Wir sinds, vom Improtheater Apokalypse. Und wir haben schlechte Nachrichten, na klar. Wie immer. Aber nicht nur das. Es gibt auch schlechte Nachrichten. Zum Beispiel für Menschen, die auf Datenschutz achten und Datingapps nutzen. Oder aber für Menschen, die niemals wollten, dass Twitter-DMs zur eigenen App werden. Aber, hey, es gibt auch praktische Hinweise: Wir reden nämlich darüber, welche Signal ein Instagram-Video erfolgreich werden lassen, über Screenshot-Ansammlungen, über Terminator und über News zu Instagram Instants.
➡️ Gavin war bei NATÜRLICHE AUSREDE: https://gavinkarlmeier.de/t/n22ctu
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Jan!
- Die neue X Chat-App
- xAI und SpaceX
- Der Signal-"Hack" – Bundestag wechselt zu Wire
- Konzerne als Herrscher und Peter Thiels Vision
- Apples "Hide My Email" und behördliche Datenweitergabe
- Instagram Algorithmus-Insights
- Metas gescheiterte Manus AI-Übernahme
- Deutsche Bundesregierung fördert Mastodon
- Dating Apps im Fokus
- Google Fotos und Gemini
- EU gegen Google
- Funktionen und Emotionen
- Abschied, Empfehlungen und die Rettung der Wale
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Jan. Hallo Gavin. Ich freue mich, dass du hier bist. Bei mir ist heute Jan Skotlarek. Professor Doktor, was ich sehr gerne dazu sage, weil wir haben nicht so häufig Leute, die wirklich, wirklich was gelernt haben und was nachweisen können. Du bist Podcaster, du bist Autor, du bist Experte für digitale Ethik. was großartig ist, weil das so viele Themen berührt, über die wir hier sprechen. Und du warst fast zwei Jahre nicht mehr hier und wer glaubt es, es ist seitdem alles nur noch schlimmer geworden.
00:37 Jan Skudlarek
Wer glaubt's nicht? Genau. Es ist wirklich, also erstmal Hallo und ich freue mich, dass ich hier bin. Danke für die Einladung. Und ja, was ist denn schlimmer geworden? Ich frage direkt zurück, was ist denn das Schlimmste, was in den letzten anderthalb, zwei Jahren passiert ist.
00:50 Gavin Karlmeier
Oh, was das Schlimmste ist, naja, also als wir das letzte Mal gesprochen haben, hieß der Urstpräsident noch Joe Biden und es gab noch keine Wahl. Das heißt, Donald Trump ist ins Amt gekommen, Donald Trump hat in kleinen, aber sehr zerstörerischen Schritten eine Demokratie gesägt. Elon Musk hat eine Zeit lang dabei mitgeholfen, hat dann irgendwann gemerkt, also sowohl die Leute in der Regierung können ihn eigentlich nicht gebrauchen, als auch die Unternehmen, denen er den Rücken gekehrt hat, können nicht auf ihn verzichten. Und ist deswegen wieder da, wo er vorher war und richtet jetzt Schäden in der Wirtschaft und damit aber auch wieder in der Politik an, weil Wirtschaft und Politik in den USA und damit auch hier immer näher aneinander gerückt werden. Sind und weil wir in der EU so große Angst davor haben, setzen wir unsere Gesetze nicht durch. Das war jetzt so der Kurzabriss der letzten anderthalb Jahre.
01:37 Jan Skudlarek
Ja, okay, es wird wirklich alles schlimmer. Danke, danke nochmal dafür.
01:41 Gavin Karlmeier
Und das war jetzt nicht vorbereitet. Ich glaube, es gab einige Geschichten, die ich verpasst habe dazwischen.
01:47 Jan Skudlarek
Ja, eine kurze apokalypse Impro.
01:52 Gavin Karlmeier
Ich finde, damit ist der Name für die heutige Episode auch schon eigentlich gesetzt. Apokalypse Impro. Wobei jeder, der schon mal in einem Impro-Theater war, weiß, dass der Name Apokalypse häufig passt. Sorry. Stimmt. Was ist bei dir schlimmer geworden in den letzten anderthalb Jahren?
02:09 Jan Skudlarek
Tatsächlich, ja, du hast schon einiges genannt. Also ich war relativ zufrieden damit mich nicht über über, also ich hatte auch Tage in den letzten Jahren, wo ich mal nicht an Donald Trump gedacht habe. Seit der Wiedervereinigung jetzt ein bisschen anders auf jeden Fall. Also das Aufregen über Trump einerseits, über Merz andererseits und über die ganzen Menschen im Im Netz vielleicht ja auch, wenn wir noch ein bisschen drüber sprechen. So, einiges könnte problematischer geworden sein. Was weniger schlimm geworden ist, bei mir zumindest, ist, dass ich mich zumindest nicht mehr so viel mit x. com beschäftige, der Abschied. Ja, das heißt, ich habe manchmal ganz selten noch ein Auge drauf, was dort passiert, aber das ist unser ehemaliger Heimat, sage ich mal, meine zumindest ehemalige Heimat oder auch der Ort, wo wir wir beide uns ja auch herkennen, Twitter. ehemals Twitter. Das ist ja passé und das ist schade, aber da ist der Schmerz jetzt ein bisschen mittlerweile und der Abschiedsschmerz. Zumindest meinerseits verstoffwechselt und vergessen. Vielleicht nicht ganz vergessen, aber so verarbeitet und ins Leben inkorporiert.
03:16 Speaker 4
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03:32 Speaker 5
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03:46 Gavin Karlmeier
Digital an ihrer Seite. Hättest du dir damals gewünscht, dass es für die Twitter-DMs eine eigene App gibt?
03:55 Jan Skudlarek
Du meinst, dass man das für die Twitter DMs eine eigene App, also dass man dass man die Kontakte behalten kann einfach noch?
04:05 Gavin Karlmeier
Nee, dass du quasi in dieser App die DMs dann schicken kannst, die du sonst auf Twitter verschickt hast.
04:11 Jan Skudlarek
Was wäre dann, ja nee, eigentlich nicht. Ich hatte Befürchtungen eher schon, dass er nicht, nicht das Schlimme ist, wenn man die entstand, aber als dann so genau, als dann die Übernahme da war und Elon Musk jedem. Jem 20-Jährigen, der nicht bei 3 auf dem Baum war, sofort Zugang zu allem gegeben hat, da hatte ich kurze Angst um allgemein alle Daten, die man so reingeladen hat in die Firma. Das auf jeden Fall. Ja.
04:34 Gavin Karlmeier
Ich stimme dir dazu. Ich stelle die Frage, weil, äh, das ist so die erste Meldung, mit der wir heute reinrutschen. Die Ex-Chat App ist gestartet. Also du hast jetzt tatsächlich die Möglichkeit, deine Ex-DMs in einer eigenen App zu öffnen. Und das ist. bei mask'schen Versprechen ja nicht selbstverständlich, dass sie tatsächlich irgendwann auch eingelöst werden. Und auch hier war das so, die App wurde eigentlich schon vor Wochen angekündigt. Für den 17. April, dann wurde sie klammheimlich im Epster auf den 23. April verschoben, dann wurde sie auf den 25. April verschoben, dann wurde sie auf den 27. April verschob Und wie das ist mit diesem Versprechen, und das ist jetzt schon fast eigentlich die größte Ironie an der ganzen Geschichte Wurde versprochen für den 27. 04. dann in der letzten Ankündigung und erschien dann am 26. 04. Also sogar noch einen Tag vorher. Nicht mal das haben sie eingehalten.
05:24 Jan Skudlarek
Ja, gut, na dann bin ich wieder dabei. Dann registriere ich. Nee, nee, danke.
05:30 Gavin Karlmeier
Ja, und also die App, das ist interessant mit dieser Ex-Chat-App. Wir haben da schon öfter so ein bisschen drüber gesprochen, dass sie angekündigt ist. Jetzt gibt es eben diese eigene App und die kann halt wirklich nicht mehr als der Knopf auf den X-Chat-Button in der X-App. Es ist exakt genau dasselbe, was passiert, wenn du auf diesen Button drückst. nur ohne das X drumherum. Womit man sagen kann, die Everything App X fängt an, zur Everything App zu werden, indem sie einzelne Teile in eigene Apps outsourced.
05:58 Jan Skudlarek
Das klingt nicht so ganz effektiv und tatsächlich muss gerade dann denken: ich weiß nicht, ob das Buch kennst, du kennst bestimmt, dass von Quince Lobodian und noch einem weiteren Autor Maskismus ist. Auf Deutsch erschienen, das heißt Maskismus oder auf Englisch heißt Maskism auf Deutsch, auf Deutsch, also Aufstieg und Herrschaft eines Techno-King ist der etwas pompöse Untertitel, aber ist ganz spannend, weil das ist ein Soziologe. Der Quince Lobodian, und da geht es dann letzten Endes auch darum, dass ja so ein bisschen die Ideologie auch dahinter, auch hinter der Biografie und hinter den Menschen Masks zu verstehen. Deswegen Maskismus, ein bisschen wie Ford, Gerald Ford, Fordismus. Und letzten Endes war ein so ich das richtig, wie ich das verstehe, war das ein wirtschaftliches Ding für Musk, immer ganz viel In-house ja auch zu machen. Und eigentlich alles, also von jetzt bei Tesla vor allen Dingen. Das ist ja ganz, ganz viel, und das hat sich in der Pandemie wahrscheinlich ausgezahlt, wenn man weniger externe Lieferanten hat. und alles irgendwie in der eigenen Fabrik hat und so eine Megafabrik hat, dann ist das wahrscheinlich sinnvoll. Und wenn er jetzt das Gegenteil macht mit seiner App und das jetzt alles auf kleinteilige, viele Apps zerlegt oder so, das wäre ja dann. Quasi das Gegenteil von dieser eigentlichen Mask-Fabrik-Maxime.
07:09 Gavin Karlmeier
Lass Sie niemals den nächsten Schritt erahnen. Das ist großer Teil der Strategie von Elon Musk. Nikita B hat diese App auf jeden Fall angekündigt und hat dazu noch angekündigt, dass XChat eben nicht nur als eigene App jetzt verfügbar ist, sondern auch Joinable Links. für Groupchats hat. Du kannst dort Gruppenchats machen, die du an andere Leute schicken kannst als Link, dann kommen sie in diesen Gruppenchat dazu. Diese Gruppenchats sind limitiert auf 350 Mitglieder. Was erstmal nach viel klingt, weil eine WhatsApp-Gruppe mit 350 Mitgliedern ist, glaube ich, der schlimmste Ort, den ich mir vorstellen kann nach der Meta-Business-Suite. Aber gleichzeitig hat Nikita Bier angekündigt, dass am 6. Mai die Ex-Communities eingestellt werden. Weil sie sagen, die Nutzung würde zurückgehen. Das hat offenbar sie aber nicht dazu motiviert, komplett Ex einzustellen, weil die Nutzung zurückgeht. Aber naja, interessant ist es deswegen, weil ja die Ex-Communities Die ich so noch abonniert habe in der App, sind häufig davon geprägt, dass sie eher so 10. 15. 000, 20. 000 Mitglieder haben Das heißt, dieses Angebot, hey Leute, geht doch zu X-Chat, wo ihr mit bis zu 350 Menschen chatten könnt, ist halt wirklich ein relativ ungeiler Deal für die Leute, die diese Communities tatsächlich noch genutzt haben.
08:18 Jan Skudlarek
Ja, also vielleicht ist Elon Musk ja auch bekannt als der, also nicht vielleicht, der ist definitiv bekannt, ist der Mann vieler Ankündigungen. Also die Ankündigungen sind oft geiler oder eben auch gar nicht zeitlich dann, wann sie da sein sollten, da, aber sind oft erstmal ist er der Mann geschmeidige Ankündigungen und ob Ob das dann stimmt oder ob das dann widerspruchsfrei ist oder überhaupt machbar oder gewollt von irgendwem, das steht dann auf dem anderen Blatt.
08:40 Gavin Karlmeier
Ich also Das ist natürlich häufig so ein eratisches Verhalten bei Musk. Interessant ist aber, dass Nikita Bia, der ja der Produktchef von X ist scheinbar viele dieser Verhaltensweisen einfach entweder übernommen oder adaptiert hat oder er ist einfach wirklich nur Sprachorgan eines möglichen Micromanagers Elon Musk. Auch das würde ich hier nicht ausschließen.
09:01 Jan Skudlarek
Stimmt, das könnte sehr gut so sein. Er ist einfach die Wetterfee.
09:05 Gavin Karlmeier
Naja, auf jeden Fall hat sich Dale Cameron, äh, ein Blusgarnutzer Hat sich die App mal angeschaut, die X-Chat-App. Und das interessante ist, sie wird halt vermarktet als Konkurrent für WhatsApp und Signal, nur als sicherer, viel, viel sicherer. Elon Musk Stenkert seit Tagen über alle möglichen Messenger-Dienste. Wir können gleich nochmal kurz auch über Signal in dem Zusammenhang sprechen. Aber stenkert seit Tagen über die Sicherheit dieser Apps und sagt: hey Leute, kommt doch zu X-Chat, das ist doch viel besser. So, was macht diese App denn so sicher? Also du brauchst ein X Login, das heißt du kannst ihn nicht vollständig anonym nutzen. Der Schlüssel zur Verschlüsselung deiner Inhalte, sie ist Ende zu Ende verschlüsselt, liegt nicht auf deinem Device, wie das jetzt bei Threamar zum Beispiel der Fall wäre, sondern auf den X-Servern. Es gibt keinerlei Audit für die Verschlüsselung, die von außen stattfinden würde. Also Sie geben das nicht aus, Sie sagen, prüft das doch mal, checkt das doch mal. Es gibt kein echtes, keine Garantie, dass das No-Tracking, mit dem sie diese App bewerben, tatsächlich stimmt, weil sie durch die AGB eigentlich schon ziemlich viel Tracking erlauben bei X. Du kannst zwar Screenshots blockieren, das ist aber off by default, also standardmäßig ist es erlaubt, Screenshots zu machen. Und es gibt halt alle, wenn du auf Hilfe drückst, wenn du auf Terms of Services klickst, also auf die Nutzungsbedingungen und so weiter. Dann landest du immer bei denen von X. Das heißt, die X Chat-App hat genau dieselben Nutzungsbedingungen wie X. Also nicht der höchste Sicherheitsstandard auf jeden Fall.
10:33 Jan Skudlarek
Also lange Rede, kurzer Sinn, ist es denn Datenschutzalbtraum?
10:38 Gavin Karlmeier
Ja, ob das so schlimm ist, weiß ich nicht, aber es könnte einer sein. Es ist auf jeden Fall, so hattest zumindest The Bridge geschrieben und das würde ich hier mal gerne übernehmen. Es ist näher am Facebook Messenger als an WhatsApp. Und das ist wahrscheinlich genau die richtige Zusammenfassung, weil der Facebook Messenger hat genau so funktioniert.
10:56 Jan Skudlarek
Vielleicht will er der ja neue Segmente eröffnen und vielleicht so die Debuma-Khorte oder so ein bisschen mehr. Oder vielleicht wird das ja so altersmäßig, ne? Wenn es halt Facebook undockt oder so.
11:06 Gavin Karlmeier
Ah, wer weiß. Das war übrigens nicht The Virgin Wired. Und der Autor Reese Rogers, der fasst seine Erfahrung mit Ex-Chat zusammen. Meine Unterhaltung ist jetzt Ende zu Ende verschlüsselt, obwohl ich das eigentlich gar nicht brauche, denn niemand schreibt mir zurück, während ich die X-Chat-App teste. Ich erhielt nur erbärmliche Herz- und Flammen-Emoji-Reaktionen auf meine Nachrichten. Yay. Also, wenn ihr keine Antwort von mir haben wollt, schreibt mir aber Ex-Chat.
11:35 Jan Skudlarek
Mir nicht, bitte.
11:37 Gavin Karlmeier
Hast du deinen Account noch oder hast du ihn gelöscht?
11:40 Jan Skudlarek
Ich hab ihn das vorher ganz schnell. Wir haben ja diese, ich und Max Colek, wir haben ja die Exit-Nummer, das ist ein bisschen in Deutschland gemacht, also eine von vielen, es gab ja viele Austrittsbewegungen. Und unsere waren ein bisschen die nach österreichischem Vorbild irgendwie auch. Ich glaube, das war dann 2024 auf jeden Fall, also eher spät als früh, aber dann mit vielen Leuten. Und da haben wir auch schon deutlich gemacht, dass wir eher das Ding behalten. Und also einige zumindest größere Accounts haben es dann behalten im Sinne von stillgelegt, einfach damit niemand so identitätsklau mäßig drauf springt. Weil das wäre bei vielen von uns sofort passiert. Und das war natürlich auch ganz schnell so ein Vorwurf. Das hieß, ey, löscht es doch, warum löscht es denn nicht? Ist doch wie eine halbe Sache und so. Und den Vorwurf kann man machen, aber nur wenn man nicht mitdenkt, dass dann eben. . zwei Sekunden später man einen Troll hat, der Janskut Larek heißt und mein Profilbild wahrscheinlich auch hat und dann einfach allerlei Sachen postet, die ich nie posten würde. Das heißt, ich habe das tatsächlich noch Noch so bestehen, aber ich mache da nichts, ich like da nix und vermeide das so gut ich kann. Gucke manchmal, ob ich neue Drohungen kriege oder Beleidigungen oder nein Quatsch, aber ich lasse es einfach so stehen. Es existiert so einfach tot vor sich, es vegettiert und verwest vor sich hin.
12:46 Gavin Karlmeier
Ja, ist bei mir genauso. Also ich habe es auch dicht, also ich benutze es nicht, es ist auf Privat gestellt, ich poste da nichts, es ist einfach so eine kleine Karteileiche. Ich nutze die App halt tatsächlich noch ab und an, um so ein bisschen auf dem Laufenden zu bleiben für das, was wir hier tun. Aber niemand wird dort Inhalte von mir bekommen. Das ist mein Stimme. Das verstehe ich komplett.
13:04 Jan Skudlarek
Ja. Das verstehe ich.
13:06 Gavin Karlmeier
Das Unternehmen hinter Ex XAI ist ja, dahinter steht das Unternehmen SpaceX. Es wird immer komplizierter mittlerweile. Die wollen jetzt auf mal Cursor kaufen. Cursor ist die App, mit der man, also das ist so ein bisschen wie Claude Code, nur von wem anders. Also eigentlich das Gleiche. Was deswegen interessant ist, also die haben eigene Modelle, nutzen aber auch andere Modelle, also es ist ein Tool, mit dem du Apps bauen kannst oder programmieren lassen kannst. Cursor AI gibt wahrscheinlich relativ viele vibe-gecodete Apps, die ihr schon genutzt habt, die mit Cursor AI gebaut wurden. Und SpaceX möchte das wohl übernehmen für 10 Milliarden Dollar.
13:47 Jan Skudlarek
Schnäppchen.
13:48 Gavin Karlmeier
Ja, absolut. Insgesamt aber so könnte es eine 60 Milliarden Dollar Übernahme werden, wenn sich für Cursor alles zum Besten wendet, wie es heißt. Ja, ja, ja. Also es ist natürlich interessant, weil im Moment dieses Rennen stattfindet, der KI-Unternehmen, zu sagen, wir müssen unbedingt auf diesem Entwicklerfeld mitspielen, weil Enthropic uns davon rennt und Klo. So viele Meter macht. Gleichzeitig aber ist es auch so, dass wenn das wirklich die innovativste und beste KI-Schmiede aller Zeiten wäre, XAI. Dann weiß ich nicht, ob man das so für 10 bis 60 Milliarden Dollar kaufen müsste, ehrlicherweise.
14:30 Jan Skudlarek
Du meinst, das ist eventuell auch wieder etwas aufgeblasen und vielleicht aus den Proportionen, aus angemessenen Proportionen heraus verzerrt?
14:38 Gavin Karlmeier
Ich möchte dazu keinen Kommentar abgeben.
14:40 Jan Skudlarek
Das ist ja ohne deinen Anwalt.
14:44 Gavin Karlmeier
Apropos Anwalt, kleine Meldung übrigens, weil Elon Musk und Open Aya vorgerichtet werden. Am Montag wurde nur die Jury festgelegt. Das war so der erste Gerichtstag. Wir haben einen Jingle dafür, den gibt es aber erst, wenn es wirklich Entwicklungen im Prozess gibt. Ähm, weil jetzt gerade während wir aufnehmen, läuft der Livestream, dass Musk vor Gericht erwartet wird. Reuters überträgt das Live. Ich habe den hier parallel offen. Es ist noch nicht losgegangen. Aber Elon Musk soll in der Nacht zum Mittwoch seine Eröffnung darbieten und wir werden dann am Freitag darüber ausführlich sprechen, wie eigentlich dieser Prozess weiterläuft. Ja, es ist ein Prozess, wo kann sich eigentlich keine Seite auf uns verlassen, würde ich behaupten. Bei SpaceX aber selber, es gibt ja diesen Börsengang, der da geplant ist, gibt es jetzt oft mal Sorge darüber, dass das die Untersuchungen, ich zitiere ja, von Reuters, die Untersuchungen zu KI-Bildern mit sexuellem Missbrauch, den Marktzugang beeinträchtigen könnten. Also in der S One-Meldung, die das ist das Schreiben, indem du schreibst hier, dass unser Unternehmen, wir wollen an die Börse, das an die Aufsichtsbehörde geht, steht drin, dass die aktiven Ermittlungen und Untersuchungen in Bezug auf soziale Medien oder den Einsatz von KI In Hinsicht auf XAI möglicherweise zu einem Problem werden könnten für das Unternehmen. Was immerhin schon mal ein Commitment dazu ist, dass es diese Untersuchungen gibt aus dem Hause X.
16:07 Jan Skudlarek
Ja, und sie gibt es, weil Elon Musk einfach zu wenig Opferschutz betreibt, zu viel erlaubt und diese libertäre, lass doch mal unsere universelle KI machen, was sie will. Haltung eigentlich auch zu Problemen. führt auch zu internen. Und wenn dann die moralischen Barrieren nicht da sind, und die sind ja ganz offensichtlich nicht da und wenn die politischen Barrieren erstmal auch nicht da sind oder hausinterne nicht da sind, dann sind es hoffentlich ja schon auch externe Institutionen, die so ein bisschen mal reinpieksen, nachforschen und fragen, was da eigentlich los ist und wie man das zukünftig besser gestalten kann. Und wenn ihm das anderweitig Probleme bereitet, dann Finde ich das eher, sagen wir so, im Bereich seiner Eigenverantwortung, dass das so passiert und selbst verschuldet?
16:50 Gavin Karlmeier
Ich würde sagen, das ist zu 100% zutreffend. Das Problem ist nur. Dass, wenn du Elon Musk danach fragen würdest, er das anders formulieren würde. Er würde nicht sagen, er sei schuld daran, sondern er würde sagen, die Einschränkung der Redefreiheit in anderen Ländern ist schuld daran. Die Zensur in den anderen Ländern hindern ihn daran. Die Software so anzubieten, wie er es anbieten möchte. Und was Leute damit machen, das ist ja ihr Ding.
17:13 Jan Skudlarek
Ältester Trick der Welt, ne? Opfermythos, Selbstviktimisierung. Wer ist schuld? Immer die anderen.
17:20 Gavin Karlmeier
Ja, absolut. Genau, so ist das so. Das führt es ein bisschen zum nächsten Thema. Du hast mir eine tolle Brücke gebaut. Ich möchte mit dir nochmal über Julia Klöckner sprechen. Ich hatte eigentlich gedacht, wir haben über alles gesprochen. Hast du den ganzen Fall mitbekommen und wie ist deine Emotion zu diesem ganzen Fall?
17:37 Jan Skudlarek
Am Rande, du spielst auf Signal an und so weiter. Ich habe mitbekommen, dass es eben jetzt ein Datenleck gibt, das mehrere im Bundestag betroffen, klingt hier wieder ein bisschen passiv. betroffen sind, aber eigentlich sind sie gar nicht so passiv betroffen, sondern eher aktiv involviert, denn so wie ich das gelesen habe, ging es um Phishing, heißt man kriegt irgendwie Falsche, ja, ob sie jetzt Nachrichten wahrscheinlich im Signal. Da musst du mich dann korrigieren und ein bisschen erklären, wie das Phishing da ablief, da bin ich interessiert. Aber die haben einfach dann, glaube ich, gut gläubig und vielleicht ein bisschen doof. Auf Links geklickt, auf die man nicht hätte klicken sollen und dementsprechend sich da Trojaner installiert oder so. Ist das ungefähr richtig? Ja, nicht ganz.
18:19 Gavin Karlmeier
Also bis zum Ende war alles richtig. Der einzige Unterschied ist, sie mussten nicht mal auf den Link klicken, sondern sie haben proaktiv in einen Chat der geöffnet wurde von einem Account mit dem Namen Signal Support offensichtlich ihre PIN eingegeben. Und da ist richtige Reaktion. Und das führte dann wiederum dazu, dass die Menschen, die diese Accounts kompromittieren wollten, diese Accounts dann an sich gerissen haben, gesagt haben, hier bitte einen neuen Account erstellen. Sie muss. dann haben dann einen neuen Account erstellt, sind dann rausgeflogen aus dem alten, der alte Account samt Archiv, wurde dann von den Menschen, die angegriffen haben, einfach ausgelesen und genutzt. So ist zumindest der jetzige Stand. Ob tatsächlich Julia Klöckner aus dem Account ausgesperrt wurde oder sogar noch weiterhin gechattet hat, während woanders andere Menschen mitlesen konnten. Das ist nicht so richtig zu rekonstruieren, aber es wird von der Deregistrierung gesprochen. . Das war so der Begriff, der dann in diesem Signal-Support-Chat irgendwie gefallen sein soll. Und da sind mehrere Prominente drauf reingefallen, unter anderem also PolitikerInnen eigentlich nur und vorneweg offenbar eben auch Julia Klöckner. Interessant sind so ein paar Dinge dabei, finde ich, bevor wir so in die Neuigkeiten gehen. Punkt 1, der mich so ein bisschen ärgert, dass so viele Medien von einem Hack schreiben. Und zwar, ja, technisch gesehen ist das ein Hack, weil die Definition von Hack ist Angreifer kommen an deine Daten, wie auch immer sie das tun. Du kannst auch sozial hacken. Das Problem ist, wenn von einem Signal-Hack gesprochen wird in der Schlagzeile, und jetzt die kleine Medienkritik hier an der Stelle. Dann löst es in den Köpfen der LeserInnen vermutlich das Bild aus, Signal sei unsicher und nicht etwa die Unsicherheit hätte vor dem Telefon gesessen. . Das hat mich so ein bisschen geärgert. Die zweite Ebene, die ich daran so interessant finde, ist, dass es jetzt eher die Diskussion darum geht, wie kann man Signal aus der Bundesregierung verbannen. Als dass man darüber diskutiert, wie kann man dafür dafür sorgen, dass Julia Klöckner in diesen Phishing-Tests dann auch mal mitmachen muss. Oder in den Sicherheitsbriefings vielleicht genauer zuhört. Und der dritte Punkt, der mich so wahnsinnig interessiert, ist, der erste, die erste Meldung, wir haben bei Harten dann damals schon darüber berichtet, war am 28. Januar. Da hat Netzpolitik schon darüber gesprochen, über diese. Angriffe. Am 6. Februar, also ungefähr eine Woche später, hat dann der Verfassungsschutz davor gewarnt, dass es diese Angriffe gibt. Und jetzt stellt sich so ein bisschen die Frage, wann ist Julia Klöckner darauf reingefallen?
20:42 Jan Skudlarek
Gute Frage. Also ich muss gerade dran denken, dass es ganz oft die Debatte mit dem Social Media Verbot, ne? Social Media Verbot für Jugendliche und so, ne? Das klingt doch alles nach Gründen für einem Für ein Social Media Verbot für Ü50, oder? Das klingt doch alles nach Handyverbot, Social Media, ja genau, also es klingt doch alles so nach, oder ja, nee, ich scherze natürlich, aber ganz genau, diese Medienkompetenz, die man manchmal den den Jungen auch abspricht und sagt, sie können es ja alle nicht. Und dann haben wir jetzt haben wir jetzt unsere demokratisch gewählten Repräsentanten und Repräsentantinnen, die doch eher laisse faire-mäßig mit ihren Anmeldedaten umgehen.
21:19 Gavin Karlmeier
Ich habe dazu so ein Meinungsstück gelesen, in dem drin stand, naja, das war aber auch täuschend echt, sie kann ja nichts dafür und wir sollen mal die Kirche im Dorf lassen und so. Und ich kann die Perspektive irgendwie verstehen, aber trotzdem bin ich anderer Meinung. Weil ich finde, eine Bundestagspräsidentin, die zweitwichtigste Person in einem Staat, die sollte sich doppelt, dreifach, vierfach absichern, bevor sie ihren Pin in einen Chat eingibt.
21:43 Jan Skudlarek
Ja, das stimmt und wir leben leider in einer Zeit, wo das einfach eine Zeit lauter schlechter Beispiele, also Vorbilder hätte ich fast gesagt, aber Vorbilder sind es ja gerade nicht. Also auch hier. Mit P-Texeth und wie sie alle heißen und ne, also dass welche Militäraktionen gerade stattfinden, da lädt man ja mittlerweile auch hinz und in einen Gruppenchat ein und so aus USA-Perspektive und Und mach das dann. Also da ist ja auch alles möglich. Also das relativiert das natürlich nicht. Du hast recht, man sollte berufsethische und berufs- und provisionsethische Standards haben und normative Standards haben, wo man sagt, ja So funktioniert es besser und daran sollten wir uns orientieren. Und offenbar hat da jetzt nicht so alles geklappt.
22:24 Gavin Karlmeier
Ich mag, wie diplomatisch du das formulierst. Jedenfalls möchte der Bundestag jetzt komplett umstellen von Signal of Wire. Kennst du Wire? Tatsächlich nicht. Das ist ein deutsches Unternehmen. Ein deutsches Unternehmen, das kooperiert übrigens mit der Schwarzgruppe. Die Schwarzgruppe, die kennt man, die bauen auch so eine deutsche Cloud auf und es ist, dahinter steckt derselbe Gründer, der auch Lidl und Kaufland in unsere Straßen gebracht hat. Dieter Schwarz heißt er meines Erachtens. Und die gemeinsam arbeiten da an digitaler Souveränität, ist so zumindest der Plan. Wire Swiss steckt dahinter, die Wire Swiss GmbH mit Sitz. In der Schweiz zwischendurch hatte eine andere Gesellschafterin Wire betrieben, nämlich ein Unternehmen in Dover, Delaware. In den USA übrigens Wurde aber dann inzwischen von der Wildgroup Holdings übernommen und so weiter. Ihr könnt euch das alles in Wikipedia-Artikel durchlesen. Interessant ist nur, dass gesagt wird, ey, wir nutzen europäische Server, wir sind ein deutsches Unternehmen mit Ja, wir haben ein bisschen Strukturen in der Schweiz und so, aber deutsches Unternehmen, die aber dann eben doch auch auf europäischen Servern liegen, die, warte, wie heißt das Unternehmen? Achso, Amazon heißt. Denn auch die Daten von Wire liegen auf AWS.
23:38 Jan Skudlarek
Ja gut, das klingt jetzt tatsächlich wieder. Nicht so. Also alles hängt mit allem zusammen, haben die Verschwörungstheoretiker doch recht. Alles hängt mit allem zusammen und am Ende können die Mächtigen mitlesen. Nee, Quatsch, das ist besorgniserregend und zeigt mal wieder, wie wir von der Infrastruktur ab, wie abhängig wir sind eigentlich, gerade von Amazon und das wissen ja auch nicht viele, dass man, dass Amazon nicht nur nicht nur der Nippes ist, den man sich einfach in die Haustür schicken lassen kann, sondern eben auch ganz viel Hosting und ganz viel, was so datentechnisch da so Cloud-mäßig unterwegs ist.
24:10 Gavin Karlmeier
Ja, fairerweise muss man dazu sagen, auch Signal liegt auf Amazon-Servern. So, das macht einen Unterschied. Signal wird immerhin von der Stiftung betrieben. Wire und die Schwarzgruppe, die haben jetzt möglicherweise finanzielle Absichten, was aber auch ihr gutes Recht ist, das ist die Welt, in der wir leben. So, ich will es nur einmal sagen, es gäbe schon noch Argumente, weiterhin Signal zu nutzen, außer eben Also man muss vielleicht ein bisschen schulen. Signal selber hat aber angekündigt, in den kommenden Wochen eine Reihe von Änderungen einzuführen, die dabei helfen, diese Art von Angriffen zu behindern. Wie genau die aussehen, weiß man nicht. Mein Tipp wäre. Vielleicht verbietet man einfach A die Pin des Accounts zu verschicken. B, vielleicht verbietet man Leuten, sich Signal zu nennen. Nachrichten im Nutzernamen. Also es gäbe schon ein paar Möglichkeiten, diese Art von Phishing und Scam dann doch zu verhindern.
24:57 Jan Skudlarek
Ja und nicht alle E-Mails, die man von der Bank kriegt, sind die eigene Bank. Auch nicht, dass vielleicht dazu so vielleicht höher Julia Klöckner, weiß nicht, ob Julia Klöckner zuhört, aber. . Auch E-Mails, die aussehen, als wären sie von der Sparkasse, sind es vielleicht auch gar nicht.
25:10 Gavin Karlmeier
Immer gucken, ob die Absender-E-Mail auch wirklich Sparkasse mit 2S hat oder ob da nur vielleicht ein S drin ist. Zur Signal habe ich ein kleines Housekeeping und zwar haben wir vor einigen Tagen, Wochen, keine Ahnung, irgendwann darüber gesprochen, dass es. einen Fall gab, ähm, will ich jetzt nicht ganz aufrollen, aber einen Fall gab, in dem vor Gericht Signal-Nachrichten als Beweismaterial genutzt wurde. . Wurden, was deswegen interessant war, weil Signal ja eben hochgradig verschlüsselt ist, Ende zu Ende verschlüsselt. Und wir haben darüber berichtet in der Folge, man sieht den Wal vor lauten Menschen nicht mit Thorsten Beek am 13. April. Und dass das deswegen möglich war, weil das iPhone genutzt werden konnte, ausgelesen werden konnte vom FBI und das iPhone eine Datenbank aller dargestellten Push-Nachrichten beinhaltete. in dem eben auch alle Signal-Nachrichten in Klartext zu lesen waren. Jetzt hat Signal aber angekündigt, dass sie sich sehr darüber freuen, dass mit dem aktuellen Sicherheitsupdate von iOS und iPad OS 264. 2 diese Datenbank aufgelöst wird, es also keine Möglichkeit mehr gibt, alle vorher verschickten Push-Nachrichten, auch von gelöschten Apps, überhaupt noch auszulesen Weißt du, was ich daran interessant finde? Dass wir ja immer wieder so über diese Diese Annäherung an diesen Überwachungskapitalismus der Tech-Unternehmen sprechen und dass ein Unternehmen zwar auch durchaus Sehr drum-nahe Verhaltensweisen gezeigt hat in den letzten Jahren. Aber Apple dann hier in so einem Fall trotzdem wieder mal die NutzerInnen-Sicherheit und Privacy Offenbar so hoch priorisiert, dass sie dafür extra ein Sicherheitsupdate ausrollen. Weißt du, wie ich meine? Ich will nicht sagen, Apple macht alles richtig, aber ich weiß nicht, ob Google genauso sich verhalten hätte.
26:57 Jan Skudlarek
Okay, da siehst du ein löbliches Maß an Selbstkritik.
27:02 Gavin Karlmeier
Nee, Selbstkritik ist falsch. Ich sehe da ein löbliches Maß von Notwendigkeiten und Grundlagenumsetzung.
27:10 Jan Skudlarek
Ah ja. Ich habe eine Gegelfrage für dich. Magst du eigentlich Science Fiction? Du beschäftigst dich so viel mit Tech und Technik? Garten. Gar nicht.
27:18 Gavin Karlmeier
Nein, ich habe Star Wars und Star Trek niemals gesehen.
27:22 Jan Skudlarek
Ich muss gerade da denken, ich muss ein bisschen, also auch nicht, auch nicht Terminator und so, magst du auch nicht Terminator? Ah, tatsächlich, der Anruf ist jetzt der Call-Podcast, man muss leider löschen, was jetzt hier passiert ist. Weil Terminator so wichtig war für dich. Leider in der Giftschrank nein Quatsch. Ja, ich bin großer Terminator-Fan, hab das tatsächlich sehr früh auch schon als Jugendlicher alles gesehen. Eigentlich auch nicht FSK-mäßig konform wahrscheinlich zu früh alles. Also Terminator 1 und 2 sind mega Filme. Ja, ganz genau, das lief damals alles zwischen den ganzen 90 Nummern und 90ern im Fernsehen, einfach die ganze Zeit. Und ich habe das gerne geguckt, dass ich Terminator 1 und 2 und auch aufgenommen habe auf VHS, ne? Also mal hier ist Klartext, so alt bin ich dann doch, ne? So alt sind wir hier. Also ich weiß nicht, ob du ich Genau, ich glaube, VS hast du auch noch mitbekommen.
28:05 Gavin Karlmeier
Ich bin sehr hast du auch noch. Ich habe das auch mitbekommen.
28:07 Jan Skudlarek
Eben hast du noch mitbekommen. Also, das auf jeden Fall, also das fand ich sehr cool. Und auf jeden Fall habe ich tatsächlich in einem Liebe zu Trash-TV. sogar die Serie gesehen. Es gibt eine Serie, die heißt Terminator Sarah Connor Chronicles. Ist eigentlich eine Fernsehserie mit Lina Hattie, die später bei Game of Thrones mitspielt. Als Hersey Lannister. Vielleicht hast du Game of Thrones gesehen, aber ich höre auch gleich auf. Nein, mit der. Auf jeden Fall. Okay, dann jetzt der letzte Schritt, dann hast du die dritte Serie auf gar keinen Fall gesehen und dann schließen wir nämlich an, was du gerade gesagt hast. Ich habe jetzt die, ich wollte weiter so. . Zeitreise Sci-Fi-Quatsch gucken, einfach um abzuschalten auf niedrigem Niveau und habe mir von ChatGPT tatsächlich in einer seltenen KI-Nutzung. mal empfehlen lassen, was kann ich denn gucken, wenn ich gerne Terminator und Zeitreise und Action und so ein Quatsch gerne gucke. Und da hat mir diese KI passenderweise, KI ist ja auch das Terminator-Thema, hat mir dann die kanadische Serie Continuum empfohlen von 2013. Und das ist auch eine richtig miserable Action, GZSZ-mäßige Ästhetikserie mit Zeitreisen und so. Und sie spielt eigentlich zum Teil in einer Dystopie, in einer Zukunft, wo die Konzerne alles übernommen haben. Wo die Konzerne alles übernommen haben und alles ist Konzern. Es gibt keinen Rechtsstaat mehr, sondern alles ist letzten Endes firmenintern, auch die Polizei ist firmengesponsert und alles ist eben Firma, Firma, Firma. Und ja, genau, also diese löbliche Selbstkritik oder gar Neuerungen, Besserungen im Sinne des Nutzers und so und Nachbesserungen gibt es da nicht mehr, dann gibt es dann die absolute Firmendiktatur und wie gesagt die Serie ist so niveautechnisch eher mit einer Gehirnhälfte verfolgbar. Aber genau, das ist ja, so kann es ja auch gehen.
29:51 Gavin Karlmeier
Es ist ja die Vision von Peter Thiel eigentlich. Das ist genau das G.
29:55 Jan Skudlarek
Leider ja, leider ist es genau, ist es genau die Version von Peter Thiel. Vielleicht hat er auch diese kanadische, schreckliche Serie gesehen vor 15 Jahren und genau, sich da inspirieren lassen von diesen schlecht geschauspielerten Nahkampf-Action-Szenen und ähm Ja, und Zeitreise plottlöchern.
30:10 Gavin Karlmeier
Das wäre so lustig, wenn das alles auf diese Geschichte zurückzuführen ist.
30:16 Jan Skudlarek
Ja, die Broligarchie, daher kommt sie.
30:19 Gavin Karlmeier
Aber ich habe einen anderen Science-Fiction-Film mal gesehen. Und ich zitiere nur ein paar Aspekte aus der Wikipedia und dann kannst du mir sagen, vielleicht weißt du welcher es ist. Der Film wurde von Kritikern als einer der schlechtesten Filme aller Zeiten eingestuft und gilt als einer der größten Flops der Filmgeschichte. Die überhöhte Angabe des Budgets führte zu einem umfangreichen gerichtlichen Nachspiel. Die Kapitel des Wikipedia-Eintrags heißen Handlung, Produktion, Scientology-Kontroverse, Einspielergebnis und Budgetbetrug. Und der Film heißt Battlefield Earth. Produziert von John Travolta, Hauptrolle John Travolta, es ist nach einem Film von L. Ron Hubbard, dem Scientology-Gründer, gebaut. Und der Film ist faszinierend. Also in meinem Kopf ist so die Ästhetik, hast du so Sternblenden und so, weißt du? Also wirklich ganz faszinierend, habe ich vor etlichen Jahren gesehen. Große Empfehlung an der Stelle. Weil du ja auch trash hast.
31:08 Jan Skudlarek
Freut mich, dass du freut mich, dass du doch mal Filme geguckt hast. Nee, kennt den den kenne ich nicht tatsächlich, gebe ich ganz offen zu. Ich kenne den Titel, auf jeden Fall, ähm, Travolta E und dass der, dass er hier mit Scientology in so einem Start ist eh bekannt, aber. Ja, das klingt hervorragend.
31:24 Gavin Karlmeier
Ja, ich lege euch das ans Herz für vielleicht auch Freitag, wir haben Feiertag, Freitag. Es gibt Haken dann trotzdem am Freitag, aber wir gucken dann alle diesen Film. Werbung
31:36 Speaker 4
Warum stundenlang am Website-Design fallen? Warum nicht einfach KI-passende Inhalte und Texte erstellen lassen? Und warum der Konkurrenz online folgen, statt sie mit integrierten Marketing-Tools abzuhängen?
31:50 Speaker 5
Mit den KI K-Tools von Ionos. Generieren Sie Inhalte und tausende Designs in Sekunden und profitieren von weiteren KI-Tools für Ihren Online-Erfolg. Also, warum nicht direkt starten? Testen Sie es jetzt kostenlos. Ionos
32:05 Gavin Karlmeier
Digital an ihrer Seite. Ich will noch ganz kurz bei Apple bleiben, weil ganz so happy und toll ist das dann trotzdem alles, nicht. Und zwar. Eine folgende Meldung, die ist auch schon ein paar Tage alt. Ich habe die aufgeschoben, aber jetzt gerade passt sie so gut. Und zwar, Apple gibt, wenn es eine behördliche Anordnung gibt, also in dem Fall vom FBI zum Beispiel. Nutzungsdaten weiter von Menschen, die hide my E-Mail benutzt haben. Du kannst mit Hilfe von iCloud versteckte E-Mail-Adressen oder geheime E-Mail-Adressen generieren. Die heißen dann irgendwie, keine Ahnung, Butterkeks33. icloud. com Und die sind halt nicht, die sind halt der Website gegenüber geheim, aber wenn du sie nutzt, um damit illegale Sachen zu machen, gibt Apple eben diese Nutzungsdaten an das FBI weiter.
32:52 Jan Skudlarek
Tja, nicht so unsichtbar wie man denkt.
32:55 Gavin Karlmeier
Ja, eben. Also ich war doch im privaten Browser-Modus, konnten doch gar nicht mehr auf die Spielliche kommen, als ich Battlefield Earth hochgeladen habe. So, bevor wir weiter wieder ins Düstere gehen, habe ich meine ganz praktische Information und die ist bemerkenswert, weil sie von Meta selber kommt. Klingt so ein bisschen wie ein Oximeron, dass ich jetzt was Praktisches für das Nutzen von Metanetzwerken, für Instagram vor allem, weitergeben kann, was Meta selber berichtet hat. Ich baue eine Riesenbrücke, du merkst. Und zwar gibt es jetzt neue Instagram Insights, von denen NutzerInnen bereits berichten, mit denen du eine Übersicht bekommst. Und zwar what affects your views? Also, was hat Einfluss auf die Views deiner Videos? Und darunter steht, die Zahlen sind sortiert nach der Wichtigkeit für deine Reichweite. Das heißt, wir bekommen jetzt eine klare Übersicht, wie wichtig. für dieses Video dieser oder dies oder jenes Signal gewesen ist für die Ausspielung von Inhalten. Und ich kann dir mir ja mal vorlesen, was hier in dem Fall von diesem Screenshot die wichtigsten Signale waren. Das ist Nur so halb überraschend und ich weiß auch nicht, ob es auf alle gilt, aber der Abstand ist schon deutlich. Und zwar auf Platz 1 die Skip Rate. War hier das wichtigste Signal für ein Algorithmus 35,5% Wichtigkeit? Also haben die Leute das Video zu Ende geguckt oder nicht? Überrascht dich das?
34:27 Jan Skudlarek
Nee, also wenn man dann sagt, danke ciao und so, dass das eine relevante Marke ist, die man behält, das ist jetzt nicht so mega überraschend.
34:34 Gavin Karlmeier
Ich liebe, dass das Signal übersetzt wird ins Deutsche mit Danke Ciao. Danke Schaurrate. Platz zwei Share Rate. Also Wie häufig wurde dieses Video per Privatnachricht weitergeleitet? Dass das ein sehr, sehr, sehr wichtiges Signal für einen Algorithmus ist, das wussten wir schon. Aber ist das Zweitwichtigste nach, wie viel Zeit haben die Leute damit verbracht? Auf Platz 3 die Like Rate, also wie viele Leute haben es geliked. Auf Platz 4, vielleicht überraschend, Safe Rate, wie viele Leute haben es gespeichert?
35:06 Jan Skudlarek
Machst du das eigentlich viele? Also ich weiß, ich mache das sehr selten eigentlich. Manchmal bin ich noch, ich bin Oldschool-ADH-Sler, also ich mache Screenshots von allem und hab dann so 700 Screenshots täglich. Ja, oder? Das ist doch, also wer da so, der speichert denn, sortiert in der Bibliothek und so. Nein, meine Lesezeichen sind 780. 000 Screenshots, von denen ich denke, dass ich sie alle irgendwann eines Tages brauchen werde. Aber ich brauche leider nur einen sehr, sehr kleinen Buchteil.
35:29 Gavin Karlmeier
Jan, ich finde das so toll. Mir wird ganz warm ums Herz, wenn du das sagst. Ich bin auch so. Und ich hatte hier Thorsten Beek da und der hat mich für verrückt erklärt und gesagt, irgendwas stimmt nicht mit mir, weil ich gesagt habe, ich habe 40. 000 Screenshots auf dem Telefon gespeichert. Und er hat gesagt,
35:44 Jan Skudlarek
High Five, ich würde machen einen Screenshot von allem, von diesem Talk gleich, aber ne, geht ja genug mehr.
35:50 Gavin Karlmeier
Ich mache wirklich von allem Screenshots. Von allem, wo ich denke, das könnte irgendwann nochmal wichtig sein, ich werde es nie wiederfinden. Und bei mir ist es aber so schlimm, ich speichere auch alles bei Instagram. Ich mache das ständig, das Speichern. Und zwar so oft, dass ich darin auch nichts mehr wiederfinde, weil ich so viel speichere. Aber das Schlimmste ist, ich bin wirklich ein digitaler Messi. Auf dem Rechner habe ich so Ordner, der heißt Kram 2025 und da sind alle Sachen drin, die ich im Jahr 2025 auf dem Desktop gespeichert habe. Diese Ordner sind teilweise 200 Gigabyte groß und ich krieg's nicht übers Herz, das zu löschen, obwohl ich da nichts mehr von brauche. Es geht nicht.
36:24 Jan Skudlarek
Ach, also Mercedes klingt so negativ, ich sehe dich eher als Prepper. Als digitaler Prepper. Du speicherst für, ne, du bist vorbereitet. Du bist das Gedächtnis. Du bist unser Gedächtnis.
36:38 Gavin Karlmeier
Das finde ich gut. Ich hatte mal die Idee. Bitte klaut mir nicht diese Idee, Leute. Ich möchte das jetzt hier einmal, ich pitche das, wenn uns Leute aus Verlagen zuhören oder so. Ich habe das schon mal in einem Verlag gepitcht und haben mir gesagt, die Prozesse sind leider zu lang, um das umzusetzen. Ich möchte das Jahrbuch Internet machen. Kennst du noch aus den 80er Jahren? Vom Stern, du hast, glaube ich, dieses Jahrbuch, Jahrbuch 83, und dann hast du so Auf jeder Seite, also so großflächig Bilder aus dem Jahr, Interviews mit Leuten, so ein bisschen Menschenbilder, Emotionen, aber als Buch. Ich würde gerne das Jahrbuch Internet machen, wo dann so. Wie sah die Bild-de-E Schlagseite am Tag Startseite an dem Tag aus, an dem Timmy entdeckt wurde, zum Beispiel . Oder so, weißt du, oder Ausschnitt von Robert Marc Lehmanns Story zu dieser Wahlgeschichte und so. Dass man das so alles so archiviert als Jahrbuch, das würde ich ultra gerne machen. Also wenn irgendjemand da draußen denkt, ey, lass mal dieses Buch machen, ich bin dein Mann, ich mach's.
37:29 Jan Skudlarek
Ich finde es eine geile Idee und ich würde mich auch freuen, wenn du einen Verlag findest und ich würde auch direkt, wenn ihr dann das Buch ankündigt, davon einen Screenshot machen.
37:38 Gavin Karlmeier
Das finde ich gut. Aber der schlimmste Ort für mich, wo ich so sammle und horte, ist eigentlich das richtige Wort, ist die YouTube-Playlist Watch Later. Ich bin auf der Startseite und sehe so von den neuen Videos, die ich da angezeigt kriege, sechs, die ich mir angucken würde, aber nicht jetzt. Dann lassen sie auf dieser Watch-Later-Liste, womit Sie de facto von der Startseite verschwinden, aber ich werde sie auch nie wieder gucken.
38:02 Jan Skudlarek
Ja, ist doch, man muss ja auch Kompromisse und so.
38:07 Gavin Karlmeier
Du bist so nett zu mir. Das ist so toll. Kannst du nicht viel öfter kommen, Jan?
38:12 Jan Skudlarek
Ja, also ich soll ich dich mehr geißeln, mehr tadeln, brauchst du jemanden, der da hinten kommst. Ja, eventuell.
38:20 Gavin Karlmeier
So, auf Platz 5 übrigens Repost und auf dem letzten Platz, welche Interaktion fehlt? Kommentare.
38:26 Jan Skudlarek
Hm, okay.
38:28 Gavin Karlmeier
Das ist überraschend, oder?
38:29 Jan Skudlarek
Ja, das ist wirklich überraschend.
38:31 Gavin Karlmeier
Warum? Ich habe keine Ahnung. Also es ist ja natürlich hier. Die Formulierung ist what affects your views, also es könnte durchaus sein, dass es eine individuelle Ausspielung ist, je nach Community, je nach Content und so Aber dass die Shares und die Saves so viel wichtiger sind als Reposts und Kommentare. Bei Reposts bin ich nicht überrascht, weil ich immer das Gefühl habe, wenn ich was reposte oder nicht, es ändert gar nichts. Aber also so ein bisschen natürlich, ein paar Leute kriegen das dann schon angezeigt. Aber es hat längst nicht so einen Impact, wie jetzt, wie wenn ich es speichere.
39:03 Jan Skudlarek
Und die Kommentare sind nicht dabei.
39:04 Gavin Karlmeier
Ja. Und ich schreibe so gerne Kommentare. Naja. Und gute. Ich schreib Mediakommentare. Leute, wenn ihr im Internet meine Kommentare lest, ist der shit. Screenshot, Screenshot. So, ansonsten kleine Meta-Meldung noch. Meta hatte, das haben wir vor Wochen schon mal oder Monaten besprochen, Meta hat angekündigt, ja, dass sie Manus AI übernehmen. Ein Unternehmen, das so Agenten, KI-Agenten anbietet. Und eigentlich haben sie das sogar schon weitgehend abgeschlossen, diesen Kauf, dachte man. 2 Milliarden Dollar war, glaube ich, die Meldung oder die Zahl, die so rumging. Und wenn du jetzt gerade bei Instagram zum Beispiel auf deine Kontoübersicht gehst, wo du weitere Apps von Meta sehen kannst, ist Manus schon dabei. Jetzt hat China allerdings die Übernahme Untersagt, ist ein chinesisches Unternehmen und wird deswegen diesen Kauf verhindern und Meta muss alles rückgängig machen und wird wahrscheinlich Manus AI aus dieser Übersicht jetzt auch schon wieder entfernen. Übrigens ist Manus eigentlich mal nach Singapur umgezogen, hat aber immer noch Verbindung zu China und wurde eben auch dort gegründet. Tja, tja, tja. Hat das ganze Flirt mit China auf mal nix gebracht.
40:17 Jan Skudlarek
Vielleicht wurden dazu viele Winnie the Pooh Memes geteilt oder so. Generiert. Kennst du das? Ja, genau, generiert eben. Klar. Eben. Du bist ja der Chefautor hinter dem Internet Jahrbuch, natürlich kennst du das.
40:32 Gavin Karlmeier
Welches Meme würdest du 2026 Stand jetzt geben?
40:37 Jan Skudlarek
Ja, auf jeden Fall was wahltechnisches. Auf jeden Fall der Wahl und dann die ganzen konspirativen Telegram-Spinner, die dann um den Wahl hinschnellbringen. und so. Also es müsste was mit Schnellboten und Wahlrettung sein. Wahlrettung in Anführungsstrichen natürlich.
40:53 Gavin Karlmeier
Ja, abwarten, ob da noch irgendwas. passiert. Übrigens, kleines Update, es stand jetzt. Wir haben 17. 57 Uhr. Im Reuters Livestream ist Elon Musk immer noch nicht vor Gericht aufgetaucht. Es ist doch geil, etwas live zu erzählen bei einer Episode, die ja erst am Mittwochmorgen um 5 Uhr rauskommt, wo Leute wahrscheinlich schon darüber gelesen haben könnten, worüber wir jetzt gerade noch nicht sprechen können. Worüber wir aber sprechen können, ist über Mastodon. Wir sind Fediverse Fans, oder? Jan, bist du Fediverse-Fan? Nee, ich bin kein Fediverse Fan. Oh, warum nicht? Ich bin deswegen überrascht, weil du ja die Exit-Geschichte gemacht hast und dachte, du wärst so ein alternativen Typ.
41:30 Jan Skudlarek
Ja, also erstmal bin ich relativ, wieder wieder Wahl bin ich schwer zu bewegen, eigentlich zu bestimmten Dingen, ja, und verweile auch oft an einem Ort und dementsprechend habe ich mich mit dem Exit auch schwer getan, anfangs um mich lange, also von dem Gedanken verabschiedet, dass Elon Musk unsere schöne Plattform endlos radikalisiert und ruiniert. So. Und das heißt, ich hab nicht schnell, wie viele andere auch, sofort Die Umzugskiste gepackt und bin dann sofort freudig des neuen Aufbruches auf Blue Sky oder eben auf Mastodon und so gezogen Sondern ich habe mich ein bisschen gequält und ein bisschen genörgelt, ein bisschen selbstbemidleidet und so in der guten alten Zeit nachgetrauert. Und ich hatte schon viele Leute deswegen im Bekanntenkreis, im Freundeskreis, die Mastodon ausgecheckt haben und ich hatte Gut, man kriegt natürlich nur die unzufriedenen Nörgler dann mit, die zurückkommen und sagen, es ist alles gar nicht so toll und das ist irgendwie hässlich, und die sind alle unfreundlich und sind alle so Linux-Ultras und die waren gemein zu mir oder so. Und das, ähm, das, also ich habe viele schlechte PR abbekommen. Ich weiß, dass das ein tolles. Eine tolle Grundidee ist, dass das dezentrale toll ist und so, dass er vieles für spricht auch. Und das heißt, ich bin jetzt dementsprechend nicht gegen Mastodon im engeren Sinne oder gegen das PDVES oder so. Aber ich habe Ich habe, weil mein Tag auch nur 24 Stunden hat und ich manchmal 23,5 davon schon auf Blue Sky und Instagram verbringen muss, habe ich leider keine Zeit für ein weiteres Netzwerk.
42:49 Gavin Karlmeier
Ja, das kann ich auch irgendwie verstehen. Die Grundidee ist halt Toll, ich stimme dir dazu. Und würde, ich kämpfe so ein bisschen dafür, auch wenn ich jetzt, ich bin nicht der krasseste Kämpfer fürs Fediverse, obwohl ich. ein Kämpfer für die Idee des Fiddiverse bin und deswegen auch immer wieder sage, so wenig Menschen wie jetzt gerade werden nie wieder im Fidiverse sein. Da lege ich mich zu hundert Prozent fest. Aber wir müssen ein bisschen an den Brücken zwischen Blue Sky und Fiddiverse und Mastodon noch bauen, glaube ich.
43:16 Jan Skudlarek
Da passiert aber ein bisschen was, ne? Flitter, kennst du dich besser aus, aber ich glaube, die sind ein bisschen dran, ne? Aber es ist. Ich krieg das dann jetzt eher genau, ich krieg mit was. Bruce Gagn, also was rüberschwappt, so ein bisschen und wenn man das mehr Brücken und mehr Spiegeln und mehr, ja, wenn man die Daten, die Datenautobahn, um mal eine gute alte Metapher zu nutzen, die Datenautobahn ausbauen könnte. Dann wäre das natürlich schön.
43:36 Gavin Karlmeier
Interoperabilität auf der Datenautobahn. Vielleicht brauchen wir einen Lastkan für dich ins Fidiverse. So wie wir denn wie man den Wahl bewegt, bewegen wir auch dich. Jedenfalls bekommt das Team hinter Mastodon, jetzt von der Sovereign Tech Agency der Bundesregierung, 614. 000 Euro, um dort eine Art Ende zu Ende verschlüsselte Nachrichtenfunktion zu bringen. Das ist so der eine Plan. Aber auch die Möglichkeit, externe Speicherung von Medien und automatische Inhaltserkennung auf die Plattform zu bringen. Also unerwünschte Inhalte automatisch blockieren lassen und Ende zu Ende Privatnachrichten verschicken. Das steht so offenbar ganz oben auf dem Plan und dafür gibt es jetzt Geld von der Bundesregierung, um das umzusetzen als Fördermaßnahme. Und ich finde, das sind doch die Meldungen, von denen wir eigentlich viel mehr brauchen. Also ob du jetzt dort bist oder nicht, aber es ist ja unbestritten, dass wir hier als Standort Europa, ich mach's mal so groß dass wir Gegenangebote brauchen. Und zwar nicht für die paar Nerds, die wir beide jetzt sind und sagen, bist du bei Brusker oder bist du bei Mastodon, sondern eigentlich für alle Leute da draußen, die jetzt gerade eben mangels Alternative oder aus Bequemlichkeit eben noch nicht auf solche Plattformen umgestiegen sind oder eben Weil sie dort das Gefühl haben, nicht das zu bekommen, was sie brauchen. Und dafür müssen wir den EntwicklerInnen die Möglichkeit geben, das zu kriegen, was die Leute wollen.
44:50 Jan Skudlarek
Absolute Zustimmung ist eindeutig die bessere Nachricht als Julia Klöckner hat wieder mal auf den falschen Link geklickt oder so.
44:59 Gavin Karlmeier
Wir haben jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder wir reden wir ein bisschen über Google oder wir reden ein bisschen über Dating-Apps. Worauf hast du Lust?
45:06 Jan Skudlarek
Ich hab, äh, ich benutze Google schon, ich benutze Dating-Apps nicht, ich bin vergeben, aber dementsprechend, ich habe von allem eine rudimentäre Ahnung, so wie das bei Philosophen manchmal so ist, von nichts richtig, natürlich. Also dementsprechend hau raus und dann. Dann schauen wir, wohin es uns führt.
45:20 Gavin Karlmeier
Also die Dating Apps.
45:23 Jan Skudlarek
Meint ihr.
45:24 Gavin Karlmeier
Okay, dann gehen wir mit den Dating-Apps rein, weil ich es auch schon lange vor mir her schiebe. Aber Also man hat so ein bisschen das Gefühl, dass Dating-Apps vornehmlich jetzt gerade eigentlich nur noch als große Datensammlung genutzt werden, um künstliche Intelligenzmodelle zu trainieren damit. Ich fange mal ganz vorne an bei der Erstmeldung. OkayCupid. Ich weiß nicht, ob du das kennst, OKCupid ist eine solche Dating-App. Ich habe es wirklich noch nie benutzt. Ich kann leider deswegen fachlich nicht so super viel dazu sagen. Ich könnte mehr erzählen über das Fediverse als über OKCupid oder so. Aber OKCupid hat offenbar drei Millionen Fotos. von NutzerInnen an ein Unternehmen weitergegeben, das daran arbeitet, eine Gesichtserkennungssoftware zu bauen damit. Dahinter OKCupid steckt die Match Group. Das ist so das Unternehmen, der Konzern, der hinter anheilt zu jeder großen Dating-App steckt. Ich glaube, nicht hinter Bumble, ohne dass ich mich jetzt festlegen möchte, aber hinter Tinder auf jeden Fall steckt auch die Match Group. Und sie haben aber deswegen Probleme bekommen mit der FTC. Die FTC ist sozusagen die Aufsichtsbehörde in den USA für solche Sachen. Die Federal Trade Commission. Handelskommission ist, glaube ich, da die richtige Übersetzung. Und es gibt aber hier einen Deal zwischen der Trump-nahen FTC, die eigentlich unabhängig arbeiten sollte, und der Match Group, dass man einfach da keine Geldstrafe zahlen soll.
46:51 Jan Skudlarek
Ja, und das das passiert dann einfach so per per Trump's schon Dekret oder nein, also ja Es klingt erstmal doof. Also ich kenne, wie gesagt, nur was, was meine Freunde, meine Single-Freunde mir über Dating-Apps lästern. Und ich glaube, da war jetzt. Das war noch nicht dabei.
47:09 Gavin Karlmeier
Aber das ist der Anfang. Glaube ich, der Anfang vom Ende der Dating-Apps für Leute, denen es wichtig ist, was mit ihren Daten passiert, zumindest Weil wir das jetzt bei, wenn die Matchgroup so ein Verhalten vorlegt und okay, Cupid ist jetzt auch kein kleiner Player, das ist schon eine App, dessen Namen man schon mal gehört hat, zumindest. Also fairerweise muss man dazu sagen, die Fotos sollen bereits 2014. verkauft worden sein. Also ist schon ein paar Tage her. Es ist allerdings fraglich, ohne dass ich jetzt hier Fakten habe, es ist jetzt auch keine Unterstellung, aber eine These Es ist natürlich fraglich, ob sie das einmal gemacht haben, die große Matchgroup, und dann nie wieder? We don't know.
47:51 Jan Skudlarek
Jetzt, ja, wir können eigentlich nur hoffen, dass die Leute halt dann, wie es bei Dating-Apps hier offenbar so ist, dann wirklich nicht so aussehen in echt wie auf ihren Fotos auf ihren Profot Viele Fotos. Das ist der Trick ja. Man lädt ja offenbar was hoch, so wo man irgendwie dreimal besser aussieht oder ganz anders oder eine schlanke oder einen Fuß größer oder so. Also dementsprechend, vielleicht haben Leute ja so sehr geschummelt. Optisch, dass da letzten Endes da gar nicht so viel mit zum, dass das ja, dass es gar keine engere Verbindung zur Person hat.
48:20 Gavin Karlmeier
Ja, oder das Bild war sowieso von vornherein KI genannt, nee, 2014 wahrscheinlich nicht. Aber Aber das ist jetzt nicht das einzige Problem mit Dating-Apps, denn es gibt noch eine weitere Dating-App, die problematisch ist, worüber Netzpolitik und der Bayerische Rundfunk gemeinsam Sie haben in einem Angebot von Data Brokern offenbar eine große Sammlung von Handystandortdaten gefunden. Auch von NutzerInnen, die dem bewusst nicht zugestimmt haben, dass diese Daten an Werbekonten weitergegeben werden oder Werbefirmen weitergegeben werden. Offenbar hat sich aber diese Dating-App aus Hamburg, die Netzpolitik erst später und nur sehr wahrgenamtlich nennt. Komme ich gleich zu. Eine bekannte Dating-App aus Hamburg haben offenbar die Standortdaten, die du brauchst, um die App zu nutzen, um zu sehen, wer in deinem Umkreis ist. konnten aber darin angeben, dass diese Standortdaten eben nicht an Werbeunternehmen weitergegeben werden, also ohne Probleme, konnten sie sagen, nee, ich gebe keine Einwilligung dafür. Das hat das Unternehmen hinter dieser Dating-App aber offenbar nicht davon abgehalten, es trotzdem zu tun. Netzpolitik schreibt, so geht aus dem Jahresbericht der Hamburger Datenschutzbehörde für 2025 hervor. Bei der Anwendung handelt es sich anscheinend um eine von Deutschlands beliebtesten Dating-Apps, Lavoe. Dahinter steckt das Unternehmen, auch ähnlicher Größe, nicht ganz so, aber ähnlicheres Kaliber wie Matchgroup in der Datingwelt, Parship Meet. Also auch von denen hat man schon mal gehört.
49:46 Jan Skudlarek
Tja, Vertrauensbruch, ne? Und dabei ist Vertrauen ja quasi alles in der Datingwelt. Außer bei Fotos, denen sollte man oft mal nicht vertrauen.
49:58 Gavin Karlmeier
So, und was glaubst du? Was glaubst du, wer könnte eine Lösung für diese ganzen Probleme mit Dating-Apps haben, dass man Sei mal ganz kreativ
50:13 Jan Skudlarek
Jeff Bezos, weil der war früher so ein schüchterner Bücherverkäufer und dann wurde der halt so ein hochtrainierter Alpha-Mann-Glatzkopf, der hat bestimmt Datinglesungen am Start.
50:22 Gavin Karlmeier
Nee, Sam Altman. Open AI-Chef hat nämlich nicht nur OpenAI gegründet. Sondern auch noch ein anderes Unternehmen. Und dieses andere Unternehmen hat also die benutzen das Unternehmen heißt World. Also, das ist der Name. Und es gibt da auch.
50:39 Jan Skudlarek
Schlecht zu Google, ne? Die Google-Ability von World ist dann schwierig.
50:43 Gavin Karlmeier
Ja, aber es sei denn, du wirst irgendwann so groß, dass. dass du der beste Player für das Forward World bist, dann ist irgendwann die Welt nicht mehr gut zu googeln. Wie X, ich glaube, wenn man X googelt, landet man bei X. Würde ich vermuten.
50:53 Jan Skudlarek
Ja, okay. Vielleicht der Rapper Pitbull hat neulich damit angegeben, dass wenn man Pitbull googelt, dass er vor dem Tier kommt. Also es geht auch um Marken-Ownership irgendwie auch. Also Hello World quasi. Da sind wir auch zurückgeworfen auf die Geschichte.
51:13 Gavin Karlmeier
Und was ich aber so faszinierend an World finde, also die Idee hinter diesen Unternehmen ist, es gibt so eine Blockchain-Verbindung und Geld, äh, Krypto-Coin und bla bla bla bla bla. Aber ein Teil dieses Unternehmens ist eben auch die Verifizierung von Menschen mit Hilfe von Iris-Scans. Und um diese Iris scannen zu lassen, kannst du das auch schon jetzt in vielen deutschen Einkaufszentren machen. Es ist ja kein Geheimnis, dass ich im Ruhrgebiet wohne. Und hier in der Stadt, in der ich lebe, gibt es in einem Einkaufszentrum einfach so einen World-Automaten, um die eigene Iris zu scannen. Und da denke ich mir immer so. Jetzt weiß man, warum man das tun könnte, denn es gibt jetzt eine Zusammenarbeit mit. Achtung, Matchgroup, Tinder. Tinder wird in einer Zusammenarbeit mit dem Projekt World eine Verifikation von echten Menschen. auf der Plattform ausweisen, sodass es die Möglichkeit gibt, wenn du dich mit einem sogenannten Orb verifizierst, so heißen die Dinger in den Einkaufszentren, dass du dann auf Tinder als echter Mensch angezeigt werden könntest.
52:15 Jan Skudlarek
Ja, die Julia Klöckner, die mussten einfach nur fragen, ob die einen Eoscan schickt, dann macht die ein Foto so und dann schickt ihr das per Signal einfach.
52:23 Gavin Karlmeier
Oder einfach per SMS. So als MMS. Ja, alles klar. Nur als MMS, wo man dann so eine SMS von seinem Netzbetreiber bekommt und da steht dann drin, du hast eine MMS bekommen, bitte klicke auf diesen Link.
52:34 Jan Skudlarek
Vom Netzhautbetreiber sozusagen.
52:36 Gavin Karlmeier
Wow! Se gut. Das hast du aber jetzt, da hast du quasi.
52:43 Jan Skudlarek
Improvisiert, wir sind ja ein Impro.
52:44 Gavin Karlmeier
Wir sind ja ein Impro-Theater, haben wir gerade gesagt. Apokalypse Impro. Das ist hier das Motto heute. Wow. Ich habe ansonsten, ich glaube, die Dating-Geschichten kann man damit alle beiseite legen. Ich glaube, damit haben wir jetzt weitgehend abgeräumt, dass diese Apps nicht unproblematisch sind. Wir schaffen aber auch noch die Google-Meldung, die können wir noch direkt dahinter schieben. Und zwar gibt es bei Google ein Update für die App Google Photos. Ich weiß nicht, ob du die hast, die bietet dir die Möglichkeit an, Google-Fotos mit Gemini zu verbinden. Und wenn man das macht, ähm wenn man das möchte, dann würde das bedeuten, dass alle Fotos, die du auf deinem Telefon hast, mit Hilfe von KI gescannt werden. Ob sie dann tatsächlich auch genutzt werden, um damit die KI zu trainieren, Das kann ich dir gerade an dem Punkt nicht sagen. Also Google selber sagt, wir trainieren mit begrenzten Informationen. Sie sagen selber, wie bestimmten Eingabeaufforderungen in Gemini und den Antworten des Modells. Aber sagen auch selber, deshalb bleibt die Verbindung ihrer Google-Apps mit Gemini eine Opt-in-Funktion, was am Ende nicht beantwortet, dass man das jetzt Dass sie damit nicht trainieren, aber naja, sei es drum.
53:54 Jan Skudlarek
Ja. Wir haben ja das große Glück, dass unsere Handys aus zehntausenden Screenshots bestehen, hauptsächlich. Deswegen ist das ja. Das ist ja ein bisschen safer.
54:02 Gavin Karlmeier
Wenn wir jetzt anfangen, extrem viele Screenshots von KI-Antworten anzulegen und die dann wiederum da hochzuladen, wenn wir es alle machen, dann würden wir die KI-Modelle nachweislich schwächen, weil sie ja nur mit sich selber trainiert werden und nicht mehr mit neuen Inhalten. Wir könnten das System ADH Esler dieser Welt vereinigt euch und zerstört die Modelle von den
54:22 Jan Skudlarek
KI ausgedribbelt. Siehst du, zerstört diese Modelle von innen, zerstört die KI, also ist Terminator eigentlich doch was für dich. Das ist genau, das ist der Plot, Mann. Das ist der Plot.
54:30 Gavin Karlmeier
Ich habe gerade Terminator geschrieben. Ich bin wie eine KI quasi.
54:34 Jan Skudlarek
Ja, siehst du, du bist alle gegen Skynet mit Screenshots.
54:39 Gavin Karlmeier
Screenshots. Screenshots machen für eine bessere Welt. Ich finde, das ist der stärkere Folgentitel eigentlich. Aber.
54:46 Jan Skudlarek
Ja, effektiver als Wale retten wahrscheinlich. Aber zumindest den Wahl oder naja, Quatsch, nee Wale retten ist eine gute Sache.
54:52 Gavin Karlmeier
Ihr wisst schon Bescheid. Ihr wisst schon. Alles ist Satire, was wir hier machen. Ich schicke euch ein Foto. Wir bleiben ein Screenshot von einem Foto, wo noch unten diese kleinen Android-Navigationsbefehle zu sehen sind. Buttons. Ganz kurz noch. Ganz kurz noch zum Thema Google. Die EU hat jetzt auf Grundlage des DMA, der Digital Markets Act, bei dem Android ja eine sogenannte Gelbf. Gapekeeper-Funktion inne hat, heißt, sie müssen sich besonderen Regeln unterwerfen, eine Bitte um Stellungnahme veröffentlicht. weil sie herausfinden möchten, ob Google möglicherweise eine Marktmachtsituation ausnutzen könnte. Kann man sich eigentlich nicht vorstellen. Aber es geht ja konkret darum, Ob die Nutzung von Gemini auf Android-Geräten bevorzugt behandelt wird gegenüber den KI-Modellen anderer Betreiber. Also ob es zum Beispiel möglich ist, dass du ein Signalwort sagst, ich sage es jetzt nicht, ich habe neulich hier das Signalwort für Android-Geräte einmal gesagt im Podcast. Da haben sich Leute bei bedankt, dass das Abspielen des Podcasts unterbrochen wurde. Mag ich jetzt nicht. Aber wenn du jetzt dieses eine Wort sagst oder diese Anderthalb Wörter bei Google, dass das dann möglicherweise dazu führt, dass du mit Gemini sprichst, dass du aber nicht im selben Umfang zum Beispiel ChatGPT aufrufen könntest außerhalb einer anderen App mithilfe eines. . Wortes. Also nutzt Google hier mit Android eine Marktsituation aus, eine Markt macht. Das möchte die EU gerne wissen und hat deswegen ein Verfahren am Laufen und möchte das rausfinden. Spannend wär's. Ja, ne? Also, vor allem die Antwort wäre dann ja, dass das dann ja für andere auch möglich ist. Was dann wiederum zur Folge hätte, dass, wenn du jetzt ein Unternehmen bist, das einfach nur super shady vorgehen möchte, du ein APK baust, das vielleicht nicht mehr im Play Store liegt, das in der Lage ist, einzelne Signalwörter zu nutzen, um damit Aufzeichnungen zu generieren, du tarnst es als KI und plötzlich hast du doch die App, die am Ende die Voll-Sprachüberwachung von Menschen auf die Geräte bringt. Das wäre eine Sorge, die das Ganze zufolge haben könnte. Juhu, das klingt hervorragend. Ich male hier heute Dystopien mit Worten. Weiterhin natürlich.
57:02 Jan Skudlarek
Ich meine nur, weil die Apokalypse ist offenbar nicht nur an, in den letzten an zwei Jahren ist die Welt nicht schon anteilig untergegangen, sondern du du, du. Bist du auch quasi prophetisch unterwegs und schaust du so ein bisschen. Nostradamus mäßig vielleicht in die Zukunft, wie sie in welchen kleinen Teilen untergehen wird demnächst.
57:17 Gavin Karlmeier
Ich bin quasi der Kontraphet. Wenn man so möchte.
57:20 Jan Skudlarek
Sehr gut.
57:21 Gavin Karlmeier
Ansonsten gibt es ein weiteres Problem, denn die Marktmacht-Situation von Google als Suchmaschine. Auch die sieht die Europäische Kommission als problematisch und hat deswegen jetzt Vorschläge vorgelegt, was Google da besser machen könnte, wie zum Beispiel einzelne Daten mit kleineren Suchmaschinen. zu teilen. Also es geht um Daten zu Suchanfragen, Rangfolgen in den Ergebnissen sowie Klick- und Nutzungsverhalten. Ich weiß nicht, ob du dazu Gedanken hast, ob jetzt Ecosia dann auch genauso aussehen sollte wie Google und warum man dann nicht Google nutzen sollte, wenn du das gleiche bekommst.
57:58 Jan Skudlarek
Da wir am frühen Abend aufnehmen nach 14 Uhr, ich habe nicht mehr so viele Gedanken eigentlich.
58:02 Gavin Karlmeier
Das ist gar nicht so schlimm. Wenn du keine Gedanken hast, hast du aber ja vielleicht ein paar Emotionen für mich. Funktionen und Emotionen. Du hast mir quasi die Brücke gebaut, es tut mir leid. Und zwar ist das unsere kleine Rubrik, in der wir über neue Funktionen in sozialen Netzwerken und Apps sprechen und du dann so ein bisschen über deine Emotionen dazu sprechen kannst, weil vielleicht hast du ja noch vereinzelt Gefühle in deinem Körper. Instagram hat eine App angekündigt mit dem Namen Instance.
58:34 Jan Skudlarek
Das ist jetzt erstmal etwas nichtssagend, vielleicht könntest du da mehr emotional herausholen bei mir.
58:38 Gavin Karlmeier
Ja, also es gibt da zwei Kurven, die ich da reinbauen kann. Erstens. Es wird dort die Möglichkeit geben, Fotos direkt an seine FreundInnen zu verschicken, die nicht bearbeitet werden können. Sie werden direkt unter der Kamera gemacht und weitergeschickt. Das kann man dann direkt an Leute schicken, die man dort sozusagen in seinen engen FreundInnen hat oder mit denen du halt eng bist und denen kannst du direkt Disappearing-Fotos schicken. Die verschwinden also danach auch wieder.
59:02 Jan Skudlarek
unbändige Freude. Das ist genau das, was in meinem Leben fehlt. Und endlich macht das mal jemand. Nee, ich glaube, ich gehöre tatsächlich, wenn ich nicht nur Screenshots mache, dann mache ich vielleicht auch manchmal auch Fotos und tatsächlich gehöre ich auch zu jenen, die so ein Foto, äh, hat ein Motiv so 17 Mal aufnehmen, in der Hoffnung, dass ein, zwei Dinge davon gut aussehen. Das heißt, auch da ist ist Qualität durch Quantität. Also so ein einzelner Snapshot, der dann irgendwie dann wieder Danke Ciao weg ist. Sind wir wieder bei Danke Ciao. Danke Ciao. Das ist Weiß ich nicht, ob das, also ja, nee, danke.
59:33 Gavin Karlmeier
Aber bitte, damit wir nochmal gucken können, ob wir wirklich da auf derselben Frequenz funken. Du löscht dann aber auch keine dieser 17 Fehlaufnahmen, oder?
59:43 Jan Skudlarek
Ich lasse irgendwann mal mein Handy fallen, ungünstig, und dann ist das im Arsch, dann baue ich ein neues. Wieso ist das so? Also ich nehme auf und es wird so quasi archiviert, das wäre super wichtig, so und irgendwann erstirbt das alles auf magische Manchmal auch obsoleszenzweise oder so, und dann ist das, dann fängt man von vorne an. Dann sagt man, ja, dann zucke ich halt so mit den Schultern und dann bin ich einen Tag lang traurig und dann fange ich einfach neu an.
01:00:04 Gavin Karlmeier
Aber hast du nicht auch vielleicht Fotos in deinem Leben, die du vielleicht behalten möchtest?
01:00:08 Jan Skudlarek
Doch, ja, das war ein bisschen, äh, wenn ich, wenn ich, in guten Momenten mache ich Backups tatsächlich, aber ich mache eher Backups von Manuskripten, von beruflichen Daten, von ich weiß nicht, sogar die Steuerrechungen und Erklärungen dergleichen wird öfter gebackup. Glaube ich, als meine Fotos.
01:00:23 Gavin Karlmeier
Die mache ich ein paar Mal im Jahr, aber eher so Sachen, wo ich denke, weiß ich nicht, hätte Uli Höhnes seine alten Familienfotos verloren, wäre vielleicht auch nicht in Knast gegangen.
01:00:34 Jan Skudlarek
Eventuell, eventuell, ne, und ja, so, ich weiß nicht, also Clouds und Fotos überall hochladen und so, das ist schon auch alles vielleicht eine sinnvolle Sache. Aber vielleicht auch nicht immer ganz so, wie wir heute gelernt haben, immer so safe.
01:00:49 Gavin Karlmeier
Muss man wollen. Ich finde es interessant, weil das, was Instagram mit Instance hier macht, Instance gibt es in einzelnen Märkten auch schon innerhalb des DM-Postfaches bei Instagram. Ist ja derselbe Move wie X mit XChat oder wie Sie es damals mit IGTV schon mal probiert haben, was nicht funktioniert hat. Also, dass Sie eine Funktion aus der App, die weiterhin in der App ist, in eine eigene App schieben. Ist meistens kein gutes Zeichen für diese Funktion, weil das spricht jetzt nicht unbedingt dafür, dass so ultra viele Leute das nutzen.
01:01:16 Jan Skudlarek
Ja, stimmt. Also erstmal macht es jetzt. Nicht so viel Sinn, oder? Aber ist das nicht irgendwie gegenteilig, was die Intention von diesen Apps angeht? Weil eigentlich willst du ja so für Weildauer in-App haben. Und wenn du das dann splittest in eine eigene App, die Funktion, dann ist das ja irgendwie. Da sind die ja nicht mehr auf Instagram, sondern auf der anderen Nummer.
01:01:32 Gavin Karlmeier
Aber das funktioniert ja nur mit Instagram-Account wahrscheinlich. So wie XChat.
01:01:35 Jan Skudlarek
Ja, okay. Also dann bist du immerhin noch so bei der Firma natürlich eingeloggt, aber ja, okay.
01:01:43 Gavin Karlmeier
Also, wir wissen ja, dass Instagram bald irgendwann Instagram Premium an den Start bringen wird. Ein Abonnementpaket, mit dem du ein paar Features bekommst. Da haben wir schon öfter gesagt, das ist bemerkenswert, weil da die ganzen Features drin liegen, die sich NutzerInnen eigentlich lange wünschen. Vor allem die, die es zum Beispiel mit Datenschutz nicht so genau nehmen, also zum Beispiel das Sehen von Storys, ohne dass du auf dieser Liste erscheinst. Und so haben wir darüber gesprochen. Jetzt ist es aber nicht nur Instagram, die so eine Premium-Version bekommen, sondern es soll auch noch WhatsApp Plus geben. WhatsApp Plus kann im Moment von einer ausgewählten Anzahl von Android-NutzerInnen bereits ausprobiert werden für 2,49 Euro im Monat. Und die Funktion, die du dadurch bekommst, und jetzt halte ich fest, Jan, jetzt wird es richtig geil. Also, du kannst in Gruppenchats, nee, du kannst in deiner Übersicht bis zu 20 Chats anpinnen und nicht nur drei. Du kannst für einzelne Chatlisten andere Nachrichtentöne einstellen und du kannst das Design mit bis zu 18 Farboptionen verändern. Außerdem kannst du das App-Icon kannst du das App-Icon verändern und hast eine Auswahl von 14 verschiedenen Designs. Außerdem gibt es exklusive Premium-Sticker.
01:02:53 Jan Skudlarek
Wow. Das ist solche auch Premium-Funktionen, eigentlich dafür würde ich gerne mehr bezahlen. Also es gibt ja dieses, ne, also manchmal muss es ja was kosten und wenn etwas zu billig ist, dann glaubt man ja nicht an die Wertigkeit, so psychologisch. Dementsprechend, wenn das so 19,90 im Monat kosten würde, dann wäre ich, dann wäre ich dabei.
01:03:10 Gavin Karlmeier
Wie viel wären die Sticker dir wert? 19,90 Euro?
01:03:14 Jan Skudlarek
Also kommt jetzt sind es Terminator-Sticker oder was ist der?
01:03:18 Gavin Karlmeier
Ähm, könnte sein. Könnte sein.
01:03:21 Jan Skudlarek
Auch alles. Du kannst ja alles unbedingt.
01:03:24 Gavin Karlmeier
Ich finde es gut, dass ich mag den Blickwechsel Meta mit mehr Geld unterstützen zu wollen.
01:03:30 Jan Skudlarek
Ja, also man muss auch sehen, wo man bleibt. Die Leute müssen auch essen, ne?
01:03:33 Gavin Karlmeier
Ja, eben. Ich habe neulich einen Text gelesen von jemandem, der der Bundesregierung Deutschland, oder ne, der Bundesrepublik Deutschland Geld gespendet hat auf dem Schuldentilgungskonto der Bundesrepublik Deutschland, das gibt es. Der Stern hat darüber einen Text geschrieben, warum dieser Mann 10. 000 Euro an die Bundesrepublik überwies. Finde ich eine super interessante Geschichte. Weil ganz viele Leute auch sagen, das ist nicht so super sinnvoll für die Wirtschaft und so weiter. Aber er hat es gemacht. Und ich finde gut, dass du sagst, du willst Metageld spenden.
01:04:04 Jan Skudlarek
Ja, wir haben alle unsere eigenen Wale zu retten, metaphorisch gesprochen. Metaphorisch.
01:04:09 Gavin Karlmeier
Metaphorisch, ich wollte schon mal denken. Schöner kann das hier heute nicht mehr werden, Jan. Vielen Dank, dass du da warst. Es war ein wilder Ritt durch das Impro-Theater der Apokalypse.
01:04:18 Jan Skudlarek
So sieht's aus. Ich bedanke mich ebenfalls und grüße in die Runde. Ciao, ciao.
01:04:22 Gavin Karlmeier
Achso, und bevor wir hier auseinander gehen, habe ich noch so zwei wichtige Hinweise. Das eine ist, ich war im Podcast von Chris mit dem Namen Natürliche Ausrede und zwar schon zum dritten Mal. Du warst auch schon mal da, Jan, richtig?
01:04:32 Jan Skudlarek
Ja, neulich sogar, ja.
01:04:34 Gavin Karlmeier
Und wie war das für dich?
01:04:36 Jan Skudlarek
Sehr cool. Er ist ein echt angenehmer Gesprächspartner und echt souverän und hat ja doch voll. Also jetzt nichts hier, du machst das auch toll, Gavin. Aber nee, der Christian macht das super entspannt und ist, ich war überrascht, ich kannte den gar nicht. nicht wirklich vorher und fand das eine sehr angenehme Nummer, habe eins, zwei andere, auch das mit Johannes Franzen, die Folge, ich habe sein Buch hinter mir stehen, die ist auch gut, also voll, das ist ein angenehmer Dude mit einem guten Podcast.
01:04:59 Gavin Karlmeier
Ja, und der auch richtig Bock hat, sich mal zu streiten, aber auf eine sehr angenehme Art. Deswegen, das packe ich euch in die Shownotes, das hat nämlich super viel Spaß gemacht. Und zweitens. Wir können die Leute ja auch nicht gehen lassen, ohne dass wir sagen, was man mit dir machen kann. Also man kann dir nicht im Fiddiverse folgen, das wissen wir schon. Aber man kann dir bei Bluescare folgen, man kann dir bei Instagram folgen, man kann deine Bücher kaufen, man kann deinen Podcast hören. Das war's. Der genau.
01:05:22 Jan Skudlarek
Der Podcast ist nicht noch ein Politik-Podcast und erscheint monatlich. Ihr könnt, also nicht ganz so oft wie deiner, aber auf jeden Fall, ihr könnt reinhören. Ich würde mich freuen. Also lasst mir Feedback da, ihr könnt mir schreiben, ihr könnt mir eine fake Signal-Nachricht schreiben, so wie ihr wollt.
01:05:35 Gavin Karlmeier
Oder eine sicker Facel-Nachricht.
01:05:41 Jan Skudlarek
Alles ist möglich. Klicke alles an, unterschreibe alles und schicke meine Iris sofort.
01:05:45 Gavin Karlmeier
So machen wir das. Vielen Dank, dass du hier warst, lieber Jan. Wir hören uns hier wieder am Freitag, Tag der Arbeit. Friedrich Merz will ihn abschaffen, wir eilen ihn voraus, produzieren trotzdem mit Casta Maria Müller. Und du kommst jetzt nicht erst in zwei Jahren wieder, okay? Okay. Danke dir. Bis bald, Jan.
01:06:01 Jan Skudlarek
Bye-bye.
01:06:03 Gavin Karlmeier
Werbung Globale und nationale Entwicklungen im Blick behalten.
01:06:08 Speaker 6
Fachkräftemangel, Cyberangriffe. Ganz schön viel auf einmal. Da ist es gut, einen starken Partner zu haben, der Ihr Unternehmen widerstandsfähiger macht. So wie die R<unk>. Denn die R<unk> unterstützt Sie dabei, Fachkräfte zu begeistern, die IT-Sicherheit zu erhöhen und Ihre Resilienz zu verbessern. Damit Sie die Zukunft Ihres Unternehmens selbst bestimmen können. Jetzt Termin vereinbaren unter krisenfest. ruv. de