Was wurde eigentlich daraus, dass X für seine Büros keine Miete zahlen soll? Nun: Dazu gibt es Updates und – Spoiler – sie lassen mit sich mit „13,6 Millionen“ zusammenfassen.
Außerdem sprechen wir heute mit Lars Weisbrod, dem Autor des ZEIT-Textes „Das Ende von Social Media“ – aber: Steht das wirklich vor der Tür?
➡️ Lars Weisbrods Text „Das Ende von Social Media“ (Paywall): https://www.zeit.de/2024/08/soziale-medien-nutzung-facebook-instagram
➡️ CNN zur Frage: Warum sagen wir immer noch Twitter?: https://amp.cnn.com/cnn/2024/02/23/tech/twitter-x-rebrand-cec/index.html
➡️ Haken dran unterstützen – oder mit der Haki-Community ins Gespräch kommen könnt ihr hier: http://www.hakendran.org
Transkript
Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.
00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo, Lars. Hallo, danke für die Einladung. Es freut mich total, dass du heute dabei bist. Ich möchte dich ganz kurz vorstellen: du bist Glas Weißbrot, du bist Phoetonist, du bist Autor und in deinem Wikipedia-Artikel steht unter dem Punkt Rezeption. Dass du 40. 000 FollowerInnen auf Twitter hast. Also, das heißt, du bist auch per Definition schon komplett geeignet, hier in diesem Format über das Internet zu sprechen. Und vor allem, warum ich dich eingeladen habe, ist, weil du einen Text geschrieben hast, ähm, für deinen Arbeitgeber, für die Zeit, der mir gepusht wurde, als ich gerade durch die Konsumhölle gelaufen bin. mit dem Namen Das Ende von Social Media. Glaubst du, ich steige direkt so richtig spitz ein, glaubst du, dass wir das Ende von Social Media noch erleben werden?
01:00 Lars Weisbrod
Spitze einsteigen ist auf jeden Fall immer gut. Alter Journalisten weiß halt mal spitz reingehen und dann kann man immer noch breit werden später, wenn man mal drin ist. Ja, ich glaube, dass tatsächlich, ich glaube, dass tatsächlich, ich stehe hinter dieser These, dass das das Ende von Social Media ist, die ja auch gar nicht meine These ist. Die ja nicht erfunden. Ich würde sogar sagen, das kursiert schon ein bisschen länger und es gab dann, darauf beziehe ich mich, auch sogar eine Titelgeschichte des Economists, der das verkündet hat und zwei, drei andere interessante Beiträge, die ich da Zusammenfasse und weiterspinne in meinem Text. Der Witz ist ja nur ein bisschen, dass es eigentlich so ein alter Trick, wie ich habe Philosophiestudie, jetzt so ein alter philosophischer Trick ist. Man sagt, es ist das Ende von Social Media, und wenn dann jemand kommt, Ja, aber was ist denn mit TikTok? TikTok ist doch super groß. Dann sagt man, ja, aber das definieren wir jetzt raus aus dem Begriff Social Media. Das ist gar nicht mehr Social Media. So, das ist also eigentlich erstmal nur ein definitorischer Trick, um diese. Offensichtliche Gegenbeispiel TikTok wegzukriegen. Wenn man dann weiter drüber nachdenkt, ist aber was dran. Also vielleicht ist. TikTok ein neues Paradigma eines postsozialen Mediums. Das Wort hat mir tatsächlich mein Redakteur Peter Neumann geschenkt für den Text eines postsozialen Mediums. Das dann eher wieder funktioniert wie so Fernsehen früher. Man lässt sich halt so berieseln, aber es ist auch nicht mehr so gewünscht von der App, dass ich so viel interagiere. Das braucht sie gar nicht mehr. Und dadurch werden auch sozusagen Produzent und Konsument wieder klarer getrennt. Und vielleicht ist es wirklich kein soziales Medium mehr, was wir jetzt mit TikTok sehen. Und das ist die Richtung, in die es gehen wird.
02:35 Gavin Karlmeier
Und das Geile ist ja, weil du sagst ja auch, das ist eigentlich ja gar nicht, also du bist nicht der Erste, der auf die Idee gekommen ist, soziale Medien könnten sterben. Aber diese Beobachtungen, die tragen, also zumindest alle, die sich beruflich mit sozialen Netzwerken auseinandersetzen. Schon ganz lange mit sich rum, weil sie festgestellt haben, dass die Professionalisierung des Inhalterstellens oder der Inhalte im Gesamten, dass die dazu führt, dass der Der gemeine Nutzer, die gemeine Nutzerin am Ende keinen Bock mehr hat, selber Inhalte zu erstellen, weil sie sagen, naja, was soll ich denn hier mein Essen fotografieren, wenn direkt nach mir ein hochglanz produziertes Video der Tagesschau kommt? So wichtig bin ich nicht. Also diese Einschüchterung durch den professionell, durch das professionalisierte Umfeld, in dem man sich bewegt, führt dazu Dass man eigentlich gar keine gar keine Ambitionen mehr hat, selber dort noch Stadt zu finden. Und das ist das, was mit Facebook passiert ist, das ist das, was mit Instagram passiert ist und das, was auch mit TikTok gerade so ein bisschen passiert. dass man das Gefühl hat, ja, also ich könnte hier einfach was hochladen, aber ganz so geil wie das, was ich sonst sehe, kann das wahrscheinlich nicht werden. Oder wie man dann, wie ich dann eigentlich immer so in so. Gesprächen höre oder in so Social Media Seminaren ist dann, ich habe doch nichts zu sagen. In diesem Satz bündelt sich eigentlich alle diese Sorge.
03:52 Lars Weisbrod
Wo findest denn diese Seminare statt, die du gibst?
03:56 Gavin Karlmeier
Ich hoffe nicht unter Journalisten. Doch, tatsächlich. Und dann ist aber eben immer die Frage, sollen sie auch ein Account für sich selber anlegen? Was habe ich denn zu erzählen? Ich habe doch nichts zu sagen
04:06 Lars Weisbrod
Achso, das ist natürlich, also das finde ich natürlich jetzt wirklich eine schlechte Konsequenz, wenn Journalisten dann schon denken, sie hätten da nichts zu sagen. Ja, das also, aber es ist ja jetzt sage ich was ganz Triviales, also erstmal die Bewegung hin zum Kurzvideo, ja Die Realisierung ja und diesen Instagram-Begriff dann aufzugreifen, die führt ja eh schon mal dazu, weil es völlig trivial natürlich komplizierter ist, ein Video zu erstellen, auch was auch noch kurz sein muss und irgendwie schnell geschnitten oder interessant geschnitten, als wenn ich mich halt vor meinem Facebook früher gesetzt habe und habe da mal reingeschrieben, was ich irgendwie denke über die. Aktuelle Politik von Lindner oder so, ja. Also, das ist ja schon mal klar. Video ist ja immer aufwendiger.
04:48 Gavin Karlmeier
Ja, ja, auf jeden Fall. Aber Ich wollte noch auf deinen Taschenspielertrick kommen eigentlich, nämlich den Taschenspielertrick TikTok rauszurechnen, weil das auch völlig eine völlig legitime Entscheidung ist. Also die eigene Definition darüber, was denn jetzt Social Media am Ende eigentlich ist Ähm d da also ich sag ich nee, ich sag mal anders. Ganz lange hast du solche Nutzungsstatistiken von sozialen Netzwerken gehabt und auf Platz 1 war immer WhatsApp, was dazu führt, dass Entscheiderinnen und Entscheider in Redaktionen gesagt haben, ja dann machen wir doch WhatsApp. was eine absolut unlogische Konsequenz war, weil, naja, so, und deswegen muss man, glaube ich, für sich selber. .
05:27 Lars Weisbrod
Dann hat der andere gesagt, aber da habe ich nichts zu sagen.
05:31 Gavin Karlmeier
Und also ich glaube, die Definition für sich selber, wie man für sich selber entscheidet, was jetzt soziale Netzwerke sind, die muss man in der Tat auch für sich selber treffen. Aber ich bin da bei dir, dass ich auch behaupten würde. Dass TikTok nicht ein sortenreines soziales Netzwerk ist, so wie YouTube auch nicht.
05:48 Lars Weisbrod
Ja, genau, YouTube ist ja das Beispiel, das hätte ich schon immer rausgerechnet. Vielleicht haben es andere dazu gerechnet. Ich hätte immer gesagt, YouTube ist kein soziales Netzwerk.
05:57 Gavin Karlmeier
Ich glaube, YouTube war das mal. Also ich konnte mal, es gab eine Zeit, da konntest du dort Privatnachrichten verschicken, da konntest du. Mit Videos auf Videos antworten. Da war das, gab es so soziale Features. Aber mein Lieblingsbeispiel ist eigentlich Pinterest. Pinterest taucht in solchen Listen immer auf, weil das als soziales Netzwerk gestartet ist. Der Onboarding-Prozess ist wie in einem sozialen Netzwerk, du kannst Leuten folgen, du wirst gefragt, ob du dein Adressbuch synchronisieren willst. Und die Leute nutzen es aber nicht so, sondern Pinterest wird de facto genutzt wie eine Suchmaschine. Also du gibst dir was ein. Pinterest wird genutzt, um eine Google-Bildersuche kaputt zu machen. Ja, total. Und dann aber Traffic zu generieren auf Seiten, die man sonst niemals besucht hätte. Also, das ist so der Deepinterest-Reise. Und diese Idee, aber die sozialen Features da drin zu haben, das heißt, also ich suche etwas, das finde ich, das kann ich in Listen packen und diese Listen können meine Freundinnen und Freunde dann sehen. Wenn das schon reicht, ein soziales Netzwerk zu sein, dann ist Spotify auch ein soziales Netzwerk. Weil alle diese sozialen Komponenten hat Spotify am Ende auch. Niemand würde auf die Idee kommen, Spotify auf solche Listen zu setzen, solche Charts zu setzen. Und deswegen finde ich das Ja, bitte.
07:07 Lars Weisbrod
Lass uns mal weg von meinem Feuilleton-Text einfach so eine Working Definition so unter uns, so am Tresen, machen, was ist ein soziales Netzwerk? Irgendwie ist ein soziales Netzwerk es doch dann erst, wenn ich mich vielleicht mit Halbbekannten oder gar Fremden so elendek Lang diskutiere über das politische Tagesgeschäft. Und danach irgendwie denke ich, warum hast du das jetzt eigentlich gemacht? Das habe ich jetzt auf Spotify zum Beispiel noch nicht.
07:34 Gavin Karlmeier
Bisher ist mir das auf Spotify noch nicht passiert. Aber dieser Podcast hier zum Beispiel hat auf Spotify eine Kommentarfunktion. Also da ginge das theoretisch. Ich glaube, ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und sagen, dass aus diesem. . Fremden Halbbekannte werden können, das ist für mich eine Definition eines sozialen Netzwerks. . Also die Möglichkeit.
07:52 Lars Weisbrod
Schön, das hast du schön gesagt.
07:53 Gavin Karlmeier
Die Möglichkeit der Vernetzung Und das hast du eben im, also das Heise Forum zum Beispiel ist jetzt nicht zwangsläufig ein soziales Netzwerk, nur weil ich mich da streiten kann mit Fremden. Ich glaube, es hilft aber, dass es die Möglichkeit gibt, über diese Fremden nochmal und nochmal zu stolpern. Das finde ich wichtig dafür.
08:12 Lars Weisbrod
Schaltest du, ich hab wir machen ja auch einen Podcast, wir sind auch so modern beim Föto. Und da haben wir auch diese Spotify-Funktion, die sehr gut angenommen wird. Schaltest du alle Kommentare frei oder wie machst du das? Weil man muss sie doch mal so freischalten bei Spotify.
08:27 Gavin Karlmeier
Genau, man muss sie händisch freischalten und in der Regel schalte ich alle frei. Es sei denn, die sind ganz offensichtlich. nicht zielführend. Also zum Beispiel, ich habe hier mal eine Episode gemacht, wo ich alleine ins Mikrofon gequatscht habe und nach diesen 30 Minuten habe ich gesagt, also wenn ihr das bis hierhin gehört habt, dann schreibt mal alle ein Emoji in die Kommentare. Und dann haben das halt 60 Leute gemacht, was voll geil ist. Und die habe ich aber dann natürlich alle aktiviert, auch wenn das niemandem wirklich etwas bringt, zu sehen, dass da 60 Emojis sind. Aber wenn da jetzt jemand schreibt, irgendwas völlig Absurdes reinschreiben würde, eine Empfehlung auf ein völlig anderes Thema oder. . Hey, hört doch mal in meinen Podcast, dann würde ich mir das zweimal überlegen.
09:06 Lars Weisbrod
Okay, aber ansonsten bist du wie Elon Musk Meinungsfreiheitsmaximalist. Auch Kritik wird bei dir freigeschaltet.
09:13 Gavin Karlmeier
Bei mir wird auch Kritik freigeschaltet, ja, absolut. Weil das ja am Ende ein Diskussionsstimulator ist, weil jemand anders, der diesen Kommentar dann liest, sich denkt, das sehe ich aber völlig anders, da schreibe ich auch noch was rein. Das ist aber tatsächlich rein distributive, strategische Maßnahme von mir.
09:35 Lars Weisbrod
Ah, okay, Entschuldigung, jetzt ich dachte, ich dachte, es geht, es geht weiter.
09:39 Gavin Karlmeier
Sorry. Nein, alles gut. Ich wollte dich aber auch nicht totquatschen. Warum ich aber an diesem TikTok-Beispiel so hängen geblieben bin, weil ich, und also steigen wir nämlich direkt ein. weil ich dazu ein paar Zahlen gefunden habe, die ganz aktuell sind, und zwar der durchschnittliche TikTok Nutzer in den USA, der hat in der Regel noch nie ein Video hochgeladen. Das betrifft zumindest die Hälfte aller erwachsenen Amerikaner. Die haben noch nie selber auf TikTok etwas hochgeladen. Und die Menschen, die die meisten Videos posten, also die Menschen, die 98% aller Videos auf TikTok posten, sind noch 25% der Nutzer. Was bedeutet. . dass dieses Vom Klein aufs Große schließen Irrtum, den man in den Kommentarspalten immer tut. Also du siehst eine Nachricht. liest die Kommentare darunter und denkst dir, oh mein Gott, denken die Leute wirklich so, was ist aus der Gesellschaft geworden? Das betrifft auch im ganz großen Stil eigentlich alle hochgeladenen Videos bei TikTok. Das ist nie ein Abbild, nicht mal der TikTok-Nutzerinnen und Nutzer. sondern es ist ein Appelt derer, die eben ein Video bei TikTok hochgeladen haben. Da sind so viele Wenn-Dann-Folgen, die dazu geführt haben, dass Leute ein Video hochladen, dass das alleine auch schon kein Hinweis darauf sein kann, wie zum Beispiel eine öffentliche Meinung aussieht, finde ich.
10:54 Lars Weisbrod
Ja, also einerseits finde ich natürlich TikTok mega spannend und einen halben Gedanken dazu würde ich gerne noch loswerden. Ich muss nur vorweg schicken. Mir ist es natürlich ein bisschen peinlich, über TikTok zu reden, ja. Also überhaupt ist es natürlich unangenehm, als jetzt bald 40-Jähriger irgendwie Social Media für beendet zu erklären, weil natürlich am Ende Social Media schon irgendwie Insbesondere was für junge Leute ist, würde ich sagen. Und so wie Popmusik oder so. Und offensichtlich wäre es ja auch Quatsch, wenn ich jetzt sage. Ich werde jetzt bald 40, ich habe keine Zeit mehr und fünf Kinder und drei Jobs, ich höre keine Popmusik mehr, da wird die wohl zu Ende sein jetzt. Da kommt dann wohl jetzt nichts mehr. Das ist ja auch ein komischer Vögetor-Text, ja. Pop-Musik ist zu Ende. So geht's mir natürlich auch mit Social Media, ja, weil natürlich bin ich jetzt nicht der größte TikTok-User, ja Und werde dann natürlich auch von diesem mir immer sehr überhektisch vorkommenden Algorithmus immer sehr schnell in so Ecken abgeschoben, ja. Eine Zeit lang habe ich denn nur noch so alte Volker Pispers-Videos bekommen. Weil ich der Mund mir einen zu lange angeguckt habe, ja, von so Volker Pispers Mitternachtsspitzenauftritten. Ah ja, wie gesagt, ich muss mal in das junge Medium TikTok reingucken, was da passiert. Ah ja, alte Volker Pispers-Videos, okay, gut. Und jetzt ist aber das Problem, dass ich ja trotzdem mir versuche, eine Meinung dazu zu bilden und gleichzeitig aber ja weiß. . Ich höre schon jeden Tag von drei neuen Trends, die auf TikTok ausgelöst werden. Das widerspricht ja wiederum ein bisschen der Idee, dass. TikTok auch das Ende von Social Media ist, weil wenn da Trends passieren und es ist so heiß und Trends sind ja auch irgendwie was Interaktives in einem gewissen Sinne. Also Leute müssen mitmachen und sie müssen irgendwie so organisch Raufblubbern, ja, wenn es jetzt nicht eiskalte Marketingstrategie von Adidas war oder so. So, und da denke ich auch die ganze Zeit drüber nach. Und dann habe ich neulich einen tollen Text gelesen bei gerade vergessen, ich glaube, Vox war es. Könnte was anderes gewesen sein? Über Trendbaiting bei TikTok. Das fand ich mega spannend. Also die Autorin sagte, auf TikTok versuchen. die TikTok Content Creator, ja, dauernd neue Wörter und Trendbegriffe einzuführen, aber nicht, weil sie wirklich ein Phänomen beschreiben, sondern nur weil sie wissen, dass Das ist eine Möglichkeit ist, um Reichweite zu generieren, um Rival zu gehen. Und deswegen, und sie macht dann so eine ganze Liste, ja, gibt es sozusagen jeden Tag drei neue TikTok-Trends, die irgendwie sozusagen hochgeschrieben werden. Und die dem Medium so eine Relevanz verleihen, aber eigentlich dreht das schon so hohl. Eigentlich nimmt die schon keiner mehr an. Sind nur noch so jeden Tag ein neues Wort für ein Gefühl, was es jetzt angeblich erst gibt, ja. Aber es ist einfach leer geblieben. Und deswegen glaube ich am Ende, auch vor dem Hintergrund, was du gesagt hast, die recht wenigen Leute, die sich überhaupt aktiv da beteiligen und Videos hochstellen. Dann aber auch, sorry, das ist ein allerletzter Satz zu TikTok, dann aber auch gleichzeitig oder das gilt auch für Instagram Reels, was ja letztlich das gleiche ist. Ich hoffe, du widersprichst mir da jetzt nicht, aber für mich fühlt sich das genauso an. Soll ja auch einfach eine Kopie sein, oder? Also gleichzeitig aber natürlich die Professionalität dieser Videos, die aber so Tongue-in-Cheek natürlich auch immer so ein bisschen unprofessionell wirken sollen, ja. Und dadurch natürlich diese Einsamkeit dieses Mediums betonen, weil der Standard Sketch auf TikTok oder im Instagram Real ist ja Dass es nur eine Person gibt und die zieht sich dann sozusagen eine andere Mütze an im Gegenschnitt.
14:19 Gavin Karlmeier
Genau, oder du blickst den Geschirr auf den Kopf und bist eine Frau.
14:23 Lars Weisbrod
Genau, also mir ist schon klar, die hätten andere Produktionsmittel, ja, aber sie verzichten da drauf, weil es so cooler ist, weil es so besser zum Medium passt. Aber es wirkt dann natürlich wie, jetzt sage ich was krass Feutonistisches, wie aus so einem Backage-Stück, weißt du, wo noch so zwei, so noch einer aus der Mülltonne sendet, während hinten schon die Welt untergeht und gleich ist eh alles vorbei. Das Gefühl vermittelt mir das immer
14:45 Gavin Karlmeier
Ich habe zu so vielen, was du sagst, Gedanken. Also ich möchte anfangen mit, also es ist als 40-Jähriger legitim, über TikTok oder über das Sterben von Social Media zu sprechen, weil just an diesem Wochenende wurde ist noch die Sternkolumne von Niki Baisen jetzt veröffentlicht worden. Überschrift vom Sterben sozialer Netzwerke, der hat die 40 auch schon hinter sich gelassen. Also offensichtlich gibt es da einen gibt es einen Markt für diese These. Zum anderen glaube ich, dieses Verstehen wollen, was diese jungen Leute da eigentlich machen, das legt man auch nicht ab, nur weil man jetzt 40 wird oder ich bin 35 geworden zum Beispiel, jetzt habe ich auch mit 35 nicht abgelegt, sondern das Faszinosum Internetphänomen, das damit sind wir, wir ja aufgewachsen, wir beide. Also, obwohl da jetzt irgendwie fast fünf Jahre zwischen uns liegen, ein, dass uns ja, dass wir offenbar irgendwie eine Begeisterung dafür verspüren. Und dann daraus abzuleiten, ey, dann will ich das auch irgendwie mitkriegen und verstehen, finde ich da völlig legitim, ohne dass es zum Guilty Pleasure werden muss. Also nur weil dich das fasziniert, fängst du ja jetzt nicht an unterstelle ich dir, acht Stunden am Tag Fortnite zu spielen. Aber wissen zu wollen, wie das funktioniert, ist ja, finde ich, ein ganz natürlicher Reflex. Das nicht zu wollen, wäre fast. Ist so der Beginn des Abkapselns der medialen Öffentlichkeit, glaube ich.
16:08 Lars Weisbrod
Hier bei uns im Haus wird nur dieses neue Lego Fortnite gespielt. Ja, perfekt. Das ist dann für die für meine Generation und die
16:17 Gavin Karlmeier
Und dann sparst du dir auch direkt, dass du auch Minecraft spielen musst, weil das auch, glaube ich, das gleiche ist. Also das ist ja so eine Mischform aus beiden. Best of both worlds am Ende. Und der andere Gedanke, den ich gerade hatte, ist dieses Hohldrehen, wie du es genannt hast, weil das eine These ist, die sich hier durch diesen Podcast. Zieht wie ein roter Faden, weil wir, weil ich immer wieder gesagt habe: Also, eigentlich sind wir gerade auf dem Weg dazu. Du kannst inzwischen dir von Facebook per KI vorschlagen lassen, was du schreiben sollst. Leute können per KI vorgeschlagen kriegen, was sie kommentieren sollen. Das heißt, eigentlich wandern wir eigentlich gerade in eine Zeit, in der eigentlich nur noch Computer mit Computern sprechen, damit wir uns nicht mehr damit beschäftigen müssen, was unser Social Media Account gerade tut. Und wenn du das immer weiter denkst, dann bist du ja eigentlich in einer Welt, in der nicht nur Jetzt gerade Menschen entscheiden, was sie tun müssen, um Reichweite zu generieren, sondern noch mehr, die Menschen können sich selber auch noch komplett rausziehen. Und irgendwann ist alles so sehr automatisiert, dass wir endlich wieder Zeit für echte soziale Kontakte haben.
17:20 Lars Weisbrod
Das ist eine schöne optimistische Vision. Ich habe ja meinen Text zum Ende von Social Media damit beendet. Dass ich erkläre, dass, also der 40-jährige Fehtourist findet nicht nur, dass Social Media zu Ende ist, sondern erklärt auch noch, dass jetzt das gedruckte Buch wieder zurückkommt. mich auf das ganze BookTok-Geschehen bezogen und ja, letztlich, wenn TikTok jetzt schon ein Medium ist, was wieder zwischen Content Creator und Consumer so klar trennt, ja, dann war mein Gedanke, dann. Kommen die User vielleicht irgendwann auf die Idee, dann nehmen wir halt sozusagen das Originalmedium, was das schon getan hat, nämlich was zwischen Leser und Autor getrennt hat, ja. Und das gedruckte Buch, ja, und da kann ich gar nicht reinkommentieren oder jedenfalls liest es keiner, nur ich, wenn ich da. meine Notizen an den Rand mache und beschäftigen uns wieder mit dem. Ja, also du bist für echte Menschen treffend. Ich bin dafür, dass wir dann wieder Bücher lesen in Zukunft.
18:18 Gavin Karlmeier
Ich finde beides legitim. Vielleicht kann man ja auch so, das ist doch auch so ein Netztrend. Wie sagt man das denn? Learn with me, Study With Me heißt es. Also dass man sich quasi sich live streamt, während man für die Uni lernt, damit man sozusagen sich selber Gruppendruck aufbaut, einfach nur durch die selbstgenerierte Öffentlichkeit. Und vielleicht kann man sich dann mit Menschen treffen und Bücher lesen, schweigend. Auch da gab es bestimmt schon vergleichbare Phänomene. Statt White Noise. Atmest auch eine schöne Idee. Ist auch vielleicht die Podcast-Marktlücke, nach der ich immer gesucht habe. Wenn wir aber über diese, ich steige jetzt mal direkt hart in die Themen ein, weil ich baue mir jetzt gerade eine Brücke. Wenn wir sagen, dass wir doch irgendwie am Puls der Zeit bleiben wollen, zumindest mit dem Fuß im Wasser. Und wenn es uns interessiert, wie sich die Dinge gerade verändern, warum fällt es uns dann beispielsweise so schwer? Ex zu sagen statt Twitter. Also warum ist Twitter als Wort immer noch so wichtig für uns? Und da hat CNN ein ganz spannendes Stück drüber geschrieben, waren das nicht viele Leute interviewt, ich packe das als Lesetipp hier in die Shownotes. Aber da ist beispielsweise ein Global Principal von der Markenberatungsagentur Wolf Owens. Nee, er heißt Ramon. Jimenez, I guess. Und er sagt, Twitter wurde zu einem Unternehmen mit einer so einzigartigen Produkterfahrung, dass der Markenname Zum Synonym für das Verhalten dahinter geworden ist. Also er sagt, wir twittern, wir googeln, wir ubern und dementsprechend sind wir nicht bereit, dieses Wort aufzugeben, weil es eben zu einer Tätigkeit geworden ist, also zu dem, was wir machen. Das hat mir ganz gut gefallen als Beobachtung, weil ich mir vorstellen könnte, dass das eben, naja, ex ist halt eben kein Verb. So, ne? Und das, äh, damit wird ja auch ein anderer Markenexperte in dem Text zitiert. Echsen ist kein Verb. Vielleicht ist das schon die Antwort auf die ganze Verweigerungshaltung in uns.
20:29 Lars Weisbrod
Äh, ja, wobei Twitch ja auch nur auf deutschen Verb ist. Also auf Englisch heißt es ja Tweet.
20:36 Gavin Karlmeier
Auch wahr?
20:38 Lars Weisbrod
Aber also ich will jetzt nicht das ganze Fass Elon Musk aufmachen. Ich weiß nicht, ob ihr in eurem Podcast schon mal über diesen interessanten Silicon Valley Mogul gesprochen habt. Spannendes Thema. Kann ich euch mal. Können wir mal ins Herz legen. Aber ganz kurz, zwei Sätze muss ich sagen. Also ich habe auch schon, ich habe natürlich auch schon Böse Dinge über ihn geschrieben, ja. Ich habe ihn mal irgendwie als traurigen Clown in einem Text bezeichnet, habe ich richtig Ärger bekommen von seinen neuen Twitter-Jüngern, ja, die X-Jüngern, ja, die da immer sofort Stress machen. Ich muss aber zugeben, ich bin auch eine Art enttäuschter Fan. Insofern ich Fan sein kann von einem Milliardärs-Entrepreneur, war ich es, glaube ich, von ihm. Er hat mal ganz tolle Sachen. Seine alte Biografie, jetzt nicht diese neue, so eine, die vor zehn Jahren rauskam, damals gelesen. Und da sagte er an einer Stelle, er glaubt, der Fehler des Silicon Valleys ist. Dass die Leute nicht mehr in Hardware und Maschinen ihre Erfindungen machen, sondern nur sozusagen immer noch eine App schreiben, wo man noch schneller irgendeinen Button drücken soll. Ja, und die ganze Intelligenz geht dahin. Das fand ich eine gute Analyse. Offensichtlich hat er sie selber vergessen und macht jetzt lieber in Apps, wo man noch schneller irgendwas drücken soll und noch mehr reingezogen wird. Gut, vor diesem Hintergrund, dass ich ein enttäuschter Fan bin, habe ich vielleicht ein bisschen einen differenzierten Blick. Und ich will kurz ein anderes Beispiel bringen. Ich mache es wahnsinnig. Das ist unter sozusagen dem normalen, ottonormalen, Linksliberalen, jetzt heute wahrscheinlich dann nicht mehr Twitter-User, sondern bei Thread sehe ich jetzt manchmal, wahrscheinlich gibt es das auch bei Blue Sky, so ein Running Gag geworden ist. Sich über den Cybertruck vorn und hinten lustig zu machen. Und vor allem, dass er so mega hässlich sei. Und das finde ich so ein schwaches Argument, weil Elon Musk hat es wirklich geschafft, in dem ja völlig durchgelangt. Ein Automobildesign per Setz, weil er es kann, ein völlig anderes Design zu setzen. Und hast du sagst, nee, ein Auto sieht jetzt ganz anders aus, ja. Und das ist ja erstmal schon Egal, ob man jetzt im Detail sagt, man findet jetzt die Proportion gelungen, das ist schon ein geiler Move, ja. In der Langweiligkeit von einem ID5, wo man so denkt, aus welcher Excel-Tabelle ist das denn rausgefallen, wie dieses Auto aussieht, ja? Sorry, an VW, aber es ist wirklich schlimm, langweilig. So, dann diesen Cybertruck dahin zu setzen, ist doch erstmal geil. Und deswegen, jetzt komme ich zurück zu euch im Punkt, bin ich auch bei diesem Wort X, ja? Noch ein bisschen vorsichtig. Also, ich benutze es auch nicht. Ich finde es auch erstmal total bescheuert. Ich hasse auch alles, was er bei Twitter verändert hat. Es ist jetzt nicht so, dass sagen würde, manches ist irgendwie ganz gut. Nee, ist wirklich eine Verdummung vorne und hinten. Aber gerade im Bereich der Ästhetik ist man vielleicht dann zu schnell beim Urteil, weil man halt politisch das alles nicht mag und denkt, auch X funktioniert doch gar nicht als Buchstabe. Wer weiß, wer weiß, also da will ich mir jetzt noch kein Urteil zutrauen, lass uns da in drei Jahren nochmal drüber reden.
23:30 Gavin Karlmeier
Sorry, kurzer, kurzer Rant. Ist ein Tolerant, weil dem schwingt ja, äh, da schwingt ja was mit, wo ich zustimmen möchte. Weil es, man macht es sich so einfach. Sich über die Hässlichkeit eines Autos aufzuregen, während Tesla beispielsweise eines der führenden Unternehmen in der Zerschlagung von Gewerkschaften ist. So, weißt du, also es ist so einfach zu sagen, naja, aber euer neues Auto rostet, wenn es eigentlich so viele andere Probleme gäbe. Das ist so dieses Fehler in kleinen, aber offensichtlichen Suchen. Und deswegen würde ich dir ein Stück weit zustimmen, obwohl es natürlich auch Spaß macht, sich darüber zu freuen, dass dieses ähm dieses brachiale Auto, auf das sogar geschossen werden kann, dass das jetzt anfängt zu rosten, weil nicht damit gerechnet wurde, dass außerhalb von Kalifornien vielleicht auch Regen. Fällt, das macht natürlich trotzdem Spaß. Aber ich sag mal, ich verstehe, woher deine Gefühle kommen. Ich glaube, so sagt man das in der gewaltfreien Kommunikation, sagt man das.
24:30 Lars Weisbrod
Das ist doch immerhin ein bisschen was.
24:36 Gavin Karlmeier
Ex übrigens, wir haben immer wieder darüber gesprochen hier, dass X ja oder das ganze Unternehmen Ex früher auch noch Tritter sich geweigert hat, Rechnungen zu bezahlen. Und eine der Geschichten, die da immer wieder erzählt wurde, war, dass Für das Hauptquartier in San Francisco, ähm, auf der, wie heißt die, Market Street, glaube ich, für dieses große Gebäude, auf dem auch dieses wahnsinnig große, leuchtende Schrille X installiert wurde. einen Tag, glaube ich, bis wieder abgeschraubt werden musste, weil keine Genehmigung vorlag, dass für dieses Headquarter eben auch keine Mieten bezahlt wurden. Lange, lange Zeit. Und das ist offenbar jetzt mittlerweile verändert worden. Sie haben angefangen, die Mieten für die Zähne. 2022 und Januar 2023 und Februar 23 Miete zu bezahlen. Und du merkst, fehlt noch ein Ja so. Aber dem Vermieter war das jetzt noch kein Grund genug, Ex rauszuschmeißen, sondern sie haben jetzt erstmal angefangen, die eigene Kreditlinie, die sie für Ex eingeräumt haben. dass sie die jetzt etwas erweitern möchten und fordern deswegen von X jetzt die Zahlung von 13,6 Millionen Dollar, um diese Kreditlinie sozusagen aufzufüllen, damit X weiterhin dort drin bleiben darf, ohne Mieten zahlen zu müssen, weil sie auf diese Kreditlinie zugreifen. War das nachvollziehbar, was ich erzählen wollte? Ja, oder?
26:00 Lars Weisbrod
Ja, ich frag mich nur, warum niemand Karstatt diesen Trick. Verraten hat. . Da hieß es doch jetzt, da gab es doch so ein Interview, das ging auch bei Social Media rum, wo der Insolvenzverwater irgendwie gesagt hat: wir sind profitabel, wenn wir von den Mieten absehen, sind wir profitabel. Ja, dann seht doch einfach von den Mieten ab, scheint ja bei X auch zu funktionieren.
26:21 Gavin Karlmeier
Ja, wenn da nicht Matthias Döpfner wäre.
26:25 Lars Weisbrod
Ah, stimmt.
26:27 Gavin Karlmeier
Was war das denn? War das nicht sogar Adidas?
26:29 Lars Weisbrod
Das war bei der Pandemie, genau. Aber ich weiß nicht mehr genau.
26:34 Gavin Karlmeier
Also ich versuche das mit meinem Halbwissen kurz zusammenzubringen. Also Adidas hat sich entschieden, in der Pandemie keine Mieten mehr zu bezahlen, weil die Läden zugeblieben sind. Dann hat die Bild-Zeitung darüber geschrieben, dass Adidas keine Mieten mehr zahlt und später ist rausgekommen, dass Matthias Döpfner als Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE einer der Vermieter von Adidas ist.
26:55 Lars Weisbrod
Ja, das hatten auch noch die geilsten Pandemie-Probleme, wo sozusagen das Kapital unter sich kurz mal ausmachen musste, wie es eigentlich mit dieser neuen Situation umgeht.
27:07 Gavin Karlmeier
Aber ja, ich stimme zu. Naja, auf jeden Fall. In der Tat, dieser Trick, einfach Rechnungen nicht mehr zu bezahlen. Es gab mehrere Geschichten auch von Von Hosting-Unternehmen, dass der Trick einfach ist, solange keine Rechnungen mehr zu bezahlen, bis man irgendwann einen Vergleich erzielt Mit dem man am Ende weniger zahlen muss, als man eigentlich ursprünglich als Rechnungsbetrag auf der Uhr hatte. Das ist so ein Move, den Elon Musk gerade am Anfang hier relativ aggressiv durchgezogen hat bei X.
27:37 Lars Weisbrod
Gut, da gilt natürlich immer der alte alte blöde Gag, wenn du 1000 Euro Schulden bei der Bank hast, ist es dein Problem, wenn du 100 Millionen Euro Schulden bei der Bank hast, ist das Problem von der Bank. Und dann kann man verhandeln.
27:53 Gavin Karlmeier
Das heißt, es geht eigentlich nur darum, die Schulden so lange ins Exzessive zu treiben, bis es auch dem Schuldengeber. Zum Problem wird. Lifehacks mit Live-Sebot.
28:07 Lars Weisbrod
Ich will eigentlich auch gar nicht weiter Gags darüber machen, weil die armen Vermieter, über die darf man sich auch nicht lustig machen, dass da eigentlich auf Twitter meine Härteste Shitstorm-Erfahrung, weil ich hatte mal eine Zeit lang 1, 2, 3 meiner Meinung nach, völlig unschuldige Gags über Vermieter gemacht und das gab richtig Ärger. ich nicht nochmal reinkomme in die Situation. Da wurde mir auch so auf Instagram privat dann geschrieben mit so unterschwelligen Drogen.
28:31 Gavin Karlmeier
Oh, von Vermietern auch oder von Leuten, die den Witz nicht verstanden.
28:36 Lars Weisbrod
Ja, bei Vermietern, wie bei Elon Musk, weiß man ja immer nicht. Also, es gibt doch dieses, dieses Meme mit Mit jemand, der auf Apu schießt und irgendwer wirft sich dazwischen. Und das ist sozusagen, jemand kritisiert Elon Musk und irgendein Typ im Internet, der überhaupt kein Geld hat und kein Interesse daran, eigentlich diese Machenschaften von irgendem Mass zu verteidigen, muss den aber verteidigen. Vielleicht gibt es bei Vermietern auch so Leute, die einfach Mieter sind, aber sich so überidentifizieren mit Vermietern. dass sie dann da keine Witze dulden.
29:08 Gavin Karlmeier
Deswegen bin ich bei dem Thema, das ist mir zu heiß, das Eislass lieber. Ja, aber auf jeden Fall dem Vermieter jedes Jahr Weihnachtsgeld zahlen. für ein gutes Verhältnis zählen. Ich habe in der letzten Folge hier erzählt mit Markus Beckedal, dass X jetzt den Unternehmen, bei denen sie hoffen dass die Werbekunden werden könnten, jetzt eine E-Mail schicken mit einer Einladung zu meinem persönlichen Telefonat. Und Markus Beckedal hat zu mir gesagt, ja, aber mach das doch mal. Und dann nimm das auf und dann wissen wir, was die dir so erzählen, wenn wir mit den Telefonieren, habe ich gesagt, das ist ja eine tolle Idee. Und dann wurde ich aber überholt von Zoe Schiffer, der Journalistin jetzt auch dieses fantastische Buch rausgebracht hat, Extremely Hardcore. Die hat nämlich genau so ein Telefonat einmal belauschen dürfen, wie sie sagt. Und sie hat vier Learnings. Mitgebracht aus diesen Telefonaten, die man da hören kann. Also sie hat gesagt, mit 130. 000 potenziellen Werbekunden sollen solche Telefonate geführt werden, was eine absurd hohe Zahl ist. Und sie sagt, in diesem T-Gespräch wurde Elon Musk dreimal erwähnt, Linda Iacorino, die CEO von X, kein einziges Mal. Marken dürfen sich aussuchen, neben welchen Konten ihre Werbung nicht angezeigt werden soll. Das ist so eine so ein Versuch, diese Brand Safety nochmal in den Mittelpunkt zu stellen. Und der Satz, der dazu gesagt wird, was diesen Punkt betrifft, ist, Elon ist ein großer Verfechter der Meinungsfreiheit Und Zoe Schiffer fasst das damit zusammen, dass es bedeutet, dass die Aufgabe der Moderation der eigenen Werbung am Ende damit bei denen liegt, die die Werbung schalten und nicht bei dem Unternehmen dass die Werbung ausspielt, was in der Tat eine bemerkenswerte Beobachtung ist, finde ich. Das dritte Learning ist, auf die Frage, warum man auf Ex werben sollte, hat der Kollege am Telefon geantwortet, dass es um die Sicherheit der Marke, Brand Safety geht und TikTok dagegen free for all ist und dort es eben nicht um die Brand Safety ginge. Und als letztes Learning hat Sori Schiffer aufgeschrieben, der Mitarbeiter wusste nicht, wie viele Menschen in der Content-Moderation bei X arbeiten. Was lernen wir daraus?
31:20 Lars Weisbrod
Ja, also erstmal, da tut es mir dann fast wieder leid für Elon Musk. dass er so unbedingt diese Fuck you all, Tony Stark, Iron Man, Robert Downey Jr. Attitüde fahren will. Ja, und ja sogar den Werbekunden gesagt hat, fuck you, ja, oder zu Disney oder was auch immer. Aber am Ende funktioniert es halt nicht. Das ist das Peinliche. Also am Ende muss er ja dann doch immer wieder irgendwelche Oder seine Lackaiien müssen für ihn irgendwelche Schleimstrategien starten, dass die Leute dann doch bei ihm werben. Und da. Ist so eine Inkonsistenz, die gefällt mir noch nicht.
32:05 Gavin Karlmeier
Also ich lade dich gerne ein, also es ist jetzt hier Folge 249 von diesem Podcast. Inkonsistenz würde ich sagen ist der rote Faden, der sich durch die letzten Episoden gezogen hat. Schön, ne? Inkonsistenz als einzige Konsistenz.
32:25 Lars Weisbrod
Das ist auch schon Feuilleton.
32:28 Gavin Karlmeier
Da fängt es schon an. Wir sind das Internet Feueton. Sprechen wir über Blue Sky. Wie sind deine Gefühle zu Blue Sky?
32:38 Lars Weisbrod
Bei Blue Sky logge ich mich gerne einmal in der Woche ein, gib meinen Namen in die Suche ein und gucke, welche Leute mich, weil sie mich für einen Namen. Halten, ähm, verprügeln wollen oder mir sonst irgendwie Shitposting-Attacken gegen mich fahren. Und lest das dann immer, weil man so ja so, weiß ich nicht, masochistisch ist, oder ich jedenfalls. Sonst bin ich da aber leider nicht mehr. Was auch damit zu tun hat, dass leider am Anfang jemand mir mein Lars Weißbrot at Bluescape Blue Sky Social oder wie heißt diese Standardadresse weggenommen hat, das hat mich dann irgendwie so in meinen ersten Momenten gestoppt, dass ich da nicht mehr richtig reingekommen bin.
33:19 Gavin Karlmeier
Ich verstehe. Also das dein Momentum sozusagen konntest du nicht aufbauen.
33:24 Lars Weisbrod
Naja, ich fürchte, das wird nichts mehr mit mir und Blue Sky. Oder mal gucken, also erzähl mal weiter, ja, was gibt es Neues, weil vielleicht.
33:33 Gavin Karlmeier
Genau, also es ist so, dass an diesem Wochenende angekündigt wurde, dass das Förderieren bei Blue Sky startet. . Also es ist jetzt möglich, eben nicht nur zentral auf der Blue Sky Social auf dem Blue Sky Social Server zu liegen mit seinen Daten. Ich glaube, so sagt man, sondern dass es nun möglich ist, seine eigenen Daten selbst hosten zu können. Bislang ist es nicht vorgesehen, dass es sozusagen Dass ich jetzt einen großen Server, den großen Haken dran, Blue Sky-Server mache und dann können sich alle Leute, die hier zuhören, dort registrieren, sondern der Plan ist, dass du erstmal, das wird aber alles noch weiter ausgerollt und ist noch der Anfang, aber Dass du jetzt gerade erstmal deine eigenen Daten auf deinem Server hosten kannst.
34:18 Lars Weisbrod
Ah ja, okay.
34:19 Gavin Karlmeier
Genau.
34:20 Lars Weisbrod
Das ist, das finde ich interessant. Weil das ist das, was ich bei Mastodon immer vorhabe, das mal zu machen. Ein paar machen das da ja auch. Einige, ja. Aber es ist aber eher die Ausnahme, oder? Also, dass man wirklich sozusagen ein Mann, ein Server.
34:37 Gavin Karlmeier
Achso, nee, das ist die Ausnahme. Ein Mann, ein Server ist eine Ausnahme, aber ich würde sagen, wenn du mit einem Unternehmen oder als Medienhaus oder als Verein oder als irgendwie netzaktivistisch ambitioniertes Team oder was auch immer bei Mastodon loslegst, dann wirst du relativ schnell vermutlich auf den Gedanken kommen, eine eigene Instanz zu starten. Also so die ganzen großen, die ID zum Beispiel haben eine eigene Instanz. Dann gibt es aber auch sowas wie Chaos Social, die eher tatsächlich so aus dem Netz aktiv, ich hoffe ich sage jetzt nichts Falsches, aber die doch eine netzaktivistische Prägung auf jeden Fall haben, inhaltlich, die ja im dezentralen sowieso die ganze Zeit mitschwingt. Also dadurch, das machst du dann so. . Kern dezentral ist und dezentral angelegt ist, ist es dort, würde ich sagen, gibt es gar keine andere Situation als Leute, die auf ihren eigenen Servern liegen.
35:30 Lars Weisbrod
Ja, ja, also klar, ich hatte halt auch noch diesen Wunsch, um sozusagen ganz out und sozusagen diesen diesen Thoreau-Traum vom autarken Leben in einer Hütte, die dann aber doch nur 20 Meilen von der Stadt entfernt ist oder so. erleben zu können, sozusagen meinen eigenen Server dazu im Keller quasi zu betreiben und endlich libertär durchzustarten und mich auf niemanden mehr verlassen zu müssen. Dass das jetzt bei BlueSky sozusagen eingeführt wird, finde ich erstmal interessant Jetzt ist aber das Problem, also weil es heißt immer Blue Sky föderiert. Jetzt nur nochmal, ich frage dich auch nochmal nach. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass sie sozusagen ins FadyWorse angeschlossen werden, weil das ja zwei verschiedene Protokolle erstmal sind, die auch erstmal zwei Protokolle bleiben, richtig?
36:21 Gavin Karlmeier
Exakt. Genau, richtig.
36:22 Lars Weisbrod
Okay. Das ist natürlich einmal schade.
36:27 Gavin Karlmeier
Ja, also es ist so, es gibt Menschen, die arbeiten gerade an einer Brücke. zwischen dem AT-Protokoll, das ist das Protokoll, ähm, mit dem Blue Sky kommuniziert, und eben dem ActivityPub-Protokoll, das ist das Protokoll im Fiddiverse, auf dem eben auch Mastodon. aufgebaut ist. Und es gibt eben ein Team von Leuten, die eine Brücke bauen, aber dieses Brückenbauen musste auch menschlich passieren. Und da gab es jetzt so ein paar Diskussionen. Wir sind da nicht so richtig ins Detail gegangen, weil die Ereignisse sich da ehrlicherweise auch stark überschlagen. Aber man ist da gerade dran. Also, das wird kommen, dass es da eine Möglichkeit gibt, sich da irgendwie zumindest gegenseitig zu folgen. oder auch die Inhalte ins andere zu spielen, mal sehen.
37:16 Lars Weisbrod
Also was ich noch so im Hinterkopf habe, aber es kann sein, dass ich jetzt irgendwas Falsches sage. dass es schon aus der Feliwse-Community einfach technische Kritik an dem Blue Sky-Protokoll gibt. AT-Protokoll heißt das, sagst du? An dem AT-Protokoll. Und zwar, dass es eben nicht in letzter Konsequenz dezentral ist. Vielleicht weißt du da mehr, ich krieg jetzt diese Kritik nicht mehr zusammen. Ich glaube, es ging um die Name-Server oder so, aber ich hoffe, vielleicht sage ich jetzt auch was ganz Falsches.
37:52 Gavin Karlmeier
Das kann ich dir, das weiß ich leider nicht. Also was ich weiß, ist, dass der Hauptvorwurf gegen Blue Sky ist, dass Blue Sky die ganze Zeit mit dem dezentral, dass es dezentral sei, als Verkaufsargument hantiert hat, aber bis zum heutigen Tag es eben de facto keine andere Möglichkeit gab, außer auf den Blues geeigneten Servern. stattzufinden. Das ändert sich, wie gesagt, jetzt gerade. Es gibt so ein paar logische Unterschiede. Also bei Bluska ist es so, dass es immer noch ein paar zentrale Aspekte in der dezentralen Welt gibt. Wie zum Beispiel, dass es eben eine Content-Moderation gibt, die von einem zentralen Punkt ausläuft. Die dann aber die Postings erstmal nur flaggt. Also die kriegen dann die Notiz, dass sie ist Spam oder dass ihr ist Erwachseneninhalt oder dass sie ist irreführend. Und dein Server, deine Instanz wenn es denn so heißen wird dort bei Blue Sky, kann sich dann entscheiden, ob diese Inhalte dann auch angezeigt werden oder ob du dann zum Beispiel diese Entscheidung übergehst durch eine Einstellungsmöglichkeit oder auf einen anderen Server umziehst. Das ist ein großer Unterschied dazu, wie Mastodon jetzt gerade funktioniert.
39:03 Lars Weisbrod
Also, weil ich jetzt bei dieser. Wahrscheinlich super spannend in der technischen Frage.
39:08 Gavin Karlmeier
Es ärgert mich jetzt.
39:08 Lars Weisbrod
Ich glaube, ich müsste dann nochmal mit so Jürgen Geuter, Jürgen Tante Geuter oder so sprechen. Der kannte sich da sehr aus bei dieser Frage, was die Protokolle unterscheidet, die beiden. Weil ich da jetzt nicht richtig weiterkomme, ohne zu recherchieren, finde ich aber diese andere Frage auch extrem spannend, die du gerade genannt hast, weil ich hatte mir jemand das Wort überlegt. Vorher war es sozusagen Decentralized Washing. Also, wenn man sagt doch heute immer, Unternehmen machen Greenwashing, weil sie sagen immer, hier, das ist alles CO2-positiv und so, da stimmt das gar nicht. Die erzählen immer irgendwas. Und so hatte man ja auch das Gefühl Auch bei Threads ist es ja so, dass immer sozusagen diffus in die Zukunft hinein angekündigt wird.
39:46 Gavin Karlmeier
Man werde jetzt dezentral.
39:49 Lars Weisbrod
Und da war ich natürlich schon wieder kritisch und dachte, ja, ja, also die erzählen viel, wenn der Tag lang ist, die wollen eh nur mein Geld oder mein. Meine Werbeklicks, ja, die Kapitalisten. Aber anscheinend zumindest Blue Sky hat es jetzt umgesetzt. Ja, das ist doch mal gut dann erstmal, ja.
40:10 Gavin Karlmeier
Ja, ja, absolut. Bei Threads kommt, glaube ich, nochmal eine Komponente hinzu, dass es gerade in der Anfangszeit ja auch durchaus Fragezeichen daran gab, ob diese Umsetzung tatsächlich kommt oder ob es tatsächlich nur eine Ankündigung war, die in dem Moment fürs Unternehmen selber auch uninteressant wurde, als sie festgestellt haben, okay, wir haben in fünf Tagen hundert Millionen Nutzerinnen und Nutzer eingesammelt. Das scheint sich aber ja auch zerschlagen zu haben, weil es auch da schon erste Beobachtungen gibt von Threads, Konten, die aus dem Fediverse erreicht werden können. Also offenbar sind das alles Ankündigungen, die tatsächlich umgesetzt werden, aber Die alte Regel in der Tech-Welt ist ja, keine Produkte zu kaufen, weil ein Update versprochen wurde, sondern sich tatsächlich auf die Features zu konzentrieren, die jetzt gerade schon da sind und darauf seine Kaufentscheidungen sozusagen zu basieren. Gut zu wissen, guter Ratschlag. Danke. Das ist auf jeden Fall gerade so der Stand von Blue Sky. Und Sie haben selber in Ihrem Blog-Eintrag dass diese Dezentralisierung oder die Föderisierung sozusagen jetzt gerade eintritt. Haben Sie nochmal aufgeschrieben welche Dinge es eigentlich gibt, die Blue Sky von Mastodon unterscheiden. Also offenbar haben sie da auch eine Notwendigkeit erkannt, weil sie eine ähnliche Assoziation hatten wie du. Also Sie schreiben als erstes einen Fokus auf die globale Konversation, denn auf Mastodon bestimmt die Instanz die Gemeinschaft, sodass deine Erfahrung davon abhängt, welchem Server du beitrittst. Und bei Blue Sky ist es eben nicht der Fall. Hier geht es darum, dass du immer an der globalen Konversation teilnehmen kannst. Das ist ein bisschen ehrlicherweise eine Augenwischerei in dem Argument. Das stimmt nicht so richtig, also, oder? Also es stimmt insofern, als dass deine Instanz sich entscheiden kann, andere Instanzen auszusperren. Das ist aber nicht der Regelfall, würde ich sagen. Also es ist nicht so, dass. 90% der Inhalte für mich verwehrt bleiben, wenn ich mich für den falschen Server entscheide.
42:06 Lars Weisbrod
Ja, aber vor allem, Entschuldigung, mir bleibt ja immer, das ist immer mein Werbepunkt für Mastodon. Dir bleibt ja auch dort die Option offen, einfach deinen eigenen Server zu machen.
42:16 Gavin Karlmeier
Und dann entfällt dieses Problem ja. Genau, wenn es denn überhaupt tatsächlich spürbar existiert. Auch da würde ich schon ein Fragezeichen dran machen. Dann schreiben Sie als zweites eben diese Composable Moderation, das was ich gerade erklärt habe, dass es eben diese Moderationslayer gibt, die Inhalte markieren. Unabhängig davon, auf welchem Server du bist und dein Server sich dann entscheidet, wie sie mit dieser Markierung umgehen. Was ehrlicherweise das erste Argument schon wieder so ein bisschen ad absurdum führt, weil es am Ende dieselbe dieselbe Konsequenz ist, nur eben auf Inhaltsebene und nicht auf Serverebene. Dann schreiben Sie als drittes Argument kompatible oder composable feeds So nennen sie es Composable Feeds, also die Möglichkeit, dass es einen Marktplatz für Algorithmen gibt, bei der du deine eigenen. . Timelines dir zusammenstellen kannst. Und das ist ein Argument, das ich Ihnen gebe, denn in der Tat, ich kann mir bei Blue Sky relativ einfach algorithmische Timelines zusammenklicken. Technisch wäre das mit Mastodon auch möglich und es gibt auch hundertprozentig so Frontends, also Tools, mit denen ich jetzt schon eine algorithmisch sortierte Fediverse Experience haben kann. Aber bei Bluska ist das eben ein Top-Verkaufsargument, mit dem sie hier auch offenbar direkt einsteigen.
43:35 Lars Weisbrod
Kannst du mir das kurz nochmal erklären, weil ich wirklich Blue Sky nur kurz benutzt habe? Hier geht es darum, dass ich sozusagen meine eigene Timeline auch importieren kann an Leuten oder mir zusammenstellen kann, wo ich sage, ich will jetzt nur. Leuten aus Philosophy of Science folgen oder Leuten aus H0 Modell Eisenbahnbau, aber diese, diese Timeline, die ich mir zusammengestellt habe, die wird dann wiederum algorithmetisiert, dass mir da wirklich die interessantesten Sachen von denen angezeigt wird. Und auch Neuentdeckung oder was ist der algorithmische Aspekt dann?
44:08 Gavin Karlmeier
Genau, es geht um die Sortierung der Inhalte auf der Startseite, also in der Timeline sozusagen. Und diese Sortierung, die findet Algorithmus statt, wie du das bei Instagram kennst oder auch bei Facebook kennst. Nur, dass du bei Blue Sky dir eben selber aussuchen kannst, welcher Algorithmus hier greift und dass es eben eine Art App-Store für Algorithmen gibt, also die Möglichkeit, zu sagen, ich möchte jetzt den Algorithmus, der zum Beispiel hier gibt es von Blue Sky selber einen, der heißt What's Hot und dann siehst du alle Dinge, die gerade irgendwie trennten oder gerade interessant waren.
44:40 Lars Weisbrod
Ach so. Ah, sorry, dann habe ich das verwechselt mit. Ich meinte was anderes. Dann habe ich das verlust. Und was gibt's dann? Die Listen, genau. Weil die Listen selber sind ja so nicht so spektakulär. Okay, und was gibt es noch für Algorithmen? Das habe ich dann gar nicht mitbekommen bei Blues.
44:53 Gavin Karlmeier
Was gibt es noch für Algorithmen, außer Botshot? Also es gibt dann sowas wie Discover oder Popular for Friends, also Dinge, die bei deinen Leuten, denen du folgst beispielsweise oder bei Leuten. denen du folgst und die dir auch folgen interessant sind und die können aber eben von den Nutzerinnen und Nutzern selber gebaut werden. Also du kannst dich selber so ein bisschen dahinter klemmen und so einen eigenen. . Algorithmus für deine Startseite bauen, der nach den Gewichtungen arbeitet, wie sie für dich interessant werden.
45:20 Lars Weisbrod
Oh, damit muss ich mich nochmal beschäftigen. Das ist ja mega spannend. Übrigens auch, auch geklaut von Von Matthias Döpfner, der hatte das doch mal für Twitter vorgeschlagen. Da liegte doch mal so eine E-Mail, wo er an Elon Musk schreibt, ja, wir machen ein Marketplace of Algorithms oder so.
45:36 Gavin Karlmeier
Stimmt, ja. Du meinst, Matthias Döpfner ist eigentlich das geheime Gehirn hinter Blue Sky.
45:43 Lars Weisbrod
Ja, und hinter. Hinter der Vermietung von Adidas. Jetzt bin ich hier schon wieder in der App, weil ich das mal. Da hast du mich mal wieder in die App gelockt. Das muss ich mir mal angucken, was du mir da erzählst. Das habe ich nicht mitbekommen irgendwie.
45:53 Gavin Karlmeier
Und das vierte Argument, das Blue Sky in ihrem Blogartikel schreiben, ist die Account Portability, also die Möglichkeit, mit deinem Account umzuziehen von der alten Instanz auf eine neue. Und das ist mit Mastodon genauso möglich. Deswegen verstehe ich dieses Argument nur halb, ehrlicherweise.
46:11 Lars Weisbrod
Naja, so viel ist der Witz an Mastodon, dass ich umziehen, also das ist ja der Witz an jedem offenen Protokoll, das ich umziehen kann. So ist es. Wäre es ja keins. Verstehe ich auch nicht. Okay.
46:22 Gavin Karlmeier
Gut, aber soviel zu Blue Sky. Darüber wird zu reden sein in den nächsten Wochen. Ich finde, das ist ein hochspannendes, entwickelndes Thema. Das andere große Thema von heute ist das Thema Reddit. Bist du ein Redditor? Oder würdest du es vielleicht auch einfach nicht zugeben, wenn du es wärst?
46:42 Lars Weisbrod
Nee, ja, doch, sofort. Wollte ich auch den ganzen Tag mit angeben, dass ich sozusagen der einzige deutsche Phöytonist bin, der eigenes Subreddit hat oder so. Aber ich muss peinlicherweise gestehen, da erwischt man mich immer auf dem völlig falschen Fuß. Noch nie. irgendwie aktiv gewesen und selbst passiv versuche ich es zu vermeiden. Ich hasse es immer, wenn es irgendein Thema gibt, wo man auf Reddit was sich angucken muss. Weil ich kenne Also, wenn man da nie isst, dann irritiert mich zumindest auch die ganze Struktur dieser Seite, die ja dann wieder ein bisschen anders ist als das, was ich von Social Media kenne, ja, sonst so. Also, ähm, äh, nee, ja. bin kein Reddit kein Reddit-User.
47:20 Gavin Karlmeier
Ist übrigens lustig, weil das immer die Argumente auch übrigens von uns hier in diesem Podcast auch waren, warum wir gesagt haben, warum es Mastodon so schwer hat. Weil die die Einstiegsbarrieren vermeintlich hoch sein und das aber ist ja genau das, was du gerade Reddit auch vorwirfst.
47:37 Lars Weisbrod
Ja, aber es ist gar nicht. Außerdem, jetzt, Reddit braucht, glaube ich, auch mein Lob. Mastodon braucht mein Lob vielleicht nur, aber Reddit braucht, glaube ich, mein Lob. Es hängt jetzt nicht mehr davon ab, ob Lars Weißbrot findet. dass Reddit jetzt geil ist oder nicht. Ich glaube, der Erfolg dieser Website ist jenseits davon gesichert, oder? Außerdem habe ich auf Twitter früher immer das Gerücht gehört, alle. Die alle Memes, für die wir uns auf Twitter so feiern, dass wir so lustig und kreativ sind, die kämen in Wirklichkeit alle nur von Reddit und wir würden die nur kopieren. Und da seien die Kinder.
48:05 Gavin Karlmeier
Oh, da habe ich eine Anekdote zu. Ja, das hat sich lange gehalten, bis ich dann irgendwann auf dem Subreddit. de, also auf Reddit Deutschland, sozusagen meinen Tweet wiedergefunden habe, den irgendjemand als seinen ausgegeben hat. Ich habe dann dort mit meinem Klarnamen bei Reddit meinen Tweet drunter gepostet und dann haben mir Leute vorgeworfen, dass ich das geklaut hätte.
48:29 Lars Weisbrod
Ah ja.
48:31 Gavin Karlmeier
So läuft der Laden. Absolute Kernschmelze. Ich bin Reddit-Fan, eigentlich, weswegen ich das hier auch immer wieder auch ein bisschen brutal in den Podcast reinprügle. Aber es Es gab eine Meldung vor einer Woche ungefähr, bei der bekanntgegeben wurde, dass Reddit mit einem vermeintlichen KI-Unternehmen eine Kooperation einginge. Es wurde ein Wert von 60 Millionen Dollar gehandelt. Also es wurde gesagt, so das ist der Betrag, um den es da geht und man weiß aber nichts genaueres. Und das wurde schon mit Naserümpfen aufgenommen, weil Reddit erst vor, ich würde sagen, nicht mal einem Jahr bekannt gegeben hat, die API zuzumachen, damit man eben von außen nicht mehr auf die Inhalte und Nutzerdaten von Reddit zugreifen kann. Nur damit Reddit das eben jetzt auf der anderen Seite eben selber vermarkten und verkapitalisieren kann. Das alles passiert übrigens vor dem Hintergrund, dass Reddit sozusagen vor dem Börsengang steht. Auch da kommen wir gleich kurz zu. So, jetzt aber bestätigt worden, bei wem es, um welches Unternehmen es sich da offen behandelt. Und zwar geht es um Google. Google und Reddit gehen eine erweiterte Partnerschaft ein, wie Sie sagen, im Wert von 60 Millionen Dollar im Jahr. Und dazu gehört, dass Reddit einen Zugriff auf KI-gestützte Funktionen der Google Cloud bekommt. Vertex. ai heißt die. Und das wird Reddit benutzen, um die Suche und andere Funktionen auf der Plattform zu verbessern. Gleichzeitig bedeutet dieser Deal aber auch, dass der Zugriff auf Reddit-Inhalte über Google deutlich einfacher und besser werden soll. Auch dazu habe ich. . Viele Gedanken gleich. Und dass Google damit einen Zugriff auf die Daten API von Reddit bekommt, die strukturierte Inhalte von Reddit in Echtzeit liefert. In diesem Text steht jetzt nichts mehr davon, dass damit eine KI trainiert werden soll, aber das kann man daraus ehrlicherweise schon so ein bisschen auch ableiten, wenn hier auch das Wort KI immer wieder auftaucht. Was sind deine Gedanken zu diesem Deal?
50:25 Lars Weisbrod
Ja, also es tut mir leid, also wie gesagt, bei dem Thema bin ich nicht der richtige Ansprechpartner. Also ich wüsste, ich wüsste nicht, was ich jetzt Was ich jetzt unbedingt von Reddit wissen will, dass ich das sozusagen in meinem Familienkalender bei Google Kalender irgendwie auch noch vorgeschlagen haben will. Du hast morgen Zahnarzttermin, postet doch bei Reddit rüber. Andererseits löst es vielleicht das Problem, was ich beschrieben habe. Wenn ich als Journalist wieder so ein Thema auf Reddit recherchieren soll, vielleicht kann ich dann einfach das über Google mir jetzt einfach zusammenfassen lassen. Man muss da nicht immer mal irgendwie Guest User 15, ach das war der von da oben, das hat der jetzt gesagt. Ja, vielleicht löst das mein Usability-Problem.
51:06 Gavin Karlmeier
Schön. Meine erste Assoziation war, es gibt schon lange die Beobachtung, wenn du, egal was ein technisches Produkt es ist, und wahrscheinlich ist es auch gar nicht mehr nur technischen Produkten exklusiv Dass wenn du etwas suchst bei Google, also du möchtest dir eine Fotokamera kaufen oder einen Drucker oder ein Telefon oder was auch immer, dass der erste Google-Vorschlag hinter dem Produkt ist Reddit, weil offenbar der Reddit-Community eine gewisse Expertise zugesprochen wird, unter denen die bei Google suchen und sich informieren, bevor sie etwas kaufen. So, dass der Reddit Deep Dive sozusagen der erste Anhaltspunkt für so eine Kaufentscheidungsrecherche ist. Das heißt, Google scheint hier dieses Interesse der Leute wahrzunehmen und deswegen irgendwie da dem entgegenzukommen. Das war so meine allererste Assoziation bei diesem Deal. Die zweite Assoziation war, dass Google hier jetzt sich nochmal sozusagen so ein bisschen ins Nest reinlegt, bevor Reddit an die Börse geht. um dann möglicherweise auch hier zuschlagen zu können. Das weiß ich natürlich nicht, aber ich finde diesen Zusammenhang da auch schon auf eine Art bemerkenswert.
52:15 Lars Weisbrod
Wann geht Reddit denn an die Börse?
52:18 Gavin Karlmeier
Ich glaube, den Zeitpunkt weiß ich gar nicht. Ich kann mal Reddit.
52:22 Lars Weisbrod
Muss man da zuschlagen? Im März. Ich ärgere mich so, dass ich ein Video verpasst habe. Ich suche gerade nach irgendwelchen.
52:35 Gavin Karlmeier
Das ist übrigens, glaube ich, auch ein Reddit Meme, dieser Satz, oder?
52:37 Lars Weisbrod
Ja, wahrscheinlich. Wahrscheinlich bin ich nur sauer. Wir dachten auf Twitter immer, wir sind so lustig und es waren aber eigentlich alles Reddit-Memes.
52:45 Gavin Karlmeier
Also im März, im März geht Reddit an die Börse. Auch da übrigens ganz spannend, da sprechen wir offenbar in der nächsten Folge drüber, über den Börsen, über den Wert, mit dem Reddit an die Börse geht, weil der scheinbar. . Scheinbar, mehr dazu, wie gesagt, in der nächsten Folge am Mittwoch seit der letzten Schätzung um die Hälfte eingestürzt sein soll. . Kleiner Teaser auf die nächste Folge. Aber was ich dazu achso, ich weiß nicht, ob du einsteigen sollst, Meredith. Ich habe keine Ahnung. Ich kann das, nee, weiß ich nicht. Aber bei Nvidia ist es, glaube ich, noch nicht zu spät, ehrlicherweise.
53:22 Lars Weisbrod
Achso, du glaubst jetzt? Nee, jetzt, jetzt. Nee, nee.
53:26 Gavin Karlmeier
Gibt es nicht so, die sind doch irgendwie jetzt bei 800 Euro, knapp unter 800 Euro und es gibt Analysen, die sagen, die gehen noch auf 1200.
53:36 Lars Weisbrod
Aber das ist auch das Meme von den zwei Männern, die sozusagen diese Tunnel graben, und der eine Ein Zentimeter, bevor er mit Diamanten ist, sagt er: Nee, bei 800 kaufe ich jetzt nicht mehr Nvidia. Der bin ich, der geht jetzt zurück.
53:50 Gavin Karlmeier
Ich habe selten einen Gesprächspartner gehabt, der mir mit gesprochenen Memes in so einer hohen Schlagzeil antworten kann wie du. Das macht, das gefällt mir ganz gut.
53:58 Lars Weisbrod
Okay, ja, sorry, ich dachte alle bei dir reden so. Ich habe mir extra welche ausgucken lassen von meiner Assistentin, damit ich sozusagen hier. .
54:05 Gavin Karlmeier
Vom Meme-Team. Das Meme-Team der Zeit.
54:09 Lars Weisbrod
Das Hochkern-Team hat mir die aktuell hottesten Memes zusammengestellt, auf die ich verweisen soll.
54:14 Gavin Karlmeier
Was jedenfalls zeitgleich passiert ist, und das ist eigentlich das Interessante, auf X wurde ein Gerücht gehandelt, dass Gmail eingestellt würde von Google. Und dieser Tweet hat sieben Millionen Impressionen generiert innerhalb dieses Wochenendes. Was erstmal auf eine Art sogar mit einer gewissen Plausibilität ausgestattet ist, weil Google öfter mal auch Produkte schließt. Die eigentlich ganz gut laufen, aber gleichzeitig auch stark unwahrscheinlich war. Google hat das selber dementiert, aber das passt so ein bisschen dazu, dass Elon Musk eben auch schon auf Google einhaut, weil Musk die KI von Google als zu vogue oder wahlweise auch als zu rassistisch bezeichnet hat. Und das klingt so ein bisschen so, als würde das ja alles irgendwie genau in diesem Sachverhalt zusammenpassen, dass Elon Musk sich hier ein bisschen an diesem KI, an dieser Dieser KI-Partnerschaft stört, weil er weiß, dass hier Google mit Reddit jetzt einen Datenpartner hat, an dem wirklich extrem viele Informationen darüber in dem viele Informationen lagern für Trainingsdaten, wie Menschen im Internet so ticken. Und ich könnte mir vorstellen, dass da auch ein gewisser Groll hintersteckt.
55:27 Lars Weisbrod
Ja, ja, also ob man jetzt ob man jetzt es gab, es gibt von irgendwem diesen uralten Tweets, so in der Hochphase von Twitter und Grind und der ganzen Lingo. wo irgendjemand gesagt hat, Twitter ist für Lingo tot, ich suche jetzt in den Amazon-Produktbewertungen nach neuen Sprachpattern, die wir Arbeiten können. Und so klingt mir das auch, aber ich bin vielleicht auch einfach Reddit-Reddit-Phobisch. Ich bin mir nicht sicher, was die KI da finden will an Interessanten. Sprachmöglichkeiten, die dann sozusagen auch verkäuflich wären. Aber wahrscheinlich ist es nur ein Vorteil.
56:06 Gavin Karlmeier
In unserem, wir haben ja einen podcast begleitenden Discord-Chat und in dem Hagen-Discord, ihr könnt alle dazukommen, hagendran. org Es kostet nichts, macht Spaß. Hat schon jemand gesagt, er hofft oder sie hofft, dass die KI auswählt, in welchen Subreddits diese Texte generiert werden. Ansonsten wäre die KI relativ schnell gewalttätig. Und das, finde ich, ist auch eine sehr gute Beobachtung, weil in der Tat, da geht es wirklich tief rein in die dunklen Bereiche menschlicher Seelen.
56:36 Lars Weisbrod
Also ich will da auch wirklich jetzt nicht zu viel Vorurteile haben, um dir zu nahe treten, aber für mich ist das so eins davor, dass jetzt jemand sagt, wir haben jetzt eine Lars Weißbrote, KI Incorporated, hat jetzt einen tollen Deal mit 4chan, um seine KI da zu trainieren, wo man so denkt, so nein, solltet ihr das machen? Bitte nicht.
56:55 Gavin Karlmeier
Ja, also aber die Assoziation kann man da ja auch haben. Also, ehrlicherweise findet sowas bei Reddit ja auch egal. Lass uns das nicht vertiefen. Weil spannend ist, dass an diesem Wochenende auch noch etwas mit Google passiert ist, was für mich. Auch ein bisschen dazu passt, denn es gibt jetzt Berichte von Nutzerinnen und Nutzern, bei denen der Google News Tab verschwunden ist. Also es gibt bei Suchen jetzt keine vorgeschlagenen Nachrichtenergebnisse mehr. Und das ist natürlich dann hochinteressant, wenn du dir überlegst, dass wir über eine Zeit sprechen, in der Meta gerne unpolitischer werden würde, indem sie keine politischen Inhalte mehr empfehlen, indem das Zeit für Ton in Form von Lars Weißbrot einen Text schreibt, in dem es sagt, naja, bei TikTok geht es eigentlich auch nur noch um Zerstreuung und das neue Fernsehen. Also eine breite Entnachrichtisierung des Internets könnte uns hier bevorstehen. Und das Ist ehrlicherweise in so einer Nachrichtenlage wie dieser keine gute Nachricht, würde ich behaupten.
57:57 Lars Weisbrod
Ja, aber die Leute fahren natürlich drauf ab. Also, wir haben in unserem Podcast mal eine Folge gemacht zu News Avoidance. Nachrichtenmüdigkeit. Und wir waren da, ich fand mich da sogar recht aufgeschlossen dem Thema gegenüber, dafür, dass ich auch noch Journalist bin, ja, und habe sozusagen bestimmte Strukturen auch beschrieben, in denen Nachrichten vielleicht auch nicht gut funktionieren, ja. Aber ich habe mich auch gleichzeitig mich so ein bisschen drüber lustig gemacht, wenn Leute das sozusagen übertrieben für ihr Seelenheil und für ihre Gehirnstruktur glauben. Nachrichten nicht mehr konsumieren zu müssen. Und wir haben ziemlich Ärger bekommen. Also es wären echt viele, viele böse Mails, die gesagt haben, es sei so arrogant von uns, dass wir den armen Menschen abfordern würden, sich mit Nachrichten beschäftigen zu wollen. Ähm, offensichtlich gibt es viele Leute da draußen, die sind schon fest davon überzeugt, dass das eigentlich nur ihr Cortisol-Level stört, wenn man sie da mit Nachrichten behelligt. Dann passt das vielleicht, wenn Google da jetzt sagt. Nö, dann machen wir auch den Tab raus. Den ich übrigens sehr gerne benutze. Es ist jetzt nicht so für mich so ein toter Tab, wo man nie draufklickt. wie auf Shopping. Das finde ich völlig nutzlos, dieser Google Shopping Tab, der hilft mir nie. Selbst wenn ich mal was kaufen will. Aber den News Tab, den fände ich ganz gut, aber es ist der Zeitgeist, spricht vielleicht dagegen.
59:20 Gavin Karlmeier
Ja, also aber ist halt die Frage, und jetzt sind wir fast im, das ist dann fast schon eine philosophische Frage. Ist der Zeitgeist da, also musst du als Google beispielsweise dem Zeitgeist entsprechen, indem du sagst Es gibt eine News Avoidance, also blenden wir die Nachrichten bei uns aus oder halten wir es trotzdem für wichtig, so diese Echtzeitinformationen zur Verfügung zu stellen, auch wenn Leute sie nicht lesen wollen, dass wir sie trotzdem dort platzieren. Und ist das wirklich nur eine kapitalistische Entscheidung oder eine wirtschaftliche Entscheidung, so ist es richtig gesagt, glaube ich, oder ist das nicht auch einfach eine grundsätzliche Entscheidung? Möchte ich eine Möchte ich eine reine Suchmaschine sein oder bin ich auch das Zuhause der Information, was Google Ehrlicherweise auf allen anderen Ebenen ja de facto geworden ist. Wenn du, wie du sagst, ich gebe einen Turnschuh ein und dann möchte ich eigentlich die Seite von Adidas sehen, um heute nochmal Adidas hier in diesem Podcast zu nennen.
01:00:25 Lars Weisbrod
Da muss man doch bei öffentlich-rechtlich an. Ah, nee, wir sind ganz bei öffentlich-rechtlich.
01:00:28 Gavin Karlmeier
Aber genau, da muss man sagen, es gibt auch Puma. Oder möchte ich da auch vielleicht direkt vier Shops sehen, die gerade den besten Preis zu diesem Schuh haben?
01:00:40 Lars Weisbrod
Ja, ich jetzt keine vertiefte Diskussion über den Shopping-Tab bei Google, aber ich bin jemand, der selten was im Internet bestellt. Aber wenn, dann erschreckt davon, was für eine Riesenscheiße. Eigentlich Sachen im Internet bestellen ist, also bis man, da Matthew einen Anbieter gefunden hat, der nicht offensichtlich einen verarschen will, bin ich ja schon fünfmal in Karstadt gegangen, wenn der noch auf hat, weil sie eine Miete noch zahlen können. Aber anderes Thema. Sorry, ich wollte mit dem Newstepp was sagen. Nein, es ist viel schlimmer, es ist nicht eine Wirtschaft. Entscheidung, wenn das denn so kommen sollte. Es ist eine ideologische Entscheidung. Google ist natürlich von der gleichen Ideologie gefangen wie die Leute, die sonst glauben, dass News Avoidance sozusagen für unsere Ganzheitliche Lebensführung irgendwie ein wichtiger Aspekt ist, ja. Es ist einfach ein Mindset, was um sich greift, ja.
01:01:28 Gavin Karlmeier
Und aber meinst du? Ich glaube, diese Mutmaßung führt zu weit. Nee, ich glaube, ich würde das gerne so stehen lassen, wenn das, wenn du damit einverstanden bist, das letzte Wort in diesem Thema zu haben. Ja, das können wir so lassen, ja. Gut, ich drücke jetzt diesen Knopf hier und dann fährt das Jingle ab und dann kommen wir zu der einzigen Rubrik, die dieser Podcast hat.
01:01:51 Lars Weisbrod
Funktionen und Emotionen.
01:01:57 Gavin Karlmeier
Es ist ein kleines Spiel. Ich schmeiße dir neue Funktionen sozialer Netzwerke entgegen und wenn du irgendwo etwas fühlst, dann sagst du mir, was du fühlst. Wir fangen mit Facebook an. Facebook bietet jetzt die Möglichkeit, dass du ein Standardpublikum auswählst für deine Postings. Also du kannst sagen, ich möchte, wenn ich etwas poste, fortan, dass das. . Automatisch nur noch meine Freunde sehen und nicht öffentlich. . Bislang war es so, dass es sich danach entschieden hat, wie dein letzter Post in der Sichtbarkeit eingestellt war.
01:02:33 Lars Weisbrod
Okay. Verstehe ich. Bei Facebook schalte ich glaube ich eh ab, weil ich das Wort höre schon.
01:02:41 Gavin Karlmeier
Bei Facebook gibt es jetzt außerdem dieses For You on Threads, was du bei Instagram auch schon hast, diesen Slider mit diesen Threads-Inhalten, die dir vorgeschlagen werden. Das gibt es jetzt auch bei Facebook. Gut, ähm, aber daran finde ich vor allem interessant, dass Instagram ja eigentlich sozusagen das Zuhause von Threads, als Zuhause von Threads, galt und dass das jetzt immer mehr aufgelöst wird. Das habe ich, glaube ich, in der letzten Folge schon mal gesagt, und Thread sozusagen jetzt die Position eines gleichberechtigten Partners unter diesen Netzwerken eben einnimmt und damit einen eigenständigen, wie würde man sagen, eine eigenständige Produktfamilie bei Meta wird. Das ist eigentlich die einzige.
01:03:21 Lars Weisbrod
Ja, das ist interessant, das stimmt. Das ist interessant, wie das sozusagen so ineinander verschachtelt ist bisher. Weil es ja irgendwie, weil der ist ja auch dieser Instagram-Chef, der immer dann ankündigt, wie es jetzt bei Threads weitergeht und so. Wahrscheinlich wird das einfach ein eigenes Produkt.
01:03:40 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Und ob da nicht irgendwann die Frage ist, ob er dann überhaupt noch zuständig ist oder ob es dann nicht irgendwann ein Threats-Chef braucht. Vermutlich wird es das brauchen.
01:03:50 Lars Weisbrod
Also, ich sag mal so, ich würde es machen. Ich würde auch dann sagen, dass Social Media doch nicht zu. Also je nach Jahresgehalt würde ich dann auch die Gegenthese wieder vertreten.
01:04:02 Gavin Karlmeier
Ja, das ist gut. So, WhatsApp arbeitet an der Möglichkeit, animierte Sticker zu verschicken.
01:04:11 Lars Weisbrod
Nee, habe ich nein.
01:04:12 Gavin Karlmeier
Okay, ja. Keine Gefühle. Ich hasse, ich wollte nur sagen, ich weiß nicht, ob du Telegram benutzt. Aber bei Telegram gibt es das ja schon. Und ich hasse es, wenn ich versehentlich nur ein Emoticon verschicke, einen Smiley. Und daraus wird dann so ein halbbildschirmgroßer sich bewegender, großer Emoji-Ball. Das macht mich wahnsinnig zornig. Klingt auch extrem furchtbar, ja. Und WhatsApp Business hat jetzt einen Performance-Reiter. Also du kannst jetzt sehen, wie viele Leute haben einen Chat mit dir gestartet, wie viele Leute haben eine Antwort bekommen, wie viele haben ihn geöffnet und nicht geschrieben zum Beispiel. Also so eine Art Analytics für WhatsApp Business.
01:04:54 Lars Weisbrod
Oh, das finde ich dann schon interessant, einfach nur, weil ich gar nicht wusste, dass es WhatsApp-Business gibt. Ich bin noch nie über sowas gestolpert. Was ist denn, da sagt eine Firma mir, Sie können uns hier in diesem WhatsApp Pst Nummer Kanal schreiben und hast du das je benutzt?
01:05:12 Gavin Karlmeier
Ja, ich zweimal zweimal benutzt, einmal im Kontakt mit Vodafone. Dort kann man einen Kundenservice sozusagen per WhatsApp abwickeln und einmal mit HP, dem Hersteller für Drucker und Tinten und so. Die beiden bieten Support via WhatsApp an. War beide Male eine relativ ernüchterde Experience, möchte ich mal sagen. Hat mich jetzt nicht so bewegt.
01:05:38 Lars Weisbrod
Ich will jetzt, ich werde natürlich auch so nostalgisch jetzt Ende von Social Media. Ich meine auch Auch am grinden über mangelnden Kundensupport bei Vodafone, das war auch doch schon eine meiner schönsten Stunden bei Twitter.
01:05:54 Gavin Karlmeier
Aus Zeitgründen würde ich dieses Geschwelge. Das können wir dann in deinem Podcast demnächst haben. Ja, ja, ja, ja, ja. Ich habe noch zwei, drei Kleinigkeiten. Zum Beispiel, Instagram arbeitet jetzt an einer Friendmap. Eine Karte, bei der du von all deinen Freundinnen und Freunden in Echtzeit live sehen kannst, wo sie gerade sind, sofern sie das eingeschaltet haben. Und die Möglichkeit, dass du dort an diese Position auch eine Node heften kannst. Also dass du zum Beispiel in Dials reinschreiben kannst, wenn du gerade auf Reisen in. München bist, dass du dann reinschreiben kannst, heute 20 Uhr Hofbäuhaus kommt alle und dann sehen das die Leute, die dir folgen und denen du folgst.
01:06:39 Lars Weisbrod
Er tönt mich erstmal voll ab, weil es an diese alte Anwendung erinnert, die wirklich nur echte Darf man das sagen, Voltrottel? Nein, das ist zu gemein echt wirklich seltsame Leute damals benutzt haben. Wie hieß die? Da wurde man auch mal dann König von irgendeinem Platz, von irgendeinem Ort, wenn man sagt.
01:06:55 Gavin Karlmeier
Ja, das ist immer was anderes. Du meinst Foursquare, richtig? Gibt's das noch? Ne, das gibt's nicht mehr. Nein, nein, das gibt's nicht mehr. Ich glaube, oh, jetzt muss ich mich zu weit, lehne ich mich weiter auf dem Fenster, aber ich habe das Gefühl, dass das von Facebook gekauft wurde, Foursquare, und dicht gemacht. Aber ich bin mir nicht sicher. Warte mal, wer hat das gekauft?
01:07:14 Lars Weisbrod
Also erstmal erstmal klingt es nicht gut. Aber andererseits könnte es natürlich wirklich eine Weil es ist schon so, dass man bei Instagram manchmal guckt, ah ja, ich bin hier im schicken Hotel in den Alpen, ich gucke mal, wer da auf Instagram auch schon war. Ach, Miki Beisenherz war hier auch schon mal und hat vielleicht gute Tipps, was man hier in der Nähe machen kann. Ist das schon eine Anwendung, die man manchmal macht? Ja, vielleicht ist es doch eine gute Idee.
01:07:38 Gavin Karlmeier
Ich will kurz direkt Fact-Checking hier. Also Foursquare wurde von Google gekauft und durch Google Latitude ersetzt. Auch dauert konnte man in Echtzeit. Nee, stimmt gar nicht. Ich muss mich selber nochmal fact checken, fact-checken. Also, die beiden Entwickler Dennis Crowley und Naveen Salva Duray. Haben ein Tool entwickelt, das ist Dodgeball. Da kannst du in Echtzeit deinen Standort bekannt geben, und das war Google Latitude. Das haben in Deutschland viele Leute nicht benutzt, weil in Deutschland Datenschutz eine Rolle gespielt hat. Aber du konntest quasi Leute Es gab so zwei, drei Post-Privacy-Leute, die hatten das dann.
01:08:14 Lars Weisbrod
Also ich glaube, Sascha Lobo eine Zeit lang aktiv.
01:08:17 Gavin Karlmeier
Genau, Sascha Lobo hat Google Latitude durchgehend benutzt, du konntest immer gucken, wo er ist, und hat dann, glaube ich, auch mal eine Party geschmissen, bei der er seine Adresse getwittert hat. Das ist aber echt lange her. Also da würde ich sagen, es waren so die Anfänge von Twitter in Deutschland. So, das war aber Google Latitude, wo du in Echtzeit deinen Standort zeigst. Und das ist ein bisschen ähnlicher wie diese Instagram-Map. Das andere, dieses, wo ich Bürgermeister werden konnte, das war Foursquare. Wurde von denselben Leuten entwickelt wie das Projekt, das ich gerade erzählt habe. Um und ist aber irgendwann eingestellt worden. Da gab es dann noch ein paar andere Apps wie Go Walla. Das wurde von Facebook gekauft und ist dann in Facebook Places überführt worden. And so 2010, 2011, also du merkst, ich werde jetzt mal hier nostalgisch. 2010, 2011 sah die Facebook-App auch so aus, dass du übrigens genauso wie Elon Musk sich diese Everything-App vorstellt, dass du sie geöffnet hast und so sechs so große Menüpunkte hattest. Und einer dieser Punkte war Places. Und dann konnte ich sagen, ich bin gerade Hier. Und dann konnten andere Leute sehen, dass ich hier bin. Das ist aber was anderes, weil das nicht in Echtzeit passiert ist, sondern es war de facto ein Post eines Standortes. So wie Fosker eben auch funktioniert hat. Und wenn du der Mensch bist, der am häufigsten an demselben Ort ist, Dann wurdest du Bürgermeister dieser Orte. Irre. Ach ja. Naja. Und diese Instagram Map aber, über die wir gerade gesprochen haben, diese Friend Map, das ist ein Feature, das es bei Snapchat de facto schon gibt jetzt. gerade.
01:09:47 Lars Weisbrod
Oh, da kenne ich mich leider gar nicht. Snapchat hatte ich noch nie auf meinem Handy. Da kenne ich mich gar nicht aus. Aber ja, ist auf jeden Fall ein interessanteres Thema als als wer jetzt bei Facebook automatisch meine Posts liest oder nicht. Also dieses Map-Thema könnte natürlich wirklich nochmal spannend werden. Das stimmt schon.
01:10:08 Gavin Karlmeier
Ja, ich bin da total gespannt drauf, vor allem, weil das kann total, also es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit bis der nächste 16. Geburtstag von Tessa. Auch da, ich weiß nicht, ob du dich daran erinnerst, und Tessas Geburtstag. Das war mal so eine Sommerloch-Geschichte, dass Tessa, so hieß sie. Eine 16-jährige junge Frau, dass sie bei Facebook ein öffentliches Event ihrer Geburtstagsparty gepostet hat und dieser, weiß nicht, 10. 000 Leute kamen dann zu dieser Veranstaltung.
01:10:39 Lars Weisbrod
Und dann musste die Polizei kommen und so, erinnere mich, erinnere mich.
01:10:42 Gavin Karlmeier
3. Juni 2011 war das. Ist also auch schon lange her. Naja. Ich hab noch. Habt noch zwei Funktionen für heute. Die eine Funktion ist, es wurde schon lange gemunkelt, dass Threads Entwürfe bekommen sollte. So wie wir das von Twitter kennen, dachten wir zumindest. Die Funktion ist jetzt bei den ersten Leuten aufgetaucht und sie ist leider ernüchternd, denn diese Entwürfefunktion sieht ungefähr so aus wie ein Story-Entwurf. Also Du kannst einen Entwurf haben und der bleibt auch in dem Editor stehen. Das heißt, ich schreibe etwas und dann mache ich das zu und dann, statt abzubrechen, werde ich gefragt, willst du dir einen Entwurf speichern? Und wenn ich nächstes Mal Threads öffne, dann steht dieser Text da immer noch. Das ist der jetzige die jetzige Möglichkeit, einen Entwurf zu schreiben.
01:11:29 Lars Weisbrod
Ja, finde ich, ich find's aber okay. Also ich Ich glaube, diese große Zeit der Entwürfe, das war ja auch mal so ein Meme, was ich noch in meinen Entwürfen habe und so, ja. Ich hatte mal, ich hatte mal wirklich einen schönen Moment und dann wollte ich das zur Rubrik journalistisch ausbauen, das ist mir nie gelungen. Dann habe ich Jan Böhmann interviewt und es war so ein bisschen so ein okayes Interview und so und da kam so Okay, in Fahrt. Und dann habe ich ihn aber aus irgendeinem Grund gefragt, ob er mir vorlesen kann, was für Tweets in seinem Entwürfeordner sind. Und dann hat sein Handy rausgenommen und ist die einfach so durchgescrolt und hat so Sachen vorgelesen, die teilweise lustig waren, teilweise gar keinen Sinn gemacht haben und ist plötzlich so ganz aufgeblüht. Im Interview sind dann auch so ein paar Beispiele dann abgedruckt worden. Und da dachte ich, man müsste mal immer so Promis fragen, was ist eigentlich bei Micky Beisenherz noch im Entwürfeordner? Aber ich glaube, jetzt ist es auch vorbei. Das war halt Twitter. Entwürfeordner ist Twitter.
01:12:22 Gavin Karlmeier
Braucht man jetzt nicht bei Things. Also du könntest recht haben, aber auch meine Entwürfeordner, ich habe hier auch schon mal tatsächlich ein paar vorgelesen heraus. Der quillt über und da sind wahnsinnig viele wahnsinnig schlechte Witze drin. Also das sind logischerweise nur die Dinge, also auch viele Dinge, die ich niemals öffentlich hier vorlesen dürfte, aber auch viele Dinge, die so Also es hat ja einen Grund, dass es nur Entwürfe geblieben sind, ne?
01:12:50 Lars Weisbrod
Ja, stimmt, stimmt, so kann man es auch sagen, ja.
01:12:53 Gavin Karlmeier
Aber ich verstehe das. Ich hätte mir aber für Threads was ähnliches gewünscht, aber ich glaube nur aus nostalgischen Gründen. So, und dann passiert folgendes gerade. Threads arbeitet an der Artweise, wie die Postings aussehen. Und zwar ist es jetzt gerade ja so, das ist jetzt wirklich klein, klein, aber. Ich habe eine Follow-up-Geschichte, die es vielleicht ein bisschen interessanter macht. Jetzt gerade ist es ja so, dass du unter deinem Post, äh, unter den Post. . die du siehst bei Threads, hast du ganz eng nebeneinander ein Herz, eine Sprechblase, das Reposten-Ding und diese Schwalbe zum Weiterschicken. Das ist alles links unten angelegt, alles sehr eng beieinander. Und es wird offenbar jetzt redesignt, sodass es sich über die komplette Länge des Posts erstreckt, so dass es optisch deutlich ähnlicher Twitter wird. Also so, dass man ein bisschen mehr so eine Twitter-Experience hat, dadurch, dass sich die Symbole eben über die ganze Länge verteilen. Und gleichzeitig, ich nehme an, da hast du nicht so mega krasse Emotionen zu, aber gleichzeitig übernimmt Twitter, also X jetzt gerade die Art und Weise, wie Bildpostings bei Threads aussehen. Nämlich durch diese Karusselloptik, die wird jetzt gerade bei X getestet.
01:13:56 Lars Weisbrod
Ja, aber das ist nicht gut. Nee, da habe ich totale Emotionen. Das ist nicht gut, das ist nicht gut, wie das bei Thread ist, weil es einem die Bilder-Gags kaputt macht. Weil ich große Angst habe, dass wenn ein Bildgag darauf basiert, dass es zwei Bilder sind, dass die Leute nicht im Karussell weiterscrollen und dann zündet der Gag gar nicht.
01:14:17 Gavin Karlmeier
Ja, verstehe ich. Das ist aber eh ein unlösbares Problem, wenn du mich fragst. Das passiert ja. . Also wie gehe ich damit um, dass ich. etwas erzählen möchte, für das ich aber zwei Bilder benötige. Das ist immer suboptimal, egal wie viel Mühe du dir gibst.
01:14:35 Lars Weisbrod
Ja, aber auf Twitter funktioniert also Twitter war ja berüchtigt für den Bildzuschnitt. Er sozusagen mal das genommen hat, was man gerade nicht brauchte von dem Bild. Aber ansonsten funktionierte das, also ein Teil der Kraft von der Meme- und Gagkraft von Twitter war, weil es so easy war, einfach zwei Bilder unter was drunter zu klatschen. Und dann konntest du oben drüber schreiben, ja, irgendwie upgrade. jpg oder ich weiß es nicht, irgendwie das Meme, das Pattern dazu und schon hattest du ein Gag. Aber das funktioniert dann durch, wenn man alles auf einmal sieht. Das ging ja bei Twitter schon. Das nervt mich bei Threads. Da sind schon ein paar echt gute Posts von mir durchgefallen, weil die Leute, glaube ich, nicht im Karussell weitergescrolt haben und gesehen haben Ach, das ist die Pointe rechts.
01:15:23 Gavin Karlmeier
Ja, vielleicht müssen wir einfach noch disruptiver mit unserem eigenen Posting verhalten werden Das sowieso immer. Okay. Bevor wir jetzt den Deckel drauf machen, hast du denn noch Entwürfe in deiner Twitter App, in deiner Ex-App?
01:15:36 Lars Weisbrod
Ich habe jetzt tatsächlich gerade geguckt, wie viele, habe ich aber auch gar keine App mehr, sondern aus Protest locke ich mich nur noch über den Browser ein, wo es besonders wenig Spaß macht dann. Und da sind aber, weißt du, was das meiste ist, ist bei mir irgendwie der Post, auf den du antworten möchtest, wurde gelöscht.
01:15:56 Gavin Karlmeier
Ja, das habe ich auch ganz viele. Und Fehler beim Senden.
01:16:00 Lars Weisbrod
Wieder beim Senden, ja. Sorry, da kann ich jetzt keine guten. Ich habe einen, der fängt so an, wenn wir jetzt die nächsten zwei Jahre in Feuilleton durchdiskutieren müssen. Aber dann fehlt leider was.
01:16:14 Gavin Karlmeier
Guter Anfang von einem Tweet mal. Ich habe auch, solange ich noch keinen Brief von der Polizei bekommen habe, und dann geht es auch nicht weiter. Ich habe also gleich Wo man schon beim Schreiben dachte, ach so schlau ist der Gedanke jetzt auch nicht. Und dann weiß man aber nachher nicht, ob das nicht vielleicht doch ein guter Gedanke ist, vielleicht lernen wir daraus für uns. Den Gedanken zumindest, aber ihm einmal die Möglichkeit zu geben, zur Welt zu kommen. Todprügeln kann man ihn dann ja immer noch.
01:16:42 Lars Weisbrod
Das stimmt, ja. Es gibt eine alte Bill-Cosby-Folge, da ruft die ganz kleine Tochter Immer so eine Hotline an, wo Witze vorgelesen werden. Er merkt sich aber immer nur entweder die Pointe oder das Setup des Witzes. Und die Folge besteht daraus, dass dieses kleine Mädchen, ich habe gerade ihren Namen vergessen. Ich weiß nicht mehr, wie Rudy hieß sie, glaube ich, oder? Immer nur entweder Pointen oder Setups vom Witzen erzählt, aber den Rest nicht. So ist das auch ein bisschen mit dem Twitter-Entwürfeordner. Um mal ganz tief in die kulturhistorische Test zu sagen.
01:17:14 Gavin Karlmeier
Aber hui. Ist das nicht die. Aber hat diese Tochter nicht später Lenny Kravitz geheiratet? War das nicht so? Das weiß ich nicht. Jetzt ist jetzt kompliziert. Bevor wir uns jetzt hier noch mehr Unwahrheiten verlieren, lieber Lars, vielen Dank. Das war schon wahnsinnig lang, aber es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht. Vielen Dank, dass du dabei warst. Vielen Dank, dass du mit mir über das Ende von Social Media diskutiert hast. Ich wünsche dir eine wundervolle Woche und vielleicht bis zum nächsten Mal. Ich würde mich freuen. Achso, und du kannst natürlich noch hier deinen Podcast bewerben. Alle Leute sollen deinen Podcast hören.
01:17:48 Lars Weisbrod
Ja, bitte, genau, die sogenannte Gegenwart heißt der. Wir haben auch mehrere Folgen über Social Media. Ich habe mit meinem Kollegen Ijo Mamonga. zwei, dreimal über verschiedene Social Media Trends gesprochen, also vielleicht für dein Publikum sind die alten Folgen interessant. Ja.
01:18:04 Gavin Karlmeier
Vielen Dank dir. Danke dir für die Einladung. Und an alle, die bis hierhin gehört haben. Vielen, vielen Dank euch. Hier geht es weiter am Mittwoch. Und bis dahin, wenn ihr euch denkt, ich habe Sehnsucht, dann kommt in unseren Discord-Chat auf hakendrennen. org und da habt ihr auch die Möglichkeit. Diesen Podcast hier mit ein paar Euros zu unterstützen, auch da würde ich mich sehr freuen und bedanken. Vielen lieben Dank und schöne Woche