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Folge 178 · 4. August 2023 · 39 Min.

Microblogging unter dem Brennglas

mit Dennis Horn

Was will Elon Musk von Apple und wieso muss er dafür mit Tim Cook spazieren gehen? Wir fragen uns: WAS GEHT DA? (Keine Sorge, wir beantworten es auch!). Es gibt heute Ermahnungen, Rezensionen und Emotionen. Na klar!

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:05 Gavin Karlmeier

Grüß dich Gavin. Hallo Dennis. Worüber ich am meisten gelacht habe in den letzten 24 Stunden. Das kannte ich noch nicht. Es gibt einen Twitter-Account, einen X-Account, der heißt Best of Dying Twitter. Und die haben ein Thread, wo sie sämtliche Elon Musk Postings zusammenfassen. wo er auf andere antwortet, die ihn zitiert haben. Und das klingt jetzt sehr abstrakt, aber ich möchte es mal kurz erklären. Da schreibt also jemand Elon Musk Doppelpunkt und dann irgendeine Aussage, die er irgendwo mal getätigt hat. Und er antwortet dann darunter exactly. Oder so. Oder right. Als hätte er nicht gecheckt, dass es seine eigenen Zitate von ihm sind. Es ist großartig. Also, wenn ihr da mal reingucken wollt, Best of Dying Twitter, generell ein schöner Account bei X, und sucht mal diesen Thread und die Postings daraus. Das macht ganz großen Spaß.

01:02 Dennis Horn

Ja, ich liebe das. Weil ich auch das Gefühl habe, also das ist genau das Gegenstück zu Titta Daily News, jetzt Ex Daily, weil da so viele Hähme und Verachtung mitschwingt. Aber gleichzeitig auch die Liebe zu diesem Netzwerk.

01:18 Gavin Karlmeier

Das ist unser Podcast als Twitter-Account auf Internet. Kann man super machen. Heute unser Thema, wie läuft es eigentlich mit der Umbenennung zu X und wir klappern mal nacheinander ab, was die Leute davon so halten. Beginn mit den Nutzerinnen und Nutzern und den App Store-Rezensionen.

01:40 Dennis Horn

Ja, das ist toll. Also, das hat jemand entdeckt, dass im amerikanischen App Store so eigentlich reihenweise Ein-Sterne-Rezensionen abgegeben werden mit so So Worten wie Don't like the Rebranding oder Not Attractive Earlier Bird Logo is good. Und dann habe ich geguckt, wie ist denn das in Deutschland? Also wenn du in Deutschland in den App Store gehst und dir die Rezensionen anschaust für X Die sind erstmal algorithmisch sortiert. Und der erste Treffer, den man dann hat, ist von jemandem, der den Namen Free Speech for Everyone trägt Und die Rezension ist benannt mit Twitter die beste Plattform der Welt. Ich habe sie runtergeladen, nachdem Elon Musk die Plattform gekauft hat. Da braucht man gar nicht weiterlesen. Also es sind schon gute 4-5-Sterne-Bewertungen, teilweise sind die aber auch zehn Jahre alt. Also da wird halt wirklich sortiert. Wenn man aber auf neueste Bewertungen geht. Neustet zuerst kommen nur so Sachen wie Waste of Time, überflüssig, dreistes Verhalten eines Ego-Manen, geht den Bach runter, we want Twitter back. Bro, was machst du so? Ich chille auf X, Eier auf XXX, 9 auf X, was denn das? Props on the real King. Also ist halt großartig. Das macht so viel Spaß, das neue Design stinkt. Also wenn ihr mal Zeit habt, macht mal einen kleinen Ausflug in den App Store und guckt euch mal an, was die Leute so geschrieben haben. Sorry, wrong owner.

03:01 Gavin Karlmeier

Auch gut.

03:02 Dennis Horn

Leo schreibt eins noch, Leo schreibt nur cringe.

03:07 Gavin Karlmeier

Waste of time ist, glaube ich, das Gegenteil von Unregretted User Minutes. Würde ich auch so einschätzen, definitiv. Ja, gut. Wem gefällt die ganze Nummer, die da gerade passiert? Auch nicht den Vermarktern. Es gibt ein sehr schönes Stück bei Digiday, die mit einer Reihe von Vermarktungsfirmen gesprochen haben, um mal so ein bisschen zusammenzufassen, was deren Probleme eigentlich sind mit diesem Rebranding. Und ich ziehe hier mal ein paar Zitate aus diesem Artikel raus. Brian Chevalier Jordan ist CMO, Chief Marketing Officer. Bei National Business Capital, also sind alle US-Unternehmen selbstverständlich, oder BC Das ist nicht NBC übrigens. Und die planen eine große Social Media Kampagne und dieser jüngste, also Digiday schreibt dieser jüngste Schritt zur Umbenennung hat ihn nicht gerade dazu bewogen, mit der Plattform zu werben. Also er sagt, ich bin besorgt, dass Elon Musk weiter willkürliche Änderungen an der Plattform vornehmen wird, die entweder die Gelegenheitsnutzer des Dienstes verprellen, Die in der Regel die Zielgruppe meines Unternehmens sind oder die Werbetools ändern, die es uns ermöglichen, die Nutzer gezielt anzusprechen. Wenn die abwandern, sinkt Der Nutzen der Plattform, bla, das ist klar soweit. Die Geschwindigkeit ist vor allem das Problem. Also der sagt, normalerweise werden solche Änderungen schrittweise eingeführt und dann können Vermarkter und Nutzerinnen und Nutzer Sich darauf einstellen und anpassen. Und das war diesmal nicht der Fall. Dann haben wir hier James Greenfield, der hat eine Marketingagentur, Koto Studio. Der sagt, was alle von Twitter wollen, ist Konsistenz. Und das ist alles andere als das. Alle Marken und Namensänderungen müssen sorgfältig und kontrolliert durchgeführt werden. Aber im Moment bedeutet das nur mehr Chaos. Und dann ist da Theresa Litzer, die ist Marketingstrategin, die hat da nochmal ein bisschen näher ausgeführt, was das eigentlich bedeutet. Also das macht es schwer vorauszuplanen. Und Marketingmaterial zu erstellen. Ich muss zum Beispiel alle Assets auf der Website und Grafiken mit dem Twitter-Logo und alle Texte dazu erstellen. Das heißt, die Senior Find and Replace Solutionists, die brauchen so die Marketing-Agenturen dann auch. Die müssen ja auch, und Unternehmen und so weiter, das muss ja überall ersetzt werden, damit das überhaupt noch funktioniert und Nutzerinnen und Nutzer das was man dort macht, verstehen. Und sie sagt, es ist besorgniserregend, dass wir nicht wissen, wie sich das Ganze weiterentwickeln wird. ob es überhaupt wieder zu Twitter zurückkehren könnte oder ob die Plattform aufhört zu existieren. Und all diese Fragen machen es jetzt schwer, der bestehenden oder auch neuen Marke jetzt auch so perspektivisch zu vertrauen. Das ist nicht gerade ein Signal dafür, wenn ich das so höre, dass Unternehmen langfristig mit dieser Plattform planen. Also DJ Day schreibt noch, Elon Musk hat ja zugegeben, die Werbeeinnahmen sind um 50 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig sind viele Vermarkte auf die Plattformen zurückgekehrt. Was damit bedeutet, dass sie nicht einmal halb so viel ausgeben wie früher. Das Vertrauen ist einfach nicht da.

06:20 Dennis Horn

Ja, und ich finde, das zeigt ein ganz klares Bild. einer absoluten Fehleinschätzung von dem, was die Leute wollen auf Seiten des Managements bei X. Also diese, wir müssen reagieren. Und deswegen noch mehr Funktionen schneller an den Start bringen, weil ja so eine Losung, die Elon Musk ausgegeben hat, ist absolut die falsche Entscheidung, wenn eigentlich jetzt ein völlig einhellige Meinung von allen ExpertInnen werbenden Analysten kommt, die lautet, wir wollen Konsistenz, wir wollen Beständigkeit, wir wollen Verlässlichkeit, wir wollen eine Plattform haben. bei der wir wissen, wo wir eigentlich gerade werben. Das passt überhaupt nicht zu so einem dauerhaften Break Things, was so die Elon Musk-Regel gerade ja im Unternehmen ist. Und ich könnte mir vorstellen, dass, wenn das so weitergeht und wir den nächsten großen Schritt in der Wandlung von Ex erleben, also den Weg von einem Microblogging-Netzwerk zur alles-App, dass dieser Weg nur über die Leichen von Werbetreibenden geht. Also metaphorisch gesprochen, natürlich. Also, und das ist ja fatal. Weil du hättest du sie früh genug an die Hand genommen, mitgenommen, kreative Werbeformen dir überlegt und vor allem dieses ganze Chaos verhindert. was ein gutes Management in so einem Umbau vermutlich sogar auch irgendwie hingekriegt hätte, dann hättest du das alles verhindern können. Diese ganzen, das ist alles schlechte Presse, worüber wir hier gerade sprechen. Für so ein Unternehmen. Und wer Ex an der Börse, ehrlicherweise, ist, wer komplett in den Keller gerauschen in den letzten Wochen.

07:52 Gavin Karlmeier

Ich frage mich, ob das der Grund dafür ist, dass Linda Jaccarino einen Beitrag verfasst hat im offiziellen Firmenblog von X. Der ist zwei Absätze und eine Liste lang. Und deswegen haben wir die Zeit, dass ich ihn mal kurz vorlese. Bis auf die Liste. Die umschreiben wir nur grob. Da habe ich aber zwei Highlights. Ja, okay. Ich bin gespannt. Du lieferst die Highlights, ich die Lowlights und zwar die beiden Absätze von ihr. Das Innovationstempo, mit dem wir die Zukunft von X gestalten, schreibt sie, spricht für sich selbst. Wenn wir dies in neun Monaten erreichen können, dann können Sie sich vorstellen, was wir im nächsten Jahr erreichen werden. An alle Teams und Partner, die jeden Tag daran arbeiten, danke. An unsere leidenschaftliche wachsende Gemeinschaft von Filmfans, Sportbegeisterten, technologischen Vorreitern und der ganzen Welt. Die Zukunft von X gehört Ihnen. Zeigen Sie sich von Ihrer besten Seite, Blacia Glory. So, und darunter eine Liste aller Features.

08:54 Dennis Horn

Hat Blacio Glory das liebe Grüße jetzt schon komplett verdrängt im Unternehmen eigentlich?

08:58 Gavin Karlmeier

Aber man schreibt dann wie LG schreibt man BYG.

09:03 Dennis Horn

Ich wette hundertprozentig, dass Linda Iacorino ihre E-Mails mit Blaze the Glory unterschreibt. Einfach nur, weil sie glaubt, dass es irgendwie was Geistreiches ist, was diese jungen Leute und damit meint sie Elon Musk halt jetzt so sagen. Was sind die Highlights aus dieser Liste? Also lasst uns erst jetzt eine Liste umschreiben. Also, die ist unterteilt in Monate. Und das sind so die großen Meilensteine auf dem Weg von Twitter zu X. Übrigens lustig, dass in dem Atemzug auch diverse EntwicklerInnen geceatet haben, gepostet haben. Das waren so aufregende neun Monate. Ich bedanke mich bei allen, wo man so das Gefühl bekommt, also hier ist noch niemand gestorben und vermutlich habt ihr euren Job auch nicht verloren. warum diesen dieses Pathos nach dem völlig willkürlichen. Der Pathos oder das Pathos? Die Pathos. Die Pathos. Warum diese Pathos? Nach neun Monaten, nach einem völlig willkürlichen Zeitraum. Aber lass uns nicht über Zufallszahlen sprechen, weil das ist ja eh hier Standard. Na, jedenfalls ist das so in Monate unterteilt und es fängt so an mit Legacy Verification Turned into a Subscription Model. Als erster Meilenstein auf dem Weg zu X. Dann 9. 11. 2022 Elon Shares a Bold Vision for X. Wo einfach auch nur Elon steht. Also als wäre das unser Gott. Weißt du? So wird das hier, dieser Personenkult wird hier sehr aufrechtgehalten. Und dann sind da so Punkte bei wie Community Notes-Feature ausgerollt, völlig nachvollziehbar, ViewCount-Feature ausgerollt. Ist okay, wenn ihr glaubt, dass es wichtig ist für den Weg. schreib das auf, das ist ja alles Unternehmenskommunikation. Dann kommt aber plötzlich, und da brauche ich ein bisschen deine Hilfe, weil das verstehe ich nicht Also wir gehen mal in den Juni 2023 und dann hast du hier so, Feature Upgrade erlaubt jetzt Gruppendirektnachrichten bis zu 100 Leute. Früher waren es 50. Oder Longform-Posts kann man jetzt bis 25. 000 Zeichen schreiben. Und dann steht er 26. , 27. Juni, Apple TV Plus postet komplette erste Folge von Silo on Twitter. Und da denke ich, warum ist das denn jetzt wichtig für den Weg dieser Plattform? Also, ich glaube, dass dieser eine Punkt, der da drauf steht. Ein Link darauf ist, warum diese Liste nach neun Monaten kommt, weil ich glaube, die neun Monate sind willkürlich, sondern der Zeitpunkt ist so wichtig. Ich weiß aber noch nicht ganz genau, was das bedeutet. Also, ich könnte mir vorstellen, dass die Zahl der Werbetreibenden weiter zurückgegangen ist, und zwar in einem massiven Ausmaß. dass diese Stimmen, über die wir gerade gesprochen haben, auch schon früher an die Leute von X herangetragen wurde. Also dass es irgendeinen kommunikativen Grund gibt, Sich jetzt hier nochmal so aufzustellen, um zu zeigen, wir haben viel geschafft, wir sind wichtig und das, was wir tun, folgt einer Strategie, wir sind gar nicht so chaotisch. Weil anders kann ich mir nicht erklären, warum man diese Liste schreibt und dann so Punkte da reinsetzt wie Apple hat mal eine Folge hier hochgeladen, weil das war nicht mal nicht mal ein Werbeformat, sondern es war, also klar, sie haben die Möglichkeit gehabt, 45 Minuten Video hochzuladen. Aber ansonsten war das eigentlich nur organischer Content.

12:00 Gavin Karlmeier

Die einfachste, naheliegendste Antwort ist ja, dass die Verluste bei den Einnahmen, bei den Werbebuchen, dass das alles so heftig ist.

12:10 Dennis Horn

Ja.

12:11 Gavin Karlmeier

dass da irgendwas passieren muss und dass das jetzt ein Schritt dafür ist Warum da jetzt Apple drinsteht, keine Ahnung. Ich frage mich, ob das so eine Pass pro Toto-Nummer ist. Sie spricht ja in diesen beiden Absätzen davor an eine wachsende Gemeinschaft auch von Filmfans. Und dann haben wir diese Video-Download-Funktion, dann haben wir diesen generellen Gedanken-Pivit to Video auch bei X jetzt Ob das einfach so eine da mit reingenommen wurde, weil das die etwas neue Ausrichtung demonstrieren soll. Das wäre so mein erster Gedanke.

12:49 Dennis Horn

Ja, das oder eben um zu zeigen, schaut mal, was für große, tolle Werbepartner wir haben, denen Family-Friendly auch wichtig ist und das funktioniert bei uns ja auch Brand Safety und so. Also ich finde, dass die, dass wir, das ist so ein bisschen wie politische Kommunikation. Um das ist zwar an uns adressiert, aber wir sind nicht Adressat dieses Textes, sondern eigentlich soll eine ganz andere Botschaft an andere Leute damit erzählt werden. Finde ich super spannend.

13:15 Gavin Karlmeier

Ja, das finde ich nachvollziehbar. Ich hatte noch einen anderen Gedanken. Sie schreibt ja dieses, wenn wir das alles in neun Monaten erreichen können, dann glaubt doch gar nicht mal, was da noch in einem Jahr passieren kann, im kommenden Jahr. Und Da habe ich so gedacht, naja, ein bisschen einfach hier die Früchte vom Baum gezogen, weil diese Dinge, die in den neun Monaten passiert sind, basierten ja großteils auf Dingen, die in der Schublade lagen. Da haben wir ja öfter schon drüber gesprochen. Deswegen Ich bin mir gar nicht mal so sicher, dass das nächste Jahr dann so erfolgreich sein wird in der Taktung dieser neuen Funktionen.

13:48 Dennis Horn

Und ich will dir hundertprozentig zustimmen, weswegen ich gestern, als dieser Blogartikel hier veröffentlicht wurde, mir den direkt mal als PDF gespeichert habe. Und vielleicht setzen wir jetzt mal ein Reminder für in einem Jahr und vergleichen dann nochmal A, ob so eine Liste nochmal veröffentlicht wird. Und B, ob die, selbst wenn sie länger ist, die einzelnen Punkte in ihrer Wucht vergleichbar sind mit denen hier.

14:11 Gavin Karlmeier

Hast du da gerade gesagt, es gibt uns in einem Jahr noch? Ist das jetzt Diable, was du da gemacht hast?

14:19 Dennis Horn

Ich habe gestern auch gesagt, wir sind ja niemals endende Podcast.

14:22 Gavin Karlmeier

Achso, also Hackis können jetzt unsere Existenz anklagen. Oh ja, tatsächlich, du meinst, wie wenn man so in so wenn man Nein, lassen wir das. Wir bleiben bei Apple. Wir bleiben bei Apple. Also über Apple müssen wir jetzt näher sprechen. Vielleicht hat auch das irgendwie eine Bewandtnis. Das ist ja ein noch schwelender Konflikt, diese 30%, die Apple als Provision nimmt für alles, was im App Store so verkauft wird. Und Elon Musk tut sich in diesem Thema jetzt wieder um. Und das hat einen bestimmten Grund. Er hat geschrieben, er will mit Tim Cook sprechen, um zu sehen, ob diese 30% Provision Ob man das nicht anpassen kann. Und es geht jetzt nicht mehr um die Höhe, sondern Elon Musk möchte, dass Apple Bei den Subscriptions, ne? Also ich abonniere einen Kanal, einen Account, nochmal mit dessen Sonderinhalten. Das hieß vorher mal Super Follow, ja, so. Und dann gibt es diese Subscription-Tweets, die sozusagen nochmal hinter einer Paywall Liegen. So. Und auch wenn ich jetzt einen Nutzer abonniere, wird dafür Geld fällig. So, und auch auf dieses Geld. Wird 30 Prozent berechnet. Das Ding ist ja nur, dass dieses Geld, das da gewechselt wird, ja nicht komplett an Twitter geht oder an X geht, sondern das geht ja an die Creator. Auch so. Und Elon Musk möchte, dass Apple nur 30% auf den Teil der Auszahlung nimmt, der von X einbehalten wird. Und nicht auf den Teil der Auszahlung, der an die Creator geht. Verstanden soweit? Ja, voll. So. Also X selbst möchte auch die Art und Weise ändern, was so Creator Anteile angeht. Zehn Prozent der Abo-Einnahmen waren es bisher, nach zwölf Monaten. Und in Twitter in Zukunft wird ex nur noch 10% einbehalten, sobald die Auszahlungen 100. 000 Dollar übersteigen. Das heißt, es gibt so einen Sockelbetrag, der komplett bei den Creatern bleibt. Ähm vielleicht, ich weiß nicht, woran es liegt, um es attraktiver zu machen, oder um sozusagen Apple als Battery zu und sich selbst als Good Cop hinzustellen. Bei Apple auf jeden Fall ist jetzt das wieder Thema und Elon Musk möchte mit Tim Cook darüber sprechen.

17:04 Dennis Horn

Ja, ich finde diese Bad Cop-Theorie schlau. Also wir haben ja schon mal darüber gesprochen, dass Elon Musk. . sogar Schulterschluss mit Jack Dorsey gesucht hat, beziehungsweise ehrlicherweise nur umgekehrt im Kampf gegen Apple. Es gibt so eine Einheit, bestehend aus Spotify. Epic, eben Jack Dorsey und Elon Musk, die alle schon länger auf Kriegsfuß mit diesen Viehs sind, die Apple erhebt, über Zahlungen, die über die App passieren, also in-App-Käufe sozusagen. Ich verstehe aber einen Punkt nicht und vielleicht kannst du mir das erklären. Wenn ich dir bei PayPal Geld schicke oder Geld überweise über meine Sparkassen-App. dann geht der auch kein Geld über, geht auch kein Geld an Apple über, weil ich das ja nicht als Innen-App-Kauf löse. Warum entscheidet sich X nicht grundsätzlich dafür, Das voneinander zu entkoppeln. Weil ich verstehe, dass wenn du das Abonnementmodelle, ähm die du in der App abschließt, über das In-App-Kaufsystem geregelt werden müssen, weil das eine Maßgabe des App Stores ist. Also wenn ich Exblue heißt es so? Ex, wie heißt es denn jetzt? Verified. X-Blue.

18:15 Gavin Karlmeier

Guck mal, ich komme so durcheinander mit diesem ganzen Namen inzwischen. Spricht für ein gut aufgebautes Marketing, äh, eine gut aufgebaute Markenwelt, die Ex da geschafft hat.

18:26 Dennis Horn

Wenn die beiden Typen, die sich jeden Tag über eine Stunde mit deinem Thema beschäftigen, ist ja unmarklich. Ja, ist so. Ex-Blue. Twitter Blue. Wenn ich das abonniere, dann muss ich das über den App, wenn ich das in der App machen möchte, muss ich das über das App Store eigene Bezahlmodell tun. Soweit, so gut. Schicke ich jetzt aber direkt Geld an andere wird ja X auch gleichzeitig zu dem Bezahldienstleister, wie PayPal oder die Sparkasse. Und für diesen Fall kann ich doch vermutlich. . ohnehin diese Regelung umgehen, das heißt ein eigenes Modell einführen. . Dass sie das aber ja nicht tun, könnte entweder daran liegen, dass das einfach noch nicht programmiert ist, Maybe. Oder eben um hier diese, wie du sagst, diese Bettkop-Theorie noch ein bisschen schärfer zu spinnen.

19:15 Gavin Karlmeier

Also ich glaube, es gibt einfach zwei erstmal ganz unterschiedliche Vorgänge, wie Geld den Eigentümer wechseln kann. Ja. Also das eine sind Bankensysteme oder Kontenmodelle, wo auch PayPal dann dazugehört. Und da nimmt Apple keine Provisionen. Weil ich nicht über die Apple-Infrastruktur das Geld verschicke. Genau, sondern das ist innerhalb der Infrastruktur dieser Apps. Genau. Und jetzt bei Twitter, lässt sich denn so ein Subscription-Modell überhaupt schaffen, in dem das Geld nicht über die Infrastruktur von Apple den Besitzer wechselt?

20:00 Dennis Horn

Naja, ich glaube, man muss das ein bisschen im großen Bild sehen, weil X wäre ja gerne eine App, in der ich Menschengeld schicke.

20:08 Gavin Karlmeier

Ah.

20:09 Dennis Horn

Weißt du, also früher oder später will man diese Infrastruktur ja sein. Ja. Dass man sich da jetzt nicht drauf fokussiert gerade, sondern stattdessen so Dinge einführt wie downloadbare Videos, meinetwegen, aber das zeigt doch ein bisschen, dass hier gerade tatsächlich eher diese Badcop-Theorie stimmen könnte.

20:27 Gavin Karlmeier

Ja, also dann würde ich sagen, wenn, also der Weg müsste dann für Exia sein, dass man innerhalb der App ein Konto hat. Ja, genau. Dieses Konto muss ich über irgendeinen Weg aufladen. Wenn ich das über die Apple-Infrastruktur auflade, kriegt Apple Provisionen. Wenn ich Geld auf dieses Konto über einen anderen Weg überweise, dann geht das an Apple vorbei. Und wenn es dann einmal aufgeladen ist, also ich zehn Einheiten von, sagen wir mal, es gäbe so etwas wie ein So etwas wie ein Twitter-Coin oder so. Wenn ich dann zehn Einheiten davon besitze, dann könnte ich innerhalb der App das hin und her schieben, auch für Subscriptions, ohne dass Apple davon was sieht. So, das müsste der Weg sein.

21:08 Dennis Horn

Ja, genau. Ja. Weil es gibt ja durchaus auch Wege, in denen ich ein Abonnement abschließe. Also das ist ja. Jetzt fangen wir hier an zu mutmaßen. Aber das Subscription-Modell ist ja auch eine Form von Abonnement. Aber ein Abonnement, das ich eben nicht mit dem App. A-Dienstleister abschließe oder bei ihm abschließe, wie das jetzt in dem Fall von Spotify der Fall wäre, oder Netflix sondern eben direkt bei einem Menschen, so wie ich in Patreon oder bei Onlyfans direkt bei jemandem etwas abonniere. Ja, also wenn ich mal ganz ehrlich bin, finde ich die Überlegung, die Elon Musk hier anstellt, tatsächlich legitim zu sagen, warum behält Apple da auch 30% ein, solange es aber über deren Infrastruktur geht. ist es offensichtlich, dass sie diese 30% einhalten. Also die Frage ist, muss, das ist die eigentliche Kernfrage, da kommen wir jetzt, wir schließen den Kreis, die Kernfrage ist, muss X die Apple-Infrastruktur nutzen, um Subscription-Modelle von Nutzer zu Nutzer? Zu verkaufen oder kann das auch über direkte Wege passieren?

22:18 Gavin Karlmeier

Ich würde sagen, aktuell, also muss nicht. Du kannst natürlich auch immer noch per Vorkasse über eine Seebarbuchung.

22:25 Dennis Horn

Aber das wäre bei Exblue zum Beispiel, würde das gegen die App Storegern verstoßen Ah, ja. Genau. Hui, da haben wir jetzt aber, da haben wir jetzt am offenen Herzen recherchiert, quasi.

22:38 Gavin Karlmeier

Und also es ist ja auch nicht so, als würde sich Apple da grundsätzlich sonderlich stringent Verhalten. Also, Apple ist sehr hart gegenüber zum Beispiel Epic Games gewesen mit Fortnite. Aber für andere Anbieter, Netflix, Spotify und so weiter, wurden auch schon Ausnahmen an mancher Stelle gemacht, zum Beispiel damit Nutzerinnen und Nutzer ein Konto überhaupt erstellen können. So, bei dem Dienst, ein Account. So, obwohl selbst ja, also, so, und ähm, also deswegen weiß ich nicht, ob So diese Idee, Elon Musk geht zu Tim Cook und da kommt was raus, nicht doch irgendwie auch was bewirken könnte. Wir erinnern uns an die ersten Tage. Nach der Twitterübernahme, wo die beiden ja auch gesprochen haben und sich dann die Wasser, die Wellen ein bisschen geglättet haben.

23:32 Dennis Horn

Ja, das stimmt. Also ja, ich, diese Ausnahmeregelungen sind aber immer nur so halbgar gewesen. Also ich glaube, Netflix hat es inzwischen komplett verboten, dass du in der App bezahlst, wenn ich mich nicht erinnere. Und bei Spotify werde ich auch in den Browser geschickt, wenn ich das zusammenkriege. Also ich glaube. Ja, also ich bin total gespannt. Offenbar gab es ja auch eine Ausnahmeregelung, um die App jetzt Ex zu nennen. Also Apple scheint ja zumindest nicht komplett zu mauern, wenn Elon Musk klingelt.

23:58 Gavin Karlmeier

Ja. Ja. Wo wir gerade bei Subscriptions sind. Aktuell gibt es bei Twitter, Oliver Alexander hat das recherchiert. Rund 149. 000 Subscriber, die sorgen für einen monatlichen Gesamtumsatz von etwa 670. 000 US-Dollar. 10% behält X ein, das heißt, das sind 67. 000 US-Dollar. Und wenn jetzt Tim Cook dieser Idee von Elon Musk zustimmt, dann Wäre Apples Anteil 20. 100 US-Dollar. Und ist das ein Betrag, um den sich Tim Cook überhaupt kümmert? Also geht der dafür mit Elon Musk einmal kurz im One Infinite Loop eine Runde für solche Beträge?

24:55 Dennis Horn

Nee. Ich glaube, das ist eine rein politische Entscheidung. Also wenn er, weil das Problem ist, wenn er da dem nachgibt und sagt, hey, lass uns das so machen. Dann fängt Apple an, an der eigenen Mauer zu rütteln und dann brückeln erste Steine raus und dann steht ganz schnell auch wieder Epic und Spotify an der Tür und sagen, hey, ja, das macht man das macht man vielleicht lieber in Momenten und bei Unternehmen, wo nicht

25:20 Gavin Karlmeier

So stark die Aufmerksamkeit gerade darauf fokussiert wie unter einem Brennglas. Oliver Alexander hat so schön geschrieben: ich glaube nicht, dass Tim Cook sich wirklich um einen Betrag kümmert, der unter dem Kombucha-Budget von Apple liegt. So, wer sind die fünf Konten, die mit Subscriptions über 100. 000 US-Dollar pro Jahr haben? Soll ich mal raten? Rat mal. Ich glaube, Elon Musk selbst. Elon Musk ist auf Platz eins. Null, sympathisch. Rund 39. 000. Haben da subskribiert und das bringt ihm pro Monat mehr als 150. 000 US-Dollar ein. Glaubst du, dass er das Geld spendet, Dennis?

26:08 Dennis Horn

Ich glaube, dass wir diesen einen Meme-Account, über den wir hier gesprochen haben, die keine eigenen, kein Original Content posten. Wie hieß denn der nochmal?

26:17 Gavin Karlmeier

Also, ich kann dir die anderen nennen. Ich glaube, er ist nicht dabei. Zwei der größten YouTuber der Welt sind dabei.

26:23 Dennis Horn

Also Mr. Beast auf jeden Fall.

26:25 Gavin Karlmeier

Ein Typ, der Marktforschung betreibt, und Oliver Alexander schreibt: einen Drogendealer-Agggregator. Bei dem du dich anmelden musst, um eine Einladung zu seinem Telegram Kanal zu erhalten. So schreibt er das. Dem müssen wir vielleicht mal. Also, das klingt, das ist so ein Moment, wo man eigentlich journalistisch sagt, das ist zu krass. Da recherchieren wir nochmal hinterher. Das machen wir vielleicht mal. So. Und ähm. Dann, achso, gibt es nochmal neue Zahlen von Travis Brown, die nochmal einen genaueren Einblick erlauben. Und da geht, also es ist nochmal ein bisschen höher die Zahl, rund 679. 000 US-Dollar. So, und ähm Mit den aktuellen Zahlen würde das bedeuten, 68. 000 US-Dollar pro Monat würde dieses Subscription-Modell aktuell an Einnahmen für X. generieren. Das ist wirklich, also, das ist nicht so viel, um diese 300 Millionen Zinslast im Quartal zu bedienen.

27:32 Dennis Horn

Das wird nicht reichen, genau. Ich habe das kurz gecheckt, also der Account, ich werde den Namen jetzt nicht nennen, natürlich, man kann das rausfinden, wenn man das möchte. Nennt sich selber in der Bio auf jeden Fall International Concierge. Oder wie in der Kategorie steht Süßwarenladen und du kannst subscribe to join the Telegram. Also ja, das sieht valide aus, ja. Er hat wohl recht. Das ist ja unglaublich.

27:56 Gavin Karlmeier

Auch krasse Incentive-Idee, dieses Subscription-Modell auszutricksen, indem man darüber eine Leistung verkauft, nämlich den Zugang zu so einem Telegram-Kanal.

28:05 Dennis Horn

Ja, das ist so, das kennt man sonst so aus dem Erwachsenen-Content. Dass du für Geld so, also dass du sagst, bezahl mich für 10 Dollar, kommst du in meinen privaten Snapchat-Verteiler. Sowas, ja. Ach toll.

28:19 Gavin Karlmeier

So, wo wir gerade bei unseriösen Dingen sind, ähm Da ist diese Werbung für X-Token, die habe ich auch schon gesehen. Zwischendurch taucht die einfach auf. Von einem verifizierten Account für irgendeinen angeblichen Token, den es aber so wahrscheinlich nicht gibt, sondern mindestens Schneeballsystem, wenn nicht sogar komplett betrug. Müssen wir Token erklären? Ja, also das geht in diese ganze Kryptorichtung, wo Leute dann da irgendwie investieren und denken, später springt mir hier mit digitalen Assets ein Vermögen raus.

28:56 Dennis Horn

Ja, genau.

28:57 Gavin Karlmeier

Und da gibt es verschiedene Coin. Elon Musk ist ja selbst auch so ein Coin-Fan vom Dogecoin, so den er selbst massiv irgendwie gepusht und da investiert hat und auch viel Geld, glaube ich, mitgemacht hat, bevor er das dann wieder verkauft hat. Und hier wirbt irgendein blau behagter Account mit so einem Twitter-X-Token, so, was aber ganz offensichtlich nicht irgendwie In Verbindung mit X steht. Und das ist sehr verrückt. Das ist super krass. Also, sonst sowas überhaupt. Noch nicht mal die eigene Brand safe. Die kümmert diesen Laden.

29:32 Dennis Horn

Wollte ich gerade sagen, genau. Dass es wirklich überhaupt gar keine Grenzen mehr gibt, wie man mit dem eigenen Logo auch umgeht. Also Coca-Cola hat Menschen, die dort arbeiten, die nichts anderes machen, als die Speisekarten von Partnerrestaurants zu checken, ob da ein richtiger Bindestrich und kein Drei geviert Strich gesetzt ist, oder wie er heißt. So heißt der nicht, ne? Oder doch?

29:50 Gavin Karlmeier

Dreige-Viert-Strich, das ist doch diese lange.

29:53 Dennis Horn

Ja, doch, genau. Und Und bei Ex ist es scheißegal, wenn du dein Logo benutzt und damit Geld verdienst, alles egal. Das ist völlig irre. Das ist wirklich krass.

30:03 Gavin Karlmeier

So. Lust auf unsere Lieblingsrubrik? Wir haben ja nur eine. Kick it. Funktionen und Emotionen.

30:15 Dennis Horn

Er heißt übrigens drei Viertel Geviert Strich.

30:17 Gavin Karlmeier

Dreiviertel Geführ, wirklich. Es gibt auch einen vollgeviert Strich, ne, glaube ich.

30:22 Dennis Horn

Ja, der heißt dann nur Geviert Strich.

30:23 Gavin Karlmeier

Und einen halbgeviert Strich.

30:25 Dennis Horn

Exakt. Der Typografie-Podcast.

30:30 Gavin Karlmeier

Strich dran. Seriefen dran, der Typografie-Podcast. So. Das Hinzufügen eines Wasserzeichens steht auf der To-Do-Liste für das Team bei X, nämlich für Videos, damit auch erkennbar ist, wer der ursprüngliche Absender ist.

30:46 Dennis Horn

Und vor allem, also ja, das stimmt, aber vor allem, über welches Netzwerk man das Video runtergeladen hat, ist jetzt meine Ergänzung. Also natürlich wird die öffentliche Kommunikation sein und zum Copyright-Schützen. Aber das ist genau der geile Growth-Hack, den TikTok ja angewendet hat. Nämlich dieses eingebrachten Wasserzeichen am Ende dieses. Ich habe den TikTok-Song, glaube ich, sehr gut nachgemacht. Aber dieser Abbänder am Ende mit dem TikTok-Logo, das ist ja super smart von TikTok, dass sie diese Videos entsprechend bearbeiten. um jedem, der das weiterschickt über WhatsApp, in die Freundes- oder Familiengruppe, allen zu zeigen, Leute, kommt zu TikTok, da gibt es geilen Scheiß. Also ist jetzt nicht deren Idee, aber eine gute.

31:34 Gavin Karlmeier

So, das war's. Ich habe hier noch eine Geschichte vom Deutschen Rat für Public Relations. Und die ist noch ganz interessant. Der Deutsche Rat für Public Relations mahnt Oder er mahnt, ne, es steht mahnt da drum. Schöne. Mahnt ab. Sowohl Biontech als auch das alte Twitter. Und das ist nochmal eine interessante Geschichte. BioNTech hat Twitter nach Auffassung des Deutschen Rates für Public Relations dazu veranlassen wollen. Den Biotech-Account für zwei Tage verstecken zu lassen. Also, die wollten sozusagen absichtliches Shadowbanning. In Erwartung einer Online-Kampagne gegen Impfstoffhersteller. Also, die hatten Angst davor, dass kritische Kommentare und so weiter diesen Account, den Social Media Auftritt unmöglich machen. Und BioNTech stand im Austausch mit Twitter unter anderem in Berlin. Das belegt an E-Mail-Verkehr, schreibt der Deutsche Rat für Public Relations. Biontech selbst sagt, da habe es eine Warnung gegeben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik Mit Blick auf Cybersicherheitsrisiken im Kontext des People's Vaccine Day. Und das BSI hat dort vor ernsthaften Konsequenzen einer Online-Kampagne gewarnt, durch die es zu einer Flut von Kommentaren, Übernahmen von Twitter-Accounts und Erstellung von Fake-Accounts kommen könne. So, was war die Idee dann offenbar von BioNTech? Zum zu Twitter zu gehen und darum zu bitten, den Account zu verstecken. Ob Twitter tatsächlich konkrete Maßnahmen dann eingeleitet hat, das ist nicht bekannt. X gibt keine Stellungnahme ab. Und das BSI auch nicht. Auf welcher Grundlage zum Beispiel, in welchem Umfang Das BSI konkret gewarnt hat. Und trotzdem sagt der Deutsche Rat für Public Relations Dass das von BioNTech nicht in Ordnung ist, sich einer öffentlichen Diskussion zu entziehen.

33:52 Dennis Horn

Irgendwie eine super krasse Geschichte.

33:55 Gavin Karlmeier

Ja, super interessant, ja genau. Also was wir ja wissen, vielleicht noch, also dass im Unternehmen Twitter Ja, auch wirklich diskutiert wurde. Das war ja auch so Teil der der Twitter-Files, ne?

34:07 Dennis Horn

Wie man mit Twitter-Summ heute übrigens, sorry, wie man heute übrigens sagt, X-Files.

34:13 Gavin Karlmeier

Sehr gut. Sehr schön. Ja, ist auch geschützt, der Name. Also, wie man mit solchen Phänomenen umgeht, das wurde bei Twitter intern lebhaft diskutiert. Aber wir wissen halt nicht, was da tatsächlich passiert ist, aber es gibt eben diesen E-Mail-Verkehr, der die Bitte von BioNTech belegt

34:38 Dennis Horn

Ja. Und also wie diese E-Mail da hinkommt, ist ja erstmal die erste Frage. Also ob da jemand Whistle-Gebloat hat oder was da die Geschichte ist. Ich finde aber auch diese. Diese, diese ganze, die also die Idee, überhaupt zu sagen, hey Twitter, mach uns mal unsichtbar für drei Tage oder zwei, finde ich super interessant, weil das so, ich glaube, dass Es steht in keinem Social Media Playbook dieser Welt, dass man sowas erwägen kann. Also ganz, ganz interessant. Also klar, es stimmt, es verstößt gegen gewisse Prinzipien der Transparenz.

35:17 Gavin Karlmeier

Genau, Verstoß gegen das Transparenzgebot des deutschen Kommunikationskodex.

35:25 Dennis Horn

Ich bin aber auch, also ich frage mich aber auch, warum er nicht einfach einen Account auf Privat stellt, wenn du weißt, hier ist so zwei Tage Shitstorm-Alarm. Ja, zum Beispiel, ne? Oder Es einfach aussitzt, wenn du dir denkst, wir können damit nicht umgehen.

35:37 Gavin Karlmeier

Und wie, also, was würde das daran ändern, wenn man jetzt den eigenen Account versteckt, dass andere Fake Accounts aufziehen. Ja, auch nichts. Das macht es sogar nur noch schlimmer, weil dann der echte nicht mehr zu entdecken ist.

35:51 Dennis Horn

Und ich mache noch einen dran. Und wovor genau das BSI gewarnt hat, dadurch, dass der Account auffindbar ist Welches Sicherheitsrisiko dadurch entsteht, wird mir auch nicht ganz klar.

36:01 Gavin Karlmeier

Ja.

36:02 Dennis Horn

Also eine sehr eigenartige Geschichte in jedem Schwert.

36:04 Gavin Karlmeier

Weirde, weirde Geschichte in jedem Fall. Und eine, die im Zweifel nur noch so Impfskeptiker-Narrative stärkt. Ja, voll, 100%. So, müssen wir noch über Reddit reden eigentlich? Nee.

36:20 Dennis Horn

Nee, dann nicht. Ja doch, vielleicht ein Nebensatz einfach nur, dass Reddit Place jetzt geschlossen hat. Das haben sie letztes Mal auch gemacht. Also nochmal zur Erinnerung, Reddit Place war diese Aktion bei der Alle Reddit-NutzerInnen die Möglichkeit hatten, ein Pixel pro fünf Minuten zu setzen. Am Ende ist dann ein Bild daraus entstanden, ich glaube eine Million Pixel großes Bild. Super krass, sah mega aus und die letzte Minute haben sich alle NutzerInnen zusammengetan und fuck's Bess. draufgesetzt, SBS, das ist der Name von Steve Huffman, dem Reddit-CEO, und haben sich damit ganz klar als Community gegen die Unternehmensentscheidungen positioniert, zum Beispiel die API kostenpflichtig zu machen oder Drittanbieter-Apps de facto auszusperren. Und Place ist jetzt geschlossen worden, mit einem kleinen Statement, das aber wirklich so klein war, dass man schon ein bisschen das Gefühl hat, da schwingt schon so eine gewisse Ich glaube, der Fachbegriff dafür ist Angepisstheit mit. Also der Satz in Reddit einfach nur geschrieben hat, ist this community will no longer be open for posting or commenting. Thank you to everyone. Until we meet again. Also, diese Community ist jetzt nicht mehr offen, um hier zu posten oder zu kommentieren. Danke an alle, die mitgemacht haben. Schmallippig nennen sie es. Super schmalippig. Weil also alle anderen großen Unternehmen hätten ja angefangen mit so 600. 000 NutzerInnen haben mitgemacht. Insgesamt habt ihr vier Tage in diesen zwei Tagen an Zeit verbraten. 400 Tage oder man hätte sich überschlagen mit Zahlen, das haben sich hier nicht getan, sondern einfach nur gesagt: so, wir sind jetzt zu. Ciao, danke Und ich glaube, man hat schon so das gerade das Gefühl, Reddit und die eigene Community, die spielen gerade nicht in derselben Mannschaft.

37:58 Gavin Karlmeier

Ja, so kann man das, glaube ich, nennen. Oder ich zitiere Kraftclub, das mit denen und mit mir, das wird in diesem Leben nicht mehr funktionieren. Oh. Ne? So. Miem dran, der Popkultur-Podcast. Wir entlassen euch und uns jetzt ins Wochenende. Ach, stimmt.

38:18 Dennis Horn

Ach, krass.

38:19 Gavin Karlmeier

Und hören uns am Montag wieder. Also, wenn alles so läuft wie immer mit der großen Gassi-Runde.

38:27 Dennis Horn

Ja. Ich habe jetzt schon, während wir hier aufgenommen haben, kam gerade eine neue Funktion.

38:32 Gavin Karlmeier

Ich möchte sie noch kurz einbauen.

38:33 Dennis Horn

Soll ich sie noch kurz einbauen? Warte bitte. Gib mir nochmal das Jingle.

38:37 Gavin Karlmeier

Funktionen und Emotionen.

38:41 Dennis Horn

Du kannst jetzt die, ähm, wer kann auf meinen Tweet antworten, äh, Post antworten? Kannst du jetzt auch auswählen, nur die Subscriber. Also, du kannst das jetzt quasi zum kostenpflichtigen Feature machen, dass Leute auf deine Tweets reagieren.

38:52 Gavin Karlmeier

Keine Emotionen.

38:53 Dennis Horn

Ja, ich auch nicht. Bis Montag.

38:55 Gavin Karlmeier

Bis Montag.