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Folge 219 · 4. Dezember 2023 · 58 Min.

Ich glaub, es geht schon wieder los!

mit Dennis Horn

Haken dran ist wieder da!

Oder wie „wir“ Serienjunkies sagen: Haken dran, S2E1. Wir müssen ein bisschen was aufarbeiten – ungefähr 2 Monate. Und ja, auch der Frage, wie es jetzt weitergeht, stellen wir uns. Seid ihr dabei? Willkommen zurück!

➡️ Der Haken dran-Discord-Chat, Möglichkeiten uns zu unterstützen und vieles weitere findet ihr hier: http://www.hakendran.org

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Dennis Horn

Grüß dich, Gavin.

00:07 Gavin Karlmeier

Äh, hallo Dennis. Hä? Du warst einfach die ganze Zeit in diesem Call hier in den letzten Monaten, oder?

00:14 Dennis Horn

Ja, ich hab gemacht.

00:15 Gavin Karlmeier

Was? Was mache ich hier? Niemand weiß das.

00:22 Dennis Horn

Ja, schön, dich zu hören. Ja, schön dich zu hören. Ich habe gedacht, zum Start der neuen Staffel schaue ich mal vorbei.

00:28 Gavin Karlmeier

Ja, ich werde dich auch, und so viel kann ich schon mal verraten, ich werde dich ja auch nicht völlig loslassen können. Also wir werden dich ja weiterhin immer mal wieder konsultieren müssen, einfach weil du. Naja, ich kenne sonst sehr wenig Menschen, die im letzten Jahr 218 Abende mit dem Thema Social Media verbracht haben.

00:45 Dennis Horn

Wir kommen auch einfach nicht voneinander los. So ist das. Also, wie froh wir erstmal sind wie sehr Haken dran bei euch allen immer noch Thema ist. Haken dran war bei über 600 Leuten auf Platz 1 im Spotify wrapped.

01:02 Gavin Karlmeier

Ja, das ist wirklich so verrückt. Und auch was das so mit sich gebracht hat. Also ich konnte die letzten vier Wochen. Ehrlicherweise nichts im Internet veröffentlichen, ohne dass irgendjemand anders darunter gefragt hat, wann ist denn mit Haken dran bei Dinge. Und das hat mich auch so ein bisschen. . Also ich habe immer so das Gefühl gehabt, das ist so das schwierige zweite Album. Das weißt du? Wie es jetzt weitergeht. Bands haben ja 30 Jahre für das erste Album, für das Debüt Zeit und das zweite Album musste dann halt auch sitzen.

01:33 Dennis Horn

Ja, also ich habe jetzt in der ARD-Doku über echt gesehen, dass das zweite Album besser war. Als das erste.

01:41 Gavin Karlmeier

Ja, das ist dann aber wahrscheinlich wirklich viel Arbeit und Konzentration und Professionalität verschuldet. Die haben wir nicht.

01:53 Dennis Horn

Ja, und so, also bei jedem größeren Skandal in der Zwischenzeit. Haben wir sehr genau gelesen, wie ihr geschrieben habt, heute Haken dran wäre toll. Und ich fand das ja auch. Also mir ging das ja genauso, ne?

02:07 Gavin Karlmeier

Ja, ja, eben total. Auch wenn man ja selber, ich weiß nicht, ob es dir auch so geht, aber mir selber hilft dieser Podcast ja, um für mich selber auch diese Einordnung zu haben, weil ich dann gezwungen bin, das einmal durch den Sprechapparat laufen zu lassen, das Thema. Und wenn das aber nicht ist, ich war teilweise lost. Also mir ging es auch so.

02:30 Dennis Horn

Ja, es ging einfach nicht, und also ich würde das gerne jetzt noch ganz kurz auflösen. Ich habe einen neuen Job. Das ist einfach in der Zwischenzeit passiert. Bin jetzt Radiochef bei 1 Live und es lässt überhaupt keine Zeit, hier noch irgendwas in den Podcast-Äter zu schicken. Du hattest auch ordentlich zu tun, so in den letzten Wochen und braucht es auch ein bisschen Zeit, irgendwie das neu aufzusetzen. Jetzt bin ich gespannt. Bevor wir in die Vollen gehen, bin ich sehr neugierig, denn ich weiß es tatsächlich auch noch nicht.

03:03 Gavin Karlmeier

Und wie würde dir gefallen, wenn ich sagen würde, ich weiß es auch nicht? Oh! Nein, nein, so schlimm ist es nicht.

03:08 Dennis Horn

Das ist der Auftakt in die zweite Staffel. Aber wie geht es nach dieser Episode weiter, lieber Gavin?

03:14 Gavin Karlmeier

Also, ich habe da wirklich viel, viel, viel Zeit mit verbracht, mir diese Frage zu beantworten. Ich habe mit sehr, sehr vielen Leuten gesprochen. Auch mit mir selber bin ich sehr ins Zwiegespräch gegangen und ich war ja auch zwischenzeitlich im Urlaub und habe im Urlaub auch mal versucht, so mit Abstand darauf zu schauen. Und die Antwort ist so ein bisschen: es kann ja nicht einfach einen anderen Dennis geben. Zu dem Ergebnis bin ich gekommen. Habe dann überlegt, eigentlich braucht es so eine Art, naja, so eine Art festes Team an Leuten. Und je mehr ich, also das war dann, wir haben ja hier im Podcast immer wieder das Bild des Scheinriesen aufgeregt. gemacht. Ich weiß nicht, ob du dich erinnerst, aber dieser Riese, der so groß wirkt und je näher man kommt, umso kleiner wird er.

03:53 Dennis Horn

Wo wir den Begriff einfach nicht kannten.

03:55 Gavin Karlmeier

Danke an alle Hakis, die seinen Scheinriese geschrieben haben. Und so war das mit dieser Vision des Teams auch. Weil zu überlegen, diverse Facetten, die das mit dir für mich so hier stark und ausgemacht hat, immer wieder. einfach auf andere Schultern zu verteilen, wird ihnen nicht gerecht. Dementsprechend wird es jetzt die nächsten Wochen und Monate erstmal so aussehen, dass es einfach wechselnde Gegenübere gibt. Und vermutlich wird sich dann mit der Zeit irgendwann so eine Art Team selbst heraus extrahieren. Das ist so meine Idee. Das bedeutet, es wird jetzt nicht mehr täglich, sondern dreimal wöchentlich Haken dran geben. Montags, mittwochs, freitags. Ja. Damit spare ich mir auch diese komplizierte Dienstagsfolge, die wir immer hatten, bei der es einfach keine Themen gibt. Mit immer wechselnden Menschen, teilweise alte Bekannte, teilweise völlig überraschende Stimmen, so viel kann ich schon mal verraten. Und das werde ich jetzt so lange machen, bis ich ein Gefühl dafür habe, mit wem es besser klappt und mit welchen Leuten dann es vielleicht auch nicht so gut klappt. Das ist jetzt so das nähere Vorgehen. Und zu diesen Leuten, die aber auch immer wiederkommen werden, also sind nicht so Einmalige Gäste, würde ich auch sehr gerne dich mit großer Regelmäßigkeit weiterhin hier willkommen heißen wollen. Aber natürlich Das ist der Plan.

05:12 Dennis Horn

Punkt. So. Also toll. Ich habe auch direkt den Untertitel. Haken dran, Gavin Karlmeyer und die Branchenbeobachter.

05:19 Gavin Karlmeier

So oh. Das ist tatsächlich so die Idee, ganz genau, ja, richtig. Ja, sehr schön. Ich bin gespannt. Bevor wir reingehen, ich will ganz kurz nur noch eine Sache sagen, weil mich das so für alle, die sich beruflich vielleicht oder auch halbprofessionell mit dem Thema Podcasts beschäftigen und was mich so ein bisschen. beeindruckt hat, dass die Abrufe auf dem Podcast-Feed von Haken dran, also die letzte Folge kam so Ende September, wenn ich das richtig erinnere. .

05:48 Dennis Horn

Die hieß bis bald und

05:50 Gavin Karlmeier

War auch unsere Top-Episode übrigens. So ist es. Und die Abrufe auf diesem Feed, die haben nicht so richtig doll nachgelassen, ehrlicherweise. Also es war immer noch so, dass so, also teilweise bis zu tausend Leute am Tag weiterhin haken dann. gehört haben, wo ich so sagen muss, also, was ist denn mit euch?

06:10 Dennis Horn

Was ist los mit euch? Ja, okay.

06:12 Gavin Karlmeier

Ja, und das hat mich schon sehr bewegt, ja.

06:15 Dennis Horn

Es ist die Lust am Untergang.

06:17 Gavin Karlmeier

So ist es.

06:18 Dennis Horn

Ja, also wir sind weiter in einem elendig langen WTF gefangen. Es hat sich in unserer kleinen Pause aber kaum etwas verändert, muss man hier mal kurz festhalten. Also Elon Musk schlägt immer noch wild um sich. Ex existiert nach wie vor. Ex zistiert nach wie vor. Linda Jaccarino ist auch noch im Amt. Können wir ja nochmal kurz drüber reden. Dem Vernehmen nach.

06:40 Gavin Karlmeier

Ich habe sie lange nicht gesprochen.

06:42 Dennis Horn

Ja, where in the world is Linda Jaccarino? Also lange nicht gesprochen. Also du hast ja gesagt, du hast mit etwas Abstand auf die Dinge geguckt und auf diesen Podcast hier, wobei Abstand war dein Du stehst vor dem Ex-Headquarter in San Francisco.

06:57 Gavin Karlmeier

Das ist tatsächlich so. Ich bin da hingefahren und habe versucht, ein Interview. Nein, ich stand nur davor. Und es war nicht so spiegel-TV-mäßig, dass man nicht dann mit der Hand vor der Kamera rausschieben musste aus dem Foyer, sondern ich bin nicht reingegangen.

07:10 Dennis Horn

Achso, du hast nicht so eine Szene gedreht, wo du klingeln musstest bei Ex und dann jemand aus dem Off gesagt hat Die Kommunikationskonzerne kommunizieren selbst nur äußerst ungern.

07:22 Gavin Karlmeier

Genau, und wie ich dann so mein Handmikrofon an die Gegensprechanlage halte. Sehr gut. Genau, ich war vor Ort und das ist wirklich in gewisser Weise ein trostloses Haus inzwischen Also was man so hört, dass zumindest früher da ja irgendwelche Schilder dranhingen, hast du nicht mehr. Es ist auch nicht mehr so ein Treiben. Das liegt auch, glaube ich, ein bisschen daran, dass die Straße vor dem vor dem Headquarter, das finde ich, ist eine eine Parabel auf den Zustand dieses Unternehmens. Die ist eine Baustelle und da fährt nichts. Also du kannst quasi gar nicht mit dem Auto davor fahren, weil eben die ganze Straße eigentlich nicht mehr befahrbar ist. Und genauso fühlt sich da eigentlich alles auch in den letzten Wochen an. Also es ist eigentlich komplett, der Verkehr um Ex herum ist eigentlich weitestgehend zum Erliegen gekommen.

08:09 Dennis Horn

Als hätte man es so erfunden.

08:11 Gavin Karlmeier

Wirklich.

08:11 Dennis Horn

Ja, so und auch um Ex herum, also nicht der Verkehr, sondern die anderen Dienste. Threats ist noch nicht in der EU gestartet. Blue Sky verlangt immer noch einen Code, um reinzukommen. Alles wie immer und die Pause für Hakenbrand war gefühlt gut platziert.

08:25 Gavin Karlmeier

Das würde ich auch so sehen und ich finde tatsächlich, vor allem mit Blick auf das, worüber wir heute sprechen werden, ähm. Der Start von Haken dann hätte auch kaum besser platziert sein können.

08:35 Dennis Horn

Weil gleichzeitig ist natürlich ein bisschen was passiert, über das es sich zu reden lohnt und ein paar Dinge stehen ganz offenbar auch an. Also gehen wir mal rein. Lass uns beginnen mit dem wichtigsten Moment vielleicht der vergangenen Wochen, seit Monaten. Versucht Linda Jaccarino die Werbekunden zurück ins Boot zu holen und ihnen die Lüge zu verkaufen, ex sei ein vertrauenswürdiger Partner, um dort die eigene Werbung zu platzieren. Also vertrauenswürdig im Sinne von, wenn ihr bei uns Werbung schaltet. Dann stimmt auch das Umfeld und das tut es natürlich nicht. Es sind wieder Werbeanzeigen großer Marken neben rassistischen Inhalten aufgetaucht, neben antisemitischen Inhalten. Es gab einen Beitrag auf X, außerdem darin hieß es Jüdische Organisationen würden Hass gegen Weiße verbreiten und Elon Musk antwortet auf diesen Beitrag Das sei die tatsächliche Wahrheit. Und mit dieser Antwort sind die Dinge in den vergangenen Wochen explodiert. Es gab eine. Kontroverse dazu, klar. Elon Musk ist auch nicht wirklich von seiner Position abgerückt. Einige Gruppen, schreibt er, dazu zählt er die Anti-Defamation League. Haben wir auch schon oft in Hakenrand hier drüber gesprochen, würden. Zitat faktisch anti-weißen Rassismus und antiasiatischen Rassismus verbreiten. Und das gab deutliche Kritik an Elon Musk, auch übrigens vom Weißen Haus, das geschrieben hat, wir verurteilen diese abscheuliche Unterstützung. Von antisemitischem und rassistischem Hass aufs Schärfste. Und Elon Musk hat dieses Irrlich dann auch noch fortgesetzt, hat die Pizzagate-Verschwörungstheorie nochmal aufleben lassen. Hat ein Posting veröffentlicht mit dem Wort Q'non und den Anhängern dieser Bewegung auch nochmal ein bisschen Hoffnung auf ein Wiedererstarken gemacht. So und am Ende sind X jetzt weitere Werbekunden abhanden gekommen nach diesen Geschichten. Apple, Disney, IBM. Das in diesem Quartal dort noch eine Million US-Dollar ausgeben wollte. Warner Brothers Discovery, Paramount Global, NBC Universal, das fand ich interessant. Das alte Unternehmen von Linda Jaccarino, Comcast Sony Ubisoft Das finde ich schon eine beeindruckende Reihe.

10:47 Gavin Karlmeier

Ja, absolut. Also Apple auch als der größte Werbekunde und als einer, der, den wir hier auch schon sehr oft sehr kritisch betrachtet haben, weil Apple sich auch sehr, weil Apple hat sehr rumgeeiert mit seinem Umgang mit dem Unternehmen X, obwohl es ein familienfreundliches Unternehmen ist. hatte es kein Problem damit, ganze Episoden einer Apple TV Plus Serie irgendwo neben Taka Carlson sozusagen platziert zu sehen. Also Ähm, sehr, sehr beeindruckend und ehrlicherweise war das auch so genau der, ich glaube, die BBC hat es den Sargnagel im Unternehmen Ex genannt, weil das die Platzierung von antisemitischen Äußerungen von Elon Musk, ähm ist strategisch, also abgesehen davon, dass es menschlich und politisch und kulturell auf jeder Ebene zu verachten ist, gerade zu diesem Zeitpunkt zu verachten ist, solche Verschwörungserzählungen zu reproduzieren. ist das auch unglaublich dumm unter einem wirtschaftlichen Aspekt. Die USA haben eine viel stärkere Nähe zu Israel, zu Zu jüdischen Menschen im Generellen, als wir uns das hier in Europa noch vorstellen können, und einem CEO der kein CEO mehr ist, einem Inhaber, einem Besitzer, ich muss erstmal wieder reinkommen, du, dem verzeiht man sowas einfach nicht. Vor allem eben nicht in Amerika. Dort ist die glaube ich, ist der Trigger dann deutlich schneller erreicht, zu sagen, das geht uns jetzt soweit. Und ich finde das sehr beeindruckend, dass dieser diese roten Flaggen Die da jetzt alle hochgehoben wurden, tatsächlich dazu geführt haben, dass es Ex an den Kranken geht, finanziell.

12:30 Dennis Horn

Gleichzeitig gerade Apple ja nochmal so eine Besonderheit in der Liste dieser Unternehmen, du hast es gesagt, ne? Also Die hatten dann, also irgendwie Tim Cook gerade dann doch irgendwie Nähe zu Elon Musk. Da gab es ja auch die Geschichte Rund um die Frage, bleibt die Twitter-App, die sie damals noch war, im App Store? Nach manchen Community-Richtlinien-Entscheidungen, die Twitter da getroffen hatte unter Elon Musk? Und also wir beide haben ja während der Pause unseren Chat weiterlaufen lassen. Wir hatten unser internes Haken dran nach wie vor. Und ähm, da habe ich dann auch geschrieben, ich glaube, ich habe das sogar nochmal gepostet. Also ich glaube Apple kein Wort nach den Malen, die Elon Musk, äh ne, die Tim Cook da bisher auch umgekippt ist gegen Elon Musk. Ja, aber es hält jetzt schon länger als die paar Tage, die es sonst immer war.

13:26 Gavin Karlmeier

Ja, ich ehrlicherweise glaube ich, dass man an diesem Beispiel, also wenn man sehr Realkapitalismus kritisch da drauf schauen möchte, daran sehr gut sehen kann, dass es eigentlich immer nur um Geld geht und um Geld verdienen geht und dass Wenn ein Punkt erreicht ist, an dem ein Unternehmen nicht mehr sagen kann, wir lächeln das weg, weil es keinen Einfluss darauf hat, wie wir als Unternehmen, als werbetreibendes Unternehmen wahrgenommen werden, wie das bislang offenbar oft der Fall war. Wo dann eben doch solche Konsequenzen tatsächlich gezogen werden. Was ich damit sagen will, jetzt kann man nicht mehr weggucken Auch in den USA eben nicht. Und man kann auch nicht mehr sagen, gut, wir schalten da jetzt weiter unsere Werbung. Am Ende kriegt es im Idealfall einfach niemand mit. Sondern damit ist jetzt ein Punkt erreicht, wo man sich verhalten muss. Und dieses, sich zu verhalten, ist dann hier tatsächlich etwas, das dann eben auch weiter geprüft wird, auch von den Leuten. Und das ist doch ganz gut irgendwie.

14:23 Dennis Horn

Zum Glück ist er erreicht. Und die Organisation Media Matters hat darüber berichtet, über diese ganzen Unternehmen, die sich da jetzt zurückgezogen haben mit ihren Werbebuchungen. Hat da so eine Liste auch draus gemacht. Diese Unternehmen sind jetzt die Werbung zurückgezogen. Diese großen Unternehmen, diese Liste führen wir auch fort, stand dann da. Und Elon Musk, Hat auf diesen Bericht wiederum damit reagiert, dass er Media Matters verklagt, weil das den Exodus der Werbetreibenden ausgelöst hätte. Und dann ist er letzte Woche, Mittwoch, komplett durchgedreht. Er ist zu Gast auf einer Konferenz der New York Times. Wirft den eigenen Werbekunden, die dann irgendwie ihre Werbung zurückgezogen haben, wieder einmal vor, Ex in den Ruinen zu treiben. Das war ja schon mal seine Argumentation. Wir erinnern uns an Haken dran, Folge irgendwas. Und als der Moderator ihn fragt, was denn die Werbekunden sonst tun sollen, ist das hier die Antwort von Elon Musk.

15:26 Speaker 4

You don't want them to advertise? No. What do you mean? If somebody's gonna try to blackmail me with advertising? Blackmail me with money? Go fuck yourself. But go fuck yourself. Is that clear? I hope it is. Hey Bob.

15:50 Dennis Horn

Hey Bob, das ist Bob Eager, der Chef von Walt Disney. Der hat es ihm offenbar besonders angetan. Hi ai.

15:58 Gavin Karlmeier

Weißt du, was ich mir woran ich gedacht habe, so dieses pikierte so dieses Pubertier. trotzige dann Kraft ausdruckt euch doch selber, so wie es die BBC übrigens geschrieben hat. Sehr schön. Go Kraft ausdruckt yourself. Das hat mich an das Gespräch erinnert von Armin Lashut bei Markus Lanz. Und Markus Lanz hat ihn so stark in die Ecke getrieben, dass er in irgendwann nur noch sagte, sie sind ja doch angefangen. fast her nasch. Und genau diese Vibes hatte das. Also ein völlig in die Ecke getriebener, der weiß, was eigentlich seine öffentliche Wahrnehmung ist. Die Rolle des Enfort terrible des rebellischen Visionärs, der, hey, ich mach mein Ding und ich bin auf niemanden angewiesen. Und um Gesicht zu wahren. Springt er da einfach nochmal eine nächste Klippe runter, weil ihm einfach gerade nichts anderes einfällt?

16:55 Dennis Horn

Ja, und also, und also gesichtswarend war das am Ende dann aber wiederum nicht.

16:59 Gavin Karlmeier

Ja, ich bin mir da nicht so sicher, weil die Frage ist, vor wem er das Gesicht wahren möchte. Und vor seinen Boys sozusagen, vor den Basteln. Fanboys, hat er das ja hier getan. Und das hat man dann zum Beispiel im Kommentar. Das ist ehrlicherweise fast meine Lieblingsreaktion dazu. Also klar, wirtschaftlich betrachtet ist es maximal dumm. Also, das ist so, das ist der weitere Sargnagel, nach dem, über den wir eben gesprochen haben. Aber Ulf Porschert hat in seinem Kommentar in der Welt geschrieben: das ist der Triumph der Freiheit. Weißt du? Vor solchen Leuten.

17:36 Dennis Horn

Es fehlt nur, dass Elon Musk genau diesen Satz, go fuck yourself, sagt, während er mit 200 über die A2 von Bremen nach Hamburg brettter.

17:43 Gavin Karlmeier

In Diesel. Ja, aber genau das Von diesen Leuten ist er da Gesichtssachen, von diesen Leuten ist er der Maske, den man sozusagen da erwartet hat.

17:55 Dennis Horn

Ja, okay, ich verstehe. Zu diesen Leuten kommen wir nachher noch.

17:58 Gavin Karlmeier

Na klar.

17:58 Dennis Horn

Also, das Social Media Watchblog hat den Kommentar dazu von Kara Swisher, Journalistin, bei Threads rausgefischt. Someone definitely fucked themselves. Also dann sind mir noch aufgefallen, die Lache der Leute da im Hintergrund. Wie kann man, also was, what?

18:21 Gavin Karlmeier

Ich kann das nicht lesen, weil ich nicht weiß, was für ein Publikum da sitzt.

18:24 Dennis Horn

Ja, ja, ja, ja. Aber bei der New York Times, ein Publikum auf einer New York Times Veranstaltung.

18:29 Gavin Karlmeier

Aber würdest du nicht, also mal angenommen, du bist in dieser Runde und er würde das sagen. Ich glaube, man kann da schon als Coping-Mechanism mit Lachen drauf reagieren. Was soll man sonst dazu noch sagen?

18:41 Dennis Horn

Also ich werde was soll man sonst dazu noch sagen? Ich kann noch mit Kopf schütteln. Also, vielleicht liegt, also jetzt so nach dem Jahr, dass wir hier Haken dran machen, Über ein Jahr. Ich hätte, weiß ich nicht, hätte anders reagiert, glaube ich.

18:55 Gavin Karlmeier

Ja, ich auch. Ich hätte sofort das Handy rausgenommen, weil ich wusste hätte, das hier ist jetzt gerade der Moment. Nachdem Apple, Disney, NBC, du hast die Liste gerade so ein bisschen angeschnitten. Die können nicht mehr wiederkommen jetzt. Das geht nicht mehr. Also, sie sind gegangen, weil der Besitzer sich antisemitisch geäußert hat. Also, eine Geschichte, die man mit einem Jahr Abstand immer noch hätte kleinreden können mit, naja, es ist ja nur der Besitzer, der jetzt aber den Unternehmen gesagt hat, sie mögen sich doch bitte Kraftausdrucken gehen. Und damit ist eigentlich jetzt das Tischtuch zerschnitten und die kommen nicht mehr wieder. Wenn man sich überlegt, dass 2022 90% der Einnahmen von Twitter aus Werbeeinnahmen generiert wurden.

19:40 Dennis Horn

Muss man sich so ein bisschen die Frage stellen, was soll das? Ja. Und wie kann bei all dem, was da auf dieser Bühne passierte Linda Jaccarino noch in diesem Amt bleiben? Was ist das? Also, was hält sie dort? Was ist da los Ich hab da keine Antwort drauf.

19:58 Gavin Karlmeier

Also, ich habe eher das Gefühl, dass sie sich jetzt gerade versteckt und Hoffnung hat, dass sie von diesem Kugelhagel, in den ihr Chef sozusagen das Schiff gefahren hat. Dass sie da einfach weitestgehend ungescheidet rauskommt. Oder es ist ihr einfach alles egal.

20:14 Dennis Horn

Ja, genau, es ist ihr alles egal, oder sie versteckt sich. Dann fragte ich mich, ob eine Klausel in ihrem Vertrag ist, dass sie jetzt nicht so einfach wegen solcher Sachen gehen kann. Also, weißt du, ist da irgendwie irgendwas, was eine Rolle spielt?

20:30 Gavin Karlmeier

Vielleicht hat sie ihm auch ein Wort gegeben, dass sie bis Zeitpunkt X im Unternehmen bleibt.

20:35 Dennis Horn

Oder sie ist schon weg Oder sie ist de facto schon weg so und wird nur noch geführt als dort, aber das ist ja der ultimative Moment Wo du als jemand, der genau diese Unternehmen an Bord holen soll, gehen musst, wenn sich diese Unternehmen den Satz Go fuck yourself anhören müssen. Ja, genau. Also es kann eigentlich. Das kann die einzige Reaktion nur darauf sein.

21:02 Gavin Karlmeier

Das, was ich jetzt sage, hätte ich vor anderthalb Jahren auch schon mal gesagt und damit hätte ich falsch gelegen, aber Es kann ja eigentlich nicht mehr schlimmer werden. Also, mal sehen. Aber es kann eigentlich nicht schlimmer werden im Sinne von was, also, was soll denn jetzt noch passieren? was Linda Icarinos Legacy noch mehr Schaden anrichtet als ein Unternehmen, das den Werbekunden, die 90% der Einnahmen ausmachen, sagt, sie mögen sich doch bitte schleichen gehen. Also, das geht, das ist, das ist das Ende.

21:34 Dennis Horn

Das ist so.

21:35 Gavin Karlmeier

Ja.

21:36 Dennis Horn

Was sich auch getan hat, ist eine ganze Reihe deutscher Organisationen, die Ex verlassen haben. Die Rechercheplattform Korrektiv ist raus. Die hatte bei X knapp 120. 000 FollowerInnen Ähm, glaube ich so mit der größte Account, vielleicht sogar der größte aus der deutschen Medienlandschaft. Begründung: Hass und Desinformationen breiten sich unkontrolliert aus, auch weil Elon Musk dies bewusst zulässt. Und sogar befeuert. Ein konstruktiver Diskurs ist auf der Plattform nicht mehr möglich. Auch hier habe ich noch eine kleine Liste. Also die deutsche Wikimedia Die Organisation hinter der Wikipedia hat sich verabschiedet. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist raus. Die Bundesstiftung Gleichstellung, das Oberlandesgericht Karlsruhe, der Landkreis Stade, die Aidshilfe, die neuen deutschen MedienmacherInnen, der deutsche Jurist Innenbund, die neue Richtervereinigung, die Uni Bremen, die Uni Innsbruck, einzelne Krankenkassen, Radio Bremen, viele JournalistInnen verlassen die Plattformen. Ganz viele Accounts vom Deutschlandfunk Ja, nicht der große, aber zum Beispiel das Hauptstadtstudio war auch darunter. Ich weiß nicht, wie deine Beobachtung aussieht, aber in meinem Alltag, also seid jetzt auch Haken dran dann in meinem Alltag keine Rolle mehr spielt in der Pause. spielt Ex absolut keine Rolle mehr.

22:52 Gavin Karlmeier

Ich habe da super viel drüber nachgedacht, weil mir gleichzeitig Dinge aufgefallen sind. Ich bekomme weniger mit und seitdem ich nicht mehr täglich auf Ex rumhänge oder auf Twitter rumhänge. Also es gibt Dinge, die ich einfach nicht mitbekomme gerade. Da komme ich gleich mit einer Gegenthese, aber ich bin nicht mehr so gut. Ja, aber nee, ich hab, ich glaube, du sagst nämlich genau die Gegentese, die ich jetzt als Einschränkung geben würde. Das sind aber alles Dinge, die ich gerade auch nicht mitbekommen würde, wäre ich noch auf X. Also die finden dann nicht mehr statt, aber den Ersatz zu dem Twitter, auf dem ich mich bewegt habe, um auch informiert zu bleiben, den gibt es gerade einfach nicht.

23:29 Dennis Horn

Ja, und ja, verstehe ich. Also ich hätte, meine Gegenthese wäre, ich merke, dass ich bei Mastodon und Blue Sky, das sind ja so die beiden Plattformen, Plattformen, die so mein Substitut sind, so im Alltag, wo ich auch tatsächlich jeden Tag reingucke und so. Ja, habe ich auch. Aber ich merke, dass ich dort Noch nicht so vielen Leuten folge, ähm, so in der Breite, dass das für mich ein gutes Quellennetzwerk wäre. einmal natürlich daran, dass noch nicht genug Leute da sind oder Accounts. Klar, so. Also das ist so dein Punkt. Es gibt noch keinen. Adäquaten Ersatz. Es liegt aber auch daran, dass ich das noch nicht so weit getrieben habe, so wie vielen Leuten folge ich, wie ich das bei X getrieben hatte.

24:17 Gavin Karlmeier

Und Ich würde noch ergänzen, es liegt auch so ein bisschen daran, dass, glaube ich, das Reposten, wie es sich bei Twitter über die Zeit etabliert hat. Dass das bei Blue Sky nach meinem Gefühl noch nicht so stark funktioniert. Und noch eine These, und ich glaube, es liegt auch daran, dass die Timelines komplett chronologisch sind.

24:36 Dennis Horn

Ja, das kann sein. Aber gleichzeitig, kannst du dich daran erinnern, vor ein paar Tagen, Wochen, diese plötzliche. . Und auch sehr weirde Entlassungen von Sam Altman als Chef von OpenAI. .

24:51 Gavin Karlmeier

So. Wer es nicht mitbekommen hat, also Das ist so eine Geschichte, wenn du zwei Wochen lang nicht Nachrichten gelesen hast, ist eigentlich gar nichts passiert. Genau. Weil es ist nachher alles wieder wie vorher. Sehr gut, ja. Wenn du es mitbekommen hast, hast du dir mehrfach an die Stirn gefasst und dich gefragt, was ist hier eigentlich los? Also Auf MyAI-CEO wird unter dubiosen Gesichtspunkten entlassen. Wird dann einen Tag später verkündet Microsoft, dass sie ihn anheuern. Sagt man das so? Dass er bei ihnen anheuert. Ja, so. Was dem Microsoft-Aktienkurs de facto wieder auf den Status Quo geschoben hat. Dann haben irgendwie, weiß ich nicht wie viel, 60%, 70% der OpenAI-Belegschaft gekriegt hat. Gekündigt, wegen dieser Entlassung des CEOs. Oder so, genau. Weswegen das Board dann Sam Altman wieder zurückgeholt hat zur OpenMay. Das ist alles wieder wie vorher, nur vermutlich mit entweder einer kräftigen Zahlung oder einem Vertrag, die ihn de facto unkündbar macht.

25:47 Dennis Horn

Ja, also eine der wenigen Situationen, wo der Mallorca-Satz im Journalismus lautet, es ist nichts passiert. Und bei dieser Geschichte, Threads und Mastodon, war auch meine Beobachtung. Da war das in wenigen Minuten das bestimmende Thema. Und tatsächlich Habe ich da eine Live-Begleitung bekommen. So wie früher bei Twitter. Und X ist tatsächlich in meiner Wahrnehmung nicht mehr der Ort für Breaking News-Situationen.

26:18 Gavin Karlmeier

Ja, ich bin mir aber nicht so sicher, ob das nicht eine rein deutsche Beobachtung ist. Also ich habe das Gefühl, dass in den USA X schon noch eine Rolle spielt. Also vor allem, weil meine Timeline inzwischen sehr stark, wenn ich Twitter eröffne. Also X, also Twitter, das meine Timer inzwischen sehr stark englischsprachig ist, obwohl ich sehr wenig englischsprachigen Accounts folge. Das ist so ein bisschen das Phänomen, das wir damals am ersten Tag von Threads hatten. bei dem du plötzlich ohne Ende Leute angezeigt bekommen hast, den du nicht folgst, einfach nur damit du Content siehst. Und ich habe das Gefühl, dass das jetzt gerade bei Twitter so das geht gerade den Weg von Threads rückwärts. Ex ist sozusagen das Benjamin Button der sozialen Netzwerke.

27:02 Dennis Horn

Ja, okay. Gut, da muss man dann auch dazu sehen, dass natürlich absolut die Zahl der englischen Accounts größer ist.

27:11 Gavin Karlmeier

Nochmal, als die der Deutschen.

27:13 Dennis Horn

Kann auch nochmal ein bisschen verzerrt sein. Und ich glaube auch, dass auch wenn X jetzt nicht mehr so aus unserer Perspektive so ein Ort ist für Breaking News-Situationen, es gibt keinen neuen Ort dafür. Weil gleichzeitig auch diese Sam Altman-Nummer war ja auch wieder US-amerikanisch gelagert. Und wenn es jetzt irgendwie so eine weitere, weiß ich nicht, so eine Lage gäbe wie die Ahrtal-Katastrophe oder so, würde ich bezweifeln, dass ich das bei Blue Sky gecovert sehe.

27:46 Gavin Karlmeier

Ja, das glaube ich komplett auch. Und eben viele Geschichten, die so Randthemen sind, also Dinge, die man so mitbekommen hat, weil die eigene Twitter-Timeline das gleiche die gleiche Begeisterung für diese Randthemen hat, wie man selber. Und das reicht vom Tod der Frau von Heino bis zum, bei der, von dem ich übrigens erst gestern erfahren habe, also einen Monat später, das wäre mir vor einem Jahr nicht passiert. Obwohl das so eine kleine Geschichte ist, hätte man sowas mitbekommen, einfach auch durch die Sekundärverwurstung. die sie bei Twitter eben stattgefunden hätte. Aber auch solche Geschichten wie diese AfD-Nähe des Müller-Konzerns, über die jetzt in den letzten Tagen gesprochen wurde. Also solche Säule, die durch Dörfer getrieben werden. Die gibt es einfach bei Blue Sky und hast du dann weniger. Ich glaube, das liegt auch so ein bisschen, wie gesagt, an der chronologischen Timeline, weil es sich eben nicht so stark auf einzelne Buzzwords konzentriert, die dann stärker geboostet werden im Newsfeed. Ja, aber auch ich fühle mich, um zu deiner Frage zu kommen, ein bisschen weniger informiert, aber auch ich benutze Twitter und X gar nicht mehr. Ich habe selbst die App auf meinem Telefon in einen Ordner geschrieben. Was bedeutet Google-Seite 2, ich werde es nie wieder benutzen. Ich habe aber, um da direkt anzuknüpfen, habe ich nämlich so ein Gedankenspiel gehabt während der letzten Wochen. Und ich weiß aber nicht, ob du da mitgehst. Wir haben schon öfter darüber gesprochen, dass es in den USA so Unternehmen gibt, die die sich politisch stark vereinnehmen lassen und dadurch Platz machen für einen Gegenspieler, Also wir haben, ich weiß nicht mehr, irgendein IT-Dienstleister mal gehabt, der so traditionell demokratisch war und es gibt ein Unternehmen, das dieselben Dienstleistungen anbietet, aber eben. republikanisch geprägt. Es gibt die Cola-Kriege als vermutlich das bekannteste Beispiel, zwei Cola-Konzerne, die beide mit der amerikanischen Politik verwoben sind. Also auf der einen Seite eben Coca-Cola, demokratisch, Republikaner. Pepsi Ist das so Ja gibt's da gibt's Filme drüber Das ist das Rabbit Hole im Das kenne ich ja noch gar nicht Das ist so ein, ich glaube, so ein 70er-Jahre-Ding. Dass die beiden einfach wirklich so ganz nah. . Also das hat so ein bisschen auch mit Richard Nixon zu tun, der mit Pepsi gearbeitet hat und öffentlich auch Pepsi getrunken hat. Sowas halt.

30:14 Dennis Horn

Ich kenne nur die Szene, wenn du im Restaurant sitzt und bestellst und sagst, ich hätte gerne Coca-Cola. Und dann fragt dich der Kellner, ist Pepsi okay? Und du antwortest einfach, ist Spielgeld okay?

30:26 Gavin Karlmeier

Entschuldige, aber Werbung Ende. Aber was ich sagen wollte, ich glaube, wir erleben gerade die neuen Cola Wars. ähm mit Threads und Acts. Also Biden hat sich ein Threads Account gemacht in den letzten Wochen Gleichzeitig hast du eben auf Exxon absoluten Support und Zuspruch auch von der Plattform selber für republikanische Positionen. Ich finde das sehr interessant, weil diese Spaltung der Gesellschaft in den USA, und ich will da jetzt, ich will nicht viel von meinem Urlaub erzählen, weil ich eben in Kalifornien war, aber Diese so oft benannte Spaltung der Gesellschaft findet dort einfach überall statt. Es gibt für jedes politische Lager gibt es einfach ein komplett. Angebot von allem, das du dann eben nutzen kannst. . Es gibt deine Nachrichtenwebsites, es gibt deine Nachrichtensender, es gibt deine Cola, wie gesagt. Und ich habe das Gefühl, dass das jetzt gerade die nächste Generation dieser Cola Wars ist. Interessant.

31:30 Dennis Horn

Okay, also wo wir gerade bei Thesen sind, nochmal zurück zu Elon Musk und seiner Übernahme von Twitter. Ich würde zumindest festhalten, bei dieser Relevanzdiskussion, die wir eben hatten, dass X auf jeden Fall deutlich weniger Relevanz hat, als Twitter vor einem Jahr es hatte. Egal aus welchem politischen Lager heraus du darauf guckst oder von welcher Stelle des politischen Spektrums aus. Ich glaube das auch, ja. Ja. So und ähm Meine These ist, Elon Musk hat verstanden, dass es ein Fehler war, Twitter zu übernehmen, finanziell gesehen. Es würde auch zu seinem wildgewordenen Auftritter bei der New York Times passen. Es ist ihm egal. Also tatsächlich wird diese Plattform ja jetzt mit jedem Stück mehr Irrelevanz. Es ist ja auch so, dass dann die Skandale, über die wir ja hier sprechen, irrelevanter werden. Ja. Und was er noch rausziehen kann, ist Die Nummer mit, ähm, der ihm seine ähm äh seine Ex-Frau beauftragt hat, nämlich sich da irgendwie zum Helden der Redefreiheit Geist zu machen. Ja, kannst du es kaufen und kaputt machen, hat sie gefragt. Ja, so und du sagst ja eben, so aus welcher Perspektive ist dieser Auftritt da bei der New York Times an erfolgreicher gewesen? Vielleicht aus dieser Perspektive heraus.

32:54 Gavin Karlmeier

Genau.

32:54 Dennis Horn

Und Business Insider hat die These, dass Elon Musk Ex jetzt tatsächlich bewusst sabotiert. Was heißt das?

33:02 Gavin Karlmeier

Also, b d genau, das ist es gibt einen sehr lesenswerten Text vom 30. November, ähm, der heißt It Sure Looks Like Elon Musk Is deliberately destroying X. Also es sieht ganz danach aus, als würde Elon Musk Ex absichtlich zerstören. Und das Ganze wird sehr wirtschaftlich und Also so ganz genau, wie Schulden zurückkaufen technisch funktioniert, I don't know. Aber die These ist, Banken haben grundsätzlich eigentlich kein Interesse, lange Schulden zu halten. Vor allem nicht, wenn du Zinszahlungen bekommst, im Fall von X sind es 1,2 Milliarden Dollar im Jahr, Zinszahlungen von einem Unternehmen bekommst, bei dem das Wasser bis zum Hals steht. Wo man sagen muss, ich wir wissen nicht so genau, ob wir das noch bekommen. Also wir haben über eine Bank ja auch schon gesprochen. Da weiß ich allerdings gerade nicht mehr, welche das war die die Kredite an Elon Musk bereits vollständig abgeschrieben hat, weil sie davon ausgingen, dass sie das eh nicht wiederkriegen. Es geht hier um 13 Milliarden Dollar, übrigens insgesamt, die da als Kredit aufgenommen wurden, um die Elon Musk die Möglichkeit zu geben, Twitter überhaupt zu kaufen. So. Und sowohl BBC, die BBC haben einen Text darüber geschrieben, bei dem die Frage aufgeworfen wurde: Könnte X eigentlich pleite gehen? Also ist der Bankrott des Unternehmens eigentlich denkbar? als auch eben der Business Insider macht das hier auf. Und die grundsätzliche Beobachtung ist, also Elon Musk könnte, wenn er wollte. In das Unternehmen eigenes Geld investieren. Er könnte weiter Geld in das Unternehmen stecken, würde er daran glauben.

34:34 Dennis Horn

Ja. So bei diesem werden die Pleite gehen und so weiter, haben wir ja auch schon mal darüber gesprochen. Das sozusagen umliegende Geld, das er immer noch hat, sagt uns, es wäre für ihn nicht schlimm. Also er würde nicht untergehen, sondern ausschließlich Ex. Genau.

34:53 Gavin Karlmeier

Ja, richtig. Und das ist natürlich, also für jemanden, der so seine Karriere und seinen Namen unweigerlich mit dem Erfolg seiner Unternehmen verknüpft. Wir haben über dieses. Marketingmodell gesprochen, wie Tester eigentlich beworben wurde, ganz anders als alle anderen Automobilunternehmen das eigentlich tun. Komplett nur über das Gesicht des Inhabers, des Gründers, der ja nicht war, aber sich immerhin vertraglich hat reinschreiben lassen, dass es jetzt ist. Da ist das hier natürlich sehr überraschend, dass er dann eben nicht sagt, das ist jetzt meins, das ist mein Baby, das gehört zu mir und wir machen das jetzt. So was eigentlich alle anderen tun sollten, die an so ein Unternehmen glauben. Naja, auf jeden Fall hat im Januar schon hier ein Bloomberg-Kommentator ja mal gesagt, haben wir auch darüber gesprochen, dass Masken Interesse haben könnte, seine Schuldenzahlung zu reduzieren. Indem er das Unternehmen so ein bisschen an Wert verlieren lässt, oder wir haben über so bewusstes Downsizing gesprochen So, und jetzt gibt es eben diese These hier vom Business Insider, dass auch diese Ansage an die nicht mehr werbetreibenden Unternehmen ziemlich beabsichtigt war. um den Vermögenswert weiter runterzurattern, um das Unternehmen so ein bisschen zu verschrotten, um am Ende den Banken einen Deal machen zu können, um aus seinen Schulden rauszukommen, um zu sagen, Das Ding wird nicht funktionieren. Wir brauchen jetzt irgendeine Möglichkeit, ich möchte meine Schulden sozusagen abkaufen. So wie man auch, wie wir kennen das aus der Bankenkrise damals. Dieser Zertifikathandel, der Verkauf von Schulden. Und die These ist eben, dass Elon Musk genau das hier tun könnte, seine Schulden für weniger zu kaufen, sozusagen, um sich selber schuldenfrei zu machen.

36:36 Dennis Horn

Interessant.

36:37 Gavin Karlmeier

Ganz superspannt. Bin auch gespannt, also an die ganze an die ganze Haki-Bubble da draußen, was ich alles wirtschaftlich falsch gesagt habe. Bitte erklärt es mir. Und jetzt kommt, ich verstecke jetzt hier mittendrin einen kleinen Punkt. Es gibt jetzt einen Hakendran-Discord-Channel und da kann man housekeepen direkt, unmittelbar. Wenn ihr kommen wollt, hakendran. org, da kann man sich einfach anmelden. Wie schön. Toll, ne?

37:02 Dennis Horn

Ja.

37:02 Gavin Karlmeier

Die Professionalisierung von Hagen dran.

37:04 Dennis Horn

Und ist der Podcast weiter bei FedEd auch vertreten?

37:07 Gavin Karlmeier

Absolut. Also wenn du nach hagenren. org gehst, landest du bei einem Linktree. Das ist jetzt schon Housekeeping mittendrin. Da haben wir Zeit dafür. Ist okay, ne? Ja, haben wir Zeit. Also, du kommst da zum Discord. Wohl auch schon, also das ist, das zeigt auch so, wie krass das mit euch ist irgendwie. Also ich habe diesen Discord-Chat gestartet, habe nur den Link geskeetet und das Ding hatte in zwölf Stunden 60 Mitglieder. Und das fand ich irgendwie voll krass. Also, naja. Hakis Regeln. So, Hakis Regeln. Da ist ein Link zum Fettet. Und da ist ein Link zu Steady und Patreon, wenn man die Lust haben möchte, Hakenhand finanziell zu unterstützen. Niemand soll sich dazu gezwungen fühlen. Das will ich dazu sagen, das hier ist immer noch ein, alles bleibt umsonst, ihr könnt es jederzeit hören. Aber solltet ihr das unterstützen wollen finanziell, bekommt ihr darüber die Möglichkeit. So. So. Haben wir das auch mal gesagt.

38:03 Dennis Horn

Jetzt also zurück zu dieser These. Elon Musk lässt X möglicherweise absichtlich in den Bankrott fahren.

38:12 Gavin Karlmeier

Ja.

38:13 Dennis Horn

1,2 Milliarden US-Dollar Zinsen im Jahr fallen an, allein für die Kredite, schreibt die BBC nochmal. Da hatten wir ja auch drüber gesprochen, diese 300 Millionen pro Quartal. So, und wenn die jetzt nicht mehr bedient werden, dann wäre ex tatsächlich pleite.

38:29 Gavin Karlmeier

Ja, nicht mehr zahlungsfähig.

38:32 Dennis Horn

Das ist ja, also, ich finde das ja interessant, wenn da irgendwie dieser Gedanke, dafür hat man aber die Plattform beerdigt, von der man irgendwie aus dieser Aus dieser rechtsgelegenen Sicht und libertären Sicht sagt, da wurde zensiert. Und gleichzeitig sind drei neue Plattformen entstanden, die Relevanz gewonnen haben. Das ist ja wie so eine Hydra. Also eigentlich ist das, was er da. geschaffen hat, eigentlich hat es verschlimmert, so aus der Perspektive.

39:10 Gavin Karlmeier

Also ich das Ding ist, ich weiß nicht, wie viel Genialität wir Elon Musk da unterstellen müssen. Ähm, denn diese 44 Milliarden, die sind ja erstmal weg. Genau, ja. Weil diese 44 Milliarden, die sind ja erstmal weg, oder zumindest diese vierundvierzig Milliarden minus dreizehn Milliarden. Und dann ist die Frage, ob diese 31 Milliarden, die da, die er da investiert hat. Ob er die als Spielgeld benutzt hat, um das Unternehmen auf eine relativ perfide und geschickte Art bewusst kaputt zu machen. Das ist mir eigentlich aber fast zu. Da ist mir der Stretch zu weit zur Realität. Ist uns verschwörungstheoretisch, zu verschwörungstheoretisch, ja? Ja, genau. Ich könnte mir eher vorstellen, dass Elon Musk wirklich lange geglaubt hat, dass er. das Unternehmen wirtschaftlich kriegen könnte. Abgesehen von seiner inhaltlichen politischen Motivation, Ex zu übernehmen.

39:58 Dennis Horn

Ja, okay. Und dann halt irgendwann Nicht mehr und das ist die Situation, in der wir jetzt sind. Ja, genau. Also die New York Times schreibt, ähm bis zum Ende 2023 wird Ex Laut internen Papieren 75 Millionen US-Dollar an Werbegeldern verloren haben. Schön fand ich jetzt noch, die Geschichte X hat mittlerweile wohl auch ein neues Team. Das heißt. Add-Handle und baut gerade dem Vernehmen nach eine Auktionsplattform für Nutzerhandels, die wohl eine Flat-Fee von 50. 000 US-Dollar pro Stück kosten sollen.

40:35 Gavin Karlmeier

Das war ja auch noch. Es gibt ganz viele Texte darüber, warum so dieses Sedo-Domain-Parking, warum das dubios ist und warum man bei diesem Geschäftsmodell dreimal hinschauen sollte, ob das wirklich ein gut finanzieller Gut. Eingesetztes Geld ist, wenn man sich für 300. . 000 Euro eine Domain kauft. Bei Twitter handelst du dich dazu sagen, selbst wenn es nur ein Sechstel ist, Ist es wahrscheinlich nicht gut eingesetzt.

40:59 Dennis Horn

Möglicherweise kein gutes Investment. Absolut. So ein bisschen Jenga war zwischendurch, also ich räume jetzt noch so die Kleinigkeiten, aber ein bisschen Jenga war zwischendurch noch die offizielle Statusseite von Twitter. Das ist übrigens immer noch eine Twitter-Statusseite, also die so ein bisschen zeigt, laufen die Dienste, ne? Ist alles gerade auf Go, auf Grün. Bei der ist mittlerweile das SSL-Zertifikat abgelaufen. Mag ich auch sehr, diese Geschichte.

41:27 Gavin Karlmeier

Das ist so ein bisschen wie so, wenn man so in seiner Also wenn man jetzt nicht gerade in Berlin, Köln oder Hamburg wohnt, sondern in so Orten wie wir und dann so mal sowas googelt wie das Gartencenter und man kann auf die Webseite nicht gehen, weil der Browser Ein und warnd, dass diese Webseite nicht vertrauenswürdig ist. Auf diesem Level des Gartencenters Essen werden Bewegen wir uns jetzt gerade bei Twitter.

41:55 Dennis Horn

Twitter, das Gartencenter aus Essenwerden. Genau. Das KMU aus der Provinz. Genau, des Silicon Valleys. So, und also bei all diesen Geschichten. Und Skandalen und finanziellen Situationen. Vielleicht das abschließend noch. Ich weiß ja nicht, ob die Spannung darin liegt, wie es Ex tatsächlich noch geht. Ähm oder ob sie nicht viel mehr darin liegt, wie es Tesla und SpaceX wegen X geht. Also ich glaube, das sind so die Unternehmen Deren Schieflage er sich nicht leisten kann und deren AktionärInnen ja auch genau darauf blicken, wie die Lage bei X sich entwickelt. Da gab es ja durchaus auch Aufrufe aus der Aktionärschaft, wie nennt man das? Aus der Menge an Aktionären, aus der Menge X an Aktionären. gab es ja durchaus auch Signale, er soll endlich das sein lassen.

42:52 Gavin Karlmeier

Ja, stimmt, das gab es schon öfter. Also was ich dann auch so Also, wenn man so selbstständig ist, ne? Dann gibt es so Jobs, die machst du, weil sie Geld bringen. Und es gibt Jobs, die nicht so viel Geld bringen, die du aber machst, weil sie Spaß machen. Genau, und es geht immer darum, das richtige Level zu finden. Genau, du musst es irgendwie austarieren, weil man hat manchmal Kundinnen, Kunden, die sind da ein bisschen, das ist dann ein bisschen aufwendiger in allem, aber du weißt, dafür schimpst du dich frei um nächsten Monat, weiß ich nicht. Das Gartencenter aus Essenwerden zum Beispiel. Genau. Und man muss doch sagen, dass so die Zeit, die Elon Musk offenbar mit Twitter und X in den letzten 12, 13, 14 Monaten verbracht hat. In keiner Relation dazu steht, was sie ihm bringen, wenn man sich überlegt, wie viel eigentlich so Unternehmen wie SpaceX oder Tesla ihm bringen. Finanziell, aber auch karrieristisch. Weltweit auch von der Puppe von der Reputation her. Also, ich glaube, das ist einfach insgesamt, stellen wir jetzt fest, nicht nur finanziell, auf jedem Niveau einfach eine dumme Idee gewesen. Alles.

43:59 Dennis Horn

So. Und damit schließen wir Ex für heute ab. Wir sind noch sehr gespannt auf ein Buch, das bald erscheinen wird, nämlich Extremely Hardcore. Inside Elon Musks Twitter, geschrieben von Zoe Schiffer vom Plattformer Newsletter, den wir hier ja auch sehr häufig zitiert haben im Podcast. Sie hat hunderte Stunden. An Interviews geführt mit mehr als 60 MitarbeiterInnen, tausende von Seiten interner Dokumente gesichtet, Slick-Nachrichten, Präsentationen, Gerichtsakten. Zeugenaussagen vor dem Kongress. Und es klingt tatsächlich nach einer Lektüre, die für euch Hakis vielleicht noch ein bisschen interessanter sein wird, sogar. Als die Elon Musk-Biografie von Walter Isaac ist.

44:44 Gavin Karlmeier

Definitiv. Also dieses Buch wird sich so verhalten wie, also Haken dran ist eure Oper und das ist das Programmheft.

44:53 Dennis Horn

Wow. Wow. Und dieses Buch, das Programmheft, ist angekündigt fürs kommende Jahr.

45:00 Gavin Karlmeier

Februar, ja. Ich habe es schon vorbestellt. 27. Februar.

45:04 Dennis Horn

Gut, dann gehen wir mal rüber zu Threads.

45:09 Gavin Karlmeier

Ich habe Wetten aufgestellt, in Discord übrigens. gab es Wetten. Was passiert zuerst? Haken ran Relaunch oder Threat Start in Europa? Wir haben gewonnen. Wir haben gewonnen, es sei denn. Wir nehmen auf, am Sonntagabend um gegen 22 Uhr. Es sei denn, um 0 Uhr startet Threads. Ja, genau.

45:26 Dennis Horn

Also das Wall Street Journal berichtet, dass Threads, Achtung, noch in diesem Monat in der Europäischen Union starten könnte. Was halten wir davon?

45:35 Gavin Karlmeier

Also dem Wall Street Journal sind solche Thesen erstmal abzunehmen, weil die in der Vergangenheit sich mit einer sehr hohen Trefferquote bei solchen gut informierten Kreisen bewiesen haben. Ich finde, dass Ich, also ich habe auch da sehr viel, du merkst, ich habe total viel philosophiert in letzter Zeit. Und über Threads habe ich richtig viel nachgedacht, weil wir ja so mit Blick auf die USA und dem fast schon Schwierigen Langzeitverlauf in den USA und so ja fast schon uns gedacht haben: ist das Momentum weg? Ist es zu spät? Hat Blue Sky jetzt diesen Platz eingenommen? Und ich glaube. Threads wird es trotzdem machen in Deutschland. Aus drei Gründen. Und du weißt, wenn ich drei Gründe ankündige, nenne ich nur zwei. Also. Grund 1, nach wie vor fühlt sich Blue Sky. . Achso, da auch noch eine kleine Zwischenthese. Ich glaube übrigens, dass Blue Sky, das Invite-Only-System. Sehr bewusst noch aufrechterhält, um einen Ass im Ärmel zu haben für die Zeit, in der Thread startet und zu sagen, wir lassen jetzt die Tore runter. Also ich glaube, so lange müssen wir noch warten. Das ist deren einziges Ass, das sie noch haben. Trotzdem Threads wird sich von Minute 1 an deutlich komfortabler für die Leute anfühlen, die Twitter einfach nur so zum Weggucken genutzt haben, wegen der algorithmischen Sortierung. Wegen der Tatsache, dass du da sofort international extrem viele Inhalte hast. Dadurch, dass es eben relativ komfig ist, dadurch, dass es sehr nah an dir dran ist, du kannst es sofort benutzen, wenn du einen Instagram-Account hast und so es ist. Es ist ein bisschen das Mainstreamige. Es ist so das Mind-RTL der sozialen Netzwerke-Threads. Und ich glaube, dass das deswegen für Blue Sky gefährlich werden könnte. Grund zwei ist, dass ich das Gefühl habe Dass vor allem, und das spreche ich jetzt mal über Deutschland, es ganz schön viele von diesen Leuten gibt die eigentlich Twitter genutzt haben, um einfach mal nur so mitzulesen. Und ich glaube, dass das mehr Leute sind, die eigentlich Instagram benutzen, als dass es Leute sind, die bereit gewesen wären, Blue Sky oder Mastodon auszuprobieren. Das sieht man zum Beispiel daran, dass El Hotzo innerhalb eines Jahres eine Million FollowerInnen bei Instagram aufgebaut hat, mit nichts anderem als Screenshots von Tweets. Also ich glaube, es gibt Leute, die haben Bock. kurze Texte, wenn sie auch noch angereichert sind, vielleicht durch Nachrichten. Da reden wir jetzt glaube ich heute nicht so viel drüber, dass Threads eher verhindert, dass Nachrichten sich verbreiten, aber vielleicht angereichert, noch so durch Nachrichten, durch Meldungen, durch Informatives sehr wertneutral formuliert, dass es ganz viele Leute gibt, die Bock haben, das sich anzuschauen, dass aber die anderen Netzwerke dafür immer nochmal dass die Gap, sich dort zu registrieren, ein bisschen zu groß war. Sprich, wenn ich das in meiner Instagram-App habe und mit einem Klick erreichen kann, hat es ein Potenzial. Und das Dritte ist, dass du da jetzt auch gleichzeitig eine Motivation für Unternehmen hast. an all diese beiden Punkte direkt anzudocken. Also berufliche Content-Generierende, die jetzt gerade entweder gar nicht microbloggen, Oder auch Microblogging-Plattformen sind, die sie eher als, ich möchte es Parkplatz nennen, nämlich Blue Sky. Wir sind jetzt mal bei Blue Sky, aber es ist halt nicht so groß bislang. Auch wenn ich das Gefühl habe, die Leute, die wir gerne bei Twitter gelesen haben, die sind da und unsere Bubble ist da und so. Es gibt so diese Zahl, die ist aus dem Juli. Bei der DDC so war es ungefähr 30. 000 Deutsche über Bluesky registriert sind. Also das ist halt eine verschwindend kleine Zahl und das ist halt für Unternehmen gar nicht so interessant. Und wenn aber die Business Money und Business Power in so ein soziales Netzwerk eindringt, dann kommt auch gleichzeitig Impact mit Leuten, die halt von denen halt angezogen werden. Das ist genau der Grund, warum wir bei Twitter so oft kritisiert haben, dass Unternehmen MultiplikatorInnen sind, die Anreize bieten, sich weiterhin sich dort einzuloggen Und ich glaube aus diesen drei Gründen, dass Threads in Deutschland mega einknallen könnte.

49:42 Dennis Horn

Ja, ich finde das interessant. Also ich kann alles, was du sagst, nachvollziehen. Ich würde noch einen etwas anderen Blick hier reinbringen, weil es ist ja so, dass das alte Twitter immer nochmal eine besondere Nutzerschaft hatte. Und du hast jetzt sehr über die Größe und die Reichweite und den Impact argumentiert. Mhm. Das ist aber bei Twitter ja nie der Punkt gewesen. Also klar, aus einer finanziellen Sicht war das immer so der, diesen Punkt hätten wir gern bei Twitter. Aber diese Lücke zwischen so will Twitter eigentlich sein und so ist Twitter. War ja immer relativ groß, einfach. weil diese Plattform die Masse nie so angezogen hat, sondern so eine kleinere Gruppe an Leuten die dann für diese Plattformen aber enorm wichtig waren. Und mit jedem Schritt, den Twitter Richtung Masse gegangen ist, war ja auch immer die Gefahr, da diese Gruppe an Leuten zu vergretzen. Und die waren aber, das waren ja alles so High-Engagement-NutzerInnen und so. Und alles Multiplikatoren. Ja, so, oder zu einem großen Teil bestand Twitter ja auch aus Multiplikatoren. Es war sozusagen. Die Vorplattform, weißt du? Also, da wurde alles verhandelt, bevor es irgendwo anders hingewandert ist. So und ähm Also, da bin ich sehr gespannt. Ich würde sagen, dass für den deutschen Raum, Blue Sky und Mastodon Da eigentlich eine ganz gute Grundlage gelegt haben, während natürlich gleichzeitig, und da folge ich deiner Argumentation, Je mehr Leute auf eine Plattform wie Threads gehen, desto größer ist natürlich auch die Möglichkeit, diesen kleinen Satz an Multiplikatoren dort auch hinzubekommen. Der dann zusätzlich auch noch auf dieser Plattform ist. Also, was ich sagen möchte, ich weiß nicht, ob so bei Mastodon und Blue Sky so für einen wirklich kleinen Kern ist, es geht mir gar nicht um die große Massenrelevanz. Aber sich mittlerweile nicht eine Nutzerschaft dort gesammelt hat und auch gefestigt hat. Da bin ich gespannt drauf. Also ich gebe auf alle Chancen.

51:59 Gavin Karlmeier

Ich glaube, dass das so ist. Also ich glaube, dass die Die Twitter Bubble, ähm, und damit meine ich vor allem so Leute, die halt Twitter vor allem Ich habe das in irgendeinem, oh ich war, ich war glaube ich, es war glaube ich im Deutschlandfunk bei Breitband, da habe ich gesagt, bei Blue Sky macht sich die Shit-Posting-Bubble breit. Das hat in der Rezeption jetzt nicht nur positives Feedback mitgebracht.

52:24 Dennis Horn

Du wolltest nur einmal im Deutschlandfunk Shit sagen. Darum ging es, ja.

52:28 Gavin Karlmeier

Aber ich glaube, dass diese Bubble, die Die wird bei Blue Sky bleiben, weil sie jetzt einmal da ist, weil die gemeinsam gemeinschaftlich rübergewandert ist. Viele von denen sind aber übrigens immer auch noch bei Twitter und ich glaube, dass sie vor allem bei Twitter sind, wegen der Reichweite, wegen der Zahlen, die sie dort generieren. Und wenn sie das woanders bekommen, dann sind sie meinetwegen bei Blue Sky und bei Threads, aber auf jeden Fall nicht mehr bei Twitter. Also ich könnte mir vorstellen, dass das eher noch die Leute eben von Twitter abzieht, die noch bei Twitter sind. als dass es jetzt zum Beispiel Mastodon in seiner Position nochmal wirklich gefährlich werden könnte. Das glaube ich auch nicht. Dazu kommt diese grundsätzliche These, die wir hier auch früher, glaube ich, immer wieder Früher, TM, immer wieder aufgemacht haben, dass sich die Netzwerke jetzt gerade so ein bisschen untereinander aufteilen. Also, dass du bei Mastodon so eine sehr starke oder im Fiddiverse Ich muss wieder aufpassen, ähm, im Fidiverse eine sehr starke akademische Bubble hast, eine journalistische Bubble, eine Te-Bubble, dass die alle sich dort verbreiten, während du eben so die ganze Entertainment-Industrie eher gerade bei Blue Sky erlebst. Da gibt's Sicherlich Ausnahmen. Es gibt auch Leute, die bei Blue Sky sich zu medizinischen Inhalten austauschen und so. Aber ich versuche so das Gros irgendwie zu erfassen. Und da habe ich schon das Gefühl, dass es diese kleine Trennung derzeit gibt. Und ich glaube, dass aber durch so einen Big Player wie Threats alle Karten da nochmal neu gemischt werden

53:57 Dennis Horn

Ja, ich stimme zu. Es bleibt spannend. Das Social Media Watchblog schreibt, wäre auf jeden Fall das perfekte Timing jetzt so. Also wie zum Start von Threads. Im Juli war das in den USA. Genau zu dem Zeitpunkt, als Elon Musk die NutzerInnen da ohne Account ausgesperrt hatte und die Zahl der Tweets auch beschränkt hatte, die man lesen durfte, wenn man eingeloggt war. Und jetzt eben genau zum Zeitpunkt des aktuellen großen Elon Musk Skandals rund um dieses Interview mit der New York Times. Also, gut getimt auf jeden Fall. So. Und wir gucken jetzt auf die Vorarbeiten noch, die dafür geleistet wurden, denn auch das ist ganz interessant zu beobachten. Funktionen und Emotionen.

54:45 Gavin Karlmeier

Dennis, ich muss den Jingle übrigens, ich werde den natürlich weiterhin verwenden. Ja, ja, mach mal. Also es ist, also du bist jetzt die offizielle Station Voice von Haken drin. Oh, du musst dann musst du auch noch, dann musst du noch. Dann haben wir noch weitere an. Ich wollte gerade sagen, so Mini-Housekeeping auch noch an der Stelle, es zieht sich heute durch. Aber man muss sich das so vorstellen, du kommst gerade das erste Mal aus dem Urlaub wieder, es liegen 500 Briefe auf dem Tisch und man guckt sie in jeden erstmal rein. So fühlt sich das hier gerade an heute. Ja, das ist wirklich so. Ich hadere da schon lange mit und ich habe das auch früher schon immer wieder überlegt. Ich hätte ja eigentlich ganz gerne eine Intro- und Outro-Musik. Und irgendwie werde ich das glaube ich noch machen. Und ich möchte gerne, dass du das sprichst, auch wenn du trotzdem alle zehn Folgen mal reinschaust, kriegen wir das hin, Dennis?

55:31 Dennis Horn

Ja, ich möchte gerne, dass wir die Session dafür live machen im Podcast. Ich bitte darum. Okay, ja, das machen wir, wenn du nächstes Mal da bist. Gut, so. Also wir sind nur um euch nochmal abzuholen, liebe Hakis, in der Rubrik Funktionen und Emotionen. Ich wollte noch mal kurz auf zwei Punkte sprechen, die sich bei Threads noch entwickelt haben. Ähm, da hat Adam Musseri vor zwei Wochen schon so gepostet und die halte ich zusammengerechnet für einen wichtigen Punkt. Erstens schreibt er Wir führen eine Möglichkeit ein, mit der ihr euer Threads-Profil getrennt von eurem Instagram-Konto löschen könnt. So, und zweitens. Wir haben vor kurzem eine Funktion eingeführt, die es den Leuten leicht macht, Threads-Beiträge direkt auf Facebook und Instagram zu sehen, um ihr Publikum zu vergrößern und ihre Reichweite zu erhöhen. Und wir haben das Feedback erhalten, dass ihr mehr Kontrolle über diese Funktion haben möchtet. Deshalb bieten wir euch jetzt die Möglichkeit, die Anzeige außerhalb von Threads unter Einstellungen Datenschutz zu ändern. So, und warum finde ich beides interessant? Weil das beides für mich die Datenschutzaspekte der EU bespielt. So. Und das sind so in der Zusammenschau aus meiner Sicht zwei Dinge, um die es eben in der EU gehen könnte und die für mich so ein bisschen so riechen, als habe sich Threads da auf etwas. Vorbereitet.

56:55 Gavin Karlmeier

Ja, absolut, absolut. Mir ist auch aufgefallen, dass in den Threads Optionen, also wenn man die App, die man sich über andere Wege eben aufs Telefon geholt hat, dass es dort eben jetzt auch eben Möglichkeiten gibt, sein Profil einfach nur bei Threads zu deaktivieren. Das heißt Man kann das offenbar jetzt schon irgendwie auf eine Art entkoppeln. Und das sind genau diese Vorbauleistungen, die es hier eben gebraucht hat, um eben den EU-Richtlinien zu entsprechen.

57:25 Dennis Horn

Also da schauen wir gespannt drauf, beziehungsweise Duschaustag. Ich bin noch ganz im alten Modus hier Du schaust da gespannt drauf. Und ich müsste dir jetzt auch hier die Worte überlassen, um diese Auftaktepisode für Staffel 2 hier zu beenden.

57:42 Gavin Karlmeier

Achso, ist das schon, sind wir schon durch? Das war da schon soweit. Also hagendran. orgorg. Da findet ihr alles, was ihr finden wollt. Und hier geht es weiter am Mittwoch da mit Holger Klein. Holgi kommt. Und du, Dennis, bist bald einfach auch wieder da.

58:02 Dennis Horn

Ja, ich sag auch bis bald.

58:03 Gavin Karlmeier

Bis bald. Und jetzt kämen wir die Outro-Musik.