Twitter meldet: Die Impressionen von Hassrede ist runtergegangen! Woran das liegt? Nun… man misst nun anders. Dieser und viele weitere Taschenspielertricks – heute bei Haken dran.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Grüß dich, Gavin. Hallo Dennis. Es ist wieder ja, es ist wieder ein Kleinigkeiten-Tag und das ist so ein Das macht mich immer so fertig. Das ist so ein wilder Ritt durch so lauter Taps, die wir hier durchgehen müssen. Und ich möchte mal wieder Tiefe.
00:31 Dennis Horn
Den großen Batzen willst du haben, den Knaller. Ist uns nicht vergönnt, müssen wir jetzt erstmal mit leben. Ja, aber vielleicht gibt es eine kleine Neuigkeit. Und zwar am gestrigen Dienstag, dem 21. März, ich komme hier gerade mit einem Yes-Tortie, mit einer kleinen Kerze drauf rein, ist Twitter 17 geworden.
00:48 Speaker 4
Happy birthday to you.
00:50 Dennis Horn
Und während wir die letzten Jahre tatsächlich sehr liebevoll mit unserem Netzwerk umgegangen sind, in dem wir gelebt und gewohnt haben. Ist es jetzt mehr so eine Pflichterfüllung, dass ich noch eben an der Aral einen Yes-Tortie gekauft habe?
01:05 Gavin Karlmeier
Ja, das ist so wie wenn man so nach einer Trennung doch nochmal irgendwie zum Geburtstag gratuliert, vielleicht. Ja, und das Gegenüber ist mittlerweile jemand, der irgendwie jeden Abend in der Kneipe hängt und sich total gehen lässt. Ja, genau so habe ich es auch gedacht. Und mit 17 Jahren, da passt doch wirklich alles zusammen, oder?
01:31 Dennis Horn
Ja, das stimmt schon. Und es ist aber auch so ein anstrengender Pubertätszustand gerade, von dem man nicht ganz sicher ist, ob der jetzt So bleibt, ob wir nächstes Jahr erleben, dass unser kleiner Zögling flügge wird und das Nest verlässt, oder Ob es sich nochmal fängt und vielleicht die Rückkehr ins Brave, du warst doch so ein süßes Kind, kleiner Twitter, zurückfindet. Mal sehen.
01:55 Gavin Karlmeier
Ich fand deinen Begriff Housekeeping gestern ganz schön und wir beginnen erstmal mit ein bisschen Housekeeping, weil wir auf zwei Dinge nochmal kurz eingehen möchten, die uns gestern beschäftigt haben, nämlich einmal die Formatierungsoptionen in den Tweets. Wir haben gesagt, dass Strotzt nur so vor Hässlichkeit, wie man da unterstreichen, Fett markieren und kursiv markieren kann. Jetzt muss man allerdings sagen, das geht auch nur in den Profilen mit dem hässlichen blauen Haken, nämlich in Twitter Blue-Profilen. Das ist nämlich ein Feature dort haben wir gestern unterschlagen, wollten wir noch nachliefern. Du atmest schon ein. Noch was zu sagen dazu?
02:30 Dennis Horn
Ja, ich frage mich so ein bisschen, das ist ja kein Anreiz. Also du zahlst ja nicht 8 Dollar im Monat dafür, dass du Tweets halb kursiv schreiben kannst. Ich finde auf dem Screenshot auch, das haben wir gestern auch unterschlagen, sieht man ja, wie diese Möglichkeit aussieht, Fett zu drucken und zu unterstreichen, da wird eine eigene. . Symbolleiste eingezogen. Auch die unfassbar hässlich, unfassbar unnötig und widerspricht auch jeglicher UI, die man sonst von seinem Smartphone kennt. Weil wenn du in einer E-Mail etwas fett drucken willst, dann kannst du so ein Wort markieren und dann Fettdrucken auswählen. Und hier ist es alles so hingerotzt. dementsprechend vielleicht ganz gut, wenn es an Twitter Blue Feature als Twitter Blue Feature exklusiv bleibt, dann müssen wir uns mit diesen Fragen gar nicht erst rumplagen
03:18 Gavin Karlmeier
Aber bitte erst ein neuer CEO. Und ein ordentliches Angebot und ruhige Fahrwasser. So, und dann reden wir nochmal neu. Dann haben wir gestern über Andrea Conway mal wieder gespielt. Vielleicht heute nochmal. Vielleicht heute nochmal, dazu später mehr. Über Andrea Conway nochmal ge gesprochen, die diese Funktion ähm ins Gespräch gebracht hat, Notify Me, und zwar Bezogen auf fremde Tweets. Das heißt, ich kann, um es nochmal kurz zu wiederholen, einen fremden Tweet so markieren, dass ich informiert werde, wenn darauf Also wenn der zitiert wird, zum Beispiel. So. Und wir haben so ein bisschen gesagt du, wer braucht denn das? Und so. Gute Anmerkungen kamen von Nora, die bei Mastodon geschrieben hat, wer das brauchen könnte, sind Menschen, die Shitstorms monitoren möchten. Damit bekommt man mit, in welche Communities an Tweet reingetwittert wird. Man kann womöglich früh reagieren. Oft werden Personen ja so auch irgendwie geflaggt und das fand ich tatsächlich einen interessanten Einsatzzweck.
04:32 Dennis Horn
Ja, total. Haben wir irgendwie so ein bisschen nicht auf dem Schirm gehabt, aber ist natürlich genau richtig so, weil man manchmal ja auch ein bisschen aufpassen muss, wohin den eigenen Content eigentlich so spült. Also guter Hinweis.
04:45 Gavin Karlmeier
Da ging noch die Diskussion, wer denn das brauchen würde. Ich habe dann geschrieben, so die normalen NutzerInnen braucht das wahrscheinlich nicht zwingend. Auch die oder der kann natürlich irgendwie Opfer eines Shitstorms werden. Und dann wird es möglicherweise wichtig, ich finde, aber so in der Abwägung, die man so als Designer treffen muss für so ein Softwareprodukt. muss man natürlich grundsätzlich darüber nachdenken, welche Buttons bringt man rein und welche nicht, wie kleinteilig wird eben all das Ja, und bisher war so Monitoring ja so Dritt Tools, professionelleren Tools vorbehalten. Auf der einen Seite ist das Ja, eine Demokratisierung dieser Funktionen, kann man sagen. Ja, also und Leute, die dann eine breite Funktionspalette mögen. Super Sache, und auf der anderen Seite steht natürlich immer, dass das einen Dienst komplizierter macht. Nicht diese einzelne Funktion jetzt, die sinnvoll sein kann, aber die Zahl der Funktionen und wie man sie unterbringt in der Breite. Ja, total.
05:48 Dennis Horn
Also, ich habe da heute tatsächlich nochmal, also am gestrigen Dienstag, wenn ihr das hört, nochmal drüber nachgedacht, dass es aber eine Funktion ist, die ich zumindest bei so Antworten offenbar schon länger mir gewünscht hätte und einfach nicht hatte. Also ich bin inzwischen total überzeugt davon, dass dieses Feature total nützlich ist, ob ich da jetzt diese Abwägung brauche, welche Dinge dann mich benachrichtigen und welche nicht und welche Möglichkeiten ich da habe. Wie du sagst, weiß ich nicht. Aber grundsätzlich finde ich dieses dranbleiben können, finde ich, eine tolle Erweiterung eigentlich. So.
06:20 Gavin Karlmeier
Und jetzt, wo wir gerade an über Überfrachtung sprechen und Andrea Conway. Kommen wir zu Andrea Conway. Die nochmal eingegangen ist in einem neuen Thread auf die Detailansicht eines Tweets. Und sie schreibt dazu, diese Ansicht ist wirklich scheiße übersetzt. Und wir wissen, dass ihr es hasst, wir hassen es auch, wir arbeiten daran, dass es weniger scheiße wird. Und dann ich will geh mal kurz ihren Thread durch. Also sie sagt, in den letzten Monaten wurde da viel hinzugefügt, ihr könnt das lieben oder hassen. Aber das ist so unser Ding hier, das ein bisschen auszustatten und so weiter, und es würde viel noch so in Planung sein. Was Twitter mit der Detailansicht von Tweets machen möchte, also die Antworten sortieren und so weiter, da haben wir auch drüber gesprochen. Aber, und da schreibt sie jetzt, wir wissen, dass die Seite völlig unbrauchbar wird, wenn wir nicht sofort Einige Änderungen vornehmen. Und sie schreibt: Wir erwägen gerade hunderte von Mikrovariationen. Und es gibt einige Bereiche, die sie besonders interessieren. Dabei. Zum Beispiel ist so zu ändern, dass in Zukunft der Name eines Nutzers und sein Handle in derselben Zeile stehen. Die unterschiedlichen Datums- und Zeitstempel zu vereinheitlichen und das unter den Nutzernamen zu ziehen. Das haben wir auch schon mal besprochen. So, ne, und dann führt sie noch ein paar weitere Dinge auf und so weiter. Und bottomline ist aber, da kommen Änderungen Und wenn man Feedback oder Ideen hat, soll man ihr wieder schreiben. Heute im Vorgespräch haben wir beide gesagt, sie nervt uns einfach schon, weil dauernd irgendwelche halbgaren Sachen von ihr rausgetwittert werden. Und ich frage mich, wer, wir haben ja gestern auch schon mal so drüber gesprochen, ob man da wirklich jedem einzelnen Stöckchen über jedes einzelne Stöckchen tatsächlich springen muss, oder?
08:31 Dennis Horn
Ja, das ist tatsächlich der Punkt. Also wir haben uns zwar hier so ein bisschen verpflichtet, die Veränderungen tatsächlich zu berichten, wenn sie da sind. Nur diese Andrea Conway-Änderungen bis. Bislang sind die meisten von denen gar nicht erst umgesetzt worden, sondern es ist wirklich so, dass sie so, nur sie macht sich mal so Gedanken, was man so verändern könnte und lädt Screenshots suchen. Wir haben ja auch schon gesagt, es würde gar keinen Unterschied machen, wenn sie gar nicht bei Twitter arbeiten würde. Und solange das der Fall ist, weiß ich nicht, ob wir das so aber Mal sehen. Also trotzdem ist es ja spannend und die Überlegung, die sich schreibt, die sind alle gerechtfertigt. Also gerade die zum heutigen Thema, wir stimmen dazu. Das sieht. Scheiße aus. . Man kann das nicht anders sagen, dass du jetzt, ähm, du siehst die Views, die Retweets, die zitierten Tweets, die Likes, die Lesezeichen. die das Datum, teilweise noch das Gerät, von dem geschrieben wurde, je nachdem welche Version du gerade angezeigt bekommst von Twitter, das ist alles völlig überladen und dass das überarbeitet, verschlankt und irgendwie sinnvoller verteilt wird. ist komplett überfällig. Ich finde die Überlegungen, die sie hat, da teilweise auch vernünftig, so wie zum Beispiel die Frage, was passiert eigentlich, wo sehe ich eigentlich die Retweets Sehe ich die, wenn ich auf den Retweet-Button klicke und dann auf View? Oder sehe ich die als eigenen Reiter unter den Replies? Ich finde das eine tolle Überlegung, ich finde das auch spannend. Leider sind sie aber noch nicht so, also sie haben nicht den Status, dass wir ein bisschen unter die Haube von Twitter gucken, sondern es ist mehr so. Ein Blick in den Kopf einer Designerin bei Twitter, was spannend sein kann, aber vielleicht manchmal auch ein bisschen zu kleinteilig. Naja, meinen Sie.
10:06 Gavin Karlmeier
Ich habe gerade einen Schluck aus meiner Kaffeetasse genommen, weil Andrea Conway mich einfach einschläfert mittlerweile. Oh. Wir wollen ja auch nicht gemein werden.
10:15 Dennis Horn
Ja. Ich bin aber beeindruckt, man muss dazu sagen, wir nehmen um 20.
10:19 Gavin Karlmeier
30 Uhr auf und du trinkst Kaffee. Das mache ich öfter. Ich komme abends immer nochmal in so einen Flow-Moment nach 20 Uhr. Und das funktioniert super und es stört mich überhaupt nicht beim Einschlafen. Also ich kann trotzdem um zehn oder so dann gleich pennen gehen.
10:35 Dennis Horn
Gut, oder? Ich kann das nicht. Schon. Vielleicht ist das aber auch Senile-Wettflucht. Du bist dann ein paar Jährchen älter als ich.
10:41 Gavin Karlmeier
So, ich muss ganz schnell weitermachen. Das Wall Street Journal hat einen Artikel verfasst. Übrigens, einer der Autoren heißt Patrick Coffee, aber das nur nebenbei. Und die Überschrift lautet: Have the yats in your Twitter feed changed? There's a reason for that. Und das ist ein ganz interessanter Artikel, weil er nochmal ein anderes Bild wirft auf das, was gerade im Hintergrund so war beim Werbegeschäft Von Twitter passiert. Ich versuche das mal so ein bisschen auf den Punkt zu bringen. Also bisher lebte Twitter zu 85% der jährlichen Werbeeinnahmen aus so den großen Markenwerbudgets. Das sind Coca-Cola, Mars, in den USA Best Buy und solche Unternehmen, die auch dann wegen der Brand Safety erstmal von Bord gegangen sind. So und die restlichen 15 Prozent, das war Performance-Werbung Und Twitter war schon mal so ein bisschen dabei, schon unter dem früheren Management, das so das langfristige Ziel, sich zu setzen, dieses Verhältnis auszugleichen. Und das könnte sich jetzt auszahlen, schreibt das Wall Street Journal, weil die Zahl der Werbetreibenden steigt, die tatsächlich Performance Marketing bei Twitter machen. Und das führt dazu, dass jetzt so kleinere Unternehmen ungewöhnlichere, oft auch obskure Marken und Produkte In den Feeds der Nutzerinnen und Nutzer auftauchen. Das erste Zitat in diesem Artikel des Wall Street Journals stammt von Sean Frank, der ist Geschäftsführer eines Herstellers von Metallgeldbörsen. Also so so kleinteilig wird es dann zum Teil, aber das Wall Street Journal schreibt zusammen Gefasst oder hier, anderes Beispiel 9 Dollar für diesen Topflappen, der auch ein Untersetzer ist. Also irgendwie so ein bisschen so eine Mischung aus. Pearl und Home Shopping Europe. So. Geil. Die Produkte irgendwie. Twitter selbst äußert sich nicht dazu, aber das Wall Street Journal kommt so ein bisschen zu dem Schluss: es könnte sein dass diese dieses Performance-Marketing dazu führt, das kostet irgendwie weniger, ja, also Kosten für Twitter-Anzeigen sind auch Um etwa 20 Prozent gesunken wohl. Aber am Ende sind es mehr Einnahmen gleichzeitig. Also es gibt ein paar dieser kleineren Unternehmen, die damit begonnen haben, so beträchtliche Summen auch für Anzeigen bei Twitter auszugeben. Twitter auch bevorzugen gegenüber anderen Plattformen, nachdem sie jahrelang irgendwie um diese Plattform eigentlich so einen so einen Umweg gemacht haben. Es ist jetzt nicht klar, ob das irgendwie die finanziellen Schwierigkeiten, über die wir ja auch hier eine längere Episode gemacht haben, letztens irgendwie so aufheben kann. Weil die Budgets dieser kleineren Unternehmen natürlich auch weitaus kleiner sind, bescheidener, schreibt das Wall Street Journal. Und die Gesamtzahl der Werbetreibenden Ist im Januar und Februar wohl im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 50 Prozent zurückgegangen. Eigentlich, so mathematisch, schon kann das das nicht auffangen. Und gleichzeitig sagen jetzt ein paar Kleinere Kunden von Twitter, dass sie die Verkaufsteams auch von Twitter jetzt empfinden als strategischer, engagierter, trotz dieser vielen Stellenstreichungen. Und das finde ich doch nochmal eine interessante andere Perspektive auf dieses Thema.
14:23 Dennis Horn
Ja, total. Also das ist so. Das fühlt sich an wie so ein Widerspruch, aber vermutlich ist das einfach ein sehr cleverer Zug, zu sagen, wir senken die Preise, um auch für Unternehmen, potenzielle Werbetreibende attraktiv zu werden. die für die wir sonst zu teuer waren, um sozusagen den Gesamtmarkt der oder die Gesamtmöglichkeiten der Unternehmen, die bei uns werden könnten, zu vergrößern. Also tatsächlich ein smarter Business Move. Vermutlich. Hätte man so aber vielleicht auch vor einem halben Jahr auch noch nicht vermutet. Also vielleicht auch ein bisschen Glück. Ich weiß es nicht.
15:00 Gavin Karlmeier
Ja, also ich finde es super interessant, frag mich auch, ob man sowas, also das waren ja dann auch Pläne der alten Regierung, wollte ich gerade sagen, der alten Geschäftsführung schon. Und ich frage mich halt, ob man sowas so schnell jetzt überhaupt hätte auf den Weg zu können. Wegbringen können. Also da wurde wie bei vielem, was da gerade passiert, vielleicht auch einfach von dem profitiert, haben wir ja schon öfter drüber gesprochen, ist ja deine These auch immer gewesen hier, was in der Schublade eh schon lag. Absolut. So. Dann hat Elon Musk einen Account empfohlen, den ich ganz interessant fand, nämlich Helpful Notes. Helpful Notes ist ein Account, der die Community Notes ähm äh, twittert. Retweeted, die von Menschen als besonders hilfreich eingeschätzt werden. So, warum finde ich das interessant? Weil dieser Account im Grunde ein Bot ist. Der twittert immer dasselbe: nämlich die Zeile Readers added a community note to this tweet. Und dann kommt irgendein zitierter Tweet mit einer Community-Note drunter. Und das so Jede alle ein bis zwei Stunden etwa. Das ist doch, das finde ich doch ganz interessant.
16:22 Dennis Horn
Das finde ich auch sehr interessant, vor allem, weil die ja den Anspruch haben, dass sie helpfull sind. Das heißt, da muss ja irgendwo schon eine Auswahl getroffen werden, aber wenn du sagst, dass es in einer großen Regelmäßigkeit passiert und das sieht ja doch danach aus, hier jede halbe Stunde ziemlich genau sogar. Weiß ich nicht, ob das nicht tatsächlich auch automatisiert ist. Also dass es einfach Community-Nodes sind, die einen gewissen Anteil erreichen oder eine gewisse Anzahl an Stimmen dafür erreichen, dass sie als hilfreich empfunden werden. Also das ist ja Teil der Systematik der Community Notes, dass man darüber abstimmen kann, welche man als hilfreich empfindet. Und dann ist es tatsächlich, also So langsam überführt man Twitter offenbar komplett in den Autopiloten und sagt einfach, das wird jetzt alles eh nur noch alles automatisiert abgewickelt. Also wir stellen fest, intern funktioniert die API noch. Ja, offenbar. Immerhin. Man muss die positiven Dinge sehen. Auf der anderen Seite muss man ganz kurz einen Gedanken noch zu diesen Helpful Community Nodes. Also was natürlich, dass Kommunikation, das ist eigentlich aber eine wahnsinnig ungeschickte Idee, dieser Account, also finde ich. Weil das Kommunikationsziel ist natürlich, schau mal, was Community-Notes leisten, wie hilfreich die sind. Was der Account aber macht Ist reihenweise Tweets mit Fake News, mit als Satire identifizierten Inhalten, mit Manipulationen, Deepfakes, einfach zu retweeten, weil darunter eine Community Note steht, die sagt, das ist doof. Also de facto wird ja einfach eine Reichweite auf Tweets gesetzt, die durch die Community-Nodes eigentlich eher eingefangen werden sollte.
18:02 Gavin Karlmeier
Guter Gedanke, also nicht besonders weit gedacht, ja, so vielleicht.
18:07 Dennis Horn
Ja, finde ich irgendwie, also ich halte, also das ist aber jetzt wieder eine sehr europäische Sicht auf die Dinge. Aber das ist so wahnsinnig unvernünftig, dass man halt so Desinformationen mehr Reichweite gibt, um zu zeigen, dass man ja eine Möglichkeit hat, Desinformationen als solche zu framen.
18:24 Gavin Karlmeier
Weiß ich nicht, ob das jetzt so clever ist. Haken dran, der Podcast mit der europäischen Sicht auf die Dinge. Wir haben hier noch eine Antwort von Elon Musk liegen auf ein Thema, bei dem es. um Longform-Content geht auf Twitter und die Frage, wie man ihn zu Geld machen kann. Es war dir wichtig, das reinzunehmen. Also überlass dir die Bühne.
18:50 Dennis Horn
Das ist der nett, der Mess Dass du mich hier so vor den Bus schmeißt. Nee, also ähm, der Kontext ist, dass David Cremele, der ist so ein Angel-Investor, steht zumindest in seiner eigenen Twitter-Biografie, hat aber auch nur tausend Follower, also vielleicht Ich weiß nicht, wie erfolgreich er ist. Aber Elon Musk hat auf ihn geantwortet und hat ihm geschrieben, dass die Longform-Tweets bald auf 10. 000 Zeichen. vergrößert werden. Das ist eine Information, die wir schon mal irgendwo zumindest gerüchteweise gehört haben. Sagt aber auch, es wird bald deutlich einfacher für AutorInnen von Tweets die Möglichkeit sein. für premium content subscription fees zu erheben und subscription fees ist jetzt noch mal eine völlig andere Formulierung, als die Sachen, die wir bislang mitbekommen haben, nämlich auf der einen Seite dieser Anteil, dieses Revenue Sharing, also die Möglichkeit, an der Werbung, die zwischen einem Thread platziert wird, Geld zu verdienen. und der Möglichkeit sozusagen Premium Follower zu werden. Also die Möglichkeit, einzelne Inhalte hinter eine Paywall zu setzen auf Twitter. Ist doch ein neuer Gedanke. Also vielleicht ist das dasselbe wie diese Premium Super OnlyFans Follower, das weiß ich nicht. Aber man kennt das so ein bisschen von Apple Podcasts. beispielsweise, wo du für bestehende Accounts einzelne Episoden hinter eine Paywall setzen kannst. Und das finde ich doch Spannend, dass das hier in so einer Reply, in der zweiten Reply unter so einem Tweet von einem Menschen, der 1000 Follower hat, von Elon Musk veröffentlicht wird, oder?
20:25 Gavin Karlmeier
Das ist schon interessant. Ich finde den, also ich frage mich, ob Elon Musk so in Formulierungen denkt. Weißt du, der Begriff ist schon besetzt. Jetzt nimmt dann anderen und dann kommt auch tatsächlich was Neues. Das ist die Frage, die ich mir einfach stelle dabei.
20:41 Dennis Horn
Ja, das ist eine berechtigte Frage. Zumal wir ja auch wissen, nur weil etwas angekündigt wird, heißt es nicht, dass es auch kommt.
20:47 Gavin Karlmeier
Ah, apropos nächste Woche wird der Algorithmus dementsprechend nochmal Thema. Ja, richtig. So, letzte Geschichte, die ich noch auf dem Zettel habe. Für heute. Wir haben uns ja gefragt, wie kommt denn das eigentlich zustande, dass Elon Musk in seinen Präsentationen immer zeigt, Hate Speech bei uns ist zurückgegangen. Und alle anderen außen sehr deutlich sagen, nee, nee, ist gestiegen. Wir haben gestern ja hier im Podcast noch über Antisemitismus aufgefunden. Twitter gesprochen. Jetzt twittert der Account Twitter Safety, ein offizieller Unternehmensaccount, was vielleicht dahinter stecken könnte. Und zwar heißt es dort, dass sich Twitter kürzlich mit Sprinkler zusammengetan hat, um eine unabhängige Bewertung von Hassrede auf Twitter durchzuführen. Ein KI-gestütztes Modell von Sprinkler. Sprinkler ist ein Unternehmen, das so Unified Customer Experience Management Plattformen machen die Das war so der Starbucks-Caffe unter den Buzzwords. Ja, absolut, oder? Aber auch zum Mitnehmen als Software. So und die haben ein KI gestütztes Modell und die Und das habe festgestellt, dass die Reichweite von Hassrede auf Twitter sogar noch geringer ist als vom eigenen Modell von Twitter quantifiziert. So, und jetzt kommt der Clou. Was steckt dahinter? Was macht den Unterschied? Schreibt Twitter selbst. der Kontext des Gesprächs und wie wir die Toxizität bestimmen. Sprinkler definiert Hassrede enger, indem es Beleidigungen im nuancierten Kontext ihrer Verwendung bewertet, schreibt Twitter. Und Twitter selbst hatte bis zu diesem Punkt eine breitere Sicht auf die potenzielle Toxizität der Verwendung von Beleidigungen. Und um Hassrede zu quantifizieren, haben Twitter und Sprinkler jetzt damit begonnen, mit 300 der häufigsten englischsprachigen Beleidigungen. Und nicht nur gezählt, wie oft sie getwittert wurden, sondern auch wie oft sie gesehen werden. Und das ist der Hintergrund. Das heißt Das Sinken und die Angabe hier ist weniger Hassrede mittlerweile auf der Plattform. Basiert einfach auch darauf, dass man hier den Begriff Hassrede ganz anders definiert als vorher. Naja, nennen wir das Taschenspielertrick oder wie nennen wir das?
23:21 Dennis Horn
Ja, muss man so sagen. Also ich übersetze das mal. Wir haben ein eigenes Modell, ähm, um Hassrede zu identifizieren, um sie haben übrigens diesen Thread relativ. während dieser Aufnahme hier noch einen, ein, zwei Tweets hinzugefügt, nämlich wir benutzen hier nicht die Menge von Hate Speech. Sondern die Sicht, die die Impressions von Hate Speech Ähm, also auch da ist es schon ein Taschenspielertrick, aber Die Übersetzung ist, wir haben hier ein Modell, mit dem wir Hate Speech in Menge identifizieren, haben aber gesehen, dass es ein Unternehmen gibt, das relativ das gut besprochen wird. Und deren Modell hat einen niedrigeren Wert ausgespuckt als unser eigenes, also verlassen wir uns auf deren Modell, damit wir nun kommunizieren können. dass wir eine niedrigere Zahl haben. Das bedeutet das ja am Ende. Das ist ein Taschenspielertrick.
24:14 Gavin Karlmeier
So, und so halten wir das fest.
24:16 Dennis Horn
Das ist wirklich so, die Deutsche Bahn hat ein Problem mit großen Verspätungen. Also werden die Züge kurzerhand zwischendurch einfach unterbrochen oder fallen aus, damit sie nicht in die Verspätungsstatistik einlaufen. Das ist so dasselbe.
24:32 Gavin Karlmeier
Ja, ich mag das sehr. Wir hatten es ja schon bei dieser Folie bemerkt, die Elon Musk auf dieser Morgan Stanley-Konferenz vorgestellt hat. Da waren ja schon Unstimmigkeiten in den Benahmsungen, was Hate Speech eigentlich Heißt oder wie es gemessen wird in dieser Folie enthalten. Da wurden wir ja schon hellhörig und möglicherweise gibt es hier einen Zusammenhang
24:53 Dennis Horn
Ein Schelm böses Denkt. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, ob die Sichtbarkeit von Hassrede jetzt noch weiter sinken wird, wo man endlich mit Sprinkler zusammenarbeitet und nicht mehr auf die eigenen Modelle angewiesen ist. Die übrigens auch wiederum von Menschen unterhalten hätten werden müssen und auch das passiert ja auch nicht. Eine Win-Win-Situation Yeah, then uh win morgen.