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Folge 119 · 10. Mai 2023 · 20 Min.

ARDezentral

Wenn ihr glaubt, dass wir der Folge diesen Titel nur gegeben haben, damit wir die Ersten, die dieses Wortspiel machen, dann habt ihr natürlich komplett recht. Aber darum geht es trotzdem: Die ARD hat mit ard.social eine eigene Mastodon-Instanz gestartet – und mit der Tagesschau direkt die größte öffentlich-rechtliche Nachrichtenmarke ins Fediverse gesetzt. Wir sprechen darüber heute mit Juliane Leopold (ARD-Aktuell Chefredakteurin Digitales) und Patrick Weinhold (Redaktionsleiter Social Media, @tagesschau).

Außerdem müssen wir über Kondolenzen sprechen. Und mit wir meine ich mich. Denn: Dennis ist krank, aber nur ein paar Tage. Schaffen wir das zusammen solange, die Stellung zu halten?

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:08 Gavin Karlmeier

Hallo zusammen. Ähm, es werden. Hallo zusammen. Ihr werdet in Erinnerungen wach, denn ihr hört mich hier alleine. Ich bin Gavin, hallo. Es ist nämlich folgendes: Dennis ist krank. Ich merke auch, dass es mich gerade erwischt. Ich bin erkältet, aber ich ziehe noch durch. Dennis allerdings ist für den Rest der Woche raus. Da müssen wir jetzt erstmal schauen, wie wir das gemeinsam irgendwie. gestemmt kriegen, aber ich versuche so lange wie möglich hier durchzuhalten, weil Kontinuität gewinnt. Und ihr wisst täglich täglich abliefern, wir lassen uns von Elon Musk nicht schlagen. Das ist die Regel. Also wir ziehen durch, oder ich. Jedenfalls, zumindest solange es geht. Und wenn es nicht geht, dann machen wir halt Pause. Aber jetzt gerade, heute ist erstmal noch alles in Ordnung, außer Dennis ist Kran. Wir schicken ihm alle gute Besserungen. Vielleicht könnt ihr das auch tun über Kanäle eurer Wahl. Bestimmt freut er sich, wenn er Aufwacht und 600 Benachrichtigungen bei Blue Sky hat. Wir fangen aber an, wir gehen direkt rein und zwar fangen wir an mit der ARD. Wir müssen darüber sprechen, dass die ARD eine Mastodon-Instanz gestartet hat und das ist Ziemlich beeindruckend. Also, das ist ziemlich groß, weil jetzt plötzlich die Tagesschau dort auf einem eigenen Server ihre Inhalte veröffentlicht. Und das ist das größte Commitment eines sehr großen Medienhauses, das wir gerade hier so erwarten können. Es gibt zwar in der Tat auch die ZDF. Mastodon-Instanz schon, das wissen wir, da haben wir hier auch drüber gesprochen, aber dass jetzt die Tagesschau dort auch noch Platz macht als größte Nachrichtmarke, ist natürlich ein. hat einen unglaublichen Impact. Der Account hat innerhalb eines Tages, ich nehme das hier auf, am Dienstagabend um 19. 39 Uhr und 22 Sekunden hier. Ihr könnt also jetzt genau ausrechnen. um wie viel Uhr ich am Ende das Mikrofon ablege. Der Account hat 12. 000 FollowerInnen innerhalb von einem Tag aufgebaut. Das ist. Schon eine Menge und auf der Instanz liegen noch so ein paar andere Accounts. Der NDR hat dort einen eigenen Account. SER3 hat dort einen eigenen Account, also der Radiosender aus Südwesten. Das SWR2 Archivradio, was auch übrigens an der Stelle eine große Hörmfehlung als Podcast ist, und SWR2 Wissen Also diese fünf Accounts liegen schon auf der ARD Mastodon Instanz. Plus, wenn ihr die Instanz aufruft, ARD. social, werdet ihr feststellen, noch ein sechster Account hat sich dorthin verirrt. Und das ist at Sven. Und Sven, der ist verantwortlich für die Web- und App-Entwicklung der Online-Angebote des NDR. Also bisher noch eine kleine erlesene Truppe, aber wie ich finde, ein tolles Role Model, ein toller Prototyp. Für ganz viele Unternehmen da draußen, die vorhaben, ohnehin auf Mastodon-Content zu platzieren. Also ich stelle mir vor, dass Konzerne eine eigene Instanz aufbauen und für ihre Marken, für ihre Unternehmen, die da drin hängen. eigene Accounts anlegen können, die auf der eigenen Instanz liegen. Das ist eine Form der Verifikation. Also es ist nachweislich, dass das die Tagesschau ist hier, weil sie IAD Social ist. Oder ich kann mir das auch vorstellen für so Für Behörden, also ein Ministerium, das eine Mastodon-Instanz aufmacht und alle angeschlossenen Häuser Sendende ist Häuser, alle angeschlossenen Häuser bekommen einen Account auf dieser dieser Instanz. Also das sind alles vorstellbare Konzepte, die Verifikation mit sich bringen, die IT-Sicherheit mit sich bringen, weil wir wissen, was auf dem eigenen Server liegt, das liegt zumindest nicht in den Händen Fremder. Also da steckten ganz, ganz viele tolle Gedanken drin, vor allem aber dieses unglaublich. Dann ist das geschafft und eingefädelt, dass Juliane Leopold, das ist die ARD aktuell Chefredakteurin fürs Digitale und Patrick Weinhold, der Redaktionsleiter für das Digitalisierung für Social Media in der Tagesschau, dass die beiden uns ein paar Fragen beantworten. Und wir hören da jetzt super gerne mal rein. Die erste Frage ist nämlich, was sind die Beweggründe und die Gedanken zum Start beim Mastodon? Am einen Grund ist, dass unsere Community uns immer wieder gefragt hat, warum seid ihr eigentlich nicht auch auf einer nicht kommerziellen Plattform unterwegs, was eine ziemlich gute und berechtigte Frage ist. Und mit Mastodon, mit dem Wachstum, was Mastodon jetzt hinter sich hat im Herbst. gab es eine gute Gelegenheit, dieser Frage einfach nachzugehen mit einer Plattform, die jetzt inzwischen auch Menschen erreicht. Der zweite Grund ist, dass uns natürlich umtreibt, was mit Twitter gerade los ist und wie Journalismus auf Twitter erschwert wird, vor allen Dingen auch Journalismus öffentlich-rechtlicher. Also es ist NPR sozusagen nicht Eins zu eins zu vergleichen mit der ARD oder mit einem ARD-Account, aber als da die Kolleginnen und Kollegen aufwachten und ihren Account da so als Staatsmedium bezeichnet sein auf Twitter, das hat uns natürlich ziemlich nachdenklich gemacht. Auch hinsichtlich der Frage, ja mit welcher Willkür geht das Twitter eigentlich auch vielleicht mal gegen uns vor. Und was uns auch umtreibt ist die Frage der Bestätigung von Echtheit, also der Verified Users auf Twitter, die mit Twitter Blue einfach nochmal eine völlig neue Fragestellungen bekommen hat und eine neue Herangehensweise, die nicht unbedingt dafür sorgt, dass eben die verifizierten und echten, in Anführungszeichen Nutzerinnen und Nutzer da im Fokus stehen, sondern einfach die, die das meiste Geld in die Hand nehmen.

05:25 Speaker 3

Wir tauchen da ja in eine vollkommen neue Welt ein, in eine Welt von Open Source, in der es eben keinen Konzern gibt. der die Algorithmen bestimmt, der über die Ausspielung von Inhalten bestimmt, sondern es geht eben um den Nutzer, die Nutzerin, die im Zentrum sozusagen des Experiments und auch unserer Erfahrung stehen wird. Und wir können jetzt eben im Gegensatz zu unseren Starts auf Plattformen wie Instagram oder auch auf YouTube, können wir unsere Community jetzt auf Mastodon. Von Anfang an begleiten. Wir wollen mit ihnen Erkenntnisse tauschen, wir wollen Fragen einsammeln, wir wollen Rückmeldungen bekommen und mit unseren Nutzerinnen und Nutzern den Account gemeinsam weiterentwickeln. Ich finde das persönlich ist eine absolute Chance. Auch das Produkt, die Frage, wie wir Nachrichten dort verbreiten, aber auch, wie wir Kommunikation miteinander führen wollen, in was für einem Raum, jenseits von Hasskommentaren Von Rassismus, von Beleidigungen, der ja die Kommentarspalten in vielen Netzwerken inzwischen dominiert, wie wir das führen können. sozusagen auf eine andere Art und Weise. Und so wird es auch kaum überraschen, dass es uns im ersten Schritt eben auch gar nicht darum geht. Auf Mastodon jetzt große Reichweiten, neue Reichweiten zu erzielen für unsere Inhalte. Mastodon ist ja im Verhältnis zu anderen Plattformen auch in Deutschland noch deutlich unbekannter und deutlich kleiner. Nee, für uns geht es eben erstmal darum, um diesen Erfahrungsaustausch mit unserer Community in einer dezentralen Plattformwelt, im Fediverse. Dort wo man eben von Nutzer zu Nutzer miteinander kommuniziert und ist eben keine all umfassenden sozusagen Konzerne gibt, die die Regeln zentral setzen. Spannend ist das Experiment Mastodon auch noch aus meiner Sicht für die ARD. Denn wir betreiben dort als ARD ja eine eigene Instanz, auf der dann auch der Tagesschau-Account jetzt stattfindet. Und das ist deshalb spannend, weil wir nicht nur Erkenntnisse für auch vielleicht eigene Plattformen Der ARD, wie die Mediathek oder weitere Digitalplattformen sammeln können, was Nutzerinteraktionen angeht. Sondern auch, weil wir miteinander schon im frühen Stadium dieses Experiments miteinander kooperieren. Das ist federführend beim NDR, aber es sind dort eben schon jetzt Die Landesrundfunkanstalten der ARB sind miteinander vernetzt, sind im Austausch. Auch der Austausch zum ZDF besteht. Und wir wollen das auch weiter sozusagen während dieser Testphase jetzt miteinander begleiten.

08:01 Gavin Karlmeier

Also ihr hört, da ist einiges an Zeit reingeflossen und auch an Gedanken. Das Wort Herbst ist gefallen Ich finde das sehr, sehr beachtlich und beeindruckend, dass einfach seit Herbst offenbar da die ganzen Landesrundfunkanstalten alle miteinander rumgedoktert haben. Und jeder und jede von euch, die weiß, wie Projekte in der ARD auch gerne mal fair diskutiert werden können, muss man erstmal sagen, Hut ab, dass das hier so funktioniert hat und dass hier offenbar auch relativ easy jetzt unterschiedliche Angebote unterschiedlicher Landesrundfunkanstalten einfach an den Staat gegangen sind. Das ist schon sehr, sehr spannend. Ich finde spannend, dass Sie auch davon sprechen, dass es denen gar nicht um Reichweite geht, sondern vor allem um Ergebnis Erkenntnis gewinnen, um einen Nutzerinnen-Austausch, um Community-Aufbau und um das, was man daraus vielleicht für mögliche weitere Digitalplattformen der ARD gewinnen kann. Whatever that means. Also, ich finde das hochinteressant und ich habe das Gefühl, das ist erst der Anfang, ehrlicherweise, und das gefällt mir ganz gut. Dennis hat den beiden, Juliane Leopold und Patrick Weinhold, auch noch zwei weitere Fragen gestellt. Die nächste Frage war, wie steht ihr in dem Zusammenhang zu eurem Engagement bei Twitter? Also wir sind besorgt mit dem Blick auf Twitter, aus ganz unterschiedlichen Gründen. Also inzwischen ist es ja. Nicht so, dass es einen Prozess gibt, der wirklich Prüfung von Ausweisen, von Echtheit von Identitäten, sondern dass das Scheckbuch reicht, um irgendwie als echt zu gelten auf Twitter und das ist eben für Recherche Ein Problem. Das andere ist natürlich die Entwicklung von Hate Speech und Moderation auf der Plattform, die unter Elon Musk, also einfach auch Bekenntnis durch Bekenntnisse von ihm einfach einen anderen Stellenwert bekommen hat und nicht einen, der auf das Kreieren, sagen wir auf einer sehr höflich, muss ja gar nicht seine Plattform, aber einfach zivilen Unterhaltungsumgebung ziehen, sondern eher in die andere Richtung ziehen. Lässt uns sehr vorsichtig und wachsam sein. Und insgesamt meine private Meinung ist, dass es keine guten Entwicklung sind für den Journalismus und für journalistische Accounts auf Twitter, dass es aber auch, finde ich, zu früh ist, um da das Feld zu verlassen, weil es einfach wichtig ist, gerade auch auf Plattformen, die Dann auch mit Desinformationen unterwegs sind, seriöse Informationen entgegenzusetzen und die Die Gegenposition dann einzunehmen und einfach wichtige, die wichtigen Aufgaben zu übernehmen, die gerade ein öffentlich-rechtlicher Anbieter hat und die gerade die Tagesschau hat als die stärkste Nachrichtenmarke der öffentlich-rechtlichen Deutschland.

10:39 Speaker 3

Die Entwicklung auf Twitter war aus meiner Sicht ein Beschleuniger für uns, das Experiment auf Mastodon zu starten, aber es war nicht der Auslöser. Denn wir haben schon lange vor der Übernahme von Twitter durch Elon Musk über Mastodon und die Welt des Fedivers miteinander gesprochen bei der Tagesschau. Wir haben das beobachtet, was sich dort tut. ähm was dezentrale Netzwerke angeht. Und nach der Übernahme von Musk ist aber auch der Wunsch in unseren Communities lauter geworden nach einer Alternative. Also bei bei Twitter haben uns unsere User angeschrieben und gefragt, wann habt ihr etwas jenseits von Twitter, wann habt ihr eine neue Plattform, wann startet ihr eigentlich auf Mastodon? Und das hat uns natürlich dann bewogen Auch hier zu sagen, wir probieren uns da aus, auch wenn wir schon sozusagen weit vor der Entwicklung dabei waren. Ich

11:37 Gavin Karlmeier

Ich finde die Deutlichkeit sehr angenehm. Ich finde die Deutlichkeit darüber, dass Twitter kein zuverlässiger Partner mehr ist, mehr angenehm, weil das genau das ist, was wir uns schon lange. In der Kommunikation von Medienhäusern gewünscht haben. . Ich weiß aber genau, was Dennis zu der Aussage von Juliane Leopold sagen würde, dass es jetzt zu früh sei, Twitter zu verlassen. Und ich würde ihm vielleicht sogar ein Stück weit zustimmen. Wir haben immer mal wieder darüber gesprochen, dass die Sachen, die Twitter eingeführt oder verändert hat über all die Monate, wenn die von jetzt auf gleich passiert wären, dass niemand mehr dort geblieben wäre. Wir gewöhnen uns an einen Zustand, wir haben über den kochenden Frosch gesprochen, der übrigens, wie uns ein Nutzer geschickt hat, und zwar Ach, wer war das denn? Das finde ich schnell raus. Wie uns ein Nutzer geschrieben hat, ein klassisches, Maximilian war das, ein klassisches BWL, eine klassische BWL-Metapher ist, die man im BWL-Studium im ersten Semester die ganze Zeit Zu hören bekommt, sei kein Frosch, reagieren, bevor es zu spät ist, Boiling Frogs. Also tatsächlich sehr spannend zu diskutieren. Ich bin mir auch sicher, dass wir da noch nicht das letzte Wort drüber gesprochen haben, über die Frage, ist Twitter jetzt eigentlich noch. Okay, um dort stattzufinden, oder ist es eigentlich vielleicht doch schon zu spät? Wir wissen das nicht so genau. Und zum Schluss ein Gedanke noch, der so in mir gereift ist, während ich mir das hier angehört habe. Tatsächlich finde ich, dass das auch eine Art Kerngeschäft der ARD ist, also eigene Angebote zu platzieren, eigene Server zu haben. in die Geschichte schauen, die Sendemasten, über die der WDR, der NDR, der SWR gesendet haben, das waren alles die Geräte von denen. Also die Dieses Reclaiming der Infrastruktur, über die man sendet, finde ich hier hochinteressant, super spannend. Aber gut Soviel also zur ARD auf Mastodon, zur eigenen ARD-Instanz. Es gibt aber auch einige Dinge aus der Twitter-Welt, über die wir kurz sprechen müssen. Und zwar ist um. Montag, also wenn ihr das ja hört, vorgestern, hat ein Tweet von Elon Musk die Runde gemacht, in dem er geschrieben hat, we're purging accounts that had have had no activity at all for several years. So you will probably see Follower Account Drop. Also die Ankündigung, bestehende Accounts abzuschalten, wenn sie seit einigen Jahren nicht mehr aktiv genutzt wurden Das löst natürlich ein bisschen Flashbacks aus, denn genau diese Ankündigung hat Twitter 2019 schon einmal gemacht, hat aber dafür einen ordentlichen Backlash kassiert und ist danach zurückgerudert. Am 27. November 2019, hat nämlich der Twitter-Support getwittert. Wir haben gehört, dass es einen großen Impact auf euch hätte, wenn wir die Accounts der Verstorbenen einstellen würden. Das haben wir in unserer. Planung übersehen. Wir werden keine Accounts, die inaktiv sind, einstellen oder entfernen, bis wir eine Möglichkeit gefunden haben, Accounts zu memoribieren. Also, so gesagt, Twitter hat damals den Rückzieher gemacht, hat gesagt, wir werden die bestehenden Accounts nicht löschen, weil wir damit auch Accounts von verstorbenen Personen löschen würden und damit ein Archiv Am Ende ein Zeitdokument auslöschen würden. Und solange wir keine Möglichkeit haben, eine Art Gedenk-Account zu erstellen, stellen wir diese Idee, dieses Projekt erstmal auf Eis. Und genau diese Flashbacks Die hatten auch die NutzerInnen, die den Tweet von Elon Musk gelesen haben. Und das hat dazu geführt, dass er angefangen hat, dass er das auf jeden Fall auch nicht. . so in dem Ausmaß plant, sondern es geht ihnen darum, die Handles freizugeben und dass früher oder später diese Accounts einfach archiviert werden. Aber diese Abandoned Handles freigegeben werden sollen. Das ist so ein bisschen typisches Elon Musk's Rumgeeiere. Wir kennen das schon aus Dutzend Beispielen, aus gratisverteilten blauen Häkchen, aus irgendwelchen Kennzeichnungen aus eigentlich nahezu jeder Ankündigung, die am Ende dazu gehört. Aus der Ankündigung, dass der For You-Timeline nur noch Twitter Blue-Accounts zeigt. Also, je länger man darüber spricht, desto mehr Beispiele fallen einem ein. Umso erstaunlicher, dass er hier so ein bisschen bei der Linie bleibt und sagt, diese Accounts werden archiviert werden. Das klingt doch danach, dass hier eine Art Gedenkzustand für Accounts. Eingeschafft werden wird, wie wir das längst von Plattformen wie Facebook auch kennen. Also bei Facebook gibt es diesen Kondolenzzustand oder Gedenkzustand seit mindestens fünf Jahren. Ohne dass ich recherchiert habe, weiß ich, dass es mindestens fünf Jahre der Fall ist. Wahrscheinlich deutlich länger. Das würde dazu führen, dass diese Accounts nichts mehr veröffentlichen können, keine Nachrichten mehr erhalten können. Das Einzige, was es eben noch gibt, ist die Möglichkeit, bei Facebook jedenfalls etwas auf die Pinwand zu schreiben, kondolenzmäßig, oder eben die alten Postings, Fotos, Informationen sich anzuschauen. Ich bin gespannt, ob das kommen wird zu Twitter. Es ist natürlich mal wieder so eine Funktion aus der Kategorie, das sollte eigentlich überhaupt nicht deine Priorität sein, Elon Musk, aber Anyway, ist sicherlich keine ganz dämliche Funktion, auf die wir jetzt auch nicht gewartet haben. Es gibt noch ein paar andere neue Funktionen. Die Entwürfe, es fängt an, ich habe es hier angekündigt, dass die Entwürfe auf der Desktop-Variante sich verändern, dass sie neu gespeichert werden sollen, dass da an dieser Funktion gearbeitet wird. Die erste Veränderung ist auch bei mir schon angekommen. Das Entwürfefeld, also der Menüpunkt, um Entwürfe zu öffnen, liegt jetzt nicht mehr in dem Bearbeitungsfenster für neue Tweets, sondern im Hauptmenü selber. Ich kann jetzt aus dem Hauptmenü direkt die Entwürfe aufrufen. Ja, wer das braucht, naja, immerhin. Das gleiche gilt für eine Nachricht aus der Kategorie Elon Musk is considering it. Er hat einen Tweet bekommen von einer Person, die gefragt hat, ob man nicht das not interested in this tweet, was man im Menü auswählen kann bei Tweets, die einem in der For You-Timeland angezeigt werden. Ob man diesen Button nicht deutlich sichtbarer oder besser erreichbar machen könnte. Er schreibt Under Consideration, also er erwägt es, aber es ist schwierig, all die Funktionen, die man in der Main-Timeline gebrauchen könnte, dort zu platzieren, ohne einen Button Forest. auszulösen. Ich finde das spannend, dass ihm das jetzt auffällt, dass er sich plötzlich. Vielleicht hat er einen Workshop im User-Design gemacht. Aber das war doch bei der Frage der Lesezeichen, bei der Frage der der zitierten Tweets und so weiter. Hat das ja auch keine Rolle gespielt. Dementsprechend, hm, we don't know. Ansonsten eine Kleinigkeit aus der Funktionswelt, die Livestreams kommen ja. Es gibt schon erste Livestreams, die stattgefunden haben. Tesla hat eine Produktpräsentation per Twitter-Livestream übertragen. Und es wird jetzt Livestream-Erinnerung geben. Es wird die Möglichkeit geben, Livestreams zurückzuspulen. Es wird die Möglichkeit geben, Livestreams nah im Nachhinein schneller abzuspielen und dort mit anderen Emojis zu reagieren als mit Herzchen. Auch das ist eine Kleinigkeit. Und Picture in Picture wird auch da kommen. Was ich aber spannend finde, ist folgendes. Und zwar hat ein Twitter-Account mit dem Namen Guy Dealership. Geschrieben. Hot Take, Twitter könnte innerhalb von weniger als 90 Tagen die Nummer 1 Podcast-Plattform werden. Warum? Weil die Leute hier zuhören können, ohne auf andere Plattformen zu gehen. Hier sind die fünf Gründe. Es gibt Picture in Picture. Es gibt die Möglichkeit, schneller und langsamer abzuspielen. Es gibt die Möglichkeit, 10 Sekunden nach vorne und nach hinten zu spulen. Es gibt die Möglichkeit zuzuhören, wenn das Telefon im Standby-Modus ist. Und man könnte ja ein Podcast-Tab auf den Profilen platzieren, Insane Opportunity, woraufhin Elon Musk nur geantwortet hat, Jupp. Und ich frage mich, warum? Also, was zur Hölle bedeutet das? Also, ich lasse das mal so ein bisschen in euch reifen. Wir können ja morgen vielleicht nochmal einen Blickwinkel darauf. schmeißen, wenn es vielleicht dazu auch Neuigkeiten gibt, aber alle diese Features haben alle Podcast-Funktionen schon. Welchen Vorteil hätte es Podcasts bei Twitter zu platzieren, außer dass diese Plattform, die eigentlich mal angekündigt hatte, dass sie vor allem die ganzen Microservices, die eh niemand benutze, wie Elon Musk geschrieben hat, einzustellen. Das passiert offenkundig gerade nicht, sondern im Gegenteil, es werden immer neue Baustellen aufgemacht und hey, wir haben jetzt die Möglichkeit, uns an Livestreams erinnern zu lassen. Ich weiß nicht so genau, ob das so tatsächlich die richtige Strategie ist. Im Zweifel ist es, glaube ich, einfach gar keine. Und eine Sache, die man zumindest einmal erwähnt haben muss, ich will da nicht im Detail drauf eingehen, weil es auch wirklich unerträglich ist, aber Elon Musk macht es heute gestern vor allem auf sich aufmerksam. Weil er die ganze Zeit weiterhin rassistische, verschwörungserzählerische Memes teilt. Das ist für ihn nichts Neues, aber es darf vor allem nicht normales werden. Wir müssen das erwähnen, dass dieser Mann, der Twitter gekauft hat, die Plattform, über die wir hier jeden Tag sprechen, dass dieser Mann diese Plattform nutzt und für 130 Millionen AbonnentInnen.

20:02 Speaker 4

Verschwörungserzählungen zu verbreiten. Ja, wir enden heute mit einer guten Laune, wie sich das gehört. Vielen Dank fürs Zuhören. Wir hören uns morgen. Tschüss.