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Folge 324 · 30. August 2024 · 1:09 Std.

Musk, Durow und diese ärgerlichen Gesetze immer

mit Torsten Beeck

Die französischen Behörden haben gegen Telegram-CEO Pawel Durow Anklage erhoben – die Vorwürfe klingen schwer: Mittäterschaft bei der Verwaltung einer Online-Plattform zur Ermöglichung illegaler Transaktionen durch eine organisierte Gruppe angeklagt, Beihilfe zu Straftaten wie der Verbreitung von Material über den sexuellen Missbrauch von Kindern, Drogenhandel und Betrug sowie wegen Verweigerung der Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden – ihm könnten bis zu zehn Jahre Haft drohen.

Musk dagegen droht die komplette Sperre von X in Brasilien. Auch hier aufgrund der Verstößen gegen geltendes Recht.

Dabei brüstet man sich doch immer so gesetzestreu – aber gelten Gesetze für manche immer nur dann, wenn sie gerade passen?

➡️ WSJ mit einer Analyse von Musks Verhalten auf Twitter: https://www.wsj.com/tech/elon-musk-politics-trump-social-media-267d34c8?st=qmkdrjkyk3ltt25&reflink=desktopwebshare_permalink

➡️ WIRED über Signal und Meredith Whittaker: https://www.wired.com/story/meredith-whittaker-signal/

➡️ Die CUII-Liste: https://cuiiliste.de

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Thorsten. Hi Gavin. Du bist Thorsten Beek. Man kennt dich inzwischen als den, ich sage immer, Mäzen dieses Podcasts. Das ist eine völlig falsche Vorstellung. Ja, ist so. Du bist Chefredakteur Heise-Medien, Chefredakteur der CT und damit auch gleichzeitig Ähm, der Mensch, der aufpasst, dass ich hier keinen Quatsch fabriziere, zumindest auf dem Papier. Das ist so richtig. Technisch, er haltet den Kopf hin, aber ich passe nicht auf. Perfekt. Eigentlich alles über meine Eltern damals. Ich habe in den letzten Tagen ein bisschen was erlebt hier, was ich vielleicht. . Ich melde das jetzt ja einmal offiziell an den Verlag, damit ihr davon mal gehört habt. Und zwar war Haken dran, worüber ich mich sehr freue. In den letzten Tagen und Wochen in den Apple Tech News Podcasts auf Platz 1. Das ist gut. Das ist super. Das führt aber dazu. dass extrem viele Leute angespült kommen, die das nicht so doll finden, was sie hier machen. Also es gibt gerade sehr viele Apple-Kommentare darüber, dass sich hier immer nur die Voken miteinander unterhalten oder eine alte, trauernde Twitter-Gemeinde aufeinandertrifft. Bei Spotify gibt es Leute, die sich jetzt in den Kommentaren austoben auf faszinierendste kommentierende Art. Das heißt, ich will direkt vorneweg schicken, wenn ihr Lust habt, mal eine positive Bewertung zu schreiben, macht das doch gerne mal. Wir würden uns freuen. Ja. Wenn alle einen mögen, dann macht man auch irgendwas falsch. So.

01:27 Torsten Beeck

Wenn es für alle ist, ist es für niemanden. Also erstmal, das ist doch aber sehr erfreulich. Und schön zu sehen, und auch schön zu sehen, dass das irgendwie funktioniert. Und dass du Leute erreichst mit deinen Gästen, die irgendwie Lust haben, auch auf eine Diskussion. Und ja, dass das irgendwie Leute gibt, die dann irgendwie sagen Sie finden das alles blöd, dann bist du auch. Erstmal ist das ja okay, es kommt immer ja so ein bisschen auf die Art der Diskussion an.

01:53 Gavin Karlmeier

So ist das, ja. Und also ich wäre ja auch bereit, mich mit Leuten hier in die Diskussion zu begeben, die riesengroße Elon Musk-Fans sind. Aber bislang habe ich noch nicht so viele gefunden, um ehrlich zu sein.

02:04 Torsten Beeck

Ja, ich glaube, es gibt die schon. Also man sieht die ja schon auch so im Internet, die dann auch selbst den Würstenkram auch noch. Verteidigen. Vermutlich, also man sieht es auch unter Tesla-Fahrern, ist das auch sehr verbreitet. Das ist auch so ein bisschen Problem mit einem selbst. Ich würde gerade sagen. Wenn man sich so ein Tesla gekauft hat, was ich letzte Woche gesehen habe, ist, dass man im Internet so Aufkleber bestellen kann, auf denen steht, ich habe das Auto gekauft, bevor ich wusste, dass er irre ist. Das denke ich auch noch drüber nach.

02:36 Gavin Karlmeier

Ja, also ach, die Diskussion der Individualverantwortung dafür, wenn man Tesla fährt, führen wir vielleicht ein andermal. Aber ich glaube, wie du schon sagst, man redet sich das auch manchmal ein bisschen schön. Also stell dir vor, du hast 1997 als großer Fan Dern Rammstein-Tattoo gemacht und jetzt musst du 20 Jahre später damit umgehen. Ist natürlich ärgerlich. Und es gibt eben die einen, die lassen das ja nicht so. Was ist denn mit Rammstein? Rammstein soll doch eine super Band sein, habe ich gehört. Das würden wir hier jetzt besser auch nicht aus, sonst kann ich mich vor Kommentaren wirklich nicht mehr retten. Aber. Natürlich spielt das auf jeden Fall auch eine Rolle und ich empfinde das als was Positives, dass wir nicht nur unsere Bubble hier erreichen

03:14 Torsten Beeck

Und das ist tatsächlich, es ist ja gar nicht so einfach, auch dann ins Gespräch zu kommen. Und das ist natürlich immer so ein bisschen schade. Ich finde, das ist ja so ein Grundproblem. Dass das dann so ein, ja, ist alles scheiße. Kommentare nutzen einem natürlich auch wahnsinnig wenig und da kann man auch gar nicht so richtig drauf reagieren.

03:30 Gavin Karlmeier

Wenn man Lust hat, inhaltlich zu diskutieren, ist das ja super. Also die Einladung steht, wenn ihr Lust habt, jemanden sich hier auf die Diskussion mit mir zu begeben, let's do it. Ich bin sehr gespannt. Ich auch. Und die andere Beobachtung, die ich mitbringe, ist, dass ich die letzte, also Kurzer Disclaimer, ich bin seit einigen Tagen aus popkulturellen Gründen extrem pumpd, weil ich, also seitdem ich denken kann, ein riesengroßer Oasis-Fan bin. Warum ich das hier erzähle, ist, dass ich einen Post auf Threads Zum Thema Oasis veröffentlicht habe, der unglaublich erfolgreich war. Und ich glaube, daraus kann ich etwas ableiten, und zwar, dass dieser Keyword Algorithmisierung bei Threads eine riesengroße Rolle spielt. Ich glaube dadurch, dass gerade so viele Leute über Oasis sprechen, wird mein Post extrem vielen Leuten angezeigt. Was am Ende aber eigentlich bedeutet, dass es total sinnvoll wäre, vermutlich, wenn man einen Threads-Account hat und den optimieren möchte, sich auf Trendings zu stürzen. Das ist, was ich daraus lesen möchte. Also ich habe das natürlich nicht so professionell geplant und von langer Hand durchdacht, dass ich jetzt irgendwie einen Post zum Thema Oasis mache, aber. . Dadurch, dass eben meine Timeline voll ist und so viele Leute sich darüber austauschen, wird vermutlich mein Post auch mehr Leuten angezeigt. . Das ist, was ich da gerade raus lese. Was ein ganz schöner Insight in den Threats-Algorithmus ist, finde ich.

04:48 Torsten Beeck

Ja, ja, ich war auch schon auf dem einen oder anderen Oasis-Konzert, insbesondere auf den, äh, so zu den frühen Alben Ich hab dann gestern mal geguckt, was dann wohl so Hotels in Manchester und London kosten. Das scheinen die auch relativ schnell spitz gekriegt zu haben, dass da wohl vielleicht ein Oasis-Konzert stattfindet. Weil selbst so in gammeligen Buden in Manchester die Preise so bei 600 Euro am Tag. Ganz normal. Ganz normal. Insofern, ja. Und ich bin auch sehr gespannt, was die Tickets kosten, oder weiß man das schon? Also Das können wir jetzt nicht so doll vertiefen, aber.

05:25 Gavin Karlmeier

Doch, das müssen wir vertiefen. Das ist ein wichtiges Thema. Für alte Männer ist das ein wichtiges Thema. Also ich bin ganz doll in dem Gerüchte-Game drin und das heißt gerade, sie beginnen bei 100 Pfund. Okay, 100 Pfund. Aber beginnen heißt, damit zweiter Oberrang neben der Bühne reine Hörpläne. Hinter der Säule. Genau. Ja, gut. Ja, da muss man mit leben.

05:43 Torsten Beeck

Ich war auf einem Oasis-Konzert, glaube doch bevor Definitely Maybe erschienen ist. und habe die meiste Zeit des Konzerts draußen geraucht, weil es schon ganz schön laut war. Es war aus so einem kleiner Laden, wo so 300 Leute irgendwie reingehen. Und ich kannte die Band auch nicht, mich hat so jemand damit hingeschleppt und ich fand es jetzt vor allen Dingen laut, aber die waren schon genau so. Und die hatten, also die Attitüde stimmte schon, nur die Größe stimmte noch nicht.

06:14 Gavin Karlmeier

Um nochmal eine Relation herzustellen, wie unser Altersunterschied aussieht, als What's the Story Morning Glory Action? Das ist das zweite Oasis-Album Haben meine Eltern mir das gekauft und mich damit überrascht und mich von der Schule abgeholt, weil ich die erste Klasse besucht habe.

06:29 Torsten Beeck

Du hast es in der ersten Klasse Oasis gehabt. Da war ich schon Fan. Du bist ein harter Typ. Ja, ich war, also ich war Bei Definitely Maybe 16, glaube ich. Und das trifft halt voll auf meine Teenager-Musikzeit. Und da war irgendwie Britpop groß. Und das war schon, die waren schon ganz cool. Ich fand die ja hinten raus eher ein bisschen anstrengend. Aber wenn mir jetzt jemand zum Beispiel sagen würde, er hätte da noch einen Flug und ein paar Tickets nach Manchester übrig, Würde ich mich gegebenenfalls zur Verfügung stellen und meine Tochter ist auch ganz hyped.

07:01 Gavin Karlmeier

Schreibt eine Mail an torsten. ct. de wahrscheinlich oder so. Nein, aber gut. Der findet ihr raus und wenn ihr da irgendwie was machen wollt, sagt ihr Bescheid. So. Steigen wir ein, wir haben nämlich ein paar Dinge zu besprechen, die also es gibt Leute, die schon gesagt haben, die schlechten Nachrichten nehmen im Moment überhand, zum Beispiel Franziska Blum hier in der vorletzten Folge, dass Wir nehmen das einfach mal so hin. Es gehört ja auch so ein bisschen zur Idee des Podcasts, dass wir hier so katatische Effekte erleben und uns sauber machen. Und ich möchte anfangen mit Pavel Durov. Pavel Durov, über den haben wir hier schon gesprochen, der ist, als er in Frankreich gelandet ist, nach einem Flug aus Aserbaidschan dort festgenommen worden und zwar nicht, weil er. . keine Aufenthaltsgenehmigung gehabt hätte, sondern weil er als Telegram-Gründer für das Nicht-Reagieren auf das Beseitigen von kriminellen Machenschaften auf der Plattform so wenig reagiert habe, laut Ansicht der französischen Behörden. Und dass er jetzt persönlich dafür haften muss. Das ist ein sehr interessanter Schritt, habe ich ja auch schon so ein bisschen angesprochen, können wir gleich nochmal drauf schauen Aber da gibt es jetzt nämlich neue Entwicklungen und zwar wurde jetzt Anklage gegen ihn erhoben und zwar wegen Mittäterschaft bei der Verwaltung einer Online-Plattform zur Ermöglichung illegaler Transaktionen durch eine organisierte Gruppe. Und da stehen zehn Jahre Haft drauf, möglicherweise. Weiterhin steht auf der Klageschrift Beihilfe zu Straftaten wieder Verbreitung über den. . Von Material über den sexuellen Missbrauch von Kindern, Drogenhandel und Betrug sowie wegen Verweigerung der Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden. Das sind die für ihn nicht so guten Nachrichten. Die guten Nachrichten ist erst aber ein. Auf freien Fuß, er darf zwar Frankreich nicht verlassen, muss aber jetzt nicht mehr in U-Haft sitzen und durfte gegen die Zahlung einer Kaution von 5 Millionen Dollar jetzt erstmal raus. Das ist jetzt gerade dort der Stand, was Pavel Duroff in Frankreich angeht.

08:50 Torsten Beeck

Ja, also diese Anklagepunkte, die sind ja erstmal so auch nicht von der Hand zu weisen. Also dass genau diese Dinge, die ihm da vorgeworfen werden, auf dieser Plattform passieren. ist, glaube ich, offensichtlich und kein Geheimnis und auch nichts, wo man, also da braucht man muss man nicht lange recherchieren, um irgendwie zu sehen, dass da Dinge passieren, die zumindest, also ich sag mal, ohne sich doll anzustrengen, kommt man sehr schnell dahin, dass man denkt, okay, das ist hier irgendwie komisch. Und wenn man sich, glaube ich, ein bisschen bemüht, dann sind solche Dinge wie Drogenhandel und so da jetzt auch nicht so wahnsinnig weit.

09:29 Gavin Karlmeier

Das ist so vor allem, weil ja. Also dass es so weit geht, das habe ich hier schon mal erzählt, dass mir regelmäßig bei Instagram und Facebook Werbungen angezeigt werden, die als Ziel haben, dass ich auf einen Link klicke. Dieser Link führt in einen Telegram-Chat und in diesem Telegram-Chat passieren Dinge wie Handel mit Falschgeld, zumindest vermeintlich. Ob das wirklich der Fall ist oder nur Betrug ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. Ich habe es nicht gekauft. Aber wie Falschgeld, wie Drogen, wie Waffen, also Fußballwetten, illegale Fußballwetten. Also das gibt es alles und das ist, wie du schon sagst, halt wirklich nicht schwierig zu finden, dass da jetzt mal irgendetwas passieren muss, absolut richtig. Ob der Weg jetzt ihn festzunehmen und sozusagen dafür persönlich verantwortlich und haftbar zu machen, der richtige ist, ist wahrscheinlich eine Diskussionsfrage.

10:14 Torsten Beeck

Ja, aber was ist der andere Weg, ne? Also als Gründer und Geschäftsführer, ich weiß nicht genau, wie er da involviert ist, technisch CEO, ja. Ja, also als CEO bist du natürlich auch, dann haftest du natürlich auch dafür. Und das ist ja selten genug, dass dann auf dieser Ebene Konsequenzen tatsächlich gezogen werden. Aber ich finde das grundsätzlich erstmal ein Weg. Das macht natürlich trotzdem wieder Riesenfragen auf. Also das eine ist ja. Ich glaube, ich finde es ein bisschen falsch, da über das Thema freie Meinungsäußerung zu diskutieren. Weil das hat damit einfach nichts zu tun. Also Drogenhandel Sexueller Missbrauch von Kindern und weiß ich nicht was, illegale Wetten, das hat halt mit freier Meinungsäußerung erstmal überhaupt nichts zu tun. Das sind einfach Straftaten, die irgendwie international nach so ziemlich, nach also man kann da glaube ich in jedes Gesetzbuch gucken, egal in welchem Land. Insofern Ist das ja richtig, den dann irgendwie dem habhaft zu werden und zu versuchen, darüber Druck auf das Unternehmen dann auch auszuüben? Ob das am Ende was bringt, sei jetzt mal dahingestellt.

11:26 Gavin Karlmeier

Ich kann das schon, kann die Reaktion der Behörden da in Frankreich schon durchaus nachvollziehen. Ich stimme 100% zu. Ich finde auch, dass sich Leute ehrlicherweise, und jetzt reden wieder die beiden Vokis miteinander. Aber ich finde, Menschen machen sich lächerlich, wenn sie anfangen, Dinge wie die Verbreitung von Material, das sexuelle Gewalt an Kindern zeigt, als Meinungsäußerung zu framen. Das ist ja nicht rechtfertigen.

11:49 Torsten Beeck

Nee, das ist auch Quatsch. Und also ich glaube, als Journalist und irgendwie als jemand, der Auch möchte, dass Menschen sich irgendwie frei äußern können, das ist mir schon ein wichtiges Thema. Aber jetzt so zu tun, als seien wirklich schwere Straftaten Teil davon Das ist einfach, da braucht man eigentlich wirklich nicht drüber diskutieren. Ob das jetzt irgendwie was bringt, den vor Gericht zu zerren und ob der nicht dann vielleicht einfach irgendwann sagt: Ja, gut, dann bin ich da halt raus und dann weiß ich nicht. Also es gibt ja verschiedene Szenarien, die jetzt da irgendwie. Passieren können und ob man da jemals irgendwie Kontrolle oder eine Form von Regulierung reinbringt, ist nochmal was anderes. Und ich bin irgendwie, ich finde, das, was Immer wieder kommt so dieses, wir müssen auch, also die Strafverfolgungsbehörden müssen irgendwie auch Messenger abhören können und sowas. Da bin ich extremer Gegner von. Also das bedeutet einfach, dass Verschlüsselung nicht mehr legal wäre und all diese ganzen Dinge. Aber wenn man dann weiß und unverschlüsselt, unöffentlich, da werden Straftaten begangen auf dieser Plattform, dann muss das ja auch irgendwie Folgen haben.

12:58 Gavin Karlmeier

Ja, und was da halt, glaube ich, so die, was es so ein bisschen schwieriger macht, glaube ich, sich eine Meinung zu bilden, ist halt eben die Tatsache, dass Telegram so hybridhaft geworden ist, dass du gar nicht mehr sagen kannst, dass sie ist ein klarer Messenger-Dienst. sondern du hast halt dort Kanäle mit 100. 000 Mitgliedern, in denen eben irgendwelche Desinformationen verbreitet werden, um man nicht direkt das schärfste Schwert aus der Tasche zu holen. Das ist kein Messaging-Dienst, sondern das sind am Ende genau dieselben One-to-Many-Kommunikationsmöglichkeiten, die soziale Netzwerke eben auch haben. Und damit sollten die eben auch so reguliert werden wie soziale Netzwerke, weil das eben genau dieselbe Falle ist, in die man da verändert. Ja, absolut.

13:32 Torsten Beeck

Ja, wir haben ja im Grunde genommen, Telegram hat ja, glaube ich, eine große Menge an Menschen erst kennengelernt, so in der Corona-Zeit, weil die die, die irgendwie alle nicht mehr sagen durften, was sie alles sagen wollten und wussten, ja irgendwie dann zu Telegram ausgewichen sind, um da Kanäle aufzubauen. Das hat ja auch ganz gut funktioniert.

13:54 Gavin Karlmeier

Vielleicht musst du dazu sagen, dass das eine ironische Formulierung war. Was? Nein. Aber tatsächlich, warum Pavel Duroff gar nicht so unproblematisch ist, zeigt eine Recherche, die Kiew Independent jetzt veröffentlicht hat. Und zwar Gibt es eine Gruppe in der Ukraine, Kremlin Graham heißen die, die schon länger sich dafür einsetzt, dass Telegram in der Ukraine weniger eingesetzt werde? Tatsächlich ist es nämlich so, dass 44% der Menschen in der Ukraine Telegram nutzen, um ein Informationen und Nachrichten zu kommen, es aber eben diese unterstellten Verquickungen mit dem mit dem Kreml eben gibt und mit Russland, mit der russischen Regierung. Hätte ich fast gesagt. Tatsächlich ist es wohl so, dass aber Pavel Duroff sich ja immer wieder davon freigemacht hat. Er sogar sagt, hey, er hat Russland verlassen, weil er damals nicht den Einfluss des russischen Staates auf seine Plattform V-Kontakte ertragen wollte und eben auch nicht umsetzen wollte, was die Regierung von ihm verlangt hat. Hat sich also immer wieder so ein bisschen als der Exilant geframed, hat gesagt, er lebt gar nicht mehr in Russland, weil er eben damit nicht einverstanden ist und hat sich eben öffentlich als jemand positioniert, der sich eher von Russland distanziert. Jetzt gab es aber von Kremlin Graham eben eine. Geleakte Tabelle, die Durofs Überquerungen der russischen Grenze offenlegen. Und tatsächlich wird gesagt, seit seiner Ausreise 2014. Also zwischen 2015 und 2021 soll Pavel Duroff mehr als 60 Mal in Russland eingereist sein, und zwar ohne jede Probleme an der Grenze. . . Und die waren ganz lange aber eben nicht bestätigt, diese geleakten Zahlen, bis es jetzt eben ein Leck einer großen FSB-Datenbank gab. die am Ende genau diese Daten bestätigen. Also die deckt sich ganz genau so 151 Einträge zu Pavels I und jeweiliger Ausreise Das heißt, offenbar gibt es keinerlei Sorgen bei Duroff, sich irgendwie in Russland frei zu bewegen, was jetzt nicht zwangsläufig dafür spricht, dass er ein großer Regimegegner ist.

15:50 Torsten Beeck

Nee, man kann ja im Grunde genommen davon ausgehen, wenn der sich frei in Russland bewegen kann, dann hat der irgendwie Kontakte. Die dazu führen, dass er sich frei bewegen kann. Ich meine, man hat ja irgendwie in den letzten Jahren gesehen, wie viele Unternehmer irgendwie schlechten Tee getrunken haben oder zum nahen Fenster standen. Und wenn er die Möglichkeit hat, da ein- und auszureisen, ohne behelligt zu werden, dann scheint es da ja irgendwie Kontakte zu geben, die das ermöglichen. Das macht die Sache nicht unbedingt sympathischer. So ist es, ja.

16:23 Gavin Karlmeier

Also ich finde, das muss man sich immer mal wieder so ein bisschen zu Herzen ziehen und kann dann auch tatsächlich überlegen, ob Telegram dann auch für die private Kommunikation denn eigentlich so das beste Tool ist. Also, wenn man das mal so zusammenfasst, wofür Telegram alles schickt. steht, was alles an Telegram dran klebt. Es gibt Alternativen.

16:39 Speaker 4

Ja, es gibt vor allen Dingen bessere Alternativen, das kommt ja noch dazu, ne?

16:42 Torsten Beeck

Also selbst WhatsApp ist deutlich besser verschlüsselt, also Telegram ist irgendwie überhaupt keine Alternative, ich weiß gar nicht für wen. Also WhatsApp ist sicherlich die verbreiteste Plattform, die zumindest eine End-zu-End-Verschlüsselung ermöglicht, aber Threema und Signal Sind da Plattformen, die auf jeden Fall nicht nur einen besseren Ruf haben, sondern auch die bessere Technik. Ich weiß nicht, warum man auf Telegram sein muss, ehrlich gesagt. Ich stimme zu.

17:08 Gavin Karlmeier

Und zu Signal gibt es nämlich ein ganz schönes Porträt über Meredith Whitaker, das ist die Präsidentin von Signal, die von Wyatt. porträtiert wurde und bei dem Wyard so ein bisschen mal drauf geschaut hat, was steckt da eigentlich hinter. Ist ein ganz toller Text, den ich euch mal in die Shownotes packe. Signal wird nämlich dieser Tage zehn Jahre alt. Und das ist der Anlass dafür. Und auch vielleicht ein ganz guter Anlass für alle, die hier gerade mal hören, mal zu gucken, ob Signal nicht ein cooler Dienst ist. In dem Text wird aber, wie du sagst, auch gesagt, dass das Verschlüsselungsprotokoll von Signal, das deutlich besser auch ist als das Verschlüsselungsprotokoll Protokoll von Telegram, bei dem viele Leute sagen, das ist irgendwie so ein zusammengeschusterter Algorithmus, der im Grunde, also wie sicher der tatsächlich ist. Ist nicht ganz geklärt so. Beim Signal-Algorithmus sind sich viele Leute sehr sicher, dass der sehr gut funktioniert und sehr sicher ist. Und Dass der eben auch von WhatsApp genutzt wird. Das ist das, was in Wire Text eben auch nochmal herausgearbeitet wird. Also dass eben genau dieser sicherere Weg, den Signal eben vorgelebt hat, bei WhatsApp integriert ist. Und was eben hier auch gesagt wird, dass Signal nach wie vor eine gemeinnützige Organisation ist, die kein Geld verdient, die keine Werbung schaltet und die kostenlos ist. Also finde ich sehr gut, sehr richtig, sehr wichtig

18:20 Torsten Beeck

Klingt nach einem guten Deal. Ja, wie gesagt, also auf Telegram, glaube ich, muss man nicht sein, sollte man nicht sein und Eine End-zu-End-Verschlüsselung, die bei den großen Messengern eingesetzt wird, ist einfach eine gute Sache und macht tatsächlich die Messenger deutlich sicherer als E-Mail oder SMS oder was man sonst noch so machen kann.

18:41 Gavin Karlmeier

Aber weißt du, was ich so ein bisschen bei Signal <unk> Threema empfinde? Ich fürchte, das hat so ein. das ist ein bisschen unsexy in der Benutzung. Ich glaube, das ist dann dasselbe Problem, das auch. Mastodon gerade in den Anfängen oft hatte, dass völlig egal, wie einfach der Anmeldeprozess tatsächlich ist, völlig egal, wie sleek das Design tatsächlich ist. dass da einmal so eine Muffigkeit angebabt wird in in das in das Branding, zumindest in der Wahrnehmung des Brandings, und Und diese Muffigkeit legt man so leicht nicht mehr ab. Und das empfinde ich bei Threema auch so ein bisschen. Also wenn jemand zu mir kommt und mir als erste Nachricht eine Nachricht per Threema schreibt oder per Signal, dann denke ich immer direkt, ach ja, warum nicht einfach nur WhatsApp? Also ich kann mich da auch nicht ganz schon freimachen, obwohl ich genau weiß, dass das tolle, tolle, gute Tools und sichere Tools sind, aber diese Und Sexiness, die diesen Tools anheftet, die abzulegen, das ist glaube ich ein langer, harter Weg.

19:36 Torsten Beeck

Ja, wobei, also bei Signal zumindest kann ich es beurteilen, weil ich es irgendwie selber benutze. Das sieht irgendwie nach einer aufgeräumten Messenger-App aus. Da kann man gut mit leben und arbeiten. Das Problem bei solchen Plattformen ist ja einfach immer, die werden immer größer, je größer sie werden. Das ist halt natürlich irgendwie, WhatsApp hat irgendwie diesen Punkt, Erwischt, wo SMS noch Geld gekostet hat und cross-Plattformfähig war und man irgendwie gemerkt hat, irgendwie benutzen das alle und man hat irgendwie auch quasi alle Leute erreichen können. Also ich würde sagen, in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, da fallen dann nur so zwei, drei Leute raus. Entweder so Totalverweigerer, die sagen: ganz ehrlich, bevor ich in einer WhatsApp-Gruppe bin, da springe ich lieber hinter den Zug. Oder Leute, die halt irgendwie sagen, ja, ich möchte irgendwie mit Metaprodukten nichts zu tun haben und kannst mich auf Signal erreichen Aber das sind tatsächlich zwei, drei, die mir da vielleicht einfallen. WhatsApp hat sich da einfach komplett durchgesetzt. Ja, das ist so.

20:38 Gavin Karlmeier

was ich übrigens total gerne nutze, aber nicht oft durchkriege, ist, dass die Leute, bei denen ich weiß, dass sie auch ein iPhone beispielsweise haben, dass ich mit denen gerne per i-Message kommuniziere. Mir macht es wahnsinnig viel Spaß. Ich empfinde das als eine wahnsinnig angenehme Nutzungsexperience, auch verschlüsselt. Also Auch das finde ich angenehm.

20:58 Torsten Beeck

Ja, finde ich tatsächlich eigentlich auch, aber wenn ich so in mein i-Message gucke, da sind das so zwei, drei Leute. Und der Rest sind so PIN-Bestätigungen, Hotels und so irgendein Quatsch. Mit den neuen Cross-Plattform-Protokollen, die es da jetzt auch gibt, wird es ja auch ein bisschen einfacher. Also insofern, vielleicht gibt es ja irgendwann mal eine Entwicklung, dass die Leute wieder quasi auf die nativen Apps und auf quasi SMS Wieder zurückgehen. iMessage ist ein gutes Tool. In den USA ist das ja auch irgendwie ein Ding. Also da ist WhatsApp einfach nicht groß. Also da ist ja schon, die Leute kommunizieren echt über iMessage. Und da gibt es ja auch so dieses, ja, du hast irgendwie, bei dir ist alles grün, das ist ziemlich uncool irgendwie. So ganz nachvollziehen kann ich das nicht, warum das so ist. Aber das in Deutschland, es gibt, glaube ich, eine ganze Menge Märkte, in denen WhatsApp einfach so groß ist, dass es wahnsinnig schwierig ist, das zu verändern.

21:57 Gavin Karlmeier

Was das native Einbinden angeht, wird Apple allerdings leider das sehr gut zu verhindern wissen, weil das eben einer der höchsten Zäune ist, die sie um ihr Ökosystem strecken konnten. Und also Also Apple wird ab der neuen Version ja RCS unterstützen, was ja so eine Art Rich SMS ist, eine SMS, mit der man Fotos verschicken kann oder auch einen Typ Indicator hat, also dass man sieht, dass jemand anders gerade schreibt. Damit man theoretisch all diese Features, die man mit iMessage hat, auch mit Android-NutzerInnen haben kann. Vermutlich werden aber auch RCS-Nachrichten nicht blau angezeigt werden. Ich fürchte da Dürfen wir uns nicht drauf verlassen.

22:32 Torsten Beeck

Ja, und tatsächlich so richtig gut verschlüsselt ist der ganze Quatsch auch nicht. Also, das ist schon ein Problem. Ich verstehe es tatsächlich trotzdem nicht so ganz. Also ich verstehe es so aus so einer Marketing, komm zu uns in den Club, dann bist du was Besseres Sicht, meinetwegen. Aber warum es ein iMessage nicht einfach für Android gibt? Leuchtet halt jetzt auch nicht so direkt ein.

22:55 Gavin Karlmeier

90 Prozent der jungen Menschen in den USA haben iPhones.

22:57 Torsten Beeck

Ja, ja, ich weiß. Ich weiß, das ist der Grund, aber die gucken halt tatsächlich da sehr auf ihren Heimatmarkt. Und weniger darauf, dass sie vielleicht in anderen Märkten durchaus was zu gewinnen hätten.

23:07 Gavin Karlmeier

Ja, das ist ein guter Punkt, ja, das stimmt. So, wir haben es jetzt lange noch rausgeschoben, wir müssen über Elon Musk sprechen. Endlich wieder. Es gibt eine Wall Street Journal-Untersuchung. Die haben sehr, sehr, sehr viele Tweets von Elon Musk ausgewertet. Und da haben sich angeschaut, wie verhält der sich denn eigentlich auf X und zwar einfach nur auf Zahlenebene. Und da kam raus, dass er in den letzten fünfeinhalb Jahren so viele Tweets geschrieben hat, dass man auf 1,5 Millionen Wörter kommen würde. 1,5 Millionen Wörter hat er in 5,5 Jahren geschrieben. Hat in diesem Jahr bis Ende Juli allein, also nur im ersten Halbjahr plus Juli Hat er 13. 000 Beiträge veröffentlicht, also ungefähr so viele wie im gesamten Jahr 2023. Also ungefähr 61 Beiträge pro Tag. 2019 waren das noch 9 Beiträge pro Tag. Das heißt, es hat sich vervielfacht. Und das Interessante ist aber, dass die politischen Keywords, die er verwendet, also Begriffe, die auf einen politischen Inhalt schließen lassen, in diesem Zeitraum um das 200-fache gestiegen sind. Also im Anteil. Während der Anteil, in denen der An der Begriffe, die geschäftlicher Natur sind, also Business Keywords stark zurückgegangen ist. Das heißt, Elon Musk hat sich massiv, ist ja auch das, was so unsere Bauchwahrnehmung zumindest war, aber hier ist es jetzt mal analysiert, hat sich massiv politisiert und hat seine eigene Plattform dazu genutzt, dieser Politisierung halt einen Sprachort zu verleihen.

24:34 Torsten Beeck

Falls es gerade laut war, hier fliegt immer der Rettungshubschrauber rüber, weil gegenüber das Uniklinikum ist. Thorstenbeck ist übrigens nicht nur Chefredakteur, sondern auch Chefarzt. Ja, vormittags arbeite ich drüben im Uniklinikum noch und mache noch ein. Ein paar, waren noch ein paar OPs am offenen Herzen. Gab es nicht irgendwie letztens gerade eine Ärztin, die irgendwie so eine Art Girls Day gemacht hat und ihre 13-jährige Tochter mal einen Schädel aufbohren hat lassen? Sowas, so in der Richtung. Aber du bist die 13-jährige Tochter Ende machen. Ich bin Hobby-Cirurg. Zurück zu Elon Musk, ja, ich meine, die Wahrnehmung, dass der sich sehr politisiert hat, also da braucht man ja tatsächlich gar nicht so sehr Auswertung, die Zahlen sind halt schon krass. Ich glaube, mehr als 60 Tweets habe ich auch irgendwann mal geschrieben, aber nicht so konstant. Der ich finde das, also ich weiß nicht, ob das vielleicht auch ein bisschen damit zu tun hat, dass man dass das nicht mehr so interessant ist, was so bei Tesla zum Beispiel passiert ist. Also da ist gar nicht mehr so viel los. Der kann gar nicht mehr mehr so viel, da gibt es gar nicht mehr so viele Themen und vermutlich hat irgendwann auch mal jemand aus der inzwischen ja irgendwie nicht mehr, also die haben ja nicht mehr so eine richtige Presse- und PR-Abteilung alle. Aber die haben wir wahrscheinlich auch mal gesagt, das könnte schon auch irgendwie relevant sein für ein börsennotiertes Unternehmen, wenn du da immer irgendwelchen Quatsch postest.

25:55 Gavin Karlmeier

Es ist sogar so, dass er ja für alle Tweets, die Tesla betreffen, einen Twitter-Sitter braucht. Also dass er jemanden braucht, der einmal drüber schaut, bevor er das veröffentlicht, der aus dem Unternehmen kommt und sich anwältig auskennt. Das heißt. Dass die Tesla-bezogenen Tweets weniger geworden sind, liegt vor allem daran, dass er wahrscheinlich keinen Bock mehr auf diese Bemutterung hat, wie er es wahrscheinlich formulieren würde. Ähm, und das rührt ja daraus, dass ihm zumindest Marktmanipulation vorgeworfen wurde. Die wurde zwar gerichtlich nicht bestätigt, aber diese Auflage, dass er eben jemanden braucht, der drüber guckt, die ist eben geblieben. Und so damit lässt sich Das zumindest schon mal erklären, dass aber jetzt der Anteil der politischen Begriffe seit 2019 um den Faktor 230 gestiegen ist Hat aber auch, glaube ich, so ein bisschen was mit der persönlichen Wandlung des Elon Musk zu tun, der eben früher nicht zwangsläufig politisch war und dann eigentlich sogar eher. pro-demokratisch und er sich eben massiv radikalisiert hat in den letzten Jahren, was sicherlich biografische Gründe hat, was aber auf jeden Fall auch . So ein bisschen in seinem Wesen liegt, in dem Narzissmus, den wir ihm immer wieder zumindest unterstellen müssen, dass er auch eine gewisse Selbstwirksamkeit wahrnimmt, dadurch, dass er in diesem politischen Lager eben Fuß fassen kann. Ja, ja, absolut.

27:11 Torsten Beeck

Und also dieser Radikalisierung konnte man ja wirklich permanent zuschauen. Also da ist ja, da ist ja auch tatsächlich, da ist ja alles dabei, von irren Verschwörungstheorien zu Antisemitismus zu Wirrenpolitischen Forderungen und Formulierungen. Ich weiß nicht, irgendwann wollte er zwischendurch dann auch mal die den russischen Angriff auf die Ukraine beenden, indem er da irgendwie direkt. direkt mal ein Voting, mal ein Voting zumacht. Also das sind so, da sind ja wirklich, das ist ja wirklich alles komplett irre. Das haben wir ja gesehen, die Menge ist schon extrem erstaunlich und ich muss auch tatsächlich sagen, ein bisschen Bewunderung kommt bei mir schon durch. Weil ich halt denke, wann macht der das? Also, ich habe so einen normalen Arbeitstag. Ich habe kein Unternehmen, das Raketen baut und so einen größeren Autohersteller habe ich auch nicht.

28:05 Gavin Karlmeier

Vor allem hast du auch nicht irgendwie elf oder zwölf Kinder Von denen wir wissen. Ja, gut. Nee, das stimmt. Du hast nicht das Hobby, dass du die ganze Nacht irgendwelche Computerspiele spielst. Also das ist schon, der Tag von Elon Musk, und da stimme ich zu, das ist beeindruckend, hat deutlich mehr Stunden als der Tag von Gavin Karlmeyer.

28:24 Torsten Beeck

Ja, der schläft auch, glaube ich, nicht.

28:25 Gavin Karlmeier

Also anders kann man sich das eigentlich nicht erklären. Könnte man mal untersuchen, was eigentlich massiver Schlafmangel über längere Zeit eigentlich für kognitive Folgen hat. Das macht was mit einem. Ja, also es gibt Unternehmen, bei denen, wenn der CEO Extremsport betreibt, schon eine Aktionärswarnung rausgeben. Könnte man ja hier auch mal überlegen.

28:45 Torsten Beeck

Dann musste das nicht Meta sogar, weil hier Park und so ein Kurve Boxen. Genau. Und er hat es ja auch irgendwie wehgetan dann zwischendurch mal. Irgendwie lag er doch im Krankenhaus und hatte irgendwas mit dem Kniebein, weiß ich nicht.

28:57 Gavin Karlmeier

Edamer Sarri übrigens auch gerade, hat sich auch gerade das Knie operieren lassen. Hat das alles sehr genau auf seinem Instagram-Count dokumentiert. Die Fotos seiner Kinder, wie sie ihn dann begrüßt haben, als sie wieder nach Hause kam und so alles klar. Habe ich alles gesehen. Mit Arsen in den T-Shirts.

29:11 Torsten Beeck

Ja, genau.

29:12 Gavin Karlmeier

Weil sie ja gerade in London sind. Ja, klar. Weil wenn man sich das Kini operieren lässt, dann darf wo Oasis nächstes Jahr spielen. Wahrscheinlich bleibt er auch noch, bis die Konzerte. Deswegen ist er da. Kann man nicht ausschließen. So. Wer übrigens nicht mehr so richtig Nee, die Überleitung kriege ich nicht hin. Also, ich habe versucht, da Satz rauszubauen. Denn es geht um Brasilien. Ex gegen Brasilien, also wenn ihr. Haken dran konsequent gehört habt, dann seid ihr eigentlich, glaube ich, gut im Bilde, was da passiert ist. Es gab immer wieder Streitigkeiten darum, dass eigentlich das Unternehmen Ex jede Verantwortung von sich weiß, Vorwürfe der Sensor gemacht hat, weil man dort sich irgendwie gegen Desinformationen gestellt hat in Brasilien, dann hat X irgendwann angekündigt, das Büro dort zu schließen, was eigentlich keine weiteren Konsequenzen hat, weil das Unternehmen nach wie vor Also die Webseite X dauert nach wie vor aufrufbar ist, man kann den Dienst nutzen, man kann alles dort machen, es gibt eben nur kein Büro mehr. Und es gibt gerade einen laufenden, wenn ihr das hier hört, nicht mehr lange. Laufendes Ultimatum. Ein Ultimatum, das ein Richter gestellt hat. Der oberste Gerichtshof hat nämlich gesagt, Ex hat 24 Stunden Zeit, um einen Rechtsvertreter. Für seinen Dienst zu benennen, ansonsten drohe X eine Sperrung der Website in Brasilien. Halte ich übrigens für wahnsinnig gefährlich, weil natürlich lässt es Ex darauf ankommen. Vermutlich haben sie sogar das genau geahnt, dass das passieren könnte. Und dadurch, dass sie ihre Leute dort abgezogen haben, gibt es auch niemanden, der festgenommen werden kann und der irgendwie in Beugehaft genommen werden könnte beispielsweise. Aber das führt am Ende zu einer fantastischen Opfernarrativerzählung, nämlich man verbietet uns dort die Meinungsfreiheit in Brasilien.

30:58 Torsten Beeck

Ja, das könnte man so denken, dass man es tatsächlich darauf angelegt hat, dass dieser Krawall am Ende genau dieses Narrativ stützt und man eine gute Geschichte in der ganzen Welt erzählen kann, wie sehr sich Ex. für die Meinungsfreiheit einsetzt und sich nicht einschüchtern lässt von Regierung und egal wer kommt, Stark für die Meinungsfreiheit. Ich glaube, also, ist das nicht in Deutschland auch so, dass man irgendwie einen Ansprechpartner sozusagen benennen muss als Unternehmen? Also das ist ja tatsächlich jetzt grundsätzlich erstmal nicht zu viel verlangt, dass das Unternehmen auch irgendwie eine gerichtliche Zustelleradresse hat und irgendwie jemanden, der Verantwortung für das Unternehmen hat. Klingt das jetzt, ohne dass ich mich da ganz viel mit beschäftigt habe, jetzt vom brasilianischen Staat her oder auch von der Justiz her, nicht als zu viel verlangt? mal zu sagen, wer ist denn jetzt wohl in Brasilien verantwortlich für die Plattform?

31:56 Gavin Karlmeier

Na, vor allem, weil es ja laufende Verfahren gibt, bei denen X einfach irgendwo gesagt hat, wo wir sind jetzt weg. Also das ist ja keine, also es ist ja alles noch nicht gelöst, so richtig.

32:06 Torsten Beeck

Ja, also ich glaube schon, dass es ein gutes, man es nutzt, um ein Exempel zu geben und zu sagen. . Hey, wir, uns kriegt man nicht mal juristisch, wir werden uns gegen jede Regierung wehren, die versucht, die Meinungsfreiheit einzuschränken. Und ehrlich gesagt. Das könnte sogar funktionieren.

32:25 Gavin Karlmeier

Mich nervt das komplett und ich sagte, ich muss jetzt kurz, ich muss kurz emotional werden. Also, dieses selbstgestricte Narrativmasks der letzten Jahre, er sei rechtschaffend und halte sich überall dort an Gesetze, wo sie gelten, mit dem er gerechtfertigt hat, dass er sich so gehabt gegen Covid impfen lassen, damit er in Grünen heilte, das Tesla weg seinerzeit besuchen konnte, mit dem er erklärt hat, warum er in der Türkei politische Oppositionelle gesperrt hat. auf Ex, um zu verhindern, dass die ganze Plattform Ex gesperrt werden würde. Dieses Narrativ, mit dem er sich auch gegen frühere Entscheidungen Twitters gestellt hat, wir haben da vor Ewigkeiten mal drüber gesprochen, dass Twitter damals sogar Menschen hatte, die sich explizit nur um politische, politische Diskussionsarbeit sozusagen gekümmert haben, um beispielsweise nach Indien zu reisen, dort in Indien mehrere Wochen verhandelt haben, damit Twitter eben nicht gesperrt wird. Also Dieses Rückgrat gegen Gesetze, um beispielsweise tatsächliche Meinungsfreiheit zu gewährleisten, auf der einen Seite, was fehlt? Hier an der Stelle und auf der anderen Seite diese immer wieder anhaltende Erzählung von Gesetze sind das, dem wir uns unterwerfen müssen. Gesetze sind das, was zählt, was wichtig ist. Mit der jetzt dazu gedachten Ergänzung, Gesetze sind nur dann wichtig, wenn sie als sinnvoll erachtet werden seitens Musk, macht mich wahnsinnig vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass das so gar nicht mehr erklärbar ist. Also wenn in Brasilien jetzt Ex gesperrt würde, dann gibt es sicherlich Menschen in Brasilien, Menschen, die beispielsweise den früheren Präsidenten dort gewählt haben, aber auch Menschen in anderen Ländern, die dieses Narrativ weiter stricken, die jetzt auch im Fall Pavel Duchov, wir haben da gerade darüber gesprochen, auch da schon die Meinungsfreiheit gefährdet sehen, weil sie das große ganze Bild am Ende, das lässt sich nicht mehr erzählen, diese geplante Überforderung durch Faktenreichtum macht mich wahnsinnig. Weil du das, du kannst diesen ganzen Sachverhalt nicht in einem Satz erklären. Es gibt nicht die einfache Erzählung darüber. Und ich unterstelle, Mask, dass das Auch gewollt ist, dass es eben eine, dass man eine gewisse Art der Überforderung empfindet und gar nicht mehr das große, ganze Bild sehen kann, weil eben so viel passiert. Ich meine, wir reden hier seit fast zwei Jahren jetzt, nahezu täglich. über Dinge, die dort passieren. Das hast du mit, also wenn wir den gleichen Podcast über Henkel gemacht hätten, sage ich mal, da wäre jetzt nicht so viel passiert in derselben Zeit.

34:49 Torsten Beeck

Ne, da hätte es vielleicht ein paar neue Sorten von Persil gegeben. Ja, ich sehe das ja im Prinzip genauso. Und ich glaube auch, dass man das ganz gezielt nutzt, um Diese, um einfach auch so ein Quatsch-Narrative in die Welt zu setzen, die dann auch so schwer zu entkräften sind, weil es eben komplex ist. Und dieses Ich halte mich an Gesetze, wenn es mir gerade so passt, ist natürlich auch so ein Grundthema. Das ist natürlich wahnsinnig opportunistisch. Und die. Das ist natürlich auch etwas, was man eigentlich nicht durchhalten kann, weil das ist ja gerade das große Problem der Plattform, wenn man einfach mal denkt. Die wollen jetzt gar nichts Böses, sondern es sind irgendwie global agierende Unternehmen, die versuchen irgendwie in verschiedensten Märkten zu funktionieren. Ich glaube, diese Diskussion gab es bei Meta oder beziehungsweise speziell bei Facebook auch schon vor Jahren Dass sich an lokale Gesetze halten, halt ein Riesenproblem ist, weil es halt eben auch nicht nur Deutschland, Frankreich, USA gibt, sondern es gibt halt eben auch Saudi-Arabien und Indonesien. Oder Russland. Und in dem Moment, und da gab es ja schon auch durchaus in der Vergangenheit Unternehmen, das man deshalb sind, Unternehmen eben nicht in Russland und nicht in China. Weil sie halt eben gesagt haben, wir können uns da nicht an die lokalen Gesetze halten, weil das bedeutet unter anderem, dass wir Zugriff auf unsere Plattform geben müssen, all diese Dinge. Aber das ist halt einfach so eine Pseudodiskussion, die da geführt wird. Also diese Meinungsfreiheit scheint ja immer nur da. wichtig zu sein, wo man irgendwie seine wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht gefährdet sieht, beziehungsweise in dem Moment, wo man seine wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gefährdet sieht, Dann ist halt Meinungsfreiheit auch nicht mehr so wichtig. Und das macht Musk ja an jeder Stelle.

36:39 Gavin Karlmeier

Ja, stimmt. Natürlich, was du sagst. Ich finde, das ist natürlich ein Grund, also jetzt machen wir ein ganz großes Fass auf, müssen wir, glaube ich, gar nicht so tief reinspringen in das Fass, aber es ist natürlich eine grundsätzliche Herausforderung der Globalisierung, dass wenn du Unternehmen hast, die in 150 Staaten der Welt. agieren wollen, wirtschaftlich unterwegs sein wollen, dass sie sich auch an 150 verschiedene, im Zweifel 150 verschiedene Gesetze halten müssen. Und Gesetze fußen ja in der Regel, auf kulturellen Unterschieden. Also es gibt ja durchaus Länder, in denen es Dinge gibt, die als richtig oder als gültig wahrgenommen werden, die in anderen Ländern als Grundlegend falsch wahrgenommen werden. Und damit meine ich gar nicht nur religiöse Herausforderungen. Es gibt auch ganz. Also, mein Beispiel, wenn du in Korea, in Südkorea einen Ventilator verkaufen möchtest, dann muss dieser Ventilator sich nach einer gewissen Zeit abschalten. weil es einen Irrglauben im Volk gibt, dass wenn du beim Ventilator, beim Betrieb eines Ventilators schläfst, sterben könntest. Ventilatort, schöner Deep Dive in der Wikipedia, mach das mal. Stimmt natürlich nicht, aber.

37:41 Torsten Beeck

Ich habe das schon mal überlebt, kann ich sagen.

37:43 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Und das bedeutet aber, dass wenn du einen Ventilator in Korea herstellen willst, musst du diesen Timer in deinen Ventilator einbauen. Das ist. Das zeigt halt, wie viele Herausforderungen es tatsächlich gibt, die ja auch gar nicht nur auf irgendwelchen willkürlichen Gesetzen durch Diktatoren, nee, es sind immer Männer, ne? Durch Diktatoren unterliegen. So? Bitte gerne housekeepen, wenn es irgendwo Diktator ist, ist glaube ich.

38:08 Torsten Beeck

Doch, es gibt, es gibt doch, es gibt so ein paar, so Myanmar und so, es gibt auch ein paar, es gibt auch ein paar unfreundliche Frauen, aber in der Tendenz in den letzten paar hundert Jahren waren es hauptsächlich Männer.

38:19 Gavin Karlmeier

Ja, okay. Also was ich sagen will, nicht jedes Gesetz muss willkürlich sein, sondern kann ja auch einfach einer kulturellen Grundüberzeugung unterliegen. Und das alles mitzudenken, wenn du einfach nur eine Plattform anbietest, einfach nur, es waren gesprochen in Anführungszeichen, einfach nur eine Plattform anbieten möchtest, bei der Menschen sich gegenseitig Fotos zeigen können, ist natürlich eine riesengroße Herausforderung. Das will ich, glaube ich, niemand von der Hand weisen. So, und vor allem, wenn du dann noch so Dinge hast wie Haltung oder Grundverständnis, wird es natürlich richtig corny.

38:53 Torsten Beeck

Ja, ich glaube Das ist super, super tricky, da auch sich selbst Regeln zu geben, die dann international funktionieren. Und ich glaube, jeder, der irgendwann mal sich mit Community Guidelines selbst für eine kleine, für ein kleines Angebot beschäftigt hat hat festgestellt, wie schwierig das ist, so allgemein zu formulieren, dass man viele Fälle, die vielleicht unerwünscht sind, auf der Plattform greift. Und auf der anderen Seite nicht besonders einschränkt ist und möglichst viel, viel Diskussion und Offenheit zulässt Das ist selbst für seine eigenen Plattformen, die man hundertprozentig unter Kontrolle hat, die nur in einem Land, nur in einer Sprache funktioniert, wahnsinnig aufwendig. Und das ist für alle Plattformen eine Herausforderung und trotzdem, und da müssen sich natürlich auch alle Plattformbetreiber die Frage stellen welche also wie sehr sind wir bereit unsere werte jetzt mal abgesehen von solchen themen wie Privacy und Zugriff auf Daten und so, die dann nochmal ein ganz anderes Thema sind. Aber welche Werte wollen wir denn als Kern unserer Plattformen irgendwie festhalten? Und wie sehr lassen wir uns dann eben in Ländern einschränken, wo irgendwie, keine Ahnung, Frauen nicht alleine vor die Tür gehen dürfen? Das ist halt irgendwo Gesetz. Nehmen wir dieses Gesetz, ist das halt ein lokales Gesetz, das wir quasi akzeptieren und dann ist das halt so und dann hat das bestimmte Auswirkungen auf das, was auf der Plattform stattfinden darf. Oder finden wir irgendwie einen Weg, uns an anderen freiheitlichen Werten zu orientieren und setzen die dann da auch durch? Und leben dann auch damit, dass wir oft in bestimmten Ländern dann eben nicht mehr unser Angebot schalten können und müssen dann auch damit leben, dass wir da gesperrt werden. Ich glaube, das ist schon, und das sind halt Zum einen ethisch-moralische Fragen und das andere sind halt einfach, das sind halt auch einfach betriebswirtschaftliche Fragen. Kann ich mir das leisten, da nicht zu sein?

40:54 Gavin Karlmeier

Beispielsweise Apple in China. Also das ist jetzt ein anderer Deep Dive. Aber wenn wir dieses Argument aber zugrunde nehmen. Hat Ex natürlich das gutes Recht zu sagen, wir wollen in Brasilien nicht mehr stattfinden. Unter welchen Gründen auch immer. So, das ist quasi ja genau das, was wir damit, was man damit rausziehen kann. Gut finden, nachvollziehen müssen wir das aber am Ende ja trotzdem nicht. Also es gibt ja noch immer einen Unterschied, oh, das ist auch, heute ist aber die große Fässer, es gibt natürlich immer noch einen Unterschied zwischen legal und illegal und legitim und nicht legitim.

41:27 Torsten Beeck

Ja, ja, eben. Also man muss immer ein bisschen aufpassen. Das haben wir ja am Anfang, haben wir am Anfang eben auch drüber gesprochen. Dass es halt eben, dass ein dass Drogenverkaufen nicht auf einmal Meinungsfreiheit ist. Und wobei man natürlich auch da wieder sagen kann, es gibt natürlich Länder wie in Deutschland, wo man. . irgendwie Cannabis so halb legalisiert ist. Ich sehe neuerdings sehr viel Werbung für Cannabis-Produkte, nicht nur Samen, sondern auch so Das komplette Partyprogramm mit Rollmaschine und diskreter Lieferungen nach Hause. Was ich interessant finde, und ich finde es auch interessant, dass die durchgehen auf den großen Plattformen. Weil nach meinem Verständnis ist das, glaube ich, in Deutschland noch nicht legal. Es ist nicht. Insofern, ähm, auch da, ne, du kommst ja sofort immer in, ja, gibt es halt im Zweifelsfall ein Land, wo man sagt, ja, ist überhaupt kein Problem, klar, kannst du dir bestellen. In den USA gibt es irgendwie. App, so wie Pizza bestellen, kannst du dir auch Gras bestellen. Es geht so schnell, dass man Uber-Wheat Ich hoffe, dass sie den Witz nicht liegen gelassen haben, aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob Uba das anbietet. Aber ich weiß, also Menschen machen das. Und dann kommt jemand irgendwie im Silicon Valley, kommt dann jemand mit dem Fahrrad geradelt. Und der bringt dir dann irgendwie deine vorgerollten Joints vorbei. Und also das ist so wie heißt das hier? Hier kann man ja auch Alkohol bestellen. Wie heißt das? Liefer, Liefer, weiß ich auch nicht, habe ich vergessen. Du meinst flink. Nee, ich meinte eigentlich Flaschenpost, meinte ich. Die bringen doch in großen Mengen Alkohol in Test. Aber nicht mit dem Fahrrad.

43:06 Gavin Karlmeier

Nee, nicht mit dem Fahrrad stimmt. Um das Ganze jetzt mal noch ein bisschen, jetzt kommt noch eine Ebene dazu. Ich habe nämlich einen ganz spannenden Text gelesen beim führenden Branchendienst heise. de. Kennst du vielleicht schon mal drüber gestolpert? Und zwar eine Geschichte, die ich, also Es geht um die Clearingstelle Urheberrecht. Und zwar geht es darum Dass ja Provider mit Hilfe von DNS-Sperren, also dem Verhindern eines zu DNS bedeutet, um das mal ganz einfach runterzubringen. Jedes Haus hat eine Hausnummer und damit du nicht genau wissen musst, wer in welchem Haus wohnt, gibt es eine Art Telefonbuch, wo drin steht, der Gavin wohnt in Hausnummer 18. So, das heißt, das ist am Ende das, was der DNS macht. Und Diese Provider können mit Hilfe von DNS-Sperren durchaus Urheberrechtsverstöße durchsetzen. Interessant ist aber, dass es eben einen Verband der Urheberrechtindustrie gibt. die eine Clearingstelle Urheberrechte im Internet, C UII, gegründet haben, die mitentscheiden wollen, muss man glaube ich so formulieren, welche Websites auf diesen Spehrlisten landen. Die Provider, die das durchsetzen, sind am Ende ehrlicherweise fast alle großen. 1<unk>1, Mobilcom, Debitel, Telefonika, die Telekom und Woda von Deutschland. Und das Bundeskartellamt und die Bundesnetzagentur haben dieses Verfahren so genehmigt. Interessant ist aber, dass diese Clearingstelle Urheberrecht diese Liste so ein bisschen nach Gut Dünden zusammengestellt zu haben scheint. Also es gibt keine Gerichtsurteile oder richterliche Sprüche. Über die jeweiligen Websites, die dort draufstehen, und es gibt einen 17-jährigen Schüler, der sich selber Damian nennt, der das für ungerecht hält dass es eben eine sozusagen Selbstjustiz gibt, was diese Durchsetzung dieser DNS-Sperren am Ende angeht und hat deswegen eine Webseite erstellt, die cuii-liste. de heißt, auf der eine bislang geheime Liste Auftauch dieser Websites, die eben gesperrt werden sollen nach dem Ermessen der UrheberrechteinhaberInnen.

45:05 Torsten Beeck

Ja, das ist spannend, es ist vor allen Dingen insofern spannend. In dem Moment, wo das nicht transparent ist und da kein wirklich rechtsstaatlicher Prozess hinter ist, sondern irgendwie private Interessen in so einem Hinterzimmer gekunkelt durchgesetzt werden. Ich finde das ja erstmal spannend und irgendwie Respekt an den Damian, der diese Website aufgesetzt hat. Wir sind letztes Jahr auch mal auf dieser Liste gelandet. Das führte dann dazu, dass bei, ich glaube, 1<unk>1-Kunden heise. de einfach nicht mehr erreichbar war. Das ist schon auch ein bisschen schräg und da sieht man eben auch, wie anfällig sowas ist.

45:46 Gavin Karlmeier

Ja, vor allem, weil in dem Moment, wo sowas völlig in die Hand der Leute gegeben wird, die selber Interessen haben, ist es ja einfach überhaupt gar kein überprüfbares System mehr. Also das das ist ja quasi eine Handreichung für missbräuchliche Ver missbräuchliches Verhalten. Ich will gar nicht sagen, dass alle Urheber jetzt hier irgendwie die Bösen sind. Aber wenn es einfach nur so eine Website gibt oder eine Liste, eine interne Liste, auf die Urheber einfach eine Website eintragen können, damit sie nicht mehr erreichbar ist, das ist ein Riesenproblem. Und das ist halt eben auch super anfällig, um irgendwie bestimmte Dinge ohne ohne einen Prozess, ohne ein Gerichtsurteil.

46:28 Torsten Beeck

Einfach zu verbieten, quasi. Also in dem Moment, wo du jemanden aus dem Internet quasi rausschmeißt und die Seite nicht mehr aufrufbar ist, bedeutet das ja im Grunde genommen, dass auch wenn das technisch, die technisch die Seite irgendwo eine noch erreichbar ist, zumindest für deutsche Nutzer von den jeweiligen Providern, die da mitmachen, ist die dann tatsächlich de facto ja weg. Und die meisten werden das auch nicht umgehen können Und ja, am Ende, in meinem Empfinden bedeutet das, wenn man solche Seiten sperrt, müsste das mindestens ein Gerichtsurteil dazu geben, gegen das man sich gegebenenfalls wehren kann. Und dass man höchstrichterlich überprüfen kann und dass da irgendwie so ein paar Leute sich, weiß ich nicht, zweimal im Jahr irgendwie zusammensetzen und weiß ich nicht, einen Zoom-Call machen und da mal so eine Liste durchgehen. Und dann sagt man, ja, ja, lass die mal alle rausschmeißen. Erscheint mir jetzt zumindest nicht ideal. Sowas ist immer dann gefühlt, wir sind da irgendwie mal aus Versehen drauf gelandet. Aber wir haben ja durchaus auch als Verlag und als Medienhaus schon den einen oder anderen Prozess geführt, unter anderem gegen Unternehmen, die Kopierschutz auf DVDs und CDs, CTs, CTs, CDs angeboten haben. Da hat die CT sich irgendwann mal mit angelegt. Und dann hat man das mal rechtlich klären lassen, ob das dann okay ist, da überhaupt zu berichten, dass ein Kopierschutz gar nicht so richtig funktioniert und dass der sich umgehen lässt. Und da musste dann erstmal richterlich festgestellt werden, dass das Journalismus ist und dass man darüber durchaus reden und schreiben kann und darf. Nur wenn es diesen Prozess gar nicht gibt, sondern einfach eine Liste, dann kann es eben auch passieren, dass dann eben auch tatsächlich dann in diesem Fall Meinungsfreiheit bedroht wird.

48:15 Gavin Karlmeier

Diesmal, jetzt mal wirklich. Wir mussten 48 Minuten lang über Leute sprechen, die ihre Meinungsfreiheit bedroht sehen, bevor wir tatsächlich zu einer echten Bedrohung der Meinungsfreiheit gekommen sind. Naja. Hast du dir die Liste mal angeguckt? Ist die interessant? Ja, also ehrlicherweise sind auf dieser Liste wirklich viele Websites, bei denen ich. gehört habe, dass Leute vor zehn Jahren dort Kinofilme geguckt hätten. Aber darum geht, also am Ende geht es ja gar nicht darum, ob die Liste eine legitime Zusammenstellung ist, sondern die Frage ist ja Gibt es eine Liste, die, wie du sagst, von Richterswegen, von Rechtswegen festgestellt wird oder nach Bauchgefühl von Urhebern, die sagen, das finde ich aber jetzt nicht so gut. Ich klicke mich da gleich mal durch, ich finde, es sieht ganz lustig aus. Viel Spaß.

49:05 Torsten Beeck

Kanna Power.

49:06 Gavin Karlmeier

Ah ja. Dürfen wir das hier sagen, was da so da aufsteht? Das ist nicht so nicht geheim, steht auch im Internet. Das ist ein Satz, mit dem würde ich dich gerne zitieren. Sehr gerne. Ich packe übrigens sowohl das Porträt über die Signal-Gründer-Präsidentin, als auch Die Analyse des World Street Journal über Elon Musks Twitter-Verhalten, als auch diese Liste, alle drei in die Shownotes dieser Episode hier, damit ihr euch da durchklicken könnt. Alles macht viel Spaß und ist alles irgendwie aufregend. Und jetzt von Meinungsfreiheit zu Meinungs. Vielfalt, Meinungsausdruck. Ich bin gespannt, was du zu erzählen hast zu unseren hier folgenden. Funktionen und Emotionen. Ich hab also man kann ja uns bei YouTube zuschauen und die lernt wer das Wer diese Folge hier gerade nicht bei YouTube schaut, meine Empfehlung ist, öffnet sie nochmal bei YouTube und schaut euch bei Minute 4930, schaut euch das Gesicht von Thorsten an, der nicht so genau weiß, worauf ich eigentlich hinaus möchte.

50:10 Torsten Beeck

Ja, dieses Jingle ist wirklich ganz toll. Dieser Trainer, der macht mich sehr glücklich.

50:15 Gavin Karlmeier

Es gibt übrigens ja jetzt auch, das haben wir ja mit Franzi aufgenommen, auch einen Jingle für unsere Rubrik Selbsthilfegruppe. Wenn ihr also irgendwelche Social Media Probleme habt, bei denen ihr die Weisheit der vielen gerne anzapfen möchtet, schreibt sie uns, meldet sie uns entweder im Haken dein Discord. Channel auf haktdran. org oder per Instagram oder per Kommentar oder schreibt mir eine Mail. Ihr findet alles. Zurfisch schreibt Thorsten eine Mail, der leitet sie dann weiter. Also es gibt viele Wege, uns eure Probleme zu schildern. Wir würden die gerne hier gemeinschaftlich lösen. Ja, ja, nur so. Gut. So, kommen wir aber zu Funktionen und Emotionen. Es gibt ein paar neue Features und ich bin gespannt, welche Reflexe sie bei dir auslösen. Fangen wir an. Instagram arbeitet daran, dass du jetzt auch Notes with Friends erstellen kannst. Also dass du eine Note erstellen kannst, die dann sozusagen wie so ein Collab-Post zwei Absender-Accounts hat.

51:05 Torsten Beeck

Das ist eine Funktion, die werde ich gleich ausprobieren, sobald sie mir zur Verfügung steht.

51:08 Gavin Karlmeier

Perfekt. Dann arbeitet Instagram gerade an einem Feature, das also der Informant, der das hier veröffentlicht hat, der Reverse Engineer sagt, es ist ein MSN-like Feature, also eine Funktion, die wir noch aus den MSN-Messenger-Zeiten kennen. Mich erinnert es eher an LastFM und zwar gibt es die Möglichkeit, dass du deinen Spotify-Account mit deinem Instagram-Account verknüpfst und In Echtzeit auf deinem Profil steht, welche Musik du gerade hörst.

51:33 Torsten Beeck

Das finde ich ja tatsächlich ganz cool. Also, ich fand LastFM immer geil. Und mir hat das irgendwie, ich fand das eine coole Möglichkeit, irgendwie Musik zu entdecken, irgendwie auch so eine persönliche Note irgendwo so zu hinterlassen. Ich war ein großer Last FM-Fan. Und ich finde das finde das okay. Es gab ja immer so eine Zeit, wo ganz, ganz viele der Live-Akte Irgendwie sichtbar waren, was habe ich gerade geliked, was höre ich gerade, bin ich gerade online und nicht?

52:05 Gavin Karlmeier

Und wo bin ich gerade?

52:06 Torsten Beeck

Genau, wo bin ich gerade? Also es gab durchaus auch mal eine Zeit, da konnte man meinen Live-Standort permanent im Internet sehen. weiß ich jetzt auch gar nicht, ob das jetzt so eine total gute Idee war, aber es gab eine Zeit, wo ich dachte, das sei eine ganz gute Idee. Sascha Lobo hat das auch immer mal gemacht. Damals konnte man auch. Der Standort war auf seiner Website zu sehen. Hat er sogar zur Party eingeladen damals, bei sich zu Hause.

52:27 Gavin Karlmeier

Er hat seine Handynummer dazu getwittert, gesagt, komm vorbei, hier ist Party bei mir zu Hause.

52:30 Torsten Beeck

Und da war auch Party, glaube ich. Wir kennen auf jeden Fall Leute, die da waren. Ähm. Insofern, aber ich finde, das ist tatsächlich relativ harmlos. Also, da gibt man von sich her verhältnismäßig wenig Informationen außer seinen vielleicht nicht so guten Musikgeschmackpreis. Und dass man gerade Musik hört, das einzige Risiko, das ich dabei so ein bisschen sehe, ist, wenn man in so einem Haushalt mit Kindern lebt, dass dann da so. Simone Sommerland und die Kita-Frösche, wir backen eine Pizza in meinem Instagram-Profil, auftaucht und die Leute denken, ich bin jetzt komplett durchgeknallt. Aber ja, das ich finde es ein nettes Feature.

53:12 Gavin Karlmeier

Ich finde das auch tatsächlich cool. Ich habe auch LastFM massiv genutzt. Kleine Hausaufgabe für alle, die sich langweilen. Wer es schafft, mein LastFM-Profil zu finden, ich habe da nämlich unter Nickname veröffentlicht, der kriegt einen Preis, überlege ich mir noch irgendwas, aber kriegt auf jeden Fall, weiß ich nicht, eine Einladung zuerst einen Haken dran, Liveshow oder so. Weil ich das, da gibt es viele, tatsächlich scrobelt Spotify immer noch zu meinem Last FM-Profil. Man kann da also tatsächlich Simone Sommerland und Popo Sieben Schläfer bei mir lesen, aber auch echte Musik. Und das ist natürlich die Sorge, dass so die eigenen Guilty Pleasures dann plötzlich entgiltisiert werden. So, ist erstmal gut, glaube ich. So, spannend finde ich aber tatsächlich, wenn man das so mal im Großen und Ganzen sieht. Wir haben letzte Woche darüber gesprochen, dass Instagram ja mittlerweile die Möglichkeit von Profilsongs bietet. Also dass du. Ja, einen Song auf deinem Profil haben kannst. . Ich habe das Feature leider immer noch nicht, obwohl ich versprochen habe, den Steuersong von der Gatshow auf meinem Profil zu machen.

54:09 Torsten Beeck

Ich hab das, ich hab das Feature. Oh, und was wird dein Song? Mein Song ist Being Boring. Oh, Patch Up Boys? Mm. Gut. Ist so ein Ding bei mir. Boring Bean. Nee, nicht langweilig zu sein, aber der Song ist irgendwie, also der begleitet mich und das ist quasi so eine Art immerwährender Ohrwurm. Das wird mir auch häufiger mal von der Familie vorgeworfen. Wenn ich irgendwas pfeife, dann pfeife ich Beamborring.

54:35 Gavin Karlmeier

Ich finde das irgendwie süß. Ich war, ähm, ich glaube, letztes Jahr auf einem Petcher Boys-Konzert und sie haben den Song als letztes gespielt, was ein ganz überraschender letzter Song ist, weil der jetzt nicht so, das ist jetzt nicht das fulminante Feuerwerk der Emotionen, sondern der ist schon, der hat schon eine gewisse Über ein überschaubares Dynamik-Spektrum, sag ich mal. Und trotzdem war das ein tolles Ende.

54:56 Torsten Beeck

Es ist einfach auch der beste Song. Also überhaupt der beste Song. Und die haben ja, du warst ja wahrscheinlich auf der Tour, auf der sie sowieso nur die Banger gespielt haben, ne? Also die, wie heißt sie hieß, die Dream, Dream, habe ich vergessen, Dream World, irgendwie sowas. Quasi einfach nur eigentlich das Konzert, das sich alle Leute wünschen, einfach alle Singles, die jemals erfolgreich waren, zu spielen. Und man kann wirklich bei jedem Song irgendwie mitsingen. Ich finde Being Boring ist einfach ein fantastischer Song. Fängt eine Zeit wahnsinnig gut ein und ich werde den für immer mögen.

55:31 Gavin Karlmeier

Interessanterweise waren die Petcher Boys neben Oasis die Lieblingsband von mir als Kind schon. Tatsächlich. Meine erste Platte war Petcher Boys

55:39 Torsten Beeck

Das ist, finde ich, erstaunlich. Du bist ja vor allen Dingen viel zu jung dafür. Ich bin ja eigentlich quasi schon zu jung dafür. Die haben ja irgendwie angefangen, Anfang und Mitte der 80er, da war ich ja, da bin ich ja dann so eher im ersten Klasse-Alter. Aber für mich ist das tatsächlich so. A hatte ich einen Freund, Grüße an Martin, der der größte Patcher Boys-Fan der Welt ist, der mich da sehr beeinflusst hat. Und auf der anderen Seite, ich glaube, ich habe irgendwann mal das Video zu So Hard, ich glaube, da war ich zwölf oder so. Da ging das so los, dass ich einen Fernseher hatte, wo man Musikfernsehen gucken konnte, damals nicht MTV oder Viva, sondern Tele5 am Nachmittag. Mit Bim Bambino. Aber da gab es halt eben auch Musikvideos und So Hard fand ich ziemlich cool. Die haben diesen Orchestra-Hit-Sound irgendwie das erste Mal so richtig groß gemacht. Und ja, das hat irgendwie so ein Punkt, wo ich sehr offen war, neue Dinge kennenzulernen. Fand das verdammt cool. Und die sind halt einfach auch cool, weil die immer so cool gucken. Vor allen Dingen Chris. Also einfach so jemand, der in 30 Jahren Karriere nicht mehr als fünf Sätze gesagt hat. Das stimmt. Das finde ich schon beeindruckend.

57:01 Gavin Karlmeier

Dann Snapchat Führt jetzt native iPad-Unterstützung ein, also die Möglichkeit, dass du mit dem iPad Snapchat benutzen kannst. Und ich habe dazu den Kommentar gelesen. Ah, das erste Snapchat-Feature, das Instagram nicht kopieren wird.

57:15 Torsten Beeck

Ja, vermutlich und ehrlich gesagt, das ist auch so ein Feature, weiß ich nicht, wenn ich so eine Roadmap an Feature-Wünschen bei Snapchat mir vorstelle. Wo ich mir nicht so richtig vorstellen kann, für welche Zielgruppe das wohl geeignet sein soll. Aber möglicherweise für Schüler, die in der Schule Snapchat ihre Handys in der Schule nicht benutzen dürfen. Aber wohl ihre iPads. Insofern vielleicht kann man da die Lücke zwischen 8 Uhr morgens und 14 Uhr ein bisschen schließen, in der man wahrscheinlich durchaus sieht. Dass der Traffic und die Nutzung von Snap deutlich zurückgeht, weil die Menschen einfach, die Snap nutzen, dann doch in der Tendenz relativ jung sind.

57:55 Gavin Karlmeier

Und ja, vielleicht ist das tatsächlich die Zielgruppe. War auch mein Gedanke, dass du, dass junge Menschen, glaube ich, eher einen Zugriff zu einem iPad kriegen als zu einem iPhone und dass sie damit oder zu einem Handy-Smartphone generell und dass sie damit jetzt sozusagen genau noch theoretisch noch jünger angreifen können.

58:11 Torsten Beeck

Ja, beziehungsweise das ist glaube ich wirklich so, ne? Also in den Schulen sind iPads werden immer mehr zum Standard und gleichzeitig Gibt es, glaube ich, schon eine Tendenz, den Schülern ihre Handys auch gerne mal wegzunehmen, wenn die damit rumhantieren während des Unterrichts und selbst während der Pausen. Aber das iPad ist ja ein Arbeitsgerät. Und insofern ist das vielleicht vielleicht ein Weg, da ein bisschen Dieser Lücke ein bisschen zu schließen. Ich finde es eine ganz gute Idee, weil im ersten Mal habe ich gedacht, das ist ja eher so ein alte Leute-Device, aber tatsächlich ist es ja auch ein Schüler-Device.

58:44 Gavin Karlmeier

Threads dockt noch näher ans Fidiverse an. Also es ist jetzt möglich, Antworten auf den Fiddiverse auch auf die Beiträge anderer Leute zu sehen. Das war bislang nicht möglich. Und dass es jetzt auch die Möglichkeit gibt, die Antworten auf andere Beiträge selber zu hinterlassen. Also es gibt jetzt quasi eine absolute Durchdringung aller Postings, unter anderem Postings, die im Fidiverse stattfinden, auch bei Threads. War das verständlich? Ja.

59:11 Torsten Beeck

Ich glaube, wenn man sich da vorher nicht mit beschäftigt hat, nein. Aber ich finde es erstmal schön zu sehen, dass tatsächlich diese Ankündigungen auch umgesetzt werden. Das war ja nicht so ganz klar, was kommt denn, wann kommt das. Und Meta scheint ja tatsächlich so ein bisschen strategisch sich. . deutlich mehr zu öffnen, auch so mit Open Source KI-Modellen und eben auch der Öffnung ins Fediverse und diesen Wallet Garden ein bisschen, zumindest ein paar Löcher in den Wallet Garden zu schneiden. Ich finde das erstmal eine gute Entwicklung und es bietet auch die Möglichkeit, irgendwie für andere Plattformen oder für andere Angebote da reinzukommen.

59:47 Gavin Karlmeier

Ich hab da einen ganz, ganz spannenden Take im Doppelgänger Podcast, Doppelgänger Tech Talk, ähm von Philipp Klöckler und Philipp Klöckner. Pip Klöckner war auch schon öfter hier. Liebe Grüße. Ein ganz tollen spannender Take zu diesem Thema gehört, denn das KI-Modell von Meta ist ja zum Beispiel Open Source. Liegt also komplett frei nutzbar. Weil die Theorie dahinter ist, wenn du nicht der Marktführer werden kannst, kannst du den anderen immerhin noch den Rasen kaputt treten, nach dem Motto. Und das ist natürlich der Fall. Du schaffst es so, ein bisschen Marktanteil abzugraben. weil du es nicht schaffen kannst, der Größte zu werden, aber du schaffst es jedenfalls trotzdem eine Rolle zu spielen, weil du für all die Leute, die eben eine eigene Variante haben möchten, sozusagen damit Angebote bietest.

01:00:31 Torsten Beeck

Ich glaube, das ist durchaus eine Überlegung und das ist natürlich nicht nur, du zertrampelst nicht nur den Rasen, sondern du entwertest natürlich auch jedes kommerzielle Angebot, wenn du was günstiges oder was Kostenloses daneben stellst. Plus Die Möglichkeit, das tatsächlich Open Source zu machen, bringt vielleicht dann auch nochmal ein paar Sympathien, die man in der Vergangenheit vielleicht eher verspielt hat. Also ich glaube, das ist auch aus Marketingsicht. Eine ganz gute Idee.

01:00:57 Gavin Karlmeier

Und das ist hier, glaube ich, genau das gleiche für die, die das noch nicht ganz gereilt haben, weil ich es zu kryptisch erzählt habe. Also Threads schließt sich an Fidiverse an, damit also auch in die dezentralen sozialen Netzwerke beispielsweise wie Mastodon. Es gibt also die Möglichkeit mit einem Account bei Mastodon jetzt auch Konten auf Threads zu folgen, übrigens noch nicht in der EU, sondern in allen anderen Ländern der Welt quasi. Zumindest werden es immer mehr. Und diese Öffnung zum Fidiverse passiert stufenweise. Das heißt, es war zuerst möglich, einzelnen Accounts zu folgen, dann war es möglich, auch zurückzufolgen. Jetzt ist es eben möglich, dass man auch Antworten, die man im Fidiverse auf Threads-Postings veröffentlicht, Diese auch bei Thread sehen kann und zwar auch dann, wenn das nicht die eigenen Postings sind. So. Ja, verspringt's. Übrigens gibt es auf fidiverse. info jetzt den Plan, ein eigenes Fiddiverse-Symbol einzuführen. Das ist das Unicode-Symbol 2042. Das sind drei Sterne, also unten zwei, oben eins, ein Dreieck aus Sternen. Und sie sagen selber, das Add ist das Symbol für die E-Mail, das Hashtag ist das Symbol, also die Raute ist das Symbol für den Hashtag, es gibt ein Symbol für Frieden, ein Symbol für Recycling, jetzt haben wir auch ein Symbol fürs Fiddiverse. Ja, kann ja nicht schaden, ein Logo zu haben. Und ich finde es schlau, da direkt im Unicode-Universum zu schauen. Finde, übrigens hat Ex dasselbe gemacht, aber. Was ich so interessant finde, ist, dass das Fiddiverse, das jetzt hier macht, in einer Zeit, in der Threads ja für sich selber schon eine Variante des Fiddiverse-Logos gefunden hat. aber immer noch nicht zu spät sind, um das irgendwie noch durchdrücken zu können, während es beispielsweise bei generativer KI eigentlich zu spät ist. Also es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, generative KI darzustellen und viele entscheiden sich für so komische Sternschnuppen und Sternschleifen und so. um irgendwie darzustellen, dass hier ist jetzt ein KI-Feature. Auch da würde ich mir so eine Art konformiertes Logo wünschen, ein Symbol, um klarzumachen, das hier ist jetzt mit KI generiert beispielsweise. Das wird sich aber ja vielleicht auch noch herauskristallisieren.

01:03:00 Torsten Beeck

Das ist ja etwas, was dann geprägt wird, häufig von großen Plattformen. Und ich glaube, dass Da sind wir ja wirklich noch relativ am Anfang. Also, ne, seit wann reden wir über generative KI? Seit anderthalb Jahren. Also das, beziehungsweise, also es gibt viele Menschen, die da auch schon länger drüber reden, aber ich glaube, so in der In der großen Gruppe der Nutzer ist das erst seit anderthalb Jahren irgendwie angekommen. Und da wird sich ja vielleicht noch irgendwas herauskristallisieren, was sich dann so durchsetzt als Signet oder als Kennzeichnung von KI. Vielleicht so ein kleiner Roboter, da bist du im Moment mein Favorit.

01:03:38 Gavin Karlmeier

Finde ich auch gut. Ansonsten habe ich festgestellt, dass mein, also wenn ich auf Mastodon. social gehe erlebe ich ein kleines Design-Fresh-Up. Es fühlt sich alles ein bisschen sleeker an. Ich finde das ganz schön. Guckt gerne mal rein, ob ihr das nachvollziehen könnt, ob das bei euch auch so ist oder ob ich einfach nur spinne. Möchte ich nicht ausschließen. Siehst du es auch?

01:03:59 Torsten Beeck

Ich würde auch sagen, das könnte durchaus sein, dass du spinnst. Nein. Danke. Nein, das kann schon sein, ja.

01:04:10 Gavin Karlmeier

Okay. Und bei Blue Sky gibt es jetzt neue Features. Also das wurde jetzt die Version 1. 9. 0 veröffentlicht. Und Sie sagen, damit gibt es jetzt Anti-Toxicity Features, also entgiftende Features oder weniger giftige Features Features. Damit gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, dass du alle Postings ansehen kannst, bei denen dein Post zitiert wurde, also alle Drikos. Das ging bislang nicht und dass du dann aber im nächsten Schritt sogar deinen Beitrag davon abtrennen kannst. Also Beispiel, ich schreibe einen Post bei Blue Sky. Thorsten Beck ist super. Du zitierst den und sagst, Gavin Karlmeyer hat recht. Und dann lösche ich meinen Post, der da drunter steht. Dann hast du einfach nur einen Post geschrieben, in dem drin steht Gavin Karlmeyer hat recht.

01:04:54 Torsten Beeck

Ja, das ist schön. Was mich tatsächlich, ich weiß gar nicht, weißt du das, wie die Nutzung von Blue Sky sich so entwickelt? Weil ich muss zugeben, ich fand das irgendwie ganz spannend. Hab mich aber offensichtlich seit Monaten nicht eingeloggt. Hab das gerade gemacht und sehe so ein paar Notifications und Mentions. Passiert da irgendwas?

01:05:19 Gavin Karlmeier

Ich habe keine Zahlen dabei. Meine Wahrnehmung ist, dass es ein paar Leute gibt, die ich damals auf Twitter in meiner Bubble hatte, die alle sehr aktiv auf Blue Sky sind. Das ist aber auf jeden Fall eine Verzerrung der Wahrnehmung. Also es ist nicht so, dass der Mainstream sich auf Blue Sky tummelt, sondern es ist schon ein bisschen der kleine Safe-Space der alten Twitter-Ultras, habe ich so das Gefühl. Das gilt aber sicherlich nicht für alle Twitter-Ultras.

01:05:43 Torsten Beeck

Also ja, bei mir sieht es eher so aus, als ob da, also die sind alle da oder sind viele von da, vielleicht die, die auch irgendwie 2007 schon bei Twitter waren. Aber wenn man ehrlich ist, ist da nicht viel Aktivität übrig geblieben. Also ich sehe eigentlich nur noch Business-Accounts oder Marken-Accounts, die da irgendwie ein Feed drauf liegen haben. Kann natürlich aber auch an meinem nicht ganz so aktiven Freundeskreis sozusagen liegen.

01:06:08 Gavin Karlmeier

Das kann ich mir nicht vorstellen. Ansonsten, ich finde halt dieses Triko-Entkoppeln super spannend, weil das ja bei Empheliverse ganz stark diskutiert wurde, kommt es oder kommt es nicht, weil viele Leute ja der Meinung waren, dass das. . fast immer nur hämisch, spöttisch, beleidigend verwendet würde oder zur Verbreitung von Hass und Desinformation. Also zu sagen, das ist ein Feature, das keinen Mehrwert für die Community bietet, also führen wir es nicht an. Ein, finde ich super, finde ich super interessant, dass Bluska jetzt hier einen Umgang damit gefunden hat, der für mich irgendwie sinnvoll erscheint.

01:06:42 Torsten Beeck

Ja, ich finde auch, das ist eine ganz gute Idee. Ich finde es auch tatsächlich, die geben sich schon Mühe. Und die geben sich schon Mühe, irgendwie eine Plattform zu schaffen. die sinnvolle Features kombiniert und Menschen versucht zu schützen und letzten Endes ein bisschen antivirale Effekte, die vielleicht, wo man sagen kann, Das schadet quasi der Plattform im Sinne von, da kriegt man nicht so viel Traktion auf Inhalte, aber es hilft vielleicht langfristig der Plattform tatsächlich ein Platz zu bleiben, der eben. sich nicht so nach so einer Seuche anfühlt und wo man nicht die ganze Zeit mit Gewalt, Hass und irgendwie Häme konfrontiert wird. Ich glaube, das ist eine gute Idee, solche Features einzuführen. Es gibt ja auch so ein paar Tendenzen dazu auf anderen Plattformen, also solche Einschränkungen der Weiterleitungsmöglichkeiten bei WhatsApp, glaube ich, gehört zum Beispiel dazu, wo man dann mal sagen kann: Okay, du bist so sicher, dass du das jetzt an noch mehr Leute weiterleiten willst? Ungelesen. Ungelesen sowieso, aber auch gelesen vielleicht. Also insofern, vielleicht sind die auch einfach beispielhaft dann für andere, dass man sich darüber Gedanken macht, dass Sichtbarkeit, Viralität und irgendwie möglichst viel ja möglichst viel Viewtime nicht immer das sind, was wirklich Qualität am Ende ausmacht. Das ist ja das große Problem der anderen Plattformen, dass Interaktion nicht gleich Qualität heißt.

01:08:12 Gavin Karlmeier

So ist es. Bruce hat übrigens auch jetzt die Möglichkeit eingeführt, passend dazu, dass du Replies ausblenden kannst, wie das bei Twitter auch früher eine Zeit lang, also es ist immer noch möglich, aber wie es auch irgendwann eingeführt wurde, dass du, wenn du eine Antwort bekommst, dass du sagen kannst, die soll hier nicht mehr angezeigt werden.

01:08:27 Torsten Beeck

Ja, auch das ist, glaube ich, etwas, was Menschen hilft, einen einigermaßen gesunden Umgang auch zu haben. Wenn man so sieht, was einige Leute dann halt für massenhafte Replies bekommen.

01:08:44 Gavin Karlmeier

Lieber Thorsten, wir sind am Ende. Vielen Dank, dass du heute da warst. Sehr gerne. Vielen Dank, dass dich dabei sein durfte. Sehr gerne wieder. Ich wünsche dir ein ganz wundervolles Wochenende. Allen, die bis hierhin zugehört haben, auch ein wundervolles Wochenende. Wir hören uns wieder am Montag. 5 Uhr, Haken dran, wie immer. Und jetzt passt auf euch auf und trinkt mal einen Schluck Wasser, wenn ihr das hier hört. Ja, das mache ich jetzt auch. Schönes Wochenende. Danke, tschüss. Ciao. Werbung Moderne Arbeit findet heute überwiegend im Browser statt, doch die Sicherheitsmaßnahmen halten damit oft nicht Schritt. Browser werden zunehmend zu einem zentralen Angriffspunkt. Dort wo Phishing, Schatten-IT und Datenlegs innerhalb von SARS-Anwendungen und Live-Sitzung auftreten. Nordlayer hat deshalb den Nordlayer Browser entwickelt. Er vereint Transparenz, Kontrolle und Sicherheit direkt in den Arbeitsablauf, schützt ihre Unternehmensdaten und standardisiert die Sicherheit in Web-Apps, ohne zusätzlichen Aufwand für IT-Teams. Mehr Info auf Nordleier.

01:09:42 Speaker 4

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