Elon Musk spielt mit einem fast zehn Jahre alten Code rum – der Grund: Er möchte ein altes Feature zurückholen. Passt doch ganz gut zu seiner ursprünglichen Ankündigung, all diese unnötigen Microservices endlich abzuschalten. Jaja. Aber wir wollen ja nicht nur nörgeln, denn dafür gibt es jetzt endlich Paywall-ähnliche Vorschauen. Juhu. Außerdem pöbelt Musk NPR stumpf von der Seite an – und was mit der Dezentralisierung des Social Webs passiert, müssen wir heute auch nochmal mitnehmen.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Grüß dich, Gavin. Hallo Dennis.
00:09 Dennis Horn
Na?
00:10 Gavin Karlmeier
Na, bist du gerade am Meer?
00:13 Dennis Horn
Du hast gesagt, das klingt wie am Meer. Es ist das geschäftige Rauschen des Leipziger Hauptbahnhofs heute.
00:21 Gavin Karlmeier
Geschäftig, geschäftig. Es wird gewusst.
00:23 Dennis Horn
Geschäftig, richtig.
00:27 Gavin Karlmeier
Was treibt uns heute zusammen?
00:30 Dennis Horn
Also Twitter erstmal nicht. Fangen wir doch mal an, Blue Sky.
00:35 Gavin Karlmeier
Ja, Blue Sky hat jetzt, wie wurde das so schön geschrieben, hat jetzt das Privileg bekommen? Nee, wie? Die Auszeichnung, das Prädikat.
00:45 Dennis Horn
Ein Meilenstein, also es ist ein großer Meilenstein, den Blue Sky erreicht hat. Elon Musk blockiert bei Twitter nämlich jetzt auch Links zu Blue Sky.
00:57 Gavin Karlmeier
Ich check's nicht ehrlicherweise warum. Weil wir hatten das gleiche erlebt mit allen anderen Social Media Plattformen, sogar eine Anpassung der Nutzungsbedingungen im letzten Jahr. und dann gab es einen ganz großen Aufschrei und dann ist Twitter zurückgerudert. Und jetzt machen die das aber immer mal wieder so stoßweise gegenüber anderen Plattformen, die ihnen nicht gefallen. Wir hatten das bei Substack, die wird es vor ein paar Wochen erst Jetzt bei Blue, warum?
01:22 Dennis Horn
Ja, also vielleicht gibt ein bisschen Aufschluss darüber, was Joel Roth bei Blue Sky geskeetet hat. Kommen wir ja gleich auch nochmal auf diesen Begriff. Aber der frühere Head of Trust and Safety von Twitter, über den wir hier ja schon öfter gesprochen haben, Der hat geschrieben, es würde ihn nicht überraschen, wenn das tatsächlich Absicht ist. Aber er schreibt, Twitter setzt tatsächlich eine ganze Reihe von Mechanismen ein, um so Spam- und Malware-Links zu verhindern. Die automatisch arbeiten, also da sind irgendwelche intelligente Routinen drin und so, die vor allem blocken wenn neue Domains, die dem System bisher noch nicht bekannt sind, sehr schnell sehr groß werden. Und er sagt, es kann auch einfach an diesem Automatismus liegen. Und Casey Newton Vom Plattformer Newsletter hat er nochmal nachgefragt, ob das denn bei Twitter 1. 0 auch passiert ist. Das müsste ja dann so sein. Also er sagt. Nach diesem Blog gegen Mastodon, Instagram, Substack ist ja da ein bisschen misstausch und Joel Roth hat geantwortet, das ist beim alten Twitter dauernd passiert. Wir haben das nur nicht mitbekommen. Einfach weil Da Leute waren, und zwar mehr Leute im Einsatz, die in solchen Momenten direkt gehandelt haben und das System zurückgepfiffen haben, sozusagen. Und die gibt es jetzt nicht mehr. Und es kann auch sein, dass diese Automatismen weiter so im Einsatz sind und wir es jetzt erst merken.
02:52 Gavin Karlmeier
Das finde ich super spannend. Weil das ja einfach nur darauf hinweisen lassen, Rückschlüsse ziehen lassen. Mein Gott, so früh, wir nehmen heute ein bisschen früher auf als üblicherweise und mein Gehirn ist noch nicht in ich unterhalte mich mit Dennis-Modus. Also das würde ja darauf schließen lassen, dass einfach das jetzt ein weiteres Anzeichen für unterlassene Hilfeleistung eigentlich ist bei Twitter. Und nicht etwa wirklich Boshaftigkeit.
03:19 Dennis Horn
Genau. Er hat jetzt gerade nochmal geschrieben, Content-Moderation skaliert halt nicht. Und wenn man solche Dinge ordentlich machen möchte, dann braucht man einfach viele Leute. So ist es. Ansonsten für Blue Sky, also die Wired, stimmt jetzt auch ein ins Lobiskonzert für Blueskar, wir haben ja mehrere Artikel jetzt zitiert. die sehr klar gesagt haben, wie gut sich das da gerade anfühlt. Und wir müssen nicht jeden davon zitieren, aber zwei schöne Punkte daraus möchte ich nochmal kurz rausziehen aus diesem Wired-Artikel. Einmal im Vergleich zu Mastodon, der uns jetzt möglicherweise häufiger ereilen wird. gerade über diese beiden Plattformen gesprochen wird, gerade auch in Abgrenzung zueinander. Newyard schreibt, obwohl Mastodon schon früh als Spitzenreiter bei den Alternativen für Twitter auftauchte, war der kurze Popularitätsschub nicht von Dauer und es wird wahrscheinlich ein Nischenprodukt bleiben. In Klammern
04:13 Gavin Karlmeier
Zu verwirrend.
04:16 Dennis Horn
Und die beeindruckendste Leistung, die Blue Sky jetzt vollbracht habe, sei keine technische. Also da geht es nicht um Dezentralität, sagt die Wired, sondern eine kulturelle. Ein bisschen Nostalgie, also es hat eine ältere, bessere Ära des Internets wieder erschaffen, eine, die tatsächlich Spaß macht. Und dann beschreibt die Wired Blue Sky als schrullig, aber gesellig. Es sind pseudonyme Twitter-Power-User da, jeder vierte ist ein Journalist, jeder Fünfte ein Podcaster. Extreme online-Prominente seien da, Chrissy Tigon, die Abgeordnete Alexandria Ocasio Cortez und Die Wyatt sagt dann Also wie ein Gavin-Kalmeyer-Zitat, was sie dann schreibt, es herrscht eine sprudelnde, ansteckende Fuckaround-Energie. Als hätten alle an einem Freitagnachmittag ein Red Bull zu viel getrunken und der Chef ist nicht in der Stadt.
05:11 Gavin Karlmeier
Das passt, aber das trifft es tatsächlich ganz gut. Ich finde, diese Beobachtung, auf die wir jetzt gleich noch kommen, oder du wirst ja jetzt gleich noch zu kommen, aber. Die Einschätzung ist gerade aber auch, dass das deutschsprachige Blue Sky, auch wenn wir wirklich viel dafür gemacht haben, dass es schnell wächst, ähm. . dass es sich in Grenzen hält. Also selbst die Leute, die ich von anderen Plattformen kenne, bei denen ich weiß, dass sie deutschsprachig sind, schreiben dort viel auf Englisch. Und das ist eine sehr spannende Beobachtung, die ich sonst eher so von so Netzwerken wie 9Gag oder Reddit beobachte, dass man sich eigentlich eher so an den internationalen Strom ranklammert, als einen eigenen deutschsprachigen Strom zu etablieren. Das ist irgendwie eine spannende Geschichte gerade. Und ich frage mich, bleibt das so oder ändert sich das noch?
05:57 Dennis Horn
Ja, da bin ich auch sehr gespannt drauf. Das kommt natürlich darauf an, welche Viralität Blue Sky jetzt noch so bekommt. Ich finde es viel zu früh zu sagen im Moment, was wir von der Plattform so auf Dauer halten sollen und welchen Erfolg wir irgendwie darin sehen. Aber Michael Seemann hat das gepostet bei Mastodon. So langsam wächst sein Blue Sky-Netzwerk und allmählich fühlt es sich so an, als hätte sich sein Twitter aufgespalten in Deutsch-Twitter, in Klammern Mastodon und in internationalen Twitter, in Klammern Blue Sky. Und das ist genau meine Wahrnehmung, tatsächlich. Und was du gerade beschreibst, also bei manchen Nutzerinnen und Nutzern bei Blueska hatte ich den Eindruck, ach, das sind Deutsche, krass. So, weißt du?
06:39 Gavin Karlmeier
Ja, ja, voll. Meine These ist, das wird sich bald irgendwann ändern, wenn eine gewisse kritische Masse dort erreicht ist. Wir arbeiten weiterhin daran, dass das möglich ist. Spannend finde ich aber dann dementsprechend auch, was Passiert gleichzeitig mit Mastodon. Das ist eine schwäbende Diskussion.
07:00 Dennis Horn
Können wir darüber gehen in diesem Thema? Ich wollte noch ganz kurz sagen, zweites interessantes Detail aus dem Wired-Artikel. Die Postings bei Blue Sky heißen Skeets. Ja. Also wir wahlweise twittern, tröten oder sketen wir jetzt?
07:16 Gavin Karlmeier
Ja, es gibt aber auch Leute, die tweeten. Die habe ich eh noch nie ernst genommen. Was wollte ich sagen? Mastodon. Achso, Mastodon. Mastodon. Wir haben ja gestern hier diese Diskussion aufgemacht, die dann auch noch ein bisschen. euch nochmal Fahrt aufgenommen hat. Zu der Frage des Pendels. Ich finde das Bild des Pendels, das hat sich hier öfter ich das bemühen musste in diesen diesen Diskussionen. Diskussion oder bemühen wollte, umso sinnvoller hat es sich für mich dann auch angefühlt, nämlich die Frage, wie weit kann sich eine so also Ich formuliere das mal so, wie ich es formulieren würde, wenn ich nicht wüsste, dass das eine Diskussion mit sich bringt. Mastodon ist Sehr idealistisch im Kern. Sprich, der Dezentralismus steht über Usability. Zumindest ist es die These, die wir hier immer wieder vertreten, wenn man sich anmeldet und sich für eine Instanz entscheiden soll, kann das der erste Abschalter sein, während viele auf Mainstream getrimmte Plattformen versuchen, so möglichst wenige blocker Frustmomente am Anfang zu platzieren, einfach einen einfachen Einstieg zu ermöglichen. So, und bei Mastodon ist es eben so, dass dieser Idealismus eben immer wieder im Mittelpunkt stand und gesagt wurde, das Fiddiverse ist so wichtig und so gut, wenn die Leute es verstehen, werden sie es verstehen. So, das ist glaube ich so die These. Und Mastodon geht ja jetzt gerade davon einen Schritt weg, indem sie Mastodon. social zur Standardinstanz oder zur Hauptinstanz machen, wenn man sich anmeldet. Man kann das zwar ändern. Ich finde es spannend, dass Blue Sky bei all den Gesprächen, die wir dabei führen und auch. . Obwohl es eine Plattform ist, die ja von Jack Dorsey gegründet wurde, auch einen grundsätzlichen dezentralen Ansatz pflegt, Und finde das aber total spannend, wie unterschiedlich wir trotzdem über diese beiden Systeme sprechen. Und für mich liegt das gar nicht nur daran, dass das eine eben von Jack Dorsey gegründet ist. sondern nur so vom Look and Feel her. Es gibt ja diese Geschichte von, wenn du Leute fragst, was ist teurer, Rewe oder Edeka, haben die Leute immer gesagt, Edeka. Und dann kommst du so ein bisschen auf die Psychologie dahinter und stellst jetzt, okay, da ist dunkler Holzboden, es ist alles sehr gut ausgeleuchtet, du hast das Gefühl, das ist eine sehr edles, sehr edle Nutzungserfahrung und am Ende, du zahlst das gleiche wie bei Rewe, aber du hast sofort das Gefühl, es ist teurer, hochwertiger aber auch. Und ich glaube, es ist nur eine Frage der Verkaufe. Ich glaube, dass du, wenn man eine Plattform aufmachst und aufsetzen würde, auch eine These, habe ich hier schon mal ausgebreitet. Zähle ich auch immer noch so. Habe ich auch bei Übermedien, glaube ich, auch schon mal gesagt. Wenn es eine Art Schablone gäbe, die du aufmachst und drauflegst. Eine Instanz oder eine Fork, auf die kommen wir gleich. die eine Möglichkeit ins Fediverse bieten würde, die sich nicht so anfühlt wie hier hängen noch ein paar Kabel aus der Wand, aber das ist cool, weil da kannst du ein eigenes Gerät anschließen. sondern geh mal hier durch und du bist dann da, dann würden wir diese Diskussion, über die wir hier sprechen, gar nicht so führen. Und die Frage ist tatsächlich, in welche Richtung man dieses Pendel schwingt und welche Zielgruppe man eher bereit ist, Zu verprellen, um die andere anzulachen.
10:19 Dennis Horn
Ja.
10:19 Gavin Karlmeier
Glaube ich.
10:20 Dennis Horn
Geh ich mit.
10:21 Gavin Karlmeier
Komplett. Und warum ich das alles erzähle, uns hat ein Nutzer, und zwar der Martin, auf ein System hingewiesen, das heißt, ich nehme an Calc Key. So, und das ist eine Fork. Weißt du, was eine Fork ist?
10:37 Dennis Horn
Ein Fork ist, wenn du. Den Zustand eines Systems nimmst, also Open Source Systems, und eine Kopie irgendwo anders anlegst und ab da sich sozusagen die Wege trennen. Und die eine Kopie anders weiterentwickelt wird als die andere. Genau, und der ist im Bitcoin passiert, ne? Also der ja aufgespalten wurde in Bitcoin und Bitcoin Cash zum Beispiel.
11:01 Gavin Karlmeier
Ah ja. Genau, ja, glaube ich dir jetzt mal so. Aber das Spannende bei KalkKey ist, KalkKey ist ein Tool, das in Fediverse stattfindet. Das heißt, ich kann mich dort registrieren, wie in einem sozialen Netzwerk. Es gibt ein paar Formulierungen, die sind noch so ein bisschen unelegant übersetzt. Also wenn du dich dort registrierst, dann ist die erste Formulierung, wir werden sie einrichten. Aber davon mal abgesehen, es ist sehr, ich glaube man sagt sleek designed. Also du hast dir das Gefühl, es fühlt sich alles, es geht alles ultraschnell, es fühlt sich alles super gut an. Aber es findet im Fedibus statt. Also du bist quasi, ich kann mit dir auf Mastodon Social oder auf welcher Instanz du auch immer da liegst, kann ich mit dir in Interaktion treten, weil es genau dasselbe System ist. Wir sind im selben sozialen Netzwerk. Aber ich benutze einen anderen Weg da rein. Und wenn das Ding sich so durchsetzen würde, dass es sich so sleek anfühlt und alles easy ist, wir hätten diese ganzen Diskussionen von Pendel hin und her und so hätten wir gar nicht.
12:03 Dennis Horn
Ja, also da da kommen dann natürlich auch immer Leute und sagen, ja guck mal, gibt es doch. Also was beschwert ihr euch über die Sperrigkeit? Aber es ist ja der Weg dahin. Also die Recherche, die nötig ist, um überhaupt auf so etwas zu stoßen. Die Offenheit, mit der man irgendwie in sowas rumblättern kann, wie in so, weiß nicht, kennst du diese Apple-Watches, weißt du, wo du dir dann ein anderes Watchface aussuchen kannst. Da komme ich ja schnell hin. Das hat ja nicht den Charakter von, ich muss mich jetzt hier durch ein Anstellungsmenü kämpfen, wie unter Windows 95 oder so. Und ich muss das dargelegt bekommen, auf eine einfache Art und Weise, in dem Moment, in dem ich mich anmelde. Und es nützt nichts, dass allein das vorhanden ist, sondern auch der Weg dahin spielt eine große Rolle bei der Nutzererfahrung. Aber es ist cool, tatsächlich. Dass es sowas in der Form gibt und ich stimme dir zu. Ich glaube, wenn sich eine Variante, die sich genauso anfühlt, durchsetzt. dann wären die Dinge und Verhältnisse sehr viel einfacher.
13:18 Gavin Karlmeier
Und um da noch einen dran zu hängen, also wenn man es mal ganz genau nimmt, dann ist ja die Idee von Blues. Sky jetzt nicht so, also EntwicklerInnen werden wir es jetzt um die Ohren hauen und IT-Security-ExpertInnen und so. Aber die grundsätzliche Idee, ein dezentrales Twitter aufzusetzen, das eint Mastodon und Blue Sky ja sehr arg. Und wenn Mastodon genau diese Usability von Bluesky gehabt hätte, hätte Blue Sky gar nicht die Chance, sich gerade, glaube ich, so auszubreiten. So. Ja, doof, irgendwie immer sowas in dem Nachhinein zu attestieren, aber. Naja, es ist wie es ist.
13:51 Dennis Horn
So, dann nähern wir uns mal Twitter, nicht wahr?
13:53 Gavin Karlmeier
Ja, bitte.
13:54 Dennis Horn
NPR. Wir erinnern uns alle an NPR, die Geschichte geht noch ein bisschen weiter. NPA berichtet ja auch weiter über den Fall. Und einer der Reporter hat eine E-Mail bekommen von Elon Musk. Und da droht Elon Musk damit, er werde das Hauptkonto. von NPR auf Twitter an eine andere Organisation oder Person übertragen. So, also denen einfach sozusagen diesen Nutzernamen NPR wegnehmen, wenn die jetzt nicht mehr twittern. NPR selbst schreibt in dem Artikel darüber, Diese Idee würde sogar langjährige Beobachter von Elon Musk und seinem spontanen und unberechenbaren Führungsstil schockieren. Das würde ein ernsthaftes Risiko bergen der Identitätsfälschung und könne den Ruf eines Unternehmens gefährden. Und dann zitiert MPA noch eine Professorin. an der Columbia Journalism School. Es ist wirklich eine außergewöhnliche Drohung, hat die gesagt. Wenn das ein Zeichen dafür ist, dass die Dinge auf Twitter So kommen werden, dann könnten wir bald noch einen schnelleren Rückzug von Medienorganisationen und anderen Marken sehen, die glauben, dass das Risiko nicht wert ist.
15:04 Gavin Karlmeier
Total, weil das wieder hier dieser 13-jährige Junge ist, der sein Zimmer nicht aufräumen möchte, der hier rumpolt hat und der versucht mit mit mit Also mit Drohungen NPR dazu zu bewegen, zurückzukommen. Also dieser Dialog, der ging ja auch noch weiter. Der Reporter hat dann gefragt, naja, an wen möchtet ihr dieses Handle denn weitergeben? Und da hat Elon Musk drauf geantwortet, ans National Pumpkin Radio. Also dann auch wirklich so auf so einer patzigen Teenagerhaftigkeit, die wirklich, also nicht nur dem CEO eines großen Tech-Unternehmens unwürdig, die ist auch einer Kommunikation mit Erwachsenen unwürdig. Das ist so primitiv und albern. Und spannend daran ist aber dann tatsächlich dieser Hinweis auf die, auf eine, wenn ich das richtig gelesen habe, angepasste Nutzungsbedingungen, dass Twitter die. . Möglichkeit bekommen soll, Accounts, die 30 Tage nicht genutzt werden, also in die sich 30 Tage nicht eingeloggt wurde, wieder freigeben zu können.
16:05 Dennis Horn
Ja, das sind sogar die bisherigen Nutzungsbedingungen schon. Und die besagen aber, dass man als aktiver Nutzer gilt, wenn man sich innerhalb der vergangenen 30 Tage eingeloggt hat. So, das heißt, das sind schon die Bedingungen, aber nach diesen Nutzungsbedingungen dürfte er das eigentlich gar nicht willkürlich vergeben. Weil es eben ans Einlochen geknüpft ist und nicht ans aktive Twitch. Weißt du? So, und das heißt, er würde damit seine eigenen AGB brechen, so. Und Also, ich bin ein bisschen überrascht über diese Wahrnehmung und jetzt wirklich sehr laute Empörung, weil mich dieser Move von ihm jetzt überhaupt nicht überrascht. Also es lag doch sehr nahe, dass er genau das jetzt macht. Und es liegt doch auch sehr nahe, was jetzt passiert. Er wird die AGB einfach umschreiben.
16:55 Gavin Karlmeier
Ja, ja, klar. Mich wundert es trotzdem. Also mich wundert, dass er es nicht einfach sein lässt, dass es nicht dabei belässt, sondern dass er wirklich nochmal versucht an NPA ranzugehen und auch nicht auf so eine Art, wie er das mit Harald Dürr gemacht hat, damals auf so eine Art Ranwanzen und so versuchen, irgendwie auf so eine Kumpelhaftigkeit.
17:15 Dennis Horn
Ja, weil das ihn sonst sehr teuer zu stehen gekommen wäre. Klar.
17:18 Gavin Karlmeier
So, aber dass er diese neue Kontaktaufnahme zur NPA jetzt nutzt, um nochmal so auf so einer Aggressionsebene nachzulegen, ist schon irgendwie, also vielleicht nicht überraschend, aber schon echt Eklig irgendwie.
17:35 Dennis Horn
Also, ich habe jetzt gedacht, so aus Sicht von NPR, ne? Was ist denn jetzt, was macht man denn jetzt als Medienanbieter? Also Deren Plan war wahrscheinlich zu sagen, wir ziehen uns da jetzt zurück, wir machen auch keine Aussage und trauen uns das jetzt auch im Moment gar nicht zu, ob wir irgendwann hier unter Umständen nochmal zurückkommen werden. Aber mit so einem Schritt geht man doch selbstverständlich die Gefahr ein bei einer Plattform der Willkür. Dass der Account einem irgendwann entzogen wird. Also das muss man doch mitbedenken, wenn man da kurz einmal drüber redet. Geht man diesen Schritt jetzt wirklich und man weiß, wie unvorhersehbar Elon Musk jetzt irgendwie handelt und die Dinge hängt. Ich würde jetzt einfach sagen, dann nimm sie uns doch weg.
18:21 Gavin Karlmeier
Ich finde, dass NPA das genau richtig macht, das öffentlich zu machen sofort. Also das ist natürlich, dass man zeigen muss, Leute, guckt euch mal an, was hier gerade passiert. Ich gehe da mit dir mit. Also es wäre natürlich genau das Richtige, als NPA zu sagen, ja mach. So, mir egal.
18:37 Dennis Horn
Ja, oder also sagen wir mal so eine Nicht-Äußerung, sondern einfach nur eine Berichterstattung und darüber hinaus sagen wir nichts ist ja gemacht ist, ne? Ja, genau.
18:48 Gavin Karlmeier
Aber es ist irgendwie ein weiteres Anzeichen dafür, dass du als Medienplattform auf Twitter gerade einfach Du wirst gerade zum Gegner der Plattform. Und dann ist doch die Frage, warum liefert man dann da noch gratis Content hin, damit die Plattform den dann am Ende auch noch für sich selber. . monetarisieren kann, indem sie zum Beispiel Anreize für NutzerInnen setzen, dafür Geld zu bezahlen, um bei diesen Plattformen, um bei diesen Inhalten. die für die die Plattform nichts bezahlt, auch noch in den Kommentaren weiter oben angezeigt zu werden. Das ist irgendwie krumm auf allen Ebenen.
19:22 Dennis Horn
Wo Twitter einen Rückzug macht, ist bei der API für Notfall-Accounts und Alarm-Accounts, also für öffentliche Zwecke, so Unwetteralarme, Notfallinformationen. Bombenentschärfungswarnungen und was auch immer das sein mag für Organisationen, für Behörden, die das posten. Soll die API wieder freigegeben werden oder freigegeben sein? Also der Account muss eine verifizierte Behörde oder eine öffentliche Organisation sein, dann schreibt Twitter. Ist es möglich, auch frei die API zu nutzen. Genaues Datum nennt Twitter nicht. Also man geht jetzt davon aus, dass das eine Änderung ist, die auch ab sofort wieder greift. Mir sind jetzt noch keine Accounts untergekommen, die sagen, ab jetzt twittern wir wieder und machen das wieder. Das wird mal interessant zu beobachten sein, weil da waren ja Erdbebenwarten drin. die U-Bahn in New York und alle möglichen verschiedenen Dinge. Da bin ich sehr gespannt drauf, ob das jetzt sozusagen reicht, damit die zurückkommen. Weil die haben ja alle gesagt, wir waren dann halt über andere Wege, ne?
20:31 Gavin Karlmeier
Ja, also ich auch da, also so sofern es tatsächlich stimmt und kommt gratis. Ich kann dem natürlich was abgewinnen zu sagen, hey, da sind immer noch genug Leute, die gewarnt werden müssen und da steht das Ziel dann tatsächlich über den, über dem eigenen Idealismus vielleicht. Auf der anderen Seite, da jetzt EntwicklerInnen Kapazitäten reinzusetzen, um in zwei Monaten festzustellen, dass die Plattform es sich doch wieder anders überlegt hat, das muss man sich gerade sehr genau überlegen. Das kann nämlich jederzeit passieren, dass es einfach wieder weg ist.
21:02 Dennis Horn
Ja, exakt. Ja, genau. Und insofern ein weiteres Beispiel dafür, wie seine Lärmkurve sich, also er hat eine Lärmkurve, die sich im Kreis dreht. Und dann landet er wieder da. Wo am Anfang eh alles war und das ist auch wieder ein weiteres Beispiel dafür. Dann haben wir noch ein paar Kleinigkeiten. Twitter hat das Wording verändert, wenn man auf so einem blauen Haken mit der Maus da drüber fährt oder draufklickt, schon wieder übrigens. Dann steht jetzt bei verifizierten Accounts, dieser Account ist verifiziert.
21:34 Gavin Karlmeier
Das ist aber eine große Botschaft, weil weißt du, was das bedeutet, wenn man das mal so rekonstruiert was in den letzten Wochen mit dieser Kennzeichnung passiert ist. Das stand relativ lange. Dieser Account ist verifiziert, weil er Twitter Blue abonniert hat und seine Telefonnummer verifizierte. Dann hat Elon Musk angefangen, Accounts gegen ihren Willen mit einem blauen Haken zu versehen, zu behaken, die aber dann dieselbe Kennzeichnung bekommen haben. Und dann gab es erste Stimmen, die gesagt haben, Moment, macht Twitter sich da nicht wegen unlauteren Wettbewerbes angreifbar, weil jetzt plötzlich die Möglichkeit. besteht, dass Leute zu Werbetreibende wieder willen werden und damit verstößt Twitter gegen Wettbewerbsregeln Und offenbar hat sich Twitter jetzt dazu entschieden, weiterhin gratis blauer Haken zu vergeben und dafür aber darauf zu verzichten, dass diese damit so Testimonials für Twitter Blue werden. Und das finde ich eine sehr spannende Entscheidung, weil sie hätte auch genau in die andere Richtung gehen können.
22:38 Dennis Horn
Ja, aber möglicherweise war hier auch, sagen wir mal, eine rechtliche Beratung im Spiel.
22:43 Gavin Karlmeier
Hundertprozentig, aber die Antwort hätte ja auch sein können, wenn ziehen alle gratisvergebenen blauen Haken einfach wieder ein.
22:50 Dennis Horn
Stimmt. Und das hat man hier. Wir hätten als Hinweis sowieso nicht vorgeschlagen, dieser Account ist verifiziert. Sondern dieser Account ist blau behakt. Vielleicht kommt es ja irgendwann mal an. Dieser Haken bedeutet, dieser Account wurde von Twitter behakt. Dieser blaue Haken bedeutet, dieser Account hat einen blauen Haken. So, dann haben wir noch drei weitere kleine Geschichten. Twitter arbeitet an Inline-Media-Controls, also für die Nutzerinnen und Nutzer die 10. 000 Zeichen lange Tweets schreiben können. Du fügst da so ein paar Bilder ein. Da gab es auch schon so ein paar kurze Screen-Videos zu sehen. Dann kannst du die Bilder, die du da einfügst, die sind dann nicht am Ende und werden noch so angefügt, zwangsmäßig, sondern du kannst sie so wie in Word einfach irgendwo im Text an eine bestimmte Stelle ziehen.
23:38 Gavin Karlmeier
Und das finde ich geil, muss ich sagen. Also, das hätte ich auch gerne bei kurzen Tweets. Weil du jetzt gerade, also mal angenommen, du machst dieses Ich Links, ich rechts oder so, du musst gerade viel mehr erklären, wenn du einfach einen. . lustigen Tweet schreiben möchtest, als du halt vor und nach dem Bildtext schreiben könntest und da spricht er nichts gegen.
23:57 Dennis Horn
Nee, mein einziger Gedanke ist, also solche Funktionen da reinzubringen. In so lange Tweets und dann möchte er aber gleichzeitig ja noch die blockhafte Möglichkeit von anhängen. etablieren, die ähneln sich dann ja sehr doch, irgendwie so lange Tweets oder so richtig Artikeltexte in so einer Umgebung schreiben zu können. Da verstehe ich die Strategie dahinter einfach nicht. Aber ich meine, wenn man lange Texte schreibt, solche Funktionen zur Verfügung gestellt zu bekommen, ja, why not? Dann haben wir gestern über die Tabs im eigenen Profil gesprochen und die vielen, die da jetzt irgendwie zusätzlich kommen. Eins wird ein Media-Tab sein, wo man alle. Medieninhalte sortiert sieht, die man bisher so gepostet hat. Es erinnert doch sehr an eine Plattform von Meta mit dem Namen Instagram. Ja, also so schön drei in einer Reihe immer. Und alles, was man bisher so gepostet hat. Und bisher war es ja so, wenn Leute, die so Tweets für Subscriber veröffentlicht haben, dann war für normale Twitter-Nutzerinnen und Nutzer, die nicht bezahlen, war ja bisher immer nur so diese Fehlermeldung angezeigt. Das ist nur für Subscriber sichtbar. Das wird jetzt offenbar auch geändert. Da sieht man dann noch so ein Teil von so einem Tweet, wie der dann nach unten hin so ausgraut. So ein bisschen wie man es so von Paywall-Angeboten kennt. Irgendwie so erst ein paar Zeilen und dann lässt das so nach und dann kannst du unten stehen, dass du irgendwie Subscriber werden kannst, um diesen Inhalt dann auch zu sehen.
25:39 Gavin Karlmeier
Ich kann nur noch einmal sagen, dass ein weiterer Beweis, Elon Musk hört Haken dran.
25:46 Dennis Horn
Vielleicht auch morgen wieder.
25:48 Gavin Karlmeier
Wir sind noch nicht ganz durch. Was?
25:51 Dennis Horn
Wir haben noch eine Sache. Was war das?
25:53 Gavin Karlmeier
Wir haben noch eine Sache. Und zwar gab es heute Morgen, also am gestrigen Mittwoch Ein Tweet von Elon Musk, in dem nur drin stand, Elon Musk ist live. Und wir haben ein Video gesehen in einer, ich sag mal, mm. Also das hatte so ein bisschen Real Player-Ästhetik. Also in einer sehr, sehr, sehr schlechten Auflösung, wie Elon Musk live per Video gestreamt hat auf Twitter. Und dort erzählt hat, dass das, was wir da gerade sehen echter Code von Periscope aus dem Jahr 2015 ist. Und dass er das öffentlich macht, dass das 10 Millionen Leute zum Zeitpunkt, wenn wir das hier aufnehmen, Mittwoch, Nachmittag. 10 Millionen Leute gesehen haben, spricht auch dafür, wir werden wohl früher oder später tatsächlich, er hat es ja auch angekündigt, aber tatsächlich sehen, dass die Live-Videos. . bei Twitter wieder zurückkommen und offenbar sind Teile des Codes auch schon wieder eingebaut.
26:47 Dennis Horn
Also Periscope Reloaded.
26:49 Gavin Karlmeier
Ja, also bisher ist es nur Periscope-Punkt. Also weil es ist das gleiche. Es ist nichts besser als früher. Schlechte Auflösung, alles schlecht, aber es
27:00 Dennis Horn
Ja. Da würde ich doch jetzt auch als Mircat nochmal an den Start gehen, um Twitter ordentlich Konkurrenz zu machen. Also wenn man dieser 10-Millionen-Zahl auch glaubt, das kommt ja auch noch dazu. Aber okay, gut, alles wird nochmal rausgeholt.
27:15 Gavin Karlmeier
Ja, es ist es ist irgendwie ein bisschen kurios, ne? Ja. Naja. Anyway. Und jetzt aber bis morgen.