Folge 323 · 28. August 2024 · 24 Min.
Wieviel Einfluss hat(te) die US-Regierung auf soziale Netzwerke?
Mark Zuckerberg hat einen offenen Brief geschrieben – und schildert darin den Druck, den Regierung auf Meta während der Corona-Pandemie ausgeübt haben sollen.
Außerdem: Die Mitarbeiter*innen von X zucken mittlerweile nur noch mit den Schulter. Aktienpakete? Umzug? Wer’s glaubt!
➡️ CNN über den offenen Brief von Meta: https://edition.cnn.com/2024/08/27/business/mark-zuckerberg-meta-biden-censor-covid-2021/index.html
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo zusammen Anders als angekündigt, heute eine Solo-Episode, mal ohne Gast, aber wir haben ein bisschen was zu besprechen, deswegen müssen wir hier ein bisschen, äh, ein bisschen, wie sagt man, Meta machen, ab Freitag dann wieder in der nächsten Episode, wieder mit einem Gast wie gewohnt, so wie ihr euch das Wie ihr es kennt. Und der angekündigte Gast für heute, Dominik Hammes, der kommt nächste Woche Mittwoch zu uns. Also keine Sorge, alles wird gut Und ich möchte direkt einsteigen mit einer kleinen Housekeeping-Geschichte. Und zwar habe ich in der letzten Episode behauptet, dass Telegram ja ein verschlüsselter Chat sei. Das ist zwar in einer gewissen Art richtig, allerdings ist der Weg dazu, eine verschlüsselte Erfahrung bei Telegram zu erleben, sehr kompliziert. Sprich, wenn ich einen Chat mit jemandem führe. Und ich möchte diesen Chat verschlüsselt haben, dann muss ich diesen Chat extra erstellen, um einen Ende zu Ende verschlüsselten Chat mit jemandem führen zu können. Das bedeutet aber auch, dass eigentlich vermutlich. Über 90 Prozent aller Chats, die dort geführt werden, eben nicht Ende zu Ende verschlüsselt sind, sondern öffentlich einsehbar für alle, die Lust haben, daran teilzunehmen. Also Ganz so ist es auch nicht, aber wenn ich jetzt einen öffentlichen, eine öffentliche Gruppe erstelle oder eine öffentliche Broadcast-Liste, dann kann diese Liste. . theoretisch von allen Leuten eingesehen werden. Normale Chats, die ich jetzt mit Personen führe, können natürlich nicht von allen Leuten eingesehen werden, aber sie liegen eben auch nicht verschlüsselt auf den Servern. Warum ich das so klar mache, ist, weil mir wirklich, ich glaube, ich habe zu keinem anderen Thema so viele Nachrichten bekommen wie zu diesem und deswegen war es mir hier ein ganz persönliches Anliegen, das hier einmal aus der Welt zu schaffen. Ich will ganz ehrlich sein, ich habe hier sehr, sehr viele Texte von euch gekopynd und pastet. Manche davon sind wirklich sehr, sehr schlau und helfen uns weiter. Also zum Beispiel Habe ich hier, Telegram ist getrennt in Kanäle, also One to Many und Chatgruppen, die niemals verschlüsselt sind und auch Direktnachrichten, die man dort bekommt, sind niemals, äh, sind nicht verschlüsselt. Es sei denn, man erstellt extra einen geheimen Chat, was aber niemand tut. Das heißt, alle Inhalte, die dort geteilt werden, Chats, Inhalte und so weiter, liegen im Klartext auf den Telegram-Servern. WhatsApp dagegen ist grundsätzlich immer verschlüsselt, nur die Metadaten gehen an Meta und werden von ihnen auch verwendet. Also Kontaktlisten, die Zeiten der Chats und so weiter. Wenn man einen tatsächlich gut verschlüsselten Messenger nutzen möchte, sollte man auf Signal oder Threamer umsteigen. Und die Rolle von Pavel Duro auf dem Telegram-Gründer ist in sich sehr, sehr fragwürdig, schreibt zumindest diese Person hier. Ich wäre vorsichtig damit, ihn als Helden oder Ähnliches zu verehren. Es gibt durchaus Hinweise darauf, dass er sich immer weiter, dass er auch immer weiter mit dem russischen Staat. zusammengearbeitet hat. . Ich glaube, das haben wir aber in der letzten Folge auch ziemlich klargemacht. Marv hat das übrigens im haken dran Discord geschrieben. Ich glaube, wir haben auch klargemacht, dass er für uns kein Held ist, dass wir lange schon darauf gewartet haben, dass hier Regulierung Telegram greift und eben dieser nahezu rechtsfreie Raum, der da so zumindest wahrgenommen wird, dass dem ein Ende gesetzt wird Ich finde, dass viele dieser Aspekte natürlich richtig sind. Trotzdem blieb dieses Störgefühl, auch wenn es hier nicht zwangsläufig um verschlüsselte Daten geht. Ähm, gab es trotzdem eine Art Steuergefühl, weil was aber vermutlich bei mir eher daher rührte, dass es sich ja eigentlich im Kern um einen Chat-Dienst handelt. Alles weitere besprechen wir hier in den nächsten Episoden, wir haben dazu ein paar Gäste geplant, die sich hier ein bisschen stärker damit auseinandersetzen. Ich parke das Thema, möchte das weiter mit euch diskutieren, freue mich auch auf weiteres Feedback dazu, wollte aber klarstellen, dass ich mich, was das angeht, zumindest. wie sagt man so schön in die Nesseln gesetzt habe. Jetzt habe ich gerade den Haken dran-Discord-Chat erwähnt. Für alle, die den nicht kennen, die hier vielleicht heute auch das erste Mal zuhören. Also Discord ist ein Chat-Tool, in dem man. eigentlich wie viele Chatgruppen gleichzeitig in einer App haben kann, die aber auf sogenannten Servern liegen, die dann eben thematisch zusammenhängen. Das ist hier in dem Fall der Haken dran-Discord, in dem es ganz viele Räume, ganz viele Gruppen gibt, die sich eben thematisch mit den Dingen auseinandersetzen, über die wir hier die ganze Zeit sprechen. Und der ist kostenlos. Ihr könnt da alle zukommen, könnt euch mit Leuten austauschen, die aus der Branche kommen, die sich mit der Thematik. . leidenschaftlich auseinandersetzen, die aber auch Spaß dran haben, unter Hagendran. org. Und warum ich das so breit erzähle, ist, weil es tatsächlich passiert ist Dass wir die 1000 Leute dort geknackt haben. Also wir sind jetzt über 1000 Leute in diesem D-Discord-Raum und das ist krass. Also ich habe das schon mal gesagt, dieser Chat ist am Ende größer als dieser Podcast hier und die Community, die dort unterwegs ist, ist eigentlich. Naja, das ist eigentlich der Auftraggeber des Podcasts, wenn man so will. Also vielen, vielen Dank für den ganzen Support, dass ihr alle da seid. Das ist wirklich mega, mega schön, möchte ich einmal gesagt haben. So, und jetzt habe ich, wie das immer so ist, schon fünf Minuten durchgequatscht und möchte trotzdem mit euch eigentlich über ein paar Themen sprechen. Denn es ist ein bisschen was passiert und es gibt ein paar Infos, die. Tagesaktuell wichtig sind. . . Ich möchte mit euch mit Meta einsteigen. Die erste Meldung ist ja eigentlich eine, die ich schon lange prognostiziert hatte. Und zwar ist der Hinweis. dass Threads eine Instagram-App ist, aus dem App Store verschwunden. Das bedeutet, dass Threads jetzt offenbar in der Meta-Produktfamilie als eine eigene App wahrgenommen wird, die eben gleichbedeutend existieren darf, die neben Instagram und Facebook existieren darf und nicht mehr in dieser Produktlogik irgendwo unter Instagram liegt. Ich habe das hier irgendwann schon mal prognostiziert, dass es wohl auf diesen Weg irgendwann zugehen wird. Finde es aber trotzdem interessant, dass es jetzt eben, dass dieser Schritt vollzogen wurde. Man könnte mutmaßen, dass das auch der erste Schritt dazu ist, dass Threads sich tatsächlich so ein bisschen emanzipiert und dann irgendwann tatsächlich auch bald wirklich mit Werbung anfängt, obwohl Meta das selber ja noch abstreitet. Aber diese Entwicklung finde ich vor allem deswegen interessant, weil dass der Plattform eine gewisse Wichtigkeit in Meta zuschreibt, die man zwar immer wieder auch unterstellen musste, aber de facto ist es so, wenn große Unternehmen sich dazu entscheiden, Dinge nicht mehr vorzuführen, obwohl viele Menschen es noch benutzen. dann ist man als NutzerInnen am Ende der Nahrungskette. Und das passiert hier eben oftmal erstmal nicht. Meta glaubt also so stark an Threads, dass es Threads zu einem eigenen Teil der Familie macht und nicht länger nur einfach das kleine Kind von Instagram sein lässt. Irgendwann wird sich das vermutlich auch in den Jobbbeschreibungen wiederfinden. Nach wie vor ist Adam Moussari der Chef von Instagram und Threads. Ob er das bleibt? Unklar, wissen wir nicht. Wenn er das aber bleibt, dann wird wahrscheinlich Product Lead Threads auch bei ihm in diese Produkt, in diese Berufsbeschreibung, so heißt das. Wandern. Also hochinteressant, wie da in dem Haus damit umgegangen wird, was Threads eigentlich ist. Und eine andere Meldung, die ich vermutlich auch in der nächsten Episode nochmal mit Thorsten Beek, der dann übrigens zu Gast sein wird, besprechen möchte. behandelt einen offenen Brief, den Meta veröffentlicht hat, in dem Mark Zuckerberg sich an den Justizausschuss des Repräsentantenhauses richtet. Und dort darstellt, dass seine Teams vom Weißen Haus unter Joe Biden unter Druck gesetzt wurden. Inhalte um das Thema rund um Corona und Covid-19 zu zensieren. Also Levy zitiert mit, im Jahr 2021 setzten hochrangige Beamte der beiden Administrationen einschließlich des Weißen Hauses. unsere Teams monatelang wiederholt unter Druck, bestimmte Covid-19-Inhalte zu zensieren, einschließlich Humor und Satire und äußerten viel Frustration gegenüber unseren Teams, wenn wir nicht zustimmten. Und ich will kurz dazu eine Emotion äußern. Zweierlei. Die erste Emotion ist, dass während der Corona-Pandemie. vermutlich viele Entscheidungen getroffen wurden, die unter einem absoluten Druck gefällt wurden. Der Druck, nämlich dass man schnell Entscheidungen treffen musste, die sich im Zweifel nicht demokratisch stützen ließen, würde ich fast sagen, dafür aber auf der anderen Seite dazu führen könnten, Menschenleben zu retten. Ich glaube, das ist ein unglaubliches Problem für viele Menschen, die Entscheidungen getroffen haben Dass man hier versucht hat, irgendwie ein völlig unbekanntes Problem für eine Weltgemeinschaft so Zu lösen, dass es den möglichst geringen, einen möglichst geringen Schaden anrichtet, in Form von Menschenleben zum Beispiel. dabei auch Entscheidungen getroffen wurden, die man so vielleicht außerhalb von Pandemiebedingungen nicht getroffen hätte. Ich glaube, das liegt in der Natur der Sache. Das andere, was ich hier aber empfinde, ist, dass ich mich frage, ob. das nicht hier einfach nur eine Art der Auslegung ist des Versuches, Falschinformationen auf einem Netzwerk in einem unglaublichen Ausmaß einzudämmen und zwar hier auch in Form einer Regierung, also in Form von einer Regierung. Denn dass Corona ein Thema war, das ein unglaublichen Boost für Desinformation, für Verschwörungserzählungen und auch für Leute, die sowas verbreiten, ausgelöst hat. Das ist ja kein Geheimnis. Und ich glaube, das ist auch keine, da gibt es nicht zwei Meinungen. Ich vermute, da können wir alle mitgehen. Dass dann während dieser Pandemie, in der solche Entscheidungen unter Druck getroffen wurden, wie ich es gerade dargestellt habe, dann auch noch versucht wird, dass man eben nicht dauernd in Desinformation läuft. Und zwar als Regierung Und zwar, indem man auf Netzwerke zugeht, die de facto Öffentlichkeiten betreiben, halte ich für nicht zwangsläufig verwerflich. Also natürlich wird es hier auch Entscheidungen gegeben haben, die so nicht richtig sind und ich glaube, dass man darüber auch offen sprechen kann. Ich finde aber den Zeitpunkt dieses offenen Briefes von Mark Zuckerberg hoch interessant, denn wir haben vor einigen Monaten hier über seine Begeisterung Vor der Geste Donald Trumps gesprochen, kurz nach dem Attentat sich mit der gereckten Faust hinzustellen und feizurufen, dass das in jedem Amerikaner und auch in ihm einen großen Respekt ausgelöst hatte. Im selben Atemzug hat er aber gesagt, dass er niemanden endorsen möchte. Dass sich jetzt ausgerechnet Meta und Mark Zuckerberg aber so gegen die amtierende noch Regierung stellen und damit im Zweifel Zweifelsäen, finde ich zumindest bemerkenswert. Ich weiß nicht, ob ich hier jetzt selber in eine Verschwörungsspirale gerate, wollte aber diesen Zusammenhang zumindest mal aufmachen, weil ich nicht sicher bin, ob ich der Einzige bin, der diesen Zusammenhang herstellt. Oder ob der vielleicht sogar völlig auf der Hand liegt. CNN hat sich zu diesem offenen Brief nochmal so ein bisschen stärker, äh, mit diesem Brief noch ein bisschen stärker beschäftigt und hat noch ein paar Aussagen eines Metasprechers, wie zum Beispiel Wir glauben, Tech-Unternehmen und andere private Akteure, dass Tech-Unternehmen und andere private Akteure die Auswirkungen ihrer Handlungen auf das amerikanische Volk berüchtigten Berücksichtigen sollten. Wenn ich alleine bin, kann ich nicht reden, es tut mir leid. Während sie unabhängige Entscheidungen über die Informationen treffen, die sie präsentieren. Also, was da drin steckt, ist Unabhängigkeit. Und natürlich verstehe ich den Wunsch nach einer unabhängigen Regulierungsstelle, gerade was Informationen angeht, aber auch Meta isst das nicht. Auch Meta selber ist nicht unabhängig. Und irgendjemand muss diese Entscheidung treffen. Ich sehe dieses Dilemma. Selbstverständlich, dass in anderen Staaten teilweise andere politische Meinungen verboten sind und deswegen auch auf Plattformen wie Meta im Zweifel nicht verbreitet werden dürften oder dürfen. Und dass das hier im Zweifel auch eine Vorbauleistung für genau solche Repressionen sein können. Trotzdem Ist Meta nicht in der Position, sich hier über Gesetze oder Regierungen hinwegzusetzen? Obwohl ich auch dazu sagen möchte, auch Regierungen müssen sich an Gesetze halten und können sich eben auch nicht über diese hinwegsetzen. Also ich sehe natürlich hier ein Dilemma, finde aber den Zeitpunkt zumindest diskussionswürdig und bemerkenswert. Ich verlinke euch in den Shownotes mal den kompletten CNN-Text. Der ist, wie gesagt, sehr interessant. Es gibt noch ein paar Gedanken darin, die ich vielleicht nochmal mitnehmen möchte in Zukunft. Aber ja. Das soviel dazu. Im CNN zitiert übrigens auch Joe Biden damit, dass er im Juli 2021 gesagt hat, dass soziale Medienplattformen Menschen mit Fehlinformationen über die Pandemie umbringen würden. Was so ein bisschen das ist, was ich gerade sagen will. Biden hat dieses Wort später zurückgenommen und hat sich dafür auch entschuldigt, aber auch der Gesundheitsminister Murphy hat damals gesagt, viel Informationen seien eine ernsthafte Bedrohung für die öffentliche Gesundheit. Und wenn das das Mindset ist, mit dem man eben in solche Diskussionen reingeht, dann lässt sich ein derartiger Einfluss auch zumindest nachvollziehen, wenn auch vielleicht nicht rechtfertigen. Ich möchte das diskutieren, bin gespannt, was ihr dazu sagt. Könnt ihr euch ja mal zu äußern, entweder im Discord-Chat oder in den Spotify-Kommentaren oder bei YouTube oder Wo auch immer ihr das hier hört, seht, konsumiert. Und die dritte Meta-Meldung des Tages ist, finde ich, super. Also, Meta hat angekündigt, ab dem 14. Januar 2025, also in ein paar Monaten, das Tool Spark AI abzuschalten und damit auch alle Inhalte, die über Spark AI generiert wurden. Und das ist der, wer das nicht kennt, das Tool, mit dem man zum Beispiel so Kamerafilter erstellen konnte, mit dem man bei Facebook solche AR-Tools erstellen konnte. Und tatsächlich auch ein Tool, das in Deutschland für einen, also zumindest nur aus Deutschland, vielleicht auch in anderen Ländern, für einen unglaublichen Reichweitenhack genutzt wurde, weil es ein paar Leute gab, wie zum Beispiel die Influencerin Kamuschka. die einen Instagram-Kamera-Filter erstellt hat, der darüber wahnsinnig viele FollowerInnen für diesen Kanal, also für sie, generiert hat. Das heißt, ein Tool, mit dem man A die Community so ein bisschen, wie sagt man, florieren lassen konnte, die Community ein bisschen vitalisieren lassen konnte oder vitalisieren konnte. gleichzeitig aber über die Kamerafilter eben Features platzieren konnte, die eben irgendwie interessant waren, die auch Spaß gemacht haben. Es gab viele Drittplattformenfilter, die eben bei vielen Leuten auch auf große Liebe gestoßen sind, wie zum Beispiel Dinge wie der 1 auf die Kartoffel Abstimmungs-Rating-Filter. Wir erinnern uns vielleicht an dieses Meme, das zur Fußball-EM dieses Jahr. viral gegangen ist. Es gibt Menschen, die TechCrunch zitiert, die sagen, dass sie damit ab Januar offenbar arbeitslos werden, weil sie für die Entwicklung Ein Hund, weil sie von der Entwicklung von AR-Filtern gelebt haben. Und welcher Zusammenhang hier aufgestellt wird, den ich wahnsinnig interessant finde. ist, dass eben diese AR-Filter für Facebook nach wie vor auf der Agenda stehen. Facebook selber wird hier auch zitiert damit, der sagt, wir sind der Gemeinschaft von Künstlern, Unternehmern und anderen wichtigen Akteuren der Die Teil der Meta-Spar-Kreise waren sehr dankbar. Als wir diese Plattform vor sieben Jahren ins Leben riefen, waren Erfahrungen mit Augmented Reality für die meisten Verbraucher neu. Seitdem haben der Allenfallsreichtum, die Innovation und die Kreativität unserer AR-Community dazu beigetragen, die Reichweite von AR auf den Metaplformen auf hunderte von Millionen von Menschen auszuweiten. Kann man also auch so übersetzen mit, schönen Dank, dass ihr uns geholfen habt, das Thema groß zu machen, jetzt brauchen wir euch nicht mehr. Ist nicht so richtig nachvollziehbar an vielen Stellen. Und auch der Zusammenhang mit dem derzeitigen Umgang, das im Meta nach wie vor an AR forscht und arbeitet, möglicherweise sogar eine AR-Brille an den Start bringen könnte. die eben nicht einfach nur wie diese Ray-Ban-Brillen, die wir wahrscheinlich alle kennen, mit denen man einfach filmen kann und Fotos machen kann, sondern eben tatsächlich auch etwas darstellen können auf den Gläsern der Sonnenbrille. Also AR ist nach wie vor ein großes Thema. Aber eben nicht mehr für DrittanbieterInnen bei Meta. Und das finde ich also sehr interessant. Man verscherzt es sich jetzt gerade mit einer kompletten, kompletten Branche, ja offensichtlich auch, mit einer kompletten Community. Und damit tut man sich keinen großen Gefallen und bringt am Ende sogar die Leute wieder zurück zu TikTok, obwohl man eigentlich dabei war, sie eigentlich wieder zurückzugewinnen, während bei TikTok dieses Erstellen von Filtern eben nach wie vor möglich sein wird. Und TikTok wäre ziemlich gut beraten, das jetzt nicht auch noch einzustellen oder Snapchat. Aber warten wir es ab. Ich bin sicher, kann man sich dann niemals sein. So, kommen wir noch zu Ex. Wir haben auch noch ein paar Geschichten von Ex. Die eine ist ein kleiner, wie sagt man, Nachklapp. Und zwar haben wir hier darüber gesprochen, dass ja die Besitzverhältnisse von X. veröffentlicht wurden und veröffentlicht werden mussten. Wir haben hier schon so ein bisschen darüber gesprochen, wer da so alles drinsteckt, hatten da so ein paar interessante Namen wie Sean Combs, den man als P. Didi möglicherweise kennt, wie Menschen, die bei Palantir investiert sind oder waren, ähm, ich erinnere mich daran, dass sie das Wort ähm wie hieß es, Bro die Bro Culture sich versammelt hat. Naja. Jedenfalls gibt es offenbar auch Leute, die dort in diesen Besitz, äh, in diesen Besitzverhältnissen bei Ex stehen, die auch nicht nur. . reiche Bros sind, sondern die möglicherweise auch ganz andere Ambitionen haben. . Denn wie David Schraven von Korrektiv auf Threads geschrieben hat, gibt es ein Unternehmen Das in X investiert ist oder eigentlich sogar zwei in Unternehmen, die in X investiert sind, die hochgradig interessant sind. Zum einen gibt es einen Menschen mit dem Namen Peter Avan. Das ist ein russischer Oligarch, der auch Gründer der Alpha Group ist, die quasi eine Art wirtschaftlicher Arm von Präsident Putin ist. Also dazu gehört. dass Awen Lobbybemühungen für Putin umgesetzt hat, da weltweit dafür gekämpft hat, Sanktionen gegen Russland aufzuheben und dass offenbar Putin, äh Putin und Awen eine sehr enge Verbindung miteinander haben, die sich zum Beispiel dabei gegenseitig geholfen haben, Lizenzen in Petersburg für Export auf korruptem Wege zu organisieren. Und Arwen ist der Vater von Dennis Aven. Und Dennis Aven arbeitet für AVC Opportunities Fund 2. Also 8 Venture Capital Opportunities Found 2. Und dieses Unternehmen ist eben in X investiert. In diesem Unternehmen, AVC, ist auch der Sohn von Wadi Moschkovic tätig, schreibt hier David Schraven weiter. Und schreibt, dieser russische Oligarch steht unter Sanktionen. Er ist Teil des Förderungsrats der Russischen Föderation und damit offiziell Teil des innersten Machtkreises von Putin. Das bedeutet also, wenn wir das alles zusammennehmen, offenbar ist Ex In Teilen in der Hand von Menschen, die dessen Interesse es ist, die russische Position und auch die Position von Putin Weltweit zu stärken. Das ist angesichts der Überlegungen von Musk zum Beispiel öffentlich seine Unterstützung für die Ukraine einzustellen oder sich zumindest dafür bezahlen zu lassen von der US-Regierung. Und auch der Abstimmungen, die er auf seinem Twitter-Kanal, auf seinem Ex-Kanal gemacht hat, also Mask. darüber, wie sich die Ukraine eigentlich verhalten sollte in dem in dem Kriegsfall, bei dem sie von Russland angegriffen wird. Das passt alles ganz gut ins Bild, ehrlicherweise, und führt so eine weitere Ebene in diese Argumentation. Was ist Ex eigentlich? Was möchte Ex von uns? Ex ist ganz offensichtlich eben nicht nur ein Netzwerk, das Rechten auf der ganzen Welt einen Sprachrohr verleihen möchte, das Publikum kümmert davon begeistern möchte, eben solchen Verschwörungserzählungen am Endez unterliegen, sondern hat offensichtlich auch direkte Verbindungen in den russischen Machtapparat und damit auch direktes Interesse daran, Russlands Position in der Welt zu stärken, zumindest auf wirtschaftlicher Ebene. Und das sollte man wissen, wenn man diese Plattform benutzt. In welcher Form auch immer. Das kann man, glaube ich, nicht anders sagen. Und dann habe ich noch eine letzte Meldung aus der, ich merke schon, das ist die längste Solo-Episode, die ich ihr aufgenommen habe, aber es ist viel los, wie gesagt. Eine letzte Meldung von Ex, über die wir sprechen müssen. Und zwar. Erinnert ihr euch vielleicht daran, dass es die Meldung gab, dass X wegziehen möchte aus Kalifornien? Es ging darum, dass ein neues Büro schon gefunden sei und dass es darum geht, jetzt eigentlich nach und nach alle aus Kalifornien abzuziehen, weil man nicht einverstanden sei mit den Gesetzen, die in Kalifornien erlassen werden, um Transmenschen eigentlich ein besseres Leben zu ermöglichen. Ich glaube, so verkürzt ist das zulässig. Tatsächlich ist es so, dass sie seit dieser Ankündigung vor etwa drei Wochen Kein Mensch, der bei Ex arbeitet, darüber irgendwelche Informationen darüber bekommen hat. Das Fortune Magazine hat da mal ein bisschen recherchiert und schreibt: da es keine offiziellen Informationen gibt, müssen sich Mitarbeiter von Ex derzeit auf Gerüchte verlassen. Aber keiner packt. Also es ist wohl so, dass bislang noch nicht eine Kiste gepackt wurde und noch kein Mensch irgendwie mal eine Maus zusammengerollt hat oder sich nach einer Wohnung umgesehen hat. Denn wie ein anonym bleibender Mitarbeiter gegenüber Fortschritt sagt. Wir haben noch nichts über einen Umzug erfahren. Es gab wohl eine Betriebsversammlung am 6. August und alle gingen davon aus, ah, jetzt gibt es Infos, jetzt erfahren wir was darüber. Tatsächlich war es aber so, dass sich hier Carino als CEO des Unternehmens eigentlich nur darauf konzentriert hatte, über ihre Klage gegen die Werbeindustrie und einen internen Plan, die KMUs auf Ex irgendwie wieder attraktiver zu machen für Werbung auf Ex. Das heißt, eigentlich war das nur ein kleiner wirtschaftlicher Vortrag darüber, warum es ex schlecht geht und warum die anderen daran schuld sind, aber eben nicht darüber, wie es jetzt eigentlich mit dem Unternehmen weitergeht und all diesen Leuten, zu denen sie da gerade eigentlich spricht. Die die ganze Zeit darauf warten, dass es irgendwie weitergeht mit diesen Ankündigungen, die die Leute alle aus der Presse erfahren mussten. Es gab wohl eine einzige E-Mail von Jaccarino, in der erst hieß, dass die übrigens nur die Mitarbeiter in San Francisco bekommen haben, dass sie möglicherweise verlegt würden. Und zwar entweder nach Palo Alto, eine Stunde entfernt, aber auch in Kalifornien, oder nach San Jose Das heißt, niemand weiß, wo er oder sie hin muss, es gibt keine weiteren Ankündigungen, es ist alles völlig unklar Und das führt aber dazu, dass die Leute, die längst schon frustriert sind, weil ihnen zum Beispiel ein Aktienpaket von Ex versprochen wurde, obwohl es bislang niemandem zuteil wurde, ähm dass die Leute einfach auch diese Versprechen von Ex einfach überhaupt nicht mehr glauben und sich inzwischen völlig daran gewöhnt haben, dass eigentlich nichts von dem, was angekündigt wird, irgendwie früher oder später tatsächlich auch zu Umsetzen kommt. Und wenn man in so einem Unternehmen sitzt, bei dem man die ganze Zeit irgendwelche Dinge erfährt, entweder über irgendwelche E-Mails oder irgendwelche Townhall-Meetings oder irgendwelche. Presseberichte und alle Leute eigentlich nur noch sagen: Tchjonun, also Fortin schreibt, in allen Fällen reagiert ein Ex-Mitarbeiter mit einem Axelzucken, wenn das die Reaktion ist, wenn man seinem eigenen Unternehmen eigentlich gar nichts mehr glaubt, Dann muss man doch zu dem Schluss kommen, und das hat jemand im Discord-Chat so schön geschrieben, dass viele Menschen offenbar nur noch bei Ex arbeiten, weil ihr Aufenthaltsstatus davon abhängt. Vermutlich ist das genauso. Und damit bin ich am Ende dieses kleinen Monologes hier. Vielen Dank, dass ihr mir bis hierhin zugehört habt. Ich finde das immer wieder beeindruckend, wenn ihr das getan habt. Ihr kennt das Spiel bei den kleinen Solo-Episoden, wo ich mir nicht vorstellen kann, wer hört sich das denn hier über 20 Minuten an? Überrascht mich mit einem überraschenden Emoji auf einem Kanal eurer Wahl in den Spotify-Kommentaren. Vielleicht mal ein Emoji, das so darstellt, wie ihr euch gerade fühlt am Ende dieser Episode.
23:32 Speaker 3
Ich fühle mich auf jeden Fall jetzt nach einem schönen Mittwoch, den ich euch wünsche, wir sehen uns hier, hören uns hier. So, wir hören uns hier am Freitag wieder mit Thorsten Weg. Vielen Dank und einen schönen Mittwoch.