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Folge 261 · 25. März 2024 · 1:15 Std.

Rennen X die Leute davon?

mit Nora Hespers

Heute dabei: Zahlen, wer eigentlich noch X nutzt – und wie sie sich in den letzten Monaten verhalten haben, Threads und der Verstoß ins Fediverse und das Ende von Facebooks Blutspendenfeature – erinnert sich daran irgendjemand??

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Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Nora.

00:07 Nora Hespers

Hallo Gavin.

00:10 Gavin Karlmeier

Ich muss eigentlich hier niemanden mehr vorstellen und vor allem dich nicht, aber für die, die letzte Woche zum Beispiel nicht uns beide schon gemeinsam beim Nachsitzen gehört haben Du bist Nora Hespers, du bist Journalistin, Podcasterin, Internetkoryphäe und ich muss nicht viel mehr über dich verlieren, glaube ich, als diese Dinge. Nee, ich glaube, das reicht auch für einen Einstieg. Das reicht als Einstieg. Und du warst ja auch schon mal hier. Das heißt, die ganzen Ultra-Hackis kenne ich ohnehin. Ich muss leider heute mit ein bisschen Housekeeping einsteigen. Und zwar leider, weil das so eine Geschichte ist, die so unsäglich schlechte Laune macht. Und zwar haben wir hier ja über den rechtsradikalen Comic-Zeichner, Cartoon-Zeichner Stone Tost schon gesprochen, der unter anonymen Namen, anonymem Namen Bilder veröffentlicht, die also alles reproduzieren, was man nicht reproduzieren möchte. Und wir haben vor allem darüber gesprochen, dass Elon Musk, alle Menschen, die nein falsch, ex so, jetzt hätte ich die schon wieder in Personalunion gebracht. Ex alle Accounts, die den Namen Hans-Christian Gräbener, das ist nämlich der Klarname dieses Menschen, twittern, sofort sperren. Und wir haben uns noch ein bisschen gefragt, unter welcher ähnlich Grundlage das passiert, weil es Ja, eigentlich keine nichts gibt, was dagegen verstoßen würde, oder wogegen es verstoßen würde, diesen Namen einfach zu veröffentlichen. Jetzt hat Twitter aber deren eigene Nutzungsbedingungen angepasst und dort in diese in die Policy reingeschrieben, dass es nun gegen die Regeln bei X verstößt, die Identität eines anonymen Nutzers Namentlich zu nennen und ihn damit öffentlich zu machen. Das ist jetzt neuerdings ein Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen von X.

02:04 Nora Hespers

Und das Interessante ist, das wäre ja eine gute Nummer gewesen, wenn es darum gegangen wäre, Menschen zu schützen, die zum Beispiel aus guten Gründen, weil sie sonst von Regierungen verfolgt werden. anonym posten und die man nicht doxen darf, aber dass es dann jetzt implementiert wird, ja, wenn es um einen Rechtsextremen geht, dann ist es natürlich, also Grundsätzlich darf natürlich jeder geschützt werden, ne, aus bestimmten Gründen, aber wenn es sozusagen nur so selektiv gilt, schwierig.

02:35 Gavin Karlmeier

Ja, absurd auch. Vor allem unter wenn man da noch die Facette hinzuzieht, dass Elon Musk im Interview mit Don Lemmon. . ja, ihn noch darauf festgenagelt hat, dass bei Ex nur Dinge gelöscht werden, die illegal sind. . Und Don Lemmon sagte, also hier wird Hass reproduziert, Rassismus reproduziert. Hier werden Menschen eingeschüchtert, hier werden Menschen beleidigt, hier wird Menschen Dinge angedroht. Und Elon Musk hat immer gesagt: solange es nicht illegal ist, wird es nicht gelöscht. Ich wage zu bezweifeln, dass es illegal ist, diesen Namen hier öffentlich zu machen. Zumindest.

03:07 Nora Hespers

Das kann ich dir ehrlich gesagt nicht sagen, wie das denn, also ob das dann Doxing ist oder nicht, das müsste, glaube ich, geprüft werden. Aber interessant ist ja wirklich, dass die Frage, wo, ob es illegal ist, die wird ja nicht mehr geprüft. Also was da hochgeladen wird, du kannst ja kaum noch was melden. Es wird nichts überprüft, weil wer sollte das auch machen? Die Leute sind alle entlassen. Von daher, wer soll entscheiden, was illegal ist? Da gibt es überhaupt gar keine, gar keinen Standard mehr.

03:34 Gavin Karlmeier

Ja, das ist wohl so. Es gibt einen kleinen Trost, und das steigen wir direkt mit dem ersten großen Thema von heute ein. Es gibt einen kleinen Trost. Und zwar rennen Ex offenbar auch in Zahlen die Leute davon, obwohl Elon Musk ja immer wieder gegenteilig ist Behauptet. Also bei Don Lemmon zum Beispiel hat er im Interview ja noch gesagt, dass ständig hier die Rekorde gebrochen werden und immer wieder mehr Leute auf die Plattform kommen und dass alles immer besser und toller wird. NBC Hat einen großen, längeren Text geschrieben, bei dem sie diverse Daten zusammengenommen haben. Und vor allem haben sie die Zahlen des Forschungsunternehmens Sensor Tower genommen, ein Marktforschungsunternehmen aus San Francisco. Die haben sich nochmal sehr genau angeschaut, wie eigentlich Ex so genutzt wird. Und haben gesagt, im Februar 2024 hatte X 27 Millionen tägliche aktive Nutzer in den USA. Und Nutzerinnen, 27 Millionen. Das ist im Vergleich zum Februar 2023 ein Rückgang von 18 Prozent Und im Vergleich zum November 2022 ein Rückgang um 23 Prozent. Das heißt, mittlerweile kann man sagen, dass ein Viertel der täglich aktiven NutzerInnen Ferngeblieben sind. Das fühlt sich nach gar nicht so viel an, aber wenn man bedenkt, wer alles Ex benutzt, wie der Markt USA für Ex genutzt wird, finde ich ein Viertel doch tatsächlich einen ganz schönen signifikanten Einschnitt, ehrlicherweise.

05:02 Nora Hespers

Ja, definitiv. Also ich habe mich auch gewundert, dass es dann doch so viele sind, weil man irgendwie das Gefühl hat, dass doch sehr viele die Plattformen entweder noch nutzen oder auch wieder nutzen. Also auch im Kolleginnenkreis beobachte ich. Dass einige Menschen dann doch zurückgehen, weil sie sagen, dass sie die relevanten Informationen oder das, was sie dann da gebingt haben. tatsächlich nur bei X in der Form bekommen und sich sonst eben mühsam über verschiedene Plattformen zusammensuchen müssen. Vor dem Hintergrund finde ich das tatsächlich eine große Zahl.

05:35 Gavin Karlmeier

Ja, ja, auf jeden Fall. Und vor allem, weil ja auch die Verteilung der Märkte vermutlich unterschiedlich rein. Ah ne, ist ja alles USA. Ach sorry. Ach, man muss auch dazu sagen, es ist Sonntagabend, wenn wir das hier aufnehmen. Da kann sowas schon mal passieren. Oh Gott. Sensor Tower hat vor allem definiert, wie eigentlich täglich aktive NutzerInnen definiert sind und sagen. Jeder Mensch, der zwei Sekunden am Tag die App benutzt, gilt als aktive NutzerIn.

06:03 Nora Hespers

Sieht das auch schon, dass du so eine Meldung in den Startbildschirm kriegst? Also, ist das eine Nutzung? Zwei Sekunden.

06:09 Gavin Karlmeier

Die Push-Nachricht meinst du? Ja. Nee, ich glaube nicht. Du müsstest die App öffnen. Aber zwei Sekunden ist ziemlich schnell. Also, wenn du so eine rote 1 auf der X-App hättest, zum Beispiel. Und du öffnest sie kurz, guckst, ah, push nach richtig, die mich nicht interessiert, machst du die dazu, dann war das schon vermutlich eine Nutzung.

06:26 Nora Hespers

Toll. Das ist beeindruckend.

06:31 Gavin Karlmeier

Finde ich auch. Es gibt noch ein paar mehr Zahlen, und zwar gibt es hier noch die Zahlen, die Ex selber zum Beispiel veröffentlicht, die sind auch interessant. Ex selber sagt nämlich Es sind weltweit 250 Millionen Menschen, die Ex täglich nutzen. 250 Millionen, das klingt nach einer tollen Zahl. Interessant ist die aber vor dem Hintergrund, dass Musk 2022, als er Twitter gekauft hat, gesagt hat, es gibt 258 Millionen monetarisierbare tägliche aktive NutzerInnen. Also Selbst nach dieser ex eigenen Zahl, er wäre hier ein Rückgang zu verzeichnen. Und das, obwohl ja eigentlich so wie gesagt, Musk eigentlich vor allem nach außen kommuniziert, dass es dem ganzen Netzwerk nie so gut gegangen sei wie jetzt gerade.

07:24 Nora Hespers

Ja, das muss man natürlich machen, wenn man irgendwie Werbung machen möchte. Niemand, glaube ich, würde sich da drauf einlassen, wenn man sagt, wir räumen die NutzerInnen weg und ich. Die wollen auch nicht zahlen. . Das ist irgendwie keine gute Werbung für so ein Unternehmen, aber dass er in Zahlen lügt, das habt ihr ja hier auch schon reichlich herausgearbeitet, dass da eigentlich so gar nichts hintersteckt.

07:47 Gavin Karlmeier

Und das mit den Monetarisierbaren ist sowieso eine interessante Zahl. Wir bleiben in der Welt der Zahlen. Sensor Tower hat sich mal die 100 größten Werbekunden auf X angeschaut aus dem Oktober 2022. Und herausgefunden, dass 75 von denen heute nicht mehr werben auf X. Das ist richtig krass. Drei Viertel der 100 größten WerbekundInnen sind einfach weg.

08:09 Nora Hespers

Und man fragt sich dann ja auch, womit verdient Twitter oder X ja jetzt Geld? Also ne, die Werbekunden sind ja die, die am den größten Batzen gezahlt haben. Ich weiß nicht, wie viele Menschen so ein Abo jetzt haben bei X. Ich habe aber das Gefühl, das sind deutlich weniger als die 258 Millionen monetarisierbaren täglichen aktiven Nutzer. Das dürfte deutlich weniger sein. Und dann fragt man sich schon, womit verdienen die eigentlich gerade Kohle?

08:38 Gavin Karlmeier

Auch dazu schreibt NBC ein bisschen was. Leider finde ich ein bisschen unscharf im Vergleich, aber ich will trotzdem das mal aufarbeiten. Und zwar haben Sie wohl im Monat, im Februar, circa 9,5 Millionen US-Dollar mit in App-Käufen verdient. Also das sind die Einnahmen aus Ex-Abonnements. Und im Juli 2022 gab es eine Zahl von Twitter, bei der gesagt wurde, in den vergangenen drei, vorangegangenen drei Monaten, also im Juni, Mai und April 2022 hatte Twitter 1,1 Milliarden Dollar verdient. 1,2 Milliarden Dollar. Das heißt ungefähr eben 400 Millionen Dollar. Das ist deutlich mehr als 9,5 Millionen US-Dollar. muss man dazu sagen, die kann man nicht direkt miteinander vergleichen, weil die erstgenannte Zahl, diese 9,5 Millionen, sind eben nur die Einnahmen aus In-App-Käufen und Abonnements. Und da sind halt Werbeeinnahmen nicht dabei, aber die sind eben auch deutlich weniger geworden. Ich würde behaupten, dass diese 400 Millionen US-Dollar-Einnahmen nicht mehr drin sind für X.

09:45 Nora Hespers

Das ist interessant, die beiden Zahlen dann irgendwie gegenüberzustellen, weil es gab ja meines Wissens auch gar keine Menschen, die überhaupt für X bezahlt haben, außer Werbekunden.

09:56 Gavin Karlmeier

Ja, ja, also überhaupt der Umbau von sozialen Netzwerken dazu, dass Menschen dafür anfangen zu bezahlen, ist ja sowieso ein Thema, dem man sich, finde ich, theoretisch meinen ganzen Abend widmen könnte.

10:07 Nora Hespers

Ja, ganz definitiv. Zahlst du für Facebook?

10:11 Gavin Karlmeier

Nee, ich zahle nicht für Facebook und Instagram. Ich zahle ehrlicherweise für gar kein soziales Netzwerk. Ich habe lange für YouTube gezahlt. Das habe ich Anfang dieses Jahres auf gehört, weil mir das zu teuer wurde mit der Preiserhöhung. Aber ich zahle, glaube ich, für kein soziales Netzwerk mehr. Du Für irgendeins?

10:28 Nora Hespers

Nee, da war ich immer zu geizig, wobei mir natürlich bewusst ist, dass ich immer noch damit zahle, dass ich irgendwie Daten dalasse. Weshalb ich versuche, das alles in Apps zu benutzen oder im Browser zu benutzen und dann in Kognito dadurch zu surfen und mich so weigere Wenn ich links verschicke, hinten diese IDs mitzuschicken, die lösche ich dann immer weg, damit weniger Daten irgendwie generiert werden können. Aber das nutzt natürlich trotzdem nichts, also die sehen trotzdem, wie lange ich auf einem Inhalt hängen bleibe und so. Das ist so marginal. Aber das würden sie auch sehen, wenn ich dafür zahle. Deswegen bin ich immer nicht so sicher. Also, warum soll ich denen jetzt Geld geben? Weil ich kriege dann zwar weniger Werbung angezeigt, aber meine Daten erheben sie ja trotzdem.

11:09 Gavin Karlmeier

Und das ist nämlich genau der Punkt, weil ja das Standardargument dafür, dass es umsonst war, oder zumindest kein Geld gekostet hat, war ja immer, wenn es nichts kostet, bist du das Produkt. Das war ja immer so der Claim, der so rauskam. Rausgestellt wurde. Und das ändert sich nicht in dem Moment, wo ich dafür bezahle. Trotzdem muss ich dazu sagen, dass ich es bei manchen Dingen, also bei Meta, haben wir hier schon öfter jetzt in den letzten Tagen darüber berichtet. dass angefangen wird für die Leute, die für Meta Verified zahlen, also für den Lawn Haken bei Facebook oder bei Instagram, dass es jetzt erstmals auch eigene Funktionen gibt, die nur für diese zahlende NutzerInnen vorbehalten sind, zum Beispiel Dass du Links in Reels setzen kannst, auf Webseiten zum Beispiel. Und ich finde das also mal ganz ehrlicherweise beobachtet sogar legitim, dass es eine Art Premium-Modell gibt. Halte ich nicht grundsätzlich fürs Problem, hatte ich ja auch bei Twitter kein Problem. Es gab ja auch vor Elon Musk schon Twitter Blue. Also, dass es Dinge gibt, für die ich bezahle, um besondere Funktionen zu bekommen. Finde ich jetzt nicht dramatisch. Also, dass du zum Beispiel sagst, wenn du bei YouTube, ähm, beim YouTube-Beispiel zu bleiben und mal die Werbung außer Acht gelassen, dass du sagst. Es gibt ein höhere Bitrate in den Videos, wenn du dafür bezahlst. Oder bei X, dass du sagst, es gibt eben 4K-Uploads, wenn du dafür bezahlst. So war es ja früher bei Twitter. Finde ich vertretbar auf eine Art, weil ich mich dann dazu entscheiden kann, das zu machen oder eben nicht zu machen. Schwierig wird es halt, wenn das Wenn dadurch eine Schieflage in der Community oder in der Nutzerbasis des Netzwerkes generiert wird. Was ja mit Tutter Blue passiert in dem Moment, wo der blaue Haken. Und damit verbunden auch die erhöhte Reichweite gekommen sind. . Also, das hat ja ein Problem angerichtet.

12:56 Nora Hespers

Ja, und die Vertrauenswürdigkeit ist halt nicht gegeben, ne? Also du Das war ja grundsätzlich mal so, dass du erkennen konntest, die Person, die dahinter steckt, das ist auch die Person, die draufsteht. Und das ist ja völlig abhanden gekommen. Da kann ja jetzt jeder irgendwie so einen Haken haben.

13:10 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Ja, ja. Und genau, und um aber auf den Punkt zurückzukommen, also ich kann mir schon vorstellen, dass man, dass wir früher oder später halt so eine Veränderung hin erleben, dass die ganzen. Sozialen Netzwerke alle mit so Premium Features locken werden, weil sie Einnahmequellen brauchen. Ich glaube aber nicht, dass diese Einnahmequelle früher oder später werbe, äh, das Geld von Werbung ersetzen kann. Und das wird auch bei X vermutlich nicht funktionieren.

13:40 Nora Hespers

Nee, auf gar keinen Fall. Also ich kann es mir in dem Moment nicht vorstellen. Also, so wie es gerade aussieht, schwierig. Also Werbekunden wirst du trotzdem brauchen. Und das sind ja auch die bei vor allen Dingen bei großen Sportevents, da wären wir bei meinem Thema. wo sich richtig Kohle generieren lässt. Also das war ja das, wo, ähm, wo, wo damals Twitter ja immer groß aufgefahren ist. Also ich weiß, ich habe ja diese Twitter-Spielberichte gemacht mit diesen lustigen Tweets drin. Und natürlich haben wir dann Twitter abgegrast nach den geilsten Takes für irgendein Spiel. Und das war lange Zeit, war das sozusagen ein sehr verlässlicher Lieferant für irgendwelche Hottakes und das hast du nicht mehr oder das kannst du in der Form nicht mehr machen. Das ist ja auch, mal davon abgesehen, nicht in der Form durchsuchbar. Aber Dass du Twitter offen hattest, sozusagen als Second Screen während einem Sportereignis, das war eine Zeit lang wirklich Standard.

14:37 Gavin Karlmeier

Habe ich heute, so viel spoiler ich schon mal vorweg, habe ich heute vielleicht eine Nachricht für dich, die dir gefallen wird zu dem Thema?

14:44 Nora Hespers

Mal sehen.

14:45 Gavin Karlmeier

Kommen wir gleich zu. Ähm, NBC hat noch zwei andere Zahlen, um diese diese Zahlenwelt einmal kurz zu verlassen. Er hat noch zwei andere Zahlen genannt, nämlich Auf der einen Seite haben sie Downloadzahlen von Apptopia sich angeschaut, also wie viele Leute laden eigentlich die X-App runter. Das waren im Februar in den USA 2,9 Millionen Downloads. Es sind 14% mehr als im Februar 2023, aber immer noch deutlich weniger als 3,7 Millionen Downloads im Oktober 2022, also in dem Monat, wo Maske gekauft hat. Jetzt muss man da auch ein bisschen, der fehlte mir so ein bisschen leider die Einordnung, glaube ich, natürlich zurechnen, dass in dem Moment als Mask Der die Plattform gekauft hat, viele Leute die App extra nochmal heruntergeladen haben, um zu gucken, was da passiert, weil man natürlich auch Zaungast sein wollte. Also ich halte den Monat Oktober 22 jetzt nicht zwangsläufig für den besten Referenzwert. Ehrlicherweise.

15:41 Nora Hespers

Ja, und ich frage mich halt auch, was generiert Downloads? Also wann laden Menschen diese App runter? Also es ist immer nur zwingend, wenn sie etwas neu runterladen oder. Wenn Sie ein Handy wechseln, die App nochmal neu runterladen und solche Sachen. Also da gibt es ja mehrere Möglichkeiten, die so einen Download generieren. Da würde mich schon interessieren, ob es da irgendwelche Korrelationen gibt.

16:05 Gavin Karlmeier

Ja, hundertprozentig. Also, ich auch das weiß ich nicht. Es gibt bestimmt ganz spannende Untersuchungen darüber, aber ich glaube schon, dass in dem Moment, wo zum Beispiel alle gesehen wollen, wie jetzt gerade Irgendeinen Unfall passiert, also hier die Mask-Tütter-Geschichte, dass es dann viele Leute gibt, die die App eigentlich schon entfernt hatten, aber sich nochmal herunterladen, um nochmal reinzuschauen. Genau, das war meine Theorie gerade auch. Ja, genau, dann stimme ich hundertprozentig zu. So, einen Wert habe ich noch, und zwar, wo habe ich das? Jetzt habe ich es weggescrollt, weil ich dir so.

16:44 Nora Hespers

Unter den Tisch gefallen.

16:45 Gavin Karlmeier

Einfach unter den Tisch gefallen. Achso, ein Wert, genau, das schreibt NBC als Zusammenfassung zu diesem Text. Und zwar war die weltweite NutzerInnenbasis von X während der Amtszeit von Musk in jedem Monat gleichbleibend oder rückläufig, außer im letzten Oktober. Das heißt, in jedem Monat hat X-NutzerInnen verloren, außer eben im letzten Oktober, als im Vergleich zum Vormonat Und ich finde, das kann man gar nicht groß genug beobachten, wenn man sich überlegt, dass die meisten anderen Netzwerke wachsen, wachsen, wachsen, wachsen, selbst wenn es so kleines Wachstum ist, aber eben bei Ex massive Einbrüche stattfinden. muss man sich dann doch auch mal überlegen, sollte man in einem beispielsweise in einem Haus arbeiten, das immer noch dort veröffentlicht und publiziert, ob das wirklich noch so die richtige richtige Baustelle ist und wenn man all diese idealistischen Dinge und moralischen Dinge außer Acht lassen möchte, die reine Zahlenbasis gibt zumindest auch nicht mehr so richtig viel her.

17:41 Nora Hespers

Ja, und was ich ja auch noch anmerken möchte, weil das gerne immer wieder vergessen wird, es gibt ja auch immer noch sehr viele Häuser, die diese Xiets. . in ihre webseiten einbinden als irgendwie Layout-Element oder weil irgendwer da doch wieder was rausgehauen hat Und das passiert halt mit keinem anderen Social Network in gleicher Weise. Also YouTube-Welt-Videos werden noch manchmal eingebettet. Aber ansonsten werden vor allen Dingen irgendwie Xeeds eingebettet und das könnte man einfach mal lassen. Dann zitiert die Leute, baut einen Link dahin oder so oder macht irgendwas schick mit Zitaten, screenshottet den ganzen Kram als Bild, auch das wäre okay mit Links, aber diese. . Dieses Imbett von XEEZ, da sollte man sich wirklich mal drüber unterhalten, ob das nicht weiterhin einfach Werbung ist für diese Plattform, die keine Rechtfertigung mehr hat. .

18:34 Gavin Karlmeier

Ja, 100 Prozent. Und also darüber hinaus ist auch die Frage, wie groß ist denn tatsächlich der Mehrgewinn für den Inhalt, weil diese Postings von X. Die sind ja, also, das ist ja noch viel weniger repräsentativ, als es jemals war. Also, mal abgesehen von einer Äußerung, die vielleicht ein Bundeskanzler dort macht, oder ein Minister oder eine Ministerin. findest du da doch nichts Exklusives mehr, würde ich behaupten, oder?

19:00 Nora Hespers

Nee, exklusiv nicht, aber es lässt sich halt so leicht embedden, weißt du? Du hast halt einfach dann irgendwie ein paar Zeichen Und die kannst du mit einem einfachen Imbed, mit einem einfachen Link in die Seite einbauen. Das funktioniert ja nach wie vor, zwar nicht zuverlässig, aber ne, so und dann hast du dann gestaltendes Element und hast diese Person zitiert, ohne dass du wirklich viel was dafür tun musstest. Und das finde ich halt irgendwie schwierig. Also Du kannst ja immer noch anklicken, ich möchte Inhalte von X angezeigt bekommen und so. Und wir reden ja auch davon, dass das in sehr vielen Websites drin ist eben von vor Oktober 2022. Also wie lange haben wir Tweets embedded? Das heißt, wenn du das nicht mehr machst oder diese Funktion abschaltest, dann wird sie auch auf den ganzen alten Websites, die noch irgendwie online sind, verschwinden. Und zum Teil ist dann halt nicht zum Beispiel im Text nochmal wiederholt worden, was in den Tweets drin stand. Und dann ist das. Weg. Also dann fehlt dir auch der Kontext und so. Das macht es natürlich auch schwierig. Also du müsstest es eigentlich für die alten Seiten konservieren, aber in neue nicht mehr einbauen, damit sich das irgendwie so ausschleicht über die Jahre. Aber Das ist, glaube ich, nochmal ein valider oder interessanter Punkt. Was passiert eigentlich damit, wenn die dann archiviert werden? Da sind ja auch zum Teil Dinge drin. Ich weiß gar nicht, was mit denen passiert ist, zum Beispiel von Menschen, die ihre Accounts gelöscht haben. Die sind ja auch weg. Also ich würde mal alte Websites durchstöbern und mal gucken, was ist denn da eigentlich passiert? Ist es irgendwie. Gibt es ein Backup von, sind die irgendwie noch zwischengespeichert oder so? Kein Plan?

20:37 Gavin Karlmeier

Nee, also wahrscheinlich archive. org Aber so, die Embeds, die werden auf jeden Fall nicht mehr funktionieren. Und also vor allem, wenn irgendwann die Umstellung von twitter. com auf ex. com, tatsächlich mal vollumfänglich.

20:51 Nora Hespers

Ja, man sieht immer noch gerne das Vögelchen zwischendurch, ne?

20:53 Gavin Karlmeier

Ja, voll. Also es gibt auch so viele Orte, an denen immer noch Twitter steht.

21:00 Nora Hespers

Ja, auch bei X selber ist mir letztes Mal, ich glaube, ich bin auf irgendeiner Fehlerseite gelandet und da habe ich auch schon wieder den. den Vogel gehabt.

21:07 Gavin Karlmeier

Also kein Relaunch dieser Welt von einem ernstzunehmenden Unternehmen würde so lückenhaft stattfinden.

21:14 Nora Hespers

Steht da nicht mittlerweile sogar auch immer noch mal zwischendurch Twitter irgendwie eine URL oder so? Immer, ne?

21:21 Gavin Karlmeier

Immer. Wenn du auf ex. com gehst, wirst du auf twitter. com weitergeleitet.

21:26 Nora Hespers

Das ist also das ist einfach so schlecht, das ist in allem so schlecht gemacht. Das ist so traurig.

21:34 Gavin Karlmeier

Ich glaube, es ist einfach zu kompliziert gewesen, das einmal so richtig zu lösen. Also hat man gedacht, wir machen es jetzt mal so. Und ja, das ist so lieblos, alles einfach so zusammenge. Schustert.

21:45 Nora Hespers

Ihr bist eine Aussage einfach dahinter, finde ich.

21:48 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Man kümmert sich nicht, man will sich nicht kümmern. Das ist ja die Aussage. Ist schon egal, haut schon irgendwie hin. Ne, und was ich sagen wollte, also wenn dieser Umzug dann irgendwann tatsächlich mal passieren sollte, dann würden diese Embeds ja alle ins Nichts führen, wenn man die nicht, wenn man das nicht sauber programmiert und Bisher sieht es nicht danach aus, als würde man mit einem sauberen Code hier rechnen können. Und sollte das passieren, würde das ja die Ladezeiten von Millionen Websites dieser Welt massiv erhöhen, weil da Fehlermeldungen und Schleifen passieren, die man verhindern könnte.

22:18 Nora Hespers

Ja, und darüber sollte man sich, finde ich, mal Gedanken machen, weil das kann passieren. Und das betrifft wirklich Millionen von Web, Milliarden wahrscheinlich von Websites, über die Keine Ahnung, wie lange benutzen wir das?

22:32 Gavin Karlmeier

Also 2008 registriert.

22:36 Nora Hespers

Registriert habe ich mich auch sehr früh, aber Imbeds habe ich später benutzt, vielleicht ab 2000 Keine Ahnung, 12, 13? 2013 war ich mal Social Reporterin für WDR2. Da habe ich das, glaube ich, auch schon benutzt. Ist schon lange her.

22:51 Gavin Karlmeier

Die gute alte Zeit.

22:52 Nora Hespers

Oma erzählt vom Krieg.

22:56 Gavin Karlmeier

Habe ich das nicht mal irgendwo? Ach, vielleicht habe ich es auch im Livestream erzählt. Ich weiß nicht. Also in dem Nachsitzen, wo wir waren. Ich habe ja auch mal sowas gemacht, ne?

23:04 Nora Hespers

Also so Tweets gesammelt und dann vorgelesen im Internet.

23:08 Gavin Karlmeier

Gesammelt auf Webseiten. So reagiert die Netzgemeinde auf die neue iPhone-Vorstellung und so. Wenn man gut sucht, findet man noch den ein oder anderen das ein oder andere Schmanger. Ich habe mich da als Kurator verstanden, sag ich mal.

23:23 Nora Hespers

Ist ja auch eine Zeit lang sinnvoll gewesen. Also ne, natürlich, wenn wir das irgendwie für Fußball benutzt haben. Haben wir natürlich auch Kurationen online gestellt. Also ist ja auch, also das macht ja auch Sinn. Das ist ja auch eine rein journalistische Arbeit einfach. sich Dinge anzugucken, eine Informationsflut sozusagen durchrauschen zu lassen und zu überlegen, was davon ist wichtig, das ist ja ein journalistisches Handwerk, was da stattfindet.

23:50 Gavin Karlmeier

Ja, ja, voll. Wobei da schon immer auch, finde ich, und das war schon immer ein kritisierwürdiger Punkt, mitgeschwungen ist, wir haben jetzt hier relativ einfach Content erstellt und generieren dadurch eine. scheinbare, re scheinbar repräsentatives Abbild der öffentlichen Meinung, was ja nie der Fall war. Das waren ja immer Leute wie wir, dessen Tweets sie da gesammelt haben. Immer irgendwie Medienschaffende oder zumindest Medieninteressierte. So die Nee, mach mal.

24:21 Nora Hespers

Aber tatsächlich, also es kam tatsächlich wirklich darauf an, wie du deine Fiets kuratiert hast. Also, es haben auch wirklich sehr normale Menschen Twitter genutzt, zum Beispiel. Also auch gerade in diesem sportkontext hast du wirklich ja hast du nicht nur medienschaffende gehabt definitiv Also die Accounts sehe ich und das waren auch wirklich ganz kleine Accounts zum Teil, die da wirklich einfach Wochenende Fußball verfolgen. verfolgt haben oder andere Sportarten und sich dann darüber mit ihren Communities ausgetauscht haben, die aber nicht journalistisch waren. Das waren nicht nur die Medienbubble. Da möchte ich widersprechen. Und es gab viele, viele andere Bubbles auch immer auf Twitter. Also es gab eine HistorikerInnen-Bubble, die Literatur Bubble war total stark vertreten. Das ist natürlich im weitesten Sinne auch Medien. Aber das sind ja Menschen, die Bücher lesen, sind jetzt nicht unbedingt die, also die im Journalismus groß stattfinden, auch wenn sie da Themen besprechen. Und WissenschaftlerInnen haben das ja irgendwann auch für sich entdeckt und da Netzwerke gebildet. Also außerhalb, natürlich sind GeschichtswissenschaftlerInnen auch WissenschaftlerInnen. Ja, nicht, dass mich jetzt jemand dafür beleidigt, dass ich das sozusagen getrennt habe. Aber das konnte man dann merken, als es wichtig war. Als es wichtig wurde, hat man gemerkt, ah, da sind doch relativ viele Menschen vertreten, die wir so vorher nicht wahrgenommen haben. Weil wir sie nicht in unsere Feeds kuratiert haben und Medienmenschen dazu geneigt haben, auch nur anderen Medienmenschen zu folgen. Aber die anderen waren da, die haben sie nun nicht wahrgenommen.

25:51 Gavin Karlmeier

Ja, ja, stimmt. Ich glaube nur, dass, also Ich bestimme dir zu, ich habe trotzdem einen kleinen Teilwiderspruch von meiner Seite. Ich glaube trotzdem, dass die meisten Menschen, die auf X eine relevante Größe an erreichten Personen erzielten, immer, und jetzt werde ich vorsichtiger als in der scharfen Formulierung eben immer im Bereich der Kommunikation, zumindest über den Durchschnitt der Deutschen, doch schon hinaus interessiert waren. Also sie haben sich schon damit beschäftigt, wo sie kommunizieren, wie sie kommunizieren. was sie dort tun, waren vielleicht in der Medienwelt ein bisschen interessierter, zumindest nicht zwangsläufig beruflich verankert, aber interessierter als andere. Ähm, also ich glaube schon, dass du jetzt nicht unbedingt einen gesellschaftlichen Querschnitt bei Twitter gefunden hast.

26:47 Nora Hespers

Nein, aber den hast du natürlich in keinem Netzwerk. Also du hast natürlich Menschen mit einem bestimmten Sendebewusstsein, aber die müssen nicht aus den Medien stammen. Die können auch aus vielen, vielen anderen Bereichen stammen. Von daher, ja, ich würde das so als Absolutismus nicht stehen lassen und habe da auch immer vehement widersprochen, wenn alle gesagt haben, ja, die sind ja sowieso nur Menschen aus den Medien und PolitikerInnen. Die sind da auch, aber es haben auch viele Du hast auch da die stillen Mitleser gehabt. Die haben das benutzt wie eine Zeitung oder so. Also die waren schon immer auch da und mit denen konnte man sich auch austauschen. Du musstest die halt aktiv suchen. Und wenn du das gemacht hast, dann hast du die auch gefunden.

27:27 Gavin Karlmeier

Ja, da will ich gar nicht widersprechen. Also es gab immer, für genau dieses Argument hatte ich immer so, oder für genau diese Argumentationslinie hatte ich immer einen Ein Beweisstück. Und dieses Beweisstück sind die FollowerInnen-Zahlen von YouTuberInnen gewesen. Also Menschen, die bei YouTube Inhalte generiert haben, die nicht journalistisch, meistens nicht mal irgendwie besonders. redaktionell aufbereitet waren, sondern Vlogs zum Beispiel waren. Diese, die hatten teilweise 150. 000, 200. 000 FollowerInnen auf Twitter, was eine riesengroße Zahl ist und was wir in den Medienbubble Die meisten von uns nicht erreicht haben, die hatten das alle, weil sie eben dort die Menschen hingezogen haben, die vermutlich nicht in den Medien aktiv waren. Aber trotzdem.

28:08 Nora Hespers

Lieblingsbeispiel waren immer Gamerinnen. Also wer sich mit Games beschäftigt hat, das ist eine Riesenbubble gewesen, die hat aber in den klassischen Medien irgendwie. . wenig Aufmerksamkeit gefunden und es ist ja bis heute so, dass im Games, also im Bereich Games, Journalismus gar nicht so stark vertreten ist. Also wenn du zum Beispiel dir die Ganzen oder was nötig wäre in dem Bereich, sagen wir mal so, wäre zum Beispiel ein fundierter Wirtschaftsjournalismus, weil es da wirklich Verquickungen von Unternehmen gibt, wo man sagen könnte, dann müsste man eigentlich mal genauer hingucken, weil es da zum Beispiel Monopolisierungsbestrebungen gibt. Das macht aber niemand.

28:51 Gavin Karlmeier

Und Also ich glaube klar, die Leute, die denen das gelesen haben, was diese Leute dort veröffentlichten, wie gesagt, sind nicht zwangsläufig in den Medien Aber Menschen, die sich für YouTuberInnen begeistern, sind vermutlich schon ein bisschen stärker an dem interessiert, welche Medien sie so konsumieren, als Menschen, die einfach nur den Fernseher zum Beispiel einschalten Also ich glaube, da ist schon so eine gewisse Bereitschaft dazu da, sich ein bisschen tiefer mit Inhalten zu beschäftigen. Ich stimme dir, glaube ich, dann doch deinem Widerspruch zu. Ich gebe mich geschlagen, weil eben nicht nur Medienschaffende sind dort. Oder Waren. Das stimmt. Es gibt einen schönen Satz, und zwar bin ich darauf gestoßen: Boeing Boeing, das ist ein Webmagazin, Weblog, und die haben über eine Analyse von CNN geschrieben. Dort hat nämlich Oliver Darcy. hat über das Don Lemmon-Interview geschrieben und Boing Boeing fasst diese CNN-Analyse mit diesem Satz zusammen und den würde ich gerne mit dir und euch teilen. Elon Musk, der Milliardär, der gegen seinen Willen gezwungen wurde. Ex Twitter zu kaufen, weil er eine große Klappe hat, zeigt der Welt, wie radikalisiert er geworden ist. Und ich finde, das beschreibt den Zustand von dieser Plattform eigentlich sehr, sehr gut.

30:09 Nora Hespers

Ja, absolut. Also kann man, glaube ich, so unterschreiben. Ja. Und es ist bitter, dass so viele Menschen das nicht interessiert, weil es ja Auswirkungen hat. Also man könnte ja eigentlich sagen, okay, Elon Musk ist ein durchgeknallter Milliardär, aber ist halt. . Head of einer Kommunikationsplattform, die, also in der es ein weltweites Netzwerk gibt von Menschen und das eben sich. Auch oder indem sich auch Menschen radikalisieren und was da rauskommt, das haben wir alle schon gesehen, mehrfach in dieser Welt. Und es interessiert immer noch niemanden. Wir haben da in Nachsitzen drüber gesprochen, Über 4chan zum Beispiel. Das ist ja, also es ist erstaunlich, wie träge die Massen sind, wenn sie sich sowas angucken und sagen, Ja, aber für mich ist das ganz handhabbar, da ich bleib da. Okay

31:03 Gavin Karlmeier

Versuchen wir mal in alternative Möglichkeiten zu schauen. Also, was kann ich denn tun, wenn ich keinen Bock mehr auf Ex habe? Und zwar reden wir bitte?

31:13 Nora Hespers

Nix.

31:14 Gavin Karlmeier

Nichts. Pech gehabt. Nein, lass uns mal über das Fiddiverse sprechen, denn am Wochenende oder auch schon am Freitag rum, dass. Threads jetzt tatsächlich ins Fiddiverse eintaucht, andockt, mitspielt. Und zwar fand nämlich am Donnerstag das Fiddi-Forum statt. ein Kongress, eine Konferenz, in der es vor allem um Fediverse ging und Peter Kottl, das ist ein Software-Engineer von Meta. Der hat dort einen kleinen Vortrag gehalten und hat erzählt, wie es aussehen wird, wenn das mit dem Fiddiverse bei Threads eigentlich losgeht. Kurz danach, nach dieser Ankündigung, ich habe gleich ein paar Details dazu, aber kurz nach dieser Ankündigung Hat Adam O'Sarry, der Chef von Instagram und Threads, angekündigt, dass die Beta-Version der Fiddiverse Integration in einigen Ländern startet. Dazu gehören die USA, Kanada und Japan. Und seit Freitag können nämlich jetzt alle Personen, die 18 Jahre alt sind und ein öffentliches Profil haben, am Test teilnehmen. und damit ihre Beiträge im Fiddiverse teilen. Was noch nicht funktioniert, ist, dass man die Antworten oder die FollowerInnen aus dem Fiddiverse bei Threads sieht, aber die Gesamtanzahl der Likes wird angepasst, wenn jemand aus dem Fidiverse liked. Und du kannst Inhalte eben auch dort eben für die was teilen. So, das ist gerade der Stand. Das heißt, es geht jetzt tatsächlich los.

32:43 Nora Hespers

Das klingt ganz so. Ich bin gespannt, was dabei rauskommt. Also, wie viel Daten dann Threads und Instagram auch aus dem Fettiverse abkommen und wie das dann ankommt, auch bei den NutzerInnen, ob die da überhaupt Bock drauf haben auf diese Anbindung. Bin ich mir ein bisschen unsicher, ehrlich gesagt. Da gibt es ja ein paar Hardliner. die gar keinen Bock darauf haben, dass kommerzielle Unternehmen sich da so einmischen und reinklinken.

33:07 Gavin Karlmeier

Ja, und das, also, das, wir haben da, glaube ich, hier schon ein paar Mal drauf geschaut, dass diese Sorge seitens der Menschen, die im Fediverse sich selber sehr einbringen, indem sie zum Beispiel dort Instanzen betreiben, dass die das vor allem ja auch tun, um einen Gegenentwurf zur wirtschaftlich orientierten Social Media Welt zu setzen und eben sagen: naja, mit denen föderieren wir jetzt nicht. Wir wollen nicht, dass unsere Server mit den Thread-Servern sprechen. und schließen sozusagen die Inhalte von Threads von vornherein aus. Und das ist, glaube ich, eine ganz große kulturelle Debatte. die man glaube ich, es gibt für beide Seiten vermutlich clevere Argumente. Wenn du mich jetzt ganz privat nach meiner Meinung fragen würdest, würde ich aber schon sagen, du kannst nicht sagen, wir schaffen jetzt hier. wollen jetzt hier einen Standard schaffen und wenn dann irgendwie ein Versuch startet und sei er auch wirtschaftlich interessiert oder optimiert ein Versuch startet, eine große Menge an Menschen an diesen dezentralen Ansatz heranzuführen, dann zu sagen, ja, mit denen spielen wir dann aber nicht mehr mit. Ich halte das für kontraproduktiv, ehrlicherweise.

34:19 Nora Hespers

Ja, aber wenn du sagst, ich will einen Standard setzen, dann kannst du natürlich auch Regeln verabschieden. Und wenn deine Regeln sind, dass deine Nutzerdaten dann besser geschützt sind als das. . bei den kommerziellen Unternehmen grundsätzlich ist, dann könnten die auch sagen, okay, dann müssen wir uns an diese Regeln halten. Also du kannst ja öffnen und Bedingungen stellen. Ähm, das finde ich durchaus sinnvoll, weil ich meine, wir wissen ja, dass viele dieser Bedingungen vor dem Europäischen Gerichtshof verhandelt werden und EU-Richtlinien was anderes sagen als das, was US-Unternehmen gerne mit Daten machen wollen. Also. . Grundsätzlich finde ich das spannend, an dieser Schnittstelle eben diese Diskussion zu verfolgen, wie es mit Datenschutz aussieht und welche Daten dann von welchen Servern wie von hier nach da geschoben werden dürfen. Ja, bin gespannt, wie das ausgeht.

35:08 Gavin Karlmeier

Also Peter Kottel von Meta hat in seinem Vortrag genau das adressiert und hat gesagt, ich weiß. Dass es eine Menge Skepsis gegenüber Metas Eintritt in das Fediverse gibt, das ist völlig verständlich, aber ich möchte auch ein Plädoyer dafür halten, dass ich glaube, dass alle im Team wirklich gute Absichten haben. Wir wollen ein gutes Mitglied der Gemeinschaft sein und den Leuten die Möglichkeit geben zu erfahren, was das Fiddiverse ist.

35:33 Nora Hespers

Genau. Das ist schön, dass bei Meta ganz viele Leute mit guten Absichten sitzen. Es sitzen aber an den Produkten oder es arbeiten mit den Produkten von Meta. Auch eine Menge Leute mit gar nicht so guten Absichten und wie gesagt, ich bin nicht sicher und in der Vergangenheit hat sich Meta ja auch nicht immer damit ausgezeichnet, diese Daten gut zu schützen. Also ich meine, Cambridge Analytica ist jetzt eine Zeit lang her, danach wurde verbessert, aber dass sowas bis heute unmöglich ist, I don't know.

36:01 Gavin Karlmeier

Stimmt voll. Jetzt mache ich aber mal, äh, ich mach mal eine Gegenflanke auf. Ähm. Das ist aber natürlich auch Also man kann natürlich auch andersrum argumentieren, ne? Also zum Beispiel, dass das Opt-in ist, dass du dich an das Fiddiverse nur undox mit deinem Threads-Account, wenn du dich dazu entscheidest. Ist genauso eine datenschutzfreundlichere Variante. Schreibt Heise übrigens auch, aber Wenn man das mal weiterspinnt, ist es schon so, dass ich plötzlich meine Postings und auch mein Nutzungsverhalten ja mit Leuten teile, die ich nicht kenne und bei denen mein Vertrauen vielleicht auch anders anders genutzt wird. Also wenn theoretisch jeder eine Instanz machen kann, kann jeder auch mit dieser Instanz natürlich alles sammeln, was ich von denen bekomme. Bislang gibt es keinen Hinweis darauf, dass es so passiert, aber die These kann man natürlich aufstellen, dass man auch sagt, dass wenn ich jetzt zum Beispiel einen Threads-Account habe, bei dem ich was schreibe. Und dann lösche ich das sofort wieder. Dann kann das durchaus sein, dass eine der Instanzen, die meine Inhalte sammelt, dieses Löschen sozusagen nicht abbildet. und weiterhin diese Daten gespeichert halten wird. Das heißt, ganz grundsätzlich gibt es schon die Möglichkeit, dass auch im Fiddiverse eine weniger datenschutzfreundliche Alternative existiert als Threads am Ende, wobei bei Threads natürlich hinzukommt, dass mein Nutzungsverhalten auch nochmal neuen Datenstamm generiert. Aber das muss man wirklich einmal zumindest dazu anmerken, dass ich in dem Moment, wo ich dezentral arbeite, mich auch mit Leuten eventuell oder auf Leute einlasse, bei denen ich gar nicht weiß, wer das ist.

37:37 Nora Hespers

Ja, aber Moment mal, sind dann nicht deine Daten auf dem Thread-Server und werden nur gespiegelt im FattyWorse oder wandern die dann auf den Fattyverse-Server? Also auf die Instanz von dem anderen Server, der dich abbildet.

37:50 Gavin Karlmeier

Boah, das kann ich dir leider auf technischer Ebene nicht beantworten. Ich kann dir aber sagen, dass Meta selber sagt, wir können nicht garantieren, dass ein Beitrag, der gelöscht wird nicht weiterhin auf anderen Instanzen, weiteren Mastodon-Servern, wie Sie schreiben, also weiteren Instanzen zu sehen sein könnte. Also das räumen Sie selber auch ein.

38:13 Nora Hespers

Alles klar. Ich habe dich zwischendurch nicht mehr gehört, deswegen.

38:16 Gavin Karlmeier

Ach so, ich sag's nochmal. Meta hat selber gesagt. Wir können nicht garantieren, dass wenn ein Beitrag von Ihnen gelöscht wird, dass er dann auf anderen Mastodon-Servern nicht auch weiterhin zu sehen sein könnte.

38:29 Nora Hespers

Okay, das heißt, es würde aber ja dafür sprechen, dass dein Inhalt dann auf den anderen Server kopiert wird und nicht gespiegelt wird, also nicht durchgereicht wird.

38:39 Gavin Karlmeier

Das würde dafür sprechen, genau. Aber wie jetzt ganz technisch das Fiddiverse aufgebaut ist und welche Daten ehrlich kopiert werden und welche einfach nur abgebildet werden, das müssten wir mal jemand fragen, der sich damit auskennt.

38:52 Nora Hespers

Ich wollte gerade vorschlagen, dann lad doch mal eine Fattiverse-Experte in ein.

38:57 Gavin Karlmeier

Ja, machen wir. Schreib ich mir auf.

39:01 Nora Hespers

Ist notiert, Leute. Meldet euch.

39:04 Gavin Karlmeier

Kommt.

39:05 Nora Hespers

Wahrscheinlich wird das doch in Discord wahrscheinlich auch irgendwer kommentieren. Oder ich bin ganz sicher, dass das jemand auf Mastodon kommentieren wird.

39:13 Gavin Karlmeier

Da würde ich auch von ausgehen, ja. Bitte meldet euch. Mir bereicht doch schon eine Sprachnachricht, um die zu einmal kurz zu entzerren und mir zu erklären. Also ihr müsst euch nicht die sechs Stunden Zeit nehmen, die Nora sich hier Zeit genommen hat für heute Abend. Ich finde übrigens, Heise hat noch eine ganz gute Einordnung dazu abgegeben, die will ich der Vollständigkeit halber nämlich noch dazu sagen. Sie sagen, das Meta mit dem Vorgehen in Bezug aufs Fediverse, zum Beispiel, dass es alles per Opt-in stattfindet, zwar sicherlich sich Datenschützen Datenschutzfreundlicher gibt, aber eigentlich vor allem dafür sorgt, dass in der Mauer um den Walled Garden Threads höchstens kleine Löcher entstehen. Und ich finde, das ist eine sehr zutreffende Beobachtung. Denn am Ende bedeutet das vor allem, dass diese ganze Fiddiverse-Integration eigentlich nur für die Leute wirklich zu tragen kommt, die sich dafür proaktiv interessieren. Dass es nicht so ist, dass die Leute jetzt, also das Gros der Leute sich denkt, ach, das probiere ich doch jetzt mal aus, let's go, ohne jeden Bezug zu dieser Thematik zu haben. Und das finde, also das empfinde ich ähnlich.

40:20 Nora Hespers

Mich würde auch mal interessieren, wie groß die Schnittmenge ist, derer, die Mastodon nutzen, als eben Alternative zu den kommerziellen Plattformen und denen, die dann. sagen, nee, aber Threads ist irgendwie so mein Haupt-App. . Ja, ich möchte die jetzt ins Fediverse spiegeln.

40:38 Gavin Karlmeier

Ja, wie geht's dir denn damit? Also du, ich weiß nicht, wie aktiv du Threats nutzt gerade, aber Du hast da doch zumindest einen Account und bist aber ja vor allem auch sehr aktiv im Fidiverse und schreibst viel bei Mastodon. Also Auch nicht mehr. Auch nicht mehr.

40:58 Nora Hespers

Nee, ich bin also ich bin tatsächlich mittlerweile sehr wenig aktiv. Also am aktivsten bin ich immer noch auf Instagram, weil es da so viel zu erklären gibt. Also ich habe da so eine HistorikerInnen-Bubble sozusagen und ich beschäftige mich ja so ein bisschen mit NS-Geschichte, NS-Aufarbeitung. Und da gibt es halt immer wieder Sachen über die Stolper, wo ich denke, so, oh, das ist wirklich alles ganz, ganz schwierig. Ich muss das mal eben erklären. Also ich womans plane sehr viel auf Instagram. Und das ist aber so aufwendig, dass einem wirklich wenig Zeit dann bleibt für die anderen Plattformen, weil, ne, also dadurch, dass ich ja auch sehr viel Podcasts Skripte schreibe, sehr viel recherchiere, ist meine Zeit wirklich mittlerweile sehr beschränkt, mich auf sozialen Netzwerken mit irgendwelchen Leuten zu unterhalten, möchte ich es nennen. Good for you. Ja Nee, also für mich ist ja so, dass ich denke, wenn man ein Kommunikationsangebot macht, dann muss man auch in die Kommunikation einsteigen und dafür bleibt mir einfach wenig Zeit und ich kann nicht. über zig Plattformen ein Kommunikationsangebot machen, kriegt dann da Rückmeldungen und Antworte nicht. Das ist irgendwie nicht so nicht der Sinn von sozialen Netzwerken oder so benutze ich die nicht und möchte sie auch nicht benutzen Und von daher, wenn ich dann auf Rückmeldungen auch antworten soll, dann kann ich nicht mehr parallel auf so vielen Plattformen sein. Ich habe das eine Zeit lang gemacht, das klaut einem auch unglaublich viel Lebenszeit. Das ging leichter, als ich selber noch sehr viel Community Management gemacht habe, weil dann war ich ja sowieso auf den Plattformen unterwegs, dann konnte ich natürlich. . Neben meinen Jobdiskussionen auch noch die Privatdiskussionen führen. Aber da ich jetzt mittlerweile total anders arbeite, ist das einfach nicht mehr drin.

42:46 Gavin Karlmeier

Das ist super spannend, weil ich empfinde das ehrlicherweise genauso und mir wird aber sehr oft gespiegelt, dass das ein Ausnahmefall ist. Wenn jemand zum Beispiel einen Kritikpunkt zu diesem Podcast her, über welchen Kanal auch immer an mich heranträgt. Es gibt so ein paar Kanäle, bei denen passiert das häufiger und ein paar, bei denen passiert das nicht so oft. Dass die Leute oft überrascht sind, dass ich Erklärungen oder Einordnungen mitliefere, dass ich mich auch auf eine Diskussion einlasse, dass ich auch argumentativ reingehe. Ähm, und hab oft das Gefühl, dass Leute damit gar nicht gerechnet haben in dem Moment, als sie diesen Ausgangspost geschrieben haben

43:24 Nora Hespers

Das kenne ich auch. Ich weiß nicht, wie oft ich gehört habe: immer, ach, da sitzen echte Menschen, ach, da antwortet jemand. Und ich finde es aber total wichtig. Also, auch gerade, wenn mich jemand so von der Seite anpisst Dann antworte ich ganz gerne, weil die auch denken, die können das da einfach abladen. Und ich sage dann so, nee Leute, sorry, so funktioniert das hier nicht. Wir können gerne diskutieren, aber ich werde hier nicht beleidigt. Das hat sich irgendwie so eingeschlichen und ich glaube, weil so wenige Leute da auch Reaktionen drauf erhalten, denken die, das ist schon okay. Ja, weil sich dann da keiner zurückmeldet und ich finde es halt überhaupt nicht okay. Ich versuche auch selber nicht Leute in sozialen Netzwerken anzupissen. Also ich versuche wirklich argumentativ ins Gespräch zu gehen. Also eine so eine. Sehr sachliche Kritik, die kann natürlich manchmal auch Menschen angreifen. Das verstehe ich grundsätzlich, aber ich versuche wirklich nicht persönlich zu sein oder passive aggressive. Es gelingt mir nicht immer, weil Menschen natürlich mich dann auch so passive aggressive von der Seite anpupen. Und je nachdem, wie ich drauf bin, schaffe ich es dann nicht immer nur sachlich zu bleiben, aber das ist eigentlich mein Hauptziel, ist wirklich sachlich zu argumentieren. Aber auch zurückzumelden, wenn jemand wirklich sehr unsachlich ist und einen so doof von der Seite anhaut, dann zu sagen, sorry, aber ey, bitte so nicht. Da habe ich gar keinen Bock drauf.

44:47 Gavin Karlmeier

Und ich finde das aber schön, weil das führt natürlich zu einem Reflex. Denn diese eigene Wahrnehmung von meinem Kommunikationsangebot, das ich hier auf diesem Kanal stattfindet, das nehme ich auch selber wahr. und steige aktiv dann auch damit rein. Bei mir führt das aber automatisch eben zu diesem benannten Reflex, dass ich ganz selten, also ich würde sagen, eigentlich nie wenn ich mich über einen, sagen wir mal, einen Podcast ärgere, auf die Idee kommen würde, das über die Öffentlichkeit zu thematisieren. Also zu sagen, ich schreibe jetzt mal proaktiv einen Post, indem ich mich über etwas auflasse. Auslasse, dass ich gelesen oder gehört habe. Weil ich immer denke, dass das eventuell einen Rattenschwanz mit sich zieht, der wahnsinnig viel Zeit frisst, aber wenig Erkenntnisgewinn hat.

45:33 Nora Hespers

Ja, Gavin, wir hatten auch schon die ein oder andere Diskussion auf diesen Mastodon, wenn ich mich recht erinnere.

45:39 Gavin Karlmeier

Aber das ist dann eben, weil ich, also passiv mache ich das gerne. Also, dass jemand sagt, hier, das gefällt mir nicht oder. Das hier empfinde ich anders und dann sage ich, ich habe das aber so empfunden oder so gemeint. Hast du, äh, äh, habe ich das vielleicht unklar formuliert? Nee, hast du nicht. Du hast einfach eine doofe Meinung, ja, ist auch okay, ich sehe das so. Also, solche Dinge, das mache ich auch gerne mit. Ich selber will aber ganz oft aus Zeitspargründen eben nicht der Impuls sein zu sagen, ich starte jetzt so eine Diskussion. Diskussion. Ist aber, glaube ich, nur eine reine Ressourceneffizienzgeschichte.

46:13 Nora Hespers

Genau, aber ich mache das gerne bei Menschen, die ich kenne. Weil dann weiß ich, wie diese Diskussionen verlaufen und finde das dann irgendwie gut, wenn man das so öffentlich nochmal diskutieren kann. Aber ich versuche ja auch da nicht Leute anzupessen.

46:25 Gavin Karlmeier

Aber ich fand unsere Diskussion auch immer wahnsinnig fruchtbar und spannend. Also deswegen. Ja. Ja. Ich weiß gar nicht mehr, wie wir zu diesem Thema gekommen sind. Wo sind wir hier?

46:38 Nora Hespers

Wir sind angedockt ins Fattiverse. und dann haben wir uns da verloren.

46:42 Gavin Karlmeier

Kommunikationsangebote. Genau das fand ich sehr, sehr interessant und sehr eine sehr gute Beobachtung. Achso, nee, ich weiß, weil ich dich gefragt habe, wie du eigentlich damit umgehst, dass du ja einen FED und einen Mastodon-Account hast. Genau. Weil ich persönlich habe da Probleme, weil ich die Accounts auch sehr unterschiedlich benutze. Also das, was ich direkt ins Fiddiverse schreibe über meine Mostodon-Interface. beschäftigt sich sehr stark inhaltlich mit dem, was ich hier zum Beispiel auch mit diesem Podcast mache. Während das, was ich bei Thread schreibe, doch wirklich meistens Also, das verändert die Welt nicht, sag ich mal.

47:23 Nora Hespers

Das ist ein Twitter-Ersatz.

47:25 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Das ist halt so ein Gedenkchen. Und würde aber gleichzeitig. Denke ich mir, es wäre schon toller, wenn das ein großer Account wäre.

47:37 Nora Hespers

Ich benutze wirklich, ich finde Threads so unübersichtlich immer noch und. Denke mir so, ich kriege die Hälfte nicht mit. Antworten werden mir nicht angezeigt. Ich muss das irgendwie alles aktiv suchen und es geht mir so auf den Zünder, da habe ich überhaupt wirklich gar keine Lust drauf. Mir wird zwar immer bei Instagram angezeigt, dass da irgendwas passiert ist. Aber es ist in den seltensten Fällen auch nur im Ansatz relevant.

47:59 Gavin Karlmeier

Ja, und ich habe leider genau dazu einen Punkt, der auch alle, die nicht so Bock aufs Wetze haben, nochmal ein bisschen Wasser auf die Mühlen schüttet. Es gibt jetzt Screenshots von Menschen, die haben den also von also ich sag mal so, nach dem Anschlag in Moskau gab es ja ein Bekennerschreiben vom IS. Und oder vom sogenannten IS oder so, ne? Und es gibt Menschen, die es eben gepostet haben, und diese Postings wurden entfernt von Threads mit der Erklärung. Es sieht so aus, als hättest du Symbole oder Inhalte verbreitet, die wir als gefährlich einstufen, obwohl das eben hier in dem Fall zum Beispiel ein Journalist war, der Bericht erstattet hatte. Und das ist natürlich, glaube ich, glaube ich, das falsche Wort, aber ich empfinde das hier als eine andere kausale Verkettung, als eine Sperre von Journalistinnen bei X, die über unliebsame Inhalte sprechen. Aber im Ergebnis ist es dasselbe. Hier wird über etwas berichtet und diese Berichterstattung wird am Ende eingeschränkt durch die Plattform. Und das ist natürlich problematisch.

49:10 Nora Hespers

Es spricht ja sehr dafür, dass da mit künstlicher Intelligenz gearbeitet wird, die eben nicht einschätzen kann und keinen Unterschied macht zwischen journalistischer Berichterstattung und Dingen, die gegen die Nutzungsrichtlinien verstoßen.

49:24 Gavin Karlmeier

Ja, das ist auch der Fall, absolut. Was es leider nicht viel besser macht.

49:29 Nora Hespers

Nee, absolut nicht. Es macht es nicht besser. Und es zeigt natürlich auch, wo die Grenzen von künstlicher Intelligenz immer noch sind.

49:34 Gavin Karlmeier

Ja, wohl wahr. Ich hab sonst nichts zu Threads. Ich habe eine Kleinigkeit zu TikTok und die habe ich vor allem mitgebracht, weil ich weiß, dass dein, dass du auch ein Herz für Sport hast. Und zwar hat TikTok angekündigt, nun der offizielle Partner der DFB-Nationalmannschaft zu werden. In der Formulierung von der gemeinsam abgegebenen Erklärung klingt es nun wie folgt. Um Fans zusätzliche exklusive Einblicke zu ermöglichen und neue kreative Content-Formate zu ermöglichen, wird TikTok offizieller Entertainment-Partner der Männernationalmannschaft des Deutschen Fußballbundes. Die Partnerschaft umfasst nicht nur die Heim-Europameisterschaft in diesem Sommer und die Vorbereitung auf das Turnier, sondern beginnt bereits mit den Länderspielklassikern gegen Frankreich und die Niederlande. Und warum ich das mitbringe ist, weil ich diese, weil ich solche Partnerschaften für sehr interessant halte, weil das dazu führt, dass solche Absender von Inhalten, die ja eigentlich nur hier Pressearbeit und Kommunikation machen, im eigenen Dreck, am Ende Marketing machen, wenn die anfangen, mit den Plattformen abzukrumpeln. dann ist das ein gezeugt das einen schweren Stand für alle, die ähnliche Inhalte in einem journalistischen Gewand hätten stattfinden lassen. Also Wenn der DFB selber sagt, wir trainieren hier gerade und wir finden das richtig super, wie wir trainieren und guck mal, wie toll wir trainieren und wir werden gewinnen, dann wird diese Kommunikation über TikTok, weil es eine. Partnerschaft gibt, vermutlich auch auf eine Art mit Reichweite belohnt werden, wie auch immer die aussieht. Während alle, die darüber vielleicht journalistisch berichterstattet hätten, Schwierigkeiten haben werden, diesen Inhalt irgendwie verbreitet zu kriegen.

51:20 Nora Hespers

Aber das haben wir auch schon in den anderen Netzwerken, also dass du dann da zum Beispiel nicht aus der Premier League hochladen darfst, dass du nicht. . aus der Bundesliga hochladen darf, aus La Liga und so. Das ist alles in Rechtepaketen geregelt, wer da was hochladen darf und auf welchen Plattformen und so. Ähm, diese Partnerschaften gibt es ja schon ewig. Das ist ja jetzt irgendwie nicht was Neues, was ich daran spannend finde, ist, dass TikTok in den USA auf dem Weg ist, verboten zu werden. Und der DFB sagt: Ach Dann hab ich so Fragezeichen.

52:00 Gavin Karlmeier

Auch war auch ein guter Punkt. Ich wollte es zumindest bei der Vollständigkeit immer mitgebracht haben. Ich habe dir aber noch eine andere Geschichte mitgebracht, bei der ich glaube, dass du Emotionen hast. Und ich muss aber dich vorher einmal kurz hier, wir müssen kurz einmal darüber fahren.

52:13 Speaker 3

Augenblick.

52:16 Gavin Karlmeier

Funktionen und Emotionen. Threads hat angekündigt, zumindest beginnend mit der NBA, für Live-Sportevents eine eigene Seite zu platzieren, die so aussieht, dass oben der aktuell laufende Spielstand zu sehen ist und unten die die jeweiligen Threads, also Postings, die zu diesem jeweiligen Spiel gerade ausgetauscht werden. Nicht direkt in Echtzeit, schon algorithmisch sortiert. Aber dennoch ein direkter Austausch zu einem Thema mit angeketteter Live-Punktedarstellung.

52:52 Nora Hespers

Oh, klingt nach Twitter von vor ein paar Jahren. Da gab es das ja auch mal, dass das so angezeigt worden ist oben, ne, bei, ich glaube, EMs und WMs. Konnst du einen Spielstand sehen und konntest dich darunter auch unterhalten? Und es gab so eine kuratierte Timeline, die unter dem Hashtag Sachen rausgehauen hat, wenn ich mich recht erinnere. Ich habe da so ein Bild vor Augen.

53:12 Gavin Karlmeier

Genau, gab es. Ist aber, finde ich, angesichts der, ich sag mal, der massiven Verweigerung von Echtzeitinhalten bei Threads zumindest bemerkenswert.

53:27 Nora Hespers

Ja, also grundsätzlich, ich finde, was man daran sieht, ist einfach, wie Sport-Events, soziale Netzwerke nutzen oder auch antreiben oder wie zum Beispiel soziale Netzwerke versuchen, über Sportevents NutzerInnen auf die Plattform zu ziehen, weil sie ihnen da zum Beispiel so etwas wie ein Live-Ticker bieten. Oder auch die das Angebot machen, dass man sich über dieses Live-Event da austauschen kann. Weil das ist ja das Spannende, ne? Also Das ist was, was Sportfans alle mitbringen, die möchten sich über das, was da passiert, auch austauschen währenddessen. Second screen Und die Plattformen versuchen jetzt über den Kampf mit den Sportfans, oder den, ne, also es ist ja nicht nur Fußball, über den Kampf mit den Sportfans zu gucken, wer die meisten NutzerInnen auf die Plattform Plattform holt und machen eben verschiedene Angebote. Und da vor dem Hintergrund finde ich das total spannend, sich diese Verquickung von Social Networks und Sportevents mal anzugucken. weil das was macht damit und weil es dir eine Nutzungsgewohnheit irgendwie oder weil es eine Nutzungsgewohnheit etablieren kann. So. Und das siehst du nämlich auch bei Twitter-X, ne, dass eben Fußball ein totaler Magnet ist, weshalb viele Menschen, die zum Beispiel sich im Bereich Fußball bewegen, nicht nur deutschlandweit, sondern auch europäisch, immer noch X nutzen, weil die alle immer noch da sind. Also diese ganzen Sportvereine nutzen diese Plattform weiterhin, weil sie da unglaubliche Reichweiten haben. Und weil sie da auch international unglaubliche Reichweiten haben. Also sie haben ja alle mehrere Accounts, die Bundesligisten, und kommunizieren da eben mit ihren Fans weltweit. Und das ist was, das bisher noch auf keiner anderen Plattform in dieser Form erreicht werden kann.

55:12 Gavin Karlmeier

Und es ist ja auch so, also ich habe ein ganz großes Herz für so Lagerfeuerstimmungen. Also dieses, wir gucken zusammen, wetten das, wir gucken zusammen den ESC, wir gucken zusammen das. EM-Finale, genau, den Tatort. Und ich fände das ja schön, wenn es irgendeine Möglichkeit gäbe, dass nochmal ein bisschen. . Also ich weiß, das wird weniger und die Leute brauchen das nicht mehr so viel. Es gibt auch nicht mehr so viele Events, die das schaffen. Aber wenn es solche, zumindest solche kleinen Unterseiten bei Threads gäbe, in denen es dort so eine Art so eine Stimmung gäbe, das wäre schon schön, weil mir fehlt das.

55:51 Nora Hespers

Ja. Ich verstehe grundsätzlich, was du meinst, aber es zeigt halt einfach dass man da lange nicht drauf geguckt hat. Also was eben Sport, also aus Marketing-Sicht haben die natürlich drauf geguckt, logischerweise. Aber aus Mediensicht wurde da nicht so viel rausgeguckt oder aus medienkritischer Sicht oder ne Plattformen, wie funktionieren die eigentlich? Und da spielt Sport schon immer eine große Rolle. Und das hast du auch gemerkt an Werbepartnerschaften, zum Beispiel bei der NFL. Also auch das Super Bowl oder so, das waren immer Riesene Events, auch auf Social Media. Das wurde ganz gezielt, wurden da Partnerschaften. zur Super Bowl geschlossen, weil das weltweite Events waren mit einem riesigen Publikum und so viele Leute gleichzeitig bekommst du sonst nicht auf eine Plattform.

56:41 Gavin Karlmeier

Ja, das stimmt. Ja, okay. Gehen wir weiter in die Funktion, weil ich kann dem nur zustimmen. Ich hoffe, ein Gedanken noch, ich hoffe, dass das jetzt wirklich der Anfang ist, weil interessant ist, dass diese diese Live-Scores für NBA Games auch schon in Europa angezeigt werden. Und das ist ja relativ selten, dass Threads irgendetwas überhaupt in Europa startet. Also Vielleicht passiert da was. Rollt ein neues Datumsformat aus. Auch in Europa, also weltweit, geht man weg davon, dass dort ein relatives Datum steht. Da steht jetzt nicht mehr dieser Post wurde veröffentlicht vor acht Tagen, sondern ein direktes Datum. Okay.

57:27 Nora Hespers

Ich krieg nicht so viele Emotionen zu. Hauptsache die Uhrzeit stimmt.

57:33 Gavin Karlmeier

Pets arbeitet an der Möglichkeit, dass man sehen kann, wer online ist. Es ist noch nicht ganz klar, wo man das sieht, also ob da ein grüner Punkt hinter dem Profil zu sehen ist oder so, aber. Das wird gerade, daran wird gerade gearbeitet.

57:47 Nora Hespers

Das habe ich auf den Plattformen eigentlich ausgestellt. Ich glaube, das ist eigentlich nicht bei LinkedIn, glaube ich, aber ich finde es furchtbar. Ich will überhaupt nicht, dass Leute sehen, wann ich online bin.

57:58 Gavin Karlmeier

In den USA kannst du steht jetzt bei Threads nicht mehr verbergen oder hide, sondern da steht jetzt nur not interested. Also du kannst einfach nur ticken, dich bin nicht interessiert und nicht nur, dass du etwas nicht mehr sehen möchtest. In Deutschland dagegen wird NutzerInnen, in mir zum Beispiel, ich habe einen Screenshot gemacht, auch In Deutschland dagegen gibt es jetzt die Möglichkeit, dass du deine Beiträge nach links wischen kannst, um einen Beitrag zu verbergen. Und in der Erklärung darunter steht: Optimiere deinen Feed, indem du Beiträge, von denen du weniger sehen möchtest, nach links wischt.

58:33 Nora Hespers

Schön.

58:34 Gavin Karlmeier

Gut. Instagram killt die Hashtag-Seiten. Also wenn du auf den Hashtag klickst, dann hast du ja so eine Seite, wo dann die Story zum Hashtag zu sehen ist und du kannst dann sehen, die aktuellen Inhalte oder die Algorithmisch datierten Inhalte zu diesem Hashtag und so. Und die stellt Instagram ein und verändert es so, dass wenn du auf deinen auf ein Hashtag klickst, du sofort bei den Suchergebnissen von diesem Hashtag landest. Als hättest du danach gesagt haben.

59:01 Nora Hespers

Gut oder schlecht?

59:03 Gavin Karlmeier

Es zeigt auf jeden Fall so ein bisschen, wohin die Reise mit den Hashtags geht.

59:07 Nora Hespers

Ja, habe ich auch gerade gedacht. Also ich musste an unser Gespräch denken und dachte auch so: ja, Hashtags werden immer unnütze.

59:13 Gavin Karlmeier

Genau. Instagram bietet nun die Möglichkeit, dass du, wenn du einen Kommentar schreibst, auch ein Bild oder ein Foto oder ein Video von dir erwähnen kannst du der Menschen Fotos or Videos. Also du kannst also sagen, hier, ich habe das auf meinem Feed gepostet und einen Link sozusagen zu deinem eigenen Foto.

59:36 Nora Hespers

Okay, das heißt, es wäre das erste Mal, dass man da Links veröffentlichen kann zu, keine Ahnung, Reactions oder was auch immer. Oh, das hätten wir so gut brauchen können bei Ich bin Sophie Scholl, aber wahrscheinlich hätten sie das wieder gelöscht.

59:48 Gavin Karlmeier

Wohl wahr. Ich finde diese Funktion super spannend, weil das eine, ich erinnere mich an eine Zeit, in der man bei YouTube. mit Videos auf Videos antworten konnte. . Du konntest einen Kommentar als Video aufnehmen sozusagen und eine Antwort veröffentlichen. Und dieses in gleicher Beitragsform Antworten Das ist ja so ein bisschen verloren gegangen. Bei Twitter war das der Regelfall, ne? Oder bei X. Aber dass du bei Instagram mit sozusagen auf ein Bild mit einem anderen Bild antworten kannst, finde ich gut. Ich glaube, das mag ich.

01:00:21 Nora Hespers

Boah, ich bin nicht sicher. Also, komm drauf an, welche Bilder. Ich muss direkt wieder dran denken, dann sind die Dickpics nicht mehr in der DM, sondern hast du irgendwie direkt da drunter, was du hast. Also, du musstest sie selber

01:00:34 Gavin Karlmeier

Du kannst, du kannst nur Dinge dort erwähnen, die du selber auf deinem Feed hochgeladen hast.

01:00:39 Nora Hespers

Aber hast du nicht, habe ich nicht neulich auch gesehen, dass du irgendwie Gifs jetzt Ja, so. Kann auch dummes Zeug drunter sein.

01:00:53 Gavin Karlmeier

Aber das wird in der Tat zu einem Hack führen, weil die Leute dann anfangen, so Standardreaktionen oder Memes, wie wir das bei X gibt es auch schon, immer in diesen Kommentaren erleben, auf ihrem Feed einfach hochladen und das Ding überall kommentieren.

01:01:07 Nora Hespers

Aber weißt du, was ich total nervig finde? Dass die Kommentarfunktion bei Instagram ja sowieso schon total crap ist. Also, das Neueste wird nicht zuverlässig angezeigt. Für dich ist irgendwie völliger Bullshit, was das. Die Instagram-Kommentarfunktion war schon immer nicht nutzbar, wenn es mehr als zehn Kommentare waren. Wenn da jetzt auch noch Bilder drunter sind, habe ich da ehrlich gesagt, glaube ich, gar keinen Bock mehr drauf.

01:01:31 Gavin Karlmeier

Ja, verstehe ich. Instagram arbeitet an der Möglichkeit, sich an Chats erinnern zu lassen. Also, du kannst bei einer DM sagen: hier erinnere mich an diese DM morgen um 12 Uhr.

01:01:47 Nora Hespers

Also grundsätzlich praktisch, aber damit gebe ich ja schon wieder was ab, was ich nicht abgeben will.

01:01:54 Gavin Karlmeier

Stimmt. Ich finde das allerdings mega, weil die, also ich finde, das DM-Postfach bei Instagram ist einer der schlimmsten Orte im Internet. Nicht, weil da schlimme DMs drin sind, sondern weil es einfach. unendlich unorganisiert ist. Also es ist ein reines Chaos. Du kannst nicht richtig nach Nachrichten suchen. Sobald ich eine Story poste, antworten darauf 30 Leute und ich finde die Nachrichten vorher nicht mehr. Also Das ist alles die Hölle.

01:02:22 Nora Hespers

Aufschieben bei Instagram ist wirklich die schlechteste Idee, die man haben kann.

01:02:26 Gavin Karlmeier

Genau. Ja. Und das mache ich aber leider trotzdem. Deswegen ist es super, dass ich mich dann sozusagen erinnern lassen kann an einen Chat, zum Beispiel morgen, wenn ich dann im Büro sitze und das dann sozusagen nicht vergesse, weil ich dann eine Story poste, die diese Nachricht aus dem Aufmerksamkeitsfeld. wegschiebt.

01:02:44 Nora Hespers

Ich glaube, für den Business Case ist es wirklich gut, weil dann, ne, also stell dir vor, du hast Schichtwechsel, du kannst es nicht beantworten, willst sagen, so, ich will aber irgendwie dass die nächste Person das bitte beantwortet in der Schicht so und so und sich die Informationen nochmal drauf schiebt oder so. Dafür finde ich es zum Beispiel total gut. Aber da denke ich jetzt einfach wirklich wieder An, okay, ich mache Community Management und muss dann irgendwie Sachen nochmal auf Wiedervorlage haben, weil ich noch was recherchieren muss oder nochmal eine Antwort geben muss oder so. Dafür ist es perfekt. Also das würde die Arbeit auf jeden Fall sehr erleichtern.

01:03:18 Gavin Karlmeier

Voll. Instagram Reals können nun bis zu drei Minuten lang sein.

01:03:25 Nora Hespers

Ja, aber das waren sie doch auch vorher.

01:03:30 Gavin Karlmeier

Also ich habe die Meldung, Instagram Reels are getting longer. Some Instagram users can now add up to three minutes of imported clips when creating a new reel.

01:03:41 Nora Hespers

Ah, auf Imported, three minutes of imported Clips, alles klar. Ja, dann sind die länger, wenn du die reinlädst, aber wenn du sie, also in. In der App, glaube ich, kannst du bis zu, weiß ich nicht, 90 Sekunden.

01:03:52 Gavin Karlmeier

Hast du 90 Sekunden?

01:03:54 Nora Hespers

Ja, aber es gibt ja auch längere Videoformate, die ja trotzdem als Real angezeigt werden. Also aktuell kann ich ja, wenn ich das in meine Storys poste, kann ich ja eine Minute auswählen aus diesem Reel, die ich gerne voran zeigen lassen möchte. Und möglicherweise können die länger werden, weil es gibt ja, also ich meine, Videos werden ja alle als Reels gepostet. Und die sind ja zum Teil fünf, sechs, zehn Minuten lang. Also es gibt ja richtig lange Videos.

01:04:21 Gavin Karlmeier

Ich glaube, die gelten dann nur nicht als Reals, technisch gesehen. Die sehen nur aus wie Reals. Weil wenn ich ein Reel erstelle selber zum Beispiel, kann das bis zu 90 Sekunden lang sein.

01:04:32 Nora Hespers

Genau. Aber das verstehe ich nicht, dass das dann beides gleich heißt.

01:04:35 Gavin Karlmeier

Nein, das ist nicht zu verstehen.

01:04:38 Nora Hespers

Das alte IG-TV, das es nicht mehr gibt.

01:04:40 Gavin Karlmeier

Genau, das sind ja Videos, die aussehen wie Reels.

01:04:44 Nora Hespers

Das ist übrigens das geilste. Es wird noch ein Sammelband geben zur Ich bin Sophie Scholl Nummer. Und wir haben darin beschreiben müssen, wie Instagram funktionierte zu der Zeit, als dieses Projekt lief und wenn du das durchliest, denkst du dir, ach echt, war das, so war das? Ach, okay. Also zum Beispiel, dass du Storys, dass du, dass die in diese 15-Sekunden-Häppchen zerlegt worden sind und du nicht einfach eine Minute hochladen konntest oder so. Das hast du ja nicht mehr.

01:05:12 Gavin Karlmeier

Stimmt.

01:05:14 Nora Hespers

Also, da habe ich nochmal durchgelesen und war echt so erstaunt, wie anders die Funktionen sind mittlerweile.

01:05:20 Gavin Karlmeier

Ich erinnere mich gerne immer an so oder merke das immer bei so TikTok-Videos, die dann end mit, folge mir für Teil 3. So an bits da weiter. Facebook stellt das Feature Blood Donations ein. Blutspenden heißt die Funktion im Deutschen. Kennst du die Funktion von Facebook?

01:05:38 Nora Hespers

Nee.

01:05:39 Gavin Karlmeier

Also man kann sich dort registrieren als Blutspenderin und Blutspendedienste in deiner Nähe, die dringend Blutspenden benötigen, können dann Menschen direkt informieren, die sich dort registriert haben.

01:05:51 Nora Hespers

Das macht die Uniklinik Köln einfach so per Mail. Die sagen, wir brauchen dringend eine Blutgruppe, komm bitte vorbei zum Spenden.

01:05:58 Gavin Karlmeier

Und das könntest du bei Facebook auch machen, wird aber jetzt am 28. März eingestellt. Vielleicht wurde das nicht so stark nachgefragt.

01:06:05 Nora Hespers

Das geht Facebook auch gar nichts an. Also auch nicht Blutgruppe und so. So wo ich so denke, warum muss das über Facebook laufen? Das mache ich doch da, wo ich sowieso Blut spende.

01:06:15 Gavin Karlmeier

Ja, ich glaube, die Idee war, dass es dort relativ niedrigschwellig ist, anstatt sich für einen Newsletter zu registrieren, zum Beispiel.

01:06:22 Nora Hespers

Aber es spenden ja überhaupt nur drei Prozent der Menschen, zumindest in Deutschland, Blut. Also es ist sowieso sehr, sehr wenige Menschen spenden Blut.

01:06:30 Gavin Karlmeier

Zu wenig. Wenn ihr das hier hört.

01:06:33 Nora Hespers

Zu wenig, ja. Bei bestimmten Blutgruppen ist es so. Ich habe da mal gelegen und ich will ja mal Dinge wissen dann so. Und dann haben gesagt: Es kann sein, dass bei einer OP, also Ich gebe ja 500 Milliliter ab, und die sagen, es kann sein, dass bei einer OP 80 Beutel gebraucht werden Also so, wo man so denkt, wow, das ist ganz schön viel. Und zwar zum Beispiel bei Geburten, wenn Frauen drohen zu verbluten unter einer Geburt. So, und ich finde es ein gutes Argument, Blutspenden zu geben, wenn man so denkt, oh, das ist wirklich krass, weil es sind unglaublich viele Blutspenden notwendig von einer Blutgruppe, um diese 80 Beutel zusammenzukriegen. Und wenn es am Ende nur 3% der Menschen sind, die so vielen anderen helfen, dann kann ich nur Werbung dafür machen, das sich zu überlegen, ob man nicht durch Blut spinnen gehen möchte. Da ist ja noch Potenzial, möchte ich sagen.

01:07:27 Gavin Karlmeier

Ja, 97 Prozent der Bevölkerung Potenzial.

01:07:31 Nora Hespers

Ihr braucht es nicht Facebook sagen, wirklich. Ich sage es auch niemandem weiter.

01:07:35 Gavin Karlmeier

Also, ich habe es bei dir auf dem Facebook-Profil auch noch nicht gesehen, muss ich sagen.

01:07:40 Nora Hespers

Ja, aber bei Instagram habe ich das schon mal gepostet, aber immer nur in Schwarz-Weiß, weil es ja so viele Menschen gibt, die das nicht sehen können und versuche das auch immer so zu machen, dass keine Nadeln im Bild sind.

01:07:51 Gavin Karlmeier

Ja, das kann ich auch nicht sehen, Nadeln.

01:07:52 Nora Hespers

Ja, siehst du, so mache ich das und ich sage auch immer dazu, dass es immer noch Doof ist, dass so viele Menschen vom Blutspenden ausgeschlossen werden. Das ist auch unnötig, braucht kein Mensch.

01:08:03 Gavin Karlmeier

Das ist auch wahr. Ist bei der DKMS auch so. Es gibt ganz viele Krankheiten, die dich sozusagen Disqualifizieren für eine potenzielle Knochenmarkspende. Und das ist leider, wie es hat vorgeschrieben. Machen wir weiter. Kleine Expos Blutspenden. Genau, gegen so einen gesellschaftlichen Appellrutschen. Facebook hat eine neue Funktion eingeführt mit dem Namen Professional Access. Und das vereint jetzt alle Informationen zu Meta Verified, aber auch zu anderen Features, die alles quasi öffentlich business-bezogene deines Facebook-Profils. Ausmacht.

01:08:45 Nora Hespers

Okay, das heißt, das löst die Business-Suit ab oder was?

01:08:48 Gavin Karlmeier

Nein, die kommen natürlich, das kommt natürlich noch dazu.

01:08:51 Nora Hespers

Oh Gott, ich finde die Business-Suit schon unglaublich schlecht. Ich bin froh, dass ich sie nicht mehr benutzen muss. Das ist wirklich eine Katastrophe. Ich weiß nicht, ob das es jetzt irgendwie in irgendeiner Form besser macht.

01:09:05 Gavin Karlmeier

Ne, es ist ho, äh, das ist der schlimmste Ort im Internet. Noch schlimmer als das Instagram-DM-Post, noch wirklich. Das ist so schrecklich. Das ist auch, also ich manchmal schule ich ja Menschen an diesem Monstrum und diese, diese Christ Business Suite. Das ist einfach nur Also, das ist nicht konsistent, das funktioniert nicht, dann lädst du irgendwie da Excel-Tabellen runter, die du in Excel nicht öffnen kannst. Wenn du sie öffnen kannst, dann stimmt das Datum nicht. Dann sind da Tippfehler drin. Dann lädst du zwei Dateien runter, die beide unterschiedlich sortiert sind. Und es ist alles so. Ach nee. Nee.

01:09:45 Nora Hespers

Livestreams anlegen auf Facebook hat mir wirklich regelmäßig den Schweiß auf die Stirn getrieben. Bei YouTube war ich mir sicher, dass das funktioniert. Bei Facebook war ich mir nie sicher, dass das funktioniert. Wirklich nie. Und den letzten Livestream habe ich vor Ewigkeiten gemacht. Aber auch das war nicht schön.

01:10:01 Gavin Karlmeier

Es ist so schlimm. Naja. Bei TikTok gibt es jetzt eine Quick-Reaction Box. Also siehst ein Video und kannst dann mit einer Schnellreaktion auf dieses Video reagieren.

01:10:14 Nora Hespers

Macht mit mir gar nichts, weil ich diese App ja gar nicht benutze.

01:10:17 Gavin Karlmeier

Okay. TikTok erlaubt jetzt, dass du Videos direkt aus der TikTok-Suche herunterlädst, und am Ende steht dann nicht der, nur der. das TikTok-Logo, sondern auch der Suchbefehl, den man dort eingeben muss, um dieses Video zu finden. Dann gibt es jetzt erste Screenshots und Hinweise auf die Fernseh Smart TV-App von X. Dort gibt es ein Login-Screen und dann hast du da ein Home Tab und ein Search-Tab und du kannst dort Profile sehen. Und es gibt sogar eine eigene Reiter in dieser App, die heißt Shorts und da kannst du alle Videos im Hochkantformat sehen. Ähnlich wie bei TikTok oder in YouTube Shorts. Und da sind dann eben alle kurzen, hochformatigen Videos zu sehen, die Leute bei X hochgeladen haben.

01:11:05 Nora Hespers

Das macht so viel Sinn für einen querformatigen Fernseher. Ich bin overwhelmed.

01:11:13 Gavin Karlmeier

Vor allem gibt es diese Short-Funktion ja auf der X-App so noch nicht.

01:11:20 Nora Hespers

Wie lädt man es dann hoch?

01:11:22 Gavin Karlmeier

Also hochladen kannst du es, aber es gibt keinen eigenen Reiter dafür.

01:11:26 Nora Hespers

Es ist einfach, es ist, ja.

01:11:29 Gavin Karlmeier

Ja, es ist besonders. X hat jetzt auch ein neues Feature eingeführt. Und zwar mit so einem Karussell-Ding, da kannst du so hin und her wischen. Und zwar pinned by people you follow. Also du kannst sozusagen sehen was Leute, den du folgst, gerade so angepinnt haben bei sich im Profil. Und das führt mich zu einem neuen angepinnten Tweet von Elon Musk, der und das ist also eigentlich. Und zwar hat er, angesichts dieser Zahlen, die ich dir auch eben vorgestellt habe, wie es gerade so im Ex gestellt ist, hat er einen neuen angepinnten Tweet und der lautet wie folgt. Please forward links to ex posts to your friends so they know what's actually happening. Also bitte leite doch Links. Zu Ex an deine Freundinnen und Freunde weiter, damit sie wissen, was gerade wirklich passiert. Manche Leute glauben immer noch den klassischen Medien. Es ist so nie die. Es ist so, also was will er denn damit auch aussagen? Was ist die also Es ist ja nichts anderes als, hey, empfehle diesen Podcast deinen Freundinnen und Freunden weiter, damit uns mal jemand hört. Das ist die Aussage davon.

01:12:46 Nora Hespers

Ja, das Schlimme ist das, was drunter steht, der Rest ist Lügenpresse. Also das ist, also das ist jetzt sehr verkürzt und provokativ formuliert, aber es ist der Kern des Ganzen. Also bitte schickt alle Leute zu X, weil draußen erfahren sie eben nicht die Wahrheit. Also das ist einfach, das ist eigentlich ein weiterer Affront. Grüße an alle JournalistInnen, die da noch unterwegs sind.

01:13:12 Gavin Karlmeier

Und ich finde, aber gleichzeitig lässt das auch so tief blicken, weil das ja auch sagt, also Leute, die glauben, dass Medien in der Lügenpresse sind, die sind auf X jetzt richtig. Wenn das die Aussage ist, dann weiß ich genau, wem ich die Ex-Links weiterleiten muss und wem am besten überhaupt nicht mehr. So, und damit sind wir am Ende für heute. Es ist doch eine schöne Klammer geworden.

01:13:34 Nora Hespers

Herrlich. Das ist sehr gut gemacht, Käffin.

01:13:37 Gavin Karlmeier

Guter Plan. Danke. Das am späten Sonntagabend, wenn ihr das gehört, ist früher Montagmorgen, ist auch gut. Liebe Nora, vielen lieben Dank, ist nochmal wieder ein Zuckerschlecken, sagt man das so? Warte mal, man sagt, etwas ist kein Zuckerschlecken. Naja, ich bin so.

01:13:54 Nora Hespers

Richtig, man sagt, es ist kein Zuckerschlecken, aber es war, ähm ja, es war mir ein Zuckerschlecken mit dir. Sehr schön. Vielen Dank und wir sind auch wieder deutlich länger geworden als geplant, oder?

01:14:05 Gavin Karlmeier

Viel zu lang, aber darüber reden wir nach Oster. Vielen lieben Dank, liebe Nora.

01:14:10 Nora Hespers

Ich danke dir gerade.

01:14:11 Gavin Karlmeier

Eine schöne Woche allen. Wenn ihr bisher gehört habt, dann habt ihr vielleicht auch Bock, in den Hagnann-Discord zu kommen. Ein paar Euro in Hakenrand zu investieren. Das alles könnt ihr unter hakenrann. org. Hier geht es weiter am Mittwoch. Vielen Dank und vielen Dank, liebe Nora. Ich hoffe, du kommst nochmal wieder, obwohl ich so viel Zeit von dir in Anspruch nehme.

01:14:29 Nora Hespers

Das voll in Ordnung. Ich komme auch nochmal wieder. Danke dir, Gavin.

01:14:32 Gavin Karlmeier

Bis dann.

01:14:32 Nora Hespers

Tschüss. Tschüss.