Folge 181 · 9. August 2023 · 42 Min.
Ein Tweet ist ein Tweet ist ein Tweet ist ein X
mit Dennis Horn
Wie heißt es denn jetzt? Die Mutter von X (dem Kind) und On-Off-Freundin des Besitzers von X (dem Unternehmen) hat da eine klare Meinung zu. Wir irgendwie nicht so.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Grüß dich Gavin Hallo Dennis. Hier sind wir wieder, der Podcast für die Free Speech Absolutists, euer Center for Countering Elon Musk. Und im Podcast, in dem wir uns so gern mit Ex und Elon Musk beschäftigen, starten wir heute mit Meta. Was? Was ist denn hier los? Bist du einverstanden? Also ich habe nochmal auf unser Cover geguckt und da steht, haken dran das Social Media Update. Und im Titel steht noch Hakendrin das Twitter-Update. Da müssen wir irgendwann mal eine Einigung finden. Ja, im Zweifelsfall liegt das immer an Seeo. Ja, genau. Sie haben sehr gute Gründe dafür. Meta hat ein bisschen Ärger. Und The Verge schreibt darüber. Übrigens, Autor dieses Artikels bei The Verge ist Simon Hutz. Vom Social Media Watchblog. Liebe Grüße. Sehr gefreut drüber. Liebe Grüße. So, und zwar hat Meta ein Programm für vertrauenswürdige Partner, das Trusted Partner Program. dass Meta selbst einen wichtigen Teil unserer Bemühungen, unsere Richtlinien, Durchsetzungsprozesse und Produkte zu verbessern nennt. Um die Sicherheit der Nutzer auf unseren Plattformen zu gewährleisten. Typisches Metasprech. Und dieses Trusted Partner Program besteht aus 465 NGOs. Das sind zivilgesellschaftliche Gruppen, das sind Menschenrechtsorganisationen und Ist im Grunde so eine Art eigener Kontaktkanal zu Meta, zu Facebook, zu Instagram, um schädliche Inhalte zu melden, die dann angeblich priorisiert behandelt werden. Also so Ähm, Todesdrohungen, konnten die gehackt werden, vielleicht auch so in politischen Zusammenhängen. Anstiftungen zur Gewalt und so weiter und so fort. Man nennt das ja in diesen Content-Moderationsteams dann Eskalation und diese Einsendungen, wenn die von diesen 465 Trusted Partnern dann gemacht werden.
02:21 Dennis Horn
Wenn die auf melden klicken, sozusagen, die werden priorisiert behandelt.
02:26 Gavin Karlmeier
So sagt es Meta. Und einige dieser vertrauenswürdigen Partner, dieser Trusted-Partner sagen jetzt aber: Nee, läuft so gar nicht. Die Medienorganisation Internews, eine gemeinnützige Medienorganisation, meldet das jetzt. Da gibt es einige Trusted Partner, die sagen, nö, eigentlich. Werden wir behandelt wie normale Nutzerinnen und Nutzer? Wir klicken da drauf und warten monatelang auf Antworten. Oder wir werden ignoriert oder wir erleben eine schlechte, unpersönliche Kommunikation. Das ist ja das, was bei Meta fast schon der Klassiker ist. Irgendwie so abgebügelt werden mit irgendwelchen E-Mails, die aber so abstrakt sind, dass ich gar nicht weiß, was sie mir sagen wollen. Und Internews sagt, sie hätten mit 23 Trusted-Partnern gesprochen, wenn ich das so schnell hochrechne. 23 auf 465 sind so 5 Prozent etwa. Im Kopf gerechnet. Im Kopf schnellge, aber auch nur weil die Zahl vier, sechs und zwei, drei mir das sehr einfach macht.
03:35 Dennis Horn
Oder ich habe nicht mal die Erklärung verstanden.
03:38 Gavin Karlmeier
Aber naja. 23 ist die Hälfte von 46.
03:43 Dennis Horn
Ah, stimmt. Ey, ich war mathemäßig immer schwierig.
03:48 Gavin Karlmeier
So, also, die haben mit 23 Trusted-Partnern gesprochen, aus der ganzen Welt, sagen sie, und haben noch eigene Beobachtungen hinzugefügt. Und die meisten dieser Trusted Partner würden eben über ähnliche Erfahrungen sprechen. Es gibt eine Ausnahme. Wenn es um das Thema Ukraine wohl geht, da sei die Reaktionsfähigkeit weit über dem Durchschnitt. Also besonders Trusted Partner aus der Ukraine. Wir können mit einer Antwort rechnen innerhalb von 72 Stunden. Aber in anderen Ländern, Äthiopien zum Beispiel, berichte über den Tigraikrieg mehrere Monate lang unbeantwortet. Krass. Und dieser größere Kontext, der ist jetzt ganz interessant. Es gab ja dieses Facebook-Leak vor zwei Jahren von Francis Horgan, dieser früheren Facebook-Mitarbeiterin. die das im Grunde gezeigt hat, wie wenig sich Meta um den globalen Süden kümmert, also Länder wie Äthiopien, ja, Sri Lanka, Syrien, Marokko, Myanmar. Da gelingt es Extremisten immer wieder, die Plattformen zu nutzen, um zu Gewalt aufzurufen, um Leute anzustacheln. Und Simon Hutz schreibt bei The Verge, dass das Versagen dieses Trusted Partner-Programms Einer der Gründe dafür sein könnte. Und bringt das in Zusammenhang miteinander. Übrigens, dieser Internews-Bericht, der wurde mal in Zusammenarbeit mit Meta auch ins Leben gerufen. Aber dann ist Meta zwei tausend zweiundzwanzig aus der Nummer rausgegangen und sagt, dass die Berichterstattung einer kleinen Gruppe von Partnern oder nur Eine kleine Gruppe von Partnern widerspiegeln und kein vollständiges Bildzeichen. Ja, und wenn man das so liest, denkt man so: Alles klar, die verhalten sich nur wie Feuerwehr. So Konflikte, die gerade im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Da wird ein bisschen mehr drauf gesetzt, aber insgesamt so, ja, das Bild, das wir schon kennen, es arbeiten zu wenige Menschen In den Moderations- und Löschzentren von Meta, die es eigentlich bräuchte, um das sauber durchzuhalten.
06:06 Dennis Horn
Ja, ich finde, man musste auch nochmal so ein bisschen seinen Maßstab gerade ziehen. Also wir reden hier in den letzten Wochen und Monaten immer ja vor allem über ein Unternehmen, in dem halt. . wirklich alles so katastrophal schlecht läuft, dass selbst so ein Programm ja schon undenkbar ist. Also so ein Programm wäre für X oder Twitter nicht denkbar. Wir haben über ähm, Klagen gegen eine, auch eine NGO oder zumindest eine Non-Profit-Organisation gesprochen, die sich gegen digitalen Hass einsetzen, das CCDH, gegen die Elon Musk oder X jetzt gerade ja. einen Gerichtsverfahren anstrebt. Und unter diesen Gesichtspunkten mag das hier alles sich wie Petitessen anfühlen, über die wir hier sprechen. Aber trotzdem, die Meta-Angebote sind halt die größten Zusammentreffungsorte, ne, wie sagt man, Meeting Points? Es lief gerade auf einen schönen. Auf einen schönen, weirden Begriff hinaus. Mach einfach weiter. Zusammentreffungsorte. Also die Meta-Angebote sind die größten Orte, an denen Menschen zusammentreffen, weltweit. Und da ist es halt eben nicht verhandelbar, dass Menschen, die unter besonderem Schutz stehen müssen, diesen auch einfordern können müssen. Also dieses ganze Trusted Partner Program, das fühlt sich an wie so ein nettes entgegenkommen seitens Meta, aber das ist halt unabdingbar, gerade in Ländern, in denen es eben nicht selbstverständlich ist, dass man für seine politische Meinung einstehen kann. oder auch für Humanismus einstehen kann. Deswegen, ähm, man muss da, glaube ich, so ein bisschen auch so aufs Framing achten, das wir dann automatisch auch mit übernehmen, wenn wir es so nennen. Aber am Ende geht es ja darum, dass Leute, die inhaltliche Bedrohung, politische Verfolgung am Ende in öffentlichen Orten erfahren, keinen Schutz erleben durch diese Plattform, auf der sie eigentlich diesen Schutz am meisten benötigen würden.
07:56 Gavin Karlmeier
Und gerade Länder, in die man weiß ich, ich stand, ich glaube 2018 oder 2019 war das. Stand ich vor also im Facebook-Hauptquartier da in Silicon Valley und hab so gedacht, ja, also Wenn du hier stehst, ne? Und also Europa ist hier schon sehr weit weg. Also man hat man hat das irgendwie gespürt. So, also dieses Diesen sehr starken amerikanischen Fokus. Und Europa ist trotzdem von den USA aus gesehen ja noch irgendwie als auch westliches Land mit im Mittelpunkt der Debatte. Aber solche Organisationen, die das melden, was in anderen Ländern passiert, deren Konflikte, politischen Debatten und so weiter, man in westlichen Ländern selten auf dem Schirm hat. Das ist eigentlich essentiell. 100 Prozent.
08:56 Dennis Horn
Also und ich musste eben auch, als du das erzählt hast, oh, jetzt habe ich hier meinen Kopfhörer rausgerissen. Jetzt bin ich wieder da. Oh Gott, sorry. Als du es eben erzählt, dass musste ich genau an diesen Francis Hogan-League eben auch denken und diesen stiefmütterlichen Umgang mit Ländern, die eben in der. . auf der öffentlichen Bühne nicht so arg stattfinden in westlichen Ländern wie eben andere. . Und dann schaut man sich eben auch so, es gibt so Untersuchungen und Studien, wie eigentlich die journalistische Abbildung in afrikanischen Staaten zum Beispiel auch aussieht, wie viele Büros es eigentlich in Afrika gibt und wie viele Büros es allein in den Vereinigten Staaten gibt, wie eigentlich der Umgang damit ist auf wie viele Menschen, auf wie viele EinwohnerInnen kommt eigentlich ein Journalist, eine Journalistin westlicher Medien in den jeweiligen Regionen. Und da gibt es ein super krasses Ungleichgewicht und da reden wir jetzt gerade über mediale Berichterstattung, die zwar privat geführt ist, die aber Naja, nee, ich drehe es andersrum, die zwar, ähm, die zwar wichtig ist, aber immer noch 100% in einer privaten Hand liegt, die auch Ermessenssachen zugrunde liegt. Jetzt haben wir aber mit Facebook und mit Meta zwar auch ein in privater Hand liegendes Unternehmen, das aber gleichzeitig kritische Infrastruktur zur Verfügung stellt. Das heißt. Wir sind da eigentlich längst nicht mehr im Ermessensbereich oder im gefühlten Bereichen, sondern de facto muss da entsprechend aufgestockt werden. um eben auch in solchen Regionen, in solchen Ländern dem entgegenzukommen. Also ich muss immer wieder an diesen Satz denken, den du irgendwo mal ausgegraben hast. Content-Moderation skaliert nicht. Und das gilt eben nicht nur für Hassrede, für Bots, für Inhalte, die nicht auf eine Plattform gehören, sondern eben auf der anderen Seite auch, wie eigentlich der Support mit den Menschen aussieht. Wir könnten mit der Entage reden, merke ich.
10:51 Gavin Karlmeier
Ja, du, aber ich, also wir wollen ja nicht Meta noch mehr Ärger bereiten, indem sie es jetzt noch mit uns zu tun bekommen. Bisschen mehr Ärger hat Meta in Norwegen Norwegen hat eine Geldstrafe von einem einer Million Kronen gegen Meter verhängt. Das sind rund 89. 000 Euro, was dann wieder nicht so viel klingt, allerdings werden die pro Tag fällig. Oh. Und zwar ab dem kommenden Montag. Das teilt die Datenschutzbehörde in Norwegen mit. Reuters schreibt darüber. Und die Datenschutzbehörde sagt, Meta darf bei uns keine Nutzerdaten sammeln, wie zum Beispiel den Standort und das dann für gezielte Werbungen verwenden. Das ist die verhaltensorientierte Werbung. Spannend. Du bist in Oslo und dann werden dir vor allem Freunde, äh, äh, Werbeanzeigen, weiß ich nicht, für Cafés in Oslo angezeigt. Oder irgendwie so. Und das ist eine Entscheidung, die könnte weitreichende Folgen für Europa haben, was verrückt ist: Norwegen ist kein Mitglied der Europäischen Union, aber Teil des europäischen Binnenmarktes. So, und jetzt läuft es so. Meta hatte bis zum 4. August Zeit der Datenschutzbehörde zu beweisen, dass es sich um dieses Problem gekümmert hat. Das ist offenbar nicht passiert. Also, jetzt diese Strafzahlung, die läuft bis zum 3. November. Und die Datenschutzbehörde kann sie dann aber dauerhaft verhängen, indem sie den Fall weitergibt an den Europäischen Datenschutzausschuss. Da sitzen die EU-Staaten drin und drei weitere Länder, zu denen eben Norwegen gehört. Und damit könnte diese Entscheidung dann auf andere Länder in Europa ausgeweitet werden.
12:36 Dennis Horn
So. Ja, das ist gespannt. Warte, 14. 08. bis 4. 11. hast du gesagt. Ja, musst du jetzt ausrechnen. Habe ich 82 Tage. 82 Tage mal 88. 500 Euro macht. 7,2 Millionen Euro. Ist es wahrscheinlich, dass Meta innerhalb dieser 82 Tage eine Summe von 7,2 Millionen Euro alleine in Norwegen an Werbeeinnahmen erzielt?
13:01 Gavin Karlmeier
Oh, gute Frage.
13:03 Dennis Horn
Das müsste man eigentlich mal überlegen.
13:05 Gavin Karlmeier
Überfragt bin ich da. Übrigens, also diese Geschichte hat Zusammenhänge. Mit dieser Nummer, die Meta in der vergangenen Woche angekündigt hat, nämlich dass Nutzer in der EU bald um Zustimmung gebeten werden, bevor Meta es Unternehmen erlaubt, Werbung. Auf der Grundlage dessen zu schalten, was die Nutzerinnen und Nutzer auf Diensten wie Facebook und Instagram so tun. Das ist so spannend. Ja, und Norwegens Datenschützer sagen aber, das ist nicht genug. Diese Verarbeitung muss sofort gestoppt werden, bis dieser Zustimmungsmechanismus da ist. Und Meta sagt so, nö, wir machen erstmal weiter, bis er da ist. Und das ist jetzt sozusagen der Knackpunkt.
13:51 Dennis Horn
Also das finde ich super interessant, weil Facebook Meta damals ja Apple vorgeworfen hat, hier eine Monopolstellung auszumürten. sind eigentlich auch ihr Geschäftsmodell massiv zu attackieren, als Apple die Drittparty-Cookies Opt-In-Pflichtig gemacht hat. Das muss ich, glaube ich, alles erklären. Also, also es gab also es gab ein iOS-Update, ich glaube, das war das vorletzte. Also, welches genau naigelt mich nicht drauf fest, könnt ihr googeln. Auch eine richtig gute Aussage könnt ihr googeln.
14:24 Gavin Karlmeier
Also dieses iOS-Update, das für Facebook richtig blöd war.
14:28 Dennis Horn
Genau, weil es plötzlich so war, dass du nicht über verschiedene Webseiten hinweg verfolgt werden durftest im Safari Browser, ohne dem gezielt von Hand zuzustimmen Das hat dazu geführt, dass Facebook nicht mehr wusste, auf welchen Webseiten du dich eigentlich herumtreibst, was es für die Werbe, für die Art, wie Facebook und Instagram Werbung anzeigt und verkauft am Ende auch. ein ziemlicher Todesstoß war oder eine ziemliche Herausforderung war. Jetzt eine proaktive Entscheidung seitens Facebook dahingehend zu treffen, zu sagen. Es gibt jetzt eine Abfrage, ob du damit einverstanden bist, Werbung auf Grundlage solcher Faktoren, die auf deinen Standort zum Beispiel rückschließen lassen. Einzuführen, finde ich da stark bemerkenswert, weil dieses ganze, ähm diese ganzen Angriffe von Meta Richtung Apple damals damit ja eigentlich nahezu hinfällig sind. Also das ist doch sehr besonders. Aber passt so ein bisschen in unsere Beobachtung, dass Meta auch mit Thread sehr vorsichtig ist, weil es bloß keinen falschen Schritt ist. Auf die EU oder die EU nicht auf den falschen Fuß erwischen möchte, kurz bevor der Digital Services Act in Kraft tritt.
15:39 Gavin Karlmeier
Ja, spannende Zeit gerade irgendwie. Ja, total. Na gut, dann mal rüber zu X. Yay! Ja, du hast das CCDH gerade schon kurz erwähnt Und jetzt geht X gegen eine weitere Nichtregierungsorganisation vor. Und ich möchte nicht sagen, da spricht auch eine politische Färbung draus. Gegen wen X vorgeht und gegen wen nicht, aber es ist die European Climate Foundation, die Aktivistengruppen finanziert, die sich gegen den Climate Klimawandel einsetzen. Kurze Vorgeschichte, also dieses CCD-Hex klagt dagegen. Und wirft diese Organisation vor, das damalige Twitter unerlaubt nach Datendurchsucht zu haben, um daraus irreführende Darstellungen über Twitter zu stricken und zu verbreiten. Da ging es also um die Frage, ob Hate Speech auf der Plattform nicht in Wirklichkeit zugenommen hat Und den angeblichen Sinkflug von Hate Speech, den Elon Musk immer wieder behauptet, ob es den wirklich gibt. Und nachdem das CCDH da seine Berichte rausgegeben hat, haben laut X mehrere Werbetreibende dann als Antwort darauf ihre Kampagnen zurückgezogen. Und jetzt behauptet X, dass die European Climate Foundation dem CCDH geholfen hat, indem sie ihm einen Zugang zu Brandwatch gegeben hat.
17:12 Dennis Horn
Einem Monitoring-Tool für das alte Twitter.
17:15 Gavin Karlmeier
Das heißt, die hängen da jetzt auch noch mit drin. Das wird ein, wie ich finde, spannender Prozess. Weil hier ja die Frage im Mittelpunkt steht, wie sehr gehören die Tweets Elon Musk? und Ex oder den Nutzerinnen und Nutzern, wie sehr darf man sie abgreifen? Und das hat ja auch einfach Auswirkungen über die Frage, die hier besprochen wird, hinaus, weil so das Scraping. grundsätzlich ein größeres Thema ist.
17:46 Dennis Horn
Ja, ich habe das Gefühl, dass es gerade immer wieder so sehr, immer mal wieder so künstlich hochgekocht wird durch äh, durch Ex und Mask, um eine um ein Feindbild zu schüren und dieses Feindbild spiegelt sich dann eigentlich immer wieder nur auch in inhaltlichen Gegnern von Elon Musk. Also hier eine Klima Foundation, dort eine ein Institut gegen gegen Hass im Netz. Also seltsamerweise erleben wir hier nicht einen groß angelegten Kampf gegen OpenAI, den er Immer wieder vorgeworfen hat, auf Grundlage von Tweets ein Geschäftsmodell gebaut zu haben. Er legt sich auch nicht mit Google an, die auch, mit denen schließt er sogar irgendwelche Abkommen, von denen wir nicht so ganz genau wissen, wie sie aussehen, sondern er legt sich hier mit Unternehmen an, die inhaltlich Probleme mit Elon Musk haben und wirft denen aber eigentlich immer wieder nur dieses irritierende Daten scrapen vor. Und da das fühlt sich für mich doch sehr nach einem. Ach, da gibt es ein tolles Wort vor das, da werden mir die Hackis wahrscheinlich jetzt alle schon scharenweise in die Spotify. Kommentare geschrieben haben, wie das heißt, wenn man eigentlich ein anderes Problem hat, das man aber nicht gelöst hat, so wie wie der große Mafia-Boss damals, der dann wegen Steuerhinterziehung rangenommen wurde und eben nicht wegen all diesen anderen Sachen, die er getan hat. Ja, mir fehlt das Wort. Ich freue mich, wenn ihr das. Das nennt man das Übersprungshandlung oder was? Nein.
19:17 Gavin Karlmeier
Nee, was ist das denn?
19:18 Dennis Horn
Ach, ich weiß, das kriegen wir mitgeteilt. Auf jeden Fall, so fühlt sich das an. Also es ist genau dieser Move: wir kriegen dich nicht wegen deinen Straftaten, also versuchen wir dich wegen Steuerhinterziehungen.
19:29 Gavin Karlmeier
Ah, ja, ja, ja, ja, ja, ja. Stellvertreterkrieg. Ja, sowas. In etwa, ja, genau. Ja, so, genau. Ja, das ist besser. Ja, okay. Ich finde, ich mag unser Mindset. Kriegen wir schon mitgeteilt, googelt das. Es läuft super. Du hast es nicht gemeint. Wir haben so viel Recherche. Ich weiß, ich weiß. Jetzt, weil du das gerade nanntest mit OpenAI. OpenAI sagt jetzt, für das Training unseres Sprachmodells, also das war ja der Vorwurf, ne? Hier, die kommen, greifen bei uns alle Daten ab so und dürfen das eigentlich gar nicht und trainieren damit ihr Sprachmodell. OpenAI sagt jetzt, für das Training unseres Sprachmodells GPT kann man jetzt über die, wir sprachen darüber, robots. txt ausdrücklich den Zugriff auf eine Website verbieten. Es gab übrigens schon so eine Kennzeichnung: ein No AI Tag. Ach, so, kein Industriestandard oder so, aber Deviant Art hat es mal versucht zu etablieren. Das funktioniert alles nicht rückwirkend. Also wenn mit den Daten von der eigenen Website GPT schon irgendwie trainiert wurde, dann kriegt man das dann damit nicht wieder raus. Aber Wenn jetzt OpenAI auf die Idee käme, ja, wir gehen mal auf twitter. com und dann liegt im Hauptverzeichnis von twitter. com eine Datei, die robots. txt heißt und die sagt Keinen AI-Trainingszugriff hier auf unserer Seite, dann sagt der OpenAI, daran halten wir uns jetzt.
21:12 Dennis Horn
Also ich finde, da machst du eine, das haben wir hier schon mal so ein bisschen tangiert, diese Diskussion, aber man macht damit ja auch fast eine moralische Frage auf. Nämlich die Frage, ist man wirklich Ist jeder, der Inhalte im Internet veröffentlicht, sich wirklich gewahrt, dass diese Inhalte dazu genutzt werden, um von einer KI als Trainingsdaten empfunden zu werden. Es sei denn, ich widerspreche dem. Oder ist es nicht viel eher so, dass ich eigentlich damit nicht rechnen müsste, wenn ich meinen alten myblog. de Blog noch online habe? Also das, ich finde, da hängt eine ganz große, grundsätzliche, fast schon nicht nur urheberrechtliche, sondern auch eine, naja, eine Urheberbegriffsdebatte am Ende dran.
22:03 Gavin Karlmeier
Ja, das ist wohl so.
22:05 Dennis Horn
Ja, werden wir leider nicht lösen können, aber ich habe da für mich nämlich auch keine Antwort drauf. Weil eine Suchmaschine hat das Ziel, mich, also wenn ich Dinge ins Internet schreibe Dann finde ich es okay, wenn es Suchmaschinen gibt, die das Ganze scannen, um andere Leute dahin zu führen. Soweit kann ich dem folgen. Ich würde sogar noch weitergehen und sagen, wenn es zum Beispiel eine Art News-Agggregator gibt und dort meine Nachrichten in Auszügen gesammelt werden, damit man mich dann zu meinen Nachrichten hinführen kann. Wäre ich sogar als Urheber da noch damit einverstanden, weil das ist die Arbeit der Suchmaschine. . Das Programmieren einer KI, eines Sprachmodells verschleiert vollkommen, woher die Informationen kommen, gibt überhaupt gar keine Informationen über die Urheber. und zahlt am Ende auch überhaupt nicht auf mich ein, der vielleicht einen Text geschrieben hat, auf dessen Grundlage das jetzt hier weitergegeben wird. Also ich glaube so, als jeder, jeder, der künstlerisch Text generiert wäre damit nicht d'accord, damit einfach so eine KI zu füttern, es sei denn, er widerspricht dem. Also ich habe das Gefühl, das kannst du eigentlich nicht vergleichen.
23:15 Gavin Karlmeier
Nee, nee, nee, du kannst es nicht direkt vergleichen, das ist so. Und ich glaube, also aus Urheberrechtssicht, aber da sind wir in einem riesen anderen Topf an Themen drin. Müsstest du, glaube ich, so ein Pauschalsystem schaffen, anders funktioniert das nicht. Ja, und die Möglichkeit für jeden den Zugriff zu verbieten. Ja, so. Aber ja, es ist es kommt bleibt kompliziert. Ja. Wir, also wir wissen seit Monaten, dass Elon Musk diesen Podcast hört. Wir haben uns gestern noch beschwert. Heute gibt es die zweite Runde an Auszahlungen an die CreatorInnen auf der Plattform. Wirklich, ne? Genau. Einige haben deutlich mehr als vorher erhalten, wohl bis zu fünfmal so viel, lesen wir. Andere beschweren sich, dass es weniger ist. Dazu später. So, und da gibt es jetzt auch Screenshots zu. Und jetzt mal so gefragt. Wenn ich jetzt so eine Push-Mitteilung von dieser X-App bekomme. Dass mir Geld überwiesen wurde. Wie viel Geld bekomme ich, wenn diese Push-Mitteilung sagt: Es sind 967. 8317262 Dollar. Wie viel Geld ist das? Sind das 967 Millionen oder 9 Milliarden?
24:37 Dennis Horn
Ich glaube, du musst es amerikanisch lesen. Also es sind dann nur 967 Dollar. Und man hat irgendwo verschlafen, dass man also bei Dollar bezahlt.
24:46 Gavin Karlmeier
Exakt, ja genau. So habe ich es dann auch gelesen, aber ich sah diese Zahl, habe gedacht. So eine Zahl kenne ich nicht. Also grundsätzlich. Einige beschweren sich jetzt darüber, zahlen super, aber wenig Geld dafür. Einer schreibt für 55 Millionen Impressions. Geb es 1543 US-Dollar.
25:05 Dennis Horn
Ja, ich sag immer, damit soll man sein Leben finanzieren können.
25:09 Gavin Karlmeier
Genau. Ein anderer beschwert sich einfach so: Wie kann das sein? Und was antwortet Elon Musk? Wenn ihr Werbetreibende findet, die neben euren Inhalten Werbung schalten möchten, dann erhaltet ihr eine Umsatzbeteiligung. Wir können die aber nicht dazu zwingen. So, das heißt, er schiebt jetzt den Punkt, dass die Creator zum Teil deutlich weniger als in dem ersten Schwung an Auszahlungen bekommen haben. Auf die Tat, also erstmal muss man sagen, der erste Schwung an Auszahlungen hat die Monate Februar bis Juni umfasst. Das ist jetzt die für Juli. Also vielleicht liegt es schon daran. Aber er schiebt es auch darauf. Dass die Brand Safety Controls verbessert wurden in der Zwischenzeit und wer betreiben sie jetzt zum Beispiel Nutzer ausschließen können, für die sie keine Werbung schalten möchten. Oder die Umgebung regeln können, in der sie mit ihrer Werbung nicht stattfinden wollen. Das ist mir ein bisschen zu einfach als Erklärung.
26:08 Dennis Horn
Ja, es ist auch so ein bisschen schwierig zu überprüfen, ehrlicherweise. Weil es ja nicht so, also ich sag mal so, wer das vor einigen Jahren so gestartet Hätte man vermutlich eine Aufstellung bekommen darüber, wie sich dieser Preis zusammensetzt und wäre damit sehr einverstanden gewesen. Aus irgendeiner Art Unart hat es sich über die Jahre so verwachsen, dass man einfach so Fantasiebeträge hinnimmt. Ich habe das hier schon mal gesagt. Warum nehmen wir das so hin, dass man nicht genau weiß, wie sich so Zahlen zusammensetzen? Ich würde niemals 1000 Dollar im Monat für einen goldenen Haken zahlen, ohne zu verstehen, warum es 1000 Dollar sind. Und also, weil das so. Das ist ja kein Luxusgut. Das ist ja jetzt nicht so, dass ich mir eine Louis Vuitton-Tasche kaufe. Da weiß ich, die kostet 3000 Dollar. Weiß ich nicht, ob diese für kostet, aber mal angenommen kostet 3000 Dollar. Da weiß ich auch, ich müsste jetzt fürs reine Material wahrscheinlich nicht 3000 Dollar bezahlen, sondern ich zahle auch etwas für das Ganze drumherum.
27:13 Gavin Karlmeier
Jedes Apple Produkt.
27:14 Dennis Horn
Exakt. Nur für den Kick für den Augenblick. Aber bei sowas hier, bei du wirst beteiligt und dann kriegst du auch noch so eine Zahl, die 94 Kommastellen, Nachkommastellen hat. möchte ich doch zumindest wissen, woher kommt dieser Betrag? Wie setze ich das zusammen? Wo ist meine Übersicht? Also ich würde ja auch niemals mich darauf verlassen, mein Leben zu finanzieren, wie das hier. Earn a Living im App Store steht als Werbeslogan für Ex, auf Grundlage von völlig willkürlich zusammengewürfelten Beträgen, die mir einfach irgendwann eventuell überwiesen werden.
27:51 Gavin Karlmeier
Ja.
27:51 Dennis Horn
Wild. Voll Wild.
27:53 Gavin Karlmeier
So. Ex. Also die Marke X. Mhm. Also diverse Unternehmen, ich habe jetzt auf meiner Website, habe ich auch geguckt, muss ich, da ist immer auch immer noch der Twitter-Vogel drauf. Ich nehme es ganz runter. Aber andere möchten vielleicht da jetzt statt des Twitter-Vogels irgendwie das Ex hinsetzen, müssen die Website ändern, die Beschilderung in Geschäften, die E-Mail-Signatur. Das Werbematerial, was auch immer, und jetzt gibt es die neue die neue Acet Seite. Was heißt denn Marke nochmal? Brand Assets. Mit allen Logos und so weiter. Steht übrigens neben dem Ex-Logo. Steht immer noch, unser Logo ist unser wichtigstes Erkennungsmerkmal. Was wahrscheinlich nicht mehr stimmt, aber gut. Also nur falls ihr irgendwie das X, das E im Unicode enthalten ist und man braucht es eigentlich gar nicht als Grafik, aber dort bekommt ihr es auf dieser Markenseite. Der ganze Rest wird rausgehauen, übrigens jetzt auch wieder in Form von Versteigerungen. Ex versteigert die Twitter-Schilder. Und Statuen, die nach der Umbenennung aus den ganzen Gebäuden entfernt wurden. Gefühle zu. Da hast du Gefühle zu. Bevor wir hier zu Gefühlen kommen, hast du schon Gefühle.
29:21 Dennis Horn
Ja, ich habe mir das angeguckt. Also es startet am 12. September. Das finde ich schon mal ganz geil, weil das eventuell kann ich mir so einen Vogel ersteigern und den persönlich abholen, wenn ich dort bin.
29:30 Gavin Karlmeier
Da gibt es auch einen Couchtisch in Form eines Vogels übrigens.
29:33 Dennis Horn
Ja, das ist toll, ne? Es gibt auch so Neonvögel und es gibt so Hashtags aus LED, es gibt einen kompletten Satz an Instrumenten, ein Vox AC30-Verstärker, einen Gitarrenverstärker, eine Yamaha DJ Booth, also wirklich Auch gute Sachen kann man da ersteigern.
29:52 Gavin Karlmeier
Auch so Bürokram nochmal, Stühle, Whiteboards, PCs, Konferenztische. Es gibt eine Leuchtschrift Blue Room. Und was ich sehr schön finde, ein Vogelkäfig. The Bird is Freed. Aber nochmal zurück zu deinem deinen Gefühlen, bitte.
30:07 Dennis Horn
Ja, und zwar ist da noch was bei. Also, es ist auch eine Lamazocco-Kaffe-Maschine drin. Das ist so der. Ferrari unter den Siebträgern, das finde ich auch gut. Und was aber sehr oft verkauft wird, und ich glaube, da kann man wirklich einen Schnapp machen. Ist ein Google Jamboard. Ich weiß nicht, ob du das kennst. Nee. Das sind so Touchscreen-Displays von Google, 55 Zoll groß. Das hier ist ein älteres Modell, also irgendwie einige Jahre. einige Jahre alt schon, aber das ist so ein Ding, das Google mal gestaltet hat. In Deutschland glaube ich nie auf den Markt gekommen. Und du verbindest dich dort mit einem Android-Telefon, wahrscheinlich auch mit einem, gibt es eine Google-Jamboard-App dafür. Und es ist so eine Art Miro-Board als Gerät. Das hängst du dir in den Konferenzraum und alle können entweder mit dem Finger oder mit dem Telefon direkt da drauf malen und schreiben und so. Also wirklich ein ganz cooles Gadget. Und das wird man da ersteigern können. New in Box, also in einem völlig neuen Zustand. Und ich glaube, da kann man wirklich einen Schnapp machen. Also wenn ihr am 12. September nichts vorhabt, steigt in die Auktion. Ich werde es tun. Aber ich werde mir kein Jamboard ersteigern, glaube ich, aber auf der anderen Seite möchte ich da auch kein Geld für ausgeben.
31:21 Gavin Karlmeier
Nee, alles sofort in die Insolvenzmasse. Ja, ja. Dann kriegen wir es noch billiger. Ja, gut. Also, der Hinweis, wann geht's los? 12. September erst? 12. September erst, ja. Okay. Also arbeitet man jetzt so, dass man Dinge vorbereitet, bevor man sie durchführt?
31:42 Dennis Horn
Ne, das war bei der letzten Auktion. Wir hatten im Januar schon einmal so eine Auktion mit so einem Kram. Und auch da war das so, dass man einen Monat warten musste, bis es gestartet ist. Ich glaube, das ist einfach dieses. Heritage Global Partners, die führen die Auktion durch. Wahrscheinlich ist das so deren Regel, dass man einen Monat warten muss.
32:00 Gavin Karlmeier
Also alles muss raus. It's uh weiterhin Find and Replace Season. Das neueste X-Update übrigens im Netz hat eine große Menge an Texten jetzt überarbeitet. Und da steht jetzt X. Beiträge und Premium, wo vorher Twitter, Tweets und Blues stand, auch in den Apps, also unter anderem die Anmeldeseite. Das war ja immer so schön großes Ex-Logo-Unternehmen. Entdecke Twitter. Auch da sind die Hinweise auf Twitter jetzt verschwunden. So, und mit diesen Änderungen sind wir mitten in unserer Lieblingsrubrik: Funktionen und Emotionen. So, ich gehe wie immer durch. Ähm, erstens, wenn du in einen Account gehst, kannst du die Beiträge dort bald sortieren: Most recent, most liked, most engaged with.
33:00 Dennis Horn
Fühle nichts. Du? Hast du Gefühle?
33:03 Gavin Karlmeier
Ja, ich habe gedacht, so dieses, also ich möchte den Account bewerten können So irgendwie und könnte sein, dass ich es mal nutzen würde.
33:12 Dennis Horn
Ja, um das einschätzen zu können. Ja, hätte ich früher, glaube ich, auch gerne genutzt. als ich es noch viel genutzt habe. Ich finde es auch ein bisschen gefährlich, weil Most-Like-Tweets, mir anzeigen zu lassen, zeigt der Inspire Tweets, die zehn Jahre alt sind und in einer anderen Welt waren. Auf der anderen Seite ist das ein Feature, das ich mir früher bei Twitter immer gewünscht hätte. Früher hatte man dafür Faith Star. Da haben wir aber in einer anderen Episode schon mal sehr ausführlich drüber gesprochen.
33:39 Gavin Karlmeier
Dann zweitens, Twitter arbeitet daran, Twitter, habe ich gerade, Twitter-Ax arbeitet daran, Bild in Bild auch in die Web-Oberfläche zu bringen.
33:50 Dennis Horn
Ja, okay. Ich hatte gerade offenbar doch mehr Gefühle, weil da fühle ich jetzt wirklich gar nichts mehr.
33:56 Gavin Karlmeier
Dann werden die Zahlen für die Beitragsinteraktionen In der Detailansicht eines Beitrags bald verborgen. Da gibt es dann so einen Link: Beitragsinteraktionen anzeigen. Und erst wenn du draufklickst, bekommst du dann Infos über wie häufig ist geantwortet worden, wie viele Likes gab es, wie viele Reposts, wie viele Zitate.
34:22 Dennis Horn
Ja, das ist dämlich irgendwie. Weil, also, erstens gibt es ja jetzt gerade diese extra Zeile für Likes, Zitate, Retreats Und dass da jetzt einfach stattdessen an dem Punkt, wo jetzt einfach auch Platz ist dafür, dann steht hier klicken, um die Interaktion zu sehen Ergibt nicht so richtig viel Sinn, weil ich will ja doch wissen, wie viele Likes ein Tweet hat. Und es fühlt sich so an, als wäre jetzt plötzlich der Mental Awareness bei X ausgebrochen. Und man denkt sich, wir verbergen jetzt mal die Likes, wie das Instagram ja auch zumindest per Knopfdruck erlaubt. Und das kann nun, es halt wirklich nicht, also das passt wirklich nicht zum ganzen, zum ganzen Aufbau des Unternehmens Also, das verstehe ich überhaupt nicht, warum man das macht.
35:04 Gavin Karlmeier
Vor allem, ich habe gedacht, warum in der Detailansicht eines Beitrags, während du im Feed weiterhin alle siehst? Das ist doch totaler Quatsch.
35:12 Dennis Horn
Ja, also wenn man die weiterhin sieht, ist das noch viel dämlicher als ohnehin schon.
35:18 Gavin Karlmeier
Und dann X erweitert die Zeitspanne, in der Beiträge noch im algorithmisch sortierten Feed angezeigt werden. Und zwar von 24 auf 48 Stunden. Gibt es da wohl Probleme mit Content-Nachschub? Ja.
35:37 Dennis Horn
Also in dem Grund wird das ja haben, dass man diese Spanne vergrößert. Bei Instagram waren das früher auch immer so, dass man teilweise Posts gesehen hat, die über einen Tag her waren. Das ist glaube ich inzwischen nicht mehr so. Ist aber jetzt nur so eine. Anekdotische Evidenz. Nee, du hast sogar länger.
35:53 Gavin Karlmeier
Es sind drei Tage bei Instagram. Immer noch. Und ja, du kommst doch dann irgendwann auch an diesen Punkt, wo der Newsfeed dir sagt: so, du hast jetzt alles aus den letzten drei Tagen gesehen. Ah ja. Ja. Und LinkedIn ist noch länger, ist glaube ich eine Woche. Ey, LinkedIn ist ewig, da kriegt teilweise uralte Posts an. Total krass. So, und ja, also ich habe gedacht, das ist noch ein Stück mehr Abschied vom Echtzeitmedium. Hundert Prozent, ja. Ja. Die TikTokisierung von X. Wir sind damit, wir sind damit mitten in der Diskussion über den Algorithmus. Social Media Today hat diese Erweiterung dieses Zeitfensters gemeldet und Schreibt auch über noch ein paar weitere Punkte, die ablesbar sind aus dem Code. Und zwar bestraft, das finde ich, also da habe ich Gefühle. Ex bestraft die Erwähnung des Begriffs Threats. Außerdem Links zu Threads und auch die Erwähnung anderer konkurrierender Social Media Apps.
36:58 Dennis Horn
Es gibt dieses Meme, wo einfach nur steht, ah shit, here we go again. Ja, das könnt ihr euch jetzt gerade vorstellen.
37:05 Gavin Karlmeier
Also da kann man ja schon mal so normal Denken, was für ein Quatsch so. Aber dann noch vor dem Hintergrund, dass der Begriff Threats auf Auf dem früheren Twitter ja auch nochmal eine eigene extrem wichtige Bedeutung hat. Also alleine aus dem Grund, wie dumm seid ihr, wirklich.
37:30 Dennis Horn
Ja, aber es funktioniert auch nicht, dass du dich als Free Speech Absolutist bezeichnest und dann anfängst einzuschränken, wenn die Leute erzählen, wo sie ihre Inhalte veröffentlichen. Das sowieso. Also, das ist so eine ganz grundsätzliche Fehlannahme, dass man hier so Eine Fehlernahme, die übrigens ja auch, die wir auch aus der deutschen Medienwelt kennen, dass du im Fernsehen bei RTL niemals über etwas sprichst, was bei Prosin passiert und umgekehrt.
37:55 Gavin Karlmeier
Das hat mein früherer Chef beim Radio. Da habe ich in der Sendung mal on air, habe ich Pro7 erwähnt. Da kam der an und hat gesagt, kannst du nicht machen. Ich so, wie kannst du nicht machen? Ja. Dann wissen die Leute das ja. Naher schalten die das dann noch ein. Und ich so, sag mal, also für wie dumm hältst du denn die Hörer, die wir hier haben? Nämlich, genau. Als würden die das hören und sagen. Ach, es gibt Fernsehen und da gibt es einen Pro7-Sender. Das schalte ich ja mal ein.
38:28 Dennis Horn
Nie wieder Radio. Perfekt. Nee, also genau, und so fühlt sich das ja hier auch an, als würde sich die Welt wirklich nur um Ex drehen. Und das ist halt völlig absurd.
38:41 Gavin Karlmeier
So, XDaly nennt noch ein paar weitere Punkte, die da ablesbar sind. Zum Beispiel, dass Videoinhalte stärker vorangetrieben werden. Überrascht uns nicht. Es gibt mehr Priorität für Inhalte, die von, also die in dieser Geschäftsbeziehung zwischen Subscribers und Creators stattfinden. Beiträge zu Trendthemen werden geboostet. Also es gibt ein Plus in der Reichweite, wenn das auch ein Thema aus den Trending Topics ist. Und Beiträge, über die häufig hinweg gescrollt wird, werden in der Reichweite ein bisschen gesenkt.
39:22 Dennis Horn
Ja, warum nicht?
39:25 Gavin Karlmeier
Also, ich habe mir so gedacht, alles klar, typisches Algorithm-Business.
39:29 Dennis Horn
Ja, genau. Also, man ist jetzt da, wo man bei Facebook vor zehn Jahren war.
39:36 Gavin Karlmeier
True, that. Ein paar Sachen möchte ich noch klären. Wie heißt es eigentlich jetzt? Also, tweet ja nicht mehr. Xied, hieß es mal in der Hilfe von Ex. Elon Musk schrieb vor ein paar Tagen, nee, nee, nee, nee. Wenn dann schon dann einfach, also wenn ich was poste, dann ist es einfach nur ein Ex. Oder einfach nur Beitrag. So, und darauf antwortet Grimes: Wir sollten einige Dinge heilig halten, weil Ex diesen Namen auch hat, womit sie ihren gemeinsamen Sohn meint. Und weiter schreibt sie: nicht jeder Beitrag ist dieses namenswürdig.
40:10 Dennis Horn
Ich habe das Gefühl, dass da ein Interessenkonflikt besteht. Also, vielleicht ist Grimes nicht die richtige Ansprechpartnerin für diese Erklärung der Frage. Ähm, ich also was halt passiert ist, bei mir steht übrigens immer noch Tweets, aber was halt passiert ist, dass halt diese, durch diese verschiedenen Begrifflichkeiten, es ist halt bedeutet halt alles gar nichts mehr. Es ist völlig egal, wie man das nennt. Es ist halt So ein Ding im Netz. Ja, der hat da halt was hochgeladen. Ja, egal. Also es bedeutet nichts mehr. Es ist egal geworden und das ist so schrecklich.
40:43 Gavin Karlmeier
Krass, ne?
40:44 Dennis Horn
Ja.
40:45 Gavin Karlmeier
Ich habe gedacht, wenn du mit 52 Jahren einfach merkst, dass du zu viele Dinge in deinem Leben Ex genannt hast. Dann wird es zum Problem. So, und warum hat Elon Musk am Wochenende geschrieben, diese ganzen Chief-Irgwas-Officer-Positionen in einem Unternehmen seien überflüssig? Da haben wir drüber gesprochen gestern, ging es um Linda Jaccarino, seine CEO, was muss die denken, wenn er so einen Tweet loslässt? Nee Es ging um Zachary Kirkhorn, das war der Finanzchef von Tesla, der am Freitag überraschend seinen Rücktritt von diesem Posten bekannt gegeben hat. Er war CFO von Tesla, Chief Financial Officer. Wir wissen nichts über die Gründe für diesen Rücktritt, aber jetzt eben über die Geschichte hinter diesem Posting.
41:28 Dennis Horn
Ja, also immerhin kriegen wir jetzt, also vielleicht erklärt sich jetzt hier einfach immer mehr so die Geschichte von alleine. Wir müssen einfach nur Elon Musks. Dinger verfolgen. Ja.
41:40 Gavin Karlmeier
Morgen wieder.
41:41 Dennis Horn
Morgen wieder. Bis morgen. Bis morgen.