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Folge 172 · 27. Juli 2023 · 35 Min.

XOXO, euer Elon

mit Dennis Horn

Elon Musk hat sich erklärt – und ja, es gab mehr als nur „Yeah“ als Gründe für die Umbenennung. Leider machen die uns auch nicht viel schlauer. Aber klar. Dafür hat er jetzt den Account @x und ein neues Logo. Gefällt ihm zwar nicht, aber immerhin.

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Dennis Horn

Grüß dich Gavin. Hallo Dennis. Na, welche Echsen haben wir heute in der Timeline? Über die wir sprechen müssen.

00:14 Gavin Karlmeier

Wir haben so viel Feedback bekommen, dass wir uns gestern in diesen Dead Jokes verloren haben, dass ich jetzt nicht weiß, ob ich jemals zur Normalität zurückkehren kann.

00:22 Dennis Horn

Ja, war nur auf Dead Joke positives Feedback.

00:27 Gavin Karlmeier

Eigentlich ja. Trotzdem fühlt es sich für mich alles gerade an, als wären das so extra Ausgaben. Dann leg los. Für wen sich das glaube ich auch extra anfühlt, ist Elon Musk. Der hat nämlich gesagt, X will become the most valuable brand on Earth. Die wertvollste Marke der Welt.

00:50 Dennis Horn

Ja, ich hab eine schöne Überschrift gelesen von Patrick Beuth im Spiegel. Der schrieb Was für Steve Jobs das Ei war, soll für Elon Musk das Ex werden.

01:01 Gavin Karlmeier

Ja, ich also bin mir da noch nicht so ganz sicher, ob das wirklich so funktioniert. Denn, also Bloomberg meldet Dass diverse verschiedene Analysten einen Markenwertverlust von 4 Milliarden bis 20 Milliarden Dollar im Wert vermuten, Das klingt jetzt erstmal noch nicht so, als wäre man da auf dem Weg zur wertvollsten Marke der Welt zu werden. Also hier wurde auch, also die Venabelt University hat gesagt, der komplette Markenwert von Twitter. Liegt so bei 15 bis 20 Millionen Dollar, der von Facebook 59 Milliarden Dollar, der von Instagram 47 Milliarden Dollar Und wie gesagt, 4 bis 20 Milliarden Dollar könnten damit jetzt weggesegelt sein. Aber Elon Musk selber glaubt, das ist jetzt die wertvollste Marke aller Zeiten.

01:46 Dennis Horn

Ja, lass mal ihn mal in dem Glauben. Ich glaube, wir werden ihn auch nicht überzeugt bekommen, Sepps, wenn du hier zuhörst, Elon.

01:53 Gavin Karlmeier

Kann sein, er hat sich auch erklärt. Also er hat zum einen auf einen Tweet von Doge-Designer geantwortet. Die haben so zwei Bilder gepostet: eins von Twitter, eins von X. Bei Twitter standen nur 140 Character-Messages. Oder 140 Zeichennachrichten, Access, Text, Audio, Video, Payments, Calling, Everything. Und Elon Musk hat darauf geantwortet mit einem Yeah. Elon Musk hat sich aber auch noch ein bisschen ausführlicher erklärt, um ihm noch ein bisschen mehr Wort zu geben. Er hat geschrieben, Twitter wurde von XCorp übernommen, um die Meinungsfreiheit zu gewährleisten und um X die Everything-App voranzutreiben. Dabei handelt es sich nicht darum, dass sich hier ein Unternehmen einfach umbenennt. Sondern hier einen großen den großen Wandel mitbringt. Dann haben wir Twitter halt Sinn gemacht, als nur um 140 Zeichen lange Nachrichten gingen, die man hin und her geschickt hat, wie Zwitschern der Vögel, aber jetzt kann man alles posten, auch mehrere Stunden Video und in den kommenden Monaten werden. umfassende Kommunikation und weitere Möglichkeiten hinzugefügt werden, um die gesamte Finanzwelt zu verwalten. Und damit ergibt der Name Twitter keinen Sinn mehr.

03:03 Dennis Horn

Ja, also kann man alles so setzen als Vorhaben? Spannend wird es sein, ob die Nutzerinnen und Nutzer das am Ende mitmachen.

03:12 Gavin Karlmeier

Ja, ich finde, da sind so ein paar kleine Sachen drin, die ich interessant finde. Also zum Beispiel diese Formulierung Twitter was acquired bei X Corp, was ja überhaupt nicht der Wahrheit entspricht, sondern Elon Musk hat dieses Unternehmen Twitter gekauft und dann umbenannt. Und dreht es jetzt so um, als hätte die Ex-Korp das Unternehmen, das es schon immer gegeben hätte, jetzt hier einfach Twitter gekauft, was nicht Wahrheit entspricht.

03:32 Dennis Horn

Was sich ja durch seine Unternehmenskarriere zieht, die Dinge so umzudeuten, ja, dass sie Dass sie ihn besser dastehen lassen, in der Tat. Das finde ich bemerkenswert.

03:43 Gavin Karlmeier

Was ich auch bemerkenswert finde, ist diese Ansage, die komplette Finanzwelt zu verwalten. Also mit der kompletten Finanzwelt Das klingt für mich so, als würden wir da bald die X-Card kriegen, das Konto dort haben. Wir könnten dann Kryptowährungen und Aktien dort handeln. Alles Dinge, die ich Elon Musk nicht anvertrauen möchte. Mhm.

04:02 Dennis Horn

Ja, also hätte ich kein Vertrauen drin. Und das, also, ich glaube, über diesen Vertrauensfaktor muss man bei so einer Everything-App dann auch nochmal sprechen. Also, das funktioniert ja nur ausschließlich über diesen Faktor. Und er tut einfach nichts dafür. Ja. Genau. Also ich glaube, da, wenn du da so ein Spektrum dir aufmalen würdest von vertrauenswürdigen Maßnahmen und Und eben dasselbe nicht dann klar ist, wo er gerade steht, aber ich würde sagen, dass er am anderen Ende des Spektrums noch wirklich nicht landen könnte. Und das frage ich mich, ob das hier nicht auch einfach strukturell der Fall ist, wenn ein Unternehmen einer einzelnen Person gehört, auf die sich so viel. projizieren lässt, wie das bei Facebook ja mit Mark Zuckerberg auch der Fall ist. Ich glaube schon allein dann hast du ein Problem, überhaupt ein Vertrauenswürdigkeitslevel zu erreichen. Das so eine Everything-App überhaupt möglich macht. Also sprich, ich glaube, sowas wäre eh nur ein Vorhaben. wenn die Person, die dort oben am Ruder ist, sich komplett zurückhalten würde, also gar keine Person auch der öffentlichen Debatte wäre. In dem Moment, in dem das Generell über, also ganz unabhängig von der Person, Elon Musk personalisiert ist durch die Person, die dort oben steht, wird das, glaube ich, zum Problem. So, weil an Personen Menschen sich immer reiben, weißt du?

05:41 Gavin Karlmeier

Ja, definitiv, aber es gibt ja auch Unternehmen, die quasi ein ähnliches. einen ähnlichen Versuch starten, oder zumindest nicht ganz in dem Umfang, aber in die Richtung gehend, und bei dem die Menschen deutlich weniger Probleme haben, Vertrauen zu fassen. Also wir nehmen als Beispiel mal Apple. Ähm, bei Apple gibt es auch klare Gesichter, die für all das stehen, was Apple tut. Apple hat eine Kreditkarte gestartet und es ist ein absolutes Erfolgsmodell in den USA. Also jetzt nicht für die Banken, weil die Meines Erachtens die Credit Card keinen Share nimmt, dementsprechend sind die Leute da so ein bisschen, oder das und die Bank, die dahinter stand, ich glaube, es war Goldman Sachs, war da so ein bisschen unzufrieden und überlegt abzuziehen, aber Für die Menschen ist das ein Erfolg, weil sie zur Apple dieses Vertrauen eben haben. Und bei Elon Musk gibt es eben keinen Anlass zu vertrauen.

06:27 Dennis Horn

Das ist ein Gegenargument, du hast recht, ja.

06:29 Gavin Karlmeier

Aber also ich glaube aber der Typ, der so Entscheidungen trifft, auf Grundlage von Impulsen, persönlichen Ambitionen oder eben auch einfach nur aus wie sagt man, aus DAFke, aus jugendlichem Leichtsinn, dem will man einfach nicht sein Geld anvertrauen. Vor allem, weil so Sachen wie Aktien. Das ist ja ganz oft die Altersvorsorge für Menschen. Ihr ganzes Alter ist so geplant, dass sie dieses Aktiengeld irgendwann haben wollen. Und da weiß ich, wissen sie einfach offenbar, also ich würde die These aufstellen, dass sie. Da nicht so ein großes Vertrauen haben, Elon Musk ihre komplette Rente anzuvertrauen. Elon Musk hat aber auch, nee, ich wollte so eine tolle Dennis Horn-Überleitung bauen, die habe ich aber nicht geschafft. Wäre aber Elon Musk etwas angefangen, Anderes anvertrauen muss, ist Gene X Huang. Dieser Mensch hatte nämlich den Twitter-Account at X. Wir haben gestern schon mal über den gesprochen. Und dieser Twitter-Account, wir haben ja die These aufgestellt, da wird der Typ kein Geld für sehen. Früher oder später wird X ihm diesen Account abnehmen. Das ist jetzt passiert seit gestern und zwar hat er eine E-Mail bekommen von Ex, in der einfach im Grunde drin stand. Dass sie sich diesen Account nun nehmen und dass er jetzt Pech gehabt hat. Damit wurde sein Account umbenannt, der hieß vorher ad X Gestern noch vorhergesagt, dass es genauso passieren wird. Genau, richtig. Und der Account von ihm heißt jetzt at x1234567898 765, auch noch so richtig unschmeichelhaft. Und das, was man ihm aber angeboten hätte in dieser E-Mail, schreibt Mashable, die haben ihn auch interviewt Er sagte übrigens in diesem Interview, sagte er, er weiß nicht so genau, was mit Twitter als nächstes passiert. War aber seit 2007 dort angemeldet, also schon relativ früh gewesen. Und er hatte prominente Freunde. Er schreibt, ähm, I was friends with at A, at J, at C, at K, and at T. Also mit den anderen einen Buchstaben-Accounts war ja befreundet. Nur mit Ad N, nicht so, weil Ad N hat wohl sich Sachen geleistet, aber Naja, auf jeden Fall hat Twitter, nee, X, ich habe gehabt das übrigens noch nicht in mir, ähm, haben ihm etwas angeboten als Kompensation. Du hast den Text nicht gelesen, weißt du, was sie angeboten haben?

08:42 Dennis Horn

Habe ich nicht gelesen, ich weiß nicht, was sie ihm angeboten haben, nee.

08:44 Gavin Karlmeier

Haben sie ihm A. 10. 000 Dollar angeboten, B. 100. 000 Follower oder C Etwas Merchandise und wenn er möchte ein Treffen mit dem Management von X. C. Was ist das denn?

08:59 Dennis Horn

Da wir vorbeikommen Linda Jacquerino mal die Hand schütteln und kriegt eine Tasse, die noch übrig ist. Ich habe ja noch so eine Twitter-Tasse, ne? Das steht, auf der einen Seite steht Tee drauf, auf der anderen Seite Kaffee als Hashtag.

09:10 Gavin Karlmeier

Aber die hast du ja auch nicht geschenkt bekommen, weil man deinen Account abgenommen hat, ne? Nee. Ich glaube, du hast es mal erzählt hier, wie du die bekommen hast. Ja.

09:22 Dennis Horn

Ich war einfach in der deutschen Niederlassung.

09:25 Gavin Karlmeier

Ja, da muss man wohl nochmal die letzten 171 Folgen nachhören. Habe ich mir die da mitgenommen, ja. Aber er hat geschrieben, er wird das Angebot wohl nicht annehmen, das Management dort zu treffen.

09:37 Dennis Horn

Verstehe ich gar nicht warum. Also ähm, Linda Jaccarino hat sich mit Paris Hilton getroffen. Hab ich ein Selfie? Aber ein Foto von den beiden gesehen Krass.

09:47 Gavin Karlmeier

Aber ich glaube, das ist auch die richtige Formulierung, dass sie sich mit Paris Hilton getroffen hat und nicht umgekehrt wurde. Ja, ja, das glaube ich auch. Es ist aber noch mehr passiert seit gestern. Es gibt schon wieder ein neues Logo. Das Ex-Logo ist jetzt chapterc. Also sie haben einfach nur das Logo nochmal überarbeitet, fett gedruckt. Aber auch da muss man dazu sagen, es wird wohl nicht so lange bleiben, so wie es jetzt ist, denn Elon Musk hat schon getwittert, I don't like the thicker bars, so reverting. Also er macht es sehr rückgängig, aber das Logo wird sich wohl noch über die nächste Zeit weiter entwickeln. Oh Mann, ey. Da muss man wirklich sagen, das ist der dilettantischste Relaunch.

10:29 Dennis Horn

Den ich je erlebt habe. Drölfzig Markenexperten bei den Jungfernmatt hauen sich die Stirn auf den Tisch in diesem Moment. Unglaublich. Und was mich tatsächlich bewegt, ist.

10:42 Gavin Karlmeier

Man kann kurz jetzt in die Motorhaube unter Haken dran schauen. Wir laden unseren Podcast ja seit Folge 1 bei Anchor hoch. Anchor ist ein Service, der schon lange zu Spotify gehört. Und während wir diesen Podcast machen, irgendwann vor einigen Wochen wurde anchert zu Spotify for Podcasters. Und Spotify for Podcasters war vorher schon ein Angebot, jetzt gibt es zwei Angebote gleichen Namens und je nachdem, bei welchem man sich einloggt, kriegt man andere Funktionen. Das ist zwar noch ein bisschen holperig. Aber ich habe da nämlich darüber nachgedacht, dass dieser Relaunch, diese Veränderung komplett reibungslos vonstatten ging. Also die E-Mails waren sofort von dem korrekten Absender. Alles war sofort richtig benannt. Es gab nicht eine Fehlermeldung. Das war nicht mal offline, dieses Angebot. Das war es vor dem Projektmanagement einfach. Ja, genau. Also man hat sich wohl mal zumindest vorher mal kurz überlegt, wie dieser Relaunch schon starten gehen soll. Das hat man hier offenbar nicht. Also, dass wir jetzt innerhalb von drei Tagen drei Logos gesehen haben, wobei Logo 1 und 3 eigentlich dasselbe sind de facto, weil Elon Musk das zweite nicht mochte, dass immer noch überall twittern und Tweet und twitter. com steht und so, das ist so ein So eine Grütze, das ist wirklich unglaublich, oder?

11:49 Dennis Horn

Voll, voll. Also gar keine Überraschung dabei. Es ist ja so, wie es ist, ne? Aber und jedes Mal fällt einem doch wieder die Kinnlade runter.

11:58 Gavin Karlmeier

Ist es wirklich so. Aber vielleicht ist etwas in Sicht, was deine Stimmung, deine Kindlade nochmal ein bisschen aufbessert.

12:06 Dennis Horn

Meine Stimme und meine Kindlage gibt. Ja. Ja.

12:09 Gavin Karlmeier

Wow, stimmt. Parallel. Und zwar hat Chanjo-Joon, der Anwalt unseres Vertrauens, ein Set geschrieben. Und er hat geschrieben, also jetzt wo sich Ex quasi ja auch neu aufstellt, hat er geschrieben. Eine fundamentale Umstellung des Dienstangebotes wie im Zusammenhang mit X-Twitter kann dazu führen, dass die X-Corp nicht mehr berechtigt ist. Zuvor von Twittern-Nutzern bereit, gestellte Inhalte zu nutzen. Die Zulässigkeit hängt davon ab, ob der Dienst in einer unvorhersehbaren Weise verändert wurde, mit der der Nutzer bei Vertragsschluss nicht rechnen musste. Ein deutiges Beispiel wäre, wenn eine Dating-Plattform zu einer Erotikplattform mutierte oder eine Kochbuchsammlung zum Hort linksextremer Propaganda. Eine Rolle dürfte dabei spielen, dass einige Nutzer eine geschäftliche Grundlage auf Twitter aufgebaut haben, da Followerschaft, Reputation und Content ein eingerichteter und ausgeübter Gewerbebetrieb sein können, in den durch Änderungen von Grundlagen eingegriffen wird. Nach <unk> 308 Nummer 4 BGB sind Klauseln in AGB unwirksam, mit denen sich der Verwender jeder Änderung der Leistung vorbehält. Heißt, wenn Twitter jetzt zu einer Payment-Plattform wird, also X, könnte es sein, dass wir das Recht haben, die Nutzensrechte für unsere Tweets alle zurückzurufen.

13:18 Dennis Horn

Ja, das ist super interessant. Da habe ich gerade die Frage zu, und die wirst du mir wahrscheinlich nicht beantworten können, aber gibt es auch auf einer rechtlichen Ebene so etwas wie den Frosch im Wasser? Weißt du? Also, wenn die so. Aber das musst du doch mal erklären. Ja, also es gibt doch diesen Punkt, wenn du einen Frosch In heißes Wasser setzt, dann springt er direkt raus. Wenn du ihn aber in kaltes Wasser setzt, dass du dann langsam erhitzt, bis es kocht, Dann bleibt er drin und irgendwann geht es ihm, sagen wir mal, nicht mehr so gut. So. Und gibt es sowas auch rechtlich gesehen? Also Dass du, wenn du jetzt diesen Switch direkt machst, ja, dass dann ist klar, ja, das geht überhaupt nicht. Aber wenn er diese Änderungen jetzt sukzessive durchführt, Stück für Stück, Dass dann das irgendwie nicht greift, weil man dann irgendwie sagen kann: Ja, das war über die Zeit, hat man das ja mitbekommen. Die Änderung war ja nicht so groß.

14:20 Gavin Karlmeier

Die Formulierung, die Chung Jun da ja auch gewählt hat. Ja, war unvorhersehbare Änderung. Und die Frage ist, was ist denn jetzt gerade noch unvorhersehbar? Also ich finde dein Punkt. Ja, genau. Deswegen finde ich deinen Punkt total valide zu sagen. Bis wann ist es denn eigentlich noch unvorhersehbar? Oder ab wann muss man damit rechnen, dass das jetzt passiert? Also gibt es so diesen einen Exit Point, an dem wir sagen müssen, jetzt müssen wir das zurückfordern, die Rechte, die Nutzungsrechte, die was auch immer. Bevor es zu spät ist.

14:49 Dennis Horn

Ist übrigens auch ein bisschen so wie deine These, die du ja mal hattest, dass die Leute Ex nicht verlassen oder Twitter nicht verlassen haben, weil diese Änderungen halt. Also weil sich die Schlinge nur so Stück für Stück zugezogen hat und nicht so auf einmal, weißt du?

15:05 Gavin Karlmeier

Ja.

15:06 Dennis Horn

Ja, ja, total.

15:08 Gavin Karlmeier

Das ist ja der Frosch. Ich bin absolut deiner Meinung. Spannend auf jeden Fall. Wir bleiben da dran und würden uns freuen, wenn irgendjemand mal so einen Prozess anstrebt, für die Nutzungsrechte für Tweets zurückzurufen. Ich stelle mir das relativ kompliziert vor. Wir bleiben juristisch. Eine uralte Geschichte, aus dem April 2022, da fing das schon an. Zieht sich aber bis dieses Jahr, wir haben da auch schon öfter drüber gesprochen. Also im Jahr 2018 hat Elon Musk einen Tweet geschrieben, in dem drin stand, dass er erwägt, das Unternehmen Tesla privat zu setzen. für 420 Dollar pro Aktie, weil die Zahlung dafür gesichert sei. Das hat dazu geführt, dass InvestorInnen in Tesla investiert haben, so Aktionäre in Tesla investiert haben, weil eben zugesichert war, dass diese Finanzierung in trockenen Tüchern war. Nachher kam raus, das stimmte nicht. Elon Musk wurde deswegen von mehreren Aktionären verklagt, weil er eben dort mit Unwahrheiten den Markt manipuliert habe, hat zwar recht bekommen, hat aber gleichzeitig eine Auflage bekommen, etwas früher schon, dass alle Tweets, die er veröffentlicht, von einem Tesla-Juristen gegengecheckt werden müssen. Zumindest alle Tweets, die sich mit Tesla beschäftigen. Jetzt hatte er versucht, vor einigen Monaten, da haben wir drüber gesprochen, als wir in Tutzing waren, wann war das denn? Im April.

16:33 Dennis Horn

Das habe ich schon vergessen. Nee, im Mai, glaube ich.

16:35 Gavin Karlmeier

Im Mai, naja, da haben wir auf jeden Fall drüber gesprochen, dass er versucht hat, gegen diesen Beschluss vorzugehen, weil es eben diese rechtliche Grundlage nicht gibt, der Marktmanipulationsvorwurf. eben sich nicht bestätigen ließ und hat nicht recht bekommen also dieser aufpasser muss weiterhin da sitzen dieser tweet sitter Und jetzt ist es wohl so, dass er gegen diesen SEC-Beschluss, SEC ist die Börsenaufsichtsbehörde in den USA. beim Supreme Court Berufung einlegt. . Das ist das letzte Mittel, das er hat. Es ist aber vor allem das stärkste Mittel, das er hat. Der Supreme Court ist die letzte Instanz in den USA. Sehr spannend, weil das damit plötzlich jetzt zu einem riesen Politikum wird, diese Geschichte.

17:20 Dennis Horn

Ja, äh, okay, also auch das warten wir warten wir ab. Bisher war ja die Rechtsprechung und und die Meinung da relativ einhellig, was das angeht.

17:32 Gavin Karlmeier

Ja, okay. Aber ich bin gespannt, ja. So, wir bleiben noch kurz in der Welt von Ex. Ich habe noch drei kleine Geschichten. Zum einen ist Ex-Blue da. Und XBlue Fusion auch, das hat mich jemand herausgefunden. XBlue Fusion ist eine Viagra-Copycat. Also es gibt eine Viagra-Fälschung, die heißt Exblue Fusion. Gleichzeitig wird Twitter Blue jetzt offenbar XBlue heißen, so heißt es zumindest das Handle des Twitter Blue Accounts. Der Account selber heißt aber jetzt nicht mehr Twitter Blue oder Exblue, sondern Blue Subscription. Aha.

18:06 Dennis Horn

Aha, interessant. Ich habe nur gesehen, dass es den Account Twitter Movies gibt Also der ist bisher nicht umbenannt.

18:19 Gavin Karlmeier

Also es gibt eine Plattform für Erwachsenenfilmchen und die heißt X-Movies. Und also in meinem Ablauf für die heutige Folge hier steht nur Twitter Movies steht vor einem Problem.

18:34 Dennis Horn

So ist das sowas.

18:35 Gavin Karlmeier

Ich bin sehr gespannt, ob da noch was passiert. Und zum Schluss aus der Excel noch eine kleine Geschichte. Und zwar gibt es einen indischen Musiker. Dieser indische Musiker hat zwei Nicknames. Der eine ist Radamancer. Der andere ist KX Slider. Der ist am 26. September 2005 in Gujarat, Indien, geboren und ist ein Independent Music Artist. der so eine, wie er selber schreibt, eine Mischung aus Chill und energetischem EDM macht und lädt seine Musik bei YouTube und Zaundplatt hoch. Und dieser Mensch hat vor zwei Jahren sein Profilbild geändert bei Twitter mit seinem neuen Logo für seine Musik. Und dieses Logo ist exakt 1 zu 1 das Ex-Logo Das ist nicht dein Ernst. Doch, okay. Er sieht exakt genauso aus.

19:24 Dennis Horn

Exakt.

19:26 Gavin Karlmeier

Er hat jetzt getwittert: Hello Elon Musk. Ich habe gehört, dass du Twitter rebranden willst und so wie ich sehen kann, benutzt du das gleiche Logo wie ich seit zwei Jahren. Kannst du bitte deine Entscheidung nochmal überlegen? Andererseits wäre es für mich ein ziemlicher Pain, meinen ganzen Kram zu ändern. Ich hoffe, du verstehst das und antwortest mir so schnell wie möglich. Er hat wahrscheinlich nicht geantwortet. Er hat bislang nicht geantwortet. Er wird auch nicht antworten. Der ist jetzt auch nicht so super erfolgreich, muss man dazu sagen. Also er ist so am Start seiner Karriere, der ist aber auch noch sehr jung, muss man dazu sagen, 2005 geboren, 19 Jahre alt. Und wir wissen ja auch, dass dieses Logo nicht geschützt werden kann, da es ein Unicode-Symbol ist, so heißt das Wort. Boah, da habe ich jetzt lange überlegt, wie das Wort hat. Symbole. Dementsprechend nicht schützbar ist. Und leider auch für Cake Slider gilt das leider auch. Also muss er sich wohl überlegen, seinen ganzen, den Pain in Kauf zu nehmen, seinen ganzen Stuff zu changen, wie er so schreibt. Vielleicht ist Elon Mast deswegen auch auf der Flucht und überlegt, wie es heißt, sich in Südtirol niederzulassen.

20:41 Dennis Horn

Ja, da habe ich das Foto gesehen vom, ist das wirklich der Entwurf für dieses Haus?

20:47 Gavin Karlmeier

El Hozzo hat das getwittert. Wir müssen uns darauf, also, ja, das ist so. Also Wir müssen uns damit anfreunden, dass Elon Musk vielleicht um die Ecke wohnt. Ein Architekturbüro aus Bozen hat diesen Entwurf gebaut. Den kann man sich zum Beispiel bei der Süddeutschen auch anschauen, die haben das auch veröffentlicht. 15 Schlafzimmer, 15 Badezimmer in Südtiroler Hanglage, schreiben Sie. Der Architekt ist Alex Alessandro Constancia Di Costigliole.

21:14 Dennis Horn

Ja, also mich wundert, dass er nicht in ein riesig großes Ex zieht. So? Aber da müsste er wahrscheinlich die ganze Zeit Treppen laufen, ist nicht so schön. Oh mein Gott, kann man das nicht vielleicht nach Cupertino bauen?

21:28 Gavin Karlmeier

Neben das große O von Apple, dann hast du XO.

21:31 Dennis Horn

Das wäre geil, oder? Aber das O ist ja nur aus der Vogelperspektive, da musst du das X hinlegen. Ja, genau, würde ich auch so machen. Finde ich super. Cupertinox. Und ich hab, also da habe ich so, als ich diesen Entwurf gesehen habe, habe ich gedacht, das ist der hausgeworbene Tesla Cybertruck.

21:50 Gavin Karlmeier

Ja, 100%. Genauso sieht das aus, ja.

21:53 Dennis Horn

Also Hässlichkeit ist neu definiert worden.

21:56 Gavin Karlmeier

Ja, also vor allem, dass du halt wirklich, also es wird viel mit Holz gearbeitet auf der einen Seite, auf der anderen Seite, aber auch sind so die Standpfeiler, sind so ein Stahl. Und also der Architekt spricht von dynamischer Architektur. Ich würde sagen, es ist einfach krumm. Schön. Naja. Wir haben noch ein paar Funktionen und Emotionen. Ich habe aber den Jingle nicht. Hast du den auf Tasche? Ja, natürlich, den habe ich immer auf Tasche. Na komm, kick it.

22:23 Dennis Horn

Funktionen und Emotionen.

22:28 Gavin Karlmeier

Und zwar die Bottom Bar, das ist die Navigation in der Twitter-App unten, also die vier Symbole unten, die werden jetzt wohl, wie gerade getestet wird, auch bei iOS verschwinden, wenn du nach unten scrollst und damit eine, ist es eine Angleichung. zur Android-Version.

22:45 Dennis Horn

Ja, das ist okay, das erscheint mir smooth, habe ich aber keine weiteren Gefühle zu. Gut, ja.

22:50 Gavin Karlmeier

Dann hat Andrea Conway getwittert. Say goodbye to that awkward tiny disgusting info icon next to professional categories. Also wenn du bei dir im Twitter Entschuldigung, Ex-Profil stehen hast, dass du Journalist bist. Dann ist da so hinter so ein kleines Informationsecon, das verschwindet jetzt wohl.

23:09 Dennis Horn

Aha, ja. Also da habe ich, ähm Da wundert mich, dass die nicht die Information sogar gleich wegnehmen. Das wird so der eigentlich der Policy von X entsprechen. Ach. Auch keine Gefühle.

23:24 Gavin Karlmeier

Nee, gut, ja. Und du kannst nun, wenn du verified bist, übrigens auch wieder hier die Formulierung Verified und nicht Twitter Blue Abonnent oder so. kannst du nun Videos herunterladen. Und zwar offenbar ab heute. Ich habe kein Twitter Blue, ich kann es nicht testen, ich muss mich dann nur berufen auf Veröffentlichung. Naja, du kannst Videos downloaden.

23:45 Dennis Horn

Ja, das also das erscheint mir angesichts der Raubkopien, die in den vergangenen Monaten bei Twitter unter Elon Musk dann aufgetaucht sind, irgendwie Shrek komplett und solche Sachen. Erscheint mir das sagen wir mal mutig.

24:05 Gavin Karlmeier

Ja, also ich stimme dem auch zu. Also ich weiß auch nicht, ob das wirklich so eine kluge Idee ist, weil also von TikTok kennen wir das und daran wird er sich hier auch orientiert haben. Nur TikTok hat halt keine. Klar, kein Klasse, also inzwischen schon, aber als es eingeführt wurde mit dem Downloaden, konntest du keine Privatnachrichten bei TikTok schicken, du konntest nichts reposten, das heißt, du musstest noch per WhatsApp sharen oder per Telegram, worüber man halt so sheren könnte. Share mich ja jetzt auch nicht. Aber auf jeden Fall, mein Gott.

24:33 Dennis Horn

Nee, es läuft, es läuft. Bleib im Modus. Es ist gut.

24:36 Gavin Karlmeier

Ähm naja, auf jeden Fall ähm gibt es diese Funktion jetzt auch bei X und ich muss sagen, das ist völliger Irrsinn, weil eben genau Die Leute laden da ja Videos hoch mit dem Wissen, dass man sie nicht herunterladen kann. Ich bin gespannt, ob das für alle Videos ab heute gilt, was ja immerhin fair wäre für Urheber, äh, für Urheber. So heißt das. Oder ob das auch quasi historisch gilt, weil das wäre ja tatsächlich ein Problem. Plötzlich könnte ich mir ganze Dokumentarfilme, die hochgeladen werden, einfach herunterladen.

25:04 Dennis Horn

Ich meine, es gibt ja schon immer Tools, so Websites, über die man das musste ja nur nach Tweet-Downloader irgendwie suchen und googeln und dann hast du das ja direkt.

25:15 Gavin Karlmeier

Ist aber immer noch ein anderer erfordert ein bisschen mehr Effort.

25:20 Dennis Horn

Ja, und man, also man kann das ja machen mit dieser Funktion, wenn man gleichzeitig einfach irgendwie ein Content-ID-System am Laufen hat, das funktioniert.

25:29 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Oder die Möglichkeit, dass die eben einfach nicht downloadable sind, die Videos, die man selber hochlädt.

25:35 Dennis Horn

Viel gesagt, aber trotzdem keine Emotionen zu. Ja.

25:39 Gavin Karlmeier

Außer kurz Kopfschütteln. Das war's von Ex. Wir haben zwei Kleinigkeiten noch, zum Beispiel von Threads.

25:46 Dennis Horn

Kennst du noch Threads? Ja, Threads war von Metern, nicht wahr?

25:49 Gavin Karlmeier

Ja, genau, richtig. Da gibt es ja jetzt den Following-Feed, also die chronologische Timeline. Die kannst du nicht als Default stellen. Also du musst jedes Mal die quasi von Hand öffnen.

25:58 Dennis Horn

Ja, da habe ich Emotionen zu. Ja, bitte. Also, wir wollen uns hier als Twitter-Mitbewerber positionieren und so oft sie das sagen, natürlich wollen Sie das und Sie nutzen ein Momentum. Und wir haben schon öfter darüber gesprochen, dass auf die eine oder andere Art und Weise die Führungsriege von Meta auch ein bisschen Die Kultur nicht so ganz antizipiert, die bei Twitter herrscht. Also t ja, also ähm Irgendwie überraschend, wie transparent das jetzt alles scheinen, was für Sprüche. Mark Zuckerberg und Adam Mossari und so breitbeinig da raushauen mitunter, vor allem gegenüber Twitter und gleichzeitig so zentrale Designentscheidungen wo wir so dachten, na, das hätte ich anders formuliert oder auch anders gebaut. Also wir erinnern uns an Adam Mosseri, der sagt hier Nachrichten und Politikinhalte, nee, aber damit eigentlich meinte nicht ins Zentrum rücken. So.

27:00 Gavin Karlmeier

Mit Einfluss durch die Plattform.

27:02 Dennis Horn

Ja, wo wir schon gesagt haben, naja, das werden die Nutzerinnen und Nutzer schon ganz von alleine übernehmen. Wenn ihr hier so eine Plattform Plattformen herstellt, dann wird das eine sein, auf der genau solche Dinge stattfinden. Und dieser Umgang mit dem Algorithmus, also so einen wirklich chronologisch sortierten Feed bereitzustellen, dann aber. Im Hintergrund doch wieder einen Mechanismus zu schaffen, der dich nach ein paar Tagen dann heimlich wieder in die algorithmisch sortierte Timeline zurückführt. Diesen Umgang kennen wir ja von Facebook. Also da war das ja auch, ich weiß nicht, wie das heute ist, aber das war lange Zeit dort so. Also dann hat man immer gesagt, nee, wieso, gib doch bei uns den chronologischen Feed. Und dann hat man halt umstellen können von irgendwie neueste Meldungen oder auf neueste Meldungen von Hauptmeldungen. Das war dann die Formulierung, die natürlich auch kein Mensch verstanden hat. Und dann hat Facebook heimlich auch nach ein paar Tagen immer wieder. zurückgespielt. Und das ist die Methode Adam Mossari, der den Newsfeed bei Facebook erfunden hat, bevor er dann als ähm als Chef zu Instagram gegangen ist und da sämtliche Growth-Tricks, die er so bei Facebook genutzt hat, einfach nochmal angewandt hat. Und das ganze System mit Empfehlungen und Und so weiter auf Instagram einfach übertragen hat, die wir hier jetzt auch sehen. Also die Nutzerinnen und Nutzer möglichst auf biegen und brechen in einer algorithmisch sortierten Timeline zu halten. Und darüber dann am Ende aber Das, was so einen Microblogging-Dienst ausmacht und worum es da geht, vielen Nutzerinnen und Nutzern, nicht allen. Also du hast ja selbst immer gesagt, du nutzt die algorithmische Timeline, aber das einfach auf biegen und brechen zu verhindern. Das ärgert mich wirklich. Weil das ist doch eh so versteckt, dass das 90 Prozent der Leute nicht machen. Aber dann lasst doch wenigstens die, die sich so entscheiden wollen, bevormunde die doch nicht so. Ich kling wie ein Boomer, aber sorry.

29:09 Gavin Karlmeier

Ja, ein bisschen schon. Ja. Nee, also ich sag mal so, ich bin, ich verstehe das. Ich finde das auch därmlich, dass du das nicht so als Standard einstellen kannst. Ich habe aber da nicht so super viele Emotionen, weil ich mir denke, dass das so, das ist ja eigentlich eine Petitesse und, glaube ich, eigentlich ein Feature, das schon ein bisschen nischiger ist. Also, ich glaube, die meisten Menschen wollen die algorithmischen Handeln. These.

29:44 Dennis Horn

Also, wenn du die Leute in einer algorithmischen Umgebung empfängst. Und ihnen nie von vornherein die Wahl lässt, kann ich dir das nicht so sagen. Und es ist ja auch in Ordnung, wenn die das so wollen. Also, das ist ja völlig in Ordnung, aber Warum denen, die es anders wollen, diese Wahlmöglichkeit vorenthalten.

30:08 Gavin Karlmeier

Verstehe ich. Ja, ich glaube, du hast, glaube ich, recht. Ja, vielleicht, jetzt hast du mich auch wütend gemacht. Passt auch ganz gut zum kleinen Abschluss. Also wir haben ja öfter ja über so Micropayment-Modelle gesprochen, vor allem in dem Zusammenhang mit den. Add Revenue Sharings von Twitter. Blendle, über die haben wir öfter gesprochen, das ist der Service, bei dem du einzelne Artikel aus Zeitschriften, Zeitungen und Magazinen kaufen kannst. Die stellen in Deutschland Betrieb zum 3. September ein. und empfehlen daher das Restguthaben bis dahin aufzubrauchen.

30:42 Dennis Horn

Ja, da trauere ich sehr drum.

30:44 Gavin Karlmeier

Ja, ich auch. Ja, fang du mal an.

30:48 Dennis Horn

Naja, also es ist ja, das ist ja eine ongoing Discussion. Also, viele Nutzerinnen und Nutzer sagen: Die Abo-Modelle der Verlage sind uns zu teuer. Und ich habe immer Blendel gesagt. Vielleicht ist es auch richtig. Ich sag Blendel klingt cooler nach Silicon Valley Sprech. Blendel war die Lösung einfach dafür. Ja, und es hat jetzt nochmal kürzlich eine Studie der ich glaube, Landesanstalt für Medien in Nordrhein-Westfalen hat auch noch mal gezeigt Also es bräuchte eigentlich so ein Spotify für Journalismus. Und das ist aber schwierig geframed, weil mit Spotify direkt Dinge Verbunden werden, nämlich irgendwie so ein Player, der dann die Verlage auch noch ausnimmt und so weiter. Dabei könnten das ja auch die Verlage selbst machen und herstellen. Aber das Ding ist, dass die sehen, sie verdienen am Ende besser und ertragreicher. Klammer auf, ich finde, das ist denen ja auch zu wünschen. Also, wir brauchen gut finanzierten und ausgestatteten Journalismus. Wenn die eben diese Abo-Modelle anbieten, wie Spiegel Plus oder Zeitplus oder was auch immer das sein mag, das funktioniert sehr viel besser. Für die Verlage. Und ist ja jetzt bei vielen auch schon so einträglich, dass sie dann doch auch wieder schwarze Zahlen schreiben, auch wenn das so die Verluste im Abo-Geschäft Print nicht auffängt. So Und gleichzeitig gibt es aber ja die Erwartungen der Nutzerinnen und Nutzer und das, was sie gerne nutzen wollen würden. wo sie Geld ausgeben würden, wenn die Möglichkeit bestünde, so einzelne Artikel eben zu kaufen. Und diese Möglichkeit gibt es nicht. Da sagen dann viele aus der Verlagsbranche immer ja dann. Meld dich doch für so ein Probe-Abo bei uns an, das kostet auch nur einen Euro, kannst dich direkt wieder abmelden. Aber wer einmal bei den bei vielen dieser Verlage so einen Abmeldeprozess, ich war das bei der Süddeutschen Zeitung, ich bin so wütend geworden. Weil dieser Abmeldeprozess natürlich dort nicht so einfach funktioniert wie der Anmeldeprozess. Ich fand das war richtig Arschig, so, um kein Wort zu nutzen, das hier irgendwie justiziabel ist. Und Da war Blendl einfach die Lösung.

33:12 Speaker 4

Das war blendelnd, fand ich diese Software.

33:19 Dennis Horn

Und da traue ich schon drum.

33:21 Gavin Karlmeier

Ja, also vor allem weil das eben genau, also ich hab in allem Zustimmung, eins nur, also diese die Illusion zu sagen, du kannst uns nur ganz oder gar nicht abonnieren und dann auf Monatsbasis und dann zu einem zweistelligen Betrag und damit für unseren Journalismus genauso viel zahlen wie für. Wie du für Netflix beispielsweise zahlst. Ich verstehe, dass das natürlich der Anspruch ist. Und wie du auch gesagt hast, guter Journalismus muss gut bezahlt sein, definitiv. Da bin ich ja auch deiner Meinung. Aber kaum jemand kann es sich ja leisten, fünf, sechs, sieben solcher Angebote zu nutzen, was im Umkehrschluss bedeutet, dass du einzelne Texte, die du gerne lesen würdest, Immer nur auf illegale Art und Weise dich zuspielen lassen wollen. Und das kann sich sowohl der Verlag nicht wünschen, als auch die Journalistinnen, dessen Texte man über irgendwelche komischen PDF-Wege nur liest. Also, das ist so unbefriedigend für alle und all das hat Blende eben ganz gut gelöst. Und es ist so schade, dass das gescheitert ist, weil das eben zeigt, offenbar funktioniert das so nicht.

34:24 Dennis Horn

Ja, ich meine, es waren ja auch zuletzt dann nicht mehr alle dabei. Genau. um dann wahrscheinlich ihr eigenes Abo-Modell zu stützen. Ich tatsächlich finde es aus dieser Nutzerperspektive einen Verlust, aber vielleicht müssen wir uns damit abfinden, dass einfach die strategische, marktstrategische Betrachtung der Verlage da nicht so ganz deckungsgleich ist mit der Erwartung der Nutzerinnen und Nutzer.

34:48 Gavin Karlmeier

Ja, ist so ein bisschen aber auch so eine altmodische Arroganz, die dem zugrunde liegt zu sagen. Also wir sind gesamt toll. Schade. Na gut, bevor wir jetzt hier gesamtmedienpessimistisch werden, das heben wir uns für morgen auf.

35:03 Speaker 4

Machen wir den Ex-Haken dran. Haken dran. Bismarck. So ein kurzer Exkurs heute wieder. Bis morgen.