Musk hat Stress. Mit ehemaligen Mitarbeiter*innen, Indien, den Niederlanden, Kalifornien, Werbekunden. Bleibt nur die Frage: Wie soll ihm das nur irgendwie nutzen?!
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:08 Gavin Karlmeier
Piu, piu, piu, piu, piu, piu, piu, piu, piu, piu. Das ist der Sound von Polytopia. Voll.
00:14 Dennis Horn
Grüß dich Gevin.
00:15 Gavin Karlmeier
Hallo Dennis. Na?
00:17 Dennis Horn
Wie geht's dir? Wo views du heute so rein für den Podcast? Wo erreiche ich dich?
00:23 Gavin Karlmeier
Ich schaue gerade, wir haben ja diese unglaubliche Geogesse-Community.
00:29 Dennis Horn
Meine Location von gestern hat niemand erraten.
00:31 Gavin Karlmeier
War das falsch, der Take? Hatte jemand einen Take? Ja, und der war toll, warte, ich lese es dir vor bei Mastelberg.
00:40 Dennis Horn
Das hat mich dann nicht erreicht, ja.
00:42 Gavin Karlmeier
Und zwar. Du warst an der Pfarrkirche Herz Jesu in Hillesheim. Der Mühlenweg umrundet die Kirche komplett. Es gibt drei Stellen, wo man von Häusern umgeben sein kann. Ausgehend davon hast du, dass du in deinem Dass du in einem Auto in Fahrtrichtung geparkt hast, bleibt nur die Stelle vom Mühlenweg 3.
00:59 Dennis Horn
Ja, ja. Das ist aber nicht so. Ich stand nicht im Mühlenweg, ich habe nur auf den Mühlenweg geguckt. Und es war das kleine Dorf Brück.
01:07 Gavin Karlmeier
Ah, toll. Tut mir leid. Nicht schlimm. Okay, dann versuchen wir es mal anders. Also ich befinde mich gerade, ich meine, es ist, glaube ich, ein bisschen einfacher, aber vielleicht auch nicht. Aber für die Geogöster Community ganz toll. Ich befinde mich ungefähr, ich würde so schätzen, fünf Kilometer, nee, zwei Kilometer hinter einem Autobahnkreuz. auf einem Rastplatz, der zu einer anderen Autobahn gehört. Und ich blicke auf sehr, sehr viele Windräder. Ich befinde mich, ich würde mal so grob sagen, im nördlichen Ruhrgebiet. Wobei ich schätze, dass man, wenn man hier wohnt, sich eigentlich schon nicht mehr dem Ruhgebiet zugehörig fühlt. Das sind meine Tipps. Schön.
01:41 Dennis Horn
Ich bin in der Eifel nach wie vor.
01:44 Gavin Karlmeier
Ei fel vierundsechzig oder Eiffel Sixty Five Und der Himmel ist blue dabadidabado
01:53 Dennis Horn
Da bedei, Dennis. Ich blicke in den Sonnenuntergang. Und gucke von meinem Balkon herunter in so eine Mischung aus, also da ist alles, da ist Gewerbegebiet, da ist ein Expert, ein Edeka, kann ich hier sehen von hier aus. Dahinter eine Kirche, aber links auch ein großer Schornstein.
02:17 Gavin Karlmeier
Toll. Ist ja auch so eine ganz alte Kirche von hier aus, so eine ganz alte.
02:22 Dennis Horn
So alt ist sie nicht hier. Und dahinter einfach so ein paar Bäume. Sind das da hinten Hänge mit Weinreben, die ich von hier aus sehe? Das könnte sogar sein. Und ich glaube, weit von der A1 bin ich ja auch nicht. So auf der Stadt. Ich bin nicht auf der A1.
02:39 Gavin Karlmeier
Ich bin nicht auf der A1.
02:41 Dennis Horn
Ja, ja. Aber ich bin nicht weit von der A1. Und Das reicht doch, oder? Also mehr. Sowieso weit können wir jetzt sonst nicht gehen.
02:51 Gavin Karlmeier
Nee, wir werden morgen Ebermastodon 3 Tagen. darauf lesen, wo wir uns befinden. Das ist so krass, dass Leute sich wirklich diese Mühe machen und das so abscannen und so. Ich liebe das, bitte hört nicht damit auf.
03:02 Dennis Horn
So, solange wir unterwegs sind, machen wir das noch weiter. Übrigens, machst du dann, Alexander hat uns geschrieben, Diese Leitsätze, die Elon Musk aus dem Spiel sich gezogen hat Der Kampf um, wie hieß es Polytopia? Polytopia. Polytopia. Da habe ich gesagt, verdopple dich. Da war ein Übersetzungsfehler drin. Double down heißt, leg immer einen drauf. Also gib nie nach, gib keine Fehler zu. Wollte ich noch mit anbringen.
03:34 Gavin Karlmeier
Ja, ist wichtig, dass wir das noch haben.
03:37 Dennis Horn
Exat Stress. Also wann nicht? Aber also heute, das ist eine Stressausgabe, würde ich sagen. Stresstest, der große Stresstest in Haken dran. Also wir fangen mal an mit der Mitarbeiterklage. Da gibt es doch diese Massenentlassungsklage. Und das steht kurz davor, dass es in den Vergleich geht. Das sind die rund 2000 früheren MitarbeiterInnen von Twitter. Die geklagt haben, weil ihre Abfindungen nicht gezahlt wurden. Und jetzt ist Ex endlich schreibt die Anwältin Shannon Liz Riadon Nach zehn Monaten, in denen man das Unternehmen in alle Richtungen gedrängt habe, an den Verhandlungstisch gekommen. Und für Anfang Dezember sind private Verhandlungen mit einem Mediator geplant, berichtet Bloomberg. Und ähm X möchte, schreibt die Anwältin mit uns in einem globalen Versuch vermitteln, um alle von uns eingereichten Ansprüche auf einmal beizulegen.
04:41 Gavin Karlmeier
Das ist halt super frustrierend und ich sag dir auch, warum Weil das das Ergebnis ist, auf das Ex natürlich auch angehm hingearbeitet hat, so sagt man das. Denn wir erinnern uns, die Menschen wurden entlassen und hatten in ihrem Arbeitsvertrag eine Klausel stehen, dass alle Privaten Klärungsverfahren von Ex übernommen werden im Falle einer Kündigung. Sie hatten eigentlich eine zugesicherte Abfindung, die sie nicht bekommen haben. Dann gab es genau dieses der Versuch eines Schlichtungsverfahrens, eines privaten Ex hat es dann, anders als vertraglich zugesichert, nicht gezahlt, haben die MitarbeiterInnen einfach auf dem Trockenen sitzen lassen und jetzt ist man an dem Punkt, dass die MitarbeiterInnen so mürbe sind, dass sie am Ende. . auf einen Vergleich hinarbeiten, der, und da können wir uns sicher sein, günstiger für Eggs sein wird als die Zahlung aller Abfindungen. Und das ist halt. ist so ätzend, dass da am Ende solche, die wirtschaftlich Mächtigeren am Ende am längeren Hebel sitzen und gewinnen, obwohl Menschen etwas anderes zusteht. Das ist ungerecht.
05:43 Dennis Horn
Auch an anderer Stelle arbeitet Ex auf Dinge hin. CNBC berichtet darüber, dass das Unternehmen deutlich mehr Lobby arbeitet betreibt. Also vor Elon Musk hat Twitter wohl nur selten richtig Lobbyarbeit gegen staatliche Gesetze betrieben Und jetzt verklagt Ex ja Kalifornien, den US-Bundesstaat Kalifornien. Wir haben darüber gesprochen und CNBC zitiert jetzt einen früheren Twitter-Manager. Der sagt, das wird wahrscheinlich nur der Anfang sein, also der Beginn eines Trends. Und CNBC schreibt auch, dass ein kalifornischer Abgeordneter über diese Vorgehensweise gesagt hat, also das alte Twitter, hat man da Bedenken geäußert gegen Gesetze? 100 Prozent. Aber es sei ein ganz anderer Ton und ein Tenor gewesen. Als diese Klage jetzt. Also man hat da auch mal Bedenken gehabt, hat die aber geäußert und darauf hingewirkt, wie Gesetze praktikabler werden können. Und jetzt hat Exwohl mehr als 500. 000 US-Dollar für Lobbyarbeit auf Bundes- und Landesebene ausgegeben in den USA. Das ist viel mehr als Twitter 1. 0, das so getan hat. ähm wo das Unternehmen nur an einer Klage ähm beteiligt war gegen die USA oder die Bundesstaaten, die es dann, äh, die sie dann irgendwie freiwillig abgewiesen haben. Also Das ist eine andere Vorgehensweise unter Excel.
07:17 Gavin Karlmeier
Ja, und das ist ja auch abstrus. Also vorneweg, natürlich, Demokratie funktioniert so, dass man auch alle Mittel der Demokratie Demokratie nutzt. Dazu gehört auch das Mittel der Klage, das Mittel der Justiz. Das ist die Gewaltenteilung und das ist am Ende die Jurikative. Judij-Judikative, so heißt das. Also da dem das ja unbenommen. Aber was ja hier passiert, ist ja der Versuch zu makeln mit Gesetzen Von einem Menschen, der eigentlich sich immer wieder damit gebrüstet hat, also Freiheit für alle, aber am Ende müssen sich alle an geltendes Recht halten. Das ist eine Formulierung, die wir Elon Musk immer wieder entlockt haben. Also nicht wir jetzt persönlich, aber. wir als Menschen, und die wir hier auch immer wieder, und diesmal wirklich wir, hier auch wirklich immer zitiert haben. Also das ist ein Satz, auf den lässt sich Elon Musk festnageln. Und es geht ja sogar so weit, dass er, obwohl er grundsätzlich eine andere Haltung zu dem Thema hatte, sich gegen Corona impfen ließ, damit er das Tesla-Werk in Grünheide besuchen durfte, weil die damaligen Richtlinien so ausgesehen haben. Zumindest sagt er das und sagt, er hält sich ein geltendes Recht. Was er jetzt hier aber tut, ist geltendes Recht so stark in Fragestellen, dass Methoden genutzt werden, die am Ende wenig aussichtsreich sind, wie es geradeaus schaut, die aber möglichst laut poltern, um diese Gesetze grundsätzlich infrage zu stellen. Und das widerspricht eigentlich diesem grundsätzlichen Weltbild, dass er uns immer wieder Glauben macht, dass es sein Weltbild ist. Weil er hier sogar von Zensur spricht, im Fall, wo eigentlich Transparenz gefordert wird.
08:50 Dennis Horn
Ja, wir haben ja auch schon mal darüber gesprochen, dass er dieses Weltbild sehr unterschiedlich anwendet, je nachdem oben ob es jetzt um die USA geht, Inland oder um alle anderen Staaten aus Land.
09:00 Gavin Karlmeier
Ja, ich würde sogar noch weitergehen, ob es um ihn geht oder nicht. Ja. Und das führt natürlich dazu, dass man schon das Gefühl hat, dass hier das Prinzip der der Demokratie ganz anders begriffen wird, als so, wie man es eigentlich sonst immer versucht hat, darzustellen. Also ich finde, an diesem ganzen, an dieser ganzen Geschichte kann man ganz gut das Weltbild von Elon Musk eigentlich festmachen.
09:22 Dennis Horn
Gucken wir doch mal in diese anderen Staaten. Die indische Regierung hat einem Gericht dort jetzt mitgeteilt. Dass X eine, jetzt kommt ein Zitat, gewohnheitsmäßig, also üblicherweise nicht konforme Plattform ist. Und seit Jahren Anordnungen zur Entfernung von Inhalten nicht befolgt hat, was die Rolle der Regierung untergrabe. Das schreibt Reuters und zitiert damit aus einer Eingabe des IT-Ministeriums in Indien. An das oberste Gericht in Karnataka, das ist ein Bundesstaat in Indien, das in den kommenden Tagen verhandeln wird, weil X eine Geldstrafe, eine staatliche Geldstrafe, nicht zahlen möchte. Also zwischen Ex und Indien gibt es schon länger Beef. Seit 2021, vor allem weil sich das damalige Twitter da noch geweigert hat, bestimmte Konten zu sperren. Die Regierung hatte das angeordnet im Rahmen der Bauernproteste in Indien. Da gab es auch weitere Aufforderungen und so weiter. Und das ist auch deshalb interessant. Und wir sprechen nochmal kurz drüber, weil Tesla. gerade darüber diskutiert, in Indien eine Fabrik zu errichten. Also auch hier wieder diese etwas ungute Mischung der verschiedenen Interessen, die hier eine Rolle spielen, der Unternehmen von Elon Musk
10:56 Gavin Karlmeier
Ja, same story, different day, ne? Also wir haben gefühlt gestern über ein ähnliches Thema gesprochen in einem anderen Land, aber auch da ging es dann darum. wie eigentlich Elon Musk hier immer nur versucht am Ende Elon Musk zu retten und das über die Wege der unterschiedlichen Unternehmen und der Vermischung von unterschiedlichen Interessen. Es ist, es macht einen doch einfach nur. Also das hier ist jetzt genau so ein Moment, von dem Holger Klein doch gesagt hat, wo man uns immer stärker dabei zuhören kann, wie uns die Kinnlade runterfällt. Ich finde, das ist so eine Geschichte.
11:30 Dennis Horn
In den Niederlanden auch Stress. Da gibt es eine Klage gegen Twitter 1. 0. Es geht um die Jahre 2013 bis 2021. Da gibt es eine Werbetochter, Mopup. Von Twitter. Und über die hätte das Unternehmen illegal Daten von über 30. 000 Apps gesammelt. Dazu gehörten angeblich auch Duolingo, Grinder, Vinted. Und das könnte eine hohe Geldstrafe noch geben, wenn Ex dafür auch haftbar gemacht wird. Also es ist ganz interessant, so in der Gesamtschau dieser Stressmomente, die wir uns gerade angeguckt haben, dass so ein bisschen Diese Punkte zum Tragen kommen, über die wir schon länger gesprochen haben, also so regulative Geldstrafen auch und natürlich diese Massenklage. Also ich bin gespannt, wie viel das am Ende in der Summe macht. Aber wir haben ja zwischendurch schon geguckt, die Belastungen, die Elon Musk möglicherweise auch über sein privates Vermögen dann auffangen könnte. ist vielleicht auch gar nicht so hoch, wie wir das zu Beginn dann vermutet haben.
12:39 Gavin Karlmeier
Ja, das stimmt auf jeden Fall. Was aber auch zur Wahrheit gehört, ist, dass dadurch Twitter und X weltweit immer wieder in der Presse ist, dadurch, dass sie sich eben nicht an geltendes Recht halten, immer wieder in der Presse ist, weil sie, also das hier alleine kann ja schon fatale Ausmaße haben. Also wir sprechen hier über die Niederlande. Und der Fall ist mir ehrlicherweise auch neu, dass Twitter App-Nutzungsdaten von 30. 000 NutzerInnen aus Apps gesammelt hat. Das ist auch im Fall von Duolingo vielleicht gar nicht so pikant. Jetzt nehmen wir aber mal den Fall Grindr, jetzt nehmen wir aber mal auch nicht das Land die Niederlande, sondern vielleicht ein Land, in dem Homosexuelle tatsächlich Strafverfolgung, eigentlich wieder menschenrechtliche Strafverfolgung zu befürchten haben. Saudi-Arabien. Also plötzlich hast du einen Datenstamm darüber, welche deiner NutzerInnen vielleicht sich mit anderen Männern getroffen haben in Ländern, in denen das vielleicht einfach. . eine Straftat ist. Und plötzlich bist du auf einer Ebene, das ist jetzt natürlich total im Bereich der Spekulation, was ich hier sage, aber fußt alles auf wahrhaftigen Tatsachen, über die ich hier spreche. Und plötzlich hast du eine App, die wahnsinnig gefährliche Daten zusammenbringen kann, wahnsinnig gefährliche Nutzungsprofile erstellt und eigentlich aber dazu mal verwendet wurde, um wirklich zum Beispiel auch Freiheit in die Welt zu bringen. Und das ist doch sehr, sehr, sehr, sehr, sehr beunruhigend. Also ich bin sehr gespannt, wie es da weitergeht, was da noch hintersteckt, ob da noch weitere Zusammenhänge entstehen. Aber das könnte doch eine Geschichte sein, die noch an Wucht aufnehmen könnte.
14:13 Dennis Horn
Du hast gerade diesen Punkt Erwähnt, dadurch ist natürlich das Unternehmen X jetzt auch dauerhaft in der Presse und das zahlt wieder gut aufs Zweifelhafte Image an. Dazu passt vielleicht diese Geschichte abschließend noch. Es gibt eine ganze Reihe von WerbeexpertInnen in den USA. Die sind kritisch mit dieser Feststellung von Elon Musk, über die wir gestern hier gesprochen haben, nämlich dass es so aufwärts geht, dass wir kurz davor sind, hier super Reibach wiederzumachen. Also Marken auch, die ihre Budgets von Twitter erstmal abgezogen haben, die sagen, in dieser Weihnachtszeit werden wir das woanders anlegen. Bloomberg schreibt darüber. Und zitiert zum Beispiel Lou Pascalis, das ist der Chief Strategy Officer von Ad Fontes Media. der sagt, ich glaube, wenn überhaupt, erwägen nur wenige Werbetreibende aktiv mehr auf Twitter, sagen sie übrigens alle, zu investieren. Und Jason Harris von Mechanism, das ist eine Werbeagentur, eine große, sagt, unsere Kunden wenden sich zunehmend davon ab und hin zu stabilen Plattformen wie TikTok oder Reels und sogar YouTube Shorts. Also aus der Werbing-Industrie keine so zwingend guten Signale.
15:34 Gavin Karlmeier
Ja, auch weil es sich so ein bisschen ja auch mit der Zeit die Frage stellt, wen erreiche ich denn da eigentlich noch? Also welche Menschen benutzen denn Ex eigentlich noch? Und sind die zum Beispiel im sehr, sehr wichtigen weihnachtlichen Werbegeschäft, sind das überhaupt die, die uns hier helfen bei der Erfüllung unserer kapitalistischen Ziele? Und ich könnte mir vorstellen, dass gerade so das Weihnachtswerbegeschäft auf X wirklich deutlich weniger interessant ist als das, was YouTube oder TikTok da eben ermöglicht. Also natürlich auch zu einem höheren Preis, ehrlicherweise. Aber so oder so, das ist für Ex sind das schlechte Nachrichten. Hat man sich aber natürlich als Visionär, der da am Steuer sitzt, natürlich längst Gedanken drüber gemacht. Selbstverständlich, klar.
16:17 Dennis Horn
Da gibt es schon einen Plan in der Schublade. Du, also heute habe ich Emotionen mitgebracht. Und ich also wenn ich's also ich würde vermuten, du auch. Funktionen und Emotionen. Watt mit Teaser. Ja, heute mal WhatsApp geöffnet.
16:38 Gavin Karlmeier
Nee, tatsächlich glaube ich doch, aber immer nur so und immer nur widerwillig.
16:42 Dennis Horn
Wirklich, mach mal auf.
16:44 Gavin Karlmeier
Ja?
16:45 Dennis Horn
Und jetzt klickst du mal links unten auf Updates. Oder aktuelles? Sehe ich nicht. Nee. Sehe ich nicht. Hast du noch einen alten Rollout? Kann sein. Ja, dann liegt's aber daran. Also. Wenn du links unten auf diesen ähm um mit so einer gestrichelten Linie Umzogenen Kringel klickst, hast du bisher die Statusmeldungen gesehen von den Leuten. So untereinander sortiert. Dieser Bereich heißt jetzt nicht mehr Status, sondern Aktuelles. Und du findest darin Kanäle, die du abonnieren kannst. Von WhatsApp, Max Zuckerberg. Ich gehe mal so ein bisschen durch hier. Olivia Podcast. So wie bei Instagram? Ja, Borussia Dortmund, Netflix ist dabei, Unicef und so weiter und so fort. Warum ist Haken dran nicht dabei? Und oben findest du jetzt in der horizontalen Den Status der verschiedenen Nutzerinnen und Nutzer genauso aufgebaut wie in den Instagram-Stories.
17:50 Gavin Karlmeier
Also, Momentchen. Also ich hab das auch, ich habe das Update jetzt gerade hier, während du geredet hast, installiert. Ich habe immer noch den Status da. Also ich bin, äh, ich hänge mal wieder ganz am Ende der metaschen Nahrungskette. Aber das ist ja, was geht ab? Habe ich gesagt, es gibt Emotionen, da habe ich gesagt, hallo. Aber finden wir das sinnvoll? Möchte ich in WhatsApp von Borussia Dortmund informiert werden? Ist es eine Frage? Warte, und dann gebe ich dir nämlich die Gegenthese. Die Gegenfrage. Aber möchte WhatsApp mich an dem Ort informieren, wo ich auch in Kontakt mit meiner Mutter trete?
18:26 Speaker 4
Ja, das ist. .
18:26 Gavin Karlmeier
Hallo, möchten Sie. Ja, ja, hm.
18:29 Dennis Horn
Also ich finde das auch ein bisschen überraschend. Weil ja Meta schon eine Herangehensweise hatte, welcher Messenger wird denn jetzt aufgebohrt und welcher nicht. Und Das war ja, also da gibt es den Facebook Messenger und WhatsApp, die wir mal so in die engere Wahl nehmen. Und da war ja jetzt über Jahre die Positionierung, den Facebook Messenger, den bohren wir auf. Da können Unternehmen rein, da gab es diese Chatbotansicht, da gab es eine Zeit lang auch mal Spiele und so weiter. Man hatte für den Facebook Messenger die Idee. . Na, sagen wir mal, sowas zu machen wie so eine Everything-App, so eine WeChat.
19:05 Gavin Karlmeier
Und jetzt haben sie den quasi kaputt gefeatured.
19:08 Dennis Horn
Jetzt können sie das gleiche mit WhatsApp machen. Ja, ich weiß nicht. Also auf jeden Fall, diese, also da haben die dann in dem Zuge oder während der Zeit gab es ja auch dieses Ende für so Newsletter-Ansätze bei WhatsApp. Das wurde verboten. So durch die Nutzungsbedingungen. Und deswegen erscheint mir jetzt dieser Schritt, WhatsApp doch wieder aufzubohren, irgendwie auch so ein bisschen überraschend.
19:34 Gavin Karlmeier
Hundertprozentig überraschend, das kann natürlich an dem Erfolg der Instagram Broadcast-Listen liegen. Aber da muss man natürlich auch dazu sagen, dass diese also. Da muss dann jetzt nochmal ein kulturelles Brett bohren. . . Bist du bereit, mit mir ein kulturelles Brett zu bauen, Dennis? Ich lasse mir von dir ein kulturelles Brett vorbohren. An die Wanwange bohren. Und zwar. Also, bei Instagram entscheide ich mich ja auch, CreatorInnen, MultiplikatorInnen, InfluencerInnen, erfolgreichen Personen zu folgen, in welchem Sinne auch immer erfolgreich. Ich entscheide mich bei Instagram MeinungsmacherInnen am Ende. Also am Ende ist es das, zu folgen, um mir aus deren Leben was erzählen zu lassen und daraus mich inspirieren zu lassen. Das ist erstmal so das grundsätzliche Instagram. Instagram-Modell, glaube ich. Und da ist es natürlich folgerichtig, dass es auch so Broadcast-Listen gibt, um von diesen Leuten täglich geupdatet zu werden. um einen Einblick in ihr Leben zu bekommen. Als Verlängerung der Storys auf der einen Seite, aber auch eine viel persönlichere Ansprechhaltung als Threads beispielsweise, die einen von der Bühne runterrufen ja sind. Also ein ganz cleverer Weg, finde ich, diese Broadcast-Listen bei Instagram, finde ich, geschickt und glaube auch, dass das relativ erfolgreich wird. Weil das anders als bei Telegram, was ein Messenger-Dienst ja eigentlich war und ist, anders als bei Telegram eben auch nicht so überladen ist mit nicht mit Features, sondern mit so einer politischen politischen Facette. Also ich habe zwar auch ganz viele RSS-Feeds, die ich irgendwie inzwischen über so einen Umweg bei Telegram abonniert habe. Aber wir wissen alle, Telegram wird in vielen Ländern vor allem zur Agitation und politischen Aktivierung auch genutzt, auch in Deutschland. So, und das passiert da sehr viel und das hast du bei Instagram eben aufgrund des Charakters des Netzwerkes nicht Jetzt ist also die spannende Frage, was führ Meta mit dieser Entwicklung bei WhatsApp's Schilde? Möchte man A? das erfüllen, was man gerade bei Instagram schon erfüllt? Oder möchte man B das erfüllen, was Telegram eigentlich gerade leistet? Also möchte man so eine Art Newsletter-Services da haben, wo man, wie ich gerade sagte, mit der Mutter in Kontakt tritt? Oder möchte man eine Art näher dran an die Stars in einer Welt, in der man sonst eigentlich eben in der WG abstimmt, wer jetzt nochmal schnell Bier kaufen geht? Also ich bin mir da überhaupt nicht sicher, weil mir nicht klar ist. wie Meta WhatsApp selber versteht.
21:58 Dennis Horn
Ja, also gute Frage, also aber eigentlich ist es eine Frage, die mir so über die Zeit bei den Metadiensten immer mal wieder gekommen ist, auch wenn es so Strategieänderungen gab. Und ich frage mich, ob diese, ja doch, das muss ja eine Rolle spielen, so eine Art Flottenstrategie, dass man diese Plattformen auch ein bisschen aufeinander abstimmt. Also aus der. Aus der Produktdenke, wenn du solo nur diese App hättest, also das Unternehmen wäre gleich der App. Es gäbe WhatsApp als Unternehmen noch, dann könnte ich das nachvollziehen. Dann würde man einfach so Stück für Stück das weiterentwickeln und dann hätte man irgendwann eine App, die auch einfach Funktionen übernimmt, von denen man weiß, bei der Konkurrenz sind die gut. Aber als App Flotte, wie Meta sie hat, verstehe ich diese Annäherung nicht so ganz so?
22:49 Gavin Karlmeier
Das könnte ein bisschen vielleicht auch einfach sein, weil man weiß, vielleicht weiß man, dass einfach extrem viele Menschen WhatsApp nutzen, die Instagram nicht nutzen und diesen diesen Erfolg des Broadcast-Dienstes da einfach auch gerne sehen möchte. Dann bleibt die Frage: Wann kommt die WhatsApp-Notes? Wann kann ich da meinen Standort teilen? Das ist die eine Frage.
23:10 Dennis Horn
Ich bin erst zufrieden, wenn ich Stories bei Excel habe.
23:16 Gavin Karlmeier
Auf der anderen Seite, da können wir, also das wird jetzt hier Ufert ein bisschen aus, aber lass uns mal kurz auf diese Flotte gucken und überlegen, was war 2016 passiert. 2016 war der Sommer, in dem, das haben wir, glaube ich, schon mal erzählt, aber ich mach ja nichts, wer die letzten 207 Folgen alle.
23:34 Dennis Horn
Ja, ich kann auch nie genug hören aus deinem Sommer 2016.
23:38 Gavin Karlmeier
Mein Sommer 2016 wäre toll. Also Es gab einen Trend für Leweiss-Shirts, weiße Levi's Shirts, alle haben sie getragen. Die Leute haben entdeckt, dass das Telefon nicht so lange durchhält und haben sich deswegen Powerbanks gekauft. Was auch gut war, denn die Leute haben ja auch Pokémon Go entdeckt, dass sie Akkuslayer gesorgt haben.
23:52 Dennis Horn
Das spiele ich erst jetzt. Also ich habe das vor zwei Wochen wurde das nochmal für mich entdeckt.
24:00 Gavin Karlmeier
Da kann man glaube ich viel lernen, wie man Unternehmen leitet. Aber eigentlich wollte ich auch was ganz anderes hinaus. Im selben Sommer war das war der Sommer von Snapchat-Stories. Und Snapchat Stories. Ah, mein Telefon klingelt. Warte mal. Ah, Snapchat ruft an. Snapchat Stories. war plötzlich da und alle haben das gemacht. Diese coolen kleinen Hochkantvideos, die 15 Sekunden lang zu sehen waren und nach 24 Stunden weg waren. Und die diese Snapchat-Stories, die waren so wichtig und so gut, dass Facebook damals ein Kaufangebot an Snapchat gemacht hat. und gesagt hat, hey, wir hätten gern euch. Und dann hat Snapchat gesagt, nö, das machen wir mal schön selber. Und daraufhin hat Facebook ja nach und nach diese Storys-Funktion kopiert. Wir haben die dann bei Instagram erlebt, wir haben die bei Facebook erlebt, wir haben sogar bei Messenger, im Facebook Messenger eine eigene Automatik. Tages-Stories-Funktion namens Messenger My Day erlebt. Wir haben den WhatsApp-Status erlebt, eine Storys-Funktion. Und auch da konntest du dich natürlich schon fragen, warum nicht auf eine Sache konzentrieren, warum überall mit unterschiedlichem Funktionsumfang, unterschiedlichen Design eine eigene Genauso wie bei den anderen funktionierenden Storys-Funktionen. Die Antwort ist aber, auf der einen Seite ballerst du die Leute mit dieser Funktion so kaputt, dass sie keine Lust mehr haben, noch Snapchat dafür zu nutzen, weil sie haben ja in jeder anderen App diese Storys. Auf der anderen Seite Ähm, bietest du aber den Leuten, die beispielsweise jetzt halt WhatsApp nutzen und nicht Instagram und nicht Facebook, die Möglichkeit, dieses Feature zu nutzen. Und ich finde, dass so historisch betrachte finde ich das eine sehr spannende Entwicklung, weil das ja, wenn man die These zu Ende denkt, eigentlich tatsächlich dazu führt dass alle Apps, die zwar im Kern unterschiedlich sind, weil das eine ist ein soziales Netzwerk, in dem du viel, so, in dem du viele Gruppen hast und links und sehr viele verschiedene Inhalte, die angezeigt werden, die Du auch, die dich auch überraschen. Oder das andere ist eben ein Messenger-Dienst, der auf Gruppen basiert, der viele Gruppen zwar anbietet, aber auch eben auf der 1:1-Kommunikation. Im Kern also unterschiedlich sind, aber darüber hinaus. relativ ähnlichen Funktionsumfang bekommen. Und das finde ich doch eine sehr, also ist von ich bin selbst überrascht über die Steilheit meiner These, aber anders kann man sich das doch fast gar nicht logisch zu Ende erklären. Ich habe ein dickes Brett, sorry.
26:14 Dennis Horn
Ja, ist okay. Ich antworte komplett unbefriedigend. Ich guck mir das an und warte ab. Das ist auch gut. Instagram. Matt Navara schreibt das sehr schön: der Instagram-Kreis des sozialen Lebens ist geschlossen. Du konntest schon Threads-Beiträge auf Instagram teilen. Jetzt kannst du Instagram-Beiträge oder Reels in Threads teilen.
26:45 Gavin Karlmeier
Was absurd ist. Weil, also ist natürlich schlau, dass es das Feature gibt und ist auch genau richtig in der Markenlogik. Aber es gibt ja wirklich null Menschen, die ein Threads-Konto haben, aber kein Instagram-Konto.
27:00 Dennis Horn
Ja, also ich könnte das höchstens noch unter dem Faktor sehen, die Leute zu Threads zu locken.
27:06 Gavin Karlmeier
Ja, stimmt. Und man folgt bei Threads vielleicht anderen Leuten als bei Instagram.
27:10 Dennis Horn
Und dann habe ich hier noch ähm Threads. Das jetzt die Möglichkeit bietet, 24 Stunden langen Benachrichtigungszeitraum zu aktivieren für einzelne Threads
27:22 Gavin Karlmeier
Und das finde ich gut. Ja, finde ich auch gut. Das finde ich super. Das hätte ich mir im alten Twitter super gewünscht. Zu sagen, also ich möchte jetzt wirklich nicht über jede Antwort benachrichtigt werden, aber da ist gerade eine heiße Diskussion, halte mich mal 24 Stunden lang im Loop und dann ist auch gut. Das finde ich toll. Gute Idee. Und übrigens eine der ersten in das Microblogging-System eingreifenden Features, die man noch nicht von Twitter kannte.
27:48 Dennis Horn
Auch spannend. Ich habe hier ansonsten nur noch einmal Reddit für dich. Oh. Also du bist ja du bist ja Reddit-Afficionado. Das ist so. Aber wirklich nur noch mal eine kurze Beobachtung. Der Garbage Day Newsletter schreibt das. Die haben Daten ausgewertet der letzten sechs Monate bei Reddit. Oder verfolgt und glauben, dass es ziemlich eindeutig ist, dass sich die Plattform verändert hat seit der Proteste in diesem Sommer. Alle Subreddits Die ihre Regeln da geändert hatten oder irgendwie mal dicht gemacht haben zwischendurch, sind ja wieder normal, sind ja wieder da im Grunde Also oberflächlich scheint Reddit gewonnen zu haben. Das haben wir hier auch so eingeschätzt, ja, als Unternehmen. Aber die meisten großen Subreddits Verzeichnen wohl einen Rückgang von 50 bis 90 Prozent bei den durchschnittlichen täglichen Beiträgen und Kommentaren. Im Vergleich zu vor einem Jahr. So, und Garbage Day kommt zu dem Ergebnis, dass dieser Rückgang Darauf hindeutet, dass die Leute entweder wegen der Veränderungen bei Reddit oder wegen der Proteste weggegangen sind und nicht mehr zurückkommen.
29:01 Gavin Karlmeier
Ja, und ich könnte mir glaube vor allem, was die Proteste aus bewirkt haben, das Wort. Boah, Gott sei Dank ist mir das eingefallen, sonst hätte ich das morgen wieder überall. lesen müssen. Scherz, Scherz. Nee, was diese Proteste dann ja offenbar bewirkt haben, ist eine Sichtbarkeit für eine Sichtbarkeit für dieses Thema eben aufzubringen. Also für die um die ganze Problematik, um die Willkür des CEOs Steve Huffman, das ist ist offenbar also auch ein Ergebnis, dass Proteste eben etwas bringen können. Und also ich sag's dir ja auch ganz ehrlich, das Ziel dieser Proteste war ja nicht, das Netzwerk kaputt zu machen. Das Ziel dieser Proteste war auch nicht, dafür zu sorgen, dass niemand mehr was in diese Plattformen treibt. Das ist kein direkter Effekt, der erwünscht war Sondern der direkte Effekt, der erwünscht war, war, Aufmerksamkeit für diese Problematik, für die Willkür eines CEOs zu generieren. Und das haben sie dann offenbar erreicht, auch wenn die Effekte dann ja am Ende auch negativ spürbar sind. Also finde ich eine schöne Geschichte von lautem Widerstand in sozialen Netzwerken. So. Na, extra.
30:14 Dennis Horn
Und mit dieser schönen Geschichte von lautem Widerstand in den sozialen Netzwerken. Verabschieden wir uns ins Wochenende.
30:21 Gavin Karlmeier
Na gut. Bis Montag.
30:25 Dennis Horn
Bis Montag.