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Folge 553 · 20. März 2026 · 1:13 Std.

Hinter Horizon Worlds geht’s weiter

mit Martin Fehrensen

20 Jahre Twitter! Kriegen wir die Zukunft von Social Media aus Europa noch hin? Oder bemühen wir uns so sehr, Ideen zu haben, dass wir uns in ihnen verlieren?

Oder liegt die Zukunft von Social Media womöglich sogar in Trading Apps? Jedenfalls nicht im Metaverse.

➡️ Browser History über 20 Jahre Twitter: https://pod.link/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5tZWdhcGhvbmUuZm0vS1BHMjgzNjkxMTcwMA/episode/MjdmMTg4NjItMGQ3ZS0xMWYxLWFjODUtZTc0NDRlY2FkZGRm?view=apps&sort=popularity

➡️ Studie “Alexa, Shut up!”: https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/0144929X.2025.2533352

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Martin!
  2. eYou!
  3. Meta Horizon Worlds am Ende
  4. Metas Datenpanne durch KI-Agenten
  5. Metas Betrugswerbung-Problem: Illegale Finanzwerbung trotz Warnungen der FCA
  6. Metas "Creator Fast Track"-Programm
  7. Playboy Deutschland vs. Meta
  8. 20 Jahre Twitter
  9. Elon Musk zahlt Strafe
  10. Fluktuation xAI
  11. Nachhak
  12. Funktionen und Emotionen

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Martin Hey, guten Tag. Bei mir ist heute Martin Fehensen, den man vom Social Media Watchblog kennt und der ja eigentlich, also du bist eigentlich der prädestinierte Haken dran-Gast und umso erschütternder ist es, dass du seit 300 Folgen nicht mehr hier warst. Sind es 300 Folgen gewesen in der Zwischenzeit?

00:23 Martin Fehrensen

Ja, das machen wir jetzt anders. Ich meine, bin jetzt öfters da, wenn ich darf.

00:26 Gavin Karlmeier

So, sehr gerne. Ziemlich genau vor zwei Jahren war es das letzte Mal hier.

00:32 Martin Fehrensen

Das war noch eine andere Zeit. Zwei Jahre ist gefühlt im Internet ein halbes Jahrhundert.

00:39 Gavin Karlmeier

Das Spannende ist ja wirklich, dass vor zwei Jahren, wir hatten gerade so im Vorgespräch auch schon mal so gesagt, Social Media ist so ein weites Feld, da ist so viel Politik drin, da ist so viel KI mittlerweile drin, das Ganze, eigentlich alles, die Gesellschaft. Und wenn du dir die Folge von vor zwei Jahren jetzt anhören würdest, würdest du wirklich denken, mein Gott, hatten die keine Probleme eigentlich.

00:59 Martin Fehrensen

Keine Probleme und keine Ahnung auch. Auch.

01:05 Gavin Karlmeier

Jetzt diskutieren wir über so Sachen wie europäische Alternativplattformen. Wie ist so dein Gefühl? Kommen wir da irgendwie an den Punkt, wo man sagen kann, jetzt ist es langsam relevant?

01:13 Martin Fehrensen

Also relevant auf jeden Fall, alleine schon, weil die Politik in den USA sozusagen eigentlich uns gar keine Wahl lässt, als da nicht irgendwie mal genauer hinzuschauen oder zu prüfen, was möglich ist. Die große Frage ist halt immer, ob es wirklich dann eine kritische Masse erreicht und ob die kritische Masse auch diese Relevanz erkennt. und sich dann rüber macht zu einer neuen Plattform, einer neuen Instanz, da dann mitmischt und an dem wirklich auch Rückenwind gibt, weil ohne sind die besten Konzepte leider nichts.

01:51 Gavin Karlmeier

Das ist wahrscheinlich so. Die Frage ist ja so ein bisschen Wie hilfreich ist es, dass wir gefühlt einmal im Monat über die nächste Plattform sprechen, die es in Europa gerade schaffen möchte? Machen wir nämlich jetzt auch EU. Also E. Und dann YOU.

02:06 Martin Fehrensen

Oh, da bin ich auf Platz 1284, glaube ich, aber ich kriege seitdem jeden Tag drei Mails. Ob ich nicht hochleveln möchte. Ich habe schon das Gefühl, es ist wie so ein, wie heißt denn das damit? Die Scam ist das falsche Wort, aber es ist so.

02:18 Gavin Karlmeier

Multilevel-Marketing-mäßig, ne? Multilevel-Marketing, ganz genau.

02:21 Martin Fehrensen

Das ist das Thema, ja. Im Grunde ist es. Aber ja, spannend. Also ich finde, die Plattform sieht erstmal gut aus. Es ist ja irgendwie ganz schick gemacht. Oft geht man auf die Seiten und denkt irgendwie direkt, oh ja, weiß ich jetzt auch nicht, irgendwie kurz mit Claude was hingekloppt. Aber das hat natürlich Hand und Fuß. Mich hat tatsächlich jetzt aber dieser Ansatz dort abgeschreckt, dass ich wirklich schon oft jetzt erinnert wurde. Ich möge doch bitte an mein Netzwerk Einladen und ja, ich bin auch immer direkt abgeschreckt, wenn ich dann auf irgendeiner Leiter mich hochleveln kann.

02:52 Gavin Karlmeier

Ja, wir fangen mal ganz vorne an für die, die es noch nicht mitbekommen haben, denn die Meldung. Dass sie gestartet sind, ist ja erst ein paar Tage alt. Das ist ganz interessant. Also, es sind zwei rumänische Gründer, beziehungsweise ein französisches Unternehmen, das dahinter steckt, die aber zwei Unternehmer haben, die in Rumänien leben. Und die schon 300. 000 Euro an Preceed Kapital bekommen haben, was immer das heißt, 300. 000 Euro, nein, also wir wissen, es bedeutet, bevor die ersten Runden gestartet sind, ist es so der erste Start, damit man sich ein Büro irgendwie mieten kann und vielleicht einen Server aufstellen kann. Und zwar von einem kroatischen Venture Capital Fonds mit dem Namen Phil Rouge Capital. Und deren Konzept ist jetzt nicht, dass du dich hier zwangsläufig mit Personalausweis verifizieren lassen musst, wie das zum Beispiel bei W Social der Fall ist. oder womöglich auch bei Redium das der Fall sein wird. Wir haben mit beiden Gründern und Gründerinnen dieser beiden Netzwerke in der Vergangenheit hier schon mal gesprochen. Sondern deren Idee ist, jeder Beitrag bekommt einen KI gestützten Faktencheck auf dieser Plattform. Ja Also, da weiß ich noch nicht so genau, wie gut ich die Idee finde, weil wir auch wissen, dass es relativ funktioniert, also es funktioniert ja offenbar, mit Hilfe von gezieltem Verbreiten von Desinformationen auch Chatbots in die Irre zu führen. Ob das hier jetzt sozusagen eine robuste, halluzinationsfreie Chatbot-Umgebung wird, in der ich jeden Text und jeden Post einmal ganz kurz mit Hilfe einer KI-Fakten checken lassen kann. Und ob das noch besser ist als Community-Notes, das weiß ich nicht so genau.

04:22 Martin Fehrensen

Das weiß ich auch nicht so genau, zumal diese KI-Faktenchecks ja auch schon bei den großen Plattformen seit Jahren laufen und auch da sozusagen dann KI oft genug daneben liegt und Dinge durchrutschen, die eigentlich nicht hätten durchrutschen sollen. Und ich weiß auch gar nicht, ob das unbedingt wirklich jetzt so das Thema ist. Also ich habe dieses, also es ist natürlich ein Baustein von so einem Social Media Network, das dann auch in Europa zu Hause ist und dergleichen. Aber Ich glaube, also für mich persönlich sind Faktenchecks jetzt nicht so das Thema. Für mich persönlich sind eigentlich eher wirklich, ist der Umgang ein Thema, also wie Leute miteinander umgehen, wie sozusagen die Plattform da aufgebaut ist, also wie die Architektur der Plattform ist, damit Leute miteinander ins Gespräch kommen und nicht verleitet werden, sich gegenseitig wegzuhalten oder im Grunde Boden zu belächeln und dergleichen. Also So, ne, was da für Incentives sozusagen gegeben werden. Und Faktenchecks ist sicherlich ein Aspekt, aber es ist vor allem irgendwie so dieses Können wir das Internet Bitte wieder ein bisschen freundlicher machen und weniger als Wettbewerb verstehen. Also das wäre eigentlich etwas, worüber ich mich freuen würde.

05:25 Gavin Karlmeier

Aber wie kriegt man das hin als Plattform, wenn doch die Umgebung der Leute eigentlich eher so ist, dass man dann doch eher darum bohlt, Aufmerksamkeit zu bekommen?

05:33 Martin Fehrensen

Ja, also ich meine, Reddit ist natürlich ein oft bemühtes Vergleichsbeispiel, aber am Ende des Tages erlebe ich tatsächlich auf Reddit viele, viele ähm, Gespräche, die recht zivilisiert ablaufen, wo Leute sich gegenseitig mit Informationen bereichern und nicht nur wirklich, ja Ein einziger Kampf um Aufmerksamkeit ist. Und ich glaube, wenn man das jetzt mal vergleicht von der Architektur, also so bescheuert das ist, aber alleine, dass es dort sichtbare Threads gibt, wo ich nachvollziehen kann, wer sich aufeinander bezieht und ich auch als User oder Userin die Möglichkeit habe zu sehen Ah, es gab ein Update zu diesem Post. So, und ich muss eben nicht immer permanent wieder sozusagen ins Leere rufen, was bei X ja offenkundig so in dieser Form nur bedingt gewollt. war und auch gewollt ist. Das heißt also, wenn ich da irgendwie mitten in irgendeinem Thread gelandet bin und irgendwas reinballer, so dann weiß ich in der Regel von außen gar nicht mehr, auf wen bezieht er sich eigentlich, auf was ist sozusagen eigentlich die Botschaft davor gewesen und was vielleicht dann Informationen schon geflossen, was da keine Berücksichtigung mehr findet Und alleine solche kleineren Dinge, wie man Netzwerke gestalten kann, finde ich sehr sinnvoll, um eben ein angenehmeres Klima zu schaffen.

06:49 Gavin Karlmeier

Ja, verstehe ich. Ist bei EU auf meinem nicht so Ganz das Ding der Stunde. Also das Spannende ist, die haben eine Warteliste gestartet, die kann man sich anschauen. Wir packen mal einen nicht Referral-Link in die Shownotes, weil ich Ich gehe mit, ich will dieses Multilevel-Ding nämlich auch nicht mitmachen. Aber du siehst dann, wenn du dich auf der Warteliste einträgst, erstmal den Referral-Boost. Weil du kannst dich sozusagen mit jedem Menschen, der über deinen Link die Warteliste Beitritt oder sich einschreibt, kannst du um fünf Plätze auf der Warteliste nach oben rutschen, was ich irgendwie in der Tat shady finde als Spiel. Aber wo geht's denn hin eigentlich am Ende?

07:25 Martin Fehrensen

Das ist, wenn du auf der 1 bist. Gehört dir dann EU.

07:29 Gavin Karlmeier

Kriegst du ein Admin recht. Kriegst du dann die 300. 000 Euro? Das wäre ein witziges Gewinnspiel, aber auch unangenehm. Jedenfalls gibt es eine Abstimmung auf dieser Seite und da wird man eine von vier Dingen auswählen. Und zwar, was ist dir wichtig in deinem sozialen Netzwerk? Zu wissen, was da ist. Die Kontrolle über meine Daten zu haben, alle Perspektiven zu sehen und einen Feed, der durch den zu scrollen sich lohnt, was eine super sperrige Formulierung ist. Das habe ich angekreuzt und bin damit nur einer von 14 Prozent. Alle Perspektiven sehen wünschen sich 12 Prozent, die Kontrolle über meine Daten haben 19 Prozent, und zu wissen, was wahr, ist 56 Prozent der Leute, die sich auf die Warteliste eingetragen haben. Jetzt gibt es aber natürlich so die natürliche Verzerrung. Dass die Leute, die sich auf dieser Warteliste angemeldet haben, das ja eventuell oder möglicherweise deswegen gemacht haben, weil EU beworben wird, also ein Netzwerk. auf dem Faktenchecks KI basiert stattfinden, dauerhaft, heißt, möglicherweise war das eher der Grund, warum sie überhaupt an dieser Umfrage teilgenommen haben, was eine kleine Verzerrung des Ergebnisses so mit sich bringt.

08:31 Martin Fehrensen

Aber ich habe auch das angekreuzt, was du angekreuzt hast. Guck mir.

08:34 Gavin Karlmeier

Ich möchte auch, dass es ein schöner Feed ist. Für ein Internet, in dem wir gut und gerne leben. Das ist der Wunsch. Aber wenn man sich jetzt schon auf der Warteliste einträgt, dann wird man nachher ein Early Believer Profilabzeichen bekommen.

08:48 Martin Fehrensen

Das haben wir sicher.

08:50 Gavin Karlmeier

Was ich interessant aber finde, aber interessant ist, und dann können wir auch EU wieder erstmal für ein paar Monate in den Schrank legen, bis Mai, dann soll es starten, finde ich, dass man immer noch nicht so ganz genau weiß. was EU denn eigentlich ist. Also ist es ein Microblogging-Netzwerk, das so Twitter-Esk daherkommt, oder ist es so forumsmäßig wie Reddit? Oder wird es eine Bildplattform? Völlig unklar. Das wissen wir alles nicht. Wir wissen nur, dass wenn ich dort was poste, sich eine KI anguckt, ob das stimmt.

09:19 Martin Fehrensen

Ja, ich. Also genau, ich bin auch gespannt, was daraus erwächst, habe aber die Website auch noch nicht so richtig durchdrungen und Ja, bin, mein persönliches Urteil, ich bin und bleibe skeptisch bei diesen Netzwerken, die jetzt gerade da aus dem Boden sprießen. Tatsächlich bei denen, die eben gerade schon bei dir anklungen mit Redium und WeSocial und so. Wir haben in den letzten Jahren immer und also, ne, bei so viele Alternativnetzwerke kommen und gehen sehen. Ich glaube, es gibt eine Seite bei Facebook, wie viele Sachen da sozusagen irgendwie über die Jahre immer mal wieder ins Leben gerufen worden und dann beerdigt wurden. Und ich bin wirklich skeptisch, dass das funktioniert und wer eigentlich riesig erfreut. Wenn wir die bestehenden Dinge haben und nutzen und darauf aufbauen, also ne, wirklich Mastodon, Feediverse, da drauf rumdenken, Arte Proto und Blue Sky weiterdenken und so weiter mit Eurosky, also diese ganzen Geschichten. Da bin ich Sehr viel mehr Fan von, weil es eben dann auf bestehenden Netzwerken aufbaut und Interoperabilität ermöglicht und dergleichen. Und das ist doch Finde ich der richtige Schritt.

10:31 Gavin Karlmeier

Ja, ich stimme dir zu. Wobei fairerweise W Social soll auf einem AT-Protokoll liegen, aber auch da, ich finde das so interessant, weil es gibt so einen Trend in der Tech-Welt. Dass man immer erstmal, also wir haben hier damals über diesen Roboter zum Beispiel gesprochen, über den es dann tolle Werbevideos gab, aber das Produkt ist halt nicht da. Du kannst sie auf eine Warteliste setzen und eventuell schon 1000 Dollar anzahlen, aber ob das Produkt dann irgendwann kommt Wir werden sehen. Und dieser Trend, der schlägt ja auch rüber, weil wir reden sehr viel über neue Social-Media-Plattformen, die irgendwie um die Ecke kommen. Aber die sind alle nicht da. Es sind alles immer so Versprechungen. Und dann gibt es hier eine Pre-Seed-Runde und dann gibt es da irgendwelche InvestorInnen, die irgendwo Geld reinstecken. Aber. De facto, also du kannst bei Eurosky jetzt gerade immerhin schon dir einen Account machen und dann über europäische Wege ins Blue Sky, in die Blue Sky-Welt eintauchen. Aber das war es dann auch. Bisher ist ja viel Versprechung, aber noch wenig Einlösung.

11:26 Martin Fehrensen

Ja, und ich weiß gar nicht, wie es um die aktuellen Nutzerzahlen von Blue Sky insgesamt bestätigt ist, was Deutschland zwei Millionen oder wie viele haben wir?

11:33 Gavin Karlmeier

Das kann ich dir so ad hoc nicht sagen. Ich weiß nur, dass die Nutzungszahlen neulich erst den neuen Milestone erreicht haben. Ich glaube.

11:39 Martin Fehrensen

40 Millionen. 40 weltweit, ne? Und ich glaube, in Deutschland sind es irgendwie zwei Millionen oder so. Und ja, da sieht man ja sozusagen dann schon die Diskrepanz zu den anderen riesigen Platzhirschen und von den zwei Millionen wie viele dann doch am Ende tatsächlich aktiv sind, ähm, das ist dann auch noch mal wieder eine andere Frage und ja, wir haben uns wirklich extrem Es ist extrem gemütlich gemacht im Vorgarten von Zuckerburg und schmeißen weiter die Grillparty, obwohl wir sagen, ja, der Nachbar da drüben, ich weiß nicht, der gefällt mir eigentlich nicht, aber ich bleibe trotzdem hier, weil es ist echt einfach so schön hier.

12:12 Gavin Karlmeier

Ja, aber es gibt einen Garten von Zuckerberg, an den er ganz doll geglaubt hat. Indem es sich eigentlich so richtig keiner gemütlich gemacht hat. Die Rede ist von Horizon Worlds. Warst du irgendwann mal in Meta Horizon Worlds, der Metaverse-Welt, in der man auch so rumlaufen und sich unterhalten kann und so?

12:27 Martin Fehrensen

Nur in Marc Zuckerbergs YouTube-Videos zu Horizon World. Ich habe tatsächlich selber das nie ausprobiert. Es hat mich irgendwie von vornherein nicht gecatcht und es gab einfach. Also die Witze waren natürlich am Anfang alle super, so mit der irgendwie ohne Beine und da diese ganzen Avatare, die so komisch waren, wo man sich dann ja sehr schnell drüber lustig machen konnte, dass ja ein RiesenpR-Desaster für Meter war, haben sie dann korrigiert. Also es hat nicht lange gedauert, dann haben sie es korrigiert. Aber Ja, jetzt scheint das Ding, wenn ich es richtig gelesen habe, heute erstmal nur als Mobile-App vorzulösen.

13:00 Gavin Karlmeier

Ja, wir können auf dem Smartphone in die Horizon Worlds gehen bike. Das ist die Good News. Die schlechte News für alle, die das gerne nutzen, ähm, die Wahrscheinlichkeit, dass einer dieser vier Leute hier gerade diesen Podcast sind, relativ gering, aber für die Leute, die das gerne noch nutzen, mit ihren Metabrillen, muss man leider sagen, am fünfzehnten Juni ist Schluss. Die Meta Horizon Wilds werden eingestellt, zumindest für die VR-Headsets von Meta, genau. Und da muss man sagen, dass diese 80 Milliarden Dollar in den letzten Jahren sich doch gut gelohnt haben eigentlich, oder?

13:29 Martin Fehrensen

Ich nehme an, dass das Geld auch noch zu anderen Dingen da genutzt wurde. Aber selbst die KI-Modelle sind ja auch bei Facebook bzw. bei Mieter momentan. irgendwie immer noch im Hintertreffen und wieder gab es ein Delay von diesem Avocado-Modell, was da jetzt eigentlich rauskommen sollte. Und da scheinen sie wirklich trouble zu haben, aber Horizon Worlds, ich verstehe das ehrlich gesagt nicht, weil ich weiß nicht, wie viel du mit, also Fortnite und dergleichen zu tun hast. Ich selber spiele nicht, habe immer viele sozusagen jüngere Menschen in meinem Leben, die sehr, sehr, sehr, sehr, sehr begeistert Fortnite spielen und dergleichen. Und so diese Idee, ja, ich bin mit meinem Avatar irgendwo dort unterwegs und erlebe da etwas. Und dann gibt es irgendwie tatsächlich sogar Konzerte oder irgendwelche Hangouts. Ich gehe in irgendeine Bar, so, ne, auch bei Roblox ist das ja ähnlich. Das ist ja total das Thema. Und das wird auch dann von besorgten Eltern gerne verteufelt, als Uiuiui, die sitzen nur noch vor dem Computer, aber das ist ja sozusagen einfach der soziale Treffpunkt. Und da sprechen die dann Im besten Fall über Hausaufgaben natürlich nicht, sondern dann irgendwie über Gossip und dergleichen. Aber es ist ja eben dann doch ein Treffpunkt. Und dass Meta das nicht hinbekommen hat, sozusagen das zu übertragen, ich weiß gar nicht, was. was die zu viel wollten, also dass man erstmal überhaupt sozusagen so etwas gebaut hat, muss ja dann klar, kann es dann VR-kompatibel sein. Das wäre sozusagen aus meiner Sicht dann der nächste tolle Schritt dann an der Stelle. Aber dass sie überhaupt erstmal schaffen, dass man irgendwelche solche Orte baut virtuelle Orte, wo man sich begegnet mit seinem Avatar und dann zusammen abhängt. Das weiß ich gar nicht. Da hatten die waren es 80 Milliarden, ja. Also dann hat sie es nicht geluckt.

15:06 Gavin Karlmeier

Das Ding ist, da waren sie vielleicht ein bisschen ihrer Zeit voraus, so wie Google mit den Glasses damals, weil. Oder sie haben nicht verstanden, wie man ein Produkt ans Fliegen kriegt. Das spielt, glaube ich, bei Meta auch immer eine große Rolle. Weil die Produkte, die sie groß gemacht haben, sind neben Facebook. Also die Netzwerke, die Meta selber erfunden hat, außer Facebook. Da ist die Zahl ja null. Also angesichts der Tatsache, dass sie sehr viel dazugekauft haben oder kopiert haben in den letzten Jahren, ist da sonst nicht so viel passiert einfach. Und das, was sie versucht haben, selber groß zu machen, nämlich Meta-AI gerade, wir haben gleich noch eine Geschichte, die hat es schwierig. Das Metaverse generell scheint offenbar jetzt erstmal so ein bisschen aufs Abstellgleis zu geraten. Sie haben es nicht geschafft, das Argument zu liefern, warum Leute das nutzen sollten, während Fortnite als Spiel wahnsinnig populär geworden ist, dadurch, dass es eben nicht nur, also da kam die Metaverse-Idee ja quasi auf, das Spiel obendrauf gestülpt. Anfangs war das ja wirklich nur Ein Battle Royale-Shooter und davor war das sogar noch ein anderer Shooter. Also Fortnite hat einfach sehr viele Iterationen durchlebt in den letzten Jahren. Auch Roblox ist zwar ein bisschen mehr offener gestaltet worden von vornherein. Aber hat sich ja vor allem an diesen Minecraft-Hype dran gehangen. Und Meta hat es versucht, so als Business-Ding anfangs zu promoten. Das waren ja diese Videos von Zuckerberg.

16:22 Martin Fehrensen

Das ist doch so strange. Ich meine, die haben dieses soziale Netzwerk, Facebook, okay, das mit allen Randerscheinungen, aber das ist ja, wenn man so möchte. Man schreibt sich dort mit Freunden, Bekannten, Verwandten, da kommen irgendwelche Stars dazu und das könnte man ja in so eine virtuelle Welt übertragen. Also so ein bisschen eigentlich, wie du es jetzt gerade beschrieben hast von Roblox und Fortnite, erst ein bisschen anderes Produkt und dann weitergedacht. Aber ja, irgendwie scheint bei Meta immer wieder das Problem zu herrschen, dass sie die eigenen Apps nicht zum Fliegen bringen und gut darin sind, Dinge aufzukaufen. Also jetzt haben sie auch Ich glaube, Moldbook, diese Crawler, Open Crawler, haben sie aufgekauft, natürlich auch nur als Acquire, also dass sie da das Personal übernehmen. Ich glaube, ein oder zwei Personen, die das aufgesetzt haben. Also darin sind sie ja wahnsinnig schnell, dann immer Leute direkt zu übernehmen und ihr dann einzubinden in die eigenen Prozesse. Aber ja, so ein eigenes Ding zum Fliegen zu bringen, das ist wirklich dann eine große Kunst.

17:21 Gavin Karlmeier

Ja, und wir wissen ja, dass bei Meta möglicherweise gerade große Kündigungswellen anstehen könnten. Sie sagen zwar selber, es stimmt nicht. Aber wir wissen auch, dass Meta angekündigt hat, intern KI-Nutzung als Bewertungskriterium für die Qualität der eigenen MitarbeiterInnen. zu nutzen. Heißt, wenn du viel KI nutzt im Unternehmen, dann kriegst du mehr Bonus oder wirst vielleicht einfach nicht entlassen. Und jetzt gibt es eine Meldung, die TechCrunch aufgeschrieben hat. Die so ein bisschen zeigt, dass diese Anforderungen an sein Personal auch ein paar Probleme mit sich bringt. Und zwar hat ein Entwickler von Meta in einem internen Forum eine technische Frage gestellt, und ein anderer Entwickler hat darauf geantwortet, Und zwar mit Hilfe eines KI-Agenten, der hat sozusagen eine Antwort generieren lassen. Was allerdings passiert ist, dass durch diese Antwort offenbar. . sensible Unternehmens- und NutzerInnen-Daten für ungefähr zwei Stunden lang unbefugten IngenieurInnen- oder EntwicklerInnen Zugriff bekommen haben. Das hat dazu geführt, dass bei Meta ein Vorfall der Stufe SEV1 ausgerufen wurde. Das ist die zweithöchste schwere Gradstufe im internen Metasystem zur Messung von Sicherheitsproblemen. Also, dass man einfach so den Leuten sagt: Hey, nutzt doch KI. Dann nutzen die Leute KI und dann ist es auch wieder falsch. Was ist denn jetzt?

18:39 Martin Fehrensen

Ja gut, aber das scheint ja grundsätzliches Thema zu sein, dass man diese. Agenten nicht einfach machen lassen sollte, sondern immer noch einen Blick behalten sollte, also bei allen Möglichkeiten, die Agentic AI und so weiter jetzt bietet. Aber ja, ich habe das heute auch mit großer Freude gelesen und mir vorgestellt, wie das dann sein muss, ob dann überall auf den Bildschirm. wirklich etwas rot aufleuchten. Also, oh mein Gott. Alles sofort stoppen. Wo ist dieser Agent?

19:06 Gavin Karlmeier

Ich check ehrlicherweise nicht so ganz, wie das passiert. Weil offenbar gibt es ja keinerlei Überprüfungsmechanismen, wenn solche Inhalte einfach weitergegeben werden. Und da fragt man sich, brauchen wir wirklich ein mehrstufiges, schweregradstufensystem für Probleme? Oder sollten wir uns nicht lieber darum kümmern, dass solche Probleme weniger häufig passieren? Weil der Agent wird ja nicht im Klartext alle NutzerInnen-Daten in diesem Forum geantwortet haben, sondern er wird irgendwelche Dinge verändert haben unter der Haube. die ein Agent idealerweise, nach meinem Verständnis, vielleicht nicht ohne Rückfrage des Nutzers durchführen können sollte.

19:43 Martin Fehrensen

Ja, also gebe ich dir recht. Gleichermaßen, also ich weiß nicht, ich glaube, die erste Lektion, wenn man mit Agenda arbeitet, ist man gib ihm nicht eine Kreditkarte.

19:55 Gavin Karlmeier

Oder wenn dann eine eigene.

19:58 Martin Fehrensen

Dann kriegst du doch zu viele Schuhe nach Hause und die du doch alle gar nicht bestellen wolltest. Ja, also für mich ist das Also ich hoffe, dass da niemand zu Schaden gekommen ist. Ansonsten finde ich das wirklich eher eigentlich eine lustige lustige Episode und einen lustigen Vorfall und denke mir, ja gut, sogar dabei. Bei Meta haben Sie Ihre Agenten nicht im Griff, die damit arbeiten und was soll ich da machen?

20:21 Gavin Karlmeier

Ehrlicherweise vor allem da war nicht die Chefin dieser AI-Labs bei Meta. War das nicht die, die ihren ganzen Posteingang löschen ließ, mit Hilfe eines Agenten?

20:31 Martin Fehrensen

Achso, weil der dann frei rotiert ist.

20:35 Gavin Karlmeier

Sie ist dann durch ihre Wohnung gerannt und hat dem McMini den Strom rausgezogen.

20:39 Martin Fehrensen

Ich weiß nicht, aber manchmal auch mit dieser Entlassungsgeschichte beim Meter. Jetzt 20. 000 Stellen und nach dem Jahr der Produktivität 2023, wo ja schon irgendwie so viele entlassen wurden, jetzt wieder die nächste große Welle. Also Aseln ist ja auch so ein bisschen Bereinigungseffekte, weil sie wirklich zu Corona wahnsinnig viele neue Leute eingestellt hatten und vielleicht auch sozusagen am, wenn man so möchte, für das, was sie machen, zu viele jetzt an Ort hatten. Das heißt, ja, vielleicht ist es wieder so ein bisschen so ein Gesundschrumpfen, so leid es mir natürlich tut, um die ganzen Menschen, die da jetzt ihre Arbeit verlieren und Sich neu suchen müssen, aber das zum einen. Und zum anderen, ähm, ich glaube, ganz, ganz viele sind gerade Auch interessiert daran, nach außen den Eindruck zu erwecken. Wir können schon sehr, sehr viel mit KI, wir machen viel mit KI und wir sind super modern und überhaupt. Und jetzt können wir uns sogar nicht vielleicht 20. 000 Leute sparen, aber Wir können viel mit KI mittlerweile machen, was diese Leute vorher gemacht haben. Und ob dann nicht solche, also so solche Geschichten wie, jetzt habe ich mein Postfach da löschen lassen und jetzt ist hier irgendwie dann so ein, ja So ein Alarm ausgelöst worden. Also ich lese das auch immer so ein bisschen als so, die bleiben irgendwie auch im Gespräch, auch zu diesem Thema KI und man hat vielleicht irgendwie Den Eindruck, dass es keine Ahnung Meter Meter ist da echt wahnsinnig weit vorne schon und vielleicht ist das auch so der Eindruck, der da erweckt werden soll, aber

22:00 Gavin Karlmeier

Könnte sein. Andererseits macht es einen guten Eindruck, wenn die Engineers mit ihren Nutzerdaten unvorsichtig umgehen können mit Agenten.

22:07 Martin Fehrensen

Weiß ich nicht. Datenschutzskandale haben Meter langfristig noch nie geschaffen.

22:12 Gavin Karlmeier

Das gehört da zum guten Ton, das ist aber Tradition. Datenschutzskandale sind Teil der Tradition damit. Apropos, es ist nicht ganz Datenschutz, es ist mehr Betrug, aber auch ein gutes Thema immer. Die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA hat festgestellt, dass Meta, obwohl Meta eigentlich versprochen hatte, das Problem zu lösen, immer noch nicht in der Lage ist, illegale Finanzproduktwerbung in Großbritannien einzudämmen. Die FCA hat 1000 Anzeigen innerhalb einer Woche identifizieren können, die betrügerische Absicht hatten, also Werbeanzeigen auf Meta-Plattformen. Und 56 Prozent von denen waren auch noch unautorisierte Werbetreibende, die von der FCA bereits gemeldet wurden an Meta. Das heißt, es wäre alles vermeidbar gewesen. Und das ist wirklich krass, weil das der britische Online Safety Act, der so ein bisschen dem DSA angelehnt ist, der darf auch bis zu zehn Prozent des weltweiten Umsatzes als Strafe erheben. Das heißt Da könnte es möglicherweise sogar noch richtig knallen, wenn es weitergeht. Allerdings gibt es noch da so eine Art Karenzzeit bis 2027. Das heißt, Meta hat noch ein bisschen Zeit, das alles in den Griff zu kriegen. Aber es ist schon wild, dass einfach so Behörden auf das Unternehmen zugehen und zeigen, hier, ihr habt Fehler gemacht und das Unternehmen sagt, ja, und dann gehst du ein halbes Jahr später wieder dahin. Die Fehler sind immer noch da.

23:31 Martin Fehrensen

Hm, hm. Ja, aber ich weiß gar nicht, wann wann kam denn diese Nachricht zum Essen? War das vor einem halben Jahr oder vor einem Jahr? als irgendwie auf so eine Studie rauskam, wie viel Meter tatsächlich an solchen Scams mitverdient und dass es Teil des Geschäftsmodells ist. Ja, genau. Ja, also 10% der Einnahmen fand das. 10%, okay. Ja, es reiht sich ein in so diese ganzen Erzählungen rund um Meter. als auch fällt mir jetzt ad hoc ein, als damals diese, als das Narrativ war, die muss jetzt unbedingt Video machen, also in der ersten Welle. gab es ja dann auch viele Zahlen, die im Nachhinein dann zurückgenommen werden mussten, weil man irgendwie festgestellt hat, ja okay, die Metriken stimmen ja gar nicht so. Und das ist das ist am Ende Immer dieses von außen auf diese Blackboxes schauen und immer sagen, na, es wird schon irgendwie. Und meistens, wenn man aber genau hinguckt, findet man auch was. Und womöglich ist dieser Laden einfach zu riesig. Ich weiß nicht, was hat Insta und Facebook und beide jeweils zweieinhalb, drei Milliarden Accounts. Ja, es ist es Da muss doch eine KI das eigentlich können. Wenn man es dann möchte, die muss es auch eigentlich finden.

24:45 Gavin Karlmeier

Also ich stimme natürlich zu, aber es ist so. Es ist so bitter, weil wir darüber gesprochen haben, dass Meta im Verdacht steht, häufig vor allem dann betrügerische Anzeigen zu entfernen, wenn sie mit gewissen Schlagwörtern auffindbar sind. Also. Dass eine betrügerische Welt, dass betrügerische Werbung Teil des Geschäftsmodells ist, müssen wir mittlerweile unterstellen. Ein Drittel aller Anzeigen soll betrügerische Absicht haben, zehn Prozent aller Einnahmen, das waren die Recherchen der letzten Monate. Dann gab es eben diese Recherche, ich glaube, von Bloomberg oder Reuters, ich bin mir gerade unsicher vor einigen Wochen, dass eben Behörden gewisse Begriffe eingeben in den Werbekatalog und die Meta vorgezeigt haben, weswegen Meta anfing eben diese Begriffe so zu sperren oder dass diese Begriffe, alle Werbungen, in denen diese Begriffe auftauchten, verschwinden. Da waren so Begriffe bei wie Casino oder Roulette oder so halt so Glücksspieldinger. So, jetzt haben aber hier die britische Aufsichtsbehörde FCA, über die wir eben gesprochen haben, hat einfach nur Namen von Banken eingegeben, nämlich Barclays, H. SBC und Revolut. Also wirklich drei Begriffe, bei denen man davon ausgehen kann, dass es relativ offensichtlich ist, wenn damit Stindluter getrieben wird, dass das identifizierbar ist. Und Reset Tech, eine Organisation für digitale Rechte, hat das eben auch gemacht, und zwar in einem Zeitraum von zwei Wochen im letzten Sommer. Und die haben herausgefunden, dass 51% aller identifizierten Anzeigen Betrug waren. die diese Begriffe beinhalteten. Also von Unternehmen, mit denen Meta vermutlich selber irgendwelche Formen der vertraglichen Bindungen hat, zum Beispiel im Sinne von Die schalten da auch Werbung. Gerade im Fall des modernen Tech-Unternehmens Revolut, das ja so ein FinTech ist, kann man davon ausgehen, dass die auch schon mal auf Werbung, auf Meta-Werbung geschaltet haben. Und da habe ich das kümmert sich Meter einfach wirklich überhaupt um gar nichts mehr hier.

26:27 Martin Fehrensen

Tja, was soll ich dem hinzufügen? Also es ist Ja, es ist Teil des Geschäftsmodells, es ist aber auch irgendwie, glaube ich, diese wirklich too big to fail, nicht, aber too big to control. To control, ja genau. Und auch jetzt aktuell mit Blick auf die weltpolitische Lage sind, haben sie, glaube ich, enormen. eine enorm breite Brust, weil sie sehen, okay, wenn wir sollen wir wirklich Angst haben vor der Europäischen Union? Sollen wir wirklich Angst haben vor UK? Im Zweifelsfall uh setzt Donald Trump die Stahlzölle hoch und dann riskiert die EU lieber sozusagen mehr Scam auf Facebook, als dass sie ihre Autoindustrie opfern. Und also das ist alles mittlerweile so eng miteinander verwoben. Ich habe den Eindruck, Meter und auch Alphabet haben eine extrem breite Brust momentan und erlauben sich viele Dinge, die womöglich vor vielen Jahren noch für viel, viel mehr Wirbe gesorgt hätten.

27:29 Gavin Karlmeier

Politisch gesehen hast du voll recht. Aber wirtschaftlich hat das natürlich auch Konsequenzen. Also Barclays hat gesagt, sie haben selber eine Umfrage mit 2000 Personen in UK durchgeführt und acht von zehn der Befragten haben gesagt. dass Tech-Unternehmen mehr gegen Betrug unternehmen müssen. . . Wenn du jetzt Werbetreibender bist, also jemand, der in so einem Unternehmen große Budgets für Media verantwortet, Und feststellst, okay, die Leute glauben unserer Werbung dort sowieso nicht mehr, dann werden die Leute, die Unternehmen mittelfristig dort weniger Werbung schalten, egal wie groß der Markt ist. Das wäre meine These zumindest. Revolut, die andere Bank, ganz kurz noch. Die andere Bank sagt, Meta ist die größte Quelle für auf der Plattform gemeldete autorisierte Betrugsfälle. Also es gibt keinen Punkt, bei dem mehr Betrug gesammelt wird, der dann auf Revolut stattfindet als in Metanetzwerken. Das hat doch Konsequenzen, muss doch Konsequenzen haben.

28:19 Martin Fehrensen

Ja, das muss, sollte Konsequenzen haben, absolut. Und gleichermaßen sagen die Geschäftszahlen aber etwas anderes, weil die gehen Also weiter, Quartal und Quartal, wenn ich das richtig verfolge. Sieht das alles sehr, sehr gut aus bei Meta. Auch die Anzeigen, die gebucht werden, wo 90 Prozent sozusagen des Umsatzes damit verdient wird. gehen weiter nach oben. Und ich kann immer nicht so richtig erkennen, dass wirklich Konsequenzen gezogen werden. Also es gab ja auch dann. Diesen, wenn er diesen, diese, diese Boykottgeschichten noch vor eins, zwei Jahren, immer mal auch bei Meta, dann aber vor allem auch natürlich bei Ex und dergleichen Und AX hat wirtschaftlich schon gelitten, aber bei den anderen Großkonzernen. Und die Quartalzahlen geben das nicht her. Also die Quartalzahlen sagen eigentlich ja. Passt alles und ich glaube, das stärkt dann auch wieder dieses Phänomen, dass die Brust noch breiter wird. . Ja, vielleicht ist es so.

29:15 Gavin Karlmeier

Was Sie mit dem Geld übrigens jetzt machen werden, Sie haben angekündigt, ein Creator Fest Track-Programm zu starten für CreatorInnen in USA, also USA und Kanada. Bis zu 3000 Dollar pauschal pro Monat, wenn sie Ihre Reels auch Facebook posten.

29:31 Martin Fehrensen

Das ist doch mal Kohle.

29:32 Gavin Karlmeier

Das ist ein geiles Programm, oder? Also es ist so ein bisschen abhängig von deren Anzahl der FollowerInnen auf Instagram, TikTok oder YouTube, aber es liegt zwischen 1000 und 3000 Dollar pro Monat, wenn sie bis zu einer Million oder wenn sie eine Million FollowerInnen haben.

29:46 Martin Fehrensen

Und es soll ja auch irgendwie garantiert sein, ne? Also, das fand ich auch wie so ein Grundeinkommen für Creator, was Facebook da jetzt rausgibt. Aber nur für drei Monate. Und dann, ja, guck mal gucken, Leute.

29:57 Gavin Karlmeier

Aber danach kannst du dann wahrscheinlich Geld verdienen. Wenn du drei Monate lang mit einer Millionenreichweite auf Facebook dein Publikum aufbaust, kannst du das wahrscheinlich schnell zu Revenue Share umwandeln.

30:08 Martin Fehrensen

Ja, vor allem war gerade etwas unaufmerksam, weil ich in unserem Briefing das kurz nochmal nachgelesen habe. Sie sprechen da irgendwo von so einem dauerhaften Reichweitenboost, genau. Und am Ende, ja, es ist ja wirklich in allererster Linie der Versuch, YouTube und TikTok da irgendwie Creator abzuluxen. Und ich Also die Gespräche, die ich mit Menschen führe, die versuchen hauptberuflich TikTok zu machen, sind auch oft sehr ernüchternd. Also weil klar Es ist nach wie vor so, dass einige ganz gutes Einkommen über Werbedeals erzielen, die sie selber ausmachen. Aber ansonsten auf der Plattform selber ist ja immer noch schwierig, irgendwas zu verdienen. Von daher ist das für Meter wahrscheinlich lukrativ, da denen ein paar tausend Dollar entgegenzuschmeißen und zu sagen, dann macht's doch bitte bei uns. Und vielleicht ist ja für die das wirklich ein Incentive, dann da zu wechseln. Oder zumindest ihre Sachen zwei zu verwerfen. Lässt sich das verhindern?

31:05 Gavin Karlmeier

Ich glaube, das ist Teil des Plans auch. Ja, ich glaube auch. Kann ich mir schon vorstellen. Ich habe eine andere These, und da bin ich wieder jetzt in der Welt der Mythen und Verschwörungen. Aber Meta weiß natürlich, mit welchen CreatorInnen diesen Deal machen und wissen natürlich auch, was man tun muss, damit CreatorInnen da bleiben, nämlich Reichweite, Sichtbarkeit. Ich könnte mir vorstellen, als wenn du so ein Creator Biss da jetzt in diesem Deal da, in diesem Programm mit ist, in diesem Fast Track, dass deine Videos in diesen drei Monaten wahrscheinlich auch eine ganz gute Sichtbarkeit bekommen, jetzt mal unabhängig davon, ob du die da auf der Plattformforschung gehabt hast oder nicht.

31:39 Martin Fehrensen

Ja, es ist Reichweite denn heute noch so viel wert? Ich habe immer das, also für Werbedeals schon, wahrscheinlich noch, aber wenn deine Videos Qua Algorithmen dann immer weniger Leute erreichen. Also ist wirklich die Frage, wenn ich jetzt als Greater sage, okay, ich mache damit, dann begibt man sich ja wieder in diese Abhängigkeit zu dieser Plattform und sagt, naja, aber ich brauche ja diese Reichweite so und vielleicht wird es dann hochgelevelt auf Keine Ahnung, du hast dann irgendwie auf einmal statt 100 hast du 200. 000 Follower oder vielleicht statt einer Million, 5 Millionen, ist super. Aber du musst ja im Nachhinein sozusagen trotzdem diese Leute dann kontinuierlich bespielen können, erreichen können. Die Werbetreibenden wollen irgendwelche Stats sehen. Ähm ja, und dieses ganze Reichweiten-Game, ich bin skeptisch, ob das künftig wirklich noch der Plan sein kann, sondern ich bin ja den Eindruck, dass es sich, äh, dass es sich lohnt, wirklich in Ja, sehr spezifischen Communities unterwegs zu sein und dort Vertrauen aufzubauen und eben nicht immer nur der Reichweite hinterherzulaufen, aber da sind Viele, glaube ich, noch Waldfannent werden und spielen auf jeden Fall das Reichweitengame, gar keine Frage.

32:38 Gavin Karlmeier

Ja, da könntest du natürlich recht mit haben, ne? Aber ich weiß auch nicht. Andererseits ist es so schwierig geworden, mit so Nischenreels überhaupt noch Sichtbarkeit zu generieren. Also das ist jetzt, du musst dann schon die Reichweite zusammen.

32:53 Martin Fehrensen

Was sind Reels nochmal genommen? Also ist ja sowieso die Frage da. Also ich glaube, wenn du Reels machst, ähm, also da gebe ich dir vollkommen recht. Wenn du auf diesen Plattformen unterwegs bist, Insta und so weiter, und dann versuchst du irgendwie ein Nischenpublikum zu bespielen, ich glaube, das ist momentan echt super, super schwierig. Funktioniert womöglich gar nicht, weiß ich nicht. Ich fehle mir die Zahlen, aber vom Gefühl her würde ich denke, das ist Quatsch. Nee, wenn dann sind es natürlich andere Wege, um sich eine loyale, ja, keine Ahnung. Community aufzubauen, das ist dann sicherlich nicht Instagram unbedingt oder Facebook, da geht es wirklich eher um Um Reichweite, Reichweite.

33:33 Gavin Karlmeier

Wer die Reichweite nicht mehr hat, und zwar schon seit fast einem Jahr, ist der deutsche Playboy. Wir haben darüber hier berichtet, wir haben bei Haken dran darüber gesprochen, dass der deutsche Playboy ohne Nennung von Gründen gesperrt wurde, was nach DSA gar nicht zulässig ist. Aber sie haben keinen Zugriff mehr auf ihre Facebook-Seite von 1,8 Millionen FollowerInnen gehabt. Und das ist jetzt bald ein Jahr rum und damit passiert folgendes, oder nee, ist schon ein Jahr rum, seit einer Woche. Und zwar dass die Seite gelöscht würde. Und das führt wiederum jetzt dazu, dass das Unternehmen hinter dem deutschen Playboy Cuneli Media jetzt rechtlich gegen Meta vorgeht. Also Rechtsmittel einlegt zusammen mit einer Münchner Anwaltskanzlei und eine einstweilige Verfügung vorgelegt bei Meta und eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur eingereicht, weil eben die Sperrung nach ihrer Ansicht nicht zulässig war. Miriam Kahrsch wird hier von, ich glaube, DWDL zitiert und sagt, das ist die Geschäftsführerin von Corneli Media, sie sagt, Meta beruft sich bei der Sperrung der Facebook-Play Playbook, wollte ich gerade sagen. Playboy-Facebook-Seite, das aber schwierig. Auf einen angeblichen Verstoß gegen die Richtlinie zur sexuell motivierten Kontaktaufnahme durch Erwachsene. Bis heute hat das Unternehmen jedoch nicht nachvollziehbar erläutert, auf welche konkreten Inhalte sich diese Bewertung bezieht, welche Texte oder Bildelemente beanstandet wurden und weshalb die sofortige Entfernung einer journalistischen Seite als verhältnismäßige Maßnahme angesehen wird.

34:53 Martin Fehrensen

Hm. Habe ich überhaupt nichts von mitbekommen? Ich weiß nicht, für was das jetzt spricht. Ob ich zu wenig Ahnung von Social Media habe, von Facebook habe, Play, wo ich nicht im Blick habe. Aber in der Tat, das ist neu für mich. Ja, was es bei mir aber sofort triggert, sind diese wirklich gefüllt 100 Geschichten von Menschen, die ebenfalls. . vor diesem riesigen Apparat standen und versucht haben, ihre Accounts zurückzubekommen, keine Ansprechpartner gefunden haben, nach Wochen, Monaten dann irgendwann aufgegeben haben. Und das ist natürlich für so ein Medienunternehmen nochmal eine andere Nummer, weil sie dann Rechtsmittel einlegen können. Aber anscheinend genauso wenig vorankommen und ja, einfach dann da da abgewiesen werden. Und es ist, ist das schon wieder Kulturkampf? Also sagt Facebook dann an dieser Stelle, was ist sozusagen, was sind die Beweggründe dahinter? Wollen Sie Diese Dinge nicht, ob ihr also die Begründung war jetzt eine andere. Die Begründung war eher in Richtung Harassment und sowas.

35:54 Gavin Karlmeier

Kontaktaufnahme war die Offizielle. Kontaktaufnahme, ja. Also da spielen, glaube ich, ein paar Faktoren mit rein. Zum einen spielt hier mit rein, dass die Seiten häufig willkürlich einfach gesperrt werden und Meta sich einfach nicht drum kümmert, diese Argumentation. Ich hatte tatsächlich mal ein Medienunternehmen beraten, private Tageszeitung, die aus demselben Wohn gesperrt wurde bei Meta. Die konnten durch einen automatisierten Einspruch oder einen Einspruch automatisiert wieder freigeschaltet werden, Glück gehabt. Aber das scheint häufiger zu passieren. Und also da weiß ich genau, dass die Menschen, die da gearbeitet haben. . niemandem eine Nachricht geschrieben haben von diesem Account zum Beispiel. Es ist einfach nicht passiert. Gleichzeitig gibt es, wenn du es groß denken willst und wenn du da jetzt eine politische Verschwörung hinter erahnen möchtest, gibt es natürlich solche Bewegungen. Es gibt Thinktanks in den USA, die eigentlich die aus dem republikanischen Umfeld kommen und aus einem sehr erzkonservativen, teilweise sogar aus dem fundamental christlichen, die auf ein komplettes Pornoverbot schielen. Das heißt, da gibt es solche, es gäbe solche politischen Bewegungen, die das argumentieren würden, ob das jetzt ausgerechnet die deutsche Seite des Playboys betrifft oder ob das hier nicht einfach so Pech gehabt ist, kann ich natürlich nicht beantworten, aber es ist schon eine sehr dubiose Geschichte auf jeden Fall mit fast zwei Millionen Followern und Medienberichterstattung und ein Jahr passiert gar nichts, ist schon sehr untypisch. Aber es glaube ich einfach alles, allen, alles egal geworden. Sie Wie kommen wir von Es ist allen, alles egal geworden, zu Twitter? Wir müssen über etwas sprechen. Und zwar morgen, am Samstag, dem 21. März. Järzig zum 20. Mal Jack Dorseys Post. Just setting up my Twitter.

37:38 Martin Fehrensen

Oh nein, ich hatte noch gar keinen Anruf, ob ich ein Interview geben kann.

37:41 Gavin Karlmeier

Ich habe schon zwei gegeben dazu.

37:42 Martin Fehrensen

Ah, das siehst du sehr gut.

37:45 Gavin Karlmeier

Ja, 20 Jahre der Erste Bremen. Hast du die Weide gemacht? Ich hab die Beine gemacht. Ihr könnt mich hören bei Radio Bremen am morgen Samstag, glaube ich Sehr nette Kollegen. Und achso, und aber das ist wirklich eine Empfehlung, die will ich dazu rausgeben. Browser History Podcast von unseren lieben Freunden Dennis Kogel und Magdalena Putz. Da habe ich auch ein bisschen was zu Twitter erzählt. Ganz, ganz fantastische Folge. Die schon online. Aber wie sind unsere Gefühle 20 Jahre nach dem ersten Tweet?

38:13 Martin Fehrensen

Also ich habe Twitter vier zu verdanken. Wir alle. Das ging so vier Jahre. Dann war es vorbei. Ja, wir sind, also mir fehlt die Plattform tatsächlich, also muss ich, ist total bekloppt, aber das Twitter von vor 17 Jahren, das fehlt mir, muss ich wirklich sagen. Mittlerweile ist es aber irgendwie komplett in Vergessenheit geraten und ich sehe auch nicht, dass irgendwas das in dieser gleichen Form ersetzen kann. Witzigerweise ist es aber so, dass ich Gerade auf Konferenzen oder mit Menschen bei den öffentlich-rechtlichen, mit denen ich viel zu tun habe oder auch in der Verlagswelt, wenn ich damit mit Kollegen spreche, das ist Also da geht es dann, wenn ich mich mit denen unterhalte, dann geht es keine Ahnung, um irgendeine Konferenz, einen Workshop, irgendwas und man spricht über dieses Thema und dann ist es aber noch so ein bisschen Smalltalk, rechts und links. Und dann ist es immer so ein. . Ah ja, man kriegt doch gar nichts mehr so riecht voneinander mit. Wo bist du denn jetzt? Weißt du die manchmal bei LinkedIn? Ja, ja, okay, LinkedIn, ja, nee, aber da bin ich so selten. Machst du bei Insta was? Nee, bei Insta mache ich eigentlich nichts. Ja, okay, na, da bin ich ja mal so, aber sieht man ja auch immer keinen. Also so ist es dieses irgendwie. Ja, dieses Verlangen, doch nochmal in Kontakt zu kommen und in lange Zeit dachte ich irgendwie, Bluesky könnte da die größte deutsche WhatsApp Gruppe für eben all jene Ex-Twitter-Fans werden. Ist es aber auch nicht so. Auf Blue Sky hole ich mir alle so ein bisschen. Ja, ich hole mir auf Pluska einiges ab, gerade so aus diesem wirklich extrem linken Spektrum, da habe ich viele lustige Menschen, den ich da folge und gut unterhalten bin. Ähm, aber so dieses wirklich genuine Journalismus-Ding, so, wir geben uns gegenseitig Raum, was am Anfang auch auf Twitter einfach wirklich nett war. Es wurde dann auch irgendwann natürlich ein Kampf um Sichtbarkeit, gar keine Frage. Auch schon längst vor Musk, muss man dazu sagen. Auch da war Twitter dann schon irgendwann unangenehm, zunehmend unangenehm. Aber genau, diese ersten Jahre haben mich extrem geprägt und das Ich hätte es jetzt nicht gewusst, dass morgens was, weil es hat ja keiner angerufen nach dem Interview gefragt, sonst hätte ich es gewusst. Du sagst es jetzt. Aber doch, da bin ich schon ein bisschen wehmütig.

40:34 Gavin Karlmeier

Ja, ich kann das total verstehen. Und willst du einen Funfactoren? Also, morgen vor 20 Jahren hat Jack Dorsey seinen ersten Tweet geschrieben. Übermorgen vor 18 Jahren habe ich meinen ersten Tweet geschrieben.

40:45 Martin Fehrensen

Na.

40:46 Gavin Karlmeier

22 vom März.

40:48 Martin Fehrensen

Hast du es bist du noch auf der Plattform?

40:50 Gavin Karlmeier

Ich bin da noch, ja. Aber privat. Und poste auch nichts mehr. Und guck da nur noch rein, einmal die Woche oder zweimal die Woche für diesen Podcast. Krieg relativ schnell irgendwelche Ausschläge auf der Haut und dann mache ich die App wieder zu.

41:05 Martin Fehrensen

Dein erster Tweet war wahrscheinlich sehr gut. Ja, war richtig gut.

41:08 Gavin Karlmeier

Ich fange dann auch mal an. Smiley. Ah, wie viel? Smiley? Mit einem Smiley, ja.

41:14 Martin Fehrensen

Ja, das, ja, ist doch. Let's shit.

41:17 Gavin Karlmeier

Legendary. Und wir bleiben so ein bisschen bei dem, was in den Trümmern von Twitter irgendwie da noch so übrig ist. Und zwar geht es um Elon Musks Ex. Und zwar haben wir darüber gesprochen, dass Ende letzten Jahres die EU die erste DSA-Strafzahlung überhaupt verhängt hat. Vor allem ging es dabei um die irreführende, also die EU-Strafzahlung, logisch, ging es vor allem um die irreführende Nutzung der Verifikationshäckchen, die früher mal für etwas gestanden haben und jetzt mittlerweile eigentlich nur noch Käuflich sind. Es gibt noch zwei weitere Punkte, die in dieser Strafzahlung mit verankert sind, nämlich die Ad-Library, die nicht perfekt einsehbar ist bei X und der Datenzugang für Forschende, der nach DSA gegeben sein muss, also der Zugriff auf die Inhalte der Plattform. Für Menschen, die mit denen forschen wollen, also mit den Daten, nicht mit den Leuten, die auf der Plattform sind. Und die EU hatte damals gesagt, es muss nachgearbeitet werden. Da haben wir in der letzten Folge darüber gesprochen. Dass Musk angekündigt hat, es würde in der EU eine Veränderung des Verifikationssystems kommen, wie auch immer die aussieht. Das werden wir wahrscheinlich bald irgendwann erfahren. Aber gleichzeitig, die anderen Punkte muss ja übrigens erst Ende April einreichen, wie die verändert werden wollen. Aber eben auch der Zahlung einer Strafe in Höhe von 120 Millionen Euro. Und diese Summe, die musste zum Ende dieser Woche auf dem Konto der EU eintrudeln. Weil, obwohl Musk in Berufung gegangen ist und dieses Berufungsverfahren läuft, hat das Berufungsgericht die Strafzahlung nicht ausgesetzt. Das heißt, die musste ja trotzdem zahlen und die hat er jetzt eben tatsächlich bezahlt. Was ich am faszinierendsten finde, ist, Politico, ein Online-Medium, aus dem wir häufiger zitieren, das aber zum Axel Springer Verlag gehört, die haben als Schlagzeile gewählt und da musste ich wirklich dreimal lesen, dass es nicht Quatsch ist. Elon Musk kooperiert bei Zahlung der 120 Millionen Euro Strafe der EU. Er kooperiert. Es ist wie wenn du sagst, ein Mörder kooperiert mit der Staatsanwaltschaft und geht ins Gefängnis. Also, das ist doch der falsche Blickwinkel, das ist doch keine Kooperation, wenn man eine Strafe zahlt, auch wenn niemand damit rechnet, dass du es zahlst.

43:23 Martin Fehrensen

Aber ja, Springer nicht sehr gut befreundet mit Elon Musk. Also, keine Ahnung. Manchmal wundert man sich über die Schlagzeilen, wie sie zustande kommen. Ich kann an der Stelle nur dafür plädieren, dass die EU all diese Instrumente, die sie zur Verfügung hat, zur Anwendung bringt, weil da ist wahnsinnig viel tolles Instrumentarium da, aber in der Regel wird es eben nicht komplett durchexerziert und Bin dann immer erfreut, wenn, also 120 Millionen ist ja jetzt nicht nichts, also gemessen an dem Vermögen von Masten natürlich ein Ginker-Letzchen, aber Das ist schon richtig Geld. Und wenn diese Verifizierung jetzt mal eine Überarbeitung erfährt, ich glaube, genau es ist vorgelegt, aber die EU-Kommission hat, glaube ich, noch nicht durchblicken lassen, ob sie mit den Vorschlägen einverstanden sind oder was sie davon halten und dementsprechend weiß man, weiß die Öffentlichkeit doch noch nicht, wie die aussehen sollen. Aber ja, also ich bin selber selten auf dieser, auf dieser Plattform, aber dieses Es sind ja wahnsinnig viele Institutionen weiterhin dort und wenn diese Verifizierung dann einmal wieder vernünftig funktionieren würde, könnte es ja das Ich weiß nicht, macht es die Plattform mehr träglicher? Oder ich überlege gerade, ob es eigentlich auch völlig egal ist, ob er da was macht. Wahrscheinlich ist es auch völlig egal.

44:41 Gavin Karlmeier

Es macht keinen Unterschied mehr, weil die Algorithmen. . Also doch, ich hab, oh, das wollte ich ja noch erzählen. Ich habe ein Experiment gemacht. Und zwar habe ich, weil ich so das Gefühl hatte, Ex ist so schrecklich und so, da habe ich ja eben erzählt, wie sich das für mich anfühlt, habe ich einen neuen Account gemacht auf Ex. Einen ganz leeren Account. Und ich muss dir sagen, das war noch unerträglicher. Also ich habe Beiträge tatsächlich vornehmlich gesehen von Alice Weidel, von Elon Musk. Extrem viel Scam, also wirklich viel Betrug, vor allem auf Sprachen, die ich nicht spreche. Also irgendwie, ich weiß nicht, ob es koreanisch war oder so, also wirklich ganz, ganz viele Inhalte, die wirklich für mich auch ganz schlecht ausgewählt waren. Und ich glaube, das ist der Kerntodesstoß eigentlich für X gewesen, abgesehen von all diesen anderen Problemen, von den massiven politischen Schlagrichtungen, die Plattformen und Besitzer eingenommen haben in den letzten Jahren. Abgesehen von den dümmlichen Äußerungen des Besitzers und gefährlichen Äußerungen und menschenverachtenden Äußerungen und rassistischen und antisemitischen Äußerungen des Besitzers Wenn man das alles zur Seite legen würde und versucht zu isolieren, Künstler von Kunst zu trennen und wir gucken nur auf die Plattform, dann ist das Erste, was man Nutzungsverhalten ja trübt. Ja, da sind wir wieder ganz am Anfang der heutigen Episode. Dabei fühle ich mich in diesem Feedwohl oder nicht. Und das schafft X auch wirklich gar nicht mehr. Es hatten natürlich zwei Gründe. Der eine Grund ist, die For You-Algorithmen sind irgendwie, naja, frisiert ist vielleicht schon, aber vermutlich auch frisiert, aber. funktionieren nicht so, wie sie funktionieren sollten, damit man sich dort wohlfühlt. Und die Leute, die die Inhalte dort veröffentlichen würden, die dafür sorgen würden, dass man sich dort wohlfühlt, die gibt es halt leider einfach auch nicht mehr. Also da kann er noch so viel retten und er muss natürlich nacharbeiten, damit er hier zumindest dem gesetzlichen Minimum entspricht. Also es geht ja hier nicht darum, irgendwelche Vorstellungen der EU zu erfüllen, sondern Strafen zu vermeiden. Also wir sind ja an dem Punkt eigentlich. Aber das würde jetzt nicht dazu führen, dass die Plattform für Leute, die ihr den Rücken gekehrt haben, plötzlich wieder swaggy wird.

46:35 Martin Fehrensen

Nee, auf keinen Fall. Für mich stellt sich auch wirklich immer eher die Frage, ob er wirklich jemals etwas aufbauen wollte oder ob er nicht einfach nur etwas kaputt machen wollte. Und für mich ist eigentlich Letzteres eher der Fall, dass er den. ganzen progressiven Stimmen dieser Welt ihren Diskursraum nehmen wollte und ja, das jetzt in das verwandelt hat, was es ist und dann eben auch in Kauf nimmt, dass eigentlich er sich da am Ende quasi nur noch mit . Trm, Trump nehmen, äh, Musk-Loyalisten unterhält. Und ich finde diese Beobachtung, dass Donald Trump auch weiterhin vornehmlich sein eigenes Truth Social nutzt. Zeigt ja auch so ein bisschen, dass X nicht mehr das Maß aller Dinge ist, auch jetzt schon seit zwei ein, zwei Jahren. um überhaupt gesehen und gehört zu werden, sondern dass es eben auch dann vielleicht andere Plattformen gibt, über die das genauso gut funktioniert. Dieser ganze Wahlkampf in den USA hat ja auch extrem viel über Podcasts und da gleichen Chat gefunden über YouTube stattgefunden und so. Und ich glaube wirklich, also Summa Summarum kann man sagen, er nimmt es in Kauf, dass das Ding Einfach, dass da die Hütte abbrennt, aber das war eben auch on purpose und er hat aber dann so lange selber in eigener Sache dann noch geworben. für sich und seine Politik und seine Position, wie es halt ging. Und wenn das jetzt aber dann in den nächsten zwei, drei Jahren komplett vor die Hunde geht, ich glaube, das ist auch in Ordnung für ihn. Also ich glaube nicht, dass. dieser Raum als solches noch so wichtig ist, um zu mobilisieren.

48:01 Gavin Karlmeier

Ja, es ist aber, glaube ich, also für Trump ist es sicher in Ordnung. Für Musk ist es jetzt eher die Abspielstation für GOG geworden und das Zuhause für seine ganzen KI-Experimente. Aber ich finde die Beobachtung auch interessant. Da gibt es aber so ein paar Ebenen, die man, glaube ich, noch dazu packen muss, dass Trump nicht mehr auf X postet. Zum einen hat er natürlich mit Truth Social ein Unternehmen, das An dem er selber am Ende profitiert, wenn es genutzt wird. Das heißt, er hat was davon, wenn sein Name überall nochmal genannt wird in Form von Truth Social. Zum zweiten gibt es einen Vertrag. Mit der Trump, wie heißt du denn, Media, New Media Company and Mobile, also weiß nicht nur, ne? Das ist quasi ein Vertrag mit sich selber, der ihn dazu verpflichtet, alles erst dort zu posten. Ich weiß nicht, ob der noch Gültigkeit hat seit Beginn der Präsidentschaft, aber den gab es. Und zum Dritten hat Trump natürlich durch das Deplattforming nach dem Sturm aufs Kapitol vermutlich auch kein Interesse mehr, anderen Plattformen zu helfen, größer zu werden. Weil man muss auch sagen, dass ohne Trump eins Also der Präsidentschaft vor Joe Biden Twitter vermutlich nicht die Größe bekommen hätte, die es bekommen hat. Ich glaube, das hat viele, viele Leute auf Twitter gibt es und vor allem in den USA, aber auch hier, die natürlich dachten, Okay, wenn jetzt der Weltkrieg ausbricht, dann erfahre ich das zuerst auf Twitter, also bin ich natürlich dort. Man wollte das mitkriegen. Ich glaube, das hat schon massiv zum Wachstum der Plattform beigetragen. Und das versucht er natürlich jetzt eher über Truth Social zu reproduzieren. Und das klappt, glaube ich, überhaupt nicht, ehrlicherweise. Also ein Flop nach DSA ist es nicht.

49:31 Martin Fehrensen

Ja, das stimmt. Aber es ist trotzdem das, ja wie soll ich sagen, das Megafon, was er nutzt und worüber er auch gehört. Also klar. Donald Trump könnte wahrscheinlich auch irgendwie einen Papierflieger loslassen und alle Welt würde es mitbekommen.

49:46 Gavin Karlmeier

Oh, ich habe gegen mein Mikrofon geschlagen. Entschuldigung, alle Menschen, die gerade Noise Cans in den Kopfhörer aufhaben.

49:53 Martin Fehrensen

Also da würde da würde natürlich sowieso jeder hinschauen, das ist völlig klar, aber Weil wir jetzt irgendwie kurz überlegt hatten, ob dieser Verifizierungsmechanismus und so, ob das irgendwie diese Plattform besser macht, rettet irgendwas, und Genau, ich glaube, das kann, wird nicht der Fall sein und diese Plattform ist auch wirklich so nicht zu retten. Über die nächsten, also ich glaube, in den USA ist die Nutzung ja wieder ein bisschen angestiegen, aber was deutsche Nutzerzahlen angeht, ist es, glaube ich, weiter auf dem absteigen nass. Und ich würde auch eigentlich Ich weiß nicht, Polymarket kann man da jetzt nicht so viel Geld wetten immer. Theoretisch kannst du wetten. Ja, genau. Ich sage, warte mal, heute 21. 03. ne, das ist dann nochmal da. 20. Heute 20. und dann gibt es den. Ich sage, in am 2031 ist Ex dann Geschichte.

50:49 Gavin Karlmeier

Ich kann jetzt zumindest sagen, dass XAI, als sie gestartet sind, hatten die zwölf Co-Funder. Co-Founder, davon sind noch drei übrig, weil Elon Musk zwei weitere entfernt hat oder vom Unternehmen sich, die sich getrennt haben. Und Elon Musk hat dazu gesagt: genauso wie bei Tesla. haben wir einige Fehler beim Aufbau dieses Unternehmens gemacht, die wir jetzt gerade korrigieren müssen. Und er hat auch angekündigt, dass als wenn Leute sich vor zwei Jahren bei XAI beworben haben. dass er sich jetzt bei denen meldet. Also er geht jetzt durch die komplette History der sich beworbenen Leute und schreibt die dann nochmal an.

51:26 Martin Fehrensen

Das ist doch sehr sorgfältig.

51:28 Gavin Karlmeier

Zwei Jahre später. Naja, wir sind gespannt, wie RXAI jetzt neu aufbaut und ob das nicht alles vielleicht eher so kosmetische Prozesse vor dem SpaceX-Börsengang ist. Aber wir wollen ja niemandem was unterstellen.

51:42 Martin Fehrensen

Ja, also ich muss sagen, ich bin noch zu wenig betriebswirt, um da mal diese ganzen Geschäfte zu verstehen. Aber es wirkt dann doch immer sehr stark nach linke Tasche, rechte Tasche und andersrum, wenn dann irgendwie XAI von SpaceX aufgekauft wird oder ex wird irgendwie von XIR aufgekauft und dann diese ganzen Rundgeschäfte, die da getätigt werden und dann gibt derjenige dem Kredit und dann wird das aber von dem anderen Unternehmen über Schulden wieder zurückbezahlt. Ich blick da nicht mehr durch und habe das Gefühl, eigentlich ist SpaceX und Tesla wahrscheinlich das Einzige, was da wirklich funktioniert. Und XAIs mit also Mit dem, was man aus den Medien mitbekommt und wie viele Abgänge die zu verzeichnen haben und wie viele Leute mittlerweile an anderen, wirklich sehr exponierten Stellen, die eben auch tätig sind. glaube ich, ist XAI auch an der Stelle wirklich im Wettbewerb um die tolze KI, um die tolle Modelle. gerade sehr im Hintertreffen und ja, da kannst du dann manchmal auch noch so viel Geld draufschmeißen, wie du möchtest. Sie hat mir auch per Meter gesehen, mit was für gigantischen Summen sie da teilweise WissenschaftlerInnen von anderen Häusern abgekauft haben. Und jetzt muss das nächste Modell doch wieder delayed werden, weil jetzt irgendwie noch nichts taugt.

52:55 Gavin Karlmeier

Ja, tja nun. Wir haben übrigens, ich habe ein kleines Housekeeping, einen kleinen Nachhak an der Stelle. Und zwar habe ich in der letzten Episode so aus meinem Kopf was rausgekramt. Und so habe ich gesagt, ich vermutete, ich könnte mich an eine Studie erinnern, die etwas darüber sagt, wie wir als Menschen miteinander sprechen. Und wie sich das dadurch verändert, wie wir mit Sprachassistenten sprechen. Und dass Leute quasi unhöflicher werden, wenn sie unhöflicher mit Sprachassistenten sprechen. Ich habe, glaube ich,

53:29 Martin Fehrensen

Meine Frau ist Juristin und macht Rechtsberatung an einer Universität und dann hat sie eine Anfrage bekommen, sehr höflich, so wie immer, hat sie beantwortet, sehr höflich, so wie immer, und dann kam sowas zurück. Wo sie dann geschrieben hat, Moment, das ist hier kein Chat. Und ich glaube, das ist vielleicht genau das, was du meinst, weil die Antwort, die sozusagen dann kam, war wir würdest du deinem Chatbot schreiben, würdest du nach dem Motto, ja nee, mach mal anders oder wie sowas. Wir sind wirklich eigentlich gar nicht. Naja, wie soll man sagen, wir sind nicht in so einem Modus, dass wir uns sowas nicht gefallen lassen würden. Aber das war so offenkundig, dann irgendwie, als würdest du in einem Chatboot was zurückschreiben. So echt Maske komplett gefeilt. Ist es das, worauf du hinaus wolltest?

54:09 Gavin Karlmeier

Nein, ich weiß eigentlich gar nicht, aber ich finde das interessant, weil du so ein bisschen damit meine These unterstreichst. Aber ich wollte sagen, erstmal Dankeschön an die Hakis, also im Discord, www. haknant. org, über 2200 Leute, die besten Menschen im Internet sind da, alle sind unterwegs. Bist du auch da?

54:24 Martin Fehrensen

Ja, natürlich. Also ich Lurke.

54:26 Gavin Karlmeier

Siehst du? Also wir haben viele Leute da und ihr könnt auch vorbeikommen, es kostet gar nichts, aber bringt viel Spaß. Und da wurde sich viel darüber ausgetauscht. Ich habe im Fiddleverse Antworten gekriegt, ich habe E-Mails zu diesem Thema bekommen. Also es haben sozusagen alle Leute versucht, mit mir diesen Fall zu lösen. Und ich habe so mal exemplarisch ein paar Antworten rausgepickt. Und zwar hatten wir Ente, Ente, Ente. Aus dem Hagenland-Discord folgendes geschrieben. Es gibt auf die Schnelle nicht direkt Studien, die das belegen. Es gibt ein paar Korrelationsstudien. Aber die Ergebnisse sind unklar und oft auf Selbstangaben basiert. Ansonsten vertreten viele öffentliche Stimmen die Meinung, dass sich die Sprachassistenzkommunikation durch Gewohnheit eben auch auf unsere täglichen Konversationen mit anderen überträgt. Klingt schlüssig Ist aber bisher empirisch nicht untersucht. Das Ganze wird übrigens unter der Media Equation Theorie aus den 90ern von Reeves and Nas beschrieben. Also da gibt es Beispiele, dass wenn wir mit Computern sprechen und die behandeln wie Mitmenschen, dass das meistens daran liegt, dass die uns Menschlichkeit vortäuschen. Also zum Beispiel durch Phrasen wie Ich verstehe, obwohl wir genau wissen, die verstehen eigentlich nicht. Ganz interessant. Und es gibt ein Paper dazu, dass Menschen, je länger sie mit Sprachassistenten sprechen. . dass sie dann immer direkter in der Art und Weise, wie sie mit denen sprechen werden. Also dass quasi die Dauer mit dem Umgang mit den Sprachen oder des Umgangs und Sprachassistenten Einfluss darauf hat, wie wir mit denen reden. Und zu guter Letzt, es wirkt sich wohl offenbar möglicherweise, und da gibt es tatsächlich eine Studie zu, da kann ich dir jetzt gleich auch sagen, wie das heißt, wenn ich hier das Capture, wenn ich durchs Capture komme. Während es lädt, dass es Einfluss darauf hat, wie wir wie Kinder kommunizieren, wenn sie zuhören, wie wir mit Assistenten kommunizieren. Die Studie heißt Alexa Shut Up. Und es geht um eine zweieinhalb Jahre lange Beobachtung auf negativ konnotierte Kommunikationsverhalten zwischen Sprachassistenten und familiären Miteinander.

56:19 Martin Fehrensen

Ganz spannend.

56:20 Gavin Karlmeier

Die musst du mir unbedingt schicken. Ja, ich packe die mal in die Shownotes, wenn ihr Bock habt, euch damit auseinanderzusetzen. Wurde übrigens geschrieben von Clara Strathman und weiteren. Und ist wahrscheinlich eine Lektüre wert, wenn ihr heute Abend, heitersabends nicht irgendwie, keine Ahnung, wer wird Millionär guckt, dann lest doch einfach mal eine Studie. So, und bevor wir jetzt hier irgendwie uns weiter in irgendwelchen Geplänkel verlieren, habe ich ein paar Funktionen und Emotionen. Beziehungsweise ich habe Funktionen und ich hoffe, du hast Emotionen für mich.

56:49 Speaker 4

Augenblick.

56:51 Gavin Karlmeier

Funktionen und Emotionen. Ein kleines Housekeeping in der Rubrik sozusagen. Erinnerst du dich noch an DIG? Das wurde ja letztes Jahr relaunched mit einem Reddit Gründer zusammen, mit Alexis O'Hannyan Und Kevin Rose, dem früheren Dick-Gründer, die haben versucht, das neu zu starten, haben jetzt als Beta gestartet. Ich hatte hier davon berichtet, dass ich am Beta-Zugriff hatte und gesagt habe, Moment mal, es sieht ja alles genauso aus wie Reddit. Und jetzt muss man sagen, nach zwei Monaten offener Beta wird dick.

57:27 Martin Fehrensen

Ja, Sie haben nicht damit gerechnet, dass es so viele Bots gibt, habe ich gelesen.

57:32 Gavin Karlmeier

Das ist Ihre offizielle Begründung, KI-Bot-Spam. Wie kann das sein?

57:36 Martin Fehrensen

Also ich habe mich gefragt, ob Camrose irgendwie die letzten vier Wochen mal in irgendeiner Consumer-App war. Weil dann hätte es ihm eigentlich auffallen müssen. Ja, ich finde es schade. Hätte was werden können, aber ist auch so ein bisschen, keine Ahnung, das ist auch diese Nostalgie, die dann da mal durchdringt. Vielleicht braucht es auch keinen Dick mehr.

57:55 Gavin Karlmeier

Ich bin mir nicht ganz sicher, also das, was der Neuversuch war, war halt mehr Reddit als Dick. Weil Dick hatte ja schon diese reine Link-Kuration. Und hier hattest du halt viele Kommentare, Bilder, Videos. Das war halt ein zweites Reddit. Und also mal angenommen, es gibt 5000 KI-Bots, die da auf dieser Plattform innerhalb von einem Monat zum Beispiel schreiben. Oder einer Woche. Dann, du hast aber nur einen Menschen. Dann hast du 5000 Mal mehr KI-Bots als Menschen, die darauf kommunizieren. Wenn du 50. 000 Menschen gehabt hättest, hättest du sagen können: vielleicht ist das vernachlässigbar, der Anteil der KI-Bots auf der Plattform. Also ich will sagen. Ich glaube nicht, dass das der einzige Grund war, warum sie das einstellen.

58:34 Martin Fehrensen

Aber es ist schon überraschend, dass es dann. Ich meine, zwei Monate ist wirklich keine Zeit. Also ich habe das gelesen und gedacht, oh stark, dann versuchen die da jetzt im neuen Leben einzuhauchen. Nach zwei Monaten sagen, ja nee Leute, er kann es mehr, das schmeißen wir mal alle raus, das lassen wir jetzt wieder und er tüftelt jetzt, glaube ich, alleine weiter. Das ist wieder, wahrscheinlich macht er es mit. Genau, Claude Code haut er jetzt alleine Handy tapfen und baut es einfach alleine sagt, was wollt ihr eigentlich alle? .

59:04 Gavin Karlmeier

Vielleicht baut er jetzt Modebook 2.

59:08 Martin Fehrensen

Also das wäre konsequent, wenn er so viele Bots auf seiner Plattform hat, dann baut er einfach für die zu Hause.

59:14 Gavin Karlmeier

So, es gibt, wir haben vorhin über neue soziale Netzwerke gesprochen und es gibt noch ein kleines neues soziales Netzwerk, das wir wahrscheinlich in Deutschland ohne weiteres erstmal nicht benutzen können und das nicht aus Europa kommt, deswegen ist es hier in der Rubrik. Ich weiß nicht, wie ich das erzählen soll, diese Geschichte. Die Trading-Plattform Robin Hood hat den Start von Robin Hood Social angekündigt. Eine Social Media Plattform, die aussieht wie Twitter. NutzerInnen können dort ein Profil erstellen, Beiträge zu ihren Trades veröffentlichen, Transaktionen direkt im Feed abschließen. Das heißt, man kann jetzt sozusagen, wenn du niemanden hast, der deine Posts liked, kannst du immerhin noch mit deinem ETF sprechen.

59:52 Martin Fehrensen

Ja, auch das finde ich völlig legitim und eine konsequente Weiterentwicklung dieser Plattform, weil. Irgendwie wird ja alles, kriegt ja alles so eine Social-Komponente. Also ganz, ganz viele Platten. Ich meine, was kannst du auf Spotify mittlerweile alles dann Social-Gedöns machen? Und bei Amazon genauso. Also da gibt es so immer diese Layer, die dann da sich aus Social Media Angeboten abgeschaut werden und dann integriert werden, einfach damit man. ja wahrscheinlich die Leute behält, weil sie dann irgendwie so kleine, mini, kleine Login-Effekte erzeugen und sowas, ja. Von daher Also ich habe ehrlich gesagt mit der Plattform selber noch nie was zu tun gehabt, habe das irgendwie auch in den News gelesen und fand es irgendwie spannend, weil es irgendwie diese These besteht, die das alles so ein Social Layer kriegt.

01:00:39 Gavin Karlmeier

Ich frage mich ja, wann ich eBay Kleinanzeigen Storys bekomme. Das fehlt mir noch.

01:00:48 Martin Fehrensen

Direkt bei der Hausbesichtigung.

01:00:50 Gavin Karlmeier

Ah ja, naja, weiß ich gar nicht. Geil. Schreib mir folge mir auf Immo Scout für mehr geile Tipps.

01:01:01 Martin Fehrensen

Also Ich würde es nutzen, sagen wir mal auf jeden Fall.

01:01:05 Gavin Karlmeier

Ich finde, es gibt viel zu wenig Plattformen, die Social Features anbieten. Ich will mehr.

01:01:10 Martin Fehrensen

Genau, es braucht mehr, definitiv.

01:01:13 Gavin Karlmeier

Vielleicht Vibecoden wir noch die Haken dran Social, das auch bewusst nicht dezentral ist. Und es ist auch komplett fehleranfällig. Bitte registriert euch nicht mit eurer echten Mailadresse oder eurem echten Passwort. Sie werden wahrscheinlich geleakt werden.

01:01:26 Martin Fehrensen

Aber du kannst aufsteigen, wenn du es weiterempfehlst.

01:01:30 Gavin Karlmeier

Genau, kriegst dann ein Badge, Early Believer. WhatsApp. hat eine Veränderung mit dem neuen Update eingeführt, dass es keine Einstellungsfunktion mehr gibt. Also sie gibt es schon noch, aber sie heißt jetzt Profil. Also du hast unten rechts dein Profilbild und darunter steht du Und sieht jetzt ganz genauso aus wie bei Instagram und Facebook, also eine Angleichung der Metaplattform.

01:01:55 Martin Fehrensen

Da habe ich überhaupt gar keine Emotionen und auch gar keine Reaktion.

01:01:59 Gavin Karlmeier

Gut, WhatsApp rollt eine neue Funktion aus mit dem Namen Gäste-Chats. Damit kannst du Leuten, die keinen WhatsApp-Account haben, trotzdem Zugang in WhatsApp-Gruppen erlauben. Also kannst du denen einen Link schicken und dann können sie im Browser da drin trotzdem kommunizieren.

01:02:14 Martin Fehrensen

Ist das schon Multi, wie sagt man, die Dauerabilität? Ja, finde ich schon. Also wie vertrackt Meter dann von dem, wo ich herkomme, wer ich bin? Kriege ich dann. Für immer einen Link in meine DNA, wenn ich da draufklicke. Ja. Nee, aber das ist doch, das klingt vernünftig, weil ich selber bin. Also ich habe WhatsApp auf dem Diensthandy, aber privat nicht und versuche auch immer alle, alle, alle zu überzeugen. Lass uns bitte über Signal schreiben. Ja. Von daher, finde ich. Für die Elterngruppe ganz kann man das kann man das machen.

01:02:49 Gavin Karlmeier

Ich mag deinen optimistischen Blick darauf. Aber ich, wenn man das mal so zusammennimmt, dass mehr Leute WhatsApp verlassen, dass in den USA WhatsApp gar kein großes Ding ist, dass du trotzdem aber die Leute, die dort sind, nicht motivieren möchtest, ihre Gruppe zu verlassen. Ist das hier natürlich genau das Problem, das damit sozusagen aus WhatsApp-Sicht wirtschaftlich gelöst wird, weil du sagst, ich habe kein WhatsApp, ich habe das jetzt gelöscht, ich habe das aus Überzeugung gelöscht und will das eigentlich nicht benutzen. Gar kein Problem, wir schicken dir einen Link, dann kannst du da im Browser, musst du die App nicht installieren, brauchst du keinen Account, kannst du einfach im Browser mitschreiben. Und plötzlich bleibt diese Gruppe auf WhatsApp, die eigentlich sonst möglicherweise woanders hin umgezogen wäre. Und das ist natürlich so aus so einem idealistischen Blick Eher eine ärgerliche Funktion. Wirtschaftlich, aber nachvollziehbar.

01:03:37 Martin Fehrensen

Ja.

01:03:40 Gavin Karlmeier

Aber weiß nicht.

01:03:41 Martin Fehrensen

Ja, ich hab, also Also aus dem ist es ja dann immer so dieses diese Küchenpsychologie und Küchenempirie so rum. Ich finde der Anteil an Menschen, die mittlerweile was anderes nutzen als WhatsApp, ist enorm gestiegen. Also bei mir in meinem bekannten Kreis auf jeden Fall. Ich habe zwei Kids, die an unterschiedlichen Schulen sind und auch dort in der Elternschaft extrem viel Signal mittlerweile in der Nutzung. Und es gibt nicht mehr dieses Kind. diesen krassen Moment, wo du dann sagst, ja okay, bei WhatsApp ist überhaupt gar nicht zu erreichen. Also ich finde, da hat sich wirklich was gewandelt und ob da jetzt so ein Link zu irgendeiner Gruppe da noch so einen großen Ausschlag gibt. Aber ich, ja, das kann Vielleicht nutze ich WhatsApp-Gruppen auch zu wenig, um zu sagen, ja, das würde mich dann irgendwie halten oder weiß ich auch nicht.

01:04:31 Gavin Karlmeier

Ich habe auch nur, also da kann ich wirklich mal sagen, das hat sich massiv geändert bei mir. Die Anzahl der WhatsApp-Gruppen, die in meinem Privatleben von signifikanter Bedeutung sind, beträgt inzwischen nur noch eins. Es gibt eine Gruppe, die kann ich aus, ich sag mal, sozialen Verpflichtungen nicht verlassen, aber das sind auch keine Freundinnen und Freunde, die da sind, sondern eher andere in ähnlichen Positionen wie ich. Und kann ich dann nicht raus. Aber sonst macht das wirklich, es ist wirklich eingeschlafen. Das Problem ist, es gibt keinen Ersatz. Die Gruppen sind einfach tot, aber es gibt keine neuen. Vielleicht machen wir so eine WhatsApp-Gruppe mit so eine Signal-Gruppe. Vielleicht machen wir eine Signal-Gruppe mit den ganzen Leuten, die so über das Internet berichten. Und dann gehen wir uns da so richtig auf den Sack.

01:05:10 Martin Fehrensen

Ich glaube, das mache ich lieber mit dir privat.

01:05:12 Gavin Karlmeier

Ich weiß nicht. Ist auch doof, wenn alle die Leute, über die man sprechen möchte, in der gleichen Gruppe sind.

01:05:21 Martin Fehrensen

Ich dachte dafür ist Slack eigentlich da, aber ja.

01:05:23 Gavin Karlmeier

Ja, das habe ich ja, das ist bei mir Slack. Also es gibt so Auftraggeber, die Slack nutzen und mir erwarten. Und das ist immer der Moment, wenn ich von denen dann einen Job kriege. dass die Slack-App aus der Cloud heruntergeladen wird, weil ich sonst gar keinen Slack mehr nutze. Achso, ja.

01:05:39 Martin Fehrensen

Das machen wir beim Social Media Watchblog weiterhin. Und das ist also Das war schon mal lebendiger insgesamt. Ich weiß nicht, ob das vielleicht beim Discord bei euch auch oder bei dir auch ein ähnliches Phänomen ist. Also ich würde denken, so vor drei, vier Jahren. war es deutlich lebendiger, habe ich so ein bisschen ist die Kommunikation eingeschlafen auf jeden Fall bei uns. Aber es ist trotzdem der Ort, wo man dann eben doch sehr, sehr schnell einfach auch weil vieles auch tagtäglich während der Arbeit aufhaben, mal miteinander schreiben kann. Wir haben da auch irgendwie einen Newsfeed eingebunden, der da automatisiert alle unsere Rechercheergebnisse sozusagen transparent auflistet. Und das funktioniert schon sehr gut. Also das wird auch angenommen. Aber Signalgruppen hatte ich auch mal überlegt, ob man nicht, man könnte auch natürlich ein extra Tier aufmachen. Jetzt auf Steady für. 35 Euro im Monat machst du deine Signalgruppe. Und ich schreib dir Freitags abends, wenn du es nicht erwartest, in die Gruppe.

01:06:40 Gavin Karlmeier

Ich möchte bitte übrigens, dass der ganze Discord jetzt gerade mal wütend wut entbrannt einfach eine Nachricht schreibt. Dass dieses ist, es ist bei dir auch so eingeschlafen, natürlich absolut nicht zutreffend ist. Nächste App, Tinder Tinder hat ein paar neue Funktionen vorgestellt, die meisten spielen keine große Rolle. Aber es gibt eine Funktion, über die muss ich mit dir sprechen. Und zwar, Tinder hat vorgestellt, dass sie jetzt eine Camera Rolls Scan-Funktion anbieten. Es wird die Möglichkeit geben, alle Fotos auf deinem Telefon zu scannen und dir dann mit Hilfe von KI Menschen anzubieten, die dir besser gefallen könnten.

01:07:18 Martin Fehrensen

Tja. Hat Facebook das nicht auch schon mal angeboten? Also dieses Camera-Scan-Ding, um dann irgendwie auszuwählen, welche Posts Du machen könntest. Habe ich ganz schlechtes Gefühl mal bei. Ich würde meine Camera Roll auf gar keinen Fall freigeben, weder für Freunde, Bekannte noch für einen Tech-Konzern.

01:07:38 Gavin Karlmeier

Wirklich auf keinen Fall. Also Sie haben noch so ein paar andere LLM-Features vorgeschlossen. Das meiste ist nicht so wichtig. Aber spannend ist auch, Sie haben eine Verbindungsfunktion mit Duolingo angeboten.

01:07:48 Martin Fehrensen

Hm, kann man seinen Streak jetzt auf Tinder vorstellen oder wie funktioniert das?

01:07:53 Gavin Karlmeier

Oder weiterführen einfach. Du hattest ein Date mit einer Person, die spanisch sprechend ist, und dann gilt das als Punkt bei Duolingo. Nee, wahrscheinlich. Das ist wiederum ganz witzig. Nein, das wird nicht so sein. Ich glaube, du kannst da mit Matches zusammen dich vergleichen, ehrlicherweise. So, Facebook wird es Menschen erleichtern, Original-Content zu finden. Und das ist eine Funktion, ich habe so ein bisschen das Gefühl, es ist so, wie sagt man, ähm Ein Running Gag eigentlich, weil das hat Facebook, Instagram schon mal vorgestellt, Adam Mossari persönlich vorgestellt, Facebook schon zweimal vorgestellt. Die Funktion, dass du OG-Content als solch markieren kannst. Leute, die mit deinem Content, dein Content neu hochladen, damit Reichweite generieren, leichter melden kannst, dass du deren Reichweite bekommst für den Originalcontent und so weiter und so weiter. Das haben sie jetzt nochmal bekräftigt. Und wollen den Meldeprozess dafür vereinfachen, indem es eine neue Meldestelle für Content-Diebstahl gibt. Ich glaube das erste, dass es das gibt, wenn es so richtig sinnvoll ausgerollt ist und wirklich funktioniert. Und dabei ist es doch so einfach, zumindest identische Videos zu identifizieren. Ich verstehe nicht, was daran so schwierig sein soll, weil das sieht man ja sehr häufig, dass Leute einfach exakt dasselbe Video nochmal hochladen und es überhaupt nicht erkannt wird.

01:09:03 Martin Fehrensen

Ich dachte, es geht auch so weit, dass sozusagen, wenn einer dann eins zu eins ein Video nachmacht, das dann identifiziert werden soll, dass da. . quasi die Idee geklaut wurde oder dass das dann ein Remix ein legitimer. Ja, irgendwie hätte ich irgendwie die Nachricht eher so gelesen, dass es gar nicht wirklich nur darum geht, wirklich das. Weil das kannst du ja über Content-ID und so eigentlich dann wirklich hinbekommen, dass du da einspruchst.

01:09:26 Gavin Karlmeier

Ja, es soll mit Hilfe von KI überprüft werden. So, aber gleichzeitig wollen sie, und das ist wahrscheinlich noch ein bisschen interessanter, Identitätsdiebstahl leichter entdeckbar machen. Auch darüber haben wir hier gefühlt vor zwei Jahren schon mal gesprochen. Facebook hat. Extrem viel Technologie dafür, die Gesichtscan-Technologie, die jetzt in die Brillen kommt und die sie 2010 entwickelt haben, die wollen sie jetzt eben dann doch nochmal ausgraben, haben wir schon mal drüber gesprochen. Jetzt scheinen sie das nochmal irgendwie zu bekräftigen, dass prominente Personen. ihr Gesicht scannen können, damit andere Leute mit ihrem Gesicht keinen Quatsch machen können. Und ich hänge da direkt noch was dran. Auch YouTube hat angekündigt, KI-gestützte Deepfake-Erkennungstools für Politiker und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und JournalistInnen auszurollen. So dass es eben überall möglich ist, wenn du das möchtest. Und wir sprechen ja hier über wirklich einen minimalen Prozenteil der Gesellschaft und vor allem über Leute, über die eh alle nahezu biometrischen Hinweise irgendwie im Internet schon existieren und Fotos aus allen Perspektiven aufgenommen wurden, dass du einen Gesichtsscan in den Apps machst Und damit verhindern kannst du, dass mit deinem Gesicht jemand anders ein Profil erstellt oder idealerweise sogar auch Werbung schaltet oder Content produziert mit Hilfe von Deepfakes. Und das wäre also längst eine Zeit, dass diese Funktionen weitreichend ausgerollt werden für Personen, die da Probleme zu befürchten haben. Ja, würde ich so unterschreiben. Also vor allem angesichts der aktuellen Berichterstattung über den Fall Colin Fernandes die ja genau mit diesem, also in dem Fall wissen oder ist der Vorwurf, dass ihr Mann mit ihrem Gesicht Inhalte erstellt hat, Deepfakes erstellt hat und sich auch als sie ausgegeben hat, Das alles wäre technologisch an dem Punkt hier vermeidbar gewesen.

01:11:06 Martin Fehrensen

Ja.

01:11:06 Gavin Karlmeier

Also, warum ist es nicht da? Weißt du, wir können seit 16 Jahren Gesicht das egal. Wir sind eigentlich bei Funktionen und Emotionen. Ich wollte das hier gar nicht so. Wir bleiben ganz kurz bei YouTube. YouTube erlaubt jetzt Thumbnails mit 15 MB Größe hochzuladen. 50, Entschuldigung, 50 MB Größe. Mist sehr gut. Bislang waren es zwei übrigens. Was ich super geil finde.

01:11:36 Martin Fehrensen

Deswegen müssen die ganzen Leute gehen. Da werden die Rechenkapazitäten überhaupt ausgebaut, das kostet und dann müssen die Leute gehen.

01:11:42 Gavin Karlmeier

Wir haben keinen Platz. Wir müssen hier Festplatten hinstellen. Sorry, ihr müsst gehen. Dafür geilere Thumbnails. Genau. Und letzte Funktion: Google Maps rollt AskMaps aus, ein Chatbot-ähnliches Fenster, in dem man bei Google Maps Fragen stellen kann. Wo es Mac ist. Zum Beispiel.

01:12:02 Martin Fehrensen

Würde ich nutzen. Über Gemini dann, ja, klar. Ja, ist auch gut. Würde ich nutzen.

01:12:07 Gavin Karlmeier

Aber du brauchst dann ja zwei Wörter mehr, wenn du nach McDonalds suchen möchtest, zum Beispiel. Aber nee, ich verstehe das auch. Einfach nur meck es und dann macht er vorne rechts. Wir haben ja darüber gesprochen, man wird unhöflich im Kontakt mit Mit Computern. Aber ich habe eine These als Jahre als zum Jahresanfang aufgestellt, dass dieses Ask Grog oder Grog Is That True dass das eigentlich überall in jeder Plattform überall ausgerollt werden wird. Und dass Google Maps aber jetzt vor Instagram das startet, das überrascht mich dann doch. Okay, keine weiteren Emotionen. Ich habe dich leer gequatscht. Das ist in Ordnung, Martin. Wir sind auch voll lang geworden. Aber danke, dass du hier warst. Es war ein großer Spaß. Ich wünsche dir und allen, die bis hierhin zugehört haben, ein schönes Wochenende. Ich hoffe, dass wir vielleicht nicht 300 Folgen warten müssen, bis du wiederkommst. Kriegen wir es hin. Das machen wir öfters. Gut. Voll gut. Nehme ich dich beim Wort. Und wir gehen hier weiter am Montag mit Lorenz Meyer, der auch schon ewig nicht mehr da. Nicht ganz so lange wie du. Aber ich glaube, der war halt das letzte Mal im Oktober da. Ist auch lang für uns. Also, schönes Wochenende euch. Danke fürs Zuhören. Macht's gut. Pass auf dich auf und danke, Martin. Dankeschön.

01:13:16 Martin Fehrensen

Ciao.