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Folge 491 · 17. Oktober 2025 · 1:09 Std.

Von der Pipeline bis zum Bordstein

mit Dennis Horn

Die Geschichte mit der Content Pipeline wird uns noch eine ganze Weile beschäftigen. Genauso wie wir lange und häufig über “Community Notes” philosophierten – und jetzt mit einer neuen Studie Antworten haben. Außerdem will ChatGPT jetzt auch mit Erotikcontent das Internet weitererobern. Wir haben dazu eine These. Wie immer.

➡️ Studie “Der Schwarm als Faktenchecker”: https://machine-vs-rage.net/ausgabe-8/der-schwarm-als-faktenchecker/

➡️ Studie “Threats to the sustainability of Community Notes on X”: https://indicator.media/p/community-fact-checking-on-x-survived-elon-musk-it-may-not-survive-ai

➡️ Verbraucherzentrale zu Facebook: https://www.verbraucherzentrale.de/verfahren/facebook

➡️ Tim Chinenov über Content Pipelines: https://timyc.substack.com/p/content-pipelines-and-the-death-of

➡️ Social Media Watchblog über ChatGPTs Erotikoffensive (Paywall): https://www.socialmediawatchblog.de/erotik-fur-erwachsene-warum-altmans-ankundigung-wirklich-problematisch-ist/

Kapitelmarken

KI-unterstützt:

Chapters

00:00 Hallo Dennis!

02:02 Housekeeping

04:00 Studien zu Community Notes

23:24 monnett

34:46 Sammelklage gegen Facebook

41:45 Algorithmusänderungen bei X

45:04 Content Pipeline

49:33 Apple und die Kontrolle über Apps

52:05 Alternative App-Stores

56:36 OpenAI und die Integration von Erotik

01:06:55 Geknickt vom Smartphonefalten

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Dennis Horn

Grüß dich Gavin. Hallo Dennis Wir starten in eine neue Ausgabe Haken dran, nähern uns übrigens in großen Schritten Ausgabe 500. Ja, und ich bin ein bisschen nervös.

00:18 Gavin Karlmeier

Also wir machen ja am 6. 11. , das ist der Tag vor der Veröffentlichung der 500. Episode, machen wir einen 12-Stunden-Livestream. Ähm, also vor allem ich, du kommst aber auch dazu, weil wir an diesem Tag gemeinsam die fünfundert. Folge aufnehmen, die dann am siebten Elften erscheint. Ich hab Ab in der 500. Folge eine große Ankündigung zu machen, die bei der ich sehr nervös bin, weil da viel Arbeit reingeflossen ist.

00:39 Dennis Horn

Ist das so eine große Ankündigung, wie Bibi immer gesagt hat, bald große Ankündigung? Oder ist das eine richtige große Ankündigung?

00:46 Gavin Karlmeier

Es ist wirklich eine große Ankünd Ankündigung. Es ist viel Arbeit reingeflossen und dieser 12-Stunden-Livestream plant sich ja auch nicht von alleine. Also es gibt, da ist viel los. Man macht mich sehr nervös, aber auch, ich freue mich sehr drauf.

01:00 Dennis Horn

Wir freuen uns alle.

01:01 Gavin Karlmeier

491 ist das, ja.

01:03 Dennis Horn

Und gehen jetzt erstmal in eine klassische 491 rein. Wir haben spannende Themen gleich mitgebracht. Eine neue Studie zu Community Notes, die wir gleich zu Beginn machen, freue ich mich sehr, aber hier lehne ich mich erstmal zurück. Ich bin dann Stichwortgeber. Hier sind deine fünf Minuten, in denen du wie in jeder klassischen Haken-Ran-Episode mal kurz selbst das Ruder übernehmen darfst.

01:27 Gavin Karlmeier

Beginn mit dem Housekeep.

01:29 Dennis Horn

Und dem Digital Markets Act. Ja, es ist eine Kleinigkeit.

01:31 Gavin Karlmeier

Ich habe behauptet, dass dir, also es geht ja um dieses Verfahren, bei dem Meta und Apple für zusammen siebenhundert Millionen Euro Strafe irgendwie herhalten mussten. Ich habe gesagt, das eine sei DMA, das andere sei DSA. Und die Wahrheit ist, es sind beides DMA-Fälle. Also das ist der erste Fehler. Danke an Koffy Hollick natürlich fürs Korrigieren. Schon mal an der Stelle. Und eine andere Sache, die mir aufgefallen ist, ist nicht wirklich Housekeeping, ich schmeiße das hier so rein. Mir ist aufgefallen, wir haben ja hier über diese ganz schmalen kleinen Reels gesprochen. Diese. Ich habe jetzt schon wieder vergessen, was für eine wasche Maße das waren. Da ist nichts draus geworden, oder? Also ich habe die seitdem nie wieder gesehen.

02:13 Dennis Horn

Hatten die eine kürzere Laufzeit als Clubhouse damals? Ich habe gedacht, aber vielleicht kommen sie in zwei, drei Wochen noch von großen, schwerfälligen Unternehmen.

02:26 Gavin Karlmeier

Ich freue mich drauf, wenn dann RTL Plus auch mitmacht.

02:30 Dennis Horn

So, und Altersbegrenzung für Inhalte in Instagram habe ich hier noch als Thema stehen.

02:35 Gavin Karlmeier

Achso, ja, das ist, wir haben darüber diskutiert. Und zwar, zum einen, PG steht tatsächlich für Parental Guidance.

02:42 Dennis Horn

Dachte für Programmgruppe als WDR-Mitarbeiter. Ah ja.

02:47 Gavin Karlmeier

Programmgruppe 13. Gibt es die?

02:50 Dennis Horn

Es gab mal eine Programmgruppe 4. Es war im Programmbereich. Egal, mach weiter.

02:56 Gavin Karlmeier

Ich find's so schön, wie du einfach so. Du bist seit ein paar Jahren wieder in in diesem Haus und seitdem denkst du schon wie die So, es gibt aber zu diesen Teen-Accounts noch etwas, das wir noch nicht besprochen haben. Also für die, die es nicht mitbekommen haben, Instagram hat angekündigt. dass es eine Art inhaltliche Vorsortierung für Teen-Accounts geben wird. Also Leute, die als Jugendliche gelten, bekommen keine Inhalte angezeigt, in denen Nacktheit oder Gewalt oder so drinsteckt, wo wir alle gesagt haben, Moment hier mal. Jetzt erst. Aber das ist tatsächlich jetzt die Ankündigung von Instagram und sie haben angekündigt, und das ist nämlich neu, dass es nicht nur Teen-Accounts betrifft, sondern alle. die entsprechend von einer künstlichen Intelligenz als minderjährig eingestuft werden. Also es gibt systematische Altersüberprüfungen. Und das hat eben nicht zwangsläufig was damit zu tun, was du als Geburtstag angegeben hast oder ob du einen Teenage-Account hast, der mit deinen Eltern vernetzt ist. Bin ich gespannt, wie viele Leute plötzlich irgendwelche Aufforderungen bekommen werden, auch hierzulande, auch wenn es in Deutschland noch nicht angekündigt oder noch nicht kommt, den Personalausweis hochzuladen. Das wird nämlich dann kommen. Und zwar nicht, weil es ein Gesetz gibt, sondern weil Instagram dich fragt, willst du wieder Gewalt sehen? Und man sagt, ja, hier ist mein Personalausweis, ich will Gewalt sehen.

04:11 Dennis Horn

Okay, dann machen wir einen Haken dran ans Housekeeping an der Stelle und gehen rein. Wir starten heute exklusiv. Haken dran hat es zuerst. Eine neue Studie zu Community Notes, die in der nächsten Ausgabe erscheint von Machine Against the Rage.

04:27 Gavin Karlmeier

Und zwar heute um 7 Uhr und diese Episode hier erscheint um 5 Uhr. Das heißt, wir sind die ersten, die es merken.

04:32 Dennis Horn

Zwei Stunden lang, ja. Das ist ein Magazin für digitale Konfliktforschung, wird herausgegeben am Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena und ist Teil von Tone Shift. Das ist ein Netzwerk gegen Hass. Im Netz und gegen Desinformationen. Und hinter der Studie stecken die Kommunikationswissenschaftlerin Franziska Martini, der Informatiker Michael Schmidt, der Datenwissenschaftler Christian Donner und der Konfliktforscher Mike Felix als Projektleiter. Der Schwarm als Faktenchecker. Community Notes zwischen kollektiver Intelligenz und politischem Lagerkampf ist der Titel dieser Studie und wir haben hier heute das Vergnügen schon mal auf die Ergebnisse zu gucken. Wir gehen jetzt mal so Schritt für Schritt durch, wie bei jeder guten Studie erstmal Fragen zur Datengrundlage und zur Zu den Grundlagen dieser Studie. Also ausgewertet wurden Community Notes aus den Jahren 2021 bis 2025 und zwar gut 35. 000 an der Zahl. Und von denen wurden nur gut 2200 veröffentlicht. Das sind in etwa 6 Prozent. Diese Zahl wird gleich noch wichtig. Merken: 6% in etwa veröffentlicht. Quellen, auf die sich diese Community Notes bezogen haben, meistens journalistische Angebote, 61%, dann Social Media, 23% und Behörden 20%. Und die meistgenutzte Quelle ist die Wikipedia. Auf Korrektiv zum Beispiel empfallen etwa 2%. So Und jetzt gehen wir mal durch. Erstmal die Funktionsweise der Community Notes. Für alle nochmal zum Auffrischen. NutzerInnen schreiben diese Community Notes. Damit sind sie noch nicht veröffentlicht, die müssen erst von anderen NutzerInnen als hilfreich bewertet werden. Und nur wenn NutzerInnen unterschiedlicher Perspektiven das tun. In einem gewissen Level wird diese Community Note sichtbar. Und das führt dazu, dass das oft verzögert passiert. Im Durchschnitt 19 Stunden nach der Veröffentlichung des Postings selbst die da, also die Postings damals schon ihre Reichweite auch einfach ausgeschöpft haben. Wir wissen genau, wie schnelllebig Social Media ist. Dann machst du irgendwie einen Faktencheck hinterher, der wird dann nicht mehr geteilt, interessiert keinen mehr, weil schon längst die nächste Kuh durchs Dorf getrieben wird.

06:55 Gavin Karlmeier

Und das ist ja ein Problem, das Also das ist ja völlig antizipierbar, wenn du dir überlegst, dass die Falschmeldung sich deutlich schneller verbreitet als die Korrektur am Tag danach auf Seite 32. Und das ist hier nämlich genau das Gleiche. Also Eigentlich müsste man idealerweise, so wie die Oscar-Verleihung mit so 90 Sekunden Delay übertragen wird, müsste einfach jeder Post einfach so eine Stunde liegen und dann müssten Leute die Möglichkeit haben, das zu Community-Noten.

07:21 Dennis Horn

Ja genau, es ist wie, weiß ich nicht, mit dem Faktencheck am nächsten Tag im Netz oder so, guckt ja auch keiner drauf, wahrscheinlich so in derselben

07:29 Gavin Karlmeier

Zumindest nicht in dem Umfang, wie die.

07:31 Dennis Horn

Die Leute die Show gucken. Genau. So, und ein bis zwei Prozent aller Community-Notes auf Axe sind deutschsprachig nur.

07:39 Gavin Karlmeier

Was vieles übrigens, finde ich. Findest du viel? Ich finde 2% deutschsprachig recht viel, wenn man sich überlegt, dass doch das Gros der Menschen auf Ex zumindest anekdotisch englischsprachig ist.

07:50 Dennis Horn

Ja, ich habe so gedacht, sag das etwas auch darüber aus, welchen Stellenwert überhaupt eine deutschsprachige Community bei X überhaupt noch hat, weißt du? Finde ich schon. Okay, vorweggenommen Ergebnisse und Muster, die bei dieser Studie rausgekommen sind. Erstens ließ sich gerade schon erschließen: Community Notes werden spärlich, spät und selektiv veröffentlicht. Selektiv im Sinne der Mechanik, die dahinter steckt, die das sehr selektiv tut. Die Anreize für eine Teilnahme an diesem Community-Node-System sind gering. Viele schreiben auch nur. eine einzige Community Note, das war es dann so als Nutzerinnen und Nutzer.

08:29 Gavin Karlmeier

Ja, was sagt das psychologisch aus? Also sind das Leute die so den Drang verspüren, okay, ich habe schon hundertmal in Hotels übernachtet, aber das Hotel war so scheiße, ich schreibe eine Bewertung. Gibt es sicherlich. Oder ist das schon Aktivismus? Also sind das Leute, die Accounts, also das sind ja nicht wirklich Menschen hier, die du messen kannst, sondern einzelne Accounts Accounts, die möglicherweise sogar nur angelegt werden, um zum Beispiel unliebsame Informationen entsprechend mit Community-Nodes irgendwie zu beschädigen.

08:59 Dennis Horn

Vielleicht ist die Antwort auch sehr viel einfacher. Da gibt es noch eine zweite Studie, auf die gehen wir gleich nochmal ein, die gibt uns da vielleicht eine Antwort zu. So und insgesamt ist die Aktivität rückläufig. Sieben Prozent der NutzerInnen verfassen mehr als die Hälfte aller Community Nodes. Da liegt natürlich auch eine gewisse Macht drin. Ja, klar. Und Community Notes beziehen sich vor allem auf sichtbare Akteure. Und das sind die, ja sagen wir mal, Multiplikatorinnen, Multiplikatoren, die schon immer auch beim alten Twitter unterwegs waren, Politiker, Medien, Journalistinnen. Diese Menge an Accounts. So, jetzt gehen wir mal durch. Also ich habe gerade schon gesagt, sichtbare Akteure. 29% der Community benoteten So sagt man, Accounts stammen aus Medien und dem Journalismus. Also das macht den größten Anteil aus. 27 Prozent aus der Politik. Und besonders häufig Söder, Weidel, Lauterbach, Aiwanger, Demasi. Rechtskonservative nationalistische Accounts sind besonders oft Ziel von Community Notes. Andere würden sagen: Da lohnt es sich besonders oft auch hinzugucken.

10:22 Gavin Karlmeier

Ja, oder die sind einfach besonders reichweitenstark und auch publikationsstark auf X.

10:27 Dennis Horn

Genau, das ist das, was dann auch die Studie sagt. Das ist keine Aussage über eine politische Schlagseite, weil ähm Die linke oder liberale Bubble, linksliberale Bubble, mittlerweile seltener auf der Plattform eh aktiv ist. Welche Themen? Sind die besonders umstrittenen? Klima 12%? Deutsche Politik 8 Prozent, dann folgen der Ukraine-Krieg, Gaza, Israel, Wirtschaft, Soziales und Migrationssicherheit, so jeweils zwischen 4 und 6 Prozent. Also, kontroverse gesellschaftspolitische Themen sind auch hier im Grunde die Fläche, auf der Leute sich dann austoben. Und interessant finde ich, wenn es inhaltlich wird. Also, die haben mal geschaut, erfüllen Community Notes das was Elon Musk dafür versprochen hat, was übrigens ja jetzt auch Mark Zuckerberg bei Meta und auf Facebook verspricht mit diesem System, nämlich, dass das sozusagen der Ersatz wäre für den Faktencheck.

11:31 Gavin Karlmeier

Zumal das ja alle Plattformen jetzt irgendwie auch erwägen, also diese Ex-Geschichte zu kopieren. Du sagst, Mark Zuckerberg, es gibt aber auch Hinweise, dass YouTube sowas einführen möchte. Bei TikTok haben wir auch schon mal über solche Ideen gesprochen. Also das scheint gerade irgendwie für alle eine zumindest rechtssichere Variante zu sein gegen echte Faktenchecks.

11:52 Dennis Horn

Das muss man so sagen, rechtssicher, weil wenn es irgendwo einen Regulierungsrahmen gibt, der das vorsieht, ja, dann Können die argumentieren, na haben wir ja, machen bei uns halt nur die Nutzer und nicht, weiß ich nicht, korrektiv und die dpa oder so. So, und deswegen ist jetzt die Frage Erfüllen diese Community Notes in der Breite den Anspruch von Faktenchecks? Und da sagt diese Studie Nein. 44% sind überhaupt erstmal echte inhaltliche Fact-Notes, Kontext-Notes. Der andere Teil, 56% Nennt die Studie Housekeeping Notes. Und zwar ist das sowas dem Sinn nach, diese Information wird nicht gebraucht. Note not needed.

12:44 Gavin Karlmeier

N, NN siehst du sehr häufig bei X in den Community Nodes. Und kommt dann halt, wenn andere Leute Community-Notes geschrieben haben und jemand anders dann aber sagt, dass sie Satire, wir müssen das hier nicht bei Community-Noten.

12:56 Dennis Horn

So, und dann eben schon gesagt, diese späte Veröffentlichung mindert die Wirksamkeit zu einer Community Note und es gibt keinen Dialog. Über diese inhaltliche Ebene, sondern eine Diskussion, ein Diskurs darüber wird durch einen Algorithmus ersetzt.

13:14 Gavin Karlmeier

Das finde ich einen ganz spannenden Punkt.

13:17 Dennis Horn

Weil wenn du an die an die Diskussionsseite bei Wikipedia denkst, genau, ist direkt der Vergleich, an den ich auch denken muss.

13:23 Gavin Karlmeier

Bei dem da es halt wirklich auch Austausch, Streit gibt, auch der ist nicht fake sicher. Also wir haben ja hier schon mal den Sockenpuppen so erwähnt. Teilweise Gruppen von Botten oder von Accounts, künstlichen Accounts, die erstellt wurden, damit sie eine Scheindiskussion Führen miteinander, damit Leute das Gefühl haben, da wurde eine Diskussion geführt, das gibt es natürlich auch.

13:44 Dennis Horn

Ist aber häufig genug auch NNN in der Wikipedia von irgendwelchen männlichen Administratoren 50 Jahre alt, die denken, das Thema ist nicht relevant. Mir fällt Mir fällt das immer auf im Vergleich zur englischsprachigen Wikipedia, die viel umfangreicher ist, wo für jeden, ich habe jetzt heute Habe ich geguckt, gibt es einen Wikipedia-Antrag zu diesem neuen Netflix-Film mit Kira Knightley? Und es ist schon einer da. So, na, und das ist so, und das geht mir häufiger in der englischsprachigen Wikipedia.

14:20 Gavin Karlmeier

An der Stelle nochmal ganz kurz eingeschoben, ich habe immer noch keinen Wikipedia-Eintrag.

14:24 Dennis Horn

Ich auch noch nicht.

14:25 Gavin Karlmeier

Leute. Ihr wisst, was zu tun ist.

14:28 Dennis Horn

Wir brauchen ein Geschenk zu 550. Wir haben doch schon mal dazu aufgerufen hier, oder?

14:33 Gavin Karlmeier

Ja, und das hat damals dazu geführt, dass wir im Blue Sky-Eintrag immer in Erwähnung fanden.

14:37 Dennis Horn

Vielleicht können wir da noch mal ein bisschen was drehen. So, also die Wikipedia sagt, die Studie basiert auf Diskurs, auf Hierarchie, Community Notes, dagegen auf Abstimmung, auf Algorithmus. Und also ganz interessante Beobachtung finde ich dadurch, dass sozusagen dieser Diskurs nicht stattfindet im Community Node-System. Fehlt Kommunikation und Kommunikation transportiert auch, selbst wenn jemand einer anderen Meinung ist, Anerkennung. Und wenn diese Anerkennung fehlt, ist die Motivation geringer, sich zu beteiligen. Fand ich einen sehr interessanten Punkt.

15:15 Gavin Karlmeier

Ja, das finde ich auch spannend. Vor allem, weil ja die Abstimmung, die du vornehmen kannst, ja nur ist, ist diese Not hilfreich oder nicht und dann noch mit einer Begründung, ja, gibt genug Quellen an zum Beispiel. Aber es ist ja nicht so, dass du tatsächlich wie bei Reddit zum Beispiel so ein Up-and-Down-Vote-System hättest, bei dem du transparent sehen würdest, ey, 7933 Leute fanden die Note gut. Genau.

15:39 Dennis Horn

Spannend. So, also Wisdom of Crowds bleibt begrenzt ohne an Crowdmanagement sozusagen. Also das Fazit dieser Studie ist, diese Community Notes versprechen Transparenz, aber es ist keine verlässliche Abwehr von Desinformationen. Das ist ineffizient, es ist ungleich verteilt, es ist politisch umkämpft und auch deswegen ein Problem funktioniert eher, sagt die Studie, als Experiment statt als Lösung. Da kann ich mitgehen. Übrigens, ich finde trotzdem dieses System, wir haben ja auch schon mal aus wissenschaftlicher Sicht auch aus anderen Perspektiven auf die Community Notes geguckt hier in Haken dran und Das ist für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit dem digitalen, ähm, äh mit digitalen Diskussionen auseinandersetzen. Wenn das einem ordentlichen Management unterliegt, dieses System durchaus interessant, und das erkennt auch diese Studie, ansagt schon Experiment. Naja, und dann der Punkt, und das ist eher ein perspektivischer, auch, dass KI-Inhalte auch in den Community Notes dann nochmal zunehmend menschliche Bewertungen ersetzen und auch das raubt dann nochmal Motivation

16:58 Gavin Karlmeier

Zumal das bei X ja bei X passiert das ja schon, da hast du Nodes, die Grog-Assisted sind. Genau. Und das ehrlicherweise ist in dem Moment Etikettenschwindel, weil es keine Community-Note mehr ist, wenn es eine KI dazu schreibt. Dann ist es ein Faktencheck durch ein System, das möglicherweise noch politisch oder wirtschaftlich motiviert ist. Und dann würde ich, also ich bin kein Rechtsexperte, wie wir alle wissen, aber Spätestens dann muss doch die Politik sein, das ist nicht ausreichend.

17:29 Dennis Horn

Ja. Du bist kein Rechtsexperte, wie alle Rechtsexperten wissen. Ich bin auch kein Botaniker. Alle Rechtsexperten sagen das. So, ja. Es gibt noch eine zweite Studie, hatte ich eben kurz geteased zu Community Notes. Das ist eine englischsprachige Threats to the Sustainability of Community Notes on X.

17:48 Gavin Karlmeier

Aber Threats mit T, nicht mit T.

17:51 Dennis Horn

So, die sagt, wenn eine erste Community Note, und das ist jetzt der Punkt, über den wir eben sprachen, warum werden so viele nur einmal geschrieben. Also diese Studie sagt, wenn eine erste Community Note veröffentlicht wird. Veröffentlicht wird, nicht nur geschrieben wird, sondern wirklich veröffentlicht wird, dann erhöht das die Wahrscheinlichkeit, dass jemand auch eine weitere schreibt um 5%. Krass. So, also das Problem für X besteht darin, dass der Anteil hilfreicher Community Notes, die auch tatsächlich veröffentlicht werden, abnimmt. Und damit sinkt eben der Anreiz, auch weiter Community-Nodes zu verfassen. Also das heißt, du schreibst da rein, es wird nicht veröffentlicht und dann hast du nicht das Gefühl, ich war hier wirksam. Das ist übrigens dasselbe wie in der Wikipedia. Also die wollen immer, dass sie alle mitschreiben, dann schreibst du da das erste Mal rein und dann kommt so ein So ein Administrator, der das wie in den 90ern in der Newsgroup irgendwie wegwischt, so hast du die Suchfunktion nicht genutzt, du Idiot. Und dann hast du ja keine Lust mehr in die Wikipedia zu schreiben. Also, das ist ja schon das, kennt man ja dieses Phänomen. Oder bei Mastodon, sorry, meine Story.

19:02 Gavin Karlmeier

Das ist nicht mein Problem, Benny. Das kannst du im Fiddleverse ausdiskutieren, da halte ich mich raus.

19:07 Dennis Horn

So, und der Höchststand der Veröffentlichung, den gab es im März 2024 mit 13,1 Prozent. Diese zweite Studie sagt jetzt, der Anteil lag im Mai in diesem Jahr bei nur noch 8,2 Prozent. Und wir haben eben gehört, in dieser deutschen Studie, Etwa 6%. Und dieser Anstieg von KI-generierten Community Notes, das sagen auch die AutorInnen dieser zweiten Studie, könnte eben diesen Trend noch verschärfen oder diese Trends Weil diese Form der Community Nodes das System überlasten und dann nochmal die Anreize verringern. Das heißt, hier wurde so gedreht an diesem System, Dass das System nicht nur ad absurdum geführt wurde, sondern auch nicht mehr funktional ist.

19:56 Gavin Karlmeier

Ja, es wurde komplett dysfunktional gesetzt. Und das also im Fall von X Auf jeden Fall mit einer gewissen Absicht. Wenn du dir überlegst, wie die Plattformen generell auf Free Speech schauen, und damit meine ich ganz gezielt Elon Musk, Mark Zuckerberg. Alle Leute, die nichts mit den Plattformen zu tun haben, aber was mitzureden haben, wie JD Vance, Donald Trump, also wenn du dir diese ganze rechte Tech. . Bro konservativen Republikanerbubble in den USA anschaust, dann ist deren Verständnis von Free Speech ja, dass es eigentlich fast, also es ist mit Zensur gleichzusetzen, wenn du marginalisierte Gruppen schützen möchtest. Wenn du Gewalt und Hass eindämmen möchtest, dann machst du dich mit Kommunisten gemein, plattgesagt. Und deswegen gehen sie natürlich auch gezielt dagegen vor, auf der einen Seite diese Simulation aufrechtzuerhalten, damit es eben nicht. unnötig Diskussionen gibt, aber das darf auf gar keinen Fall funktionieren. Das ist alles, also man muss kein Verschwörungsmensch sein, um zu sagen, das ist absolut gewollt, dass diese Community Nords nicht funktionieren. So. Würde ich sagen. Vielleicht lehne ich mich zu weit aus dem Fenster, aber es ist auch spät, wenn wir das hier aufnehmen.

21:08 Dennis Horn

Naja, also ähm Vielleicht kann man es auch, also es ist scharf ausgedrückt, man weiß es dann immer nicht, aber es ist ja schon auffällig, wie die Plattformen in diese Richtung gehen. Weil zumindest der bisherige Ansatz einer sehr viel stärkeren Moderation, die sich aus den Ergebnissen des Fact-Checkings ergibt. Zumindest der ist nicht gewollt, definitiv nicht. Und auch politisch nicht. So. Und da dreht sich das Pferdchen ja schon nach dem Wind, die Frage ist natürlich, ob das System so laissez-faire, wie es da jetzt irgendwie ist, nicht auch aus anderer politischer Perspektive irgendwann hochgenommen werden kann. Fände ich Auch eine interessante Frage, ob es dafür sozusagen auch offen ist. Aber ja, also politischen Einfluss gibt es da. So, haken dran.

22:08 Gavin Karlmeier

Haken dran. Danke auf jeden Fall, dass wir hier diese Studie so früh erzählen durften.

22:13 Dennis Horn

Exakt.

22:14 Gavin Karlmeier

So.

22:14 Dennis Horn

Und wir Verweisen noch einmal auf Machine Against the Rage.

22:20 Gavin Karlmeier

Ja, wir packen beide Studien in die Shownotes, die wir gerade hier auseinandergenommen haben, damit ihr euch die auch durchlesen könnt. Die von Machine Against the Rage ist wirklich schön, sich auch einfach mal da so ein bisschen durchzublättern und durchzuklicken, weil das auch wirklich mit Animation und Visualisierung sehr schön gemacht ist.

22:36 Dennis Horn

Und auch mal wieder was lesen, was länger ist als 500 Zeichen. So Wir müssen heute über eine neue Plattform sprechen. Die MacherInnen dieser Plattform sagen, sie wollen damit den Online-Raum von Big Tech zurückerobern. Die Plattform selbst soll uns als NutzerInnen die Kontrolle über unsere Feeds geben, ohne Werbung zu verändern. Ohne Tracking, ohne algorithmisch gesteuerte Inhalte. Der Name dieser Plattform lautet. Warte, mastod? Nee. Hello? Nee, warte.

23:03 Gavin Karlmeier

Vero Ich glaub Ello und Vero haben das absolut nicht im Zielgang. Diaspora erstmal Diaspora, sehr gut. Blue Sky Nein, sie heißt Monet. Monet. Monet. Aber nicht, es ist unmonetarisiert, muss man dazu sagen.

23:18 Dennis Horn

Sehr gut.

23:18 Gavin Karlmeier

Sehr gut. Ja, also es ist zwei Gründer, zumindest sind die in dem Artikel porträtiert worden, den ich gelesen habe, von der Luxemburg Times, heißt es, glaube ich. Kann das sein? Jetzt bin ich mir nicht sicher, ob die Zeitung wirklich so war. Doch, ich glaube, so heißt sie ja. Oder Luxemburg. Ja, Luxemburg. Ja, die auf jeden Fall. Und du hast natürlich recht, in deiner.

23:42 Dennis Horn

Steckst du eine Kritik drin, ne? Steck dir eine kleine Kritik drin.

23:45 Gavin Karlmeier

War nicht besonders gut versteckt, aber ich habe sie trotzdem mitbekommen, diesen hohen. Denn also klar, wir haben diese Ideen alle schon hier, wir haben sogar dezentrale Ideen. Trotzdem muss man dazu sagen, es ist erstmal alles lobend hervorzuheben, was ein Versuch in diese Richtung ist. Die Plattform fühlt sich so ein bisschen am Monet. Man kann sie sich im App Store oder im Play Store herunterladen, man kann sich registrieren, ist eine offene Beta, also sie funktioniert schon. Und sie ist so eine Mischung aus Instagram und TikTok gerade. Also es gibt Storys. Es gibt einen Feed, der sich anfühlt wie ein TikTok-Feed. Und das Spannende ist aber tatsächlich die Art und Weise, wie du dir den Feed zusammenbauen kannst, weil das ist. Wirklich simpel. Also ich zeig das hier für die, die es bei YouTube sehen, einmal in die Kamera. So ungefähr sieht das aus. Ich werde es aber jetzt auch nochmal erzählen. Du hast so ungefähr 10 solche Schieberegler und die obersten beiden heißen Friends und Accounts You Follow. Und die stehen von Anfang an komplett auf Plus. Die kannst du aber auch weiter nach hinten schieben. Und die bestimmen, wie viele Inhalte du von Leuten siehst, mit denen du befreundet bist oder eben denen du folgst. Also Freunde sind die. Die mit Mutual sozusagen. So, dann kommt die Kategorie Discover, also wie viele Recommendations willst du sehen und wie gro groß soll der Radius sein, wo dieser Post herkommt. Möchtest du nur lokale Inhalte sehen, also du gibst deinen Standort an, wenn du willst. nationale Inhalte oder globale Inhalte. Und dann gibt es Kategorien der Interesse und da hast du Entertainment, Sports, Live, News und Learn. Und kannst auch da diesen Regler hin und her schieben und das ist es. Damit kontrollierst du deinen Algorithmus.

25:14 Dennis Horn

Das ist ganz interessant, weil das ja Kategorien sind, die sozusagen in Algorithmen, so wie wir Algorithmen kennen und das Verständnis davon haben, ja durchaus eine Rolle immer spielen.

25:24 Gavin Karlmeier

Ja, aber das Spannende ist, dass es eben nicht so übergranularisiert ist. Also es ist nicht so, dass es so ein Clusterfuck ist, wie ich bei Instagram befürchte, dass du freie Textfelder hast und Schreibe ich da jetzt Autosport hin oder Formel 1, wenn ich nicht möchte, dass mir die ganze Zeit irgendwelche schnell fahrenden Männer angezeigt werden? So, sondern du hast halt wirklich einfach diese fünf Schieberegler und kannst die dann so anpassen, wie du möchtest. Und das ist, glaube ich, geschickt gewählt. Weil es eben damit auch für eine breite Masse und nicht nur für die Skript-Kids unter uns einfach wird, diesen Algorithmus mitzubestimmen. Und das finde ich Finde ich einen sehr spannenden Ansatz, ehrlicherweise. Trotzdem bleibt natürlich die Frage offen, wenn es keine Werbung, kein Tracking, keine algorithmisch gesteuerten Inhalte oder nicht nur algorithmisch geschleute Inhalte gibt, wie sich das am Ende finanzieren wird, auch darauf habe ich eine Antwort. Denn beim Registrierungsprozess wirst du gefragt ob du Geld ausgeben möchtest. Und dieses Geld ausgeben bedeutet hier, du kannst eine Subscription abschließen. Und diese heißen, also es gibt drei Modelle, Free, Freedom oder Pro. Und kannst dann aussuchen, wie viel möchtest du eigentlich bezahlen. Bisher ist da aber kein Funktionsumfang dran gebunden, sondern entweder du hast umsonst, zahlst 2,95 Euro im Monat oder du zahlst 5,95 Euro im Monat. Aber bisher bringt es noch nicht mehr, außer dass du es halt supportest. Auch das finde ich einen spannenden Ansatz. Weiß nicht, ob das reicht am Ende, aber ich mag die Ideen ein bisschen.

26:48 Dennis Horn

Ja, und so lässt es sich dann vielleicht am Ende doch zumindest ein wenig monetarisieren Die App Monet. Ja, du, ich will, also das möchte ich nochmal betonen, das ist lobenswert. Jeder einzelne Schritt und wenn ich hier Ello und Vero und App. net und wie sie alle heißen, aufzählen, das ist Vielleicht gar nicht so dieses Leute versucht es doch gar nicht erst, sondern auch so ein und wahrscheinlich wird es leider wieder nicht klappen, weißt du so.

27:21 Gavin Karlmeier

Ein gewisser Frust, der der Aston hat.

27:22 Dennis Horn

Ja, der ist schon dabei.

27:25 Gavin Karlmeier

Ich verstehe.

27:26 Dennis Horn

Vor allem, weil ja auch die, also in meiner Wahrnehmung, und das geht mir jetzt bei Monet so Die ersten Schritte, die ich mit dieser App gemacht habe, fühlen sich, und es ging mir auch bei Blue Sky so, fühlen sich sehr viel besser an. Als viele dieser Alternativen, die aus einer technischen Warte kamen und nicht so viel Gedanken an UXUI verschwendet haben. Das ist hier zum Beispiel der Fall. Und das ist für mich schon allein deswegen ein meilenweiter Unterschied, weißt du?

27:57 Gavin Karlmeier

Ja, ich glaube, das ist ja auch genau das, was wir in den Anfangstagen von Haken dann immer gesagt haben. Die Idee Fediverse ist saugeil, man müsste nur ein Frontend dran setzen, das sich so anfühlt. Und da ist so ein bisschen, steckt mein Vorwurf jetzt an Monet oder Monet vielleicht auch drin, dass man. Warum nicht auch auf eine dezentrale Plattform gesetzt hat, um dieselben Ideen umzusetzen? Weil es wäre möglich gewesen. Man hätte sich sozusagen direkt mit in diesen Vielleicht, also Kritiker würden vielleicht sagen, in diesen zu idealistischen Ansatz reingeschmissen. Ich würde aber sagen, in einen, der halt dann auch für die Leute interessant ist. die eben nicht einfach nur die breite Masse sind. Also man hätte sich damit eine Glaubwürdigkeit und ein Vertrauen auch in der Bubble derer erspielt, die am Anfang, glaube ich, sehr, sehr entscheidend für seine Plattform sind. Die Luxemburg Times sagt übrigens, dass 2027 durchaus ein Werbesystem kommen könnte, das aber dann hypergetargetet ist und komplett die Privatsphäre schützen soll. Auch da Bin ich gespannt, weil dieses Hyper-Targeting, das wir von Meta zum Beispiel kennen, wir erinnern uns wie Markus Becketal, ich habe ihn damit hier zitiert, gesagt hat. Instagram mit nicht personalisierter Werbung ist quasi nicht mehr nutzbar. . . Bedeutet im Umkehrschluss, Markus Beckedal hat gesagt, Instagram mit personalisierter Werbung ist einfach besser. Wollte er nicht so stehen lassen, diese Verkürzung, aber wenn du das eben ausschaltest, diese personalisierte Werbung, dass du dann nur noch Schrott angezeigt kriegst. Und das wird dann hier natürlich auch passieren. Und das macht es natürlich dann kaputt.

29:29 Dennis Horn

Ja, okay. Ich habe nur gerade nochmal überlegt, ich kenne ein paar Luxemburger, du ja auch. Ja, ich auch. Und wenn die Letzebürge sprechen, dann würde das Monet heißen. Das klingt wie so ein Wort, das da auch in so einem Satz gut reinpassen würde.

29:43 Gavin Karlmeier

Ja, also so übersprachen sich lustig machen, das ist natürlich extrem gemein, aber ich wollte aber sagen, es ist sehr gemein, aber im Fall vom luxemburgischen komplett angemessen.

29:52 Dennis Horn

War ja kann lustig machen, war nur Fakt, wollte ich sagen. So, okay.

29:58 Gavin Karlmeier

Wann nur ein Scherz, liebe Luxemburg. Übrigens eine Sache noch zu Luxemburg.

30:03 Dennis Horn

Ich will dich hier nur retten, aber du hörst nicht auf.

30:05 Gavin Karlmeier

Dann mach ich. Ich will nur dazu sagen, also von allen Ländern, aus denen so eine idealistische Social Media Plattform kommt, ist der Heimatort von Amazon Europa jetzt nicht zwangsläufig der, auf den ich am meisten Wert gelegt hätte.

30:19 Dennis Horn

Interessant, ne? Gut. Dann gehen wir die Plattformen durch. Und die Anbieter, ich möchte beginnen mit dir bei Meta. Es gab 2021 an Datenleck bei Facebook. Wir erinnern uns, da sind massenhaft Daten von NutzerInnen abgeflossen, weil Leute irgendwie das, was sozusagen online auslesbar war, gescrapt haben. Es gab allein in Deutschland Millionen Geschädigte. Wir haben hier in Haken dran auch schon mal drüber gesprochen. Also Haken war dran. Und wer betroffen ist, ich empfehle dazu have Ibeenpawned. com, da kann man das mal checken. Kann sich jetzt einer weiteren Sammelklage anschließen, und zwar vom Verbraucherzentrale Bundesverband, der sagt, bei vielen Leuten sei nach diesem Datendeck die Zahl der Bästigenden an Anrufe und SMS gestiegen. Die Phishing-Fälle, der Enkeltrick, zum Teil sogar Identitätsdiebstahl. Und diese Klage jetzt ist eine Feststellungsklage, die klären soll, ob Facebook hier gegen das geltende Datenschutzrecht verstoßen hat. Und die Verbraucherzentrale sagt, dass nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs schon der bloße Verlust der Kontrolle über persönliche Daten ausreichen kann, um 100 Euro Schadensersatz zu erhalten. Da ging es in einem Fall um Telefonnummer, Name, Facebook-ID und Arbeitsort und jetzt wird zusätzlich geltend gemacht. E-Mail-Adresse 100 Euro, Geburtsdatum 100 Euro, Wohnort 100 Euro, Beziehungsstatus 200 Euro. Plus gegebenenfalls weitere Summen für konkrete Schäden. Ich würde sagen, auch den Link der Verbraucherzentrale packen wir mal in die Shownotes.

31:49 Gavin Karlmeier

Ja, würdest du mal sagen, ne? Machen sich, Dennis.

31:52 Dennis Horn

Mach du das doch mal.

31:54 Gavin Karlmeier

Ja, finde ich. Ich finde das total spannend, weil wir haben ja auch mit Shanto-Jun, der übrigens kommende Woche wieder zum kommt. Den werde ich da direkt mal drauf ansetzen, auf dieses Thema. Auch darüber gesprochen haben, weil es gab ja auch den Fall des Landgerichtes Leipzig, bei dem ein Nutzer geklagt hatte, weil über ihn ein Profil erstellt wurde, das rechtswidrig war nach europäischem Datenschutzrecht, der 5000 Euro zugesprochen bekommen hat, Und mittlerweile muss man sagen, dass diese ganzen Vergehen und Verstöße, die Facebook sich vor allem in den letzten zehn Jahren, also vor allem in den letzten zehn Jahren erlaubt hat, Dass die sich mittlerweile lohnen, zum Geschäftsmodell zu werden. Also sowohl für die Klagenden als auch für AnwältInnen. Und das hatte John Jo-Jun so prognostiziert, dass das wohl kommen könnte, wenn jetzt diese Fälle sich häufen. Dass höhere Summen möglich werden, weil er meinte, für 100 Euro wird er jetzt da kein großes Modell aufsetzen, aber bei 600 Euro hier oder eben 1500 Euro oder 5000 Euro, wie im Fall Leipzig, ähm In dem Fall lohnt es sich dann doch ganz schon für so einen Anwalt daraus, tatsächlich so eine einfache Maschine zu machen, wo du dich einfach auf eine Liste einträgst. Und das noch dazu gesagt, umso besser ist es dann ja, sich nicht möglicherweise an dubiose Anwälte ranzuschmeißen, sondern eben sich hier bei der Verbraucherzentrale einfach mit einzuschreiben.

33:11 Dennis Horn

Wobei das Modell ja mittlerweile geübt ist, also spätestens seit dem VW-Prozess, wo das das erste Mal so in der öffentlichen Wahrnehmung finde ich so groß geworden ist, dass da Kanzleien wirklich reihenweise so Verfahren anstreben und den Prozess dahinter top digitalisiert haben. Und wenn du das so durchziehst und es dann irgendwie so skaliert, dass du eher rechnen sich natürlich auch 100 Euro. um die es da am Ende irgendwie geht. Und das ist schon, das ist schon spannend und da gibt es eine ganze Reihe von Kanzleien, die das machen. Oder was heißt Kanzelei? Es gibt einige von denen selbst so ähm Organisationen wie die Stiftung Warentest sagen, ist empfehlenswert, sich da anzuschließen. Aber klar, Verbraucherzentrale Bundesverband nochmal auch nochmal eine andere Viel klassischere Hausnummer.

34:06 Gavin Karlmeier

Trustworthy. Prädikat von Haken dran.

34:10 Dennis Horn

Von Trustworthy zu TikTok. Ähm, die einen sagen sowas wie Papa Platte, sowas Virales.

34:17 Gavin Karlmeier

Ja, haben wir letzte Woche letzte Woche, oder in der letzten Folge am Mittwoch, vorgestern ist es, in meinem Kopf schmelzen die Hakenan-Folgen einfach zu einem großen Matschhaufen. Klumpatsch. Am Mittwoch hat Dir von Geel, also wir haben über Zora die letzten Episoden viel gesprochen. Ich habe es Es fasziniert mich auf mehrere Arten. Ich habe das, glaube ich, schon zu Genüge hier durchexerziert. Aber er hat darüber gesprochen, dass er auf TikTok nur noch Papaplatte sieht. Ist es wirklich so? Ja, und inzwischen geht es uns allen so, du siehst nur noch KI-generierte Videos von Papa Platte, die mit Zora erstellt wurden, heruntergeladen wurden und dann bei TikTok wieder hochgeladen wurden. Papaplatte, der bekennt, dass er zum Islam konvertiert ist. Papa Platte, der sich in eine Gurke verwandelt. Papaplatte, der von Polizisten festgenommen wird.

35:01 Dennis Horn

Der in einer Töffler unterfällt, der ein Anime-Outfit anprobiert. Alles.

35:04 Gavin Karlmeier

Also wer Papa Platte nicht kennt, Papa Platte ist einer der größten Streamer in Deutschland. Creator. Genau.

35:11 Dennis Horn

Und allein dieses Gurkenvideo, Gewürzgurke, wohlgemerkt. hat Aufrufe im Millionenbereich. So. Und genau, also die einen sagen, sowas würde ich gern schaffen, selbst sowas virales, der andere nämlich Papa Platte, selbstsache Entschuldigung, aber ich war's nicht. So, also das kommt von Zora, dem KI-System von Open. AI, das mit nur wenigen Anweisungen in wenigen Sekunden realistische Videos generieren kann. Und es waren Nutzer von Zora, die diese Papa Platte-Videos dann generiert und dann hochgeladen haben.

35:40 Gavin Karlmeier

Aber Aber auch er hat ja einen Grund, warum er sich entschuldigt. Das wolltest du glaube ich jetzt erzählen. Sorry, ich wollte ja nicht dazwischen gehen. Ja, Mama Der hat ja in der Instagram-Story gepostet und hat gesagt, Leute, es tut mir leid, dass so viele KI-Videos jetzt gerade überall sind. Und entschuldigt sich dafür und das aber, weil er ja nicht ganz unschuldig daran ist, weil er sich ja entschieden hat, diese Funktion bei Zora freizuschalten, dass man mit seinem Gesicht Inhalte erstellen kann. Genau. Natürlich, wäre er es nicht gewesen wäre, wäre es jemand anders gewesen, vermutlich. Also diese Dynamik, diese KI-Dinge ausprobieren und dann verbreiten zu wollen, die erleben wir gerade überall. In den USA ist es eben Jake Paul oder Stephen Hawking oder die Queen, die gerade extrem viel generiert wird mit Zora in Deutschland, ist es dann halt Paperplatte.

36:25 Dennis Horn

Jedes Land den das Gesicht, das es verdient.

36:32 Gavin Karlmeier

Und aber also Papa Platte ist übrigens selber jetzt nicht einer der es gibt ja so durchaus Streamer in Deutschland. Ich will es nicht so viele Namen nennen, aber es gibt ja durchaus Streamer in Deutschland. Da würde man sagen, das würde ich jetzt nicht mal meinem 17-jährigen Sohn empfehlen, sich das anzuschauen. Dazu gehört Papa Platte eigentlich nicht. Papa Platte ist schon einer der Leute, denen ich unterstellen würde, dass sie das Herz am rechten Fleck haben und auch durchaus. . sehr reflektiert Social Media benutzen. Der hat auch TikTok als ganz gefährliche Quelle von Desinformationen schon häufiger kritisiert und so. Also das ist durchaus jemand, der sich Damit auseinandersetzt und ich glaube auch seiner Verantwortung der Reichweite häufig bewusst ist, immer wahrscheinlich nicht bewusst.

37:09 Dennis Horn

Selten genug, ja. Wir hatten nur gesagt, mit den Gesichtern, das ist schon eine Fallhöhe zwischen der Queen und ihm. Aber ja. Eine Treppenfallhöhe. Eine Treppenfallhöhe. So, dann gehen wir rüber zu Axe. Elon Musk kündigt an.

37:25 Gavin Karlmeier

Ich weiß nicht, wie sich meine Gäste immer fühlen. Wenn dann jemand, wenn dein Name, wenn ich Elon Musk sage und die mal machen, ich fühl's.

37:33 Dennis Horn

Du hast es genauso gelebt. Also, wenn die Meldung schon so ankündigt, Elon Musk kündigt an. Aber wir müssen es leider einmal durchgehen.

37:41 Gavin Karlmeier

Das sage ich dann auch immer, Dennis.

37:42 Dennis Horn

weil es relevant sein könnte. Und auch das sagst du dann immer. Wir werden im Laufe der Woche den aktualisierten Algorithmus Veröffentlichen. Das ist jetzt die deutsche Übersetzung. Also sprachlich würde ich hier mal genau aufs Englische auch gucken. We will post the updated algorithm later this week. Er schreibt dazu weiter. Ihr werdet feststellen, dass viele wahllose und überflüssige Regeln jetzt wegfallen. Nächsten Monat gehen wir zu vollständigen KI-Empfehlungen über, bei denen alle über 100 Millionen Beiträge pro Tag von Grok bewertet. Und euch diejenigen empfohlen werden, die euch am ehesten interessieren. Und wir werden euch die Möglichkeit geben, die Inhalte, die euch empfehlen, empfohlen werden, dynamisch anzupassen, zum Beispiel Zeige mir weniger Politik.

38:26 Gavin Karlmeier

Da hat wohl Nikita Bier viel Zeit auf Monet verbracht.

38:33 Dennis Horn

Meinst du? Na, da bin ich mir nicht so sicher.

38:36 Gavin Karlmeier

Nee, es ist ja, Instagram hatte das ja auch schon vor ein paar Wochen angekündigt, gleichzeitig hat Elon Musk das ja vor drei Jahren versprochen, dass es nächste Woche kommt.

38:44 Dennis Horn

Es ist das immer noch dieselbe Woche, die er meinte voll.

38:47 Gavin Karlmeier

Wahrscheinlich. Er hat die Jahreszahl nicht dazu gesagt, wenn er sagt, Ende Oktober, alles ist möglich. Ich bin total gespannt, weil ich glaube, nagelt mich nicht drauf fest. Aber diese Umstellung auf AI Recommendations, das ist Bullshit. Ich glaube, das macht gar keinen Unterschied. Ich glaube, irgendwo steht Powered by Grog, aber das ist ja jetzt schon alles Machine Learning. Wo ist der Unterschied? Also es läuft vielleicht über andere Server. Aber was ändert sich?

39:19 Dennis Horn

Aber also wir haben ja gerade bei Monet darüber gesprochen, dass Algorithmen mitunter auch Kriterien basiert sind. Sind, also dass wirklich, weiß ich nicht, zum Beispiel der Ort der Veröffentlichung als festes Kriterium irgendwie da eine Rolle spielt. Und wenn du jetzt nur einmal irgendwie den Inhalt mit KI durchziehst Weißt du, ohne dass das so fix in Kriterien angelegt ist, ist das nicht ein Unterschied?

39:43 Gavin Karlmeier

Doch, ich glaube, der größte Unterschied ist halt, dass da ein Large Language Model zwischenhängt, das diese Posts auswertet und nicht einfach nur auf Signale. schaut, die irgendwo stecken. Ich glaube, das ist schon ein inhaltlicher Unterschied, das ist ein gefährlicher Unterschied, weil dieser Unterschied am Ende bedeutet. dass es viel, viel, viel mehr Möglichkeiten für Plattformen oder für die Blackbox Algorithmus gibt, die öffentliche Meinung zu steuern. Viel mehr als jetzt gerade. Das ist ein großer Unterschied. Die Frage ist nur Wenn es diese Technologien der Large Language Models im Hause X seit drei Jahren gibt oder zwei, haben sie das nicht möglicherweise schon längst irgendwo mit eingeflochten? Ja, ja, gut. Also die For You-Page ist seit zwei Jahren, glaube ich, bei X. Andere Plattformen arbeiten ähnlich. Ich würde behaupten, dass sich nicht allzu viel ändern wird. Aber vielleicht auch doch, vielleicht bricht auch endlich alles zusammen. Vielleicht schließt sich pünktlich zur 500. Episode das Kapitel X.

40:41 Dennis Horn

Also nächste Woche und wir gucken dann 2029, wenn es wirklich soweit ist, auch nochmal drauf.

40:48 Gavin Karlmeier

Die Ankündigung, ganz kurz, dass Sie den Algorithmus veröffentlichen werden, inklusive den Gewichten, also den Gewichtungen. Die ist wirklich so alt. Die ist wirklich so alt, aber wenn die jetzt wirklich nächste Woche oder diese Woche noch kommen wird, also ich meine, wir haben Freitag, was ist later this week? Aber ich bin gespannt. Also wir werden, wir schauen uns das auf jeden Fall an.

41:09 Dennis Horn

Wir gehen nochmal in die juristischen Schammelzel rund um die Twitter-Übernahmen. Du erinnerst dich, dass Elon Musk Verspätet offengelegt hat, dass er sich da recht groß bei Twitter eingekauft hat.

41:19 Gavin Karlmeier

Ja, da muss man dazu sagen, das ist wirklich eine Geschichte, die uns seit Folge 3.

41:23 Dennis Horn

So, es ist wirklich so. Das ist noch länger als die Algorithmusabwicklung. Er wollte, dass der Prozess um diesen Fall aus dem District of Columbia nach Texas oder New York verlegt. wird.

41:32 Gavin Karlmeier

Ist ja auch praktisch, wenn du Richter da vor dir sitzen hast, die selber in Tesla investiert sind.

41:36 Dennis Horn

Exakt. Und das hat ein Gericht jetzt zurückgewiesen. Und eine Entscheidung über einen zweiten Antrag von Elon Musk steht noch aus, und zwar darüber, die Klage der SEC abzuweisen.

41:46 Gavin Karlmeier

Ich habe da so eine Tendenz, was da passieren wird.

41:51 Dennis Horn

Ja.

41:52 Gavin Karlmeier

Ja, also die wird natürlich nicht abgewiesen. Weil diese Klage schon viel zu lange im Raum steht. Und Elon Musk so häufig nicht vor Gericht erschienen ist, dass selbst das im Moment eventuell ristige amerikanische Rechtssystem Sich damit der Lächerlichkeit hingeben würde. Was nicht heißt, dass nicht trotzdem passieren kann.

42:11 Dennis Horn

Ja, also da wollte ich, ich weiß nicht, ob dieses sich der Lächerlichkeit hingeben, ob das noch ein Faktor ist. gerade. Aber ich habe gerade gedacht, das wird nicht passieren. Schon allein deshalb nicht, weil Elon Musk nicht mehr so häufig im Weißen Haus abhängt.

42:26 Gavin Karlmeier

Auch nutzlich, wobei die beiden auf der Charlie Kirk-Gedenkveranstaltung ganz schön rumgekumpelt haben. Das stimmt, das habe ich auch gesehen, die Fullets.

42:34 Dennis Horn

Das ist so, ja, ja. Tim Chininow ist ein früherer Software-Engineer von SpaceX und der hat jetzt bei Substack einen interessanten Artikel veröffentlicht, wie Content-Pipelines In sozialen Medien versucht haben, mich zu konservativen Inhalten zu lenken. Wir mögen an dieser Überschrift natürlich alles für eine Besprechung in Haken dran. Ich gebe mal so ein paar zentrale Punkte aus diesem Artikel wieder. Also erstmal gibt er wieder, wie Empfehlungsalgorithmen heute einfach funktionieren. Man spürt auch direkt seine Haltung dazu zwischen den Zeilen. Soziale Medien sind zu einem Umfeld geworden, in dem man ein skeptischer Teilnehmer sein muss, wenn man nicht von den Social Engineers, die die Plattformen entwickeln, ausgenutzt werden will. So und dann weiter. In den letzten zehn Jahren wurden Kurationsalgorithmen so erweitert, dass sie ihnen nicht nur Inhalte von Personen zeigen, mit denen sie interagiert haben, sondern auch Inhalte, mit denen Nutzer mit ähnlichen Interaktionsgewohnheiten, wie Sie interagieren. Die Social Media Plattform versucht also, sie in eine willkürliche soziale Gruppe einzuordnen und ihnen Inhalte zu zeigen, für die andere in dieser sozialen Gruppe Interesse zeigen. Also, was er dort beschreibt, ist sozusagen der Der Shift von Algorithmen, wie wir sie bei Facebook kannten, also Social Graph, hin zu Algorithmen, wie wir sie von TikTok kennen, also die inhaltlich basierten. So, und jetzt kommt der Zusammenpunkt. Dieses Modell der algorithmischen Koration führt zu Content-Pipelines. Ähm, Content Pipelines sind die Folge des Versuchs, Sie mit anderen ähnlichen Nutzern zu segmentieren und ihnen Inhalte zu zeigen, mit denen diese anderen Nutzer interagiert haben. Wenn Sie sich beispielsweise für Videospiele interessieren, zeigen Ihnen Kurationsalgorithmen möglicherweise Videos. Videospielkunst, Musik und Nachrichten, weil andere Konten ähnliche Interessen haben. Und ob die Interaktion positiv oder negativ ist, ob sich um mildes gefällt mir oder um intensiven Kommentar handelt, spielt keine Rolle. Interaktion ist Interaktion und alles, was Nicht zum Blockieren des Kontos führt, bringt sie näher an die Inhalte, weiter hinten in der Pipeline. Ich finde das Ich mache ein konkretes Beispiel einmal auf. So, wenn du in der, ähm und das macht er so als Beispiel für seine eigene Anwendung. Du bist in einer Astronomie-Bubble unterwegs. Und dann gibt es Schnittmengen mit SpaceX-Content. Und wenn du auf den dann reagierst. Landest du auch in der SpaceX Bubble. So, von dort gibt es Verbindungen zu Elon Musk-Content und damit zu Elon Musk-Bubble, von dort zu Joe Rogan-Content und zu Joe Rogan Bubble und von da dann weiter zur Jordan-Peterson-Bubble. Und schon bist du politisch irgendwo ganz woanders, wo du dich vorher aufgehalten hast.

45:20 Gavin Karlmeier

Ich finde das mega. Also es ist fairerweise keine ganz neue Erzählung, weil die, weil Rabbit Holes genau so immer erklärt werden. wurden. Also du gehst in die eine Facebook-Gruppe, die hieß, ich habe Angst vor Impfungen und 16 Facebook-Gruppenempfehlungen weiter, bis du in der Gruppe Angela Merkel ist, eine Echse. So, und das einfach nur, weil du immer irgendwelche vorgeschlagenen Gruppen weitergegangen bist. Interessant finde ich aber hier, dass er das eben nicht über Echokammern oder Filterblasen aufmacht, sondern über Content, den du dir anschaust. Und die Frage, die dahinter steckt, ist ja auch, wie sehr man das zum Beispiel politisch instrumentalisieren kann. Weil du genau wissen kannst, dass du, wenn du entsprechende Bubbles mit Inhalten bespielst, die Überschneidung in eine andere Bubble haben, die wiederum Überschneidung in eine dritte Bubble haben, du durch Inhalt Menschen lenken kannst und diese Rabbitholes gezielt ja auch theoretisch verbreiten könntest. Also er sagt in seinem Text, auf TikTok muss man in der Lage sein, die Frage, welches Video habe ich vor zehn Swipes angesehen, zu beantworten. Wenn Sie die mentale Kontrolle vollständig von Ihrem Gehirn auf die algorithmische Plattform übertragen, werden Sie die Inhalte, die in Ihrem Newsfeed gelangen, nicht kritisch bewerten können. Und das ist, finde ich, der Kern von dem, was ihr da erzählt. Du musst, wenn du verstehen willst, warum dir Dinge angezeigt werden, reicht es nicht zu überlegen, was habe ich mir angeguckt, sondern auch, was habe ich mir angeguckt weil ich mir davor was angeguckt habe oder womit ich interagiert habe. Ich glaube, das ist so eine dieser Texte und wir werden auch den in die Shownotes bringen. Heute wird es eine Linkliste in den Shownotes geben. Tut mir leid, aber es ist heute spannend. Die Woche waren die Leute fleißig. Diese Geschichte des Pipeline-Flows, wie du ihn gerade erzählt hast und er ihn hier auch aufgemalt hat mit so Kreisen, mit so einem Venn-Diagramm. Ähm, dass du, dass das so eine dieser Dinge ist, die uns noch sehr lange beschäftigen wird. Also ich glaube, dass das so eine Geschichte ist, auf die man auch in drei, vier, fünf, sechs Monaten noch referenzieren wird, weil das

47:22 Dennis Horn

Es hilft manchmal ähm also Ich gebe dir recht, das ist gar nichts so Neues, was er beschreibt. Er ordnet das einem neuen Kontext zu, nämlich diesem Content Graph. Und manchmal hilft es. um diese Debatte auch voranzubringen, nochmal neue griffige Bilder und Begriffe zu haben.

47:42 Gavin Karlmeier

Und ich finde, das gelingt ihm hier sehr mit dieser Content-Pipeline. Ich finde das wirklich ganz, ganz bemerkenswert. Wie gesagt, guckt euch das alle an. Es ist nicht allzu lang der Text, aber er ist sehr schön erklärt und schöne Bilder. Das ist was zählt.

48:08 Dennis Horn

Dann gehen wir ein wenig in die App-Welt. App-Welt.

48:15 Gavin Karlmeier

Das klingt wie so eine Zeitschrift.

48:17 Dennis Horn

Ja, hätte es, hätte es, äh, als es dann leider Apps noch nicht so gegeben hat, dann hätte es die App-Welt gegeben damals. Ja, stimmt. Im Kiosk mit den dunkelfurnierten Holzwänden bei mir um die Ecke, wo es immer nach Tabakroch.

48:31 Gavin Karlmeier

Ja, das war toll.

48:32 Dennis Horn

Da bin ich immer hingegangen und habe mir die PC Games gekauft.

48:36 Gavin Karlmeier

Nein, du hast die CT natürlich gekauft, Dennis.

48:38 Dennis Horn

Auch.

48:40 Gavin Karlmeier

Auch. Ich bin da hingegangen. Ich bin da ja hingegangen mit einem Zettel, wo drauf stand, bitte geben sie meinem Sohn Zigaretten.

48:48 Dennis Horn

Achso, ich dachte im Zettel Geld raus, sonst hakt's.

48:52 Gavin Karlmeier

Bitte gehen Sie meinem Son die CT. Die lag ja wirklich, habe ich das, habe ich glaube ich schon mal erzählt, als wir hier den Deal eingetütet haben, dass wir ja einen CT-Podcast wären, dass ich ja seitdem ich denken kann, die CT immer auf dem Klo bei uns lag, wenn man das gemacht hat.

49:07 Dennis Horn

Ich weiß, weil dein Vater sie im Abo hatte.

49:09 Gavin Karlmeier

Immer schon. Ich glaube auch hat.

49:12 Dennis Horn

Ich habe hier hinter mir auch einen Stapel von CTs liegen, möchte ich nur sagen. So. Weil PC Games lohnt sich nicht mehr. So. Liebe Preise. Das ist jetzt schon ein Fall hier für die Marktaufsicht. Apple hat eine App verboten, die Videos archiviert. Auf denen zu sehen ist, wie die Einwanderungsbehörde ICE ihre Macht missbraucht. So Ice Up heißt diese App. Deren Zweck ist es, Beweise aufzubewahren, bis sie vor Gericht verwendet werden können. Aber Form Media schreibt, diese App ist im App Store jetzt Geschichte. Einer der Macher, der sich Marc nennt, hat vor Media gesagt, unser Ziel ist die Rechenschaftspflicht der Regierung. Wir betreiben nicht einmal Echtzeittracking. Und dieser Mark, ich weiß nicht, ob es sein echter Name ist, hat dieses Medium darum gebeten, nur seinen Vornamen zu verwenden, um ihn vor Vergeltungsmaßnahmen zu schützen. Also das hat auch Schlagzeilen gemacht in den vergangenen Tagen, wie Apple auch generell gegen Apps. Die Warnen, also auch Tracking-Apps, wo sind gerade irgendwie Agenten der ICI unterwegs vorgeht. Haken war dran.

50:26 Gavin Karlmeier

So, ja, und ich finde, also das Spannende an der Sache ist hier ist ja, du konntest im Fall von IceBlock zum Beispiel, die Apple auch aus dem App Store genommen hat. Konnte man zumindest mit so zwei zugedrückten Augen die Sicherheitssorgen Man muss nicht verstehen, warum die App rausgenommen wurde, aber man konnte es zumindest tolerieren, weil man sagt, na gut, da werden Live-Standorte anderer Menschen geleagt. Okay, man muss es nicht gut finden, wie gesagt, wir haben das ja auch scharf kritisiert, aber Apple hat nicht reagiert auf unsere scharfe Kritik in diesem Podcast. In dem Fall hier geht es aber ja wirklich nur um Archivierung von Videos, die ohnehin in sozialen Netzwerken auffendbar sind, die Diese App ist keine Einschränkung von Sicherheitsrisiken, sondern das hier ist der Versuch, Transparenz seitens des Staates Zu verhindern. Und das ist noch mal anders problematisch, würde ich sagen, als einfach nur das Sperren von Eisblock. So im Zweifel ist das Sperren von Eisblock das mit dem größeren Effekt. auf die Menschen in den USA. Aber in diesem Fall hier das Nachhalten, das Dokumentieren an einem gezielten Ort, das verbieten zu wollen, das geht nicht. So. Undemokratisch ist es.

51:51 Dennis Horn

Andere Geschichte aus der App-Welt. Alt Store ist eins der Ersten Unternehmen, die alternative App Stores anbieten, ist downloadbar im Moment in der EU. Hast du den Outstore runtergeladen eigentlich? Hast du das auf dem iPhone?

52:05 Gavin Karlmeier

Ich hab zum Test habe ich, ich glaube ja. Nee, in den Epic Store habe ich mir zum Test heruntergeladen.

52:11 Dennis Horn

Ganz interessant, weil du ja die alternativen App Stores nicht über den Apple App Store bekommst. Genau. Das finde ich einen super interessanten Punkt. Und dann ist es eine völlig andere Form der Installation. Naja, also Allstor hat seine erste Finanzierungsrunde jetzt bekannt gegeben durch externe Investoren. Es gibt sechs Millionen US-Dollar von Pace Capital. Das im Gegenzug wiederum 15% an All Store erhält. Und All Store selbst kann jetzt MitarbeiterInnen einstellen, auch über die beiden Gründer hinaus. Mike McHugh, das ist der CEO von Flipboard, und ein Unterstützer des Fidiverse, tritt jetzt im Vorstand bei. Und die Gründer sagen, der Store soll in diesem Jahr auch auf Märkten noch an den Start gehen wie Australien, Brasilien, Japan. Und All Store bereitet sich auf eine Verbindung mit dem Fediverse vor. Also die sagen sozusagen, jeder All Store-Account, jede App dort erhält ein eigenes Konto. Im Fediverse, dem dann andere folgen können. Da kannst du irgendwie eine App auf Mastodon kommentieren, irgendeine Neuigkeiten zur App auf Threads liken und dann irgendwie den Ortstore öffnen und all das da auch sehen. Und wenn du dich irgendwie mit einem offenen Social Web Fediverse Konto anmeldest, kannst du direkt im All Store dann auch kommentieren, liken und boosten. Wie geil ist das!

53:30 Gavin Karlmeier

Ich finde es super. Ich finde, das ist perfekt. Weil das auch so ein bisschen dieses, das ist so, kennst du, dass wenn du so ein ganz kleines Loch in der Hose hast und dann läufst du damit und dann wird dieses Loch immer größer. Dieses kleine Loch hat die EU ja in dieser Ökosystem von Apple gerissen. Und auch das ist nicht nur gut, wahrscheinlich wahrscheinlich. Können wir an der anderen Stelle gerne mal diskutieren. Aber das, was hier passiert, ist ja der Versuch jetzt gerade darin in diesem kleinen Loch. eine Keimzelle entstehen zu lassen, die eben alle diese Kräfte dezentraler Entwicklungen und alternativer Entwicklungen eben zusammenzubringen und daraus möglicherweise auch wirtschaftlich relevante Größen zu erreichen.

54:13 Dennis Horn

Es ist auch noch geplant, den Outstor mit dem offenen System von Blue Sky zu verbinden. Also, ich, mir geht das so, wenn ich das so lese, denke ich so: ja, es klingt so ein bisschen nach Selbstzweck. Irgendwie, ja. Also was bringt mir das so direkt? Aber dahinter steckt ja so etwas wie ein Universal-Account fürs Internet. So, der sich vielleicht durch diese Geschichte andeutet und durch verschiedene, also eigentlich so, wie wir es wollen, ohne Walt Garden und so. Und das finde ich dann doch ganz spannend.

54:48 Gavin Karlmeier

Auch der Selbstzweck reinigt die Mitte.

54:50 Dennis Horn

Selbst Zweikraniger. Hier im Supermarkt.

54:54 Gavin Karlmeier

Zweck heiligt die Mittel, das wollte ich sagen.

54:57 Dennis Horn

So, Zweck. Bisher gibt es Old Store übrigens rund hundert selbstveröffentlichte Apps. Dazu gehört unter anderem Delta als Videospiel-Emulator. Es gibt eine eigene Virtual Machine App oder Achtung, Hot Tab, eine Porno-App. Und im All-Store mittlerweile auch die beliebteste, natürlich. So, wir haben 100. 000.

55:19 Gavin Karlmeier

Ist das die Brücke zu dem Thema, das ja?

55:22 Dennis Horn

Ja, ist es. Aber ich wollte noch kurz sagen, wir haben Hunderttausende von NutzerInnen, hat der Ortsstore-Gründer in einem Interview mit TechCrunch gesagt, das sind wunderbare

55:30 Gavin Karlmeier

Und gute Zahlen, so Das ich finde, das ist ganz spannend, weil, ähm, dieser ist mit VR In VR war es auch so, dass es so die große Möglichkeit war, das für viele Leute interessant zu machen, dass es Pornografie plötzlich dafür gab. Oder das Video-Format sich so durchsetzen konnte, weil es plötzlich Pornografie ist.

55:51 Dennis Horn

Das ist ja überall. Also Pornos ist die Ecke im Internet, wo neue Technologien als erstes wachsen.

55:58 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Es ist so, es gibt so ein paar Bereiche, in denen sowas eben möglich ist. Es ist Porno für Medien. Das ist Das ist das Militär für Technologien und das ist leider auch Gewalt gegen Minderjährige für Einschränkungen von Datenschutz. Also es gibt so Dinge, mit denen man so einen kleinen Marktvorsprung sich erarbeiten kann.

56:20 Dennis Horn

Oder an denen man Marktvorsprünge beobachten kann. Oder das. Hashtag ChatGPT. Viele von euch Hakis haben vielleicht schon davon gehört in den vergangenen Tagen. Gavin reibt sich schon die Hände.

56:31 Gavin Karlmeier

Ich freue mich auf dieses Thema seit Stunden.

56:34 Dennis Horn

OpenAI wird Erotica in ChatGPT integrieren, sobald im Dezember, das ist nicht mehr lang hin, und bei OpenAI Nehme ich die Ankündigung etwas ernster als bei Elon Musk. Die Altersverifikation eingeführt wird, so können Entwickler dann nicht jugendfreie Chat-GPT-Apps. erstellen. Koffe Hollik hat dazu im Discord geschrieben und bevor ich das zitiere, Discord-Werbung jetzt!

56:59 Gavin Karlmeier

Wir haben eine begleitende Community zu diesem Podcast. Da gibt es über 2000 Leute, die sind alle extrem schlau, tauschen sich zu solchen Themen aus, bringen sehr viele, sehr gute, schlaue Gedanken mit. Da ist auch Coffee Hollik übrigens die Schattenredakteurin dieses. Podcasts und ich bin zu jedem Dank ihr gegenüber verpflichtet. www. hakenbrand. org kommt vorbei und da kriegt ihr auch schon erste, da schmeiße ich immer so kleine Bissen. Schon rein, die auf diesen Livestream verweisen am 6. 11. So.

57:27 Dennis Horn

Koffee Hollig, auch ich zu großen Dank verpflichtet. So, sie schreibt: Was wurde denn aus Sam Altmans Priorisierung in seinem Blogbeitrag vom 25. September? Also Noch nicht mal einen Monat her. Da schrieb er: Vielleicht kann KI mit einer Rechenleistung von 10 Gigawatt herausfinden, wie man Krebs heilen kann. Oder wie man jedem Schüler auf der Welt maßgeschneiderten Nachhilfeunterricht bieten kann, wenn wir durch die Rechenleistung eingeschränkt sind. Müssen wir uns entscheiden, was wir priorisieren wollen? Und die Antwort lautet also Pornos. Wir sind ja hier immer noch im Internet. Ja, ich will ganz kurz auch einen kleinen Link noch auf die Kollegen vom Social Media Watchblog.

58:10 Gavin Karlmeier

Die haben dazu auch einen ganz tollen Text geschrieben, der vermutlich hinter der Paywall liegt. Ähm, aber die sagen, die ganze Häme, die über Altman ausgekippt wird, ist komplett zu Recht, weil er auch im August noch sich damit gebrüstet hat, dass sie ja nicht als Growth Hack sich extra über etwa überlegt hätten, ein Sexbot Avatar oder so in ChatGPT einzubauen. And there's also eventually Krebs to heil or AGI hair to start. And then hold a sex bot as one word. But the answer is event the internet is for porn. Also these auf the eye diesen Growth-Hack da reinzubringen. Das sind alles so die Lesarten, die man mitnehmen kann. Aber ich habe eine andere Lesart, Dennis. Und ich weiß nicht, ob ich da zu sehr in dieser Verschwörungswelt drin bin, die ich hier vorhin schon aufgemacht habe.

58:54 Dennis Horn

Also steile These.

58:56 Gavin Karlmeier

Es ist vielleicht eine steile These. Aber um das zu nutzen, um ChatGPT zum Sexboard werden zu lassen, musst du dich mit deinem Personalausweis verifizieren. Wenn man sich jetzt anstelle von OpenAI überlegt, wie kriegen wir es hin, dass möglichst viele Leute sich in relativ kurzer Zeit bei uns einmal mit einem Personalausweis verifizieren, um zum einen trainieren zu können, wann Personalausweise valide sind und wann nicht? Auf der anderen Seite aber auch ein Bild davon zu bekommen, wie Nutzungsverhalten von Erwachsenen und Nicht-Erwachsenen sich möglicherweise unterscheidet, ist das hier ein relativ guter Motor, um relativ schnell an diese Daten zu kommen, oder?

59:32 Dennis Horn

Interessant.

59:33 Gavin Karlmeier

Weil ich diese ganze.

59:36 Dennis Horn

Warum willst du die Daten haben?

59:38 Gavin Karlmeier

Ja, wie gesagt, du kannst, die Pässe selber sind, glaube ich, nicht so wichtig. Aber du kannst OpenAI ist extrem im Gespräch darum, weil sie keinen guten Jugendschutz in der Vergangenheit hat. herstellen konnten, weil sie es nicht hingekriegt haben, Menschen davor zu bewahren, sich etwas anzutun oder auch gegenseitig sich etwas anzutun und eben auch Jugendliche nicht davor schützen konnten, Dinge zu sehen, die eben für sie nicht gemacht sind, nicht gedacht sind oder eben auch Inhalte. Wir haben über die Geschichte des 16-jährigen New Yorkers gesprochen, der sich das Leben genommen hat. und von Chat-GPT am Ende angeleitet wurde, wie er es tun soll. Da gehörte so ein bisschen zur Wahrheit, er hat Chat-GPT ausgetrickst, aber auch das hätte dieser Chatbot verhindern müssen am Ende, wenn er denn so intelligent ist. Also ist die Frage, wie kann man erwachsene Menschen von jungen Menschen unterscheiden? Und das kannst du sehr gut, indem du. . Schlagartig. . Eine Million Accounts, die ChatGPT schon länger benutzen, nachweislich mit Hilfe eines Ausweises als Erwachsenen kennzeichnest, weil dann hast du einen Stapel mit erwachsenen Accounts und einen großen Stapel mit nicht erwachsenen Accounts. Hast aber möglicherweise eine unterscheidbare Menge.

01:00:47 Dennis Horn

Ich finde es ganz interessant, wie hier durch die Unternehmen selbst, ich meine, wir haben eben schon mal über Ausweise diskutiert, wie durch die Unternehmen selbst jetzt das entsteht, was hier mal politische Forderungen, ich glaube, aus der Union in Deutschland war, nämlich die Anonymität in sozialen Netzwerken aufzuheben, indem die Anbieter verpflichtet werden, nach den Personalausweisen zu fragen. Ähm, das hielten Datenschützer für keine gute Idee, weil sie auch generell gegen Datenansammlungen an bei Sagen wir mal monopolistischen Strukturen sind. Und für die Strafverfolgung hat man dann gesagt, äh Das muss dann aber nur rausgegeben werden, wenn Richter zustimmt, so dieser übliche Weg und diese übliche Begründung, wie jetzt die Unternehmen selbst. diese Lösung schaffen. Ganz interessant.

01:01:43 Gavin Karlmeier

Ja, und auch in so einer Wechselwirkung ja auch mit Gesetzgebern überall auf der Welt. Also in wahnsinnig vielen Bundesstaaten kannst du Pornografie nur noch gegen Personalausweise sehen. Es gibt einen Bundesstaat, in dem du Spotify nur noch nutzen kannst, wenn du dich mit Personalausweis verifizierst und so. Also es passiert an dieser Front gerade sehr vielen. Das Ärgerliche ist mal wieder. Wenn wir doch nur früh genug eine Lösung gehabt hätten, dass sowas über Dritte passiert, eine Gesetzgebung, die das geklärt hätte, dann wären wir jetzt nicht an dem Punkt, dass wir uns fragen müssen. . Es ist mir so wichtig, von ChatGPT angeleitet zu werden, wie ich masturbiere, damit ich da meinen Personalausweis hochlade oder nicht. Also das ist so ärgerlich.

01:02:25 Dennis Horn

Das wäre ein Drittanbieter gewesen, als Trusted Anbieter, der nur rüberschickt, alles klar, diese Person ist hier verifiziert, aber eben keine Daten weitergibt. Und dass wir sowas nicht haben. Und es keine Regulierung gibt, die dazu geführt hat, ist ein politisches Versäumnis, das muss man so sagen.

01:02:45 Gavin Karlmeier

Ja, definitiv. Es gibt Länder in der EU, die, die dahingehend arbeiten. Es gibt in Spanien gibt es diesen Versuchsballon, des, ich glaube, sie sind des Pornopass. Oder so, also wir haben hier, da haken wir dran, bei dem du genau so ein warmes Händerschütteln de facto auslöst. Also du hältst deinen Personalausweis ans Handy. Das Handy schickt dem Computer, ja, hier ist alles in Ordnung und niemand hat deinen Personalausweis wirklich. in der Hand gehabt, außer du selber. Aber wir sind noch nicht da und dass aber jetzt die Unternehmen quasi Links daran vorbeiziehen weist darauf hin, dass die offenbar auch eine Notwendigkeit sehen, das zu tun

01:03:22 Dennis Horn

Und dann sagt Sam Altman noch: OpenAI hat ChatGPT zuletzt ziemlich restriktiv gestaltet, um sicherzustellen, dass wir mit psychischen Gesundheitsproblemen vorsichtig umgehen. Das habe aber dazu geführt, und jetzt wird so ich, also Am Ende kommt noch die Pointe, also dass ChatGPT für viele Nutzer, die keine psychischen Probleme hatten, weniger nützlich und unterhaltsam wurde. Das führt er nicht näher aus, ich hätte gerne hier was meint er damit? Hätte ich gerne sehr viel näher ausgeführt gewusst. OpenAI hat seitdem sagt er aber Tools eingeführt, um besser erkennen zu können, wenn ein Nutzer unter psychischen Problemen leidet. Und es soll jetzt außerdem einen Rat für Wohlbefinden und KI geben, der OpenAI dabei helfen soll, auf komplexe oder sensible Szenarien zu reagieren. Es ist ein Team aus acht Forschern und Experten. Die sich mit den Auswirkungen von Technologie und KI auf die mentale Gesundheit befassen. Arstechnica schreibt übrigens keine Experten für Suizidpräventionen dabei, von denen viele OpenAI kürzlich aufgefordert hatten. Sicherheitsvorkehrungen zu treffen für Nutzer mit Suizidgedanken. So und jetzt kommt die Pointe. Sam Altman schreibt: jetzt, da wir die schwerwiegenden psychischen Probleme mindern konnten und über also Nicht die Probleme der Leute selbst, sondern die Probleme damit, sozusagen. Und über neue Tools verfügen, werden wir in den meisten Fällen die Einschränkungen sicher lockern können.

01:04:54 Gavin Karlmeier

Ich finde allein die Rechtfertigung zu sagen, ja gut, da haben sich halt Menschen umgebracht, aber andere hatten keinen Spaß mehr, diese Abwägung zu treffen, ist doch ein Zynismus schon nicht mehr zu überbieten, oder? Also daran stoße ich.

01:05:05 Dennis Horn

Also, ich glaube, das ist kommunikativ, das so hinzuklatschen, nicht schlau.

01:05:12 Gavin Karlmeier

Also, ich weiß, worauf er anspielt. Er spielt darauf an, dass in der Umstellung von dem Modell VO auf fünf. Viele Leute das Gefühl hatten, ChatGPT hat so ein bisschen seine Seele verloren. Seele, so in Anführungsstrichen. Aber ich bin das genau, es ist kommunikativ wahnsinnig unsensibel, unempathisch. Fast schon gefährlich dämlich, weil du eben hier eine Abwägung herstellst zwischen Dingen, die nicht abzuwägen sind. Ja, ganz schlimm. Ja, aber wir können es ja jetzt lockern, weil wir haben ja jetzt den Rat für, wie heißt das, seelisches Wohlbefinden?

01:05:47 Dennis Horn

Ja, und ich habe so gedacht, äh, für Wohlbefinden und KI. Aber ich, ähm Ich hab so, also wenn du die Augen schließt sozusagen und nur diese Sätze hörst und nicht weißt, dass Sam Altman sie gesagt hat, da kannst du wirklich so ein Ratespiel machen, war es Mark Zuckerberg. vor ein paar Jahren oder Sam Altman. Also es wiederholt sich immer wieder diese Verantwortungslosigkeit immer wieder und es ist so zermürbend, unfassbar. Das ist so, ja. So. Du, ich habe hier noch eine Reihe von Themen, aber andererseits sprechen wir auch schon seit über einer Stunde. Wir können auch. Wir können auch Montag weitermachen.

01:06:28 Gavin Karlmeier

Ja, du bist Montag wieder hier, aber ich will eine Sache noch erzählen, weil die finde ich faszinierend. Die ist aber mehr so ein Tech-Thema, nicht wirklich ein Social Media-Thema. Aber ich will das kurz erzählen.

01:06:37 Dennis Horn

Der Smartphone-Belastungstest. Ja, da habe ich auch gedacht, das ist super für hinten raus.

01:06:41 Gavin Karlmeier

Es gibt einen YouTuber, Jerry Rick, Everything, den kennt man eigentlich, weil das ist der Typ, der damals das iPhone verbogen hat. Bandgate, während uns iPhone 6. Plus. Und der hat, der macht halt diese Extremtests mit Smartphones, er verbiegt sie, er verkratzt sie, er schreibt mit dem Messer drauf rum und so und probiert alles. Und ihm ist jetzt zum ersten Mal seit zehn Jahren Belastungstests ein Telefon explodiert. Und das war jetzt nicht irgendein Telefon, wo man sagt, hätte der TÜV auch schon so eine Forderung gehabt, sondern eben das Google Foldable, das neue Google Pixel Fold Pro plus Premium extra. Und das explodiert, weil er das in die falsche Richtung gebogen hat. Natürlich ein bisschen brachialer. Aber trotzdem, das ist ja, das kann man ja gar nicht erzählen, wie schlimm das ist. Also was? Das ist ein faltbares Telefon. Wenn du es falsch rumknickst, explodiert das? Okay, also ich glaube, Google hat von Hausaufgaben zu tun. Vielleicht kann man einen Wahn hinweisen, oder du machst so kleine so Metallsterbe dazwischen, dass man das nicht knicken kann. Ja. Und verkauft es als Tablet dann.

01:07:44 Dennis Horn

Das neue, nicht knickbare Foldable von Google. Sehr schön.

01:07:48 Gavin Karlmeier

Foldable, aber bitte nicht knicken. Vor allem, was ja passieren wird, wir erinnern uns an eine Samsung Galaxy Note damals, seinerzeit, du wirst halt damit nicht mehr in Flugzeuge steigen dürfen.

01:07:58 Dennis Horn

Ja, absolut.

01:07:59 Gavin Karlmeier

Das wird passieren.

01:08:01 Dennis Horn

Da werden ja die Regelungen immer wieder. Ist schön. Wenn die das ja auch als Kampagne knicken in Deutschland draus machen.

01:08:08 Gavin Karlmeier

Ist gut. Oh.

01:08:09 Dennis Horn

Gut. Geht in beide Richtungen, ne?

01:08:11 Gavin Karlmeier

Dennis Stau macht Promo für Apple. Es war schön, dass du heute hier warst, lieber Dennis. Wir hören uns Montag wieder. Wir hören uns Montag schon wieder. Das heißt, wir machen jetzt zusammen einen kleinen Ausflug übers Wochenende, gehen ein bisschen reiten auf unserem Gestüt. Und dann hören wir uns am Montag wieder. Dann mit Dennis Horn. Thanke. Wit a chooses