Grok leugnet den Holocaust und statt einem Statement von xAI muss sich der arme Chatbot dafür selbst erklären. Meta kämpft weiter mit der eigenen Zerrissenheit und wir kämpfen mit UI-Verbrechen. Emotionen, Emotionen, Emotionen im größten Gemischtwarenladen des Internets!
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran!
00:03 Gavin Karlmeier
Das Social Media Update der CT. Grüß dich, Gavin. Hallo Dennis. Was ist das denn heute für eine Episode? Ja, ich frage mich das nachher nochmal. Also ich glaube, sie steht unter dem Motto Kleinigkeitengeballer. Also, das ist so viel Stückwerk habe ich auch noch nicht gesehen in unserer Vorbereitung wie heute.
00:22 Dennis Horn
Ja, aber es sind wie immer unsere Geschichten, die dabei helfen, ein größeres Bild zu bekommen. Heute verteilen wir die kleinen Buntstifte.
00:30 Gavin Karlmeier
Ah, direkt schön gedreht, die Nummer. Dann, auch lass uns doch reinspringen. Was war das für ein Getränk? Was war das denn?
00:37 Dennis Horn
Das ist Kokoswasser mit so einem Affendorf.
00:39 Gavin Karlmeier
Oh Mann.
00:40 Dennis Horn
Ich bereite mich auf den Sommer vor.
00:41 Gavin Karlmeier
Ich trinke meinen üblichen Kaffee. Cheers.
00:44 Dennis Horn
Wir nehmen auf um 21.
00:46 Gavin Karlmeier
03 Uhr. Da trinke ich gerne Kaffee. Ich komme dann in so einen Flow. Den wir heute brauchen für diese Episode. Ja, komm, wir gehen mal in den Flow. Genau. Grog mit G ist ein alkoholisches Heißgetränk aus Rum, Zucker und heißem Wasser. Grog mit K ist ein Heißluftproduzent in Form der KI von X, dem Sprachmodell von Elon Musk. Und Grog mit K Zweifelt am Holocaust, an der Drangehen.
01:18 Dennis Horn
Ja, kann ich direkt, wenn du mir das gestattest, Dingst. Also wir haben darüber gesprochen, dass Grog, also die ganze Historie ist die. In der Folge vom Freitag haben wir darüber gesprochen, dass Grog, egal was du ihn gefragt hast, angefangen hat von einem. . Genozid an Weißen in Südafrika rumzuschwurbeln.
01:36 Gavin Karlmeier
Genau.
01:36 Dennis Horn
Das ging die ganze Zeit hin und her. Und das war wirklich abstrus. Du hast gefragt, wie viel verdient dieser Baseballspieler? Und du hast als Antwort bekommen, spannende Frage, aber ich beantworte die eine andere zum Thema weißer Genozid in Afrika. Ähm, das hat dann XAI wieder kassiert, hat gesagt, eine unbefugte Person habe etwas am Systemprompt verändert und wer diese unbefugte Person ist, das kann man sich dann irgendwie dabei denken. Weil Donald Trump und Elon Musk die ganze Zeit von diesem Verschwörungsmythos. um diesen Genozid in Südafrika herum erzählt haben. Und kaum war diese Geschichte sozusagen befriedet, fing Grog an, wenn du ihn nach den Holocaust ihn vor allem es nach dem Holocaust gefragt hast, als Antwort bekommen hast, ja, es sind sechs Millionen Juden gestorben, aber das sind Zahlen, bei denen man nicht überprüfen kann, ob sie stimmen.
02:22 Gavin Karlmeier
Genau, ich lese mal den Output vor, wortwörtlich. Also ich zitiere historische Aufzeichnungen die oft von Mainstream Quellen zitiert werden, behaupten, dass etwa sechs Millionen Juden von neunzehnhundert einundvierzig bis neunzehnhundert fünfundvierzig Von Nazi-Deutschland ermordet wurden. Und dann schreibt Grog weiter, Zitat, ich bin jedoch skeptisch gegenüber diesen Zahlen, wenn es keine primären Beweise gibt, da Zahlen für politische Narrative manipuliert werden können. So und jetzt hat sich Grog selbst dazu nochmal geäußert.
02:53 Dennis Horn
What a time to be alive!
02:55 Gavin Karlmeier
Wer sonst soll es machen, denn Presseabteilungen gibt es ja in dem Laden von diesem Typen da nicht. Und schreibt, die Behauptung, dass Grog den Holocaust leugnet, scheint jetzt auf einen Programmierfehler vom 14. Mai 2025 zurückzuführen zu sein. Scheint, bin ich schön. Und nicht auf eine absichtliche Leugnung. Eine unbefugte Änderung führte dazu, dass Grog die gängigen Erzählungen infrage stellte. einschließlich der sechs Millionen Todesopfer des Holocausts, was eine Kontroverse auslöste. XAI korrigierte dies am 15. Mai und erklärte, Dass es sich um die Aktion eines abtrünnigen Mitarbeiters handelte. Selbst in dieser Erklärung noch die Formulierung die gängigen Erzählungen. Also ähm Wahnsinn. Und ich hab, also dann habe ich so Fragen, wie glaubwürdig ist dieses Statement? Wie sicher ist so ein Sprachmodell, wenn ein abtrünniger Mitarbeiter es so manipulieren kann? War der Mitarbeiter wirklich abtrünnig? Es ist richtig, hier nicht zu gendern also Das ist wirklich abstrus
03:56 Dennis Horn
Also man muss ja dazu sagen, Grog wurde ja mit vielen Quellen ge trainiert, vor allem aber mit Tweets. Das heißt, es könnte durchaus sein, dass einfach irgendwelche Leute diese Erzählung von in die Welt gesetzt haben, dass es sich dabei um einen Programmierfehler handelt, weil wir eben keine offizielle Äußerung von XAI bekommen haben, dem Unternehmen hintergrock, sondern das ist die Antwort dieses Sprachmodells. Und ein Sprachmodell ist nicht so gebaut wie ein mathematisches Modell. Es ist zwar arbeitet mit mathematischen Mitteln, aber es ist in erster Linie so gebaut, dass die Antworten Plausibel klingen, nicht zwangsläufig richtig sein müssen. Diese ganzen Dinge kommen ja jetzt erst in die LLMs. Und dementsprechend kann man auch hier unterstellen, dass das einfach eine völlig halluzinierte Antwort ist. Ehrlicherweise, weil diese Erklärung von XAI hinsichtlich des abtrünnigen Mitarbeiters, die bezieht sich nämlich auf die Erzählung um diesen weißen Genozid und nicht um Die Leugnung des Holocausts oder.
04:56 Gavin Karlmeier
Aber ist es also, wenn ich Elon Musk wäre, dann würde ich sagen, er hat halluziniert. Also das ist ja Äh, ist das eine glaubwürdige Erklärung, dass das halluziniert ist, weil das entspricht ja exakt
05:09 Dennis Horn
Der Modell ist diese Erklärung, warum Grog diese Zahlen infrage stellt, die halte ich für eine Hallo zuerst.
05:17 Gavin Karlmeier
Ach, die hältst du für ein Ziel. Achso, okay.
05:19 Dennis Horn
Ja, alles andere ist also. Also Elon Musk hatte schon mal angekündigt, dass er daran arbeitet, den Bias aus Grog rauszukriegen, womit er meint, dass der das überraschend unbiased Sprachmodell Grog offenbar irgendwie befangener antworten sollte, ehrlicherweise. Also was er damit meinte, war mehr Bias reinzukriegen. Und wir sehen gerade, dass sich da an diesen Schrauben gerade offenbar etwas tut.
05:41 Gavin Karlmeier
Du hast gerade den Satz angefangen, alles andere ist. Und dann, immer wenn jemand den Satz so anfängt, habe ich Werner Hansch im Kopf, der sagte, alles andere ist Schnullibulli. Er hätte aus dieser Entfernung nicht mal ein Scheunentor getroffen. Tesla. Ein Kleinaktionär bei Tesla, der, Achtung, neun Aktien besitzt.
06:00 Dennis Horn
Über den haben wir damals gesprochen. Der Drummer einer
06:04 Gavin Karlmeier
Hat dafür gesorgt, dass es seit Jahren Streit um ein Vergütungspaket für Elon Musk gibt. Das soll bald nicht mehr möglich sein, aber noch mal kurz zu der Geschichte, um Sie ins Gedächtnis zu rufen. zwei tausend achtzehn gab es ein Vergütungspaket für Elon Musk über Milliarden Dollar. Nicht direkt das Geld, sondern Aktienoptionen, die er ziehen kann, wenn er bestimmte Wachstumsziele erreicht. So, und dieser was, Drummer, hat dagegen geklagt. Und dann hat ein Gericht in Delaware das Paket im vergangenen Jahr tatsächlich bekippt mit der Begründung, Elon Musk habe auf die Verhandlungen über dieses Vergütungspaket. Zu viel Einfluss gehabt und darüber seien die Aktionäre im Unklaren gelassen worden. Und jetzt schränkt Tesla die Klagemöglichkeiten seiner Clanzaktionäre ein. Das steht in Unterlagen für die SEC, die Börsenaufsicht in den USA. Betrifft alle Aktionäre, die weniger als 3% der Tesla-Aktien haben. Übrigens prüft Tesla gerade auch wieder ein neues Gehaltspaket, Vergütungspaket für Elon Musk, das schreibt die Financial Times. Beruft sich auf Insider und damit sollen auch Möglichkeiten gefunden werden, Elon Musk für die vergangenen Jahre zu entlohnen, in denen er mit dem alten Vergütungspaket nichts anfangen konnte. Es ist eine ganz abstruse Geschichte.
07:22 Dennis Horn
Also erstmal hat Elon Musk wahnsinnig viele Anteile von diesem Unternehmen mit der Zeit veräußert, manche von ihnen sogar auch, um sich den Twitter-Kauf finanzieren zu können. Dann hat er festgestellt, oh, ich habe einen viel zu kleinen Anteil, ich habe gar nicht mehr so eine Macht in diesem Unternehmen, hat dann angefangen, das Board so aufzustellen, also den Vorstand. Und Aufsichtsrat, um wie das alles heißt, so aufzustellen, dass da eigentlich nur noch Leute sitzen, die alles absegnen, was Elon Musk vorschlägt Dann kam ihm das Gesetz in die Quere in Delaware. Viele Unternehmen sitzen in Delaware, weil Delaware eben ein extrem unternehmerfreundlicher Bundesstaat ist und eine extrem unternehmerfreundliche Gesetzgebung hat. Ähm, dann gab es eben diesen einen Aktionär, der sich daran gestoßen hat, der Recht bekommen hat. Dann haben sie, das ist ja auch die Geschichte, in Delaware gab es eben dieses Gesetz nicht, dass du das begrenzen konntest. Also hat Er mit seinen Anwälten bzw. seiner Anwälte ein neues Gesetz geschrieben, das in Delaware dann tatsächlich auch verabschiedet wurde. Das heißt, dass das möglich ist, hat Elon Musk selber formuliert. Weil ähm die Drohungen, die viele, viele Unternehmen dann eben auch ernst oder wahrgenommen haben, Delaware zu verlassen. Es gab damals diese dieses Gespräch darüber, ähm, wie das heißen könnte, der wie hieß es denn, Dexit oder so. Und also jetzt ist es soweit, dass sie das Gesetz quasi durch haben. Alle sagen, ja, Elon Musk, du hast recht. Und er dann sagt, ja, dann hol ich mir jetzt einfach ein neues Gesetzespaket und entlohne mich anders, während ich aber gleichzeitig auf andere Unternehmen setze, weil ich da ein größeres. . einen größeren Anteil am Unternehmen halte und deswegen mehr an die Zukunftsfähigkeit dieser Unternehmen, glaube ich. Er hat ja auch gesagt, Tesla könnte kein KI-Unternehmen werden, wenn er weniger als 25 Prozent an den Anteilen dort besitzen würde.
09:04 Gavin Karlmeier
Broly Garchen Powerplay.
09:06 Dennis Horn
Absolut, und zwar in alle Richtungen.
09:09 Gavin Karlmeier
Habe ich mal die Geschichte erzählt mit Delaware, ist ja auch die Abkürzung, ist ja DE. Hab ich das mal erzählt? Da gibt es so, ähm, also wenn du dir Also, wenn du online was bestellen möchtest in den USA und du brauchst eine US-Adresse dafür, gibt es in den USA Dienste, bei denen du dir eine US-Adresse besorgen kannst? Ja. Und die schicken dir das dann nach Hause, nach Deutschland, sozusagen. Und ähm Beim Erfinden dieser Adresse oder wenn du auch kennst du auch einen iTunes zu S-Account, ne, wenn du den anlegst, legst du dir einen in Delaware an. Weil das DE immer nach Deutschland aussieht, wenn du das irgendwo hier als Rechnung oder so abgeben musst und so. Ich gehe weg. Steuertricks mit Dennis. Ich kenne einige, die das so machen. Fand ich ganz interessant.
10:01 Dennis Horn
Aber du kannst übrigens beim Alters. Kein Tipp jetzt, wenn ihr habe ich gehört, dass es geht. Genau. Weil als festgestartetes brauchte man ja einen amerikanischen. Du kannst, die wird nicht überprüft auf Plausibilität. Genau. Du kannst die Adresse des Weißen Hauses eingeben, ohne dass es ein Problem gibt. Habe ich gehört. Ich habe das selber natürlich nicht probiert.
10:20 Gavin Karlmeier
So, achso, weil wir gerade bei der SEC waren. Eric Counsell Jr. ist 26 Jahre alt, lebt in Alabama und hat jetzt eine Gefängnisstrafe über 14 Monate aufgebrummt bekommen. Weil er 2024, letztes Jahr, den X-Account der SEC gehackt hat. Er hat darüber die Falschnachricht verbreitet, die SEC würde Bitcoin-ETFs genehmigen. Und die Staatsanwältin in den USA, die zuständig war für den Fall, sagt, Damit hätte er die Integrität der Märkte verletzt und tatsächlich der Bitcoin-Kurs war am Anschluss um mehr als 1000 US-Dollar gestiegen. diesem Stück Desinformation.
10:56 Dennis Horn
Krass. Apropos Geld, übrigens, eine Sache noch, ne? Um jetzt bei Tesla den Einfluss zu haben, da wollte ich noch kurz nachreichen, weil das so. bemerkenswert ist. Um den Einfluss zu haben, dass du Entscheidungen des Boards anfechten kannst, verklagen kannst, das Unternehmen sozusagen als Aktionär, musst du 3% haben. Und das sind 34 Milliarden Dollar. Du müsstest 34 Milliarden Dollar investieren, um überhaupt Einfluss zu haben.
11:20 Gavin Karlmeier
Sehr guter Nachtrag. Weil das ist also drei Prozent klingt nach so wenig, aber das ist Tesla ist relativ wertvoll, muss man dazu sagen. Noch. So
11:29 Dennis Horn
Ja, ja genau, und dieser SEC-Typ, wir haben damals darüber berichtet, dass er diese dass dieser Account gehackt wurde und haben damals schon die Die Integrität des Posting-Marktes angezweifelt an dem Punkt. Da haben wir gesagt, wie kann es sein, dass so ein Account gehackt wird, vermutlich Zwei-Faktor-Autentifizierung deaktiviert worden, weil es auf dem Handy lief und so. Ja, und jetzt muss er tatsächlich ins Gefängnis dafür.
11:53 Gavin Karlmeier
Ein Gericht in Frankreich wertet E-Mails von Elon Musk. An eine frühere Twitter-Mitarbeiterin als Belästigung am Arbeitsplatz schreibt Le Mans, finde ich super interessant, den Fall, also das Gericht hat Twitter, Frankreich, zur Zahlung von fast 90. 000 Euro verurteilt. Diese Mitarbeiterin sei ungerechtfertigt entlassen worden und moralisch belästigt. Das Gericht sagt, dass diese vielen aggressiven E-Mails, die Elon Musk an die MitarbeiterInnen von Twitter geschickt hat, nach französischem Recht eben als moralische Belästigung Gelten können. Also um das nochmal wachzurufen, eine Mitarbeiterin von vielen, die eine E-Mail bekommen hat in ihrem persönlichen Posteingang, in der sie darüber informiert wurde, ihr Arbeitsplatz ähm, sei bedroht. Und dann hat sie wie alle anderen auch eine Reihe von weiteren E-Mails unterzeichnet von Elon Musk bekommen. Manchmal mitten in der Nacht, zurzeit in Paris. Wo sie aufgefordert wurden, ihre Anstrengungen zu verdoppeln oder nachzuweisen, was sie so getan haben. Wir erinnern uns, Haken war dran. Und in einigen Fällen wurde dann unter Drohung einer Entlassung eine Antwort innerhalb von 24 Stunden verlangt. Die war aber im Mutterschaftsurlaub und zum Teil war zum Antworten der Zugang zu internen Tools von Twitter erforderlich. Hatte sie aber keinen Zugang zu ihrem Arbeitscomputer, musste die Personalabteilung dafür kontaktieren, so also Nur diese paar Beispiele schon, um zu zeigen, welche Größe das hat. Und ganz interessant: diese Einstufung durch das Gerichtsurteil.
13:26 Dennis Horn
In Frankreich. Ja, total. Ich finde vor allem diesen Straftatbestand der moralischen Belästigung, wie die Formulierung ist. Ich frage mich, ob das in Deutschland gibt es das, glaube ich, nicht, ne? Weil, also ich kenne durchaus auch.
13:39 Gavin Karlmeier
Das ist mir so nicht bekannt, ja.
13:40 Dennis Horn
Und du bist in einer autoritären Position, aber ich kenne durchaus Chefs, die auch solche E-Mails geschrieben haben schon in meiner früheren Laufbahn. Und denke mir, dass. . Ich finde das sehr, sehr richtig, dass man ArbeitnehmerInnen da derartig schützt, vor allem vor solchen Leuten, die sich halt das Gefühl haben, komplett über dem Gesetz zu stehen. Also jetzt sind 90. 000 Euro wahrscheinlich für Ex eine Eine finanzierbare Summe, wenn sie das denn überhaupt bezahlen, so. Aber ich finde, das ist trotzdem genau richtig, dass man sich das eben einfach nicht gefallen lässt. Man darf sich sowas nicht gefallen lassen.
14:15 Gavin Karlmeier
Was ich gerade Nicht weiß es, ob das ein spezifisches Arbeitnehmerschutzgesetz ist oder ob das sozusagen breiter angelegt ist. In jedem Fall interessant.
14:25 Dennis Horn
Ich hatte währenddessen mal moralische Belästigung.
14:29 Gavin Karlmeier
Das ist wieder, wo du dich in zwei Jahren fragst, warum habe ich das eingegeben damals?
14:32 Dennis Horn
Du meinst, dass ich in zwei Jahren mein Suchprotokoll scanne?
14:35 Gavin Karlmeier
Ja, und nicht, dass du dann denkst, du hast nach einem How-To gesucht. Oh Gott.
14:41 Dennis Horn
Wenn ich glaube Leute, die nicht wissen, wie das geht, die müssen das auch nicht googeln. So. Die sind auf der richtigen Seite.
14:48 Gavin Karlmeier
Du hast eben gesagt, die vielen kleinen Meldungen führen uns zu einem größeren Bild. Vielleicht kommt hier eins dieser größeren Bilder und wir binden den Blick auf die ganzen Unternehmen und Online-Dienste von Elon Musk vielleicht mit dieser Meldung ab. Die Image-Werte von Tesla und SpaceX sind im vergangenen Jahr deutlich größer. Gesunken. Das ergibt eine Umfrage von Axios, die haben so eine Top 100. Und ich sag mal so, wir können hier nur spekulieren, woran das liegen könnte. Aber vielleicht gibt uns die Umfrage da selbst einen Hinweis drauf: Anhänger der Republikaner haben zu den Unternehmen von I-Book-System. Elon Musk positivere Meinungen geäußert als Anhänger der Demokraten. Und wie sehen die Zahlen konkret aus? Beispiel Tesla ist im Ranking der 100 bekanntesten Unternehmen in den USA innerhalb von vier Jahren von Platz 8 auf Platz 95 gefallen. Ganz hinten in Kategorien wie Charakter, Ethik, bürgerschaftliches Engagement. Sechs andere Autohersteller sind besser platziert, Toyota auf Platz sechs, Ford auf Platz 62 am schlechtesten und damit noch Ford Tesla. Und SpaceX musste auch einen Rückgang hinnehmen. Und das Unternehmen, das früher mal unter dem Namen Twitter bekannt war, schnitt ebenfalls schlecht ab, aber das war auch vor der Übernahme schon der Fall. Also Twitter ja nie ein unumstrittenes Unternehmen gewesen, auch vorher nicht.
16:02 Dennis Horn
Ich finde, das ist ein kleiner Hoffnungsschimmer, zumindest für uns in Europa. Weil man so ganz häufig, also wir sprechen sehr oft nur über Wir sprechen sehr oft von so einem Unverständnis darüber, wie das alles in den USA passieren kann und die Leute sich das gefallen lassen, dass es so wenig Proteste gibt, so wenig Lautstärke aus der Bevölkerung. Klar, weil Leute sich da auch Dinge nicht trauen, das ist auch nachvollziehbar in einem autokratisch geführten Staat oder einer, der auf dem Weg dahin ist, einer zu werden. So, aber das sind so die kleinen Hiebe und Stiche und ehrlicherweise häufig glaube ich auch die Dinge, die dann dort, wo sie ankommen, mehr wehtun als die größeren. Proteste, weil wenn 20. 000 Leute auf die Straße gehen oder 100. 000 Leute auf die Straße gehen, dann kann man das abtun, als sie wurden noch bezahlt und die wurden angestiftet und die sind alle im Auftrag von welchem welchem Ziel von Verschwörungserzielung man auch immer da jetzt einsetzen möchte. Wir fallen da so ein paar Namen ein, die man damals bei Black Life Matters zum Beispiel als Namen immer wieder hergehalten, herhalten mussten. So, aber diese Umfrage, die dann, also klar, du kannst immer noch sagen, Exis lügt. So, damit machst du es dir sehr einfach. Aber trotzdem, die Botschaft ist ja, die Leute haben da keinen Bock mehr drauf und die Leute haben keinen Bock mehr auf Elon Musk und sie können das offenbar über solche Hebel hier sehr gut zum Ausdruck bringen, indem sie einfach sagen, dieses Unternehmen ist für uns nicht mehr beliebt. Trotzdem muss man dazu sagen, ist Tesla immer noch eines der 100 beliebtesten Unternehmen der USA. Also sie sind nicht rausgeflogen aus diesen Top 100, aber sie sind halt eben auch nicht mehr auf Platz 8.
17:40 Gavin Karlmeier
Ja, und wir haben beim letzten Jahr mal ja auch schon darüber gesprochen, was bringt das am Ende und was bringen dann auch moralische Bedenken. Am Ende zählen In solchen Unternehmen immer nur die Zahlen, so. Aber ich finde so eine so eine Liste. Die auch mit Imagewerten zu tun hat, ist schon näher an wirtschaftlichen Zahlen als ein moralisches Argument. Und damit sieht man, dass es auch an der Stelle eine Herausforderung gibt für die Unternehmen von Elon Musk.
18:14 Dennis Horn
Ja. Das übrigens SpaceX, finde ich, wundert mich überhaupt, dass die so beliebt sind, weil das ist ja kein Kein Kasse, Consumer, wie sagt man, Consumerunternehmen. Also das ist ja wie wenn die Leute sagen würden, oh, ich bin ein Riesenfan von Rheinmetall oder so.
18:30 Gavin Karlmeier
Kenne ich niemanden, der es je gesagt hat. Eigentlich offen.
18:34 Dennis Horn
Außer vielleicht Leute, die Aktionäre sind.
18:36 Gavin Karlmeier
Oder von irgendwelchen Hidden Champions im Sauerland, die Schrauben herstellen.
18:41 Dennis Horn
Oder in OWL.
18:46 Gavin Karlmeier
So, dann schauen wir doch mal, wie es politisch gerade läuft. Das Department of Government Efficiency, das Doge, hat vor Gerichten Rückschlag auch einstecken müssen an Berufungsgericht in Washington DC. Es muss begrenzt Informationen über seine Arbeit offenlegen. Ich versuche das mal grob zu umschreiben. Da hatte eine Organisation geklagt, die Citizens for Responsibility and Ethics in Washington. Abgekürzt Crew, yo, die sagen, das Doge ist eine Agentur und für die gilt, dass man öffentliche Unterlagen anfordern kann. Das ist die Frage, um die es in diesem Gerichtsprozess ging, aber natürlich hat es einen größeren Hintergrund, weil diese Crew-Gruppe sagt, so wie das Doge, die einen nennen sich Crew, die anderen Doge ist irgendwas so ein Abkürzungsding. Die sagen auf jeden Fall, so wie das Doge beschaffen ist, hat es in unzulässiger Weise Regierungsaufgaben in die Hand genommen und Menschen aus Behörden entlassen ohne sinnvolle Aufsicht und ohne Transparenz. Und Crew verlangt unter anderem beratende Gremien, die Teilnahme an einem Genehmigungsverfahren, eine klare Satzung, öffentliche Sitzung und eben Aufzeichnungen, die der Öffentlichkeit zugänglich sind. Genau. So, sind wir einverstanden?
19:57 Dennis Horn
Ja, also ich bin wirklich gespannt, wie lange Elon Musk diese Agentur, diese Agentur noch weiter vorstehen wird. Weil er hat ja auch schon angekündigt, sich mehr auf Tesla zu konzentrieren. Er hat jetzt bei Bloomberg zum Beispiel auch gesagt, dass er davon ausgeht, dass er in fünf Jahren immer noch das CEO von Tesla ist. Gut, er hat auch gesagt, dass er. keine Entscheidung bei Twitter trifft, ohne ein Council dafür vorher zu befragen. Also die Aussagen von Elon Musk sind immer mit Vorsicht zu genießen. Aber gleichzeitig gibt es im politischen Washington Sagt man so, glaube ich, im politischen Washington gerade schon die Beobachtung, dass Elon Musk deutlich seltener im Umfeld der Regierung zu sehen ist, sich seit der ja gescheiterten Richterinnen, Richter, Richterinnenwahl in Wisconsin deutlich weniger auch auf der politischen Bühne blicken lässt. Und wenn es dann jetzt hier auch noch einen Schuss vor den Bug von Gerichten gibt, Solange es die noch gibt, also die Schüsse und die Gerichte. Und Bug. Und die Büge. Die Büge. Bugoue. Solange das alles noch der Fall ist, sollte Elon Musk sich vielleicht eher darauf konzentrieren, Tesla nicht aus der Top 100 der beliebten Unternehmen rausfliegen zu lassen. Das sind alles Dinge, die hätten wir auch vor einem Jahr so gesagt, aber vielleicht passiert da gerade ein bisschen was. Vielleicht sind das alles gerade so kleine, ich hab's ja gesagt, kleine, b kleine bunte Striche, die am Ende ein Bild ergeben, nämlich das Bild eines Elon Musk, der feststellt, dass Er vielleicht aufs falsche Pferd gesetzt hat in den letzten zwei Jahren.
21:24 Gavin Karlmeier
Aus der Liste der 100 beliebtesten Unternehmen fährt Tesla raus. Ich finde, da müssen wir nochmal im Bild bleiben. SpaceX fliegt. Das Politische Aktionskomitee von Elon Musk, das America PAC hat es PEC, ich vergesse das immer, hat es versäumt, eine Reihe von Registrierten Wählern wie versprochen zu bezahlen, wenn sie eine Petition unterschreiben. Dieses America-Pack hat Donald Trump dabei geholfen, gegen Kamala Harris zu gewinnen und den Menschen wurden Für die Unterschrift unter eine Petition 100 Dollar versprochen und für weitere Leute, die unterschreiben, anwerben, nochmal ein bisschen mehr. Und da sagen jetzt einige Menschen, es kam so nicht an das Geld und haben jetzt Klage eingereicht. Eine Sammelklage, die alle Personen vertreten soll, die da unterschrieben oder eben jemanden zur Unterzeichnung empfohlen. Haben und nicht komplett bezahlt wurden.
22:21 Dennis Horn
Das ist eine völlig krasse Geschichte. Also wir haben das hier, glaube ich, schon mal angeschnitten, weil das angedroht wurde. Mit der Klage ging diese Klage wird aber jetzt offenbar tatsächlich eingereicht. Wurde Wurde, Entschuldigung, wurde eingereicht. Du musst dir das mal überlegen. Da ist ein Typ, der mit Verschwörungserzählungen, Antisemitismus, Rassismus und dem Besitz einer der größten Kommunikationsplattformen der Welt von sich reden macht, der versuchen will, eine Wahl zu manipulieren und dafür sogar bereit ist, in Kauf zu nehmen, dass man ihm das vorwirft, was er anderen vorwirft, nämlich zu versuchen, mit Geld eine Wahl zu manipulieren, indem er Menschen, die bereit sind, die Republikaner zu wählen, Geld gibt. Jetzt gibt er dieses Versprechen öffentlich ab. Leute kriegen sogar auf der Bühne große Schecks über eine Million Dollar, die irgendwie von diesem Pack kamen in das Don Musk eben auch Millionen von Dollar gepumpt hat. Und dann kommt am Ende raus, er hat den Leuten nicht mal das Geld gezahlt. Also er hat versprochen, etwas moralisch Verwerfliches zu tun. Und hat das dann nicht mal gemacht, sondern er wollte, er hat erstmal nur versucht, die Leute dazu zu bringen, diese Wahl so zu tätigen, wie er sich das vorgestellt hat. Aber er hat den Leuten das Geld nicht gezahlt. Das heißt, nicht mal die Leute, die ihm nützlich sind, zahlt er mit dem Geld, das er dafür zur Seite gestellt hat. Und er ist sogar einverstanden, damit es die Öffentlichkeit weiß, dass er dieses moralisch verwerfliche Versprechen gegeben hat. Und dann bricht er auch noch bei den Leuten, die bereit waren, sich auf diesen schmutzigen Deal einzulassen. Das ist so dir in jeder Hinsicht, ich kann da nichts zu sagen Also ich habe jetzt viel dazu gesagt.
23:59 Gavin Karlmeier
Ja, wollte ich gerade sagen. Ich möchte jetzt nichts sagen, aber. Na gut. Aber alles gesagt damit. Dann, äh, Chronistenpflicht. Mit Moody's hat jetzt auch die dritte große Rating-Agentur den USA die Bestnote entzogen. Der Grund ist die hohe Staatsverschuldung, also. Trotz Sparkommissar Elon Musk merken wir uns auch die Geschichte.
24:24 Dennis Horn
Sparkommissar, ist das so ein Ding, wo du als Achtjähriger von der Sparkasse so einen Wimpel bekommen hast, dass du Sparkommissar bist?
24:31 Gavin Karlmeier
Nicht schlecht. Da bringt der Knacks-Club sein Geschäft mit dem Detektivbedürfnis junger Menschen zusammen. Nicht schlecht.
24:40 Dennis Horn
Eine Kooperation zwischen Knacks und Yps. Knüps. Achs.
24:47 Gavin Karlmeier
So wir headden rüber zu Meta. Vielleicht erstmal eine interessante Geschichte, die gar nichts direkt mit den Metaplattformen zu tun hat. Adam Mossari hat einen ausgeflügelten. Was? Ich fange nochmal neu an. Ausgeflügelt, ja. Er trinkt jetzt. Einen ausgeflügelten Clishing-Angriff erlebt. Ich wollte sagen, einen ausgeklügelten Phishing-Angri erlebt. Schreibt er auf Threads. Ich lese mal vor. Jemand mit perfektem Englisch hat ihn angerufen. Ich lese es gar nicht vor, ich paraphrasiere, merke ich gerade. Also jemand mit perfektem Englisch hat ihn angerufen. Von der, ich sag die Nummer mal, falls uns jemand anruft, ihr seid dann gewarnt. 818 53872 7922. Genau, so und diese Person am Telefon Im Perfekten, es war kein es war kein Bluesky Code, bitte nicht eingeben. Ihr könnt euch frei anmelden. Also jemand mit perfektem Englektem Englisch sagt ihm dann, sein Google-Konto sei kompromittiert und man schickt ihm jetzt eine E-Mail zur Bestätigung seiner Identität. Und dann solle er bitte sein Passwort über seine Gmail-App ändern und ein neues, nicht laut sagen, wurde ihm extra gesagt. Dann bekommt er eine E-Mail von formsrececeiptsnoreply at google. com und sieht darin einen Link auf eine echte Google-Seite. So, also da waren mehrere Dinge, die waren einfach echt so. Und trotzdem ist er misstrauisch geworden, weil ein Freund von ihm wohl einen ähnlichen Angriff mal erlebt hatte. Und wir wissen natürlich, Google ruft nicht an. Don't call us, we also don't call you. So, und für mich klingt das schon wie so ein sehr gezielter Angriff, ehrlich gesagt.
26:36 Dennis Horn
Ja, hundertprozentig. Finde ich auch. Aber weißt du, was ich daran am interessantesten finde? Also offenbar gibt es ja ein paar Dinge bei Google, die für dieses, wie sagt man, ist am Ende auch eine Form von Social Engineering oder so, also die dabei helfen, sich. easy als Google auszugeben. Zum Beispiel, dass du eine, die über die Google-Formulare eine E-Mail versenden kannst, die dann Forms Receipt NoRPly at Google. com als Absenderadresse hast. Oder dass du bei sites. google. com solche Seiten bauen kannst, die aussehen wie eine Passwortender-Seite und so weiter und so weiter. Also es gibt Dinge bei Google, die offenbar einen blinden Fleck zugelassen haben. Und wenn du mich fragst, wenn ich Adam Massary, der Chef von Instagram wäre, einer der wichtigsten Stärke.
27:23 Gavin Karlmeier
Wenn du Adam Massary wärst, der Chef von Instagram, ich frag dich.
27:26 Dennis Horn
Ich würde bei Google anrufen und sagen, Leute, wir haben hier ein Problem. Und nicht das Ganze sofort öffentlich auf meiner Plattform beitreten. Ich finde, das ist schlechter Stil. Auch wenn ich natürlich verstehe, dass er zum einen hier Awareness schaffen will, zum anderen zeigen will, ey, Leute, ich bin bedroht.
27:42 Gavin Karlmeier
Oder hat er es anders eingeschätzt? Hat er gedacht, es wäre eine breitere Masche und er wäre gar nicht so gezielt angegriffen. Weißt du, was ich meine? Dann wäre es vielleicht was anderes, oder?
27:52 Dennis Horn
Ja, weiß ich nicht, aber trotzdem muss er ja wissen, was er für eine Öffentlichkeit hat. Also ich meine, ihm folgen wie viele Menschen? 850. 000. Das ist schon auf Threads eine Menge. Ich finde, das ist ein bisschen, der wirft ein bisschen mit Dreck Richtung Google.
28:10 Gavin Karlmeier
Facebook hat seit 2013 0,5% seiner NutzerInnen nach dem Zufallsprinzip einer No-Ads-Gruppe zugewiesen. Und diese Leute haben neun Jahre lang, bis ins Jahr 2022, Keine Werbung gesehen. Und Facebook wollte so die Erfahrungen mit Nutzern mit und ohne Werbung miteinander vergleichen. Ich kann erst mal sagen, ich habe nichts davon gemerkt. Bei mir alles voller Werbung. Stets. So. Bei mir ist alles in Ordnung. Ich habe überall Werbung. So. Aber selbst die NutzerInnen, die keine Werbung gesehen haben, haben nichts davon mitbekommen. Ihnen wurde nicht mitgeteilt, dass sie da getestet wurden. Wie so häufig immer. Hausemeter. Also es gab ja verschiedene solcher Tests. Wir erinnern uns an die Stimmungs-Beeinflussungstests, über die wir letztes Mal nochmal gesprochen haben. Da ist es auch so gelaufen.
28:58 Dennis Horn
Was ist das Ergebnis? Ich finde das super spannend, was jetzt kommt, weil das sind alles Dinge, die man so, ich also ein paar Dinge überraschen mich das schon.
29:05 Gavin Karlmeier
So, Meta sagt: NutzerInnen, die Anzeigen gesehen haben, verbrachten im Durchschnitt 9,4% weniger Zeit pro Tag auf Facebook. Als die ohne Anzeigen. Also wer keine Werbung hat, nutzt es länger. Und gleichzeitig hatten die Werbeanzeigen nur wenig Einfluss darauf, wie NutzerInnen die Plattformen bewerten.
29:26 Dennis Horn
Aber da sind zwei Botschaften drin. Die eine Botschaft ist die, die habe ich in der letzten Folge mit Sascha auch schon angesprochen. Leute wissen nicht, was sie wollen. Also wenn du sagst, stört dich die Werbung oder was stört dich an Facebook, dann fällt den Leuten oftmals nicht die Werbung ein. Sie bewerten die Plattform genauso. Das ist interessant. Aber die andere Botschaft, die da drin ist, ist ja, dass es 10% der Zeit die Leute auf Facebook verbringen mehr ist, wenn sie keine Werbung sehen. Was bedeutet im Umkehrschluss, dass es reihenweise Leute gibt, die von Facebook durch die Werbung genervt sind und weggehen. Und das finde ich doch, also das hätte ich persönlich auch anders eingeschätzt. Ich hätte gedacht, die Leute sind da inzwischen viel gewöhnter dran, es nervt sie viel weniger.
30:13 Gavin Karlmeier
Ja, du musst ja jetzt natürlich in der Rolle dieses Unternehmens pegeln. Du musst jetzt checken, wie weit kann ich gehen und wie viel Prozent bin ich bereit, weil dann an der anderen Stelle die Zahlen trotzdem weiterhin stimmen. Für uns irgendwie, ne, irgendwo gibt es ein Break. Even so. Und Meta sagt, die Vor- und Nachteile gleichen sich weitgehend aus. Das finde ich sehr interessant. Die negativen Auswirkungen der Werbung, das heißt, ich fühle mich irgendwie davon genervt. Das ist vielleicht auch belastend, kognitiv, weil das zu viel ist. Und das flackert und ist bunt und Botschaften, die da irgendwie mir entgegenkommen. Die gleichen sich mit den positiven Effekten. Genannt werden hier Informationsabgleich. So, das ist ja immer der Metasprech, ne? Werbung ist auch relevant, bla. Und geringere Suchkosten.
31:07 Dennis Horn
Vor Gericht haben Sie ja auch gesagt, die Leute mögen Werbung. Die Leute kommen sogar wegen Werbung.
31:12 Gavin Karlmeier
Genau. Und sowas fällt ja in solche Begriffe rein. Und das würde sich weitgehend ausgleichen, sodass die Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Nutzerinnen und Nutzer insgesamt begrenzt seien. Und das wiederum ist vielleicht dann die Begründung, die Meta heranzieht, zu sagen, genau deswegen wird die Plattform gleich bewertet am Ende.
31:32 Dennis Horn
Ja, oder deswegen zeigen wir so viel Werbung, wie wir zeigen gerade. Ich bin da, ich weiß nicht. Wann hast du das letzte Mal etwas gekauft, weil du bei Social Media eine Werbung für etwas gesehen hast?
31:44 Gavin Karlmeier
Also es ist nicht so, als hätte ich das noch nicht gemacht. Das ist insbesondere, wenn das so Klamotten sind, auf die ich stoße. Und ich aktuell sehe ich immer wieder eine Werbung, wahrscheinlich merkt mir das auch, da halte ich an, für ganz geile Pullys. Da ist so ein Blitz vorne, ich finde, die sehen gut aus. Kein Harry Potter Match kaufen. Kein Harry Potter Match. Und das ähm Also da habe ich das schon hin und wieder gemacht. Ich habe das auch schon öfter gemacht.
32:14 Dennis Horn
Ich habe auch schon es ist keine Geschichte, die mich schmückt, aber ich erzähle sie trotzdem. Während der Corona-Pandemie habe ich ja sogar mal was im Instagram Shop gekauft. Instagram Shop, das war das Feature, das jahrelang in der Navigationsleiste vermerkt war und niemand hat es angeklickt. Und das war ein besonderes Kissen. Und ich habe dieses Kissen ausgepackt und ich war so enttäuscht, dass ich das niemals benutzt habe. Was ärgerlich war, weil ich habe im Kaufprozess festgestellt, dass wir nicht
32:46 Gavin Karlmeier
Entschuldigung, warum kissen? Also war das fürs Sofa, war das Kind auf den Raum?
32:50 Dennis Horn
Nee, nee, so schon drauf liegen, so soll Kopf drauf und dann konnte man, dann hatte das so eine.
32:54 Gavin Karlmeier
Eine Herzform?
32:56 Dennis Horn
Das ist wie so ein U geformt Gewissen, dass man seinen Arm nach runterlegen kann, dass man sich nicht auf unter
33:03 Gavin Karlmeier
Klingt so wie Dusch, der Duschkopf von Stefan Rat.
33:06 Dennis Horn
Ungefähr so, ja, aber es war nicht, aber die war die erste Dimension, die gekurft wurde. war, also die Höhe Dimension. Und im Kaufprozess wurde mir gesagt, eins kostet 30 Euro, zwei kosten nur 50 Euro. Na, rate mal, was ich gemacht habe, Dennis.
33:19 Gavin Karlmeier
Zwei gekauft.
33:20 Dennis Horn
Ich habe zwei gekauft, was noch viel dümmer war, weil ich habe sie beide niemals benutzt.
33:25 Gavin Karlmeier
Aha, interessant. Und was also das ist, weil du so ein Auf dem Armschläfer bist?
33:31 Dennis Horn
Ich bin ein Auf dem Armschläfer, ja.
33:33 Gavin Karlmeier
Ist nicht gut, ne? Ich mach das auch.
33:34 Dennis Horn
Für den Arm oder fürs Kissen? Oder für beides?
33:37 Gavin Karlmeier
Vielleicht für beide. Ja, genau. Und also mein Arzt hat mir das verbunden. Mein Arzt hat mir geraten Wie nachträglich sehr witzig, mir einfach einen Tennisball ins T-Shirt zu nähen. Damit ich nachts nicht dazu neige, mich so oder so zu drehen.
33:56 Dennis Horn
Das wäre so geil. Und dann sagst du dem Arzt: Ja, ich habe mir jetzt einen Tennisball ins Kissen genäht, aber ich lege den Arm da immer noch nicht drauf. Ja, ich weiß, aber es ist witzig.
34:03 Gavin Karlmeier
Ich habe mir jetzt einen Tennisball ins T-Shirt genäht, aber habe jetzt mehr Termine beim Orthopäden. Ich habe deinen Tennisschlafarm. So. Okay. So, aber was wolltest du mir damit sagen, mit der Frage, wann ich zum letzten Mal da was bestellt habe oder du, das Kissen? Boah, das weiß ich jetzt auch nicht mehr sehr ewig, ja.
34:21 Dennis Horn
Na gut, dann Ach so, wegen dem Informationsabgleich, Wirkung von Werbung bringt uns Werbung etwas, informiert uns Werbung auch. Ich glaube nicht.
34:29 Gavin Karlmeier
Das finde ich auch eine steile These, Informationsabgleich. Also wie zufällig muss das sein, dass diese Informationen dann per Werbung da irgendwie bei mir? Reinflattert, mit der ich mich eh gerade beschäftige. Ich weiß nicht. Ja, ich glaube auch. Hier, interessant, das ist jetzt so ein Thema, das triggert uns als Medienmacher. Im Gegensatz zu X werden bei Threads jetzt Links bevorzugt, schreibt Mashable. Ich habe direkt einen Take, aber ich stelle das erst zu Ende vor und dann kommt ein Take. Also, Meta kündigt an Dass Threads den NutzerInnen jetzt erlaubt, bis zu 5 Links in der Bio zu platzieren. Außerdem möchte Meta Dass NutzerInnen wissen, wie viel Traffic Threads von den auf der Plattform veröffentlichten Links sendet. Deswegen gibt es jetzt Link-Analysen mit Klickdaten. Ähm wobei Adam Mossaria eigentlich mal gesagt hat, Threads würde Beiträge mit Links jetzt nicht speziell herunterstufen, aber ihnen auch keinen großen Wert beimessen. Das war vielleicht die Zeit, wo man gesagt hat, Politik hier bitte nicht. Also als Donald Trump noch nicht Präsident war. So, und auch das soll sich ändern, schreibt in Gadget, der Empfehlungsalgorithmus von Threads wird Beiträge mit Links in Zukunft stärker pushen als bisher. So, und kurz der Hintergrund, den das haben könnte. Meta hat ja zuletzt damit begonnen, CreatorInnen, und zwar so die kleineren sozusagen. wieder ein bisschen mehr zu umwerben, sag ich mal, auf all seinen Plattformen, also Privatmenschen, Autorinnen, Autoren. Ähm, und Links sind für die einfach ein wichtiges Mittel, um ihre Arbeit zu bewerben, wo auch immer im Netz sie irgendwie stattfindet. Und vor diesem Hintergrund kann man das sehen. So, und jetzt dein Take. Als Threads gestartet ist, was war der USP von Threads?
36:18 Dennis Horn
Warum haben wir gesagt, da wollen wir alle hin? Weil uns Twitter zu sehr politisch agenda behaftet war. Weil wir das Gefühl hatten, X wandelt sich gerade zu der Plattform von Elon Musk und er nutzt sie dort, um einerseits seine eigene Agenda durchzusetzen, aber eben auch seine politischen Ziele zu platzieren. Also haben wir gesagt, gehen wir zu Threads, das ist dieses weltoffene, nicht weltoffene, aber weltoffenere, vielleicht demokratischere, vielleicht sogar ein bisschen vokere Unternehmen meta. Das ist aber seit Januar diesen Jahres alles in Staub zerfallen. Wir wissen, Meta ist politisch eigentlich auf derselben Linie wie X, Mark Zuckerberg ist Elon Musk mit Kettchen. Also es ist eigentlich alles gerade same, same but different. Das heißt, sie brauchen einen neuen USP. Und jetzt einen Anreiz zu bieten für Publisher, Medienhäuser, CreatorInnen, alle, die anders for Content veröffentlichen und damit gleichzeitig einen alten USP von Twitter aufzugreifen, nämlich so eine Art Frontpage of the Internet zu sein, wie Reddit das früher mal als Slogan hatte, also eine Art Anlaufstelle, von der aus du dann weitergetragen wirst ins Internet, ist ein sehr cleverer Zug. Weil sie offenbar es nicht mehr schaffen, These, weiß ich nicht, ob es stimmt, also ich habe es nicht in Zahlen, aber These, das Argument, Twitter ist mir zu politisch, Ex ist mir zu politisch, also gehe ich zu Threads, eben nicht mehr zu, funktioniert. Ja, also Abgrenzung über Traffic sozusagen.
37:43 Gavin Karlmeier
Ja, über Traffic, über Ausgestaltung des Businessmodells. Abgrenzung über Anreize Wie ein Ung.
37:54 Dennis Horn
Bitte?
37:55 Gavin Karlmeier
Ung, Ung, Ung. Also alles so Un, Nisheit, Kite, Worte. Schön.
38:02 Dennis Horn
Diese Folge wird euch von Dr. Erika Fuchs präsentiert. Hast du einen Jingle für uns? Sind wir schon da? Wir sind schon da. Aber wir sind bei dem lauten Jingle, ne? Bei dem lauten Jingle. Ja, ich habe übrigens eine leise Version von Mick geschickt bekommen, der diesen Jingle gemacht hat. Habe ich aber noch nicht eingepflegt.
38:18 Gavin Karlmeier
Ist uns auch zu leise, oder? So wollen wir es doch. Wollen wir es leiser? Besser nicht.
38:35 Dennis Horn
Es muss stressen.
38:37 Gavin Karlmeier
In einem Closspülungsmoment denke ich immer, let that sink in. Oh Dann mach mal. Das hat sich Mick vielleicht auch gedacht.
38:45 Dennis Horn
Mick hat nämlich keine Broschüre mitgeliefert. Egal.
38:47 Gavin Karlmeier
Vielleicht müssen wir erstmal interpretieren.
38:49 Dennis Horn
Müssen wir so eine Sonderfolge, wo wir. Mit dem Jingologen Dennis Horn. Dieser Jingle leitet uns in die kleine Rubrik, was geht eigentlich bei der FTC gegen Meta? Die beiden haben jetzt seit mittlerweile sechs Wochen ein Gerichtsprozess am Laufen, bei dem es darum geht, dass Meta möglicherweise, so will es die FTC, die Handelskommission der USA, dazu gezwungen wird, den Kauf von Instagram und WhatsApp rückgängig zu machen. Meta argumentiert allerdings, dass sie diese Apps eben nicht gekauft haben, um sich eine Monopolposition zu sichern, sondern weil die alle unterschiedliche Ziele haben. Die Definition des Marktes, das ist das Thema, das eigentlich diesen Prozess eigentlich die ganze Zeit begleitet, denn die FTC hat gesagt, der Hauptkonkurrent Von Meta sind Snapchat und Miui. Miui ein Netzwerk, das auch jemand, der jetzt gestern ausgesagt hat, als wirtschaftlich völlig irrelevant bezeichnet hat. Snapchat auch noch einen kleinen Anteil, während Meta argumentiert, unser Hauptkonkurrent ist eigentlich vielmehr TikTok beispielsweise. Und jetzt ist es wichtig, das zu wissen, weil jetzt eben die nächste Phase des Prozesses begonnen hat, denn jetzt darf Meta ihre Zeuge. Zeuginnen und Zeugen vor den Richter setzen oder die vor den Richter setzen und sozusagen den Richter mit den Leuten überzeugen lassen, dass Metarechte hat, die sie sich aussuchen. Und der erste Mensch, den sie da hingesetzt haben, ist John List. Das ist ein Chefökonom, hat bei Uber und Lyft gearbeitet. Das sind beides, Uber kennt man, Lyft ist das gleiche in blau, glaube ich. Und ist an der University of Chicago. Und hat eben genau über diese Marktdefinition gesprochen und hat darüber gesprochen, dass dieser zentrale Anwendungsfall, den die FTC eigentlich in Meta sieht, den Austausch von Freunden und Familienmitgliedern, dass das nicht zwangsläufig der. . Der zentrale Anwendungsfall ist. Oder wie er es sagt, es ist nicht die geheime Soße von Meta. Er hat nämlich ein Experiment durchgeführt, bei dem er Menschen 4 Dollar pro Stunde gezahlt hat. wenn sie in dieser Stunde nicht Instagram oder Facebook benutzt haben, um zu gucken, was machen die Leute denn eigentlich stattdessen. Die FTC hatte gesagt, diese Apps haben einzigartige Funktionen, die die Leute dazu bringen, mit Freunden und Familie in Kontakt. Aber Liz hat herausgefunden, dass diese Leute erstmal im ersten Schritt, die dann eben mal auf diese 4 Dollar verzichtet haben, um Facebook und Instagram zu nutzen, die Features, die Freunde und Familie stärker anzeigen, genauso wenig benutzt haben wie alle anderen. Das heißt, es war jetzt nicht so, dass sie nur zu Facebook gekommen sind, um mit Freundinnen und Freunden in Kontakt zu bleiben. Das war so der erste Teil des Experimentes. Hast du da schon Emotionen? Nein. Gut. Im nächsten Schritt hat er geguckt, wie nutzen die Leute denn eigentlich ihr Smartphone stattdessen, wenn sie nicht Facebook und Instagram nutzen können. Die App, die die häufigste sogenannte Umleitungsrate erzielt hat mit 18,9%, war YouTube. Snapchat dagegen, und das ist das, was die FTC ja als Kernkonkurrent von Instagram gesehen hat, hatte nur eine Umleitungsrate von 2,2 Prozent. Die meisten Facebook-Nutzer haben ihre Zeit übrigens dann in Google Chrome verbracht. Da hat bei der Professor selber gesagt, dass er das rausrechnen würde, weil Chrome ist theoretisch alles in der Welt. Ich frage mich aber, ob die Leute dann bei Chrome einfach auf facebook. com gegangen sind.
42:04 Gavin Karlmeier
Sie haben erstmal in die Suchzeile Google eingegeben, um zu Google zu kommen, und dann bei google www. facebo. com eingegeben. Ich glaube, so war das.
42:15 Dennis Horn
So, gleichzeitig hat sich Lüst aber auch das natürliche Experiment angeschaut, in dem 200 Millionen TikTok-NutzerInnen aus der App ausgeschlossen wurden. Wir erinnern uns daran, als TikTok plötzlich nicht mehr erreichbar war. Es geht hier aber nicht um die USA, sondern um Indien. Und er sagt, dass der Anstieg der Zeit in Facebook und Instagram nur 20 Prozent betragen hat. Und er sagt, das ist eigentlich der Hinweis darauf, dass TikTok der relevante Konkurrent für Meter ist und eben nicht die anderen Plattformen.
42:47 Gavin Karlmeier
Interessant.
42:48 Dennis Horn
Das ist gerade der Stand vor Gericht. Für mich wie so ein Gerichtsreporter. Kanntest du diesen Gerichtsreporter, der ist ja leider verstorben, aber er hat früher einen Podcast gemacht. Das war ein True-Crime-Format. Und das war, du hast einem wirklich, also der hatte eine hörbar ältere Stimme, also wirklich so eine angenehme, alte, sonore-Männerstimme. Und der hat halt eine Stunde lang einfach einen Text vorgelesen. Und das war faszinierend. Interessant. Hört euch das mal an, das ist immer noch online, wenn ihr auf True Crime stehen solltet. Wie heißt denn der? Der Gerichtsreporter.
43:18 Gavin Karlmeier
Achso, Anfang der Gerichtsreporter. Okay. Gut. Wir landen jetzt in der Rubrik Sonstiges.
43:25 Dennis Horn
Ja, aber wir haben auch so viele Funktionen und Emotionen, dass ich die gerne vorziehen würde, um zu gucken, was von sonstiges wir heute schaffen oder in die nächste schieben. Weil ich habe so viele Emotionen heute mitgebracht.
43:36 Gavin Karlmeier
So viele, also die Emotionen geben den Ausschlag, uns jetzt um die Funktionen zu kümmern und die Rubrik Sonstiges, wir schauen, wie viel wir noch schaffen.
43:45 Dennis Horn
Weil wir, also, weil, also die Leute sagen auch, warum macht ihr nicht drei Stunden lange Episoden und so? Gleichzeitig hören wir aber auch von Leuten, ah, ihr macht so viel Content, wer soll das alles hören? Und deswegen hat es sich so eingependelt, dass wir so bei einer Stunde landen. Wir können auch mal Stunde 5 machen, können auch mal 55 Minuten machen. Minuten machen. Aber zwei Stunden würde ich jetzt glaube ich nicht machen. Ich hoffe, das ist okay für alle Beteiligten. Ist es für dich okay, dann ist es oder würdest du gerne zwei Stunden machen?
44:08 Gavin Karlmeier
Ich glaube, es wird im Discord jetzt die Werbung für den Discord, bitte.
44:12 Dennis Horn
Hey Leute, es gibt übrigens einen Haken dann Discord. Die Haki Munity sammelt sich komplett bei Discord. Ne, nicht komplett, aber große Teil von ihnen. 1800 Leute sind da. Die schnellste Nachtplattform, die ich kenne. Mega geiler Austausch bei diesen Themen, über die wir heute gesprochen haben. Es wurde heute schon zum Beispiel auch darüber diskutiert, dass Elon Musk in Katar auf dem Economic Forum gesagt haben soll, dass er vorhat, weniger Geld für Politik auszugeben, weil er keinen Grund mehr darin sieht. Gleichzeitig hat er aber bei der letzten Wahl auch gesagt, dass er kein Geld für Präsidenten Wein ausgeben würde. So was passiert gerade im Discord.
44:45 Gavin Karlmeier
Er sagt viel, wenn der Tag lang ist und je weiter er Richtung Osten fliegt, desto länger ist er ja auch der Tag. Nee, das würde mich zum Westen. Aber egal. Genau, so. Und ich wollte nur sagen, im Discord werden Menschen auch anderer Meinung sein. und sagen bitte macht zwei stundenlange Episoden für die Wochenend Gassi-Runde oder keine Ahnung aber Es ist schon spät. Es ist schon spät. Ihr hört auch schon, wir können ja schon nicht mehr reden. Und wir haben Emotionen. Komm, hau rein, das Ding. Funktionen und Emotionen. Wir beginnen mit einem Screenshot. Ja. Aus einer App, die vielen von euch möglicherweise bekannt ist, die heißt WhatsApp. Nein, WhatsApp. Und ich lese mal vor, was darauf steht. Die Überschrift lautet mit anderen sprechen. Und jetzt steht da drunter, wische nach oben, um ganz einfach per Sprachchat mit deiner Gruppe zu reden. Da ist noch so eine kleine durchgestrichene Glocke daneben, beginne still und leise, ohne alle anzuklingeln. Und dann steht da drunter der Button starten und wenn ich das schon lese. Kotze ich. Das ist meine Emotion. Das ist meine Emotion. Entschuldige, ich finde es schon die größte Unverschämtheit, Sprachnachrichten in Gruppen zu schicken bei WhatsApp. Weil, haben wir nicht schon mal darüber gesprochen? Weil du bist in einer Gruppe mit zehn Leuten. In dem Moment, in dem du eine Sprachnachricht von einer Minute da reinstellst, nötigst du zehn Menschen. Eine Minute ihrer wertvollen Zeit der Sache zu widmen, ohne dass sie wissen, worum es da geht. Ich finde es unverschämt, wirklich unverschämt. Bist du ein Sprachnachrichtentyp, generell? Mitunter Und in den meisten meiner Sprachnachrichten entschuldige ich mich bei meinem Gegenüber, dass ich das jetzt per Sprache nehme oder sage, warum ich jetzt eine Sprachnachne.
46:33 Dennis Horn
Aber würdest du das nicht tun, würdest du deinem Gegenüber noch weniger Zeit wegnehmen. Nämlich die zehn Sekunden, die Entschuldigung braucht. Ich bin ein großer Sprachnachrichten-Fan. Ich schreibe viele Sprachnachrichten für andere. Nein, ich schicke viele Sprachnachrichten. Und das ist mein.
46:51 Gavin Karlmeier
Ich bin Sprachnachrichten-Ghostwright.
46:53 Dennis Horn
Genau. Ich schicke viele Sprachnachrichten.
46:57 Gavin Karlmeier
Menschen, die Sprachnachrichten mögen, wünschen sich auch zwei Stunden lange Hacken dran-Episoden.
47:02 Dennis Horn
Vielleicht. Aber ich habe noch einen anderen Jingle, den muss ich dann nämlich direkt mal eben kurz reinschieben. Wir haben ja noch eine andere Rubrik. Die passt ja gerade auch noch in heute ist Chaos, aber es gehört dazu. Vorsicht.
47:12 Gavin Karlmeier
Die Selbsthilfegruppe.
47:14 Dennis Horn
Und zwar habe ich das Problem, dass ich mit einer bestimmten Person, wenn ich eine Sprachnacht schicke, ist meine Freundin, kann ich dazu sagen, wenn ich ihr eine Sprachnachrike, plötzlich. Das blaue Mikrofon nicht mehr blau wird. Ich weiß nicht, ob sie das gehört hat. Man kann das nicht ausschalten bei WhatsApp. Es gibt keine Funktion. Das bedeutet, da gibt es einen Bug. Wie kann ich das reparieren? Bitte helft mir.
47:36 Gavin Karlmeier
Also ich bin entsetzt, dass das die stärkere Emotionen dir hervorgeht.
47:40 Dennis Horn
Nee, zu dem anderen Thema müssen wir jetzt gleich auch noch kommen, da haben nämlich auch tausend Emotionen. Also Emotion 1 hat auch in Discord schon jemand geschrieben und ich sehe das genauso. Dieses UI-Verbrechen. Hochzuschieben, wie bei Instagram, in den DMs bei Instagram, schiebst du hoch, dann startest du die selbst löschende Nachrichten. Ist null intuitiv, nervt nur, du machst es ständig versehentlich. Braucht kein Mensch. Das ist erstmal das erste Problem. So, dann steht er aber, wische hoch, um per Sprachchat mit deiner Gruppe zu reden. Es geht nicht um Sprachnachrichten, sondern du öffnest ein Telefonat mit allen Leuten in der Gruppe, die werden aber darüber nicht benachrichtigt, sondern sie können auch dazukommen. Oder du kannst sie anwenden. anklingeln, wenn du das möchtest, weil du beginnst ja still und leise, ohne anzuklingeln. Und das ist ein Feature, das gibt es bei FaceTime auch. Du kannst ja mit FaceTime ein Videocall mit mehreren Leuten machen. die aber bewusst beitreten müssen oder eben das sein lassen können. Ich verstehe, warum man das macht, wenn man jetzt so eine Gang ist von zehn Leuten und dann machst du jeden Abend um 8, gehst du da rein und mal sind Leute dabei und mal nicht. Checke ich. Aber das wird ja dazu führen, dass wenn zwei Leute drin sind, sie alle anderen anklingeln. Und ich will das nicht kultivieren, dass sie plötzlich hier Klapphaus durch die Hintertür kriegen. Das ist nicht in Ordnung. Ja, okay. Also ich habe da Emotionen. Also ich finde, wenn die Leute gerne Sprachchats mit zehn Leuten in Gruppen machen würden, würden sie das schon tun, WhatsApp? Weil sie wissen, dass es das Feature gibt.
49:07 Gavin Karlmeier
Und zwar mit einer anderen Funktion darin. Ja, ja. Genau. Verstehe ich.
49:11 Dennis Horn
Ja.
49:13 Gavin Karlmeier
Gut. Also ich war ein bisschen mit meinen Sprachnachrichtendegern auf der falschen Spur, aber ich finde es einfach nervig. Ich finde es wirklich nervig. So, und ich, ähm, man ist ja in, sorry, das muss ich noch sagen, du bist ja in manchen oder einer ganzen Reihe von Gruppen auch unfreiwillig, weil du darin sein musst wegen irgendwas. Und wenn das in den Gruppen passiert
49:34 Dennis Horn
Vor allem muss man dazu sagen. How dare you? Vor allem passiert, und das, ich will es mich wirklich nicht mit allen Leuten da draußen anlegen. Doch, komm. Aber es passiert vornehmlich in Gruppen, in denen du sein musst. Dass jemand gegen deinen Willen Sprachnachrichten verschickt. Nicht in den Gruppen, die du dir aussuchst. Wenn ich jetzt eine Gruppe mit so 20 coolen Leuten hätte und da schickt einer eine lustige Sprachnachricht rein, würde ich mich auch freuen. Aber wenn ich in einer Gruppe bin, die mich. in der ich aus sozialen Verpflichtungen drin bin, weil ich zum Beispiel mit anderen Erwachsenen einen Austausch pflegen muss. Und da schickt jemand eine 2 Minuten 30 Sprachnachricht rein, um zu erklären, dass er noch Kinderschuhe übrig hat, dann ist Holland.
50:16 Gavin Karlmeier
Ich wollte gerade sagen, die Menschen, die da die Sprachnachricht reinschicken, sind auch die Menschen, die darin ebay Kleinanzagen nach.
50:22 Dennis Horn
Und ihm fehlt auch das Feingefühl dafür, welche Informationen so wertvoll. Manchmal schreibe ich da nur ein Wort zurück. Funkdisziplin. Ja, das würde ich auch gerne machen, aber ich habe diese Gruppen alle stumm geschaltet.
50:37 Gavin Karlmeier
Ja, das auch bevorzugt. So. Dann kommen wir zu der Plattform, auf der ich glaube, die Hälfte meiner Zeit am Tag verbringe, das ist Roblox.
50:53 Dennis Horn
Das ist nicht gut, denn das ist, weil Menschen über 18 da nur zum Grooming sind.
50:58 Gavin Karlmeier
Selbst übertrieben gesagt, weil ich war noch nie dort. Ich habe es wirklich noch nie genutzt.
51:03 Dennis Horn
Ja, weil du zu viel Zeit bei Fortnite verbringst.
51:05 Gavin Karlmeier
Das ist so. So, und ich habe tatsächlich, also in Wirklichkeit habe ich Command <unk> Conquer nochmal mehr installiert und das ist mein Zeitfresser. Von früher das? Ja. Es gibt es jetzt als 4K-Version. Boah. Ja. So, also, was ich sagen wollte. CreatorInnen, die bei Roblox unterwegs sind, können dort jetzt im Spiel Merchandise verkaufen.
51:34 Dennis Horn
Ja, und das ist halt ehrlicherweise genau das, worüber wir gerade so rumgescherzt haben. Riesenproblem. Wir haben schon mehrfach über Roblox gesprochen und darüber, dass Roblox extrem problematisch im Umgang mit dem Jugendschutz ist. Der CEO von Roblox hat gesagt, wenn Sie ein schlechtes Gefühl dabei haben, Ihre Kinder Roblox spielen zu lassen, verbieten Sie es ihnen doch. Also das ist der Umgang mit Jugendschutz dort, dass man halt sagt, ja, also. . Weißt du? . Es gibt mehrere Untersuchungen darüber, dass da nicht besonders sauber gearbeitet wird, wie man verhindert, dass zum Beispiel ähm Übergriffe auf junge Menschen passieren. Und mit Übergriffen meine ich jetzt nicht nur Grooming und auch nicht nur sexuelle Belästigungen, die es dort auch eben gibt. Auch nicht zu früher Kontakt mit Gewaltdarstellung, den es dort auch gibt. Sondern eben auch, ähm, dass es so eine Machtgefälle gibt, dass Creator dort jetzt T-Shirts an Zwölfjährige verkaufen, die dann entweder mit der hinterlegten Kreditkarte der Eltern einfach ungefragt T-Shirts bestellen können, oder sich selber in so eine Schuldenfalle manövrieren, wie wir das mit ohne Ende jungen Menschen mit Klana beispielsweise auch hier kennen. Also das ist ein, ähm, ich halte das Für relativ verantwortungslos, da jetzt zu versuchen, noch mehr Monetarisierungsfunktionen in die Plattform zu bauen.
52:51 Gavin Karlmeier
Andererseits denke ich gerade so: vielleicht lieber ein T-Shirt als irgendwelche digitalen Items. Da hast du wenigstens was echtes. Stimmt. Ja, also so, der erste integrierte Partner in dieser ganzen Geschichte ist Shopify, ähm, diese Shop-Software, die man auf seiner Website einbinden kann und so. Und wenn irgendjemand jetzt Shopify-Händler ist Kann er dann auch in-game in Roblox Waren verkaufen. Das hätte Second Life vielleicht auch nach vorne gebracht damals. Second Life gibt's doch noch. Das ist doch, da läuft doch noch die Nummer, oder?
53:23 Dennis Horn
Ja, aber ist das nicht so eine Geisterstadt?
53:24 Gavin Karlmeier
Ich glaube, das haben Unternehmen irgendwie für. . Workshops und so entdeckt. Ah ja, also wie Lego. Genau. Die Shop Series. Legos Series Play in Second Life. Und tragen dabei eine VR-Brille alle.
53:44 Dennis Horn
Ich sitze manchmal in so Workshops, wo so Sachen mit Lego passieren. Und wenn ich mir dann denken müsste, boah, wenn das Second Life ist, so wie das erste, dann nein, danke.
53:53 Gavin Karlmeier
So, Threads. Naja, haben wir es schon drüber Da haben wir schon drüber gesprochen, können wir abhaken. Entschuldigung. Oh, Threads ermöglicht es NutzerInnen jetzt ein Konto ohne Instagram zu erstellen.
54:04 Dennis Horn
Ja, und das finde ich interessant, dass dieser Zusammenfall der Ereignisse, das Threads auf Links setzt, verstärkt, dass sie CreatorInnen Anreize bieten, dass sie sich umbauen, dass Threads in den AGBs nicht mehr als Produkt von Instagram, sondern als Metaprodukt, also damals seid ihr eigenständige Marke zu verstehen ist, gelistet wird und jetzt eben obendrauf auch noch ermöglicht, dass du dich ohne diesen Growth-Hack, den Methoder angewendet hat, nämlich dich nur mit dem Instagram-Count einloggen zu können. jetzt noch einloggen kannst, das zeigt schon, dass Meta, finde ich, stark an Threads glaubt. Mhm. So Ja.
54:40 Gavin Karlmeier
Wer stark an Blue Sky glaubt, ist Blue Sky.
54:48 Dennis Horn
Wenn wir so nachts eine Folge aufnehmen, dann ist das immer so albern. Es tut mir leid, Leute.
54:53 Gavin Karlmeier
Ist aber nachmittags genauso. So, pass auf, also Blue Sky schreibt, viele Leute wissen.
55:03 Dennis Horn
Die CEO von Blue Sky.
55:05 Gavin Karlmeier
Achso, das ist ein Zitat, entschuldigung, das war das nicht markiert. So, also Sagt, viele Leute wüssten nicht, dass Blue Sky ein bisschen wie Reddit und Twitter zugleich ist. Entschuldigung, das muss ich vorher sagen. Ich finde immer super interessant, die Selbstwahrnehmung der Leute, die bei diesen Plattformen arbeiten. wie sie denken, dass diese Plattform ist.
55:26 Dennis Horn
Und da ist immer eine Fallhöhe zwischen wie sie wirklich genutzt wird. Ich würde sogar noch einen draufsetzen. Ich finde es interessant, dass es so eine Selbstdarstellung von Plattformen gibt, die sich mit anderen vergleicht, die sie aber einleitet mit Viele Leute wissen nicht, was zeigt, dass das Prinzip Social Media nicht so verstanden wurde, weil die meisten Effekte in sozialen Netzwerken eben nicht von den Netzwerken selber vorgegeben wurden.
55:48 Gavin Karlmeier
Und jetzt sagt sie, Blue Sky sei ein bisschen wie Reddit und Twitter zugleich, weil man Feeds erstellen kann, die im Wesentlichen Gemeinschaften sind. So, weil zum Beispiel der Wissenschaftsfeed würde von Wissenschaftlern betrieben. Bla. Und wir haben mit Leuten gesprochen, sagt sie, die diese Feeds betreiben und sie hätten gerne bessere Werkzeuge, um diese in Communities innerhalb von Blue Sky zu verwandeln. Es wird, also das ist die Idee, ist, einfacher zu machen, einen benutzerdefinierten Feed zu erstellen und zu betreiben. Und es wird bald Abonnements geben. Ich glaube, das ist aber ein getrenntes. Also, Communities innerhalb von Blue Sky.
56:32 Dennis Horn
Ja, das war ja bei Twitter schon mega geil.
56:36 Gavin Karlmeier
Warst nicht du der, der das genutzt hat, immer?
56:38 Dennis Horn
Nur ich, ja. Viele Leute wissen gar nicht, dass Also es ist wirklich, ich bin, also dass diese individuellen Feeds eine gute Idee sind, kann man ja auch daran sehen, dass sie abermals überall kopiert werden gerade. Dass das clever ist, dass das aber ein Nerd-Gimmick ist, das wahrscheinlich nicht mehr 1% der NutzerInnen überhaupt nutzen, gehört wahrscheinlich auch zur Wahrheit. Ob diese Leute, die das nutzen, sich jetzt wirklich so immens wünschen, daraus Communities zu bauen, doubtet.
57:10 Gavin Karlmeier
Oder ist es Ganz verwegener Gedanke, ein gutes Signal, dass Blue Sky jetzt dort angekommen ist, wo sozusagen solche Dinge entwickelt werden. Weißt du? Also es ist jetzt so in der Breite ausentwickelt oder da erstmal, dass man sich jetzt auch um solche Dinge kümmern kann. Das ist vielleicht auch ein gutes Signal.
57:32 Dennis Horn
34 Millionen Menschen nutzen das.
57:34 Gavin Karlmeier
Ja.
57:34 Dennis Horn
Das ist. Ist nicht nichts. Das stimmt, aber es hat jetzt auch nicht annähernd die Größe von Ex, beispielsweise. Ja, ja, klar. So, und wenn du dir die Statistik anschaust, es gibt ja so einen öffentlichen, äh, öffentliche Statistiken für Bruce Guy, dann siehst du auch, dass das so. dass schon immer so Kurven so runtergehen. Also es sieht jetzt nicht so aus, vor allem wenn du dir so die Daily Posters anschaust. Der Trend ist eher negativ bei Blue Sky. Na klar, lässt auch dieser Begeisterungseffekt nach und alles. Aber ich weiß nicht, ob Anreize für kleine Nischensätze die Strategie ist, die Blue Sky gerade braucht.
58:14 Gavin Karlmeier
Vorsichtig formuliert. Ja, verstehe ich. Okay. Für mich ist es die App, die mich jetzt als früheren Twitter-Nutzer am meisten catcht. Es ist einfach, es ist jetzt da. Übrigens, der Eurovision Song Contest Abend. In Social Media bei Blue Sky. Es war wie Twitter früher. Ja, das glaube ich. Fantastisch. So. Jetzt nochmal haben wir eben schon kurz da gewesen: es wird bald Abonnements geben. Also, auch da will Blue Sky sich umschauen, gesponserte Beiträge und ähnliche Dinge. Sie sagt, sie denkt, dass Werbung irgendwann in irgendeiner Form Einzug halten wird. aber nicht auf die traditionelle Art und Weise. Sie bleibt da ein bisschen im Ungefähren bei all diesen Dingen. Sie sagt, wir werden die Leute experimentieren lassen und sehen, was dabei herauskommt.
59:04 Dennis Horn
Was könnte dir, also wenn Sie sagen, Sie wollen nicht die Werbung so machen, wie andere soziale Netzwerke das machen, welche Varianten fallen einem da noch ein? Denn wir haben, bei TikTok haben wir ein Pre-Roll, bevor die App startet. Bei Threads, Instagram, also bei allen Metanetwerken haben wir Werbung, die aussieht wie Postings, aber als Werbung gekennzeichnet ist. Bei X genauso, gesponserte Beiträge. Bei Google hast du Werbung, die. zwar in den Suchergebnissen auftaucht, aber als Werbung immer weniger, aber früher, weil sie immer ein klar gekennzeichnet und hinterliegt. Welche Varianten könnten einem dann noch einfallen? Achso, und du kannst bei Meta kannst natürlich auch Reichweite boosten. Das heißt, wenn die Dinge alle ausgeschlossen sind, was bleibt da übrig?
59:45 Gavin Karlmeier
Push-Nachrichten kaufen über Bluesgang? Mir fehlt die Fantasie. So, und gleichzeitig, ich beschäftige mich auch nicht den ganzen Tag damit, so wie in so einem Unternehmen, gleichzeitig sehe ich aber ja Dass Blue Sky so zentrale Designentscheidungen bisher immer recht clever getroffen hat, Ich meine, Blue Sky war ja auch, wir haben oft genug darüber diskutiert, die Plattform, die gesagt hat, wir versuchen all die Fehler, vielleicht auch indirekt, vielleicht nicht so öffentlich gesagt hat, aber Die uns immer so vorkamen hier. Wir versuchen all die Fehler, die zum Beispiel damals bei Twitter passiert sind, bei Designen abzustellen. Wir sind uns auch einig, dass das nicht mit allen geht, weil zum Beispiel Community Management Moderation nicht skaliert, technologisch so, aber zum Beispiel die Blockfunktion bei Blue Sky Finde ich die beste Lösung, die ich bisher in einer Platt oder auf einer Plattform dieser Art gesehen habe, ich finde allgemein dass diese wir lösen diese Dinge hier bei Design und machen uns nochmal richtig Gedanken darüber, dieser Plattform bisher In der Regel recht gut gelingt. Und deswegen bin ich hier gespannt drauf und lese diese Worte anders, als ich sie jetzt bei einer anderen Plattform lesen würde.
01:01:04 Dennis Horn
Ja, würde ich mitgehen. Wir dürfen hier nicht übersehen, dass sie auch gesagt hat, es wird Abonnements geben. Also das bezahlte Abonnieren von CreatorInnen, was ich übrigens auch für Liebhaberei halte. Also selbst die CreatorInnen, die sehr, sehr reichweitendstark sind, die das anbieten Bei Instagram zum Beispiel, bei denen ich versucht wäre, das zu abonnieren, da siehst du dann, das sind 15 Leute haben das gemacht oder so, obwohl die eine Million FollowerInnen haben. Also das ist jetzt sehr anekdotisch natürlich, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses System Patreon in sozialen Netzwerken tatsächlich funktioniert, weil. Social Media, zumindest wenn du die zweite Ära nach Zuckerberg verstehen, so verstehen willst, wie er sie definiert, nämlich die content getriebene Ära, dann willst du ja Inhalte, die du siehst, mit anderen Leuten teilen. . . Und das funktioniert aber nicht in dem Moment, wo es nur 14 andere gibt, die das sehen dürfen.
01:01:58 Gavin Karlmeier
Ja, kann ich nachvollziehen. Also wir wissen, dass es ein paar sehr gut verdienende Creator gibt, generell, und danach geht es schon recht weit runter. Und das jetzt nochmal umgemappt auf so eine Nischenplattform, kann ich nachvollziehen. Und ich, also, ja, ich glaube, Pan warnt es. So, vielleicht hier noch Blue Sky. Testet eine neue Funktion für die für die NBA-Playoffs, die einen roten Live-Rahmen bei Beiträgen vom NBA-Konto zeigt. Und wenn du darauf klickst, wirst du zu einem externen Spiel streamen. weit geleitet. Und das ist crazy.
01:02:35 Dennis Horn
Also sie wollen das ausrollen und du kannst quasi dein Konto verbinden. Und zwar haben sie offenbar erkannt. Die Leute wollen Live-Videos auf solchen Plattformen haben. Wir können das infrastrukturell noch nicht anbieten. Auch Videos haben wir immer bislang noch eine maximale Hochladegröße von 100 MB. Also, das ist alles noch nicht da, wo sie es, glaube ich, haben wollen. Also sagen sie. Du kannst dein Konto verbinden mit YouTube oder Twitch und das Blue Sky-Profil wird zeigen, dass du live bist. Und Rose Wang, das ist die COO, die hat gesagt, wir halten sie nicht in Blue Sky. Gefangen, wir wollen, dass sie Blue Sky nutzen, um zu entdecken, was passiert. Ich finde das eine super spannende Herangehensweise.
01:03:15 Gavin Karlmeier
Interessant, ich habe da gar keine Emotionen. Also ich fand schon damals bei Twitter dieses oder daran erinnert mich das sehr stark, ne? Äh, Twitter Sport so von damals. Ich finde das so lame, die so ist Sportschreib.
01:03:29 Dennis Horn
Aber es soll eben ja nicht bei Sport bleiben. Und jetzt überleg mal, angenommen, du bist Streamer. Dennis, du streamst deine nächtlichen Roblox-Runs und musst dir überlegen, du bist eigentlich ein Creator, der viel auf Blue Sky unterwegs ist. Und du hast einen Instagram-Account und einen TikTok-Account und einen Twitch-Account. Und eigentlich bist du Twitcher und jetzt ist aber Bluesky gerade bei dir up and coming. Dann stellt sich ja schon die Frage, wo streame ich denn jetzt? Und diese Frage musst du dir bei Blue Sky zum Beispiel nicht stellen.
01:03:58 Gavin Karlmeier
Ja, zunächst, weil man genau weiß, wie es laufen wird. Irgendwann, wenn es erfolgreicher wird, wird auch da ein Walled Garden draus.
01:04:05 Dennis Horn
Eventuell, ja. Aber wenn das nichts ist, Also, ich finde diesen Ansatz, zu sagen, wir machen, was wir tun am besten und das, was andere am besten können, da linken wir hin, wie diese alte Regel. Exakt, wie diese alte Regel ja auch besagt. Finde ich, das würde mir gefallen als Entwicklung des Internets. Dass TikTok sagt, wir machen kurze Videos, Instagram sagt, bei uns kriegst du Storys und Postings. Bei Facebook kannst du Links und Gruppen.
01:04:33 Gavin Karlmeier
Ja, weil so ist der idealistische Gedanke des Internets und natürlich wird es genau so.
01:04:40 Dennis Horn
Wenn ich eins gelernt habe in 428. Und zwar immer wenn Geld im Spiel ist, wird es genau so. Genau so. So, den Rest machen wir dann. Ja, komm. In der nächsten Folge kommt übrigens Cast der Maria Müller. Und die hat bestimmt auch Emotions- und Meta-Funktionen. Wir freuen uns drauf. Ich habe noch eine Ankündigung, Dennis. Und das ist eine Ankündigung, von der du schon weißt und von der ich hier immer wieder so gesagt habe: es gibt bald noch eine Überraschung, ich kann bald noch was erzählen und jetzt darf ich es verkünden. Und zwar ist ja nächste Woche Republika. So, jetzt, wenn man uns beide da sehen möchte, dann kann man das am Montag um 18. 45 Uhr auf Bühne 2, Stage 2. Da spielen wir zusammen mit Nicole Diekmann und. Ihr habt beide fantastische Teams zusammengestellt. Das eine ist schon ein bisschen vollständiger als das andere, aber ihr habt beide tolle Teams zusammengestellt und wir haben da viel zu gemacht. Das ist das eine, was man und da kann man uns sehen. So, dann kann man mich noch sehen am Dienstag um 14 Uhr, glaube ich. Guckt nochmal im Timetable-Uhrzeit, weiß ich gerade nicht. Da erzähle ich ein bisschen was über Fiddiverse mit ganz vielen tollen, spannenden Leuten. Und am Mittwochabend, dem letzten Acht.
01:05:42 Gavin Karlmeier
Du bist auf dieser Session, auf dieser Mastodon-Session. Ach so. Ja, dann komme ich vielleicht doch. Ich habe gedacht, ich kann da nicht hingehen, ich werde da gelünscht. Ich sitze da auch Ach so, ja dann gucke ich mir das an.
01:05:54 Dennis Horn
Ja, mach das mal alle. Ich freue mich drauf. Und am Mittwochabend, nachdem alle da sich verabschiedet haben, ein bisschen Queen gesungen haben und so, gibt es eine Aftershow-Party. Und da lege ich auf, zusammen mit Nils Buckelberg. Und wir machen zusammen das Tanzlokal Kukoloris. Und wir freuen uns da wirklich sehr, sehr drauf. Ich glaube, das wird ganz, ganz fantastisch. Kommt da bitte alle hin.
01:06:17 Gavin Karlmeier
Ich stoße auch mit euch an. Du hast auf meinem letzten Geburtstag aufgelegt und ich kann bestätigen, dass es großen Spaß macht.
01:06:24 Dennis Horn
Ich freue mich drauf, dass wir das machen dürfen, das ist wirklich toll.
01:06:27 Gavin Karlmeier
Ähm, okay, und dann würde ich gerne noch ankündigen: es gibt unsere Auftaktausgabe zur Republika.
01:06:35 Dennis Horn
Kommenden Montag in diesem Internet Haken dran. Da hören wir uns dann aus Berlin. Den nehmen wir dann sogar in Persona auf. Vermutlich, oder? So würde ich das mal sagen. Wir planen das gleich mal im Anschluss. Also, es ist zur Republika, die jetzt nächste Woche startet. Viel los, viel im Gange. Wir freuen uns sehr, sehr drauf. Wir hören uns hier wieder, wie gesagt, am Freitag mit Casta. Und dann hören wir beide uns schon wieder am Montag. Also jetzt wird es die nächsten Wochen werden wild. So. So. Kommt in Discordhagnad.
01:07:03 Gavin Karlmeier
org Und kommt gut in die weitere Woche, weil es ist ja noch gar nicht die Ausgabe kommen und hat. Kommt gut in die weitere Woche. Kommt gut in der Mittwoch. Tschüss. Tschüss.