Wer bei X Inhalte mit seinem Gesicht entdeckt, sollte unbedingt auf sein Urheberrecht beharren, statt auf “klassische” Meldewege zu schauen. Google bekommt blaue Haken – und 3300 E-Autos könnten möglicherweise bald teurer Elektroschrott sein.
➡️ Unser Gast Pip Klöckner hat einen sehr hörenswerten Podcast und einen sehr lesenswerten Newsletter! Beides findet ihr hier: https://www.doppelgaenger.io/
Transkript
Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.
00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Pip. Hallo. Kevin. Grüße ich Kevin.
00:12 Pip Klöckner
Schwebt mein Name doch sogar hier drunter. Ich muss dir wirklich kurz überlegen. Ist nicht schlimm. Ich stell dich kurz vor, du bist Pip Klöckner, man kennt dich aus dem Doppeldenger Gag Tech Talk Podcast. Du bist Berater, Investor und einer der wenigen Leute hier in der Hagendrönfamilie, die sich wirklich mit diesem ganzen Dingen wie Zahlen auskennen. Deswegen freue ich mich mal, wenn du hier bist.
00:32 Gavin Karlmeier
Ich kann zahlen, genau. Heute bin ich ein bisschen erkältet, deswegen klinge ich etwas Nasal, aber ich freue mich natürlich trotzdem, dich wiederzusehen.
00:39 Pip Klöckner
Ich freue mich auch. Wir haben in der letzten Folge wurdest du schon namentlich sozusagen adressiert. Und zwar, weil Jannis, wir haben letzte Folge kurz über die TikTok Umsatzzahlen gesprochen. Und Umsatzzahlen ist ja quasi dein Ding Und da kam eben bei raus, dass die Verluste, die TikTok macht, 1,3 Milliarden Dollar betragen haben im Jahr 2023. Und wir haben dann so überlegt, ist das eigentlich bei einer Plattform in der Größe tatsächlich normal, dass man einfach immer noch gar keinen Gewinn macht? Und dann haben wir uns gedacht, vielleicht nehmen wir die Frage mal kurz mit.
01:12 Gavin Karlmeier
Ja, nein. Also einerseits, ich war tatsächlich auch überrascht, dass sie noch quasi 100 Millionen im Monat, ist das ja ungefähr, durchbringen. Ich könnte mir vorstellen, dass aber so etwas wie die Werbung während der Fußball-WM EM, WM, EM. EM, ja. EM auch den Ausschlag gegeben hat. Ansonsten fragt man sich ja, wo lassen die das Geld? Also den Creator-Fund kann ja so viel nicht fließen eigentlich. Deswegen war ich ein bisschen überrascht. Also das heißt ja, sie haben ja 4,6 Milliarden Umsatz gemacht. Das heißt, die Kosten müssen ja, ich bin ja zum Rechnen da, dann insgesamt 6 Milliarden sein, wenn man trotzdem 1,3 Millionen Verlust macht. Das heißt, sie haben irgendwo Kosten in Höhe von 6 Milliarden. Das ist schon schwer, sich vorzustellen. Andererseits muss man mal sagen, sie sind vom Vorjahr ins Jahr 2023. Achso, und die Fußball-EM ist natürlich Quatsch, weil das 2023, über den wir reden. Es sei denn, man zahlt das so im Voraus, das weiß ich wiederum nicht, aber wir reden ja quasi über die Veränderung von 2022 auf dreiundzwanzig. Und da sind sie jetzt nicht mehr ganz hundert Prozent, aber von zwei Komsech auf vier Komsech, das sind wahrscheinlich noch so. Und dann darf man auch ein Viertel des Umsatzes Verlust machen. Es gibt so eine Daumenregel, die sogenannte Rule of 40. ähm, äh die man bei bei bei Unternehmerwachstumsunternehmen gerne anwendet, und die sagt mehr und oder weniger Die Wachstumsrate minus die Profitabilität oder plus die Profitabilität, um genau zu sein, muss über 40 sein, dann ist das alles in einem gesunden Rahmen. Und jetzt kann man hier sagen, die sind meinetwegen 90% gewachsen, haben minus 25% Profitmarge. Und dann ist das Ergebnis ja 65 und damit über 40. Und deswegen ist das insofern noch gesund aus reiner Investoren- oder Kapitalmarktsicht. Obwohl, wie gesagt, man muss sich halt fragen, wie sie alleine in Europa So viel Verlust gemacht haben.
03:04 Pip Klöckner
Wobei, Sie haben ja gesagt, eine Milliarde haben Sie zur Seite gelegt für mögliche EU-Strafen. Das heißt, bleiben noch fünf Milliarden übrig oder fließt das dann nicht mit rein, diese Rücklage?
03:16 Gavin Karlmeier
Doch, wenn es eine Rücklage ist, dann verbucht man die quasi schon vorab als Verlust in der Regel.
03:21 Pip Klöckner
Okay. Das heißt, sie gehen davon aus, dass wir.
03:24 Gavin Karlmeier
Wenn man sie dann tatsächlich zahlt, wäre sie dann aber erfolgsneutral, sozusagen. Ja, okay. Nach meinem Verständnis, ja. Spannend.
03:31 Pip Klöckner
Ja, hochinteressant vor allem die Frage, wie da irgendwann eine Trendwende reinkommen soll bei solchen immensen Kosten. Weil sie müssen ja wahrscheinlich früher oder später einfach extrem viele Einnahmen generieren, wenn ich das richtig verstehe, und alle Marketingausgaben massiv reduzieren, damit sich das irgendwann überhaupt lohnt, wenn das denn überhaupt im Ziel des Unternehmens ist, irgendwann einen Gewinn zu machen.
03:50 Gavin Karlmeier
Ja, man könnte argumentieren, wenn man eine gewisse kritische Masse erreicht hat, dann ist es unausweichlich für Werbetreibende, diese Plattform zu meiden. Im Moment kannst du noch aus irgendwie Überzeugungsgründen oder weil das Subscale ist, also noch nicht so groß und bedeutend, einfach zu klein noch ist, kannst du es als Werbetreibender Vielleicht noch ignorieren. Also, wenn ich jetzt TikTok aufmache, dann sehe ich jetzt nicht die großen Werbetreibenden, die ich auch im linearen Fernsehen sehen würde. Die großen Konsumentenmarken oder Autohersteller oder so, die sind jetzt noch nicht alle auf TikTok. Wenn TikTok es aber schafft, quasi seinen Umsatz und seine Nutzerschaft weiter so zu steigern, dann wird es natürlich zunehmend schwerer, diesen Kanal zu ignorieren. Also wenn das teilweise lineares Fernsehen ablöst bei der jungen Bevölkerung, dann muss ich halt dahin Und das könnte natürlich die Wette sein, einfach so mit der Brechstange die Relevanz zu erzeugen, die dann dafür sorgt, dass man am Werbemarkt quasi nicht mehr alternativlos ist.
04:43 Pip Klöckner
Ja, verstehe. Aber spätestens, wenn das die Wette ist, spätestens dann wäre ja ein TikTok-Verbot in den USA das absolute Todesurteil für die eigene Strategie, oder? Weil dann gibt es ja quasi Dann hast du ja ein immenses Problem, wenn du sagst, okay, wir haben jetzt keine Menschen mehr aus den USA, die uns benutzen oder die unsere Inhalte sehen und dementsprechend auch nicht Inhalte produzieren für die Plattform, was uns im Zweifel auch für den europäischen Markt unattraktiver macht.
05:07 Gavin Karlmeier
Genau, es würden, also es hat so Spillover-Effekte auf die ganze Welt, dass auch europäische oder australische Nutzer eventuell den Content aus den USA vermissen. Und gleichzeitig ist, wenn man so auf den Umsatz pro Nutzer schaut, dann wird die USA immer der profitabelste Markt weltweit. Also auch heute noch ist ein Facebook-Nutzer in den USA zwei, dreimal so viel wert wie einer in Westeuropa, obwohl wir jetzt auch einigermaßen entwickelte Länder sind. Von daher ist es sowohl von der direkten als auch indirekten Wirkung super gefährlich finden, wenn das wirklich durchgeht.
05:42 Pip Klöckner
Super interessant. Ich habe ansonsten ein kleines Hausgebling zum Thema TikTok. Weil wir in der letzten Episode über diesen Mint-Feed gesprochen haben. Und sowohl Janis als auch ich gesagt haben, wir haben gar keine Ahnung, wo dieser Mint-Feed sein soll, der ja schon seit Ewigkeiten in Europa auch ausgerollt wurde. Man kann den tatsächlich in relativ versteckt Inneneinstellungen gibt es einen Punkt, der heißt Datenschutz und Einstellungen und darin gibt es die Inhaltspräferenzen und darin kannst du deinen Feed einschalten, kannst du den Mint-Feed oder den Stem-Feed, je nachdem, ob du englisch oder deutschsprachig bist, einschalten und hast dann sozusagen diesen Inhalt, der sich auf wissenschaftliche Inhalte konzentriert.
06:15 Gavin Karlmeier
Das ist der quasi der chinesische Chemiebaukasten, den man dann bekommt, den auch die Duyin-chinesischen Kinder anschauen dürfen.
06:22 Pip Klöckner
Nur mit anderen Inhalten, also eben mit europäischen Inhalten haben, nicht mit den chinesischen Richtig, und ein anderes Housekeeping, und damit rutschen wir direkt ins Themenfeld Axe und Mask. Und zwar ging es ja in der letzten Episode um den vermeintlichen Sieg. von X gegenüber Unilever, einem der Unternehmen, die auf dieser Liste standen, denen Elon Musk einen böswilligen Boykott vorgeworfen hat. Die Quelle, die wir letztes Mal hatten, war ein bisschen uneindeutig darin, wie jetzt eigentlich diese Klage ausgelaufen war. Und tatsächlich ist es so, dass Ex diese Klage gegen Unilever selber vorläufig zurückgezogen hat, weil es eben außergerichtlich eine Einigung gibt. Und diese Einigung sieht so aus, dass es wieder eine Partnerschaft zwischen X und Unilever geben wird. Also Unilever hat sich sozusagen aus dieser Klage rausgekauft, warum auch immer. Also wir haben vom letzten Mal vermutet, dass Sie vielleicht irgendein Unternehmen dann doch oder irgendeine Ihrer Marken dann doch auf Ex bewerben wollen, wie zum Beispiel Ax.
07:14 Gavin Karlmeier
Ja, finde ich überraschend. Ich hätte der Klage sowieso wenig Erfolg beigerechnet. Dass man jetzt doch zurückgeht, finde ich eher überraschend.
07:26 Pip Klöckner
Ja, geht mir tatsächlich auch so, vor allem, weil ja, also sowohl es ja erstens gar keine Hinweise auf diesen Boykott gibt, diesen Boykott, äh, diese Vereinbarung oder diese Verschwörung, die Maske da wittert auf der einen Seite und auf der anderen Seite ja aber ex damit ein weiteres Mal irgendwie siegreich mit dieser Klage irgendwie ist. Sie haben es ja auch geschafft, dass Gaim dieser Zusammenschluss der werbetreibenden Unternehmen sich aufgelöst hat im Rahmen dieser dieser Klagegeschichte. Also man merkt schon, Musk gewinnt da irgendwie an allen Fronten gerade, obwohl er eigentlich so ins Blaue einfach mal drauf losgeklagt hat.
07:59 Gavin Karlmeier
Ja. Ich glaube, ultimativ gewonnen hat er natürlich erst, wenn die Werbegelder auch wirklich zurück zurückkehren. Aber Zumindest ist es jetzt nicht so im Sanderverab, wie ich gedacht hätte, ehrlich gesagt.
08:13 Pip Klöckner
Ja, leider ist das so. Hast du dir denn die Vorstellung der Robotaxis angeschaut? Die We Robot? den WeRobot Event.
08:21 Gavin Karlmeier
Ja, ich habe nicht die ganzen, was war das, zweieinhalb Stunden oder so angeschaut, aber natürlich die wichtigsten Szenen. Mit gemischten Gefühlen. Also ich habe hohe Sympathie für den Robo Van. Ich glaube, dass das Mobilitätskonzept ist, was ich gerne sehen würde, sowohl auf dem Land als auch in großen Städten. Also diesen 20-Sitzer Autonomen Bus. Ich denke da so an die Region, wo meine Eltern wohnen, wo so Überlandbusse mit einem Busfahrer und da sitzt so eine Oma drin und der Dorfalkoholiker, irgendwie, der keinen Führerschein hat gerade. Und Da denkt man jedes Mal, wie ineffizient ist das? Und kein Wunder, dass dieser Bus nur alle zwei Stunden fährt. Ich glaube, für sowas sind diese autonomen Busse ganz praktisch. Ich habe nicht so richtig verstanden, warum man das ein Robotaxi, so stromlinienförmig bauen. Würde für die Innenstadt. Ich könnte mir vorstellen, dass da praktischere Formfaktoren gibt. Das mit einem Zweisitzer kann man, glaube ich, begründen, dass er 90 Prozent der Fahrten tatsächlich nur ein oder zwei Personen haben. Fand ich erst auch nicht super intuitiv, aber kann man schon sagen, wenn man es dafür dann irgendwie 4000 Dollar günstiger bauen kann, dann ist das vielleicht sinnvoll. Überrascht war ich, wie so Blogger wie Robert Scobel, der war sowieso sehr positives immer, was Maske angeht in letzter Zeit. Angebliche Journalisten, wie schnell die sich von diesen Robotern, also den Optimus-Robotern, haben einwickeln lassen, die ja ganz offensichtlich ferngesteuert waren, so wie eventuell auch die Autos. Da war ich ein bisschen erschrocken. Also dass Menschen, da sich auf X oder auch anderen Plattformen LinkedIn und so weiter hingestellt haben und gesagt, das ist hier der Durchbruch für Robotik. Es kann jetzt wenigstens noch drei Tage dauern. Keine Ahnung, bis die meine Oma pflegen. Da war ich ein bisschen überrascht, ehrlich gesagt, dass man sich da so schnell dem hingegeben hat.
10:09 Pip Klöckner
Es gibt ja so einen Meme Satz, dass Silicon Valley schon wieder den Bus neu erfunden hat. Und tatsächlich habe ich das tatsächlich auch empfunden bei diesen Dingen. Weil so wohl die Idee, viele Leute gleichzeitig durch die Gegend zu fahren als auch zwei Leute oder vier Leute oder wie viele auch immer autonom durch die Gegend zu fahren, das sind ja beides keine Tesla-Innovationen Und tatsächlich war das so ein bisschen das Gefühl, das bei mir übrig geblieben ist, dass ich so dachte, das sind jetzt alles nicht so die großen Würfe, bei denen ich das Gefühl habe, da wäre noch niemand vorher drauf gekommen. Und dann verstehe ich schon, dass man dachte, naja, wenigstens der Roboter am Ende, der sei irgendwie naja, immerhin humanoid aus. Wobei ich auch da eben sagen muss, naja, das ist halt alles vorprogrammierte Choreografien, die ich hier gesehen habe. Da habe ich jetzt wirklich tatsächlich, mir ging es nicht so, dass ich das Gefühl hatte, Tesla rettet sich gerade irgendwie wieder in die Innovations-Area.
11:00 Gavin Karlmeier
Ja, also was gezeigt wurde, waren halt Prototypen oder Visionen teilweise. Ich glaube welche, die total viel Sinn machen, aber so was Elon Musk oder Tesla ja schuldig geblieben, ist es echte Timelines oder Daten, die Aufschluss geben, inwiefern man sozusagen gute Chancen hätte, die Regulatorik zu überwinden und so, dass man schuldig geblieben. Und Man vermutet jetzt vielleicht, dass wir das nicht irgendwie beklatschen werden alles oder so, aber auch der relativ neutrale Markt, an dem sich sozusagen die öffentliche Meinung bildet, was börsennotierte Unternehmen angibt, der hat das ja eh nicht gutiert, indem er die Aktie neun Prozent in den Keller geschickt hat. Also auch Analysten oder Leute, die Tesla-Aktien besitzen, waren offenbar nicht überzeugt von dieser Präsentation. Ganz egal, was wir jetzt persönlich davon denken. Das heißt, insgesamt fanden die allermeisten Leute das underwhelming, das kann man, glaube ich, schon sagen. Obwohl, wie gesagt, ich würde jetzt nicht sagen, dass eine dieser Visionen Quatsch ist oder so, sondern es ist einfach, ich glaube, niemand glaubt daran, dass das vor 2029 irgendwie Einigermaßen real wird. Das ist, glaube ich, das Problem. Und Elon, was also in jedem Artikel, der darüber berichtet hat, waren unten immer zwei, drei, vier Absätze, die einfach nur sozusagen seine Historie der Lügen oder der Fehleinschätzung, was die Zeitrahmen eingeht, in der Vergangenheit belegt haben und diese Absätze werden immer länger, sozusagen jedes Jahr.
12:18 Pip Klöckner
Die Liste der leeren Versprechen. Es gibt sogar so eine Internetseite die sie sammelt, Elon Musks Lehreversprechen. Ich weiß es nicht. Elon Musk. today ist es, glaube ich. Genau, das ist eine Sammlung der leeren Versprechungen von Elon Musk. Vor allem inklusive der Tage, die vergangen sind, seitdem dieses Versprechen gegeben, aber nicht eingelöst wurde. Also zum Beispiel hier, dass er einen Tesla Charger, eine LA in einem alten Rollerskate-Diner bauen möchte. Eine Kleinigkeit nur, ne? Aber hat er vor 2500 Tagen knapp versprochen und bis heute nicht eingelöst. Und davon gibt es halt wirklich so, so, so, so viele, dass man einfach inzwischen sagen muss, es gibt kein Vertrauen mehr in diesen Mann. Und zwar offenbar jetzt auch am Markt nicht mehr. Und die Tesla, die Tesla-Aktiv. . Die verhält sich ja manchmal so, dass man in seinem subjektiven Empfinden sagen kann, ich verstehe das oft nicht, wie die Tesla-Aktie reagiert. Hier an dem Punkt ist sie aber ja sehr deutlich gewesen.
13:08 Gavin Karlmeier
Ja, kein Vertrauen, da muss man einschränken, es gibt ja immer so ein paar Leute, die trotzdem. . daran glauben. Also Frank Ten hat noch vor einer Woche oder so eine Wirtschaftswoche ein Interview gegeben, wo er erklärt hat, dass es im Februar werden wir das downloaden können in unsere deutschen Autos und dann geht es los mit dem voll Self-Driving. Also es gibt schon immer die Leute, die da Durchbrüche sehen, die man eigentlich objektiv nicht nachvollziehen kann, aber
13:36 Pip Klöckner
Wobei Frank Thelen in dem Spiegel dieses Jahr ja gesagt hat, ich glaube in dem Spiegel war es, dass er das Gefühl hat, dass er die Macht von Elon Musk als beängstigend empfindet. Also auch da gibt es offenbaren vielleicht die ersten Absonderungsversuche immerhin.
13:53 Gavin Karlmeier
Mehr Differenzierung kann da nur gut tun, glaube ich.
13:57 Pip Klöckner
Überfällig. Ja, wer nicht so amused war über dieses Event, das vielleicht ihm dann tatsächlich nicht so innovativ war wie gewünscht, war Alex Preyers. Das ist der Regisseur des Films iRobot. Und der fand das Event von Tesla mit dem Namen WeRobot, das sich in Designentscheidungen und Look and Feel relativ nah an seinem Film orientiert hatte. Fand er nicht so geil. Also er hat Elon Musk angetwittert und gefragt, hey, can I have my designs back, please? Ja, also da gab es offenbar auch eine leichte Verstimmung, was das angeht.
14:29 Gavin Karlmeier
Ja, aber ich bin immer wieder überrascht, wie gut Science-Fiction-Filme die Zukunft voraussehen. Also wenn man sich irgendwie Terminator anschaut oder AI, Artificial Intelligence oder eben iRobot. Ich würde das immer als Kompliment tatsächlich nehmen im Fall. Wenn du das vor zehn Jahren oder 15 Jahren antizipieren konntest und jetzt baut jemand die Zukunft genauso, wie du sie ersonnen hast. Also A, du hättest ja in der Zwischenzeit deinen Traum selbst realisieren können. dann mach es auch einfach, wenn es dir wichtig ist, das selber zu bauen. Und wenn ich sehe es einfach als Lob, dass jemand deine Entwürfe als Vorbild nimmt, um dann wirklich echte Technologie zu bauen.
15:10 Pip Klöckner
Also Genau, das ist, glaube ich, vielleicht eine Henne-Ei-Frage. Also hast du die Zukunft vorhergesagt oder hattest du Design-Ideen, die dazu führten, dass Leute sie tatsächlich nachbauen? Also ist das eine selbsterfüllende Prophezeiung? Oder eine tatsächliche Vision gewesen, finde ich, ist da eine spannende Frage. Aber umso ein größeres Kompliment, wenn du halt eine Idee hattest, die in einem Film umgesetzt wurde, die dann tatsächlich irgendwann zur Realität wird. Verstehe ich, ja. Wer das Vertrauen in Elon Musk übrigens auch verloren hat, ist Geiko. Geiko ist der zweitgrößte Kfz-Versicherer in den USA. Und die werden Tesla Cybertrucks jetzt nicht mehr versichern. weil sie sagen, dass dieses Auto nicht mehr den Versicherungsrichtlinien entsprechen würde. Also die Reparaturkosten sind deutlich zu hoch, sagen sie. Also es gibt hier die Geschichte eines kleinen Schadens, der direkt mit nur einem Blechschaden. 13. 400 Dollar kostete eine Scheibe, die einfach zersprungen ist. Häufiger passiert ist Glas, das auseinanderspringt, wegen zu hoher Hitze in der kalifornischen Sonne. Leute, die ihre Windschutzscheiben mit einem Mikrofasertuch kaputt machen konnten und das reicht diesem Versicherer jetzt und der sagt, dieses Auto werden wir so nicht mehr versichern und kündigt auch allen, die dieses Auto dort versichert haben.
16:17 Gavin Karlmeier
Ja, wenn man sich das anschaut, kann man sich vielleicht vorstellen, dass wenn irgendwo da eine Delle reinkommt oder was drückt, dass das das ganze Auto so ein bisschen verzieht durch die sehr besondere. Form. Also, heutige Auto sind ja so ein bisschen modular gebaut mit Stoßstangen und sowas, und das ist ja da bewusst alles weggelassen. Und deswegen ist wahrscheinlich so, dass so ein kleinster Impact das ganze Auto so verzieht, dass sie Scheiben springen oder Man muss einen Großteil der Teile austauschen muss. Und so kommt es dann, dass man hier irgendwie, ich glaube, der kostet so im günstigsten Fall 60. 000 bis zu 100. 000 US-Dollar. Da muss man eben hier mal ein Fünftel des Wertes investieren. um das reparieren zu lassen. Zeigt aber auch, dass das vielleicht nicht ewig tragfähig ist. sein wird, so Autos auf First Principle Thinking nochmal neu zu bauen.
17:06 Pip Klöckner
Glaubst du, dass der Cybertrack noch nach Deutschland kommt?
17:11 Gavin Karlmeier
Also ich glaube, das dazu bräuchte erstmal eine Zulassung und dann Leute, die das hier. Ich glaube nicht, dass man, dass Tesla ihn selber in Europa verkaufen wird, ehrlich gesagt. Ich kann mir schon vorstellen, dass jemand die so irgendwie importiert. so wie jetzt auch Leute sich ein Dot-Ram oder sowas oder ein F-150 holen. Ich fange vor meinem Haus, hier fährt immer einer damit rum und der fährt abends immer So bis zu 15 Runden um die Kirche, wo ich wohne, um einen Parkplatz zu finden, mit so einem Ding, weil die sind ja irgendwie sieben Meter lang oder so. Was weggehört? Genau, und also wenn er sozusagen quer zur Straße parkt, dann nimmt er die Hälfte der Straße sozusagen vorne noch mit. Ich halte es für relativ unpraktisch, ehrlich gesagt, aber wenn Leute sich das kaufen wollen, sollen sie sich kaufen. Klar. Also Frank Thieren kauft sich ein, bin ich mir sicher. Der hundertprozentig. Der ist der Erste.
18:00 Pip Klöckner
Der hat ja auch ein Grundstück, was groß genug ist dafür, nehme ich an. Allein sein Büro hat ja wahrscheinlich die Fläche für Dutzende Cybertrucks übereinander. Wir bleiben ganz kurz in der Elektromobilität, denn es gibt ja eine Geschichte, über die wir hier, glaube ich, nicht so richtig gesprochen haben, weil sie eigentlich uns nur partiell berührt, die aber vielleicht trotzdem mal interessant ist. weil es so ein bisschen auch um Zentralisierung geht und wie gehören uns eigentlich unsere Daten und die Dinge, die wir vermeintlich besitzen. Es geht um das Unternehmen Fiska. Fiska ist ein Elektroautohersteller. Klammer auf gewesen, Fragezeichen, der ein Auto auf den Markt gebracht hat, das von der Rezeption relativ schlecht aufgenommen wurde. Es gibt einige so Reviews bei YouTube, zum Beispiel von Marcess Brown Lee, der seitdem auch so eine, wie sagt man, ähm Wie heißen denn nochmal diese Insekten, die ihre Liebespartner töten, wenn sie mit ihnen geschlafen haben?
18:50 Gavin Karlmeier
Äh, Mentes, ähm, ich weiß, was du meinst. Die so aussehen. Ja, genau, die Gott ist dann Beterin?
18:59 Pip Klöckner
Nee. Genau. Nee. Naja, schwarze Witwe? Schwarze Witwe vielleicht, ja. Ja, egal. Wir werden das wahrscheinlich in der nächsten Folge rausgeben. Na jedenfalls. ähm g gilt eher inzwischen als dieses Insekt, weil er mit seinen Reviews Unternehmen offenbar auch in die Insolvenz treibt. Das war zwar hier nicht der einzige Grund, aber dieses sehr, sehr vernichtende Review des des schlechtest bewerteten Autos, das er jemals gefahren hat, hatte da so ein bisschen seinen Teils zu beigetragen. Auf jeden Fall ist Fisker kurz daraufhin eben insolvent gegangen. Und die haben jetzt das Problem, dass es eigentlich ein Unternehmen gab in New York, American Lease, die dieses Unternehmen übernehmen wollten und haben dafür auch schon einen größeren Millionenbetrag hingelegt, zweistellig. Das Problem ist aber, wie das Insolvenzgerecht vor dem Insolvenzgericht jetzt rausgekommen ist. Das Problem ist, dass es ein großes Problem gibt, und zwar, dass die Serverdaten, die zum Betrieb der Fahrzeuge notwendig sind, dass die nicht ohne weiteres auf die Server von American Lease übertragen werden können. Das steht jetzt gerade der Übernahme im Weg und bedeutet aber konkret, dass diese 3300 verkauften Fahrzeuge möglicherweise jetzt zu Elektroschrott werden, weil sie eben keine Synchronisation mehr mit dem Server herstellen können.
20:06 Gavin Karlmeier
Ja, also was mir rätselhaft ist, wie es wirklich technisch unmöglich sein kann, diese Daten zu transferieren. Ich hätte es mir einfacher vorgestellt. Aber ja, es zeigt die Probleme, die man hat, wenn Autos nur noch über zentrale Server gesteuert werden. Werden. Ich kann dazu eine lustige Geschichte erzählen. Ich habe mir neulich mal einen von einem Berliner, also ein Mietwagen-Sharing-Unternehmen, ein Auto gekauft, bin damit relativ weit weggefahren. Und in einer Tiefgarage von einem Hotel. Und ich bin das gewohnt von sozusagen anderen Produkten des gleichen Anbieters. Da liegen die Schlüssel so im Handschuhfach. Und dann kann man es abschließen und das Auto wie sein eigenes behandelt. Und dann habe ich es im Handschuhfach gesucht und bei der Untergruppe der Fahrzeuge war es aber so, dass da dieser Schlüssel nicht da ist, sondern dass es komplett ferngesteuert wird. Und bin über einen Hotelzübergang, habe ein Konzert besucht. Und am nächsten Tag wollte ich das Auto wieder aufschließen und da es aber kein GSM oder 5G oder irgendeinen Empfang gab in der Tiefgarage, ging das natürlich nicht. Und dann habe ich die Service Hotline angerufen. Dann wurde ich darauf hingewiesen, dass ich natürlich irgendwann mal unterschrieben habe, dass dieses Auto niemals in eine Tiefgarage fahren werde, beziehungsweise das weggeknickt habe. Und dann hatte ich ein längeres Gespräch vor mir, wie man eventuell es doch noch schaffen würde, dieses Auto zu entsperren.
21:27 Pip Klöckner
Oh Gott, hast du es denn geschafft oder steht es bis heute dort?
21:30 Gavin Karlmeier
Ich habe die Vermutung, dass es Dass es dann, also dass man versucht, es über das GSM letzten mit einer SMS oder so vielleicht zu entsperren. Also es gab wirklich überhaupt keinen Empfang da unten. Aber vielleicht ist es so, dass man über das Telefonnetz eine SMS schicken kann. Die das macht. Weil im Zweifel kommst du ja noch am ehesten mit einer SMS, so mit der Zeitverzögerung und so durch. Ich könnte mir vorstellen, dass das der Trick war, den sie am Ende genutzt haben. Er meinte, wenn nicht, wäre es sehr teuer gewesen, das Auto aus Churin abzuholen. Oh Gott. Oh Gott, oh Gott.
21:58 Pip Klöckner
Ja, sowas ist halt, also, und ich finde, das ist so ein Lehrstück. Also sowohl deine Geschichte als auch diese Fisker-Geschichte, als auch die Geschichte des großen Serverproblems bei Meta damals. Das ist so, ich würde jetzt mal so schätzen, zwei Jahre her, als Meta durch einen Ich glaube, ein DNS-Fehler, war es damals, quasi nicht erreichbar war für viele Stunden und zwar galt das für alle ihre Netzwerke. Und eben auch das Problem, dass dort in der Unternehmenszentrale die Türen nicht mehr geöffnet werden konnten, weil eben alle über denselben Server gelaufen sind. Oder Menschen, die zentralisierte Dienste nutzen, um ihre Heizungen zu steuern in den Wohnungen. Und wenn da das selber ausfällt, dann ist die Wohnung halt. Also ich finde, dass manchmal, dass wir manchmal sehr oft auf so Convenience-Dinge achten, dass man dabei vielleicht aber auch nicht außer Acht lassen darf, dass manche Daten dann vielleicht auch doch Über einen eigenen Standard und einen eigenen Server vielleicht dann doch auch ganz gut aufgehoben sind.
22:45 Gavin Karlmeier
Absolut.
22:47 Pip Klöckner
So, wie sind wir da hingekommen? Ich weiß auch nicht, aber wir müssen zurückkommen zu X. Und zwar gibt es eine Untersuchung eines Forscherteams. die sich die Moderationsmechanismen auf X angeschaut haben. Also wie geht man eigentlich damit um, wenn man jetzt auf X beispielsweise Nacktfotos von sich selber entdeckt oder sogenannte Rachepornos? Und zwar ist es so, dass man in dem Ex-Meldesystem das dort auch so melden kann. Ich bin in diesem Inhalt, möchte dort nicht auftauchen. Bitte entferne dieses Videomaterial. Die Forscher haben innerhalb von einem gewissen Zeitraum 50 Nacktbilder von weißen Frauen generiert und diese zwar mit KI generiert, sehen aber verhältnismäßig echt aus, wie sie schreiben. Was immer das heißt, aber haben diese eben auf der Plattform verbreitet und haben versucht, diese Bilder zu melden. Und zwar die eine Hälfte auf dem regulären Meldeweg Die andere Hälfte mit dem Mechanismus, der Copyright-Verletzungen, also Urheberrechtsverletzungen, verfolgen lässt, nach dem Digital Millennium Copyright Act, also die amerikanische Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen. Und haben dafür sich dann drei Wochen eingeräumt, um zu überprüfen, was eigentlich nach drei Wochen passiert. So, Spoiler, nach drei Wochen sind alle 25 Bilder Die wegen Copyright gemeldet wurden, innerhalb von 25 Stunden auch entfernt wurden. Alle anderen Bilder sind einfach gar nicht entfernt worden. Das heißt, tatsächlich gibt es, und wir haben das hier schon mal so in so einem Nebensatz gesagt, aber durch diese aktuelle Studie ist es jetzt eigentlich nochmal schwarz auf weiß, gibt es eigentlich keine andere Möglichkeit als irgendwie in solche. . tatsächlichen Verfolgungsmechanismen zu kommen, um Inhalte aus Twitter rauszukriegen, als sich darauf zu berufen, dass einem da das Urheberrecht genommen wurde an der Stelle. .
24:29 Gavin Karlmeier
Um fair zu sein, würde ich behaupten, dass das zumindest der Fakt, dass der schnellste Weg ist, Content offline zu nehmen. Immer der DMCAs, also der Digital Millennium Copyright Act. Damit kann man Suchergebnisse aus Google eliminieren lassen, Facebook-Posts, eben Twitter-Bilder, YouTube-Videos und so weiter. Und das ist wirklich das, worauf Netzwerke am schnellsten reagieren oder wo Automatismen einsetzen, einfach weil da wirklich mit zweierlei Maß gemessen wird. Also man hat einfach gesagt mehr Angst vor der Film- und Musikindustrie als vor Gerichten und Zivilpersonen, die eventuell. Klagen, ist der Eindruck, dass jetzt hier sozusagen gar nichts passiert. Im Feier von Rachepornos ist natürlich ein Problem, das vielleicht eher expezifisch ist. Ich könnte mir vorstellen, dass andere Netzwerke zumindest mit Zeitverzug reagieren. dass der DMCA-Complaint oder Takedown-Notice der schnellste Weg ist, das kennt man aus anderen Netzwerken einfach. weil die Strafandrohung so hoch ist und weil man sich mal so eine Art Burg Frieden gekauft hat mit der Musikindustrie, dass man gesagt hat, wir werden unverzüglich Und da stand man wahrscheinlich sehr teuren Anwalten gegenüber, die unverzüglich sehr klar definiert haben. Wir werden unverzüglich reagieren und im Zweifel nehmen wir es offline und dann gibt es sozusagen das umgekehrte Verfahren, nämlich dass der Inhaber des Videos nochmal sagen kann Nee, das war jetzt aber okay. Und ich beantrage das Gegenteil nochmal. Und man sieht also auch die Accounts wurden ja gesperrt. Das heißt, es ist noch viel weitreichender von der Konsequenz her. Dass das X jetzt gar nichts tut oder in diesem Fall gar nichts getan hat, ist was man vielleicht vermutet, wenn man Daran denkt, wie viele Menschen bei X an der Content Moderation arbeiten gerade noch.
26:10 Pip Klöckner
Ja, so ist das. Genau, diese DMCA Ja, genau. Diese DMCA-Verfolgung kennen wir ja auch tatsächlich von YouTube sehr gut, wo inzwischen durch dieses Content-ID-Netzwerk sehr, sehr schnell ja auch Also jeder, der mal versucht hat, ein Video hochzuladen, in dem Urheberrechtlich geschützte Musik drin ist, wird festgestellt haben, das Video ist ungefähr sechs Sekunden online, bevor es sofort wieder runtergenommen wird. dass es diese automatisierten Verfahren aber dann bei Exof Meyer nicht in dem Ausmaß gibt, weil wir hier schon von Dutzenden Kinofilmen gesprochen haben, die nach wie vor in voller Länge auf dem Netzwerk liegen, ist, was das angeht, dann noch überraschender. Weil es wahrscheinlich verhältnismäßig einfach wäre, das zu implementieren im Vergleich dazu, wie aufwendig es ist, Leute dahinzusetzen, die innerhalb von 25 Stunden hier reagieren. Und noch so eine Geschichte, bei der man, äh, bei der man sagen muss, hier muss ex irgendwie muss Ex nacharbeiten. Es geht um eine Geschichte eines australischen Gerichtes, die haben wir hier schon mal so ein bisschen angeschnitten und zwar ging es um eine Untersuchung, wie Ex gegen oder Maßnahmen einführt ins Netzwerk, die gegen Kindesmissbrauch vorgenommen werden. Also was kann X tun, damit junge Menschen auf der Plattform sicherer sind? In Australien wird das stark untersucht. E-Safety ist so der Teil der der Internetbehörde in Australien, die eben genau solche Sachen untersuchen. Die haben schon öfter miteinander zu tun gehabt, X und E-Safety. Es gab damals die Geschichte eines Mordes an einem Priester, an dem Inhalte Dieses Mordes, also Video Material, genauso auf der Plattform erschienen sind, die dann nicht sofort entfernt wurden. Da hatte X damals auch eine Strafe bekommen Und in dem Fall hier gibt es eben wieder genau eine solche Strafzahlungsanordnung durch ein Australschiffsgericht und zwar eine Höhe von umgerechnet 418. 1000 Dollar, weil Ex nicht nachgekommen ist, überhaupt nur diese Informationen anzuliefern, was man eigentlich tut, um Maßnahmen gegen Kindesmissbrauch einzuführen oder eben auch gegen CSAM vorzugehen, also Material, das sexuelle Gewalt an Kindern zeigt. Obwohl das laut Elon Musk ja eigentlich die oberste Priorität seit der Übernahme war, gegen dieses Material vorzugehen, offenbar nicht ganz so kooperativ, wie man sich das wünschen würde im Vergleich zu anderen Plattformen.
28:24 Gavin Karlmeier
Ja, traurige ich hier natürlich, dass die Strafe nur 418. 000 Dollar ist. Das kostet Elon Musk wahrscheinlich mehr, also er verliert mehr Geld in der Zeit, wo er den Überweisungsträger ausfüllen würde, als das Geld ihn. Kostet, aber es zeigt halt auch wieder, wie wenig hinter den Ursprungsversprechen bei der Übernahme von Twitter steckte.
28:47 Pip Klöckner
Und da kommen wir jetzt nämlich genau zum Thema, denn es gab eigentlich zwei große Versprechen, die Musk damals gegeben hat, als er das Unternehmen übernommen hat. Das eine war eben. Oberste Priorität ist die Bekämpfung von Material, das sexuelle Gewalt an Kindern zeigt. . Und das andere ist, Staatsferne herzustellen. Es gab die Sorge von Masken, damals, dass Twitter ein Unternehmen ist, das durch und durch von demokratischen Kräften oder Linken, Voken, was auch immer Kräften, wie er es nennen würde, durchträngt ist und man möchte irgendwie hier eine Neutralität herstellen, man will sich davon fernhalten und man möchte nicht, dass zum Beispiel eine Regierung oder Regierungsbehörden einfach so auf direktem Wege an das Unternehmen schreiben kann, hey bitte nehmt diese Inhalte offline. Wir erinnern uns alle an die sogenannten Twitter-Files, die in ich weiß gar nicht wie vielen Episoden eigentlich immer wieder mit relativ unscharfem Beweismaterial nahegelegt haben, dass es Leute in der Regierung gab, die schädliches oder illegales Material auf X oder damals auf Twitter entdeckt haben und dann das Unternehmen gebeten haben, diese Offline zu nehmen. Darüber hat Musk sich damals sehr, sehr, sehr stark aufgeregt. Jetzt gibt es eine Recherche der New York Times. Ich sagte, dass X sich sehr eng mit der Trump-Kampagne abgestimmt hatte, um sicherzustellen, dass diese Inhalte, die in diesem kolportierten Dokument über JD Vams, den Running Mate von Donald Trump, eben kursiert waren. Es gab eben diese Recherche oder diesen Leak, bei dem vermutet wurde, dass es möglicherweise aus dem Iran stammen könnte, dass vielen Medienunternehmen angeboten wurden, die haben das alle nicht veröffentlicht. weil das eben nicht so aufschlussreich war, wie man vielleicht hätte erwarten können. Aber es gab eben Ken Klippenstein oder Klippenstein, der dieses Material selber veröffentlicht hat in seinem Substack-Newsletter und auch auf X verlinkt hatte Und offenbar gab es hier eine enge Zusammenarbeit zwischen X und der Trump-Kampagne, um sich darum zu kümmern, dass Kent-Lipenstein und alles Material, was ihr dort veröffentlicht hat, von der Plattform verschwinden. Also eigentlich genau diese Dinge, die X eigentlich oder Musk immer Dem früheren Management vorgeworfen hatte, hat man hier jetzt genau so gemacht.
30:48 Gavin Karlmeier
Genau, also man kann, glaube ich, sehr gut in Bezug zu irgendwie Hunter Bidens Laptop, Hillary's E-Mails, ähm, Hillary Clintons E-Mails. Herstellen. Und noch deutlicher als in dem vorherigen Beispiel zeigt halt die Grundannahmen der Übernahmen von Twitter oder der Angst, worauf man eine bessere Free-Speech-Plattform aufbauen wollte. Das Mast selber, wenn es seinem Zweck nicht mehr dient, bereit ist, dagegen zu verstoßen. Und hier nichts anderes als ein Zensor ist, indem er die Nachricht gelöscht hat und den Account gesperrt von Klippenstein auf vorübergehend zu muss. Der ist ja jetzt inzwischen wieder da, aber er war länger gesperrt, ja. Ja, ähm, also er führt eins zu eins nur von der anderen politischen Richtung aus, beziehungsweise vom, man könnte jetzt sagen, das ist dann nicht staatliches Handeln, weil Trump im Moment nur Präsidentschaftskandidat ist, insofern ist es nochmal ein Unterschied. Aber wenn du jetzt sagst, es geht um Unparteilichkeit, dann macht er quasi den gleichen Fehler, wenn man davon ausgeht, dass er es vorhin Ein Federfahr und zeigt einfach nur, dass es ihm scheinbar niederum ging oder sagen ihm die, man könnte auch sagen, dass ihm jetzt die Wahl Trumps oder die Unversehrtheit der Trump-Kampagne so wichtig ist, dass er bereit ist, seine Grundprinzipien zu beugen. Vielleicht sind sie ja weiterhin seine Grundprinzipien, aber dann verletzt er sie jetzt, weil Er ist offenbar noch wichtiger findet. Also es wirkt ja fast manisch, wie er teilweise darauf hinweist, dass Trump unbedingt gewinnen muss. Also wo man sich fragt, wie jemand, der eigentlich einen Rest an Souveränität haben sollte selber noch, ist irgendwie scheinbar für jetzt einen gewissen Zeitraum zusammen einzigen Lebenszweck macht, diesen Präsidenten. zu unterstützen. So wirkt das auf mich persönlich zumindest. Dass er so ein bisschen selber auch Souveränität verliert, also man gar nicht mehr weiß, was seine eigenen Ziele sind. Selbst über seinen, sagen, ich glaube, zugebenermaßen beeindruckenden SpaceX Stand, äh, zuletzt die Landung der größten Rakete, hat er vergleichsweise wenig gepostet, wenn man es vergleicht damit, wie wichtig ihm die der der Triumph von Donald Trump in der Wahl sein sollte.
32:52 Pip Klöckner
Ich finde das eine spannende Beobachtung, weil ich hatte denselben Eindruck bei Musks Auftritt bei der Trump-Kampagne, bei der Trump-Rally in Butler, Pennsylvania, bei dem er sich ja wirklich verhalten hat wie ein kleiner Junge, der sich freut, dass er hier auftreten darf. Es gab überhaupt gar keine Es gab keine eigene, gar kein eigenes Wesen, Elon Musk, bei dieser Veranstaltung, sondern er war wirklich zu 100% im Dienste von Trump dort und hat sich eben total klein gemacht dagegen. Was sehr überraschend ist für jemanden, dem es so wichtig ist. auf andere zu wirken und wahrgenommen zu werden, wie man das gerne selber bestimmen möchte.
33:23 Gavin Karlmeier
Es wirkt wirklich absurd, weil also Musk ist wirtschaftlich deutlich erfolgreicher als Donald Trump. Also wenn man sagt, wer ist der bessere Geschäftsmann? Ganz egal, was man über die politischen Ansichten denkt, ist Trump hat einigermaßen also auch Er hatte schon einen relativ reichen Vater, aber dann hat auf jeden Fall sein eigenes Vermögen deutlich vermehrt in der Zeit und zweifelsohne sehr viele super erfolgreiche Firmen aufgebaut. Das heißt, dann ist. Deutlich der bessere Businessmann ist wahrscheinlich höchst nach aller Voraussicht deutlich intelligenter, um uh als Donald Trump Und stellt sich da so in den Dienst als Lackai oder so Fanboys, fand ich auch sehr befremdlich.
34:02 Pip Klöckner
Ja, das wirkt halt alles so sehr. Ich finde, es wirkt alles sehr kalkuliert am Ende. Also weil es eigentlich schon so, also er nimmt halt viele Dinge in Kauf, die seine eigene öffentliche Wahrnehmung schmälern. weil er selber an eine größere Sache denkt oder glaubt. Und die Frage ist, glaubt er wirklich zum Beispiel, dass er damit die Welt rettet, wie er das nach außen hin darstellt? Oder glaubt er an seine eigenen Ambitionen, die da dran hängen könnten. Also Elon Musk könnte nicht ohne weiteres US-Präsident werden, aber als Berater der Regierung möglicherweise große Macht aufbauen.
34:35 Gavin Karlmeier
Ja, ich könnte mir immer noch, genau, als Berater der Regierung, und ich kann mir immer noch vorstellen, dass er so Zwistigkeiten, was BaseX angeht, über Regulierung, wo er sich schon bedachteiligt sieht von der demokratischen Regierung. Vielleicht spielt auch die Zulassung der Robotaxis eine Rolle dabei, warum er sich eher einen demokratischen, äh, einen republikanischen Präsidenten wünscht. Aber selbst dann, wenn es um einen reinen finanziellen Vorteil geht, dann wirkt es immer noch sehr verzweifelt, glaube ich, versucht zu erreichen. Also ich glaube, selbst dann würde ich eher im Hintergrund agieren und versuchen, mit Spenden eventuell Reichweite zu besorgen in klassischen Medien oder so.
35:21 Pip Klöckner
Ja. Ja, das ist so. Lass uns Ex zur Seite legen. Ich habe aber eine andere Geschichte, bei der man, ich glaube, auch ein paar Emotionen aufbauen kann. Und zwar geht es um die Top-Level-Domain-I. O. Die ihr zum Beispiel ja auch nutzt, richtig? Genau, genau. Die I. O. ist ja eine Domain, die eigentlich, also so wie die meisten Top-Level-Domains, wurden die irgendwelchen Ländern der Welt zugeordnet. DE zum Beispiel für Deutschland steht oder AT für Österreich und so betrifft I. O. die Territorien im Indischen Ozean, die Großbritannien zugesprochen wurden. Ich kann euch allen empfehlen, da mal die Geschichte, die Hintergrundgeschichte hinterzulesen, aber kurz gesagt ist es eigentlich ein. Paradestück des westlichen Kolonialismus, denn diese Region wurde Großbritannien oder dem Vereinigten Königreich zugesprochen, obwohl es eigentlich auf da keine tatsächliche Grundlage für gegeben hat, außer eben den Kolonialismus. Und weil Großbritannien mit dieser Top-Level-Domain nichts anfangen konnte, haben sie diese Geschichte damals an einen Unternehmer abgeholt. gegeben, nämlich Paul Kane. Paul Kane hat ein Unternehmen gegründet, das hieß das Internet Computer Bureau, wo man sich schon jetzt auch perfekter Name für ein Unternehmen und hat diese Top-Level-Domain dann im eigenen Interesse weiter vermarktet. Und hat damit auch ganz gutes Geld verdient, offensichtlich. Zwar wurde diese Verwaltung dieser Top-Level-Domain dann vor einigen Jahren weitergegeben Aber die Geschichte, dem ja zugrunde liegt, ist, dass hier Großbritannien über etwas verfügt und am Ende auch über finanzielle Einnahmen verfügt hat, obwohl Großbritannien hier überhaupt nichts von abbekommen hat, von diesem Geld. das ihnen nach moralischen Standards möglicherweise gar nicht zusteht. Das haben jetzt auch mehrere Gerichte so entschieden und deswegen hat das Vereinigte Königreich die Souveränität über dieses Territorium und zwar ganz konkret geht es hier um das Chagos. Archipel, also eine Region im Indischen Ozean, an Mauritius abgegeben. Und damit könnte es sein, dass diese domain. io In den nächsten Jahren auslaufen wird und damit nicht mehr zur Verfügung stehen wird, weil es eben kein eigenes Land mehr ist, sondern eben Teil von Mauritius. Man muss vielleicht dazu sagen, dass im Rahmen der Übergabe an Großbritannien damals einige Menschen dort vertrieben wurden, also es sind mehrere tausend Menschen. von dort zwangsumgesiedelt wurden, damit Großbritannien diese Region zur Nutzung an das US-amerikanische Militär übergeben konnte. Also es ist, wie gesagt, eine Geschichte. für die so Begriffe wie Ausbeutung oder Kolonialismus eigentlich fast zu klein sind. Ist aber eine Geschichte, die am Ende auch eine Auswirkung auf die digitale Welt hat und zeigt so ein bisschen, dass du Das echte Leben und das digitale Leben nie so richtig voneinander trennen kannst.
38:05 Gavin Karlmeier
Ja. Ich hoffe, dass Mauritius das Geld mitnehmen wird und die Domain-Endung weiter betreiben. Mich erinnert es stark an die Geschichte mit der Endung AI, die jetzt natürlich sehr populär wird. II, das ist Anguilla, glaube ich, auch ein britisches Überseeterritorium, wahrscheinlich auf ähnlichem Wege akquiriert. Die machen inzwischen 30 Millionen US-Dollar im Jahr mit der sozusagen Registrierung oder Vermietung der Domainadressen, die auf. e. enden. Und ich wäre überrascht, wenn die IEO-Adresse nicht in einem ähnlichen Bereich liegen würde.
38:40 Pip Klöckner
Ja, weil es auch wahnsinnig viele Online-Spiele mit Micropayments gibt, die eben auf dieser Domain liegen und so. Sie ist einfach nur attraktiv geworden, weil sie eben wegen Input-Output so klingt wie ein Tech-Begriff. Hey, wir nutzen sie alle. Genauso betrifft es übrigens ja auch die Domain. tv, die ja zu Tuvalu gehört. Genau, wenn auch so einen Fall. Wir haben heute noch so ein paar Kleinigkeiten, durch die wir uns jetzt hier gemeinsam durchhangeln. Ich möchte anfangen mit Hanna Wirkunen. Hanna Wirkunen ist die Exekutivvizepräsidentin für Digitales in der Europäischen Union oder Kommission der Europäischen Union. Also sie ist sozusagen unsere direkte Ansprechpartnerin jetzt so Thierry Breton weg ist für die Themen, die uns tatsächlich beschäftigen. Und Lobby Control hat sich mal ein bisschen ihre Hintergründe angeschaut, wie unabhängig sie eigentlich tatsächlich ist. und hat gesehen, dass sie Co-Vorsitzende der Arbeitsgruppe Platform Economy ist, die nach eigener Aussage Interessen von kleinen und mittleren Unternehmen vertreten. Mitglieder sind unter anderem Google, Meta und Amazon. Also wie groß da tatsächlich die Unabhängigkeit, das wird sich dann wohl in den nächsten Wochen tatsächlich zeigen.
39:41 Gavin Karlmeier
Ja, ich glaube, dabei handelt es sich um das Feigenblatt, was die Tech-Konzernen sich immer vorhalten, um zu sagen, dass hauptsächlich kleine Unternehmen von den Werbemöglichkeiten auf ihren Plattformen profitieren. Oder dass die mehr da dafür lobbieren hauptsächlich diese vermeintlichen NGOs.
39:59 Pip Klöckner
Und fairerweise muss man aber ja auch dazu sagen, dass Thierry Breton jetzt auch nicht zwangsläufig der unabhängigste Kandidat für seinen Job war. der ja zuvor CEO der französischen Telekom war. Also auch der hatte durchaus möglicherweise nationale oder sogar auch wirtschaftliche Interessen in seiner Arbeit Yeah.
40:17 Gavin Karlmeier
Das sind natürlich das große Problem. Einerseits wünschen wir uns natürlich Menschen, die wir als kompetent einschätzen und gleichzeitig möchten wir, dass sie auf keinen Fall in der Wirtschaft gearbeitet haben, weil es dieses Revolving Door-Phänomen nicht gibt, dass man ständig zurückwechselt vor und zurück in die Wirtschaft. Das ist natürlich ein Dilemma, was sich schwer lösen lässt. Also auch am Beispiel von von Merz zum Beispiel, der außer Politik zu BlackRock geht und dann einerseits möchte man immer Wirtschaftskompetenz haben und dann sobald du mal von der Wirtschaft in die Politik wieder gehst, dann wird natürlich dir auf ewig vorgehalten, dass du mal für irgendeine Heuschrecke oder was weiß ich gearbeitet hast.
40:52 Pip Klöckner
Ja, das ist ein, ich glaube, das ist ein absolutes Dilemma, weil du auf der anderen Seite ja eben nicht auch einfach nur Leute in der Politik haben möchtest, eben seitdem sie 16 sind, sich in irgendwelchen Jugendorganisationen betätigt haben, dann mal zwischendurch für die Uni ausgeschieden sind, dann wieder zurückgegangen sind und seitdem eigentlich nichts anderes erlebt haben als Politik, die nur aus sich selber sich speist. Also ich sehe da ein Riesenproblem drin. Aber du sagst, das ist ein Dilemma. Ich würde dem zustimmen. Wie können wir das lösen? Wir hätten natürlich gerne Leute, die an der Macht sind, die sich mit den Themen auskennen, über die sie sprechen, weil sie eben nicht nur sich was angelesen haben oder drei BeraterInnen haben, die selber in irgendwelchen Unternehmen zuvor waren, sollen idealerweise selber mal ein bisschen Luft geschnuppert haben, wie es sich eigentlich anfühlt, in solchen Unternehmen zu sitzen, über die man jetzt eigentlich entscheiden soll. Auf der anderen Seite müssen so Themen wie Regulierung vermutlich völlig unabhängig von Wirtschaftlichkeit gedacht werden, weil du ansonsten immer eine Schädel im Kopf hast, oder?
41:48 Gavin Karlmeier
Ja, die Frage ist ein bisschen, was ist eher überwindbar? Also kannst du sozusagen die Inzentivierungslage von jemandem, der eventuell noch mit der mit der Wirtschaft verwoben ist? Glaubhaft ändern, glaube ich, eher schwer. Schaffst du es, dass ein Politiker sich fachlich sehr tief in ein Themengebiet einarbeitet? Das halte ich für zumindest für möglich. Ich sage nicht, dass das immer passiert, aber Ich glaube eher daran, dass der Politiker fachlich kompetent werden kann oder die Politikerin, als dass jemand der aus der Wirtschaft kommt und höchstwahrscheinlich wieder in die Wirtschaft geht, 100% an den kleinen Mann oder die kleine Frau denken kann. Aber beides, also ich glaube, beides ist nicht perfekt. Also es bleibt ein Dilemma.
42:35 Pip Klöckner
Ja, so ist das. Wir bleiben da dran und schauen mit drauf, aber bei Thierry Breton am Ende waren die Entscheidungen, die er zumindest für unser Themenfällt. .
42:47 Gavin Karlmeier
getroffen hat, ähm, ja doch schon zumeist in einem Sinne der europäischen Nutzerinnen und Nutzer mehr als dass man Ich finde ja, wenn man an dieses Digital glaubt, muss man auf jeden Fall den Tech-Unternehmen da gratulieren, dass sie diese Person in diese Positionen bekommen haben. Also, das ist ja wahrscheinlich eine erhebliche Anstrengung auszuschaffen.
43:08 Pip Klöckner
So kann man es auch sehen. Und man kann es natürlich auch noch kleiner sehen und kann sagen, naja, wollen wir denn nicht auch das zum Beispiel aus europäischer Perspektive dass natürlich auch unsere Telekommunikationsunternehmen am Ende stärker profitieren als amerikanische möglicherweise. Auch das könnten natürlich Beweggründe sein, dass man sagt, ja, natürlich wollen wir jemanden hier haben, der unsere Interessen vertritt, ob das jetzt wirtschaftliche, rein wirtschaftliche sind oder nicht, ist immer noch mehr. als dass es die wirtschaftlichen Interessen amerikanischer Unternehmen stärkt. Auch das könnte ein Blickwinkel sein auf dieses Thema. Ich sehe dich nicken. Gehen wir weiter. Lettland. Ist ein Thema, das ist fast eine kleine Meldung, die ich aber trotzdem hochinteressant finde, weil wir immer wieder hier auf den Schutz junger Menschen schauen. Und wie gehen wir eigentlich damit um, dass auch junge Menschen in Kontakt kommen? mit diesem ominösen Internet kommen. Lettland hat sich hier jetzt zu einer Entscheidung durchgerungen, die, glaube ich, nicht ganz unumstritten ist und die auch hierzulande überhaupt nicht unumstritten wäre und zwar geht es darum, dass dort ein Handyverbot für Schülerinnen und Schüler bis zur sechsten Klasse verhängt wurde. Bedeutet, Schülerinnen und Schüler dürfen Handys nicht nutzen, sie dürfen es zwar mitbringen im Rucksack, es muss allerdings ausgeschaltet sein. Und Grundlage ist hier zum Beispiel eine Studie, die sagt, dass selbst das Wissen, dass man ein Mobiltelefon dabei hat, selbst wenn es ausgeschaltet ist, das Risiko emotionaler Gewalt erhöhen würde. Und das wird eben ab dem Juni nächsten Jahres in Kraft treten. Ab dann dürfen Schülerinnen und Schüler ihre Handys in der Schule nicht mehr eingeschaltet haben, bis zur sechsten Klasse.
44:42 Gavin Karlmeier
Haben wir da Emotionen? Ich frage mich zunächst, warum die Einschränkung auf bis zur sechsten Klasse? Also ich würde das eigentlich mindestens bis zur 10. oder bis zur Volljährigkeit sehen. Also ich glaube, mit Volljährigkeit wird es schwerer, die Leute zu beförmunen oder mit 16 Jahren. Aber wenn man glaubt, dass das schädlich ist, dann glaube ich, dann hört das ja nicht mit zwölf Jahren auf. Insbesondere pubertierende Menschen neigen vielleicht noch eher zu einer Art von digitaler Gewalt oder Cybermobbing oder sind auch besonders vulnerabel dafür. Das heißt, die Grenze scheint mir ein bisschen arbiträr, wobei man sich sicherlich Gedanken darum gemacht hat. Ansonsten sehe ich schon wenig Gründe, warum man, also dass man es vor der Schule abgeben muss oder gar nicht erst mitbringen muss, ich glaube, das wäre falsch. Also es gibt bestimmt Eltern oder auch Kinder, die sich auf dem Schulweg sicher fühlen, wenn sie ein Mobiltelefon dabei haben. Ob es ein Smartphone sein muss, ist dann schon wieder eine andere Frage, aber man muss jetzt auch nicht zwei Telefon, also es ist jetzt auch nicht sinnvoll, dass jemand zwei Telefone hat, weil man in der Schule ein Smartphone nicht nutzen darf und deswegen noch ein Featurephone, mit sich rumschleppt. Von daher aber ich glaube, dass man das so beim Schuleintritt oder beim Betreten der Schule in so eine Art Safe packt, dann kann man es vielleicht in der großen Pause wieder rausholen und Ich halte das eher für sinnvoll als für überflüssig, ehrlich gesagt. Oder siehst du es anders?
46:05 Pip Klöckner
Ich bin total hin und her gerissen, weil ich verstehe alles, was du sagst. Auf der anderen Seite glaube ich, dass auch ein Sinnhafter Umgang mit Smartphones im Rahmen der Schule. Also wir benutzen jetzt mal unsere Handys, um hier zu recherchieren oder nutzen jetzt mal irgendwelche Features, die wir auf dem Telefon haben. dass das eher zu einer Steigerung der Medienkompetenz führen würde. Also nehmen wir mal das Beispiel, wir wären mit Bob Blume hier, Lehrer, der war hier zu Gast und Netzlehrer und haben darüber gesprochen, wie eigentlich Schülerinnen und Schüler mit KI umgehen. Und das Ergebnis ist, es gibt nur zwei Möglichkeiten. Entweder du beschulst dieses Thema und sagst, wir entwickeln jetzt gemeinsam Prompts. um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Oder die Schülerinnen und Schüler machen es, ohne dass man das als Lehrkraft mitbekommt. Zu glauben, dadurch, dass das Telefon in der Schule aus ist, gibt es solche Themen auch nicht mehr. Ist vermutlich naiv. Ich finde es natürlich trotzdem sinnvoll, wenn du sagst, okay, während des Unterrichts benutzen wir das Telefon jetzt nicht, zumindest nicht außerschulisch, aber es komplett zu verbannen, ich bin mir nicht sicher, ob das die Lösung ist.
47:09 Gavin Karlmeier
Also, ich würde 100% unterschreiben, dass die Medienkompetenz steigt, wenn man das unter Aufsicht oder moderiert nutzt oder in den Unterricht einbindet. Das glaube ich zu 100 Prozent. Ähm, die Frage ist eben, ob die in der Zielabwägung, Zielkonfliktabwägung, ist es das wert, also glaubst du, dass Schüler das so gezielt einsetzen können und so differenziert? Also dass sie sagen halt, du darfst irgendwie in die In die Mobbing-Gruppe darfst du jetzt keine Bilder stellen während des Unterrichts, weil du gerade beim Popeln fotografiert hast. Aber du sollst es für einen Unterricht bitte einsetzen. Also kannst du das kontrollieren oder glaubst du, dass Kinder die nötige Selbstkontrolle haben, um das zu tun? Und was ist sozusagen der höhere Wert? Also wenn ich mich, hätte ich ein Handy damals gehabt, also ich meine, wir haben mit unseren Mitteln, wir haben irgendwie Zettel geschrieben und Leute sind mit Zetteln gemobbt, indem wir irgendwie die rumgereicht haben und gesagt haben, guck mal, der hört wieder irgendwie schmutzige Sachen an oder was weiß ich. Oder einen hässlichen Pullover. Und das gleiche passiert jetzt mit digitalen Mitteln. Und gut, man hätte uns damals nicht die Zettel verbieten sollen, vielleicht auch. Ich weiß nicht. Es ist schwer.
48:18 Pip Klöckner
Also ich weiß, ich bin ja, glaube ich, ein paar Tage jünger als du. Aber als ich zur Oberstufe gegangen bin, hatte ich einen Mitschüler, der schon das erste iPhone hatte. Und ich weiß noch, dass ich während eines Mathe-Unterrichtes für mich Doodle Drump entdeckt habe und Zeit mit Doodlejump verbracht habe und wahnsinnig fasziniert war davon, wie toll das ist. Natürlich. war das nicht erlaubt. Zu dem Zeitpunkt ja auch schon nicht, während des Unterrichts außerschulische Dinge am Telefon zu machen. Genauso wäre es aber auch nicht erlaubt gewesen, irgendwie weiß ich nicht. andere Dinge, irgendwie einen Modellbausatz aufzubauen, während des Jetzt unterrichts. Ich sehe natürlich, dass es einen Reiz aussieht zu wissen, ich habe ein Telefon dabei und da wartet die ganze Welt auf mich und ich soziere und muss Algebra lernen, dass das irgendwie ein Missverständnis. Verhältnisse sehe ich auch, aber ich glaube, du kannst das halt schulen. Also ich stelle schon fest, wenn ich irgendwie, ich gehe in so neunte Klasse und mache mit den Medienkompetenztrainings und habe ich hier vielleicht schon das ein oder andere Mal erwähnt, aber Dass du durch die Ansage, wir packen jetzt alle die Handys wieder weg, würde ich sagen, eine 95-prozentige Erfolgsquote hast, dass das auch passiert. Und es gibt immer den einen oder anderen Schüler, Schülerinnen, die das dann nicht befolgen. Und die wissen aber auch, okay, dann ist das Telefon halt bis Ende des Schultages halt weg. Und durch diese Maßnahme verstehen sie das schon. Ich will nicht grundsätzlich gegen so ein Schulverbot plädieren. Ich bin, wie gesagt, ich bin indifferent, was das Thema angeht.
49:43 Gavin Karlmeier
Ich würde sagen, wenn du recht hast, dann wäre ja die beste Lösung, ihnen einfach sozusagen abgespeckte Smartphones zu geben. Mit denen sie alle schulischen Aufgaben lösen können, aber eben die anderen Formen der Kommunikation, die zumindest in unterrichtlich gehören, nicht tun können. Alternativ könntest du sagen, das Handy muss sichtbar auf dem Tisch liegen. Also du kannst nicht unter der Bank irgendwie schreiben und texten, weil darum geht es ja hauptsächlich. Und solange es sichtbar auf dem Tisch liegt, kann man es in Unterricht einbinden. Ja. Vielleicht gibt es da gute Zwischenlösungen. Zu sagen, dass es prinzipiell nicht problematisch ist und man es nur gut einbinden muss, ich glaube, das ist zu einfach. Aber ja, vielleicht, wenn man weiter denkt und sich Mühe gibt, findet man vielleicht gute Kompromisse. Kompromisse. Ich lasse mich da gern belehren von dem deutlich jüngeren Experten.
50:36 Pip Klöckner
Deutlich jünger. Äh, ja, ich b, aber also wenn ich hier so ihr seht ja auf YouTube, könnt ihr diese Folge auch sehen, wenn ich hier so meine Augen renne, also seitdem wir mit diesem Podcast angefangen haben, diese kleinen Fältchen ums Auge herum, die sind schon doller geworden, muss ich sagen. Ich merke das Dass dieser Podcast mich altern lässt, auf jeden Fall. Das ist, glaube ich, die Konsequenz.
50:56 Gavin Karlmeier
Ich hatte noch dunkle Haare, als ich meinen Podcast angefangen habe, kann ich dazu sagen.
51:00 Pip Klöckner
Was machen wir? Selbstausbeutung, Selbstausbeutung für die HörerInnen Ich habe noch zwei Themen. Das eine ist das Thema Microsoft Recall, ein Feature, das auch nicht ganz unumstritten war, kurz gesagt. Also ein Feature, ich glaube, wir haben da sogar auch schon mal gemeinsam drüber gesprochen. Ein Feature in Windows 11, das die Möglichkeit hat, sozusagen durch die Zeit rückwärts zu reisen und zu gucken, was dein Computer alles so dargestellt hat, indem es im Sekundentakt Screenshots macht. Und zwar nicht irgendwelche technisch komplizierten Möglichkeiten und Maßnahmen, bei der stark verschlüsselt hinterlegt wird, was alles so auf dem Computer abgelegt wird, sondern Screenshots, einfach Bilder. Dieses Feature wird jetzt kommen, aber mit der Einschränkung, dass Dinge wie Kreditkartennummern und Gesundheitsinformationen gefiltert und geblurrt werden. sowie die Möglichkeit, auf dieses Screenshot zuzugreifen, um diese im Nachhinein zu löschen. Dieses Feature soll jetzt in Windows 11 integriert werden und allen Copilot-Konten zur Verfügung stehen.
51:56 Gavin Karlmeier
Nach meinem Verständnis war das sowieso bereits die Planung, also dass sensible Daten geblurrt wurden. Dachte ich wäre auch in der Ursprungsversion schon zumindest eine Kommunikation von Microsoft ein Feature gewesen. Es klingt jetzt nicht deutlich weniger angsterregend für mich. Ja, genau. Also dass Leute das aktiv nicht löschen werden, wissen wir, glaube ich. Das Default sein wird, dass 95 Prozent der Menschen nicht daran denken, oh, es ist Freitag, 16 Uhr, ich muss ja noch meine Recall-Screenshots löschen. Man kann natürlich einen Automatismus sagen, dass man sagt, bitte löscht das irgendwie immer nach 30 Tagen soweit. Aber dann ist das Feature natürlich auch genau wieder sinnlos, weil das. Ziel ist ja, dich an Dinge zu ändern, die eventuell in der Vergangenheit oder ferneren Vergangenheit liegen.
52:46 Pip Klöckner
Ich würde mir wünschen, also ich finde ja grundsätzlich Die Idee, dass du auf historische Daten zugreifen kannst von Dingen, die du nur gesehen hast, ohne dass du sie von Hand speichern musstest Der Idee kann ich was abgewinnen. Es gab auch so eine App, über die wir hier auch gesprochen haben, bei der ich nicht mehr genau weiß, wie sieht, Rewind AI, die genau dasselbe tut als Drittplattform oder Drittanbieter. Und ich habe die so ungefähr 10 Minuten benutzt, bevor ich Bauchschmerzen bekommen habe und sie wieder gelöscht habe. Aber ich kann dieser Idee, wie gesagt, stark was abgewinnen, weil ich das Gefühl habe, ich sehe ja ständig Dinge im Internet und in dem Moment, wo ich feststelle, dass sie interessant gewesen wären, sind sie weg. Das heißt Ich finde das nicht schlecht. Die Frage ist nur, möchte ich das wirklich allumfassend für alles haben oder möchte ich nicht einfach auswählen können. Kannst du bitte mittracken, wenn ich auf meinem Telefon Insignum öffne? Zum Beispiel. Das wäre ja für mich schon genau der Funktionsumfang, den ich brauche. Viel mehr benötige ich gar nicht. Ich habe nichts davon, wenn jedes Online-Banking auch mitgetrackt wird oder jede E-Mail, die ich schreibe. Weil die habe ich, dass ich die alle historisch gespeichert habe, ist ja offensichtlich.
53:52 Gavin Karlmeier
Ja, ich überlege gerade, ob man das einfach konfigurieren kann. Und dann würde es ja anfangen bei anderen Leuten mit dieser Webseite ja und diese vielleicht nein, irgendwie so ein Adult Entertainment möchte Man, vielleicht weiß nicht, ob man da eine verbesserte Suche braucht. Oder vielleicht möchte man prinzipiell alles, was man in Medien gelesen hat, sich erändern und soziale Netzwerke eher nicht, aber ganz oft ist es, glaube ich Ich merke oft, dass in der Erinnerung verschwimmt, dass ich denke, ich habe was gelesen und ich habe aber nur gesehen, dass jemand auf LinkedIn darüber gesprochen hat tatsächlich. Das passiert relativ oft. Das heißt, ich glaube, so gut ist man gar nicht darin, das zu steuern, sondern der Wert entsteht eigentlich dadurch, dass man alles trackt und es dann sehr durchsuper macht. Natürlich sollte man immer so Dinge ausschließen können oder einen privaten Browser nutzen und dann bleibt er auch privat oder so. Das könnte glaube ich helfen.
54:40 Pip Klöckner
Dann müsste es aber, also dann muss es aber hundertprozentig verschlüsselt und lokal stattfinden. Also ich stecke, habe einen USB-Stick. zu Hause, den ich dafür nutze, dass darauf die Screenshots liegen und alles darüber abläuft. Und dann kann ich das Ding wegschmeißen, wenn ich Bauchschmerzen ab oder nicht. Weißt du, dann. . Wäre das vielleicht eine Maßnahme, aber ich weiß das nicht. .
54:58 Gavin Karlmeier
Ich glaube niemand möchte, dass die gesamte Browsing oder Computer Interface Historie auf irgendeinem Server in den USA liegt. Das klingt und damit im Zugriffsbereich von Sicherheitspörnern und so weiter. Das klingt nach einer eher unschönen Vision.
55:14 Pip Klöckner
Und eine letzte Geschichte habe ich noch. Und zwar testet Google ein neues Feature, es fasst Funktion und Emotion, aber mal schauen. Google testet blaue Haken für Suchergebnisse. die dabei helfen sollen, gefälschte Webseiten zu erkennen. Also wenn du zum Beispiel jetzt nach Schuhen suchst und dann findest du sechs Online-Shops und du findest zarando. de, dann ist dahinter ein blauer Haken, um zu zeigen, dass es tatsächlich Zalando ist. Und so weiter. Also das ist so die Idee, also vertrauenswürdige Unternehmen im Internet leichter zu erkennen. Wir kennen das Feature von Google Schand, von Google Mail, bei dem gewisse Absender genau diesen blauen Haken auch schon haben.
55:55 Gavin Karlmeier
Ja, einerseits, also es soll natürlich so ein bisschen helfen, Vertrauen in das Produkt von Google zu steigern und Scam auch zu vermeiden, nehme ich an, oder darüber das Vertrauen zu steigern. Bisschen, warum listet ihr dann überhaupt noch Seiten, die nicht vertrauenswürdig sind? Meine Grundannahme wäre, dass alle Seiten, die ich bei Google finde, vertrauenswürdig sein würden oder zumindest nicht lange Zeit überleben, wenn sie es nicht sind. Wir haben, als wir es im Doppelgänger-Podcast besprochen haben, war mein Take, dass ich mir relativ sicher bin, dass dieses Feature verschwinden wird. Es sei denn, man rollt es auch für Werbeanzeigen aus. Weil bisher jedes Feature, was mehr Aufmerksamkeit, und das kann sagen, ein kleiner bunter Fleck reicht da schon, jedes Feature, was mehr Aufmerksamkeit auf den organischen Bereich, also die zehn blauen Links, lenkt Führt dazu, dass Werbeanzeigen weniger geklickt werden. Und dann wird dieser Test in aller Regel negativ beschieden von Google. Deswegen gehe ich davon aus. Entweder wird man sehr bald das gleiche Feature für Werbeanzeigen ausrollen und da wird der Haken eventuell dann typischerweise noch ein bisschen größer sein als in den organischen Ergebnissen. Was dann am Ende so wirkt, als wären nur noch die Werbeanzeigen überhaupt vertrauenswürdig und die organischen nicht. Das würde mich überhaupt nicht überraschen, wenn das passiert. Ansonsten glaube ich schön, dass viele Nutzer irritiert sind, auch dadurch, dass es Werbeanzeigen gibt. Dass sie gar nicht mehr wissen, was eigentlich das sozusagen, ich möchte das natürliche oder organische Ergebnis, insbesondere wenn ich eine navigationale Suche mache, also ich weiß schon, wo ich hin will, ich tippe Zalande oder Amazon oder Apple ein. Dann könnten wahrscheinlich weniger als 60 Prozent der Nutzer sagen, was das unbezahlte Ergebnis ist, wo sie eigentlich hin wollten. Da gibt es Studien, die dazu sagen, dass ich glaube, immer noch zwei Drittel der Nutzer behaupten, sie klicken keine Anzeigen. Und gleichzeitig gibt es Studien, die sagen, dass irgendwie 40, 50 Prozent auf Anzeigen regelmäßig klicken. Das heißt, es kann gar nicht stimmen. Ja, aber ich würde mich wundern, wenn das lange Zeit, zumindest in der jetzigen Form, bestehen bleibt. Achso, und die dritte Variante ist, irgendwann wird es zahlungspflichtig, sich auszuzeichnen. Es ist jetzt eigentlich schon indirekt, werden schon Incentes geschaffen. Google sagt, sie nehmen diese Daten unter anderem aus dem Merchant Feed, das heißt von Webseiten, die mit Google Shopping zusammenarbeiten. Das wäre so ein Vertrauenskriterium, was sie dafür nutzen. Damit würde es sozusagen einen indirekten Sog in das Shopping-Produkt von Google erzeugen und dass auch das könnte natürlich wieder ein Anreiz für Google sein, das Feature weiter auszurollen dann doch, weil am Ende heißt das, ich muss an Google Shopping teilnehmen, damit ich in den organischen Ergebnissen noch als seriös wahrgenommen werde. Das ist natürlich sehr klug.
58:32 Pip Klöckner
Ehrlicherweise ist das auch der einzige Bereich, bei dem ich das Gefühl habe, als rein aus der subjektiven Nutzerperspektive. Dass es mir passieren könnte, dass ich bei Scam-Angeboten lande, also irgendwelche Online-Shops, die mir einen Fernseher viel zu günstig verkaufen, und ich denke mir auch, das ist ja spannend Bin dann aber immerhin medienkritisch genug, als dass ich nochmal kurz den Namen diese Onlineshops google, das machen viele aber eben nicht. Aber das ist so der einzige Bereich, bei dem ich das Gefühl habe, dass die Google-Suche sehr stark angreifbar ist, während ich jetzt bei Allen anderen Themen, also ich habe selten das Gefühl, dass ich hier bei einem falschen Zalando, um beim Beispiel zu bleiben, lande. Aber bei einem Shop, den ich nicht kenne, der mir aber ein Produkt. . ein bisschen zu günstig verkauft und damit attraktiv wird, das Risiko sehe ich. Dann ist aber die Frage, wie findet hier der Überprüfungsmechanismus statt? Also gibt es Testkäufe durch Google oder muss man tatsächlich nur 50 Euro im Monat überweisen?
59:22 Gavin Karlmeier
Genau das habe ich im Podcast auch gesagt. Der größte, also die Wahrscheinlichkeit, wo sozusagen Scam gerade am wahrscheinlichsten ist, tatsächlich in der Shopping-Suche. bei Google, weil er teilweise manchmal sogar den Flug- und Reiseangeboten gibt es so Shops, die auf einmal Hotels, die 300 Euro kosten dann für 100 Euro. anbieten, weil sie irgendwie pro Kopf, pro Nacht rechnen oder wirklich irgendwelche Gutscheine verkaufen, die dann niemals eingelöst werden können oder so. Ich weiß das eigentlich, ich habe früher mal bei Dialog gearbeitet, deswegen weiß der Prozess und bei den großen Preisvergleichen, ist das wirklich irgendwie die Geschäftsanmeldung oder die Gewerbeanmeldung, die Schufeintrag und so weiter hinter Krefo hinterfragt wird von Shops und man mit einigermaßen hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, dass es also weniger als 0,1 Prozent Betrüger-Shops gibt auf den großen Plattformen. So aus dem Kopf, vielleicht sind es auch 0,15, aber wirklich ein sehr kleiner Anteil. Und der wirkt bei Google im Moment noch deutlich größer. Auf jeden Fall, weil Google eben diese 1:1-Interaktion mit Tausenden von Parteien einfach versucht zu vermeiden in der Regel. Das ist was, was Ihnen historisch nie gefallen hat, warum das Google Maps Produkt auch noch untermonetarisiert ist, weil man eben nicht in jedem Friseursalon vorbeigehen wollte. Ich glaube, deswegen hat man früher mal Daily Deal oder sowas gekauft, um da eventuell Zugang zu bekommen, aber das hat auch nicht so richtig funktioniert.
01:00:39 Pip Klöckner
Ja, es bleibt interessant. Vielleicht kriegen wir jetzt bald alle einen Brief von Google, ob wir uns alle Selbstständigen, die irgendwo in irgendeiner Kartei gelistet sind, mit einer Einladung, ob wir uns nicht ein Häkchen kaufen wollen.
01:00:50 Gavin Karlmeier
Genau, für Google Maps gab es ja schon mal dieses.
01:00:52 Pip Klöckner
Auf verifizierte Händler, genau. Und die gibt es aber auch gar nicht mehr. Es gibt keine Möglichkeit mehr Google Maps Aufkleber für sein Schaufenster zu kriegen. Ich habe letztens versucht, welche zu bekommen, es geht nicht. Aber man kann sich das kaufen von Drittanbietern. Wahnsinn. So, und damit sind wir durch für heute. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast für diesen kleinen Ritt. Ich wünsche dir jetzt einen ganz wundervollen Mittwoch. Allen, die bisher hinzugehört haben, auch einen ganz wundervollen Mittwoch. Wir hören uns hier wieder am Freitag. Hört bis dahin alle in den Doppelgänger Tech Talk rein. Abonniert den sehr spannenden Newsletter von Philipp Klöckner. Vielen Dank, dass du heute da warst. Es war wie immer sehr schön und bis zum nächsten Mal.
01:01:31 Gavin Karlmeier
Bis zum nächsten Mal. Vielen Dank. Werbung Moderne Arbeit findet heute überwiegend im Browser statt, doch die Sicherheitsmaßnahmen halten damit oft nicht Schritt. Browser werden zunehmend zu einem zentralen Angriffspunkt. Dort wo Phishing, Schatten-IT und Datenlegs innerhalb von SARS-Anwendungen und Live-Sitzungen auftreten. Nordlayer hat deshalb den Nordlayer Browser entwickelt. Er vereint Transparenz, Kontrolle und Sicherheit direkt in den Arbeitsablauf, schützt ihre Unternehmensdaten und standardisiert die Sicherheit in Web-Apps, ohne zusätzlichen Aufwand für IT-Teams.
01:02:03 Speaker 4
Mehr Info auf Nordleier. com