Die Musk’sche SLAPP-Klage gegen GARM war erfolgreich. Nicht, dass ein Richter sich mit dem Fall beschäftigt hätte – nein, GARM muss die Segel streichen. In welcher Welt ist das eigentlich gerecht? Und: Reddit wirbelt.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Markus. Hallo Gavin. Ich stell dich kurz vor, man kennt dich, weil du kuratorischer Leiter der Republika bist, weil du da auch auf Bühnen stehst und auch Dinge tust, du warst Mitbegründer von Netzpolitik und lange Chefredakteur von Netzpolitik. Und. Wie ich dich jetzt gerade vorstellen soll, das bin ich mir noch ein bisschen unsicher. Was soll ich sagen?
00:26 Markus Beckedahl
Naja, ich mache einen Großteil meines Berufslebens im Moment, kuratorische Leitung der Republika. Berat darüber hinaus aber noch andere Organisationen, wie zum Beispiel das Bonn-Institut für Konstruktiven Journalismus, bei der Entwicklung des B Future Festivals in Bonn Anfang Oktober. Festival rund um konstruktiven Journalismus und Dialog. Und ja, ich habe ein Newsletter auf digitalpolitik. de und Ja, engagiere mich seit über 25 Jahren für digitale Grundrechte und beobachte die ganzen Entwicklungen. Im Netz, aber im Moment frei und nicht mehr Teil der Redaktion von netzpolitik. org.
01:05 Gavin Karlmeier
Auch mal ganz schön wahrscheinlich, sich nach so langer Zeit irgendwie mal ein bisschen freizuschwimmen, ne?
01:09 Markus Beckedahl
Ja. Total befreiend und ich habe das 18 Jahre lang gemacht und ich habe noch 18, 20 Jahre bis zur Rente und dachte irgendwann, ich will einfach nochmal neue Dinger leben.
01:21 Gavin Karlmeier
Und das tust du gerade, das finde ich gut. Wenn man dich googelt, ist der erste Treffer, dass du Aktivist bist. Würdest du das für dich selber auch übernehmen, diese Formulierung?
01:29 Markus Beckedahl
Ja, der Begriff Aktivist ist in Deutschland halt immer, ja, äh. umstritten sozusagen. Früher hätte ich klar meine Arbeit als Journalist, äh, als Aktivist bezeichnet. Später war ich Journalist. Heute würde ich eher sagen, na, ich engagiere mich für digitale Grundrechte. Im Englischen machen Es gibt bessere Begriffe. Ich mache Advocacy im weitesten Sinne. Ich arbeite aber auch journalistisch. Also ich bin so eine Twitter-Person, die verschiedene Methoden, Werkzeuge Einsetzt, um Öffentlichkeit zu schaffen über die Fragen der digitalen Gesellschaft.
02:06 Gavin Karlmeier
Ich finde das super spannend, weil genau diese Schweißnaht, die eigentlich keine ist, zwischen Aktivismus und Journalismus Die glaube ich, ist gar nicht so leicht zu ziehen. Ich glaube, die macht mehr Probleme, als dass sie hilft, weil das auch oft missverstanden wird, weil Journalismus. natürlich immer einen Auftrag hat, die Welt irgendwie zu verbessern und Aktivismus ist das am Ende auch. Also das Ziel von Journalismus ist ja, Wissen in die Welt zu bringen, Demokratie zu ermöglichen, Meinungsbildung zu schaffen. Also Dinge an die Hand zu reichen, um Leute die Möglichkeit zu geben, sich eine Meinung zu bilden und am Ende auch wählen zu können zum Beispiel. Aktivismus auf der anderen Seite. Er arbeitet zwar oft mit anderen Mitteln, will aber wahrscheinlich im Kern ähnliche Dinge. Und das macht es, glaube ich, ganz schwierig, sowohl für die Leute auf journalistischer Seite als auch für die Leute auf aktivistischer Seite, sich selber dagegen abzugrenzen. Ich will da jetzt gar nicht so medienpessimistisch starten, aber. . Mich beschäftigt das schon tatsächlich öfter in meiner Arbeit als, ich sage, Journalist.
03:04 Markus Beckedahl
Ja, also ich würde das jetzt nicht alles unterschreiben, was du gesagt hast, weil es gibt auch demokratiefeindliche Aktivisten. oder Journalistinnen sozusagen. Aber ich selbst setze mich dafür ein, dass unsere Demokratie stärker wird, noch länger am Leben bleibt, sozusagen. Und ja, wechsel da, je nachdem, die Position sozusagen sozusagen, wenn ich als Journalist arbeite, wende ich journalistische Methoden an. Und dann kann auch im Einzelfall meine journalistische Arbeit von Gerichten überprüft werden. Ich mache aber auch mittlerweile Lobbying hinter verschossenen Türen und setze mich dafür. Demokratie und Rechtsstaat und Grundrechte ein sozusagen oder mach Öffentlichkeitsarbeit dann als, sagen wir mal, Public Intellectual oder so.
03:48 Gavin Karlmeier
Wenn wir jetzt mal das Wort, ich stecke mal direkt ein, weil wenn wir das Wort Rechtsstaatlichkeit mal als Grundlage nehmen dann bedeutet das bei uns ja im Grunde eine Gerechtigkeit zu schaffen durch Gesetze, die es gibt, die unser System quasi vorgibt. Jetzt gibt es aber, wenn wir in die USA schauen, eine Geschichte, über die wir hier länger die wir eigentlich seit Monaten begleiten, nämlich einen Zusammenschluss von Werbetreibenden, die für sich selber im Einzelnen, im Individuellen entschlossen haben, nicht mehr auf Ex zu werben, die Elon Musk verklagt hat. Und diese Klage hat jetzt nun dazu geführt, dass GARM, dieser Zusammenschluss, Global Alliance for Responsible Media, dass die sich jetzt auflösen werden. Das heißt, dass die sagen, wir haben nicht die finanziellen Mittel als NGO oder als Zusammenschluss. NGO ist glaube ich ein falscher Begriff, aber. . als Zusammenschluss eben, gegen diese rechtlichen Mittel hier vorgehen zu können, also müssen wir uns geschlagen geben. Man nennt das in den USA Slap-Klage, eine Klage, die eben. Vor allem der Einschüchterung dient oder dem, naja, das, was Elon Musk eigentlich ja überall macht, nämlich des Trollings, die Leute irgendwie beschäftigt zu halten, um irgendwie in seinem Sinne sich . Verhalten zu müssen. Und das, also am Ende ist doch für jemanden, der sich für Demokratie einsetzt, das doch doch wahnsinnig schlechte Laune, wenn du siehst, dass in den USA solche Methoden am Ende möglich sind, oder?
05:05 Markus Beckedahl
Naja, nicht nur in den USA, in Deutschland auch. Also wir haben jetzt zum Glück, sagen wir mal, keinen Elon Musk hier in Deutschland, sozusagen, der über Gerichte andere einschüchtert, aber wir haben vor allen Dingen am rechten Rand Sehr viele Akteure, ich tende jetzt mal nicht, weil es in der Regel Männer sind, so ne, die natürlich auch mit Anwälten, mit Slapklagen gegen Misslie, aus ihrer Sicht missliebige Kritik vorgehen und quasi Die Meinungsfreiheit von anderen beschränken. Und das sind das ja immer sozusagen von den Personen, die sich die Meinungsfreiheit, die Redefreiheit auf ihre Fahnen geschrieben haben, aber in der Regel eigentlich nur ihre eigene Rede und Meinungsfreiheit meinen.
05:49 Gavin Karlmeier
Ja, ich finde das wahnsinnig, also da sind wir doch wieder beim Journalismusbegriff, ehrlicherweise, weil das natürlich einen auch selber lärmt, wenn du das Gefühl hast, okay, wenn jetzt Nehmen wir auch ganz aktuelle Berichterstattungen, dass zum Beispiel einstweilige Verfügungen ausgesprochen werden gegen Publikationen wie den Podcast über Telindemann, um die Veröffentlichungen einfach irgendwie zu verzögern oder aufzuhalten. Das sind natürlich am Ende wahrscheinlich gar nicht. gar nicht so weit davon wegliegende Methoden, nämlich einfach nur irgendwelche rechtlichen Schritte einzuleiten, die einfach verhindern, dass das Thema, das man gerne nicht in der Öffentlichkeit hätte, eben in der Öffentlichkeit liegt.
06:25 Markus Beckedahl
Ja, ne, wobei, man muss das halt immer im Einzelfall sehen. Wir sind im Rechtsstaat, auch Täter haben Recht auf Verteidigung und so weiter. Man muss halt aufpassen, ob die Rahmenbedingungen die richtigen sind und Slapklagen sind. beispielsweise ein Riesenproblem, weil es schüchtert vor allen Dingen die Menschen, die auch Institutionen ein, die nicht ausreichend Ressourcen haben. Und das bei uns sind das ja dann in der Regel kleine Medien oder einzelne Twitterinnen, Bloggerinnen, Instagrammerinnen oder sonst wie, die ja quasi Kritik äußern, ihre Meinung äußern. was sehr häufig sozusagen von den Gesetzen eigentlich auch klar geregelt ist, aber wo ein Gericht erstmal darüber entscheiden müsste. Und da kommt ja der Knackpunkt, sozusagen. Man müsste sich alten Anwalt leisten können, um sich vor Gericht zu verteidigen, und da kommt die Einschüchterung. Und das ist ein Riesenproblem, sozusagen. Mhm.
07:28 Gavin Karlmeier
Also gerade wenn wir jetzt über diesen Gabenfall nochmal sprechen in den USA, der eben jetzt gerade eigentlich das Thema ist, weil wir eben gesehen haben, denen wurde ein Boykott vorgeworfen, der allein übrigens auch schon noch nicht mal rechtswidrig gewesen wäre. Diese Klage, wie. . die The Verge geschrieben hat, fußte auf sehr dünner, sehr dünner Grundlage. Es gab eigentlich keine Perspektive darauf, dass sie damit Erfolg haben könnten. Aber allein die Tatsache, dass sie sich damit jetzt vor Gericht verteidigen müssten, wäre eben, war eben das finanzielle Todesurteil für diese Individuen dessen Ziel eigentlich war so Dinge wie Brand Safety, also dass deine Werbung jetzt nicht zwangsläufig neben Hakenkreuzen oder neben CSAM, also dem Material, das sexuelle Gewalt an Kindern zeigt. platziert wird und stattfindet. Also eigentlich ein völlig nachvollziehbares und richtiges Ziel, sicherlich auch ein wirtschaftliches, äh von wirtschaftlichen Ambitionen irgendwie geleitet, weil man will natürlich sein Unternehmen jetzt auch nicht in solchen Kontexten zeigen. Aber die Wirkung bleibt ja dieselbe, diese Initiative muss schließen und der Gründer dieser Initiative oder der Chef, der Vorsitzende, also der CEO der WFA, das ist der Zusammenschluss der Werbetreibenden in den USA, der hat gesagt, diese Entscheidung wurde nicht leichtfertig getroffen. Wir hatten eigentlich die Absicht, diese Klage anzufechten. Ursprünglich, sagt aber jetzt, wir können das nicht das nicht leisten, wir haben keine finanziellen Mittel dazu.
08:54 Markus Beckedahl
Ja, also kann man sich schon vorstellen, das war eine kleine Initiative, sozusagen, wo ein paar Unternehmen sich wahrscheinlich zusammengeschlossen haben, ohne jetzt die ganzen Details zu kennen, um mal vielleicht auch zwei, drei Personen zu finanzieren, die das Ganze koordinieren. So klassische irgendwie Unternehmensnetzwerk für ein besonderes Ziel, in diesem Fall noch Brand Safety und Werbung und so weiter. Das läuft dann wahrscheinlich unter CSR, also Corporate Social Responsibility, also nochmal irgendwo angehangen, so zwischen irgendwie aus dem Marketingbudget, so mit ein bisschen so Haltung zeigen. Also nicht gerade die großen Budgets, sondern auf einmal bist du dann konfrontiert mit, naja, eigentlich müssen wir uns jetzt hier irgendwie irgendwie mit sehr teuren Anwälten gegen andere sehr teure Anwälte, möglicherweise über mehrere Instanzen irgendwie verteidigen. Und das könnte dann irgendwie eigentlich mehr kosten als die zwei, drei Lobbyisten, die wir bisher irgendwie dafür eingestellt haben. Und dann ist auf einmal, ja, kommt dann die Kosten-Nutzen-Rechnung, ob sich das lohnt, dann ist das Ganze weg. Kann natürlich sein, dass man halt parallel diese Strukturen, die man hat, irgendwie dann anders aufzieht und eigentlich nur jetzt quasi diese Institution. Mal zurückfährt. Also das dürfte eigentlich sozusagen der klassische Weg sein, aber generell, es hat uns ja alle so sehr belustigt, als diese Meldung rauskam. Plattformer-Newsletter haben nochmal sozusagen die Meta-Ebene aufgemacht, dass es sich hierbei auch um geschicktes Manöver von Mask handeln könnte, um generell quasi Rechtsprechung. rund um Content Moderation in der öffentlichen Wahrnehmung, also zukünftige Rechtsprechungen, zu beeinflussen. Und da kann es auch sein, dass wir alle quasi Opfer dieser Litigation PR geworden sind, die das ganze Zeit. Ganz ja, ist, sozusagen, indem wir uns das alle thematisiert haben, indem wir es viel größer gemacht haben, haben wir geholfen, dass in der öffentlichen Wahrnehmung auch nochmal die Position von Elon Musk sozusagen vertreten wird und bei der Rechtsprechung, bei Gerichtsunterschreibung, Parteien muss man ja auch immer berücksichtigen, sozusagen, dass die öffentliche Wahrnehmung auch immer eine Rolle spielt, sozusagen. Auch das Verfassungsgericht verändert manchmal seine Entscheidungen, sozusagen, das ist ja nicht alles in Stein gemeißelt. Über Wenn Gesellschaft sich weiterentwickelt oder andere Positionen mehr wahrgenommen wird, ne? Und heutzutage gibt es sehr häufig überall Rund um Gerichtsentscheidungen, und da kommen wir auch wieder zurück zu Rammstein und so weiter. Litigation PR. Das heißt, Anwälte nutzen Spins in der Öffentlichkeit, um ihre eigene Position nochmal zu Ja, nochmal quasi zu platzieren. Und in diesem Fall, da geht halt Platforma News von aus, sozusagen, wurde das Ganze genutzt, um zukünftige Supreme Court-Entscheidungen oder andere hohen Gerichtsentscheidungen zu machen. zu beeinflussen, sozusagen. Und es ging eigentlich jetzt gar nicht um dieses eine Ding, sondern das ist ein ja in so einem großen Schachspiel irgendwie war das einfach mal ein Bauernzug, der jetzt gerade keine große Berücksichtigung findet, sozusagen, aber später entscheidend.
12:02 Gavin Karlmeier
werden könnte. Das finde ich hochinteressant, weil ich das quasi, ich hab, wir schauen natürlich ja auch immer wieder auf dieses Schachspiel und ich habe es versucht eher von der anderen Seite zu sehen, dass ich überlege habe, welche öffentliche Wirkung möchte Elon Musk eigentlich damit auslösen und habe die These aufgestellt, dass die einzige Gruppe in dessen Richtung er überhaupt kommunizieren möchte. Eigentlich die Leute sind, die sowieso schon auf seiner Seite sind. Also eigentlich seine, ich weiß nicht, ob man es jünger nennen sollte, aber im Grunde sind es jünger. Die glauben im Grunde alles, was er kommuniziert, unabhängig oder völlig ohne das weiter zu überprüfen. Das heißt, für sie ist das jetzt gerade schon der große Triumph. Es ist der Sieg von Ex, von der Redefreiheit gegen die Erzählung des Boykotts, die eigentlich am Ende nichts anderes war. Als eine Nebelpistole.
12:47 Markus Beckedahl
Ja, aber ich meine, wer auf seiner Seite stehen könnte, ist möglicherweise eine Mehrheit im Supreme Court, der von Rechtsaußen Menschen in den USA quasi im Moment kontrolliert wird. Und Und da könnte halt so das Ganze als Form von Litigation PR schon Anklagen finden.
13:07 Gavin Karlmeier
Aber ist es nicht so? Also bei Garn waren so große Unternehmen eben wie Mitglied wie Maas oder Unilever, also Riesenkonzerne. Wenn die jetzt tatsächlich, ich will jetzt gar nicht hier den großen Kapitalismusoptimismus starten, aber. . Wenn denen es jetzt daran gelegen hätte, tatsächlich sowas wie Social Responsibility im Unternehmen zu platzieren, dass die nicht hätten sagen können, okay, wir. . polstern jetzt GAM nochmal ordentlich mit Geldern aus, damit sie zumindest diesen Prozess jetzt zu Ende durchziehen müssen, um eben nicht den öffentlichen Eindruck entstehen zu lassen. ähm, Maske hätte gewonnen. Weil also das ist ja auch eine Geschichte, die es auch in Deutschland sehr, sehr oft gibt, dass irgendwelche Verfahren gegen die Zahlung einer Vergleichssumme oder einer Summe generell eingestellt werden. Das heißt, es keinen Schuldspruch gibt, damit Die Unschuld aber eben auch nicht bewiesen ist, damit aber sich die Beklagten eben häufig dann schmücken, dass sie sagen: Hey, es gibt kein Urteil. Ich wurde mitschuldig gesprochen.
13:59 Markus Beckedahl
Ja, aber ich würde jetzt auch nicht sagen, dass irgendwie Mars und andere Großkonzerne aus den USA jetzt alle auf der richtigen Seite. Seite stehen, nur weil die jetzt mal in dieser Koalition irgendwie Mitglied waren, was wahrscheinlich irgendwelche Marketingleute auf irgendeinem Mid-Level-Management-Posten irgendwie mal entschieden haben. Und wo jetzt, sagen wir mal, die die reichen irgendwie Aktionäre, ne, die größere Aktionäre. Titel halten, Pakete halten, irgendwie mal festgestellt haben, oh, was sie da machen, ist aber nicht in ihrem Interesse, weil sie lieber irgendwie die Position von Musk unterstützen wollen. Also das halte ich für viel realistischer.
14:33 Gavin Karlmeier
Ja, ich wollte ja nur mal versuchen, eine schöne Welt zu machen. Zum Wochenanfang dachte ich, geht das. Guck mal, ich sitze ja gerade, man hört es vielleicht auch, ich sitze gerade draußen, die Sonne scheint. Da kann man doch mal versuchen, irgendwie ein bisschen Optimismus in die. In die Welt zu legen. Ja, ich wollte das jetzt auch nicht irgendwie verhindern. Aber es gibt auch noch andere Nachrichten, andersgestimmte Nachrichten. Denn X hat jetzt angekündigt, dass sie die Datenverarbeitung von Tweets, die nicht mehr so heißen, einstellen werden, um damit Drock zu trainieren, zumindest in der EU. Also in der EU sind die Tweets, die wir alle in den letzten 139 Jahren geschrieben haben, nicht mehr Trainingsmaterial für den Chat. Das ist eine Reaktion natürlich auf eine Klage der irischen Datenschutzkommission. Interessanterweise das gleiche Playbook, das sie auch bei META schon gemacht haben, auch bei Meta hat die irische Datenschutzkommission diese Klage eingereicht. Auch da hat META dann bevor es irgendwie weiter ging, relativ schnell gesagt, okay, wir machen das gar nicht, wir trainieren nicht weiter. Und genauso wird das eben jetzt auch hier bei X eben aussehen.
15:40 Markus Beckedahl
Ja, also in der Theorie, in der Praxis würde ich mir wünschen, dass da die irische Datenschutzbehörde sich das ganz genau anschaut. Vielleicht auch mal ein bisschen genauer als nur quasi den Anwaltsschreiben von Seiten von Musk irgendwie zu glauben. Weil ja Von Musk wissen wir, der erzählt viel, wenn er taglang ist. Und ich kann mir vorstellen, dass er einfach das nur verspricht, weil er keinen Ärger haben möchte, weil die Datenschutzgrundverordnung ja bis zu 4% Strafe des Gesamt Jahresumsatzes verlangen kann, was noch nie verlangt wurde, aber was eine theoretische Möglichkeit ist. Aber das ist ja eines der Hauptprobleme. Die Datenschutzbehörden verlassen sich dann meistens darauf, dass die Unternehmen irgendwie versprechen, alles richtig zu machen. Aber sie haben teilweise gar nicht die Möglichkeiten, mal einfach dann in das Serverzentrum von X zu fahren und mal nachzuschauen, ob die tatsächlich die Daten gelöscht haben.
16:36 Gavin Karlmeier
Das ist gerade im Fall von KI-Trainingsdaten natürlich auch ein Risiko, das wirklich, also das zu überprüfen, ist ja nahezu unmöglich. Also zu schauen, ob unsere Tweets da jetzt drin liegen, weil die Tweets der Menschen in der EU wahrscheinlich These nicht mal die Hälfte aller Tweets auf X ausmachen, weil eben in den USA die Nutzung eben deutlich größer ist und auch in anderen Ländern auf der Welt. Viertel höchstens ist. Also klar, das lässt sich nicht überprüfen. Ja, guter Punkt. Das ist natürlich noch der nächste Dolchstoß in meinen Optimismus. Tut mir leid. Auf der anderen Seite, aber wenn wir sagen, es geht hier um Öffentlichkeit und es geht hier um Reaktion. und um Zeichen ist natürlich die Ankündigung von X zu sagen, okay, wir machen es in der EU erstmal nicht mehr, wie es heißt, ist natürlich trotzdem am Ende ein Sieg der EU-Regulierungspakete über Ex, wenn man so möchte, oder?
17:30 Markus Beckedahl
Ja, also zumindest sagen wir mal, die Datenschutzgrundverordnung hat hier einen klaren Riegel vorgeschoben, dass das ohne Einwilligung einfach nicht rechtlich legal ist. Also, das ist schon mal was Gutes. ob die jetzt richtig durchgesetzt werden kann. Und der Wille da ist, ist halt das ist andere und eher, sagen wir mal, die Achillesferse dieser Datenschutzgrundverordnung. Ich verstehe.
17:53 Gavin Karlmeier
Ach Mensch, du bist heute aber auch. Du bist realistisch, weißt du? Ist ja auch ganz gut, ist ja auch mal wichtig. Dann haben wir eine andere Ex-News, die ich auch interessant finde, weil sie so ein bisschen, also im Discord, im Hagenland-Discord, den skiphagnant. org. gibt es einen Chat, wo Leute sich austauschen. Habe ich hier schon ein paar Mal erwähnt, glaube ich. Und da gab es eine ganz spannende Nachricht, die ich sonst eigentlich eher so unter fast egal verortet hätte. Und zwar, wenn du das teuerste Ex Premium Plus Werbepaket Mitgliedschaftspaket abschließt, dann wird dir überhaupt keine Werbung angezeigt. Bislang war das so, dass dir nur noch ein Viertel der Werbung angezeigt wird. Das verschwindet jetzt vollständig. Also wenn du Du Ex Premium Plus, abschließt, dann kriegst du keine Werbung angezeigt. Die TES, die es jetzt im Discord-Chat gab, und das ist, warum wir darüber sprechen Dass das eine Reaktion darauf sein könnte, dass nicht mehr genug Werbung da ist.
18:45 Markus Beckedahl
Ja, möglicherweise. Also ich kann das noch nicht so ganz nachvollziehen, weil jedes Mal, wenn ich drauf gehe, kriege ich die ganze Zeit Werbung angezeigt, aber das ist alles so Schrottwerbung, das ist. . ja so von der Restaurant bekommt und ich kann mir vorstellen, dass damit nicht so viel Geld verdient wird.
19:00 Gavin Karlmeier
Also wenn es dich stört, Ex Premium Plus könntest du abschließen und da würde die Werbung verschwinden. Das kostet nur 16,66 Euro im Monat.
19:09 Markus Beckedahl
Ja, na also das kommt ja auch, ist ja auch in anderen Formen sozusagen, ne, diese Plus-Accounts bei deutschen Medien, die sich quasi damit rauskaufen wollen aus der Datenschutzgrundverordnung, sozusagen, dass ja eigentlich keine. Daten erheben dürfen, keine Profilbildung machen dürfen und so weiter. Da gibt es ja auch eigentlich die Rechnungen, dass wenn ich jetzt 5 Euro zahle, um bei Ja, irgendwie mirrow. de sozusagen, um mal so ein Fantasie Medium zu nehmen, quasi befreit werde von Werbung, dass ich ja viel, viel mehr zahle als That er das Medium über Webing on me verdienen würde. Also an Harm natürlich Unternehmen an riesiges Interesse quasi darüber Geld zu bekommen, weil jeder Einzelne, der dafür Geld zahlt, bringt dem Unternehmen viel mehr Geld, als man, selbst wenn man super Werbung verkaufen würde, was bei X nicht der Fall ist, irgendwie damit verdienen würde.
20:08 Gavin Karlmeier
Ja Und das machen die Großen ja auch. Also bei Meta hast du es ja auch und bei YouTube, YouTube Premium ist Anfang des Jahres offen auch ein Betrag von, ich glaube auch 16,99 Euro angestiegen, zumindest wenn du es übers iPhone abschließt, wo ja dieser Apple-Fee noch drin ist. Aber trotzdem 15 Euro im Monat. Dafür, dass du werbefrei YouTube Videos gucken kannst, das ist eine das selbst das ist mir die Erhöhung der Lebensqualität am Ende auch nicht wert.
20:31 Markus Beckedahl
Ja, aber du bist die falsche Zielgruppe. Also, wenn du zwanzig Jahre jünger wärst, wärst du, würdest du da vielleicht anders drüber reden.
20:36 Gavin Karlmeier
Meinst du, dann hätte ich fünfzehn Euro? Also ich vor An hätte das nicht gehabt.
20:40 Markus Beckedahl
Naja, dann spart man vielleicht seinen Netflix-Account, wenn man die ganze Zeit YouTube guckt. Mach ich ja trotzdem.
20:47 Gavin Karlmeier
Du bist aber nicht mehr 25 oder 15. Heute, du ziehst mir wirklich jeden Optimismus heute runter. Nein, also aber mir ist eben aufgefallen, weil ich habe eben im Vorfeld. eine völlig andere Recherche gemacht und festgestellt, dass diese Pur Plus Premium werbefrei, wie auch immer Pakete sie heißen, dass du die ja wirklich inzwischen auch auf Websites wie songtexte. net erlebst. Also selbst dort, wo du das Gefühl hast, dass eine Website, die besuchen, Suche ich so zweimal im Monat versehentlich als Laufkunde. Selbst die bieten ja jetzt mittlerweile an, dass du für 10 Euro im Monat dort eine werbefreie und eben eine cookiefreie Variante bekommst.
21:26 Markus Beckedahl
Ja, weil damit sie halt für alle anderen das andere Modell fahren können, sozusagen. Die DSGVO sagt, du musst halt so eine werbefreie Bezahlvariante bereitstellen. Dann darfst du das andere machen. Deswegen bieten es alle an. Natürlich kann ich mir nicht vorstellen, dass es irgendeinen klar denkenden Menschen gibt. bei Songtexte. net irgendwie so ein pur Abo abstehst bei 5 Euro.
21:47 Gavin Karlmeier
Aber ich enttäusche mich häufig. Das würde mich mal interessieren. Vielleicht stelle ich da mal eine offizielle Anfrage, wie viele Menschen das gemacht haben. Aber wenn mich immer daran erinnert, ich werde es nach der Folge vergessen haben. Aber warum ich mich aber recht darin sinne, dann sagt doch die EU zumindest auf EU-Ebene, dass dieses werbefreie Alternativpaket beim Meta. . so nicht vereinbar ist mit den Regularien, die der DSA vorgeschrieben hat, oder?
22:16 Markus Beckedahl
Ich glaube, hier in diesem Fall war es der DMA. Aber das ist der andere Punkt. Weiß ich jetzt gerade auch nicht im Detail, sagt mir nur gerade mein Bauchgefühl. Ja, dass Kann gut sein. Das wäre sehr schön, dass das auch mal dann richtig durchgesetzt wird. Das war aber auch sofort die erste Vermutung von Not in My Business.
22:35 Gavin Karlmeier
Also Neub.
22:36 Markus Beckedahl
Der österreichischen Datenschutz NGO, die sehr häufig, sehr effektiv unsere Rechte auf EU-Level für uns einklagt und gegen diese Plattformen vorgeht.
22:47 Gavin Karlmeier
Ja, haben wir schon oft erwähnt, ganz also fantastisch. Da sind wir wahrscheinlich tatsächlich eher am Aktivismus, sich hinzusetzen und eben zu sagen, das empfinde ich als ungerecht, wir rollen da jetzt mal auf.
23:01 Markus Beckedahl
Also wir brauchen Umsatz wie Neup oder in Deutschland die Gesellschaft für Freiheitsrechte um quasi unsere Rechte Durchzusetzen, einzusetzen, vor Gericht einzuklagen für uns sozusagen. Und das mit der passenden Expertise und mit der Motivation. Also kann ich nur einmal sagen, spendet an solche Organisationen, die vertreten unsere Grundrechte, unsere Verbraucherrechte. Gegen die Akteurinnen, denen wir sonst irgendwie einfach zum Opfer fallen, weil wir uns nicht vor Gericht in Irland oder sonst, wo wir unsere Rechte einsetzen können, weil uns das Geld fehlt, die Expertise fehlt und meistens auch die Zeit und Motivation.
23:35 Gavin Karlmeier
Ja, das ist so. Auf jeden Fall. Ich b ich finde aber auch, dass es mit jedem Gerechtigkeitsempfinden übrigens überhaupt nicht vereinbar ist, dass diese Varianten, ich möchte nicht, dass Cookies dafür sorgen, dass Profile von mir erstellt werden, dass man dafür dann eben einen Betrag. . auch wenn man natürlich Affner, du hattest eben Lobbyismus genannt oder ich würde es jetzt einfach mal ganz groß genannt auf Wirtschaft natürlich verstehen kann, dass das das Geschäftsmodell der Unternehmen ist, Werbung zu verkaufen und dass die Argumente zumindest haben, um zu sagen, ich kann das nicht kostenfrei anbieten.
24:08 Markus Beckedahl
Ja, aber man könnte auch klar sagen, und das ist meine Position hier, wir verbieten dieses System der personalisierten Werbung. Das ist ja, man könnte ja weiterhin noch Werbung machen. Ich meine, die Werbebranche hat auch funktioniert, bevor es das Internet mit diesem Modell der personalisierten Werbung ist. Werbung gab, die ja quasi in Kauf nimmt, dass jede einzelne Click von uns irgendwo verwertet wird. When we have Websites, when we can ticket wollen for a concert and then by Ticketmaster or sonst wie in the hintergrund, uns is ihre privileges. Das wäre wichtig. 800 Unternehmen haben wir darüber informiert, dass sie sich jetzt ein Ticket kaufen wollen. Dann denke ich mir die ganze Zeit, ey, das kann man und das sollte und müsste man eigentlich klar verbieten. Dafür gibt es aber leider keine Mehrheiten, weil die Werbebranche und hier vor allen Dingen die großen Plattformen, Google und Meta, die am meisten Geld in diesem Markt verdienen, die eigentlich ein Oligopol bilden. zusammen mit den Verlegern und mit dem Rest der Werbebranche eine sehr, sehr effektive Lobby haben und die verhindern, dass was gemacht wird, weil die Verleger alle ja hoffen, dass sie irgendwann auch mal von diesem System profitieren und eigentlich jeden Tag weitere Marktanteile an Google und Meta verlieren, die einfach die effektiveren Systeme haben, weil da viel mehr Leute irgendwie ihre Daten hinterlassen.
25:23 Gavin Karlmeier
Ja, ich verstehe das. Vor allem gibt es ja genug Beispiele aus der Vergangenheit, die zeigen, Werbung kann auch unpersonalisiert funktionieren. Also das Modell Fernsehen zum Beispiel. finanziert sich zumindest Privatfernsehen finanziert sich ja in Deutschland eigentlich ausschließlich, damit dass irgendwelche Werbung einfach platziert wird. Nicht ausgewählt nach denen, die sie sehen, sondern ausgewählt nach dem Umfeld, in dem sie stattfindet. Ja, da sagen aber dann wiederum die Unternehmen nur, das ist aber nicht mehr so gut.
25:50 Markus Beckedahl
ausreichen und früher haben sie mehr Geld verdient, ja, aber dann könnte man auch sagen, wenn das System der personalisierten Verwerbung verboten ist, dann werdet ihr wahrscheinlich wieder mehr einnehmen, weil so geht das ganze Geld, was bei euch landen könnte, halt in andere Systeme rein.
26:02 Gavin Karlmeier
Glaubst du, diese, diese, diese, diese, ich will es nicht unbekannt, Utopie nennen, weil dann nehme ich direkt was vorweg, aber diese Idee, dass das irgendwatsächlich verboten sein könnte, ist das realistisch?
26:13 Markus Beckedahl
Ja, ich möchte dir jetzt nicht wieder die Hoffnung nehmen. Also aus einer realistischen Perspektive glaube ich nein. Trotzdem setze ich mich jeden Tag dafür ein, dass es so kommt, weil es ist einfach der richtige Weg.
26:25 Gavin Karlmeier
Okay. Kommen wir zu anderen Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Ich möchte mit dir über Reddit sprechen. Nutzt du Reddit selber? Ja, aber nicht so häufig wie andere. Wie andere Leute oder wie andere Netzwerke? Beides wahrscheinlich. Beides, ja. Reddit hat nämlich jetzt offenbar ein paar Neuerungen in Petto. Und also die interessanteste Neuerung, die ich dir da mal hinlegen möchte, ist, dass Reddit überlegt, bestimmte Subreddits hinter eine Paywall zu legen. Sie haben da jetzt noch nicht weiter erklärt, ob das die Möglichkeit ist, dass du dass da andere Inhalte hinterliegen, die du vielleicht normalerweise nicht sehen darfst, wie Medienformen oder wie Inhaltsarten, aber es wird von exklusiven Inhalten oder privaten Bereichen gesprochen.
27:09 Markus Beckedahl
Ja, kann ich mir vorstellen, dass das einfach aus Sicht von Reddit eine Möglichkeit ist, das Geschäftsmodell weiter auszubauen. Und natürlich auch eine Möglichkeit. Darstellt ja quasi das, was er auch X und so weiter versucht hat, irgendwie so Creator-Geschäftsmodelle, was ja auch auf Instagram und Co. gibt. Irgendwie bei sich dann auch auf der Plattform stattfinden zu lassen. Dass du halt dann einfach einen Bereich hast, wo du halt irgendwie als Betreiber dieses Subreddits irgendwie Geld für
27:39 Gavin Karlmeier
bekommst, sozusagen, oder beteiligt wirst, sozusagen, vor allem an den Erlösen an Reddit. Ich finde das so interessant, wie per wie Reddit seit einiger Zeit anfängt. Das fing eigentlich alles damit an, als sie den API-Zugriff eingeschränkt haben. kurz nachdem Ex das auch getan hat, wie sie anfangen, so Zäune um eine Plattform hochzuziehen, die eigentlich ganz lange davon gelebt hat, dass es keine Zäune gibt. Also Wir haben vor einiger Zeit hier darüber gesprochen, dass du, wenn du bei Bing oder bei DuckDuckGo oder bei anderen Suchmaschinen nach Inhalten suchst und Reddit dazu schreibst. dass du keine Inhalte mehr findest, weil Reddit alle diese Suchmaschinen aussperrt. Die einzige, die eben noch Reddit durchsuchen darf, ist Google, die da einen Deal eben haben mit Reddit, bei dem es auch um Inhalte geht, mit denen Google die eigene KI führt hat. Dass das nicht die beste Idee ist, haben wir auch schon ein paar Mal. darüber gesprochen, aber dieser Deal scheint eben auch vorzusehen, dass nur noch Google Reddit durchsuchen darf. Und ich frage mich, ob da ob die Community, die damals schon eine riesen Protestaktion gestartet hat, wir erinnern uns, dass diverse Subreddits, was ja eigentlich komplette Themenbereiche auf der Plattform waren, dass die geschlossen wurden, dass die auf Read-only gesetzt wurden, dass dort nur noch irgendwelche Bilder von Schauspielerinnen und Schauspielern gepostet wurden, um eben diese Plattform eben nicht nutzbar zu machen und dass es da jetzt eben die nächste Stufe gibt. Dass man sagt, okay, wir wollen jetzt hier noch eben auf andere Möglichkeiten gehen, um mehr Geld zu verdienen.
29:05 Markus Beckedahl
Naja, sagen wir mal, man kann ja jetzt auch argumentieren aus Sicht von Reddit. Möchten die vielleicht auch einfach nur ein Geschäftsmodell haben? was morgen auch noch ihre weiter ja weiter Betrieb finanziert, sozusagen. Und wenn es halt die ganze Zeit irgendwelche Scrapenden Konkurrenten oder andere Marktakteure gibt, die einfach alles da nehmen und dann quasi so Konkurrenzmodelle aufbauen, dann fragt man sich vielleicht auch irgendwann, ja, finde ich das jetzt richtig? Kann ich eigentlich morgen noch existieren? Kann eigentlich so eine Plattforleben. Also das sind wahrscheinlich Fragen, die dahinterstehen. Aber wir haben generell, also viele Debatten würden heute wahrscheinlich ganz anders geführt als früher so. Ich gehöre auch zu denjenigen, die vor allen Dingen vehement sich dafür freies Wissen und freie Inhalte eingesetzt haben. Ich weiß nicht wie die Diskussion verlaufen wären, wie meine eigene, äh, ja, äh, wie meine eigene, äh, ja, eigene Positionsfindung verlaufen wäre, wäre mir damals bewusst geworden, dass all die Bilder von uns die wir quasi unter freier Lizenz bei Flickr oder sonst wo gepostet haben, jetzt von Gesichtsbiometrie, Datenbanken, Händlern einfach gescrapt werden und wo quasi die von uns geteilten Bilder einfach gegen uns verwendet werden können. können, weil sie Überwachungstechnologien trainieren, sozusagen. Und das ganz legal, um das nun mal so als einen Aspekt zu bringen, sozusagen. Also wir haben damals alle überhaupt nicht so wirklich auf dem Schirm gehabt, zumindest vor 20 Jahren. Also seit 10 Jahren gibt es ja schon diese Debatte sozusagen, dass diese ganzen Sachen mal gegen uns verwendet. werden können und so gegen uns verwendet werden.
30:53 Gavin Karlmeier
Aber was ist am Ende, also weil du gerade Positionsfindung gesagt hast, das bedeutet ja eigentlich am Ende auch, dass man eigentlich ja immer wieder anfangen muss, seine Position zu hinterfragen. E. Aber Bedeutet das nicht konsequenterweise auch, dass es Dinge gibt, die du in diesem Sinne irgendwie als eine Bürgerpflicht empfindest, wie zum Beispiel keine öffentlich gepflegten Fotoalben mehr zu haben, oder?
31:14 Markus Beckedahl
Naja, es sollte uns allen klar sein, dass wenn wir Bilder von anderen Menschen machen und sei es nur, dass wir in der Öffentlichkeit ein Foto machen, dass wenn wir die hochladen, wir quasi die Rechte von anderen Menschen, die wir nicht um Erlaubnis gefragt haben, mitverletzen, weil früher oder später werden diese Bilder verwendet, um dann über biometrische Erkennung sagen zu können, dass die Person, von dir fotografierte Person. Zu dem Zeitpunkt an einem bestimmten Ort war, obwohl man das vielleicht gar nicht mitteilen möchte. . Mhm. Ja. Und das sollte uns allen mal bewusst werden sozusagen, da rede ich jetzt nicht von Safies, die man aus eigener Blödheit irgendwie hochlädt, sondern ja, da werden einfach andere Menschen In ihren Rechten beschnitten, dadurch, dass wir einfach mal Bock haben, mal kurz ein Foto irgendwo hinzuposten.
32:00 Gavin Karlmeier
Also ist der Appell eigentlich eher, guck dir mal lieber an, wer da so auf dem Foto drauf ist, bevor du es hochlädst.
32:05 Markus Beckedahl
Ja, ne, also ich meine, ich finde das ja immer sehr grenzwertig, wenn ich auf irgendwelchen Partys oder Konzerten oder sonst wo bin. Also Situationen, wo ich sehr privat sein möchte, wo ich vielleicht auch nicht nüchtern bin oder sonst irgendwie, dass dann irgendwie. Überall um mich rum Leute die ganze Zeit Fotos von einem machen, wo ich genau weiß, das wird jetzt sofort irgendwo gepostet und irgendwann gegen mich verwendet. Also ich finde das, ich finde das creepy. Das macht mich dann auch in der Situation eher, sagen wir mal, nicht besonders entspannt.
32:34 Gavin Karlmeier
Ja. Ja, okay, verstehe ich. Aber das Problem ist ja, da gibt es ja leider keine perfekte Antwort drauf, außer nicht mehr an öffentliche Plätze gehen. Oder wie es Bart Dylan macht, der ja sagt, auf seinen Konzerten werden bitte überhaupt gar keine Handys benutzt.
32:49 Markus Beckedahl
Ja, aber. Also das halte ich jetzt auch, ich kenne auch so Konzerte, wo dann gesagt wird, ja, fotografieren sie jetzt nicht. Also das glaube ich jetzt, dass da auch Besucherinnen Rechte haben, die sich ein Erinnerungsfoto zu machen von dem Künstler. und so weiter. Aber es ist was anderes, als jetzt irgendwann mal den Typen rechts von mir, den ich noch nie gesehen habe, irgendwie die Kamera irgendwie ins Gesicht zu stecken, während der gerade irgendwie ein Bier trinkt, wo er dann vielleicht in zehn Jahren Probleme bekommt mit seiner Krankenversicherung, die irgendwie anhand aller Bierfotos. Mal irgendwie sein Krankenkassenranking irgendwie verschlechtert und ihm die Rechnung erhöht, sozusagen. Aber letztendlich geht es ja darum, erstmal ein Bewusstsein zu schaffen, so für diese Datenhöflichkeit. Also erstmal sozusagen, dass wir irgendwie auch merken, ja, für Man sollte bei jedem Foto vielleicht mal aufpassen, ob das tatsächlich hochgeladen werden sollte oder ob man vielleicht nicht nochmal eine Aufnahme so machen kann, dass halt die ganzen unbeteiligten Personen, die man ja eh nicht fragen möchte, da vielleicht nicht drauf zu sehen sind.
33:47 Gavin Karlmeier
Und vielleicht mal gucken, muss das wirklich alles in die Google. in die Amazon Cloud gleichzeitig hochgeladen werden im Hintergrund. Ja, und bei TikTok. Und bei TikTok, ja. Es gibt noch eine Reddit News, die ich dann nämlich direkt noch mit dranhängen möchte. Weil Reddit offenbar diesen KI-Deal jetzt noch ein bisschen größer fasst, denn sie bieten jetzt gerade an, dass alle Inhalte, und das ist mir selber auch schon aufgefallen, also ich habe es selber schon feststellen dürfen, wenn du Reddit-Inhalte von Google besuchst, dann sind die sehr häufig auf einmal. . einer sehr seltsam gestellten deutschen Sprache. Und das liegt nicht daran, dass sie etwa KI generiert sind, was ich gedacht habe. Also bei mir ging es konkret um ein Produkt. und um einen Support-Fall, etwas, das ich nicht verstanden habe, glaube ich. Und die Leute haben sich alle gesiezt. Und ich habe gesagt, das habe ich bei Reddit noch nie erlebt, dass sich hier alle siezen. Ich habe dann weiter runtergescrollt und habe auch gesehen, dass es auch viele Fans von diesem Produkt gab und dachte, ist das jetzt hier so eine Art. ist es jetzt hier so ein KI-generierter Scam, das mir einfach nur erzählt werden, so das Produkt ist super, bis ich dann gesehen habe, oben rechts ganz klein, dass es automatisch übersetzt wurde. Und zwar eigentlich in einer ganz guten Sprache. Also längst nicht so, dass man das Gefühl hat, die Übersetzung ist jetzt so wie. . Google-Übersetzung 2015, sondern wie gesagt, KI-gestützt übersetzt, dementsprechend von der Sprache her nicht ganz abwegig geschrieben. Das Absurde ist, dass Reddit das eben nicht nur mit Texten macht und mit Kommentaren, sondern auch mit Bildern. Also auch wenn Leute ein Meme hochladen bei Reddit, könnte es passieren, dass der Text auf diesen Meme automatisiert übersetzt wird. Ja.
35:18 Markus Beckedahl
Ja, auf der einen Seite ist es natürlich super, wenn wir jetzt irgendwie Babelfisches Nier-Situationen haben und diese Sprachbarrieren irgendwie sinken, aber wir leben dann natürlich auch in irgendeiner Brückenzeit, wo. quasi gerade bei Memes irgendwie und automatisierter Übersetzung irgendwie auch eine ganze Menge Kultur irgendwie Lost in Translation verloren gegangen werden kann.
35:42 Gavin Karlmeier
Vor allem, also bislang, genau, Lost in Translation ist nämlich das richtige Wort. Du hast einfach das Gefühl, du verstehst den Humor überhaupt nicht. Also es gibt einen Comic, da reden zwei Leute miteinander und die eine sagt, ich wurde bei der Arbeit befördert heute, die andere sagt, ich habe es heute. geschafft, ohne zu weinen aus dem Bett aufgestanden zu sein, sagt die Linke, ich bin stolz von dir und die rechte sagt darauf als Antwort, ich bin stolz auf du. Und man hat das Gefühl, der Witz ist eigentlich, dass sie sich falsch korrigiert, aber im Original ist es nicht. Der Witz, sondern eigentlich ist das ein wholesome Meme, bei dem es um eine positive Botschaft geht. Also es geht halt, es geht halt alles verloren. Es gibt aber auch ein Beispiel, da steht nur drüber heilsamer Bösewicht und die Übersetzung ist nur Home, Nome, du bist eh stark, Biomix, Biomix, Piomix, MYEG, stehen sie stolz. Das ist die Übersetzung, die auf dem Bild steht. Und ehrlicherweise habe ich das Gefühl, Reddit tut sich, also so Community-Technisch damit keinen großen Gefallen gerade.
36:36 Markus Beckedahl
Ja, aber es ist eine Brückenzeit und möglicherweise finden ja noch Mechanismen, dass die Community sowas reparieren kann, um da besser zu werden. Andererseits, also ehrlich gesagt, ich verstehe auch nicht jedes englischsprachige Meme.
36:47 Gavin Karlmeier
Pio Mix, Pio Mix. Und es gibt noch eine EU-News, die ich mit dir teilen möchte. Eine letzte EU-News des Tages. Apple wird die Auflagen für Drittanbieter im App Store entschärfen. Das liegt ein bisschen an den Richtlinien der Europäischen Union. Also der App Store wird jetzt sohin angepasst, dass Drittanbieter auch Links auf Angebote veröffentlichen dürfen, auch in den eigenen Apps teilen dürfen, dass sie für diese App-Stores, Dritt App-Stores, auch werben dürfen in ihren Apps. Entschuldigung. Und dass sie eben diese alternativen Plattform weiterhin platzieren dürfen, offenbar mit einer wie Tim Sweeney von Epic, der ja so ein bisschen der Antagonist von Apple ist, weil der ja auch wegen als Fortnite-Entwickler lange Gerichtsprozesse gegen Apple führt. indem Apple weiterhin eine Junk-Gebühr, wie er sie nennt, von 15% erhebt pro Nutzer, um eben in einen alternativen App Store zu gehen.
37:43 Markus Beckedahl
Ja. Also ich finde es gut, dass die EU mit dem Digital Markets Act hier durchsetzt. Lass mich mal überraschen, ob irgendwann diese alternativen App-Stores gut wären, dass ich sie auch verwenden würde. Also bisher brauche ich sie nicht, aber natürlich ist alles, was an Wettbewerb da ist. Erhöht unsere Position als Nutzende, sozusagen, weil wir theoretisch mehr Wahlfreiheit dadurch bekommen und andere Alternativmodelle möglich werden.
38:18 Gavin Karlmeier
Also ich habe da viel drüber nachgedacht über das Wochenende, weil mir geht es genauso wie dir, ich habe auch keinen Verwendungszweck bislang für alternative App-Stores. Es gäbe vielleicht den einen oder anderen. Aber es gibt halt bislang auch keine Möglichkeiten, mir diese richtig schmackhaft zu machen, weil Apple da relativ gut gemauert hat. . . Gleichzeitig. Ist die spannende Frage, Apple vermarktet mit dem iPad ein wahnsinnig leistungsstarkes Gerät, bei dem alle Rezensionen seit sechs, sieben, acht Jahren immer wieder ins selbe Horn stoßen und sagen. . . Naja, das Gerät ist ja hardware technisch ganz toll, ich kann aber nichts damit machen. . Also ich habe einfach nur die Apps, die Apple mir anbietet. Und was ist denn der größte Unterschied zwischen dieser iOS, iPad OS-Welt und dem Mac beispielsweise? Na, der größte Unterschied ist, ich kann mir nicht einfach aus dem Netz eine Software runterladen und sie dort installieren. Das heißt, EntwicklerInnen können nicht einfach das machen, was sie dafür interessant finden. Und ich bin ehrlicherweise der Meinung, dass ich glaube, dass das früher oder später die Leute vom iPad abhalten wird, von Tablets, weil diese diese Forderung. professionell nutzende. Also klar kannst du damit immer noch tolle Videos gucken, Angry Bird spielen und mit der mit der Mutterface timen. Aber dass darauf wirklich professionelle, produktive Arbeit stattfindet, da fehlt halt bislang eben genau diese Möglichkeit, dass du eben relativ schnell zum Beispiel. . dir selber ein Plugin programmieren kannst, das du dann in dein Programm lädst. Das funktioniert eben in diesem Sandbox-IPad einfach so nicht.
39:40 Markus Beckedahl
Ja, aber ich glaube nicht, dass da die alternativen App Stores irgendwie das Problem lösen, weil da bräuchtest du quasi ein alternatives Betriebssystem. Das ist was anderes als ein alternativer App Store, der dir wiederum irgendwie Apps für genau diese Sandboxen auf Basis von iPad OS irgendwie anbietet. Letztendlich kann man auch argumentieren, ja, das iPad ist halt ein Gerät für eine bestimmte Nutzungsart, die bestimmte Zielgruppen anspricht, die halt mit ihren Großeltern FaceTime wollen oder irgendwie Bird spielen wollen oder aber quasi im kreativen Bereich Sachen machen. wollen und alle anderen holen sich einfach ein MacBook. Da ist die Tastatur schon dabei, das bleiben ganz andere Nutzungsmöglichkeiten. Und ist halt einfach so.
40:19 Gavin Karlmeier
Okay, ja, ich stimme dir natürlich zu. Ich will nur sagen, ich glaube, dass du, wenn du solche Geräte hast, halt wirklich in den Profimarkt drängen willst, dann wird es früher oder später gar keine Möglichkeit geben als eine Öffnung. Und diese alternativen App-Stores sind immerhin schon mal ein Schritt in diese Richtung, weil es eben Dinge gibt, die du, naja, die jetzt vielleicht nicht beispielsweise für die komplette Welt irgendwie in diesen App-Stores platzieren.
40:40 Markus Beckedahl
Also, die iPads sind im Profi-Markt so. Wer kann sich sonst ein iPad Pro leisten, sozusagen? Aber meistens hat man als iPad Pro dann nochmal als Ergänzung zu seinem schon MacBook Pro. Das ist sozusagen, ja, das ist eine ergänzende Sache für bestimmte. Sinn und Zwecke, also ich glaube nicht, dass es irgendwie irgendein Profi jetzt nicht arbeiten kann, nur weil irgendwie iPad OS irgendwie. . Sandboxen hatten.
41:04 Gavin Karlmeier
Naja, aber wenn ich mir so anschaue, wie Apple das Produkt vermarktet, nehmen wir so CutterInnen oder nehmen wir Leute, die Mediengestaltung machen oder. Also Apple hat angefangen zum Beispiel Audioproduktion auf dem iPad zu ermöglichen, hat aber nach wie vor keine Möglichkeit, externe Plugins so richtig dort zu installieren. Das heißt, egal mit wem du sprichst, und ich habe das halt beruflich, oft mit Leuten zu tun, die sowas beruflich tun, Videoproduzieren, Audio produzieren. Die alle werden dir sagen, also wenn ich das jetzt alles nur mit dem iPad machen müsste, brauche ich wahrscheinlich das Doppelte der Zeit und das Ergebnis wird nur halb so gut. Und das ist natürlich für einen Profimarkt ein relativ schlechtes Verkaufsargument.
41:38 Markus Beckedahl
Ja, andererseits gibt es, sagen wir mal, im Musikbereich dann sehr viele, die sagen, naja, mir reicht das iPad Pro aus, um irgendwie meine elektronische Musik in Ergänzung mit meinen anderen irgendwie Sequenzern und externen Tools irgendwie einfach zu synchronisieren. Und dafür brauche ich kein Notebook mehr. Aber da braucht man dann auch keine speziellen irgendwie Plugins, die man im Audiobereich braucht. Also, das ist dann auch wiederum für bestimmte Zwecke funktioniert das alles super und ist anpassbar. Für andere Zwecke halt ja nicht. Da nimmt man halt eh dann. Also ich. Ich brauche eh am besten eine Maus sozusagen. Wenn ich irgendwas schneide und so weiter. Will da nicht die ganze Zeit mit meinen Fingern irgendwie so oder mit so einem Stift lang gehen, aber ich bin auch alt und bin mit einer Maus groß geworden.
42:21 Gavin Karlmeier
Ich wurde heute auch gefragt, ob ich eine Maus dabei habe. Ich musste verneinen. Ja, ja. Ich bin Peak Millennial, muss man so sagen. Ich nehme dich aber mit in eine Welt der Neuerungen und der Veränderungen und der Emotionen.
42:37 Markus Beckedahl
Funktionen und Emotionen. Werbung
42:44 Gavin Karlmeier
Moderne Arbeit findet heute überwiegend im Browser statt, doch die Sicherheitsmaßnahmen halten damit oft nicht Schritt. Browser werden zunehmend zu einem zentralen Angriffspunkt. Dort, wo Phishing, Schatten-IT und Datenlegs innerhalb von SAS-Anwendungen und Live-Sitzungen auftreten. Nordlayer hat deshalb den Nordlayer Browser entwickelt. Er vereint Transparenz, Kontrolle und Sicherheit direkt in den Arbeitsablauf, schützt ihre Unternehmensdaten und standardisiert die Sicherheit in Web-Apps, ohne zusätzlichen Aufwand für IT-Teams. Mehr Info auf nordlayer. com Ich weiß nicht, ob du es schon gesehen hast oder auch schon genutzt hast. Du kannst bei Instagram jetzt goldene Notes schreiben.
43:25 Markus Beckedahl
Ich wusste noch gar nicht, dass sowas möglich ist und ich habe auch, glaube ich, noch nie eine normale Notes geschrieben. Aber wenn ich mir das anschaue, ist das sowas wie Foursquare?
43:37 Gavin Karlmeier
Ich dachte kurz, du sagst sowas wie, ist das sowas wie Fortnite? Hätte mir auch gefallen.
43:42 Markus Beckedahl
Ja, aber das kenne ich auch nur aus dem Fernsehen.
43:46 Gavin Karlmeier
Nein, also Notes sind ja diese kleinen Bubbles, die Nachrichten über den Direktnachrichten. Und wenn du das Wort Gold verwendest oder das Wort Olympic, das Wort Victory, Champion oder ein Ziegen-Emoji da reinsetzt. Dann wird diese Note goldfarbig. Achso, ach so, die habe ich eigentlich nie beachtet.
44:05 Markus Beckedahl
Stimmt, da steht Gold drin mit Spannung, wenn ich jetzt draufklicke.
44:09 Gavin Karlmeier
Genau, das habe ich gepostet. Wenn du einen Song verwendest, der Gold heißt, wird sie nicht gold übrigens. Das habe ich getestet.
44:16 Markus Beckedahl
Ja, ja, ja, so Features, die die Welt gebraucht hat. Aber andererseits, ich bin nicht die Zielgruppe. Ich bin wahrscheinlich doppelt so alt, wie die Zielgruppe ist, die das anspricht.
44:23 Gavin Karlmeier
Wenn du damit mal hinkommst, ja. Und das gilt auch für das nächste Feature, weil auch da ich bin auch nicht die Zielgruppe. Ein Feature, das wir hier schon mal besprochen haben, damals noch als Gerücht, jetzt gibt es Leute, die das tatsächlich auch schon ausgerollt bekommen haben. Real-time Location Map für Instagram. Also du kannst FreundInnen auswählen, die in Echtzeit deinen Standort in Instagram sehen können. Achso, das war, das dachte ich gerade, das sieht aus wie Foursquare. Achso, das ist so ein bisschen wie Foursquare, nur dass du dich nicht einchecken musst, sondern es ist eher wie Google Latitude damals.
44:54 Markus Beckedahl
Ja, tja, also hat ein paar Vorteile. Ich meine, ich war immer ein Fan von solchen Sachen, wenn du auf einem großen Festival bist und ich mit deinen Freunden irgendwie koordinieren möchtest und nur genau weißt doch, der eine ist in der einen Bühne, aber da sind noch ein paar tausend andere und wo finde ich die denn alle? Aber das Hauptproblem bei solchen Festivalsituationen ist am meisten, dass man alle geschlossen gar kein Internet hat, diese Funktion nutzen zu können.
45:18 Gavin Karlmeier
Ich finde vor allem. Das ist problematisch, weil natürlich dieses Feature nur funktioniert, wenn du dauerhaft Standortzugriff für Instagram freigibst, was viele Leute wahrscheinlich nicht haben. Also Vermutlich, sondern die Frage ist ja immer, möchtest du dauerhaft oder beim Verwenden der App diesen Standort freigeben? Und der Standardgriff ist bei mir zumindest jedenfalls zu sagen, nur wenn ich
45:36 Markus Beckedahl
Diese App auch verwende, um bei du bist auch ein bisschen älter und aus Deutschland, ne? Also ich meine, die meisten Instagram-Nutzerinnen werden das wahrscheinlich sofort einschalten, wenn sie irgendwie feststellen, geil, jetzt weiß ich genau, wo meine Freunde gerade sind.
45:49 Gavin Karlmeier
Möglicherweise. Ich finde auch, es gibt ja genug solcher Apps, die das anbieten. Ich finde es trotzdem hochinteressant, weil das eine 1 zu 1 Kopie von Snapchat ist, die das seit Jahren schon anbieten. Und ein weiterer Grund sozusagen sein könnte, Snapchat nicht mehr zu verwenden, weil dieses Feature dann auch in deiner Instagram-Welt eben stattfindet.
46:06 Markus Beckedahl
Aber Instagram ist seit zehn Jahren eine sehr geschickte Copycat von Snapchat. Das heißt, sämtliche Funktionen, die Snapchat rausbringt, weiß man genau, früher oder später werden die auch bei Instagram ausgerollt.
46:18 Gavin Karlmeier
Es gibt jetzt eine Möglichkeit, wenn du in einer Story bei Instagram markiert wirst, dass du oder jemanden markierst anders. Also du machst eine Instagram Story Und man sieht mich dort und du markierst mich, kannst du auswählen, dass mit dem Erstellen dieser Story automatisch ein Gruppenchat erstellt wird, dass alle Leute, die in der Story markiert sind, miteinander in diesem Gruppenchat schreiben können.
46:38 Markus Beckedahl
Ja, finde ich geil. Es ist so eine Erweiterung von irgendwelchen WhatsApp-Familiengruppen.
46:45 Gavin Karlmeier
Nur für den Moment. Ja, genau. Es gab mal, da habe ich hier glaube ich schon mal erzählt, aber ich erzähle es trotzdem gerne nochmal. Es gab mal den Story-Sticker, auf den du drücken konntest, und dann bist du in einem Gruppenchat gelandet. Und es gab am Ein paar Medienmarken, die das natürlich, weil sie direkt Early Adopting sein wollten, das Feature in ihrer Story verwendet haben. Leider wussten sie zu dem Zeitpunkt offenbar nicht, dass Gruppenchats bei Instagram zumindest zu diesem Zeitpunkt auf 30 Personen begrenzt waren, sodass du eine Story hast, innerhalb von einer Minute 10. 000 Leute gesehen. Haben, wann nach 30 Leuten eben der Chat geschlossen war.
47:15 Markus Beckedahl
Ja, aber eigentlich geht es wahrscheinlich darum, dass du halt dann irgendwelche Momente mit deinen Freunden teilst so und dann, wenn man diese Momente dann nochmal irgendwie in diesem Chatraum irgendwie quatschen kannst.
47:25 Gavin Karlmeier
Ich finde das auch interessant, weil Instagram Diese Direktnachrichtenoffensive halt die ganze Zeit befeuert, du hast die ganze Zeit das Gefühl, dass die komplette Kommunikation idealerweise direkt in diese App verlagert werden soll. Und damit pushen sie ja ein Feature, das nach eigener Aussage eben bei jungen Leuten extrem erfolgreich ist. Ja, ich würde mir trotzdem mich freuen, wenn Sie da mal Ende-zu-End-Verschlüsselung endlich einbauen wollen. Ja, das wird ja wahrscheinlich irgendwann kommen. Sie müssen ja auch zumindest Interoperabilität irgendwann auch anbieten.
47:50 Markus Beckedahl
Ja, Instagram unklar, das muss halt ganz klar als ein Messenger irgendwie identifiziert werden können, sozusagen, ne? Weil die EU hat sich ja quasi im Digital Markets Act leider dagegen entschieden, aufgrund von massiven Lobbying. Interoperabilität für soziale Netzwerke einzuführen und hat es nur auf Messenger beschränkt und Instagram wird wahrscheinlich immer noch sehr erfolgreich. verargumentieren können, dass sie ja kein Messenger sind, auch wenn sie in diese Richtung sich entwickeln. Während dann beispielsweise Telegram und WhatsApp sich wiederum aus der Messenger-Perspektive in Richtung soziale Netzwerke entwickeln, was sagen wir mal, diese Definition dann alle irgendwie ein bisschen in der Rechtsdurchsetzung verkompliziert.
48:31 Gavin Karlmeier
Ja, vor allem, weil aber die Ausführung dieser Interoperabilität bei WhatsApp jedenfalls, da haben wir heute über gesprochen. so verhältnismäßig unattraktiv gestaltet ist, dass die ganzen alternativen Messenger-Dienste ehrlicherweise dankend abgewunken haben, zumindest die, über die wir hier gesprochen haben.
48:48 Markus Beckedahl
Na, trotzdem ist es wichtig, sozusagen diese Regeln erstmal einzuführen, dass erstmal Möglichkeiten oder dass erstmal sozusagen die Platzhirsche Ja, Eröffnungsmöglichkeiten anbieten müssen, damit dann alternative Dienste sich überlegen können, ob sie sich da andocken oder beispielsweise ihr eigenes Ökosystem weiterführen wollen und quasi ja beispielsweise gerade da nicht mitspielen wollen, weil eine Argumentation von Streamer und Signal ist ja immer, dass sie ja die Daten ihrer Nutzerinnen schützen und sobald man so ein Gateway nutzt, sozusagen zur WhatsApp rüber, man nicht garantieren kann, dass die zum Beispiel die Standortdaten, also die Verbindungsdaten generell bei WhatsApp und Co. in sicheren Händen sind oder dann doch zur Profilbildung genutzt werden. Das ist ja wahrscheinlich auch so. Ja, natürlich. Also insofern kann ich das nachvollziehen, aber trotzdem finde ich es wichtig, dass es diese Interoperabilitätsregeln gibt, dass marktbeherrschende Unternehmen Dienste umsetzen müssen und alternative Dienste. können sich dann aussuchen und ob sie das nutzen wollen und am liebsten wäre mir dass ich als Nutzer dann auch nochmal entscheiden könnte ob ich das jetzt will oder nicht
49:59 Gavin Karlmeier
Ja, sehe ich auch so. Threads. Benutzt du das noch? Muss man inzwischen, glaube ich, so fragen.
50:08 Markus Beckedahl
Ja, also ich gib's ihm immer wieder eine Chance. Das Problem ist, ich. kommen mit dieser For You-Seite nicht klar, die mir immer als erstes angezeigt wird. Das ist totaler Schrott, ne? Also lauter FinFluencer, die mir ihre Anlegetipps geben wollen, ganz viele Leute, Leute mit lauter belanglosem Zeug. Also ich frage mich die ganze Zeit, haben die noch nicht mal Algorithmen, die mein Nutzungsverhalten irgendwie analysieren können? Wie arbeiten die eigentlich manchmal so? Also, mit anderen Worten, totaler Schrott. Und dann klicke ich irgendwie, da muss man ja immer nach oben klicken. Und dann klicke ich auf die chronologische Timeline von den Leuten, denen ich folge. Und dann stelle ich fest, die letzte Nachricht vor fünf Minuten, die vorletzte vor zehn Minuten, dass den ganzen Leuten, den ich da folge, die das da aber dann nicht nutzen. Und dann gehe ich rüber zu Blue Sky und hab viel mehr irgendwie Sachen. Und selbst auf Twitter, also auf X kriege ich ja auch noch immer noch sehr viele Inhalte, die und deswegen bin ich da leider noch mit einem Bauchschmerzen, die ich woanders halt so nicht bekomme. Aber Shreats ist für mich halt echt noch keine Alternative und so viel Interaktion kriege ich da auch nicht. Also da kriege ich das Fünffache bei Mastodon mit jedem einzelnen Tweet, oder wie nennt man das jetzt so übersetzt gesagt?
51:22 Gavin Karlmeier
Doppel machst du dann, kannst du tröd sagen.
51:24 Markus Beckedahl
Ja, aber ich finde, wir sollten alle bei Tweet bleiben, sozusagen, weil Twitter ist ja, ist ja weg und bevor wir jetzt anfangen, irgendwie die ganze Zeit nur noch tröd. Bluesguide, irgendwie Threads und sonst wie zu verwenden. Also ja, Tweet als irgendwie kulturelle Praxis irgendwie in einem Micro-Blogger Text, was zu publizieren, sollte eigentlich bestehen bleiben und ich muss mich da nicht umgewöhnen.
51:49 Gavin Karlmeier
Ich bin hundertprozentig bei dir, absolut. Das ist genau der Appell, den ich hier heute brauchte. Weil ich aber auch, ich habe am Wochenende einen einen Post KI generieren lassen, den ich auch genauso gekennzeichnet habe, weil ich einen Witz daraus gemacht habe, was die KI gemacht hat. Und habe die KI nämlich gebeten, einen Tweet zu schreiben. Und da haben mir mehrere Leute geschrieben, dass ich das ja, da wo ich es veröffentliche, eben nicht Tweet nennen dürfte. Und genau denselben Gedanken hatte ich eben wie du auch. Eine Kurznachricht, die irgendwie einen Gedanken zusammenfasst, das ist, bleibt ein Tweet, wenn es digital veröffentlicht ist. Ja, ich wollte jetzt mal ein bisschen Hoffnung reindenken und Optimismus. Jetzt ist, jetzt ist die Woche doch gerettet. Jedenfalls Threads killt ihre eigenen Topics. Ich weiß nicht, ob du dich mal damit beschäftigt hast. Ganz lange war es ja so, dass wenn du dort etwas thematisch einsortieren wolltest, du ein sogenanntes Topic setzen konntest. Das haben sie jetzt eingestellt und bringen stattdessen ein Modell, bis dir vielleicht geläufig sein könnte, nenden sie für ein Hashtags ein.
52:43 Markus Beckedahl
Ja, das uh ja, ich hab von den Topics habe ich gar nichts mitbekommen, aber ja, Hashtags begrüße ich, war ich früher großer Fan von. Um ja, hab ich lange nicht mehr verwendet, weil ich weiß gar nicht, ich kann Bluesguy mittlerweile Hashtags, ich glaube schon, ne? Eine Zeit lang fühlte man sich total hilflos, weil nirgendwo funktionierten Hashtags und man hat die natürlich immer überall eingebaut.
53:05 Gavin Karlmeier
Ich kann sagen, übrigens, ChatGPT benutzt immer zwei Hashtags, wenn man sagt, schreibe einen Tweet.
53:12 Markus Beckedahl
Ja, ja. Ist das wahrscheinlich so, die haben sie dann wahrscheinlich komplett irgendwie Twitter mal gescrapt und festgestellt, die durchschnittliche Hashtag.
53:21 Gavin Karlmeier
Weil ich hab, ich bin ja wie du, ich habe den letzten Hashtag wahrscheinlich vor drei Jahren. Verwendet. Vier, fünf, wahrscheinlich mehr. Wetten das möglicherweise. Also Twitter gab es noch vor zwei Jahren. Aber da, selbst, ich habe, also wenn du meine Tweets durchruhst, da sind keine Hashtags. Ja, das ist jetzt mal eine Frage an die Community. Wer findet den letzten Hashtag? Ja, das wäre toll. Ja, da würde ich mich freuen. Ich werde das hauskepen in der nächsten Episode. Und ansonsten noch zwei Kleinigkeiten. Du kannst jetzt bei Threads auch deine Antwort. . sortieren nach relevant oder neu, also so wie du es eben überall kannst. Und was bei Instagram jetzt ausgerollt wurde, ist ein Feature, auf das ich mal ein bisschen gewartet habe, dass Leute, dessen Inhalte eins zu eins von anderen Seiten kopiert wurden. dass die jetzt eine Push-Nachricht kriegen, die sagen, dein Inhalt wird jetzt von uns in den Empfehlungsalgorithmen empfohlen und eben nicht der Content, der kopiert wurde. Okay, ja, das macht er zu. Und damit sind wir heute am Ende. Mensch, hast du noch was zu bewerben, was loszuwerden? Vielleicht eine hoffnungsvolle Botschaft? Vom 3. bis 5.
54:28 Markus Beckedahl
Oktober findet in Bundes B Future Feature statt. Ja, das freut mich. Ja, dann sehen wir uns da ja. Also ein Festival für konstruktiven Dialog und Journalismus, teilweise kostenlos zugänglich in der Bonner Innenstadt auf verschiedenen Bühnen und dann für die Ticketinhaberinnen gibt es noch viel, viel mehr Programme. in geschlossenen Räumen rund um diese neue Reformbewegung und die Idee, dass Journalismus auch besser werden kann. Also das ist so die eine Möglichkeit. Unter b-future. org findet ihr da mehr Infos. Ja, sonst arbeiten wir daran, dass es im kommenden Jahr wieder eine Republika gibt. Die ganz kleiner. Ja, ich auch, ja. Und ja, im Rahmen des Reperbahn-Festivals gibt es nochmal einen kleinen Ausflug der Republika vom 19. bis 21. September in Hamburg. Da bin ich wahrscheinlich den Heiligen Geist feld.
55:20 Gavin Karlmeier
Da müssen andere mich vertreten. Ja. Aber alles sehr gute, sehr gute Ratschläge geht da hin. Alles, was Markus macht, ist gut. Ist zumindest mein. Ich kenne dich jetzt. Seit nicht so vielen Jahren, aber seitdem ich dich kenne, ist mein Eindruck, alles was du machst, ist gut. Ja, danke gleich bei uns. Vielen Dank. Ach, wie süß. Guck mal, wie lieb wir uns haben. Vielen Dank dir, dass du da warst. Immer wieder gerne. Bis bald. Vielleicht sehen wir uns vor der US-Wahl ja nochmal. Ich würde mich freuen. Ja, gerne. Und ich wünsche allen, die bisher zugehört haben, eine wundervolle Woche. Und achso, eine kleine Ankündigung. Es wird diese Woche. voraussichtlich zwei Solo-Episoden geben, weil ich mal unterwegs bin. Und dann gibt es aber, das werden wir alle auch überstehen. Ich kann auch ein bisschen alleine in Mikrofone reden. Vielen Dank euch. Danke dir, Markus.
56:04 Markus Beckedahl
Danke dir, tschüss.