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Folge 419 · 30. April 2025 · 1:10 Std.

Zuckerberg und Peitsche

mit Dennis Horn

Heute bei “Die Kirsche auf dem Kackhaufen”: Neues aus der Metaschutzzentrale – denn das Unternehmen hat einiges am Dampfen. Und zwar sowohl in den USA, als auch in der EU, als auch in afrikanischen Staaten. Dafür läuft es für Verleger bei Facebook wieder gut. Wir schauen drauf. Außerdem meldet X massive Einbrüche in den Nutzungszahlen und ein Menschenversuch bei Reddit macht Sorgen.

➡️ Der Transparenzbericht von X : https://transparency.x.com/assets/dsa/transparency-report/dsa-transparency-report-april-2025.pdf

Kapitelmarken

KI-generiert

Chapters

00:00 Pollen drin – Das Frühlingsupdate

02:56 Deep Dive in Content Moderation

05:55 Nutzerzahlen und Transparenzbericht von X in der EU

08:50 JENGA bei Bluesky

11:59 Meta und Betrugsbekämpfung

14:53 Monetarisierung auf Facebook

21:03 Spam-Problematik auf Facebook

23:03 Meta's Kampf gegen Spam und Fake-Accounts

27:12 Die Herausforderungen der Content-Moderation

35:36 Meta und die Netzneutralität

43:36 Habemus Digitalminister

50:09 Deepfakes und gesetzliche Regelungen

52:11 Menschenversuch bei Reddit

59:10 Amazon und die Zölle

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:05 Gavin Karlmeier

Hallo Dennis. Was? Wolltest du hier anfangen? Ich hab's versucht. Nein, nein. Grüß dich, Gavin. Hallo Dennis. Wie ist die Lage? Heute ein bisschen frech?

00:18 Dennis Horn

Ja, ich bin heute keck unterwegs. Ich sitze nämlich hier auf dem Balkon. Es ist schon fast 19 Uhr, aber es ist wirklich warm.

00:25 Gavin Karlmeier

Ja, und für die, die es ohne Video gucken, über dir ein in goldenem Stuck eingerahmtes Gemälde ist der Louvre des kleinen Mannes.

00:34 Dennis Horn

Ja, ein Freiluftra quasi. Aber für die, die ohne Video gucken hören, dann glaube ich richtig, gibt es immerhin Vogelgezwitscher. Hier sind so Tauben, die im Baum vor mir. Nisten und die werden wir vielleicht zwischendurch auch mal zu Wort kommen lassen.

00:51 Gavin Karlmeier

Tauben drin, das Frühlings-Update. So. Schön. Da zwitschert Larry. Und wie ist es bei dir? Hier ist schön, ich sitze wie immer unterm Dach in meiner Produktionsbude. Und die Sonne scheint drauf und kein Fenster ist offen. Wenn ich es jetzt offen öffnen würde, dann Flöge, es flöge der Konjunktiv 2, dann flöge hier die eine oder andere Wespe hinein.

01:17 Dennis Horn

Oder auch die eine oder andere Polle, die diesen Podcast ja heute noch ein bisschen spicy gestalten könnte, oder?

01:23 Gavin Karlmeier

So, und das möchte ich hier niemandem zumuten.

01:27 Dennis Horn

Pollen drin, das Heuschnupfen-Update.

01:31 Gavin Karlmeier

So, dann, äh, also wir starten wie immer mit Ex. Oder wieso häufig? Sagen wir mal, wie so häufig. Manchmal starten wir ja auch mit Lokaljournalismus oder

01:41 Dennis Horn

Viel Feedback bekommen für die letzte Folge, muss man sagen.

01:44 Gavin Karlmeier

Sehr viel Feedback. Ja, immer, vielleicht sollten wir öfter mal so Deep Dives machen.

01:47 Dennis Horn

Sehr gerne.

01:48 Gavin Karlmeier

Tun wir.

01:49 Dennis Horn

Ich kann noch nicht zu viel ankündigen, aber wir machen bald mal wieder ein Deep Dive hier.

01:52 Gavin Karlmeier

Pro-Seminare, Deep Dives, das sind die Folgen. Simon Berlin vom Social Media Watch Blog macht auf den Transparenzbericht von X aufmerksam. Und fast zusammen. Offizielle Landessprachen in der Europäischen Union, 24, Sprachen für die Ex-Content-Moderatoren beschäftigt, acht Also diese Zahlen nennt X in seinem eigenen Transparenzbericht. Simon Berlin schreibt: Ich frage mich, wie das mit den Vorgaben des DSA zusammengeht. Und tatsächlich gibt es in diesem Transparenzbericht eine Tabelle und die finde ich noch viel spannender. Also da Ist sozusagen die Erstsprache von Menschen aus dem Content-Moderationsteam aufgeführt und deren Zweitsprache. So, nehmen wir zum Beispiel mal die Sprache Bulgarisch. Das ist eine dieser acht Sprachen, die das Content-Moderationsteam von X able Abdeckt, dann steht er Bulgarisch und rechts daneben People mit Primary Language, Bulgarisch 1. Und bei Secondary Language für People für Bulgarisch eins. So. Also das heißt, es gibt maximal, wenn es kann ja nicht dieselbe, nee, es gibt zwei Länge. Kann nicht dieselbe Person sein. Es gibt zwei Menschen in diesem Team, die Bulgarisch sprechen. Übrigens maximal vier Menschen, die Italienisch sprechen. Und maximal zwei Menschen, die Polnisch sprechen. Und das sind alles keine kleinen Länder. So, und wer sich einmal mit Content-Moderation beschäftigt hat, mit dem Aufkommen. von Meldungen, der weiß, das kann nicht funktionieren. Mal abgesehen davon, dass Das nichts darüber sagt, in welchem Land diese Leute sitzen und ob sie die aktuellen Debatten dort kennen und die Zwischentöne, die nötig sind, um manche Einreichungen bewerten zu können. Das kann nicht funktionieren.

03:50 Dennis Horn

Ich glaube, es ist gar nicht darauf angelegt, dass es funktioniert, ehrlicherweise.

03:53 Gavin Karlmeier

Weil das ja alles KI regelt, ne?

03:55 Dennis Horn

Vermutlich gibt es irgendwo in Europa. Vermutlich gibt es irgendwo in Europa, vielleicht sogar zentral an einem Ort. Ich weiß gar nicht, von wo aus X die Content-Moderation in Europa durchführt, aber es könnte ja zum Beispiel sein, dass es. Vielleicht auch einen Externsteinen in Ostwestfalen-Lippe. Nein, also ich schätze, dass vermutlich werden Sie in Deutschland einen Sitz haben, weil es einige Menschen gibt, die Deutsch sprechen. Ich glaube, 17 sind es, wenn ich es richtig erinnere jetzt aus dem Bericht. Es könnte aber genauso gut sein, dass sie zum Beispiel im Vereinigten Königreich ein Büro haben, wo sie ja auch den offiziellen Sitz haben. Und dass dort einfach Menschen eingestellt wurden, die diese Sprachen mitbringen. Was genau für diesen Punkt spricht, dass sie keine Ahnung haben, was möglicherweise gerade in ihrem Land für. Naja, für Codes zum Beispiel auch existieren. . Also wenn ich mir überlege, dass es so Dinge in Deutschland ja auch gibt, die sprachliche Symptome nutzen. Nee, wie sagt man sprachliche Elemente nutzen. Wie sagt man das denn? Egal.

04:59 Gavin Karlmeier

Wolltest du sowas sagen wie Idiome?

05:01 Dennis Horn

Exakt. Die Idiome, die sprachliche Entitäten nutzen, die für etwas völlig anderes stehen. dann muss man das mitgekriegt haben, weil man den gesellschaftlichen Vibe, der dahinter hängt, auch mitbekommen hat. Und wenn du das aber nicht weißt, dann checkst du es ja gar nicht.

05:15 Gavin Karlmeier

Ja, das habe ich eben etwas unkluger klingend mit nicht in den Debatten drinstecken.

05:21 Dennis Horn

Ein bisschen ohne Germanistikstudium hast du es natürlich.

05:24 Gavin Karlmeier

Ja, klar, die Hummen und Entitäten. Übrigens, es sind 63 deutschsprachig mit Mit der Erstsprache und 64 mit der Zweitsprache. Es ist noch eine dritte interessante Tabelle drin in diesem Transparenzbericht, nämlich die Qualifikationen des Content-Moderationsteams. Da taucht dann direkt eine Tabelle drunter auf mit Qualifikation ist hier gemeint, wie viele Jahre sind die in ihrer Rolle schon als ContentmoderatorInnen? Da sind Menschen schon über sieben Jahre dabei, machen diesen Job, nämlich 84, aber die meisten Leute, nämlich 602, über 600 Menschen, maximal ein Jahr dabei.

06:07 Dennis Horn

Ja, das ist aber bei so einem Job, glaube ich, auch nachvollziehbar. Wir haben schon häufig darüber gesprochen, wie hart dieser Job ist und ich glaube, dass du da eine sehr hohe Fluktuation hast. Ich finde es eher überraschend, dass es Menschen gibt, die halt viele Jahre daran arbeiten.

06:20 Gavin Karlmeier

240 Leute bis zu vier Jahren und dann flaut es auch ordentlich ab.

06:25 Dennis Horn

Ja, interessant. Interessant finde ich auch, dass die Verteilung, also wir sprechen gleich mal darüber, wie sich die NutzerInnenzahlen auf X entwickelt haben im letzten Jahr. Bemerkenswert, würde ich sagen. Aber, oder im letzten Quartal, aber sie haben auch ganz unten in diesem Transparenzbericht, wir packen den mal in die Shownotes, haben sie auch eine Aufteilung der NutzerInnen nach Land. Und da beispielsweise ist Italien in den Top 5. Also dafür, dass sie nur wenige Menschen haben, die die Sprache sprechen, die dort gesprochen wird, nämlich Italienisch, das ist nicht die Skalierung, die du in dem Verhältnis, oder sind nicht die Verhältnismäßigkeiten, die du in den NutzerInnen tatsächlich auch beobachten würdest.

07:02 Gavin Karlmeier

Wollen wir mal über die Nutzerzahlen von X sprechen? Gerne. Also auch da im Transparenzbericht ein paar Angaben dazu. Und X hat in Europa. Seit dem vergangenen August elf Millionen NutzerInnen verloren. Das ist ein Rückgang von gut zehn Prozent. Widerspricht übrigens damit den Behauptungen von Elon Musk der von ja mittlerweile 600 Millionen monatlich aktiven Nutzerinnen und Nutzern spricht. Die größten Verluste gab es in Frankreich. Da ging es um 2,7 Millionen runter, in Polen um 1,8 Millionen, in Deutschland um 1,3 Millionen, Spanien 1 Millionen und Litauen und Luxemburg sind Prozent angegeben, minus 25 Prozent an Nutzerinnen und Nutzern. Aber natürlich kleinere Datenbasis damit eh volatiler.

08:00 Dennis Horn

Ja, aber das sind schon krasse Zahlen, finde ich. Also ich finde allerdings eine Sache pikant, nämlich wir wissen, also der Transparenzbericht widerspricht der Behauptung von Elon Musk. Wir wissen aber nicht, welche der beiden wirklich stimmt. Also das könnte natürlich auch, der unwahrscheinliche Fall, dass Elon Musk nicht lügt und der Transparenzbericht lügt, der könnte auch eintreten, könnte auch. Stimmen. .

08:24 Gavin Karlmeier

Und warum sollte das der Fall sein? Weil man die Zahlen künstlich klein rechnet, um als weniger relevant zu gelten.

08:29 Dennis Horn

Exakt.

08:30 Gavin Karlmeier

Es gäbe durchaus Gründe dafür.

08:33 Dennis Horn

Ja.

08:35 Gavin Karlmeier

Ja, ich meine, aber gut, ich meine, wenn man, also beides ist ja öffentlich. Also dann müsste man ja als EU jetzt eine Rückfrage stellen, oder? Also Das ist ja irre. So. Und übrigens, das ist ja nur die Entwicklung gegenüber August 2024. Es gab nochmal ein Jahr vorher eine noch höhere Zahl, ähm, die lag bei Gut, 112 Millionen und jetzt sind wir bei knapp 95 Millionen. Das heißt, da gab es schon mal einen Rückgang und der ist jetzt einfach noch größer geworden, nochmal deutlicher abgefallen. Das sind kleinere Zahlen mittlerweile als nach dem angeblichen großen Anstieg der Nutzerzahlen im Jahr 2022.

09:25 Dennis Horn

Also wir sind jetzt seit 2022 auf dem Tiefstwert, was NutzerInnenzahlen in der EU angeht. Und das würde ich sagen, das spricht für sich. Also noch nie, seit Elon Musk Ex oder Twitter gekauft hat, haben noch nie so wenig Menschen in Europa Ex auch benutzt. Wenn du jetzt daneben mal die Verkaufszahlen von Tesla legen würdest, kann man durchaus sagen, also international betrachtet, waren das jetzt nicht zwangsläufig die besten Entscheidungen in Elon Musks Leben.

09:51 Gavin Karlmeier

You don't say so if there. Okay, then X ist ja offenbar nicht mehr so relevant. Gehen wir weiter zu Blue Sky, oder?

10:01 Dennis Horn

Kommen wir mal zu den großen Mainstream-Plattformen.

10:04 Gavin Karlmeier

Zu den relevanten Plattformen. Äh, Jenka, heute gab es ein Auf und Ab, also heute, wir zeichnen auf am Dienstag. Ihr hört diesen Podcast am

10:15 Dennis Horn

Mittwoch und Donnerstag.

10:18 Gavin Karlmeier

Oder am Donnerstag oder vielleicht an irgendeinem der Tage danach, weil ihr welche von den Verrückten seid, die sich hier nochmal durch alle folgen wühlen.

10:25 Dennis Horn

Oh, das ist toll. Können wir das machen? Wir platzieren hier jetzt so eine kleine Zeitkapsel in der Episode und sagen, wenn ihr das jetzt. Hört nach 2025. Ja, das war zum ersten Mal. Zum ersten Mal. Dann schickt mir doch bitte eine Nachricht auf einem Kanal eurer Wahl. Wahrscheinlich die Kanäle, die ich jetzt nennen würde, gibt es ja schon gar nicht mehr. Deswegen meldet euch einfach irgendwie.

10:46 Gavin Karlmeier

So, also, Blue Sky hatte heute Morgen zeitweise ein paar Ausfälle. Die führten dazu, dass die Feeds vieler Nutzerinnen und Nutzer nicht mehr geladen werden konnten. Erst war irgendwie 6 Uhr morgens, 40 Minuten lang. Dann. Gegen 8 Uhr morgens nochmal. Und das sind neue Ausfälle, nachdem es schon mal einen gab in der vergangenen Woche, der auch eine Stunde Dauerte. Das ist ganz interessant. So und für also The Word schreibt, man war in der Zeit nicht in der Lage, ähm Die Bluesky Feeds über den Desktop oder die Apps, äh, iOS, Android, äh, zu aktualisieren. Einige selbst gehostete NutzerInnen sagen, die waren in der Lage, auf ihren dezentralen Servern zu posten.

11:40 Dennis Horn

Das wäre noch schöner, wenn das nicht gegangen wäre.

11:42 Gavin Karlmeier

Ja, auch wenn Bluescar irgendwie Zentralprobleme hatte. So, eine Erklärung haben wir noch nicht.

11:48 Dennis Horn

Ich glaube, es liegt ein Synchronicitätsproblem zwischen Atlanta und Nevada.

11:56 Gavin Karlmeier

Hak mit ran groß. Hakis if you know, you know.

12:02 Dennis Horn

Nein, also ich finde das interessant, dass sich das jetzt gerade häuft, so ein bisschen, weil Blue Sky relativ stabil war in der Vergangenheit. Und dass es da jetzt die ersten Ausfälle gibt, könnte ja mehrere Erklärungen haben. Entweder es gibt einen wahnsinnigen NutzerInnenandrang oder man baut irgendwas unter der Haube um. Es kann auch ganz kleine Gründe haben. Ja, na, der Server stand in Spanien vielleicht oder so, man weiß es nicht. Also Also ich kann es nicht so, wir wissen natürlich nicht, was passiert ist. Aber wir schreiben das jetzt mal mit, weil die Twitter-Anfänger so richtig geil wurz zuerst, als der Failwale da war, weißt du noch?

12:34 Gavin Karlmeier

Natürlich. Eine eine legendäre Zeit.

12:37 Dennis Horn

So. So die gute alte Zeit.

12:40 Gavin Karlmeier

Vom Failway zu sagen wir mal, Günter Jauch oder Christian Siewert oder welchen Journalisten und welche Journalistin auch immer wir uns aussuchen, die immer ab und zu mal bei Facebook zu sehen sind, mit der Information, welche Anlagen man denn so tätigen sollte. Das sind natürlich Anzeigen von Betrügern und Betrügern. Und wie kann es sein Dass das so eine Verbreitung hat. Martin Wolf hat die Frage jetzt nochmal gestellt. Es ist ein Kolumnist, der für die Financial Times schreibt, ein bisschen frustriert darüber ist, dass es mehrere Facebook- und Instagram-Accounts gibt, die vorgeben, dass er Er sie betreibt und die für WhatsApp-basierte Investmentgruppen werben. Und diese Anzeigen finden ausschließlich auf Metaplattformen statt, oder zumindest dort erscheinen sie ganz klar als Problem. Und Wolf schreibt jetzt in der Financial Times, ist es möglich, dass ein Unternehmen wie Meta mit seinen enormen Ressourcen anschließlich der Werkzeuge der künstlichen Intelligenz nicht in der Lage ist, solche Betrügereien automatisch zu erkennen und zu unterbinden, insbesondere wenn es über ihre Existenz informiert wird. Es ist wirklich so schwer Oder versuchen Sie es gar nicht. Und Meta selbst teilt der Financial Times mit, die Betrüger sind unerbittlich, entwickeln ihre Taktiken Ständig weiter, um der Entdeckung zu entgehen. Deshalb entwickeln wir ständig neue Möglichkeiten, um es Betrügern schwerer zu machen, andere zu täuschen. einschließlich der Verwendung von Gesichtserkennungstechnologie.

14:15 Dennis Horn

Ja, da haben wir drüber gesprochen, dass das vor ein paar Wochen oder Monaten an den Start gegangen ist, dass du ja als Mensch, der potenziell gefährdet ist, zum Beispiel weil du eine große Reichweite hast oder einen blauen Haken hast oder was auch immer. dass du einwilligen kannst, dass Facebook deine bestehenden Bilder verwendet, um sie abzugleichen mit KI, mit Hilfe von KI, mit geschalteten Werbeanzeigen. Bemerkenswert finde ich an dieser Geschichte eigentlich, dass Also man könnte, wenn man wollte, Meta hier Böswilligkeit unterstellen, weil sie bei Werbeanzeigen eben Geld verdienen und die Hand aufhalten können. Solange sich keiner beschwert, naja. Sie haben zwar jetzt diese Gesichtserkennungstechnologie, die Martin Wolfier hätte aktivieren können oder müssen. Vielleicht Ist er auch gar nicht in diesem Programm, weil er vielleicht nicht Reichweiten stark genug ist. Aber wir haben in der Vergangenheit schon häufiger auch darüber gesprochen, dass Content-Moderationsrichtlinien für organische Inhalte stärker durchgesetzt werden als für bezahlte Beiträge. Also es gab durchaus Hinweise darauf, dass so Inhalte, die zum Beispiel Erwachsenen-Content zeigen, also Nacktheit beinhalten. dass die es leichter haben, als Werbung durchzugehen, als sie es hätten, wenn du sie organisch posten würdest. Und man kann durchaus hier, wenn man, wie gesagt, wenn man das Wenn man eine Verschwörung wittern möchte, könnte man Meta hier durchaus einen Doppelstandard unterstellen in der Frage, wie gehen sie eigentlich mit Content um, angesichts der Tatsache, dass sie damit möglicherweise auch direkt Geld verdienen können von denen, die sie veröffentlichen.

15:47 Gavin Karlmeier

So, also, wir haben letzte Episode, letzte Episode oder in einer unserer letzten Episoden ja auch darüber gesprochen. dass Meta Facebook ein bisschen mehr wieder in den Blick nehmen möchte. So, ist es vielleicht auch einfach bitter nötig. Es ist irgendwie ganz interessant, weil die nächsten Meldungen, die wir hier haben, die machen so ein Zerrfeld auf irgendwie in diesem Bereich. Also pass auf, Digi Day hat mit Verlagen gesprochen. Mit zehn verschiedenen Verlagen. Und die sagen, wir erleben einen Anstieg des Traffics von Facebook. Das widerspricht ja eigentlich allem, worüber wir in letzter Zeit so gesprochen haben. Und der fällt zeitlich etwas überraschend mit dem. Monetarisierungsprogramm von Meta auf Facebook zusammen. Also Digiday sagt Zehn Verlagen gesprochen, davon sind mehrere auf bestem Weg. In diesem Jahr sechs bis siebenstellige Beträge mit diesem neuen Monetarisierungsprogramm. Von Facebook zu verdienen, das im vergangenen Oktober eingeführt wurde. Das ist ein Programm, das Content Creator bezahlt. Auf Grundlage der Interaktionen mit Fotos und Videos, die dort veröffentlicht werden bei Facebook Und ähm, letztes Jahr ist Facebook von einem Auszahlungsmodell mit Umsatzbeteiligung. Zu einem Modell übergegangen, bei dem die Content Creator und eben auch Verlage, Verleger, ähm, auf der Grundlage Dieser Leistung ihrer Inhalte bezahlt werden. Und das variiert aber so ein bisschen, je nachdem, wo sitzt du, welcher Inhalt ist das, andere Signale, so ein bisschen algorithmisch auch Gesteuert. So, und jetzt erzielen einige Seiten durch dieses Programm plötzlich Einnahmen, ohne dass sie groß was geändert haben von den Verlagen, die jetzt witzigerweise plötzlich davon. profitieren. Das ist doch witzig. Ist doch Kollateralschaden, oder?

18:04 Dennis Horn

Naja, es ist vor allem der Versuch in diesem War on Talent, nee, War on Talents wäre falsch. Das erkriegt Gegentalente. War for Talents ein bisschen mitspielen zu können. Sie wissen, wir wissen, dass X ziemlich hart darum gebohlt hat, dass Leute dort auch ihre Videos veröffentlichen. Elon Musk hat persönlich Kontakt zu Mr. Beast aufgenommen, erinnern wir uns dran oder zu Marcus. Braun Lee, um die zu überreden, ihre Inhalte direkt, also es sind YouTuber beides, ihre Inhalte direkt auf X zu posten und ihnen auch damit quasi diese dieses Revenue Sharing mit angeboten hat. Also Einnahmen zu bekommen, die Ex mit Ex Premium verdient. Das sind natürlich alles Dinge, bei denen Meta nicht den kürzeren ziehen möchte und bei denen sie jetzt offenbar versuchen, irgendwie den Verlegern hier ein bisschen eine gute Stimmung zu machen. Wir haben lustigerweise in der letzten Episode ja, oder jetzt komme ich auch durcheinander, wir haben doch mal gemeinsam über Brand Awareness gesprochen und darüber, weil EntscheiderInnen sehr häufig, wenn du sagst, ich würde gerne mehr Social Media machen, mit der Gegenfrage um die Ecke kommen. wie viele Abos verkaufen wir denn damit, wie viel Geld verdienen wir denn damit? Und damit sind Verleger natürlich jetzt hier beruhigt, wenn man sagt, naja, wir können durch das Monetarisierungsprogramm durchaus Geld verdienen. Wir müssten halt nur auch mehr Fotos und Videos posten und damit Facebook sozusagen Inhalte schenken. Dass Facebook für Videoaufrufe Geld bezahlt, ist glaube ich seit vielen Jahren schon der Fall, dass das jetzt aber so massiv ansteigt in einer Zeit, in der Verleger eigentlich davon ausgegangen sind, naja, das wäre es jetzt eigentlich gewesen, wie DigiDay hier auch schreibt. finde ich ist zum jetzigen Zeitpunkt tatsächlich interessant, weil das doch zeigt, dass Meta Facebook nicht aufgibt.

19:43 Gavin Karlmeier

Man muss sagen, es sind wenige Verlage. Also DigiDay hat mit zwei, nee, mit zehn gesprochen. Und da sagen dann auch einige Verlagsmanager, sie haben gar keine Kontrolle darüber, welche Seiten oder Beiträge jetzt von Meta dafür überhaupt aktiviert werden. um Geld zu verdienen. Haben wir auch von Meta wohl die Verlage keine Erklärung bekommen, was da der die Mechanik Ähm, dahinter ist und es gibt eben andere Verleger, also es gab ein Publishing Summit von Digiday im März, da hat ein Verleger gesagt, ähm Er verdient da 500 Dollar pro Monat. Also es scheint einige zu erwischen. Deswegen weiß ich nicht, ob da Absicht hintersteckt.

20:28 Dennis Horn

Naja, interessant ist ja, dass sie ja eben auch erleben, die Verleger, dass eben der Traffic über Facebook auch wieder ansteigt zum gesamten Zeitpunkt. Und da würde ich jetzt mal unterstellen, das ist Zuckerbrot und Peitsche. Zuckerberg und Peitsche, weil es sozusagen die Verleger einerseits motivieren soll, auch mal wieder mehr auf Facebook zu posten. Mach doch mal einen Link, der wird auch funktionieren, um dann daraus zu merken, ey guck mal, wenn wir was, wenn wir ein Foto posten, verdienen wir damit sogar auch noch Geld. Also das könnte natürlich so ein bisschen. anfüttern sein, müsste man beobachten, wie sich das in den nächsten Monaten entwickelt. Ich würde aber mich freuen, wir haben ja hier doch einige Social Media EntscheiderInnen, die uns auch zuhören und und Leute, die Content dort veröffentlichen, solltet ihr eine größere Facebook-Seite betreiben und in einem Medienhaus arbeiten, probiert doch mal wieder ein, zwei Links zu posten aus in dieser Woche, wenn ihr das nicht mehr tut und schaut, ob die deutlich stärker performen als in der Vorwoche und meldet euch dann. mit gerne bei uns. Ob im Discord, im Kommentarbereich oder wo auch immer, irgendwie einfach mir kurz schreiben. Wir sammeln das und werten das aus. Ich bin hochgradig interessiert, wie sich das Ob das abstrahierbar ist auf dem deutschen Markt und ob das, wie gesagt, wirklich nur ein Versehen ist oder nicht So.

21:37 Gavin Karlmeier

Und dann wiederum hat Meta jetzt zum ersten Mal öffentlich zugegeben, dass Facebook ein Problem mit Spam hat. So. Ach was. Also, The Verge und auch der Spiegel schreiben über diese allenlangen Beiträge mit unzähligen Hashtags, Bildunterschriften ohne Bezug. Fake Accounts. Das ist ein großes Problem auf Facebook. Und Meta schreibt jetzt: Der Facebook-Feed zeigt nicht immer frische, ansprechende Beiträge an, die dir durchweg gefallen. Einige konnten versuchen, den Facebook-Algorithmus zu manipulieren.

22:08 Dennis Horn

Was? Das ist neu.

22:09 Gavin Karlmeier

Um das Engagement zu erhöhen, schneller eine höhere Followerzahl zu erreichen oder sich unfaire Vorteile bei der Monetarisierung zu verschaffen. Wir arbeiten daran.

22:18 Dennis Horn

Ich kann mir das nicht vorstellen. Das gibt es sozusagen. Ich glaube das nicht.

22:21 Gavin Karlmeier

Wie genau arbeitet Meta daran, es plant die Reichweiten von Accounts zu verringern, die Spam-Beiträge teilen? Als Beispiel nennt das Unternehmen Lange ablenkende Bildunterschriften, sowie Beiträge mit Bildunterschriften, die irrelevant sind oder keinen Bezug zum Beitrag haben. Bildunterschrift ist hier immer Statusmeldung. So, wie wir es auch nennen. Und als Beispiel führt Meta das Bild eines Hundes mit einer Bildunterschrift über Flugzeuge an. Ich glaube nicht, dass das Der Spam ist, der uns so richtig nervt, dem wir am meisten begegnen. Hashtag Günther ja auch. Aber okay. Facebook konnten, die Spam-Beiträge verbreiten sollen, nicht mehr für die Monetarisierung in Frage kommen. Da sind wir wieder bei diesem Thema. Und ihre Beiträge sollen nur noch den eigenen Followerinnen und Followern angezeigt werden, also keine viralen Reichweiten mehr zusätzlich bekommen. Meta will aggressivere Schritte, außerdem Unternehmen, um Spam-Netzwerke zu bekämpfen, die gefälschtes Engagement koordinieren. Fake-Kommentare sollen weniger angezeigt werden und sie wollen Fake-Accounts kontrollieren und entfernen. So, dann warte noch hier, Maßnahmenkatalog geht noch weiter. Content Creator, bekannte Personen sollen von Meta besser geschützt werden. Also Stärkeres Vorgehen gegen Imitationsprofile, sag ich mal. Und Meta hat dem Facebook-Kommentarverwaltungstool neue Funktionen hinzugefügt, um Kommentare von Konten, die vielleicht eine gefälschte Identität haben, besser zu erkennen. Automatisch auszublenden und Betrüger sollen in den Kommentaren besser gemeldet werden können.

23:54 Dennis Horn

So Es ist halt so, also das Melden von Betrugsmaschen und so ist natürlich wichtig. Jetzt wissen wir aber auch, dass Meta alle automatisierten Verfahren, die sie eigentlich hatten, um solche Dinge ja auch vorab schon einzufangen. eigentlich dicht machen wollen. Beginnend in den USA, wie Max Zuckerberg im Januar sagte. Also dieses nach dem Motto, unsere KI funktioniert nicht so richtig gut, weil wir auch Dinge einfangen, die nicht eingefangen werden sollten, deswegen lassen wir es lieber ganz, ist halt jetzt hier getarnt als ey, ihr habt jetzt mehr Möglichkeiten, was zu melden. Das wird aber das Aufkommen in diesen Content-Moderationszentren, die wahrscheinlich auch nicht größer werden werden in der Zukunft. nicht zwangsläufig reduzieren. Und das löst das Problem leider nicht, sondern es ist die Imitation einer Problemlösung. Also eigentlich, sie machen das mit den Problemen, was BetrügerInnen mit Günther ja auch machen.

24:50 Gavin Karlmeier

Das Ding ist, ähm, wie soll das zu Dem eigentlichen Vorhaben von Meta mit Facebook passen. Also erstmal ganz kurz noch so zur Einordnung. Wir wissen von Meta aus nicht, wie groß dieses Ausmaß an Spam-Inhalten. ist. Meta sagt selbst, man hat im vergangenen Jahr mehr als 100 Millionen Fake-Accounts, Fake-Seiten. auf Facebook entfernt und mehr als 23 Millionen betrügerische Profile von Menschen, die sich als irgendwelche Stars oder so bekannte Personen ausgegeben haben. So, aber wie passt das alles zu dieser Strategie, sage ich mal, zum OG Facebook zurückzukommen, also so zum wirklich dem Dem Dasein, als das, was wir wirklich als soziales Netzwerk kennen und mit unseren Freunden irgendwie unterwegs sein. Dafür müssen die doch Mechanismen nutzen und einbauen, mit denen sich das herstellen lässt. Also sozusagen das, was Zuckerberg ankündigt in Richtung Trump, funktioniert mit der Idee zum OG Facebook zu werden aber überhaupt nicht zusammen. Weißt du, was ich meine?

26:03 Dennis Horn

Ja, absolut. Also, das führt halt zumindest nicht in diese Richtung. Sondern es sagt halt nur, ja, wir haben Probleme und wir machen da jetzt auch mal was gegen. Nachdem sie aber, wie gesagt, Anfang des Jahres erstmal angekündigt haben, alle möglichen automatisierenden Systeme oder automatisierten Systeme erstmal runterzufahren. Das wird nicht zwangsläufig dazu führen, dass es weniger Spam gibt, obwohl sie das jetzt hier als große Initiative framen selber. Also man muss immer vorsichtig sein, die Metakommunikation sagt ja ganz oft. . mehr über das, was indem sie Dinge nicht sagen, als indem sie Dinge sagen. Und eben diese Ankündigung, automatisierte Prozesse zu reduzieren aus Angst, falsch positive Inhalte. zu kassieren, passt nicht damit zusammen, dass sie jetzt ankündigen, massiv gegen Spam vorgehen zu wollen. Weil sie werden, wie gesagt, nicht in großen Stile Content-ModeratorInnen einstellen. Das kann ich mir nicht vorstellen. Also, ja, abwarten.

27:01 Gavin Karlmeier

Wir bleiben noch ein bisschen beim Meta.

27:04 Dennis Horn

Ich habe noch einen Gedanken ganz kurz. Achso, mach. 23 Millionen betrügerische Profile, die sich als bekannte Personen ausgegeben haben, wurden gesperrt. Wer räumt da hinten? hinterher, das waren ja auch 23 Millionen Wegwerf-E-Mail-Adressen, die registriert wurden. Irgendjemand muss es doch Ordnung schaffen im Internet.

27:18 Gavin Karlmeier

Im Internet? Sonst ist es bald voll. Ja, ich habe auch das Gefühl. So, ähm, hier, ein paar Klagen. Fangen wir mal in Afrika.

27:31 Dennis Horn

Direkt dazu sagen, jetzt wird es ein bisschen unappetitlich alles.

27:34 Gavin Karlmeier

Ja, also in verschiedenen Ländern in Afrika beginnen wir. Ghana, Majorell Majorel, wir wissen es nicht, Majorel geschrieben, ist eins der Unternehmen, an die Meta seine Content-Moderation ausgelagert hat. Dem droht jetzt eine Klage, weil Content-ModeratorInnen durch extreme Inhalte psychisch erkrankt seien. Die berichten von Depressionen, Angstzuständen, Drogenmissbrauch infolgedessen. Dann Kenia. Im Dezember hatten schon 184 Content-ModeratorInnen dort gegen Meta. Geklagt und gegen SummerSource Kenya, so heißt das Unternehmen dort, an das die Content-Moderation ausgelagert ist. Und da wurde bei mehr als 140 Beschäftigten eine schwere posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert. Und Nigeria, das Wettbewerbs- und Verbraucherschutzgericht dort, hat WhatsApp und Meta dazu verurteilt, innerhalb von 60 Tagen. eine Strafe von gut 220 Millionen Dollar zu zahlen an die Bundeskommission für Wettbewerb und Verbraucherschutz in Nigeria, weil der Dienst dort Daten diskriminiert. Also das ein bisschen anders gelagert, aber diese beiden Content-Moderationsgeschichten, das ist heftig. Ich habe hier schon mehrfach erzählt von diesen Unterhaltungen mit den Content-Moderatoren in Berlin, die ich mal hatte. Und da gab es doch diese eine Szene, wo Eine Content-Moderatorin, glaube ich, berichtete Von ihrer ersten, ich beschreibe das jetzt nicht näher, es gibt ein einfaches Wort dafür, das jetzt zu beschreiben, aber das lasse ich weg, aber von ihrer ersten wirklich heftigen Gewaltszene. Erzählt hat, die sie in diesem Job gesehen hat, und sie hat dann wirklich gesagt, sie hat es gesehen Völlig fertig mit den Nerven, ist runtergegangen. Also es war so ein mehrstöckiges Gebäude. Wir haben, glaube ich, in der sechsten Etage gedreht oder so. Ist runtergegangen, hat sich vor die Tür gestellt. Weiß nicht, so Zigarette geraucht oder einfach so ist in Tränen aufgegangen, hat geheult. Und ist dann wieder reingegangen und hat weitergemacht und sagte den Satz, ab da ging's dann. Das fand ich so krass. Fand ich so krass.

29:52 Dennis Horn

Naja, vor allem diese. Ähm, Hemmungslosigkeit, also es ist ja ein grundsätzliches Problem, dass du diese Inhalte filtern musst. Das Meta sich entscheidet, da weniger KI einzusetzen, obwohl die KI dazu führen könnte, dass diese Umstände so nicht mehr existieren. Also wir müssen nicht darüber sprechen, wie problematisch der Einsatz von KI häufig in Unternehmen auch sein kann. Aber da ist es ein Anwendungsfeld, in dem man sagen muss, da werden Menschen geschützt durch den Einsatz von KI. Und da soll es runtergefahren werden. Erstmal wahnsinnig makaber, aber auch das makabere, dass Meta hier einfach Subunternehmen einstellt, die als Boomer herhalten können. damit sie sich selber nicht die Finger schmutzig machen. Und das machen sie ja überall, auch in anderen Ländern, zeigt einfach, dass es auch da Handlungsbedarf gibt, auch auf gesetzlicher Ebene zu sagen. Du bist nicht. Fein raus, nur weil du hier ein Unternehmen dazwischen gesetzt hast, das als Outsourcer sogar beschrieben wird in journalistischen Texten. . .

30:55 Gavin Karlmeier

Das ist so.

30:57 Dennis Horn

So.

30:58 Gavin Karlmeier

Völlig anderes Verfahren, Deutschland. Meta und die Verbraucherschutzzentrale haben Beschwerde eingelegt. Also da geht's schon los. Meta und die Verbraucherschutzzentrale, der Verbraucherschutzzentrale Bundesverband.

31:12 Dennis Horn

Ja, ich glaube, man muss vorsichtig formulieren, weil ob da Meta wirklich mit Beschwerdeführerin ist oder nicht, wird aus diesen Texten, die uns vorliegen, nicht ganz klar. Es betrifft auf jeden Fall eine Person, die auch mit Meta schon zusammengearbeitet hat, mittlerweile aber keinerlei geschäftliche Beziehung mehr zu Meta hat.

31:31 Gavin Karlmeier

Es geht aber gegen die Telekom.

31:33 Dennis Horn

Exakt.

31:34 Gavin Karlmeier

So, und die Beschwerde liegt bei der Bundesnetzagentur. Die Telekom verletze die Netzneutralität, indem sie Dienstenvorfahrt gewährt.

31:46 Dennis Horn

Ich habe das glaube ich hier schon mal so erklärt wie mit einer Bahn. Du kaufst dir ein Ticket und wenn du für dein Ticket 5 Euro mehr zahlst, dann kannst du dann darfst du einsteigen und jemand anders nicht.

31:59 Gavin Karlmeier

Ah, so, okay. Ja, oder so. So, und diese Kombo, sage ich jetzt mal, vorsichtig formuliert, Metaschutz, äh, Meta, die Metaschutzzentrale.

32:14 Dennis Horn

Sehr schön. Wie viele Verstöße gegen den DSA muss man eigentlich durchführen, damit das Unternehmen enteignet wird?

32:22 Gavin Karlmeier

Ich möchte, dass das die Überschrift dieser Episode wird. Metaschutzzentrale. So, also, diese Kombo sehen jetzt. Beobachter, sage ich mal, direkt schon als PR-Stunt, weil sich sozusagen der verbraucherzentrale Bundesverband Dafür einspannen lässt. Also, worum geht es? Die Verbraucherzentrale und die beteiligten Organisationen, dazu gehört neben Meta auch die Gesellschaft für Freiheitsrechte und Epicenter Works. Die haben hunderte Kundenbeschwerden gesammelt mit Belegen für langsames Internet. Es sind laut golem. de rund 300 Beschwerden. Und witzig ist, dass Meta in dieser Angelegenheit schon mal gemeinsame Sache mit der Telekom gemacht hat. Also die Meta-Tochter Ja, sag?

33:12 Dennis Horn

Ja, mehr als das. Es gab relativ lange, ich glaube, wir haben da auch drüber berichtet, oder ich hier mit irgendjemandem, I don't know. Haken dran berichtet, haken wir dran, dass Meta ja relativ lange vertragliche Beziehungen mit der Telekom pflegte, um genau diesen Deal, um genau davon zu profitieren. Die Telekom wollte diesen Deal etwas teurer machen, was dazu führte, dass Meta aus diesem Deal ausgestiegen war und sich jetzt sozusagen auf diese Seite der Netzneutralität schlägt, weil sie zu teuer ist.

33:39 Gavin Karlmeier

Ja, genau, und das ist ja Treppenwitz. Also, ich weiß nicht ob teuer, also dieser Deal war seit 2010. Eine Vereinbarung über Datendurchleitung so und Meta wollte dann einen Preisnachlass verhandeln von 40 Prozent. Die Telekom hat aber nur 16% angebunden, hat Meta gekündigt. Und ist jetzt so, sagt, das ist doch alles Verstoß gegen die Netzneutralität. Die wird da gebrochen. Das sieht die Telekom anders. Und sagt, die Vorwürfe zeugen von rechtlichem und technischem Unverständnis. Übrigens selbst der Betreiber des des Netzknotens DCs in Frankfurt sieht das so. Es ist nicht zwingend eine Verletzung der Netzneutralität. Aber interessant ist einfach diese Kombo des Sich ungewollt sozusagen der Verbraucherzentrale Bundesverband für die Interessen von Meta einsetzt und dafür bei der Bundesnetzagentur aktiv wird. Wilde Geschichte, wie ich finde.

34:42 Dennis Horn

Super wild. Und das ist aber so ein bisschen so ein masksches Verhalten. Wes Brot ich esse, das Lied ich singe, sagt man, glaube ich, so schön. Der Volksmund. Jetzt klingen wir hier wie in so einer Deutschlandfunk-Abendsendung. Wie der Volksmund einst so schön sagte, westbrot ich esse Lied, ich singe, so verhält sich nun auch ihr Meta. Also weil ich hier das Gefühl habe. Also bei Mask von Musk kennen wir das ja auch sehr häufig, dass die Unternehmen, die in seiner Gunst gesunken sind, plötzlich direkt zum Todfeind abgestiegen sind. Und Meta sich jetzt hier sozusagen auf die Seite derer schlägt, die sich eigentlich niemals gemeinsam mit Meta auf eine Seite schlagen würden. Also, ja, tolle Geschichte.

35:26 Gavin Karlmeier

Dann haben wir noch die Geschichte aus dem Wall Street Journal, das hat für eine Recherche ähm, hunderte englischsprachige Unterhaltungen mit MetaAI geführt. Und MetaAI hat in mehreren Fällen an Minderjährige dann explizite Nachrichten geschickt, hat auch längere Unterhaltungen mit ihnen geführt. In denen es um sexuelle Rollenspiele und Handlungen ging, selbst dann, wenn diese Nutzerinnen und Nutzer im Chat explizit gesagt haben: sie sind minderjährig, oder mit einem Kinderaccount angemeldet waren. Meta hat jetzt an einer Stelle schon die Funktionsweise von Meta AI eingeschränkt. Wenn du minderjährig bist und angemeldet bist, kannst du keine Unterhaltungen mit romantischen oder sexuellen Rollenspielen mehr mit MetaAI führen, wie auch immer sich das in so einer KI überhaupt bestimmen und verbieten lässt. und kontrollieren lässt.

36:24 Dennis Horn

Ja, ich finde das auch eine krasse Geschichte. Also erstmal finde ich großes Lob an die Kollegen, die auf diese Idee gekommen sind, das zu testen, weil das natürlich vermutlich einen sehr Also das ist jetzt keine völlig exotische Idee, dass junge Menschen, die mit einer KI schreiben, durchaus probieren könnten, sowas aus ihr herauszulocken oder sich vielleicht auch, wenn sie zum Beispiel. . Von Einsamkeit geplagt sind, da eine Form der Bestätigung abzuholen. Das sind aber alles keine Gründe, warum die AI das anbieten sollte. Deswegen, ich finde, dass es diese Recherche gibt extrem extrem gut, extrem wichtig, finde aber auch, dass das nochmal eine ganz, also allein, dass es diese Geschichte gibt, eine ganz andere Sensibilität dafür mit Was eben junge Menschen mit Smartphones machen. Ich fange jetzt nicht schon wieder damit an, wie häufig ich vor Schulen stehe, aber Allein dieser Fall zeigt ja, alles, was man sich vorstellen kann, wird auch gemacht. Und dementsprechend ist es super wichtig, sich genau anzuschauen. Welche Apps nutzen eigentlich meine Kinder dort im Internet? Ja, und Meta AI.

37:33 Gavin Karlmeier

Hast du es schon benutzt? Nein. Meta AI? Doch, doch, ja, ja. Ich habe es irgendwie zweimal so klein benutzt.

37:39 Dennis Horn

Versehentlich bei WhatsApp angetippt.

37:41 Gavin Karlmeier

Ich gehe, genau, genau, dann ist irgendein Eingabefeld orange-violett markiert und dann denke ich, oh, ich habe Siri scheiße, schnell ausscheiden, Siri ist schlecht. So hab ich mal. Das ist natürlich Meta-I, aber viel besser. Viel besser. Am 15. Juli habe ich einen Termin vor Gericht in Düsseldorf.

38:06 Dennis Horn

Oh.

38:07 Gavin Karlmeier

Gegen Facebook. Gegen Meter. Deswegen habe ich bei dieser Meldung hier aufgehorcht.

38:15 Dennis Horn

Hast du schon die Hände gerieben?

38:16 Gavin Karlmeier

So. Das Aktenzeichen U 7923 Das ist ein Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt A-Bock.

38:25 Dennis Horn

Das erkennt man am U, ne? Dass es ein Urteil ist.

38:30 Gavin Karlmeier

So, und dieses Urteil sagt: Betreiber von Online-Plattformen sind dazu verpflichtet, Voreinstellungen so vorzunehmen, dass persönliche Daten von Nutzern nicht ohne weiteres der Öffentlichkeit oder sonst einem unbestimmten Adressatenkreis zugänglich gemacht werden Begründung ist die Datenschutzgrundverordnung und der Grundsatz der Datenminimierung, die diese vorsieht. Und da hat eine Frau geklagt, die jetzt 200 Euro Schadensersatz erhalten soll. Die hat eigentlich 1000 Euro verlangt. Es gibt eine ganze Reihe, eine ganze Menge solcher Prozesse. Und das Landgericht Wiesbaden hatte das Im vorvergangenen Jahr, April 2023, noch komplett abgelehnt. Das Oberlandesgericht Frankfurt war jetzt die Berufungsinstanz und hat gesagt, diese Klägerin hat einmal den allgemeinen Kontrollverlust erlitten und muss darüber hinaus befürchten, dass Dritte ihre im Darknet veröffentlichten Daten missbräuchlich verwenden und für den Zivilsenat am Oberlandesgericht ist es auch wahrscheinlich, dass die Frau Korrespondierende psychische Beeinträchtigungen erlitten habe und das rechtfertigt diese Summe. Zuletzt gab es schon mal ein Bundesgerichtshofsurteil, das für den bloßen Kontrollverlust Eher so etwas in der Größenordnung von 100 Euro vorsieht.

39:57 Dennis Horn

Wie willst du das bemessen?

39:59 Gavin Karlmeier

Es ist super schwer zu bemessen und andererseits in der Menge liegt vielleicht die Kraft. Solche Urteile für Meta, wenn sie das dann alles zahlen müssen. Also 2021 sind insgesamt 533 Millionen. Datensätze mit persönlichen Informationen von Facebook-NutzerInnen aus 106 Ländern im Netz aufgetaucht, unter anderem meiner. . Da war, also ich habe geklagt, weil da meine Telefonnummer dabei war.

40:28 Dennis Horn

Und du immer SMS bekommen hast, dass du dein Paket abholen sollst.

40:31 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Und das hat sich seitdem wirklich gemährt. So, und das ist super interessant, weil da kam so eine erste, also jetzt vor diesem Gerichtstermin, ne? So eine erste Stellungnahme von den Facebook-Anwälten zurück, die ich dann auch gelesen habe, irgendwie so 80 Seiten, so, wo sie dann erzählen, na, das muss man erstmal nachweisen, dass das wegen uns der Fall ist. Und der Witz ist ja, du kannst es natürlich nicht nachweisen. So, aber was bei mir der Fall war, Ich habe meine Telefonnummer in Facebook hinterlegt. Das ist so. Und ich habe aber eine Privatsphäre-Einstellungen für die Telefonnummer. Du kannst ja neben vielen Daten, die in Facebook irgendwie existieren, einen Beitrag, den du hochgeladen hast, ein Foto, keine Ahnung, kannst du ja granular festlegen, für wen ist es zu sehen? Bei der Telefonnummer, die ich nur dort eingegeben habe. Weil ich das für sinnvoll hielt im Rahmen Zwei-Faktor-Authentifizierung und so weiter, habe ich die Privatsphäre-Einstellungenstellungen nur ich hinterlegt. Die kann niemand anderes sonst sehen. Und sie tauchte in diesem Datensatz auf. Krass. So. Und das ist

41:42 Dennis Horn

Also ich würde behaupten, das ist sogar ein Kontrollverlust in der Größenordnung von 250 Euro. Ja.

41:49 Gavin Karlmeier

So, also

41:53 Dennis Horn

Ja, also ich finde das trotzdem wichtig, also nur weil die Summen klein sind oder man, also wir können darüber Witze machen, aber man darf sich das nicht gefallen lassen. Wenn, egal ob du es jetzt richtig oder schlau ist, sein Handynummer bei Facebook zu speichern, Das Unternehmen, das eine Handynummer seiner NutzerInnen speichert, hat die Verantwortung dafür, dass die nicht in irgendwelchen Datensätzen auftauchen. Punkt. Und wenn das doch der Fall ist, dann kann man dagegen vorgehen und sich darum kümmern, dass das Unternehmen sich Ich reibe meine Finger gerade zusammen, dafür entschuldigt. Also das ist schon der Fall, ja. Ich finde übrigens eine Sache, über die ich gestolpert bin. Also dieser Datensatz, also man kann den ja zum Beispiel auch auf solchen, es gibt ja so have been pawned. com oder so überprüfen und gucken, tauchen meine Daten darin auf. Ich finde, dass die Formulierung Darknet darin natürlich, also ich habe das Gefühl, für solche gerichtenden Entitäten ist alles Darknet, was man nicht auf Seite 1 Google findet.

42:56 Gavin Karlmeier

Gerichtende Entitäten, für die alles Darknet ist, sind Idiome. Kann ich nicht anders sagen. Habemos Digitalminister. Ja, weiß ich noch nicht. Und wer weiß es schon? Also, Carsten Wildberger. Vielleicht kurz zur Vita, geboren 1969. Hashtag Boomer. Ist er, glaube ich, nicht, oder? Sind nicht genau das die Boomer?

43:31 Dennis Horn

69? Tja, das müssen wir jetzt hier live faktenschicken.

43:34 Gavin Karlmeier

Boomer Generation.

43:35 Dennis Horn

Ich habe das Gleiche bei Google eingegeben. Natürlich. Baby Boomer. Nee, hier sind die Generation Bombers 4.

43:43 Gavin Karlmeier

46 und 64. Das ist doch eine unfassbar.

43:46 Dennis Horn

Quelle sank? Quelle Google.

43:48 Gavin Karlmeier

Und wer kommt danach?

43:49 Dennis Horn

Nee, weißt du, aber Quelle ist Piu-Piu. Pure Research Center.

43:53 Gavin Karlmeier

Den glaube ich nicht.

43:54 Dennis Horn

Doch, den glaube ich immer, weil die. Es gibt bei uns im Discord haken an Discord.

44:00 Gavin Karlmeier

69 ist schon Generation X?

44:03 Dennis Horn

Aha. Es gibt im Hagner Discord gibt es Leute, die das Piu, das ich mal gemacht habe, gespeichert haben und ich glaube als SMS-Ton verwenden oder so. Naja, zurück zu Carsten.

44:19 Gavin Karlmeier

So, ja, okay. Also Generation X. Auch ganz gut, ne? Ist ja auch das Alter der Ex-Nutzer, zum Teil. Promovierter Physiker. Seit 2021 Vorstandsvorsitzender der Syconomy AG und der Mediamarkt Saturn Gruppe, vorher im Vorstand von E. ON, Telstra in Australien. Vodafone in Rumänien, Großbritannien, 2003 bis 2006 bei der Deutschen Telekom AG und von 1998 bis 2003 Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group. Da ist vielleicht der Kontakt über BlackRock zustande gekommen, ich weiß es nicht.

45:00 Dennis Horn

Im Discord hatte Dennis geschrieben. Friedrich Merz hat sich wahrscheinlich gedacht, der hat mir damals das iPad empfohlen, der hat sicher Ahnung.

45:08 Gavin Karlmeier

So und das ist eine. Vielleicht überraschende Personalie. Also haben wir nicht zwischenzeitlich auch Dorobert schon in diesem Job gesehen? Die macht jetzt nur Raum.

45:21 Dennis Horn

Forschungsministerin, ja.

45:23 Gavin Karlmeier

So, und ähm, also ein Unternehmensberater, äh, Wirtschaftsmanager hat sich beruflich wirklich mit ähm Dadurch digitaler Transformationen auch beschäftigt und sieht das, ja, glaube ich, nicht zwingend irgendwie nur so als Thema zur Profilierung. Und die Frage ist jetzt, kann da so ein Blick von außen irgendwie helfen?

45:51 Dennis Horn

Sagt Markus Beckedal, der hat ein kleines Stück geschrieben auf digitalpolitik. de Wo er genau diese Frage reinwirft, er sagt also Blick von außen gut, aber er scheint offenbar dadurch vor allem qualifiziert zu sein, dass er stellvertretender Vorsitzender, das ZTF, wollte ich gerade sagen. CDU Wirtschaftsrat ist und damit schon einen näheren Draht zu Friedrich Merz haben könnte.

46:12 Gavin Karlmeier

Ja. Ja, und also, mm Es ist ja so, wenn du dich in so einem Unternehmen dich um solche Fragen kümmerst und wirklich in der Tiefe dieses Unternehmens angehen möchtest, damit es digital transformiert wird. dann musst du ja anders denken, als das in der Politik zum Teil getan wird, mit irgendwelchen Sachen, die du draufbappen kannst und denen schöne Namen geben kannst. sondern da muss ja wirklich das ganze darunterliegende Zeug transformiert werden. Und das finde ich eigentlich schon für das, was dieses Land eigentlich bräuchte. Eine gute Richtung.

46:53 Dennis Horn

Ja, ich glaube, man muss da trotzdem super vorsichtig sein, dass du da nicht so ein, also natürlich ist Elon Musk das radikale Negativbeispiel für all diese Dinge. Aber du darfst nicht in diese Falle tappen zu sagen, die haben eine Liste und die anderen haben eine Liste, dann führen wir sie einfach zusammen, wie das gerade ja in den USA passiert. Weil du eben damit massive Sicherheitsrisiken eingehst. Also je mehr Digitalisierung am Ende auch Vereinheitlichung bedeutet, umso gefährlicher wird es ja am Ende. Absolut. Und diese Dinge muss, finde ich, ein Digitalminister oder ein Minister für die Digital Digitalisierung und Staatsmodernisierung. Er hat übrigens bei Mastodon hat der Brüssel geschrieben. Kurzform für Bundesministerium Digitalisierung und Staatsmodernisierung wäre dann kurz BDSM. Da kommen nochmal Sachen in Staatsminister Philipp Amthor zum Vorschein, von denen wir die nicht erwartet haben.

47:45 Gavin Karlmeier

Das ist warum damals Sat 1 seine Telenovela alles nur aus Liebe doch nochmal umbenannt.

47:50 Dennis Horn

Stimmt, wegen der Abkürzung auch. Also vielleicht wird es doch das Ministerium für. weiß ich auch nicht. Naja, so oder so. Ich bin ein bisschen blank, was eine Einschätzung angeht, weil ich stimme dir natürlich zu, hab aber gleichzeitig, nee, ich habe glaube ich zwei Einschätzungen gleichzeitig Ich glaube auch, dass jemand, der sowas in Unternehmen gemacht hat, auch durchaus einen modernen Blick mitbringen kann, sagen kann, hier können wir das mal sparen, warum macht ihr das so? Warum trefft ihr euch 24 Mal am Tag? Warum macht ihr da nicht einfach ein Google-Dokument draus? Auf der anderen Seite darf man eben nicht in die Falle tappen, dass nur weil es in einem Unternehmen Prozesse verschlankt, effizienter gestaltet hat. Dass das in einem Staat auch eine gute Idee sein könnte.

48:33 Gavin Karlmeier

Nee, weil Unternehmen keine Staaten sind. Exakt. Genau, aber jemanden, der sozusagen auf diese Ebenen blicken kann.

48:39 Dennis Horn

Ja.

48:40 Gavin Karlmeier

Das ist, darum geht es mir, ne?

48:42 Dennis Horn

Ja, und das würde man sich ja dann schon wünschen, dass der Kanzler zum Beispiel nicht so ein Typ ist, der das wie ein. Unternehmen führen möchte, jetzt ist aber Friedrich Merz eben auch ein Wirtschaftsmensch. Deswegen, bei mir bleibt ein bisschen Bauchschmerzen, was dieses Thema angeht.

48:58 Gavin Karlmeier

Ja, das verstehe ich. Aber dieses, also Befremdenhaben ist okay so und es nicht einschätzen zu können, denke ich, so ist vielleicht auch mal erfrischend. So, gut, wenn man mal was nicht einschätzen kann. Ich hatte jetzt alles immer schon bewerten zu können, bevor es losgeht, wo ich so denke, ja. So, ist doch gut.

49:21 Dennis Horn

Ja, gut.

49:22 Gavin Karlmeier

So.

49:23 Dennis Horn

Haken bleibt dran. Haken bleibt dran. Immerhin muss man dazu sagen, Friedrich Merz hat offenbar nicht die Tabulen angerufen. Also es gibt auch gute Nachrichten in diesen Zeiten.

49:34 Gavin Karlmeier

Kurzer Blick nochmal in die USA. Ganz anderes Thema. Das Repräsentantenhaus dort hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, parteiübergreifend. Zur Bekämpfung expliziter Deepfakes und hat ihn an Donald Trump weitergeleitet zur Unterzeichnung. TikTok findet's gut und natürlich machen wir direkt ein Fragezeichen dran. Fragezeichen dran, der kritische Podcast. Das Kritik-Update. Wenn das Unternehmen es auch noch irgendwie gut findet, die Cyber Civil Rights Initiative ist eine Organisation, die sich gegen genau solche Dinge engagiert. sagt, sie kann diesen Take-It-Down-Act, so heißt er nicht, bejubeln. Wir begrüßen zwar die längst überfällige Kriminalisierung. Von NDI heißt es, also nicht einvernehmliche Verbreitung intimer Bilder. Bedauern aber, dass sie mit einer Take-Down-Klausel verbunden ist, die höchst anfällig ist für Missbrauch. Und sich für die Opfer wahrscheinlich kontraproduktiv auswirken wird.

50:41 Dennis Horn

Also wir haben über diesen Take-It-Down-Act schon schon mal gesprochen, als der das erste Mal auf dem Tisch lag. Und das Problem ist halt, dass du theoretisch damit eine Zensurmöglichkeit in die Netzwerke einbaust, weil es eben reicht. Sich, also du kannst dich als Betroffener melden und innerhalb von 48 Stunden müssen diese Inhalte gelöscht werden, weil sich sonst das Unternehmen strafbar macht. So, Donald Trump selber hat gesagt, er wird der Erste sein, der dieses Gesetz einsetzen oder davon profitieren wird, weil er sagt, niemand wird. online schlechter behandelt als er. Wenn das schon der Blickwinkel des Präsidenten ist, der eigentlich weniger mächtige Menschen mit Gesetzen schützen soll, muss man immer schon mal ein bisschen vorsichtig sein, wenn das so abgefeiert wird. Und wenn die Unternehmen dasselbe tun, dann muss man sagen, da ist irgendwas. Nicht so richtig easy und gut. Also, schauen wir mal, ob da jetzt einfach nur eine kleine Ich kann alles löschen lassen Backdoor in die Netzwerke eingebaut wurde, ob die Unternehmen, die die Netzwerke betreiben, damit sozusagen sich jetzt ein bisschen ausruhen können und sagen, wir müssen ja gar nicht mehr Content moderieren. Wir warten einfach, bis jemand diesen diesen Act einschaltet und wir löschen alles. Das sind alles keine besonders beruhigenden Aussichten, obwohl es natürlich wichtig und richtig ist, eine gesetzliche Lösung zu finden, wie eben mit Deepfakes umgegangen wird. Punkt. Ich bin Punkt. Ja, also ich werde hier wirklich zum Sorgenträger in diesem Podcast. Das war nicht meine Idee. Ich bin der Optimist eigentlich.

52:09 Gavin Karlmeier

Vielleicht bringe ich dich in eine andere Position jetzt, weil immer wenn hier Reddit steht in unserem Vorbereitungsdokument und dann darunter. 3000 Zeilen, wo ich so denke, Alter. Kannst du bitte erklären, ich hab's ich hab's nicht, also.

52:25 Dennis Horn

Also das ist eine Geschichte, die zunächst das Schweizer Online-Portal, das Netz ist politisch DNIP. ch, veröffentlicht. hat und die so ein bisschen einerseits Déjà-vues auslöst, auf der anderen Seite aber auch Stirn runzeln. Und zwar hat das Moderationsteam des Subreddits Changed My View. Also es gibt bei Reddit, für die, die die Plattform nicht so gut kennen, das ist ja im Grunde wie ein Online-Forum und es gibt ganz viele Unterforen, die eben eigene Themen haben. Es gibt ein Subreddit für Apple-Geräte, ein Subreddit für. . Sony-Kameras, ein Subreddit für Oasis und ein Subreddit für Pepper Woods. . Also du kannst eigentlich für jedes Thema, findest du da Leute, mit denen du dich austauschen kannst. Es gibt aber auch eben solche größeren Subreddits wie zum Beispiel MIDS. Asshole, bei dem du Fragen stellen kannst, bei denen du dir nicht sicher bist, ob du dich falsch verhalten hast oder nicht, bin ich hier das Arschloch solche Dinge. Und ein Subreddit heißt eben Change My View, bei dem Leute eine Beobachtung, eine Perspektive auf Dinge schicken. Und sich dann von Leuten, die darunter kommentieren, überzeugen lassen möchten. Also so nach dem Motto, ich weiß nicht genau, ob meine Einstellung zu diesem Thema richtig ist oder kann ich meinen Blick ändern, ist er irgendwie gefärbt. Hilft mir, gesunde Einordnung zu kriegen. Das macht Change My View am Ende. So und die Mods dieses Subreddits haben am Wochenende die Community informiert. Dass in ihrem Subreddit ein unerlaubtes Experiment der Universität Zürich durchgeführt wurde. Die Moderatoren haben das beobachtet und gesagt, es war das erste Mal, dass in einem derartigen Ausmaß Bots eingesetzt wurden. um Reddit-NutzerInnen zu Diskussionen zu verleiten. Sie wurden allerdings vorab nicht darüber informiert. Und zwar hatte die Uni Zürich hier mit Hilfe eines LLMs, eines Large Language Models KI-generierte Kommentare in der Community gepostet, um zu schauen, ob KI-Argumente in der Lage dazu sind, die Ansichten von Menschen zu verändern. Dabei wurden auch persönliche Informationen der NutzerInnen genutzt, damit die Antworten der KI Noch authentischer klingen. Das haben die ForscherInnen der Universität Zürich zwischen November 2024 und März 2025 gemacht und dabei 1061 Beiträge kommentiert. Das Interessante ist, dass der Ethikrat oder die Ethikkommission, so heißt es, der philosophischen Fakultät Zürich sagt, man nehme den Vorfall sehr ernst. hat aber selber keine Kompetenz, eine Nicht-Veröffentlichung zu erzwingen, weil die Ethikkommission in dem Fall nur beratend tätig wäre, also nur eine Einschätzung ab. Aber die ob die Forschung durchführbar ist oder nicht, muss am Ende das Team selber entscheiden. Und die Universität Zürich selber hat dazu auch ein Statement veröffentlicht, hat gesagt, wir haben jetzt oder unsere zuständigen Stellen haben nun Kenntnis über diese Vorfälle und werden die diese im Detail aufarbeiten und überprüfen und die entsprechenden Beurteilungsprozesse kritisch überprüfen. Das ist erstmal grob, was passiert ist. Also ein Menschenexperiment im Internet.

55:26 Gavin Karlmeier

Ja, mich erinnert das ein bisschen an dieses mittlerweile legendäre Facebook-Experiment im Newsfeed, wo mal ausprobiert wurde, wie viel ähm Wie verändert oder verschlechtert sich sogar die Stimmung, wenn negative Postings, Beiträge hier zu sehen sind?

55:44 Dennis Horn

Genau, wenn ich das richtig erinnere, war es ja so, dass Menschen in einem Zeitraum, ausgewählten Menschen in einem Zeitraum nur schlechte Nachrichten sozusagen angezeigt wurden, einer anderen Gruppe nur positive und dann geschaut wurde, wie verändert das die Beiträge, die diese Menschen selber posten daraufhin.

56:01 Gavin Karlmeier

Genau, so und da sind die Menschen auch nicht darüber informiert worden, dass sie Teil eines Experiments sind. Und da hat man schon darüber gesprochen, wie wissenschaftlich ist denn das so?

56:17 Dennis Horn

Ja, ich finde das ganz befremdlich. Also zum einen wird das ist, also Immerhin gab es hier, ich fange mit der positivsten Lesert an, immerhin gibt es hier einen wissenschaftlichen Überbau Und es ist nicht einfach nur irgendwelche Script-Kits, die eine Community kaputt machen, indem sie zum Beispiel rassistische Thesen in eine Diskussion streuen. sondern hier gibt es immerhin einen Versuchsaufbau, wobei man dazu sagen muss, dass auch hier ein KI-Bot sich selber als Opfer von sexueller Gewalt ausgegeben hat. und sich damit sozusagen in einer Diskussion irgendwie glaubwürdiger gestalten wollte, aber mit Gefühlen von Menschen gespielt hat, auch wenn Reddit-NutzerInnen Nicknames haben, die Möhren-Anton 22 heißen, sind es halt immer noch Menschen, die dahinter stecken. Auch das muss man dazu sagen. Und das ist wirklich auch das einzig Positive, was ich dann an diesem Experiment erkennen kann, dass es immerhin ein wissenschaftlich durchgeführter Prozess war und eben nicht mehr. irgendwelche Kids waren. Alles andere daran ist, finde ich, hochgradig verwerflich, führt aber, ist ein weiterer Baustein auf diesem Weg zu Wir kommen zur Umkehr der Beweislast. Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass Menschen, mit denen du im Internet schreibst, Menschen sind. Und dass dies. Mehr und mehr zum neuen Standard wird, dass wir eigentlich immer mehr davon ausgehen müssen, hinter jeder, hinter jedem Nickname, hinter jedem Post kann ein Bot stecken. Das ist die Veränderung, die da drin eigentlich sich am stärksten manifestiert, finde ich.

57:49 Gavin Karlmeier

Kein guter Gedanke.

57:51 Dennis Horn

Ja, aber ich fürchte, da müssen wir uns dran gewöhnen. Es wird nicht die letzte Geschichte ihrer Art sein. Das Netzes Politisch hat übrigens über ein ähnliches Experiment gesprochen. bei dem mit NutzerInnen ein Experiment durchgeführt wurde von einem deutschen Forscherteam. Und in dem Fall hatten die Menschen aber Kenntnis darüber, dass die Antwort auch von Bots kommen könnte. Also man kann zusammenfassen, es hätte alles viel einfacher sein können. Vermutlich hätten die Mods diese Subreddits das Experiment abgelehnt, aber dann hätten sie es einfach nicht durchführen sollen. So, es wäre meine Perspektive darauf.

58:27 Gavin Karlmeier

Bevor wir jetzt in wenigen Sekunden die 60 Minuten Schallgrenze.

58:33 Dennis Horn

Scheiße. Wir schaffen es nicht, die Themen abzuarbeiten. Wir haben noch ein bisschen was herumliegen.

58:37 Gavin Karlmeier

Aber vielleicht sollten wir eins noch nehmen, ein Thema ist nämlich noch wichtig, oder?

58:40 Dennis Horn

Wir haben auch Funktion und Emotion und wir haben auch noch. Ja, aber der Rest kommt dann alles Freitag.

58:46 Gavin Karlmeier

So. Aber dieses eine Thema nehmen wir noch mit.

58:50 Dennis Horn

Also. Vor allem, weil das Thema, wenn es das so ist, was ich glaube, was du dir ausgesucht hast, dann gibt es, seitdem wir die Aufnahme dieser Episode begonnen haben, schon Entwicklungen im Fall.

59:00 Gavin Karlmeier

Das ist ja interessant. Das ist ja auch interessant. Gut, dann streust du die Entwicklungen ein, weil ich gebe hier, wenn du sie schon kennst. Weil ich habe hier erstmal die Story an sich. Pass auf, wir stellen mehrere Bilder nebeneinander. Das eine Bild ist Jeff Bezos verbietet vor der Wahl von Donald Trump seinen Kolumnisten eine Wahlentscheidung. Auszusprechen oder eine Wahlempfehlung auszusprechen. Das ist das erste Bild. Zweite Bild. Jeff Bezos, nachdem er irgendwie eine wie viel. Milliarde Dollar gespendet hat oder Millionen oder eine Million Dollar so gespendet hat für das sind ja mittlerweile Größenordnungen da, deswegen sorry.

59:46 Dennis Horn

Ja, aber das ging ja, um da noch dran zu sagen, er hat eine Million gespendet und die Reichweite von Prime Video zur Ausstrahlung

59:54 Gavin Karlmeier

Auf der Amtseinführung von Donald Trump in erster Reihe. So, und das dritte Bild ist ein Screenshot von Amazon. Wo das Unternehmen jetzt bei den Preisen der Produkte einzeln auflisten möchte, wie hoch der Anteil. In diesem Produktpreis ist, der erzeugt wird durch die Zölle von Donald Trump. So, das kennen wir ein bisschen von der Tankstelle, weißt du so, ähm Stimmt. Wütende Tankstellenbetreiber haben in Prozentzahlen an der Zapfsäule aufgeführt, wie viel von dem, was du gleich zahlen wirst, Mineralölsteuer ist.

01:00:34 Dennis Horn

Ich verdiene an Ihrem Benzin nur fünf Cent.

01:00:36 Gavin Karlmeier

So in etwa, ja. Wuttankstellenbetreiber nennen wir sie auch.

01:00:41 Dennis Horn

Ich glaube, es gibt viele davon. Ich glaube, das ist so eine Berufsrechte, ich will nicht so verlieren mit Klischees und Prototypen arbeiten. Aber Tankstellenbetreiber ist eine Berufsgruppe, der ich sehr viele Emotionen unterstellen will.

01:00:52 Gavin Karlmeier

So. Und ähm Amazon ist der Tankstellen-Wut-Tankstellenbetreiber der digitalen Welt und führt jetzt auch so die. Die Preise auf. So. Darauf hat das Weiße Haus bereits reagiert, es gab eine Pressekonferenz wo diese irre ähm Pressesprecherin von der diese Ich sag jetzt irre, das ist ein blödes Wort. So, aber diese Pressesprecherin von von der US-Regierung gesagt hat, dieser Schritt von Amazon sei ein feindseliger und politischer Akt So. Wie sind denn die Entwicklungen in dem Fall?

01:01:35 Dennis Horn

Naja, wir wissen, dass offenbar nicht nur jemand vor die Presse getreten ist und eben folgende Worte hinterlassen hat, sondern dass Donald Trump offenbar auch Jeff Bessers angerufen hat und gesagt hat, du Jeff, was ist denn da los? Basierend alles auf der Berichterstattung von Punchbowl übrigens, ein Medium aus Washington, DC. die so ein bisschen wie Crowdreporter eben finanziert über die, wie Crowdreporter in der Ursprungsidee damals, finanziert von den LeserInnen sind. Und die hatten eben diese Recherche. Naja, und Donald Trump, so Melde des CNBC, hat offenbar Bessers angerufen und hat gesagt, du Jeff, das Finde ich nicht so gut. Ich glaube, so hat Donald Trump das gesagt. Und da hat Chef Bisos gesagt, nee, nee, das kommt gar nicht. Sondern das hat das Team von Amazon Hall erwogen. Weil es für Produkte bestimmte Einflusszölle gibt und da wissen die Leute das ja. Aber das wird niemals passieren und wurde auch von mir niemals genehmigt Amazon Hall, das ist so der Konkurrenzmarkt oder das Konkurrenzprodukt zu SHIN, Temu und Alibaba, also so ein super günstiger China-Dropshipping-Anbieter. der vermutlich durch diese Zölle am stärksten betroffen sein wird von den Amazon-Angeboten. Naja, und auf jeden Fall sagt Amazon, naja, das kommt so jetzt alles wohl doch nicht. hätte uns auch gewundert, weil eben dieser Bromance zwischen Jeff Bessers und Donald Trump, die war ja schon, die ist ja schon eng. Und Koffe Hollik hat gerade währenddessen hier auch in den Discord geschrieben, weil sie Sie hört nicht zu, aber sie macht die Redaktion. Hat geschrieben, warum sollte Bessos sein Geschleimer mit dem Arsch einreißen? Das ist natürlich die richtige Beobachtung trotzdem, aber interessant, dass bei Amazon erwogen wird, sozusagen. um sich dann um den eigenen Hals aus der Schlinge zu ziehen, zu sagen, wir weisen jetzt Zölle online aus, damit die NutzerInnen nicht wütend auf uns sind, sondern wütend auf die Regierung. Und dass das als von der Regierung als feindselig beschrieben wird, ist eigentlich die Kirche. Kirsche auf dieser auf diesen Kackhaufen.

01:03:44 Gavin Karlmeier

Die Kirsche auf dem Kackhaufen. Also, folgender Gedanke noch dazu. Ich finde es. Bemerkenswert, um möglichst neutrales Wort irgendwie zuzuwählen. Ich finde es bemerkenswert, wie offen die Dinge zutage treten. Also man könnte ja auch irgendwie eine total geile Kommunikationsstrategie fahren. Ja, und die könnte lauten, ich rufe Jeff Bezos an, also ganz einfacher Trick, Donald, nimm ihn, Hörhaken dran, nimm ihn von mir. Ganz einfacher Trick wäre, du rufst Jeff Bezos an, bevor deine Pressesprecherin sowas irgendwie öffentlich erklärt und fragst ihn mal Und vermeidest dadurch weitere Berichterstattungen oder Dinge. Aber stattdessen verhalten die sich ja alle, wie so die, also die schlagen wie so ein Tankstellenbetreiber ständig um sich herum. Und ermöglichen dadurch ja nur umso mehr kritische Presse und Angriffsfläche und Dinge, wo man sich reinsneaken könnte, wenn irgendwann in den USA sich mal irgendwer Zum Beispiel von den Demokraten, es soll es ja noch eine andere Partei geben, sich ja auch mal entscheidet dafür, irgendwo reinzusneaken und laut zu werden. Aber das ist eine andere Geschichte. Aber du, du, ähm Du eröffnest ja dauernd Schauplätze. Das müsste ja nicht so sein, wenn man irgendwie einigermaßen schlau kommunizieren kann. Verstehst du, was ich meine?

01:05:11 Dennis Horn

Ist ja total irre, dass das immer so hin und her geht. Vor allem, also diese Irritation des öffentlichen Raumes, diese Absicht, aber dem der Wirtschaft schaden zu wollen. Immer nur, aber immer nur basierend auf wie du mir, so ich dir, also diese wirklich, dieses völlig erratische um sich schlagen und wer nicht mein Freund ist, ist sofort mein Feind. Ich habe das Gefühl, sowas ähnliches habe ich heute schon mal gesagt, aber das ist ja wirklich das Naja, was erwarten wir wirklich von Donald Trump guten Stil? Natürlich nicht. Aber so ein bisschen Verhandlungsgeschick kann man von jemandem, der sich als der Dealmaker der Welt irgendwie bezeichnen, doch, hätte man doch erwarten können.

01:05:53 Gavin Karlmeier

Ja, ja, genau, also ich meine auch gar nicht guten Stil und ich meine auch vielleicht gar nicht in den Angelegenheiten, in denen die Devise lautet Flood the Zone with shit, so, sondern ich meine in den Angelegenheiten, die Ihm selbst ein hochheiliges Interesse sein müssten, selbst da kriegen sie es ja noch nie. Ich finde das bemerkenswert.

01:06:13 Dennis Horn

Ist so. So, jetzt haben wir die Stunde gebrochen. Funktionen und Emotionen schaffen wir heute nicht mehr. Und auch zwei, drei Meldungen. Housekeeping schaffen wir auch nicht mehr. Ach Leute, dann holen wir alles nach in der nächsten Folge. Ich habe aber eine Funktion doch, ne, eine Funktion machen wir davon heute noch, ja? Okay. Eine kurze. Weil ich habe zu viele Emotionen, die halten nicht über den Feiertag.

01:06:32 Gavin Karlmeier

Spiel des Jingle. Ich muss auch noch eine Nachricht des Versagens unterbringen. Aber jetzt erstmal. Achtung. Und wer versagt? Ich? Wir beide. Funktionen und Emotionen.

01:06:46 Dennis Horn

Dennis, wenn du das Wort Edits nicht in den Mund nimmst, dann weiß es ja keiner, weil wir haben es zeitlich nicht geschafft.

01:06:53 Gavin Karlmeier

Und zwar wir beide nicht, oder?

01:06:55 Dennis Horn

Ich möchte nicht darüber. Doch ich habe es geschafft, aber wir haben leider keine Zeit mehr.

01:06:59 Gavin Karlmeier

Absolut, so geht es mir auch. Ich habe das Wort auch überhaupt nicht in den Mund genommen. Du hast es in den Mund genommen. Aber damit ist alles gesagt. Über welche Funktion möchtest du reden?

01:07:09 Dennis Horn

WhatsApp arbeitet daran, Sprach- und Videoanrufe auch im Web anzubieten, dass es einen Link gibt und du vom Browser aus sozusagen auch in einen Videocall kommen kannst. Und ich, jetzt kommt meine Beobachtung. Also hier steht in den Web-Client, ich weiß nicht, ob das nur WhatsApp for Web angeht, selbst das wäre fair und ausreichend. Jetzt kommt die wilde These von mir. Halleluja. Ich arbeite extrem viel in Calls und Remote und so. Es gibt keinen guten Videoclient. Change my mind. Also ich kann gerne bei Reddit nochmal in den Subreddit Change My View nochmal reinschreiben.

01:07:45 Gavin Karlmeier

Was meinst du das mit es gibt keinen guten Videoclient?

01:07:48 Dennis Horn

Es gibt keinen guten Dienst für Videocalls.

01:07:58 Gavin Karlmeier

Was ist denn deine Definition von Definition von gut?

01:08:01 Dennis Horn

Naja, das ist zum Beispiel nicht Also, dass das Look and Feel schon mal nicht nervig ist.

01:08:09 Gavin Karlmeier

Da müsstest du selbst für Google Meet so sagen.

01:08:11 Dennis Horn

Ja. Bei Google Meet habe ich extreme schlanksten allerdings. Ja, es ist aber Google Meet hat extreme Qualitätsschwankungen. Also ich habe ständig Ausfälle bei Google Meet. Obwohl ich mit denselben Menschen in diesem Call über jeden anderen Dienst hervorragend sprechen kann. Und sehr häufig gehen wir dann aus Mangel an Alternativen in ein WhatsApp-Call. der dann aber immer ein bisschen behäbig daherkommt, weil er eben nicht einfach so ohne weiteres mit dem Link öffnebar ist.

01:08:41 Gavin Karlmeier

Das habe ich noch nie erlebt, als aber ich bin. Auch eigentlich nur noch im Corporate-Bereich mit Teams unterwegs.

01:08:48 Dennis Horn

Ja, dann hast du ja eh alle Ansprüche abgegeben. Und deswegen vorbei, immerhin musst du nicht arbeiten mit Wie heißt der Cisco Client? Ja, ja. Nein, der ist auch toll.

01:09:03 Gavin Karlmeier

Ja, okay. Das heißt, du suchst im Grunde Google Meet mit der Verlässlichkeit von WhatsApp.

01:09:13 Dennis Horn

Ja. Auch FaceTime zum Beispiel. FaceTime ist wahnsinnig stabil, sieht aber aus wie Microsoft Fine Arts 1997, mit diesen sich die ganze Zeit bewegen. Also ich bin da wirklich zornig, weil es könnte so einfach sein. Das Tool, mit dem wir hier diesen Podcast aufnehmen, das ist nicht so super easy in der Bedienung. Aber das ist zuverlässig, das sieht toll aus, keine Probleme.

01:09:40 Gavin Karlmeier

Du bist gerade bei mir äußerst zer zerstückackelt.

01:09:43 Dennis Horn

Aber ich sitze auf dem Balkon.

01:09:45 Gavin Karlmeier

Richtig.

01:09:46 Dennis Horn

Ja, das so. Ich wollte noch mal ein paar Emotionen kurz loswerden, weil die werden weg bis nächste Mal So.

01:09:54 Gavin Karlmeier

Schön war es. Wir hören uns in zwei Wochen wieder. Wer kommt Freitag? Dominik Hammes, endlich wieder.

01:09:59 Dennis Horn

Er war ewig nicht da. Der ist Freitag hier, da freue ich mich sehr drauf. Und am wer am Montag kommt, weiß ich noch nicht. Aber wir müssen ja überraschend bleiben. So. Und dann hören wir uns in zwei Wochen und vielen Dank. Schönen Tag der Arbeit. Am Tag der Arbeit hat man frei, während man freitags arbeiten muss. Das ist nämlich die große Ungerechtigkeit.

01:10:24 Gavin Karlmeier

Denk da mal drüber nach. Tschüss!