau, ist ein Schnellkochtopf. Und schlägt direkt mit einem Zitat ein, es gibt keine Richtlinien. Es gibt keinen Respekt, es gibt absolut null Transparenz, es ist schrecklich. Damit wird ein Mitarbeiter bei Twitter oder eine Mitarbeiterin zitiert. Und es gibt so mehrere kleine Geschichten in diesem Text, die wirklich ganz also in Abgründe zeigen, die so zeigen auch, was für einen. Ehrlicherweise katastrophales Management da ja auch stattfindet. Also, die, ich steige direkt mit der härtesten Geschichte ein, wie ich finde. Es gibt die Geschichte, wo Manager gefragt wurden, welche Menschen in ihrem Team es verdient hätten, promotet. zu werden. Das ist lustig, weil genau diese Geschichte haben wir ohne die Pointe, die wir jetzt gleich erzählen können, hier schon mal erzählt. Dass es so diese Frage der Schläger gibt, dieser Goons, die gefragt haben, hey Leute, wen aus eurem Team könnt ihr eigentlich empfehlen? Wer ist toll, auf wen sollen wir uns verlassen? Und offenbar ist es so, dass kurz nachdem diese Empfehlungen rausgegangen sind, viele dieser Manager sofort entlassen wurden und durch die Menschen ersetzt wurden, die quasi von ihnen empfohlen wurden. Aber als Teil einer Kosteneinsparmethode natürlich zu einem niedrigeren Lohn.
11:37 Dennis Horn
Ja, das ist an Perfidie nicht zu überbieten. Ich habe, als ich diese Geschichte gehört habe, habe ich gedacht, das ist wie in so einem einem Film über eine Schreckensherrschaft. Weißt du, wo so Menschen nochmal so richtig Betrogen werden, bevor man sie erschießt. Also wirklich, das ist es. Das hat mir den Atem geraubt, diese Beschreibung die dieser Zustände dort und Ich also habe so darüber nachgedacht, was ist die Motivation Wenn du das weißt, dass das in diesem Unternehmen passiert, dort noch zu arbeiten. Also entweder du musst es, weil du dein Visum behalten musst, oder du hast wirklich keine Skrupel. Oder ich weiß es nicht. Das ist mir unerklärlich. Was ich sagen möchte, auch die Leute, die dort ja jetzt noch arbeiten, Das muss man ja mit seinem Gewissen vereinbaren können, was da passiert.
12:42 Gavin Karlmeier
Total. Oder aber alternativ, wenn du eben nicht diese Person bist, die in die Führungspersonposition angeboten bekommen hat. Du lebst halt in ständiger Angst. Also du musst davon ausgehen, dass du, also die schreiben es auch hier, dein Arbeitsumfeld ist eigentlich nur geprägt von großer Angst und Neid. Das sind die beiden Gefühle, die du eigentlich nur noch da hast, wenn du dort arbeitest. Und wie du schon sagst, es gibt halt Menschen, die sind darauf angewiesen, weil sie wissen, wenn sie dieses Unternehmen verlassen, werden sie auch das Land verlassen müssen, weil ihr Visum eben unmittelbar daran gekoppelt ist.
13:15 Dennis Horn
Ja, und um ehrlich zu sein, es wird Menschen geben, die aus noch ganz anderen Gründen darauf angewiesen sind. Das sollte ich vielleicht noch ergänzen. Und wir wissen, wie die. wie die Arbeitsmarktlage im Silicon Valley gerade ist, wo viele entlassen haben und man wirklich einfach im Moment die Sorge haben muss, da keinen anderen Job zu finden. Also da gibt es natürlich noch ein bisschen mehr, aber nichtsdestotrotz dieser Zustand, in dem du da sein musst, wenn du in diesem Unternehmen einfach bist. Sprachlos macht mich das.
13:51 Gavin Karlmeier
Ja, total. Also in dem Text wird auch der ehemalige Vizepräsident von Twitter Europa, Mittlerer Osten und Afrika zitiert. Das ist Bruce Dasley. Und er sagt, ein großer Teil der Arbeit oder von der Art, wie wir über die Arbeit hier gedacht haben, war eine Art von Stolz über den Job, was wir tun und wo wir arbeiten. Und er sagt aber, die Moral, die es jetzt gerade eigentlich hier gibt, ist Sub-Zero, also unter Null im Minusbereich. Und er sagt auch, je mehr Elon Musk sich. verhält wie der lokale Betrunkene, der sich mit Schlägereien, mit ehemaligen Mitarbeitern, mit Behinderungen hervortut. . desto weniger werden die Leute, die hier arbeiten, überhaupt noch die Möglichkeit haben, diesen Stolz empfinden zu können. Und das führt ja am Ende noch mehr dazu, dass diese Moral eben immer weiter einbricht. Plus es. Es gibt auch immer weniger Anreize für die Menschen, dort zu arbeiten. Also in dem Text wird zum Beispiel auch von einem Mentorship-Programm gesprochen. Ein Teil, der immer zu Twitter dazugehört hat, weil Twitter, wir haben ja auch darüber gesprochen, eine relativ niedrige Fluktuation hatte. Die Menschen haben da sieben, acht, neun, zehn Jahre gearbeitet und das nicht nur wegen dieses Stolzes, sondern auch, weil sie sich entwickeln konnten. Weil sie als relativ kleines Zahnrad in einem großen Unternehmen anfangen konnten und mit dem Unternehmen immer größer wurden. und daran wachsen konnten und durch Mentorship-Programme eben auch sich weiterbilden konnten und weiterentwickeln konnten. Und diese Mentorship-Programme finden gerade im Moment alle nicht statt, also auch diese Meetings dazu, weil Elon Musk in ihnen keinen Sinn sieht. Und er stattdessen lieber die Zeit nutzt, um Menschen aufzufordern, Veränderungen herbeizuführen. Und da da siehst du halt auch, dass einfach überhaupt gar kein Spirit mehr gewünscht ist seitens des Managements. Also das, was ich und du wahrscheinlich auch in deiner beruflichen Laufbahn immer wieder so als Gefühl gehabt hast oder ich gehabt habe, was so die guten von den brillanten Teams unterscheidet. Das war immer Magie und Spirit und alle ziehen an einem Strang. Das ist ja das, was irgendwie Dinge groß machen oder werden lässt. Und das ist aber bei Twitter gar nicht mehr gewünscht. Also das ist nicht mehr Teil der Unternehmenskultur, sich damit zu identifizieren.
15:58 Dennis Horn
Und ich finde es vor dem Hintergrund, also auch vor dem Hintergrund dessen, was wir jetzt so, du hast eben gesagt, diese längeren Artikel, aus denen wir ja mittlerweile ganz schön viel wissen. Nochmal umso beschämender dieses Nicht-Verhalten von Jack Dorsey dazu. Also, der hat ja zwischendurch mal so ein Statement abgegeben, wo er so sinngemäß gesagt hat, es tut ihm leid, sein Fehler sei gewesen, das Unternehmen so schnell Hochzussizen, so, ja. Aber kein böses Wort über Elon Musk und kein Wort zu den Zuständen, die dort jetzt herrschen, unter denen seine früheren Mitarbeiter leiden mussten. Und dann muss ich nochmal sagen, also wie Ernst war denn deren oder war ihm denn deren? ähm deren Fortkommen, Erfolg, ähm d deren Dasein wenn er es jetzt nicht schafft, sich dazu zu äußern, nur weil er da nicht mehr an Bord ist. Das denke ich auch manchmal.
16:58 Gavin Karlmeier
Ja, ich bin dann, ja, ich verstehe voll, was du sagst, und hab auch denke auch auf der es wäre so einfach mit einem spitzen kommentar um hier jetzt irgendwie eine ein statement abzugeben für Jack Dawson können er wird nichts daran ändern können er würde sich nur Ärger einhandeln aber entschuldige in der Lage in der er ist mit dem Geld das er hat
17:18 Dennis Horn
Was wäre denn das für ein Ärger, wenn er zumindest einmal da irgendwie ja, ich weiß nicht.
17:24 Gavin Karlmeier
Also, ja. Ja, das ist ein bisschen. Keine Ahnung. Auf der anderen Seite denke ich mir, wenn du ein Unternehmen verlässt, in dem du so einen Spirit vorgeliebt hast und in dem du es geschafft hast, so eine Kultur zu kultivieren und groß zu machen und die Leute dazu zu bringen, sich so mit einem Unternehmen zu identifizieren und du siehst, dein Baby wird irgendwie an die Wand gefahren. Vielleicht ist es auch einfach gar nicht so leicht, sich damit für Jack Dorsey wirklich noch auseinanderzusetzen. Also, ich kann nicht in seine Gefühlswelt reingucken und möchte jetzt auch nicht sagen, dass Jack Dorsey jetzt der sensible, einfühlsame Mensch ist.
17:57 Dennis Horn
der er wahrscheinlich nicht ist, aber das ist natürlich auch um ihnen oder geht es um die Leute, ne?
18:03 Gavin Karlmeier
Ja, genau, auch richtig Ähm in dem Text wird auch gesagt, es werden ohne Ende Leute dragooned, also so hingezwungen zu Twitter die vorher irgendwie bei Tesla oder SpaceX beschäftigt waren. Und also ein Mitarbeiter wird hier zitiert mit, das ist ein Desaster. Es sieht so aus, als würde der Besitzer irgendwelche Menschen in Positionen schmeißen und hoffen, dass es irgendwie funktioniert. Und das ist ja kein strukturiertes Management mehr. Also wenn wir all das zusammennehmen, über das wir gesprochen haben, ein Unternehmen, das keine Rechnungen bezahlt. Ein Unternehmen, das die Kabel aus den Wänden reißt, die Aschenbecher aus den Schränken verkauft, die Pflanzen aus den Büros verkauft, die Leute, den MitarbeiterInnen sagt, hey, ihr müsst jetzt alle zwölf Stunden arbeiten, es wird extrem hardcore oder haut ab. Das zeichnet ja nicht das Bild eines klugen Kopfes, der sich genau überlegt hat, wie man einen vielleicht. . problematisches Unternehmen wieder gewinnträchtig macht. Weil da sonst wäre er hingegen angetreten und hätte gesagt, okay, ich entlasse alle bis auf 600 Menschen und wir bauen das neu auf und los geht's. Aber das ist ja jetzt gerade einfach nur ein dauerhaftes Nagen an einer Substanz.
19:10 Dennis Horn
Ja. Super, super wild.
19:12 Gavin Karlmeier
Es gibt noch eine Anekdote, mit der ich dann aber auch fertig bin mit dem Text. Ich kann euch den sehr empfehlen, der ist von iNews, heißt It's The Pressure Cooker Inside the Chaos of Elon Musk. Twitter liegt hinter der Paywall. Vielleicht findet ihr ja einen Weg, ihn trotzdem zu lesen. Der Beste wäre sicherlich dafür zu bezahlen. Es lohnt sich auf jeden Fall. Die schönste Geschichte ist, ein ehemaliger Mitarbeiter von Twitter empfängt die ganze Zeit Nachrichten auf sein Telefon, auf sein privates Telefon von American Express. Denn er hatte mit diesem Telefon die eine Corporate Credit Card benutzt. Und American Express hätte gerne tausende von Dollar, die über die App Also die, ähm, nein, der hatte sein Telefon benutzt, um die App mit dieser Kreditkarte zu verbinden, von American Express. Und die hätten gerne diese tausende Dollar von dem Unternehmen. Und dieser Mensch ist erstens nicht in der Lage, diesen unglaublichen Betrag, der ausstehend ist, zu bezahlen und sieht es wahrscheinlich auch nicht mehr ein, weil er dort nicht mehr arbeitet, aber er sagt auch, um hier diesen Prozess anzustoßen, bräuchte man einen ehemaligen Manager. Dieser Manager arbeitet aber auch nicht mehr für Twitter und ist ein anderer von Masks Opfern, wie es hier steht. Das heißt, es ist auch offenbar überhaupt nicht klar, wie viele Schulden, an welchen Stellen Twitter eigentlich gerade noch hat. Und es gibt offenbar auch niemanden mehr, der in der Lage ist, das alles mal zu sortieren. Super krass.
20:34 Dennis Horn
Ja, also da kann man nur sagen, dass das wird irgendwann über ihm einstürzen oder er muss sich dafür irgendwann. ein Anwaltsteam nehmen, das das irgendwie sortiert. Wahnsinn.
20:48 Gavin Karlmeier
Es ist wirklich Wahnsinn. Also wenn du dir überlegst, das ist ein Unternehmen, das so, das gehört so wahrscheinlich zu den Ich weiß es nicht, aber vermutlich zu den tausend wichtigsten Unternehmen der Erde. So vielleicht sogar noch weniger. Und das wird so geführt, und es bricht trotzdem nicht zusammen. Warum geben wir uns überhaupt noch Mühe? Naja, ich weiß auch nicht. Kommen wir in die Welt der Funktion, bevor wir uns da jetzt drin verlieren. Es wird eine neue Funktion geben bei Twitter für Twitter Blue Abonnentinnen und die heißt Verification Control Everything. Das ist ein neuer Menüpunkt und der wird auch mitverkauft, wenn du Twitter Blue abschließen möchtest. Und dir wird gesagt, hey, wenn du jetzt diese acht Dollar im Monat zahlst, dann kannst du alles kontrollieren, was in deinem Account mit Verifikation und Identität Aspekten zu tun hat. Dazu gehört offenbar solche Dinge wie eben die ID-Identifikation, Verifikation, also das Verifizieren eines Accounts mit einem Ausweis oder einem Pass. Dazu könnten aber auch so Dinge zählen wie dieses schon sehr lange angekündigte Feature, dass es die Möglichkeit gibt zu sehen, ob ich geschadowband bin. ob ich vielleicht nicht mehr in der Lage bin, Werbeanzeigen zu schalten oder welche auch immer Tags da im Backend zu meinem Account gesetzt wurden.
22:07 Dennis Horn
Also bei erstem denke ich, selbstverständlich braucht man so ein Menü. Wenn man diesen Verifikationsdienst übers Abo anbietet, dann muss das einfach da sein. Also ich habe heute, klang das wie so ein Feature, habe ich gedacht, es muss einfach da sein. Stopp. Punkt. Aber den anderen Punkt, den finde ich ja interessant. Also ich trau der Sache nicht über den Weg, bis wir das sehen und es genauso. funktioniert wie von dir beschrieben, aber eine Funktion in sozialen Netzwerken, die ich in den Einstellungen finde und die mir auf einen übersichtlichen Blick sozusagen das anzeigt, was mein Profil ist, was Twitter über mich denkt und wie es mich einstuft. Also Stichwort Shadowbanning, Stand im Algorithmus, solche Dinge. Das finde ich ja schon spannend. Ich glaube es erst, wenn ich es sehe und traue dem Raten nicht, so wie bei allen Feature-Ankündigungen und. Ankündigungen weiterer Schritte, über die wir hier im Podcast sprechen. . Aber die Vorstellung dessen, so ein bisschen wie du das gerade umrissen hast, schon interessant, auch für andere Plattformen grundsätzlich.
23:20 Gavin Karlmeier
Ja, total. Es gibt doch, wenn ich mich recht. Nee, das kriege ich nicht zusammen. Ich glaube aber, es gibt diese Ankündigung, dass es kommen soll. Dieses Feature. Ich finde aber auch, dieses Versprechen zu sagen, hey, das ist jetzt hier so eins der Top-Features von Twitter Blue, fühlt sich tatsächlich so ein bisschen krumm an. Das ist so ein bisschen wie, als würdest du ankündigen, dass du eine Zwei-Faktor-Authentifizierung mit deinem Telefon durchführen kannst mit Tutta Blue, was sie auch tun. Und dann gibt es noch eine kleine Neuigkeit aus der Welt der Funktion. Andrea Conway, über die haben wir schon öfter gesprochen, die ist eine Designerin bei Twitter und ähm Twitter fleißig über ihre Arbeitsfortschritte, das darf sie offenbar. Und die sagt, sie ist excited to start cleaning up our navigation. Also die Navigationsleiste in der Twitter-App wird jetzt aufgeräumt. Die ist jetzt gerade tatsächlich ziemlich chaotisch. Also, wenn ich jetzt Twitter öffne, kann ich dir ja mal vorlesen, was ich da alles am Telefon sehe. Und dann lese ich das gleich mal am Browser vor. Da alleine sieht man schon, dass da muss was gemacht werden. Also am Telefon habe ich Profil. Mit einem kleinen Männchen, Twitter Blue, mit einem blauen B, Themen, wo niemand draufklickt, natürlich, Lesezeichen, Listen und Twitter Circle. So, das sind die Features am Telefon. Ja, und auf dem Desktop? Auf dem Desktop habe ich Startseite. Das gibt es am Telefon nur unten in der Leiste. Dann Entdecken. Dann Communities, dann Mitteilungen, Nachrichten, Lesezeichen, Twitter Blue ohne das blaue B, Profil, und wenn ich auf mehr klicke, gibt es noch Themenlisten, Twitter Circle. Also du merkst, es gibt eine gewisse Inkonsistenz. Und diese Inkonsistenz sollte jetzt aufgehoben werden. Und es gibt auch einen Screenshot, den sie veröffentlicht hat, und da sieht es so aus, dass in dieser Navigationsleiste die Punkte Profil, Spaces Top Articles, das ist ein Twitter Blue Feature, Communities, Lists und Bookmarks drin sein sollen, darunter nur noch Settings and Privacy. Also tatsächlich stark sortiert, stark ausgedünnt und auch vor allem viele dieser Punkte, die jetzt gerade unten in der Navigationsleiste sind, so wie Spaces oder Communities, verschwinden dann hinter dieser Navigationswand. Das kann ich erstmal begrüßen, weil wir ja auch schon gesagt haben, also Elon Musk ist angetreten, um diese Microservices einzustellen und kleiner zu machen. Seitdem hat er aber vor allem gefühlt 400 neue Microservices gestartet. die an allen Ecken und Enden diese Nutzungserfahrung aufblasen. Und alle haben so das Gefühl, irgendwie ist Twitter ganz schön unübersichtlich geworden.
25:52 Dennis Horn
Mir ging das auch so. Ich habe diesen Screenshot gesehen und habe gedacht, das sieht wohlig aus. Ich weiß gar nicht, wie ich auf diesen Begriff komme, aber das war so schön sortiert, übersichtlich, so eine App, in der man Sorry, es klingt jetzt wie so ein Werbesprech, aber in der Sortierung, ich meine, all die anderen Probleme haben wir ja heute auch schon besprochen. Mir kommt gerade dieser Satz, eine App, in der man sich wohlfühlt. Zumindest, da muss ich selber lachen. Aber zumindest anhand der Navigation habe ich gedacht, nö, das da. Fällt mir jetzt mal nichts zu an.
26:31 Gavin Karlmeier
Ich frage mich, ob das, ähm, das klang jetzt so ein bisschen so, als hättest du ChatGPT gebeten, einfach mal ein Claim für die neue Twitter-Navigation zu schreiben.
26:40 Dennis Horn
ChatGPT ist leider, äh, weiß ich nicht, läuft. Läuft gerade über einen Mastodon-Server und ist down oder so.
26:48 Gavin Karlmeier
Ach so, na gut. Okay, Dennis, dann sage ich jetzt, ich sage jetzt diesen Satz, ich spreche ihn aus. Wenn nichts mehr dazwischen kommt, wünsche ich dir ein schönes Wochenende. Ich schieb mir jetzt wieder ein Stäbchen in die Nase. Ja, gute Besserung. Danke.
27:05 Speaker 4
Bis Montag. Tschüss.