Wir haben es anders geplant, aber eine Hörerfrage ließ uns keine Ruhe: Welchen Stellenwert hat lokaler Journalismus für uns als Konsumenten? Und welchen Stellenwert hat er im Journalismus an sich?
Außerdem gibt es Einblicke in die wirtschaftlichen Entwicklungen von X und Threads hat ein neues Zuhause. Digital gesprochen, versteht sich.
Kapitelmarken
KI-generiert:
00:00 Vibes zum Wochenanfang
02:56 Die Relevanz des Lokaljournalismus
35:53 Die Transformation von X
47:58 Threads: Neue Funktionen und Benutzererfahrungen
54:00 LinkedIn und die Zukunft der Verifizierung
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Grüß dich, Gavin, hallo Dennis. Na? Na, wie sind die Vibes zum Wochenanfang? Es sind über 20 Grad in Deutschland und da lasse ich mir von schlechten Nachrichten die Laune nicht näher versauen.
00:18 Dennis Horn
Richtig. So, das heißt wir also erstmal, wir starten beide gut gelaunt heute in diese in diese Nummer rein. Hier ich komme aus London, frisch, also ich habe auch einen Temperatursprung einfach von zehn Grad. Auch jetzt, habe ich mir überlegt, ist schöner. Ich komme jetzt gebürtig direkt vom Gleis neun drei. So frisch eingeflogen für diese neue Ausgabe. Wir starten mit ein bisschen Housekeeping, weil Marc uns geschrieben hat mit ein paar grundsätzlichen Fragen, sag ich mal, was Social Media und Medien angeht.
00:46 Gavin Karlmeier
Ist nicht direkt Housekeeping, aber insofern Housekeeping als das etwas aufräumen, was uns jemand auf den Boden gelegt hat.
00:51 Dennis Horn
Genau so. Und ich lese es jetzt mal vor. Also Marc schreibt. Im Discord-Übers.
00:56 Gavin Karlmeier
Im Discord.
00:57 Dennis Horn
Komm, Werbung direkt.
00:58 Gavin Karlmeier
Okay, Leute, kommt in den Haken dran-Discord. Also das ist der Papst tot, das habe ich da erfahren. www. hakendran. org kostet nix, über 1700 Leute, mega spannende Diskussion und eben auch solche Impulse wie der von Marc, den wir nun hören, gelesen von D. horn. So, London.
01:14 Dennis Horn
Mark, schreibt uns zum Themenkomplex Social Media, reißerische Überschriften, rechte Kommentarspalten, Lokalzeitungen und Plusabos. Also was sozusagen in der Schnittmenge dieser Themen spielt. Ich muss mir mal ein bisschen den Frust von der Seele schreiben, schreibt Marc. Gerade bei Lokalzeitungen fällt mir das oft auf, dass Artikel, die manchmal echt wichtig im Lokalen sind hinter Bezahlschranken landen, dann meist erst recht mit Überschriften hinterlegt werden, die echt reißerisch sind. Problematisch finde ich da die Kommentarspalten, die sich mit angedeutetem Hass und Hetze füllen. Und zu lokaler Relativierung von Fremdenfeindlichkeit und Wissenschaftsskepsis führen. Gefühlt wird von den Lokalzeitungen dann auch nicht reagiert. Moderiert oder erklärt. Ich habe außer diesem Podcast mit JournalistInnen nicht viel zu tun und verstehe auch, dass Geld verdient werden muss, aber um welchen Preis? Müssen solche Inhalte, wo sich Menschen ohne journalistische Ausbildung mit gesundem Menschenverstand schon vorm Öffnen der Kommentarspalte denken, oh, das wird kippen, nicht proaktiv von den Blättern in der Headline entschärft oder freigegeben werden? Aller spätestens nachdem die ersten shaky Kommentare auftauchen. Oftmals ist das Problem, gerade bei lokalen Sachen, auch, dass man nicht einfach einen anderen Artikel bei dem anderen Blatt suchen kann. Und so steht man dann da mit der Überschrift seiner eigenen Meinung, der Vermutung, dass es so schlimm doch gar nicht ist, wie der Übers.
02:34 Gavin Karlmeier
Das hat Marx noch nicht geschrieben, ne?
02:37 Dennis Horn
Der Vermutung, dass es so schlimm noch gar nicht ist, wie in der Überschrift angedeutet. Da sich jedoch sehr viele tummeln und auch Gavin Karlmeyer ja Social Media Coach ist, finde ich Meinungen dazu sehr interessant. Eventuell findet sich ja auch ein Ex-Lokaljournalist. Hallo.
02:57 Gavin Karlmeier
Hast du gerade deinen alten Dienstausweis in die Karte?
02:59 Dennis Horn
Ja, von News 89. 4. So, also ich war nie beim Verlag. Ich lese den Satz noch zu Ende, mit dem Gavin das in einer Folge mal aufarbeiten könnte. Fände ich sehr cool. So, und dann auf.
03:11 Gavin Karlmeier
Das machen wir relativ selten, dass wir so umfangreiche Themenimpulse dann an den Anfang einer Folge setzen in einem Podcast, der sich doch sehr tagesaktuell sich so durchs Geschäft arbeitet. Aber ich habe super viele Emotionen zu der Nachricht von Marc. Weil auch, also vorneweg, ich bin extremer Fan und von Lokaljournalismus und glaube, dass lokaler Journalismus, wenn man jetzt nicht die Chance verpasst, eine unendliche Lebenszeit hat, weil Menschen immer bewegen wird, was um sie herum passiert. Menschen werden sich immer dafür interessieren, was bei ihnen um die Ecke los ist, warum es gestern Abend geknallt hat, warum ich heute die Fenster geschlossen halten muss, warum so viel Feuerwehr draußen war. Um mal so ganz plakative Beispiele zu nennen. Und das siehst du ja auch in der überregionalen Berichterstattung, dass die Nachrichten, die einen direkten Bezug auf das Leben oder die Lebenswelten der Leute haben, die sie lesen, immer mehr Impact haben, immer mehr Reichweiten haben, auch immer mehr Interaktionen auslösen als Nachrichten, bei denen das nicht der Fall ist. Die Leute haben einfach immer Emotionen dazu Und selbst wenn es nur die Zeitumstellung ist, weil alle Leute beschäftigt das, also werden sie sich damit auseinandersetzen.
04:17 Dennis Horn
Und ich würde sagen, es gibt aber schon eine Verschiebung in der Wahrnehmung. Also wir sind jetzt gerade erstmal so bei Wie wichtig ist denn gerade? Wir fangen ganz oben an. Also es gibt eine Verschiebung in der Wahrnehmung. Ich würde sagen, die Leute, die nicht JournalistInnen sind, bemerken Die Relevanz von Lokaljournalismus, sagen wir mal, im Laufe ihres Lebens. Also, wenn du irgendwie gerade aus der Schule raus bist, an die Uni, du gehst in eine große Stadt, keine Ahnung, so, nicht so wichtig. Aber in dem Moment, in dem zum Beispiel für dich Haus oder Wohnungskauf relevant wird, oder du wirklich in einem Ort wohnst und selbst für Kosten aufkommen musst, entdeckst du ja erstmal die Relevanz von Kommunalpolitik für dich? Und darüber auch zum Beispiel, wenn du dich irgendwo settelst, den Lokaljournalismus.
05:03 Gavin Karlmeier
Und wenn ich da aber direkt noch reingehen darf, ich glaube, dass es aber auch ganz viele junge Menschen gibt, die sich für lokale Berichterstattungen wahnsinnig interessieren. Also ich wohne im Ruhrgebiet, wie man weiß, ich wohne in Essen und in Essen beispielsweise gibt es eine Instagram-Seite. Essen diese heißt sie. Und wir machen eigentlich nur Memes, die relatable sind für Leute, die aus Essen kommen. So, trotzdem übernehmen die in Teilen auch die Aufgabe, die Lokaljournalismus eigentlich tut, denn. Wenn eine U-Bahn-Station mit Wasser vollgelaufen ist, wenn es irgendwo brennt, das sind alles Dinge, die ich auch über diese Seite in den Storys erfahre, größtenteils mit User-Generated Content. Könnte man an anderer Stelle, glaube ich, auch nochmal darüber diskutieren, wie journalistisch das am Ende ist. Aber dass die so erfolgreich sind, Ist ja schon die Antwort auf die Frage, interessieren sich junge Leute für das, was bei ihnen in der Stadt passiert? Ja, vermutlich ja. Das hast du in ganz vielen Städten. In Köln hast du Köln ist cool, die machen das gleiche. In Düsseldorf gibt es eine entsprechende Seite. Ich kann nur über NRW da jetzt gerade sprechen, aber
05:57 Dennis Horn
Wobei leider, ähm, also ich zitiere dich, das, was in der Stadt passiert, breiter gefasst ist als das, was. Lokaljournalismus in der Regel abdeckt. Also die füllen im Grunde eine Lücke mit einer Interessenslage, die ein junges Publikum vielleicht hat. Die vom klassischen, in Anführungszeichen, Lokaljournalismus so ja oft auch nicht bedient wird, leider.
06:19 Gavin Karlmeier
Und genau, und ich glaube, nicht mehr bedient wird auch, weil, also ich komme ja aus Mülheim an der Ruhr zum Beispiel. Und in Mülheim an der Ruhr ist es so, dass eigentlich findet Journalismus im Müllermann der Ruhr nicht statt. Es gibt zwar eine Dependance der überregionalen Zeitungen oder regionalen Zeitungen, die dann da ein Büro haben. Es gibt einen lokalen Radiosender, der nicht mehr in der eigenen Stadt liegt. Von allen größeren Medien denkt man so, naja, wenn es wichtig ist, wird schon aus Düsseldorf die Nachricht kommen über Mülheim an der Ruhr. Das heißt. Und Müller, meiner Ruhr kannst du ja austauschen, ist ein Platzhalter. Es betrifft, glaube ich, würde ich behaupten, 98 Prozent der Gemeinden in Deutschland, die oft übersehen werden, weil es sich wahrscheinlich häufig auch wirtschaftlich nicht mehr gerechnet hat. Da jetzt noch eine große Redaktion aufzubauen zum Beispiel.
07:05 Dennis Horn
Und dann möchte ich kurz zum Blick der Journalistinnen und Journalisten darauf kommen. Einer Branche, in der der Lokaljournalismus massiv unterschätzt wird, aus meiner Sicht. Ähm, Journalistinnen und Journalisten, so ein Gen haben, so das Geilste ist die Bundespolitik. Und wenn ich nur im Lokalen bleibe, so Karriereweg sozusagen. Dann hat das nicht diese Wertigkeit. So. Und mit der Relevanz für ein Publikum hat dieser Gedanke aber nichts zu tun. Ich meine, also ich hab mal eine Redaktion beraten, das war so ein Landessender. Also der hatte einem kompletten Bundesland gesendet und da war die erste Folie in meiner Präsentation, wie Leute halt googeln. Also die sagen irgendwie lauter Knall und dann geben sie den Namen ihrer Stadt ein. Also Google als diese weltweite Maschine, Suchmaschine. Die bedienst du ja auch in dem Bewusstsein, dass da sonst alles rauskommt, immer mit einer Ortsmarke. Du gibst ja immer den Ortsnamen ein und genau das zeigt ja die Relevanz für das Publikum. So und ich glaube, das wird im Journalismus, da ist eine Verschiebung zwischen dem, wo man sich selbst in seinem Karriereweg sieht und womit man in Anführungszeichen viel erreichen kann, bei denen, für die man das Medium eigentlich herstellt.
08:31 Gavin Karlmeier
Und wenn ich da, das ist jetzt keine, soll keine KollegInnen-Schelte sein, ne, um Gottes Willen, weil wir selber in der Branche arbeiten, haben wir einfach nur starke Emotionen. Aber Dieses Problem ist, glaube ich, eine Katze, die sich selber in den Schwanz beißt. Weil auf der einen Seite sagt man immer wieder im Journalismus: ja, man muss sich hocharbeiten und da muss man dann auch mal zum Dackelzuchtvereinen Castro Brauchse gehen. So, dieses Bild ist es ja. Auf der anderen Seite führte Aber natürlich dazu, dass du die großen Geschichten gar nicht mehr erzählen kannst, weil ehrlicherweise passiert gerade in der Kommunalpolitik hast du ja Geschichten, da könntest du eine Netflix-Serie draus schreiben, wenn du die richtig erzählen könntest, wenn du sie richtig auseinandernehmen würdest. Gerade wenn du dir anschaust, wie beispielsweise GastronomInnen in einer Stadt. untereinander kartellartig Absprachen treffen. Das sind alles Geschichten, die kannst du wahnsinnig spannend erzählen und dadurch werden sie auch überregional interessant. Also du kannst ja vom Kleinen aufs Große kommen und du kannst sagen, naja, das ist jetzt hier eine Geschichte aus Whatever, Euskirchen, aber die betrifft dich auch, wenn du in Nienburg sitzt, weil sie so relevant und relatable ist und spannend erzählt ist. Wenn du aber das sozusagen als. . Einstiegsposition begreifst, wirst du da gar nicht hinkommen, das so erzählen zu können. Und das ist ein Riesendilemma.
09:44 Dennis Horn
So, und der Lokaljournalismus, und ich würde sagen Man kann das auch ein bisschen erweitern auf den Regionaljournalismus, also regionale Medien. Da gibt es ja viele Verlage. Die jetzt nicht nur, weiß ich nicht, so ein Kölner Stadtanzeiger ist Lokaljournalismus, aber dann haben wir auch irgendwie so Die WATS zum Beispiel? Die WATS ist ein regionales Medium. Und ich würde die jetzt in der Diskussion, die wir jetzt führen Mit deinem Einverständnis in einen Top werfen, weil ich glaube, dass das Problem, das wir jetzt aufgreifend von dem Mark auch schreibt, dass wir das, dass das eigentlich gleichermaßen dort vorhanden ist. Und vielleicht bei den regionalen Medien sogar noch ein bisschen wichtiger ist zu besprechen, weil die vielleicht sogar noch hin und wieder das Geld hätten. oder in der Lage wären, es anders zu machen, gegenüber manchem lokalen Medium, dass es finanziell schwieriger hat. Auf jeden Fall Trocknet da was aus. Also wir kennen jetzt seit einigen Jahren schon so Landkarten, also literally Landkarten, auf denen immer mehr weiße Flecken entstehen, was die Versorgung Mit lokalen Medien angeht. Anderes Thema, was daraus erwächst, ist, dass in diese Lücke ja durchaus auch rechte Medien zum Beispiel springen. In Ostdeutschland ist das immer wieder mal Thema. Ähm so und dort wo Lokaljournalismus austrocknet, entstehen Probleme, aber es gibt natürlich auch Ursachen dafür, und das ist das Anzeigengeschäft einfach einer kompletten Revolution unterworfen ist, Disruption durch das Internet, durch Google, durch die sozialen Medien auch, wo man einfach hochspezifisch sich aussuchen kann, wen man bewirbt. So. Und dadurch sind diesen Medienhäusern massiv auch Werbekunden eingebrochen. So, die haben also ein Problem das, was bisher an Journalismus A durch Abozahlen, B durch Werbung finanziert wurde, so weiter zu finanzieren und hochzuhalten und dort zu investieren, zum Beispiel im Digitalen, wo es nötig wäre. Ich würde sagen, das ist jetzt erstmal so sehr grob. Die Ursache, über die wir da sprechen, dass da nicht genug Geld vor allem für die Digitalisierung in die Hand genommen wird. Und das, was Mark beschreibt, das wäre jetzt erstmal so meine erste These, ähm. Liegt erstmal vor allem in dieser Ursache. Das heißt, man hat sich totgespart, in Anführungszeichen Und das führt dazu, dass man jetzt digitale Verbreitungswege nicht so angeht, wie sie angegangen werden müssten. Es gibt Es gibt bundesweite Medien, ich nenne da immer sehr gern die Zeit, weil die aus meiner Sicht ist jetzt nicht ganz vergleichbar, weil es kein tagesaktuelles Blatt ist, aber die diese digitalen Elemente ganz hervorragend bespielt, sowohl vom Teasing Als auch vom Community-Management her.
12:41 Gavin Karlmeier
Empfinde ich übrigens bei der Süddeutschen ähnlich. Die Süddeutsche Zeitung würde ich da auch mit reingeben.
12:47 Dennis Horn
So, ne? Und ähm. Da sind wir eben in einer Finanzierungslücke und in einem Problem, dem viele Lokalmedien und Regionalmedien irgendwie unterliegen und vielleicht am Anfang auch Fehler gemacht haben, da nicht so rechtzeitig zu investieren. Und wir haben hier in Hakendran hin und wieder schon mal darüber gesprochen. Es ist ja meine These, dass dieses Sehr zaghafte Moderieren von Kommentarspalten direkt zu Beginn und nicht zu sehen Dass dieses Gespräch, das die Nutzerinnen und Nutzer dort führen in meinen Kommentarspalten, diese Moderation benötigt, um auch fruchtbar zu sein am Ende. vielleicht möglicherweise dazu geführt hat, dass wir überhaupt in dieser Bredouille es stecken.
13:30 Gavin Karlmeier
Ja, und ich glaube, das ist nämlich jetzt genau das Stichwort Predouille. Weil eben ich muss gucken, dass ich jetzt nichts vergesse, was ich an spannenden Gedanken hatte, während du gesprochen hast. Für mich spannend. Mal gucken, ob sie für euch auch spannend sind Ich fange aber mit dem letzten Punkt an, nämlich den Umgang mit der Kommentarspalte. Auch da, das gleiche Problem ist, ein analoges Problem. Community Management ist auch keine Einstiegsposition. Du kannst Community Management nicht als Job begreifen, den man macht, um irgendwie in die Medienbranche reinzurutschen. Das ist aber nicht ein Problem derer, die den Job machen, um in die Medienbranche reinzurutschen, sondern derer, die sie besetzen. Weil du, wenn du das so verstehst, eine Position, ein Kommentar zu bewerten oder zu beantworten mit dem Absender der Marke. ist genauso gewichtig wie einen Artikel schreiben, eine Pressemitteilung schreiben, weil du als Marke sprichst. Und wenn du dabei jemanden hinsetzt, der vier Stunden die Woche mal bei dir vorbeikommt, um ein bisschen Zubrot zum BAföG zu bekommen, dann ist das kein Community-Management. sondern dann ist es einfach nur Dienst nach Vorschrift, Pflichterfüllung, gerade so, damit irgendwie niemand schimpft. Das ist aber die Bredouille der einen Seite. Wenn du die andere Seite der Bredouille dir anschaust, siehst du. dass es von manchen Medienmarken, vor allem von ich würde auch regionalen Medien sagen, ja auch schon als Möglichkeit verstanden wird, überhaupt noch Sichtbarkeit zu generieren, weil das ist völlig klar und das ist eine Strategie, die die AfD bei TikTok auch verwendet hat. auch schon sehr oft drüber gesprochen, dass die AfD ja vor allem deswegen so erfolgreich wurde, weil der Algorithmus ist belohnt, wenn viele Leute kommentieren. Und ob die Leute jetzt darunter kommentieren, ihr habt recht, lieber AfD, oder ihr redet Bullshit lieber AfD. Ist erstmal egal, denn beides ist ein Signal für den Algorithmus, dass das ein polarisierender oder ein emotionalisierender Inhalt ist, der Menschen aktiviert. Also ist das ein Inhalt, der mehr Leuten angezeigt wird. So, zurück zu den Medien, regionale Medien habe ich. beobachtet, dass es vereinzelt Medienmarken gibt. Ich will die jetzt auf gar keinen Fall hier nennen, aber die immer wieder auch bei Facebook zum Beispiel dazu übergegangen sind Vor allem dann ihre Artikel zu posten, wenn es Geschichten sind, bei denen Menschen mit Migrationsgeschichte beispielsweise beteiligt sind. Dann nutzen sie das auch sehr häufig als Anlass, um direkt die Herkunft des mutmaßlichen Täters oder der Täterin direkt zu nennen. weil es eine weitere Stimulationsmöglichkeit für Interaktionen ist. Wenn du das machst, führt es aber automatisch dazu, dass die schweigende Masse, diese 90 bis 99 Prozent derer, die deine Inhalte auch sehen, natürlich sich angewidert abwenden werden. Das heißt, du veränderst dein Publikum durch diese Art und Weise, das zu tun. Gleichzeitig kommst du aber auch in diesen Teufelskreis dass du Geschichten suchst, die in diese Strategie passen. Und dann arbeitest du nicht mehr journalistisch, sondern dann arbeitest du eigentlich nur noch distributiv. Also du veränderst dich eigentlich Ich hatte mal so eine Folie, die wurde mir immer, hat immer viel Diskussion ausgelöst in meiner Präsentation, in meinen Präsentationen, da schon drauf, es gibt. Es gibt Journalisten und es gibt Verkäufer und beide nennen sich Online-Redakteur. . Und das ist aber eigentlich genau der Punkt. Es gibt halt Leute, die so massiv verkürzen, weil sie genau wissen, damit kriege ich Leute aktiviert. Und da sind wir dann bei so Clickbait-Geschichten, da sind wir bei so Regeln wie bei einer Auflistung einfach mal das zweitbeliebteste Stück weglassen, weil man genau weiß, die Leute werden dir das in den Kommentaren nahelegen.
16:46 Dennis Horn
Und das ist ein Riesenproblem, weil das sofort zum unjournalistischen Arbeiten führt. Ich find's ein bisschen, also Also es führt zum unjournalistischen Arbeiten und es führt in eine Art Teufelskreis, weil du dich algorithmisch da auch nur ganz schwer wieder draus befreien kannst. Also Wir reden da ja über eine Strategie, die im Idealfall ja dazu führen soll. Dass Leute auf die Website wechseln. So, das ist so die ganz einfache Variante. Heute würde man sich ein sehr viel konkreteres Ziel setzen, wie viele neue Abos zum Beispiel, sind dadurch abgeschlossen worden und dadurch führe ich die Leute ja in eine ganz andere Nutzungsumgebung und auch Nutzungsform, wenn ich mir das zum Ziel setze. Ich glaube, das ist wesentlich zielführender, also dieses ganz einfache Wie viele Klicks habe ich erzeugt? Damit setze ich mich aber algorithmisch in eine Falle, weil ich da nur ganz schwer wieder rauskomme. Ich habe mir dann Zielwerte gebildet. So, und die kriege ich dann auch nur noch mit diesen Tricks hoch. So, und das Gesamtkonstrukt aus dem, was da algorithmisch vorherrscht, und dem, wie ähm, wie ich bisher vorgegangen bin, wie ich eigentlich vorgehen müsste, aber wie schwer es ist, da jetzt noch hinzukommen und so weiter, führt eigentlich dazu, dass daraus so eine sich immer nur selbstverstärkende Entwicklung wird. Genau in diesem Zerrfeld, ne, Social Media, reißerische Überschriften, rechte Kommentarspalten und so weiter, das Marc hier anspricht. Das ist nur ganz schwer ist, da rauszukommen. Und wenn, dann bräuchte ich wirklich einen Ressourcenaufwand, den aber genau diese Verlage ja einfach nicht bereitstellen können. Und das ist genau das Problem.
18:37 Gavin Karlmeier
Das ist die Bredouille, ja.
18:40 Dennis Horn
Ich wollte noch sagen, zu dem Gedanken, den du gerade geäußert hast mit der AfD, die zum Beispiel diese Algorithmen ja auch ganz hervorragend bespielt. Das führt natürlich sehr vorschnell, finde ich, auch einmal zu der Annahme. Der Algorithmus ist alles schuld. Die AfD, muss man sagen, setzt sich ja sehr gezielt genau in diese lokale Lücke. Die offen gelassen wird von Medien und auch von Institutionen, die dort bisher tätig waren, Vereine zum Beispiel, Lokalmedien. politische Parteien, ähm so diese ganze Range an Organisationen, Institutionen, Medien, die bisher auf dieser Ebene tätig waren und bespielen Bielt die Lücken, die dort jetzt freigelassen werden, sowohl digital als auch im realen Leben, ja ziemlich hervorragend. So einfach indem sie da ist und sonst Leute gegangen sind.
19:37 Gavin Karlmeier
Genau, und das ist leider keine neue Strategie. Ich erinnere an mich an den Fall Radevormwald, ein Ort, auch in NRW, im Bergischen Land, in dem ein es keine Jugendangebote gibt. Jugendzentrum. Also gibt es einen rechtsradikalen Freundeskreis, der halt für junge Leute Angebote zur Verfügung stellt, damit die eben einen Aufenthalt zu Ort haben. Was am Ende aber dazu führt, dass die eben dadurch im Zweifel auch radikalisiert werden, weil sie sich eben mit Leuten umgeben, die ihnen direkt auch ein politisches Weltbild mitgeben Und das ist nämlich genau die Strategie. Also sich die Lücken suchen und die dann auffüllen, um darüber eigene politische Inhalte zu vehiklieren. Ist das ein Wort? Bestimmt ab jetzt.
20:16 Dennis Horn
Gut. Marc bringt ja hier noch einen anderen Aspekt rein, nämlich die Plus-Abos und den Hinweis, dass sich viele. wirklich wichtige Inhalte hinter der Bezahlschranke verbergen. Wie blickst du da drauf?
20:33 Gavin Karlmeier
Also ich habe da zwei Gedanken Der eine Gedanke ist, natürlich werde ich nicht 10 Euro im Monat für jede Zeitung zahlen, die ich die mal zwei Texte im Monat veröffentlicht, die für mich interessant sind. Wir wissen aber auch, Micropayment funktioniert nicht. Also da haben wir auch, wir beide haben da hunderttausendmal drüber gesprochen und alle möglichen Studien haben genau das gesagt. Wir haben über Flatter damals sehr viel gesprochen und das Ergebnis war immer, das wird sich nicht rechnen darüber. So, auch wenn wir die Idee schön finden, war das Ergebnis immer wirtschaftlich nicht tragbar.
21:04 Dennis Horn
Und ich frage mich aber bis heute, ob sie In der Konsequenz wirklich jemals so getestet wurde von den Verlagen. Also es gibt ja Wissenschaftler, Christian Wellbrock und Christopher Buschow, die sich mit diesem Thema Sehr stark auseinandersetzend bis heute der Ansicht sind, dass ein In Anführungszeichen Spotify für Journalismus Und Sie meinen damit, glaube ich, nicht, dass das soll so schlecht bezahlt werden, wie Künstlerinnen und Künstler, die das irgendwie nutzen, aber es braucht eine gemeinsame Plattform, auf der alle zusammenkommen, die mit einfachen Bezahlmodellen oder Mechanismen, sagen wir so, Aber Bezahlmechanismen verbunden ist, die felsenfest bis heute sagen, das sei ein Modell.
21:50 Gavin Karlmeier
Aber Blendlet zum Beispiel habe ich wahnsinnig gerne genutzt. Vor allem Dienst, wer es nicht kannte, du hattest da ein Konto, das konntest du immer wieder aufladen, wie eine Prepad-Karte. Und konntest du einen Artikel auch vieler namhafter, großer Zeitungen, Zeitschriften, Angebote lesen und hast sie dann beim Lesen bezahlt und damit dein Guthaben sozusagen reduziert, auch 2023 eingestellt. Also Es gibt leider viele Beispiele dafür, egal. Wir müssen das gar nicht so sehr vertiefen.
22:15 Dennis Horn
Ich glaube, die Antwort steckt in dem Begriff vieler Medien, ne? Und eben nicht aller. Weil dann hast du das Spotify für.
22:22 Gavin Karlmeier
Ich will ja nur sagen, ähm Das habe ich in der letzten Folge interessanterweise im völlig anderen Kontext aufgebracht. Manchmal muss man sich so ein bisschen überlegen, wie viel Zeit investiere ich eigentlich in die Dinge, die ich konsumiere und wie viel Geld investiere ich eigentlich? Und gibt es da eigentlich eine Balance? Investiere ich in eine Minute, die ich bei Netflix zum Beispiel im Monat oder auf die Anzahl der Minuten, die ich im Monat mit Netflix verbringe? Investiere ich da wirklich genauso viel Zeit rein auf die 20, 15 Euro, die ich dafür bezahle, wie ich zum Beispiel in andere Dienste investiere, für die ich. nicht bereit bin, fünf Euro im Monat auszugeben. . Und sich dann aber zu überlegen, gibt es vielleicht eine Zeitung, eine Zeitschrift, die zum Beispiel über die Dinge spricht, die mich interessieren oder bei denen es eine Schreibe gibt, die mir gut gefällt oder die gute Themen setzen oder so. Warum ist mir das nicht 5 oder 10 oder auch 12 Euro im Monat wert, während ich gleichzeitig für diverse Dienste im Monat Geld ausgebe, ohne die Dienste zum Beispiel zu nutzen? Wir haben April, ihr seid seit drei Monaten vielleicht in einem Fitnessstudio angemeldet und wart nie dort. Also weißt du, was ich sagen möchte? Das ist so mein Gedankenestal.
23:30 Dennis Horn
Aber das ist im Grunde ist die Frage, die du stellst, doch eine nach Marketing und Hype. Also ist die Marke so aufgeladen, dass es mir wert ist, das zu bezahlen, selbst wenn ich es ab und zu mal nicht nutze.
23:42 Gavin Karlmeier
Oder die Frage nach der Reflexion des eigenen Nutzungsverhaltens. Also, wenn ich mich wirklich dafür interessiere, was die lokale Zeitung schreibt und mich auch manchmal daran stoße, aber warum ist mir das nicht 5 Euro im Monat wert, um gleichzeitig dann auch den Journalismus sozusagen am Leben zu erhalten, weil wir wissen, es entscheidet.
23:58 Dennis Horn
Das ist mir ehrlich gesagt ein bisschen zu idealistisch. Gedacht. Ja, bin ich. Ja, aber das ist mir zu idealistisch gedacht, weil das ist also es ist ein ganz großer Unterschied in der Marke und der Wahrnehmung der Marke zwischen einem Medium Bei dem ich sagen würde, das hat es geschafft, da etwas zu erzeugen, was so die, ich meine das jetzt nicht so fies, wie ich sage, aber einfach nur um das hier ein bisschen. Plakativer darzustellen, die x-beliebige regionale Zeitung nicht geschafft hat, nämlich die Zeit, die hat es geschafft. Die habe ich im Abo und da geht mir auch mal eine Woche unter, wo ich es einfach nicht schaffe, sie zu lesen. Aber ich bleibe im Abo bei dieser Zeitung, weil die Marke für mich ganz anders aufgeladen ist. Als die lampukische Allgemeine.
24:52 Gavin Karlmeier
Weißt du, was ich meine?
24:53 Dennis Horn
Also, da hat es ja jemand geschafft, so, aber offenbar sitzen keine Markenstrategen in diesen Verlagen, um sich über solche Fragen Gedanken zu machen. Wie bringe ich das eigentlich auf die Strecke?
25:04 Gavin Karlmeier
Und das ist aber am Ende ja auch ein finanzieller Faktor. Weil sich so eine Strategie entwickeln zu lassen, das ist ja nicht mit 300 Euro ernötigt.
25:11 Dennis Horn
Ein finanzieller Faktor und ein Zeitfaktor, wenn du das auf so einem Zeitstrahl siehst, es gab eine Zeit, wo die Finanz dafür, sich darüber Gedanken zu machen, da gewesen wären. Ja, das stimmt. Und das ist eben jetzt nicht mehr der Fall. Ich glaube So, und dann kommt noch dazu, war es jemals anders so? Also ich meine, in vordigitalen Zeiten haben Verlage Um Abonnenten geworben, indem sie ihnen noch einen Saftmixer obendrauf gegeben haben. So, und dann hast du das nach einem Jahr wieder abbestellt, um dann ein halbes Jahr zu warten, um dir dann Noch eine Joghurt, eine Joghurtmaschine. Was gibt's denn noch? Du weißt, was ich meine.
25:56 Gavin Karlmeier
Dennis Horn hat heute das erste Mal eine Küche betreten. Und das ist eine Joghurtmaschine? Nein, Dennis, das ist ja eine Schwert.
26:05 Dennis Horn
Und dann lag der irgendwie, der Spiegel lag irgendwo rum und dann haben doch die Verlage selbst damit geworben, wie viele Zweit und Drittleser der noch hat und so und wie hoch die Reichweite eigentlich ist, obwohl die Abozahl nur bei weiß nicht wie Viel fünf, sechsstellig ist oder so. Und das waren ja vorher auch schon Zustände. Das heißt, offenbar war. Journalismus, und da komme ich jetzt zu diesem, äh, diesem, das ist mir zu idealistisch, offenbar war Journalismus den Menschen das noch nie.
26:37 Gavin Karlmeier
So sehr wert.
26:39 Dennis Horn
So, und das ist einfach ein Zustand, auf den man jetzt im Digitalen auch wieder trifft. Und dann muss ich mir halt Gedanken machen. Die vielleicht über ein einfaches, oh, dann gebe ich dir hier noch 50 Euro dazu, wenn du hier bei mir abonnierst, hinausgehen. So, und das stelle ich einfach bei wenigen, ähm, Angestammten Verlagen und Medienhäusern fest, dass man sich da wirklich Gedanken über so ein Musik haben, über so ein Markeaufladen und so weiter macht.
27:09 Gavin Karlmeier
Kannst du das, glaubst du, und ich will disclaimermäßig dazu sagen, dass wir beides Menschen sind, die vor allem öffentlich-rechtlich gearbeitet haben und geprägt sind oder in letzter Zeit vor allem dadurch geprägt sind, das heißt Zum einen kommen wir aus einer anderen Position und zum anderen ist unsere Arbeit häufig davon geprägt, zu sagen, wir müssen die Leute über den Content kriegen. Also guter Inhalt setzt sich durch. Das sind ja alles Dinge, die so Maxime unserer Arbeit sind. Und diesen Luxus haben, glaube ich, viele in privaten Medienhäusern nicht. Und deswegen die Frage. Glaubst du aber, dass sich guter Content auch durchsetzt, wenn er erstmal von der Marke kommt, die erstmal noch nicht sexy ist? . . Nee. Also musst du eigentlich mit der Marke anfangen und dann mit dem Content kommen?
27:56 Dennis Horn
Ja, das ist mir, glaube ich, auch ein bisschen zu einfach, weil du kommst ja nicht aus dem Nichts. Ja, so, aber dieses pauschale, der Inhalt muss gut genug sein, dann passiert der Rest von alleine, ist Quatsch. Also, du musst immer auch darüber nachdenken, wie bringst du den Inhalt zu den Leuten? Die Wahrheit ist, dass sich viele Journalistinnen und Journalisten zu fein sind dafür. Ja, das stimmt. Und auch den eigenen Job manchmal eher aus so einer ähm künstlerischen Haltung herausgestalten, so das hat die Leute zu interessieren und sich verhältnismäßig wenige Gedanken darüber machen, dass es auch ein Publikum gibt, dass das lesen muss.
28:36 Gavin Karlmeier
So, und jetzt kommt der Full-Circle-Moment. Das heißt, in einer perfekten Welt ist der gute Online-Redakteur Sowohl Journalist als auch Verkäufer. Genau. Aber niemals nur eins von beiden.
28:46 Dennis Horn
Genau. Du musst das integriert denken, inklusive Distribution und deswegen müssen da Journalisten sitzen. Die an der Distribution auch beteiligt sind, die auch am Community Management beteiligt sind und diese Jobs ernsthaft verfolgen, weil sie ein ganz integraler Bestandteil der Marke und der Wahrnehmung dieses Mediums sind. Und man weiß mittlerweile, übrigens, es gibt auch Studien, die zwischenzeitlich dazu erschienen sind, dass dieser Schuss das so nicht so ernst genommen zu haben, auch dazu führte, dass Menschen Medien für weniger vertrauenswürdig halten, sobald das ist aber jetzt auch schon ein paar Jahre alt, diese Studie. Sobald nur eine Kommentarspalte darunter zu sehen ist.
29:28 Gavin Karlmeier
Ja, das kann ich mir vorstellen.
29:30 Dennis Horn
Also klar, das ist um Preis passiert.
29:33 Gavin Karlmeier
Apropos ernsthaft, Dennis. Das ist das, was Leute sagen, die eigentlich von uns die News aus der Social Media Welt hören wollen. Und sagen eine halbe Stunde, aber ich finde das super spannend und super wichtig und ich glaube, wir müssen werden nicht drumherum kommen, solche Gespräche immer wiederzuführen. Also Marc, vielen Dank für diesen Impuls. Wir konnten jetzt keine perfekte Lösung liefern, aber wir haben zumindest das Problem nochmal schön beschrieben.
29:58 Dennis Horn
So. Und jetzt herzlich willkommen zu Hakendran. Wir starten heute mit Ad Martin.
30:08 Gavin Karlmeier
Das ist kein Twitter-Handle, ne?
30:10 Dennis Horn
Nein, Ed ED, genau. Ed Martin ist der amtierende Staatsanwalt in den USA für den District of Columbia. Und über ihn sprechen wir gleich auch noch ein bisschen, aber er hat der Wikimedia Foundation einen Brief geschickt. Indem er sie beschuldigt, ausländischen Akteuren zu erlauben, Informationen zu manipulieren und Propaganda in der amerikanischen Öffentlichkeit zu verbreiten. Und die Wikimedia Foundation Ist die Organisation hinter der Wikipedia? So, also Ed Martin hat sie aufgefordert. Jetzt erstmal detaillierte Informationen Über ihren redaktionellen Prozess, ihre Vertrauens- und Sicherheitsmaßnahmen und darüber, wie sie ihre Informationen vor ausländischen Akteuren schützt, bereitzustellen. Eine Meldung aus. Müssen wir jetzt mal nachgucken? Klingt nach Russland, kommt aber aus den USA.
30:57 Gavin Karlmeier
Ja, Columbia, also Washington DC, Hauptstadt der USA.
31:02 Dennis Horn
Also das ist so dieses ausländische Agenten. So genau dasselbe, was sonst der Kreml irgendwie. formuliert.
31:09 Gavin Karlmeier
Na vor allem mit der konkreten Drohung die Gemeinnützigkeit abzuerkennen. Also dem konkreten Drohungen das Geschäftsmodell anzugreifen, einen massiven wirtschaftlichen Schaden anzurichten und am Ende einfach einzuschüchtern Über den Weg dieses rechtlichen Vehikels hier. Da haben wir wieder das Vehikel. Und das ist interessant, weil die Erzählung, dass die Wikipedia eine Gefährdung der inneren Sicherheit zum Beispiel wäre, ist eine Erzählung, die Elon Musk auch schon seit ein paar Monaten irgendwie über seinen Ex-Account vor sich her trägt und passt eigentlich sehr gut in in diese Faschistisierung der USA, weil die Wikipedia als offenes als offener Ort von Wissen natürlich eine Gefährdung ist für die Durchsetzung von Zielen, bei denen die Irreführung der Bevölkerung hilfreich ist.
32:07 Dennis Horn
So, also Elon Musk, weil du ihn gerade ansprichst, er hat Ende des vergangenen Jahres auf X gepostet, man solle aufhören, an Wokpedia zu spenden. Hat einen Beitrag von Lips auf TikTok gepostet, das ist dieser rechtsextreme Account. der sagt, die Wikimedia Foundation würde einen Teil ihres Jahresbudgets ausgeben für DIY. DIY DIY, Entschuldigung. Gut komm, DIY ist die Wikipedia aber auch. So, sorry, DEI für eine Reihe von Programmen, die Die Regierung von Donald Trump ja eh verurteilt und auch kürzen möchte, wenn es um die eigenen Behörden geht. Ich zitiere mal aus diesem Schreiben von Ed Martin. Wikipedia erlaubt die Manipulation von Informationen auf seiner Plattform, also schon allein das Framing interessant, ne? Manipulation von Informationen für dieses DIY-Prinzip.
33:05 Gavin Karlmeier
Achso, ja.
33:06 Dennis Horn
einschließlich des Umschreibens wichtiger historischer Ereignisse und biografischer Informationen über gegenwärtige und frühere amerikanische Staatsoberhäufe. Sowie andere Angelegenheiten, die die nationale Sicherheit und die Interessen der Vereinigten Staaten betreffen. Die Verschleierung von Propaganda, die die öffentliche Meinung unter dem Deckmantel der Bereitstellung von Informationsmaterial beeinflusst, Steht im Widerspruch zu Wikimedias Bildungsauftrag. Dieses Framing ist super interessant, weil im Grunde so ein User-Projekt, das von allen Nutzerinnen und Nutzern gepflegt wird, ähm Darum geht es ja. Das ist ja keine Manipulation, das ist die Grundlage der Funktionsweise.
33:47 Gavin Karlmeier
Aber das ist halt also nichts ist so. gefährlich für eine Autokratie wie freies Wissen. Und das will hier eingeschränkt und eingeschüchtert werden. Und ist leider ein weiteres Kapitel in diesem sehr, sehr düsteren Buch, das wir im Moment lesen müssen.
34:04 Dennis Horn
Interessant ist der Beleg, den er unter anderem heranzieht. Das ist ein Bericht der Anti-Defamation League, einer jüdischen Bürgerrechtsorganisation, die der Wikipedia Inhalte antisemitischer Natur, israel-feindliche Voreingenommenheit vorwirft Und das wird jetzt ja von der Trump-Regierung unter anderem auch beim Vorgehen gegen ausländische Studierende an den Unis immer wieder hervorgezogen, dieses Argument. Jetzt auch hier bei der Wikipedia.
34:41 Gavin Karlmeier
Ja, eine kleine Richtigstellung. Die ADL ist nicht zwangsläufig eine jüdische Einrichtung, aber sie ist eine Einrichtung, die sich gegen Diskriminierung von jüdischen Personen einsetzt. Weil sonst hätte ich das in der nächsten Folge sagen müssen.
34:57 Dennis Horn
So, also vielleicht noch kurz zu Ad Martin. Also es ist war. Aus meiner Sicht nur eine Frage der Zeit, dass das irgendwie passiert.
35:05 Gavin Karlmeier
Und wir haben es ja Lodern sehen und genau, und ganz kurz, um da einmal zu diesem Satz, wir sehen das ganz oft, dass so Also auch nichts Neues, in der ersten Trump-Amtszeit war das auch schon zu sehen, dass man immer wieder so kleine Vorstöße feststellt von der politischen Rechten in den USA, von Donald Trump, von Elon Musk, von allen möglichen, dass man immer wieder so Krumen hingeschmissen kriegt, von denen man ahnen kann, dass sie in drei bis sechs Monaten zum Thema werden, dass dieses Hinschmeißen, aber ein erster Versuch ist, um zu schauen, wie reagieren die Medien, wie reagieren die KritikerInnen, wie reagiert das Umfeld, wie reagieren auch die Ja-Sager darauf, wenn ich dieses Thema jetzt einfach mal hier reinwerfe? Das ist ja Agenda-Setting am Ende fast ohne Anlass, außer dem Anlass, eben zum Beispiel freies Wissen einzuschränken. Und das haben wir eben, wie gesagt, Elon Musk hat es Ende des Jahres schon versucht, die Wikipedia anzugreifen. Offenbar war das der erste Baustein, um jetzt sozusagen ein halbes Jahr später fast Politisch dagegen vorzugehen.
36:10 Dennis Horn
So, jetzt Ed Martin. Der ist ein langjähriger republikanischer Politiker. Ohne Erfahrung als Staatsanwalt. Und dann hat ihn Donald Trump im Januar interimsmäßig auf diesen Posten gesetzt. Er hat auch schon andere sich ausgesucht, die er mit ähnlichen Vorwürfen überzogen hat, hat eine wissenschaftliche Zeitschrift zum Beispiel angeschrieben Die sich mit medizinischen Fragen beschäftigt und hat nach deren Redaktionspolitik irgendwie gefragt Ed Martin ist aber auch schon über einhundertfünfzig mal, Bei RT aufgetreten. Russia Today. Das hat die Washington Post berichtet. 2022 Schreibt sie unter anderem, war er dort zu sehen, wie er neun Tage vor dem Angriff auf die Ukraine gesagt hat, es gibt keine Beweise für militärische Aufrüstungen an den Grenzen Russlands zur Ukraine. hat dann US-Beamte auch als Kriegstreiber kritisiert, die die Sicherheitsbedenken von Russland ignorieren würden. Also da ist schon der ganze Talk der Regierung Trump und Eigentlich der gesamten rechtsautoritären Bubble drin enthalten, den wir hier sehen. Das vielleicht noch für den Hintergrund, also man muss an der Stelle Im Grunde auch die Akteure sich genau angucken, die so neutral nach Staatsanwalt klingen, aber hier ganz offenbar eine Agenda verfolgen.
37:51 Gavin Karlmeier
Ja, das ist wichtig.
37:53 Dennis Horn
So Wir gehen rein in Ex. Das ist also das hat mich gekillt, diese Geschichte. Es gibt neue Zahlen von Ex, die so ein bisschen den Wandel dieses Unternehmens auch zeigen, also von einer Social Media Plattform, die von der Welt. Werbung legt hin zu einer, die auf Abos und künstliche Intelligenz setzt. EX hat im Februar Einnahmen generiert von über 91 Millionen US-Dollar aus Datenlizenzen und Abos. Das ist ein Anstieg. Von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Werbeeinnahmen sind in derselben Zeit um 4% gestiegen. Und das ist einfach, also wenn, wenn du das so pegelst, einfach ein großer Unterschied zu der Zeit, wie die Verhältnisse vielleicht waren nach der Übernahme von Twitter und man kann sagen, dass sich tatsächlich bei Ex die Werbeeinnahmen jetzt offenbar stabilisiert haben, wenn auch auf einem niedrigen Niveau. Und Auch wenn es möglicherweise nicht mehr das vornehmliche Geschäftsmodell von X ist. Also hier noch ein paar Zahlen. Twitter kam 2021, das war das letzte volle Jahr als börsennotiertes Unternehmen. Auf Werbeeinnahmen von 4,5 Milliarden US-Dollar. Und dieses Jahr schätzen jetzt Branchenbeobachter weltweite Werbeumsätze von 2,26 Milliarden US-Dollar. Das ist nicht nichts. Das ist ein Anstieg von 16,5 Prozent auch nochmal. Also die Einnahmen von X erholen sich, die Kosten sind stark gesunken. X hat eine Position im Markt durch Donald Trump, durch die Verbindung, die Elon Musk zu ihm hat. Und Anleger sind optimistischer.
39:31 Gavin Karlmeier
Tja nun, also das Unternehmen liegt da inzwischen in der Hand von XAI, die das auch Elon Musk gehört, also man darf sich da jetzt nicht vertun, das ist keine radikale Kursänderungen, aber die halt andere Interessen haben. Deren Interessen ist das Generieren von Daten, um eine KI zu generieren und gleichzeitig Leute zu motivieren, diese KI auch zu verwenden. Dementsprechend finde ich es extrem interessant, dass da bei dieser Auflistung, die du eben hattest, als Einnahmequelle nicht mehr die das Abo-Modell, die Subscriptions als solche benannt werden, sondern zusammengeführt werden mit Datenlizenzen. Datenlizensierungen gab es vor einem Jahr so noch nicht. Oder zumindest nicht in diesem Ausmaß und meint ja ganz offensichtlich den Verkauf der NutzerInnen-Daten, zumindest der Inhalte auf der Plattform, um damit künstliche Intelligenzen zu trainieren. So wie Reddit das beispielsweise tut, die ihre Daten ja in Google verkaufen und damit offenbar eine ganz gute Einnahmequelle gefunden haben. Noch. Die Frage ist, wie lange wird XAI, weil jetzt kommen wir in einen möglichen Interessenkonflikt. Nicht der erste in Elon Musks Leben, nicht mal der erste in dieser Woche in Elon Musks Leben, möglicher Interessenkonflikt Denn wenn XAI die Daten der eigenen Social Media Plattform X fremd lizenzieren lässt und weiterverkauft, dann haben andere KIs ja die Möglichkeit, mit demselben Datenstamm trainiert zu werden wie die eigene. Und da können sie kein Interesse daran haben. Auf der anderen Seite können sie auch kein Interesse eigentlich daran haben, dass die Plattform. . nur noch Minuszahlen schreibt. . Es könnte aber auch sein, weil die Zahlen ja aus Februar kommen vor dem Kauf durch XAI, dass es da einen Deal gegeben hat, dass XAI 30 Millionen Dollar an X überweist, um mit den Daten trainieren zu können. Auch das würde ich nicht ausschließen.
41:18 Dennis Horn
Ich hab grad daran denken müssen, dass so ein Shift, was die Kriterien angeht, nach denen das Unternehmen bewertet wird, natürlich auch einen Vergleich einfach unmöglich macht. Also du kannst schlechter sagen, wie steht es um das Unternehmen, wenn sozusagen so eine Verschiebung. Verschiebungen bei den Kennwerten existiert, ganz offenbar. Auf jeden Fall führen diese Zahlen jetzt dazu, dass Ex wieder leichter an neues Kapital kommen wird. Es gibt eine neue Kapitalrunde, da geht es um fast 900 Millionen US-Dollar. Und bei dieser Runde wird X mit, Achtung, 44 Milliarden US-Dollar bewertet. Das ist genau der Kaufpreis von damals.
41:58 Gavin Karlmeier
Und das ist aber ja auch das, was XAI dafür bezahlt. Also die haben sogar 45 Milliarden dafür gezahlt, haben aber mit eingerechnet, dass 12 Milliarden davon Schulden sind. Also XAI will offenbar Teile davon abgeben von X, um nochmal an ein bisschen Geld zu kommen, damit sie nicht das gute KI-Geld dafür ausgeben müssen, dass diese Plattform weiterläuft.
42:17 Dennis Horn
So, und X verfügt jetzt über fast 1,1 Milliarden US-Dollar an Barmitteln, während es im vergangenen Jahr noch so zwischen hundert und dreizwanzig Millionen US-Dollar waren und geht davon aus, dass es ein Teil dieser Mittel Für die Rückzahlung, der immer noch vielen Schulden nutzen wird, oder für Investitionen im Technologiebereich, also da wahrscheinlich vor allem bei KI. Aber diese Schulden lasten immer noch schwer. Also im März jetzt hat X rund 200 Millionen Dollar an Schulden bedient im Zusammenhang mit der Twitter Übernahme, sagen mit der Angelegenheit vertraute Personen, die nicht befugt waren, öffentlich zu sprechen, das ist die Quellenangabe. Und der jährliche Zinsaufwand liegt bei über eins komma drei Milliarden US Dollar.
43:02 Gavin Karlmeier
Zinsaufwand, ne? Genau. Also Zinsen ist nicht die Tilgung. Zinsen ist das, was auf die Schulden obendrauf kommt.
43:11 Dennis Horn
Naja, so dann Paul Graham ist ein englischer Informatiker. Wir lernen hier auch immer etwas über Personen.
43:18 Gavin Karlmeier
Neue Leute kennen.
43:19 Dennis Horn
Er hat damals in den 90ern eine Shop-Software verkauft an Yahoo, hat viele Bücher geschrieben und war einer der Gründer von Y.
43:26 Gavin Karlmeier
War das quasi der britische Data Backer?
43:30 Dennis Horn
So, und von ihm kommt übrigens das, das wusste ich nicht, von ihm kommt das Konflikt-Eskalationsmodell How to Disagree. Also dass man so als Modell anlegen kann, um so explodierende Debatten online irgendwie beschreiben zu können. Und Paul Graham schreibt bei X Er erinnere sich an die Tage, als sich Twitter so anfühlte wie eine Einöde voller linker Trolle. Jetzt sei es dasselbe, nur voller rechter Trolle. Und er fragt sich, ob das einfach das typische Schicksal großer Foren sei, also dass Extremisten, egal von welcher Seite aus. So ein bisschen viel both sadism, aber egal.
44:04 Gavin Karlmeier
Paul Graham ist übrigens auch der Erfinder des Hufeisens
44:11 Dennis Horn
Aber wer wer mal was an Yahoo verkauft hat, schreibt Huf auch cooler.
44:14 Gavin Karlmeier
Der schreibt dann H O O V Eisen.
44:17 Dennis Horn
Yahoo Eisen. So, ähm. Moment. Nochmal zurück. Also er hat gesagt, Twitter fühlte sich mal an wie ein Wasteland voller linker Trolle, jetzt voller rechter Trolle. Ist es das Schicksal all dieser großen Foren? Dass Extremisten sie halt trockenlegen. So, und Elon Musk antwortet: X arbeitet an einem, arbeite, ich bleibe mal im Konjunktiv, arbeite an einem neuen Algorithmus auf Basis von Grog. Should help a lot.
44:47 Gavin Karlmeier
Weißt du, was ich da gedacht habe? Weil also der erste Gedanke war natürlich, wenn sie jetzt in der Hand eines KI-Unternehmens sind, wird irgendwann die KI auch in den Algorithmus fließen. Jetzt muss man dazu sagen, dass dieses KI-Unternehmen ja aus Ex heraus entstand. und dieser Algorithmus ja früher schon KI-powered sein sollte. AI-powered. Das heißt, was Sie hier jetzt einfach machen.
45:06 Dennis Horn
Weil auch der Begriff, was ist AI, natürlich einen Zeitenwandel unterzutragt.
45:09 Gavin Karlmeier
Zum einen der Algorithmus in sozialen Medien eigentlich immer eine Form von KI ist, wie wir heute KI verstehen Oder? Aber kennst du das, wenn man so sich ein Auto kauft zum Beispiel Und dann hat man da irgendeine, oder besser Formel 1, in der Formel 1 werben doch so Luxusuhren im Arolex oder Tagheuer so. Und die werben dann an den Uhren, die da hängen. Aber die tauschen die Uhren ja nicht aus und die hängen ihr Logo dran und dann sollen wir denken, ach krass, die Uhren, die sind so gut, die können sogar hier die Formel 1 Zeit stoppen, ich kaufe mir eine Rolex. Oder wenn man sich ein Auto kauft und dann gibt es da irgendwie so Lautsprechersysteme und dann klebt da irgendwie so ein Haman Cardon oder wie die heißen dran. Das sind dann nicht zwangsläufig die Haifi-Anlagen, die du in deiner Wohnung verbaust von Haman Cardon, aber du hast ständig Kontakt mit einer Marke, die dich vielleicht irgendwann motivieren könnte. So Und ich glaube, das macht Elon Musk. Die bauen den Algorithmus ein bisschen um, dass er sich anders anfühlt und kleben Grog drauf. Einfach nur um zu sagen, das ist jetzt der Grog-Algorithmus. Aber de facto, also. . . Wenn du mit jedem Neuladen deiner Timeline einen Command an ein LLM auslöst, dann ist nicht nur Twitter irgendwann ein Wasteland, sondern dann sind die USA auch bald ein Wasteland. Weil das ist halt vom Energieaufwand her ist das ja nicht zu stemmen, Das wäre ja das ist ein wahnsinnig wilder also, ja.
46:32 Dennis Horn
Ja. Ich habe so viele Fragen. Also erstmal, wenn ein Grog draufklebt, vielleicht trinken Leute da noch mehr davon.
46:41 Gavin Karlmeier
Witz noch einen Grogenroll-Witz eigentlich?
46:43 Dennis Horn
Nein, dann.
46:44 Gavin Karlmeier
Sex, Drugs und Rock'n'Roll.
46:47 Dennis Horn
Dann habe ich gerade, sag mal, das ist jetzt eine nebensächliche Frage. Tag heuer heißt dieser Urhersteller und aus österreichisch und heißt es nur einfach heute? Der Tag heute oder woher kommt das?
46:58 Gavin Karlmeier
Oh, er ist wahrscheinlich auch Schweizer, aber ich weiß es nicht. Uhrenhersteller sind immer Schweizer, oder? Tag Heuer ist ein Schweizer Uhrenhersteller. Das gibt's ja nicht. Aber könnte natürlich sein, dass es nicht gibt.
47:08 Dennis Horn
Kommt das daher? Wir werden es im Discord erfahren wahrscheinlich.
47:11 Gavin Karlmeier
Nee, der Gründer hieß Eduard Heuer. Ach so. Ja, schade.
47:14 Dennis Horn
Aber Tag ist trotzdem noch nicht geklärt. So, und ähm. Also, dritter Punkt. Ich habe gedacht, was ist, keine Ahnung, ob das stimmt oder nicht. Ich habe rhetorisch auf diese Antwort von Elon Musk. Geguckt und sie ist doch ein Eingeständnis, dass Ex heute ein Wasteland aus rechten Trollen ist. Er widerspricht ja gar nicht.
47:37 Gavin Karlmeier
Nee, er sagt, dass, also kann man so lesen, aber er sagt ja nur, dass die Wahrnehmung, die Paul Graham von X hat von seinem Algorithmus geprägt ist. Also er sagt nicht unbedingt. Könnte man so, also man kann beide Lesarten anwenden, aber Da würde ich jetzt im Zweifel fast für Elon Ne, das kann ich nicht zu Ende sagen.
48:00 Dennis Horn
Nein. Nein. Also hakend dran an X, wir gehen rüber zu Threads. Threads ist umgezogen und läuft jetzt.
48:07 Gavin Karlmeier
Jetzt sind jetzt auch ein Text. Ach nee.
48:11 Dennis Horn
Läuft jetzt auf threads. com. Und passend dazu gibt es ein Update für die Weboberfläche, das vor allem den Desktop-Nutzern mehr kommt vorbietet. Das ist jetzt so ein kleines Funktionen und Emotionen, das wir hier, glaube ich, jetzt schon. Schon starten, oder?
48:26 Gavin Karlmeier
Soll ich schon drücken? Wir haben noch mehr Funktionen mit Emotionen. Ja, dann machen wir das direkt. Wir haben auch super viel schon verquatscht. Wir müssen ein paar Themen schieben wir auf nächstes Mal. Aber du bist ja nächster Folge auch wieder da. So, eben. So, jetzt warte mal hier. Funktionen und Emotionen. Ich habe das Gefühl, der Jingle wird immer lauter.
48:44 Dennis Horn
Ja, zu Recht. So. Ich gehe mal einzeln durch. Also erstens, eigene Feeds. Wenn du im Browser am Desktop jetzt nur eine Spalte hast, dann siehst du oben, kannst du auswählen, wie auf dem Handy, zwischen dem für dich-Feed zwischen wem du folgst. Es ist ja wie bei Ex. Toll. Na Emotionen? Nein, habe ich keine Emotionen zu. Ah, nee. Schneller Zugriff. Du kannst jetzt aufs Hauptmenü klicken und dort dann die Beiträge dir angucken. Den du ein Gefälltmir spendiert hast oder die du dir gespeichert hast. Ja. So, dann mehr Spaltenansicht. Ist nicht neu übrigens. Mit einem Klick aufs neue Spalten-Icon kannst du weitere Feeds oder Ansichten hinzufügen. Habe ich schon, so arbeite ich schon. Seit Monaten. Vielleicht fehlte da bei einigen NutzerInnen noch ein Rollout dazu oder so.
49:40 Gavin Karlmeier
Ja, und du kannst sie aber wohl jetzt irgendwie auch freier verschieben, wobei das auch die ganze Zeit schon. Ich weiß auch nicht.
49:44 Dennis Horn
So, und jetzt kommt meine Highlight-Funktion. Ohne Scheiß. So, du kannst dir aus Threads heraus. Jetzt einen Screenshot eines Beitrags direkt als Bild exportieren.
49:55 Gavin Karlmeier
Wie mache ich das?
49:58 Dennis Horn
Du gehst auf Teilen. Dann hast du jetzt die Möglichkeit als Bild speichern.
50:04 Gavin Karlmeier
Auf dem Handy?
50:05 Dennis Horn
Nee. Hab ich noch nicht. Das ist ja die Web-Oberfläche.
50:08 Gavin Karlmeier
Ich habe reposten und zitieren nur.
50:10 Dennis Horn
Nee, nee, nicht, äh, nicht, äh, warte.
50:12 Gavin Karlmeier
Achso, teilen, als Bild kopieren.
50:15 Dennis Horn
Ja. Das ist. Da habe ich die, da habe ich die meisten, siehst du? Wusste ich die meisten Emotionen.
50:20 Gavin Karlmeier
Das finde ich mega. Da gab es bisher eigene Dienste für.
50:24 Dennis Horn
Also ich weiß noch, ich habe zum Beispiel beim alten Twitter immer TweetPick genommen Und hab so die ganzen ersten, weiß ich nicht, 150 Episoden Haken dran. Habe ich mir da immer dann von Elon Musk-Tweets oder so, habe ich mir die Screenshots gezogen. Und das musste dieses Tool Sozusagen erstellen, dann sah es auch geil aus. Und jetzt kannst du es direkt aus Threads heraus erstellen und es sieht super aus. Wenn da jetzt noch Inhalte wären, die ich screenshotten wollte, wäre richtig geil. Ja, die gibt es bei Blue Sky. Sorry. So, dann der Pop-up-Komponist.
50:56 Gavin Karlmeier
Ja, das ist auf jeden Fall übersetzt zu viel. Pop-up-Composer.
51:01 Dennis Horn
Ja, so, also. Du hast einen Plus-Button rechts unten in der Desktop-Ansicht, und wenn du da draufklickst, dann bleibt sozusagen als Overlay rechts unten die ganze Zeit so ein kleiner Editor, der beim Scrollen mitwandert, mit dem du neu postest. Bei Google Mail. Okay, nett. So, und Import von Followerlisten, das kannten wir doch auch schon.
51:22 Gavin Karlmeier
Haben wir schon hier drüber gesprochen.
51:24 Dennis Horn
Oh, du kürzt ab. Und zwar ganz schön. Ganz schon offensiv. Habe ich auch keine Emotionen zu.
51:31 Gavin Karlmeier
Hast du da Emotionen? Nein, also wir haben da schon drüber gesprochen. Es ist halt, da haben wir hier, glaube ich, auch schon Infunktionen und Emotionen gehabt. Viel zu spät. Also, wer sich jetzt neu bei Threads anmeldet. Der macht das jetzt nicht, um Ex im Rücken zu kehren.
51:44 Dennis Horn
Diese Funktion, das ist unsere offizielle Bewertung, Haken-Ran-Bewertung, Stempel drauf, diese Funktion hatte ein Momentum. Und das ist nicht jetzt. Genau.
51:53 Gavin Karlmeier
Momentum over.
51:54 Dennis Horn
Hätte ein Momentum gehabt.
51:56 Gavin Karlmeier
Momentum over.
51:58 Dennis Horn
Es gibt ein bisschen Verwirrung für Fediverse Nutzer übrigens, weil dort das Handle, obwohl ja jetzt umgezogen wurde, zu Threads. com. weiter. net lautet.
52:08 Gavin Karlmeier
Und da sind wir gerade so drüber gegangen, aber da habe ich irgendwie eine Emotion zu. Und diese Emotion heißt hä? Also Warum laufen Sie jetzt auf threats. com und nicht auf threads. net? Punkt 1. Weil Commercial Werbung. Die Werbung kommt. Aber das kann ja nicht der Grund sein. Das ist ja total binnensichtig gedacht. Warum sollten sie das so tun?
52:29 Dennis Horn
Ja, vielleicht weil Kommen einfach das Geläufigere ist, weil mehr Leute das verstehen. Und Threads ist ja schon zu komplizierter.
52:35 Gavin Karlmeier
Und es ist amerikanischer. Es fühlt sich amerikanischer. Ich glaube, das ist der Hauptgrund. Aber ich also so richtig verstehe ich den Move nicht, ehrlicherweise. Also ich könnte mir vorstellen, dass irgendjemand gesagt hat. Threats. com kostet aber echt 20 Millionen Dollar gerade, sollen wir das echt kaufen? Und dann hat irgendjemand gesagt, erst wenn wir damit Geld verdienen. Und dann kündigt man Sarah die Werbung an und dieser eine Kollege von früher hat sich daran erinnert und kam zurück zu einem anderen Kollegen und hat gesagt Jetzt verdienen wir Geld damit, wir kaufen die Domain. Ich sag dir, das ist so passiert.
53:10 Dennis Horn
Ja, kann sein. Ja, kann ich nicht. Ich weiß es nicht. So, andererseits finde ich sozusagen fürs Fediverse das Punkt net dazulassen, finde ich eigentlich ganz konsequent. Das ist ja. Das nett. So, weißt du? Ja, es ist nett. Nee.
53:28 Gavin Karlmeier
Nein, das ist noch verwirrender. Das ist noch verwirrender, dass wenn ich jetzt föderiere mit meinem Account, dass ich eine adswets. net Domain hinter meinem Nickname habe, obwohl dieser Service eigentlich threads. com heißt. Das ergibt keinen Sinn. Das ist natürlich schwierig, jetzt irgendwie zu verändern. Vielleicht werden sie es irgendwann noch hinkriegen, aber. Erstmal ist das hier ein Clusterfuck, den Sie damit auslösen.
53:52 Dennis Horn
Okay. So, ich möchte eine Funktion, vielleicht schieben wir die anderen, aber eine möchte ich noch mit dir besprechen. Bitte. LinkedIn weitet seinen Verifizierungsprogramm aus, sodass andere Anbieter LinkedIn-Verifizierungen übernehmen können. So, also Adobe zum Beispiel integriert das in seine eigenen Profile, die Nutzerinnen und Nutzer dort anlegen können. Und das heißt, wenn ich jetzt sozusagen eine LinkedIn-Verifizierung durchlaufen habe,
54:24 Gavin Karlmeier
Man muss aber kurz erklären, was das ist, weil die ist ja anders als jede andere Verifizierung.
54:28 Dennis Horn
Da kann ich zum Beispiel mit meinem Perso sagen, ich bin ich So, und dann sagt LinkedIn, ja, Badge dran. So, genau. Und die kann ich dann übertragen auf mein Adobe-Profil zum Beispiel. So. Und das wird dann auch in Adobe-Profilen irgendwie angezeigt.
54:50 Gavin Karlmeier
Wie häufig wird dein Adobe-Profil von anderen aufgebaut?
54:52 Dennis Horn
Weiß ich nicht, aber das ist ja jetzt so. Grundsätzlich zu sagen, wir weiten das aus und stellen das auch anderen Personen. Plattformen zur Verfügung, finde ich interessant.
55:01 Gavin Karlmeier
Ja.
55:02 Dennis Horn
So, weil sie damit auf jeden Fall erfolgreicher sein werden als Blue Sky, als noch zu kleines Netzwerk, wo ich eigentlich gedacht habe: der Ansatz ist interessant. Und wenn die das jetzt ausweiten würden, sozusagen aufs Netz, da ist es jetzt LinkedIn sozusagen schneller. Ich würde das sogar ein bisschen in jetzt nicht in Vergleich, aber gemeinsam betrachten. Finde ich interessant.
55:22 Gavin Karlmeier
Ich finde das auch super interessant. Leider Aber also mich ärgert es trotzdem, weil ich finde es ja toll, wenn es eine Stelle gibt, bei der man sich verifiziert, die dann dafür sorgt, dass du bei anderen Konten zum Beispiel verifiziert wirst. Total sinnvoll. Die Frage ist, möchte ich, dass diese Stelle ein soziales Netzwerk in der Hand von Microsoft ist? Ja. Und da ist die Antwort natürlich nein.
55:50 Dennis Horn
Möchte ich noch ein großes Unternehmen aus den USA, denen es gerade ja an Kragen geht, mit so einer Frage? Betraut wissen. Ja, genau.
56:02 Gavin Karlmeier
Und also ich finde den Ansatz richtig, aber jetzt, und da sind wir wirklich bei dezentral denken, da sind wir bei Föderierung und da sind wir bei anderen Lösungen. Da sind wir jetzt, wir brauchen jetzt eine Art Verein, der sich dem Datenschutz verschreibt, der eine sehr sichere Sandboxing-Lösung hat, bei der du. mit deinem Personalausweis verifiziert werden kannst, ohne dass dein Personalausweis bitte gespeichert wird. Ich glaube, bei LinkedIn passiert das auch nicht, aber you never know. Um damit die sozusagen eine Art, so wie Gravatar zum Beispiel, einen Dienst, der zum Beispiel mit deiner E-Mail-Adresse verwoben ist und dir ein Profilbild auf unterschiedlichen Services. anbietet. So und diese sie sagen, diese E-Mail-Adresse gehört zu diesen Menschen und dieses Instagram Profil auch So, stellt einen Zusammenhang her. Das hat natürlich auch Problematiken, aber seien wir ehrlich, wenn du mit deinem Klarnamen im Internet verifiziert sein möchtest. dann ist die Problematik, dass es zentralisierte Überschneidungen deines Profils und damit eine Profilerstellungsmöglichkeit gibt, hier sowieso hinfällig, weil du bist da eben auf all diesem Profil mit deinem Namen.
57:13 Dennis Horn
Und so eine Organisation sitzt am besten nicht in den USA.
57:16 Gavin Karlmeier
Ja. Gerade, ne? Ganz genau. Also, wenn uns jemand zuhört, der Bock hat zum Vereinsgründen, ruft uns an. Wir machen mit.
57:24 Dennis Horn
Und alle anderen Themen lassen wir für Mittwoch liegen?
57:27 Gavin Karlmeier
Ja, müssen wir, ne? Aber eine Sache möchte ich noch kurz ansprechen. Hast du schon Edits getestet?
57:33 Dennis Horn
Nein, habe ich noch nicht.
57:34 Gavin Karlmeier
Dann machen wir das auch Mittwoch als erstes, weil ich habe versprochen, als Hausaufgabe, wir benutzen Edits. Haben wir ja nicht gemacht. Also am Mittwoch sprechen wir über Edits, über alles überhaupt.
57:42 Dennis Horn
Das ist jetzt auch eine Hausaufgabe an mich, ja? Einmal Edits nutzen und ein paar.
57:46 Gavin Karlmeier
Und dann gucken wir mal, ob da Meta Edits best gearbeitet hat.
57:54 Dennis Horn
Ja, Mittwoch den Haken ran mit Gavin und Edith.
57:59 Gavin Karlmeier
Übrigens eine Sache noch: Es gab ja wegen des Wochenendes logischerweise keine Entwicklung im Prozess zwischen FTC und Meta. Aber mir hat ein Hörer ein Jingle geschickt für diese Prozessberichterstattung, weil ich darum gebeten habe. Und den hören wir uns dann Mittwoch auch mal an. Wie schön.
58:17 Dennis Horn
Und sollen wir noch kurz unterbringen, ähm, oder war das Freitag schon Thema, wann unser großes Social Media Quiz startet auf der Republika.
58:27 Gavin Karlmeier
Du meinst das Quiz, das nur zufälligerweise erinnert an eine Gameshow der 90er Jahre? Bühne 2, 26. Mai 18.
58:36 Dennis Horn
45 Uhr. Das ist der Montagabend der Republika und das finde ich ziemlich prominent und ein bisschen Respekt davon.
58:43 Gavin Karlmeier
Ja, aber es hat jetzt beim dritten Mal Tradition. Wir sind zum dritten Mal am Montagabend und damit gehört der Platz jetzt uns. So So. Das finde ich erstmal gut. Dazu habe ich aber wahrscheinlich dann nächste Woche nochmal ein paar Infos, weil das hat dich nicht zu interessieren, Dennis. Aber wenn wir 100 Leute fragen wollen, müssen wir erstmal 100 Leute fragen. Das ist richtig. Und das werden wir tun.
59:05 Dennis Horn
Die Antworten interessieren mich aber.
59:07 Gavin Karlmeier
Ja, die musst du aber geben. Darüber sprechen wir dann aber wirklich alle am Mittwoch. Bis dahin erstmal vielen lieben Dank, lieber Dennis, dass du dir die Zeit genommen hast. Für den kleinen Exkurs heute. Das hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht. Und allen, die bis hierhin zugehört haben, eine ganz wundervolle Woche. Guten Wochenstart, genießt ein bisschen die Sonne, trinkt mal vielleicht ein Weinchen und lest mal nicht Nachrichten.
59:30 Dennis Horn
Bis Mittwoch, lieber Hartz. Stutz.