Folge 318 · 14. August 2024 · 14 Min.
Der Präsidentschaftskandidat und sein Hofberichterstatter
Trump hat von Musk eine riesige Bühne bekommen. Doof nur, dass die Bühne zu Beginn des Gespräches erstmal auseinandergefallen ist.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo zusammen, ich melde mich heute mit einer Episode ganz alleine, heute mal ohne Gast. Das hat so ein bisschen. organisatorische Gründe, Sommergründe, was auch immer für Gründe. Aber ich wollte die Folgen nicht ausfallen lassen, weil wir gerade durch so eine heiße Phase gehen, wie ihr sicherlich auch feststellt, denn nicht nur wettermäßig, sondern auch Politisch, gesellschaftlich erleben wir gerade extrem viel und ich wollte das nicht alles nach einer Woche aufarbeiten. Da wären wir irgendwie nach drei Stunden erst fertig. Denn in der Nacht von Montag auf Dienstag hat Der Twitter-Space stattgefunden zwischen Donald Trump und Elon Musk oder wie die beiden das genannt haben, das Interview des Jahrhunderts. Man muss sagen Ehrlicherweise ist es das nicht geworden. Ganz, also wenn ich das too long didn't watch zusammenfassen sollte, würde ich sagen, ehrlicherweise war es kein Interview, sondern Donald Trump redet einfach so anderthalb Stunden vor sich hin. Und Elon Musk sagt die ganze Zeit, wie ich glaube, die Fatz war es geschrieben hat, sagt die ganze Zeit einfach nur Yeah. Das waren so die größten Talking Points, die Elon Musk jedenfalls hatte. Abgesehen von einem, nämlich der Tatsache, dass dieses Interview wieder einmal 42 Minuten zu spät gestartet ist. Wieder einmal deswegen, weil das. Das gleiche Problem gab es bereits, als auf X in einem Space Ron DeSantis damals seine republikanische Präsidentschaftskandidaturkandidatur bekannt geben wollte. Der ist es ja nicht geworden später, aber diese Verkündung fand eben auch in einem X-Space statt und weil das eben damals nicht so richtig gut technisch funktioniert hat, hatte man damals gesagt, okay, wir müssen hier. Die Server Ressourcen irgendwie doch aufrüsten und laut, Elon Musk soll angeblich im Vorfeld dieses jetzigen Gespräches mit Donald Trump einen Stresstest statt . gefunden haben, der geprüft hat, ob acht Millionen Hörerinnen und Hörer gleichzeitig auf dem Service Platz finden. Angeblich hätte das geklappt im Vorfeld, so heißt es zumindest. Tatsächlich war es so, dass aber dieses Gespräch eben zusammengebrochen ist, weil eben angeblich die Server das nicht ausgehalten haben oder wie Elon Musk es nennt, eine DDOS-Attacke statt. gefunden hat. Wir haben das hier schon mal erklärt, man muss sich das so ein bisschen vorstellen. Also so eine Denial of Service-Attacke funktioniert so, dass viele Menschen gleichzeitig oder viele Server vor allem gleichzeitig einen Angriff auf einen Server von ihm, indem sie ihn gleichzeitig ansprechen. So ein bisschen so wie, naja, man veranstaltet eine Party und jemand taucht mit 400 Begleitungen auf und macht damit die Party kaputt. Ungefähr sowas witterte Elon Musk. hier hinter diesem technischen Zusammenbruch. The Verge glaubt das allerdings nicht. Die Tech-Plattform in den USA sagt, dass ein Ex-Mitarbeiter ihnen gesagt hätte anonym, es gebe eine 99%ige Chance, dass Elon Musk hier an dem Punkt lügen würde. Und sie sagen, es ist doch sehr bemerkenswert, dass alle anderen Services auf X gleichzeitig funktioniert haben und vor allem auch andere X-Spaces. gleichzeitig funktioniert haben. Das heißt, genau der Dienst, der hier angeblich angegriffen wurde, hatte überhaupt gar keine technischen Probleme, außer eben dem Gespräch zwischen Elon Musk und Donald Trump. Ob das jetzt daran liegt, dass bei Ex niemand mehr arbeitet, der sich darum kümmern könnte, dass so ein wahrscheinlich sehr öffentlichkeitswirksames Gespräch, das offenbar bis zu acht Millionen Menschen irgendwie erreichen. . sollen konnte. So viele waren es übrigens am Ende nicht. Ex selber hat gesagt, es waren 915. 000 Menschen. Ob das jetzt daran gelegen hat oder ob es da irgendwelche anderen organisatorischen Gründe gab, dass dieses Gespräch einfach zu spät angefangen hat und man sich hier so eine ganz wundervolle Erzählung stricken konnte, dass ex eben angegriffen wurde. Elon Musk hat in dem Gespräch nämlich selber auch darauf Bezug genommen und hat gesagt, man sieht, dass die Opposition hier angreift, weil sie es nicht ertragen, dass die Gegenposition einfach nur spricht. Naja gut, als Narrativ funktioniert das irgendwie, aber es lässt sich eben technisch absolut an keiner Stelle irgendwie nachhalten, ob das hier tatsächlich passiert ist. Wie gesagt, The Verge glaubt es nicht und wenn The Verge das sagt, dann kann man da durchaus mal Zweifel an diesem. an dieser Erzählung bekommen. Aber auch inhaltlich war dieses Gespräch ansonsten ziemlich dünn. Also was passiert ist, ist, dass Donald Trump gesagt hat, dass Kamala Harris auf dem Timecover aussehen würde wie Melania. Es gab Solche Schlagabtäusche, es gab aber auch Lobeshymnen auf Kim Jong und dass es sowas passiert ist. Ihr könnt euch das, wenn ihr wollt, natürlich gerne selber immer noch anhören. Ich würde da jetzt allerdings glauben, eure Zeit könnte besser investiert werden. Hört lieber noch ein paar alte Folgen Haken dran. Mask hat übrigens in dem Gespräch selber nochmal bekräftigt, dass er für eine beratende Position bei. . . in der Regierung zur Verfügungsstunde und zwar für eine Kommission für Regierungseffizienz. Er sagt, er würde gerne dabei helfen, Staatsausgaben zu kontrollieren. Da muss man dazu sagen, da weiß ich nicht, ob das, was die Unternehmen, die er so führt und was die so in letzter Zeit für Zahlen geschrieben haben, ob das jetzt so der perfekte Track-Record ist, um auf Regierungsebene Zahlungen und Kosten einzusparen. Ich bin mir da nicht sicher, ehrlicherweise. Aber es gibt eben schon länger diese diesen Hinweis darauf, dass Musk offenbar bereit wäre, eine beratende Position in der Regierung unter Donald Trump einzunehmen. Naja gut, wir bleiben dran, wir schauen uns das Ganze an. Ansonsten ist interessant, dass im Vorfeld dieses Gespräches zwei Dinge passiert sind, über die wir sprechen müssen. Das eine ist, dass Donald Trump wieder angefangen hat, den. Ex-Account at RealDonald Trump zu bespielen. Das ist das zweite Mal seit der Sperrung, die er von Twitter damals erlebt hatte nach dem Sturm auf das Kapitol. Das erste Mal war es im Zuge einer Verkaufsaktion eines T-Shirts. Das zweite Mal ist es eben jetzt. Und interessanterweise sind diese Tweets, die er dort aber absetzt, halt keine klassischen Donald. Trump, Capslock, Wutausbrüche, die ohne Sinn und Verstand einfach nur sich über irgendwelche Dinge aufregen, die in der Welt stattfinden, sondern es sind. . Eigentlich offenbar von der Kampagne geplante Inhalte, es sind Kampagnenvideos, es sind Links, es einfach nur ein Tweet, in dem groß drinsteht, Make America Great Again. . Also offenbar hat Donald Trump seinen Account aus wahrscheinlich Impulsgründen. Bislang selber immer noch nicht selber bespielt, sondern ihnen in die Hände der Kampagne gegeben. Was vermutlich einer der schlauesten Dinge ist, die Donald Trump je gemacht hat. Auch das möchte ich gerne so zumindest mal festhalten. Und das andere, was im Vorfeld dieses Gesprächs passiert ist, ist, dass Thierry Breton bin Mar Kommissar der EU sich in einem Brief an Elon Musk gewendet hat und ihn gewarnt hat, dass die EU es nicht hinnimmt, wenn Inhalte, die zu Hass Gewalt oder Rassismus in Verbindung mit politischen Ereignissen Menschen auf der Welt aufstacheln könnten. Und dass die EU hier ganz besonders auf Spillovers achten wird, also auf Naja, darüber, dass eben die Effekte, die in diesem Gespräch stattfinden, auf eine Community überschwappen oder sogar in andere gesellschaftliche Bereiche überschwappen oder eben in die EU. Thierry Breton hat ja auch nochmal einen ganz klaren Zusammenhang zwischen den Protesten und Ausschreitungen und Krawallen, rechtsradikalen Krawallen in Großbritannien und der Verantwortung der Position der Plattform X. und Elon Musk hingewiesen. Also Thierry Breton ist hier mal wieder, ist hier mal wieder sehr deutlich in seiner Formulierung, sehr klar, zählt Elon Musk und X hier weiterhin an. Und hat seinen Tweet, den er dazu veröffentlicht hat, unter die Überschrift gesetzt, mit großem Publikum kommt große Verantwortung. Wir kennen das von Spider-Man. Und ehrlicherweise muss man sagen, viel besser kann man eigentlich diesen Sachverhalt hier gar nicht zusammenfassen, als das, was Thierry Breton macht. Dass Elon Musk da offenbar weiß, was er tut, zeigt, wie impulsiv, wie wütend er darauf reagiert hat, mit einem sehr beleidigenden Meme. Vor auf X hat er ein Post veröffentlicht, in dem er ein Tropic Thunder Meme gepostet hat. Ich will das nicht wortwörtlich wiedergeben, aber es ist eine ganz klare Beleidigung, in der es einfach gar nicht mehr um inhaltliche Auseinandersetzung geht, sondern wirklich nur noch um Naja, um das halt, um darum Thierry Breton unmöglich zu machen. Also ich möchte damit sagen, dass es die EU hier für Arbeit leistet im Kampf gegen Desinformation und Verbreitung von Hassrede auf Ex, das kann man gar nicht überschätzen, denn das, wie Elon Musk reagiert, zeigt ja, dass die EU hier einen wunden Punkt trifft. Und ich möchte das lobend an der Stelle erwähnen. Ansonsten haben wir noch ein anderes Thema heute. Ihr merkt, es ist eine kleine kurze Episode. Es ist, es sind, was soll ich sagen, es sind 38 Grad heute. Dementsprechend, wir brauchen nicht viel tiefer ins Detail gehen. Die Folge von Freitag wird übrigens ähnlich schmal ausfallen, aber dafür geht es eben am Am Montag dann eben wieder in aller Ausführlichkeit weiter. Dann übrigens so viel kann ich schon mal vorwegschicken mit Nicole Diekmann. Die ist am Montag dabei. Aber wie gesagt, klebt noch ein zweites Thema und zwar hat Adam Mossari einen Post auf Threads veröffentlicht. Adam Mossari, der Instagram-Chef und auch der Verantwortliche für Threads Und hat geschrieben, ich kann nichts zu den Zahlen von X sagen, aber wir haben im Juli die 175 Millionen aktiven NutzerInnen von Threats und im August die 200 Millionen monatlich aktive NutzerInnen erreicht. Die täglich aktiven NutzerInnen wuchsen fast genauso schnell, vielleicht sogar noch etwas schneller. Das zeigt, dass diese Plattform zumindest wächst. Eine Zahl, die aber, und das finde ich interessant, von externen Beobachtungen jetzt noch. noch nicht so ganz genau beobachtet werden konnte. Man muss dazu sagen, dass monatlich aktive NutzerInnen ein Wert ist, den man jetzt über die Methoden, die man von außen hin nutzen kann, nicht zwangsläufig nachvollziehen kann. Denn Die Mittel, die Unternehmen wie Sensor Tower oder Similar Web, auf die ich mich jetzt gleich beziehen werde, nutzen, sind Zugriffszahlen, hochgerechnete Zugriffszahlen. über die Web-Oberfläche. Das rechnet also Leute, die über die App auf eine Plattform zugreifen, nicht zwangsläufig mit ein. Das ist auch nicht ganz passgenau, weil man nicht die ganz genauen Dokumente kennt, nicht die ganz genauen Protokoll, äh, Serverprotokolle, das ist, was ich sagen wollte. Aber es gab eben auf Threads in der letzten Woche immer mal wieder die Meldung, dass gerade ein großer Exodus stattfindet. Also dass viele Menschen der Plattform X den Rücken kehren und dass sie eben Beispielsweise als Folge der Krawalle in Großbritannien, der rechtsradikalen Ausschreitung, im Ex den Rücken kehren und diese Plattformen nicht mehr benutzen möchten. Das sind Zahlen, die im Sensor Tower so nicht zwangsläufig nachvollziehen kann. Sie sagen sogar, dass sie täglich aktiven Nutzungen. zur NOFEX von Juli auf August weltweit um 2% gestiegen sind, während die von Threads eben unverändert geblieben sind nach ihren Erhebungen. sagen auch, dass die App-Installationen bei X und bei Threads im August stabil geblieben sind im Vergleich zum Juli. Da muss man übrigens dazu sagen, dass wenn du in die App-Stores schaust, dass die Platzierung von Threads eigentlich immer eine Top-Drei-Top-Fünf-Position ist, also egal in welchen App-Store man international schaut, während X, abgesehen von der Tatsache, dass sie sich selber in die Kategorie News gepackt haben, um zumindest dort weit oben zu stehen. eher eine zweistellige Platzierung erreichen, irgendwo zwischen 20 und 30 zumeist. Also Threats wird von mehr Leuten heruntergeladen als Ex. Das ist aber auf der anderen Seite auch nicht so überraschend, weil eben viele Menschen, die potenzielles Microblogging-Publikum sind, möglicherweise eben auch schon die X-App auf dem Telefon installiert haben. In den USA allein sind die täglich aktiven NutzerInnen von Eggs und Threads um ungefähr 2-3% gestiegen. Das heißt, hier gibt es ungefähr ein gleichbleibendes Wachstum. Und SimilarWeb eben, das eben waren die Zahlen von Sensor Tower, und SimilarWeb stellt ähnliche Dinge fest und sagt, sowohl bei X als auch bei Threads gibt es tägliche und wöchentliche Schwankungen, die im völlig normalen Bereich fürs Web liegen. Sagen Sie, sagen aber auch, dass X im Moment zu Beginn dieser Woche im Vergleich zur Vorwoche sogar um 1,4% gestiegen ist, während zweit es um 1,5% gesunken ist. Das sind erstmal alles Sozialen, mit denen man arbeiten kann, wenn man das möchte. Ich lasse euch die hier mal liegen und hoffe, ihr könnt damit ein bisschen was anfangen
12:10 Speaker 3
Und dann habe ich noch eine Kleinigkeit, eine Beobachtung, aber dafür nehme ich euch mit hier hin.
12:15 Gavin Karlmeier
Funktionen und Emotionen. Denn auf X gibt es jetzt eine Funktion, die mir bislang nicht untergekommen ist und die vor allem interessant ist für. Leute, die regelmäßig Haken dran hören, denn man kann nun dort seine Antworten unter den Tweets sortieren. Genauso wie bei Threads und interessanterweise in den Kategorien aktuell beliebt oder besonders relevant. nahezu wortidentisch ist mit dieser Funktion, die Threads eben auch seit einer Woche ausgerollt hat. Ich weiß nicht, ob das eine reine Copycat ist oder ob ich das Feature ersetzt ausgerollt bekommen habe. Aber ich finde es doch schon sehr interessant, dass offenbar im Team von X auch Menschen sitzen, die sehr genau darauf schauen, was bei Threads passiert und was man sich möglicherweise dort von Funktionen abschauen kann. Ist jetzt kein Indiz für irgendwas. Ich wollte euch zumindest diese kleine Anekdote noch zum Schluss mitgeben und wünsche euch einen ganz wundervollen Mittwoch. Ich hoffe, es ist nicht. Allzu heiß bei euch. Ich hoffe, ihr ertragt es. Ich hoffe, ihr ertragt diese kleine Solo-Episode und wie immer, wenn wir eine Solo-Episode machen, interessiert es mich ob ihr euch mein monologisches Geschwafel tatsächlich bis zum Ende angehört habt. Und das könnt ihr mir beweisen, indem ihr in die Spotify-Kommentare in den Hakendran-Discord, den ihr unter hakendrann. org findet oder in die YouTube-Kommentare oder wo auch immer ihr gerade unterwegs seid, einfach ein überraschendes Emoji postet. Dann weiß ich, ihr habt euch das bis hierhin angehört und das beruhigt mich und mein Gewissen. Und zeigt mir, dass Solo-Episoden vielleicht auch nicht ganz so schlimm sind. Jetzt aber vielen Dank euch, einen wundervollen Mittwoch, einen wundervollen Donnerstag. Wir hören uns einfach am Freitag wieder und tschüss.