Wir müssen über Mastodon sprechen – und über das Pendel, zwischen Fediverse und Mainstream. Wie weit sollte die Plattform sich anpassen, ohne zu angepasst zu sein? Oder angreifbar?
Außerdem sprechen wir darüber, dass alle Twitter-Nutzer*innen plötzlich ausgeloggt wurden (niemand weiß, wieso!) und, na klar: Wir haben 10 Bluesky-Invite-Codes für euch. Viel Spaß damit!
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran!
00:03 Gavin Karlmeier
Das Social Media Update der CT. Grüß dich Gavin. Hallo Dennis, noch wach? Komm. Wir kriegen schon Nachrichten, dass wir zu häufig über Stuckrad Barre reden. Jetzt ist es schon wieder passiert.
00:20 Dennis Horn
Ich hätte es gar nicht erklärt. Naja.
00:22 Gavin Karlmeier
Naja. Es ist ein Medienzirkus hier und das trifft sich gut, weil wir müssen noch ein bisschen Housekeeping machen nach der Episode von gestern. Also haben wir jemals so sehr getriggert? Wie beim Thema Micropayments.
00:35 Dennis Horn
Ich bin mir da nicht so sicher. Also wir haben da einige Nachrichten zu bekommen, einige Gedanken auch zu bekommen. Was aber ja auch zeigt, dass das Thema halt wahnsinnig schwierig ist, offensichtlich. Es gibt. Da eine ganz spannende E-Mail, die wir von Nico Ernst bekommen haben, der dazu geschrieben hat, diese Mail ist voll zitierfähig und die würde ich deswegen einfach gerne mal vorlesen. Er hat nämlich geschrieben, harte Zahlen zu Flatter. Flatter ist der Dienst, über den wir gestern gesprochen haben, der hat so funktioniert, dass man eine monatliche Gebühr bezahlt und dann im Laufe des Monats quasi immer wieder entscheiden kann, hier für diesen Artikel. möchte ich einen Teil dieses Betrages zahlen. Und am Ende wird dann geschaut, wie viele Artikel hast du eigentlich vermerkt und die teilen sich dann diesen Betrag, den du im Monat zahlst. Und er schreibt, Ergebnis, die Leute wollen einfach nicht zahlen, Suprise. Er hat einen golem. de Artikel verlinkt und schreibt dazu Ich war damals, heute nicht mehr, Redakteur bei Golem und wir suchten den Dialog mit den Lesern, bevor wir Bezahlmodelle eingeführt haben. Es gab nur fast nur Hass und Hermes, Zitat, dann verreck doch. als wir AdBlock-Blocker eingeführt haben. Diejenigen, die überhaupt bezahlen wollten, schrien geradezu nach Flatter. Das war das heiße Ding damals, also haben wir das gemacht. Mit dem Ergebnis im Link, es lohnt sich überhaupt nicht. Und in dem Link siehst du dann tatsächlich auch, dass sie sich auf die Nutzer im Forum beziehen, wo immer wieder steht, wenn wir flattern könnten, würden wir gerne bezahlen. Darauf haben sie sich bezogen. Sie hatten 1,5 Millionen unique User pro Monat. Und im Oktober 2013 haben von denen 460 per Flatter bezahlt, also 0,03 Prozent aller Besucher. Und dementsprechend haben sie im November 450 Euro damit verdient, im Dezember 240 Euro und im Januar nur noch. 216 Euro. Sprich, also dieser Dienst und dieses Modell von du bezahlst einfach nur das, was du auch tatsächlich konsumierst. Ist für Nutzende eigentlich oder für Lesende am Ende ein gutes Modell, aber für die, die damit am Ende bezahlt werden sollten, halt überhaupt nicht tragbar. Spannenderweise ist übrigens wir haben gestern ja auch über. Spotify für Journalismus gesprochen, ist es gut, also jetzt mal aus Journalistensicht gesagt, dass die Verleger da hart bleiben. Denn das, was in der Musikbranche passiert ist, ist ja de facto. Dass eigentlich nur noch die wenigen von der Musik eigentlich leben können, die so groß sind, dass es ihnen eigentlich egal ist, wie viel Geld sie über die Tatsächliche Studioproduktion damit verdienen könnten. Also, Spotify hat die Musikindustrie so auf den Kopf gestellt, dass man eigentlich nur noch so richtig davon leben kann, wenn du halt ein funktionierendes Live-Geschäft hast und mit der Musik eigentlich davon nicht mehr leben kannst.
03:06 Gavin Karlmeier
Da gab es ja mal auch diese dieses Runterrechnen, wie welche Cent-Beträge dann zum Teil für die Bands überhaupt nur noch übrig bleiben.
03:13 Dennis Horn
Ja, und es ist meistens ja nicht mal ein Cent. Also das ist es ja.
03:18 Gavin Karlmeier
Ich möchte zu dem Thema auch noch ein bisschen ausholen. Ich habe einen ganz großartigen Artikel dazu gefunden bei Neiman Lab von Joshua Benton. Das ist einer der Gründer. Dieses Magazins, eines meiner Lieblingsmagazine, so aus dem journalistischen Bereich kommt von der Neiman Foundation an der Harvard University, die wichtigste journalistische Institution dort. Und also erstmal fand ich den Einstieg in diesen Text ganz fantastisch. Ich finde, den müssen wir uns für die Republika merken. Ich zitiere mal. Eins der bemerkenswertesten Dinge, wenn man Elon Musk bei Twitter beobachtet, ist die Möglichkeit, seine Lernkurve in Echtzeit zu verfolgen. Es gibt Menschen. Ja, es gibt Menschen, die seit Jahrzehnten soziale Plattformen und Medienunternehmen betreiben, während Musk mit Autos und Raumschiffen usw. beschäftigt war. Man hat eine ganze Reihe von Lektionen gelernt, aber Musk, der so fest von seiner eigenen Genialität überzeugt ist, hat sich der Aufgabe verschrieben Alte Fehler wieder neu zu machen, indem er ein ganzes Leben voller schlechter Ideen auf sechs kurze Monate komprimiert. Ich finde es großartig. Und dann Als ich am Samstagnachmittag diesen Tweet sah, wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Und er meint die Ankündigung für Micropayments, über die wir gestern gesprochen haben. Und ich finde jetzt interessant nochmal, was er dazu zusammenträgt. Weil er sagt, es gibt einfach auch dazu schon wahnsinnig viel Wissen. Und auch wir haben hier ja gestern nochmal so ein bisschen rumgerätselt. So, warum hat noch niemand eine Lösung gefunden, wie man einzelne Artikel kaufen kann?
04:45 Dennis Horn
Naja, eigentlich haben wir, wir haben eigentlich gesagt, also lieber Elon Musk, wenn das so eine gute Idee wäre, dann hätten die Verleger da eine Lust in 15 Jahren auch drauf. Kommen können.
04:55 Gavin Karlmeier
Ja, ich war ja immer noch so ein bisschen im Team. Na, irgendwie gebe ich nicht den Gedanken auf, dass das mal funktionieren könnte. So. Und Joshua Benton schreibt jetzt in diesem Artikel, dass er mal aus einer Gallup Knight Foundation Umfrage vom letzten Herbst Zahlen dazu hat. Da wurden Menschen gefragt, was sie tun, wenn sie auf die Bezahlschranke einer Nachrichtenseite stoßen. Also so grundsätzlich. Amerikanische Erwachsene. Also angenommen, sie versuchen online auf eine Nachricht zuzugreifen und müssen dafür bezahlen, um sie weiterzulesen oder ansehen zu können. Welche der folgenden Möglichkeiten würden Sie am ehesten nutzen? So, was sagen die meisten? Was glaubst du?
05:40 Dennis Horn
Ja, also auf jeden Fall diese Bezahlschranke zu verhindern, oder?
05:44 Gavin Karlmeier
Ja, ja, klar. Auf welche Art und Weise? Achtundvierzig Prozent, also die Hälfte etwa sagt, sie würde versuchen, die Informationen woanders kostenlos zu erhalten. Oh, ja. 28 Prozent würden einfach zu irgendwas anderem oder einer anderen Nachricht übergehen, wenn es was kostet, ist auch egal.
06:00 Dennis Horn
Ja. Erkenne ich mich übrigens tatsächlich so aus so einem, wenn ich in so einem Zerstreungsmodus bin, kennst du das, wenn du so abends einfach nur was lesen möchtest, egal was. Fängst du an? Ich zahle ja nicht für alle News Outlets, die es in Deutschland so gibt. Und manchmal stößt man dann auch da an der Paywall und dann bin ich so, nein, dann gehe ich zurück und suche mir was anderes aus.
06:21 Gavin Karlmeier
Als ich noch kein Spiegelabonnent war, ging mir das auch so. Fand immer, ja, ganz interessant, würde ich lesen, aber nee, hab kein Abo, ich lese was ganz anderes. 7% würden versuchen, Informationen über diesen Inhalt in sozialen Medien zu finden. Und jetzt wird es interessant, komme mal zu den 4% gleich. 3% würden versuchen, die Geschichte über Freunde oder Verwandte zu erfahren.
06:44 Dennis Horn
Ja.
06:45 Gavin Karlmeier
So, und jetzt die letzten Zahlen, die noch übrig sind. 4% würden sich für ein kostenloses Probe-Abo anmelden, falls verfügbar. Und nur 1% würde diesen einzelnen Artikel Dieser Quelle bezahlen. Das heißt, viermal so viele Menschen würden die Gefahr eingehen, zu vergessen, dass das ja mal ein kostenloses Probe-Abo war, wenn es kostenpflichtig wird. Aber nur ein Prozent würde für den einzelnen Artikel zahlen. Ich finde, das spricht dann doch irgendwie eine recht deutliche Sprache.
07:16 Dennis Horn
Ja, aber eine, die so ein bisschen so klingt, als wäre die Tatsache, dass es das quasi im deutschsprachigen Raum quasi nicht gibt diese Micropayments, sondern stattdessen nur Probeabos und Paywalls für ganze, ganz monatige Abos. als würde man eher davon profitieren wollen, dass die dass die Leute das vergessen. Also als wäre das ein psychologischer Move Ja, ja, ja, genau. Und das ist dann, ist ja, denkt man sich dann auch irgendwie, ach, das ist auch irgendwie doof.
07:43 Gavin Karlmeier
Auch nicht besonders geil.
07:44 Dennis Horn
Ja, aber trotzdem bleibt es am Ende ja dabei, wenn du nur für diesen einen Artikel zahlst. dann kann sich davon am Ende keiner finanzieren.
07:55 Gavin Karlmeier
Ja, so, und jetzt nochmal aus Nutzerperspektive. Die Finanzierungssicht ist das eine, die Nutzerperspektive natürlich das andere. Er sagt, grundsätzlich sind diese Probleme aus seiner Sicht nicht unüberwindbar. Also er sagt, das ist vielleicht auch so ein bisschen Henne-Ei-Problem. Es kann auch sein. Dass alle so ticken, weil es nie eine ordentliche Lösung gab. So. Und er sagt, kluge Leute könnten Lösungen finden, auch wenn sie das bisher nicht getan haben. Und aus seiner Sicht gibt es aber eigentlich nur zwei echte Player, die da was schaffen könnten. Nämlich Apple Und das alte Twitter. Fand ich die Unterscheidung nochmal sehr schön, weil tatsächlich Elon Musk sich da ja jetzt in was rein. was er vielleicht auch einfach image-mäßig nicht mehr schaffen möchte. Welcher Publisher möchte da jetzt einen Deal eingehen?
08:43 Dennis Horn
Ja, das ist, das ist natürlich auch nochmal ein Punkt, der dazu kommt. Also selbst wenn das niemand machen würde selbst wenn niemand bisher auf die Idee gekommen wäre, Micropayments für seine Texte anzubieten, warum ausgerechnet dort?
09:00 Gavin Karlmeier
Da gibt es tatsächlich seriösere Silicon Valley Unternehmen. Gut, das zum Housekeeping. Jetzt zu den Themen für heute. Es ist ein Twitter-Podcast. Deswegen sprechen wir zu Beginn über Mastodon.
09:16 Dennis Horn
Von Micropayment zu Microblogging.
09:18 Gavin Karlmeier
Ja, die aktuell größte Twitter Alternative, 1,2 Millionen aktive Accounts auf fast zehntausend Servern. Obwohl es ja mal 2,5 Millionen aktive Accounts gab, so in diesen Hochzeiten, wo die Leute geflohen sind von Twitter und dann rüber zu Mastodon. Es wird recht viel dort gepostet, aber offenbar ist man bei Mastodon der Meinung, und das haben wir ja hier auch schon öfter geäußert. Dass dieser Dienst den Nutzerinnen und Nutzern einige Hürden aufbürdet, die vielleicht nicht so gut sind. So und jetzt, ähm Blockt Eugen Rochko, der die zentrale Firma leitet, die die Softwaremacht für Mastodon und auch diese zentrale Instanz Mastodon Social. Dass die Anmeldung für neue Nutzerinnen und Nutzer vereinfacht wird. Und zwar wirst du jetzt in Zukunft nicht mehr deine Instanz eingeben müssen, wenn du dich registrierst? Bei welcher möchtest du sein? Sondern stattdessen wird eine vorgegeben, und zwar die von Mastodon verwaltete Hauptinstanz, wie ich sie häufiger mal genannt habe. Das kann man dann später ändern, natürlich, aber man wird eben standardmäßig auf diese Instanz. gelotst und Mastodon legt damit jetzt eindeutig einen Fokus auf Sagen wir mal, ein wenig mehr Zentralität in dieser ganzen Dezentralität. Das ist vor allem in den Apps von Mastodon überdeutlich. Am Desktop Kann man noch so ein bisschen ist das nicht ganz so augenscheinlich, ja, dass die größte Instanz bevorzugt wird? Wie finden wir das? Also technisch ändert sich übrigens nichts im Hintergrund, ne? Du kannst immer noch dann zu einer anderen Instanz umziehen Du brauchst deine Follower mit, die alten Beiträge bleiben auf der alten Instanz. So, aber wie finden wir das?
11:26 Dennis Horn
Du kannst dich offenbar auch direkt bei der Registrierung auf einen eigenen Server schon anmelden. Also du musst gar nicht diesen Weg wählen, wenn du sofort weißt, was du möchtest.
11:33 Gavin Karlmeier
Genau, aber es ist so ein Nudging, also es wird schon deutlich, sehr viel deutlicher in den Vordergrund geschoben.
11:38 Dennis Horn
Und also ich da bin ich für, das ist vielleicht eine unpopuläre Meinung, aber ich muss sagen, ja, so geht es richtig. Also, das ist die absolut richtige Entscheidung. irgendwie den das onboarding zu vereinfachen. Weil wir haben öfter schon attestiert, Mastodon könnte so geil sein, wenn die Leute es verstünden. Oder wenn es einfach wäre, das nicht verstehen wollen zu müssen. Und ich glaube, das ist immer wieder, also das ist uns hier ja auch schon öfter um die Ohren geflogen, diese Formulierung, aber es ist einfach supersperrig. Man muss sich ein bisschen reinfuchsen wollen und dass du jetzt quasi zumindest nicht mehr am Anfang dich entscheiden musst, möchte ich jetzt zum Trötcafé oder möchte ich zu einer anderen Instanz mit einem Namen, der vielleicht einen noch weniger seriösen Eindruck vermittelt, dass das erstmal wegfällt und ich mich erstmal anmelden kann und wenn ich dann möchte. mich dann doch noch fürs Trötcafé entscheiden. Das finde ich ist erstmal ein riesengroßer Schritt in die richtige Richtung zu dem Weg, dass es einfach zu benutzen wird für viele Leute. Und das ist das, warum Mastodon bislang nach unserem Ermessen, und ich spreche mal für dich einfach knallhart mit, bislang nicht ohne weiteres das eine alternative Instrument gegen Twitter sein konnte. weil es einfach, ich registriere mich bei Twitter und ich kann es benutzen und bei Mastodon muss ich mir erstmal aussuchen, auf welchem Server ich stattfinde. Dann sieht es alles sperre ich aus, es ist alles zu kompliziert gewesen. Und hier passiert jetzt etwas, das dem ein bisschen entgegenwirkt. Das ist gut.
13:06 Gavin Karlmeier
Ich bin ganz deiner Meinung, aber ich sehe jetzt schon die ersten Linux-Nutzer bei ihrem Hagebutten-Tee im Tötcafé sitzen und ausflippen bei diesen Formulierungen. Und es gab auch heftige Kritik. an diesem Schritt. Also da haben Leute dann auch direkt geäußert, Mastodon müsste als Teil des Fediverse eigentlich explizit dezentral sein. Diese vielen Instanzen, also schon der Du erinnerst dich daran, als ich Hauptinstanz gesagt habe, da gab es schon erboste Nachrichten und eigentlich soll keine Irgendwie das schwerste Gewicht haben. Das ist so die Idealvorstellung, weil man dann befürchtet, das ist auch angreifbar. Also, wenn jetzt jemand eine Instanz irgendwie es darauf abgesehen hat, die kauft, in Anführungszeichen Was passiert dann mit diesem Gesamtkonstrukt? Und das ist natürlich eine schwierige Abwägung. Auf der anderen Seite steht aber eben das, was Eugen Rochko jetzt sagt, man kann nicht nur Menschen anlocken, die Wert auf Dezentralität legen. Wenn man das macht, dann wird es für Mastodon eben viel schwieriger, Dezentralisierung zum Mainstream zu machen. Weil man muss das sozusagen, also so verstehe ich seine Argumentation, eher durch so ein Hintertürchen mit reinbringen. Das Produkt muss aus sich selbst heraus gut sein, möglichst einfacher Einstieg und kein schwieriger Anmeldeprozess. Und ich bin absolut seiner Meinung. Und das sehen ja auch einige größere Firmen, die jetzt versuchen, da mit eigenen Instanzen das Ganze so ein bisschen zu Mainstream zu leinen. Aber klar, da ist eine Gefahr drin, aber vielleicht ist die Chance, die da drin steckt, und es ist ganz einfach hier eine Abwägungsfrage: die Chance, die größere.
14:51 Dennis Horn
So. Ja, ich glaube auch, dass es durchaus Argumente dagegen gibt. Die Frage ist, was wollen wir damit erreichen? Wollen wir hier einem Idealismus genug tun, sozusagen? Wollen wir einem Idealismus gefallen? Oder wollen wir hier eine breitentaugliche Alternative zu Twitter etablieren? Und ich glaube, da ist jetzt genau eben diese Frage. Es ist die gleiche Frage, bin ich Kunst oder Commerz? Und eine In eine Richtung wird früher oder später dieses Was ist denn das? Pendel wahrscheinlich ausschlagen müssen. Ich kann das begrüßen, weil ich ein großer Freund von einfacher Bedienbarkeit bin, von der Möglichkeit für viele es zu benutzen. Das gefällt mir und meinem Wesen ganz gut. Ich verstehe die Argumente, die du nennst. Super, gut, kann die auch total teilen. Aber wahrscheinlich muss sich da einfach irgendjemand mal die diese Frage einfach mal anschauen und eine Entscheidung treffen. Und das ist jetzt erstmal passiert.
15:56 Gavin Karlmeier
Nebenbei gibt es noch ein paar andere kleinere Kurswechsel. Da gab es lange Abwehr gegen. zitierte Postings, weil die Meinung war bei Eugen Rochko, auch wenn wir das machen, dann haben wir eine Grundlage. Also im Design der Plattformen schaffen wir eine Grundlage. Für Hate Speech, weil die zitierten Postings bei Twitter, die werden ja auch gerne genutzt, um Leute fortzuführen. Ich sage trotzdem, funktional fehlt mir das bei Mastodon absolut. Ich freue mich sehr darauf, weil man einfach Zusatzinformationen, Einordnungen geben kann. Das ist die journalistische Perspektive darauf. Aber das kann natürlich dazu führen, dass hier eine Verealität auch an einer anderen Stelle in Gang kommt, auf die man dann mit Moderationsfragen reagieren muss. Das haben viele Nutzerinnen und Nutzer die zitierten Beiträge jetzt auch lange gefordert und die sollen jetzt kommen. Die Suchfunktion soll überarbeitet werden. Das finde ich auch sehr sinnvoll, damit Inhalte und auch Accounts leichter zu finden sind. Und all das macht das ein wenig zugänglicher, wie ich finde.
17:14 Dennis Horn
Ja, 100 Prozent.
17:16 Gavin Karlmeier
So, andere Plattformen kappen dafür ihre Verbindungen zu Twitter weiter. Jetzt können auch WordPress-Nutzer, die das Jetplag, Jetplag, Jetpack-Plugin, das Jet Plugin benutzen. ihre Beiträge nicht mehr automatisch mit Twitter teilen, weil Automatic, das ist die Firma hinter Jetpack, Sagt, das können wir uns nicht leisten. Die neuen Preise für die API. Da ist man sich nicht einig geworden mit Twitter und deswegen funktioniert diese Twitter-Verbindung nicht mehr. Ich finde, das ist nochmal nennenswert. Weil ja gerade die Blogosphäre der Ort ist, der Twitter mit groß gemacht hat. Übrigens, bei if this then that schreibt Kashis Blog. gibt es auch noch Applets, die an Twitter teilen, wo die Verbindung nach wie vor noch funktioniert?
18:11 Dennis Horn
Ja, da haben wir ja auch öfter jetzt schon drüber gesprochen, dass es. . offenbar noch Wege gibt, diese API weiterhin zu benutzen, die Twitter noch nicht zugemacht hat. Aber klar ist, dass dieser Bruch von WordPress mit Twitter oder Automatic generell dass das wirklich, wie du sagst, auch aus historischen Gründen natürlich ein ganz bitterer Einschnitt ist. Weil es eben all die Leute waren eigentlich waren die Leute es ja, die aufgehört haben, ihre WordPress-Blogs zu pflegen, weil sie Twitter für sich entdeckt haben und dann immer versucht haben, da wieder einen Zusammenschluss zu finden, dass das jetzt endet an diesem Punkt. Kann man glaube ich mal kurz zum Innehalten nutzen, ne? So, reicht.
18:52 Gavin Karlmeier
Ja. So, dann haben wir, ähm, übrigens, wo wir gerade über If This, then, that, das funktioniert weiterhin gesprochen haben, noch hier diese Zwei-Faktor-Authentifizierung per SMS.
19:01 Dennis Horn
Ja.
19:02 Gavin Karlmeier
Gerhard hat uns geschrieben, beim Archiv-Download funktioniert das zum Beispiel.
19:05 Dennis Horn
Ja, genau, da war das bei mir auch. Da geht es weiterhin.
19:08 Gavin Karlmeier
Ein Video-Tab soll bald kommen. Ein Subscriber-Tab ist jetzt für alle live. Machen wir so ein bisschen als Chronistenpflicht, haben wir es genannt.
19:16 Dennis Horn
Aber wir freuen uns drauf. Also auf jedem Profil, ne? Also, dass du quasi auf jedem Profil so einzelne Reiter hast, wie bei Instagram auch. Also bei Instagram hat man ja waren das zwischenzeitlich acht, neun, zehn mit den Guides. Das hat man dann immer wieder eingedampft. Bei TikTok gibt es ja auch schon 4, 5, 6. Jetzt bei Twitter werden es dann auch sechs. sein, vielleicht sieben. Bleibt die Frage, ob das so sinnvoll ist oder ob man da nicht vielleicht an anderen Stellen mal wieder ein bisschen sparen muss. Ja.
19:43 Gavin Karlmeier
Auch Instagram wurde ja etwas unübersichtlich.
19:46 Dennis Horn
Ja, total. Also auch weil man da nur mit Symbolen gearbeitet hat, von denen keiner wusste, was jetzt, was ist das für ein Symbol, da hast du es gegoogelt. Dann stand da, achso, das sind Guides. Was ist ein Guide?
20:01 Gavin Karlmeier
So, dann haben wir ein bisschen Jenga gespielt nochmal. Also es gab mal eine Hochzeit der Jengarvorfälle, es sind tackenruhiger geworden, aber auch nicht komplett. Jetzt wurden Nutzerinnen und Nutzer auf der Desktop-Website twitter. com ohne Vorwarnung ausgelockt.
20:16 Dennis Horn
Ja, und zwar passiert das offenbar viel, weil auch da, das ist so, ich würde sagen, so Platz 2 hinter Micropayments. Extrem viele Nachrichten bekommen von Menschen, die genau das berichten, dass sie durch Twitter surfen und plötzlich einfach ausgelockt werden. Auch mittendrin, mitten in der Nutzungserfahrung.
20:34 Gavin Karlmeier
Und dann haben wir noch eine interessante Geschichte von Joel Roth, der bei Blue Sky jetzt auch ist. Übrigens, Bluesky kommen wir gleich auch nochmal zu. Zwinker, Zwinker.
20:44 Dennis Horn
Kleinigkeit.
20:45 Gavin Karlmeier
Haben wir noch eine Kleinigkeit. Zehn köstliche Kleinigkeiten, glaube ich, würde. Joel Roth haben wir schon mehrfach angesprochen hier im Podcast, der frühere Head of Trust and Safety von Twitter. Und der hat gepostet bei Blue Sky, dass sein Team wiederholt überstimmt wurde, als es um Lips of TikTok ging. Das ist, wie haben wir es, es ist ein rechtsextremer Account, nicht wahr?
21:12 Dennis Horn
Ja, mindestens, ja.
21:14 Gavin Karlmeier
Und er nennt das eine schreckliche Fallstudie darüber, wie Risikoscheu und die abschreckende Wirkung eines Empörungsmobs. Unternehmen davon abhalten können, die richtigen Entscheidungen zur Schadensbegrenzung zu treffen. Also offenbar wollte das Trust Safety Team bei Lips auf TikTok eingreifen. Und wurde dann von der Firmenleitung überstimmt und dann wurde Joel Roth gefragt, ob er glaubt, dass das wirklich risikoscheu war am Ende seiner Amtszeit. Oder der Mob da irgendwie eine Rolle spielte, oder dass einfach die neue Führung von Twitter Lips of TikTok tatsächlich mag und nur eine Art Ausrede hier vorbringen wollte. Und die Antwort von Joel Roth ist krass Er sagt, ich habe von der Zeit vor der Übernahme gesprochen. Das halten wir nur mal so fest. Es war auch vorher nicht alles perfekt dort offenbar.
22:12 Dennis Horn
Ja, aber was es ja immerhin gab. Und das sieht man ja daran, dass es durchaus auch Leute gab, die da ja auch länger gearbeitet haben, über Jahre hinweg. War ja eine Art Diskussionskultur. Also Man muss ja nicht immer mit allen einer Meinung sein, aber man sollte doch zumindest die Möglichkeit haben, eine andere Meinung als der Chef zu haben. Und das war immerhin bei Twitter früher immer möglich. Und das ist ja lange schon nicht mehr der Fall. Und das alleine zeigt ja auch, wie sich das Unternehmen als solches verändert hat.
22:42 Gavin Karlmeier
Gut. Was hast du uns mitgebracht?
22:47 Dennis Horn
Ich habe zehn kleine Kleinigkeiten. Also es sind 10 Blue Sky in Whitecoats. Ah. Das ist keine Werbung, wir kriegen kein Geld dafür. Ich sage das gerne nochmal dazu.
22:59 Gavin Karlmeier
Aber wir müssen unsere Enklave wieder stärken. Ja, so ist es.
23:02 Dennis Horn
Wir haben das Gefühl, es sind zu viele nicht Hakis inzwischen bei Blue Sky und da haben wir ein großes Problem mit. Also Zimcodes, ich lese dir jetzt vor, das wird ein bisschen uncool für uns alle. Aber ich weiß nicht, wie wir es sonst gewährleisten können, dass es wirklich die Leute auch kriegen, die uns regelmäßig hören. Ich lehne mich zurück in der Zeit. Lehn dich mal zurück. Kannst du ja mal mitschreiben, gucken, ob ich einen Fehler gemacht habe. Alle Codes, die ich jetzt vorlese, sind nach dem gleichen Muster aufgebaut und nur die letzten zehn Zeichen oder elf Zeichen unterscheiden sich. Deswegen vorneweg immer BSky minus Social. B Viberta, Sky, ein Wort, alles klein. B Sky, minus Social, minus. Und dann kommt, jetzt wird's wild, pass auf. U sechs G E F Minus M J, U B sieben. Nächster Code. U B X, N D, Minus, S D, Gt Lister V C Y X R minus I B vier C D
24:17 Gavin Karlmeier
Kannst du das häufiger machen? Ich möchte das abends zum Einschlafen. Das ist toll, ne?
24:21 Dennis Horn
Fühlt sich ein bisschen an wie das Seefahrerwetter für Roboter. Wir können weitermachen, ne?
24:28 Gavin Karlmeier
Ja.
24:29 Dennis Horn
VQ zwei LX minus CJ fünf N. Nächster Code. V Q W, Sieben V, Minus J Z, U Q X Nächster Code, W fünf J Z R, Minus, vier C C L F. Nächster Code. WPFP 2 minus ZVS 3R das sind nicht die Masken, die ich gerade meine, sondern Naja, nächstes Mal.
25:09 Gavin Karlmeier
Meine Alexa fragt gerade, ob du wirklich den Code zur Selbstverschämpung machst. Dann weiter bitte.
25:17 Dennis Horn
X G, Drei J, Minus Vier ES J D Wenn bei dir irgendwo in der Ecke sich gerade jetzt so ein schwarzer Qualm zusammenformt, dann habe ich versehentlich vielleicht etwas beschworen. Naja. X H D XS Minus Ux A sieben H Und Code Nummer, ich hoffe 10, vielleicht war es auch einer mehr, ich habe nicht so richtig gezählt. Y-L-O-R-V-G-N5TB
25:53 Gavin Karlmeier
Das sind die Lottozahlen für diesen Mittwoch. Du weißt, Thorsten Schröder hat auch die Lottobuchstaben irgendwie gesehen. Ja, genau. Oder du hast gerade einfach das Wonnig-Manuskript entschlüsselt. Oh. Deswegen den größten Respekt davor.
26:07 Dennis Horn
Oder das war das komplette Skript der morgigen Hagentan-Episode, nur unsortiert. Sortiert nach der Häufigkeit der Nennung dieses jeweiligen Buchstabens. Ob das wahr ist, prüfen wir morgen. 6, 7, 8, warte mal. 19. Doch, das waren 10 Codes, die ich jetzt vorgelesen habe. Es ist ein bisschen sperrig, aber wer zu Blue Sky will
26:27 Gavin Karlmeier
Wer zu Blue Sky will, muss auch mal durch ein Mastodon-Gefühl durchstehen.
26:31 Dennis Horn
Es ist genau. Oh, Dennis, ich bin froh, dass ich das nicht gesagt habe. Viel Spaß.
26:37 Gavin Karlmeier
Bis morgen.
26:38 Dennis Horn
Bis morgen.