Meta trainiert seine KI mit euren Urlaubsfotos!
Heute ist der letzte Tage, gegen die Nutzung eurer Daten durch Meta für KI-Trainings zu widersprechen. Also: Let’s go!
Wir stellen heute fest, dass wir weder BWLer, noch Arbeitgeber, noch Anwälte sind – aber immerhin haben wir Gefühle…
Zum Beispiel für Metas KI, für JENGA bei X (Brand!) und fast wäre Gavin auf einen Scam reingefallen.
Wir sehen uns bei der re:publica! (Hoffentlich!)
➡️ Verbandsklage gegen X: https://www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/Verbraucherrechte/VerbandsklageregisterMusterfeststellungsklagenregister/Verbandsklagenregister/Verbandsklagen/Klagen/202503/VRUG_3_2025_node.html
➡️ EU-Kommission bietet um Rückmeldung zu Jugendschutzmaßnahmen: https://digital-strategy.ec.europa.eu/de/library/commission-seeks-feedback-guidelines-protection-minors-online-under-digital-services-act
Kapitelmarken
KI-generiert
00:00 Einführung und Logistik der Episode
02:56 Gavin wurde fast gescammt!
06:00 Brand in Rechenzentrum
09:06 Datenlecks bei X
11:59 Initiativen gegen X
15:09 Verifikationssysteme bei BlueSky
17:57 Doge und rechtliche Auseinandersetzungen
20:55 Meta und KI
24:32 Kündigungswellen bei Meta
42:35 DSA und Jugendschutz
49:01 Fehlerhafte Moderation bei Pinterest
52:16 Microsoft Teams und Wettbewerbsrecht
53:58 TCF Framework und Cookie-Banner
01:00:10 Funktionen und Emotionen
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Dennis Horn
Grüß dich Gavin. Hallo Dennis. Komisch, man hört gar nicht Straßenverkehr im Hintergrund, Polizei sie reden, Autos, die an uns vorbeifahren. im Straßencafé hier in Berlin, wo wir sitzen, weil wir gar nicht im Straßencafé in Berlin sitzen.
00:20 Gavin Karlmeier
Für alle, die bei YouTube sehen, dass wir doch in unseren, äh, ich in meinem Wohnzimmer und du in deinem Kinderzimmer sitzen, das
00:28 Dennis Horn
Das war ganz, ganz lustig, weil wir letzte Woche, als wir unsere Hakendran-Episode aufgezeichnet haben, uns verabschiedet haben mit bis nächste Woche in Berlin, du drückst auf Stopp und wir so Ah ne, zeitlich klappt das gar nicht. Ja, schön. Jetzt ist Samstagabend. Aus Logistikgründe. Das ist der Moment, an dem wir diese Episode für den Montag aufzeichnen. Wo wir schon längst in Berlin sind. Dass Bännchen für die Republika um haben, im Innenhof wissend, die ersten 20 Leute gegrüßt haben und dabei drei Club Mateflaschen umgeschmissen haben. Es ist Republikawoche. Aber wir kümmern uns noch ein bisschen um die Standards des Social Media Geschäfts. So? Ja.
01:13 Gavin Karlmeier
Gut.
01:15 Dennis Horn
Du machst den Adam Mossari und bist fast auf Scam reingefallen. In einem Atemzug. Die beiden Größen des weltweiten Internets fallen fast aufs Scam rein. Was ist dir passiert?
01:27 Gavin Karlmeier
Ich habe eine E-Mail bekommen von Meta Certification, stand im Absender. Überschrift, starte deine Karriere im Social Media Marketing mit Meta. Da denke ich mir ja schon zu spät. Hab aber so ein bisschen gelesen, also spannend, es gibt ein paar spannende Fakten. an dieser E-Mail. Aber er ist vorne, ich fange vorne an. Hallo Gevin Keimmer, wir möchten dich herzlich zu einem kostenlosen Trainingsbrum einladen, bla bla bla, Zertifizierungsbrumm bla bla bla bla bla, hier kannst du loslegen. Link. Facebook at Online Learning, bla bla bla. Viele Grüße, dein Meta und Coursera Support Team. Und ich dachte so. So ein Meta-Zertifikat. Ich gucke mir das mal an. Klicke diesen Link an und lande in einer Login-Maske, die extrem gut nach Facebook aussieht. Bei der mir sogar mein Browser Passwörter vorschlägt. Und da denke ich mir, naja, let's go. Und merke dann, während mein eingegebenes Passwort schon eingegeben ist und der Login-Prozess läuft, merke ich, scheiße. Das ist keine Metadomain. Hier stimmt alles gar nicht. Also und ich habe aber zum Glück, und das ist jetzt mein Signal an alle, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung und konnte diesen Prozess an dem Moment abbrechen und sofort mein Facebook-Passwort, das nicht dasselbe Passwort ist wie bei allen anderen Netzwerken. ändern. So, aber hätte ich das nicht getan, wäre jetzt mein Passwort in der Welt oder irgendjemand hätte Zugriff auf meinen Meta-Account. Und ehrlicherweise, die Mail sah extrem gut aus, sie wurde nicht als Spam klassifiziert. Also der Screenshot, den ich in den Discord gepostet habe, da steht, warum ist diese Nachricht Spam, weil ich sie nachher als Spam gemeldet habe. Sie ist aber in meinem direkten Posteingang gelandet und das ist Gmail. Und diese E-Mail-Adresse, die ich dort nutze, ist meine E-Mail-Adresse, die ich bei Facebook hinterlegt habe, die du aber nicht ergoogeln kannst von mir. So, dann ist da mein Vor- und Nachname drin, Gavin Karlmeyer. So, klar, man kann den aus der Gmail-Adresse theoretisch abstrahieren, aber wenn man sich anguckt, wie Spam-Mails in der Regel gemacht sind. funktioniert das sehr schlecht, vor allem bei einem Namen wie meinem, weil Karl meistens nochmal getrennt ist oder whatever. Also es sind so ein paar Faktoren da drin gewesen, was diese Mail erstaunlich gut gemacht hat für einen Scam. Und bei Elemasari hast du vermutet,
03:40 Speaker 4
Dass das jemand gezielt gemacht hat.
03:42 Gavin Karlmeier
Und ich will das jedenfalls.
03:45 Dennis Horn
Also meine erste Vermutung ist, dass du Teil dieses Facebook-Datenlecks warst. Auch wirklich, ja. Um dass es ja zurzeit auch vor Gericht geht. Bei mir war das ja so, dass ich die Telefonnummer bei Facebook hinterlegt hatte. Und zwar mit der Privatsphäre-Einstellung Nur für mich sichtbar. Das war so in den frühen Tagen, als man bei Facebook die Nummer eingeben konnte, dann war das dann sozusagen der Ort, wo man die Nummer für die Zwei-Faktor-Authentifizierung hinterlegt hat oder für Notfallkontakte oder irgendwie so. Also wirklich nur für mich sichtbar. Und wenn du jetzt in diesen Entwendeten, in Anführungszeichen, Datensätzen guckst, dann ist halt die Telefonnummer mit drin. Und deswegen musste ich gerade daran denken.
04:30 Gavin Karlmeier
Kann auch voll sein, weil ich kriege auch ständig SMS mit irgendwelchen Leuten, die mir Pakete andrehen wollen und so. Aber ich, also das war schon so knapp vor einem Totalschaden, war ich echt lange nicht.
04:42 Dennis Horn
Ich habe diese Woche von einem Kollegen noch gezeigt bekommen, irgendeine Scam-Mail, die angeblich von Amazon kommt und wo er dann auch sagte, ey, guck mal, perfekt, oder? Und ich meine, oft kann man es am Ende, auch in der E-Mail, die du jetzt bekommen hast, ja an dem Link sehen. Der führt auf eine Domain, die ganz offensichtlich nicht Facebook gehört und so. Und das war bei dieser Amazon-Mail auch, aber trotzdem sieht Das drumherum, ähm, ja, täuschend echt aus. Und ich habe so gedacht, ähm Also ich bin mittlerweile so weit, dass ich auf E Mails einfach gar nicht mehr reagiere. Ja, also wirklich so. Auch privat nämlich. Wie du weißt aus dieser Woche auch das nicht. Das ist klar. Liebe Grüße an dich und an Nicole.
05:28 Speaker 5
Ich bin so gespannt, was heute Abend auf der Bühne der Republika passiert, denn wir haben keine Ahnung.
05:33 Dennis Horn
So, und sondern dass ich wirklich, wenn ich die zum Beispiel bekomme, ist mein mittlerweile Sicherheitsreflex. Ich klicke nicht auf den Link, sondern ich gehe in den Browser und gebe von Hand die Adresse dieses Dienstes ein, um zu gucken, ob darin was hinterlegt ist, auf das mich die E-Mail hinweist. Ich glaube, das ist das Beste, was du machen kannst, um dann sozusagen diesen Mechanismus komplett aus dem Weg zu gehen.
05:57 Gavin Karlmeier
Ja, was halt an der Mail so tückisch ist, ist, dass es ja gar nicht so unüblich ist, dass solche Zertifizierungsprogramme durch irgendwelche Subunternehmen durchgeführt werden oder irgendwelche Apps, die gegründet wurden, einen extra Namen haben und so. Jetzt war der Link tatsächlich relativ dämlich, weil der hieß halt irgendwas mit Online-Learning, bla bla bla. Aber hättest du dieses Kurs Sarah genommen, was da drunter stand, dass es gibt oder auch nicht gibt, ich habe es nicht gegoogelt, ich wäre voll reingefallen. Es klingt total selbstverständlich.
06:21 Dennis Horn
Ja, ja.
06:22 Speaker 5
Kann ich nachvollziehen. Naja.
06:23 Dennis Horn
Da hast du fast gebrannt.
06:26 Speaker 5
Ich habe vorhin ein kleines Housekeeping.
06:27 Gavin Karlmeier
Yeah, dann mach erstmal Housekeeping. In der letzten Episode gab es bis ungefähr 13 Uhr in Castle Maria und ich einen Ton von Elon Musk angekündigt und direkt danach lange erklärt, warum das so gut ist, den zu hören, weil das, was er sagt, viel. Anders, ganz anders wirkt, als wenn man es liest. Der Ton war aber nicht in der Episode. Also in der jetzigen Version der verlorene Ton. Wir haben den Ton nachgereicht. Man findet ihn auch im Hakendan-Discord unter www. hakendern. org. 1800 Leute haben ihn dort wahrscheinlich schon. gesehen. Ihr könnt es dort auch sehen. Aber dafür ein kleines Sorry. So.
07:00 Dennis Horn
Auch da hat's gebrannt. So wie am Donnerstag, ich brauchte diese Überleitung. Am Donnerstagmorgen Du hattest Brand. Um 10. 21 Uhr im Hillsborough Technology Park. Das ist ein Vorort westlich von Portland, Oregon.
07:14 Speaker 5
Hillsboro klingt übrigens wie so eine Zigarettenmarke, die man bei Lidl an der Kasse kriegt.
07:18 Dennis Horn
Vielleicht war auch das die Brandursache, du weißt ja nicht, so und stimmt dort hat das Unternehmen X Uns bekannt als das frühere Twitter von Elon Musk. Sagt mir nichts. Schon verdrängt. Ein Rechenzentrum angemietet. Und da war ein längerer Einsatz der Feuerwehr. 15 Uhr war die Mannschaft da immer noch vor Ort und beschäftigt. Das ist ganz interessant, weil das Wired Magazine die ganze Nummer jetzt ein bisschen in einen Kontext stellt und schreibt, bevor Elon Musk Twitter übernommen hat, hatte Twitter drei Rechenzentren. Die waren in Sacramento, Portland und Atlanta.
08:01 Gavin Karlmeier
Wie wir wissen.
08:02 Dennis Horn
Wie wir wissen. Wir haben oft darüber gesprochen. So, und dann Ist so ein bisschen sichergestellt worden, das fällt eins aus, sind die beiden anderen da. Und dann hat Elon Musk Heiligabend Im Jahr 2022 das Rechenzentrum in Sacramento geschlossen, um Kosten zu sparen. Und dann gab es einen größeren Ausfall. So und dann wurden diese Serverschränke nach Portland, Atlanta irgendwie verschifft und in Portland mietet X offenbar Räumlichkeiten In einem der weltweit größten, bei einem der weltweit größten Entwicklern von Rechenzentren. So und Wired fragt jetzt so ein bisschen. Also, ist das problematisch für das Unternehmen? Hat das mit irgendwas zu tun, Ausfällen und so weiter? Und ja, wird hier sozusagen kaputt gespart.
09:03 Gavin Karlmeier
Ja, vor allem, weil es ja, genau, also man kennt das ja oft, dass man so Dinge outsourced und dann dadurch auch ein bisschen Qualitäts Minderung erlebt, als wenn man es selber macht. Gleichzeitig wird hier gesagt, es war wahrscheinlich die Brandursache eine Batterie. Jetzt könnte man an Batterien sehr gut sparen und das Erste, was man an Batterien wahrscheinlich eher sparen würde, als die den Stromlimmern reinpackt, sind Sicherheitsmechanismen. Könnte man unterstellen, wissen wir alles nicht. Wir wollen nichts unterstellen, aber das passt schon, malt schon ein Bild. Vor allem interessant, dass Masker gleichzeitig gerade in Memphis ein Rechenzentrum für XAI baut, das so viel Strom nutzt mit eigenen hier so, wie heißen die? Verbrennungsgeschichten. Das ist einfach da tatsächlich eine signifikant schlechtere Lebensqualität. Gasturbinen heißt es. Gasturbinen mit methanbetriebenen Gasturbinen. Und es gibt keine Genehmigung dafür, aber die Leute, die dort leben, merken eine signifikant schlechtere Luftqualität in dem Ort und das ist ein Riesenproblem dort. Das heißt Die Rechenzentren, das wird ja eh das große Thema, wo kommt der Strom her für die ganzen KI-Rechenzentren und wer betreibt die Rechenzentren? Das ist so ein bisschen, es gibt doch das Schaufelherstellerprinzip. Also wenn eine Goldgräberphase ist, also wenn Gold gefunden wird und du möchtest in ein Unternehmen investieren, investier in das Unternehmen, das Schaufeln herstellt. Das ist dieses Prinzip, das dahinter liegt.
10:26 Dennis Horn
Ah, ja, okay.
10:28 Gavin Karlmeier
Wir sind hier wieder im BWL-Studium angesetzt.
10:30 Dennis Horn
Ja, gut, das ist, wenn irgendwo Krieg ist, investiere ins Rüstungsunternehmen. Das ist ja das, was wir zurzeit auch sehen.
10:35 Gavin Karlmeier
Genau, ja. Die Rechenzentren werden quasi die Schaufeln der KI, des KI-Zeitalters. Und dass Elon Musk da jetzt quasi so mit sehr vielen schmutzigen Mitteln arbeitet. Ist da schon, passt da ganz gut ins Bild, ehrlicherweise. Wir wissen aber nicht, ob das einfach nur eine Fehlfunktion war, die genauso passieren kann. Interessant ist aber, dass am heutigen, wir nehmen Samstag, wie gesagt, auf, wenn ihr das hier hört. vorgestern. Twitter den ganzen Tag über für viele, viele Menschen nicht erreichbar war. Ob es einen direkten Zusammenhang dazu gibt, weiß man noch nicht. Aber X selber hat geschrieben, we experienced some performance issues, was eine schöne Formulierung ist für der Laden. funktioniert nicht. Aber wir arbeiten daran. Und Elon Musk selber hat sich dazu auch geäußert. Und er hat nennt einen anderen Grund für die Wie er sagt, Uptime-Issues. Weil er jetzt 24-7 back at work and sleeping in Conference Server Factory Rooms ist. Und er sagt, I must be super focused on X, XAI and Tesla. And as evidenced by the X Uptime issues, major operational improvements need to be made Also er sagt, wir müssen da gerade hart dran arbeiten, weil wir haben gerade Ausfälle. Und er schiebt es darauf, dass er einfach zu wenig Zeit in dem Unternehmen verbracht hat. Also vielleicht löscht Elon Musk sonst den ganzen Tag Batterien selber und wir merken es nicht.
12:00 Speaker 5
Hier noch ein Brand, den er vielleicht löschen muss.
12:04 Dennis Horn
So me ist eine ähm niederländische niederländische Stiftung, genau, eine Initiative die sich gerade gegen Ex positioniert, gegen rechtswidrige Geschäftspraxis Datenmacht gezielt zu missbrauchen, um politische Meinungen zu beeinflussen, gesellschaftliche Gräben zu vertiefen und demokratische Prozesse zu untergraben. Du atmest schon ein, bitte.
12:32 Gavin Karlmeier
Ja, und hinzu kommt, dass auch Ex, und da schließt sich jetzt ein Kreis, auch Probleme mit Leaks hatte, mit Datenlegs, mit gestohlenen Daten, die da auch eine Rolle spielen. Exakt.
12:42 Dennis Horn
So, und diese Initiative Will eine Verbandsklage gegen Ex an den Staat bringen.
12:53 Speaker 5
Verbandsklage ist nicht, wenn man dem Sanitäter sagt, das ist zu eng. Oder der beim Blutdruckmessgerät. Genau.
13:02 Gavin Karlmeier
Ist das nicht eine Manschette?
13:04 Speaker 5
Kann sein. Wir driften ab. Vorsicht. Schere drin, das Verbandskasten-Update.
13:14 Dennis Horn
Sorry. Man hätte gern diesen Text jetzt vorgelesen. Also, das Bundesamt für Justiz. Hat diese Verbandsklage jetzt öffentlich gemacht. So, also niederländische Stiftung für Marktinformationsforschung, die gegen X. Vorgehen möchte. Und du kannst dort mitmachen, dich anschließen und so deine Ansprüche gegen Ex geltend machen. Das ist kostenfrei. Es gibt auch keine Prozesskostenrisiken, dass dann irgendwann eine Kostennote irgendwie bei dir ankommt. Und es geht, du hast es gesagt, um Datenschutzverstöße. Und Somi fordert mindestens 750 Euro. von X für eine Nutzerin, einen Nutzer. Und wenn man dann irgendwie von wiederholten Datenlecks betroffen ist bei Twitter, sollen nochmal mindestens 250 Euro dazu kommen. Es gibt eine Großkanzlei in Leipzig, Spirit Legal, die diese Stiftung vor Gericht vertritt, die sagt, da werden Zahlungen in Höhe von Millionen oder gar Milliarden Euro auf Ex zukommen.
14:21 Gavin Karlmeier
Also wenn ich das richtig verstehe, heißt das doch, je mehr Leute mitzeichnen, umso höher wird die Zahllast auf X. Deswegen packen wir den Link mal in die Shownotes, solltet ihr das so vielleicht ein Schmerzensgeld für die letzten Jahre einfordern zu wollen, könntet ihr das so tun.
14:40 Dennis Horn
Ja, wir machen die Vorwürfe mal ein bisschen konkreter. Also, Somi sagt, X verwendet ein System des politischen Micro-Targetings, das besondere sensible Daten etwa zur Sexualität, politischen Anschauungen, zur physischen und psychischen Gesundheit zu religiösen Einstellungen Auswerte, um NutzerInnen mit maßgeschneiderten Botschaften zu beeinflussen. Und das nennt So mir einen subversiven Angriff Auf die Demokratie-Ex betreibe diese Nachverfolgung auch über Drittseiten hinweg. Das würde dann für Werbezwecke Zum Erstellen von Persönlichkeitsprofilen genutzt, ohne die Betroffenen in transparenter Weise zu informieren oder wirksame Einwilligungen einzuholen. Und X sei nicht in der Lage oder nicht willens, diese persönlichen Daten auch zu schützen.
15:28 Gavin Karlmeier
Und ich glaube, alles, was wir in den letzten 429 Episoden hier besprochen haben, deckt sich mit dieser Einschätzung. Also wir haben auch das Gefühl, dass die Plattform massiv weniger zur vermeintlichen Rede oder Meinungsfreiheit beigetragen hat, als sie sich selber darstellt, vor allem im Vergleich zu dem Zeitraum, den wir davor erlebt haben. Wir stellen schon einen krassen politischen in eine Richtung fest. Also all diese Dinge, die Somi hier so schön in Legal German formuliert hat, sind Dinge, die wir hier genauso beobachtet haben.
16:03 Dennis Horn
Ich bin sehr gespannt darauf, wie das politische Washington, wie wir immer sagen, zum politischen Berlin manchmal wie die das aufnehmen werden, wenn das ernst wird, diese ganze Nummer. Weil da wurde ja schon gesagt, das wollen wir nicht zulassen, dass das in Europa irgendwie eingeschränkt wird. Und so ist es.
16:24 Speaker 5
So, Blue Sky, wer möchte, hast du es schon getan, kann jetzt einen blauen Haken beantragen Hast du das gemacht schon?
16:30 Gavin Karlmeier
Ja, aber es ist ein super interessantes Vorgehen. Erzähl mal. Also, die haben ja bei Blue Sky dieses Verifikationssystem vorgestellt vor einigen Wochen, indem du entweder durch durch Bluescare verifizieren lassen kannst, aber bislang nichts selber beantragen konntest, oder durch solche wie heißen sie denn? Es gibt so die Möglichkeit, dass zum Beispiel.
16:49 Dennis Horn
Verifizierungsstelle sozusagen, ne?
16:51 Gavin Karlmeier
Quasi. Es gibt quasi die Möglichkeit, dass beispielsweise die New York Times ihre JournalistInnen selber verifizieren kann. Weißt du, also du kannst quasi beim Anmelden auch oder beim Beantragen des blauen Hakens jetzt auch angeben, möchtest du damit auch weiterhin weitere Leute mit blauen Haken ausstatten können. So, und das Interessante ist aber, es gibt ein Formular bei Blue Sky, um sich verifizieren zu lassen. Dieses Formular ist allerdings ein Google-Form. Also das ist komplett bei Google gehostet. Und ich denke mir. . Was? . Also warum das denn? Im Discord hat auch jemand treffend geschrieben, einer Company, die nicht mehr in der Lage ist, selber ein Formular auf ihrer Website zu hosten, weiß ich nicht, ob ich da jetzt meine privaten Daten anvertrauen würde. So, aber naja, es gibt auf jeden Fall diesen Link, das ist ein Google-Form und du kannst dort den Antrag auf Blaubehakung stellen.
17:43 Dennis Horn
Das ist super interessant. Das hatte ich noch nicht. Noch nicht mitbekommen. Okay, und also Blue Sky verifiziert authentische und bemerkenswerte Konten. Trusted Verifier heißen übrigens sozusagen. Achso, und Trusted Verifier zusätzlich.
17:58 Speaker 5
Genau. Ja, schauen wir mal. Also, du hast es gemacht? Ja, ich habe aber noch nichts keine Antwort bekommen.
18:04 Gavin Karlmeier
Ich habe es getestet, ich habe als Grund auch reingeschrieben, wir haben extrem viele Invite-Codes verteilt. Keine Ahnung, ob es klappt. Schauen wir mal. Do you know Zahnsender?
18:14 Dennis Horn
Do you know Zahnsender für Firma? Vielleicht kommt der zurück. So, okay, dann. Dosh. Was haben wir da für eine Geschichte?
18:30 Gavin Karlmeier
Wir haben ja darüber gesprochen, dass es du uns erzählt hier letzte Woche. dass Doge von Crew gezwungen wird, Dokumente rauszugeben, die sich quasi mit dem Vorgehen von Doge auseinandersetzen. Also Crew is citizens for responsibility and ethics in Washington. Und es gab eben ein richterliches Urteil, dass Doge dazu zingen würde, dem der Organisation Crew diese Daten auszuhändigen. Jetzt hat die Trump-Regierung allerdings den Supreme Court aufgefordert, diese Anordnungen auszusetzen. was ein massiver Verstoß gegen die Gewaltenteilung ist, ehrlicherweise. Surprise, surprise. Es passt total ins Bild, dass es hier diesen Versuch, dass es Eingriffes gibt, aber der Supreme Court ist total. theoretisch immer noch unabhängig und kann jetzt sozusagen hier ein Urteil treffen. Und Trump hat aber gesagt dass jetzt eben das GOTUS, wie er heißt Supreme Court of the United States, sich entsprechend so verhalten muss, dass Doge geschützt bleibt, weil es eben keine Behörde sei, sondern nur ein Beratungsgremium.
19:36 Dennis Horn
Es gibt ja manchmal noch so ein oder zwei Urteile, die der Supreme Court dann überraschend doch gegen Trump ausspricht. Wir sind da gespannt, vielleicht ist der Surprise Court of the United States. Wow. Vielleicht. So. Wir kommen zum Meta und zur künstlichen Intelligenz. Ich weiß nicht, ob dir das aufgefallen ist. Mein Feed war heute Gestern, die letzten Tage, voll von Hinweisen, dass diese Widerspruchsfrist endet, die Meta uns einräumt. um der Nutzung der eigenen Daten zum KI-Training zu widersprechen.
20:16 Gavin Karlmeier
Heute ist eure letzte Möglichkeit zu widersprechen, dass Meta eure Daten nutzen kann, um künstliche Intelligenzen zu trainieren. Wir packen auch Diesen Link, sorry, wir packen auch diesen Link in die Shownotes. Heute ist die letzte Chance, Widerspruch einzulegen, und wir haben hier mal dazu offenbare Desinformation gestreut. Und zwar hatte Sascha erzählt, dass du theoretisch jede E-Mail-Adresse dort eingeben kannst und dann geguckt wird, gibt es einen Account, der in dieser E-Mail E-Mail-Adresse hängt und dann werden diese Accounts sozusagen aus dem KI-Training exkludiert. Das ist nicht ganz so, denn du musst eingeloggt sein. Das ist, glaube ich, eine wichtige Information. Also es reicht nicht, die E-Mail-Adresse von jemandem einzugeben, sondern du musst mit deinem Facebook und mit deinem Instagram-Account jeweils einen Widerspruch einlegen und dann verbietest du Meta mit deinen Daten, die du dort produziert hast, Fotos, die du dort hochgeladen hast, irgendwelche Dinge, die du dort gepostet hast. DKI zu trainieren und das ist deswegen entscheidend, weil ab morgen gibt es kein Zurück mehr. Jeder Widerspruch, der ab morgen eingelegt wird, betrifft nur die Zeiträume seit diesen Zeitpunkt. Sprich, wenn du am Dienstag Widerspruch einlegst, würdest du nur das Training der Daten von Dienstag bis Mittwoch verbieten. Beziehungsweise ab Mittwoch. So. Aber die Daten der letzten 10, 15 Jahre, die kannst du nur jetzt ein einziges Mal davor schützen und du kannst vor allem Trainingsdaten nicht mehr rausnehmen. Du kannst nicht sagen, liebe KI, entferne meine Daten. Deswegen ist es, wenn ihr ein schlechtes Gefühl damit habt, dass mich Ihre KI mit euren Daten trainieren, jetzt die letzte Möglichkeit zu handeln.
21:46 Dennis Horn
Ich sehe vor meinem inneren Auge So eine Armada von Meta-Anwälten aus ihren Alkoven schreiten und sagen, Widerspruch ist zwecklos. Ab morgen. Also Meta hatte im April angekündigt, dass ab morgen eben die Daten genutzt werden für KI-Trainingszwecke. Da gab es eine Eilklage von Verbraucherschützern gegen Meta. Jetzt hat das Oberlandesgericht Köln aber entschieden, dass das Vorgehen von Meta europäischem Recht Entspricht. So, also die Bedenken der Verbraucherschützer werden vom Gericht zwar anerkannt, unzweifelhaft werden für das Training große Datenmengen benötigt, die nicht zuverlässig vollständig anonymisiert werden können, sagt das Gericht. Aber im Rahmen der Abwägung hat man sich für Meta entschieden. Und das Gericht würdigt auch Vorsorgemaßnahmen von Meta. Da sollen so Identifikatoren, nennt es das Gericht, wie Name, E-Mail-Adresse, Anschriften einzelner NutzerInnen vorenthalten werden. So, auch der Hamburger Datenschutzbeauftragte hat eine Verwendung der Daten als rechtlich möglich erachtet. Tja, also geht los.
23:07 Gavin Karlmeier
Das Irritierende ist ja tatsächlich, dass du dich. nicht opt-innen musst, sozusagen, sondern dass du dich opt-outen musst. Also dass du das Meta dich nicht fragen musst, dürfen wir eigentlich mit den letzten 15 Jahren, wo du hier Fotos von irgendwelchen Partys veröffentlicht hast, dürfen wir damit unsere KI trainieren, sondern das Meta nur, wenn du sagst, ey mach das mal nicht überhaupt das nicht machen muss und ich glaube man kann tatsächlich man kann am ende kann man diese rechtsprechung verstehen kann sagen okay das ist jetzt gerade branchenüblich das gerade das ding ihr trainiert alle mit euren Daten Let's do it. Auf der anderen Seite trifft Meta schon eine Sonderrolle. Also wie viele Netzwerke hast du denn, die 30, 35 Millionen angemeldete deutsche Accounts haben? Wie viele Netzwerke haben denn die Möglichkeit, auf einen Datensatz von 15 Jahren privater Daten zurückzugreifen, Menschen ihre Hochzeitsfotos dort hochgeladen haben? Ich glaube, das ist eine Sonderrolle und ich glaube, dieser, man kann natürlich sagen, es ist ein legitimer Zweck und es ist der Zweck des Unternehmens, diese Daten zu verwenden. Das kann man, glaube ich, rechtlich so verstehen. Ähm, ich finde, ethisch habe ich da ein kleines Störgefühl, ehrlicherweise.
24:14 Dennis Horn
So, vielleicht so wie bei der kommenden Geschichte. Den Unternehmen geht's schlecht, Meta auch, oder sagen wir mal nicht so gut, und deswegen hat Meta vor einigen Monaten nur erändert sich fast 4000 MitarbeiterInnen entlassen. Weil sie nicht performen unter der Kategorie Leistungsschlag. Jetzt ist eine Memo aufgetaucht vom 14. Mai im internen Forum von Meta veröffentlicht. Der Business Insider hat sie gelesen. in der Manager angewiesen werden bei den Leistungsbeurteilungen in diesem Jahr, das geht in so einem Turnus, mehr MitarbeiterInnen in die Kategorie unter den Erwartungen, das ist die niedrigste Leistungsstufe, einzustufen. Hat sogar eine Prozentzahl vorgegeben. Also wenn es ein Team ist mit 150 oder mehr MitarbeiterInnen, dann sollen die Manager 15 bis 20 Prozent in die unterste Kategorie einstufen. Es waren Bis zu 15 Prozent im vergangenen Jahr. Zur Jahresmitte findet dieser Prozess der Leistungsbeurteilung statt.
25:21 Gavin Karlmeier
Ich bin ja offensichtlich kein Lehrer. Aber wenn man Tassenarbeiten schreibt, dann muss man ja auch dort irgendwo festlegen, für wie viele Punkte bekommst du welche Note. Und du hebst es manchmal an, wenn du das Gefühl hast, die Klasse hat jetzt hier unterperformt, damit du einen besseren Schnitt erzielst, du nicht 30 Fünfen rausgeben musst und so weiter und so weiter. Ich glaube, das ist ein Vorgehen. Ich glaube, das funktioniert allerdings nicht Wenn das hier, also das hier ist ja ganz offensichtlich nur eine Methode, eine Kündigungswelle durchzuführen, sich aber einen Grund dafür zu suchen und diesen Grund, den man sich sucht, ist nicht betriebsbedingte Kündigung, wir müssen Geld sparen oder wir haben KI, wir brauchen euch nicht mehr, sondern man sagt den Leuten einfach. Ihr habt nicht geliefert, also fliegt er raus und die Anzahl derer, die nicht geliefert haben, wird einfach vergrößert. . Das wird also nicht wirklich ermessen. Haben die Leute geliefert, sondern die Standards werden einfach nur so lange angeschraubt, bis die Anzahl derer, die entlassen werden, passt. Und ich habe irgendwie, also ich würde mal behaupten, in Deutschland beispielsweise wäre das so nicht legal, ehrlicherweise
26:20 Dennis Horn
Ein Meta lehnt eine Stellungnahme ab, aber man hört vom Business Insider, das Meta sagt, da haben wir auch schon mal drüber gesprochen, es sei notwendig, sich schneller von leistungsschwachen MitarbeiterInnen zu trennen. Damit man neue, stärkere Talente einstellen kann. Das ist vor allem dieser War for Talents in Sachen KI, denke ich mal, der hier noch schaut.
26:40 Gavin Karlmeier
Ja, also das Ding ist ja auch Also ich bin ja offensichtlich auch kein Arbeitgeber, um das auch nochmal dazu zu, was ich heute alles nicht bin, ne? Ich bin kein Lehrer, kein BWL-er, kein Arbeitgeber. Was bin ich denn eigentlich? Kann man nicht einfach nur Mensch sein. Also ich bin kein Arbeitgeber, aber ich finde es sogar legitim, als Unternehmen zu sagen, wir haben Leute, die erfüllen nicht die Arbeit, die wir von ihnen erwarten, also können wir nicht mehr zusammenarbeiten. Ich glaube, das ist ein. Ehrlicherweise nachvollziehbarer Grund, eine Zusammenarbeit miteinander zu beenden. . . Man stellt ja Leute nicht auf Lebenszeit ein. Man kann dann entweder gucken, können die was anderes bei uns machen. Oder funktioniert es nicht, dann lassen wir es. Finde ich fair. Problematisch ist, wenn du diese Standards, was die Leute zu erfüllen haben die ganze Zeit daran anpasst, dass du deine Unternehmensziele erreichst. Weil dann ist es für die Leute, die dort arbeiten, für alle Angestellten, eine komplett unfaire Behandlung. Ja, also der Arbeitskampf beginnt hier bei Haken dran. Hammer drin. Faust hoch das Arbeitskampf-Update.
27:41 Dennis Horn
Wir sollten vielleicht noch sagen, dass auch Microsoft und Google fleißig. Dabei sind. Also, Microsoft hat Anfang des Monats angekündigt, rund 6000 Stellen zu streichen. Das sind 3% der weltweiten Belegschaft im mittleren Management abzubauen und bei Google hieß es, die Führungsebene sei um zehn Prozent verschlankt worden. Also Es ist Thema bei den Konzerns.
28:11 Gavin Karlmeier
Layoff-Phasen, wo eben die ganzen Tech-Unternehmen einfängt an und danach entlassen alle reihenweise Leute und im Jahr drauf werden sie alle wieder eingestellt. Das ist, glaube ich, gerade in der Tech-Welt ist das so, was auch zu diesen Lebensläufen führt, dass Leute irgendwie in acht Jahren neuen Arbeitgeber hatten und davon irgendwie drei, aber echt irgendwelche A-Lister sind wie Google, Microsoft, Apple. Ich glaube, das ist in dieser Branche so. Die Frage ist halt immer, warum werden die Leute entlassen? Und wie gesagt, ich finde es legitim, auch als Unternehmen zu sagen, ey, der Laden läuft nicht, wir müssen leider Personalkosten einsparen. Ich glaube, das ist Kapitalismus, ehrlicherweise. Problematisch wird es halt dann, wenn es eigentlich nicht, also wenn du diesen Grund aber nicht nach außen zeigen möchtest, sondern einfach sagst, wir können sparen, also schmeißen wir jetzt Leute raus und weil wir keinen Grund haben, sie rauszuschmeißen, sagen wir ihnen einfach, sie hätten nicht gut gearbeitet. Das ist ja wie wenn du betreibst eine Tankstelle und du schmeißt den Augenst irgendeinen Grund. Und dann schmeißt du Leute raus, weil sie eine Minute zu lang Pause gemacht haben. Hast aber die Pausenzeit selber noch verkürzt, während der Arbeitsvertrag bereits lief.
29:13 Dennis Horn
So mag das sein. So, 24. Mai 2018. Das war der Tag, an dem Meta damals noch als Facebook-Konzern seine At Library vorgestellt hast du? Erinnerst dich, das war die Hochzeit der Diskussion um politische Anzeigen Und die Frage, wie damit Wahlen beeinflusst werden, auch da ist Micro-Targeting das Thema, das dahinter steckt. Und dann hat Facebook gesagt, wir veröffentlichen hier das Archiv der Anzeigen und Werbetreibenden. mit Informationen darüber, wie wurden diese Anzeigen gekauft, an wen richten die sich, wie lange liefen die nicht.
29:54 Gavin Karlmeier
Meinst du, es ist Zufall, dass im Mai 2018 auch Cambridge Analytica insolvent gegangen ist?
30:00 Dennis Horn
Das war nach dieser Debatte. Ja, ja, genau. So, und dann hat man da schon gesagt, diese Anzeigen werden sieben Jahre lang. In dieser Ad Library, in dieser Bibliothek gespeichert. Diese sieben Jahre sind, Blick auf den Kalender, am Samstag umgegangen. Und das heißt, die ersten Anzeigen, die damals da aufgenommen wurde, sind jetzt wieder Daraus verschwunden. Das war für Facebook damals ein Move, sich Vertrauen irgendwie zu erkaufen. Da gab es ja Kritik an der Transparenz des Unternehmens. Man wollte das so ein bisschen entkräften. Da ging es auch um das Thema, dass Russland während der US-Wahl 2016 wohl auch heimliche Anzeigen auf der Plattform gekauft hat.
30:49 Gavin Karlmeier
Glaubst du, dass diese Daten auch aus dem Datensatz fliegen, mit dem die KI trainiert wird?
30:55 Dennis Horn
Wird sie mit diesem Datensatz drin?
30:58 Gavin Karlmeier
Ja, Hauptsache Daten und ich bin mir sehr sicher, dass sie da eben nicht rausfliegen. Also ich glaube nicht, dass sie jeden Hinweis, alle Spuren auf diese politischen Anzeigen löschen, sondern eben nur, dass sie öffentlich einsehbar sind. Und dann stellt sich doch so ein bisschen die Frage, warum. Also diese sieben Jahre sind ja eine offensichtlich willkürlich gewählte Zahl. Es sind ungefähr 1,9, 1,8, 7, 5 Legislaturperioden. Es ergibt keinen Sinn.
31:22 Dennis Horn
Ich finde das völligen Quatsch, weil zur Forschung ja auch gehört, manchmal Langzeitbeobachtungen anzustellen. Also warum nimmt man das weg? Was soll das? Man hat es einmal aufgebaut, ich kann das nicht ganz nachvollziehen, tatsächlich.
31:35 Gavin Karlmeier
Es ergibt keine Und Dateneffizienz kann ja auch kein Grund sein. Na gut.
31:41 Dennis Horn
Komm, spiel den Jingle. Nee, wir haben noch sonstiges.
31:45 Gavin Karlmeier
Wir haben auch Funktionen und Emotionen heute, aber wir haben noch sonstiges. Ich führe dich dahin, weil das ist ein Thema.
31:49 Dennis Horn
Ja, nee, ich hab gedacht, es geht mit der Story um FTC gegen Metabiter. Die habe ich gerade gesehen. Nee, es gibt nichts Neues, aber ich wollte einen Jingle hören.
31:57 Gavin Karlmeier
Aber da muss ich keine News, es gibt jetzt einen leisen Jingle davon. Ja, da fehlt ein Passar und so ist leiser und so ist ein bisschen angepasst auf unsere Hörgewohnheiten. Hört ihr dann wahrscheinlich nächste Woche.
32:07 Dennis Horn
Ist ein guter Teaser.
32:09 Gavin Karlmeier
Diese Woche, sorry. Diese Woche. So.
32:13 Dennis Horn
Zwei Monate noch. Ja, anderthalb, anderthalb Monate noch, dann wird Pocket abgescheißt. Ist das schlimm? Ist es wirklich schlimm? Ich habe Pocket nie benutzt, deswegen musst du vielleicht im Sinne des gelungenen Betroffenheitsjournalismus an dieser Stelle übernehmen.
32:27 Gavin Karlmeier
Gonzalo Gavin ist am Start.
32:29 Speaker 5
Nee, also Gott. Gavin drin, das Gonzo-Update.
32:34 Gavin Karlmeier
Mach mal. Also, ich muss dazu sagen, ich habe Pocket auch lange nicht benutzt. Ich habe reingeschaut, der letzte Text, den ich bei Pocket gespeichert habe, ist ein Text von der TAZ vom 15. Juni. 2015. Also auch zehn Jahre Pocket nicht benutzt, mindestens. So es kann natürlich sein, dass der Text älter war, aber circa zehn Jahre nicht genutzt. Trotzdem ist es ein Dienst, der, also für die, die Pocket nicht kennen, ist ein Bookmarking-Dienst, den du zentralisiert liegt, also ein Server, wo du deine Links abspeichern kannst, den du da mit allen Geräten aufrufen kannst und dort die Texte lesen kannst Für alle Apple-NutzerInnen gibt es dieses Feature mittlerweile integriert im Safari-Browser, eine Leseliste. Aber trotzdem ist das ein Feature. Du kannst darüber auch Links erstellen, du kannst Collections erstellen, die du anderen Leuten zeigen kannst. Kannst du hier, ich habe zwölf Links erstellt, lieste das mal durch und so. Eigentlich ein wirklich tolles Tool. Nutzt du das richtig? Seit zehn Jahren gar nicht mehr, wie gesagt. Ich arbeite inzwischen mit Notion. Hab ich gerade weggehört, sorry. Nee, nicht schlimm.
33:30 Dennis Horn
Ja, genau. Ich wollte gerade sagen, mein Bookmark-Dienst ist Notion und der Einzige, der links reinwirft, bist du. Und ich gucke zwischendurch auch mal rein.
33:37 Gavin Karlmeier
Also ich arbeite viel mit Notion inzwischen, aber im Grunde. Man hätte Pocket quasi dahingehend weiterentwickeln können, dass es auch dort entsprechende Features gibt. Aber trotzdem eine tolle App und ich glaube, viele Leute benutzen das nach wie vor. Jetzt ist es aber schon seit Donnerstag, seitdem angekündigt wurde, dass Pocket eingestellt wäre, wird nicht mehr möglich, Pocket herunterzuladen, ein Premium-Abonnement zu erstellen oder. . Daten über die API auszutauschen. . Also zum Beispiel, wenn du ein externes Tool benutzt, kannst du das schon nicht mehr tun. Und ab dem 8. Oktober werden auch alle Speicherstände. Das heißt, du musst alles exportieren, weil es eben dann ab dann nichts mehr verfügbar ist. So, jetzt, wem gehört Pocket? Pocket gehört Mozilla. Mozilla hat Pocket 2017 gekauft, Mozilla hat aber große Probleme, denn Google Ist eine der Hauptgeldquellen für Mozilla, weil Google eine halbe Milliarde im Jahr an Mozilla überweist, damit Google die Standard-Suchmaschine ist. Dieses Vorgehen ist aber gerade vor Gericht im Kartellprozess um Google. Apple hat ähnliche Probleme, dort kriegen die 20 Milliarden dafür, dass beim iPhone und Google die Standardsuche ist. Und vermutlich wird dieses Vorgehen oder möglicherweise wird dieses Vorgehen als illegal anerkannt werden, was Mozilla unter große finanzielle Probleme stellen würde. Und offenbar schauen sie gerade jetzt schon, wo können wir ein bisschen was sparen. Und dazu gehört eben, dass Sie Pocket einstellen Ich finde das schade, weil Pocket so ein Ding des alten Internets ist. Ganz früher hieß es noch Read It Later. So. Und das sind aber so Dinge, die, glaube ich, viele Leute nach wie vor nutzen, die so ein. Das ist so ein Relikt, apropos Relikt, Kevin Rose, das ist, über den haben wir gesprochen. . . Einer der Typen, die Hast du Kevin Rose Garten Relikt genannt? Ehrlicherweise ja, denn Rose war der Gründer von Dick, D-I-G-G. com. Ja, ja, wir hätten ein Ding, das noch älter ist. Aber er hat ja es ja dieses Jahr wieder relaunched oder ist gerade dabei zu relaunchen und der hat jetzt Mozilla angext, dass er erwägen würde, Pocket zu kaufen von Mozilla, um es in Dick zu integrieren. Und ich finde es irgendwie ganz schön, wenn. so eine Art, also alle Vergleiche, die mir einfallen sind, wahnsinnig beleidigend, deswegen sage ich das nicht, aber so eine Art kleines, so eine Art altes Internet im Internet geben würde, weißt du?
35:45 Speaker 5
Also, ich mache hier nicht weiter, bevor nicht Delicious zurück ist. Delicious habe ich richtig viel benutzt. Gibt es es nicht mehr? Nee. Das war doch Jehu später dann, ne? Ich glaube, das wird von Yehu übernommen, so wie Flickr.
35:58 Dennis Horn
Und dann gab es so einen ganz tollen Dienst, den fand ich fantastisch. Ich weiß nicht mehr, wie er hieß. Das war ein Dienst, wo du Deine zukünftigen Reisen hinterlegt hast. Also du hast da eingetragen, wann du wo sein wirst. Und andere Nutzerinnen und Nutzer konnten das auch machen. Und dann konntest du sozusagen vorher sehen, oh, wann sind wir in derselben Stadt.
36:22 Gavin Karlmeier
Ja, oder du hast es auf die Spitze getrieben und wie Sascha Lobo den Standort dauerhaft mit Google Latitude geteilt, sodass alle immer sehen können, wo du bist. Ich erinnere mich.
36:31 Dennis Horn
Also diesen Dienst fand ich super. Das hat mir sehr gefallen. Das ist aber für die Republikin. Ich kannte aber nur eine andere Person, die ihn genutzt hat. Und mit der habe ich mich dann immer getroffen.
36:42 Gavin Karlmeier
Aber eine schöne Idee. Passt nicht mehr in die Zeit, ne? Also heute darf man ja nur den Standard 24 Stunden später veröffentlichen, aber naja. Naja.
36:51 Dennis Horn
So. Wir gehen in eine etwas komplexe rechtliche Betrachtung. Meta, Google, Amazon Reddit, ähm, Sie alle stehen vor Gericht in New York und da geht es um die Veröffentlichung rassistischer Inhalte. Die angeblich einen Mann dazu veranlasst haben, bei einer Massenschießerei in Buffalo 2022. Das war am Supermarkt, vielleicht erinnert sich der ein oder andere an die Schlagzeilen von damals. Zehn Menschen zu töten. So, und da sagen jetzt sowohl Überlebende als auch Familienmitglieder der Opfer, dass die Algorithmen dieser Plattformen. dazu führen, dass NutzerInnen maßgeschneiderte Inhalte bekommen und sozusagen mitunter radikalisiert werden. Und bei diesem Prozess geht es um die Frage, sind diese Algorithmen Produkte im Sinne, Achtung, des Produkthaftungsgesetzes? So, davon müssen sie die Richter überzeugen. Und das wäre zum ersten Mal das eine, ja, ich sag mal, nicht dingliche, nicht greifbare Sache, die du nicht anfassen kannst. Als Produkt betrachtet werden würde in den USA. Das Gericht hat vergangenes Jahr zweimal Anträge der Unternehmen abgelehnt.
38:27 Speaker 5
Da ging es auch um Haftung für ähm Moment, jetzt bin ich im Dokument Also das Interessante ist ja, es gibt ja diese Section 230 in den USA.
38:41 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Und die wiederum nimmt Plattformen eigentlich komplett aus der Haftung. Weil sie sagen, das, was dort passiert, sind die Inhalte der Menschen, die sie dort veröffentlichen und damit nicht in der Verantwortung der Plattform. Jetzt gibt es. einzelne RichterInnen, die in der Vergangenheit Algorithmen schon als redaktionelle Vorauswahl der Netzwerke ausgelegt haben, was die Plattform durchaus hätte haftbar gemacht. Das wurde in der Regel kassiert oder noch nicht zu ändern verhandelt. Aber wenn dieses Verfahren hier durchgeht, könnte das dazu führen, dass die Bereitstellung und die Einstufung der Inhalte nach Automatismen von der Section 230 getrennt würden. Wir machen es kurz sehr kompliziert, aber das würde dazu führen, dass die Unternehmen dafür haftbar gemacht werden, was automatische Einstufungssysteme, also Algorithmen den Leuten anbieten. Die Frage ist also. Also wenn du jetzt einen Image-Sport betreibst, Dennis, und ich lade ein Bild hoch, dann bist du raus, weil ich habe das Bild hochgeladen. . Das ist das Verständnis von diesen Sex.
39:42 Speaker 4
Genau.
39:43 Gavin Karlmeier
Wenn du aber ein Imageboard betreibst, wo zehn Leute. . Das ist das sogenannte Plattformprivileg im deutschen Auto. Wenn du jetzt aber eine Plattform betreibst, die auswählt, welche der zehn Fotos, die gerade hochgeladen wurden, vorne angezeigt werden. Diese Auswahl, die da vielleicht automatisiert passiert, vielleicht auch von Hand passiert, ist das ein redaktioneller Eingriff und ist dieser redaktionelle Eingriff oder ist dieser automatisierte Eingriff. . Ist das eigentlich dein Produkt? Weil wenn das dein Produkt ist, dann ist es nicht Section 230, weil dann bist du nicht einfach nur ein Anbieter, sondern dann bist du der Punkt, der entscheidet, dass Menschen diese Inhalte angezeigt werden. Also ein ultra spannendes Verfahren, das ich Ich glaube, dass wir gar nicht überbewerten können. Man muss leider so ein bisschen eindampfen. Wir leben leider immer noch in einer Zeit, in der Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten ist, der sehr wirtschaftsnah ist und der hier. immer noch solche Dinge einkassieren könnte, weil Gewaltenteilung, haben wir eben schon mal gehört, gibt es nicht mehr. Aber ich finde, diese Frage, wie sind Algorithmen eigentlich zu beurteilen und wie verantwortlich sind die Plattformen dafür, was Algorithmen machen. Finde ich, ist eigentlich eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit. Man kann das nicht hoch genug aufhängen. Weil diese Algorithmen bestimmen eben Die Wahrnehmung der Öffentlichkeit von Millionen von Menschen, Milliarden von Menschen. Und ich finde das genau richtig, dass diese Diskussion so geführt wird. Finde aber diesen Weg über das Produkthaftungsgesetz fühlt sich so ein bisschen an wie wer war es Al Capone, der wegen Steuerhinterziehung gefasst wurde und nicht wegen Äh, war es Elke Porn, was weiß ich denn? Einer dieser Mafiosi halt.
41:13 Dennis Horn
Naja, also man sucht sich halt jetzt irgendwie das ist so ein bisschen wie eine Suche nach rechtlichen Konstrukten, die auch weiterhelfen können. Also mich erinnert das zum Beispiel an manche Anwälte, die Dinge irgendwie in Social Media runternehmen wollen. Und wenn du sagst, ja, das ist ein guter Grund, aber damit wird es nicht funktionieren, dann meldest du Urheberrechtsbedanken Bedenken bei der Plattform an, dann löscht sie sofort. Und mich erinnert es auch an dieses deutsche und europäische Vorgehen zu sagen, wir interpretieren Marktmacht neu. nämlich nach Datenaggregation und den Kosten, die es dann für Nutzerinnen und Nutzer teurer macht, irgendwie die Plattformen zu wechseln. und gehen so in so einem kartellrechtlichen Verfahren gegen die Plattform vor. Also das sieht man ja an einigen Stellen, dass man schaut, helfen andere rechtliche Konstrukte als die, die man irgendwie bisher genutzt hat.
42:08 Gavin Karlmeier
Aber ist nicht für jeden, der so ein so einen übermäßig starken Gerechtigkeitssinn in sich trägt, müssten nicht eigentlich alle Dinge gleichzeitig Verstöße sein. Also könnte eine Plattform nicht gleichzeitig gegen das machen.
42:21 Dennis Horn
Aber dann sind wir wieder bei der bei der Diskussion darüber, ob die Plattformen am Ende, äh, die, die das Recht am Ende nicht zu langsam den Gegebenheiten angepasst wird. Ja, klar. So, wir kommen zum DSA. Digital Services Act, die EU Kommission, bittet zu Rückmeldungen zu den Leitlinien für den Online-Minderjährigenschutz. Um es mal in der komplett einfachen Variante zu formulieren. Also alle Beteiligten, Kinder, Eltern, Erziehungsberechtigte, Behörden, Anbieter von Plattformen. ExpertInnen können jetzt Stellung zu diesen Leitlinien nehmen. Darin geht es um die Frage, wie kann hohes Maß gewährleistet werden. Privatsphäre an Sicherheit, an Schutz für Kinder, so wie es der Digital Services Act vorschreibt. Da gibt es eine Liste. Eine recht lange, die voll ist mit Maßnahmen, die die Plattformen dann umsetzen sollen. Kleinstunternehmen, Kleinunternehmen sind ausgenommen. Und die Liste ist so gehalten, dass sie, ähm, wie es heißt, anerkennt, dass verschiedene Plattformen unterschiedlich hohe Risiken für Minderjährige darstellen. Da geht es dann um Alterssicherungsmaßnahmen, damit Kinder zum Beispiel nicht mit Pornos in Berührung kommen. Da geht es um die Frage, müssten Konten für Kinder nicht standardmäßig als privat eingestuft werden? Da geht es um die Empfehlungssysteme, also auch hier wieder die Algorithmen, die Signale darin. Da geht es um die Frage, wie müssen eigentlich Blockiermöglichkeiten für Kinder gehalten werden und so weiter und so fort.
44:09 Gavin Karlmeier
Ja, interessant finde ich, dass darin auch die Rede davon ist, dass die EU eine EU-weit harmonisierte datenschutzfreundliche Lösung für die Altersüberprüfung entwickeln möchte, mit einer Open Source World. White Label App, von der es jetzt schon eine Beta-Version auf GitHub gibt. Also das heißt, man arbeitet wirklich daran, dass es eine Möglichkeit gibt, sich gut als volljährig auszuweisen, ohne dass du irgendwie bei Meta einen Personalausweis hochladen musst. Oder in einem Google-Formular. Muss man bei Bluska übrigens nicht, um das noch kurz nachzureichen zu eben. Das kursiert so gerade als Mythos, dass man für die Verifikation bei Google seinen Personalausweis hochladen muss. Das ist nicht der Fall, sondern Blue Sky fragt ihn erst ab, wenn du in Frage kommst für eine Verifikation. So, aber sorry, ich wollte nicht ablenken. Ich finde, das ist ja alles so ein bisschen ein Herzensthema von mir. Wie schaffen wir das, Plattformen, Netzwerke so zu bauen, dass sie auf der einen Seite sich nicht anfühlen, dass Mama immer den Knopf drücken muss, damit du es benutzen kannst. Andererseits aber junge Menschen trotzdem genau dieses Abbild der Gesellschaft erleben können, wie sie es verdienen, erleben zu können. Weil solange sie es nicht erleben können, werden sie sich Wege suchen, dass auf dunkle Wege sozusagen, sich selber zu beschaffen. Das heißt, die Plattformen müssen in die Pflicht genommen werden, da eine gute Lösung zu haben. Und ich. Ich finde, wir sollten uns das alle angucken. Wir werden das ja auch nochmal, 10. Juni, ich hoffe, wir schaffen das, aber wir gucken da auch nochmal rein und gehen das mal ein bisschen auseinander vielleicht. Ich drücke die Daumen, dass das gute Ideen sind, die realistisch sind, die umsetzbar sind und die die Plattformen dann tatsächlich auch umsetzen. Wir packen den Link in die Show Notes.
45:48 Dennis Horn
Gerade kurz den Moment, dass du den Discord dazu aufrufst, eine eigene Stellungnahme abzugeben.
45:58 Gavin Karlmeier
Das wäre toll, ne? Irgendwann machen wir das mal für irgendwas. Ein öffentlicher Brief.
46:03 Dennis Horn
Kommen wir mal noch ein bisschen weiter, Schwarz.
46:05 Gavin Karlmeier
Gerne.
46:07 Dennis Horn
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Wir kennen sie als OECD, hat eine Studie in Auftrag gegeben und deren AutorInnen sagen, die menschliche, die menschliche, die mentale Gesundheit junger Menschen hat sich in den vergangenen 15 Jahren dramatisch verschlechtert. Die Pandemie hat das nochmal. verstärkt und das fällt in eine Zeit, in der auch ein enormer Anstieg der Mediennutzung registriert wird. Die ForscherInnen sagen Keine klare Kausalität, aber Korrelation. Und sicher sei zumindest, dass negative Effekte auftreten können, zum Beispiel durch exzessive Nutzung digitaler Medien, Cybermobbing. Oder den Kontakt von Kindern mit ungeeigneten Inhalten. Sag ich mal so, so platt. So und die Studien, sagen die AutorInnen, deuten darauf hin, dass problematischer Konsum das Risiko für Depressionen, Angstzustände, Einsamkeit, schulische Schwierigkeiten, Probleme mit dem eigenen Körperbild, Schlafstörungen erhöht. Und Mädchen sind stärker betroffen oft. Man beeilt sich übrigens schnell zu sagen, wir differenzieren. Also es gibt einzelne digitale Anwendungen, finde ich sehr schön im Tagesschaubericht. wie E-Books, die Kinder und Jugendliche beim Lernen unterstützen können. Also der Tolino ist safe. So. Und Anton und alles. Aber Mediennutzung stellt einen Wichtiger Zugang auch zu gesellschaftlicher Teilhabe da, können nicht einfach verwehrt werden, aber es gibt eben die Probleme, das ist eine Metastudie. Und da sind die 38 Nationen untersucht worden, die zur OECD gehören, weite Teile von Europa. Es zählen außerdem dazu Israel und Japan zum Beispiel.
48:04 Gavin Karlmeier
15-Jährige, 48 Stunden Bildschirmzeit. Also sieben Stunden am Tag, sagt die Studie. Achso, ich dachte 48 Stunden am Tag.
48:11 Dennis Horn
Hätte mich auch nicht gekümmert.
48:14 Gavin Karlmeier
Der trend geht zum Dritthandy. Also ja, alles das, was wir gerade gesagt haben, zeigt nur, dass es, die Notwendigkeit von dem, worüber wir gerade gesprochen haben, zeigt das hier. So ist es richtig gesagt.
48:31 Dennis Horn
So, dann vielleicht Pinterest noch kurz. Es gab eine massenhafte Sperrung von Konten durch einen internen Fehler verursacht. Das heißt, sie wurden irrtümlich gesperrt, jetzt wiederhergestellt. Pinterest hat sich entschuldigt für eine Welle übermäßiger Durchsetzung. Finde ich sehr schön. Also Pinterest hatte die letzten Wochen ein paar Moderationsprobleme, sag ich mal. Da gab es Nutzerinnen und Nutzer, die. So. Sehr schön. Also da haben Nutzerinnen und Nutzer berichtet, ihre Konten sind irgendwie ohne Vorwarnung gesperrt worden, ohne Erklärung, ohne dies, das. Und dann hat Pinterest gesagt, ja, Verstoß gegen die Community-Richtlinien. Deswegen dieses übermäßige Durchsetzung. Erst gab es dann so eine Erklärung, wir suchen kontinuierlich nach Inhalten, die gegen unsere Community-Richtlinien verstoßen. Bla Das regt dann natürlich irgendwie noch mehr auf, weil das dieses typische, ich weiß gar nicht, was ich hier getan haben soll. Und jetzt hieß es: wir haben vor kurzem Maßnahmen gegen Verstöße, gegen unsere Inhaltsrichtlinien ergriffen, aber ein interner Fehler führte zu einer übermäßigen Durchsetzung und einige Kontrollation wurden fälschlicherweise deaktiviert. Ich habe nur noch wirklich nur noch vermisst, dass auch da irgendein abtrünniger Mitarbeiter schuld ist.
49:47 Gavin Karlmeier
Abtrünniger Mitarbeiter. Oder wie ich im Doppelgänger Tech Talk-Podcast gehört habe, das finde ich auch toll, dass alle Unternehmen gerade in ihren Unternehmensberichten, um sich nicht mit Trump zu überwerfen, aber um zu sagen, die Zölle machen uns das Geschäft kaputt. von makroökonomischen Umständen sprechen.
50:02 Speaker 5
Das finde ich auch sehr schön. Ich habe übrigens nach unserer letzten Ausgabe nochmal mit Grock unterhalten.
50:10 Dennis Horn
Wegen diesem abtrünnigen Mitarbeiter. Was war da mit dieser Holocaust-Leuten? Habe ich Grog selbst nochmal gefragt. Und dann hat Grog mir erzählt: Na, das lag daran, dass das war nicht ich. Ich bin Grog 3, aber den Fehler hat Grog 2 gemacht. Dann habe ich gesagt: Moment mal, welche Version war denn am 4. Mai so, ja, war denn da die aktuelle Version? Ja, das war Grog 3. Und dann habe ich gesagt, du hast mir noch gerade erzählt, dass da Grog 2 noch aktiv war. Wann ist denn Grog 2 erschienen? Ja, das war im Februar. Warum hast du mir dann das mit Grog 2 erzählt? Ja, entschuldige, da muss ich mich nochmal korrigieren und genauer ausdrücken. Es ist eigentlich das Spider-Man-Meme, ne? Da war schon Grog 3 im Einsatz. Aber durch einen Fehler eines abtründigen Mitarbeiters wurde hier der Algorithmus von Grog 2 herangezogen um. Und ich wirklich, ich saß da und hab gedacht. Ich saß halt und hab gedacht, wie mit so einem Menschen. Ob du mich verarschen willst, habe ich gefragt. So saß ich da. Also mittlerweile ist es soweit, die KI lügt sogar. Ganz der Papa. Ganz der Papa.
51:24 Speaker 5
So. So, wir haben noch ein bisschen Kleinkram und wir haben Funktionen und Emotionen. Was willst du? Den Kleinkram oder Funktion und Emotionen? Beides kriegen wir nicht unter. Beides kriegen wir nicht unter. Shit.
51:33 Gavin Karlmeier
Aber der Klang haben es wirklich Komm, wir machen beides denn es. Es ist Republika Modig, die Leute reisen an oder wer schaffen.
51:41 Dennis Horn
Die reisen heute an im Zug fünf Uhr losgefahren in Köln oder was?
51:44 Gavin Karlmeier
Die sind alle gestern schon gekommen. Ja, die hören das morgens im Hotel, wie hören sie sich die Zähne putzen. Schreibt doch mal bitte in die Spotify-Kommentare oder auf der Plattform eurer Wahl, wie ihr diese Folge hört gerade am Montagmorgen. Ich glaube sogar ehrlicherweise, mindestens 80%, die diese Folge hören, sind gar nicht bei der Republika.
52:00 Speaker 5
Aber Ich will es ja nicht beschweren. Die 80 Prozent, die nicht auf der Republika sind, sind gerade auf der Gassi-Runde unterwegs.
52:06 Dennis Horn
Das wissen wir doch schon. Also schreibt uns mal gerade, wo ihr gerade seid. Übrigens, wegen dieser Einlassung haben wir noch weniger Zeit für beide.
52:13 Gavin Karlmeier
Wir fliegen da durch. Ich erzähle die Geschichten und du redest dich. reagiert es einfach mit Emotionen. Also, Microsoft wird von der Europäischen Kommission um eine Stellungnahme gebeten, weil sie damals, und das war ja der Move von Microsoft, um gegen Zoom, Google Meet und alle vorzugehen, sie Microsoft Teams an ihre Office Suiten dran geheftet haben, was dazu führte, dass extrem viele Unternehmen plötzlich Microsoft Teams hatten und sich gedacht haben, warum sollen wir jetzt noch für Zoom zahlen, wenn wir schon Teams haben? Das U Two Album des Outlook-Pakets. Exakt, ja, genau das. Die EU hat jetzt festgestellt Das war vielleicht gar nicht so wettbewerbsrechtlich sauber. Und haben Microsoft eine Stellungnahme gebeten. Microsoft hat schon signalisiert, dass sie womöglich zukünftig. anbieten könnten, das Office-Paket günstiger anzubieten ohne Teams und dann sogar weltweit. Also so nach dem Motto, ja, wir machen das einfach nicht mehr, okay Schwamm drüber. Mal sehen, ob das reicht.
53:07 Dennis Horn
Als Alternative, also dass du sagen kannst, ich will kein Teams dabei haben, dann gibt es Office Billiger.
53:11 Gavin Karlmeier
Ja.
53:12 Dennis Horn
Dann hole ich mir Office Billiger und lade mir Teams kostenlos runter.
53:15 Gavin Karlmeier
Ich glaube, dass es da um die Lizenzen in Unternehmen geht. Achso. Also klappt das, glaube ich, nicht. Also es sei denn, du willst nur deine Solo-Teams haben, wo du mit dir selber rumteamst Dann heißt es aber auch Microsoft Solo.
53:28 Dennis Horn
Microsoft One Man Team heißt das.
53:31 Gavin Karlmeier
Microsoft. Microsoft Icke. Wenn ich dir sage TCF-Framework, was sagst du dazu? Achso, wir bleiben übrigens bei der Microsoft-Geschichte dran, weil das ist eigentlich hochspannend, wie da umgegangen wurde und wie auch kleinere Unternehmen wie Zoom aus dem Markt gedrängt wurden.
53:47 Speaker 4
Aber TCF-Frage.
53:48 Speaker 5
TCF-Framework, sagst du? Ja. Ich glaube, das ist der meistgenutzte Standard für Profilbildung bei Online-Werbung. Das ist Transparency and Consent Framework.
53:57 Gavin Karlmeier
Und kennst du, weil du da immer draufklickst. Das ist nämlich dann, du stimmst damit zu, dass Tracking verwendet wird, zum Beispiel. Und das Interessante ist aber, dass diese, das, also, ich versuche das jetzt so zu erklären, dass ich es nicht falsch mache, aber dass es verkürzt ist trotzdem. Und zwar setzen es 100. 000 Websites ein, dieses Framework, und es gibt eben die Möglichkeit, dass von dem Anbieter dieses Frameworks das darüber Unternehmen miteinander kommunizieren können. Also Google, Amazon, Microsoft und X können schauen. Auf welchen Websites warst du eigentlich schon? Nicht die Unternehmen kommunizieren miteinander, sondern du erfährst auf welchen Websites du warst. So. Verstehst du? So, und jetzt gibt es aber eine Rechtsprechung eines belgischen Gerichtes, die sagen, dass dieser oder dieses Vorgehen gegen die DSGVO verstößt und dass danach gearbeitet werden muss oder dass möglicherweise sogar kassiert werden könnte, so nicht mehr verwendet werden dürfte und eine Bußgeldzahlung von 52. 000 Euro kommen könnte. So, also mal schauen, wie es da jetzt weitergeht, aber im Moment hat das Gericht erstmal gesagt, das geht so nicht.
55:00 Dennis Horn
Ja, habe ich eine indirekte Emotion zu. Gut. Ich möchte sagen, dass mich solche Dinge entweder nicht interessieren oder gegen die Datenschützer aufbringen. Und zwar solange. wie ich nicht, wenn ich nach einer Adresse bei Google suche, mehr auf die Karte klicken kann.
55:17 Gavin Karlmeier
Ja.
55:18 Dennis Horn
Solange das nicht gelöst ist, bin ich gegen Datenschutz. Entschuldige, dass ich das mir hier mache.
55:24 Speaker 5
Also, was ist das für ein Mist?
55:27 Gavin Karlmeier
korrigiere, alle die irgendwelche Plattformen nutzen, schreiben bitte, wo Sie die Folge gerade hören, alle die Mastodon nutzen, schreiben jetzt bitte mal, wie sie das empfinden, was Dennis gerade gesagt hat.
55:39 Speaker 5
Die im Fittiverse unterwegs sind. Also. Sorry. Gott, oh Gott, oh Gott.
55:48 Dennis Horn
Wenn du dich als Datenschützer beliebt machen möchtest, dann kämpf da, wo du.
55:53 Gavin Karlmeier
Aber hatte das nicht eher kartellrechtliche Gründe, weil Google Maps damit bevorzugt wurde? Achso, kann sein. Ich glaube, das ist keine zwangsläufige Datenschutzmaßnahme. Ja, ja, du hast recht. Ist mir egal.
56:03 Speaker 5
Ich hasse trotzdem. Ist mir egal. So. Okay.
56:06 Dennis Horn
Ja, du hast recht.
56:07 Gavin Karlmeier
Naja, auf jeden Fall mal schauen, wie es da jetzt weitergeht. Ich finde dieses Urteil auf jeden Fall sehr interessant, weil eben hunderttausend Websites davon betroffen sind und das im Zweifel sogar dazu führen könnte, dass So Modelle wie Google Analytics nicht mehr ganz so einfach verwendet werden können, wie sie bislang verwendet wurden, um sie rechtssicher einzubauen, wenn man das denn möchte.
56:25 Dennis Horn
Die nächste Geschichte versöhnt mich mit den Datenschützern. So, der Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen regt sich auf, so wie ich, über diese Cookie-Banner, die auf so gut wie jeder Website irgendwie stehen. Aber der hat kein Problem mit den Bannern, um das zu tun So, pass auf. Und zwar gibt es, also die sind erstaunlich gleich gehalten mit dem Button Alles akzeptieren, aber sie sind erstaunlich unterschiedlich gehalten. Mit der Frage, was ist, wenn ich nicht alles akzeptieren möchte? Da wird es schwierig, haarig, unterschiedlich. Und der sagt Alles ablehnen, die Schaltfläche, alles ablehnen, ist ein Muss. So, und er setzt sich seit vielen Jahren Vor Gericht für bessere, informiertere, freiwillige Einwilligungen ein und das Verwaltungsgericht Hannover Hat ihn am 19. März 2025 recht gegeben. Website-Betreiber müssen bei Cookie-Einbilligungsabfragen gut sichtbar nicht nur alles akzeptieren das stehen haben, sondern auch alles ablehnen.
57:36 Gavin Karlmeier
Ich finde, dass mir ist das aufgefallen bei diesem Thema. Und zwar, dass ich inzwischen bei diesen Cookie-Bannern Also Anfang, äh, mich hat es genauso genervt, ganz oft habe ich dann so nur die Notwendigen angeklickt oder alles akzeptieren und so. Und das sind ja Dark Patterns, weil eben dieses alles ablehnen, eben dann irgendwo erweitert und dann musst du da nochmal klicken und hören sie wirklich und so bla bla. Das soll uns ja alles in unserer Nutzungsverhalten so manipulieren, dass wir einfach zustimmen, damit alle Daten über uns getrackt werden können, ermittelt werden können. Ich habe aber festgestellt, dass ich eine krasse Auswahl treffe bei Websites Ob ich darauf klicke oder nicht, dass also die Idee dieser Cookie Banners jetzt bei mir angekommen ist Und das finde ich bemerkenswert, weil ich ganz lange eben genauso wie du dachte: Ach, das ist ja einfach nur anstrengend, ich will es einfach ablehnen oder annehmen, ist mir egal, aber komm, lass mich jetzt die Nachricht lesen. Wie machst du das?
58:29 Dennis Horn
Du sagst, ja, die Website, das ist ja ein Anbieter, der erscheint mir grundsätzlich vertrauenswürdig. Da sagst du, alles klar? Und sonst eben nicht.
58:36 Gavin Karlmeier
Ja. Also ich finde es okay, wenn eine Webseite, die ich zum Beispiel häufiger aufrufe, wenn die das weiß. So, wenn ich das aber bewusst tue. Jetzt gibt es aber Websites, bei denen möchte ich das nicht. Also zum Beispiel. . Nee, sage ich jetzt nicht welche. Egal. Kommen wir, komm zu, äh, komm hier in die Rubrik.
58:54 Speaker 5
Funcionen und Emotionen.
59:00 Gavin Karlmeier
Darf ich mit einer Funktion anfangen, die ich noch auserklärt habe, ja? Spotify führt Threads ein. Du kannst jetzt in der Spotify-Kommentarfunktion in Podcasts auf Kommentare antworten. Also so verschachtelte Antworten.
59:12 Dennis Horn
Ja. Habe ich keine Emotionen zu, ich wünsche mir endlich eine Story-Funktion in Spotify. Bitte nicht.
59:18 Gavin Karlmeier
Ich sage ja schon, dass ich jetzt man kann jetzt auch Reals bei Spotify hochladen, als Highlight-Clips aus Episoden.
59:25 Dennis Horn
Ja, das ist der Pivot to Video, auch bei Spotify. Und ich glaube nach wie vor nicht dran. Aber gut, sie sollen es versuchen.
59:34 Gavin Karlmeier
Soll ich noch mehr Funktionen vorlesen? Ja, willst du mal Emotionen ballern? Threads is testing a new desktop-like UI. Also wir bauen jetzt die App so um, dass du von links. . Nach rechts wischen kannst und dann hast du auch da deine verschiedenen Feeds, die du sozusagen siehst, wie auf dem Desktop.
59:51 Dennis Horn
Sollen sie machen, ich wünsche mir eine bessere Desktop-App. Ich möchte das Gefühl des alten Tweet-Dacks zurückhaben. Und ich vermute, die ersten, die sowas bereitstellen werden, wird Blue Sky sein. Klar.
01:00:03 Gavin Karlmeier
Aber immer eine Idee haben.
01:00:06 Dennis Horn
Ja, kann man so machen. Ich meine, die These, die ich ja am Ende habe, ich mache das wirklich emotionsmäßig hier. Ja, ist genau richtig. Ich meine, die These, die ich am Ende habe, ist, die meisten nutzen eh nur einen Feed.
01:00:19 Speaker 5
Ich benutze zwei Feeds, links und rechts. Wow. Nicht schlecht. Kennst du Ted? Toll Ted. Tedot.
01:00:30 Dennis Horn
Nee, kenn ich nicht.
01:00:32 Gavin Karlmeier
Das sind diese TED-Talks.
01:00:34 Dennis Horn
Achso, ja, natürlich. TED-Ex. Ich sag doch, nach jeder Unterhaltung sag ich doch thanks for coming to my TED-Talk.
01:00:41 Gavin Karlmeier
Ah ja. Nee, TED Talk heißt der. Ne, auf jeden Fall die App wird jetzt. Es gibt eine TED Talk-App. Und da gibt es jetzt TED-Shorts, in dem du quasi in TikTok-Mechanik Ausschnitte aus TED Talks sehen kannst. Okay. Signal. hat auf, wenn du Windows 11 benutzt und Signal installiert hast auf dem Desktop, haben sie jetzt ein Screen Security Feature eingeführt, weil du ja auf Windows Die Möglichkeit hast, mit Recall dauerhaft Screenshots von deinem Desktop zu erstellen. Und das funktioniert eben nicht mehr, wenn du Signal auf Windows 11 benutzt, weil sie sagen, die Chats sind verschlüsselt, also sollten sie auch nicht dir von der KI ausgelöst werden.
01:01:28 Dennis Horn
Und dann kannst du den kompletten Screenshot nicht mehr screen. Screen?
01:01:32 Gavin Karlmeier
Du die Signal-App nicht. Das ist wahrscheinlich. Ich weiß nicht, wie sie es technisch machen. Meine These ist, dass sie sozusagen diese DRM-Mechanik nutzen, die auch Netflix nutzt. Ja, genau. Also wenn du Netflix-Screenshotest, ist es schwarz.
01:01:42 Dennis Horn
Ja, wobei, das kannst du ja oft machen, indem du beim Beim Browser diese Bildschirmbeschleunigung ausstellst, dann kannst du wieder Screenshots machen von Netflix.
01:01:52 Gavin Karlmeier
Hacks mit Dennis. Ich finde das Ärgerliche daran ist. Das ist ja Notwehr der EntwicklerInnen. Die Notwehr, dass sie sagen, hier gibt es jetzt ein Sicherheitsrisiko, weil die Screenshots sind ja einfach unverschlüsselt gespeichert als Screenshots auf dem Rechner. Es sind einfach Fotos. die gemacht werden. Und ich finde, dass es notwendig, dass wenn du eine App entwickelst, die eigentlich sicher ist, dass dann das Betriebssystem Sicherheitsrisiko darstellt, eigentlich darf das nicht sein.
01:02:24 Dennis Horn
Ja, ja, total. Ich habe gerade so eine Idee gehabt von was wäre, wenn die ganzen Softwarehersteller sich dagegen verschwören und es jetzt einfach alle einführen. Was du?
01:02:41 Gavin Karlmeier
Das wäre perfekt. Ich schwöre, das kommt, dass Instagram das macht. Damit die ihre Daten, mit denen ihre KI trainiert werden sollen, natürlich nicht auch andere KIs trainieren. Merkt ihr das?
01:02:52 Speaker 5
Ich hab's gesagt. 100 pro, ja. Ich hab's gesagt. 26. Mai 2025, merkt ihr das? Ja, gehe ich mit, wird auf jeden Fall kommen.
01:02:59 Gavin Karlmeier
Ich habe ganz tolle Emotionen. Funk berichtet, das öffentlich-rechtliche Jugendnetzwerk. Funk berichtet, dass Millionen Menschen davon betroffen waren, dass die Sprachnachrichten bei WhatsApp, wenn die Nachricht abgespielt wurde. nicht als abgespielt angezeigt wurde, dass das aber mit dem Update 25167 jetzt behoben wurde. Also das Problem ist gelöst.
01:03:23 Dennis Horn
Ja, okay. Du hast ganz tolle Emotionen.
01:03:25 Gavin Karlmeier
Ja, weil das ist fürchterlich. Du schickst die Spanien und denkst, sie wurde nicht abgespielt. Das war eine Frechheit. Ich nutze ja WhatsApp mit ausgewählten Menschen und schicke darüber Sprachnachrichten.
01:03:37 Dennis Horn
Ja, da haben wir ja beim letzten Mal schon.
01:03:40 Speaker 5
Also, da hat der Discord dir auch mal seine Meinung zugesagt. Habe ich nicht gelesen. Ja?
01:03:48 Gavin Karlmeier
Ja, ja, ja. Du kannst jetzt apropos Sparnachrichten. Wenn ich dir jetzt eine Sprache nicht bei Instagram schicke, kannst du auf Show Transcript klicken und dann wird dir sofort das Transkript dieser Nachricht gezeigt. Du musst ihn nicht mehr hören.
01:04:01 Speaker 5
Das ist aber schon seit einer ganzen Weile jetzt so. Instagram hat das jetzt erst angekündigt und ich hab das auch jetzt erst bekommen. Du warst wahrscheinlich in der Testgruppe. Ja, wahrscheinlich, weil ich hab das jetzt seit Wochen so Und? Findest du es geil? Da steht auch Show Transcript. Aber wenn ich draufklicke, passiert nichts. Oh, bei mir geht's.
01:04:18 Gavin Karlmeier
Ich habe es heute schon zweimal benutzt, weil mir heute schon zwei Menschen Spachnerchen geschickt haben. Heute, Montag, 5 Uhr morgens heute schon. Meta wird wohl den Meta AI-Button, den du aus WhatsApp kennst, auch bei Instagram einführen, dass du unten rechts dauerhaft diesen kleinen Meta AI-Knubbel hast.
01:04:34 Dennis Horn
Ich bin so. Ja, ich also ich bin so über mit dieser KI-Nummer. Es nervt mich so kolossal, während ich es hier und da nutze.
01:04:45 Gavin Karlmeier
Ja, aber das ist ja auch, ich verstehe das total. Also mal eine Pizza ist ja okay, aber du willst ja nicht. Jedermazeit sechs Pizzen essen müssen.
01:04:53 Dennis Horn
Ja. Es ist so, also wenn ich was brauche, gehe ich zu ChatGPT. Lasst mich damit in Ruhe in anderen Apps. Ich habe eine App dafür, ich brauche euren Metacramm, nicht vertraue ich eh nicht. Bei ChatGPT habe ich meinen London-Urlaub geplant Also habe einfach so, ich möchte diese.
01:05:09 Gavin Karlmeier
Und wo bist du gelandet?
01:05:11 Dennis Horn
Nee, also ich habe gesagt, ich bin fünf Nächte da, ich habe diese Sachen auf der Liste, die möchte ich machen. Bitte bring mir das in eine sinnvolle Reihenfolge, inklusive ähm Preise möchte ich lesen, inklusive öffentlichen Verkehrsmittel, die ich dann da hinfahre. Ich möchte zwischendurch auch mal so einen Bustrip machen, möglichst lang. So, und es war perfekt in der ersten Version. War fantastisch.
01:05:34 Gavin Karlmeier
Ich habe, kann ich jetzt kleine Werkschau geben, ja? Ich habe mit ich habe versucht, also ich habe ja diesen sehr großen Datensatz an sehr vielen abgegebenen Stimmen für unsere Republika-Gang Show. Mit welchen Fragen nochmal?
01:05:46 Dennis Horn
Was war da nochmal drin?
01:05:48 Gavin Karlmeier
Das sage ich dir jetzt nicht. Aber wir spielen ja so eine Art Familienduell und wir haben ein. 100 Leute gefragt. Wir haben ehrlicherweise mehr als 100 Leute gefragt, rechne das aber auf 100 runter, Prozentsätze. Ich glaube, dass Werner Schutzer Erde das auch so gemacht hat.
01:06:00 Dennis Horn
Werner Schutzer Erdel hat immer, wenn er nicht moderiert hat, also in den zweiten drumherum Wenn er nicht kurz mal ein Glas getrunken hat, hat er drei Sätze gemacht und berechnet. Ist gut. Ja, genau.
01:06:17 Gavin Karlmeier
Auf jeden Fall habe ich gedacht, ich schmeiß einfach diese CSV-Datei, die ich habe, in eine KI meiner Wahl und sage, bitte fasse doppelte Antworten zusammen. Weil manche Leute haben ja Ex geschrieben, manche haben Twitter geschrieben, bei einer Frage eventuell. Und habe gesagt, mach daraus eins. Also ich habe das mit drei verschiedenen Chatbots probiert. Also, das hat bei keiner funktioniert. Die haben sie, hat sich alle drei haben sich Zahlen ausgedacht. Ja. Frustrierend. Naja. XAI arbeitet an der Möglichkeit, dass du dein Screen sharen kannst. Screen Sharing Capability for Grog on iOS. Also du kannst quasi deinen Bildschirm abfilmen auf iOS, wenn du Grog nutzt und dann kann er dir sagen, was du da gemacht hast. Ja, ist verständlich.
01:06:59 Dennis Horn
Du willst ja möglichst viel Quellen zum Hof. Ja, weiß ich nicht, du siehst gerade Muss ja nicht Signal sein, aber du schneidest gerade irgendwas mit und möchtest davon was ähm äh was berechnet haben von Grog. Guck dir dieses Video an und sag mir, welche Klamotten das sind. Weißt du, was ich meine?
01:07:26 Gavin Karlmeier
Grok gehört übrigens dem Unternehmen, das in den Niederlanden gerade vor einer Massenklage steht, weil sie gegen alle demokratischen Werte verstoßen.
01:07:33 Dennis Horn
Ja, jetzt nimm mal Grog raus, aber so, dass die KI-Unternehmen allgemein solche Funktionen möglichst breit setzen möchten, damit du möglichst viel hast, woher du irgendwie Daten da reinführen kannst. Aber ich will das nicht. Nein, ich auch nicht. Aber das ist ja schon der Schritt vorher, ist ja, mit Groß unterhalte ich mich grundsätzlich nur über Fehler, die Grog gemacht hat, aber sonst über nichts.
01:07:57 Gavin Karlmeier
Ja. Über GOG. GOG SENG STERBEN.
01:08:02 Speaker 5
So, damit sind wir durch für heute.
01:08:06 Dennis Horn
Es ist Montag. So, und um 18. 45 Uhr, wenn ihr in Berlin seid, laden wir euch ein auf Stage 2 der Republika. Zum großen Social Media Duell, von dem wir gerade schon gesprochen haben. Wenn ihr bereits ein Ticket habt. So ging der Satz zu Ende. Und das wird ein ganz großer Spaß und im noch besseren Fall lernen wir auch alle was. Dabei.
01:08:31 Gavin Karlmeier
Und es, also, ich kann sagen, wir haben so coole Gäste dabei, die auch überraschend sind für viele, glaube ich. Da sind so ein paar Namen dabei, die hätten wir selber nicht auf dem Schirm gehabt. Das wird crazy. Genau. Und ansonsten hören wir uns dann wieder. Wieder hier am Mittwoch von der Republika, dann mit Janis Schakarian. Wir werden ein bisschen über das Internet reden. Surprise. Und ich bedanke mich bei dir für deine Zeit hier am Samstagabend.
01:08:59 Speaker 4
Und wünsche euch allen eine gute Wochenende, wenn ihr nicht bei der Republika seid. Einen schönen Vatertag, solltet ihr ihn feiern und was auch immer ihr so macht. Bis Mittwoch. Tschüss.