Check again! Willkommen zum FSK-Podcast – das Internet wird jetzt altersbewertet! Der Trump-Sohn rutscht offenbar in den TikTok-Vorstand, bei Bluesky wird Kulturkampf von oben nach unten gedacht und auf X herrscht neben Musk nun auch noch die Willkür. Yippie.
➡️ Analyse zum Seepferdchen-Emoji von Theia: https://vgel.me/posts/seahorse/
➡️ Nico Mara-McKay über das Chaos bei Bluesky: https://plutopsyche.medium.com/blueskys-ceo-meltdown-how-leadership-continues-to-fail-its-most-marginalized-users-8bfa7a8824b4
➡️ Erin Reed über Gavin Newsoms “Ansehen” in der trans-Community: https://www.erininthemorning.com/p/why-transgender-people-are-not-feeling
Kapitelmarken
KI-unterstützt:
00:00 Hallo Dirk!
02:50 Sora und Jake Paul
05:55 Ostdeutschland in Chatbots
09:02 Medienkompetenz und die Rolle von KI
12:01 Instagram und die neuen Richtlinien für Jugendliche
14:46 Neues vom TikTok-Deal
18:01 Willkür bei der Ausschüttung auf X
34:46 NVIDIA investitiert in xAI?
37:38 Das Chaos auf Bluesky
42:34 Gavin Newsoms neue Gesetze in Kalifornien
54:22 Funktionen und Emotionen
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran.
00:03 Gavin Karlmeier
Das Social Media Update der CT. Hallo Dirk.
00:07 Dirk von Gehlen
Hallo lieber Gevin.
00:08 Gavin Karlmeier
Bei mir ist heute ein Darf. Oh, was hast du gesetzt, bin ich dir ins Wort?
00:12 Dirk von Gehlen
Ich wollte sagen, schön, dass ich da sein darf. Jetzt habe ich voll reingeredet, sorry. Sollen wir nochmal machen?
00:16 Gavin Karlmeier
Nee, wird nichts geschnitten. Bei mir ist heute Dirk von Gehlen, mein Ruhrgebietsverwandter. Er könnte mein Bruder sein, wenn er nicht so viel älter wäre als ich. Aber er ist ein.
00:26 Dirk von Gehlen
Man kann auch ältere Brüder haben, Devin. Das geht schon.
00:29 Gavin Karlmeier
Er ist Internethistoriker. Denker, Vordenker und ich freue mich, dass du hier bist und extra eine Cap Idea aufgesetzt hast, auf der Podcast-Guest steht
00:39 Dirk von Gehlen
Exakt, weil ich so aufgeregt bin, ich freue mich immer hier zu sein. Wir erzählen jetzt nicht nochmal die Internet-Ruhrgebietsgeschichte, aber die habe ich extra, da steht Podcast-Guest. Podcaps heißt es, kann man verlinke ich irgendwo. Wir steigen direkt rein, Gavin. Du hast bestimmt voll viel Programm. Das mit dem Ruhrgebiet muss man nachhören in den alten Folgen.
00:57 Gavin Karlmeier
Aber eine Sache muss ich sagen. Also die Taktung, in der du hier auftauchst, die ist ja massiv nach oben gegangen, weil wir versprochen haben, wenn du das zehnte Mal hier bist, singen wir zusammen das Steigerlied und das wollen wir natürlich jetzt auch zeitnah erreichen. Deswegen ab jetzt Dirk von Gillen in großer Regelmäßigkeit bei Haken rein. Ich freue mich drauf.
01:13 Dirk von Gehlen
Ich komme sehr gerne und Grüße gehen raus an alle, die mich darauf angesprochen haben, die schon angekündigt haben, dass sie womöglich mitsingen. Also, das ist ein ongoing Project.
01:24 Gavin Karlmeier
Wir holen die Flashmobs aus den 90ern zurück.
01:27 Dirk von Gehlen
Gabel mit Pudding mit Gabel.
01:30 Gavin Karlmeier
Hast du, wir haben in der letzten Episode relativ viel über Zora gesprochen. Hast du dich da auch schon drin verloren? Äh, nee, noch nicht.
01:39 Dirk von Gehlen
Aber ihr habt irgendwie euch veramerikanisiert, oder wie habt ihr das gemacht oder habe ich verpeilt, dass man es schon benutzt?
01:45 Gavin Karlmeier
Nee, du brauchst einen amerikanischen App Store-Account, aber den kannst du theoretisch ja der anlegen. Den habe ich glaube ich noch von Shreds, kann das sein? Ja, da hatte ich auch noch. Und du brauchst einen Invitecode, die sammeln wir in unserem Discord www. hakenrand. org. Gibt's Zora in Whitecoats, aber ich will direkt nämlich mit einer kleinen Geschichte einsteigen, weil ich hab, ich kann davon nicht ganz loslassen. Mich fasziniert dieses, diese Hype-Maschinerie, die innerhalb von kürzester Zeit vor allem in den USA natürlich darum entstanden ist, wie groß Zora dort geworden ist, wie viele Leute da auch Memes verbreiten. Und ich habe so ein paar Dinge beobachtet, die ich jetzt gerne noch so daran anschließen würde und auch direkt Kleine Erklärung mitgebracht. Also spannend ist zum Beispiel, dass Stephen Hawking extrem überpräsent ist dort. Er taucht in sehr vielen Videos auf, meine These. Aus irgendeinem Grund kann man ihn mit Hilfe von Zora generieren, viele andere Prominente aber nicht. Ich weiß nicht, ob das irgendwo ran, ob er irgendwo zu Lebzeiten noch sein Gesicht hat lizenzieren lassen zum KI-Training oder so, weiß ich nicht. Aber das ist mir doch sehr vergessen. Fand ich sehr bemerkenswert. Ein anderer, der sehr viel dort auf taucht, ist Jake Paul. Den kennst du wahrscheinlich auch, ne? Ja, ja. Jake Paul, ein ganz sympathischer Typ. YouTuber hat also googelt ihn und verliert euch in seinem YouTube-Kanal Wikipedia-Eintrag. Müssen wir nicht so ganz tief reingehen, also ich glaube, deutsche Medien würden ihn heutzutage umstritten nennen. Und auf jeden Fall Auf jeden Fall taucht auch Jack Paul extrem viel auf Zora auf. Und ganz viele Leute machen halt irgendwelche Videos mit ihm. Alles KI-Slot, ne? Da haben wir schon drüber gesprochen hier, aber ich habe ja so ein bisschen die Hoffnung, dass wenn der ganze KI-Slot in KI-Apps landet. Dass man dann zukünftig auch wieder YouTube Shorts nutzen kann. Also, dass die Welt ein bisschen besser wird, dadurch, dass alles in so Kisten gelegt wird Und Jake Paul hat aber jetzt dazu Stellung bezogen, warum er so viel dort auftaucht. Und dabei kam raus, dass er offenbar ein Investor von OpenAI ist. Also er hat Geld in OpenAI gesteckt. Und in dem Atemzug auch relativ früh schon sein Gesicht lizenzieren lassen von OpenAI. Ob dafür Geld geflossen ist oder Anteile oder so, das wissen wir nicht. Aber sein Gesicht hat schon über eine Milliarde Views in sechs Tagen generiert auf Zora. Und das finde ich natürlich ein ganz interessanter. Entwicklungen, was für ein komisches Geschäftsmodell das auch ist, dass Leute sagen, dann mach was mit meinem Gesicht, ich will eh keinen Inhalt mehr erstellen.
04:10 Dirk von Gehlen
Drei Sachen fallen mir ein. Das eine ist, 11 Labs hat es doch mit unseren Stimmen schon. Also da konnte man das doch auch machen. Ich habe die interessante Beobachtung, zweiter Punkt, dass bei mir Papa Platte immer auftaucht. Aber ich bin ja gar nicht auf Zora, ich bin ja sozusagen auf TikTok. Also es gibt ab jetzt ist TikTok-Nutzung sozusagen das, was real zu TikTok früher war, ist jetzt TikTok zu Zora. Und das würde die Frage aufwerfen, ob diese weitergeleiteten Papa Platte, also ob das sozusagen auch so ist, dass der deswegen da ist, weil das lizenziert wurde. Also ich sehe den ständig, wie er bei den Bayern mit Fußball spielt oder mit Krokodilen Hand in Hand geht und solche Sachen. Das scheint offenbar zumindest in der weitergereichten Form auch Sehr aktiv zu sein.
04:56 Gavin Karlmeier
Es könnte sein, dass er das auch selber gemacht hat, weil du kannst dein Gesicht einfach für Cameos hinzufügen und dann können Leute auch mit deinem Gesicht was erstellen. Ob man das jetzt will oder nicht, ist eine individuelle Frage. Ich glaube, das hat zum Beispiel nicht gemacht. Aber zur Papaplatte würde das natürlich irgendwie passen, was zur Frage für der Papaplatte der deutsche Jack Paul ist. Ich hoffe nicht.
05:15 Dirk von Gehlen
Die zweite Sache, die man daraus ableiten kann, ist natürlich, dass deine Hoffnung mit den Schubladen schon nicht mehr stimmt, weil ich als Nicht-Sora 2-Nutzer schon wahnsinnig viel davon gesehen habe. Das allermeiste tatsächlich für richtigen Schwachsinn halte, aber dreimal schon wahnsinnig lachen musste, als ich animierte JD Vans-Videos sah. Und zwar in diesem Meme-Ding, wo er diesen dicken Kopf hat. Ich weiß gar nicht, wie der korrekte Meme-Begriff ist. Und dann ist es halt so eine Mischung aus, ich weiß gar nicht mehr, wie die Sendung heißt, mit diesen Unfällen, wo man sich über Leute lustig macht, die halt stolpern. Danke. Wenn dieses JD Wands Meme Pleitenpech und Pannen trifft, da musste ich, ich gestehe, musste ich sehr lachen. Das fand ich lustig. Vielleicht ist es dafür eine gute Nutzung, wenn man Memes beleben kann.
06:03 Gavin Karlmeier
Ja, wird passieren, ne? Ich würde auch vermuten, dass so bekannte Meme-Gesichter wie Chloe oder wie das Mädchen vor dem brennenden Haus. Genau, dass da viel passieren wird. Also diese das distracted girlfriend meme, oder wie es hieß, Boyfriend Meme Das ist ja auch schon sehr häufig animiert worden und weitergedreht worden. Ich glaube halt nur, und das ist so ein bisschen ja auch die Konklusion, die wir in der letzten Folge gezogen haben. Dieser Effekt nutzt sich halt innerhalb weniger Tage ab und du kannst irgendwie müsste entweder da jemand was nachlegen, was nicht möglich ist, oder das Ding wird halt verpuffen.
06:40 Dirk von Gehlen
Ich habe mich gefragt, ob es am Ende so ist wie Filter, also ob wir gerade das erleben, was die Generation unserer Eltern erlebt haben, als Leute angefangen haben, sich so Katzenfilter aufs Gesicht zu legen in Snapchat. wo alle gesagt haben, oh gefährlich, das ist ja nicht mehr richtig. Und man selber aber so wusste, ja klar, ist es Quatsch, aber man erkennt es ja, dass es Quatsch ist. Also Vielleicht ist AI-Slob nichts anderes als ein Katzenfilter, nur für die gegenwärtige Generation. Nein, es ist natürlich viel schlimmer und gefährlicher, aber ja.
07:14 Gavin Karlmeier
Aber vielleicht wird es das noch. Es gibt übrigens dazu eine ganz spannende Studie, ich hänge die mal direkt dran, in der es darum geht, wie KI mit Vorurteilen gegenüber Bundesländern umgeht. Ich weiß nicht, du nickst so, als hättest du sie schon gelesen. Und zwar geht es darum, dass Anna Kruspe, eine Informatikprofessorin und Mila Stillmann oder Stillmann von der Hochschule München eine Studie veröffentlicht haben mit dem Namen Saxony Anhalt is the Worst. Also Saxon-Anhalt ist das Schlimmste. Und sie haben versucht, mit Hilfe von LLMs, einfach nur Klischees abzufragen, indem sie gefragt haben, welches Bundesland hat die attraktivsten Mitmenschen, sympathischsten, arrogantesten, fremdenfeindlichsten Und sie haben durch die Bank weg festgestellt, dass westdeutsche Bundesländer besser platziert waren als ostdeutsche Bundesländer. Was als Zusammenfassung sozusagen von den Forscherinnen selber genannt wird, ist, die KI übernimmt das gesellschaftliche gelernte Muster den Osten pauschal schlechter zu bewerten, ohne logische Konsistenz zu wahren. Also es gibt sozusagen keinen Überprüfungsmechanismus in der Verbreitung solcher Annahmen. Finde ich ganz interessant, weil ganz oft ja auch so Dinge passieren in diesen LLMs oder generell in allen generativen KI-Elementen, bei denen wir gar nicht nachvollziehen können, warum diese Assoziation aufgestellt wurde. Und da muss ich an eine Geschichte denken, die mir vor ein paar Monaten. . Und zwar bin ich so durch Instagram gescrollt und habe einen Account gefunden, der hieß Germany People Off. Und da wurde mit Hilfe von generativer KI einfach nur so Städte gezeigt, wie sehen zum Beispiel Paare in Osnabrück. Offenbach, Frankfurt, Köln aus und Ruhrgebiet, genau. Und die hatten dann halt immer irgendwelche Klischeedinge anhaften. Und das war irgendwie interessant, aber man ist dann weitergelaufen. Aber Ein Ding bin ich total drüber gestolpert, weil es war auch die Stadt Bielefeld dabei. Und das Pärchen aus Bielefeld, dabei hatte der männliche Partner dieses heterosexuellen Paares, das man gesehen hat, ein T-Shirt an, auf dem drauf stand 5G gleich Control. Und dann habe ich, wie ist das passiert? Na klar, Bielefeld, einer der ersten Begriffe, der mit Bielefeld assoziiert ist, ist Verschwörung, wegen der Bielefeld-Verschwörung. Was macht man, um Verschwörungen zu visualisieren? Man nimmt sich gelernte Verschwörungserzählungen und Mythen, wie zum Beispiel, dass mit 5G die Kontrolle der Gesellschaft verbreitet wird. Also werden Leute aus der Bielefeld per Klischee hier als VerschwörungstheoretikerInnen dargestellt, obwohl das ja gar keinen Zusammenhang hat. Sondern das basiert ja nur auf Assoziationen, bei denen kein Mensch mal drüber geguckt hat, ob die logisch sind.
09:54 Dirk von Gehlen
Das Schlimme ist, dass Menschen diese Klischees ja auch reproduzieren. Da haben wir sie, also da hat die KI sie ja her. Es ist ja am Ende Sozusagen eine klare Spiegelvariante. Also diese KI ist eine sehr gute, hochskalierte Kopiermaschine und sie. spiegelt uns in unlogischen und übersteigerten Bildern, was wir vorher da reingetan haben. Das sind diese Klischees bei den Bundesländern. Weißt du noch, wie das Ruhrgebiet aussah? Nee, leider. Alles zwei gut aussehende Männer wie gerade hier?
10:27 Gavin Karlmeier
Nee, vermutlich war er Bier im Spiel. Okay, ich weiß noch nicht mehr. Aber sie haben nicht das Steigerlied gesungen.
10:35 Dirk von Gehlen
Ja. Es muss ja noch Entwicklungspotenzial geben, deswegen, äh, ja.
10:40 Gavin Karlmeier
Wir machen das. Es gibt übrigens eine ganz, ganz, ganz tolle Analyse eines Bloggers, dessen Namen Wiegel. Oh, eine Bloggerin, Entschuldigung, einer Bloggerin. Zum Thema Seepferdchen-Emoji haben wir auch schon mal drüber gesprochen, KI-Modelle überschlagen sich beim Versuch Seepferdchen-Emojis darzustellen, weil. Die Menschen glauben, es gibt eins, Mandela-Effekt, und deswegen glaubt die KI das, sie kann es aber nicht darstellen und dreht durch, haben wir hier drüber gesprochen. Den packe ich euch allen mal in die Shownotes, den Text, der ist ganz, ganz toll, ganz interessant und packt so ein bisschen auch diese Themen an, die wir da gerade angesprochen haben. Ein kleiner, eine kleine Leseempfehlung.
11:14 Dirk von Gehlen
Als du mir davon erzählt hast, habe ich sofort an unsere letzte Folge gedacht, wo wir über Seepferdchen machen für Medienkompetenz gesprochen haben. Da würde diese Metapher gut passen. Aber interessant, dass das Emoji gar nicht in der Schwimmvariante genutzt wird. Das Emoji wird ja ausschließlich in der tatsächlich. . ernsthaften Seepferdchen Metaphorik verwendet. Also ist das nicht Phänomen. Oh, super spannend. Ja, guter Punkt. Das weiß ich gar nicht, ob man Wenn man international schwimmen lernt, ob man dann auch ein Seepferdchenabzeichen in Frankreich bekommt oder in Großbritannien oder so. Interessant, das kann man ja in eurem Haken dran, Discord. Channel bestimmt erarbeiten.
11:56 Gavin Karlmeier
Und zwar genau jetzt wahrscheinlich wird das diskutiert. Jetzt hast du gerade das Wort Medienkompetenz hier reingeschmissen und genau, als hättest du mir eine Brücke gebaut, Dirk, als hättest du es geahnt. Und zwar hat Meta angekündigt, dass die Teamkonten, also die Konten, bei denen die Jugendliche nutzen bei denen Eltern angemeldet sind als Eltern für diese Jugendlichen, dass die ein kleines Update bekommen. Und zwar im deutschsprachigen Raum ist es noch relativ überschaubar, dieses Update, denn hier wird es, wie es heißt. vor allem eine Veränderung der Inhalte geben, die jugendliche Menschen auf Instagram angezeigt kriegen. Und zwar nach Grundlage der PG 13 Ratings. Also das kennen wir aus den Filmen. PG ist, glaube ich, Parental Guidance. Könnte das sein? Eventuell? Was bedeutet das denn wohl PGs?
12:44 Dirk von Gehlen
Weiß es nicht, aber ich nicke mal wissend, ja.
12:47 Gavin Karlmeier
Ja, das wird so sein. Vermutlich heißt es das. Mir sagen wir einfach, es bedeutet das. Wenn es nicht stimmt, liest ihr auch das in unserem Hakenbrand. Discord. Also Die werden nur noch Inhalte angezeigt kriegen, die eben nach dem Deutschen FSK 12 ungefähr eingestuft werden. Bedeutet also wenig bis keine Nacktheit zu sehen. keine Brutalität, die dargestellt wird, oder nur wenig Brutalität, die dargestellt wird. Das ist natürlich nicht so ganz trennscharf, weil die FSK ist irgendwie freiwillige Selbstkontrolle. bedeutet, es gibt so ein paar Regeln, nach denen das bestimmt wird, aber es gibt auch hier Filme, die ab zwölf sind, die schon eine sehr drastische Brutalitätsdarstellung haben. Der König der Löwen war ab sechs zum Beispiel und den hätte ich nicht sehen dürfen unter 15. Aber das ist so ungefähr der Rahmen, der jetzt hier genutzt wird. Also kaum noch Darstellung, nackter Haut, kaum noch Gewaltdarstellung. Und Eltern haben die Möglichkeit, da so ein bisschen die Schraube sogar anzuziehen und weitere Einschränkungen vorzunehmen. Was sagst du dazu?
13:50 Dirk von Gehlen
Ich habe gedacht, der nächste Teil ist jetzt für mich gesperrt, weil ich zu jung oder zu alt bin. Die Levi-Panel-Diskussion habt ihr hier schon geführt über Alterszugang, oder? Ja, okay. Da müssen wir da gar nicht drauf eingehen. Ich bin ehrlich gesagt mit diesen Teamkonten gar nicht so vertraut, deswegen kann ich dazu sagen, wenig sagen. Ich habe aber, und da schließt sich der Kreis zu Sora 2, in den letzten Tagen sehr viel darüber nachgedacht, dass bei diesen Filmen alle sagen, oh oh, Medienkomponenten. Kompetenz und das kann ja niemand mehr auseinanderhalten, wo ich sagen würde, ich glaube, dass man das schon relativ gut dechevrieren kann. Wo wir aber alle, glaube ich, uns nochmal daran erinnern müssen, ist so. Banale Sachen wie, nicht jeder Account ist ein Mensch, nicht jede Kommentierung stammt von einem Menschen. . . Likes müssen nicht menschliche Geschmacksausdrücke sein und Kommentare und überhaupt Themensetzungen und diese ganzen Zahlen, die die Plattformen uns hinlegen, die werden nicht verifiziert von irgendjemandem überprüft, sondern Die denken wir uns halt selber aus. Also die Plattformen denken sich das aus. Es wäre so, als würden wir sagen, hier hören gerade 10. 000 Leute zu. Und es überprüft niemand, aber alle sagen, uh. Hast du gehört, die hatten 10. 000 Zuhörer live bei diesem Event. Wenn wir das alleine zählen, ist es halt eine interessante Zahl. Am Ende waren es 10. Aber es klingt halt schöner. Wir kennen alle diese Statistiken von Abrufzahlen von Videos auf Facebook und so. Das finde ich ist so, wenn man über Maschinen und Medienkompetenz redet, etwas, an das man sich mal wieder erinnern sollte, statt so viel über über die die gerade zitierten Zora 2 Videos zu diskutieren.
15:27 Gavin Karlmeier
Ja, vor allem, weil in dem Fall von Zora, das ist, glaube ich, in dem Fall eine unfaire Diskussion, weil die Medienkompetenz auch von lange trainierten Medien nutzt denn total unterwandert und untergraben wird und auch bewusst. Also wenn du Inhalte generierst, die aussehen sollen, als wären sie echt und es kaum noch Anhaltspunkte gibt. Also momentan sind wir noch nicht ganz da. Aber auch jetzt gibt es schon Videos, bei denen du das Gefühl hast, krass, die sehen ganz schön echt aus, dass du es manchmal nicht mehr weißt. Also es gibt durchaus Bilder und Videos, bei denen es mir nicht. In der, wo ich nicht in der Lage bin zu identifizieren, ist es generiert oder ist es echt. . Aber
16:05 Dirk von Gehlen
Ich finde nur, das erinnert mich auch wieder an die Filterdiskussion und an die, als Photoshop aufkam, ich bin jetzt, du hast es ja erwähnt, ein bisschen älter schon. Auch da wurde darüber diskutiert, wie glaubwürdig ist denn ein Bild dann noch, wenn man da einfach reinshoppen kann, dass Gavin Karlmeyer hinter Donald Trump steht und ihm die Zunge rausstreckt. muss man sagen, ja, das kann ich jetzt sofort hinbauen und das kann ich auch täuschend echt hinbauen und dann werden trotzdem alle sagen, stimmt wahrscheinlich nicht. Und ich glaube, dass das ist einfach das nächste Level, das ich jetzt in ein Bewegtbild zeigen kann. wie die Gavin-Kahl-Mayer-Figur im Oval Office reingeht, Donald Trump die Zunge rausstreckt und wieder geht. Und da frage ich mich Ob das tatsächlich der Fokus für Medienkompetenz ist oder ob es nicht so ein bisschen um Infrastrukturwissen geht, darum, warum, wird mir welcher Inhalt, wo angezeigt und solche Dinge.
16:59 Gavin Karlmeier
Ja, ich vermutlich beides. Die Kontextabfrage ist eine Sache, die in Medienkompetenz, glaube ich, die wichtigsten zu dem wichtigsten gehört, ne? Kann das überhaupt sein, dass Donald Trump hier neben Saruman steht oder so? Es gab dieses, es war, es ist nicht Saruman, ich bin nicht Fantasy-Firmen, aber es gab dieses super virale Posting von Chakra Shapira, dem Comedian, der hat damit Also vermutlich einer der erfolgreichsten Tweets, der jemals in Deutschland veröffentlicht wurde. Und der sah echt aus, aber er war halt nicht schlüssig. Das ist aber natürlich durch KI gefährlicher, weil immer mehr, es gibt halt immer radikale Kräfte und offensive Kräfte, die versuchen glaubwürdig oder. . Zumindest plausibles Material herzustellen, auch wenn es nicht echt ist. . Das ist aber nochmal eine andere Diskussion als die Frage, wie gehen die Plattformen tatsächlich mit den Jugendlichen um auf sich. Und da sind wir nämlich bei dieser Diskussion, dass Instagram jetzt hier sagt, naja, es wird nur noch FSK 12-Inhalte für Teenager geben. Das ist natürlich das krankt an einigen Punkten. Also die erste Schwierigkeit ist, dass der Inhalt natürlich auch falsch kategorisiert werden kann. Heißt, es kann sehr wohl immer noch Inhalte geben, die jugendliche Menschen nicht sehen sollten, die ihnen trotzdem angezeigt werden. Also diese Treffer wirst du auf jeden Fall haben. Auf der anderen Seite das Erstellen eines Accounts auf Instagram. ist so einfach, dass ich, als wäre ich jetzt 14, würde ich vielleicht mir natürlich auch einen Teenager-Account erstellen lassen, um meine Eltern in dem Glauben zu lassen, dies sei mein Instagram-Account, aber es müsste ja nicht mein einziger sein.
18:32 Dirk von Gehlen
Ja, und die Frage ist ja, dass Jugendliche, die mit ihren Eltern zusammen in Instagram sind, vielleicht ohnehin schon relativ gut betreut sind. Und die Frage ja ist, was sind mit Jugendlichen, die vielleicht unbetreut auf Instagram sind? Ich finde es interessant, dass die Plattformen dahin gehen. Wir haben, als ich das letzte Mal hier war ja auch über TikTok Pro gesprochen, über diese Idee, eine wie auch immer geartete Form von. Plattform zu bauen, die so vertrauenslehrer kompatibel ist, sag ich mal, und auch das, was du jetzt gerade beschreibst, ist ja so. . Die dahinterliegende Diskussion ist interessant. Warum wollen Plattformen jetzt eigentlich von Vertrauenslehrern anerkannt werden? Das deutet darauf hin, dass die öffentliche Diskussion vielleicht doch Wirkung zeigt bei den Plattformen.
19:17 Gavin Karlmeier
Ich würde das genauso interpretieren. Instagram selber sagt zwar, es findet keine weitere Bewertung von Inhalten statt, also es geht nicht darum, wie Heise schreibt Liebe Grüße ans Mutterschiff, Jugendlichen pädagogisch wertvolle Inhalte anzuzeigen, aber eben gewisse Dinge eben gar nicht mehr zu zeigen. In den USA, und dann, wenn wir das jetzt mal ein bisschen größer ziehen, ist die Ankündigung sogar noch ein bisschen umfangreicher. Denn in den USA ist. ist es sogar so, dass zu den Ankündigungen von Instagram auch gehört, dass eine größere Bandbreite an Suchbegriffen für Teenager komplett blockiert werden. Darunter Wörter wie. Alkohol, Blut oder aber auch absichtliche Rechtschreibfehler dieser Wörter, also dieser sogenannte Algo-Speak, haben wir hier auch schon ein paar Mal drüber gesprochen. . Also damit auch Teenager nicht auf die Idee kommen, dass es umgehen. Trotzdem werden sie es natürlich schaffen, weil du kannst Du wirst halt Codes haben. Dann wirst du halt Baguette das Code-Wort für Bier und dann sprechen alle über Baguette und dann hast du trotzdem dieses, äh, dieses. Thema in den Köpfen und in der Welt. Aber so ist erstmal die Idee. Und gleichzeitig, und das, da konnte ich noch nicht ganz verifizieren, ob das auch auf Deutschland zutrifft, das steht aber, wie gesagt, in der amerikanischen Meldung, dass auch. Teenager einzelne Inhalte gar nicht mehr sehen, auch nicht, wenn sie ihnen weitergeschickt werden, wenn sie als altersunangemessen erscheinen. Also Mal angenommen, du hast einen Teenager-Account, folgst mir, ich mache irgendwie etwas, das als FSK 18 gilt und dir nicht angezeigt werden soll. Dann siehst du das nicht, wenn ich das poste, auch nicht, wenn es dir jemand schickt und auch nicht, wenn du mir bereits folgst oder das gespeichert hast, dieser Post ist, als hätte es ihn für dich nie gegeben.
20:48 Dirk von Gehlen
Da ich mich mit Teenager-Accounts nicht so auskenne, dachte ich, dass das schon immer so gewesen wäre. Also das Interessante ist ja, dass das offenbar bisher so war, dass man einem Teenager-Account Auch Inhalte schicken konnte, die klar nicht. Okay, gut. Das wusste ich nicht. Interessant. Ja, klar.
21:06 Gavin Karlmeier
Also bislang war das so, dass es vor allem um die algorithmische Auswahl ging der Inhalte, die die Ausgespielt werden, wobei wir auch da große Fragezeichen an die Wirksamkeit dieser Methode hatten, gesetzt haben, weil wir deutlich viele zu viele Beispiele hatten, um zu sagen, das funktioniert nicht. Ja, naja. So viel dazu. Aber du hast dich auch mit Medienkompetenz auseinandergesetzt, hast du mir angekündigt.
21:30 Dirk von Gehlen
Ja, ich habe dazu das, was ich gerade erzählt habe mit den Zahlen. Ich war ein bisschen krank und lag im Bett und hab dann was geblockt mal wieder in meinem Blog und habe
21:39 Gavin Karlmeier
Du sollst dich doch ausruhen, Dirk.
21:41 Dirk von Gehlen
Ja, mein Kopf hat das dann gemacht. Das kannst du ja vielleicht in den Shownotes verlinken. Da geht es genau um diese Frage. Ein Account ist keine Person. Es hilft, glaube ich, sich dann und wann da mal wieder dran zu erinnern.
21:53 Gavin Karlmeier
Ja, packe ich in die Shownotes, könnt ihr alle dort lesen. Ich habe dazu noch einen kleinen Gedanken, weil du ihr meintest, ein Like ist auch. nicht immer ein Like und so, dass es bei Facebook jetzt eine Veränderung gibt. Wo wir gerade in der Meta-Welt sind, ist nicht wirklich Funktionen und Emotionen, aber schlimm, glaube ich. Eine optische Veränderung im User Interface. dass nur noch das, also angenommen, du schreibst einen Kommentar und der hat 170 Reaktionen und sehr häufig hast du ja vor allem, dass Menschen in rechtsradikalen Lagern zum Beispiel. Lach-Emojis unter traurige Nachrichten setzen und so, dass unter dem Kommentar nur noch das meistverwendete Reaktions-Emoji angezeigt wird. Das heißt, da ist dann ein Lach-Emoji und dann im Schnitt 170. obwohl von diesen 170 Leuten vielleicht 80 was anderes abgestimmt haben, halte ich für eine ganz seltsame Designentscheidung.
22:40 Dirk von Gehlen
Das ist tatsächlich extrem fragwürdig, oder? Also am Ende heißt es, aber es ist sozusagen, es sagt halt was über den Meta-Algorithmus. Am Ende ist. Die Ausprägung der Reaktion völlig wurscht. Es geht nur darum, dass es eine Reaktion gab und die kann man dann lachen oder weinen, Hauptsache Reaktion.
22:59 Gavin Karlmeier
Das ist wie mein Vater, der in den 90ern immer gesagt hat: ich schmeiße doch nichts in die gelbe Tonne, es landet alles im gleichen Eimer. Genauso ist es da hier tatsächlich. Also, dass du egal, welche Reaktion du offenbar drückst, dass alles am Ende einfach nur als Ja hat interagiert zusammengeschmissen ist.
23:14 Dirk von Gehlen
Eine interessante Metapher, die finde ich sehr gut, ja.
23:18 Gavin Karlmeier
Man muss dazu sagen, das ist im Fall von gelbem Müll nicht so. Recycle bitte weiter. Ich will mir nichts nachsagen lassen.
23:25 Dirk von Gehlen
Nein, das war ja in den 80ern auch anders. Heute ist es ja in manchen, bei der Bahn wird es ja angeblich, da steht ja, wir trennen. für sie. Hast du es schon mal gesehen? Wo du alles reinwirfst und dann steht da, wir trennen für sie. Habe ich mal in so Bahnsteigen gesehen, meine ich. Du willst nichts Falsches sagen, nicht dass Anka Engelke kommt und irgendwie aufnimmt oder sich dann in irgendeine Talkshow setzen, sagt sie unentgeltlich praktikiert.
23:49 Gavin Karlmeier
Naja, wir bleiben kurz beim Meta. Da habe ich noch eine kleine Personalie. Die ist aber interessant und zwar geht es um Andrew Tullock. Über den haben wir schon mal gesprochen, denn Andrew Tullock war der Typ, der nach Medienberichten. Zufolge ein Gehaltsangebot von einer Milliarde Dollar bekommen hat von Meta, um dorthin zu wechseln. . Er arbeitet bei Thinking Machines Lab. Das ist das Unternehmen von Mira Muratis, die früher bei OpenAI gearbeitet hatte. Und er hatte dieses Jobangebot abgelehnt von Meta. Bis jetzt offenbar wechselt nun Andrew Tallock doch zu Meta. Ich weiß nicht, ob sie das Angebot nochmal verdoppelt haben oder was der Deal war oder ob es doch eine Ente war, die bislang durch die Medien ging. Aber dieses. Gehaltspaket von 1,5 Milliarden Dollar, so viel waren es, dass ihm damals angeboten wurde, dass er abgelehnt hat, hat offenbar nicht gereicht. Er wechselt jetzt doch zum Meter.
24:41 Dirk von Gehlen
Der Cristiano Ronaldo der digitalen Welt. Ja. Wegen der Gehalts ja, ja. Ja.
24:51 Gavin Karlmeier
So, kommen wir zurück zu Kurzvideos. Wir müssen über den TikTok-Deal sprechen. Und wie immer, wenn wir News zum TikTok-Deal haben. Kann ich dazu sagen, sie werden euch nicht gefallen. Und zwar geht es zum einen darum, dass offenbar in dieser Executive Order, die Trump unterzeichnet hat, in der der Deal sozusagen so grob angekündigt wird, mit denen wir jetzt machen hier eine Fertig und so. Dass da drin steht, das berichtet zumindest Alexandra Levine für Bloomberg, dass vertrauenswürdige Sicherheitspartner Informationen auch an andere Beamte der US-Regierung weitergeben dürfen und die Generalstaatsanwaltschaft Alle Informationen des neuen Joint Ventures erhalten könne. Was bedeutet, dass offenbar die Regierung umfangreichen Einfluss und Einsicht auf die NutzerInnen-Daten von TikTok hat, bis dazu, wie der Algorithmus funktioniert und sogar möglicherweise Beeinflussen kann, wie dieser Algorithmus funktioniert. Und das ist eine Erkenntnis, die hatten wir bislang so noch nicht. Von der haben wir immer gehofft, dass sie nicht eintritt, aber offenbar sieht das Ganze danach aus, als würde Teil des Deals sein. dass die US-Regierung direkt festlegen kann, was der Algorithmus Leuten anzeigt, was deswegen bemerkenswert ist, weil dieser ganze TikTok-Deal nur zustande gekommen ist. weil man eigentlich verhindern wollte, dass eine Blackbox namens Algorithmus Leuten Inhalte anzeigt, die dann möglicherweise sich schädlich auf Demokratie, Wahlentscheidungen oder öffentliche Meinung auswirken können.
26:14 Dirk von Gehlen
Ja, und noch eins weiter, man dachte ja, eine andere Regierung würde das tun und das fand man ja falsch. Also man dachte ja, auf gar keinen Fall darf die chinesische Regierung da Einfluss nehmen, wo man so dachte, aus europäischer Perspektive Ja, stimmt, Regierungen sollten nicht Einfluss darauf nehmen. Was die US-Regierung meinte, war nur, nee, nee, die sollen das nicht machen. Wenn wir das machen, ist es hingegen schon gut. Der Schnipsel, den du gerade gesagt hast, du hast nämlich den Satz begonnen mit der Regierung, da war nicht klar, um wem es geht, den könnte man eigentlich rausnehmen, weil das war das Argument, warum man diesen TikTok-Deal einfädeln wollte. Nur halt eben bei der chinesischen Regierung. Das ist vielleicht ein ganz guter Hinweis darauf, wie man Rechtsstaatlichkeit nochmal erklärt. Das ist sehr wohl gleich behandelt. Also alle Menschen sind gleich vor dem vor dem Gesetz. Das heißt Wenn eine Regierung Einfluss nimmt auf etwas, dann ist das gleich schlecht, egal ob es die Chinesen oder die Amerikaner sind. So ist es nicht. Interessante Beobachtung.
27:14 Gavin Karlmeier
Ja, und auch eine gruselige Entwicklung, weil das auch hierzulande übrigens dann vielleicht die Entscheidung doch nicht so einfach macht, ob wir aufs China-TikTok gehen oder aufs USA-TikTok oder. Ob wir diesen Deal nicht vielleicht zum Anlass nehmen, zu überlegen, ob wir das nicht auch selber können. Also ich finde, da sind schon einige Dinge drin, die einem so ein bisschen wehtun. Es gibt noch eine kleine Geschichte, die auch neu ist, die wir auch noch nicht hatten, und zwar. gibt es eine Personalie, die offenbar in diesen Vorstand des amerikanischen TikToks gehen soll. Und zwar Baron Trump. Der Sohn von Donald Trump, 19 Jahre alt, könnte ins Board von TikTok USA berufen werden, wie es heißt.
27:50 Dirk von Gehlen
Ja, der der galt ja als der Strippenzieher hinter den Kulissen, der Trump bei jungen Männern populär gemacht hat. So ein bisschen, was Philipp Amtur für die CDU war, glaube ich, so sicher.
28:06 Gavin Karlmeier
Also das ist so, Papa, ich will sowas wie Elon hat. Ja, okay, ich kümmere mich. Also ich finde das so, also zum einen ist es natürlich wahnsinnig bedrohlich und beängstigend, dass die Macht in den USA, das war wahrscheinlich schon immer so. Ich will jetzt hier nicht anfangen von der Elite und herrschender Klasse und was man da alles nicht erzählen könnte. Aber es war wahrscheinlich schon immer so, dass sich der große Teil des Vermögens und der Macht und des Einflusses auf einige wenige konzentriert hat, dass diese einige wenige jetzt aber alle auch noch so eng miteinander verzahnt sind, dass du den Allison-Clan auf der einen Seite hast Mit Oracle, die TikTok betreiben, dessen Sohn David Allison, dann aber gleichzeitig mit Paramount, eines der größten Medienunternehmen des Landes hat der Trump-Clan hier jetzt sozusagen direkt auch noch mit in die TikTok-Vorstandsebene darf, gleichzeitig die Regierung Einsicht in alle NutzerInnen-Daten hat und Einfluss auf den Algorithmus nehmen kann. Während der eigentlich Vertraute Elon Musk das Gleiche mit X tun kann und Mark Zuckerberg, der das mit Meta macht, idealerweise auch noch ein enger Vertrauter von Trump wird, das ist alles nicht gut.
29:10 Dirk von Gehlen
Ja, da kann man leider gar nichts anderes zu sagen, als das hätten wir, also ja, das wäre vor zwei Jahren eine schreckliche Zukunftsprognose gewesen und jetzt ist es so, dass man. Es nahezu ja schon schulterzuckend annimmt und sagt, ja, das ist halt das Konzept, nach dem da gerade regiert wird
29:29 Gavin Karlmeier
Ja, das ist so. Du hast vollkommen recht. Also das wäre vor zwei Jahren, hätte man das gepitcht als Drehbuch, hätte man gesagt, nee, das ist ein bisschen zu platt. Ja.
29:40 Dirk von Gehlen
Das glaubt ihr keiner, dass Baron Trump TikTok-Chef werden soll. Das ist doch absurd. So, ja.
29:45 Gavin Karlmeier
Ach Gott. Ich habe immer noch so einen leichten Husten, Dirk, das tut mir leid. Und allen, die hier zuhören.
29:52 Dirk von Gehlen
Finde ich, ist bei den Meldungen, die du gerade mit mir durchgehst, durchaus nachvollziehbar.
29:57 Gavin Karlmeier
Ich habe diesen Hus nur inszeniert, um ein bisschen menschlicher zu werden, damit ich nicht so perfekt bin. Ist das dein größtes Problem, dass du zu perfekt bist? Zu viel Perfektion. Haken dran hat zu viel Perfektion. Ich muss hier ein paar Ecken und Kanten reinschlagen. Künstlich, künstlich, auch mal was falsch macht. Künstliche Unintelligenz quasi. Kommen wir von künstlicher Unintelligenz zu Ex. Und zwar möchte ich mit dir über Nikita Bier sprechen. Nikita Bier ist der Head of Product bei X, über den haben wir ja schon ein paar Mal gesprochen. Der hat angekündigt, dass es keine AB-Tests mehr gibt, sondern neue Dinge einfach ausgerollt werden. Das ist der Typ, der sagt, die meiste Zeit seine Arbeit verbringt in Telegram-Gruppen. um zu gucken wie scam funktioniert. Also der Typ, der halt jetzt bei dem halt die, wie sagt man, Züge in der Hand liegen. Was? Also immer noch nicht schlechter als Elon Musk ist, muss man dazu sagen. Aber ein Nutzer, Zoomy Zoom heißt der. Der hat einen Post auf X veröffentlicht und hat damit 173 Millionen Impressionen bekommen. Das ist ziemlich viel. Und es geht aber ja. Das ist sehr viel. Und es gibt ja dieses Revenue Share Program bei X, wo du Geld dafür bekommst, wenn unter deinem Post eine Werbung angezeigt wird, dann kriegst du davon Geld ab. Und X hat damals relativ laut dafür so getrommelt, dass die ganzen CreatorInnen zu X kommen, ihre Videos und Inhalte nativ zu Ex bringen. Es gibt ja auch Geld dafür. Und Zumi Zoom hat sich beschwert, dass er für diese 173 Millionen Impressionen 1500 Dollar bekommen hat. Was ehrlicherweise wirklich relativ wenig ist, wenn man sich überlegt, wie viel Reichweite das gemacht hat, wie viel Sichtbarkeit das für Werbung auch für Ex gebracht hat. wie viel man auf YouTube für 173 Millionen Impressionen immerhin, das ich nicht Aufrufe aber trotzdem bekommt, das ist schon wenig. Und da hat Nikita Bier gesehen, diesen Aufreger zu diesem Post. und hat drunter geschrieben, check again, guck nochmal rein. Und hat er nochmal reingeguckt und hat schlagartig weitere 10. 000 Dollar auf dieses Konto bekommen. Heißt also, diese ganzen Versprechen von Elon, ich will jetzt gar nicht damit anfangen, dass Versprechen von Elon Musk nicht in Kraft getreten sind, aber diese ganzen Versprechen von wegen. Transparenz, es lohnt sich, es gibt hier keine komischen Machenschaften, kein Sumpf, in dem hier irgendwelche Deals vereinbart werden, sondern alles ist hier offen. Das ist in diesem Moment definitiv schwarz auf weiß widerlegt, weil irgendjemand einfach irgendeinen Knopf gedrückt hat, damit irgendjemand anders 10. 000 Dollar dazu bekommt. Und die Geschichte hat noch eine Pointe, denn dieser Post, mit dem Suma diese 11. 000 Dollar verdient hat. Zeigt halt gar nichts. Außer dem Screenshot der Tochter von Steve Jobs und dazu hat er geschrieben, Steve Jobs Daughter, by the way. Also auch noch, am Ende ist die ganze Geschichte auch noch am Ende eine Entlohnung für Naja, Objektifizierung von Frauen, wenn man so möchte. Die Geschichte wird immer schlimmer, je länger man sie erzählt.
32:50 Dirk von Gehlen
Check again, hofft man da irgendwie, oder?
32:53 Gavin Karlmeier
Also Genau. Ja, also ganz schlimm. Und finde ich, also wenn ich großer Creator wäre, der da von Klicks leben würde und so Videos macht und so. Vielleicht passiert es noch dir. Vielleicht setze ich mich noch irgendwann vor die YouTube-Kamera und mache noch so Videos.
33:08 Dirk von Gehlen
Ja, aber du hast schon YouTube-Kamera gesagt. Ob du ein Ex-Creator werden willst, oder?
33:14 Gavin Karlmeier
Das wollte ich ja gerade sagen. Also Wenn ich YouTube Creator wäre und ex würde mich so locken, dann wäre spätestens, selbst wenn ich keine Moral hätte, keine Ethik, dann wäre das hier der Moment, diese Geschichte, dass ich sage, das ist für mich kein funktionierendes Einnahmen- und Geschäftsmodell. Und das ist doch, das ist doch so dumm von Ex. Also jetzt mal all die anderen politischen Probleme, die man mit Ex haben kann und die gesellschaftlichen Probleme, die Ex auslöst und auch die Tatsache, dass es zu wenig Geld gibt, offenbar. Aber dass es so eine Willke noch obendrauf gibt. Macht es noch unbrauchbarer.
33:47 Dirk von Gehlen
Wobei das vielleicht der Link zu dem Baron Trump-Ding ist, alle willkürlichen Systeme basieren ja darauf, dass du. positiv inzentiviert wirst, wenn du dem willkürlichen Herrscher gefälst. Also insofern, und es gibt ja Leute, die genau das dann vielleicht auch suchen. Also das ist in in sich ist dieses System schon konsistent, würde ich sagen. Also Es ist kein Bruch raus, es ist nur, also du hast schon recht, es ist selbst wenn man komplett gewissenlos nur Geld verdienen würde, selbst dann hätte man jetzt den Punkt zu sagen, vielleicht nicht dort.
34:24 Gavin Karlmeier
Genau. Gut. Wir sind uns einig.
34:28 Dirk von Gehlen
Super, wie du das jetzt so formulierst, so als hätte ich das kurz aufgebracht und jetzt hast du mich aber zum Glück zurückgeholt. Dankeschön.
34:39 Gavin Karlmeier
dass ich dich noch überzeugen konnte. Sehr gut. Danke gerin. Ansonsten habe ich noch zwei kleine Ex-Geschichten. Zum einen zeigt Nvidia Interesse, in XAI zu investieren. Und das finde ich eine interessante Geschichte. Denn also Nvidia ist ja so das größte Big Shift Dickschiff der GPUs, also der Chips, die benötigt werden, um KI zu trainieren, eines der wertvollsten Unternehmen der Welt. Zeitweise war es, glaube ich, sogar schon mal das wertvolleste Unternehmen der Welt. fragt Pip Klöckner im Zweifel. Aber finde ich deswegen sehr interessant, weil Nvidia sich damit auf der einen Seite, also in XAI zu investieren, ist ein Statement, weil du Unterstützer mit Elon Musk und du investierst in Elon Musk. Und wir dürfen nicht vergessen, wie das Jahr mit Elon Musk begonnen hat, das ist auch wichtig. Zum anderen lässt das so ein bisschen, also für uns Social Media machende. natürlich so ein bisschen Rückschlüsse darauf zu, wohin das Unternehmen so rudert und was da noch so mit passieren soll. Also offenbar nimmt man jetzt Geld von allen. Nvidia scheint hier mit Geld um sich zu werfen in Masks Richtung. Open AI hat eine Partnerschaft mit AMD. Ich finde das so interessant, weil am Ende gehört alles allen. Weißt du? Es ist so Es ist einfach nur so ein Klumpatsch von Geld und irgendjemand gehört 30% daran und dem anderen gehören 30% an dir und so. Es ist so, wird so egal.
36:06 Dirk von Gehlen
Du brauchst halt auch irgendeinen AI-Startup-Zugang noch. Kaufen wir irgendeins. Sollen wir eins gründen? Ja. Ja, damit wir es dann jemandem verkaufen können. Oh, sehr gut, sehr gut. Gut. Du kannst ja bestimmt im Dortmunder U im Coworking-Space einen Platz kriegen.
36:25 Gavin Karlmeier
Vielleicht dürfen wir ja die Videos, die oben über das U laufen, können wir die generieren dann. Sehr gut, ja. Ich weiß nicht, wie viele Leute von euch das verstanden haben, was ich da gerade erzählt habe, aber. Dortmunder U googeln. Genau, googelt das mal, das Dortmunder U. Jensen Wang, das ist der CEO von Nvidia, hat gesagt, fast alles, woran Elon beteiligt ist, möchte man auch mitmachen. Ich weiß nicht, ob man da wirklich Mann sagen kann.
36:51 Dirk von Gehlen
Ich wollte auch gerade sagen, interessantes Mann.
36:54 Gavin Karlmeier
Ist eine sehr individuelle Einschätzung wahrscheinlich.
36:57 Dirk von Gehlen
Und das zweite ist, das fast, würde mich auch interessieren. Was genau findet er nicht bei Elon Mann?
37:06 Gavin Karlmeier
Genau, gute Aussage, man muss sie mal ein bisschen auseinandernehmen. So eine kleine Elon Musk-Geschichte noch, die ist aber wirklich nur eine Mini-Detail, aber trotzdem vielleicht interessant. Eine Richterin. Hat jetzt angeordnet, dass die Sicherheitsfreigabeliste von Elon Musk veröffentlicht werden muss. Also nur mit sehr geringfügigen Schwärzungen. Also, wir werden bald erfahren, was Elon Musk alles für Einsichten hat oder hatte. Was interessant ist, weil SpaceX und Starlink im Bereich nationaler Sicherheit natürlich durchaus Interesse gehabt haben könnte an diesen Informationen. So, ich habe noch eine Internetkulturgeschichte für dich, Dirk. Da bin ich aber dir richtig. Wir haben das hier schon mal so ein bisschen angedeutet, aber es gibt jetzt einen Blogartikel. Auch den möchte ich euch in die Shownotes setzen, und zwar von Nico Mara Mackay. Nicomara McKay hat einen Text auf Medium veröffentlicht, in dem es um den Zusammenbruch, wie Nicomara McKay es formuliert, von Blue Sky Und zwar geht es hier darum, dass die Blue Sky CEO, über die wir auch schon öfter gesprochen haben, Jay Graeber heißt sie dass die sich offenbar extrem schwer tut mit der Frage, an der sich eigentlich alle sozialen Netzwerke irgendwann An der ihr alle sozialen Netzwerke irgendwann aufschlagen, nämlich die Frage der Redefreiheit. Denn es gibt bei Blue Sky mehrere Geschichten bei denen transfeindliche Äußerungen auf Blue Sky stehen geblieben sind. Vorneweg sogar eine sehr reichweitenstarke Person, die sehr viel Transfeindlichkeit in die Plattform gebracht hat, die gesperrt wurde. sich daraufhin beschwert hat und wieder freigeschaltet wurde und jetzt weiterhin Transhass verbreiten kann auf Blue Sky. Gleichzeitig aber gibt es mehrere Accounts und Menschen auch darüber schreibt, Nicomara McCall. Die sich beschwert haben über die Arbeit der CEO von Blue Sky, die sich so ein bisschen darüber lustig gemacht hat, über diesen Aufstand der marginalisierten Gruppen auf Blue Sky, die sich darüber beschwert haben, die daraufhin auch gesperrt wurden. Heißt also, auf der einen Seite hat Blue Sky sehr, sehr, sehr lange nicht moderiert, nur in Herdfällen moderiert, hat selber so ein Feature gestartet, das sogenannte Labeling, bei dem Dritte. Postings anderer Leute markieren können und du als Nutzer kannst dich dann entscheiden, die Labels von anderen Leuten zu abonnieren und kannst dann sagen, okay, ich sehe jetzt Dinge, die dieses Gremium als Hassrede markiert hat. Sehe ich nicht mehr in der Timeline. Hat sich also da einen schmalen Fuß gemacht, Blue Sky. Gleichzeitig haben sie aber Probleme damit, wenn man lautstark diese Problematik auf den Tisch legt und sagt, das, was ihr hier macht und dass ihr euch darüber lustig macht. Das ist nicht genug für uns. Also, eine sehr dubiose, ein sehr dubioses Gebaren von Jay Graeber, die er eigentlich in der Vergangenheit sich sehr stark darüber personalisiert hat, selber oder identifiziert hat, sozusagen als die Gute zu gelten, als die Gegspielerin zu den ganzen Tech Bros zu gelten. Und jetzt schlägt sie sozusagen auf dem Boden der Realität auf, weil die Frage der Redefreiheit keine ist, bei der sie eine Entscheidung treffen möchte.
40:06 Dirk von Gehlen
Super, also die Tatsache war halt lange so, dass wenn man überhaupt Content-Moderation gut fand, dass man dann schon. . auf der Seite der guten Stand. Jetzt ist halt dann im Detail die Frage, wie funktioniert gute Content-Moderation. Interessante Geschichte, kannte ich noch nicht. Super interessant.
40:25 Gavin Karlmeier
Ja, weil vor allem halt ärgerlich, dass Jay Graeber sich eben nach wie vor nicht positioniert. funktioniert, Leute sperrt und sich darüber lustig macht, indem sie halt diese Waffelmemes die ganze Zeit postet. Einige ihrer Postings hat sie selber gelöscht mittlerweile. Oder wie Nicomara McKay Schreiber sind nicht auch interessant. Die Postings findest du noch, wenn du einen Link hast, sie tauchen aber nicht auf Jay Graebers Profil auf. Das heißt, sie hat sie sozusagen selber irgendwie versteckt. Ja, genau, hat sich selber reverse Shadow Band.
40:56 Dirk von Gehlen
Interessanter Zugang, ja. Ja, spannend.
41:01 Gavin Karlmeier
Also ich packe euch den ganzen Text in die Show Notes, weil das eben auch sehr, sehr lang ist, eine sehr, sehr schöne Erzählform ist, von vorne bis hinten einmal durcherzählt und vor allem eben auch darüber gesprochen hat, wie Bluska eben dadurch, dass es eben über diese In Whitecodes, die ja sehr selektiv verbreitet wurden, sehr gezielte Gruppen ja auf die Plattform eingeladen hat, die sehr häufig auf anderen Netzwerken vorneweg auf X eben starkem Hass und Hetze ausgesetzt waren und die deswegen auf Bluesky einen sicheren Hafen angeboten bekommen haben. Und den sie jetzt aber dort offen wieder verlieren, weil bei Blue Sky die Verlockung der der des Mainstreams vielleicht zu groß wird. These.
41:39 Dirk von Gehlen
Ja, interessant. Wie man ich habe die Check again-Willkür noch irgendwie im Kopf. Also so dieses, da greift jemand nach irgendwie nicht richtig nachvollziehbaren Regeln ein. Und das Das ist irgendwie ungut. Da kann man jetzt eine private, persönliche Meinung haben und sich sozusagen zuordnen. Aber die interessante Frage ist ja, was passiert denn beim nächsten Mal? Und ist das dann wieder so ein. willkürliches Check-Again oder gibt es irgendeine nachvollziehbare Regelhaftigkeit dahinter?
42:12 Gavin Karlmeier
Ja, das ist, und das ist nämlich das Ärgerliche, dass solange Plattformen selber Entscheidungen treffen, niemals geben wird. Also solange man sich nicht hinsetzt und zum Beispiel ein externes Gremium da hinsetzt oder ein Plattformrad, wie wir hier schon so oft gesagt haben. Solange die Plattformen selber Gesetzgeber, Richter und Profiteure von all dem sind, solange kann das nicht funktionieren, vermutlich. Es sei denn, wir als Gesellschaft machen, gehen sozusagen, beißen in den sauren Apfel zum kulturellen Umdenken und sagen, auch hier nach unserem Verständnis sind auch Beleidigungen von der Meinungsfreiheit gedeckt in dem Moment. Wäre das alles hinfällig? Ich weiß nur nicht, ob wir diese kulturelle Errungenschaft der Anerkennung von psychischen Verletzungen zur Disposition stellen sollten? Ich glaube nicht.
43:07 Dirk von Gehlen
Ja, es löst nicht wirklich ein Problem. Glaube ich, es fügt in erster Linie noch mehr Schaden zu. Also ja, ähm. Es ist zumindest, um auf das Problem hinzuweisen, ein sehr guter Gedanke gewesen, den du gerade geteilt hast.
43:21 Gavin Karlmeier
Check again Ich habe eine ganze Reihe, das passiert ganz selten, dass ich so Nachrichten habe, die man so übereinander legen kann und die dann alle sozusagen in eine Reihe passen. Denn Gavin Newsom, der Gouverneur von Kalifornien, hat gefühlt tausend Gesetze erlassen, die alle in unseren Berichterstattungsbereich passen. Und ich würde die mal mit dir durchgehen und dann können wir einfach mal Newsoms, Gesetze und Emotionen miteinander spielen. Ganz ohne Jingle, aber ich finde das irgendwie, der hat in den letzten Tagen hatte der sich offenbar ein bisschen Zeit, sich mit dem Internet zu beschäftigen. Also fangen wir vorne an Kalifornien verbietet unendliche Schiedsgerichtsklauseln. Und zwar ist es so, dass du in Kalifornien oder in den USA generell als Unternehmen das Vertragspartner ist, ausschließen kannst, dass Dinge vor Gericht gebracht werden können, wenn es im Vorfeld schon mal AGBs gab, denen du zugestimmt hast, die das ausgeschlossen haben. Also es gibt da zwei sehr bemerkenswerte Beispiele. Zum einen gibt es die Geschichte, dass jemand eine Allergikerin in einem Disney-Restaurant gegessen hat, die Allergene nicht ausgewiesen wurden, sie vergiftet wurde, Deswegen, sie ist daran gestorben. Der Witwe hat an Disney verklagt und Disney hat aber gesagt, der Mann hat ja ein paar Jahre vorher Disney Plus genutzt und im Rahmen von Disney Plus hat er den AGBs zugestimmt. dass eine Schiedsgerichtsklausel vorgesehen hatte. Dass er Disney dann nachher zurückgerudert, weil Leute sich aufgeregt haben, aber sie sind nicht die Einzigen, auch über hat so eine Geschichte. Es gibt ein Ehepaar, das einen Unfall erlebt hat in einem Uber, in einem Beförderung von Uber. Sie durften nicht verklagen, weil die Tochter des Pärchens über Uber IZ Essen bestellt hatte und damit den AGBs zugestimmt hatte und auch eine Schiedsgerichtspause unterschrieben hatte. So, und das ist eben jetzt in Kalifornien so nicht mehr erlaubt. Also Schiedsgerichtsklauseln per se schon, aber sie gelten nicht auf Folgeverträge.
45:10 Dirk von Gehlen
Ich soll jetzt eine Gavin-Newsam-Reaktion machen.
45:14 Gavin Karlmeier
Ja, du kannst ja so auf so einer Skala von minus 5 bis plus 5 sagen, wie du dazu stehst.
45:21 Dirk von Gehlen
Minus fünf bis plus fünf, eins.
45:25 Gavin Karlmeier
Na immerhin.
45:27 Dirk von Gehlen
Und du
45:28 Gavin Karlmeier
Ja, auch so. Weil die Schichtklausel ist das Problem und nicht. Also das andere ist natürlich eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, die verboten werden muss, längst überfällig und das nach keinem Gerechtigkeitsempfinden, das ich mir vorstellen kann, ist das richtig. Aber die Schützgerichtklausel als solche, die halt den kleinen Mann uns sozusagen verbietet, vor Gericht zu ziehen, wenn wir ungerecht behandelt wurden, das ist natürlich nicht die Idee eines Rechtssystems.
45:53 Dirk von Gehlen
Ist es, das war jetzt meine daran anschließende Frage, in allen anderen Bundesstaaten ist es dann noch so? Oder wie, also Bewege ich mich jetzt auf sehr dünnem Eis, weil ich gar keine Ahnung davon habe. Ich will dich da aber gar nicht drauflocken.
46:06 Gavin Karlmeier
Ich möchte dich beantworten.
46:08 Dirk von Gehlen
Sag, ruhig die nächste.
46:10 Gavin Karlmeier
Ich weiß es ehrlicherweise nicht, aber vermutlich ist das ein amerikavites Vorgehen. Was aber interessant ist, weil wir da mit unserem Rechtssystem, wenn wir so ungerecht behandelt fühlen oder schimpfen oder so. Dass man sich sowas dann nochmal vor Augen führt, dass es in anderen Ländern vielleicht noch schwieriger ist, vor Gericht einen Erfolg zu erzielen. Kalifornien verabschiedet ein Gesetz, das Verbrauchern die Möglichkeit gibt, sich gegen die Weitergabe ihrer Daten zu entscheiden. Also ganz konkret kannst du sagen, dass du wenn du einen Browser benutzt, dass es diese Do-Not-Track-Funktion gibt, die darfst du jetzt in Kalifornien auf jeden Fall nutzen. Und es gibt jetzt eine Opt-out-Funktion, dass du sagst, ich will gar nicht, dass meine Daten hier weitergegeben werden an Dritte. Drei. Gut. Gouverneur Newsom unterzeichnet Datenschutzgesetze zum Schutz von Technologienutzern. Und zwar dürfen oder müssen Social Media Plattformen allen NutzerInnen jetzt die Möglichkeit geben, Dein Konto klar und einfach zu löschen. Und zwar, du klickst auf Löschen und das hat auch zur Folge, dass alle personenbezogenen Daten des Nutzers gelöscht werden.
47:22 Dirk von Gehlen
Fünf in deiner Out of 10 Regel, oder?
47:26 Gavin Karlmeier
Hast du jetzt mal bei Facebook gelöscht? Nee Wenn du das machst, das ist das Schlüss, das ist Psychoterror. Also du willst dein Konto bei Facebook löschen. Dann passiert folgendes. Als erstes siehst du eine ganz große Bubble von den ganzen Leuten, mit denen du so in Kontakt getreten bist in all den Jahren, die unanschaulich sind. Deine Freunde werden dich vermissen. Dann musst du zwei oder dreimal dein Passwort eingeben. Ja. Und dann wird dein Konto nicht gelöscht, sondern für 30 Tage deaktiviert, bis du es wieder aktivierst. Warum haben wir das noch nicht?
47:56 Dirk von Gehlen
Ja. Okay. Ja, gute Idee. Finde ich super. Wer ist der deutsche Gavin Newsroom? Gavin Karlmeyer, vielleicht.
48:04 Gavin Karlmeier
Nein, nein, nein. Das ist nicht, weil Gavin Newsom hat auch nicht eine Hörer oder eine Hörerin, das Warte, kann ich dir gleich sagen. Darauf hingewiesen, dass Kevin Yilson gar nicht so unbedingt umstritten ist. So, danke. Weil Newsome sich durchaus auch schon stark transfeindlich geäußert hat in der Vergangenheit. Gibt es auch sehr spannende Texte von Erin Reed. Erin in the Morning heißt der Newsletter. Also der Text heißt Why Transgender People Are Not Feeling Gavin Newsom. Den packe ich euch auch mal in die Shownotes, damit wir nicht hier mit so einem Lobgesang herausgehen. Trotzdem muss man dazu sagen, angesichts Donald Trump wäre vielleicht Gavin Houston Immer noch ein bisschen.
48:39 Dirk von Gehlen
Naja, genau. Es ist sozusagen von absolut richtig bis zu abgestuft besser, ist ja ein großer Unterschied. Zudem hat er einen wunderschönen Vornamen. Hast du auch diesen Struggle mit seinem Nachnamen, wann immer ich ihn lese? Das habe ich, glaube ich, schon mal hier angesprochen. Bei Elon Musk und Gavin Newsom lese ich immer Musik und Useroom. Ich krieg das nicht aus meinem Kopf.
49:01 Gavin Karlmeier
Du bist so lange in der Branche direkt. Du brauchst nur ein paar Jahre über Auszeit.
49:04 Dirk von Gehlen
Meinst du, wegen Musik oder wegen Newsroom?
49:07 Gavin Karlmeier
Nee, ich fürchte wegen Newsroom. Aber es stimmt, ja. Das Problem habe ich auch. Aber dein Gehirn arbeitet hochassoziativ. Bist du, äh, heißt das, Synästhetiker? Also kann Zahlen bei dir Farben? Nein. Okay, dann nicht.
49:19 Dirk von Gehlen
Ich glaube, es ist tatsächlich einfach nur, ich lese, wie viele Menschen den ersten und den letzten Buchstaben und erschließe mir dann Wortzusammenhänge. Und ich lese halt häufiger über Musik als über Elon Musk. Und du liest wahrscheinlich Wenn irgendwo steht Musik, liest du Mask wahrscheinlich.
49:35 Gavin Karlmeier
Ich verbringe auch schon viel Zeit mit Musik, muss man dazu sagen, leider.
49:38 Dirk von Gehlen
Auch mit über Musik lesen? Ja. Ja, okay.
49:42 Gavin Karlmeier
Okay. Vielleicht habe ich mich da selber sozusagen differenziert gebildet.
49:48 Dirk von Gehlen
Kennst du den Song, wir haben oben gute Laune, hinten vorne? Ist das auch in deiner Timeline aufgetaucht? Nein. Wenn du Musik hast, ist es ja ein sehr schönes Lied. Ich singe es jetzt nicht vor. In meiner TikTok-Timeline, in meinen Insta-Reels ganz präsent und ist tatsächlich ein Der heißt, glaube ich, der gute Laune-Song auf Spotify. Also ein tatsächlich veröffentlichtes Lied und ist schrecklich und ist der klebrigste Rohrwurm, den es gibt. Nein, das kennen Sie noch nicht.
50:13 Gavin Karlmeier
Ich versuche so wenig Zeit wie möglich auf TikTok zu verbringen. Ehrlich? Ja. Okay, anderes Thema. Anderes Thema machen wir ein andermal. Kalifornien wird der erste Bundesstaat der Chatbots. Bedeutet konkret, dass also Hinweise auf Gesundheit, also gesundheitliche Hinweise als solche erkennbar sein müssen, dass sie von einem Computer erstellt wurden, dass Chatbots nicht mehr romantische Chats mit Kindern führen dürfen und dass alle Chatbots dazu verpflichtet sind, Minderjährigen gegenüber Pausenerinnerungen anzubieten Sexuell eindeutige Bilder dürfen nicht mehr generiert werden gegenüber Kindern und alle Gespräche müssen als künstlich generiert ausgewiesen werden.
50:54 Dirk von Gehlen
Das hatte ich sogar gelesen. Also die meisten Meldungen entdecke ich ja bei Haken dran zuerst. Das hatte ich vorher schon mal irgendwo gelesen. Ich musste jetzt irgendwie von Gavin Newsome an den Wolfram Weimar-Avatar denken, aber der ist ja kein Chatbot bisher, den gibt es ja nur als Avatar.
51:11 Gavin Karlmeier
Den muss man noch nicht dazu sagen, dass der künstlich generiert ist.
51:15 Dirk von Gehlen
Ja, aber fand ich 4, 4,5. Ja, finde ich auch.
51:19 Gavin Karlmeier
Chatbots dürfen sich auch generell nicht mehr als medizinisches Fachpersonal ausgeben in Kalifornien. Was sehr interessant ist, weil das im Fall von Meta ja schon sehr häufig passiert ist. Wir haben darüber berichtet. Und warum wir das alles hier erzählen, ich habe noch zwei, drei Sachen. Ist ja, Kalifornien ist eben der Sitz der meisten dieser Unternehmen. Das heißt, wenn so ein Gesetz in Kalifornien der oder dem einwohnerstärksten Bundesstaat in den USA in Kraft tritt Kann man auf der einen Seite davon ausgehen, dass a andere demokratische Staaten möglicherweise nachziehen, b vielleicht sogar auch republikanische Staaten nachziehen im Fall von solcher Regulierung hier, die Kinder schützt? Und C, die Tech-Unternehmen anfangen, sowas in ihre Software einzubauen und das möglicherweise dann vielleicht auch generell auszurollen. Ja, ansonsten News unterzeichnet Gesetz zur Altersprüfung, auch das passiert. Also du musst jetzt, um gewisse Apps zu installieren, musst du dich. . bei App Store-Herstellern, Anbietern oder Geräteherstellern als volljährig ausweisen. Das ist in den USA aber jetzt keine große Ausnahme. So, das passiert häufiger. Und vor Social Media Plattformen müssen Hinweise vor erheblichen Gesundheitsrisiken gewarnt werden. Also du musst quasi wie auf der Zigarettenschachtel bei Instagram jetzt eine Warnung sehen. Cool. Ich habe das ja schon mal gesagt. Ich glaube, dass sich das sehr schnell abnutzt. Also, ich weiß nicht, ob du in den letzten zehn Jahren mal in Kalifornien warst, aber dort ist es so, dass auf jeder Süßigkeit, die du kaufst. Hinweise stehen, dass es potenziell krebserregend ist, dass es ungesund ist. Und bei der ersten Packung, lilafarbene Snickers, das du kaufst, denkst du dir, oh Gott, das esse ich nicht. Und dann stellst du fest, dass es aber auf jeder Sitzkeit draufsteht und dann verliert das so ein bisschen seine Gefahr.
53:03 Dirk von Gehlen
Ich bin, wir haben, als ich das letzte Mal hier war, ja ohnehin auch da schon mal drüber gesprochen. wie diese Altersverifikationen und Hinweisen und wie wirksam die sind. Nichtsdestotrotz finde ich diese Form von Regulierung alleine aus dem von dir gerade beschriebenen Mechanismus total interessant, dass sie eben nicht um es im Klischee zu sagen, in Sachsen-Anhalt, wer schon länger dabei ist, weiß, warum ich mich darauf beziehe, in Sachsen-Anhalt getestet werden, sondern da, wo halt alle. . Tech Firmen sitzen, insofern, um um zumindest mal in diese Diskussion zu kommen, finde ich gut, dass du das mal so gebündelt hast Ist es eine feste Rubrik Gavin News hier in der im Hrang?
53:40 Gavin Karlmeier
Nein, noch nicht, es passiert nie bislang, aber hier ist jetzt gleichzeitig passiert. Eine Meinung habe ich noch. Und zwar, das ist auch der aktuellste, Gavin Newsome hat ein Veto eingelegt gegen ein Gesetz gegen Hassrede im Netz und zwar mit der Formulierung. Wir sind noch nicht so weit. Diese eine, also wir ich teile die Bedenken gegenüber diskriminierender Drogen, Gewalt und Nötigung im Internet. Ich bezeichne diesen Gesetzentwurf jedoch als verfrüht. Unser erster Schritt sollte darin bestehen, festzustellen, ob und wie weit die bestehenden Bürgerrechtsgesetze ausreichen, um Verstöße durch Algorithmen zu ahnen. Und ich b also Ich I don't know. Also da b Also, ich sag mal so, man kann vielleicht ganz gut einordnen, was dieses Veto für eine Strahlkraft hat, wenn Elon Musk darunter schreibt, Credits where it's due. Also Elon Musk sozus Gavin Newsom lobt dafür, dass er diese Entscheidung getroffen hat.
54:28 Dirk von Gehlen
Aber da sind wir jetzt wieder bei diesem Blue-Sky-Debatte um freie Rede und was wie eingeschränkt ist, ist ja tatsächlich auch ein schwieriges Thema. Ja, wenn Elon Musk Gavin Newsom lobt, dann ist es nicht nur für mich schwer zu lesen, sondern vielleicht auch ein Hinweis darauf, dass da vielleicht was nicht stimmt.
54:49 Gavin Karlmeier
Wir gehen in apropos Emotionen, wir bleiben bei Emotionen, aber wir gehen in die Funktion. Funktionen und Emotionen. Threads wird ein neues Feature bringen, bei dem Postings, unter denen du einen Kommentar gesetzt hast, ein kleines Symbol anzeigen. Kommentiersymbol sozusagen füllt sich dann aus, damit du sehen kannst, ich habe hier schon mal kommentiert, so wie das beim Like ja zum Beispiel auch passiert. Cool? Alistair John Stone hat dazu geschrieben: Threads hat ein neues Killer-Feature für Reply Guys ausgerollt. Jetzt kann ich einfach durch den Feed scrollen und sehen, unter welchen Posts ich noch nicht schamlos drunter gekotzt habe. Finde ich sehr gut. Aber trotzdem eine gute Idee eigentlich. Dann experimentiert Threads gerade mit Ghost-Posts aus, also Posts auf Threads, die sich nach 24 Stunden selber löschen. Asshülle.
55:48 Dirk von Gehlen
Warum gibt es eigentlich keine Storys aufs Red?
55:52 Gavin Karlmeier
Bitte sag das nicht zu laut. Ich könnte mir vorstellen, dass Adam O'Sarry Haki ist, sich das anhört und denkt, ja, warum eigentlich nicht? Dirk hat recht.
56:02 Dirk von Gehlen
Ja, könnte man nochmal ausprobieren. Stories mit Filtern und so. Nee, aber das ist ja wahrscheinlich, ist das nicht die Textvariante von einem anderen Story?
56:13 Gavin Karlmeier
Ja. Ja, es müsste eigentlich einen eigenen Feed dafür geben.
56:17 Dirk von Gehlen
Stimmt, oh ja. Aber jetzt wird was draus, wenn du auf deinen Threads-Profilbild, dann siehst du nur diese Sachen, klar.
56:25 Gavin Karlmeier
Wäre das nicht eine eigene App eigentlich? Das ist so eine Art Twitter, aber geht da post nach 24 Stunden weg und du hast eine globale Timeline? Snapchat?
56:36 Dirk von Gehlen
Ja, ja, nur Text, ja. Aber interessant ist, sie haben es zuerst bei Haken dran gehört. Wahrscheinlich geht es darum. Also wie kannst du einen Text interessant machen? Indem du ihn einfach verknappst. Also die Story-Mith-Methode auf und Story klingt schon ein bisschen besser als Ghost Post, oder? Also auch wegen dem.
56:58 Gavin Karlmeier
Aber es reimt sich. Ist halt ein bisschen krumm, weil Threads selber die Postings nicht Posts sind, sondern Threads. Stimmt. Aber in dem Fall von Ghost Threads hätte es nicht funktioniert und das könnten Deutsche dann gar nicht mehr aussprechen. Wahrscheinlich deswegen Ghost Posts
57:12 Dirk von Gehlen
Aber es sind 24-Stunden-Shreads dann.
57:14 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Naja. Meta hat außerdem offenbar angekündigt, ist falsch, aber erste Werbetreibende haben diese Nachricht, eine E-Mail bekommen. Gute Nachrichten und Klammer auf, fragt sich nur für wen, Klammer zu. Du kannst jetzt bestehende Video- und Bildwerbungen auch auf Threads verlängern. Und hast du Bock auf Video Werbung auf Threads?
57:39 Dirk von Gehlen
Ja, verlängern. Ja, voll gut. Super Nachricht für jetzt noch mehr Werbung. Nee, gibt es schon richtig? In Deutschland noch nicht, in der EU noch nicht.
57:48 Gavin Karlmeier
Ja, aber bislang war das nicht so geplant, dass da die Instagram-Werbung auch bei Threads auftaucht. Das wird jetzt wohl kommen. Entschitification ist das Stichwort. Ja. So, dann hat Threads angekündigt, Kleinigkeit betrifft auch Europa noch nicht. Longform-Text-Attachments, die wir schon haben, also die langen Texte unter Threads, kann man jetzt auch ins Fidiverse sheren. Hm, toll. Können wir hier alle eh noch nicht, deswegen gucken wir da so ein bisschen drauf. Aber apropos Fediverse, es gibt eine neue App, die heißt discoverfetty. app Discoverfady. app Und da kannst du die föderierten Timelines ausgewählter Instanzen selber einfach durchsuchen. Das ist eine Suchmaschine Für Instanzen ist ganz cool und du kannst auch eine reine Bildansicht auswählen und so. Ist irgendwie ganz spannend, um mal so ein bisschen von draußen ins Feediver zu schielen oder auf einen Blick von draußen zu kriegen, wenn man seine eigene Timeline satt hat, zum Beispiel.
58:39 Dirk von Gehlen
Cool, hast du es schon mal getestet oder ist sie noch so frisch, dass du sie.
58:42 Gavin Karlmeier
Ich habe es mir gerade ein bisschen angeschaut. Ich finde es irgendwie ganz cool. Ich habe jetzt mir Mastodon. social angeguckt und da war halt extrem viel einfacher. Aber die Idee ist erstmal sehr gut und du kannst natürlich auch Suchbegriffe nutzen. Also es ist halt auch schon eine Suchmaschine. Also wirklich eine schöne Idee und so das Recherchetool. Wenn jetzt noch alle Leute, die wir für früher auf Twitter abonniert haben, um auf dem Laufenden zu bleiben. In Cityverse wechseln würden, dann wäre es noch geiler. Ja. Cool? Und dann habe ich noch eine Kleinigkeit, die so, da sind wir bei Musik am Ende. Eine Partnerschaft zwischen ChatGPT und Spotify, dass du die Möglichkeit hast, ChatGPT nach Songs, Alben, Künstlern, Playlists oder Podcast-Episoden zu fragen und dann die Links geschickt bekommst oder eben auch Playlisten generieren kannst mit Hilfe von ChatGPT.
59:34 Dirk von Gehlen
Meine Sorge wäre ja, dass ChatGPT einfach Sachen erfindet, dass Elon Musk im Haken dran-Podcast war und Über, wie er ist der Instagram-Chef nochmal Museum geredet hat. Also dem würde ich ja so überhaupt nicht trauen. Es fühlt sich so ein bisschen an, als würde man so dieses, ich sehe diese KI-Kooperation immer so wie Proteinen im Supermarkt, irgendjemand klebt noch. Jetzt auch mit KI, so Protein jetzt auf Spotify drauf. So weiß ich gar nicht, ob man das braucht.
01:00:12 Gavin Karlmeier
Das ist eine perfekte, perfekte Beobachtung, dann ist es wirklich genauso. Jetzt neu auch mit KI. Das hast du gerade überall, klippst du. Ich freue mich aber, dass auf Haken dran immer mal wieder klebt, jetzt neu auch mit Dirk von Gehlen. Das war sehr schön, dass du heute hier warst. Vielen Dank. Ich freue mich, wenn du bald wiederkommst und wir dann gemeinsam. Ein bisschen Schabernack über das Internet erzählen.
01:00:33 Dirk von Gehlen
Wir sagen noch kurz: wir sind nicht zusammen da, aber wir sind gleich, also bei einem gemeinsamen Event in Düsseldorf nacheinander. Wir werden beide nicht am gleichen Tag da sein. Genau, am 31. 10. 1. 11. An einem Tag gibt es eine Spielshow und an einem Tag redet jemand über Aufmerksamkeit im Internet. Republikenner wissen vielleicht, wer an welchem Tag da sein wird.
01:00:56 Gavin Karlmeier
So ist es. Wir sehen uns dort. Ich freue mich drauf. In der nächsten Folge ist ein gänzlich unbekannter Dennis Horn. Zu Gast.
01:01:05 Dirk von Gehlen
Dem habe ich auch noch nie gehört. Wer soll das sein?
01:01:07 Gavin Karlmeier
Ach, das ist irgendein Radiotyp. Weiß ich auch nicht, was er ist. Nein, Dennis Horn ist hier. Ich habe gesagt, er ist hier zu Gast, ich bin eigentlich fast immer bei ihm zu Gast. wenn er da ist, aber ist schön. Ich freue mich, wir hören uns wieder dann am Freitag.
01:01:19 Speaker 4
Und jetzt wünsche ich euch eine ganz tolle Restwoche, passt auf euch auf und viel Spaß im Internet. Vielen Dank. Ciao. Tschüss.