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Folge 346 · 28. Oktober 2024 · 1:12 Std.

Teuflische Allianzen

mit Dennis Horn

Musk kumpelt mit Putin, Bluesky kumpelt mit Cryptobros und Meta kumpelt mit Reuters. Und wer kumpelt mit uns?!

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Grüß dich Gavin. Hallo Dennis, da sind wir wieder.

00:09 Dennis Horn

Ja, endlich. Ich habe das Gefühl, wir haben schon wieder Wochen nicht miteinander gesprochen.

00:13 Gavin Karlmeier

Viel zu lange.

00:15 Dennis Horn

Aber es gab ja einige von uns, die Urlaub machen mussten.

00:17 Gavin Karlmeier

So war das. Ich war in den Alpen. Und hatte zum Teil kein Netz und es war ganz herrlich.

00:25 Dennis Horn

Das ist auch mal schön, ne? Ich sehe nämlich da auch nach, also vielleicht sogar nochmal sowas bewusst herzustellen, so einen Zustand, in dem man kein Netz hat.

00:32 Gavin Karlmeier

Ja. Aber nicht mit diesem, dass du dann Digital Detox machst und online darüber berichtest, wie es ist.

00:39 Dennis Horn

Hab ich ja auch schon gemacht. Da habe ich am Podcast drüber gemacht. Stimmt, ich erinnere mich. Der ist auch immer noch online, kann man sich anhören. Zittern statt Twittern hieß der. Wortspiele waren schon immer sein Ding.

00:50 Gavin Karlmeier

So ist es wohl. So. Weißt du, wer auch zurück ist? Äh. Linda Yacarino.

00:58 Dennis Horn

Linda Yacarino. Linda Yacarino. Sie war nie weg, oder?

01:02 Gavin Karlmeier

Ja, sie war nie weg, aber wir haben ja länger nicht mehr über sie gesprochen. Gesprochen.

01:06 Dennis Horn

Fairerweise war sie nicht nur nie weg, sie war auch nie da.

01:09 Gavin Karlmeier

Ja, genau, das ist wahrscheinlich der Grund dafür. Und ich erinnere mich, dass wir uns vor ein paar Monaten schon mal gefragt haben: was ist eigentlich mit ihr? Wo ist sie? Z posted, Two years ago the true global town square was born, a move that not only redefined a company. But media and consumption forever. Cheers to the entire X team and thank you to our X family and users all over the world.

01:36 Dennis Horn

Also es ist jetzt zwei Jahre her, dass Elon Musk mit einem Waschbecken in irgendeine Turnhalle gelaufen ist. Und das feiert sie mit dieser Formulierung.

01:43 Gavin Karlmeier

Also ich hab's gelesen, da habe ich mich gefragt, worüber schreibt. Sie. Keine Ahnung, gut zu wissen, dass sie noch da ist und absolut durchsichtig bleibt.

01:53 Dennis Horn

Aber man muss auch sagen, das ist ja gleichzeitig auch, weil es ist eben tatsächlich jetzt am gestrigen Sonntag, genau zwei Jahre her, dass der Kauf abgeschlossen wurde. Und ohne das hätten wir ja nie so viel Zeit miteinander verbracht, Dennis. Also ja, wir sollten ihr und ihm dankbar sein, zumindest. Und wir feiern auch zwei Jahre Haken dran.

02:11 Gavin Karlmeier

Mach den Werbeblock jetzt schon, bitte eher.

02:15 Dennis Horn

Wir feiern zwei Jahre Haken dann. Am 24. November in der Kölner Wohngemeinschaft. Es gibt noch ein paar Restickets, aber es wurden schon viele Tickets im Vorverkauf gekauft, habe ich jetzt an diesem Wochenende erfahren. Es ist also nicht mehr so gut.

02:25 Gavin Karlmeier

Also normalerweise ist es, wenn man sagt, es gibt noch ein paar Resttickets, dann hat Hat man noch richtig was zu verkaufen?

02:30 Dennis Horn

Nee, aus Seminaren. Ich sag mal so: unter wirtschaftlichen Aspekten ist diese Veranstaltung bereits durchführbar.

02:39 Gavin Karlmeier

So.

02:40 Dennis Horn

So, dass, äh, also wir müssen nicht, also wir haben wirklich nur noch ein paar Restickets. Ich kann empfehlen, holt euch welche, wenn ihr kommen wollt. Link findet ihr Auf hakendrand. org. Dennis wird da sein, ich werde da sein. Wir werden ein paar Gäste haben. Dax Werner hat sich letzte Woche hier so ein bisschen selber eingeladen, der kommt bestimmt auch. Und schauen wir mal, wer noch so da Platz findet.

02:57 Gavin Karlmeier

So, und jetzt reden wir über ihren Chef, also Elon Musk, dessen Chefin sie ist und der ihr Chef wieder. Über dieses Konstrukt müssen wir nicht nochmal aufpassen.

03:09 Dennis Horn

In dem Zusammenhang möchte ich direkt noch, wenn wir eine Playlist hätten, würde ich jetzt von Truckstop mein Opa, das bin ich, auf die Playlist packen. Kann man sich mal den Text durchlesen, das ist große deutsche Dichterkunst.

03:20 Gavin Karlmeier

Die Gavi <unk> Denzi Playlist, die richten wir noch ein. 12. März, ich möchte ein bisschen, wir gehen ein bisschen in den Heuchel-Modus von Elon Musk oder gucken ihn an. 12. März 2017. um postet er I love Wikipedia just gets better over time. Jetzt postet er Wikipedia is controlled by far left activists. People should stop donating to them.

03:47 Dennis Horn

Ich finde nichts fasst die Radikalisierung von Elon Musk besser zusammen als seinen Groll, den er jetzt gegen die Wikipedia hat, die er früher geliebt hat. Es ist ja so ein bisschen so, und wem erzähle ich das? Du bist ja bei einem Radiosender, der ein junges Publikum hat. Und wenn man das junge Publikum behalten möchte, dann muss man ja irgendwann auch älteren Menschen ein bisschen vor den Kopf stoßen. Das Problem ist nur, dass die älteren Menschen dann ja irgendwann nicht sagen, ich bin zu alt dafür, sondern der Sender ist scheiße geworden. Ja, genau. Und genauso ist es ja auch. Also das Problem ist nicht. Das Problem ist nicht, dass die Wikipedia sich verändert hätte, sondern einfach nur seine Brille, die er aufsetzt, um Wikipedia zu lesen, ist inzwischen eine. Düstere, hasserfüllte, bittere Brille geworden. So. Eine bittere Brille. Schön.

04:34 Gavin Karlmeier

Bald im Haken dran Fanshop. Dann Reuters schreibt, Elon Musk hat das 25. 000 Dollar Modell gecancelt von Tesla. Elon Musk dann oder zehn Monate ist es her. Elon Musk, Reuters lügt. Und zehn Monate später postet er dann, 25,000 Dollar Model is pointless.

04:58 Dennis Horn

Ja, Tesla hat die Pläne jetzt für ein billiges Auto über Bord geworfen.

05:01 Gavin Karlmeier

So, und meine Lieblingsgeschichte, ähm, was den Heuchel-Modus angeht, kommt aus der Washington Post. Elon Musk, der, der um es mal hier, im Trump-Narrativ festzuhalten, der Feind der offenen Grenzen jetzt auch, hat seine Karriere begonnen mit illegaler Arbeit. So, also die Investoren von Elon Musks erstem Unternehmen, das hieß Zip2 waren besorgt, dass, ich zitiere jetzt, unser Gründer abgeschoben werden könnte. Und haben ihm eine Frist gesetzt, um sich ein Arbeitsvisum zu holen. Also die Geschichte komplett geht so. Elon Musk ist in Südafrika ja geboren. Ist fürs Studium nach Kalifornien gegangen, hat es abgebrochen und da war sein Aufenthalt in den USA illegal. Das sagen frühere Geschäftspartner. Es steht auch in Gerichtsakten und in Unternehmensunterlagen, schreibt die Washington Post. Und das ist eben derselbe Elon Musk. Der sagt, offene Grenzen und ja, Einwanderer ohne Papiere würden Amerika zerstören. So er ist 1995 nach Palo Alto gekommen, um an der Stanford University zu studieren, hat sich aber nie in Kurse eingeschrieben. Und stattdessen. Ich habe auch nach anderthalb Semestern war erstmal Schluss. Er hat stattdessen an seinem Startup gearbeitet und das war dann neunzehn hundertsechundneunchig als eine Risikokapitalfirma drei Millionen Dollar in CIP two investiert hat Und da hieß es in der Finanzierungsvereinbarung, von der die Washington Post eine Kopie hat, dass die Brüder Musk, also Elon und Kimball Musk, den wir jetzt gleich auch noch hören. Und ein Mitarbeiter, 45 Tage Zeit hatten, einen legalen Arbeitsstatus zu erhalten. Und Elon Musk hat seinen Mitarbeitern aber wohl erzählt, er ist mit einem Studentenvisum im Land. Und er hat 2013 tatsächlich in einem Interview, und das war gemeinsam mit seinem Bruder Kimball, erzählt, er sei zu Beginn seiner Karriere, also ein bisschen scherzhaft. in einer Grauzone gewesen. Und hier hören wir, was Campbell Musk dazu gesagt hat.

07:05 Dennis Horn

2013 schon, ne?

07:07 Gavin Karlmeier

Genau, 2013.

07:12 Speaker 4

In fact when they when they did fund us, they they realized that we were illegal immigrants.

07:17 Gavin Karlmeier

Well, I'm sure I feel er sagt Grauzone, aber so ein bisschen so ich wie, als wäre er von der Direktheit seines Bruders so ein bisschen unangenehm berührt.

07:31 Dennis Horn

Aber es ist ja, also ich empfinde das offensichtlich, und das ist das, also Katrin im Haken an Discord hat es übrigens ausgegraben, dieses Podiumsgespräch von 2013, bei dem Elon und Kimball eben zusammen zusammen über ihre Anfangszeit in den USA sprechen. Und also Kimball geht damit ja sehr offen um, sagt, okay, da kamen Leute, die investieren wollten in uns und bevor sie investiert haben, haben sie gesehen, okay, die beiden schlafen im Büro und sind offenbar auch noch illegale Immigranten. Und Elon Musk scherzt das so weg mit, naja, das ist ja eine Cloud so, ne? Und ich da, so empfinde ich das eben auch. Ich empfinde das nicht zwangsläufig, aber man muss dazu sagen, das ist 2013, das war der Elon Musk, der die Wikipedia noch liebte. Und ich finde dass man das schon als Scherz lesen kann, so wie er diesen Satz sagt. Und schon, dass da schon die Lesart drin ist, dass er das schon nicht verleugnet und auch nicht sagt, nee, es stimmt nicht, sondern dass man halt so sagt, naja, so war es halt und hier ist ein Ja komm, wer will denn da jetzt schon so kleinlich sein, das war eine Krautz? Und ich finde die Formulierung in der Washington Post deswegen ein bisschen zu kurz gegriffen. Und was Katrin im Discord eben auch geschrieben hat, und dem würde ich mich anschließen, ist, dass das fast. . dadurch ein bisschen an Newswert verliert, wenn die beiden das Gleiche auch schon vor zehn Jahren oder zwölf Jahren sogar auf einer Bühne erzählt haben. . Natürlich kann man das immer wieder nebeneinander legen und kann schon sagen. . Der Mann, der selber kein Arbeitsvisum hatte, gehetzt jetzt gegen Leute, die eigentlich in derselben Position sind, wie er es einmal war. Ähm, das ist fair, das ist Journalismus auch, ne, dass du Fakten nebeneinander legst und damit auch Dinge oder Menschen sich selber entlarven lässt durch das, was sie gesagt haben. Dass das jetzt aber hier zu so einer exklusiven Mega Recherche da ge gedreht wird. Finde ich fast ein bisschen zu groß für das, was ich.

09:17 Gavin Karlmeier

Das ist so eine Anmerkung auf so einer Meta-Ebene über das journalistische Handwerk und das Vorgehen hier in diesem Fall. Das kann ich nachvollziehen. Also Uns geht es ja, wenn wir hier darüber sprechen, so ein bisschen darum, das Bild, das wir von ihm haben, zu vervollständigen. Und wenn man jetzt als Aufhänger gerade auch die aktuellen Debatten nimmt und wie sich Musk äußert, gehört das vielleicht zu einem vollständigen Bild auch dazu.

09:40 Dennis Horn

Ich hab gar kein Problem damit, das jetzt nochmal rauszukramen und zu sagen, hier guck mal, der Typ, der folgende Argumente liefert.

09:45 Gavin Karlmeier

Wir haben eh keine Probleme damit, über Elon Musks Dinge nochmal Sachen rauszukraben.

09:49 Dennis Horn

Richtig? Also ich verstehe schon Katrins Punkt. die so sagen, naja, also das ist jetzt nicht die krasse Investigativrecherche, wenn wir das hier in drei Minuten in einem YouTube-Clip genauso als Aussage von denen selber finden.

10:02 Gavin Karlmeier

Ja, im Sinne von einer Gerichtsakte gefunden, die das sagt, was bei YouTube eh schon mal lief. Wo wir bei seinem leichten scherzhaften Weglachen waren, also es ist tatsächlich üblich, schreibt die Washington Post übrigens selbst, dass die Gültigkeitsdauer eines Studentenvisums in den USA auch mal überschritten wird. So, also die Behörden haben da wohl bisweilen auch ein Auge zugedrückt, aber es ist halt trotzdem nicht legal und gerade auf seine Aussagen jetzt gemünzt, ne? So, und zumindest war er, was diesen illegalen Aufenthaltsstatus anging, in so einem kommunikativen Schlingerkurs. Ja, also 2001 hat er mal erzählt, er hätte ein Studentenarbeitsvisum gehabt. Das setzt die Washington Post auch absichtlich in Anführungszeichen. Nachdem er sein Studium in Stanford auf Eis gelegt hatte.

10:54 Dennis Horn

Übrigens 2020 hat er das gesagt, nicht 2001.

10:58 Gavin Karlmeier

Dann gibt es eine E-Mail von 2005. Die hat er übrigens nachts verschickt. Da hat er eingeräumt, dass er bei der Gründung von SIP2 keine Genehmigung eben hatte für den Aufenthalt in den Vereinigten Staaten. Also mal hat er gesagt, jo, war alles gut. Mal hat er es irgendwie eingeräumt. Das ist eine E-Mail übrigens, die hat er Martin Eberhardt And JB Strauble geschickt, die Mitgründer von Tesla waren. Da hat er geschrieben: eigentlich war mir der Abschluss in Stanford nicht so wichtig, aber ich hatte kein Geld für ein Labor und kein Recht im Land zu bleiben, also schien es eine gute Lösung für beide Probleme zu sein.

11:32 Dennis Horn

Naja. Ich finde ja auch das Vorgehen als solches ist vermutlich gar nicht zu kritisieren. A, wenn es eh üblich ist. B, reden wir hier über ein Land, das extrem von Einwanderung geprägt ist. Die USA hat einfach keine lange traditionsreiche Geschichte. Und ich finde, dass du dass das eigentliche Problem an der ganzen Geschichte eben ist, dass derselbe Typ sich jetzt hinstellt und Migration problematisiert. Das ist ja das, was daran zu kritisieren ist und nicht die Tatsache, dass er damals im Rahmen seines Studiums nicht studiert hat, sondern ein Unternehmen gegründet hat.

12:06 Gavin Karlmeier

Ja, in der Lebensphase, wo Leute das so machen, weil er Bock hatte, auch was voranzutreiben und so weiter. Und das jetzt als illegitim darstellt, was er selbst gemacht hat.

12:14 Dennis Horn

Genau. Weil ich habe es ja gerade auch gesagt, also ich habe mein Studium jetzt auch nicht genutzt, um Mittelhochdeutsch zu lernen.

12:21 Gavin Karlmeier

Ah, ich habe über das Falkenlied des Kürenbergers eine meiner wenigen Seminararbeiten geschrieben.

12:28 Dennis Horn

Ich habe eine einzige Klausur in der Uni geschrieben. Und die war 3, irgendwas.

12:33 Gavin Karlmeier

Ja. Und über das Automatenmotiv in ETA Hoffmanns der Sandmann.

12:38 Dennis Horn

Hast du auch Germanistik studiert? Ja. Ich auch. Wo denn?

12:42 Gavin Karlmeier

Düsseldorf.

12:43 Dennis Horn

Achso, ja, ich in Bonn. Schade. Ich dachte, wir hätten da auch, wir kennen uns jetzt hier noch ein bisschen. Aber was man dann noch nach 346 Folgen übereinander lernen kann, ist dann doch immer wieder überraschend.

12:52 Gavin Karlmeier

Numerus Klausus dran, der Studienpodcast. So, ähm, gut, eine Woche noch bis zur Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten von Amerika. Das werden also auch nochmal ein paar hochinteressante Ausgaben, die wir in Haken ran. Wirklich nicht? Ich bin noch frisch, was das Thema angeht, zumindest hier in dem Kontext.

13:08 Dennis Horn

Fairerweise muss man aber auch dazu sagen, dass du ja deutlich weniger Kontaktpunkte mit der US-Wahl dadurch hast als ich. Gerade was Elon Musk angeht. Und ich merke einfach, dass ich will, dass das jetzt einfach vorbei ist. Weil diese Geschichten, da können wir ja auch direkt mal eben ein kleines Housekeeping nachschieben.

13:24 Gavin Karlmeier

Oder wolltest du das eh machen? Also ich würde jetzt einmal kurz aufs einen Million-Dollar-Gewinnspiel hier eingehen.

13:30 Dennis Horn

Mach mal Housekeeping.

13:31 Gavin Karlmeier

Fang mal an.

13:32 Dennis Horn

Weil wir, das begleiten wir ja sehr eng, diese, also Wer es nicht mitbekommen hat, Elon Musk hat ein Pack gegründet, also eine Wahlkampf, eine Wahlkampfinitiative, ein Unternehmen, das in den USA immer wieder als Vehikel dient, um den Wahlkampf oder Präsidentschaftskandidaten finanziell zu unterstützen, weil die Kandidaten.

13:49 Gavin Karlmeier

Man nennt die Gründer Pac-Man, glaube ich. Glaube ich, ne? In den USA.

13:53 Dennis Horn

Ja, oder Pack, je nachdem. Jedenfalls, Elon Musk hat sowas gegründet, den sogenannten America-Pack, den er nutzt, um Donald Trump finanziell zu unterstützen. Inzwischen hat er 75 Millionen Dollar schon gespendet und dieser Pack hat diverse Initiativen und Kampagnen gestartet und eine Kampagne sieht eben vor, dass es möglich ist, Menschen zu motivieren, eine Petition zu unterschreiben. Und wenn ich dich vorschlage, diese Petition zu unterschreiben, dann bekomme ich dafür je nach Start zwischen 45 und 100 Dollar. Und habe eben seit vergangener Woche eben auch die Möglichkeit, jeden Tag eine Million Dollar zu gewinnen, weil ich in so einem Lusttopf bin. Das ist die Vorgeschichte. Alle Leute sagen, das kann so nicht rechten sein, vor allem die Tatsache, dass man bereits registrierter Wähler-Wählerin sein muss, um sich für dieses Gewinnspiel, ob es eins ist oder nicht, können wir gleich mal besprechen, für dieses Gewinnspiel zu registrieren. Das allein könnte schon ein Hinweis darauf sein, dass das eben illegal ist. Elon Musk hat daraufhin, darüber haben wir gesprochen, und der America-Pack, eine Warnung des Justizministeriums bekommen. Indem sie gesagt haben, das hier könnte ein Verstoß gegen das Wahlrecht sein und wir würden das entsprechend ermitteln, wenn ihr so weitermacht. Und seitdem diese Warnung raus ist, wir haben da hier in Haken daran darüber berichtet, seitdem, also seit Mittwoch pausiert dieses eine Million Dollar Gewinnspiel. Es gab am Mittwoch keinen Gewinner dieser Million Dollar. Und das war eben genau der Tag, an dem diese Diese Meldung des Justizministeriums bekannt geworden ist. And Elon Musk und America Pack haben inzwischen auch Formulierungen auf der Website angepasst, wo es eben nicht mehr steht, dass man jetzt das Geld dafür bekommt, um Menschen vorzuschlagen. damit sich für den ersten und zweiten Verfassungszusatz einzusetzen, sondern man würde jetzt ausgewählt, um eine Million Dollar als Sprecher für den America-Pack zu verdienen. Also man hat hier so ein bisschen, man dreht es hier so ein bisschen weg vom Du bekommst Geld für deine Ideologie hinzu, du bekommst Geld für deine faire Arbeit, Leute vorzuschlagen für diese Petition und dafür kriegst du halt eine Million Dollar. Ja, na klar. Das ist, was das Thema angeht, auf jeden Fall passiert.

15:56 Gavin Karlmeier

Wie nennen wir das? Durchsichtig Wir nennen das durchsichtig.

16:00 Dennis Horn

Durchsichtig? Achso, die ver das Verändern, ja. Also ich finde, das ist wen will man denn hier verarschen?

16:09 Gavin Karlmeier

Das ist so ein Kinder-Move. Ja, genau. Ja. Naja, gut. Wir müssen da gar nicht weiter darüber diskutieren. Ich kann das Thema Wahl abnehmen. Wir können weitermachen. Danke. Aber wir bleiben bei Elon Musk. Also er soll seit Jahren direkten Kontakt auch zu Wladimir Putin haben. Das schreibt das Wall Street Journal, beruft sich auf Regierungsbeamte und Geheimdienstmitarbeiter aus den USA, Europa und Russland. Und die beiden unterhalten sich über, Achtung, geopolitische, geschäftliche sowie persönliche Themen.

16:42 Dennis Horn

Meinst du, Elon Musk und Gerhard Schröder sind in der gleichen WhatsApp-Gruppe?

16:46 Gavin Karlmeier

Oh, das ist super spannend. Meinst du, die drei zusammen? Ich weiß nicht. Ich glaube nicht. Aber wie nennt man das? Bilateral wird gesprochen.

16:57 Dennis Horn

So, ja.

16:58 Gavin Karlmeier

So, glaube ich schon. Er selbst hat sich zu der Veröffentlichung vom Wall Street Journal nicht geäußert. Hat auch vorab auf Fragen nicht reagiert, die ihm gestellt wurden. Er hat vor zwei Jahren mal einen Bericht über einen angeblichen Kontakt zu Wladimir Putin ausdrücklich zurückgewiesen Aber Russland hat sich geäußert zu diesem Artikel jetzt. Unwahr, absolut falsch. So, und das Wall Street Journal schreibt aber dieser Kontakt. Hätte bis in dieses Jahr gereicht. Und Elon Musk habe auch mit hochrangigen russischen Offiziellen gesprochen. Sergei Kiryenko unter anderem, das ist der stellvertretende Generalstabschef in Russland. Und einmal ist Elon Musk wohl auch darum gebeten worden, da haben wir aber auch schon drüber gesprochen, das Satellitenkommunikationssystem Starlink. nicht zu aktivieren in Taiwan.

17:50 Dennis Horn

Ja, wir konnten das ja so ein bisschen mitverfolgen, würde ich vermuten, wann das angefangen hat, weil ich erinnere mich, dass wir hier damals über mögliche Kontakte zwischen Musk und Putin schon mal gesprochen haben und dass in diesem Zuge mit der Zeit sich auch Musks Haltung zur Ukraine zur Ukraine als solche verändert hatte. Also Musk hatte anfangs ja Starlink in der Ukraine kostenfrei zur Verfügung gestellt. dann hat er das irgendwann eben nicht mehr getan. Wir haben damals aber wirtschaftliche Beweggründe dahinter vermutet, weil es eben Hinweise darauf gab, dass das eine Art Erpressungsaktion war um dafür, ich glaube 300 Millionen Dollar, nagelt mich nicht darauf fest, könnte gelogen sein, aber zumindest einen ziemlich hohen Betrag vom Verteidigungsministerium der USA. Dafür zu naja, erpressen ist vielleicht zu viel gesagt, aber im Grunde war es das am Ende, weil er gesagt hat: hey, ich stell's ab, wenn das nicht jemand bezahlt, ich zahl's nicht mehr und wusste, dass die US-Regierung da früher oder später drauf springen würde. Gleichzeitig hat Elon Musk irgendwann den möglichen Ausgang des Ukraine-Krieges als Ex-Umfrage stattfinden lassen, hat gesagt, hey, wie wäre es denn mit. . dass die besetzten Gebiete einfach an Russland gehen und dann gibt es endlich Frieden in der Ukraine. . Wie findet ihr das? Ja oder nein? Was auch eine wahnsinnig abstruse Aktion war weil du auf der einen Seite total das Gefühl hattest, da gab es offenbar Kontakte zu Putin, weil das exakt deren oder seine Argumentationslinie war. Und auf der anderen Seite hat es eben so wahnsinnig doll abgewichen von dem, wofür Musk eben sich bislang irgendwie in der Öffentlichkeit Positioniert hatte. Diese Geschichte überrascht mich aber auch auf einer anderen Ebene überhaupt nicht, weil wir ja durchaus feststellen, dass es zwischen so, ich sag mal, autokratischen Regierungen wie Russland und den ähm rechten rechten Kräften international, also ob du jetzt nach Deutschland schaust oder in die USA schaust oder wo auch immer du hinschauen möchtest, durchaus ja Verbindungen gibt und das Elon Musk. sich in solchen Umfeldern ganz wohl fühlt, ob du wie in Italien das siehst, wie er da mit der mit Meloni irgendwie rumflirtet. Also das sind alles so Geschichten, die da, die am Ende dazu führen, dass man nicht überrascht ist. dass Musk und Putin offenbaren Kontakt miteinander haben. Was das aber im Umkehrschluss bedeuten könnte, finde ich, dass das eine mögliche Motivation zwischen oder eine mögliche Verbindung zwischen Putin und Trump herstellen könnte, die über den Nabelmask eben führt. Und das könnte, also in der perfekten Welt, wem will ich was vormachen, aber in der perfekten Welt könnte auch, dass Trump zum Problem werden.

20:30 Gavin Karlmeier

So. Und wenn wir nochmal bei Elon Musks Kontaktliste bleiben, der Blick nach Saudi-Arabien. Die ja in Ex investiert sind. Saarit al-Khatani ist ein früherer Berater von Mohammed bin Salman und ein Hauptverdächtiger. Im Fall Jamal Khashoggi, das ist dieser US-amerikanische Journalist, der, ich glaube, 2018 ermordet wurde. Und von Saud al-Khatani war der Account bei Exets wieder am Start. Ein paar Stunden. Da hat der Guardian darüber berichtet, dann war er wieder weg. Und ex sagt ein Fehler, deswegen wurde die Sperrung ursprünglich aufgehoben. Inzwischen wurde sie wiederhergestellt. Auch das die Frage, passieren da wirklich Fehler oder was läuft da im Hintergrund? in jeder Entscheidung, in jede Bewegung, die auf dieser Plattform geschieht, mittlerweile ja Politik ranzuinterpretieren ist.

21:36 Dennis Horn

Ja, total. Wenn das solche hochbrisanten Akteure sind, ich habe gerade überlegt, ob ich das gendern muss, aber es sind in der Regel Männer, wenn das solche hochbrisanten Akteure sind, ich glaube da nicht an ein Versehen, ehrlicherweise. Also wie oft Hast du es erlebt, dass jemand versehentlich mal für ein paar Stunden wieder freigeschaltet wurde auf irgendeiner sozialen Medienplattform? Das passiert ja natürlich nicht. Genau. Deswegen, nein, das kann ich mir auch nicht vorstellen. So.

22:04 Gavin Karlmeier

Ein bisschen Neuigkeiten noch zum Stress, den Elon Musk mit der SEC hat, der Börsenaufsichtsbehörde in den USA. Er hat sich dazu bereit erklärt, der SEC 2923 Dollar und Neun Collar zu zahlen. Das sind die gesamten Reisekosten seiner Anwälte für die Zeugenaussage am 10. September. Da ist er zu einer gerichtlichen Aussage nicht erschienen. Da gibt es Kritik dran, dass ja so ein bisschen wie so ein zahlen zu müssen, wie so eine Bagatelle das aussehen lässt. So? Kann ich nachvollziehen?

22:36 Dennis Horn

Ja, es ist total abstrus. Also es gibt dieses Verfahren, in dem es ja um die Ex, um die Twitter-Übernahme geht. Und Elon Musk hat quasi jeden Termin geschwänzt, immer wieder. Es wurde immer wieder öffentlich auch kritisiert. Die SEC hat öffentlich sich dazu, also hat sich öffentlich positioniert, hat gesagt, Mask muss jetzt auftauchen, wir können dieses Verfahren nicht weiterführen. Mit irgendwelchen anderen fadenscheinigen Argumenten gesagt, dass er, warum er nicht erschienen ist und nicht kommen konnte. Und jetzt wird er dazu verknackt, die Reisekosten seiner Anwälte zu bezahlen. Was so, das ist keine Strafzahlung, und du musst überlegen, 2900 Dollar Also in der Zeit, in der er den Überweisungsträger ausfüllt, verdient er wahrscheinlich das Zehnfache. Ja, genau. Also, das ist halt gar nichts. Und das ist auch nicht so härt. Natürlich stimmt er dem zu, weil er sich denkt, na, was sollen wir da jetzt noch Ärger machen.

23:25 Gavin Karlmeier

Was passiert währenddessen bei X selbst? Indien mal als Beispiel, das war mal, zumindest nach Aussage von Elon Musk, der drittgrößte Markt für X. Und der Umsatz von Ex ist dort im Geschäftsjahr bis März, da geht das Geschäftsjahr zu Ende, um 89,8 Prozent eingebrochen. auf 2,51 Millionen Dollar. Ich sag mal, also Millionen ist ja so nicht der Wert, mit dem diese Konzerne oder die Dimensionen, mit denen diese Konzerne Diese Konzerne sonst arbeiten. Der Gewinn lag bei 380. 000 Dollar gegenüber 3,62 Millionen Dollar im Vorjahr.

24:01 Dennis Horn

Da macht jeder mittelständische Handwerksbetrieb in der Heimat mehr Geld im Jahr als Ex in Indien.

24:08 Gavin Karlmeier

Bisher verlangt Ex von EntwicklerInnen noch eine andere Geschichte. Ähm, ja, mindestens zweiundvierzigtausend Dollar im Monat für den Zugriff auf die API. Da haben wir auch Zu oft, schon lange her, oft drüber gesprochen, die ja früher mal kostenlos war. Jetzt wurde den EntwicklerInnen mitgeteilt, dass sie für jedes Ex-Konto, das ihren jeweiligen Dienst nutzt, sie zusätzlich nochmal einen Dollar pro Monat zahlen müssen. Also das heißt, wenn du so ein, nur um es einmal zu erklären, wenn du so einen, weiß ich nicht, einen Dienst für Ex anbietest, was auch man das sein mag, Analysedienst oder einen besonderen Client oder sowas wie ToolTorific damals.

24:53 Dennis Horn

Genau, so ein Tool, mit dem du Scheduled Posts veröffentlichen kannst.

24:55 Gavin Karlmeier

So, dann musst du einmal als dieser Anbieter mindestens 42. 000 US-Dollar pro Monat für den Zugriff auf die API-Zahlen und jetzt für jeden Nutzer, den du hast, den deine App hat, nochmal 1 Dollar pro Monat zusätzlich.

25:09 Dennis Horn

Das ist doch.

25:10 Gavin Karlmeier

Wer macht es eigentlich?

25:11 Dennis Horn

Bitte?

25:13 Gavin Karlmeier

Wer macht das? Wer zahlt das? Wer nutzt das eigentlich?

25:15 Dennis Horn

Ich verstehe das nicht. Also die These, meine These, die ich habe, ist. dass sie offenbar das Gefühl haben, dass es durchaus Entwickler gibt, die diese 42. 000 Dollar zahlen, weil sonst würden sie da nicht noch einen Zuschlag draufpacken. wenn das niemand machen würde. Dass sie aber das Gefühl haben, dass dieser maximale API-Zugriff, das ist ja die größte Stufe, es gibt ja drei Stufen und die größte Stufe sind eben zweiundvierzigtausend Dollar im Jahr, dass diese größte Stufe offenbar vor allem von Entwicklern genutzt wird, die extrem viel viele Accounts darüber zu verschaffen und dass sie offenbar das Gefühl haben, wir haben hier ein zu großes Tor aufgemacht. Wir müssen das ein bisschen Wir müssen da irgendwie ein Drehkreuz reinpacken und oder eine Vereinzelungsanlage und Also ich verstehe das nicht so gar nicht.

26:08 Gavin Karlmeier

Ja, meinst du, das ist der Grund?

26:10 Dennis Horn

Warum sollten sie es sonst tun? Naja, sie brauchen Geld. Ja, aber wie viel Geld soll denn dabei rumkommen? Also wir reden ja jetzt hier selbst, wenn das 100. 000 Leute nutzen, dann sind das 100. 000 Dollar. Das ist ja gar nichts.

26:23 Gavin Karlmeier

Ja, gute Frage. Ja, das stimmt. Obwohl ich meine 100. 000 Dollar, das ist, ähm, da kommt in Indien nochmal ein Viertel obendrauf auf den Gewinn. Weißt du, was ich meine?

26:32 Dennis Horn

Stimmt. Aber weißt du, was ich glaube, was der Grund ist? Sie wollen nicht, dass es so eine B2C Möglichkeit gibt mit dieser API. Sie wollen die API eigentlich nicht nutzen, dass Leute eigene Apps bauen, denn eigene Apps bedeutet im Zweifel weniger Werbeimpressionen.

26:47 Gavin Karlmeier

Ja, das ist ja total interessant, weil ja so der Verlauf solcher Plattformen ist, am Anfang es erstmal maximal zu öffnen und so ein richtiges Ökosystem auch an EntwicklerInnen darum zu schaffen und solche Angebote, solche Apps und Zugriffsmöglichkeiten auf die Plattform zu Und dann haben alle das ja über die Zeit irgendwann mal geschlossen, auch wieder. Ich meine, solche Möglichkeiten etwas breiteren Zugriffs. Gab es ja auch bei anderen Anbietern und schon vor Elon Musk wurde die API ja wieder geschlossen, noch unter den alten Chefs dort so. Aber diese Diese Schärfe des Abkoppelns habe ich jetzt bei noch keiner Plattform so gesehen.

27:31 Dennis Horn

Naja, vor allem, also am Ende hätten sie auch einfach genau das per AGB ausschließen können. Wolten das aber offenbar nicht in Hoffnung, vielleicht wirklich 100. 000 Dollar noch mitzunehmen. Also ich finde das, ich empfinde das genauso hanebüchen wie du. Aber die Antwort kann nur sein, die Leute sollen gar nicht irgendwelche Drittanbieter-Tools nutzen können und sollen gar keine Tools damit entwickeln können mit dieser API, die für eine breite Masse von Interesse ist. Weil wenn ein Entwickler sagt, okay, ich verkaufe meine App für 5 Dollar, ähm oder fünf Dollar Abomodell im Monat und es nutzen das müsste man jetzt rechnen, aber ich hab wie gesagt nicht studiert.

28:10 Gavin Karlmeier

Du könntest die Tassenrechner App öffnen, sagen wir uns.

28:12 Dennis Horn

Du nutzt es eine gewisse Anzahl 8400 Menschen, dann habe ich die 42. 000 Dollar ja schon drin und jeder weiter, der es nutzt. Ich habe das schon gerechnet, Dennis.

28:21 Gavin Karlmeier

42. 000 Dollar.

28:22 Dennis Horn

Durch 5.

28:24 Gavin Karlmeier

Ja, das sind 8. 400 Leute, ja.

28:26 Dennis Horn

Genau. Und ähm Dann hast du aber 8401, machst du halt Umsatz. Wenn du dann aber für jeden Einzelnen nochmal einen Dollar mehr zahlen musst, dann muss auch die App-Torre werden und dann wird irgendwann das Ding auch uninteressant. Also sie wollen einfach nicht, dass Menschen das nutzen.

28:42 Gavin Karlmeier

Vier Augenprinzip bei der Nutzung der Taschenrechner-App nur in Haken dran.

28:46 Dennis Horn

Betreutes Rechnen.

28:48 Gavin Karlmeier

Blue Sky arbeitet an einem Premium-Abo. Guck an, also da habe ich aufgehorcht, das finde ich jetzt interessant. Also Funktionen im Premium-Abo bei Blue Sky, zum Beispiel Video-Uploads in höherer Qualität. Da habe ich auch drüber nachgedacht. Da können wir nachher besprechen. So einige Optionen zur Profilanpassung, so, aber nicht dabei explizit Reichweiten versprechen. Also du hast bei uns ein Premium-Abo und dafür gibt es mehr Reichweite, so wie bei Einem anderen Kurznachrichtendienst, über den wir jetzt sehr lange gesprochen haben. Und auch nicht dabei eine Verifizierung. Blue Sky schreibt: We don't and won't sell your data. Blue Sky is open like the web, so your data is public. Und im Blog steht auch, die Plattform werde Immer kostenlos sein. Das fand ich interessant, das hat mich nämlich an diesem jahrelangen Registrierungscreen bei Facebook erinnert.

29:44 Dennis Horn

Bei Facebook, ja, ich hab's auch gedacht. Das App kostet kein Geld.

29:50 Gavin Karlmeier

Aber Abo-Einnahmen helfen uns, schreibt Blue Sky, die App zu verbessern, das Entwicklerökosystem auszubauen. Als als Developer gehst du ab und zu mal aufs Entwickler und geben uns Zeitgeschickt. Und geben uns Zeit, Geschäftsmodelle jenseits der traditionellen Werbung zu erforschen. So, erstmal dazu.

30:21 Dennis Horn

Also, ich kann das nicht richtig für den amerikanischen Markt. Übersetzend, was mein Eindruck vom deutschsprachigen Markt auf Blue Sky ist. Habe aber das Gefühl, in Deutschland ist Blue Sky eine Das macht man aus Überzeugung, man ist da aus Überzeugung. Man nutzt das, weil das Das ist eine ideologische Entscheidung Anders als bei Threads, wo du hingehst, weil da Reichweite ist, gehst du zu Blue Sky, weil da sind wir und das ist ein bisschen so, ist so ein bisschen unser Ding und lass uns in Ruhe.

30:50 Gavin Karlmeier

Oder weil du halt Haken dran, äh, Haki warst.

30:53 Dennis Horn

Stimmt, weil du den Zahlensender gehört hast. Das heißt, ich kann mir vorstellen, dass solche Dinge funktionieren. Ich weiß aber nicht, ob man das immer so als Premium-Modell aufspannen muss oder ob man nicht einfach sagen könnte, wir haben ein Spendenkonto bei so einer Sache, bei der es Leuten um Überzeugung. geht. Wie Mastodon es auch macht. Bei Mastodon kannst du einfach unterstützen finanziell und sagst, hey, ich spende jetzt meine Summe X. Das ist mein erster Gedanke. Der andere Gedanke ist aber, dass du, also je mehr du solche Premium-Features einbaust, umso mehr wirst du auch früher oder später in die Verlockung kommen. dass du stärkere Argumente brauchst. Und dann bist du, selbst wenn du bei dem Versprechen bleibst und sagst, wir verändern die Reichweite nicht. Es muss ja nur sowas sein wie eben Video-Uploads in höherer Qualität. Bedeutet aber zwangsläufig, dass du ohne dieses Premium immer Video-Uploads in niedrigerer Qualität haben wirst. Und das finde ich ein bisschen unglücklich. Ehrlicherweise, weil das dazu führt, dass das eine schlechtere Nutzungsexperience gibt.

31:55 Gavin Karlmeier

Ja, ich habe genau über diese Funktion, genau über den Punkt auch nachgedacht. Bevor ich gleich, ich habe auch noch eine These, was sagen könnte, warum sie es machen, aber genau über den Punkt habe ich auch nachgedacht, weil es ja eigentlich nicht Oder formulieren wir es andersrum. Eigentlich im Interesse dieser Plattform sein müsste, dass der Content dort von möglichst hoher Qualität ist. Also stell dir mal bei YouTube vor, du müsstest bezahlen, um Videos in HD, Full HD oder 4K hochladen zu können.

32:28 Dennis Horn

Und das ist nämlich genau der Punkt.

32:29 Gavin Karlmeier

Dann würde doch die Masse an YouTube-Nutzern sagen, was ist denn das für eine scheiß Qualität? Ich gehe doch auf die Plattform als jemand, der es nutzt. Das habe ich auch bei X nicht verstanden. Also die Leute, Leute abzucachen, die das hochladen. Genau. Sondern du musst ja eigentlich die pushen, das möglichst gut und möglichst breiter Zahl hochzuladen und dann eher die Leute abzucachen, wie YouTube das macht. Mit so, also einmal im Leben von etwas so überzeugt sein wie YouTube von YouTube Premium.

32:55 Dennis Horn

Ich sind's inzwischen vollkommen zu Recht, finde ich, weil sie einfach den YouTube-Standard, das YouTube-Standard-Nutzungsexperience, ich reg mich hier gefühlt zweimal die Woche.

33:03 Gavin Karlmeier

Aber du zahlst ja auch, ich hab da.

33:05 Dennis Horn

Nicht mehr, nein, nein, es ist zu teuer geworden. Aber, ähm, und es wird noch teurer. Aber es gibt jetzt Premium Light auch. Egal. Sie sind zu Recht überzeugt, weil sie die Gratis-Nutzungsexperience so beschissen gemacht haben. Man kann das nicht anders sagen. Also du siehst an jeder Stelle Werbung, du siehst drei Werbespots, du hast teilweise 70 Sekunden Werbung im. 20-Minuten-Video. Das macht keinen Spaß mehr.

33:35 Gavin Karlmeier

Ich muss dir kurz kurz erzählen. Kleine Anekdote von einer kirchlichen Veranstaltung, von der mir Freunde erzählt haben. die irgendwie, also da saß da eine Gruppe von Leuten zusammen, so Wortgottesdienst oder keine Ahnung, und da haben die Musik eingespielt. Und dann dazu gesungen. Und dann so mitten im Song, weißt du, auch noch so was Kirchliches. Ich weiß nicht, wie das war, so getragen oder keine Ahnung. Cool Blue! Jetzt! Dann dauerte das 20 Sekunden und dann konnte der Gottesdienst weitergehen. So, wollte ich nur, also zur Scheiß Erfahrung.

34:14 Dennis Horn

Es gibt auch so Cafés, ich sag jetzt den Namen nicht, weil ich glaube, ich glaube, das ist dann auch, ich glaube, das von der AGB ist nicht gedeckt, aber es gibt so Cafés, wo du halt alle drei Songs auch Werbung hörst, weil Spotify dort läuft. Anyway, ich finde auch, es ist falsch, die Leute zu bestrafen, die den Content dort hochladen. Oder zumindest zu drangsalieren, da hingehend, dass sie etwas zahlen sollen, weil das eben dazu führt, dass die Leute sich einen anderen Ort suchen, um die Videos hochzuladen. Weil es gibt sonst keinen Grund für Bluesguy, außer die eigene Überzeugung. Und zu sagen, jetzt müsst ihr dafür bezahlen, wenn ihr geiler stattfinden wollt, funktioniert glaube ich nicht. Also vor allem da nicht, wenn du nicht auch Reichweite mitbietest.

34:57 Gavin Karlmeier

So, und das wird jetzt noch ein bisschen interessanter in folgendem Kontext. Blue Sky hat. Neue Finanzierer. Also Blockchain Capital hat eine Finanzierungsrunde geleitet. Es ist ein Kryptoinvestor. Und die hat 15 Millionen Dollar aufgebracht. Blue Skype schreibt, es sei nicht geplant, Blockchain oder Kryptowährungen zu verwenden oder das soziale Erlebnis mit Token, Kryptohandel oder NFL. Dies zu hyperfinanzieren, aber natürlich sind solche Investorenrunden und Die Fragen gekoppelt mit, wir schaffen jetzt auch nochmal ein Premium-Abo, natürlich ein Umfeld, in dem Auf jeden Fall in irgendeiner Art und Weise Druck entsteht. Dann auch auf so eine Funktion, die die bringen.

35:54 Dennis Horn

Ich habe da zwei Gedanken zu. Der eine Gedanke ist, ich finde es nachvollziehbar, dass auch Blusker irgendwann mal richtig Geld verdienen muss. Absolut. Ähm, vor allem wenn Jack Dorsey Money irgendwann aufgebraucht ist, muss man irgendwann mal gucken, was machen wir denn jetzt eigentlich. Also da ist es nicht das Problem, ne? Auch sich Investorinnen und Investoren dazu zu holen, die irgendwie ein bisschen was dazugeben oder sich irgendwelche Dinge zu überlegen, um von dem vom Publikum ein paar Euro zu. bekommen, ist alles völlig legitim. Also ich finde es ja auch, wir haben hier damals auch schon mal gesprochen, es ist ja kein Problem, dass es Ex Premium gibt. Das Problem war, dass du die blauen Haken kaufen konntest. Aber es ist ja völlig legitim, dass du als App die Millionennutzer, in dem Fall zum Beispiel, Blue Sky, glaube ich, bei 13 jetzt, dass du dir überlegst, können die nicht irgendwie mal ein. . paar Euro dazu geben, ohne sie dazu zu zingen, also ohne zu sagen, da ist die Nutzungserfahrung schlechter. Das ist für gar kein Problem. Und auch ihr gutes Recht, so sollen sie sich was überlegen, why not. Der zweite Gedanke ist aber, dass wenn jetzt einer der Investoren so ein Krypto-Bro ist oder so eine Unternehmung von CryptoBros, dann gibt es einen unangenehmen Geschmack, weil die ganze Cryptobubble, und ich will nicht sagen Also ich bin nicht der Typ, der sich jetzt hier positioniert und sagt, Blockchain ist ein Scam oder Bitcoin ist ein Scam. Da können sich andere positionieren, da will ich nicht.

37:14 Gavin Karlmeier

Ja, weil du die Diskussion mit diesen ganzen Blockchain und Krypto Geisern auch nicht durchbest.

37:18 Dennis Horn

Doch, mit denen will ich alles teilen.

37:21 Gavin Karlmeier

Ich habe mich so positioniert, aber also, naja.

37:24 Dennis Horn

Aber genau, das ist ein anderes Thema einfach. Das, was du aber sagst, ist eigentlich mein Punkt. Die Leute, die im Internet sich so positionieren, dass sie sagen, Krypto ist die Antwort, Krypto löst alle Probleme des kaputten Kapitalsystems, was auch immer. Diese Leute sind extrem unangenehm und extrem offensiv und aufdringlich. Und wenn so eine Gruppe jetzt eine Machtposition bei Blue Sky bekommt, ob das so ist, wissen wir gar nicht, oder ob sie stiller Investor sind, unklar. dann hat das einen Fadenbeigeschmack, weil das im Zweifel die Sorge auslöst, das könnte die Erfahrung auf der Plattform in eine ganz andere Richtung kaputt machen. Ich melde keine Kryptobros auf Blue Sky.

38:05 Gavin Karlmeier

Ja, das stimmt, das stimmt. Ich erinnere mich an diese Twitter-ähnliche Plattform, die es mal irgendwie so in dieser, in diesem NF T und Crypto- und Token-Hype gab, wo man fürs Posten dort irgendwie bezahlt wurde. Und weißt du, Twetch. Ah, ich habe den Namen vergessen.

38:27 Dennis Horn

Aber stimmt, das gab es.

38:28 Gavin Karlmeier

Ich bin nicht reich geworden damit, leider.

38:31 Dennis Horn

Ich gucke mal, ob du das nicht mehr so gut verstanden haben.

38:32 Gavin Karlmeier

Du recherchierst. Ich kann in der Zeit noch kurz meine These auspacken. Ich habe überlegt. Ob dieses Premium Abo nicht auch einfach wie so ein Ich werf mal einen Stein ins Wasser, ähm, ist. Also die sind jetzt in der ähm In einem Moment ihres Wachstums, in dem du sowas auch mal einführen kannst, um zu schauen, wie wird es angenommen Mit vergleichsweise unauffälligen Funktionen, die da irgendwie drin stecken, wo du erstmal nicht sagst, das macht mein Nutzungserlebnis jetzt schlecht oder gut und keine Ahnung, und sie Legen ja auch auf einige Dinge, die erhalten bleiben sollen, sehr viel Wert. Und das kannst du natürlich auch einfach als Steinswasser werfen. Mal gucken, was passiert. Weißt du?

39:13 Dennis Horn

Und ich finde interessant, dass sie anders als Threats ja hier nicht so eine Art Vorbereitung für es wird bald eine werbefinanzierte Plattform sein. bauen und legen, was sie genauso hätten tun können. Also sie hätten ja relativ einfach, selbst wenn sie mit einem externen Dienst hier zusammengearbeitet hätten, also hey, pack eine Google Ads in jeden vierten Post Why not? Also das machen sie ja alles nicht, sondern dass sie halt wirklich versuchen, wie du sagst, eben Stein ins Wasser schmeißen. Ist das das Bild? Ist es nicht eher ein Fuß ins Wasser halten, um die Temperatur zu halten? Ich weiß es auch nicht. Aber das ist halt, was sie ja tun. Länger in die Luft halten. Gibt es, genau. Gibt es hier Geld zu holen bei den Nutzerinnen und Nutzern? Aber das ist halt genau das Problem, weil das im Zweifel dazu führt, dass sie irgendwann nachlegen müssen. Und nicht einfach sagen, hey, hier ist jetzt Patreon.

40:05 Gavin Karlmeier

Und hast herausgefunden, wie diese Kinder.

40:07 Dennis Horn

Leider nicht. Das ist auch egal. Das steht wahrscheinlich mit dem Release dieser Episode im Housekeeping Channel im Haken dran Discord.

40:14 Gavin Karlmeier

Genau so.

40:17 Dennis Horn

Jetzt kann man aber nochmal dazu sagen, eine Kleinigkeit. Man kann Mastodon zum Beispiel per Patreon unterstützen. Also, man kann auch, wenn man jetzt sagt, Blue Sky, da muss ich jetzt nicht unbedingt hin und vielleicht dann nicht in so ein Man kann auch ins Fidel, man kann das Fidiverse finanziell unterstützen, wenn man Und ich glaube, das ist eine gute Sache.

40:34 Gavin Karlmeier

Darauf können wir uns einigen.

40:36 Dennis Horn

Oder man kauft sich einen Plüschmammut. Ist nämlich bei mir jetzt angekommen. Dieses Wochenende.

40:41 Gavin Karlmeier

Sag mal, Meta oder LinkedIn? Welche Karte willst du zuerst ziehen?

40:46 Dennis Horn

Meta.

40:47 Gavin Karlmeier

Meta. Meta hat einen Deal geschlossen mit Reuters.

40:50 Dennis Horn

Und bei Reuters?

40:53 Gavin Karlmeier

Ich wusste es. Und möchte in Zukunft, Achtung, mit seinen KI-Bots Antworten auf Fragen zu aktuellen News generieren. Das ist super interessant. Also, es ist der erste Nachrichten-Deal in Sachen KI für Meta. Und das finde ich vor allem deshalb so interessant, weil sich das Unternehmen von Nachrichten ja zuletzt eher fernhalten wollte. Also, es ist jetzt so: NutzerInnen dieser ganzen Chatbots, KI-Chatbots in den USA. Haben damit jetzt Zugang zu, wie Meta schreibt, Echtzeit, Nachrichten und Informationen von Reuters, wenn Sie Fragen zu Nachrichten oder aktuellen Ereignissen stellen? Und Meta schreibt, während die meisten Menschen MetaI für kreative Aufgaben Vertiefungen in neue Themen Oder Anleitungen nutzen, wird diese Partnerschaft dazu beitragen, eine nützlichere Erfahrung für diejenigen zu gewährleisten, die Informationen zu aktuellen Ereignissen suchen.

41:55 Dennis Horn

Willst du meinen Take hören darauf? Ja, bitte mal. Also, ich finde die Herleitung, das war natürlich auch mein erster Gedanke. Meta ist Journalismus eigentlich in letzter Zeit eher egal gewesen. Sie haben sich eher von journalistischen Inhalten distanziert, jetzt nähern sie sich wieder an. Ist die eine Leitung. Lesart. Meine Lesart aber ist, dass das hier eigentlich das Superlativ von uns des Journalismus egal ist. Dass man sagt, hey, wir gehen uns einfach zu Reuters und lassen uns alles, was sie schreiben, schmeißen wir einfach in die KI draufgeschissen, geben denen ein paar Mark dafür, dann haben die die Leute, die unsere Chatbots benutzen, die Möglichkeit, ein bisschen was über Aktualität zu erfahren. Wir haben unsere Netzwerke damit nicht vollgeballert. Und am Ende ist es eher ein Schritt Weg von gut gemachtem Journalismus, wenn am Ende eh alles durch irgendwelche Chatbot-Gehirne läuft. Finde ich. Also ich finde diesen Deal, ich bin dann kein großer Fan von alle Daten einfach in irgendwelche Chatbots schmeißen. Ist egal, wer die Einordnung ursprünglich mal geschrieben hat.

42:52 Gavin Karlmeier

Ja, vor allem bei dem Punkt, wie viele Sprachmodelle immer noch halluzinieren. Ich meine, es liegt auch der Gedanke nahe, dass der Deal für Meta dann darin besteht. Dass die ganzen Texte von Reuters zu einem Trainingsmaterial auch werden für das große Sprachmodell von Meta. Es ist unklar, ob das so ist. Das wissen wir nicht. Ich musste mich bei der Geschichte an etwas erinnern, was mein alter Nachrichtenchef im Hessischen Rundfunk immer gesagt hat. Liebe Grüße, schätze ich sehr. Der hatte mal darüber gesprochen, was gehört in Nachrichten rein und was unterscheidet Das vom umgebenden Programm. Also, du hast ja in so einem Radioprogramm, da hast du immer zur vollen Stunde Nachrichten und dann läuft so die sogenannte Fläche. Ja, da läuft Musik, da laufen Moderationen und klar kommen da auch Informationsinhalte unter, aber da geht es gleichzeitig auch um Unterhaltungen und andere Aspekte. So in so einem halt breiten Radioprogramm. Und ähm Der hat immer gesprochen darüber, was ist eigentlich der Unterschied zwischen dieser Nachrichten und der Programmfläche. Und sein Leitsatz war, in der Programmfläche läuft das, was die Leute hören wollen. In den Nachrichten läuft das, was sie hören müssen. Und ich fand das eine sehr gute Formulierung für das, was Nachrichten ja auch sind. nämlich nicht interessengetrieben also es geht ja darum vom Weltgeschehen, klar, die sind sortiert, das ist ausgewählt durch Journalistinnen und Journalisten. Das ist ja auch immer, Journalismus ist ja auch immer Filtern, wichtig von unwichtig, so und dann steht am Ende eine Auswahl von Nachrichten, von denen man sagt, so wie in der Tagesschau abends, das ist jetzt das, was du heute wissen solltest. So, ne? Um durch den Tag zu kommen. Wenn man die Leute fragen würde, was sie wissen wollen, so, dann kommt einfach was komplett anderes raus. Aber es kommt eben auch raus, dass man so in der im tagesaktuellen Geschehen nicht sprechfähig ist. Und für mich ist eben das, was hier passiert mit so einem Chatbot, und du kannst Fragen stellen. Das ist gar nicht der Nachrichtenbegriff. Das finde ich halt das Problematische daran. Dafür müsste ja dann jemand hingehen und sagen: So, und jetzt spuck mir mal die fünf wichtigsten Nachrichten aus, und das macht man nicht.

45:25 Dennis Horn

Nein, das wird niemand tun.

45:30 Gavin Karlmeier

Aus so einer journalistischen Perspektive heraus finde ich das einfach fragwürdig. Ich kann jetzt Reuters irgendwie verstehen, dass die das machen. Und es ist besser als keinen verlässlichen Partner Informationen darin zu haben. So, absolut. Aber das, was Facebook vorher hatte, ja, also wenn du wirklich ein Interesse daran hast, Meta formuliert das ja hier. Eine nützliche Erfahrung für diejenigen zu gewährleisten, die Informationen zu aktuellen Ereignissen suchen. Dann nehmt die Durchleitung von Nachrichteninhalten in euren Feed wieder auf. Dann ist genau das erfüllt. Und sonst eben nicht.

46:11 Dennis Horn

Aber das wollen sie ja gar nicht. Ja, ja, genau. Es ist natürlich, also am Ende ist es jetzt gerade so eine Phase vermutlich, dass die ganzen Anbieter von Chatbots jetzt halt versuchen, irgendwelche Partnerschaften zu schließen. OpenAI hat das mit Axel Springer ja gemacht, wie wir wissen, aber mit AP, was eine andere Nachrichtenagentur ist. Und jetzt hat Meta sich halt eine andere gesucht, weil AP halt schon verplant ist. Die Frage ist in der Tat so ein bisschen, was wollen Sie denn damit? Also gerade wenn die Lizenzierung zu Trainingszwecken hier nicht das primäre Ziel ist Was wie gesagt wir nicht wissen, ähm, sondern es wirklich darum geht, dass Leute fragen können: hier, Trump-Attentat, bestes Beispiel, ne? Wie gehen Chatbots eigentlich damit um? Wir haben sogar hier darüber gesprochen, obwohl wir eigentlich gar kein KI-Format sind. Wir haben hier darüber gesprochen, wie Chatbots sich da nicht mit rumbekleckert haben, weil sie entweder halluziniert haben oder diese Geschichte bewusst ausgeblendet haben. Also du musst auf solche Fragen irgendwelche Antworten haben. Aber das schließt halt nicht die Lücke, die gerissen wurde, als Facebook und Instagram sich massiv gegen politische Inhalte positioniert hat und beispielsweise auch diese ganzen Facebook vorm Facebook News Geschichten auch wieder alle eingestellt hat. Weil das war eben eine Möglichkeit, in die Nutzungserfahrung sozialer Netzwerke auch gleichzeitig Aktualität und Information zu bringen. Da hat Meta kein Interesse dran. Und ich finde auch, dass dieser Deal hier jetzt nichts an dieser Wahrnehmung ändert, dass Meta kein Interesse an Journalismus hat.

47:35 Gavin Karlmeier

Absolut. So. Dann LinkedIn war das andere Thema. LinkedIn muss in der Europäischen Union eine Geldstrafe zahlen. 310 Millionen Euro wegen Datenschutzverletzungen. Auferlegt von Achtung der irischen Datenschutzkommission. Die wir immer für recht zögerlich halten, wenn es ernst wird, im Rahmen der DSGVO. Also es geht um eine ganze Reihe von Verstößen, auch gegen Rechtmäßigkeit, Fairness, Transparenz der Datenverarbeitung. Und zwar ist es so Dass LinkedIn Rechtfertigungsgründe angegeben hatte für den Betrieb seines Tracking-Anzeigen-Geschäfts, die waren zum Beispiel ungültig. Das sind so Dinge wie, wir dürfen das hier alles machen, weil a Einwilligung, b legitime Interessen Und C, vertragliche Notwendigkeit, um dann die Daten von NutzerInnen, egal ob direkt oder von Dritten eingeholt, für das Tracking zu nutzen, für die Erstellung von Nutzerprofilen. Für verhaltensbezogene Werbung und so weiter. Das war rechtlich nicht gültig. Und NutzerInnen seien auch nicht ordnungsgemäß über die Verwendung ihrer Daten informiert worden. 310 Millionen Euro deshalb.

48:51 Dennis Horn

Das wird Microsoft natürlich auch trotzdem wehtun als Besitzer von LinkedIn. Das ist nicht wenig Geld, eine Drittelmilliarde Ähm, ich finde, das ist natürlich ein wahnsinnig abstrakter Fall hier, aber im Konkreten bedeutet das eigentlich was Gutes, dass nämlich trotzdem solche Geschichten, die sich abstrakt anfühlen, trotzdem früher oder später hier zu einer Durchsetzung des Rechtes, unserer Rechte ja haben Ende führen. Also es geht ja hier nicht um die Rechte der irischen Datenschutzbehörde oder wer auch immer, sondern es sind die Rechte der europäischen Nutzerinnen und Nutzer, die da gewahrt werden. Und deswegen finde ich das erstmal gut und freue mich auf den Check.

49:26 Gavin Karlmeier

So, ich habe noch gedacht. Der läuft allerdings nicht direkt bei dir auf, solltest du wissen, nicht das jetzt Enttäuschung einsetzt, weil du den Scheck nicht bekommst. Ich weiß gar nicht, was ich mit einem Scheck machen würde. Ich check das einfach nicht. Check, check, check. Ich hab noch so gedacht, LinkedIn irgendwie auch noch ein bisschen unterbetrachtet, ne? So. Also wahnsinnig wichtig mittlerweile, auch mit so ähm Ja, mit so Phänomenen, wie wir sie auch mitunter bei Facebook debattieren. Ich glaube, wenn man LinkedIn mal genauer betrachten würde, würde man auch da. In Sachen Hate Speech einiges abräumen können. Anders gelagert zwar, aber ja. So. Und da ist mir noch ein bisschen zu wenig ein Blick drauf.

50:14 Dennis Horn

Ja, total. Wenn man das Gefühl hat, durch dieses professionelle Umfeld und man sitzt sich und trägt Hemd, ist man eher höflich miteinander. Das passiert nicht. Gleichzeitig habe ich auch das Gefühl, dass so Dinge wie wie Falschinformationen, also Desinformationen auf LinkedIn, auch gar nicht stattfinden in unserer Wahrnehmung, aber mit Sicherheit auf LinkedIn stattfinden. Und dabei geht es nicht, also auch ganz oft anders gelagert, wir rechnen. Wir erinnern uns an diese Fake, die nicht wirklich fake war, aber es gab so eine LinkedIn-Top Voice, können wir, haben wir hier drüber gesprochen. die so eine in so einer Consultant-Firma sitzt, ich glaube in einer der größten Unternehmensberatungen der Welt, bei Deloitte war es. es eben Vorwürfe gab, dass sie womöglich gar nicht so eng mit dem Unternehmen verbändelt sein könnte, wie sie vorgegeben hat, dort zu sein. Solche Geschichten sind am Ende auch Desinformation, weil sie ein falsches Bild vermitteln. Das ist zwar keine politisch am motivierte, sondern es ist am Ende. Werbung, aber das sind alles Dinge, die da mit reinspielen und auch in die Wahrnehmung der Plattform mit reinspielen. Und man redet da nicht so drüber, weil alles flam, nee, das ist halt, wir schimpfen ja auch nicht darüber, wenn im Intranet ein Tippfehler ist. Ja. Und die, die das tun, die sind dann einschlägig bekannt.

51:31 Gavin Karlmeier

Ich reg mich ab und zu über fehlende Bindestriche auf.

51:34 Dennis Horn

Im Internet schreibst du da auch E-Mails?

51:37 Gavin Karlmeier

Ich hab durchgesetzt, dass das Social Media Update korrekt durchgekoppelt ist. Das stimmt.

51:42 Dennis Horn

Du bist der Typ, der Grund ist, warum Leute die Haken dran im Volltext suchen. müssen, dann bin ich durchsetzen.

51:51 Gavin Karlmeier

Ich habe übrigens vor ein paar Monaten das erste Mal überhaupt in meinem Leben gelernt, dass es Deloitte heißt. Ich dachte so, Deloitte oder irgendwie so Französisch. Die Leute wollen, dass was passiert. Deloitte will, dass was passiert. Werden guter Claim für das Unternehmen. Ja, eigentlich wirklich. Also. Letzter Punkt, bevor wir zu unserer Lieblingsrubrik kommen. Ähm Expertinnen sagen, so die letzten islamistischen Attentäter haben sich ausschließlich im digitalen Raum radikalisiert, bei TikTok, YouTube, Telegram. Und jetzt sagt Anton Hofreiter von den Grünen, das Innenministerium müsse sich um die Regulierung von Inhalten und die Bekämpfung von Extremismus dort kümmern. Erstmal bekannter Take so aus der Politik generell, dann wird er vom Redaktionsnetzwerk Deutschland gefragt, was genau stellen Sie sich vor? Und er antwortet: Man hat bei Facebook durch massiven politischen Druck erreicht, dass innerhalb von vierundzwig Stunden terroristische Inhalte gelöst werden. Diesen Druck muss man auch auf TikTok, X, YouTube und Telegram ausüben. Da muss endlich etwas passieren. Wer sich dauerhaft nicht an die Regeln hält und terroristische Inhalte nicht löscht. Den muss man vom Netz nehmen. Es gäbe auch weitere Möglichkeiten, so könnte man endlich virtuelle Agenten in Chatgruppen einführen. Und datenschutzrechtlich spricht nach allem, was ich weiß, nichts dagegen.

53:12 Dennis Horn

Ich finde das ja mal gut, wenn da jemand mal ein bisschen laut ist, was das angeht, weil ich das mir ist das als Thema.

53:19 Gavin Karlmeier

Anton Hofreiter, das Australien von Social Media Deutsch.

53:23 Dennis Horn

Genau, der grüne Australier. Ich habe das Gefühl, dass du trotz aller Diskussionen, was zum Beispiel TikTok in den USA angeht dass wir hier sehr wenig darüber sprechen, ob man irgendwie die Plattform schärfer regulieren müsste. Und mir geht es nicht nur um terroristische Inhalte, sondern am Ende auch um. Volksverhetzende Inhalte. . . Und dass wir ganz oft eher darüber sprechen. Also meine Wahrnehmung ist, der Umgang mit TikTok in der Politik ist nicht Warum ist Politik Talk? Politik Talk. Warum werden da Hitler reden die ganze Zeit nicht gelöscht und finden da statt, sondern. Wir müssen darauf reagieren. Also lieber Karl Lauterbach, mach dir doch auch meinen Account. Und das ist, finde ich, eine sehr ungleichen, sehr schräge, ein sehr schräger Umgang mit TikTok. Weil und vor allem, weil die Plattform zu den beliebtesten, zu den größten, zu den meistgenutzten Plattformen in Deutschland gehört, müssen wir da viel genauer hingucken. Ich habe das Gefühl, das ist, glaube ich, auch weitgehend nicht nur ein Gefühl, dass Strafverfolgungsbehörden beispielsweise einfach den ganzen Tag nicht gucken, was bei TikTok passiert. Und das ist halt ein Problem

54:39 Gavin Karlmeier

Ich war damals in so einem in so einer Einheit des LKA in Düsseldorf. Nordrhein-Westfalen, die hatten so ein eigenes Tag-Team, das ist ähm, sagt man Tig-Tag-T-Team, die nichts anderes gemacht haben, als Streife zu fahren In sozialen Netzwerken. Ja, gut, tatsächlich. Und das fand ich cool. Also die hatten, ähm, die sind auf verschiedenen. Also damals war das noch konntest du alles am Desktop machen, ne? Das war noch Facebook und durch Foren sind die und die kannten halt schon die einschlägigen Orte, wo irgendwie Straftaten Passieren, aber die saßen dann da in diesem Büro, auch alle in Uniformen.

55:23 Dennis Horn

Das ist das Gegenstütze kaputze vom Rechner.

55:26 Gavin Karlmeier

Das ist so geil, denke ich manchmal. Wenn ich so surfe, muss ich mir auch eigentlich so eine so eine Presseweste anziehen. Weißt du? Embedded, embedded Surfer. So, und das denke ich eigentlich. Wäre zum Beispiel, das sind ja die virtuellen Agenten in Chatgruppen, die er meint, in einer etwas festgehaltenen Realistischeren Formen. Also das, ja, ja. Ich habe aber noch gedacht, als er das so gesagt hat, man hat bei Facebook das durch massiven politischen Druck erreicht. Das war natürlich auch eine Zeit In der hatten wir es im Grunde mit nur einem Unternehmen zu tun, mit nur einem Netzwerk, nur einer Plattform, um die es die ganze Zeit ging, auf die hat sich alles konzentriert. Und natürlich war dort ein ganz anderer massiver politischer Druck überhaupt möglich. Also ich würde in Abrede stellen, das ist heute überhaupt noch so möglich wäre, diesen Druck auf eine dieser Plattformen aufrechtzuerhalten, weil dadurch automatisch die anderen so ein bisschen unters Radar geraten. Wir reden gerade viel über TikTok. So, wir reden irgendwie ein bisschen über Telegram, aber wie ich eben meinte, eine Diskussion über LinkedIn findet nicht statt. Über YouTube, das ist irgendwie so in den Hintergrund geraten. Das ist jetzt einfach so eine etablierte Plattform, die so hingenommen wird. Aber gibt es diesen kritischen Blick noch, der vielleicht auch da an einigen Stellen irgendwie möglich wäre oder nötig? Und in Ex beschäftigt man sich nur in Haken dran.

56:59 Dennis Horn

Also, naja. Ausschließlich. Ja, ich weiß, was du meinst. Aber also ich will einfach, dass wir einmal die Woche hier über irgendwelche Menschen reden, die sowas fordern, weil das ein bisschen mehr die gesellschaftliche Aufmerksamkeit auf so ein Thema schieben würde. So. Ja. Soll ich den Knaller zünden?

57:16 Gavin Karlmeier

Jetzt zünd den Knaller.

57:19 Dennis Horn

Slad.

57:20 Gavin Karlmeier

Augenblick bitte. Funktionen und Emotionen. Knallt aber echt, könnte man nochmal neun Dezibel runterregeln, oder? Ach so.

57:34 Dennis Horn

Vielleicht sind wir zu leise. So laut bist du zu leise.

57:38 Gavin Karlmeier

So, wir beginnen mit, da habe ich, also, oh, Roblox.

57:41 Dennis Horn

Ja, da muss ich dazu sagen, dass wir hier in Hagen da eine sehr große Recherche zu dem Thema abgebildet haben. Und das sozusagen auch ein kleines. Kleines Mini-Houskeeping ist, wenn man so möchte.

57:50 Gavin Karlmeier

Dann macht doch Mini-Housekeeping für neue Elternkonten.

57:54 Dennis Horn

Genau, also bei Roblox werden jetzt Elternkonten eingeführt. Also man muss dazu sagen. Also wir haben in Folge 339, das Moment, ich habe mir jetzt sogar hier rausgesucht. Wie sicher ist das Internet für junge Menschen mit Florian Grigorzik war das. Haben wir über eine Recherche von Hindenburg Research gesprochen, ein Unternehmen, die eigentlich die ganze Zeit nach so. . faulen Eiern in Unternehmen suchen, um dann am Ende Short-Positionen, also auf fallende Kurse zu wetten bei diesen Unternehmen. Das ist Hindenburg Research und die haben bei Roblox dann ein paar faule Eier gefunden, nämlich auf der einen Seite, dass sie offenbar ihre Quartalzahlen und ihre ihre Bilanzen ziemlich krass frisieren. Auf der anderen Seite aber eben auch, dass sie ein wahnsinnig gefährliches, giftiges, boshaftes Umfeld für Kinder schaffen, obwohl es eine Plattform ist, die eigentlich vornehmlich von Kindern genutzt wird. Und ob das jetzt in direktem Zusammenhang als Reaktion auf diese Recherchen hier entsteht oder ob Roblox sich sowieso die ganze Zeit darum kümmert, was man machen kann, damit Kinders, Kindern, Kinders bin zu lange im Ruhrgebiet. Was man Kindern gegenüber dort anbieten muss, damit sie dort sicherer sind. Auf jeden Fall haben sie jetzt neue Elternkonten, mit denen du Kinderkonten verwalten kannst. Das heißt, es gibt jetzt eigentlich wie so ein Admin-Konto für Kinderkonten. die dann mit einem eigenen Pin dazu führen, dass die zum Beispiel nur gewisse Erlebnisse, also die Spiele in Roblox sehen können oder Inhaltskennzeichnungen, die jetzt irgendwie auf diesen Erlebnissen draufliegen. die eben nicht nur sind, dass sie ist ab 18, sondern eben auch sagen, hier geht es zum Beispiel um Glücksspiel und dann kannst du das eben ausblenden. Also da passiert was

59:37 Gavin Karlmeier

Okay. Gut. Ich habe keine Emotionen dazu.

59:40 Dennis Horn

Hast du schon mal Roblox gespielt? Nee. Ich auch nicht.

59:47 Gavin Karlmeier

Ja. Nehmen wir so hin. Dead End. Instagram arbeitet an einer Social Library. Das ist eine Abteilung sozusagen in deinem Account, in der du Postings, Reels und andere Medien findest, die du selbst irgendwie geteilt hast oder empfangen in Chats. Oder in Sammlungen und in Likes.

01:00:11 Dennis Horn

Das finde ich eine gute Sache. Aber ich finde es auch gut. Also, ich finde das eine super Idee, weil das so ein bisschen das Problem löst, dass man immer erstmal suchen muss, wem man das jetzt nochmal geschickt hatte.

01:00:21 Gavin Karlmeier

Ja, und beim Thema Suchen ist, glaube ich, das gute Stichwort. Ich glaube, diese Funktion steht und fällt mit wie gut lässt sich das durchsuchen. Ja. So. Aber also Thumbs up, sage ich da. So, like. So, like. Gefällt mir, würde ich klicken. Ich klicke auf Gefällt mir. Threads arbeitet an der Möglichkeit So, ähm, Threats arbeitet an der Möglichkeit, einfacher mit deinen anderen Accounts, in denen du dich gerade nicht befindest, so, weißt du? So, zu posten.

01:00:57 Dennis Horn

Ja, mega. Finde ich super, dass ich auswählen kann, von welchem Account ich jetzt einen Post abschicke, mit dem ich eh eingeloggt bin. Gib's mir.

01:01:05 Gavin Karlmeier

Dann auch bei Threads die Insights, also die Statistiken, werden jetzt ausgerollt auch auf Mobile, sodass man direkt aus der App heraus sehen kann, wie gut die einzelnen Postings performen.

01:01:18 Dennis Horn

Ich habe die immer noch nicht. Ich sehe keine Insights, auch am Browser, ähm, am Desktop nicht.

01:01:23 Gavin Karlmeier

So, und es gibt damit verbundene datenbasierte Tipps, um das meiste aus Threads herauszuholen. Ich glaube, da habe ich eine Emotion zu, nämlich ich erwarte, dass man damit überhaupt nichts anfangen kann, sobald. man Threads professionell nutzt.

01:01:40 Dennis Horn

Bei YouTube gibt es das ja auch schon, ne? Das sind so KI-generierte Sätze, die aber eigentlich immer nach demselben Schema aufgebaut sind, nur die Zahlen werden ausgetauscht. Und man kann das, also wenn du auf Grundlage dieser Tipps einen YouTube-Kanal betreiben würdest, wärst du umgehend pleite.

01:01:56 Gavin Karlmeier

Ja, wo du so denkst, lass mich in Ruhe, Karl Klammer.

01:01:58 Dennis Horn

Ja, genau.

01:01:59 Gavin Karlmeier

Genau. Warum gibt es das eigentlich nicht mehr?

01:02:03 Dennis Horn

Weißt du, die ganzen Checkbox und ja, diese ganzen Large Language Models, die bekommen immer irgendwelche Namen, die ganzen Sprachassistenten, wir haben zu Hause irgendwelche Namen und so. Alle haben so einen Namen. Warum gibt es nicht mehr so einen Assistenten, der so proaktiv Tipps gibt, der so einen Namen hat, der eben nicht einfach nur ein Chatbot ist? Ich will nicht so ein Lama oder so eine Meta-AI, sondern ich hätte gerne so ein. Wirklich schon. Karl Klammer, der dann halt von sich aus auch mal aufpoppt und sagt, es sieht so aus, als hättest du, bist du dir sicher, dass du dieses Foto, das dich vielleicht relativ ungünstig darstellt, um 2. 32 Uhr wirklich hochladen möchtest? Fände ich perfekt.

01:02:36 Gavin Karlmeier

Ich fände das, ja. Ich habe gerade über ein Comeback von Karl Klammer nachgedacht. So. Also jetzt in diesem ganzen Retro-Ding wäre doch eine gute Idee. Und das alles mit Powered by ChatGPT 4. Genau, den mit Chat-GPT zu hinterlegen. Ja, das ist ja gut. Das hatte niemand auf dem Zettel.

01:02:58 Dennis Horn

Klammer GPT.

01:02:59 Gavin Karlmeier

So, dann testet Threads noch eine Use Media. Ein News Media Button. Der funktioniert so, dass du, wenn du in Beiträgen, Postings anderer Nutzerinnen und Nutzer irgendwie ein gutes Video siehst, Foto oder so, dass du das direkt teilen kannst.

01:03:19 Dennis Horn

Ich finde das spannend, weil X hat das ja, ne? Ich kann, also wenn du in einem Tweet damals ein Video hochgeladen hast, dann konnte ich einen neuen Tweet Posten mit deinem Video.

01:03:29 Gavin Karlmeier

Ja, und dann stand unten drunter klein, von wem das Video kam. Aber ich fand das ein bisschen kompliziert.

01:03:35 Dennis Horn

Ja, man musste wissen, dass es das Feature gibt. Genau. Aber Ich finde das trotzdem sehr gut, weil das so ein bisschen mehr Beweglichkeit in so eine Plattform bringt und ein bisschen mehr Spiel. Weil ja auch dann am Ende, und es ist datenökonomischer, ne? Weil du hast dieses Video nicht 19 Mal auf der Plattform hochgeladen, sondern im Zweifel einmal und alle benutzen dieselbe Datei. Ich finde das alles erstmal ganz gut und hoffe, dass aber dieser Urhebernachweis da auch bestehen bleibt bei Threats. Ich finde das gut.

01:04:04 Gavin Karlmeier

Finde ich. So, aber genau, auch hier steht und fällt mit dem Urheberhinweis. Oder Uploaderhinweis, sagen wir mal so. Hier, neue X-Funktion. X veröffentlicht das Radar. Das ist den Radar jetzt an alle Premium Plus NutzerInnen. Und Radar bedeutet Er ist nicht der Rapper übrigens, der heißt Radar, dass man Trends entdecken kann, bevor sie trenden.

01:04:38 Dennis Horn

Ja, und ich finde, das ist ja ein Feature, das wir von anderen Plattformen und auch von Drittanbieter-Tools vor allem kennen. So eine Art Tracking von Begriffen und dann Bescheid sagen, wenn dieser Begriff einen gewissen Schwellenwert überschreitet, der höher liegt als andere, also einen dynamischen Schwellenwert. Und so. Ich finde, das ist ein super spannender Case, so etwas. Ähm, habe aber gleichzeitig da die Emotion, dass wenn das von X kommt, gibt es A keine Sicherheit, dass es hier tatsächlich eine rein automatisierte Unabhängige Sort, wir erinnern uns, wir reden hier über die Plattform, die Tweets gesperrt haben, wenn Mastodon da drin stand. Also, naja, deswegen, wenn das tatsächlich ein rein technisches unabhängiges Mittel ist, das scannt, was gerade auf dieser Plattform für Trendings entstehen und zwar in dem Moment, wo sie entstehen, hätte ich mir das beim alten Twitter unendlich doll gewünscht. Ja, das sind meine Emotionen.

01:05:34 Gavin Karlmeier

Ich habe so nachgedacht, also ich erwarte doch eigentlich von den Trending Topics, dass genau die das sind.

01:05:42 Dennis Horn

Ja, aber du kannst hier ja schon früher identifizieren, welche jetzt bei Trendon, weil du siehst schon, welche gerade so up and coming sind. Und du kannst vor allem direkt darin sehen, wie viele Posts sind damit geschrieben, zu welchem Zeitpunkt war die Spitze, wo war der Peak. Welche Posts sind da drin, die erfolgen.

01:05:57 Gavin Karlmeier

Ja, schon super interessant.

01:06:04 Dennis Horn

Naja.

01:06:05 Gavin Karlmeier

Ich habe nur so gedacht, also Mein Gedanke war, ich gehe doch bei Trending Topics davon aus, dass genau das das ist. Und wenn du jetzt noch sozusagen einen zeitlichen Abschnitt davor hast, bevor etwas trendet, Hab ich so ein Grundgefühl von okay, dann sind die Trending Topics, sind die dann zu spät? Weißt du? So, du willst ja Echtzeit. Und es gibt nur Echtzeit und es gibt nicht sowas wie verzögerte Echtzeit. Vielleicht interpretiere ich da auch jetzt zu viel rein.

01:06:40 Dennis Horn

Nee, weil Trending Topics sind ja nicht wirklich Echtzeit. Das funktioniert ja nicht. Weil Trending, also wenn du dir zum Beispiel anschaust, wie Reddit funktioniert, Reddit unterteilt ja nicht in Groß und Klein oder erfolgreich und nicht erfolgreich, sondern sie sind ja auch so dynamisch. Und diese Sortierung heißt dort heiß Aufsteigend und top. Das sind die großen Möglichkeiten, eine Reddit-Timeline zu sortieren. Und bedeutet konkret heiß sind Dinge, die gerade irgendwie abgehen, die gerade irgendwie interessant werden könnten. Aufsteigen zu Dinge, die halt gerade so krass wachsen, dass sie bald top sind und top sind eben die Trending Topics am Ende.

01:07:19 Gavin Karlmeier

Ja, das ist eine bessere Benahmung.

01:07:22 Dennis Horn

Ja, total. Die Frage ist eben ja tatsächlich, das ist aber wie mit allen Charts zum Beispiel auch, ne? Gerade in der Podcast-Welt ist es wahnsinnig schwierig, Charts zu erheben. Mit einer feststellenden Metrik, weil halt alle Podcasts, also wir erscheinen dreimal die Woche. Das heißt, wenn du nur nach Downloadzahlen gehen würdest, wäre Haken dran deutlich erfolgreicher als ein Podcast, der einmal die Woche erscheint, bei gleicher HörerInnenzahl. Das wäre eine ungerechte Charterhebung. Und deswegen brauchst du irgendwelche Vehikel, die ein bisschen, naja, so ein bisschen diese Verzerrung auflösen. Und Das ist bei Trending Topics genau das gleiche. Für die Training Topics brauchst du einen Zeitpunkt, der sagt, alles was zu diesem Zeitpunkt irgendein Kriterium erfüllt, ist gerade ein Trending Topic. Zum Beispiel die meisten Tweets die geschrieben wurden. Oder die meisten Personen, die dazu einen Tweet geschrieben haben. Das ist aber eine sehr, das ist eine sehr eindimensionale Betrachtung, weil gleichzeitig hast du so Themen, bei denen du halt das Gefühl hast, okay, die sind gerade nah. dran trending zu werden, aber werden beispielsweise nur von einer Bubble zum Beispiel gerade geschrieben oder nur in einem Land geschrieben oder in einer Region oder was auch immer. Und wenn du die Möglichkeit hast, das mitzusehen, ich finde das gut, ich würde mich darüber freuen. Also gib mir diesen Radar ab für alle anderen Plattformen.

01:08:40 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Okay, und als Als letzte Funktion. Da habe ich was mitgebracht. Kommen wir zu Clubhouse. Gut, also nur falls Sie es irgendwie gebrauchen können, Clubhouse arbeitet an einer verbesserten Handhebe. Auswahl für die einzelnen Diskussionsräume. Und zwar kannst du jetzt, wenn du den Raum administrierst, festlegen, brauchst du überhaupt eine Handhebefunktion? Wenn ja Ähm, soll die Jeder nutzen können? Oder nur Freundinnen und Freunde Der Speaker, ja, also der fest eingeladen auf die Bühne oder auf die Bühne geholten Speaker in Clubhouse oder Niemand soll eine Hand heben dürfen. Mir erschließt sich nicht der Unterschied zwischen brauche ich nicht und niemand soll sie heben dürfen. Aber vielleicht kennst du ihn. Aber ansonsten nur just in case so you know if you are by Clubhouse still YM.

01:09:49 Dennis Horn

Und damit aber auch sonst niemand leider. Geht Tine Wittler zweimal die Woche bei Clubhouse live? Ich krieg immer Push-Nachrichten.

01:09:59 Gavin Karlmeier

Ja, okay.

01:10:00 Dennis Horn

Also liebe Grüße an Tine Wittler. Sie hört uns eigentlich zu, weil sie ist gerade wieder mal live auf Clubhouse. Aber alle anderen wissen jetzt, wenn ihr mal Sehnsucht nach Tine Wittlers Stimme habt, kommt zu Clubhouse. So Also ich muss was sagen, also wenn wir zusammen aufnehmen, nehmen wir ja sonst häufig abends auf und dann haben wir so eine Uhrzeit so wie 9 Uhr und dann nehmen wir so um 9 Uhr zusammen diese Folge auf. Und das ist eigentlich eine ganz gute, ich finde das toll, weil das leitet auf der einen Seite die Arbeitswoche ein, so beendet ein bisschen das Wochenende, ist schön, wenn wir so sprechen und so. Aber es zwar Zeitverschiebung. Und ich bin wahnsinnig müde.

01:10:37 Gavin Karlmeier

Weißt du, was mich gerettet hat? War zwei Wochen Höhenluft in Österreich. Ich bin jetzt wieder hier. Ich bin seit zwei Tagen ununterbrochen, einfach wach. Ich habe so viel abgerissen an diesem Wochenende. Ist mega. Zeitumstellung war mir egal. Ich könnte jetzt noch zwei Stunden

01:10:55 Dennis Horn

Dennis Sorn, die große Kokainbeichte.

01:10:57 Gavin Karlmeier

Guck's drin, das Dennis-Update. So, also das wäre, aber ich, ähm, ich Hab mitgefühl.

01:11:07 Dennis Horn

Danke.

01:11:07 Gavin Karlmeier

Und sage, wir hören uns nächste Woche wieder am Montag übrigens.

01:11:10 Dennis Horn

Ja, wir hören uns nächste Woche wieder. Wir haben dazwischen aber noch zwei Folgen Haken dann. Genau, das war mein Und. Exakt, hier geht es weiter am Mittwoch. Und dann gucken wir mal, was dann so in der Welt aus ist. Nein, Thorsten Weg wird da sein. Das kann ich schon mal verraten.

01:11:24 Gavin Karlmeier

Ja, Grüße bitte.

01:11:25 Dennis Horn

Der Mäzen dieses Podcasts.

01:11:26 Gavin Karlmeier

So nämlich.

01:11:27 Dennis Horn

So, vielen Dank. Schönen Start in die Woche und das war eine lange Gast die Runde.

01:11:32 Speaker 4

Peace out, bis bald.