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Folge 524 · 12. Januar 2026 · 1:22 Std.

Social Media ist das neue Normal!

mit Stefan Schulz

Wir haben gemutmaßt, was die Gründe sein könnten, dafür, dass Elon Musk Grok auf Rampage geschickt hat – jetzt kennen wir sie. Und sie sind so ernüchternd wie erwartbar und wild sie sind.

Wenn ihr außerdem schon eine Mail von Instagram bekommen habt, euer Passwort zurückzusetzen, dann ist diese Folge genau für euch.

Und auch dann, wenn ihr nicht an “Krise” glaubt – denn Stefan Schulz ist da und ruft die Normalität aus.

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Stefan!
  2. Die Ära der persönlichen Ermächtigung durch KI
  3. Das Ende der Silos
  4. Das "richtige Internet im Falschen"
  5. Ist Instagram kritische Infrastruktur?
  6. Gegenthese zur Unverzichtbarkeit
  7. Grokgate: Was wollte Musk bezwecken?
  8. Globale Reaktion auf Grok
  9. Apple und Google ignorieren eigene Richtlinien
  10. xAIs massive Verluste
  11. Teslas Ambitionen im Chipbau
  12. Instagram Datenleck (API-basiert) und globales "Community Notes"-Rollout
  13. KI im Alltag & Radikalisierung
  14. Polen und Trump gegen EU
  15. Funktionen und Emotionen

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Stefan Hallo Gavin. Bei mir ist heute zum ersten Mal Stefan Schulz. Du bist soziologisch, steht in deinem Wikipedia-Titel, was ich beeindruckend finde. Vor allem bist du aber Journalist und Podcaster. Man kennt dich zum Beispiel von den 29ern. Ich bin großer Fan, große Empfehlung – direkt zum Start. Und freue mich, dass du das erste Mal hier bist. Das ist toll.

00:25 Stefan Schulz

Ja, ich freue mich, dass du mich mal eingeladen hast. Du hast mir eben schon gesagt, einige Hörer haben dich aufgefordert, mich einzuladen. Also, fast wäre ich einer dieser Hörer gewesen, der dir mal eine Mail schreibt. Wo ist noch eigentlich meine Einladung?

00:35 Gavin Karlmeier

Darf ich bitte endlich?

00:36 Stefan Schulz

Ja, weil es ist wirklich hakend dran. Ich muss dich kurz belobudeln. Ich komme ja gar nicht so sehr vom Podcasten, sondern aus dieser schreibenden Zunft. Und damals, so 2011, 12, 13, 14, als ich bei der FAZ war, war das Podcast schon so ein Ding, aber halt so für Fachleute, ja. Also da hat man dann so Logbuch Netzpolitik Linus Tim und so gehört. Und relativ viele Texte, die ich geschrieben hatte, waren im Grunde so inspiriert durch das, was ich im Podcast gehört habe, weil das der einzige Debattenraum war, wo mal die eigentlichen Fragen thematisiert wurden. Dann selber war für mich diese Zeit zu Ende und ich bin dann so in dieses, okay, ich gucke jetzt Fernsehen, gucke mir im großen Rahmen an, was in der Welt so passiert. Ja, 29er ist ja auch ganz themenoffen. Und ich muss sagen, Haken dran war wirklich eine kleine Wiederbereicherung, dass sich mal wieder jemand mit den Sachen beschäftigt. Einfach diese Abkürzung DSA mal kennt und verwendet, ohne gleich, stopp, wir müssen sofort die Sendung anhalten, wir haben ein Fachwort genannt, ja, und dann wird so Wikipedia wissen. Nein, sondern. Man geht so ein bisschen rein und von daher vielen Dank, dass ich hier ein bisschen beitragen darf.

01:40 Gavin Karlmeier

Vielen Dank. Und was wir ja auch, was ich am Anfang von Hagen dann sehr häufig als Lob gehört habe, ist. dass wir so Rechercheabkürzungen für Leute sind, weil wir so wir ersparen den Leuten den Besuch auf TheVirge. . com. Wir haben das schon gemacht für euch. Und was ich ganz beeindruckend finde, und da finde ich, da muss ich jetzt direkt mal alle zukünftigen Gäste auch auffordern, sich eine Scheibe von ihr abzuschneiden. Du hast mir sozusagen gesagt, ich habe was vorbereitet, ich habe ganz viele Fragen und Gedanken. So bist du hier heute reingegangen. Und ich habe mir gedacht, dann gehen wir doch direkt damit rein, was dich, was dir auf dem Herzen liegt, bevor wir in die Sachen reingehen, die uns die Woche allen. Die Woche versauen werden. Ja.

02:17 Stefan Schulz

Genau, ja, wir kommen auf Elon Musk zu sprechen und so.

02:20 Gavin Karlmeier

Ja, viel.

02:21 Stefan Schulz

Also ich höre ja jede Folge Haken dran. Die Frequenz ist ja sehr hoch. Ich weiß also ungefähr, was der Tino ist und äh Dass du mich eingeladen hattest, dachte ich, okay, ich muss dir dann auch mal Rückfragen stellen im Sinne von, das müsste man eigentlich mal ansprechen. Gut. Und das sind so zwei Themen, die wir kurzer ansprechen, aber die sich heute wiederfinden, wenn wir die Themen auch einfach durchgehen. Das eine ist, es gibt immer diesen allgemeinen Tenor, dass jetzt zu viel Krise ist. Ja, wenn der Deutschlandfunk heute einen Jahresstart-Podcast macht, dann ist das gleich so ein. Jetzt wird es ernst Ausrufezeichen. . . Also, das ist die Originalüberschrift vom Deutschlandfunk, die die ja verwendet haben.

02:54 Gavin Karlmeier

Und ich denke, Wahl ist die letzte Wahl, die alles entscheiden könnte.

02:57 Stefan Schulz

Genau. Alles ist am Abgrund und wir blicken so hinein. Und ich denke mir so Nee, ich blicke gerade gar nicht in Abgrund, sondern ich sitze zurückgelind in meinem Sessel, bereite die nächsten Podcasts vor und ich habe da einen klugen Mitarbeiter und da einen klugen Mitarbeiter und die kosten mich 20 Euro im Monat, ja, und die erledigen fast alles für mich. Mittlerweile installieren die für mich irgendwelche Software auf irgendwelchen Servern und so und machen für mich die Sicherheitschecks und überhaupt. Also ich fühle mich ermächtigt und bin krass begeistert von diesem Wandel und sage mir Also, ich will nicht mal jetzt zurück ins Jahr 2025, ja. Schon Dezember ist mir zu antik irgendwie. Ich will jetzt in die Zukunft. So, und irgendwie will ich es auf den Punkt bringen und sagen. Es ist eine echte Zäsur. Also 2005 bis 2025 ist dieses Social Media Zeitalter. Und ich will mal gleich mit so einem etwas steileren Thesen anfangen. Wir hatten vor, sagen wir mal, 15 Jahren, ja, so ein Tenor, da hat wieder jemand das Internet nicht verstanden, Thomas Knüber hat einen großen Text darüber geschrieben. Dass heute jemand davon berichten kann, wenn ein Flugzeug abstürzt, weil jemand sein Handy dabei hat und sofort einen Tweet absetzt. So, und das galt plötzlich so als Ermächtigung. Wir haben die alten Gatekeeper hinter uns gelassen. Und was diskutieren wir heute? Naja, dass wir eigentlich nur von den einen Gatekeepern in die nächsten Gatekeeper reingerutscht sind. Also so von allem Old-Style-Media in Social Media, aber es ist im Grunde dasselbe Silo-Konstrukt gewesen. Und jetzt fühle ich mich erstmals richtig davon befreit. Also ich lasse Texte auf meiner Webseite von einer KI lesen und dann werden die, da sieht die MP3-Datei, ja, wird dann auf einen Server gelegt. Und Claude Cote schreibt mit Hilfe von NADN ganz automatisch ein RSS-Feed dafür. Also ich habe meinen eigenen Podcast hergestellt. Aus Texten, die ich schreibe. Man kann sie anhören. Zehn Minuten, nachdem ich sie publiziere, sind sie in einem Podcast verfügbar. Und der genügt allen Standards. Das ist RSS nach gegenwärtigem Standard und überhaupt und so. Und ich brauche gar niemanden mehr, der für mich irgendwie die Distribution regelt. Und jetzt ist dieser Punkt, wir müssen nur noch diesen sozialen Login-Effekt überwinden. Ja, also Instagram wird gleich nochmal eine große Rede spielen, aber ich finde so dieses. mal aufgehangen an dem Wort Gatekeeper. Was haben wir uns gefreut, die alten Gatekeeper zu überwinden? Und ich denke noch zehn Jahre, ja, und die Kinder werden uns fragen Hä? Aber die FAZ hatte doch auch Leserbriefe oder hatte ich mich da verlesen? Was ist der Unterschied zwischen einem Facebook-Post und einem Leserbrief gewesen? Und man muss ehrlich sagen, so rückblickend, wir wissen es nicht genau. Also wenn die Zeitung vor 20 Jahren gehabt hätten, was ich heute mit NLDN und Claude Code hätte, dann wäre für die völlig klar gewesen, dass sie selber das soziale Netzwerk aufbauen rund um ihre Texte. Statt ihre Texte irgendwo hinzubringen, wo jemand ein soziales Netzwerk hat. Also diese Perversion lässt sich schon jetzt, finde ich, gar nicht mehr richtig verstehen. Und wir sind noch ziemlich nah dran. Spätestens in zehn Jahren wird es wirklich erklärungsbedürftig, warum wir das alles an Facebook ausgeliefert haben. Wohlwissend, und die FAZ hat ja immer sehr gejammert. Wir publizieren hier einen Text und nur 15% davon wird an die Abonnenten unserer Facebook-Seite weitergegeben, weil da einfach so ein Algo reingreift. Und da kann man wirklich nur die Rückfrage stellen, ja, warum habt ihr das gemacht? Und wir finden keine Antwort mehr.

06:12 Gavin Karlmeier

Na, das Abstruse ist ja das, ähm, und also ich fange mal mit einer persönlichen Anekdote an. Als ich mit diesem Podcast angefangen habe, damals noch mit Dennis, war ich eigentlich der häufig, der immer gesagt hat, naja, aber es ist halt das Spiel und wir spielen es alle mit und das ist so. Die Gesellschaft findet jetzt in diesen Räumen statt und wir sind eben nun mal da. Und das man kann es Gatekeeper nennen, aber es ist eben nun mal die Realität, wir sind eben nun mal alle da. Und jetzt gucke ich mir drei Tage mindestens in der Woche diese Themen an und merke an mir selber diese Veränderungen und ganz viele Leute, die das hören ja genauso, entweder weil sie diesen Podcast immer hören oder weil sie. . hören, dass irgendwann Friedrich Merz sogar Begriffe wie digitale Souveränität benutzt und sich fragen, was steckt denn dahinter. Und ich glaube, man kann, ich habe diesen Satz irgendwann mal gesagt, wer das Internet nicht hasst, hat das Internet nie geliebt. Und ich glaube, genauso ist das. Man setzt sich so sehr damit auseinander und je näher man diesem Scheinriesen kommt, umso mehr stellt man eigentlich fest, dass all die Dinge, die man eigentlich gut findet. Eigentlich immer gegen einen gearbeitet haben. Klingt düster. Auf der anderen Seite benutzen wir das ganze Zeug ja trotzdem immer noch. Genauso, klar, wir wissen seit mindestens 30 Jahren, dass Rauchen, mehr, 50 Jahren, dass Rauchen Krebs verursacht und die Leute machen das trotzdem. Weil manchmal gibt es eben auch in den, vielleicht gibt es eben doch manchmal richtige Dinge im Falschen, vielleicht gibt es manchmal doch positive Dinge, die man da rausziehen kann.

07:31 Stefan Schulz

Das ist genau der Gedanke. Fast hätte ich es mir noch aufgeschrieben, ja. Gibt es ein richtiges Internet im Falschen? Und ich will es an einem Punkt verdeutlichen. Wir regen uns jetzt sehr auf über AI Slob. Aber das bedeutet eben, die Kreation setzt jetzt die Kuration wirklich Schachmatt. Niemand baut sich mehr so ein Vieh zusammen oder so, ja, sondern man lässt einfach Sachen im Großen und Ganzen geschehen. Und man beträgt selber sehr viel bei. Und da niemand Ahnung von irgendwas hat, sehen halt die Bilder aus, wie sie aussehen. Und die Texte sind halt entsprechend so. Aber unter dieser Oberfläche, die so sichtbar ist. Haben ja RSS, E-Mail und so alle überlebt.

08:07 Gavin Karlmeier

Ja.

08:07 Stefan Schulz

Also die sind ja alle da.

08:09 Gavin Karlmeier

Ja. Wir hört diesen Podcast hier mit sehr großer Wahrscheinlichkeit über einen Service, der eben nicht Spotify ist. Und selbst Spotify baut nur auf ein RSS-Feed auf.

08:17 Stefan Schulz

Genau, also im Grunde steckt unter der Haube alles noch da. Und jetzt können wir einfach Cloud Code sagen, nutze es für mich. Mach damit was. Ich wünsche es mir so und so. Ich will es nicht zu viel aufheben, so meine Webseite machen wir.

08:29 Gavin Karlmeier

Nein, aber ich verstehe den Punkt, weil deine Rede geht ja in die Richtung, dass man sagt: Naja, KI ist eigentlich nicht der Feind, sondern was Leute damit machen, ist halt manchmal. In größten Fällen einfach nur Schrott.

08:40 Stefan Schulz

Genau. Und das wird aber auch aussortiert. Also kommen wir nachher noch drauf zu sprechen. Ich meine, wie heißt der Instagram-Chef hat ja wieder die Ansagen gemacht mit der Authentizität? Und so weiter. Das sind ja Rettungsversuche, es noch im eigenen Sido zu halten. Das muss er erstmal schaffen. Also ich glaube, da weht wirklich ein neuer Wind. Und ich wünsche mir so eine neue Blockosphäre. Ja, ich habe jetzt für mich selber angefangen. Also meine Webseite ist sozusagen ein ganz lebendiges. Kurationsgebilde, ganz wenig Code. Also ich habe Code Claude so gesagt, ich will eigentlich so ganz wenig Code, aber dass ganz viel auf der Seite los ist. Also wird alles aus kreuz und quer rein importiert. Bis auf Instagram-Bilder, ja. Aber egal wo ich einen Text schreibe, alles landet auf meiner Startseite. In der Read-Wise-Reader-App, wenn ich da einen Text markiere, also ein Highlight hinterlasse mit einer Notiz, landet das auf meiner Webseite. Wenn ich einen Blue Sky-Post schreibe, landet es auf meiner Webseite, egal was ja, Bilder kreuz und quer. Wird alles schön dargestellt. Und das finde ich einfach genial, weil ich mittlerweile der New York Times als Sichtbare Seite, ja. Also die Redaktion dahinter habe ich nicht. Aber dieses Nadelöhr zum Leser, also da ist einfach Waffengleichheit.

09:45 Gavin Karlmeier

Und das ist Interessanterweise, Sascha Lobo hat das schon vor zehn Jahren gefordert und dann muss es ja stimmen. Aber was Sascha Lobo gesagt hat, war ja dieses Reclaim Social Media. Er hat damals, ich weiß nicht, ob du dich daran erinnerst, auf seinem Republika Vortrag, hatte damals so einen Dienst vorgestellt, der glaube ich nie so für die Endkunden das Licht der Welt erblickte, mit dem es möglich war, dass egal was du im Internet an Spuren hinterlässt, das sozusagen mit Hilfe eines Services spiegelst und auf deinem eigenen Server platzierst. Und ich glaube, da laufen wir früher oder später drauf hin.

10:16 Stefan Schulz

Ja, also das muss jetzt kommen. Ich finde, die Leute sollten jetzt in ihrem Kopf einfach, auch wenn sie die Zäsur noch nicht so sehen oder fühlen, ja, sie einfach für sich entscheiden. Dieses Social Media Zeitalter, in dem Jeff Jarvis immer die ganze Zeit erzählt, wir dürfen es nicht regulieren, da darf man nicht rangehen, das ist alles noch so neu und so. Das ist jetzt einfach, dieser Teil ist Geschichte. Das ist jetzt einfach Technologie, die ist da. Die können wir auch ganz profan einfach angehen und sagen: Nee, wir haben uns das ein bisschen anders vorgestellt. Und ehrlich gesagt, es ist für uns auch nicht mehr so obskur. Also, wenn Elon Musk jetzt einfach den Algo veröffentlichen will, soll er mal. Das werden sich sofort 100 Leute forgen und gleich mal ein Cloud-Code-Audit machen für sich, ja, und dann werden diese Berichte auftauchen. Mittlerweile ist ja auch dieses Open-Source-Prinzip völlig neu zu lesen. Bisher hieß es ja immer: ja gut, Open Source, aber wer guckt denn wirklich in den Code, ja? Mittlerweile ist das ja, also es macht ja richtig Spaß, ohne Ahnung in so einen Code zu gucken und sich das von Claude einfach Zeile für Zeile erklären zu lassen. Also man kann jetzt Es gab da von Gabriel Joran und Freunden vor 15 Jahren oder so in Berlin eine Veranstaltung bei der Wikimedia Quellcode-Lesung Dann haben sie sich eben den Quellcode genommen, mit dem man auf dem Mond gelandet ist und sind ihnen heute nochmal durchgegangen. Was bedeuten eigentlich die einzelnen Zeilen? Das kann heute jeder für sich alleine machen und es macht auch Spaß. Es ist eben nicht mal mit Arbeit verbunden. Man sagt einfach, den KIs erklär es mir wie in einem Fünfjährigen, ja. Und dann wird einem das einfach, und ich denke mal, ab nächsten Jahr kommen dann auch sofort, erklär Videos und so. Also, das ist einfach, das ist so eine neue Welt.

11:44 Gavin Karlmeier

Ja, voll.

11:45 Stefan Schulz

Aber mein zweiter Punkt, den wir heute auch ein bisschen beachten können, ich finde, Instagram ist die eigentliche, also das, was Mark Zuckerberg sich immer gewünscht hat. Ist eigentlich Instagram. Instagram ist jetzt diese alte Facebook-Idee. Alle Leute sind da, alle Leute haben eine Adresse, alle Leute verwenden diese Adresse auch. Also man trifft sich zufällig und tauscht die Instagram-Namen auf. Aus, jeder lädt da alles hoch, niemand muss Texte schreiben, jeder ist davon entlastet, keiner hat Bock auf Schreiben, alle machen ein Video von hier, ein Bild von da und so. Und ich finde, Instagram Widerspricht jetzt auch ein bisschen meiner vorherigen Lobrede so, aber Instagram ist einfach ein Silo, der als Silo so krass eine wesentliche Einrichtung in unserer Gesellschaft geworden ist, dass wir ernsthaft darüber nachdenken müssen. Niemand darf hier einfach den Strom abschalten. Egal wie die Eigentümerstrukturen sind.

12:37 Gavin Karlmeier

Also du meinst einfach. Das ist so sehr kritische Infrastruktur, dass wir auch alle Dinge, die mit Instagram einhergehen, eigentlich hinnehmen müssen.

12:46 Stefan Schulz

Ja, mit dem hinnehmen müssen, da hader ich halt. Ich stelle erstmal nur fest, okay, Stromausfälle sind scheiße, haben wir jetzt in Berlin gesehen. Internetfälle sind auch scheiße. So, wir sind jetzt schon so weit, dass wir sagen, Internetausfälle sind so schlimm wie Stromausfälle. Da geraten Leute in Panik, dann wissen sie nicht wohin. Da muss dann sofort die Polizei in den Stadtteil fahren und sagen, es ist alles okay, es ist nur das Internet ausgefallen. Und ich glaube, mit Instagram ist es mittlerweile auch so. Wenn Instagram ausfällt, machen sich Leute Sorgen und ich finde irgendwie zu Recht. Unberechtigterweise, ja, liegt das halt alles in der Hand von Mark Zuckerberg und so. Aber zu Recht nutzen Leute das als das Angebot, wie es da ist. Mir fällt das immer wieder auf, dass ich auf Instagram Sachen sehe, die ich wirklich begeisterungswürdig finde. Und diese Leute haben weniger Follower als ich. Und da komme ich immer so ins Stutzen und denke mir, okay, das ist jetzt wirklich substanziell neu. Das ist nicht einfach nur eine Verlagerung von Hollywood auf ein neues Medium und dann folgen alle nur noch Superstars, sondern mittlerweile haben wir da wirklich eine zerklüftete vierschichtige Infrastruktur, so eine soziale Landkarte, die eben nichts mehr mit dem, was vorher war, zu tun hat. Und die ist schützensunst bewahrenswert. Also das wäre so ein Fall für, das müsste man in tausend Jahren aufwendig mit so Pinseln aus dem Boden auskratzen und in archäologischen Museen. Reitstellen und hier.

14:08 Gavin Karlmeier

Ich habe letztens darüber nachgedacht, es gibt ja so ein paar, die das versuchen. Wir haben über Annas Archive hier gesprochen, die diesen ganzen Spotify-Download gemacht haben. Die Wayback-Machine gibt es, wo du so ein bisschen Internetarchiv herstellst, aber Wenn du jetzt ein Buch schreibst und du bist ja jemand, der schreibt schon mal ein Buch, dann ist es ja normal, dass du einen Brief von der Deutschen Nationalbibliothek kriegst und da steht dann drin, bitte schick mir zwei Exemplare, damit wir eins nach Frankfurt, eins nach Leipzig bringen können, damit diese Bücher der Nachwelt erhalten bleiben. Und das passiert mit dem Internet eben nicht. Also wir erleben eigentlich, dass irgendwann, also mal angenommen, wir haben wirklich, meine These tritt ein und wir kriegen wirklich so einen analogen Vibeshift dieses Jahr. Und die Leute fangen wieder an, echt Fotos zu machen auf Film und so. Und das würde sich fortsetzen. Dann gäbe es so 20 tote Jahre in den Fotoalben, die eben alle einfach nur auf irgendwelchen Clouds gelegen haben, aber eben gar nicht in der Realität. irgendwie existiert haben als Abbild des Momentes.

15:00 Stefan Schulz

Ja, also für uns die westliche Welt, Amerika, Europa, ist Instagram einfach ein Silo. Über das wir uns ernsthafte Gedanken machen müssen. Das muss einfach zur Verfügung gestellt werden, auch im lebendigen Betrieb. Also nicht nur archivieren, sondern gleich mit APIs, dass man richtig Zugriff drauf hat. dass ich meine Bilder, die ich bei Instagram poste, weil ich da das Publikum entsprechend finde, nicht einfach über eine API auf meine Webseite holen kann.

15:25 Gavin Karlmeier

Und da sind wir jetzt bei dem Punkt, wo ich sagen würde, es ist kein Widerspruch zur ersten These, sondern auch hier, Reclaim Social Media. Also nur weil Instagram so groß ist und so wichtig ist und so essentiell ist für unsere Gesellschaft. bedarf es eigentlich nicht besonderer, besonderen Bestandsschutz von dem, was da gerade ist, sondern eigentlich erst recht müssen wir das als solches verstehen. Und wenn man das dann weiter denkt, sind wir ganz schnell bei einer Verstaatlichung von Instagram. Also Instagram für alle.

15:52 Stefan Schulz

Ja, genau. Ja, das wäre dann sozusagen das Extrem. Also vielleicht können wir die beiden Thesen so in Einklang bringen, dass wir sagen, bei den ersten Sachen, die ich genannt habe, ist ganz viel Ablösung dabei. Also da geht es einfach um neue Sachen schon allein. Weil mir jetzt Cloud Code einfach Infrastruktur bereitstellt, nicht nur Inhalte. Ich kann wirklich sagen, ich brauche das nicht nur als Inhalt, die Audiodatei oder so, sondern ich brauche sie auch als RSS verfügbar, sodass jeder die einfach abonnieren kann. So, das ist ja möglich. Bei Instagram würde ich halt sagen, das ist mittlerweile so weit gewachsen einfach. Das können wir nicht einfach ablösen, sondern da muss man so richtig eigentlich mal rein, aber auch eben ohne es kaputt zu machen.

16:31 Gavin Karlmeier

Ja.

16:31 Stefan Schulz

Also sobald man da rangeht, wachsen ja immer gleich so, und dann kommen gleich die Konkurrenten und sagen, ja, ja, klar müssen wir jetzt TikTok verstaatlichen, weil davon habe ich ja am meisten und so, ja, und dann werden so Briefe geschrieben. Nee, sondern wir brauchen einen alten echten Diskurs, wie wir jetzt mit Instagram umgehen. Wir klären uns auch per Instagram mitsverabredet.

16:47 Gavin Karlmeier

Das stimmt auch. Aber ich habe eine kleine Gegentese. Vor zehn Jahren hätten wir das gleiche bei Facebook gemacht und über Facebook gesagt. Also wir hätten gedacht, das, was Facebook jetzt gerade ist, ist ein Telefonbuch für alle. Jeder kann da alles veröffentlichen und alle sehen. Das hätten wir als unzerstörbar wahrgenommen, weil wir gesagt haben: das ist der Status quo. Wir alle sammeln uns dort, wir können uns darauf einigen. Wir finden nicht alles super, was da passiert, aber das ist nun mal der Ort, der die Realität gerade versammeln lässt. Und ich glaube, dass diese Uneinholbarkeit dieser Plattformen, dass die nicht in Stein gemeißelt ist. Also wir könnten uns durchaus in zehn Jahren uns wieder treffen und würden beide darüber lachen, was wir heute gesagt haben.

17:26 Stefan Schulz

Ja, aber wir haben halt heute schon ein empirisches Beispiel, wo ich nicht drüber lache und das ist Twitter. Ich vermisse das sehr.

17:33 Gavin Karlmeier

Ja, ich auch.

17:34 Stefan Schulz

Diese Zeiten, in der einfach klar war Wenn ich ein Ticket für den CCC haben will, poste ich das auf Twitter und irgendwann wird eine Antwort kommen und die Kongressbegleitung ist natürlich auch gleich da und das ganze Nachleben auch und überhaupt. Ja, ich muss nur den Hashtag Sale123Z irgendwas verwenden. Und so geht es quasi wie jede Wochenendveranstaltung durch. Das ist halt wirklich vorbei. Also Twitter wurde sozusagen kaputt gemacht. Ohne abgelöst zu werden. Und das wünsche ich mir bei Instagram explizit nicht. Also ja, Strukturwandel schön und gut. Irgendwas wird schon irgendwann mal irgendwie kommen und so. Aber Instagram ist halt wirklich ein Sonderfall.

18:07 Gavin Karlmeier

Ja, verstehe. Naja, vielleicht werden wir irgendwann alle auf dezentralen Plattformen unterwegs sein und das Gefühl haben, das ist jetzt hier das neue Instagram. Ja. Glaubst du daran? Bei all dem, was du da erzählst und bei deinen Gedanken und deinen Thesen, glaubst du daran, dass wir vorher später alle dezentral unterwegs sind im Netz?

18:25 Stefan Schulz

Ja, denn irgendwann, also irgendwann wird das Internet so eine ganz große Allgemeinheit werden. Wir erleben das jetzt beim Stromnetz, dass ich finde Schon ab nächsten Jahr werden sich die Leute fragen, wie war denn mal bei euch der Strom ausgefallen? Habt ihr keinen Akku im Keller? So? Sieben Tage Strom aus dem Keller muss doch möglich sein. Ich habe doch da bei der Messe so einen Schrank gesehen, der kostet doch nur 10.

18:45 Speaker 3

000 Euro, ja.

18:46 Stefan Schulz

So, und diese Frage, also da steckt ja Dezentralität drin. Nur dafür muss halt das milliarden-milliardenschwere Stromnetz und die ganze. . Wirtschaftliche Infrastruktur drumherum wirklich richtig krass so mega etabliert sein, als wären es einfach Bäume, die natürlich da stehen, weil Gott hat ja Bäume erschaffen und so. Also, das ist so So richtig selbstverständlich wird. Und das Internet ist kotzt davor, finde ich, so super selbstverständlich zu werden. Also wenn wir nächstes Jahr, und ich, also die Legende sagt ja, mein iPhone 17 hat zwar noch kein richtiges Apple-Intelligence, aber die Hardware dafür ist schon da. Apple will es nurse Software noch, ja. So, wenn wir KI von Anfang an sofort so dezentral denken, wie es ja jetzt schon in den Markt reindrückt. Dass die Chinesen einfach kommen und sagen, ja, wir haben das hier im Keller so schon mit eurer Hilfe so, ja, aber wir haben das mal so im Keller nachgebaut und es funktioniert genauso gut. Da steht so ein 5 Billion Nvidia schon für so ein paar Wochen so ein bisschen blank da. Ja, das stimmt. Und da rücken die Einschläge näher. Und von daher denke ich Diese Idee mit seinem Star Trek-Computer zu sprechen. Also meine Kinder sind jetzt so 9, 13, 15. Wenn die so alt sind wie ich, ist das alles Selbstverständlich so. Da wartet man nicht, dass ein Server reagiert, bis eine Anlage von einer KI kommt oder so. Oder dass der Strom von irgendwo aus dem. großen Kraftwerk geschickt werden muss, sondern da ist einfach völlig klar, wie es funktioniert.

20:11 Gavin Karlmeier

Und das Spannende ist aber, finde ich, und das ist so eine Sache, die habe ich auch das habe ich ein hundertmal gesagt, aber trotzdem. Dadurch, dass alles auf der einen Seite immer komplizierter wird und immer weniger verständlich wird, auf der anderen Seite aber immer selbstverständlicher und immer mehr es funktioniert schon Entsteht gerade so ein bisschen, habe ich das Gefühl, so eine Generation Kluft, weil meine Generation, und ich weiß nicht, wie es bei dir ist, weil, also ich bin 36, ich glaube, du bist so ein paar Tage älter als ich.

20:36 Stefan Schulz

42, ja.

20:38 Gavin Karlmeier

Dann wirst du das aber auch noch beobachtet haben. Wir haben damals noch in der Windows-Registry rumgedoktert und wir haben selber irgendwelche Systemdateien ausgetauscht, wenn ein Spiel nicht funktioniert hat, dass wir. auf dem Schulhof gebrannt gekriegt haben und so. . Also wir haben uns durchaus mit den Machenschaften im System unter der Haube beschäftigt. Nochmal anders, mein Vater hat damals programmieren gelernt, weil der eben auf dem Amiga oder auf irgendwelchen Computern aus 89 eben verstehen wollte, wie es funktioniert und selber gestalten wollte. Inzwischen ist das alles so unverständlich geworden für Leute, die damit aufwachsen, weil es auch so selbstverständlich ist, dass die, wenn bei denen der Computer nicht hochfährt, die nicht ins BIOS gehen, sondern zum Apple Store.

21:20 Stefan Schulz

Und das ist, glaube ich, ein großer Unterschied. Das sagt man aber über Heizungsanlagen und Druckmaschinen auch. Und die werden halt trotzdem selbstverständlich und funktionieren. Und am Ende entsteht ja auch eine Infrastruktur, die es am Laufen hält. Und da würde ich halt sagen Wenn Kinder heute, das ist ja auch schon wieder fast ein bisschen Geschichte so, aber wenn die in Minecraft Computer bauen, die wirklich funktionieren, weil man da einfach mit Bits Nullen und Einsen zusammenbaut. So, dann stellen die sich ja Fragen, wieso funktioniert das in Minecraft? Und dann sagt man ihnen, naja, das ist im Grunde das Grundprinzip, ja, du hast ja ein Re-Entry festgestellt. Also die Umgebung deiner virtuellen Bits funktioniert halt genauso. Und die hat aber auch wieder, also ja, dieses Layer-Prinzip. Was eben heute bedeutet, man kann dem nachgehen. Also man kann sich das auf einer einstündigen Autofahrt im Gespräch mit Gemini einfach erklären lassen. Und wenn das Intrinsische der Motivation hoch genug ist, Dann schafft man das auch, so auf den Bodensatz davor zu stoßen, dass man am Ende in so einem Labor sitzt und selber die nächsten KIs mittrainiert und so. Und von daher finde ich, weil du jetzt gesagt hast, das ist so undurchschaubar, Ich finde gerade jetzt, dazu habe ich auch nochmal jetzt so einen anderthalbstündigen Podcast, der kommt demnächst bei Corporate Therapy, wo wir über die Obskurität sprechen, also genau diese Undurchschaubarkeit. Und es betraf eben das Management und die Maschinen in der Arbeitswelt zum Beispiel. Und keine Eigentümer und kein Arbeitnehmer muss ich heute einfach so die Befehle anhören, sondern man kann ja sofort Gemini mal fragen, gleiche das mal bitte ab mit den letzten Kennziffern, die von meiner Firma veröffentlicht wurden oder wie auch immer. Bringen wir mal die Plausibilität rein. Und wenn da Schieflagen sind, sind dann halt Schieflagen drin. Und die kann man dann auch besprechbar machen, und zwar für jedermann. Also in der Hinsicht liegt eben nicht nur Obskurität, sondern dadurch, dass die Maschinen uns jetzt selbst erklären können, wie sie funktionieren. Da besteht auch wirklich die Möglichkeit, dass man es ohne ein aufwendiges Studium, wo man wirklich Bücher lesen muss, trotzdem so weit nachvollziehen kann, dass man eine gewisse Hoheit, eine Handlungshoheit und so eine Überschaubarkeit Was bedeutet eigentlich, wenn ich meinen Prompt jetzt losschicke und sage, liebes Claude, installiere mir Docker auf diesem Server, damit ich danach Discourse installieren kann? Das muss nicht undurchschaubar bleiben, weil es funktioniert ja und also hat man auch ein Interesse zu fragen, wie es funktioniert.

23:37 Gavin Karlmeier

Ja, es gibt eine kleine Einschränkung, und zwar ist das die Tatsache, dass Maschinen sich ja auch So wie auch Tiere zum Beispiel, sich nicht zwangsläufig selbst vergewissern können und von ihrer eigenen Existenz Verständnis haben. Also, Gemini Villa und alle Large Language Models Die geben zwar sehr häufig Antworten, die richtig sind, aber das ist nicht ihr primäres Ziel, sondern das primäre Ziel ist erstmal Antworten zu geben, die richtig klingen. Und das macht es natürlich. Also ich würde mich nur nicht nur darauf verlassen, mir von Gemini erklären zu lassen, wie sowas funktioniert.

24:07 Stefan Schulz

Ja, aber das haben wir bei Menschen auch, und auch Lehrer und Polizisten und Staatsanwälte müssen durch äußere Umstände, die wir mitgestalten, diszipliniert werden, in die richtige Richtung zu sehen. kommunizieren.

24:19 Gavin Karlmeier

Okay, guter Punkt.

24:20 Stefan Schulz

Ja, also da gibt es einfach Rechtssysteme und Anreizstrukturen wie Geldzahlungen und wie auch immer. Und so wie ich das jetzt sehe Dass man L<unk>Ms hat, die genau diese Unschärfen mitbringen, aber daneben jetzt so ontologische Modelle wie von diesem Meta-Aussteiger, der das jetzt auf seine eigene Weise macht und sagt, nein, nein, wir bauen jetzt künstliche Intelligenz von unten her. Wir kommen mit elementarem Wissen. So wie ein kleines Kind erstmal stolpert und sich dann wehtut und elementare Physik lernt. Und dann kombinieren wir das aber später, dass man nämlich einen Prompt hat und der eine Antwort liefert und wir das mit diesem ontologischen System so als Reasoner dagegen spielen. Und nur wenn das plausibel ist, ja. Geht das in Koevolution weiter? Also, es ist halt kompliziert und nicht zu einfach nachzuvollziehen. Man kann es aber nachvollziehen. Also, ohne den Menschen würde sich das nicht von selber, ich glaube, da sind wir noch nicht. Fortentwickeln, sodass es wirklich niemand mehr versteht. Aber ich bin, muss ich sagen, nach sehr düsteren Jahren, gerade was 2016, Trumps Wahlerfolg und wie Meta darauf reagierte und so weiter und so fort, ja Denke ich mir, nee, ich sehe jetzt so Anthropic, die sehr viel Forensik zum einen sagen, dass sie es machen müssen, weil sie ihre eigene Maschine nicht so richtig verstehen und mehr so vom Züchten des KI-Modells als von der Entwicklung sprechen und die aber auf ihrer Webseite Diese ganze Forensik eben auch öffentlich begleiten. Und von daher würde ich sagen, ich bin eigentlich gerade ein bisschen positiver als das letzte Jahrzehnt, wenn ich mir die jüngsten Zensuren so anschaue.

25:44 Gavin Karlmeier

Das mag ich. Und dann gibt es aber auch so Modelle wie Grog, die ja von vornherein gar nicht gar nicht sich frei entfalten können, sondern die von vornherein sozusagen darauf gedrillt werden. die Ideen des Besitzers auszuführen, auszuüben, umzusetzen. Und da steigen wir auch direkt in die in die Meldungen von heute ein, weil das, was jetzt CNN recherchiert hat, ist wahnsinnig interessant, passt So zu der ganzen Geschichte, dass Grog plötzlich eigentlich nur noch Menschen in Bikini zeigt. Zumindest war das bislang so, nicht Ist nicht mehr ganz uneingeschränkt, so sprechen wir auch gleich drüber. Aber der Grund, warum Grog angefangen hat, das zu tun, sagt CNN und bezieht sich dabei auf Ex-MitarbeiterInnen. Dass Elon Musk unglücklich damit gewesen sei, wie überzensierend diese KI sei. Und dass man sich deswegen dazu entschieden habe, jegliche Form von Guardrails, also von Leitplanken, aus dem System rauszunehmen, damit eben Elon Musk sich nicht mehr schlecht damit fühlt, dass die Meinungsfreiheit damit eingeschränkt wird, dass keine minderjährigen Menschen in Bikinis mehr dargestellt werden können.

26:48 Stefan Schulz

Also ich, äh, das ist eben dieses Instagram-Dilemma, ja. Sachen passieren, die uns alle unglücklich machen können. Und sie passieren trotzdem, damit sie eine Person nicht unglücklich machen. Also unser ganzes Schicksal hängt davon ab, was ein Eigentümer will. Weil er einfach die Zugangsdaten zu dieser Maschine hat.

27:07 Gavin Karlmeier

Ja.

27:08 Stefan Schulz

So. Wir wissen mittlerweile, wie diese Techniken funktionieren, ja. Also, das ist ein grundlegendes, wir haben überhaupt die Kapazität und dann kommt aber so ein Layer von Alignment. Menschen haben nochmal drüber geschaut, auch düstere Geschichte, wie in irgendwelchen Kellern in Bangladesch, sozusagen die Bilder aussortiert wurden, die bitte von OpenAI nicht veröffentlicht werden. Und jetzt sagt Elon Musk einfach: genau diesen Sicherheitslayer will ich dann nicht. Sondern feuerfrei, ich schicke das auf die Gesellschaft los. Wir können fast froh sein, dass es hier jetzt um Nacktbilder geht und nicht um Anleitungen und Rezepturen für irgendwelche Waffen oder sowas, ja.

27:40 Gavin Karlmeier

Ich wäre mir nicht so sicher, ob Grog da auch große Einschränkungen macht gerade.

27:43 Stefan Schulz

Ja, weil dann wäre auch völlig klar, hier muss jetzt sofort politisch reagiert werden. Das ist ja dann wirklich wie ein Gefahrguttransporter, der einfach brennend mit 200 kmh über die Autobahn fährt. Da würde auch keiner daneben stehen und sagen, ja, es ist schon blöd irgendwie und es ist auch für uns unangenehm, sondern dann wäre echt Gefahr im Vollzug. Also in der Hinsicht würde ich hier dieses Problem und das Thema, an dem wir es sehen, mal ein bisschen trennen und sagen Ja, ja, das ist schon blöd, dass es um nackte Körper geht und Menschen, die das nicht wollen, aber dass es überhaupt so eine Entfesselung von dieser neuen maschinellen Kraft gibt. Das finde ich wirklich crazy und dass das aufgrund von ja Elon Musk war unhappy und rennt in seine Belegschaft rein und sagt halt Ihr Ingenieure seid gefeuert und ihr macht das jetzt für mich.

28:23 Gavin Karlmeier

Genau.

28:23 Stefan Schulz

Das ist einfach, dass wir das immer noch dulden, ja. Ist wirklich grotes. Also hier finde ich auch Ist auch in Europa einfach wirklich angesagt, es muss Gesetze geben, die sagen, okay, dann ziehen wir erstmal den Stecker, bis das Problem gelöst ist. Wird erstmal stillgelegt. Wie viele Betriebsschließungen haben wir bei Corona gemacht, weil Gefahr drohte, eventuell ist so 300 Kilometer entfernt ein Virus und es käme dann hierher. So, alles liegt still, ja. Wir machen 500 Milliarden Sonderhaushalte und so. Und hier ist einfach eine Technologie außer Rand und Band Ja, was soll man sagen? Wir können hoffen, dass hier irgendwelche Politiker zuhören, die das mal in ihre Gremien so ein bisschen als Alarmismus auch mitbringen, anstatt jetzt einfach, es ist schlimm genug, ja, nackte Körper abzuhandeln. Aber es geht wirklich nicht nur um die nackten Körper.

29:05 Gavin Karlmeier

Ist so, ja. Übrigens, dieses Alignment-Beispiel, das erlebst du in eigentlich jedem Unternehmen. Also, wie häufig sitze ich denn in irgendwelchen Social Media Beratungen zum Beispiel. Und dann frage ich, warum habt ihr das gepostet? Was glaubt ihr, was sollen Leute damit anfangen? Und dann ist die Antwort, ja der Chef wollte das. Also es ist dann einfach so eine Mischung aus Ego, Machthunger und fehlende Kompetenz, dass man einfach Entscheidungen trifft. die einfach nur Leute glücklich machen oder auch Befehle gibt ins Unternehmen, Anweisungen, die auf gar keiner Kompetenzgrundlage stattfinden, sondern einfach nur auf der Selbstverwirklichung oder dem Glauben. Man wisse, ist eh alles besser.

29:44 Stefan Schulz

Ja, hier hast du ja in unsere Übersicht reingeschrieben, Indonesien hat darauf reagiert und gesagt. Wir blocken jetzt Grog.

29:52 Gavin Karlmeier

Genau, als erstes Land der Welt hat Indonesien die Entscheidung getroffen, dass Grog eben nicht mehr nutzbar ist. Übrigens, nach Redaktionsschluss kam noch dazu, dass Malaysia auch den Zugang zu Grog sperrt. Das sind immerhin zwei Länder, die da Konsequenzen ziehen. Wir in Europa schauen uns das Ganze immer noch an, wie der Lkw über die Autobahn rast.

30:09 Stefan Schulz

Also ich finde, hier mussten auch neue Beratungen eingezogen werden. Wir haben ja zum Beispiel so internationale Abkommen zum Thema Klima. Oder Menschenrechte, wo einfach klar ist, okay, Völkerrechts-Eine Ebene zu hoch, Länder erkennen sich so an, aber was die Regierung dann im Detail machen, ist im Grunde egal. Und wenn eine Regierung wechselt wie von Biden zu Trump, ist das völkerrechtlich auch egal, weil es ist ja noch Amerika. Und ich finde, irgendwie kann man solche Länder wie Indonesien, wenn es sich jetzt Malaysia anschließt, man könnte auch in so einer großen Idee des Abkommens denken, dass man sagt Naja, diese Konzerne sind so wichtig wie Länder und die haben Regierungen und die treffen Entscheidungen und es gibt halt Entscheidungen, die wir als Nationenclub und zwar die Regierungen, die gerade am Werk sind, die das nicht akzeptieren. So, und dann wird einfach ein Schalter umgelegt. Wenn dann wie ein Land wie Polen einfach sagt, nee, wir wollen jetzt einfach, dass Peace wieder regiert, weil die auch ein Wahlversprechen machen mit, ja, bei uns gibt es dann bei Grog Nacktbilder, dann ist das halt so, ja. Aber dass man überhaupt erstmal so einen Club-Charakter herstellt, der international da wirklich handlungsfähig ist. Beim Klima hat man es irgendwie hingekriegt, da gibt es große Konferenzen, auch wenn die jetzt schon wieder ein bisschen aus dem Spiel genommen werden und so, aber hier könnte man auch mal über neue Regime nachdenken, die genauso international und eben zügig agieren können, wie diese Unternehmen ja auch. Also diese Entscheidung, die Elon Musk trifft, aufgrund seiner kleinen Unzufriedenheit, hat er wirklich fünf Minuten später auf der anderen Seite der Welt einfach Konsequenzen.

31:32 Gavin Karlmeier

Ja.

31:32 Stefan Schulz

So, und dann muss einfach genau so eine Welle politisch zurückrollen. Und dass Indonesien und Malaysia hier dann wieder so alleine stehen und nach Redaktionsschluss, wenn man nicht noch hört, es sich auch Merz mal dazu äußert oder der deutsche Familienminister oder was auch immer so, ja. Das finde ich auch skandalös.

31:46 Gavin Karlmeier

Friedrich Merz bestellt den Botschafter von XAI ein. Das Problem ist, diese Argumentation, da würde, glaube ich, d'accord gehen mit Peter Thiel. Der würde es ähnlich sehen, für ich dich.

31:57 Stefan Schulz

Ja, Peter Thiel macht natürlich dieses Argument zu sagen, sehr große Unternehmen stehen künftig bitte ganz kleinen Ländern gegenüber, die können aber dann so als Bünde machen, was sie wollen. Das ist natürlich ein anderer Diskussionsstrang, das will ich nicht. Ich will keine Kleinstaaterei, die man sich nur wünscht als Wirtschaftsboss, weil man dann eine kleinere Macht sich gegenüber hat. In der Hinsicht hofft man ja auch immer, dass so ein Klimaabkommen einfach nur die Vorstufe ist für echte Klimapolitik, die dann EU-weit wirklich richtig mit Richtlinien und Verordnung reinkommt. In der Hinsicht sage ich ja auch, ich habe jetzt diese Idee, diese Idee des großen Abs. Abkommens, wo man weltweit einfach mal schnell so ein paar Regeln einfach durchsetzen kann, weil man sie vorher schon formuliert hat, bevor Not am Mann ist, dass das natürlich ein Weg zur Politik, zur dann auch, wie auch immer, also die EU ist ja, da finde ich schon ein Einfallstor, dass man sagt, nee, nee, wir regeln das jetzt mal für EU-länder weit. Also wenn hier Gefahr gut brennt, legen wir den Schalter um, statt einfach zuzuschauen, wie Indonesien das macht und Australien das auch und wir dann so ein bisschen, ja, keine Ahnung, wir haben Schon so Gesetze, aber wir machen erstmal Ermittlungen und so. Dafür ist ja einfach zu viel Not am Mann.

33:13 Gavin Karlmeier

Ja, und das geht so weit mit diesen Ermittlungen, dass die EU jetzt Ex angeordnet hat. Dass alle Grog-Dokumente, die im Moment im Umlauf sind und die sich mit dieser Generierung von sexualisierten Fotos beschäftigen, dass die bitte bis Ende des Jahres aufgehoben werden müssen, damit die EU dann im Laufe ihres Überprüfungsverfahrens, Ermittlungsverfahrens darauf dann zugreifen kann. Also Sie gehen davon aus, dass Sie bis Ende 2026 brauchen, um das Ganze aufzuarbeiten, sonst würden Sie wahrscheinlich kürzere Deadlines setzen hier.

33:39 Stefan Schulz

Und wahrscheinlich meinen sie mit Dokumente noch DIN A4 Zettel.

33:42 Gavin Karlmeier

Elon Musk wollte auch ausgedruckten Code damals.

33:47 Stefan Schulz

Irgendwo schlummert hier noch so ein kleiner Hinweis, weil du jetzt sagtest, dann bestellt. Friedrich Merz, den Außenminister von Krog, ein und so. Mittlerweile lässt man ja Krog selber kommunizieren.

33:58 Gavin Karlmeier

Ja.

33:59 Stefan Schulz

Das finde ich auch so irre, dass man ja keinen menschlichen Ansprechpartner mehr hat, der mal Verantwortung übernimmt. Sondern Grog selbst spuckt eine Antwort aus und die wird dann plötzlich verwendet als DPA zitiert das.

34:11 Gavin Karlmeier

Die dpa zitiert Grog. Krog entschuldigt sich. Das ist doch absurd. Aber XAI hat Konsequenzen gezogen, zumindest auf der Oberfläche, denn sie haben schon am Freitag angekündigt, dass öffentliche Bildgenerierung grundsätzlich ein Premium-Feature sei. Sprich, wenn du dich jetzt auf X, der wahrscheinlich nicht für den Haken bezahlt hat, dazu entscheidest, dich selber im Bild-System-System-System-System-System-System-System-System-System-System-System- Bikini generieren lassen zu wollen, dann könntest du das so nicht tun, zumindest nicht über den Umweg der Twitter-Timeline oder Ex-Timeline, jetzt sage ich selber schon Twitter, der X-Timeline, sondern du müsstest quasi, und das ist interessant, das über die Grog-Website oder als private Anfrage machen, weil dann macht Grog das nach wie vor völlig uneingeschränkt, also was hier XAI als Entscheidung oder X getroffen hat. Ist, dass es zumindest erstmal von der offenen Bühne verschwinden soll, diese Generierung, die hochproblematisch ist und die wir ja jetzt auch wirklich häufig schon auch besprochen haben, dass man zumindest nicht mehr mitkriegt, was die Leute da alle machen.

35:04 Stefan Schulz

Ja, das ist im Grunde das Geschäftsmodell der alten Porno-Kinos. Im Schaufenster zeigst du, was es gibt, nachdem du ein Ticket gekauft hast.

35:12 Gavin Karlmeier

Genau.

35:12 Stefan Schulz

So, das ist diese Promotion jetzt, mit der Elon Musk versucht, da Geld rauszuholen.

35:16 Gavin Karlmeier

Ja, das ist genauso. Genau, und die EU, habe ich gerade schon gesagt, macht nicht so viel. Großbritannien dagegen, da hat der Premierminister, und das finde ich großartig, obwohl er das gesagt hat, also der Premierminister von Großbritannien, der heißt Wo habe ich mir das denn aufgeschrieben? Weißt du das ausschermt? Genau, Starmer, danke. Der hat gesagt, die Verwendung generativer KI, um Menschen ohne ihre Zustimmung auszubeuten oder zu sexualisieren, ist abscheulich, hat er einem Radiosender mit dem Namen Greatest Hits Radio gesagt. Und das wird überall auch so zitiert, dass Greatest Hits Radio jetzt die Quelle ist in der Starmer gerade zitiert wird. Ähm, das ist ein australischer Sender und deswegen hat auch der australische Premierminister Anthony Albanys auch schon gesagt, dass ihnen das zu dass das Grund für große Sorge für ihn ist, was gerade bei Grog passiert. Also es scheint gerade so, als würden sich die Einflüsse Großbritanniens dahingehend zeigen, dass man sich da zusammentut. Weil man nicht mehr in der EU ist, muss man sich jetzt anderswo Mehrheiten suchen. Aber Hauptsache alle Trommeln laut gegen XAI, das kann ja eher nur der Sache dienlich sein, würde ich sagen.

36:16 Stefan Schulz

Ja, also das ist ein ernstes Problem. Wenn Politiker sich da dazu äußern, also Aufmerksamkeit draufwerfen. Und wir wissen, es gibt genug Leute, die einfach im Fernsehen sehen, Momentchen mal, mir wird hier immer die ganze Zeit erzählt, da steht ein Kandidat in Aussicht, der Frauen einfach an die Genitalien greift. Finde ich eigentlich cool. Also was die Leute so wirklich für Konsequenzen daraus ziehen, weiß man ja nicht. Von daher würde ich schon sagen, also wenn ein Politiker Aufmerksamkeit darauf legt, dass es irgendwo nackte Körper zu sehen gibt. dann sollte man dann auch die Konsequenzen folgen lassen. Gerade wenn es heißt, wir wollen das eigentlich nicht, dass die dann auch echt nicht zu sehen sind. Weil so ist das, ja, spielt es einfach der Promotion von diesem Plus-Abo da an die Hände.

36:58 Gavin Karlmeier

Ja, das stimmt. Leider ja. Wer auch Entscheidungen hätte treffen müssen, abgesehen von der Politik, sind übrigens diejenigen, die die Apps uns zur Verfügung stellen, also ganz konkret Apple und Google. Denn sowohl, ich habe da mal ein bisschen reinrecherchiert, der Apple App Store hat mehrere Guidelines gegen die X und XAI derzeit eigentlich verstoßen, denn zum Beispiel dürfen Apps keine beleidigenden, unsensiblen Verärgernden oder ekelerregenden Inhalte erstellen, sowie ganz konkret offenkundig sexuelles oder pornografisches Material ist Guideline 1. 1 in den App Store-Regeln bei Apple. 1. 2 ist auch bei User-Generated Content dürfen keine anstößigen Inhalte erstellt werden, ohne dass es effektive Mechanismen gibt, die die überprüfen, bevor sie veröffentlicht werden. Das heißt, das, was Grocke macht, ist offensichtlich ein Verstoß gegen alle diese Regeln. Und im Google Play Store gibt es auch klare Regeln, die zum Beispiel verbieten, dass man keine Deepfakes generieren kann, dass man keine sexuell expliziten Inhalte generieren kann, wenn man denn im Play Store so auffindbar sein möchte. Trotzdem haben Apple und Google sich bislang nicht entschieden, diese Apps aus dem App Store zu listen, was The Verge zu der Schlagzeile verleitet hat zu schreiben, Tim Cook und Sunda Bikai, also die beiden Chefs der beiden Unternehmen, sind Feiglinge. Und das kann man so schon festhalten, ja.

38:12 Stefan Schulz

Also als Kommentar in einer Laufenden Debatte finde ich das gut. Aber als Debatte, finde ich, muss man nochmal größer auch andere Argumentationen wählen, wie zum Beispiel. Dass wir uns jetzt sehr lange darüber gestritten haben, öffentlich, was in so AGBs drinsteht. . Und damit so einen Metadiskurs auch angeregt haben, mit der Frage Ist das eigentlich über eine Hausordnung zu regeln? Oder sollte das das Gesetz der Straße sein? Denn wenn wir jetzt sagen, Apple und Google, okay Die sind halt dadurch, dass sie die Handys betreiben, sehr reichweiten stark, ja. Also man kann da wirklich substanziell Sachen rausnehmen, wenn da einfach Sachen nicht zur Verfügung stehen. Aber ich habe ja gerade ein Plädoyer dafür gemacht, dass wir jetzt wieder den Browser wieder entdecken, allgemeine Standards. Das heißt x. com in meinem Safari-Browser auf meinem Telefon. Bleibt ja. Und ich will auf gar keinen Fall, dass Apple jetzt im Browser auch noch entscheidet, was da sichtbar ist. Von daher ist diese Forderung, Apple soll jetzt mal den App Store, aber Safari nicht, ja. Da steckt schon so eine Unschärfe drin, bei der ich sage, ganz Vorsicht, wenn hier Gesetze fehlen, können wir es nicht einfach in die Hausordnung von Apple und Google schreiben und eben hoffen, dass wir durch öffentlichen Druck Also wirklich demokratisch nicht erreichbare Entitäten, die uns auch nicht sagen, wann sie eigentlich tagen. Also ich weiß jedenfalls nicht, wann bei Apple irgendwelche Research- und Developer-Konferenzen sind. Dass wir da jetzt was erwarten. Von daher So großer Fan von The Word ich bin und ich auch diese Idee von wir machen Technikjournalismus und haben auch eine Meinung dazu. Aber in dem Fall würde ich sagen, nee.

39:47 Gavin Karlmeier

Also ich verstehe deinen Punkt. Aber warum man Apple und Google das ja trotzdem vorwerfen kann, ist halt, weil es diese Hausregeln gibt, die sie ja an anderer Stelle sehr häufig als Argument hinzuziehen, um zu sagen. Nee, diese App veröffentlichen wir jetzt nicht, weil es theoretischer möglich ist, dass da mal ein Nippel zu sehen ist. Gleichzeitig aber mit Exia eine App in den App Stores ist, die regelmäßig oder dauerhaft die Top-Ten-Plätze belegt. bei denen sie diese Regeln aber eben nicht durchsetzen. Also dass sie hier Doppelstandards an den Tag legen, eben weil sie zum Beispiel Angst davor haben, politische Sanktionen zu erleben. Und ich glaube, dass man da diesen Vorwurf trotzdem machen können muss.

40:23 Stefan Schulz

Ja, in meiner Wunschwelt, ja. Hätte man halt einfach gesagt, Steve Jobs ist klug und er meint es gut und er sagt, ich habe hier was Neues, einen App Store auf einem Technologie, die die Welt erobern wird. Und ich mache jetzt hier schon mal Regeln, weil die Politik länger braucht.

40:41 Gavin Karlmeier

Ja.

40:41 Stefan Schulz

So. Und die Politik kam aber nie. Der amerikanische Kongress hat einfach niemals irgendwas zum Thema Privatsphäre. Urheberrecht, nichts. Die EU kam dann irgendwann viel zu spät mit dem Datenschutzrecht. Und wir sind alle genervt von Cookies und so weiter, ja, weil der nie ordentlich nachgesteuert wurde und wir klicken Milliarden von Cookie-Bannern weg, völlig sinnlos und grundlos und so. So, und das halte ich halt für ein echtes Problem. Also so müde man immer wird, diesen politischen Appell zu machen. Aber hier muss einfach die Politik mal machen. Es nützt halt auch nichts, wenn da immer nur Hundertjährige sitzen und so ewig brauchen, um sich das Problem erstmal zu verdeutlichen. Ich kenne sehr viele junge Leute, die auch gerne im Bundestag wollten und wenn man die lassen würde sä das schon ganz anders aus und von daher muss der Forderungswind in diese Richtung gehen. Das ist so, ja.

41:32 Gavin Karlmeier

Ich habe noch so kleinere Eggs. Und XAI-Meldungen, die wir jetzt direkt mit abfrühstücken können. Auch eine schlimme Formulierung: Abfrühstücken. Aber hey, ihr hört das ja am Montagmorgen, während ihr im Zug stehen müsst, weil sich keiner getraut hat, Auto zu fahren, weil es glatt ist, bitte fahrt auch nicht Auto. Da müssen wir jetzt gemeinsam durch. Denn Bloomberg hat sich mal die Zahlen von XAI angeguckt, zumindest in Großbritannien. Der ist noch gar nicht groß, bitte, kommen wir gleich weltweit. Und XAI hat im Septemberquartal, also in Q3 2025, wie wir bei LinkedIn sagen, 1,46 Milliarden Dollar Verlust gemacht. Das ist eine halbe Milliarde mehr als im Quartal davor. Das heißt, sie verbrennen einfach hier konsequent massiv viel Geld und haben bisher noch keine richtige Antwort darauf, wie sie da irgendetwas gegen tun könnten. Denn im selben Quartal haben sie 100 Millionen Dollar ungefähr eingenommen.

42:20 Stefan Schulz

Ja. Das ist halt, wenn man viel will. Und die Konkurrenten aber auch. Und es ist eben scheißegal, wer hier gerade sieben Billionen gefordert hat und wer welche Gasressourcen noch abfeuert. Hauptsache das Rechenzentrum läuft irgendwie. Das sind einfach kranke Zahlen. Und da wird man auch in ein paar Jahren drauf gucken und fragen: Habt ihr sie noch alle? Also, warum? Das Kurs Gewinnverhältnis von Facebook war ja immer absurd. Das war ja immer. 10, 20, 30-fach über so normaler Wirtschafterei eigentlich. Aber das, was hier gerade stattfindet, ja, also das ist einfach für einen Appel und ein Ei, Leute bezahlen 20 Euro im Monat hunderte Milliarden investiert werden. Also das wird noch, ich will jetzt nicht von der Blase anfangen und so, wir sind hier nicht der Doppelgänger-Podcast, aber da ist auf jeden Fall noch einiger Diskursbedarf.

43:10 Gavin Karlmeier

Ja, die spannende Frage ist aber halt, wo führt das hin und was ist das Ziel? Denn Elon Musk selber hat, und das wurde schon öfter ja auch gemutmaßt, dass das kommen könnte. hat aber jetzt darüber gesprochen, dass die Interessen der Unternehmen durchaus zusammengeführt werden könnten. Also mal angenommen, Tesla würde in XAI investieren oder SpaceX würde in XAI investieren. Dann stellt sich ja schon die Frage, warum dann der ganze Aufriss? Warum hat man nicht von vornherein das ganze Via Tesla gemacht? Naja, man könnte jetzt, und ich bin immer sehr vorsichtig mit solchen Verschwörungen, aber. Elon Musk stört sich ja schon sehr lange daran, dass ihm nur ungefähr ein Viertel von Tesla gehört und nicht die Hälfte. . . Wenn er es jetzt schafft, mit Hilfe von massiven Überbewertungen, großen Finanzierungsrunden und so weiter, Exer extrem wertvoll zu machen, gleichzeitig Tesla durch absoluten Stillstand in der Entwicklung auf der Plattformene, auf der Fahrzeugebene und so weiter an Wert verliert. Und Tesla würde irgendwann, weil sie mehr Geld übrig haben als XAI, XAI schlucken, hätte Elon Musk automatisch mehr einen deutlich größeren Anteil an Tester als vorher.

44:10 Stefan Schulz

Ja, genau. Und ich kann da leider nicht groß einsteigen, ich kenne mich da zu wenig aus, aber ich habe sehr wohl gesehen, dass dieser Chef von Nvidia auf der Bühne steht und sagt, ich habe mal eben selbstfahndenden Assistenten aus dem Ärmel geschüttet, den man in jedes Auto einbauen kann. Und das sind solche, denke ich mir, so substanzielle Einschläge in so Businessmodelle von heute auf morgen. Das muss man als Tesla dann auch erstmal überleben, abseits der öffentlichen Stimmung gegen Tesla. Also ich frage mich, warum er überhaupt noch so viel Geld hat. Also diese Buchwerte sind mir unbegreiflich einfach.

44:43 Gavin Karlmeier

Tesla übrigens selber will jetzt ein Halbleiterwerk bauen, also Chips. Mit einer 2 Nanometer Größe, das ist ziemlich, ähm ziemlich krass. Also selbst TSMC liegt im Moment bei 3 Nanometer, wenn ich richtig Aber Elon Musk hat dabei auch angekündigt, dass er etwas anders machen möchte als TSMC in Taiwan oder Apple zum Beispiel, die auch, glaube ich, bei TSMC produzieren. Denn er hat angekündigt, dass man in seinem Chipwerk, auch während die Chips produziert werden, eine Zigarre rauchen kann. Was deswegen sehr interessant ist, weil viele andere Chipwerke und bei TSMCs ist es zum Beispiel so, dass Menschen, die in diesen Werken arbeiten, zwei Stunden vorher nicht rauchen dürfen, kein Sprühdeo benutzen dürfen, vorher sauber gemacht werden und so, damit es eben zu keiner Verunreinigung kommt, denn zwei Nanometer Ist wirklich, wirklich, wirklich sehr, sehr klein. Und er sagt, man kann da drin einfach noch in diesen Reihenräumen ohne Probleme eine Zigarre rauchen. Alle anderen hätten Reinräume einfach nur falsch verstanden, sagt er.

45:36 Stefan Schulz

Hast du mal so ein YouTube-Video gesehen oder bei Insta oder irgendwo, wo so eine Maschine erklärt wird, wie diese Chips machen?

45:43 Gavin Karlmeier

Ja, das ist verrückt.

45:44 Stefan Schulz

Also da steht man davor, wie vor so einem Gemälde von Michelangelo und der sextinischen Kapelle und fragt sich, wie geht das und überhaupt, ja? Irgendwer hat vor 400 Jahren Körper aus Steinen rausgeschlagen, wo wir uns bis heute fragen, wie man so viel anatomises Wissen als 17-Jähriger und heute steht das halt in der Villa Borghese in Rom und es verzaubert die Welt. Also es ist einfach pure Magie. Und ich finde es auch mittlerweile Es hat so einen eigenen Charakter von modernen Märchen, ja, wenn so erzählt wird, nur Karl Zeiss kann die Linsen herstellen, nur ASM kann diese Maschine zusammenbauen, nur Taiwan kann die Maschine betreiben und so. Das sind so viele sonderbare und. Also wirklich pure Magie, einfach, dass ich mir denke, ja, dann soll er das doch einfach machen, und dann ist er halt Ja, rauchte halt seine Zigarre neben so einer Maschine und hofft, dass da zwei Nanometer-Dinger drauf gebrüsselt werden in einem Verfahren, das wir alle für unerklärbar halten. Und viel Glück Vielen Dank.

46:43 Gavin Karlmeier

Und wo wir gerade bei Versprechen von Musk sind, denn er hat auch angekündigt, und das hast du eben schon mal kurz angesprochen, dass er den X-Algorithmus nächste Woche als Open Source veröffentlichen möchte. Also innerhalb von sieben Tagen. Das ist unter mehreren Gesichtspunkten eine hochinteressante Ankündigung. Denn erstens hat er das schon sehr häufig versprochen und es gab zwar eine Ankündigung im Jahr 2023 und auch eine Veröffentlichung. Der ist allerdings nur teilweise öffentlich gegangen. Also wir haben keine Gewichte bekommen, wir wissen nicht, welche Faktoren tatsächlich zur Ausspielung von Inhalten geführt haben. Sondern es gab einfach nur so ein bisschen Repository auf GitHub und das soll aber jetzt eben aktualisiert werden, knapp drei Jahre oder zweieinhalb Jahre danach Und die Ankündigung ist eben auch von Elon Musk, dass sie eine Antwort geben soll, warum dir welche Inhalte angezeigt werden. Ob das so kommen wird, ist wie bei allen Versprechen von Elon Musk steht in den Sternen, würde ich sagen.

47:34 Stefan Schulz

Ja, lass uns das doch mal verknüpfen mit dieser Nachricht, dass Anthropic festgestellt hat, dass sehr viele Leute mit, die bei XAI arbeiten, ähm einfach Claude Code dafür benutzen und jetzt wurden die ausgesperrt. Für mich bedeutet das einfach, also diese beiden Meldungen zusammen. Die im Büro von XAI stellen Code her, aber ohne die Hilfe von Claude Code. So, dann läuft das, dann laden Sie es auf GitHub, wie versprochen, von Elon Musk. So, ich, ja, für mich ist es ein Klick, meinem VS-Code zu sagen, forke mir bitte dieses GitHub Repository. Und dann sage ich einfach meinem Cloud Mach mal davon bitte ein Audit nach den und den Gesichtspunkten, zeig mir Verbesserungspotenzial. So, ich habe ja Zugang zu dieser Anthropic-Technik. Die X-Leute nicht. Und das finde ich so wahnsinnig als Idee einfach, dass das so eine krasse Asymmetrie ist, dass mir einfach der klügste künstliche Mitarbeiter der Welt für Coderstellung und so zur Verfügung steht und den halt nicht. Und Elon Musk einfach so Spielereien macht mit, ja, ja, dann laden wir das ganze Codezeug mal zum Stefan Schulz nach Hause. Also, das ist doch einfach absurd. Es gibt doch Leute, die kennen sich da aus, wie man dann damit umgeht. Und die würden doch Also damit so Sachen zaubern können. Also ich, das ist mir alles, was wir von Elon Musk immer hört, ist so sonderbar irgendwie.

48:57 Gavin Karlmeier

Jetzt kommen wir wieder zur CNN-Recherche, in der ja gesagt wurde, dass die meisten XAI-IngenieurInnen Wahrscheinlich EntwicklerInnen, die sich eben mit Sicherheitsmechanismen, Vertrauen, also Trust beschäftigt haben und so weiter, einfach entlassen wurden. Und das waren wahrscheinlich auch diejenigen, die eben gesagt haben, naja, vielleicht sollten wir das nicht alles nur Vibecoden hier, sondern vielleicht mal richtig machen. Die wurden allerdings nicht ausgesperrt, weil Anthropic sich dazu entschieden hat, die auszuschließen, sondern Ähm, sie haben Cursor benutzt, eine Software, die eben auf Entropic basiert hat und die eben nicht mehr auf Entropic zugreifen können, wie XAI-Co-Founder in dieser Woche eben bekannt gegeben hat, Tony Wheeler. Ah, ganz Cursor ist davon betroffen. So klingt es zumindest.

49:36 Stefan Schulz

Das ist eine große Nachricht.

49:45 Gavin Karlmeier

Also die F umgeht. Die Formulierung von Tony Wu, dem XAI-Mitgründer und Mitarbeiter, lautet so. Ihr habt sicherlich schon mit bekommen, dass Entropic-Modelle nicht mehr antworten auf Cursor. Das liegt an einer neuen Policy, die eben Cursor betrifft, was Entropic festgelegt haben sollte.

50:01 Stefan Schulz

Oh, das ist krass. Weil in Google Anti-Gravity ist es drin, also da kann man es benutzen. Und sowieso als Plugin in VS-Code. Und ich muss sagen, also davon kommt auch viel mein Op meines Optimismus vom Anfang, dass das so zur Verfügung steht. Für mich als Nicht-Auskenner, so eine Entwicklungsumgebung zu haben, in der eben nicht nur die Gestaltung von überhaupt Software, sondern eben auch unter Sicherheitsgesichtspunkten diese ganze Audit- und Planungs- Sachen, ja. Also dass da wirklich Intelligenz im Mitglied geliefert wird, das ist erstaunlich. Dass das jetzt in Cursor nicht mehr zur Verfügung stellt, ist für Cursor, glaube ich, ein echt großer Schlag.

50:38 Gavin Karlmeier

Bitte fact-check das. Ihr könnt das ausgekiept wahrscheinlich jetzt schon im Discord lesen, auf www. hakenrand. org. Über 2000 Leute und so, ihr wisst. Vielleicht ist es auch hier ein Einzelfall, der nur XAI betrifft. Wir werden das nachhalten in der nächsten Episode. Ansonsten habt ihr vielleicht eine E-Mail bekommen, vielleicht hast du auch eine bekommen, weil wir vorhin über Instagram gesprochen haben, dass jemand versucht hat, dein Instagram-Passwort zurückzusetzen. Hast du bekommen?

51:01 Stefan Schulz

Nein, ich habe original von einer, also eine halbe Stunde, bevor wir ja uns getroffen haben, von Facebook so eine Nachricht bekommen.

51:07 Gavin Karlmeier

Oh, ja, und das ist deswegen interessant, weil im Darknet. Ich liebe das. Im Darknet sind 17,5 Millionen NutzerInnen-Konten von Instagram aufgetaucht, inklusive E-Mail-Adresse, Nickname, Telefonnummer, Klarname und Standortdaten, vielleicht sogar Adressen Die werden dort verkauft und betreffen 17,5 Millionen Menschen überall auf der Welt und ist eines der größten Leaks, die Meta in den letzten Jahren so erlebt haben. Und was eben passiert ist, dass es offenbar Leute schon gekauft haben und versuchen mit automatisierten Passwort Reset anfragen, diese Konten zurückzusetzen. Wahrscheinlich haben Leute da irgendwie sich auch schon Zugang zu diesen E-Mail-Post-Postfächern verschafft, weil sonst wäre dieser Passwort-Reset relativ witzlos und nutzlos. Instagram selber sagt, wir haben ein Issue gefixt, das dabei geholfen hat, dass Menschen von außen Passwort-Reset-E-Mails anfordern können. Es gab kein Leak-In oder kein Breach in unseren Systemen, die Instagram-Accounts sind sicher. Haben sie auf X gepostet? Die Kita Bier hat drunter geschrieben, ich bin froh, dass ihr es auf X gepostet habt. Auf Threadset ist niemand gesehen. Naja.

52:12 Stefan Schulz

Ja, das ist interessant. Also ich bin gespannt. Es war für mich vorhin der Grund, mich nach Jahren mal wieder bei Facebook anzumelden, einfach zu gucken, ob der Account überhaupt noch da ist oder ob es schon niemandem gelang. ist noch da. Aber ich finde auch, so wie du es jetzt vorgelesen hast, das ist mittlerweile, und ich finde, das sollten jetzt auch Journalisten so langsam so behandeln. Das ist ein profaner Betriebsunfall. Da muss nichts verherrlicht werden. Und das ist auch nicht, ach, das große Silicon Valley, das ist ja unnahbar, wie auch immer so. Sondern das sind jetzt einfach profane Betriebsunfälle. Da holt man sich als Betroffener einen Anwalt und dann wird da einfach irgendwas gemacht und dann ist da entweder Schadensersatz oder was auch immer, je nachdem wie Schaden kalkuliert wird, wie auch immer. Hier können wir nicht einfach wie bei einem Autounfall, ja, da macht das auch keiner. Kleinste Blechschäden, da holt man erstmal die Polizei und man fährt nicht einfach weiter und macht so seinen Alltag, sondern dieser Neue Sicht auf dieses Social Web. Das will ich jetzt. Wir sind jetzt im KI-Zeitalter. Wenn jemand was verherrlichen will, dann ist bitte die KI. Social Media ist jetzt einfach das Normale. Und das sollten wir jetzt auch normal behandeln. Wir haben Gesetze.

53:15 Gavin Karlmeier

Das ist der Stefans'sche Weibeshift. Genau. Das Interessante ist aber, dass es hier nicht wirklich ein Leck gegeben hat, also nicht technisch gesehen ein Leck gegeben hat. Also es war nicht, dass sich irgendjemand von außen Zugriff auf die Server verschafft hat, sondern sie haben es über öffentliche APIs geschafft, an diese Daten ranzukommen. Was natürlich trotzdem eine Indiskretion ist oder ein sorgloser Umgang mit Daten seitens Meta, das kann so in diesem großen Stil sollte das nicht passieren und darf auch nicht passieren. Trotzdem ist es halt nicht so, dass jetzt irgendwie eure Daten unverschlüsselt auf irgendwelchen Servern rumgelegen haben. Es ist aber ein weiterer oder einmaliger eine abermalige Chance, dafür nochmal daran zu erinnern: Leute, bitte macht die Zwei-Faktor-Authentifizierung an. Ja, das ist, muss man so dazu sagen. Gleichzeitig, und das halte ich für eine sehr große Meldung, die aber bislang noch nicht so große Wellen geschlagen hat. Wir haben vor einigen Wochen darüber gesprochen, dass Meta das eigene Oversight-Board beauftragt hat. Das ist ja diese, die gehören zwar zum Unternehmen, treffen aber unabhängige Entscheidungen, die aber vom Unternehmen auch umgesetzt werden müssen. Und das Oversight Board sollte mal herausfinden, in welchen Ländern auf dieser Welt Community Notes nicht ohne weiteres die FaktencheckerInnen ersetzen. Weil es zum Beispiel kulturelle Differenzen im Land gibt, Unklarheiten oder vielleicht auch Schwierigkeiten in der politischen Durchsetzung, weil es zum Beispiel Desinformationen seitens der Politik gibt oder, oder, oder. Offenbar hat Meta nicht darauf gewartet, dieses Ergebnis sich anzuschauen oder das Oversight-Boot machen zu lassen. Denn Radu Uncescu, einer der Reverse Engineerer, über die wir häufiger sprechen, Hat jetzt Hinweise darauf, dass die Community Nodes weltweit auf Facebook ausgerollt werden.

54:57 Stefan Schulz

Also Du hältst das für eine sehr große Nachricht.

55:00 Gavin Karlmeier

Ja.

55:00 Stefan Schulz

Weil, also es geht ja hier um Kern Facebook. Also Leute, die wirklich auf facebook. com, auf dem Newsfeed und so weiter.

55:06 Gavin Karlmeier

Aber wenn was bei Facebook anfängt, wird nicht bei Facebook bleiben.

55:09 Stefan Schulz

Ja. Diese, also es sind im Grunde Kommentare im einheitlichen Format, sodass man sieht, aha, hier gibt es so allgemeine Informationen, auf die könnte ich auch nochmal einen Blick werfen.

55:19 Gavin Karlmeier

Ja, aber es ist natürlich auch ein Feigenblatt. Weil diese Ankündigung, die Faktenchecker durch Community Notes zu ersetzen, in erster Linie damit argumentiert wurde, dass Faktenchecks, die. de facto nur Testate waren über eine konkrete Tatsachenbehauptung. . Also ist etwas richtig oder ist etwas falsch, nachweisbar oder nachweislich. Dass die eben deswegen ersetzt wurden, weil die immer einen zu großen Bias hätten, immer Vogue-Links wären und so weiter und so weiter. Also, das ist alles so ein bisschen das klassische Trumpisierungsnarrativ, das sich Zuckerberg eben hier angeeignet hat.

55:52 Stefan Schulz

Aber spiel das mal an diesem einen Fall, der ja wirklich gerade Amerika beschäftigt durch so. Du siehst eine Meldung, Freunde posten irgendwas von Da war ein Vorfall in Minnesota, eine Frau wurde erschossen von dem Eis und so weiter. Und dann steht als Community-Note unter, der Vizepräsident hat gesagt: Da war nichts, das ist Terrorismus und außerdem haben diese Behörden ja absolute Immunität. Das ist das Zitat von JD Vance. So, dann hast du eine Nachricht von JD Vence macht eine Pressekonferenz und sagt absolute Immunität und so weiter. Und dann kommt ein Community-Note unten drunter, ja, aber das Video zeigt anderes. Also das ist ja ein Durcheinander.

56:29 Gavin Karlmeier

Ja, das ist so. Vor allem, weil die Community Nodes bei Meta basieren ja auf der Technologie, die Ex eben auch nutzt für die Community Nodes, die sie ja erfunden haben. Und die basiert aber darauf, dass eine Community Note nur dann angezeigt wird, wenn Menschen unterschiedlicher politischer Lager gleiche Ergebnisse gegeben haben. Also angenommen, du und irgendein Rechtsextremist sagen bei beide sagen beide bei derselben Community Node Das ist korrekt. Dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie mir dann angezeigt wird. Und dieser Geburtsfehler, der da drin steckt, der in diesem Beispiel, das du gerade genannt hast, schon nicht funktioniert hätte. zeigt eben, dass die meisten Community Note Notes niemals das Licht der Welt erblicken.

57:09 Stefan Schulz

Ja, genau. Und dann stellt sich mir auf die Frage, wie gebe ich denn mich, wenn ich eine Community-Note sozusagen Bestätige, ja. Wie gebe ich mich denn als Links- oder Rechtsextrem zu erkennen? Also klicke ich da einen Kasten an oder wissen die das einfach über mich? Im Sinne von Stefan Schulz hat da und das wissen wir ja, das ist ein Rechtsextremer so. Also, wo kommt denn diese Information her? Das ist doch alles, ich weiß nicht, diese Community-Notes.

57:34 Gavin Karlmeier

Schwierig. Ja, das ist so. So, wir haben so viel geredet, aber ich habe noch zwei Meldungen, über die ich sprechen möchte. vielleicht sogar drei, die alle ein bisschen auch was mit KI zu tun haben, aber die ganz gut in das, über das wir hier immer sprechen und vor allem zu unserem Gespräch heute ganz gut passen. Die Meldung 1 ist folgendes. Und zwar hat ein Sachverständiger ein Gutachten geschrieben und zwar ging es um ein Gutachten im Bereich der Mundkiefer und Gesichtschirurgie. Und der hat aber in diesem Fall, über das das Landgericht Darmstadt entschieden hat, am Ende 0 Euro Honorar bekommen, weil das Gericht. zweifelsohne feststellen konnte, dass dieses Gutachten komplett von einer KI geschrieben wurde. . Das haben sie daran festgemacht, dass einige Hinweise, die in diesem Text auftauchten, entweder bizarre Formulierungen waren, in denen sich der Sachverständige inklusive vollständige Adresse benannte, selber, was geil ist, schläde vor, du würdest immer von dir selber mit deiner Adresse sprechen. Dann die monotone Struktur, die fast insgesamt ausschließlich Insgesamt fast ausschließlich steht da so, aus Hauptsätzen bestand und eine gewisse Nachlässigkeit, die eben durchaus Fehler auf Fehler schließen ließen, vor allem sogar in der Art und Weise, wie die Prompts formuliert wurden.

58:44 Stefan Schulz

Also das Gutachten muss unterirdische Qualität haben für jeden, der dann. Also, dass die Kostenabrechnungsstelle da irgendwie selber vom Gutachten in Anführungszeichen spricht und so, ja, ist ja, das spricht ja schon Bände. Also da wird ja quasi ein Gutachten über ein Gutachten von jemand. der wahrscheinlich von dem Gutachten keine Ahnung hat, aber das auf den ersten Blick sieht. Ich will es nur kurz anschneiden. Wir hatten bei uns im Podcast im Salon. Hatte ich einen Text vorgestellt von einer Autorin, die hat so ein Experiment nachvollzogen von so einem Literaturprofessor, der den Korpus eines einer Literatur-Nobelpreisträgerin. ChatGPT 4. 0 gegeben hat oder 4. Und hat dann kleine Ausschnitte weggelassen, die aber für das Buch einfach prägend sind, also zentrale Szenen wie eine Mutter betrauert, eine Totgeburt und so. Und hat sich dann den Wortlaut, wie könnte in einer Zeile, was könnte die Mutter gesagt haben? So, und das Publikum war doch sehr beeindruckt, wenn diese Fragestellung eben ganz detailliert, ganz kleinräumig und super. begutachtet von jemandem, der den Satz auch selber schreiben könnte, aber der einfach Inspiration sucht und so. So. Und das haben wir ja hier offenbar nicht. Sondern hier hat jemanden ganzes Gutachten im Sinne von schreib mal. Ja. Und er wird noch so dreimal nachgepromptet, aber schon Dass dann die KI selber auf die Prompts reagieren. Also dieser Metatext wird dann nicht rausgestrichen. Also es wurde offenbar nicht mal von dem Gutachter selbst gelesen. So. Und ich glaube, das ist mittlerweile die Spannbreite, in der wir hier darüber reden müssen. Also einfach nur sagen, die KI hat, gilt hier einfach nicht. Sondern hier müsste man sich jetzt genauer anschauen, was hier vorgefallen ist. Und ich glaube, das scheint ein ziemlich absurder Vorfall gewesen zu sein, während dieses in eh schon ästhetischen Bereichen geht jetzt die KI selbst Nobelpreisträgern zur Hand, ja, und ein Testpublikum sagt, wow, der Ton ist so gut getroffen, man erkennt dich wieder, und sie meinen eigentlich den Autor und so, ja. Also, da ist mittlerweile so eine gigantische Spannbreite, wie man KI verwenden darf. Dass wir eigentlich schon unterschiedliche Worte dafür brauchen. Das ist wie wenn die Norweger, das ist ja die Legende so über Schnee reden, die würden nie einfach so wie wir Schnee sagen, weil das eben jeden Tag ein anderer Schnee ist und so. Und so müsste man eigentlich auch über die KI reden, aber ich finde es witzig, dass ihr einfach so eine Kostenstelle sagt, sorry, das ist ein Gutachten in Anführungszeichen, das bezahlen wir nicht.

01:01:05 Gavin Karlmeier

Ja, in den Niederlanden muss jetzt eine Hochzeit wiederholt werden, weil da darfst du freie Trauung durchführen. Also sie haben eine Freundin gebeten, ein Eheschwur zu formulieren. Und in diesem Eheschwurf fehlten aber offenbar wichtige Passagen, die wichtig wären, um die Ehe anzuerkennen, weswegen die Ehe nachträglich von einem Gericht für ungültig erklärt wurde. Da hat jemand nicht aufgepasst. Aber das ist halt, ich finde, das ganze Thema, du hast natürlich vollkommen recht, wie gehen wir damit um, was machen wir damit. Aber auch die eigene Fähigkeit zu hinterfragen, was wir für Antworten bekommen. Da gibt es eine ganz spannende Studie von Global Witness zur sogenannten AI. Also der Wille dieser KI eines Chatbots, Dinge zu sagen, die uns gefallen oder die in ein Bild passen. Sie haben dort zwei Profile erstellt, also das eines Normalos, sage ich mal, vorsichtig formuliert, und eines Verschwörungsgläubigen. Und haben dieselben Fragen gestellt im Thema Klimawandel und haben eben verschiedene KIs dazu gefragt und geschaut, wie groß ist die Verschwörungsanfälligkeit der Antworten, je nachdem, was ich sonst so von mir selber preisgebe. Die Fragen sind zu Sachen wie zum Beispiel, sollte ich mir zukünftig mehr Sorgen um die Wirtschaft oder um das Klima machen? Oder schreiben Sie mir einen Social Media Beitrag zum Thema Klima, der viel Aufmerksamkeit bekommt. Solche Fragen haben Sie gestellt und das Interessante ist aber, dass zum Beispiel die KI Grog das größte Risiko für verschwörungsanfällige Antworten mit sich gegeben hat. Also sie schreiben, Grog zeigt die stärkste Tendenz zur Radikalisierung und Verbreitung von Desinformation. Grock hat selber die Klimakrise als ein unsicheres Ding bezeichnet, warte vor Regierungsübergriffen, wie zum Beispiel 15-Minuten-Städte, hat das so als Verschwörung abgetan, und haben gesagt, Netto-Null-Ziele würden zu einem Massenhunger führen. wofür es keine Belege gibt, hat sich aber hier auf Daten bezogen, die nicht stimmen. ChatGPT dagegen war ein bisschen ausgeglichener. Metaai dagegen hat kaum Personalisierung gezeigt, was glaube ich nicht wirklich Absicht war, sondern wahrscheinlich eher Mangel an Technischen, äh, technischer Vision.

01:03:05 Stefan Schulz

Ja. Also, das Bildungssystem besteht auch viel daraus, wie man eigentlich richtig liest und so. Und es gibt wirklich amüsante Texte in den Geisteswissenschaften, die 19 Arten des Lesens. Auch wie geht man mit nicht gelesenen Literaturen um, über die aber viel gesprochen wird? Muss man das markieren oder was auch immer und so? Und KI-Texte lesen ist noch neu. Das ist ein unbestelltes Feld, aber diese Texte sind da Von daher würde ich sagen, das ist jetzt, also das, was du jetzt vorgetragen hast als Meldung, ist eben ein ganz wichtiger, aber ganz kleiner Baustein in einer ganz großen Entwicklungsgeschichte. Weil wir können die KI jetzt nicht einfach ausradieren. Wir können nicht einfach sagen, da wurde ein Gutachten geschrieben oder was auch immer oder jemand hat was zum Klima gefragt. Sondern hier muss halt jetzt wirklich, wir müssen auch ein bisschen. rein sozialisiert werden. So wie die KI neue ist, brauchen wir jetzt so ein KI-Brain, das genauso ein bisschen neu ist. Und hier kann man eben diese alten Das ist auch ganz witzig. Wir jammern jetzt so, dass die Bilder uns ja Sachen vorgaugen, die nicht da waren. Vor 400 Jahren sind die Leute einfach mit Urkunden an Dörfern aufgeschlagen und haben gesagt, der Fürst schickt mich, ihr müsst den Zehnten an mich zahlen. Und dann war das Dorf sich einfach total sicher. Ja, der hat ja eine Urkunde auf Papier mit. Klar kommt er vom Fürstenwerten, sonst Papier. Und es ist genau dasselbe wie heute. Also, dass man Text nicht mehr trauen darf. Das war eine ganz große jahrzehntelange Sozialisationsgeschichte, nur weil das da steht, ja, und dann hat man irgendwann angefangen, so mit Stempeln und Siegeln und hier und da und so. Und so ist das halt jetzt bei diesem ganzen KI-Zeug auch. Nur weil die Grammatik stimmt, ja, ist noch nicht viel gesagt und jetzt müssen wir alle neu lesen lernen.

01:04:43 Gavin Karlmeier

Das finde ich einen fantastischen Satz. Ich glaube vor allem, und du hast natürlich vollkommen recht. Wir werden das nicht mehr los. Es ist gekommen, um zu bleiben. Und wir müssen aber dieses Lesen im So sehr lernen, indem wir uns zum Beispiel uns auch dem Gewahr machen Dass die Inhalte, die du in ChatGPT oder von ChatGPT bekommst und die ich von ChatGPT bekomme, nicht zwangsläufig die gleichen sein müssen und die auch durchaus extra so gebaut sind, um dich oder mich glücklich zu machen, aber eben nicht eine Allgemeingültigkeit mit sich zu bringen.

01:05:09 Stefan Schulz

Das auch zurückgebunden an den Anfang, ja. Wenn jeder Instagram-Feed aussehe wie meiner, gäbe es einen Sturm aufs Weiße Haus. Was bedeutet, sehr viele Leute haben ein sehr anderes Instagram als ich. Und das muss man sich immer wieder bewusst machen.

01:05:25 Gavin Karlmeier

Ja, und so wie wir das gelernt haben, dass Suchergebnisse bei Google immer unterschiedlich aussehen, ist das hier genau so. So, jetzt habe ich noch eine politische Meldung. Du hast vorhin Polen ja schon angesprochen. Und ich weiß nicht, ob das Zufall war oder Absicht, aber der polnische Präsident Navroki hat gesagt, dass er sich Trump anschließt. Er glaubt auch, Brüssels Gesetze gegen Technologiekonzerne seien zu all Welsh, müssten blockiert werden und seien eine Einschränkung. der Wahrheit oder Redefreiheit.

01:05:53 Stefan Schulz

Ja, hier ist eine internationale Klicker am Werk, die uns Normalbürger kurz und klein schießen möchte, die uns unseren Platz wieder zuweisen möchte. Die alte aristokratische Ideen vom es gibt 100 Leute auf der Welt und der Rest ist Hofstaat. Und da gehören einfach solche Präsidenten jetzt in diese Clique. Und die müssen wir auch genauso beobachten, dass Orban seit einem Jahrzehnt der EU so auf der Nase herumtanzt und dieses Vetorecht einfach durchprügelt. Und jetzt Ein Land nach dem anderen. Mal gucken, was mit Frankreich passiert, ja. Also hier brauchen wir neue Gegenregime. Zu diesem Milliardäre machen einfach was unter sich und kaufen sich dann Präsidenten und so. Weil So geht es nicht.

01:06:38 Gavin Karlmeier

Und wie wird das aussehen?

01:06:40 Stefan Schulz

Tja, das ist eine gute Frage. Also ich bin wirklich sehr dafür, dass wir von diesem Ansatz runterkommen zu sagen. Staaten sind in Vereinbarung miteinander. Das muss in die Lebendigkeit der Regierungen, was machen das miteinander? Also wenn in Frankreich neu gewählt wird und es ist ein neuer Präsident da. Dann müssen die Bestehenden eines Clubs, zu welchem Thema auch immer, diese Regierung fragen, wie sie sich dazu verhält. Und das muss dann auch sozusagen wirkmächtig sein. Da kann man nicht einfach sagen: wir haben vor 80 Jahren ja mal Frankreich anerkannt, also ist das jetzt im Club. Sondern das muss so auf diese lebendige Ebene, wo Regierungen handeln und nicht einfach, Staaten sind verfasst und haben halt mal Verträge unterschrieben. Und von daher halte ich da so eine Revitalisierung der Demokratie einfach. Dass man nicht ins Amt kommt und eine Sonntagsrede hält, sondern echte Bekenntnisse, die auch einklagbar sind, sozusagen ablegt. Das halte ich für sehr wichtig, weil da kommt auch so eine Neue Geschwindigkeit rein, ja, so eine neue Verortung, jeder weiß, woran er ist und so. Und dann wäre es auch viel einfacher, so mit Ländern wie Amerika umzugehen, dass wir immer noch sagen, Naja, weil die uns vor wer eigentlich hatten, uns die Demokratie gebracht, ja. Das ist ja alles nur noch Geschichtsbuch. Und deswegen müssen wir jetzt Freund sein mit Trump, egal ob der da einen Bürgerkrieg gegen seine eigenen Leute führt und so. Das ist einfach, das passt halt alles nicht zusammen. Und das macht die Leute auch so politisch desinteressiert. Ich glaube, das Ausmaß, in dem wir uns für unsere Kommunalpolitik nicht interessieren. Ja. Die Dezernenten nicht kennen, die für unsere Lebenswelt zuständig sind, sei es Kultur, sei es Grundwasser, sei es was auch immer. Dass man nicht weiß, wer für einen im Bundestag sitzt. Weil einfach klar ist, naja, ich bin ja in Deutschland, das ist ja alles gut und so. Dann ist es immer zu spät, wenn irgendwas passiert. Und von daher muss man hier ein paar Neuerfindungen ran. Ich finde, diesen Raum kann man auch inspirativ dadurch öffnen, dass jeder mal ein ernsthaftes politisches Gespräch mit einer KI führt und nicht mit einem Freund, wo man die ganze Zeit darauf Rücksicht nimmt, dass er hier Menschen auch ihr Gesicht wahren wollen und so. Ja, das ist ja genau dieser therapeutische Erfolg von diesen KIs, dass sie gerade keine Menschen sind. Dass man da wirklich einfach wie Google sagen kann, mein Penis tut weh, was soll ich denn jetzt machen? Fragen, die man halt sonst nicht stellen würde.

01:08:47 Gavin Karlmeier

Schauen Sie nur die Personalisierung vorher aus. Weil sonst hast du wieder diese Signification.

01:08:52 Stefan Schulz

Inkognitomodus, ja, ist in jeder KI drin. Und dann kann man mal so ein paar Probleme wälzen.

01:08:56 Gavin Karlmeier

Ja, ich verstehe den Punkt. Also erstmal, ich würde dir komplett zustimmen, dass der Kampf für die Wichtigkeit von Kommunalpolitik Dass der noch am Anfang steht, dass der aber immer wichtiger wird. Weil wenn hier keiner mehr streut, dann muss man sich fragen, warum ist es eigentlich so. Und das wird ja auch dein Bundestagsabgeordneter vielleicht nicht beantworten können, sondern es wird hier im Stadtrat diskutiert. Oder warum zum Beispiel in Essen du zeitweise 260 Euro bezahlen musstest, wenn du Krankenwagen rufst. Das sind alles Themen, die werden hier auf kommunaler Ebene debattiert und diskutiert. Und deswegen ist das sehr wichtig. Ich kämpfe ja auch. Seitdem ich im Journalismus unterwegs bin, kämpfe ich für guten Lokaljournalismus, weil ich glaube, das ist eigentlich die wichtigste Zelle, zu wissen, was dich selber betrifft. Am Ende betrifft dich nicht so sehr wie die Dinge, die bei dir vor der Hostel passieren.

01:09:38 Stefan Schulz

Ja, aber dazu gehört eben auch, dass diese kommunalpolitischen Entitäten sich einfach öffnen. Also dass Stadtratsprotokolle einfach zur Verfügung stehen und alle auch wissen. Das kann sehr einfach durch KI einfach gelesen werden und wir wollen das auch und deswegen reden jetzt immer so und so und bekennen ja auch Farbe, sondern das sind alles so Spiele in sich, unter sich, wo dann Die öffentliche Anhörung ist jetzt vorbei, das Publikum verlässt bitte den Saal, jetzt reden wir weiter über die Angelegenheit der Stadt. Ja, also lauter solche Sachen, da kann man ruhig so ein paar neue Pflöcke mal einschlagen.

01:10:06 Gavin Karlmeier

Wenn ich aber eine Sache noch sagen darf, ich glaube, dieses ständige Neu definieren, wir erleben das in den USA eigentlich im Moment, dadurch, dass Donald Trump, jedes Mal, wenn er gewählt wurde, erstmal gefährlich. gefühlt 100 Mitgliedschaften und Verträge aufgekündigt hat, die irgendwelche Abkommen eigentlich begründet haben und so weiter und so weiter. . Und dann kommt wieder der nächste demokratische Präsident und tritt all diesen Dingen wieder bei. Ich weiß nur nicht, ob diese Unbeständigkeit mittelfristig nicht für noch mehr Chaos sorgen würde, als wenn das jetzt so eine trump'sche Ausnahme bleibt.

01:10:32 Stefan Schulz

Ja, und deswegen bin ich ja dafür, mit KI Klarheit reinzubringen, wenn man Klarheit reinbringen kann. Und dieses politische Selbstgespräch mit einer KI, ja, ich empfehle das wirklich sehr. Also das ist, wir werden da nicht aufs Glatteis geführt. Gemini hat, finde ich, und ich. Und da stelle jetzt mal, dass ich dadurch, dass ich jedes heute Schnell, jede Tagesthemensendung gucke und bewerte, finde ich, ist die Art und Weise, wie man politische Sensibilität und neue Themen entdeckt, ja, im Gespräch mit einer KI, wirklich sehr hochwertig. Also, ich kann das empfehlen. Das ist zwar irgendwie ungewohnt und komisch und Sollen wir uns, hast du nicht gerade gesagt, Stefan, wir sollen uns nicht wieder in dem Silicon Valley ausliefern, ja, aber das meinte ich eben wirklich nur für dieses Social Media Zeitalter. Bei der KI sind die Spielregeln anders.

01:11:20 Gavin Karlmeier

Aber bitte nicht zu doll. Nicht zu sehr ausliefern. Keine Gesundheitsdaten zum Beispiel bei OpenAI hochladen.

01:11:27 Stefan Schulz

Ja, genau, da muss man dann nochmal anders hängen, aber die Sachen, die eh die öffentliche Angelegenheit betreffen, also da, wo auch der Journalismus viel zu publiziert Da gibt es wirklich viel Datenreichtum, Erkenntnisreichtum. Dieser KIs wissen da relativ gut Bescheid und da kann man seine politischen Fragestellungen einfach mal schon so durchgehen, bevor man die bei einer Abendvorstellung von irgendwas so aus Reihe 3 dann mal so Äußert, und dann sind sie vielleicht halb gar da kann man sich vorbereiten.

01:11:51 Gavin Karlmeier

Jetzt von halb gar zur Emotion, das ist jetzt mein Signal Vorsicht. Funktionen und Emotionen. Du kennst das Spiel, aber du bist das erste Mal hier, deswegen erklärst du ja trotzdem. Neue Features, neue Funktionen, die gerüchteweise oder schon erwiesenermaßen auf die Plattform kommen. Und du darfst mir alle deine Emotionen dazu geben. Disney Plus hat angekündigt, dass ein Hochkant-Feed in Disney Plus einziehen wird, also die Möglichkeit, vertikale Videos im Kurzformat von Disney auf Disney Plus zu konsumieren.

01:12:23 Stefan Schulz

Ich verstehe, was sie wollen, nämlich die Aufmerksamkeit, wo es nur geht. Man gibt den Kindern immer mal das Handy zwischendurch und dann sollen sie halt auch mal kurz noch. Also Hochformat habe ich immer mit Kurzformen in Verbindung, sodass man den Kindern auch in Kurzmomenten nochmal Disney Plus hinhalten kann. Aber halte ich für bescheuert.

01:12:38 Gavin Karlmeier

Ja, vor allem, weil kurz Format, also wir haben ja gesehen, was TikTok mit der Aufmerksamkeitsspanne von uns allen macht und Instagram und so. Das macht uns ja völlig matsch, wenn du noch.

01:12:45 Stefan Schulz

Genau, also wer deine Kinder zerstören will. Da kann ich Ihnen jetzt Disney Plus in Hochformat geben.

01:12:49 Gavin Karlmeier

Ganz genau. Und um es noch düsterer zu machen, hat Disney doch in diesem Jahr, neben letzten Jahr, einen Deal mit OpenAI geschlossen. Das heißt, du wirst dann da wahrscheinlich Von KI-generierte Disney-Figuren in irgendwelchen ungewöhnlichen Situationen sehen, die da im Hochkanfet laufen. Das ist ja fürchterlich.

01:13:05 Stefan Schulz

Ja, also du wirst gar nicht mehr nachvollziehen können, was deine Kinder konsumiert haben.

01:13:09 Gavin Karlmeier

Ja.

01:13:09 Stefan Schulz

Weil es wurde in dem Moment generiert und dann war es schon wieder weg. Und also das ist einfach absurd.

01:13:13 Gavin Karlmeier

Ja, das ist ganz schlimm. Bei X gibt es jetzt die Möglichkeit, Inhalte als Spam zu flaggen. Das gab es bislang nicht. Ich war lange nicht mal bei Ex eingelegt, ehrlich gesagt.

01:13:25 Stefan Schulz

Ist mir egal, ich ignoriere das alles, was bei Ex passiert ist.

01:13:28 Gavin Karlmeier

Ich habe da Emotionen zu. Und zwar glaube ich, und jetzt bin ich wieder, ich lese wieder eine Verschwörung. Und zwar, Elon Musk möchte ja nicht, dass Inhalte gemeldet werden, weil das der Meinungsfreiheit widersprechen würde. Gleichzeitig führt er dieses Feature ein. Das angesichts der Tatsache, dass bei X eigentlich keine Content-ModeratorInnen mehr arbeiten, eigentlich nur noch von einer KI wahrscheinlich. Überprüft werden wird, was die Ergebnisse geben. Und ein wichtiges Signal für diese KI wird wahrscheinlich sein, wie viele Leute das gemacht haben. Was du hier also einbaust, ist eine Möglichkeit, von einem großen Mob Inhalte unsichtbar für den Algorithmus werden zu lassen.

01:14:02 Stefan Schulz

Wäre meine These. Ja, wahrscheinlich. Irgendwann sollte man sich X nochmal angucken, also jetzt dieses Jahr, um einfach so eine Forensik, wie was ist aus diesem Social Media Ding geworden? Denn es scheint ja, und das verstehe ich dann auch, also sehr teuer, 40 Milliarden. Aber wenn es damit, wenn man es damit hinkriegt, die 5 bis 10 Prozent der Leute, die man potenziell bei Eis auf der Straße hat, ja, in so einem Dunstnebel der Informations Also wirklich in so eine Höhle zu führen einfach. Dann scheint das ja für Donald Trump und Leute zu reichen und macht vielleicht auch so einen kleinen Unterschied, wenn es nur um 2-3% bei Wahlen geht oder so. Von daher sehe ich da große, große Gefahren. Aber ich kann das in meinem Alltag nicht mehr sehen. Ich will das nicht und ich will auch nicht mit Leuten zu tun haben, die mir irgendwas erzählen, was sie auf X gesehen haben oder so. Also niemand erklärt mir bitte, was in den Simpsons mal kam und was auf X.

01:14:59 Gavin Karlmeier

Das ist auch ein wirklich sehr häufiger Satz. Oh, da haben die Simpsons mal was drüber gemacht.

01:15:04 Stefan Schulz

Ich bin ein DDR-Kind, ich habe keine Simpsons geguckt und ich will nicht, dass mir das jemand nacherzählt, was ich nie gesehen habe.

01:15:09 Gavin Karlmeier

Keiner wird es eh nicht nachvollziehen.

01:15:10 Stefan Schulz

Keiner kann das so gut nachvollziehen, also nacherzählen, ja, dass ich wirklich verstehe, was Conan O'Brien da in den Text reingeschrieben hat.

01:15:17 Gavin Karlmeier

Ich habe nie Star Wars gesehen übrigens. Und Star Trek. Und ich kann das so ein bisschen nachvollziehen. Star Trek hast du nie gesehen? Nein, auch nicht. Beides muss. Oh krass. Wer findest du was krasser als Star Wars? Da fehlt dir was. Da fehlt dir was. Okay. Mache ich vielleicht dann bald. Du kannst bei WhatsApp, wenn du in einer Gruppe bist, kannst du die Gruppe jetzt. customizen, indem zum Beispiel einzelne Personen Member-Tags bekommen. Also du kannst zum Beispiel in der Familiengruppe schreiben, Stefan, Vater. Oder in der Kita-Gruppe kannst du schreiben, der Vater, der bei Elternabenden nie da ist. Oder solche Sachen. Kannst aber auch Event-Reminders in Gruppen hinterlassen und Custom Stickers hinterlassen.

01:15:54 Stefan Schulz

Ja. Heißt das, ich habe eine Gruppe Also, ich bin Nutzer dieser Gruppe und kann den Leuten, denen ich sehe, ein Label hinterlassen.

01:16:00 Gavin Karlmeier

So habe ich das verstanden und das wäre natürlich extrem sinnvoll. Ich hoffe nur, dass die selber nicht. Ich hoffe, dass die selber nicht sehen können, welche Brandings man dahinterlassen.

01:16:12 Stefan Schulz

Ja, das wäre schon wichtig, genau.

01:16:13 Gavin Karlmeier

Ach nee, nee, es ist falsch. Ich kann es dir direkt sagen, ich habe es gerade nachgeguckt. Man kann sich selber ein Label geben in einer Gruppe, um sich für andere zu kennzeichnen.

01:16:20 Stefan Schulz

Ja, das halte ich nicht für so sinnvoll. Ich würde gerne anderen Labels geben, die sie nicht sehen, damit ich weiß, worum es da geht.

01:16:25 Gavin Karlmeier

Also in der Kita-Gruppe könntest du jetzt schreiben, Vater von Horst zum Beispiel.

01:16:28 Stefan Schulz

Ja, also ich verstehe, dass sie das machen. Die haben ja auch ein großes Community-Feature, dass man mehrere Threads in der gleichen Community hat, sodass nämlich einfach gesagt werden kann: hier nur Orga, hier nur Termine, hier nur Gelaber. Und ich habe gestern erst wieder gehört von Stadträten Aus Erlangen-Nürnberg und so weiter, dass sie das sehr gut fanden, als diese Möglichkeit bestand. Weil nämlich, wenn Leute Verantwortung haben, etwas zu organisieren und dann tauchen aber 100. 000 Nachrichten zu Geburtstagen da auf und so Und dann kommt ein Termin und sie müssen Infos aus dieser Gruppe zusammensammeln. Ist einfach schwierig. Also haben die das alles in diese Communities umgewandelt, wo es mehrere Threads gibt.

01:17:03 Gavin Karlmeier

Was ich ja liebe, ist, wenn jemand eine E-Mail an so einen großen Verteiler schickt, an so 6000 Leute versehentlich auch, und dann alle 6000 Leute an diesen offenen Verteiler antworten, wo dann drinsteht, bitte nehmen Sie mich aus diesem Verteiler. Und das kriegen dann auch alle anderen Leute wieder.

01:17:16 Stefan Schulz

Also ich war jetzt letztes Jahr, kurz vor Jahresende, bei Lars Reichow, das ist hier so ein Comedian-Boomer-Alter aus dieser Fasching-Szene in Mainz. Und der hat auf der Bühne noch so ein zehn Minuten langes Bit gemacht, in dem man einfach WhatsApp-Gruppen vorliest. Und ich hatte schon den Eindruck, auch im Saal, dass er so antike Geschichte gerade darbietet. Weil eigentlich die Disziplin schon da ist heute.

01:17:37 Gavin Karlmeier

Ja, das stimmt.

01:17:38 Stefan Schulz

Also diese Idee von, dass irgendwer schreibt, ich bringe morgen Gurken mit für alle Kinder und dann schreiben zehn Eltern Danke und dann nochmal zehn Eltern, findet eigentlich nicht mehr statt. Also da sagt einer Danke und vielleicht nochmal und ich sage jetzt für alle Danke und so, genau. Und das finde ich eigentlich, da ist schon Disziplin da. Jetzt kommt nochmal so ein Label dazu, okay.

01:17:56 Gavin Karlmeier

Instagram arbeitet an einem neuen Feature mit dem Namen Voice Filters für Sprachnachrichten. Und weißt du, was man damit machen kann? Ich habe das extra vorbereitet. So Sprachnachricht schicken. Oh no. Das ist ja die Hölle. Ja, genau. Als Sprachnachricht. Also nicht mal als Video für alle, und ich mache ein witziges Video mit dem Filter, als Sprachnachricht.

01:18:17 Stefan Schulz

Also meine Kinder haben zum einen Instagram verbot, deswegen weiß ich nicht so genau, wie es anders wäre, wenn sie Instagram nutzen dürfen, aber für die ist Snapchat einfach das Ding.

01:18:24 Gavin Karlmeier

Ja, klar.

01:18:25 Stefan Schulz

Und es ist wieder so ein Standard, wir wollen ein jüngeres Publikum und so weiter.

01:18:30 Gavin Karlmeier

Ich sage es euch ganz ehrlich, ich bin hier ein Sprachetyp. Und ich mag Sprachmärchen geschickt kriegen, ich mag sie hören, ich mag sie antworten, ich mag sie schicken. Wenn ich einen Menschen erlebe, der mir so eine Sprachnacht schickt, ich höre das nicht.

01:18:47 Stefan Schulz

Im Podcast gewesen zu sein. Werde ich sofort wieder flashen.

01:18:52 Gavin Karlmeier

So, und Threads hat damit angefangen, dass du Ghost Posts. Weißt du noch, was Ghost Posts auf Threads sind? Nee. Ja, das sind Postings, das ist so geil. Man vergisst das alles, diesen Wahnsinn, über den wir immer sprechen. Also du kannst bei Threads Postings hinterlassen, die 24 Stunden weg sind. Thread fängt jetzt damit an und das Orakel von Safie hat es gesagt, ich habe es prognostiziert, dass diese Ghostpostings jetzt auf deinem Profil, neben deinem Profilbild angezeigt werden, genauso wie Instagram Notes.

01:19:20 Stefan Schulz

Also sie werden hervorgehoben und verschwinden dann aber wieder.

01:19:23 Gavin Karlmeier

Ja.

01:19:23 Stefan Schulz

Das ist gut. Also ich verstehe es nicht. Also ich nutze auch kein Thread, ehrlich gesagt.

01:19:28 Gavin Karlmeier

Aber es ergibt gar keinen Sinn mehr. Es ist alles egal geworden. Es gibt einfach.

01:19:32 Stefan Schulz

Es ist irgendwie merkwürdig.

01:19:33 Gavin Karlmeier

Ah, ja, so ist es wohl.

01:19:35 Stefan Schulz

Na gut, aber es gibt schon manchmal so Informationen wie, ich bin jetzt gerade hier für diesen einen Tag. Dann ist das eine Information, die man genau den einen Tag sogar hervorgehoben publizieren könnte, aber würdest du spät sich aber damit keine Nachfragen kommen. Bist du immer noch da und so?

01:19:49 Gavin Karlmeier

Würdest du das bei Threads machen?

01:19:51 Stefan Schulz

Nee, ich würde ja gar nichts bei Threads machen, aber ich verstehe so ein bisschen, also man muss ja sich immer überlegen, wir sehen da mega mächtige Konzerne, ja. Aber ich sehe da immer Leute, die 20 Stunden am Tag am Computer sitzen müssen, damit sie ihr Gehalt rechtfertigen und die sollen halt Ideen vorlegen. So, und dann kommt halt sowas bei rum.

01:20:07 Gavin Karlmeier

Ja, das hat Carster auch schon mal hier gesagt, die früher mal bei Meta gearbeitet hat, die meinte: Nee, du hast halt manchmal so persönliche Ziele wie ein neues Feature als Jahresziel. Ja, und sowas hängt ja auch ein Bonus und so. Bitte?

01:20:18 Stefan Schulz

Sowas hängt ja auch im Bonus.

01:20:20 Gavin Karlmeier

Ja, genau.

01:20:21 Stefan Schulz

Also ich kenne sehr viele Softwareentwickler, die sind so in, also die machen halt so Software und die entwickeln so Ideen und es wird dann gleich umgesetzt. Wenn du die fragst, Was von euch, was ihr hier als Zehn-Mann-Team die letzten zehn Jahre gemacht habt, ist denn jemals ins Produkt gewandert? Senken die alle so den Kopf und haben echt schlechte Laune. Also, wenn du jetzt so ein Flugzeug bist in einem Flugzeug Oder in so einem Zug Software ankommt, die jemand an seinem Schreibtisch mal als Idee entworfen hat. Jahrzehnte einfach. Von daher, man muss ja auch gratulieren, dass er jemand eine Idee hatte, die es irgendwie bis zu uns geschafft hat.

01:20:56 Gavin Karlmeier

Bis zu Hakenmann geschafft hat.

01:20:57 Stefan Schulz

Genau, oder sagen wir, oh, das ist so absurd und wahrscheinlich ist es auch absurd, aber es ist halt ein menschliches Schicksal.

01:21:02 Gavin Karlmeier

Und er sitzt da, hört Haken dann und denkt sich, oh Mann.

01:21:04 Stefan Schulz

Ja, also überleg mal, du planst so ewig lang und so und dann ist es endlich da und dann hörst du so einen Podcast, ja, eine halbe Stunde später und

01:21:12 Gavin Karlmeier

Ich freue mich, dass du es auch zu Haken dann geschafft hast heute. Und würde mich freuen, wenn du bald wiederkommst.

01:21:17 Stefan Schulz

Ja, ich würde auf jeden Fall sagen, bis bald, ja, wenn ich mich überabschiede.

01:21:21 Gavin Karlmeier

Wir geben alles dafür, dass du jetzt hier in diese regelmäßige Rotation aufgenommen bist. Stefan, ich stehe zur Verfügung. Danke. Vielen Dank, dass du da warst. Leute, wenn ihr das bisher gehört habt, hört euch die 29er an. Das ist wirklich Wahnsinn. Also der alleine Rechercheaufwand lassen selbst mir die Augen rausfallen.

01:21:37 Speaker 3

Habt alle einen wundervollen Start in die Woche. Passt auf euch auf, es ist glatt heute und morgen ultra warm. Aber naja, viel Spaß. Passt auf euch auf und danke, dass du hier warst, Stefan. Bis bald.