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Folge 308 · 22. Juli 2024 · 1:16 Std.

Zuckerberg, Musk und das große Trumpkuscheln

mit Jannis Schakarian

“Das ist keine Dog Whistle, das ist eine Vuvuzela” – wieso Silicon Valley-Unternehmen keine altruistische Projekte sind, zeigt die heutige Episode. Aber auch, wie Musk auf X die Kommunikation mutwillig erschwert, das gesellschaftliche Klima weiter anheizt (etwa durch KI-generierte Videos, die zeigen, wie Trump auf Biden schießt oder dadurch dass das Pistolenemoji bei X jetzt wieder eine echte Pistole zeigt). Diese Episode ist wichtig, macht aber schlechte Laune.

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Jannis.

00:08 Jannis Schakarian

Grüß dich, Gavin.

00:10 Gavin Karlmeier

Ich stell dich ganz kurz vor, du bist Janis Schakarian. Du bist Audio-CVD beim Spiegel. Das heißt Diese ganzen geilen Podcasts der letzten Wochen und Monate sind alle auch so ein bisschen immer über deinen Tisch gelaufen. Wir haben nachher noch die Möglichkeit, dass du ein paar von denen bewerben kannst. Viele? Du wäkst schon ab mit deinem Kopf.

00:28 Jannis Schakarian

Ich überlege, welche Podcasts ich. Nein, ich habe nachher einen Tipp extra für die Haken dranhöre. So. Den bringe ich dann am Ende unter. tease ich jetzt schon.

00:38 Gavin Karlmeier

Und ich freue mich, dass du heute wieder da bist, weil also du gehörst hier so ein bisschen zum Inner Circle. Du bist A, ein sehr alter Freund von mir. Also, so alt bist du nicht, aber wir können es seit 100 Jahren. Und B.

00:49 Jannis Schakarian

Ich bin inzwischen auch sehr alt, Gavin. Das sagt auch was über dich, aber.

00:53 Gavin Karlmeier

Wenn wir uns kennengelernt, da war ich 4 und du warst 30. Nee, und Und die letzte Folge, die wir zusammen aufgenommen haben, haben wir aus einem Tesla aufgenommen und dachten währenddessen, das wäre akustisch gesehen eine gute Idee. auch so wegen der Geschichte, die damit entsteht, wenn wir in einem Testmarkt sitzen, wir haben uns schnell einen gemietet über so eine Carsharing-App. Und im Nachhinein hat man sich die angehört und gemerkt, das war ja nicht mal akustisch eine gute Idee.

01:17 Jannis Schakarian

Nee, ich glaube, das hat dann auch damit das letzte Argument für den Tesla eigentlich gekillt, dass man dachte, ein Tesla wäre ein gutes, mobiles Podcast-Stio, aber jetzt weiß man wirklich gar nicht mehr, warum man sich ein Tesla kaufen sollte. Vor allem, ja, wir haben ja, also die letzte Folge haben wir im Auto aufgenommen, die Folge davor warst du im Zug Und ich werde heute nach dieser Folge extra deswegen auf ein Boot steigen, auf ein Schlauchboot, damit wir die Verkehrsmittel langsam voll machen, die irgendwie in Verbindung mit Hakendra-Aufnahmen.

01:48 Gavin Karlmeier

Ich möchte, dass irgendwie eine Folge mal am Flughafen oder außer einem Flugzeug entsteht, im High Meile Club. Also Podcast-sprechmäßig.

01:57 Jannis Schakarian

Podcast mach herklapp. Ein Spiegel-Podcast hat letztens eine Moderation aus einer Flugzeugtoilette aufgenommen. Ich verrate jetzt nicht wer. Sagen wir so, unser Soundengineer war nicht so glücklich. Er meinte auch Flugzeugtoiletten sind ähnlich wie Teslas, keine optimalen Podcast-Studios.

02:20 Gavin Karlmeier

Ja, da ist also die Frage der perfekten Mobilität immer noch nicht ganz geklärt für diesen Podcast. Ich möchte einsteigen mit dir, ich habe ein kleines Housekeeping. Und zwar haben wir in der letzten Folge darüber gesprochen, wir haben übrigens heute, ich will nicht zu viel vorwegnehmen, aber schon mal kleiner Teaser. Wir haben heute eine Themenschlacht, wo man nachher sagen muss, also wenn das, wenn so die Woche anfängt, montagsmorg mit diesen Themen, Will man eigentlich gar nicht, dass der Dienstag kommt. Also ist Katastrophe. Aber naja. Also es gibt Infos darüber, dass X und SpaceX ja ihren Sitz von Kalifornien nach Texas verlegen. Elon Musk hatte das so ein bisschen begründet mit den neuen Gesetzen, die der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, erlassen hat, in denen es um im Grunde Eigen Wie soll man sagen, Eigenbestimmung, Selbstbestimmung von Menschen von Transgendern geht? Das ist offenbar nicht der einzige Grund, sondern Elon Musk hat sich jetzt nochmal dazu geäußert, wie eigentlich die City-Tags in San Francisco ist. Und er sagt, die City Text wäre für X und SpaceX der Tod, nicht nur eine Bürde. Und er sagt, der Grund, warum Stripe Blog, Cash App, Visa und viele andere aus San Francisco getrieben wurden, ist, weil diese ganzen Steuern zu hoch sind. Man muss entweder San Francisco verlassen oder sterben. Das ist so sein Blick darauf.

03:42 Jannis Schakarian

Ja, ich also Elon Musks Aktivismus in allen Ehren, ich glaube, dass das am Ende dann doch der entscheidendere Grund war, weil ein Hauptquartier umzuziehen ist ja dann doch eine Eine finanzielle Entscheidung, die auch erstmal, keine Ahnung, du musst neue Häuser bauen und so. Und Twitter guckt ja sehr genau auf seine Finanzen, äh, Ex, äh, Verzeihung. und das ja scheint mir doch eher der Grund zu sein und diese diese ähm Gender-Selfbestimmungsrecht ist, glaube ich, eher ein vorgeschobener Grund, um damit auch nochmal ein Signal an die eigene Peergroup zu senden. So ja, ich kämpfe sogar da an der Stelle bei euch. Eigentlich geht es ihm aber nur ums Geld. Da kommen wir heute vielleicht auch noch ein paar Mal drauf.

04:29 Gavin Karlmeier

Und ich glaube ehrlicherweise, dass das sich wie so ein Muster durch Elon Musk zieht, dass er immer erst sehr oft erstmal handelt. Und im Nachhinein dann schaut, wie kann ich das Ganze politisch oder meinetwegen soll ja aktivistisch so aufladen, dass am Ende Elon Musk damit auch noch so eine kleine, zumindest in seinem eigenen Universum, so eine kleine Heldenposition oder eine Märtyrerposition zukommt. Und ich ehrlicherweise halte ich das für einen pathologisch bei ihm. Dass es ihm immer erstmal um seinen eigenen Arsch geht und dann direkt darum, wie kann er das am Ende auch noch so für sich nutzen, dass er auch noch mit einem besseren Standing aus seiner eigenen Warte natürlich heraus daraus kommt.

05:08 Jannis Schakarian

Ja, genau. Und dann sich einfach irgendwas greifen, was gerade diskutiert wird, um damit das dann zu begründen. Das scheint so ein Reflex bei ihm.

05:16 Gavin Karlmeier

Ja, ganz genau. Also wir müssen einsteigen. Und ich möchte einsteigen, nee, ich möchte nicht, aber wir müssen einsteigen mit einem O-Ton von Donald Trump, der sich am Wochenende geäußert hat über die Zahlungen, die Elon Musk ihm zukommen lässt, regelmäßig, und wir hören einmal kurz rein.

05:36 Speaker 4

We have to make life good for our smart people, you know? We have some smart people. We have to make life good for our smart people. And he's as smart as you get. But Elon endorsed me the other day and I read I didn't even know this. He didn't even tell me about it. But he gives me forty-five million dollars a month. A month

06:02 Gavin Karlmeier

Also ich fasse zusammen. Donald Trump sagt, wir müssen uns um die Leute kümmern, die smart sind in unserem Land. Und Elon Musk ist einer der smartesten, die er kennt, oder so smart, wie es überhaupt geht. Und er hat dann gerade auch erst erfahren, dass Elon Musk ihn wohl mit 45 Millionen Dollar im Monat unterstützt. A halte ich das für die, also das ist erstmal die valideste Aussage. Bislang hatten wir nur Presseberichte über die tatsächliche Höhe der Zahlungen. Elon Musk sagt. . Er hat es nur gelesen. Ich weiß nicht, ob das als Bestätigung taucht.

06:34 Jannis Schakarian

Ich weiß nicht, ob Elon Musk, äh, äh Donald Trump tatsächlich als die valideste Quelle für irgendwas angegeben werden sollte, aber ja.

06:43 Gavin Karlmeier

Ähm, und das andere, was da drin steckt, finde ich, ist so, also ich wundere mich, warum da so viel gejubelt wird. Also der jubel natürlich darüber, dass Donald Trump finanziell unterstützt wird, weil sie sind alle Fan und so. Aber eigentlich ist ja die Aussage von dem, was Donald Trump da sagt Hey, ich werde Politik für diejenigen machen, die mich unterstützen und für alle anderen nicht. Und das weicht ganz doll von dem ab, was Donald Trump ja auf dem Parteitag der Republikaner am Wochenende gesagt hat, indem er gesagt hat, er möchte der Präsident für alle AmerikanerInnen sein. Ich habe da ein kleines Störgefühl. Nicht überraschend, glaube ich, aber ich wollte das zumindest mal formuliert haben an der Stelle.

07:16 Jannis Schakarian

Ja, und es ist also wieder genau das, was wir gerade angesprochen haben. Macht Unterstützt Elon Musk Donald Trump jetzt wegen aus ideologischen Gründen und weil er ihn für den besten Präsidenten erhält, der endlich die Woke Bubble zerstören wird? den Wokism zurücktreiben oder steckt auch hier aber eine finanzielle Entscheidung dahinter, dass Trump eben angekündigt hat, gerade für die Super super reichen, ähm, weitere Steuerentlastungen zu versprechen und auch für große Unternehmen. Also wie Trump schon in der letzten Amtszeit gemacht hat und es hier noch weiter wiederholen könnte. Inso gesehen könnten die 45 Millionen Dollar im Monat auch einfach ein smartes Investment in die Zukunft sein und hoffen, dass man die auch einfach wieder rauskriegt. In Form von Steuererleichterung oder anderen Dingen.

08:09 Gavin Karlmeier

Wohl wahr?

08:10 Jannis Schakarian

Also das wäre der zweite Punkt, wo Elon vielleicht wieder finanziell handelt und dann ein einen ideologischen Grund vorschiebt, um sich in seiner Bubble Applaus abzuholen.

08:20 Gavin Karlmeier

Wobei ich glaube, dass das ganz lange bei ihm genauso war Inzwischen aber auch eine persönliche ideologische Motivation dazugekommen ist, weil er sich eigentlich nur noch von Leuten umgibt, die ihm vorgeben, dass die Welt, von der er glaubt, wie sie ist. Dass sie tatsächlich so ist, will sagen, dass er wahrscheinlich inzwischen tatsächlich glaubt, dass Donald Trump der beste Präsident für die USA ist. Und dass er tatsächlich auch ideologisch demnahesteht, dass das aber vermutlich eine Sache ist, in die er sich so Rein radikalisiert hat.

08:51 Jannis Schakarian

Ja, und auch das ist ja eine Ideologie zu glauben Die Smarten sollten möglichst wenig Steuern zahlen, damit sie nicht behindert sind in ihrer genialen Kreativität durch so Blöde Sachen wie Abgaben.

09:06 Gavin Karlmeier

Und das ist nämlich genau der Segway in unser nächstes Thema. Denn Also seit dem Wochenende ist es in den USA so, dass es so genannte Sponsored-Hashtags auf X gibt. Dazu gehören Hashtag MAGA, also Make America Great Again, und Hashtag Trump. 2024. Wenn du auf MAGA, also wenn der Hashtag MAGA angezeigt wird, dann wird direkt dahinter das Foto von Donald Trump angezeigt, kurz nachdem er angeschossen wurde, also das, auf dem er die Faust so in die Luft reckt, und bei dem Hashtag Trump2024 wird direkt dahinter eine amerikanische Flagge angezeigt. Und wenn du da draufklickst, dann hast du auch noch Hashfatty. Das ist eine Werbeform bei X Die heißt so, wir haben da hier irgendwie vor Ewigkeiten schon mal drüber gesprochen über diese aktuellen Werbeformen Eggs. Hashfatty ist, wenn du da drauf den Hashtag klickst, dann füllt sich dein Bildschirm so wie früher in den Nullerjahren im Internet. nicht mit Schneeflocken, sondern mit Amerika-Flaggen. Und es gab mehrere Anfragen an XT und auch an die Campaign von Donald Trump, um herauszufinden, ob dafür Geld geflossen ist. Ex hat dazu nur gesagt, das ist ein Werbemodell, das wir auch kommerziell anbieten. Ob es bedeutet damit, dass X sich hier A positioniert oder B einfach. . politische Werbung zulässt, da kommen wir gleich noch zu, ist nicht ganz klar. Mein Gedanke dazu ist aber, dass ja nie gesagt wurde, an welcher Stelle diese 45 Millionen Dollar An diesen America-Pack, also an das Unternehmen, ob die tatsächlich in finanzieller Form fließen oder ob das nicht irgendwie auch so ein Deal ist, in dem einfach ein sehr großes Werbebudget an dieses, an diesen Pack Gestiftet wird, was Elon Musk finanziell ja ein bisschen einfacher wäre, ehrlicherweise.

10:44 Jannis Schakarian

Das stimmt, und solche Superpacks sind ja genau dazu da, quasi Werbespots zu schalten und zu veröffentlichen und dann zu sagen, ich. Ich gebe euch 45 Millionen Dollar in Form von Werbebudget, würde diese Zahl irgendwie verständlicher machen, als wenn er wirklich da einen Dauerauftrag eingerichtet hat. 45 Millionen Dollar im Monat, bitte mal an Dispack, sondern eher sagt, ich räume euch Werbeflächen in der Höhe ein. Trotzdem. glaube ich erstmal, dass es geschaltete Werbung ist und jetzt nicht von Twitter selbst sich da ideologisch positioniert, wie auch immer das zustande kam. Denn es macht natürlich für die Republikaner an dem Wochenende von ihrer Parteiversammlung total Sinn, diese Hashtags durchzusponsern, weil sowieso alle auf Twitter unterwegs sind, um zu gucken. was bei dem National RNC Republican National Convention, glaube ich, irgendwie abgeht. Genau, macht aus der Warte Sinn. Ich glaube, da sind sogar dann ein paar oder die Zielgruppe sowieso auf X unterwegs. Dazu hast du, glaube ich, auch noch eine Theorie. Und ich finde es schon interessant, dass dieses Trump-Bild so ikonisch ist, dass es sogar als winzig kleines Emoji funktioniert, wie er da steht, mit der Hand in die Luft gereckt, und man erkennt das sofort wieder nach der letzten Woche. Und denkt, ja, das ist die Pose, die, die kenne ich doch. Die Pose des zukünftigen Präsidenten.

12:13 Gavin Karlmeier

Ja, das ist, glaube ich, genau das. Das Bild, das gezeichnet werden soll. Wir kennen das alle von der WWDC, dieser Developer-Conference von Apple beispielsweise, wenn das neue oder wenn das neue iPhone vorgestellt wird. Apple hat das in der Vergangenheit genauso gemacht, diese Hashtags zu kaufen und mit solchen Symbolen zu platzieren. Dass das allerdings mit politischer Werbung passiert ist. Verhältnismäßig neu. Also 2019 hatte Twitter politische Werbung weltweit gestoppt. Jack Dorsey hat dazu geschrieben, dass es nicht darum geht, freie Meinungsäußerung einzuschränken, sondern Konsequenzen auf die demokratische Infrastruktur. zu verhindern. Und er glaubt, bezahlte Reichweite wäre das nämlich, was ein Blickwinkel ist, den man durchaus so teilen kann. Denn die Aussage ist ja einfach, wer mehr Geld hat, kann sich sichtbarer machen. Und das ist gerade im amerikanischen Wahlkampf ein riesengroßes Thema. 2023 dagegen hatte Elon Musk dieses Verbot dann wieder kassiert und hat dieses Argument mit Redefreiheit oder das mit Redefreiheit argumentiert, hat aber in dem Zusammenhang auch direkt versprochen, dass er keine Fake News auf der Plattform dulden werde. Da sprechen wir gleich mal noch drüber. Zu diesem Bild, das du aber gerade angesprochen hast, gibt es auch eine sehr interessante Geschichte, die hat ich glaube, Matt. Binder rausgekramt oder so. Auf jeden Fall ist es so, dass dieses Foto, dieses Foto von Donald Trump, der die Faust in die Luft reckt, wurde von dem Fotografen Evan Wucci aufgenommen. Und der oder Evan Fucchi. Der ist Fotograf für The Associated Press, eine Presseagentur. Und diese Presseagentur Die hält auch die Urheberrecht an diesem Foto. Das heißt, alle Nutzungsrechte liegen eigentlich bei dieser Agentur und offenbar hat die Campaign von Trump dieses Foto nie lizenziert. Es ist jetzt so, dass die AP, also diese Presseagentur, eben derzeit prüft, was sie tun können, um die nicht lizenzierte Verwendung dieses Fotos, zum Beispiel auf dem Hashtag auf X, aber auch auf Fotos, Tassen und weiteren Produkten, was sie dagegen machen können. Das heißt, dieses Foto, das hier die Trump-Campaign nutzt, Haben sie gar keine Rechte dran. Was ich wahnsinnig interessant finde, weil ich glaube, wäre es andersrum gewesen, hätten die wahnsinnig viel stunk gemacht, um so ein Foto irgendwie wieder einzufangen.

14:28 Jannis Schakarian

Ich bin aber mal gespannt, ob das wirklich durchgeht, weil hinter dem Hashtag, ne, das ist eher so ein Emoji. Das heißt, es ist so, es ist so, weiß nicht, 16 auf 16 Pixel, na, ein paar mehr sind es schon. Aber er liegt da wirklich das Foto dahinter oder wurde das noch durch so einen Pixelgenerator geschmissen. Es wurde zusammengebaut. Ja, also aber wahrscheinlich haben sie einfach das Foto genommen. Es sieht zumindest so aus, und es ist nicht irgendwie nachgebaut.

14:57 Gavin Karlmeier

EP sagt, das ist keine autorisierte Nutzung unseres Fotos, das ist nur für Editorial-Zwecke, also für redaktionelle Zwecke. nutzbar. Finde ich also auch eine wahnsinnig, also die G das allein zeigt ja, dass man sich dort über eigentlich überhaupt nichts kümmert und diese ganze Law-and-Order-Politik nur so lange wichtig ist. Wie Law and Order eben auf der eigenen Seite steht und nicht auf der anderen.

15:19 Jannis Schakarian

Um noch einen Schritt zurück, dass Twitter oder X jetzt wieder politische Werbung zulässt, das war ja 2019 eine Reaktion auf die letzte Wahl von Donald Trump. der sehr intensiv eben Online-Werbung genutzt hat, auch mit unterschiedlichem Targeting und seine Botschaften angepasst hat und so. Wir erinnern uns alle an Crooked Hillary und das sehr effektiv genutzt haben, um vor allem Demokraten zu demobilisieren, also mehr demokratische Wähler oder so Wechselwähler dazu zu bringen, lieber zu Hause zu bleiben, als das Kreuz bei Hillary zu machen und dadurch hat er am Ende gewonnen. Ich vermute mal fast, es könnte hier auch die Strategie sein, weil so sieht es gerade aus, dass man irgendwie Biden als extra alt darstellt. Und dass jetzt im Zuge dessen eben wieder politische Werbung zugelassen wird. Wird befeuert das Ganze nochmal. Und dazwischen waren jetzt halt einfach vier oder fünf Jahre, in denen wir nicht weitergekommen sind, was die Einschränkung von Fehlinformationen, von diesen ähm ja false advertising, ähm diesen diesen Botschaften irgendwie Also wir sind als Gesellschaft und die Plattformen auch, sind da nicht irgendwie weitergekommen, das einzugrenzen, aber machen jetzt einfach die Tore wieder auf, weil es fließt halt viel Geld da rein.

16:44 Gavin Karlmeier

Oder eben nicht, wenn einfach nur Budgets des Chefs freigegeben werden. Also ich bin mir da nicht so sicher, ob es da wirklich um Geld geht oder ob das nicht vielleicht sogar schon in Vorbereitung auf diese Wahl 2023 eben so entschieden wurde, dass man sagt, also wenn Trump wieder antritt. Dann könnte unsere Plattform dabei hilfreich werden. Es gibt eine ganz spannende Theorie von einem Discord-Nutzer, wer nicht genau weiß, was Discord ist Es gibt einen Hakenbrenn-Discord, einen Chatroom, in dem fast tausend Leute inzwischen sich regelmäßig austauschen und diskutieren und Info. Also alles, was wir hier besprechen, lief eigentlich schon mal durch den Discord. Und Buckaroo. Hat da die These aufgestellt, dass dieser MAGA-Hashtag Gag, wie er schreibt, auch sein könnte, dass das eine Möglichkeit wäre, diese ganzen Truth Social-Nutzerinnen und Nutzer zu X zu locken, indem man zeigt, hey Donald Trump ist hier bei uns und macht hier eben auch entsprechend Druck und Welle. Finde ich auch eine sehr Überdenkenswerten Gedanken, weil da sicherlich auch was drinsteckt, irgendwie Argumente zu liefern, warum X jetzt das Zuhause der zumindest politischen Rechten in den USA ist und werden soll.

17:53 Jannis Schakarian

Ja, das ist, glaube ich, das Einzige, wo X noch neue Nutzer rüberholen kann. Die Frage ist ja, wann wird Trump auch wieder groß auf Ex selbst in Erscheinung treten? Das wäre, glaube ich, nochmal das effektivere Signal für seine Followerschaft, im wahrsten Sinne des Wortes, damit rüberzukommen und wieder auf X unterwegs zu sein.

18:17 Gavin Karlmeier

Vermutlich passiert. Vermutlich passiert das noch, bevor diese Folge hier online ist, ehrlicherweise. Es ist übrigens auch so, dass du diese Hashtags, weil sie eben platzierte Werbung sind, auch nicht muten kannst. Also wenn du Trump 2024 oder MAGA muten möchtest, werden sie dir trotzdem noch angezeigt. Und auch trotzdem die Werbungen, die dahinter stehen, werden hier weiterhin angezeigt. Wir machen mal einen kurzen Sprung, weil auch Mark Zuckerberg hat sich zu dem Thema verhalten. Vor allem auf die Trump-Reaktion. Und auch da habe ich einen O-Ton mitgebracht, den ich dir gerne vorspielen möchte. Also schneide ich an.

18:56 Speaker 5

I've done some stuff personally in the past. I'm not planning on doing that this time. Um and that includes, you know, not endorsing either of the candidates. Um now look, I mean there's obviously a lot of crazy stuff going on in the world. I mean the historic events over the last like over the weekend and I mean, on a personal note, it's yeah, I mean seeing Donald Trump get get up after getting shot in the face and pump his fist in the air with the American flag is one of the most badass things I've ever seen in my life. But um but but look, I mean it's um you know as and I think look at it's at some level as an American it's like Hard to not get kind of emotional about that spirit um and that fight. I think that that's why a lot of people like the guy.

19:43 Gavin Karlmeier

Also Mark Zuckerberg sagt, für ihn als Amerikaner, also vorneweg sagt er, er plant nicht, bei dieser Wahl irgendeinen der Kandidaten zu endorsen, also zu unterstützen. Aber er sagt auch, dass die Geste, nachdem man einen Schuss abbekommen hat, aufzustehen und die Faust in der Luft zu wecken neben einer amerikanischen Flagge, the most badass thing ist. Also das Krasseste, was er sich vorstellen kann. Und er sagt, on a personal note, also persönlich gesprochen, ist das etwas, das für ihn in seiner in seinem American Spirit, den er hat. etwas ist, das ihn emotional berührt. Und er versteht auch, dass viele Leute deswegen diesen Typen mögen, weil er eben genau diesen amerikanischen Geist lebt. Das ist, was er sagt.

20:31 Jannis Schakarian

Ja, weil The Most Baddest American Thing vor dieser Geste war am 4. Juli die von Zuckerberg selbst, wie er quasi auf dem Surfbrett mit einer Amerika-Flagge in der anderen und einer Dose In der einen Hand und einer Dose Bier in der anderen Hand quasi gesurft ist und daraus getrunken, das war The Most Baddest American Thing vorher und jetzt hat Trump ihn da getoppt in dieser Geste. Also es Ähm, es fällt schon schwer, das zu hören und nicht zu merken, dass Zuckerberg davon beeindruckt ist. Das kann man so auch erstmal nachvollziehen, weil ja, ich glaube, das können wir alle sagen, das ist schon beeindruckend, irgendwie dir, du wurdest gerade angeschossen und das Erste, woran du denkst, ist, okay, ich kann gerade das krasseste Bild aller Zeiten produziert, was aussieht wie direkt aus dem Hollywood-Film. Versteht man, aber man hört in diesem O-Ton sehr, dass ihn das wirklich berührt, ne? Und deswegen auch dieser Rückgriff auf Den 4. Juli, Zuckerberg ist schon auch ein sehr starker amerikanischer Patriot. Das hat sich auch immer wieder in seinen Entscheidungen gezeigt, welche Märkte er wichtig findet und wie egal ihm seine Plattform manchmal in anderen Märkten ist, gerade was die politischen Folgen angeht. Aber es ist schon beängstigend, dass er hier Ja, jetzt nicht sagt, also gut, wir haben jetzt nur den O-Ton gehört, aber jetzt nicht sagt, oh, wir müssen uns irgendwie für die Demokratie einsetzen oder irgendwie sowas, sondern sich einfach nur beeindruckt zeigt von jemand, der dann doch, und das geht gerade sehr verloren, nicht nur demokratische Gesetzgebung vorhat. macht einem schon Angst, dass sich hier mehr und mehr Tech-Milliardäre hinter Trump versammeln. Und dazu passte ja auch der O-Ton, den wir, den wir von Trump selber vorhin gehört haben, dass wir The most smart people irgendwie unterstützen können. Ja, das macht mir schon Angst, dass auch hier die dieser Tech-Bubble sich jetzt irgendwie hinter hinter Trump versammelt oder wenigstens ihm nicht mehr offen widerspricht.

22:39 Gavin Karlmeier

Ich finde das auch, dass das ganz gut nochmal vor Augen führt, dass diese ganzen sozialen Netzwerke, dass das keine altruistischen Projekte sind. bei denen man sich überlegt hat, ich schaffe jetzt einen Ort für die Welt, in dem man sich austauschen und mit seinen Freundinnen und Freunden in Interaktion treten kann, sondern dass das knallharte, kapitalistische Vorhaben und Unternehmungen sind, bei denen es am Ende darum geht, das Kapital zu steigern. Und wie sagt man so schön, wes Brot ich esse, das Lied ich singe? Wenn in den USA genau dieser Vibe gerade weht und das gerade der Spirit ist, wie er sagt, dann hängt er sich eben wie das Fähnchen im Wind genau in die Richtung und sagt, okay, dann. Sind wir jetzt halt Trump-Fans? . Also, so sagt das natürlich nicht, aber das ist, was dabei hängenbleibt, und man muss immer wieder auch aus europäischer Perspektive sagen, wenn wir uns solchen Netzwerken hundertprozentig ausliefern. Dann hat das eben im Zweifel auch zur Folge, dass wir diese Netzwerke uns wie eine Kartoffel fallen lassen, dass wir dann am Ende Pech gehabt haben. Weil um uns geht es nicht. Es geht nicht darum, wie wir in Deutschland oder in Europa Diese Netzwerke benutzen. Wir sind eigentlich nur Mittel zum Zweck, um am Ende Kapital zu steigern, größere Märkte zu sein. Und das merkt man hier an der Stelle ganz arg, weil diese ganze isolierende Und auch, naja, rechts, mindestens rechtskonservative, wenn nicht gar rechtsextreme, Wahlkampfstrategie von Donald Trump, in der immer schon America First die Maxime war. Widerspricht eigentlich all den unternehmerischen Werten, die so ein Unternehmen wie Meta eigentlich immer wieder nach außen verkauft. Und du hast es gerade gesagt, es gibt Dutzende Beispiele, wo das Unternehmen selber nicht konform mit den eigenen Werten gehandelt hat. Aber trotzdem, man positioniert sich nach wie vor so als Unternehmen, dass der größte Ort der Welt ist, wo Freunde zusammenkommen und alle sich treffen und man kann schnell Informationen verbreiten und so. Das ist es eben nicht, sondern es ist ein knallhart wirtschaftliches Unternehmen, das eben sich dann auch, wenn da jetzt gerade der neue Präsident in den Startlöchern steht und sagt, hey, wenn ihr Milliardäre seid, dann mache ich was für euch, dann sagen die Milliardäre natürlich, hey, coole Idee, lass mal. Zusammensetzen. Das ist unangenehm, appetit unappetitlich, sagt man, ne? Ja.

24:48 Jannis Schakarian

Ja. Ja, das kann man glaube ich so stehen lassen. Es ist maximal unappetitlich.

24:53 Gavin Karlmeier

Ja, das Interview mit Mark Zuckerberg, aus dem wir diesen Oton gehört haben, ist übrigens The Circuit ist ein Format, das Bloomberg mitproduziert oder bei Bloomberg ausgestrahlt wird mit Emily Chang, die das Interview auch geführt hat. Und die ganze Folge wird am Dienstag ausgestrahlt, das heißt wir werden erst am Freitag drauf schauen können. Ich bin mir nicht sicher, ob da so viel Ob da so viel mehr entsteht als dieser Ausschnitt, weil ich halte das schon, glaube ich, wahrscheinlich für die interessanteste Äußerung. Interessant ist aber auch, dass Mark Zuckerberg darüber spricht, wie Meta sich selber in diesem Wahlkampf eigentlich verhält. Und er sagt, das Wichtigste, was ich von den Leuten höre, ist, dass sie weniger politische Inhalte auf unseren Diensten sehen wollen, weil sie zu unseren Diensten kommen, um sich mit anderen zu verbinden. Meta empfehle seinen Nutzerinnen und Nutzern bereits weniger politische Inhalte und sagt dazu Ich denke, dass unsere Dienste bei dieser Wahl eine geringere Rolle spielen werden als in der Vergangenheit. Also man zieht sich einfach komplett raus und nimmt die Hände hoch und sagt, also wir sind da raus, wir haben nur lustige Videos.

25:51 Jannis Schakarian

Ich glaube, darüber habe ich mich schon bei meinem letzten Auftritt hier aufgeregt, diese Einschränkung der politischen Inhalte, dass das die einzige Antwort ist, die man nach der Wann wurde Trump zum ersten Mal gewollt? 2016. Und da war ja schnell Facebook als der Schuldige sozusagen ausgemacht, wie Trump an die Macht kam. Und seitdem ist das Einzige, was einem eingefallen ist, dagegen zu sagen Oh, wir schränken einfach generell politische Inhalte ein und den demokratischen Diskurs auf unseren Plattformen, das ist schon nach wie vor ein Armutszeugnis. Aber du hast ja gerade schon gesagt, den Plattformen geht es eben nicht darum, einen demokratischen Diskursraum anzubieten, sondern einen Raum, in dem man gut Werbung zeigen kann und sich möglichst viel Geld verdienen lässt.

26:37 Gavin Karlmeier

Ja, das Spannende ist aber, dass diese Liebe, vielleicht überhöhen wir das, ne? Aber diese, zumindest diese Begeisterung Zuckerbergs von Trump. Die basiert nicht zwangsläufig auf Gegenseitigkeit, denn die beiden haben eine Vorgeschichte. Wie du schon sagst, während des Wahlkampfs wurden die Metanetzwerke als Hauptschuldig auf ein Facebook damals noch ausgemacht. Nach dem Kapitolunruhen vom 6. Januar 2021 war es aber so, dass Ja, Meta nicht als einziges Netzwerk, aber trotzdem Trump gesperrt hatte. Und diese Konten wurden zwar irgendwann wieder zurückgeholt und wir haben auch letzte Woche darüber gesprochen, dass die jetzt auch völlig bewährungsfrei sind, also theoretisch Trump wieder alles machen kann, ohne dauerhafte Sperre zu provozieren. Aber Trump hat also zusammen, wie soll man sagen, naja, gedroht gegen Zuckerberg und hat im März gesagt, Facebook ist der Feind des amerikanischen Volkes. Alles, was ich sagen kann, ist, dass wir, wenn ich zum Präsidenten gewählt werde, Wahlbetrüger in einem noch nie dagewesenen Ausmaß verfolgen werden und sie für eine lange Zeit ins Gefängnis schicken. Und hat da hinzugefügt, wir wissen wer ihr seid, don't do it, Zackerbacks, seid vorsichtig. Also eine ganz klare Drohung in Richtung Mark Zuckerberg, hier irgendwie, was auch immer, es ist eigentlich gar nicht klar, was er da eigentlich da anzählt. Aber wie gesagt, offenbar ist Trump gegenüber Zuckerberg jetzt nicht so, dass er sagt, sein American Spirit begeistert mich und er ist einer der smartest Guys as it gets.

28:04 Jannis Schakarian

Ja, wobei das bei Trump ja auch nicht von langer Dauer sein muss. Trump als Typ ist nicht sonderlich nachtragend. Bestes Beispiel ist sein neuer Vizekandidat, der ihn ja mal als Americas Hitler bezeichnet hat. Also JD Vance ist der Vizekandidat, der hat mal über Trump gesagt, er ist Amerikas Hitler. Das hat Trump ihm jetzt relativ schnell verziehen und ihn als seinen Mitkandidaten ernannt. Also der ist da nicht so nachtragend. Und wenn Zuckerberg sich jetzt noch mehr beeindruckt zeigt von Trump, dann ist er, glaube ich. Kann Donald da schnell die Vergangenheit vergessen und sagen: Mensch, vielleicht bringt mir das doch mehr mit Zuckerbak zusammen, irgendwie was zu machen oder diese Feindschaft zu begraben. Da ist Trump, glaube ich, als Typ nicht sehr nachtragend, wenn es ihm denn langfristig nutzt.

28:53 Gavin Karlmeier

Ja, das ist wahr. So, wir müssen leider wieder zurück zur X kommen, weil es gibt leider noch ein, also ich merke schon, als ich diesen Podcast in die nächste Runde geschickt habe, habe ich gesagt, ich habe das Gefühl, die US-Wahl wird uns ganz schön beschäftigen. Jetzt haben wir immer noch einige Monate bis zur US-Wahl. Wir haben gerade mal Juli, die findet am 5. November statt. Und Wir haben jetzt schon so viele Geschichten, die uns damit beschäftigen und bewegen, dass wir also haben noch ein bisschen was zu tun heute. So, denn Elon Musk hat an diesem Wochenende ein Video gepostet. Mit der Schrift, mit dem, mit dem Caption darüber, das ist das beste KI-Video, das es bisher gibt. Ich will eigentlich gar nicht zitieren, was da drin zu sehen ist, sondern ich lese vor was Raw Story. dazu schreibt, die haben das Video nämlich zusammengefasst, sie beschreiben das Video wie folgt. Das Video zeigt Trump als Neo aus Matrix, wie er Kugeln in die Luft aufhält und dann gegen einen Agenten kämpft, der von einer KI generiert wurde, die wie Joe Biden aussieht. Trump wirft beiden mit Fußtritten zu Boden und springt dann in den Körper des Präsidenten, bis dieser explodiert. Trump Neo bleibt stehen und beugt sich rüber. Also Kurz gesagt, er hat ein Video hochgeladen, KI-generiertes Video, oder nicht hochgeladen, sondern geteilt, in dem Donald Trump Joe Biden tötet und hat dazu gesagt, das ist das beste KI-Video, das es bisher gibt. Was angesichts der Tatsache, dass er eine Woche vorher noch öffentlich den Bundeskanzler gefragt hat, wie es sein kann, dass ein deutscher Satiriker das Attentat auf Donald Trump in Relation stellt, noch absurder wird, weil du, also wie groß soll man Doppelmoral denn eigentlich noch auf dieses Netzwerk bappen? Was also ja. Ich habe gleich noch ein paar Gedanken dazu, aber erstmal du.

30:40 Jannis Schakarian

Äußere sie gerne, weil ich habe dazu wenige. Ich bin da relativ fassungslos und weiß gar nicht, was man dazu noch. sagen soll, außer dass es sogar, also dass ich es fast schon feige finde, dann drunter zu schreiben, das ist das beste KI-Video, das es bisher gab, weil man sich dann noch so rausreden kann wie, nein, ich meinte es nur technisch oder so, anstatt irgendwie zu sagen, man findet es auch Inhaltlich toll, wenn der eine Präsidentschaftskandidat den anderen umbringt, zerflettert. Ich weiß nicht, wie man es am besten beschreibt. Ja und ja Doppelmoral schreibt man hier mit Capslog.

31:18 Gavin Karlmeier

Ja, das ist so. Also es macht dann wirklich sprachlos, finde ich, weil du halt eben angesichts dieses Attentats eine Woche vorher ja auch eine total aufgeladene politische Stimmung. ähm, stößt damit. Der Vorsitzende der NAACP, das ist die National Association for the Advancement of Colored People, Derrick Johnson hat geschrieben, nur eine Woche nach einem politischen Attentat, posted Musk ein KI-Video von Biden, der auf Donald Trump schießt. Das ist krank, das ist genau die Art von Inhalten, die Plattformen wie die von Elon moderieren sollten. Sie fördern nur Gewalt und Spaltung, Elon Take It Down, was genau so der Blickwinkel ist. Und der, es gibt einen Journalisten, David Levit heißt der, der hat den Secret Service Secret Service auf Twitter markiert Und hat gefragt, ob man da nicht was tun müsste. Was auch genau die richtige Reaktion ist, denn die sind ja inzwischen, wie wir wissen, bevollmächtigt, auch solche Inhalte zu flecken und damit die Plattformen zu zwingen, diese Inhalte runterzunehmen. Wenn es jetzt die Geschichte gäbe, dass. die amerikanische Regierung in Form des Secret Service diesen Inhalt down nehmen müssten oder würden, den Elon Musk selber gepostet hat. Dann hast du die nächste politische Situation, weil Elon Musk wird das nutzen, um das kommunikativ auszuschlachten. Also, es ist abstrus. Und um übrigens auf den technischen Punkt noch einen Gedanken zu äußern, es ist auch wirklich kein gut gemachtes KI-Video. Also, die Gesichter ändern sich im Sekundentakt. Es sieht nicht gut aus. Ich glaube, dass, was Elon Musk technisch daran tatsächlich gut findet, ist die Tatsache, dass es nicht von OpenAI generiert wurde. Aber mehr auch nicht. Es ist. Es ist ein totaler, es ist eine Shitshow, man kann das nicht anders sagen. Ja. Ich habe noch einen, ich kann noch einen draufsetzen. Stichwort Shitshow. Und Stichwort politisch aufgeladene Situation in den USA.

33:13 Jannis Schakarian

Das ist die Überleitung, genau. Wir haben irgendwie. Waffengewalt und so, und eigentlich haben sowohl Biden als auch Trump ja nach dem Attentat gesagt: Okay, wir let's lower the temperature und wir müssen irgendwie schauen, so eine Gewalt hat eigentlich keinen Platz.

33:35 Gavin Karlmeier

So ist es. Elon Musk sieht das anders. Ich möchte aber mit dir, Janis, und das ist so schön, dass du. dass du ausgerechnet heute hier bist, weil wir beide uns verbindet etwas, und zwar die Liebe für Internethistorie. Wir haben in unseren Also in unseren Dutzenden Stunden, die wir schon in irgendwelche Mikrofone zusammengesprochen haben, haben wir über ICQ-Nummern gesprochen und über die Studie VZ3D-Welt und über was weiß ich. Das meiste davon ist noch online, auch Dinge, die man lieber nicht finden sollte. Aber es gibt eine Geschichte aus dem Jahr 2016. 2016 wurde so eine ganz, also Es gab eine Website, die damals geschrieben haben, Steamit, have we reached peak political correctness. Also vor vielen Jahren, weil Apple 2016 begonnen hat, das Emoji der Pistole, es gab früher ein Pistolen-Emoji, zu ersetzen durch eine Wasserpistole oder durch so eine comikhafte grüne Space Waterpistol, was auch immer. Und es gab viele Leute, die das stark kritisiert haben, weil gesagt wurde: Okay, wenn Apple aus dem gleichen Emoji, das andere Leute posten, weil das ist ja im Backend sozusagen dasselbe Signal, dieses Emoji. Sieht so aus. Und die Systeme machen daraus die Darstellung. Wenn Apple aus dem Pistolen Emoji ein Wasserpistolen Emoji macht, kannst du derselben Aussage zwei Bedeutungen beimessen. Also ich schreibe dir. Ähm, hey, treffen wir uns auf. Gehen wir heute um 16 Uhr zum Spielplatz und schicke dir zwei Wasserpistolen Emojis. Du kriegst aber diesen Satz mit zwei Pistolen-Emojis. Könnte es theoretisch sein, dass du das als Aufforderung verstehst, dass wir uns eine Schießerei liefern oder einen Amoklauf begehen wollen, während ich eigentlich nur dachte, lass mal ein bisschen Super Soker Spaß haben. So, und das war so der Hauptvorwurf damals. Vor allem weil die anderen Tech Unternehmen einig.

35:21 Jannis Schakarian

Aber das ist nur kurz das ist ein Vorwurf, der nur in den USA funktioniert. In Deutschland würde ich denken, okay, woher hat er, wo soll ich jetzt an Waffen so schnell kommen für einen Amoklauf auf dem Spielplatz? Da hat man eher einen Super-Soccer zu Hause. Und man muss auch, ähm, kommen wir glaube ich auch gleich noch dazu, es war früher eher so eine Art Revolver-Emoji, ne? Also so ein wilder Westen-Revolver. Das heißt, ich hätte wahrscheinlich eher verstanden, entweder lass uns Cowboy spielen. Oder lass uns eine Wasserschlacht machen, was natürlich auch schon ein großes Missverständnis ist, weil bei meinen hätten ich mir eine Badehose angezogen, beim anderen Cowboy-Hut.

36:01 Gavin Karlmeier

Vielleicht beides. Das würde mir gefallen. Nein, aber tatsächlich war das so, dass die anderen Tech-Unternehmen und die Anbieter, die eben so Emoji-Tastaturen anbieten, herstellen ist auch gut. Ich kaufe mir eine Emoji-Tastatur. Also Google, Microsoft, Facebook, dass sie ein paar Jahre gebraucht haben. Also 2018 zum Beispiel hatte Twitter erst nachgezogen, sodass bei Twitter erst 2018 aus dem Pistolen Emoji ein Wasserpistolen-Emoji geworden ist. Dann hat man aber eigentlich wieder Parität hergestellt, weil für alle Leute bedeutete dies Emoji eine Wasserpistole. Soweit, so klar. Das wurde damals total viel diskutiert, inzwischen haben wir uns aber daran gewöhnt. Jetzt ist es so, dass X angekündigt hat und vor allem Elon Musk es angekündigt hat. Dass aus den Wasserpistolen-Emoji auf X wieder eine Pistole wird. Und zwar eine Colt M1911. Das ist die Pistole, die früher von den US-Streitkräften und Polizisten genutzt wurde, bis sie 85 von einer Beretta abgelöst wurde. So viel für die Waffennarren da draußen. Und das ist natürlich ein also der denkbar schlechteste Zeitpunkt, aber auch eine komplett idiotische Entscheidung, weil es jetzt wieder passiert, dass du mit derselben Aussage zwei völlig unterschiedliche Bedeutungen auslösen kannst, einfach nur weil die eine Plattform etwas anderes darstellt als die andere

37:18 Jannis Schakarian

Ja, und jetzt fast noch weitreichender. Also vielleicht einmal, okay, wie funktionieren Emoji? Tatsächlich sind die nur so ein bisschen beschrieben, was sie zeigen sollen, und dann rendert jede Plattform sie unterschiedlich. gab es schon ein paar Mal so Fälle von Emoji-Diplomacy, äh, Emoji-Diplomatie, wo man nicht wusste, was bedeutet der Emoji, weil er auf Android anders aussieht als Als bei iOS, keine Ahnung, das Grinning Face sieht da böse aus und da war es eigentlich so ein leichtes Lächeln. Das heißt aber, jede Plattform kann das anders rendern. Das ist aber in den meisten Fällen nicht so gravierend wie hier, und vor allem macht Twitter das jetzt ja auch rückwirkend. Das heißt, in allen Alten Tweets auch, ist dieses Emoji jetzt durch das neue Rendering mit dieser neuen Waffe ausgetauscht und verändert dadurch, finde ich, auch bestehende Aussagen. Also wenn ich irgendwie einen lustigen Clown mit mit dieser Wasserpistole daneben gepostet habe, war es irgendwie eher lustig gemeint. Das Ganze wirkt jetzt tatsächlich ganz anders mit diesem neuen Aktuellen Waffen-Emoji. Deswegen habe ich gerade nochmal beschrieben, auch früher war das ein Revolver. So, ja, es war irgendwie eine. eine real gun, aber es war irgendwie ein Revolver, es hatte sowas von Willem Westen und jetzt sieht es wirklich aus wie ja, so eine Beretter, darunter kann man sich vielleicht am ehesten was vorstellen. Also wie eine aktuelle Pistole, eine wirkliche Waffe, keine Spielzeugwaffe. Auch davor sah es ein bisschen aus wie so ein Spielzeugrevolver. Jetzt sieht es eindeutig aus. wie eine echte Waffe bei Twitter und das macht das macht umgekehrt ganz andere Aussagen möglich die vorher auch nicht ermöglicht waren. Also würdest du mir jetzt auf Twitter schreiben, lass es auf dem Spielplatz treffen, mit diesen zwei Waffen-Emojis würde ich wirklich denken, okay, es geht um Armoklauf. So kann man es vielleicht zusammenfassen.

39:17 Gavin Karlmeier

Absolut. Und das ist ein Also ich kann, ich verstehe nicht, wo das herkommt. Also, woher die Entscheidung rührt jetzt gerade aus Gerechnet, das zu tun. Weil die Emojis, und da hat Katrin auch in unserem Discord einen ganz richtigen Gedanken zu formulieren. Sie hat geschrieben, es ist ja nicht die Schuld des Buchstabens, was Menschen damit ausdrücken. Was für mich, also sie hat das länger ausgeführt, aber Was dahinter steckt, ist ja eigentlich, es spricht aus meiner Perspektive, und das ist aber eine europäische Perspektive und eine, in der Waffengewalt Gott sei Dank im öffentlichen Leben deutlich weniger auftaucht als im amerikanischen. Aber aus meiner Warte spricht nichts dagegen, auch ein Emoji für eine Waffe zu haben, weil Emojis am Ende nur eine Darstellungsform sind, eine Art Schriftsatz. Wenn ich etwas aussagen möchte, was mir nicht gefällt, dann ist es trotzdem legitim, dafür ein Emoji zu haben. Also es gibt ja auch Emojis mit. Mit Feuer zum Beispiel. Also es spricht wenig dagegen, Emojis zu nutzen, um Dinge zu formulieren. Weil die Idee eines Emojis ist ja, mit weniger Zeichen auszukommen und im Zweifel auch international etwas formulieren zu können. Die Entscheidung zu treffen, wir tauschen die Pistole gegen eine Wasserpistole aus, finde ich schon stark amerikanisch, weil die so ein bisschen sagt, was wir nicht sehen, gibt es auch nicht. And I'm gonna walk here keine Waffen darstellen. That is the Aussage, Muss man aber nicht gut finden. Aber die Entscheidung zu treffen, da jetzt wieder eine Ungleichheit herzustellen zwischen unterschiedlichen Plattformen. Das macht es ja erst komplett chaotisch, weil das dazu führt, dass jetzt eine Kommunikation über unterschiedliche Geräte oder Netzwerke hinweg mit demselben Text gar nicht mehr so richtig möglich ist. Und das ist wahnsinnig dämlich zu sagen. Wir nutzen das jetzt anders als ihr. Ich finde das nicht nachvollziehbar und eben, wie gesagt, auch zu diesem Zeitpunkt nicht nachvollziehbar, weil wir eine Situation haben, bei der es bei öffentlichen Wahlkampfveranstaltungen offenbar passiert, dass jemand sich mit einem Gewehr auf dem Dach legt und auf einen Präsidentschaftskandidaten schießt. Ob man ihn gut findet oder nicht, das ist gerade in den USA die Situation und die jetzt sozusagen auch noch zu Haha befeuern, dadurch, dass man das auch noch ein bisschen mehr in den aktiven Wortschatz rückt und damit auch ein bisschen mehr in die Realität und die Eigenwahrnehmung rückt, indem man ohne Probleme einfach so Waffen posten kann. Finde ich unverantwortlich.

41:43 Jannis Schakarian

Ja, es läuft eben genau entgegen dieses Lower the temperature oder lass uns ein bisschen die Sprache zurücknehmen, einen Gang runterdrehen, sondern ähm Genau, du hast es schon gesagt. Auch das ist eigentlich keine Dog Whistle mehr, sondern eine Wuvusela in das irgendwie konservative Lager. In die NRA oder diese ne, die Pro-Waffen-Lobby in den USA, ähm zu sagen, guck mal, Twitter ist eigentlich oder X ist eure Plattform, weil Hier könnt ihr ein richtiges Waffen-Emoji posten und müsst nicht so eine klägliche Wasserpistole da veröffentlichen. Ja, ich Ich weiß nicht, ob man unbedingt einen Gun-Emoji braucht, um sich auszudrücken. Ich finde die, die. Das meiste hat auch mit einer Wasserpistole funktioniert, was man irgendwie ausagen wollte. Und wenn man Gewalt ausagen wollte, gab es auch noch ein Messer oder ein Schwert.

42:40 Gavin Karlmeier

Stimmt. Ja, es gibt übrigens eine ganz spannende Studie, ich habe zu diesem Thema sehr tief in die Internethistorie eingestiegen. Und es gibt einen Text vom Business Insider vom 2. 08. 2016, also echt schon lange her. Es war damals, nachdem Apple das Emoji verändert hat. Und der ist interessant, interessant ist aber vor allem, dass dort eine Studie zitiert wird von Group Lens. bei der Leuten Emojis angezeigt wurden. Hier in dem Fall ein Emoji, das so die Augen zu so kleinen Dächern macht. So, und dazu so einen geraden Mund, der so aussieht, als hätte man so, nun würde man nur Zähne zeigen. Du kennst das Emoji, ich benutze das zuerst oft.

43:18 Jannis Schakarian

Genau, das war das, was ich gerade meinte: dieses Grinning-Emoji so ein bisschen.

43:22 Gavin Karlmeier

Ich benutze das sehr oft. Und es wurden Leute diese Bilder gezeigt und die wurden dann gebeten, auf einer Skala von minus 5 bis plus 5 einzuordnen, ob das eine positive oder negative Emotion ist. Und da war es so, dass die Microsoft-Darstellung des Emojis plus drei ist. Die Darstellung bei Google fast fünf, also über vier. Die Apple-Darstellung aber minus eins. Das heißt, selbes Emoji, aber wahnsinnig unterschiedliche Assoziationen damit.

43:47 Jannis Schakarian

Ja, das ist diese die Emoji-Diplomatie, die ich vorhin meinte. Mit dem gleichen Emoji kommen unterschiedliche Bedeutungen an. Da ist die passende Studie. Und das kommt irgendwie daher. Und auch hier wurde ja angesprochen, dass das Problem ein bisschen ist, dass Apple im Nachhinein sozusagen die Bedeutung ändert von Nachrichten. Und genau das sehen wir jetzt auf X auch, indem quasi im Nachhinein wieder Aus der aus der Wasserpistole eine eine moderne Waffe wird.

44:16 Gavin Karlmeier

So ist es. Eine Geschichte habe ich noch und dann habe ich noch ein paar Funktionen mitgebracht. Aber eine Geschichte, die. Passt dir nur so halb hin, aber ich finde sie interessant, vor allem weil du eben JD Vance ja auch schon erwähnt hast. Denn JD Vance nutzt Venmo. Kennst du Venmo?

44:33 Jannis Schakarian

Das ist irgendwie so eine, also haben wir hier nicht, ist so ein bisschen wie PayPal, ne?

44:37 Gavin Karlmeier

Also wie Geld senden an PayPal. Das gehört zu PayPal, aber es ist so eine Art soziales Netzwerk für Geld. Also es ist möglich, damit zum Beispiel FreundInnen zu haben, denen man dann regelmäßig Geld schickt. Man kann dann mit diesen FreundInnen, die man da hat, sich Beträge aufteilen. Also es ist so ein bisschen so eine Mischform aus PayPal und

44:57 Jannis Schakarian

Es wäre eigentlich für Deutschland eine sehr brauchbare App, weil man damit sehr gut Rechnungen teilen kann und nicht sagen muss, wir teilen getrennt, sondern hinterher das eigentlich mit Venmo aufsplitten kann. Also eigentlich brauchen wir dringend Venmo in Deutschland. Was macht JD Vance damit?

45:12 Gavin Karlmeier

JD Vance hat ein öffentliches Venmo-Konto, bei dem man gucken kann, mit wem er so vernetzt ist. Wired hat das Ganze sich angeschaut und hat gesagt, die Freundesliste von Vanmore. ist eine Sammlung von Schwergewichten des GOP-Establishments, also der Republikanischen Partei, wohlhabenden Finanziers, Führungskräften aus dem Technologiesektor, der Prestigepresse und anderen Absolventen der Yale Law School. Also dazu gehören Leute, denen er in der Vergangenheit Geld geschickt hat, wie zum Beispiel Jeff Flake, das ist der Senator aus Arizona, der bekannt dafür ist, dass er gegen Trump wettert. Darunter gehören aber dazu gehören aber auch so Leute wie Amelia Halli Herrikies, die ist Direktorin der Heritage Foundation, die wiederum der Think Tank ist hinter Project 2025, der den Plan, sozusagen den Deep State, Deep State in den USA so auf Trump-Linie zu bringen, dass es also eigentlich eine De facto-Diktatur wäre. Dazu gehören aber auch so Leute wie Tucker Carlson, mit dem er sich offenbar schon mal eine Rechnung geteilt hat. Finde ich auch hochinteressant. Und auch ein paar andere Leute von Thinktanks und so weiter und so weiter. Also. Sehr interessant, oder?

46:24 Jannis Schakarian

Ja, ich glaube, das Überraschende ist nicht, dass das der Zirkel ist, mit dem er sich rumtreibt. Das wusste man, glaube ich, auch schon vorher, aber eben, dass es durch Venmo so eine finanzielle Komponente plötzlich bekommt. Also nicht ein, okay, wir treffen uns. Irgendwo auf dem Kaffee, ja klar hängt er irgendwie mit seinen Finanzers rum, sollte er gerade auch tun, er ist ja mitten im Wahlkampf, aber hier plötzlich eine finanzielle Komponente drin zu haben, zu sagen, ah, guck mal, da gab's Zumindest fünf Minuten, wo der eine dem anderen vielleicht Geld geschuldet hat, oder die überweisen sich da irgendwas hin und her, wofür eigentlich genau. Vermutlich macht das es relativ schnell nicht öffentlich, aber ich kann mir vorstellen, dass es für einige Journalisten noch eine Fundgrube ist. Irgendwie im Sinne des Follow the Money da so Verbindungen zu recherchieren.

47:08 Gavin Karlmeier

Und ich glaube, das ist hochinteressant, sich mal dann anzuschauen, wo es in der Vergangenheit öffentliche Schnittstellen zwischen denen gibt. Ich finde eine andere Sache daran auch wahnsinnig interessant. Weil das so eine. Also ich bin erinnert durch diese Geschichte an den Google Latitude Account von Sascha Lobo zum Beispiel. Sascha Lobo hat eine ganze Zeit lang seinen Standort öffentlich auf seiner Website geteilt.

47:30 Jannis Schakarian

Er hat ja auch so einen regelmäßigen Auftritt, oder? Der Google Lattitude Standort von Sascha Lobo. In diesem Podcast.

47:36 Gavin Karlmeier

Ja, stimmt, wir haben schon öfter darüber gesprochen. Mich erinnert das aber auch an Mark Zuckerberg, der so in den Anfangstagen von Facebook immer gesagt hat: I'm post-privacy. Also, er glaubt, Datenschutz ist etwas, das man hinter sich lassen sollte. Ich finde das mal so eine inspirierende inspirierenden Denkanstoß. Ich bin da kein Fan von, so viel kann ich verraten. Also es gibt auch zum Beispiel, auch das kann ich verraten, Orte. Die ich hier in diesem Podcast nicht genannt habe, an denen ich mich aus Gründen, äh, die ich aus Gründen hier nicht geteilt habe. Oder es gibt auch Geschichten, die ich hier in meiner als meine halböffentliche Person niemals erzählen würde, Weil ich irgendwie das Gefühl habe, es müssen ja nicht alle alles wissen. Aber so der Gedanke, der dahinter steckt, was wäre denn, wenn beispielsweise alle Venmo-Accounts von politischen Führungspersonen öffentlich wären? Oder solche Verzahnungen, Vernetzungen. Was ist denn, wenn wir sehen würden, wäre eigentlich so die letzten WhatsApp-Chats von. Donald Trump sind, weißt du, oder iMessage in den USA dann ja. Also, was wäre denn, wenn wir tatsächlich Post-Privacy wären? Würde das die Welt nur verschlechtern, weil ich sofort denke, oh mein Gott, alle wissen, wo ich bin. Oder hätte das nicht auch Konsequenzen, die vielleicht positiv wären?

48:50 Jannis Schakarian

Ähm, ich bin mir unsicher. Ich glaube, es würde Dinge vor allem einfach in andere Räume verschieben. Dann würden halt mehr Dinge in Persona stattfinden. Und man würde darauf achten, dass alle noch mit Bargeld bezahlen und sich nicht hier der Per Völlen-Modus Geld schicken. Also ich glaube, es würde die Dinge nur in. andere Räume verschieben, aber tatsächlich, weil du Sascha Lobo erwähnt hast, auch der hatte neben seinem Google Latitude Standort . Einmal ein Startup, was quasi die komplette Kreditkartenabrechnung öffentlich gemacht hat. Und auch das hat er quasi öffentlich geteilt. Und mit einem ähnlichen Gedanken, wie du gerade geäußert hast, was ist denn, wenn wir quasi von jedem alle Ausgaben sehen? Ich weiß nicht, ob es dieses Startup noch gibt oder ob am Ende daraus Venmo wurde. Aber auch das hat Sascha Lobo mal öffentlich gemacht. Und ja, ich kann mir vorstellen, Sowas würde noch für sehr viel mehr Schlagzeilen sorgen, wenn wir dann die Onlyfans-Abrechnung von allen Politikern sehen würden und sie nicht nur zufällig rauskämen, sondern da schon direkt auftauchen würden.

49:52 Gavin Karlmeier

Ja, ich hab das auch nicht, äh, also ich wollte das ja nur mal so als Inspiration mitbringen, weil natürlich fordere ich das auch nicht. Will das auch nicht haben. Aber um noch eine Sascha Lobo-Geschichte zu erzählen, und dann haben wir auch genug Sascha Lobo platziert in diesem Podcast. Sascha Lobo hatte auch mal ein Projekt, das hieß Reclaim Social Media, das er damals auf der Republika vorgestellt hat, in dem es darum ging. Alle Veröffentlichungen, die man so selber auf anderen Netzwerken tätigt, also so Facebook und Twitter und ich glaube auch Amazon-Käufe und Blogartikel und alles Mögliche. Dass die sozusagen auf einer eigen gehosteten Website einlaufen, um die dann dort sozusagen zu spiegeln, um zu sagen, alles, was ich dort veröffentliche, sind eigentlich meine Gedanken und Inhalte. Und das ist dann wahrscheinlich genau der richtige Gegenanstoß, dass man sagt, na gut, wenn wir aber alle auf anderen Orten unterwegs sind. Vielleicht müssen wir aber gleichzeitig auch Info wieder, oh, jetzt wird's kurz cheesy, wieder zu unten selber finden.

50:45 Jannis Schakarian

Ja, und das war ein bisschen der Vorläufer des Feediverse, würde ich sozusagen. Oder das, was das Feediverse jetzt heute wieder versucht oder in Teilen verspricht, zu sagen, du kannst Also eigentlich umgekehrt, du kannst jetzt wieder alles bei dir hosten und dann übers Feediverse irgendwie überall hinverteilen, im Idealfall. Das ist so ein bisschen die Idee, die dahinter steht, aber dass man ein bisschen mehr dahin kommt zu sagen. Ich kann vielleicht meine Kreditkartenabrechnung öffentlich machen, aber wenn ich das möchte, dann entscheide ich das vielleicht selber und mache es nicht über die Server von irgendeinem Startup, was dann irgendwann nicht mehr existiert oder so. Gut, warte mal kurz.

51:28 Gavin Karlmeier

Funktionen und Emotionen. Für alle, die diese Episode hier bei YouTube sehen, wo sie ja komplett als Video hochgeladen wird. Janis hat gerade, nee, für alle, die es nicht sehen, Janis hat gerade das Funktion und Emotionenjingle mitgetanzt.

51:43 Jannis Schakarian

Ja, das mache ich eigentlich jeden zweiten Morgen sozusagen.

51:49 Gavin Karlmeier

Wir fangen an mit Instagram. An Instagram hat an diesem Wochenende ein Feature weltweit gestartet, das ich wahnsinnig interessant finde. Und du hast mir auch geschrieben, dass du das auch interessant findest. Und zwar geht es darum, dass du jetzt, und das haben wir hier schon mal als Ausblick platziert, also wir haben ja mal darauf geschaut, dass es kommen soll. Jetzt ist es für alle da: Notes an Posts. Also du kannst jetzt an jedem Post, den es gibt, kannst du eine Note hängen. die deine Leute, denen du auch folgst, also wie in der Nodes-Dynamik, nur Mewtudes können das sehen, dass die sehen können, was du da dran geheftet hast, und zwar für drei Tage.

52:27 Jannis Schakarian

Das, äh, genau, ich habe das in meinem Feed gesehen und gescreenshottet und dir gleich geschickt, weil ich mache jetzt, weiß ich nicht, ich glaube seit 15 Jahren Social Media Ich war noch nie so verwirrt von einem Feature wie diesem. Also meine Emotion ist maximal verwirrt, weil ich habe das gesehen und dachte, okay, wenn ich da jetzt was schreibe, ich habe keine Ahnung. Wo das auftaucht und wer das seht, wer das sieht. Das erschließt sich überhaupt nicht in diesem Interface, sondern da schwebt dann einfach so eine Notes-Bubble mit deinem Gesicht. Und es war sogar auch noch ein Account oder ein Post, der mir vorgeschlagen wurde. Also ein Post von einem fremden Account, dem ich nicht mal folge. Und dann dachte ich, okay, ich kann jetzt hier eine Note dran packen. Wer sieht die dann? Keine Ahnung. Also, das war mir in dem Moment nicht klar. Also, und wie kommen Leute darauf? Also klebt es dann an dem Post. Müssen dann Leute auch diesen Post sehen, wird der ihnen dann mehr vorgeschlagen, vor allem wenn ich diesem Account gar nicht folge und gleichzeitig Warum soll ich da nicht einfach kommentieren? Also, es irgendwie Ich habe Antwort verlust Kannst du mir das beantworten? Oh ja, dann beantworte mal. Dann bin ich vielleicht etwas weniger verwirrt.

53:46 Gavin Karlmeier

Ich teile aber kurz ein Stück deiner Verwirrung, weil das Feature findet man quasi nicht. Das ist nicht mega prominent auf jedem Post, ist unten links jetzt so ein kleiner Kopf oder so eine Note oder so, sondern man muss auf Teilen klicken und dann gibt es unten in der Reihe, wo Add to Story und bei Threads posten und so bei steht, steht noch Add Note. Und auch denkbar schlechtester Ort dafür. Aber ich finde die Dynamik, die dem zugrunde liegt, finde ich super clever. Denn was da ja drin steckt, ist, mal angenommen, geben wir, wir beide haben so ein Wir folgen beide einer Person, über die wir gerne hämisch herziehen. Also es ist jetzt kein Fan-Following, sondern mehr so ein, guck dir mal an, was Person X schon wieder macht. Dann ist der Weg ja jetzt gerade. Ich mache einen Screenshot, schick dir das per WhatsApp oder per iMessage und sage: Wow. So, weißt du, das wäre so der Weg. Und ich glaube, das ist urmenschlich, dass alle das tun. Oder viele. Gleichzeitig ist Instagram gerade darauf bedacht, dieses Sharing zu vergrößern und zu stärken. Das heißt, Leute dazu zu bringen, stärker in In Messaging zu gehen, miteinander sich auszutauschen, also eine Kommunikation miteinander zu vollziehen, die nicht in der Öffentlichkeit stattfindet. Kommentare sozusagen. nicht öffentlich zu machen, sondern Kommentare, nur für Leute, denen ich bereits folge. So, das zusammengenommen ist, ich hefte jetzt meine Note an einen Post dran. und schreibe dazu, wow, dann siehst du das und dann lachst du, weil du denkst, Witz, ich habe da seine Note angeheftet. Was ich aber auch nicht weiß, ist, wie sich das algorithmisch auf diesem Post auswirkt. Ob jetzt meine Leute, also ob alle Leute die mir folgen, denen ich zurückfolge und die dem Account folgen, der diesen Post hochgeladen hat, diesen Post auch häufiger sehen werden, weil ich eine Note dran geheftet habe. Das weiß ich nicht. Ich würde fast davon ausgehen, weil sonst ergibt dieses Feature noch weniger Sinn, als du jetzt gerade schon skizziert hast. Ich habe dafür Sympathien für dieses Feature irgendwie, weil ich auch glaube. Dass diese 1:1-Kommunikation über Inhalte und nicht auf den oder unter den Inhalten, dass die ohnehin die ganze Zeit stattfindet und sie jetzt sozusagen in dem Netzwerk ein Zuhause zu geben, ist klug. Ich habe aber also andere Fragen, wie zum Beispiel, sehe ich als Creator eigentlich a, welche Notes darunter geheftet wurden und b wie viele? Oder kriege ich das alles gar nicht mit, sondern sehe nur, oh, ich habe mehr Reichweite bekommen, warum auch immer.

56:06 Jannis Schakarian

Ja, und also ich meine, eigentlich wäre der Weg ja in vielen Fällen auch einfach, du würdest mir das direkt in Instagram im Messenger schicken und dann würden wir darüber, wow, okay, wow, Augenroll-Emoji schreiben. Weil das ist ja die eine Frage, die ich habe. Ich kann mir ja nicht mal sicher gehen, wenn ich jetzt hier eine Note dran packe, dass du dann diesen Post auch siehst und meine Note. Also, wenn ich will, dass du es siehst. Klar, es wird all meinen Followern angezeigt, aber für mich wirkt es so, als würde Instagram hier mit Notes genau das probieren, was du gerade angesprochen hast, irgendwie so ein Social Network im Social Network zu bauen. Dabei haben sie schon diesen Messenger eigentlich. Und mein Gefühl ist, Instagram geht hier den Weg allen Facebooks und ballert sich so lange mit Funktionen zu, bis es keiner mehr kapiert und man überhaupt nicht mehr weiß, wer sieht eigentlich aus. was. Und das war ja nachher auch etwas, was Facebook ein bisschen zum Verhängnis wurde, dass alle dachten, ich poste hier nichts mehr, weil ich habe Angst. Ich weiß nicht, wer es sieht. Ich habe Angst, es ist öffentlich. Und so geht es mir jetzt zum Beispiel mit diesen Notes auch. Ich habe keine Ahnung, wo du siehst. Kann ich mich jetzt hier hämisch über einen Post lustig machen? Oder nicht, weil ich weiß überhaupt nicht, wen es nachher erreicht.

57:19 Gavin Karlmeier

Das Onboarding ist ein Problem. Bin aber trotzdem, ich bleibe dabei, ich verstehe, warum Instagram das tut.

57:26 Jannis Schakarian

Okay, ich bin gespannt auf deine Notes zu allen Posts.

57:29 Gavin Karlmeier

Wenn du die Instagram-App dir gerade mal vorstellst im Kopf, ne? Mach mal die Augen zu. So. Was ist unten der Navigationsreiter? Von links nach rechts. Welche fünf Symbole sind da?

57:40 Jannis Schakarian

Warte mal, da ist der Homefeed, dann ist da Suche, glaube ich. Dann war da irgendwann mal Instagram Shopping in der Mitte.

57:51 Gavin Karlmeier

Das ist lange her.

57:52 Jannis Schakarian

Ein sehr dunkler Tag. Und davor war da der Erstellen-Button, ich glaube, dann kamen dahin Reels, weil sie das pushen wollten. Warte mal, und dann kommt irgendwo kommen dann die DMs und Discover ist nicht meta.

58:08 Gavin Karlmeier

Boah, okay, ich helfe dir. Also, früher war das so, also eigentlich immer, bis das irgendwann geändert wurde, von links nach rechts Homescreen, suche Beitrag erstellen, Benachrichtigungen, eigenes Profil. Dann hat man irgendwann, um die Muscle Memory der Leute auszutricksen. diesen Benachrichtigungsbutton nach oben geschoben auf dem Homescreen und hat da den Reels-Button hingemacht. Und in die Mitte, wo der Beitragserstellen-Button war, hat man ein Shopping hingemacht. Turns out keine gute Idee war. Shopping ist irgendwann verschwunden, das Erstellending ist wieder da gewesen, gewesen, sag ich. Die Benachrichtungen liegen aber oben weiterhin auf dem Home-Button, äh, auf dem Homescreen und rechts daneben. Ist die kleine Schwalbe, die ins DM-Postfach führt. Jetzt ist es so, dass Instagram offenbar daran arbeitet, diese Navigation zu verändern und das DM-Postfach unten in die Mitte zu legen, um da sozusagen direkt in die DMs zu kommen.

59:04 Jannis Schakarian

Ja, spricht genau für das, was du gerade auch gesagt hast. Man versucht, diese Kommunikation über Inhalte zu stärken. Aber sorry. Unten in der Mitte ist nicht der richtige Platz für DMs. Das gehört da einfach nicht hin. Das kann von mir aus rechts daneben sein oder so, aber es gehört nicht unten in die Mitte. Das kann mir keiner erzählen. So, weil Es ist nicht die App, die ich aufmache und sage, ja, jetzt will ich eine DM schicken. Also vor allem, wenn ich sage, ich will mich über Inhalte unterhalten. Dann ist es ja der zweite Reflex. Ja, es gibt Menschen, mit denen schreibe ich vor allem über Insta-Messenger, aber es ist immer noch nicht für mich in erster Linie ein Messenger. Deswegen gehört da nicht hin, das ist meine starke Emotion. Und ich frage mich gerade tatsächlich, was ist aus Instagram Shopping geworden? Also findet man das noch irgendwo in der App? Ich glaube nicht. Weil dafür, dass es mal so wichtig war, ist es echt einfach, also ist es komplett weg. Es ist nicht irgendwie Eins nach links gerutscht oder so, oder auch nach oben.

01:00:07 Gavin Karlmeier

Ich glaube, es ist tatsächlich weg. Ich habe es lange nicht gesehen. Und noch lange nicht dran gedacht, was dafür spricht, dass es wahrscheinlich nicht so ein großer Erfolg war. Wie IGTV übrigens auch.

01:00:20 Jannis Schakarian

Heute ist der Tag, wo wir alle mal wieder an Instagram Shopping gedacht haben. Schön.

01:00:27 Gavin Karlmeier

Aber Adam Massari, der Instagram Chef, hat ja in Interviews immer wieder gesagt, junge Leute verbringen extrem viel Zeit im DM-Postfach. Und offenbar versucht man Instagram jetzt auch gleichzeitig als Messenger zu positionieren, um das sozusagen weiter zu stärken in der Wahrnehmung der App.

01:00:45 Jannis Schakarian

Das glaube ich auch. Ich glaube auch, dass es ein sehr wichtiges Feature ist, aber es gehört halt trotzdem nicht in die Mitte. Ich hätte sogar eher verstanden, wenn ein Reels da in der Mitte geht. Habe ich nicht sogar in die Mitte gerade gepackt in meinen Gedanken. Wenn Reels da in der Mitte wäre, weil, wenn man im Moment auf den erstellen-Button geht, muss man ja auch viermal klicken, dass man nicht aus Versehen Real macht.

01:01:05 Gavin Karlmeier

Das ist so schlimm. Das ist so schlimm.

01:01:08 Jannis Schakarian

Also, wenn man irgendwas anderes posten will als ein Real, ist der Erstellen-Button auch nicht der richtige Ort. Ja, aber ich verstehe, dass man, dass man die DMs pusht, aber Unten in die Mitte gehören sie einfach nicht hin. So ist es.

01:01:21 Gavin Karlmeier

Instagram möchte jetzt neben der Anzahl der Leuten, denen du vorhast, also wir haben darüber gesprochen, dass Instagram vorhat. Die Anzahl der Posts auf deinem Profil auszublenden, sodass dort nur noch steht, wie viele Follower hast du und wie vielen Menschen folgst du. Instagram testet jetzt gerade, da doch wieder eine dritte Zahl hinzusetzen und da die Zahl Mutes, also die Leute, denen du folgst, die dir auch folgen, sodass da steht, wie viele Follower hast du, wie vielen Menschen folgst du und wie viele Überschneidungen gibt es zwischen den beiden.

01:01:53 Jannis Schakarian

Ja, also spricht gegen eine Entschlackung der App, sondern irgendwie da wieder eine weitere Zahl. Und ich finde auch Mutuals relativ verwirrend, zumindest je nachdem wie es dann gewordet ist, aber Mutuals könnte ja auch bedeuten, die Personen, denen wir beide folgen. Also wenn ich jetzt auf deinem Profil stehe. Auf deinem Profil stehe ich, genau. Könnte Mutuals ja auch heißen, die Leute, denen wir beide folgen oder die uns beiden folgen oder so. Und daraus eine Überschneidung. Aber ich verstehe jetzt, dass es so die Die Überschneidungsrate zwischen den beiden Dingen ist ja ist wahrscheinlich so ein Hinweis auf: macht die Person nur follow for follow, wenn das irgendwie 100% ist, dann Aber ich weiß sonst nicht, was diese Zahl groß aussagen soll, als ähm wie groß ist die Überschneidung zwischen den den sie auch zurückfolgt. Ich folge dir dann eher, weil ich hoffe, du folgst mir zurück. Also dafür nicht die Überschneidung unserer Followerschaft fast interessanter, um zu sehen, ah okay, wir folgen irgendwie den gleichen Menschen oder dem ähnlichen Circle. Könnte. Könnte mehr aussagen.

01:03:05 Gavin Karlmeier

Aber das steht ja ja auch jetzt schon. Nein, das steht. Das stimmt, das steht eine völlig kryptische Zahl. Also wenn ich dir noch nicht folge und auf dein Profil gehe, dann wird mir angezeigt, wie viele Menschen, denen ich folge, dir folgen. Was auch total absurd ist. Also es hilft natürlich bei Prominenten zu erkennen. Also es ist natürlich in so einem Personality-Pyramiden-Gedanken. Es ist ein kluger Gedanke, weil ich erfahre dann, okay, 600 Leute, denen ich folge, folgen auch Tommy Schmidt oder der Tagesschau, dann ist das wohl interessant für den Talk of the Town, aber im Sinne einer Vernetzung unter Freundinnen und Freunden ist es nicht der richtige Weg. Also vielleicht ist es auch so. I don't know. Ich finde alle diese Werte kryptisch und helfen mir alle nicht weiter auf jeden Fall.

01:03:50 Jannis Schakarian

Ja. Emotionen nicht hilfreich.

01:03:55 Gavin Karlmeier

Emotionen, aber vielleicht doch hilfreich bei Twitter. Ausgerechnet bei X gibt es jetzt ein neues Feature mit dem Namen Request Community Note. Sie schreiben selber dazu, du denkst, ein Post könnte eine Community Note gebrauchen, dann fordere eine an. Wenn es genug Anforderungen gibt, werden Top-Contributors angefragt, eine Community-Note zu. verfassen. Das gibt es für alle bald auf X. Jetzt wird es erstmal gerade im Web ausgerollt. iOS und Android bekommt es als nächstes.

01:04:24 Jannis Schakarian

Das finde ich Emotionen sehr hilfreich. Das finde ich sinnvoll. Also, ich meine, noch klüger wäre natürlich dahinter Stände ein Team von Moderatoren oder Fact-Checkern, die dann wirklich losgehen würden und sagen: Ah, guck mal, hier ist ein Tweet, wo alle sich fragen Stimmt der eigentlich oder nicht? Es lohnt sich vielleicht da mal drauf zu gucken. So ähnlich wie Facebook hat doch, glaube ich, noch immer mit korrektiv diese Fekte Checkchecker-Vereinbarungen, dass die losgehen und so Fake News überprüfen. Und das wäre hier natürlich interessant, um vielleicht auch ein höheres Tempo hinzukriegen. Oder gerade wenn ich irgendwie was lese und mir einfach nicht sicher bin. Stimmt das so oder ist das vielleicht verkürzt, ne? Das ist ja noch viel häufiger der Fall, als jetzt komplette Lügen, Dass man denkt, okay, irgendwie stimmt hier dieser Zusammenhang? Gibt es dazu irgendeine Quelle, irgendeine Studie, die das belegt, was hier gesagt wird? Von daher finde ich das finde ich das ein gutes Feature, außer dass es halt dann auf Freiwilligen beruht, die irgendwie Warum auch immer dann losgehen und sagen, oh ja, ich fact-checke das. Vielleicht kriegt man zur Belohnung dann irgendwas von Twitter irgendwann mal.

01:05:33 Gavin Karlmeier

Von X. Vielleicht einen blauen Haken. Zum Beispiel. Ex arbeitet auch daran und da bin ich mal gespannt, was du sagst. Du kannst ja einstellen, wer auf deine Antworten, auf deine Postings antworten kann. X arbeitet jetzt auch noch daran, dass du einstellen kannst, dass Links in Replies nicht erlaubt sind. Also dass du quasi sagst, hey, ihr könnt antworten, aber nur ohne Links.

01:05:59 Jannis Schakarian

Ähm, finde ich erstmal gut, also sowieso jemandem so viele Möglichkeiten oder Einstellungsmöglichkeiten und Herrschaft sozusagen über den eigenen Kommentarbereich zu geben. Finde ich erstmal sinnvoll, weil das ja auch verhindern würde, dass jemand da dann seinen Kryptoscam bewirbt, wenn ich einen viralen Tweet geschrieben habe oder so. oder das nutzt, um sonst irgendwie Promo darunter zu machen, was wir zuletzt viel gesehen haben. Gleichzeitig verhindert es natürlich eine vielleicht faktenbasiertere Dokument äh Diskussion, wenn man sagt, du, was du erzählst, ist Quatsch, guck mal, lies mal hier, da steht es nochmal richtig aufgeschlüsselt. Das ist dann natürlich unmöglich. Aber grundsätzlich finde ich es erstmal gut. Ich frage mich, muss ich das vorher festlegen oder kann ich auch im Nachhinein sagen, Alter, jetzt habe ich hier nur Kryptoscammer unten drunter, jetzt hätte ich gerne die Links ausgeblendet. Und dann wäre es natürlich richtig schön.

01:06:51 Gavin Karlmeier

Also ich glaube, du kannst auch nachher noch ausschalten und unter dem Gesichtspunkt, den du darstellst, vor allem um Bot-Alarm ein bisschen in den Griff zu kriegen, schlau. Finde auch, dass es gut ist, um Spam einzudämmen oder am Ende auch Irgendwas Abgesprochenes, irgendwelche Desinformationen natürlich auch. Aber das gilt natürlich auch umgekehrt, dass Leute, die Desinformationen posten, damit unterbinden, dass Leute Belege für die Wahrheit. veröffentlichen können. Und das finde ich ein bisschen gefährlich und passt aber total in die Ex-Strategie, zu sagen, lasst die Leute posten, was sie wollen, Hauptsache es stimmt nicht.

01:07:29 Jannis Schakarian

Nice Logan.

01:07:32 Gavin Karlmeier

So, und dann habe ich eine letzte Meldung, die habe ich mir für dich aufgespart, weil ich dachte, wir sind die Internethistoriker, wir dürfen auch mal drüber sprechen. Der Google URL-Shortener, Goo. gil, also go. gl, wird eingestellt. Du kannst existierende Postings noch nutzen, aber also Links benutzen. Die werden aber, du kannst keinen neuen mehr erstellen und alle, die du benutzt, bekommen eine Benachrichtigung, dass dieser Link am 25. August 2025 nicht mehr funktionieren wird.

01:08:02 Jannis Schakarian

Ja, das ist, glaube ich, das eigentliche Problem, weil ich erinnere mich noch, als es mit diesen Links-Shorten dann losging, war genau das der Hinweis, vor dem alle gewarnt haben: Achtung, Achtung, ihr gebt hier Den Link aus der Hand und es könnte halt irgendwann nicht mehr funktionieren, wenn ihr solche Dienste benutzt, das nun ausgerechnet Google das irgendwie einstellt, wo man denkt, die haben irgendwie das nötige Kleingeld und sie könnten sich vielleicht auch was einfallen lassen, dass diese Links weiter funktionieren. Technisch, das ist schon besonders seltsam, ne? Also ich hatte eher erwartet, dass jemand wie Bidly, da habe ich immer zwischendurch mal Angst, dass sie irgendwann pleite gehen. Dass so jemand mal den Geist aufgibt, dass jetzt Google das einstellt, finde ich irgendwie besonders Überraschend und auch schade, was man wieder zeigt, wie wenig Google eigentlich das eigentliche Internet am Herzen liegt. Und Google hat ja schon in der Vergangenheit relativ radikal Dienste dann irgendwann eingestellt. Google Reader, Google Plus, Google weiß nicht was, alles, Google Waves, Google Podcasts, Hedgeon Invite.

01:09:14 Gavin Karlmeier

Google Domains auch eingestellt. Es gibt eine gute Seite, kiltbygoogle. com. Da sind 295 Dienste, die Google schon beerdigt hat. Und das ist wirklich, also ich kann alle Leuten, die irgendwie produktiv mit Google arbeiten, nur raten, überlegt euch jetzt schon mal, was ihr macht, wenn euer Dienst. nicht mehr funktioniert oder nicht so funktioniert, wie ihr das kennt. . Also ich denke immer daran, ich benutze nicht viele Google-Dienste, aber ein sehr, sehr, sehr essentiell und Und das ist Google Mail. Und es könnte jederzeit passieren, dass irgendetwas sich bei Google Mail verändert, wie damals 2019 als Inbox eingestellt wurde. Ein Feature von Google Mail, dass du deine Mails wie To-Dos eigentlich behandeln kannst. wahnsinnig gerne benutzt habe. Viele dieser Features wurden dann infolge der laufenden Jahre irgendwann in Google Mail integriert. Aber für die ersten Tage war es so, dass mein Workflow im Arsch war, weil ich mich auf Google verlassen habe. Und Google ist eben, wie du schon sagst, eben sehr bekannt dafür, keine Rücksicht auf Workflows der Nutzerinnen und Nutzer zu nehmen. Und deswegen weg von Google, kann man fast sagen, wenn man damit wirklich professionell zu tun hat, jedenfalls.

01:10:20 Jannis Schakarian

Ja, vor allem, also das zeigt ja selbst Dinge, die aktiv genutzt werden. Ja, Linkshortener sind nicht mehr so wichtig, seit Twitter das irgendwie selber macht oder auch das Zeichenlimit erhöht wurde, aber es gab ja inzwischen auch viele andere. Use Cases für solche Link Shortener, keine Ahnung, ich wollte sehen, wie oft wurde da draufgeklickt oder so, oder ich habe mir verschiedene erstellt, um zu gucken, woher Kam der Traffic. Also selbst Dinge, die bei Google aktiv genutzt werden, können jederzeit eingestellt werden. Ja, und richtige Emotionen ist wahrscheinlich absolute Trauer. Ich weiß nicht.

01:10:55 Gavin Karlmeier

Absolut Trauer. Das ist die schlimmste Nachricht der Woche. Also, man muss fairerweise dazu sagen, vielleicht übersehe ich was, aber die Notwendigkeit für Linkschortener ist eigentlich nicht mehr gegeben. Also in unserer, so wie wir heute im Internet uns alle bewegen, gibt es eigentlich keinen Grund, Links zu verkürzen, außer wenn du genauer tracken möchtest oder wenn du irgendwelche Dinge an die Links dranhängen möchtest, die Leute nicht sehen sollen. Also der Hauptgrund, eigentlich für einen Links-Schortener, ihn zu benutzen, ist früher gewesen, dass du Zeichen sparen wolltest oder die Links schöner gestalten wolltest. Dafür gibt es keine Notwendigkeit mehr, würde ich einschätzen.

01:11:33 Jannis Schakarian

Ja, naja, es gibt schon noch, also dieses, ich will, also Tracking hin oder her, genau, ich will sehen, wie viele Leute haben draufgeklickt und habe eine URL und denke, okay, ich will schnell noch eine neue URL erstellen, die da hinführt, oder ich will vielleicht eine entsprechende URL haben und kriegt das nicht hin, weil da wo ich hinlinke, das liegt gar nicht in meiner in meiner In meinem Verantwortungsbereich, ne, keine Ahnung, ich könnte jetzt für Janis ist cool. info ist, glaube ich, meine Hagen dran. Ja, die ist immer noch für alle Hakis da. Noch irgendeinen Shortlink erstellen, wenn ich denke, okay, ich will jetzt wissen, wie viele Leute haben wegen dieser Episode dann da drauf geklickt oder so. So Use Cases gibt es noch und wir sehen natürlich eine ganz neue Generation der Linkshortener im Sinne von diesen Linktrees, die wir bei Instagram sehen, wo ich mehrere Links eigentlich hinter einen Link lege. Sind nicht wirklich Linksschorner, aber diese Linkssammelseiten, die sind eigentlich die neuen Linksschorten, ja.

01:12:37 Gavin Karlmeier

Linkssammelseiten sind die neuen Linksschortner. Sie machen schon so eine Zitatkachel. Überall im Internet.

01:12:44 Jannis Schakarian

Wahnsinnig kontroverses Statement.

01:12:47 Gavin Karlmeier

Janis, du hast ganz am Anfang gesagt, du hast noch für die Hakis einen Spiegelpodcast als Empfehlung mitgebracht.

01:12:54 Jannis Schakarian

Ja, Hakendran war ja früher ein täglicher Begleiter und ist jetzt schon einer ganzen Weile nur noch dreimal die Woche für euch da. Ähm, und alle, den dienstags und donnerstags jetzt immer noch irgendwie was fehlt in ihrem Tagesablauf, denen kann ich jetzt Spiegel Shortcut empfehlen. Das Format, was ich jetzt fast ein Jahr beim Spiegel entwickelt habe, ein tägliches Format, 15 bis 20 Minuten, wo wir einmal über ein aktuelles Thema sprechen und das mit den Expertinnen und Experten vom Spiegel. Einordnen, sodass man hinterher ein bisschen mehr kapiert, was hinter der Schlagzeile steckt. Also ja, hakend dran für den Rest der Woche quasi.

01:13:35 Gavin Karlmeier

So, aber nicht ganz so viel Elon Musk wahrscheinlich.

01:13:39 Jannis Schakarian

Selten. Aber im Moment auch relativ Donald Trump, zumindest letzte Woche, aber dazwischen auch ganz andere Sachen wie warum sind Mieten so hoch und

01:13:50 Gavin Karlmeier

Und warum.

01:13:51 Jannis Schakarian

Müssen wir eigentlich damit gremmieren?

01:13:52 Gavin Karlmeier

Genau, das ist die Folge, habe ich auch gehört. Warum Weichmacher in Sonnenmilch kein Argument ist, sie nicht zu benutzen. Ich übrigens. Kleiner Funfact zum Ende dieser Episode. Ich glaube, wenn man alle Haken da an Episoden gelernt hat, weiß man sehr viel über mich. Aber sobald klarer Sonnenschein und über 20 Grad ist, gehe ich nicht ohne Sonnencreme aus dem Haus.

01:14:11 Jannis Schakarian

Das ist auch genau richtig. Ab einem UV-Index von 3, das habe ich erst in der Spiele-Shortcut-Folge quasi selber gelernt. Sollen wir auf jeden Fall Sonnencreme benutzen. Und die Weichmacher spielen eigentlich keine Rolle, weil ich glaube, die Studie war, man müsste ein Kilo Sonnencreme mit diesen Weichmachern. Zu sich nehmen. Ich glaube, es ging sogar darum, dass man sie quasi essen muss, dass es irgendwie eine Auswirkung hat, um irgendwie diesen Grenzwert zu machen.

01:14:39 Gavin Karlmeier

Ich kann diesen Funfact aber noch erweitern. Weil das ist, und jetzt wird es nämlich geil, wenn du im Sommer jeden Tag Sonnenmilch benutzt und dann so in so Ende Januar, nach so sechs, sieben Wochen trister, trauriger, grauer Winter und Dunkelheit, denkst, ich halte es nicht aus, an der Sonnenmilch riechst, dann triggert dich das in den Sommer. Du hast sofort Summer Vibes. Und das ist der Lifehack.

01:15:03 Jannis Schakarian

Sonnenmilch, ja, ein hervorragender Geruch.

01:15:08 Gavin Karlmeier

Und in diesem Sinne bedanke ich mich bei dir für deine Zeit. Wir haben eine der längsten Hagenbahn-Episoden aufgenommen, überhaupt, glaube ich, aber das ist ganz schön. Ich wünsche schon. Entschuldigung. Ich würde es nicht unnötig in die Länge ziehen durch Husten. Ich wünsche euch allen eine ganz wundervolle Woche. Ich hoffe, dass die Woche ein bisschen weniger frustrieren wird als die Nachrichten, die wir heute so hatten. Vielen Dank, lieber Jannis. Ich freue mich, wenn du das nächste Mal wiederkommst. Und wir hören uns hier wieder am Mittwoch, dann mit Nora Hespers. Und darauf freue ich mich auch.

01:15:39 Jannis Schakarian

Au ja.

01:15:40 Gavin Karlmeier

Vielen Dank.

01:15:41 Jannis Schakarian

Tschüss. Bis dann. Ciao.