Benjamin von Stuckrad-Barre sagt: “Wir, vor allem wir Männer, [müssen] uns einen Satz wirklich abgewöhnen: »Das kann ich mir nicht vorstellen.«”
Wir müssen uns eingestehen, dass wann immer wir sagen:
„Wer macht denn sowas?“, die Antwort vermutlich lautet:
„Jemand, den wir kennen.“.
Das Thema rund um Collien Fernandes betrifft auch uns als kleiner Podcast, der über digitale Themen spricht. Und deswegen müssen auch wir darauf schauen.
Und auch darauf, wie HateAid, einer der Vereine, der sich seit Jahren gegen die Rechtslücke im Bereich Deepfakes stark macht, die Mittel gekürzt bekommen soll. An genau dem Wochenende, an dem uns wir alle mehr denn je klar sein sollten, dass “Move fast and break fast things” als Silicon Valley-Dogma taugen mag, als gesellschaftliches Konzept aber vor allem “break Menschen” bedeutet.
Aber natürlich nicht nur. Denn während Meta offenbar politische Werbung trotz selbstauferlegtem Bann zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz zugelassen hat, hat ein Kölner Entwickler den Aprilscherz “twttr” gestartet. Ja, Twitter ist zurück – und es macht Spaß wie früher.
➡️ Gavins Text über Collien Fernandes: https://www.gavinkarlmeier.de/t/fernandes
➡️ Chan-jo Jun und Jessica Flint über rechtliche Lage bei Deepfakes: https://www.youtube.com/watch?v=BkoTBMnnisg
➡️ taz.de – “Bei Vorwürfen sexualisierter Gewalt dürfen Medien nicht einfach von anderen abschreiben, sagt Rechtsanwalt Jasper Prigge”: https://taz.de/Presserechtler-zu-heiklen-Faellen/!6164382/
➡️ Es gilt die Arschlochvermutung: https://arschlochvermutung.de
➡️ DIE ZEIT – “Frauenfeindliche Inhalte machen Menschen tatsächlich frauenfeindlich”: https://www.zeit.de/wissen/2026-03/misogynie-medienkonsum-sexismus-frauenfeindlichkeit-psychologie
➡️ Sueddeutsche über Metas Wahlkampfwerbebetrug: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/meta-eu-verordnung-wahlwerbung-rheinland-pfalz-verstoss-li.3451266
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Lorenz (inkl. rechtliche Hinweise zur Verdachtsberichterstattung)
- Der Fall Fernandes
- Die leider nicht verbotenen Früchte auf Instagram
- Metas ineffektives Verbot politischer Werbung
- Meta: KI statt menschlicher Content-Moderation
- Gericht spricht ehemaligen Twitter-Aktionären Geld von Musk zu
- Frankreich gegen Elon Musk: Deepfakes zur Wertsteigerung von xAI?
- Elon Musk vor Vergleich mit SEC
- BlueSky erhält Finanzierung von Krypto-Investoren
- Versöhnlichkeit des Tages: twttr.eu (mit Interview mit Jan Kus)
- Nachhak: Meta Horizon Worlds bleibt nun doch bestehen
Transkript
Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.
00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Lorenz Hallo Gavin. Bei mir ist heute Lorenz Meier, Journalist, Autor, Medienbeobachter und wie das immer so ist hier mit meinen Gästen, also erstmal, du warst lange nicht mehr da. Das ist erstmal schön, dass du wieder hier bist. Ich sag auch gleich warum, ja? Ach, das hat einen Grund. Oh, ich bin gespannt.
00:25 Lorenz Meyer
Ja, ja, ja.
00:26 Gavin Karlmeier
Dann sag mal jetzt.
00:28 Lorenz Meyer
Naja. Der muss sich ausholen. In den Anfängen war das ja hier noch so ein seriöses Geschäftsmodell. Da hast du ja deine Gäste noch anständig bezahlt. Also ich erinnere mich meine erste Folge. Also meine erste Folge, Limousine zum Studio, frisches Obst in der Garderobe. Und dann lag das so ein. . Kleiner Umschlag auf den Tisch, man hatte reingeguckt, man wusste einfach, das reicht, das ist genug. Ja, also das waren halt noch Zeiten. Und dann irgendwann, ich glaube, nach meiner 20. Folge, dann hieß es nämlich plötzlich, ja, wir müssen das Modell umstellen. Ja, und seitdem zahlt man als Gast. Und erst waren das ja noch so moderate Beträge, so eine Art Schutzgebühr, hast du das genannt. Aber mittlerweile, also für heute musste ich so einen Kleinkredit aufnehmen. Und es ist im Grunde ja das Metageschäftsmodell. Also erst bist du der Nutzer. Dann bist du das Produkt und am Ende zahlst du dafür, das Produkt sein zu dürfen. Aber meine Güte, ich bin gerne hier. Ratenszahlung ist alles okay, läuft.
01:24 Gavin Karlmeier
Das ist so lustig, weil als hättest du es gewusst, bist du heute zum 21. Mal hier. Wow. Ja, ist kein Witz. Das ist so toll, es gibt so Band. Oh, das weiß ich nicht, ob man das sagen kann, aber das werde ich heute noch öfter sagen. Das weiß ich nicht, ob wir das sagen dürfen. Und zwar ist es so, dass wenn du so eine kleine Band bist und du willst einen Support-Slot bei einer großen Band haben, dass man sich da manchmal einkaufen muss.
01:46 Lorenz Meyer
Ja, das ist mir im Nachhinein, das wundert mich das überhaupt nicht.
01:49 Gavin Karlmeier
So wie du hier. Nein, um das richtigzustellen, keiner von uns beiden hat je vom anderen Geld bekommen. Niemals. Ist nie passiert. Lorenz kommt nur, weil ihm was an der Sache liegt.
01:59 Lorenz Meyer
Nein, weil mir was an dem Host legt. Ich sage, es ist mir scheißegal, aber ich finde Gavin einfach total nett.
02:07 Gavin Karlmeier
Es ist so schwierig, mit dir jetzt so in so ein düsteres Thema einzusteigen, weil wir ihm so mögen und so gerne so losreden müssen, aber gleichzeitig blicken wir natürlich auf ein Wochenende zurück, an dem, also ich weiß nicht, wie es dir geht. Ich will kurz eine, nee, ich fange anders an. Wir müssen kurz dazu sagen, dass es presserechtlich relativ kompliziert ist, über die. Vorwürfe, die am Donnerstag im Spiegel veröffentlicht wurden, eins zu eins zu sprechen, weil es relativ viele Fallstricke gibt im Fall der Verdachtsberichterstattung. Es gibt dazu ein hochinteressantes Interview bei der TAS, das werden wir euch in die Shownotes Das heißt, wir werden die konkreten Vorwürfe, die im Fall Colin Fernandes erhoben wurden, hier nicht wiederholen können. Wir können aber grundsätzlich und prinzipiell. . über ähnliche Geschichten sprechen und auch über rechtliche Begebenheiten. Das ist das eine, worüber wir heute reden müssen, und wir müssen natürlich auch über die persönliche Rolle sprechen. Und da wollte ich gerade reingehen. Weil es, ich weiß nicht, wie du das Wochenende erlebt hast, aber bei mir fing zum Beispiel der Freitag damit an, dass ich um 4 Uhr morgens, 4. 30 Uhr aufgewacht bin und nicht mehr schlafen konnte, weil mich diese Sache nicht losgelassen hat. Zum einen natürlich. Weil wir wahrscheinlich als alle Männer, die das hier hören oder alle männlich gelesenen Personen, die das hören, im Generellen ihre Rolle, reflektieren müssen und beobachten müssen, wann waren wir in unserem Leben schon mal Arschlöcher, wann sind wir Arschlöcher und wann haben wir vielleicht auch in unserem Umfeld erlebt, dass jemand ein Arschloch war. Und haben nichts gesagt. Ich glaube, das ist so das eine, womit wir uns mit uns selber beschäftigen müssen, alle. Und das andere ist aber, was mehr dann so angesichts dieses Podcasts und dieser Themen, über die wir hier immer sprechen, so so wahnsinnig Bauchschmerzen gemacht hat, ist, dass die Vorwürfe, über die im Spiegel gesprochen wurden, öffent, also dass Colin Fernandes darüber Kenntnis erlangt hat. Und zwar Weihnachten 2024. Bedeutet, die Vorfälle, über die gesprochen werden und die Vorwürfe, die sie macht, und um das auch nochmal dazu zu sagen, wir haben keinen Grund Aussagen von dem Opfer anzuzweifeln. Wir müssen presserechtlich vorsichtig formulieren, weil sonst kommt der Brief von Christian Scherz auch zu uns. Aber wir haben keinen Grund, das anzuzweifeln. Was ich sagen wollte. Die Vorwürfe sind im f im Zeitraum vor Weihnachten 2024 passiert. Und es geht da um Deepfakes, um KI-generierte Inhalte, Videos, das Profil erstellen, Bilder. Und das ist ein Zeitraum, in dem das nicht ganz trivial war, solche Inhalte zu erstellen. Seitdem Sind andinhalb Jahre vergangen fast. In dem Zeitraum ist es wahnsinnig einfach geworden, mit Hilfe von Grog, mit Hilfe von irgendwelchen anderen Tools, die regelmäßig in den App-Stores weit vorne liegen. KI-Inhalte zu erstellen, auch mit Fotos, die du auf deinem Telefon hast, mit Menschen, die nicht du bist. Heißt, es ist alles deutlich einfacher geworden. Und das ist so das, was mich so umtrieben hat und so bewegt hat, ist die Sorge, dass Ich habe so einen Text dazu geschrieben. Sorry, Lorenz, ich laber hier direkt mal los, aber ich muss das einmal loswerden. Ich habe so einen Text dazu geschrieben und da haben mir ein paar Leute, ich habe denen angefangen mit dem Satz, das ist erst der Anfang. Und da haben mir ein paar Leute zu Recht gesagt, und ich ärgere mich ein bisschen über die Formulierung, dass. dass sexualisierte Gewalt oder generell Gewalt gegen Frauen in Beziehungen oder auch grundsätzlich, gesellschaftlich, natürlich jetzt nicht damit einen neuen Höhepunkt erreicht hat. Das ist ein Thema, das gibt es seit Jahrhunderten und wir müssen das gesellschaftlich bekämpfen. Aber mir ging es um die technische Komponente. Zu sagen, das, was da passiert ist und das, was da oder was angeblich passiert ist, oder das, von dem gesagt wird, dass es passiert ist, ist so Ähm, d das das ist so, fühlt sich so unglaublich so krass an so unglaublich, so ähm Das bewegt mich so, dass ich so denke, da muss jemand sich die ganze Nacht an den Computer gesetzt haben und wirklich mit relativ komplexer Technologie Dinge gebaut haben. was jetzt zehn Sekunden auf deinem Telefon braucht, um das zu tun. Und dass ich mir so überlege, dass das seitdem halt nur noch viel, viel einfacher geworden ist, viel mehr skaliert hat, das lässt mich nicht los seit Donnerstag. Ich weiß nicht, wie es dir damit geht.
06:04 Lorenz Meyer
Ja, mir geht es genauso. Also ich habe auch die, also wir reden ja über die Titelgeschichte, die aktuelle Titelgeschichte vom Spiegel und ich musste mich auch erstmal, also ich habe die gelesen und dann ging man so von Absatz zu Absatz und in den Absätzen, ich habe immer zwischendurch nach unten geguckt, habe gedacht, oh Gott, das geht immer noch weiter. Der Text geht immer weiter und weiter und weiter. Und als ich durch war, habe ich erstmal wirklich zwei Minuten irgendwie in die Lehre gestarrt, weil ich das, also, weil mich das wirklich überfordert hat vom Ausmaß her. Und und Naja, also das Perfide ist, um jetzt wieder an unseren Technikaspekt anzuschließen, ist das perfide ist aus meiner Sicht Ja, du brauchst jetzt kein Darnet mehr dafür. Du brauchst kein Informatikstudium. Das reicht ein Handy und ein paar Minuten und die Tools dafür. Laufen aber auf Servern in Ländern, wo halt kein deutsches Gericht hinkommt. Und deshalb ist es auch so naiv, jetzt nur über das Strafrecht zu reden. Denn ja, wen willst du bestrafen? Den Server auf den Seichellen? Also wer ernsthaft was ändern will, der muss halt dann über die Plattformhaftung reden. Und die Plattformen, die diese Tools hosten, die die Ergebnisse verbreiten, die das ermöglichen, die müssen halt in die Pflicht genommen werden. Und alles andere ist Symbolpolitik, aber ich wollte dir jetzt noch nicht vorgreifen. Nee, das ist aber wahrscheinlich genau der nächste richtige Aspekt, weil auch der ist halt wichtig, der rechtliche Aspekt.
07:39 Gavin Karlmeier
Es gibt in Deutschland, also der Colin Fernandes hat Anzeige in Spanien eingereicht. Und das hat vermutlich mehrere Gründe. Einer dieser Gründe ist, dass. . sie dort ihren Wohnort hat und ihren Lebensmittelpunkt. Der andere Grund ist aber auch, dass es in Spanien ein sehr auf Konsenskonzentriertes Sexualstrafrecht gibt. Also in dem gibt es einen sehr weitreichenden Ermessensspielraum für Gerichte, auch solche Dinge, wie sie hervorgeworfen werden. Als sexuelle Gewalt zu verurteilen. In Deutschland ist es nicht ganz so einfach. Es gibt ein Video dazu von unserem Haus- und Hofanwalt Chanjo-Yoon. Wir packen auch den, äh, dieses Video in die Shownotes. Es geht 15 Minuten, wo er gemeinsam mit seiner Kollegin Jessica Flint, die die Sachen auseinander erklambüse hat und sagt, welche Möglichkeiten haben wir? Und das Problem ist Wir haben in Deutschland einen Stalking-Paragraphen, der theoretisch angewendet werden könnte. Es gibt die Möglichkeit, über Beleidigungen zu gehen und es gibt die Möglichkeit, über die Veröffentlichung solcher Videos zu gehen als Angriff auf Persönlichkeitsrechte. Das ist das, was das Strafrecht meines Erachtens. Ich bin kein Jurist und kein Botaniker, aber das ist das, was das Strafrecht meines Erachtens oder meines Ermessens in Deutschland zulässt. Das ist natürlich nach meinem Gefühl als jemand, der das sich von außen anschaut, nicht genug. Es darf nicht wahr sein, dass ich mit deinem Gesicht einen Pornofilm erstellen könnte, ein Deepfake machen könnte. Porno ist fast falsch, weil Porno hat so eine Lustkomponente. Es ist ja Gewalt. Also, ich kann mit deinem Gesicht ein sexualisiertes Video ohne dein Wissen, ohne dein Einverständnis erstellen und habe erstmal nichts zu befürchten, wenn ich das tue. Und das Ärgerliche und das Traurige und das Düstere daran ist, dass das alles keine News sind. Wir wissen das seit Jahren, wir haben seit Jahren gesprochen, Colin Fernandez spricht seit Jahren darüber in Filmen, in Interviews. Und erst jetzt durch diese nächste Eskalationsstufe und die nächste, der nächste Punkt, den diese Geschichte, der diese Geschichte anreichert. Dadurch gibt es jetzt überhaupt erst die gesellschaftliche Aufmerksamkeit und offenbar auch die politische Aufmerksamkeit, dass man da etwas dran verändern möchte. Also Karin Prien Frauenministerin will schärfer gegen Deepfakes vorgehen, berichtet der Stern und sagt, wir müssen Frauen und Mädchen besser vor digitaler Gewalt schützen. Das heißt, da gibt es jetzt offenbar jetzt erkanntes Handlungspotenzial.
10:06 Lorenz Meyer
Ja, aber das ist der Punkt, wo es für mich schon zynisch wird. Karin Prien steht am Montag vor der Kamera und sagt, ja, wir müssen die Frauen besser schützen und am Dienstag streicht sie Hate Aid die Förderung. Und das ist, als würdest du die Feuerwehr abschaffen und gleichzeitig forderst du schärfere Brandschutzverordnungen. Und wer soll das denn umsetzen, die betroffenen Frauen alleine vor Gericht? Also ich finde es Also ich finde es alles so absurd. Wir haben härtere Gesetze gegen das Raubkopieren von irgendeinem Marvel-Film, als gegen Gegen solche Darstellungen von Frauenkörpern. Also, wenn du einen Marvel-Film hochlädst, dann steht Disney aber mit einer ganzen Armada von Rechtsanwälten am nächsten Tag vor deiner Haustür. Und wenn jemand dein Gesicht auf den Pornokörper montiert, ja, also dann viel Glück mit dem Stalking-Paragrafen.
10:59 Gavin Karlmeier
Und das ist so wichtig, dass du das ansprichst, weil mit HateAid haben wir einen Verein, der sich seit Jahren sehr stark in dieser Thematik einbringt, einsetzt, Forderungen stellt, aber auch Informationen vermittelt und Recherchen leistet, dass das ein Thema in der Gesellschaft ist. Und Karin Prien verargumentierte, aber so berichtet, dass die Welt am Sonntag von gestern dass diese Demokratieförderung im Generellen neu ausgerichtet werden soll, was zur Folge hat, dass Mittel gekürzt werden. Das betrifft unter anderem den Zentralrat der Juden, die Konrad Adenauer Stiftung. korrektiv aber eben auch die Amadeo-Antonio-Stiftung und eben HateAid. Und was ist denn das für ein Signal? HateAid ist gleichzeitig der Verein, dessen beide Geschäftsführerinnen. seit Ende letzten Jahres nicht mehr in die USA einreisen dürfen mit großem Getöse. Und damals hieß es noch aus der Politik, wir stehen hinter HateAid, wir stehen hinter unseren Werten. Und drei Monate später sagen wir, wir stehen hinter unseren Werten, aber ein bisschen Geld für die Förderung haben wir jetzt leider nicht mehr. Sorry, danke, tschüss. Das ist ein ganz schreckliches Signal. Und gerade das Timing, das diese Meldung genau gestern nach diesem Wochenende kommt, zeigt auch wie. weiß ich nicht, wie opportunistisch muss man das ja fast nennen, diese Ankündigung ist, da jetzt gesetzlich eben doch nachsteuern zu wollen, weil das Absehbar war, dass es früher oder später so einen Fall gibt und die Politik aber dann erst reagiert, wenn halt Leute darüber sprechen. Das tut weh einfach.
12:27 Lorenz Meyer
Ja, absolut, absolut. Und die Caribrin-Sache, die muss man halt auch in Zusammenhang mit Weimar denken. Ja, also ja, ich würde es jetzt noch nicht zu klassenkämpferisch sagen, aber für mich ist, was das da läuft, jetzt gerade im Kulturministerium oder jetzt mit Frau Prien, das ist für mich ein Angriff. Für mich ist das ein Angriff auf unser demokratisches Gemeinwesen, es tut mir leid. So empfinde ich es. Das ist so systematisch, es ist so ein systematischer Umbau. Und es geht so ans Fundament dessen, was wir so an Gesellschaft hier vereinbart haben, unser gesellschaftliches Miteinander. Und ich wundere mich, Ich wundere mich, dass der Aufschrei nicht noch viel, viel lauter ist. Und auf der anderen Seite ist es so, ja Vielleicht, ja, das ist jetzt ein wilder Überbau irgendwie, aber vielleicht passiert jetzt wirklich auch was, dass wir diese Ja, dass wir uns so daran gewöhnen, dass es so diese Trampisierung ist. Dass das Unerhörte und das Unglaubliche und das Unfassbare einfach immer normaler wird. Und wie so ein. Also sie werden uns halt, sie beallern diese ganzen Institutionen die Preise, die Jurys, verschlechtern die Gesetzeslage und und und und ja und und schießen einen müde dabei. Aber das nur weil ich hier für die Hoffnungsvollen Kommentar zum Schluss.
14:01 Gavin Karlmeier
Wer Hagen dran öfter als einmal gehört hat, weiß, Hoffnung kommt bei uns immer erst zum Schluss. Bis dahin haben wir Doomscrawling für die Ohren. Das ist so. Aber du hast natürlich vollkommen recht. Also das kommt natürlich. Das ist so ein gesellschaftliches Klima, das wir international erleben, dass wir sozusagen, dass man unterstellen kann, dass die Gesellschaft klopft. wird mit diesem Unwort des postfaktischen, also dem Verbreiten von Unwahrheiten und dem so häufigen Wiederholen von Unwahrheiten, dass man sich daran gewöhnt, gleichzeitig aber auch so eine wissenschaftsfeindliche Grundstimmung oder eine wissenschaftsferne Grundstimmung vorsichtiger formuliert, weil die was auch an diesem Wochenende passiert ist, auch das ist passt irgendwie ins Bild. Die Zeit berichtet über eine Studie. Die nämlich sagt, Misogynie in Videos, Games oder auch Erotikfilmen oder Erwachseneninhalten generell sorgt auch für eine sexistischere oder sogar aggressivere Haltung oder Verhalten. in den Köpfen der Leute, die diese Inhalte konsumieren. Also es gibt ein internationales Forschungsteam, dazu gehört die Universität Amsterdam, dazu gehört aber auch Ein deutsches Team, ich kann dir gleich genau sagen. Mannheimer, Leibniz-Institut gehört noch dazu. Stimmt das überhaupt? Nee, sorry, das ist eine andere Geschichte. Auf jeden Fall, ich sagte gleich, welche Universität dahinter steckt. Jetzt verlieren wir uns in den Themen, aber mir ist es so wichtig, das zu sagen. Also, die Recherche, Christa Nater ist die Sozialpsychologin, die hier das Forschungsteam geleitet hat. Die haben 257 andere Studien ausgewertet. Also eine Metastudie. Und dabei gab es 130. 000 Teilnehmende. die über den Einfluss misogühner Medieninhalte sich geäußert haben. Dazu gehören Filme, Musikvideos, Videospiele, Bilder, Werbeanzeigen, Zeitschriften, pornografische Inhalte und Inhalte aus sozialen Medien. Das Ergebnis der Metastudie, der Konsum von misogynen Medieninhalten, führte im Durchschnitt zu einer signifikanten Zunahme von frauenfeindlichen Einstellungen, Verhaltensneigungen und Verhaltensweisen. Die Forschungen in Schweiz, Deutschland, Österreich und USA. Jetzt wissen wir ein bisschen mehr, Amsterdam kommt später, kleiner Teaser. Wenn ihr Fans der Uni Amsterdam seid, habe ich heute noch was für euch. Die haben auf jeden Fall hier gemessen, wie zum Beispiel die Reaktion der Leute auf misogynes Material generell. Ausgefallen ist und wie sie danach Frauen bewerten im Gespräch oder in einer Befragung. Und Uni Bern ist Christanata. hat gesagt, dass die Ergebnisse der Studie deswegen so aussagekräftig sind, weil es eine breite Palette an Reaktionen gibt, die von harmlosen Stereotypen-Einstellungen bis hin zu aggressiven Verhalten gegenüber Frauen reichen. Und dazu gehört zum Beispiel, dass die Probanden, wenn sie befragt wurden, nachdem sie solche Inhalte angezeigt bekommen haben, Frauen ihre Menschlichkeit abgesprochen haben, den Körper als Objekt betrachtet haben. Oder sogar zustimmen würden, sexuelle Gewalt und Vergewaltigung könnten relativiert werden. Also eine ganz düstere Perspektive, vor allem weil man da ja auch zusagen muss. Dass so etwas wie der Fall Fernandes, über den wir gerade die ganze Zeit gesprochen haben und auch sprechen, kein Einzelfall ist. Das ist jetzt die eine Geschichte, die groß und die bekannt ist, die aber. wie der Spiegel berichtet, ja seit Jahren auch schon so funktioniert hat, dass eben auch andere Menschen aus ihrem Umfeld mit solchen Inhalten in Kontakt gekommen seien, die sie betroffen haben. Bedeutet also Dass es ganz viele Mitwisser gibt, ganz viele Leute, die geschwiegen haben, ganz viele Leute, die weggesehen haben. Und das ist wie gesagt einer von vielen Fällen, von denen wir ausgehen müssen. Und es ist so trüb.
17:44 Lorenz Meyer
Es ist drüb. Und was mir dazu einfällt, nochmal ein kleiner Seitenschwenker, Frauenfeindlichkeit und Humor. Und da sind wir nochmal wieder bei Christian Ulm. Das waren ja schon verstörende, humoristische, frauenfeindliche Sendungen, die er da gedreht hat. Teilweise ja eine ganze Staffel. Oder ich denke auch an die Satire Partei, die Partei, wo auch einzelne Teilnehmer denn sagen. Ja, ich greife eine Frau mal zwischen die Beine und nenne das ganz ironisch. Ich habe ihr ironisch irgendwie an die Brüste gefasst. Oder ich. Oder ich habe halt ironisch, als die reingekommen sind, haben wir alle geschrien, ausziehen, ausziehen, ausziehen. Da muss ich, glaube ich, da sollte man auch nochmal drüber nachdenken, Leute, die auch Verantwortung haben, zum Beispiel über Humorproduktionen, dass man es wirklich auch mal abgrenzt und sich wirklich sagt. Was ist es jetzt wirklich? Ist es jetzt, wollte er patriarchalisches, sexistisches Auftreten wirklich entlarven? wie es irgendwie in den in dieser einen Serie von Ullmann hieß auch, dieses mit irgendwie Wer will meine Freundin kaufen oder so, so ein englischer Titel, ne? Auf Tele5 gelaufen. Ich weiß nicht, hast du davon gehört? Weißt du, wovon ich spreche?
19:15 Gavin Karlmeier
Also doch, ja.
19:18 Lorenz Meyer
Und ja, inwieweit ist das jetzt, ist das jetzt eine ganz gelungene Gesellschaftssatire, die einen bunten Punkt anspricht oder so? Oder inwieweit ist es einfach nur so selber, einfach so eine Lust, sich ordentlich daneben zu benehmen? Und das mit diesem Deckhändlerchen so zu verkaufen. Und auch die Konsumenten, die das denn gucken können und sagen können, naja, höhöhö, es war ja nur spaßig gemeint.
19:47 Gavin Karlmeier
Es gibt diesen Satz und er wird Lukas Diestl zugeschrieben. Ich weiß nicht, ob er wirklich von ihm stammt, aber der Satz ist so gut, wer du sagst. Im Zweifel, ja. Wer sich ironisch in die Hose scheißt, hat sich immer noch in die Hose geschissen. Also, du kannst nicht unter dem Deckmantel der Ironie am Ende alles verpacken und tun, nur weil du denkst, naja, ich kann das jetzt aber irgendwie total. gesellschaftskritisch verkaufen. Das funktioniert natürlich nicht. Und dazu kommt auch jeder, der an so einer Produktion dabei steht. Und auch wenn er nur das leichteste, schwierige Bauchgefühl hat und nichts dazu sagt, Ist am Ende nicht besser als die, die es mitmachen. Weil er trägt es mit. So, dass ich würde, so weit würde ich gehen.
20:30 Lorenz Meyer
Ja, da bist du sehr streng, ja. Aber ich kann es verstehen. Das Problem ist natürlich, dass manchmal Leute da so reinrutschen und dass die Übergänge denn ja auch manchmal fließend sind. Man muss sich austauschen darüber, man muss da reden und ein Bewusstsein dafür haben.
20:48 Gavin Karlmeier
Und damit meine ich, also ich will jetzt niemandem sagen, hey, du hast vor 40 Jahren mal einen Kackwitz gemacht. Ich glaube, das ist nicht fair, weil das gesellschaftliche Klima hat sich verändert und auch das Verständnis hat sich verändert. Aber spätestens Vor fünf Jahren waren wir eigentlich gesellschaftlich an einem Punkt, an dem niemand so etwas mittragen muss. Und jeder, der Bauchschmerzen dabei hat, ich weiß, es gibt manchmal Sachzänge oder andere strukturelle Zusammenhänge, die das schwierig machen. Aber jeder, der am Ende in den Credits von so einer Produktion auftaucht und das mitgetragen hat, dass das passiert ist, dass ironisch irgendwelche sexuellen Übergriffe stattgefunden haben, bei Leuten, die das nicht wollten. Haben am Ende mit Verantwortung zu tragen. Ich finde, das kann man nicht anders anders sagen. Und es gibt, ähm, das will ich, will ich noch kurz erwähnen, weil das so, ich fand das zutreffend und Vielleicht führt es jetzt ein bisschen weg vom Thema, aber du siehst halt sehr viele Leute, die gerade über die Unschuldsvermutung diskutieren in Kommentarspalten. Übrigens interessanterweise sehr häufig. Sind das die gleichen Leute, die bei anderen Themen die Unschuldsvermutung nicht sofort ziehen, aber hier sehr schnell sind damit? Und ich meine, erst das Gefühl ist so, dass Also, wenn du den Spiegeltext liest und du siehst, dass auch die andere Seite zu Wort gekommen ist und die andere Seite das nahezu eingeräumt hat oder eigentlich klar eingeräumt hat, was passiert ist, dass du eigentlich Dass es keinen Unterschied macht, ob es am Ende zu einer juristischen Verurteilung kommen kann oder nicht, weil es hier eher um die Frage der eigenen Ethik und Moral geht. Also, kann ich sowas ertragen oder nicht? Ich finde auch ist legitim zum Beispiel. Angenommen, du würdest irgendwas machen, was ich richtig doof finde, Lorenz. Und ich würde dich nicht mehr in diesen Podcast einladen. Dann würden die Leute doch auch nicht sagen, Unschuldsvermut und Cancel Culture. Also, weißt du, dann werden wir nicht in, das würde so nicht passieren. Aber hier auf dieser Ebene passiert das Gleiche dann trotzdem, weil wir sprechen hier nicht über eine. Nach meinem, das ist jetzt eine persönliche Meinung. Das ist keine Vorverurteilung, wenn wir über etwas sprechen, das wir menschlich ablehnen. Es geht nicht darum, dass wir fordern, dass dieser Mensch an den Pranger soll oder das sagen wir alles nicht. Sondern wir sagen, wir verurteilen das moralisch. Und das macht einen großen Unterschied. Und Dirk von Gehlen hat einen Text geschrieben dazu. Und den könnt ihr euch durchlesen, Website www. arschloch. Und der sagt, es gilt die Arschloch-Vermutung. Nach allem, was wir über Gewalt gegen Mädchen und Frauen wissen, gilt Gilt das für Männer viel mehr, als man denkt? Was macht es mit ihnen, wenn ich Ihnen sage, dass es Millionen Täter gibt, dass sie ein Kennen, ein Decken, einer sind oder alles zusammen, dass das keine Einzelfälle sind, die leider hier und da passieren? Sondern unser misogynes Fundament ist, auf dem Sie und ich unseren täglichen Geschäften nachgehen. Und ich finde, mit diesem, ich finde, das ist eine Perspektive, die man dazu einnehmen kann.
23:42 Lorenz Meyer
Ja, also mit der Unschuldsvermutung, ich gucke mir da manchmal auch die Medien an und ich finde es manchmal auch ein bisschen absurd, wenn die Medien mit der Unschuldsvermutung diesen. . diesen Satz da einfach nochmal einbauen. . Es ist ja wirklich so, wenn du jetzt schreiben würdest, der Mörder. kam mit dem blutigen Messer, meldete er sich beim Polizeikommsiat 24, legte ein 200-seitiges Geständnis ab, indem er den Tathergang, den schildert er an einem Whiteboard und hielt danach noch eine 30-minütige PowerPoint-Präsentation. wie er sich die Tatwaffe beschafft hat. Es liegt mittlerweile ein forensisches Gutachten vor, wo seine Schuld eindeutig bewiesen ist. Es gilt für ihn die Unschuldsvermutung. Also so sehen ja im Moment Berichte aus in den Medien.
24:34 Gavin Karlmeier
Aber das ist halt der presserechtliche Rahmen, in dem wir uns bewegen, weißt du? Also gerade in der Verdachtsberichterstattung. Sagt man einfach, dass du eben strafrechtlich relevante Vorgänge nicht als bereits begangen oder bewiesen berichten darfst, sondern Du sagst dann halt, es gilt die Unschuldsvermutung. Wir formulieren im Konjunktiv im Journalismus. Wir sagen, er soll das gemacht haben, das berichtet die Geschädigte und so weiter und so weiter. Das ist aber natürlich absurd, wenn es am Ende, wenn dieser Satz am Ende nur noch zum Feigenblatt wird. Also du hast häufig das über Suizide berichtet wird, zum Beispiel, und dann steht da Klein erklärt, was passiert sein soll, und unten drunter steht: Brauchen Sie Hilfe, rufen Sie hier an. Das ist am Ende so ähnlich. Das ist vom Presserat das empfohlene Vorgehen, dass man sagt, Bitte ruf hier an. Und so. Egal, ich will es jetzt gar nicht. Ich will nur sagen, es darf kein Feigenblatt werden, sondern natürlich gilt in unserer Gesellschaft die Unschuldsvermutung. Das betrifft aber strafrechtlich relevante Vorgänge im Speziellen. Das betrifft nicht das moralische, den moralischen Umgang mit der Karte.
25:41 Lorenz Meyer
Wenn wir über irgendeinen reden und sagen, das ist ein Punkt, Punkt, Punkt, genau. Dann können wir das durchaus tun auch.
25:50 Gavin Karlmeier
So ist das. So, jetzt haben wir 25 Minuten den Einstieg gemacht. Und ich versuche es ein bisschen mal zu den Themen zu kommen, die uns sonst so beschäftigen, aber Das war mir wichtig, das alles mal angesprochen zu haben, weil das eben alles sehr wichtig ist einfach. Und wie gesagt, achtet auf euer Umfeld und seid nicht die. . Ich habe das auch ein Satz noch. Wann immer man denkt, wer macht denn sowas, ist die Antwort immer jemand, den wir kennen. Das ist leider so. Ja. So, ich mache einen harten Schnitt, Lorenz. Ich hoffe, das ist okay, weil es berichten gerade einige Leute darüber, dass sie, wenn sie Instagram aufmachen, jede Menge KI-generierte Früchte sehen. Geht es dir auch so?
26:33 Lorenz Meyer
Ich habe es noch nicht gesehen. Doch, doch, doch, doch. Irgendwie in so einer gelackten Optik, ne? So Renderbilder und eine Kirsche küsstende Erdbeere oder irgendwie so.
26:47 Gavin Karlmeier
Was passiert dann? Weil das ist hochinteressant. Diese, es gibt so Instagram-Kanäle, die solche Inhalte erstellen, die einen unglaublichen Output haben. Also es sind wirklich 30, 40 Videos pro Tag, teilweise sogar fünf, sechs pro Stunde. Und die Geschichten, die Storylines sind wahnsinnig Absurd. Also du siehst dann wirklich eine Frucht, wo die ein Kind von einem Schinken kriegt und dann kommt am Ende aber das Kind mit Spaghetti-Haaren raus. Und er hat die Frucht das Gefühl, oder der Schinken, er wurde betrogen und am Ende kommt dabei raus, dass die DNA eigentlich von dem anderen Kind stammt und man hat so das Gefühl, was passiert denn hier? Und das ist ja nicht mal diese Brainrod-Humor-Ebene, sondern es ist einfach. Wahnsinnig stumpf, aber unfassbar erfolgreich. Mein Instagram ist voll davon. Und viele Ich sehe Leute, die darüber sprechen, dass es bei ihnen auch so aussieht. Und ich finde das so bemerkenswert, weil offensichtlich hat Instagram. In seiner algorithmischen Ausspielung losgelassen, aufgegeben. Man sagt einfach: komm, macht einfach. Oder? Weil es ist nicht familienfreundlich. Es ist ganz offensichtlich AI-Slob, der nicht markiert ist als solcher. Und es ist so, es ist überall und es passiert nichts.
27:58 Lorenz Meyer
Ja, Hauptsache es liefert Treffig, ne? Genau. Ja, genau.
28:03 Gavin Karlmeier
Und zwar ohne Ende.
28:05 Lorenz Meyer
Ja, wunderbar. Ja, ist ganz wichtig, dass wir sowas haben.
28:10 Gavin Karlmeier
Aber das ist auch Haken dran. Wir sprechen ja auch darüber, was man so erlebt auf den Plattformen. Zum Beispiel kommen wir jetzt zu einer Auswertung der Universität Amsterdam, des Mannheimer Leibniz-Institutes, die Zahlen exklusiv der Süddeutschen Zeitung vorgelegt haben, indem es um die Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz geht, die gestern Abend zu Ende gegangen ist. Man musste so sagen, wir zeichnen diese Episode am Donnerstag, am Sonntag. Mein Gott. am Sonntagabend um Viertel nach sieben auf. Das heißt, die Wahlergebnisse sind noch nicht amtlich, die gerade vorliegen, aber ist für die Geschichte gar nicht so wichtig. Und zwar Geht es darum, dass Meta im letzten Jahr eine große Ankündigung gemacht hat, über die wir hier auch gesprochen haben, die sich auf EU-Recht bezogen hat? Und zwar gibt es seit dem 10. Oktober 2025 die. TTPW-Verordnung. Die verpflichtet Social Media Plattformen, wenn sie politische Werbung ausspielen, zu einem strengeren Transparenz- und Targeting-Konzept bedeutet. Man muss sehen, wer sollte diese Werbung angezeigt bekommen, wer hat sie finanziert, mit wie viel Geld. Das ist die Regel in der EU. Meta hat damals gesagt, diese Transparenzvorschriften sind für uns zu streng, das können wir nicht umsetzen und hat angekündigt. politische Werbeanzeigen in der EU komplett zu verbieten. Also streng genommen darfst du bei Meta in der EU keine politische Werbung schalten. Jetzt gibt es aber so Leute wie zum Beispiel Isabella Rahms, die in Rheinland-Pfalz zur Wahl stand für die CDU, die nachweislich und nachweislich, und die Süddeutsche Zeitung hat Screenshots, Werbung geschaltet hat. Und ich zitiere mal aus dieser Werbung. Und wir können da jetzt offen darüber sprechen, weil die Wahl ist ja beendet. Lehrpläne aus den 90ern, marode Schulgebäude, Bildungsabsturz in Rheinland-Pfalz. Wir wollen in der Bildung wieder erstklassig werden. Das ist uns wichtig, denn unsere wichtigste Bank ist die Schulbank. Das ist der Slogan und dazu ein Wahlplakat als Bild. Oder Sergei Weber, ein AfD-Kandidat in Rheinland-Pfalz, auch der hat gesponserte Postings veröffentlicht, bei denen nicht wirklich Wahlinhalte standen, sondern Seine Seite hat ein Foto von ihm gezeigt mit einem Wahlkampfflyer und darüber stand nur bei bestem Wetter für euch in Mörsbach unterwegs. Also offensichtlich bei einer Wahlkampfveranstaltung. Und man kann jetzt darüber diskutieren, ist das klassische politische Werbung oder ist das gesponsert postings Von politischen Akteuren, die ihre Inhalte halt einfach mit mehr Reichweite ausstatten. Ich würde behaupten, Meta versucht sich, wenn du sie darauf ansprechest, da bewusst in einer Grauzone zu bewegen. De facto ist es aber so, dass hier politische AkteurInnen in einem Wahlkampf mit Geld Reichweite kaufen konnten, in einem Umfeld, in dem das eigentlich nicht zulässig ist. Und Meta hier. Das nicht mitbekommen hat, vorsichtig formuliert.
30:56 Lorenz Meyer
Ja, und das ist ja auch irgendwie fies. Also wer Wer als Kandidat jetzt einfach trotzdem dreist die Anzeigen schaltet, der bekommt ja diesen Sichtbarkeitsvorteil. Hat den Vorteil aus dieser Wettbewerbsverzerrung, weil einfach niemand kontrolliert. Das ist ja das ist so eine Art digitale Wettkampfverzerrung im rechtsfreien Raum. Ja, deswegen, ja, wir kommen immer wieder dahin, Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle. Aber alle schieben sich gegenseitig die Zuständigkeiten zu. Die Behörden schieben sich den Fall gegenseitig zu. Bis es dann irgendwann so, ja, der muss Irland das machen, ja, also die SZ hat bei Meta angefragt und Meta hat das eigene Verbot bekräftigt.
31:44 Gavin Karlmeier
und gesagt, man entferne Anzeigen, sobald man darauf aufmerksam werde. Die Frage, warum manche Anzeigen aber gesperrt wurden, auf die sie hingewiesen wurden und andere nicht. Die hat Meta nicht beantwortet. Und das ist interessant, denn das Team, das hier diese Untersuchung durchgeführt hat, hatte eine Stichprobe erstellt. Und zwar wurden in dieser Stichprobe 106 politische Werbeanzeigen von 62 Konten. geschaltet, darunter Politiker der SPD und auch der Grünen. 62 von diesen 106 wurden wegen Verstoß gegen die eigenen Richtlinien gesperrt oder entfernt, die anderen nicht. Wir wissen nicht genau warum, es gab keinen klaren Filter und so weiter. Also, das ist einfach offensichtlich Ist so wieder dieses Schulterzucken, ach ja, haben wir nicht mitbekommen, sorry. Und wenn dann nicht gerade der Begriff wählt uns drinsteckt, dann tauchen diese Inhalte hier offenbar auch nicht auf. Übrigens, Dr. Frauke Petri hat auch eine Werbung zur Wahl geschaltet für ihr Teamfreiheit. Der Vollständigkeit halber.
32:39 Lorenz Meyer
Ja, Frechheit siegt.
32:41 Gavin Karlmeier
Team Frechheit. So, und um das Ganze jetzt ein bisschen abzurunden, gibt es eine Information über die Bloomberger. berichtet und zwar möchte Meta wohl in Kürze den Einsatz von externen ModeratorInnen, Content-ModeratorInnen, zurückfahren, um stattdessen auf, ich zitiere. fortschrittliche KI-Systeme zu setzen, um Beiträge zu erkennen, zu entfernen.
33:05 Lorenz Meyer
Ja, klappt ja aber der politischen Werbung schon mal ganz toll, wie wir eben gerade besprochen haben.
33:10 Gavin Karlmeier
Ja, ist so. Also es sind so Unternehmen wie Accenture oder unseres Wissens ist das in Deutschland die Battlesmann Tochter Bravado. Nee, wie heißen die? Die heißen nicht Bravado, wie heißen die denn? Jetzt will ich nichts Falsches sagen. Ich erzähl mal was dazu. Sag du mal was dazu. Ich sagte gleich, wie die heißen.
33:25 Lorenz Meyer
Ja Also das Ganze klingt so nach Effizienz und nach Fortschritt, ne? Aber man muss sich ja klar machen, was hier passiert. Also zuerst haben sie die Faktenchecker abgeschafft.
33:34 Speaker 4
Avato.
33:35 Lorenz Meyer
Dann jetzt die Moderatoren in Avato, genau. Und Meter, die automatisieren ja nicht die Moderation, die automatisieren das Wegschauen, das Weggucken. Und wenn der Algorithmus versagt und der Algorithmus, der wird versagen, dann gibt es keinen Menschen mehr, den man fragen kann und keinen Ansprechpartner. der der Verantwortung trägt und dem man mal in die Augen schauen kann und sagen kann, ja, guck mal hier drauf, da gibt es nur so ein System und das sagt, ja, tut uns leid, das Modell hat das nicht erkannt. Ja und dann dann, ja, Schulter zucken, Achsel zucken und wir scrollen weiter, ne? Also das ist der Meta ist irgendwie wie so ein Vermieter, der die Rauchmelder ausbaut und die Feuerwehrzufahrt zuparkt und dann sagte Wir setzen jetzt auf innovative Branderkennungstechnologien. Und das ist ein Algorithmus, der Feuer zu 62 Prozent,8 Prozent erkennt, aber nur, wenn das denn jemand meldet. Nur dann.
34:40 Gavin Karlmeier
Ja, also Meta selber sagt, Menschen werden weiterhin eine Schlüsselrolle dabei spielen, wie wir die risikoreichsten und kritischsten Entscheidungen treffen, wie zum Beispiel bei Einsprüchen gegen Kontosperrungen oder Meldungen an Strafverfolgungsbehörden. Das will ich kurz auseinandernehmen, diesen Satz. Weil der ist sehr verräterisch. Also, die risikoreichsten und kritischsten Entscheidungen sind Nachmeter, die die Einsprüche provozieren. Heißt. Fehlentscheidung im Auge von einzelnen Personen. Diese Einsprüche kannst du an Meta richten, und zwar weil du in der EU musst nach DSA. Die kannst du auch an das Oversideboard richten, diese Ombudsstelle bei Meta, die dann entscheidet, ob Meta die Entscheidung revidieren muss. Das alles sind keine Prozesse gewesen, bei denen Meta von sich aus gesagt hat, da haben wir so richtig Bock drauf, wir installieren das mal, sondern das hat sich so durch den Druck der Gesellschaft in den letzten Jahren entweder gesellschaftlich Oder dann doch irgendwie auf eine Art im Fall des Oversight-Sports auf Druck hin aus eigenen Stücken ergeben. Aber das war jetzt nicht so, dass Meta gesagt hat: das ist so ein tolles Vorgehen, das bauen wir jetzt hier für uns ein. So, dann gibt es hier Meldungen an Strafverfolgungsbehörden. Auch das ist nichts, was Meta von sich aus von vornherein in seine Systeme eingebaut hat. Das ist nach DSA. Fortschrift, das ist Gesetz. Also, es ist jetzt nicht so, dass Meta hier sagt: Nee, nee, wir haben uns da was überlegt, sondern Meta sagt: Ja, es gibt jetzt Gesetze, die uns Dinge vorschreiben und alles andere. Fahren wir so weit runter, bis es uns kaum noch Geld kostet? Das ist die Antwort hier.
36:15 Lorenz Meyer
Hm, ja, dem habe ich nichts hinzuzufügen.
36:18 Gavin Karlmeier
Also die Abhängigkeit mit Drittanbietern bei der Durchsetzung von Inhaltsrichtlinien soll verringert werden. Das ist die offizielle Formulierung.
36:25 Lorenz Meyer
Ja, ganz großartig. Danke.
36:29 Gavin Karlmeier
Naja. Ich habe auch die anderen Metasachen hört ihr dann alle am Mittwoch. Ich will euch nicht nur so mit Meta zu knallen, weil es gibt auch eine Good News. Und zwar. Ich muss vorne anfangen. Im Oktober 2022 gab es eine Gruppe von Twitter-Investoren, die, also die haben Anteile von Twitter gehabt und die hatten das Gefühl, die Art und Weise, wie der Kauf Elon Musks von Twitter über die Bühne gegangen ist. Das war nicht in Ordnung. Wir erinnern uns, dass Elon Musk zum Beispiel sich den Vorwurf aussetzen muss, dass er zu spät darüber berichtet hat, dass er die 10% an Twitter gekauft hat, die er damals zuerst kaufte, bevor er den Rest dann erworben hatte. Und die haben es jetzt geschafft, diese Gruppe, vor Gericht, dass die Jury nach vier Tagen Beratung, also die Geschworenen, entschieden hat, dass zwei von drei Tweets von Elon Musk zwischen dem 13. und 17. Mai. . Inhaltlich falsch oder irreführend waren und deswegen den Aktionären eine Entschädigung von 3,46 bis 844 Dollar pro Aktie und Tag zugesprochen werden muss. Und damit ist der Zeitraum zwischen dem 13. Mai Und 3. Oktober 2022 gemeint. Bedeutet, um das runterzubrechen, die Geschworenen haben gesagt: Elon Musk hat entweder gelogen oder sich geirrt oder Irreführung hergestellt. Ergebnis aber egal, Gesamtschur Schaden könnte bis zu 2,6 Milliarden Dollar für Elon Musk bedeuten.
37:50 Lorenz Meyer
Ja, jetzt müssen wir, weil wir rechtlich ja so korrekt sind, wie wir vorhin schon gesagt haben, muss man natürlich noch dazu erwähnen, dass Maskenanwälte gesagt haben, sie gehen in die Berufung. Aber trotzdem ist das natürlich Ja, ich bin hin und her gerissen. Es sind natürlich die berühmten Peanuts für Herrn Musk, der auf seinen, ich weiß nicht, 600 Milliarden oder so sitzt. Aber trotzdem halte ich es für eine gewichtige Aussage und auch ein bisschen hoffnungsstürmend, dass das immerhin, ja, das ist dass immer diese ganzen geschädigten Kleinanleger und für die ist das ein schwacher Trost, aber es ist trotzdem als Präzedenz, es ist eine schöne Sache, eine gute Sache. wenn wenn da einfach mal eine Jury einstimmig sagt, das war falsch und irreführend.
38:46 Gavin Karlmeier
Ja, vor allem er macht das ein bisschen Hoffnung, weil halt. das Rechtssystem in den USA hier offenbar noch nicht so kaputt ist, wie man manchmal das Gefühl bekommen könnte, wir haben ja schon öfter gegenteilige Beispiele auch mitgebracht, aber der Eindruck, den man zumindest aus Deutschland mit Blick auf die USA und der Berichterstattung und der großen Arme der Politik in jeglichen Sektor des Lebens irgendwie eingreift. häufig einen anderen Eindruck vermitteln. Man muss aber auch dazu sagen, die 2,3 Milliarden Dollar machen 0,2 Prozent des 814 Milliarden Dollar umfassenden Vermögens von Elon Musk aus. So viel ist es sogar. 0,25 Prozent. Also, das ist so, als hättest du 100 Euro und müsstest jetzt 25 Cent Strafe zahlen.
39:31 Lorenz Meyer
Ja, Wahnsinn.
39:35 Gavin Karlmeier
Na, bei meinem. Naja, so, wir bleiben kurz bei Gesetze gegen Elon oder Gerichte gegen Elon Musk. Boah, wir müssen noch ein bisschen ein paar Meter machen, aber ist nicht schlimm. Also, in Frankreich Gibt es ja mehrere Untersuchungen gegen X, XAI und Elon Musk im Speziellen. Und zwar geht es ja unter anderem zum Beispiel um die Bildung krimineller Vereinigungen, haben wir hier schon mal gesprochen und so weiter. Jetzt hat sich die französische Staatsanwaltschaft an das US-Justizministerium gewandt, um eine Sorge zu formulieren. Und zwar folgende. Ich zitiere von France 24, Vaux Catre. France Vaux Quatre. Oh, dass mir das eingefallen ist. Seit der 8. Klasse kein Französisch mehr gehabt. FranceVaux Catre. com sagt, die Pariser Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Kontroverse um die sexuell expliziten Deepfakes von Crockey möglicherweise absichtlich inszeniert wurde, um den Wert von Exper künstlich zu steigern. Wir haben hier über ähnliche Berichte schon mal gesprochen. Es gab damals eine Recherche, die damals MitarbeiterInnen von Ex XAI zitiert hat, die genau dasselbe gesagt haben, die gesagt haben, Mask hat häufig bewusst weggesehen hat häufig Sicherheitsschranken und Leitplanken aus dem System genommen. Das ist alles in einer Zeit passiert, in der auch offenbar der Deal verhandelt wurde, dass SpaceX XAI übernimmt. Elon Musk will natürlich einen großen Anteil an dem daraus entstehenden Unternehmen haben, hat also großes Interesse daran, wenn XAI relativ viel wert ist und viel wert generiert sich natürlich auch durch gerade bei einem KI-Unternehmen durch Sichtbarkeit, Reichweite und Nutzung. Und das hat vermutlich hier in dem Fall eine Rolle gespielt, sagt die Pariser Staatsanwaltschaft. Ja, ich fand die Zahlen so erschreckend.
41:23 Lorenz Meyer
Kannst du da vielleicht nochmal gegengucken? Ich sehe hier 3 Millionen Bilder in elf Tagen. Davon geschätzt 23. 000 von Kindern.
41:33 Gavin Karlmeier
Also, das sind die Zahlen vom CCDH, dem Center for Countering Digital Hate, die können wir nicht überprüfen. Man kann aber natürlich dazu sagen, also es gibt auch die Möglichkeit, nicht mehr zu überprüfen. Aber es gab die Möglichkeit, das zu überprüfen, weil auf dem X-Account von Grog das Medientab öffentlich war. Du konntest also alle KI-generierten, auch sexualisierten Bilder. Gegen das Einverständnis und den Willen der Betroffenen konntest du öffentlich einsehen. Also, ich will das nicht von der Hand weisen, dass das realistische Zahlen sind. Und das bringt uns auch leider wieder am Ende zum Anfang dieser Episode und warum das alles. mehr so schlaflose Nächte am Ende beschert hat.
42:10 Lorenz Meyer
Ja, und wie sachlich Musk reagiert hat, das sieht man ja wieder. Er hat die Staatsanwälte als geistig zurückgeblieben genannt. Und das ist ja so sein Standardmuster. Wer ihn kritisiert, der ist geistig zurückgeblieben oder die Angriffe sind politisch motiviert oder es wären halt Angriffe auf ihn. durchgeführt. Und das ist die Rhetorik eines Mannes, der, der glaubt, über jedem Gesetz zu stehen. Und da kommen wir wieder in das Allgemeinpolitische, dass wir mit diesen Milliardären, das ist aus dem Ruder gelaufen. die sich unsere Medien einfach gekrallt haben und eins nach dem anderen irgendwie übernehmen und denken, sie stehen über dem Gesetz und das wirklich
42:55 Gavin Karlmeier
Fest glauben auch.
42:58 Lorenz Meyer
Und auch so handeln.
42:59 Gavin Karlmeier
Ja, da kann ich leider nichts hinzufügen. Das ist leider Fakt. Und ja. Ja, haben wir uns so richtig geil runtergezogen jetzt hier, ne? Naja. Ja, ich habe noch eine Sache zu Ex, wenn ich darf. Und dann habe ich noch ein bisschen Blue Sky und dann habe ich noch ein bisschen auch, ich habe heute noch eine Versöhnlichkeit auch mitgebracht, damit wir nicht ganz so trist hier rausgehen. Mit einem kleinen, sogar mit. Mit einem Bonus. Und zwar ganz kurz noch. Den habe ich auch noch. Das ist lieb, dass du nicht einfach gehst. Ganz kurz noch zu Ex. Eigentlich sollte bis zum 18. 03. , das war letzte Woche Donnerstag. Mittwoch, Entschuldigung, sollte ein Statusbericht vorgelegt werden, weil ich habe ja eben über diesen dieses Spannungsfeld Twitter-Übernahme durch Maske gesprochen und dass die SEC das Gefühl hatte, dass hier möglicherweise die Meldung an die Börsenaufsichtsbehörde in den USA zu spät gekommen ist. Dieser Staatbericht ist zumindest bislang öffentlich nicht eingegangen, es könnte aber wohl davon ausgegangen werden, schreibt Koffy Hollig, unsere Schattenredakteurin, der ich blind vertrauen würde an der Stelle. Eigentlich immer, sie sagt, wir können uns vermutlich darauf einstellen, dass bis zum 1. April eine außergerichtliche Einigung zwischen SEC und Musk entstehen wird. Und Vermutlich ist das der Fall, denn die Anwälte und die SEC, die treffen sich jetzt immer mal wieder. Und bis zum 1. April soll jetzt hier der neue Statusbericht veröffentlicht werden. Vermutlich wird es darauf hinauslaufen.
44:28 Lorenz Meyer
Ja, Deal-Making, ne?
44:30 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Deal-Making. So, ganz kurz noch zu Blue Sky. Und zwar hatten wir vor einigen Wochen oder Tagen oder Episoden auf jeden Fall über den CEO-Wechsel von Blue Sky gesprochen. Und auch Darüber, dass sie nicht so, also wir wissen, Jay Graeber, die frühere CEO, geht jetzt in die Produktentwicklung von Blue Sky. Die CEO-Stelle wird interimsweise von einem Berater übernommen. Und kurz nach dieser Verkündung kommt eine Mitteilung von Blue Sky über den Abschluss der sogenannten Series B. der B-Serie der nächsten Finanzierungsrunde. Also wer hat Geld in Blue Sky gesteckt? Und sie haben jetzt angekündigt, äh, äh, an wie sagt man, verkündet Dass eine Runde in Summe von 100 Millionen US-Dollar abgeschlossen wurde. Und das Unternehmen, das am meisten Geld reingesteckt hat, ist Bain Capital Crypto. Ein Unternehmen, das eben häufig Geld sonst über so Kryptokram gemacht hat und eigentlich aus dieser Bubble kommt. Was bei der ersten Runde ja auch schon der Fall war. Auch dort hatten wir schon Leute. Blockchain Capital hießen die. Die so aus dieser Krypto-Bubble kommen. Was das am Ende fürs Unternehmen heißt, was das für die neuen CEOs heißt und wer auch immer das wird, alles unklar. Man muss dazu sagen, die sind nicht die einzigen natürlich, die investiert haben. Bloomberg Beta ist dabei. Das ist ein Investment-Teil von Bloomberg, dem Medienunternehmen, von dem wir auch häufiger hier Berichterstattungen und Recherchen. zitiert haben. Auch die Knight Foundation, das ist ein ist kein klassischer Aktionär, kein Venture Capitalist, sondern eine Stiftung. Die Journalismus und bürgerliches Engagement vorantreiben möchten. Auch die haben dort investiert. Wie viel? Wissen wir nicht. Alumni-Ventures, also ganz viele Absolventen von Ivy League-Universitäten, also Harvard, Yale, Stanford und so weiter. Aber eben vorneweg die größte Summe kommt eben von Bain Capital Crypto.
46:24 Lorenz Meyer
Ja, man stellt sich das mal vor, du hast eine Vision, also du willst offen sein, dezentral und nutzerkontrolliert. Und dann nimmst du halt 100 Millionen Dollar von Leuten, die ja auch ihr Geld irgendwie zurückhaben wollen, die ja einen Invest tätigen und Geld verhaben wollen. Und die Frage ist für mich. Ja, nicht nur, ob das Geld als solches schlecht ist, also das ist, weil es von vielleicht schlechten Leuten kommt. Die Frage ist halt, was passiert? Wenn dieses Geld nach Rendite fragt. Und nun kann man natürlich sagen, der strukturelle Unterschied zu Twitter ist ja dieses offene Protokoll. Und also selbst wenn Blue Sky jetzt einen falschen Weg einschlagen würde, kann das Netzwerk woanders weiterleben, sage ich mal. Das ist so eine Art Versicherung, aber eine Versicherung ist natürlich kein Grund, volle Kanne leichtsinnig zu fahren. und einen Unfall zu riskieren. Also Blue Sky mit diesen Kryptoleuten, das ist wie so ein veganes Restaurant, was du betreibst. Und jetzt nimmst du einen Fleischgroßhändler, nimmst du als Investor auf. Und der sagt erst mal, ja, wir glauben an euer Konzept, total geil. Aber die Frage ist ja. . Was ist halt beim nächsten Jahresmeeting dran, wenn vielleicht wieder eine Finanzierungsrunde ansteht oder so? . Dann heißt das irgendwie, ja, lass uns doch nochmal auf die Speisekarte gucken.
47:52 Gavin Karlmeier
Ich habe eine kleine Einschränkung. Weil interessant ist ja, dass diese ganzen Investoren, also Peter Thiel taucht hier nicht auf, Andreasen Horowitz tauchen hier nicht auf, also diese ganzen Leute, die eigentlich aus dieser ganzen. . mittlerweile Trumpnahen Bubble, Techbro Bubble. com, die tauchen hier eben namentlich nicht auf. Das finde ich ist erstmal ein Indiz, ist halt die Frage, ob die sich nicht trauen zu investieren, ob sie nicht dran glauben. Das sind alles mögliche Schlüsse. Es könnte aber natürlich auch sein, dass Blusker sagt, mit denen wollen wir nicht geredet haben. Und dann gibt es einfach vielleicht irgendwann, muss er mit wem reden. Gleichzeitig finde ich interessant, dass Jay Graeber das in einem Interview mit Wired in der Vergangenheit schon mal verteidigt hat. Da ging es nämlich damals um diese andere Blockchain-Geschichte, über die ich gerade gesprochen habe. Und da hat sie gesagt, der Begriff Web 3 wurde stark mit Kryptowährungen assoziiert und ist eigentlich kein gutes Wort für das, was wir tun. Aber wenn man sich Web3 als Weiterentwicklung von Web3 2-0 vorstellt, dann ist es das, was wir tun. Wir entwickeln soziale Medien, die auf zentralisierten Unternehmen basierten, zu etwas weiter, das offen und dezentralisiert ist. Es kann natürlich auch einfach nur Werbespreche und Reframing sein, aber vielleicht ist es auch so, dass die Leute, die mal so vor fünf, sechs Jahren in Krypto und NFTs und so investiert haben, dass die jetzt vielleicht eine andere Antwort brauchen auf ihre Ideen und dass die dann sagen, also das also anders. Natürlich ist ein Großteil dieser ganzen Kryptogeschäfte, wenn nicht sogar alle, am Ende scam. Also am Ende soll es immer darum gehen, dass Leute irgendwo Geld reinstecken, damit andere Leute auf der anderen Seite das Geld daraus nehmen.
49:23 Lorenz Meyer
Wir freuen uns übrigens über Kommentare aus der Produkt. Aber bei der Gelegenheit gleich noch Werbung für unser Discord-Channel.
49:31 Gavin Karlmeier
org über 2200 Leute und ich glaube, ihr findet kaum eine Netzcommunity mit so einer geringen Dichte in Bit. Bitcoin-Investoren wie dort. Ich wollte kurz einen Gedanken dazu noch sagen. Die Idee, mit der der Bitcoin entwickelt und verkauft wurde häufig. dieses Unabhängigkeit von Bankensystem. Kein Reality-Check an der Stelle, sondern wir gehen einfach mal nur über dieses Narrativ. Und mit dem möglichen Fragezeichen, dass vielleicht ein Marketing-Narrativ ist. Aber dieses Narrativ könntest du natürlich theoretisch auch auf dezentrale soziale Netzwerke übertragen und übersetzen. Du kannst sagen. Das ist die Unabhängigkeit, das ist, jeder macht sein eigenes Ding. Wir sind unabhängig von großen, bestehenden Strukturen und so. Und über diese Erzählung funktioniert das natürlich auf eine Art. Ob das jetzt so am Ende tatsächlich nur eine rein idealistische Investition ist oder nicht, würde ich mal mit Bleistift nur eintragen.
50:30 Lorenz Meyer
Nee, ich mag die positiven Vibes. Also muss ja auch einer hier im Gespräch sein, der noch ans Gute an Menschen glaubt.
50:36 Gavin Karlmeier
Und ich gebe dir jetzt so richtig positive Vibes. Wir müssen heute versöhnlich enden. Und über alles andere reden wir dann in der Folge am Mittwoch. Wir werden ein bisschen versöhnlich. Pass mal auf. Versöhnlichkeit des Tages. Ich habe nämlich dieses Wochenende Ein bisschen, wenn ich Abstand brauchte, Zeit auf Twitter verbracht. Und jetzt willst du dich fragen, Momentchen mal, Gavin, was ist denn Twitter? Twitter ist ein Dienst, über den Freunde, Familie und Kollegen miteinander kommunizieren und in Verbindung bleiben können. Steht dort in der Infoseite. Und jetzt denkt er, mein Gott, jetzt gab es wirklich komplett. Komplett abgedreht. eu ist ein Nachbau des Twitters von 2006. Also es ist exakt derselbe Look, du hast eine Public Timeline und das Schöne ist, viele Leute, die 2006, 2007, 8 in Deutschland so in dieser Twitter-Bubble unterwegs waren. Die sind immer noch dort. Und es ist, es ist nur ein Gag, muss man erzählen. Es ist ein kleines Satire-Projekt von Jan Kues, einem Entwickler aus Köln, der mit mir heute gesprochen hat. Und ich will dir, bevor du, nachdem du mir gleich erzählt hast, was du so Für Gedanken mit zu dieser Idee hast, kann ich dir ein bisschen was erzählen, was der mir so erzählt hat. Loens, bist du noch da?
52:03 Lorenz Meyer
Ja, ich bin noch da.
52:04 Gavin Karlmeier
Ich wollte kurz deine Gefühle abklopfen.
52:06 Lorenz Meyer
Achso, du wolltest jetzt schon meine Gefühle. Ja, ich freue mich über sowas, freue ich mich auf jeden Fall. Ist doch, klingt das schon mal niedlich, irgendwie. Und selbst wenn es nur das Satire-Projekt ist, klingt das sehr sympathisch.
52:21 Gavin Karlmeier
Ja, ich habe Jan Kuß nämlich gefragt, wir hören da jetzt mal rein, was so seine, also Why? habe ich ihn gefragt. Was soll das? Und da war schon mit dieser Antwort. Jan Kohl ist übrigens ein super Typ, habe ich so das Gefühl. Also von diesen zehn Minuten, die ich mit ihm gesprochen habe. Aber ich spiele dir mal das vor, was er mir darauf geantwortet hat.
52:38 Speaker 5
Also ich meine ganz ehrlich, all die Social Media Networks, die wir jetzt kennen, das hat ja nichts, null mehr mit Social Media zu tun. Das ist Psychoterror. Sucht äh Suchtpropaganda oder ich weiß nicht, wie ich es noch ausdrücken soll, aber das ist Doomscrawling, das ist doch, das ist doch nicht die Idee, die damals entstanden ist, sozusagen. Wir haben damals gesagt, okay, wir glauben beide daran, dass das wiederkommt. Dass wieder der Social Media Gedanke von wegen, ich möchte einfach nur befreundet sein mit irgendwelchen Leuten, ist der wieder gekommen. Und dann habe ich gesagt, so weiß ich, weißt du, da habe ich dem Manuel so angelächelt, an die Schulter getätschelt und habe einfach gesagt. Du, ich baue heute mal Twitter. Und dann habe ich mich abends an den Rechner gesetzt, habe den Claude Code angeschmissen. Ich habe mir überlegt, erstmal, also ich habe ernsthaft, mein erster Befehl war, kannst du bitte Twitter so bauen, wie es 2005 erfunden worden ist? Und dann hat er, dann hat er mir da irgendwie so einen Schlachtplan hingelegt zu sagen, so, jo, mach ich. Und dann das Geile finde ich ja auch, dann sagt er direkt so, okay, ich nehme auch kein CSS-Framework, ich mache dann mal Pure CSS Ajax, ist so geil. Genau so.
53:45 Gavin Karlmeier
Also jetzt haben wir schon ein paar Sachen erfahren, also es ist größtenteils vibe gecodet. Da habe ich ihn auch drauf angesprochen und gesagt, also ist das jetzt alles, muss ich Angst haben und so. Und da konnte Jan so ein bisschen relativieren und das will ich direkt hinterher schieben.
53:59 Speaker 5
Ich sag mal so, KI-Engineering, also ich nenne das ja auch nicht Vibe Coding, weil ich habe ja nicht umsonst zehn Jahre lang Requirements Engineering an der Uni studiert. Also das ist ja für mich so Dopaminsucht. Keine Ahnung, wie man es nennt. Also du sitzt da und du hast einfach kein Ende vor Augen. Du machst einfach weiter. Ja, dann habe ich das Ding dann einfach mal bis zwei Uhr Nachtzeit runtergehackt. auf dem Server geschmissen und dann kommt immer die spannende Frage, welche Domain ist das dann? Ja, und da war Twitter Twitter EU frei. Da dachte ich mir, okay, besseren Zufall gibt es auch nicht mehr.
54:30 Gavin Karlmeier
Und dann hat er das da hochgeladen.
54:34 Lorenz Meyer
Ja, klingt sehr hübsch.
54:35 Gavin Karlmeier
Ja, es sieht auch hübsch aus. Es sieht wirklich aus, wie tut er früher. Es steht aber drauf und deswegen war ich anfangs erst skeptisch. Da steht drunter, es ist ein Satireprojekt von Jan Kues. Und da habe ich ihn auch drauf angesprochen, warum ist das denn jetzt ein Satireprojekt? Da hat er mir erstmal erklärt: Okay, es ist ein April-Scherz. Also es ist jetzt wirklich nur, bis zum 1. April soll das laufen, zumindest ist das der Plan. Mal gucken. Weiß man nicht so. Es ist auch invite-only. Deswegen auf www. haken. org findet ihr einen Discord. Da haben wir einen Zahlensender installiert, wo ihr eure Codes austauschen könnt. Denn mit jeder Registrierung bekommst du drei neue. Und du kannst sozusagen bei uns im Discord einen Invite-Code finden, www. hakenrenn. org. Und dann musst du einen deiner drei Codes idealerweise wieder da reinschmeißen und dann können alle Leute aus der Community irgendwie darüber dort anmelden, wenn ihr das möchtet. Aber ich habe ihn auf diese Satire Geschichte angesprochen und da hat er mir das hier geantwortet.
55:25 Speaker 5
Also, ich habe meine Hausaufgabe so ein bisschen gemacht als Unternehmer. Ich habe mir angeguckt, ist Titel geschützt, hier in Deutschland ist es nicht. Ich laufe jetzt aber auch nicht direkt zur DPMA und melde das an, weil Wie gesagt, soweit bin ich noch nicht im Kopf. Und außerdem möchte ich auch betonen, dass das Projekt wird, kein Ein-Mann-Projekt sein. Also ich habe keinen. Mein Ziel ist es nicht, ich habe genug zu tun. . . Das muss man irgendwie anders klären. Trotzdem ist ja natürlich eine Verwechslungsgefahr drin, sozusagen. Und deswegen sage ich einfach, also, also ich habe meinen Anwalt angerufen und habe gesagt, so pass auf, Thomas. Wenn du Brief aus den USA von Allen bekommst, dann hat er mich sofort unterbrochen. Der hat gesagt, ich bin raus, Herrn, lass mich in Ruhe. Das machst du jetzt bitte nicht, ja? Ich habe gesagt, lass mich doch mal zu Ende reden. Nein, brauchst du nicht, ich bin raus. Deshalb habe ich gedacht, wie macht das Böhmermann? Und der Böhmermann macht einen Satire. So ein bisschen durchgeknallt bin ich schon. Aber wenn ich mir die Frage gestellt hätte, darf ich das machen, dann wäre es nie passiert.
56:23 Gavin Karlmeier
Ja, und so ist das wahrscheinlich wohl.
56:25 Lorenz Meyer
Ja, stimmt. Und da ja Elon Musk auch alles zulässt an Fake-Profilen auf Twitter, wenn man nur daran schreibt, dass es Satire oder Parodie ist. bleibt er ja in derselben Argumentationsschiene wie der Chef selbst.
56:40 Gavin Karlmeier
Du hast zu 100% recht Ich finde das super. Und ich habe ihn dann auch gefragt, warum er das machen hat. Er hat gesagt, naja, also ganz ehrlich, durch KI ist das Agenturgeschäft gerade so schwierig und so düster geworden. Das ist ein bisschen Marketing für mich. Es macht Spaß, es ist cool, die Leute sind nett. Und das möchte ich dir wirklich mal sagen. Ich habe da Leute wiedergefunden, die habe ich ewig gesehen. Also für mich fühlt sich das an. Kennst du so, kennst du, weißt du, was OKF ist, Lorenz? OKF ist die Ortskontrollfahrt. Das ist, wenn du so nach 10, 15 Jahren mal in deine Heimat zurückfährst und da einfach mal so die Straßen abfährst, wo du zur Schule gegangen bist, was dein Schulweg war und so. Und so fühlt sich das für mich an. Also man kommt so in seine alten, in sein altes Revier und checkt mal ganz kurz, wie ist der Vibe.
57:25 Lorenz Meyer
Okay, also wird es der Schalobo da auch sein.
57:28 Gavin Karlmeier
Vermutlich ist er jetzt, während wir sprechen schon da. Vermutlich ja. Ich weiß nicht. Ich finde es raus. Aufww twitter. eu. Und wenn ihr einen Whitecode braucht, wie gesagt, ihr findet einen Link zum Discord im Haken dran. So, Lorenz, das war's für heute.
57:45 Lorenz Meyer
Mensch, wie schnell die Zeit verging. Und die schönen Themen hast du dir für Mittwoch aufgearbeitet.
57:50 Gavin Karlmeier
Hättest du gerne noch eines der Themen angesprochen, die ich ja heute mit drin hatte? Ich hab doch, ich habe wirklich noch eins. Ich habe ein kleines Nachhak, ein kleines Housekeeping, das darf ich nicht vergessen. Und zwar haben wir am vergangenen Donnerstag die Folge für Freitag aufgenommen. Und wir haben uns relativ lange mit Martin sehr lange darüber aufgehangen, dass Meta Horizon Worlds einstellen möchte. Also diese VR-Welt des Metaverse, du weißt. Und ich habe die Folge hochgeladen und die hieß noch hinter Horizon Worlds geht's weiter in Anspielung auf Udo Lindenberg und so. Und dann kommt in dem Moment die Meldung von bei Wired. com, dass der CTO von Meta Andrew Bothworth ankündigt, dass der Dienst weiterhin verfügbar sein wird, allerdings mit eingeschränktem Support. Also Er hat gesagt, ich habe eine gute Nachricht für euch. Wir haben gerade tatsächlich beschlossen, dass wir Horizon Worlds für bestehende Spieler in VR weiterlaufen lassen werden, um die Fans zu unterstützen, die sich an uns gewandt haben. Und jetzt mal unabhängig davon, ob wir infrage stellen, ob sich wirklich Fans an ihn gewandt haben, weil so finde ich das eben da nicht, finde ich das doch finde ich das doch bemerkenswert, dass Meta so eine Meldung öffentlich macht. Also alle NutzerInnen haben mir eine Push-Nachricht bekommen. kommen, dass das eingestellt werden wird. Und dann sagt, nee, doch nicht, lassen wir doch. Vielleicht will man auch einfach jetzt dadurch, vielleicht, vielleicht ist auch ein Marketingstand. Vielleicht sagt man, jetzt haben sich so viele an uns gewendet und alle denken sich, Moment, da sind so viele, die sich melden könnten und gucken dann doch mal rein und dann ist plötzlich viel los. Ich weiß es nicht.
59:15 Lorenz Meyer
Ja, aber ob sie dieses tote Pferd dadurch wieder irgendwie auf die Beine bekommen? Na, okay.
59:20 Gavin Karlmeier
Ich kann es dir nicht sagen.
59:22 Lorenz Meyer
Ja.
59:22 Gavin Karlmeier
Also, ich werde mir, ich habe so ein Tool, so eine Brille nicht, ich kann da nicht hin.
59:27 Lorenz Meyer
Nein, ich habe mir sowas auch noch nicht angeschafft.
59:30 Gavin Karlmeier
Aber wenn mir jemand eine schickt, würde ich mich einmal im Metaverse registrieren. Nein, bitte tu das nicht. Bitte nicht.
59:36 Lorenz Meyer
Das macht nachher noch jemand.
59:37 Gavin Karlmeier
Ja, das könnte passieren. Ich weiß, du wolltest mit mir noch über Julia Klöckner sprechen, ne?
59:42 Lorenz Meyer
Oh Gott, ja, ja, ja.
59:47 Gavin Karlmeier
Oder welches schöne Thema meinst du?
59:49 Lorenz Meyer
Nein, nein, nein, nein, nein, nein, doch, das war nur so da hingeredet. Ach so. Ich hatte nur in unserem Pad gesehen, dass da noch irgendwas frei war bei Meta, aber das wolltest du ja für den Mittwoch uns aufheben.
01:00:00 Gavin Karlmeier
Das hätte heute den Rahmen gesprengt. Freut euch drauf. Investigative Follow-the-money-Recherchen im Rahmen von Meta und der Altersverifikation. Aufgedeckt von einem Reddit-Nutzer.
01:00:12 Lorenz Meyer
Wow, das ist doch ein schöner Cliffhanger fürs nächste Mal.
01:00:14 Gavin Karlmeier
Das ist ein schöner Cliffhanger. Vielen Dank, dass du hier warst, lieber Lorenz. Vielen Dank, dass ihr alle zugehört habt. Ihr wisst. Meine beiden Regeln sind, sei kein Idiot und sei kein Arschloch und das gilt auch für die Leute um einen herum. Also passt mal ein bisschen, passt mal ein bisschen auf, dass da nicht so ein Scheiß passiert um mich herum. Das wäre, glaube ich, könnte die Welt ein bisschen besser machen. Vor allem alle Männer, die das hier hören.
01:00:34 Lorenz Meyer
Sehr schön.
01:00:34 Gavin Karlmeier
Danke, Loris.
01:00:36 Lorenz Meyer
Und danke für die Einladung.
01:00:37 Gavin Karlmeier
Habt alle einen wunderschönen Start in die Woche.
01:00:38 Speaker 4
Wir hören uns wieder am Mittwoch dann mit Markus Beckedal und passt auf euch auf. Tschüss. Ciao.