Es heißt Brückentag, weil wir Brücken bauen wollen. Das hier ist die wohlwollende Episode. Und es geht heute um "historische Probleme mit der Rechtzeitigkeit der Informationsbereitstellung" in einer "Phase des Wandels und des Übergangs", um die Frage, was jetzt eigentlich das US-TikTok so großartig verändert hat, um die ewige Frage des “Warum hat Musk Twitter gekauft?” und um die Rückkehr von Vine.
Ganz schön viel für so einen Brückentag, was? Aber wir wollten ja an all die Menschen in Berlin oder anderswo denken, die noch nie von Frohnleichnam gehört haben.
Schönes Wochenende!
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Dennis!
- Meta: Altersgerechte Inhalte für Teenager weltweit
- TikTok USDS: Senator Ed Markey fordert Transparenz
- X: Australisches Gericht verhängt Geldstrafe
- Bluesky und Russische Desinformationskampagnen
- Florida verklagt OpenAI und Sam Altman persönlich
- Microsofts interne "Suchtstrategie"
- Anthropic reicht S1-Antrag ein
- Google: Verlage in UK erhalten Opt-out für AI-Summaries
- Malaysia: Social-Medien-Verbot für unter 16-Jährige
- Brasilien: Neue Verordnungen gegen kriminelle Inhalte auf Plattformen
- NRW-Justizminister fordert Plattformhaftung
- Netzcourage löst sich auf
- Vine ist wieder da
- DSA-Strafe gegen TEMU
- AppLovin startet "Gist"
- Funktionen & Emotionen
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Grüß dich, Gavin. Hallo Dennis. Herzlich willkommen zur Brückentagsausgabe, wie wir hier in Nordrhein-Westfalen sagen. Ja, oder wie man in Berlin sagt, was? Genau. Wir hoffen, ihr hattet dort, wo es ihn gibt, einen schönen Feiertag. Wir haben ihn genutzt zum Arbeiten und um euch diese neue Ausgabe von Haken dran zu kredenzen.
00:27 Dennis Horn
So ist es.
00:28 Gavin Karlmeier
Ausgabe 585. Wir gehen direkt rein, oder? Ja, absolut.
00:31 Dennis Horn
Ich will noch kurz das Geogessing auflösen. Ein paar Leute haben mitgeraten. Und ja, es ist natürlich komplett richtig, dass wir uns. In Dubai befinden. Genau. Auf einer südspanischen, äh, ne, einer spanischen Mittelmeerinsel, balearisch. Welche mag das sein? Welche mag das sein? Ich weiß es nicht, aber ich kann ja mal gegenüber im Megapark lachen.
00:53 Gavin Karlmeier
Vielleicht kriegt man es raus, wenn man auf deine Stimme ein wenig achtet in dieser Episode.
00:57 Dennis Horn
Nee, das ist wirklich, und das muss ich auch kurz dazu sagen, einfach nur der Klimaanlage verschuldet. Ich gehe mit meiner Stimme sorglos um, aber nicht im Urlaub sorglos als normal. Aber ich kann mit Klimaanlagenluft nicht. Man hört das sofort. Ich kann machen, was ich will.
01:14 Gavin Karlmeier
Gut. So, halten wir jetzt alle aus. Wir beginnen diese Ausgabe mit Meta. Ihr erinnert euch vielleicht an den Oktober 2025, da hat Meta die Accounts von Teenagern in den USA, in Großbritannien, in Australien und in Kanada aktualisiert und standardmäßig die Anstellung 13 Plus. aktiviert. Das ist eine Einstellung, die dafür sorgen soll, dass Teenager standardmäßig altersgerechte Inhalte sehen und Meta sagt, seit sie so als Vorgabe eingestellt wurde. Haben neun von zehn Teenagern sie auch behalten. Was ich eine interessante Zahl übrigens finde, weil wir ja ab und zu über Standardeinstellungen auch sprechen, beziehungsweise darüber, dass Meta immer sagt, naja, man kann die Dinge ja auch ändern, ist ja alles möglich. Man habe ja zum Beispiel die ganzen Privatsphäre-Einstellungen, hat man ja in der Hand und wir dann immer sagen, ja mag sein, aber die Menschen ändern das nicht. Und jetzt sagt Meta eben, neun von zehn Leuten ändern das nicht. Und ich denke so, danke für die Bestätigung.
02:09 Dennis Horn
Dankeschön. Ja, defaults matter. Und das ist so faszinierend, wie sie hier auch selber bekannt geben, dass ihr Nudging funktioniert. Also dass sie sagen, nö, ne, wir entscheiden erstmal und dann könnt ihr ja sehen, dass wir recht hatten.
02:24 Gavin Karlmeier
Genau, genau. Was passiert jetzt? Meta rollt die 13-Plus-Einstellungen auf Teenager-Accounts weltweit aus für Instagram, Facebook und den Messenger. Und das bedeutet, nicht geeignete Inhalte im Feed, in den Reels sollen ausgeblendet werden und übrigens Interaktionsmöglichkeiten mit Profilen, Seiten, Gruppen oder Events, die hauptsächlich nicht geeignete Inhalte veröffentlichen. Das fand ich einen sehr interessanten Punkt. Genau, also das ist etwas, das haben wir bei den politischen Inhalten damals auch beobachtet, dass es sowohl eine Ein.
02:58 Dennis Horn
. Stufung deiner Inhalte gibt als auch deines Accounts. Heißt also, wenn du vornehmlich zum Beispiel damals politische Inhalte gepostet hast, wurden deine Inhalte abgestellt Auch nicht mehr empfohlen, wenn sie nicht politisch waren. Und hier ist es jetzt genauso, dass sein Account auch so eine Art Alterseinstufung bekommt oder Familientauglichkeit und dann im Zweifel eben Meta sagt: diesen Account können wir jetzt Jugendlichen gar nicht mehr anzeigen.
03:22 Gavin Karlmeier
Es gibt in der Pressemitteilung noch eine Kanonade an Zahlen, die dann zeigen soll, wie gut dieses System funktioniert, während Meta selbst sagt, man will es auch immer noch weiter verbessern, bla. Aber interessant, wie gut das dann für Kinder zu funktionieren scheint, Inhalte zu vermeiden, aber in anderen Zerten. anderen Fällen offenbar nicht, weil man das alles nicht so gut hinbekomme.
03:39 Dennis Horn
Eine Kanonade, Dennis. Aber ist genauso. Betrug kann man leider nicht erkennen in der Werbung, deswegen sind 10% betrügerische Werbung. Generell Einstufungen von Konten extrem schwierig. Wer weiß dann schon, ob das jetzt Jugendliche sind oder nicht. Aber in dem Fall funktioniert es dann erstaunlich gut. Naja.
03:58 Gavin Karlmeier
Ja, wir sind auch hier der Feuilleton-Podcast für Social Media. War das nicht so? Kann man ja noch Kamonade kann man nochmal sagen. Das finde ich schon. Nicht zu verwechseln mit der Kaskade.
04:09 Speaker 4
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04:43 Gavin Karlmeier
TikTok. Ihr erinnert euch an den großen TikTok-Deal Anfang des Jahres. Byte Dance hat den US-Betrieb von TikTok an ein neues Unternehmen verkauft namens TikTok USDS. Nicht zu verwechseln mit DSDS. Das wäre mega doof, wenn man das verwechselt. Mega doof. Oracle ist bei diesem ganzen Deal der Trusted Security Partner. Das klang schon damals nach einer Marketingformulierung. Und weniger nach einer echten Sicherheitsarchitektur, als auch weil es diese Verbindung ja gibt zwischen Larry Allison, dem Gründer von Oracle, und Donald Trump. Jetzt ist der Deal seit mehr als vier Monaten abgeschlossen. Und was weiß die Öffentlichkeit darüber, wie TikTok USDS sicherstellt, dass nicht China heimlich den Algorithmus beeinflusst? Sag mal, was weiß die Öffentlichkeit darüber?
05:28 Dennis Horn
Also ich überlege mal, wie viel wir eigentlich hier in Hagengren über öffentliche Berichterstattung reden konnten. Gar nicht.
05:38 Gavin Karlmeier
Das ist Ed Markey auch aufgefallen, Senator aus Massachusetts, der sich schon länger um TikTok kümmert.
05:44 Dennis Horn
Ist übrigens sein Name, kein Handle.
05:46 Gavin Karlmeier
Das sehr schön. Ich finde, wenn er einfach nur Markey als Händel nimmt, dann ist ja Name und Händel gleich. Ist das super? Also er will das jetzt rausfinden und er hat dafür wie immer, wenn es in der Politik in Digitalfragen hart auf hart kommt, Briefe verschickt an TikTok USDS, an Oracle, mit einer Deadline zum 18. Juni. Und er will zum Beispiel wissen, wie viel eigentlich Oracle seine Aufgabe. Nachkommen bei 2 Milliarden Zeilen Code. Also kann man da überhaupt erkennen, ob da jemand böswilligen Code versteckt hat? Ich würde im Zweifelsfall mit. einen Link schicken zu Anthropic Mythos oder so als Oracle. So, und dann stellt er Fragen zum Retraining des Algorithmus. Also ByteDance lizenziert seinen Algorithmus ja an TikTok USDS, der wird dann neu trainiert. Wie genau läuft das? Wie viele Systeme sind betroffen? Könnten an dieser Stelle vielleicht Nutzerdaten zurück zu ByteDance fließen?
06:38 Dennis Horn
Naja, vor allem ist daran. Also, das Ding ist, dieses Gesetz, das eingeführt wurde, sollte ja eben genau diese Dinge damals verhindern. Und das war ein Riesengetöse. Es ging ja über Monate, es ging fast über Jahre. Und wir haben schon alle beobachtet, dass es ein sogenannter, und jetzt kommt ein Haken-Dran-Classic-Wort – ein sogenannter Scheinriese ist. Also ein Gesetz, je näher man zu einer Umsetzung kommt, desto kleiner wird das Versprechen, das noch einzuhalten ist oder eingehalten werden kann. Und genau so hat Hat es sich hier ja auch gestaltet. Anfangs war die Formulierung, dass es auf keinen Fall wirtschaftliche Verflechtungen mit China geben darf. Jetzt haben wir hier die TikTok-USDS, bei denen irgendwie 20 Prozent, glaube ich, ist das nicht so.
07:18 Gavin Karlmeier
Ja, vielleicht kurz zur Eigentümerstruktur. Also 80,1 Prozent gefällt. Hören amerikanischen und globalen Investoren. 19,9 Prozent bleiben bei Byte Dance. Und dabei sollte eben dieses Gesetz diese Beziehung irgendwie verbieten. Ed Markey sagt, das wurde hier dem Geist nach umgangen.
07:34 Dennis Horn
Ganz genau. Weiterhin wurde damals gesagt, naja, der Algorithmus, also eine Blackbox, der muss in den USA neu trainiert werden. Ich habe bisher wenig Hinweise darauf mitbekommen, dass das tatsächlich so passiert ist. Und ich glaube, dass du. einen solchen For You-Page-Algorithmus, wenn du ihn dann neu trainierst und damit auch die individuelle Ausspielung von allen NutzerInnen veränderst und neu ausrichtest, dass das gänzlich ohne Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit vonstatten gegangen wäre. Das klappt, glaube ich, meines Erachtens nicht. Und drittens ist eben diese generelle politische Einflussnahme und der Schutz der amerikanischen Daten oder die Daten der amerikanischen NutzerInnen, dass der Hauptgrund für dieses Gesetz war. Und dann kam diese Investorendeal-Geschichte zustande, dass man sich irgendwie da raus hat rausziehen können. Und dann freut sich niemand und feiert es ab, dass man es jetzt geschafft hat, völlig aus dieser Verfänglichkeit rauszukommen Das ist ziemlich unrealistisch und deswegen finde ich diesen Brief von Ed Markey hier so spannend, weil der so den Finger in die Wunde legt und nach Martin, na, was ist denn jetzt?
08:43 Gavin Karlmeier
Mal gucken, wann die Antwort kommt.
08:45 Dennis Horn
Wenn sie dann kommt.
08:46 Gavin Karlmeier
Wenn sie denn kommt. Wenn sie denn kommt. Ich hab mal, ähm ich hab mal, das war vor vielen Jahren. 2000 weiß ich nicht, vier oder fünf, habe ich in einem großen Medienunternehmen, sag ich mal, eine Mail geschickt an den Datenschutzbeauftragten, weil ich eine Frage hatte. Und es kam keine Antwort. Also es kam einfach keine Antwort. Ich habe gedacht, es muss doch irgendwie, also so. Und dann schaute ich eine Woche später in mein Fach Und die Antwort kam als Brief. Ah. Fand ich super interessant. Das waren noch die Zeiten.
09:23 Dennis Horn
Ja, hättest du eine PGP-Public Key mitgeschickt, hättest du vielleicht eine E-Mail als Antwort gedacht. Ich weiß nicht, ob es daran lag. So, wir kommen zur Rex. Darf ich noch kurz eine Sache? zu Edmarki sagen, die ich interessant finde, weil so zur Einordnung. Edmarky ist jetzt kein Typ, der TikTok generell vom Markt haben möchte oder verbieten möchte. Sag ich noch selber nochmal. Also das sind jetzt nicht hier nur markierge Worte, sondern das ist tatsächlich, er hat ein tatsächliches Interesse daran, dass dieses Gesetz so umgesetzt wie geplant wird. Oder zumindest berücksichtigt wird, dass es dieses Gesetz mal gegeben hatte, aber er möchte nicht TikTok verbieten. Das ist nicht sein sein Ziel. Er hat sich, wie er selber auch in dem Brief schreibt, dafür eingesetzt, TikTok online zu halten und die zugrunde liegenden Risiken für nationale Sicherheit anzugehen, anstatt das Ding einfach verändert.
10:08 Gavin Karlmeier
Markt zu nehmen. So. Markiere Ed Markey mit Ed Marki. So, also wir kommen zu X. Das war der entlarvende Moment letzte Woche, der das offengelegt hat, was wir von außen alle schon längst angenommen haben. Aber Elon Musk hat Hat es mit einem Wort selbst bestätigt. Also am 31. Mai, Sonntag, dem Tag vor dem Pride Month, hat ein Nutzer von X ein Foto gepostet von Vivian Jenner Wilson. Das ist die Transtochter von Elon Musk. Die gerade in einer Pride-Kampagne zu sehen ist, für die Dessus-Marke von Rihanna. So, und daraus stammt da auch dieses Foto. Und dazu schreibt der Nutzer. Wäre Vivian nicht gewesen, hätte Musk Twitter nie gekauft, wäre niemals in die Politik eingestiegen und Kamala Harris wäre Präsidentin. Das ist wie gesagt die Annahme, die wir hier schon lange hatten, die wir auch hinterlegt haben. Also da gab es diese SMS in den Gerichtsakten
11:06 Dennis Horn
Ich glaube nicht, dass Kamala Harris Präsidentin geworden wäre.
11:08 Gavin Karlmeier
Genau, seine Meinung. Seine Meinung, Ausrufzeichen. Also, gab es in den SMS der Gerichtsakten, das war in der Biografie von Walter Isaacson, die wir übrigens nie öffentlich vorgelesen haben. Noch mit hier oder noch. Und jetzt, also, Elon Musk hat auf dieses Posting geantwortet. Mit eben diesem einen Wort, es lautet true. Mhm.
11:32 Dennis Horn
Also bei Elon Musk weiß man ja auch immer nicht so ganz genau, wie reflektiert er tatsächlich ist und wie viel der tatsächlichen ähm rückblickenden Geschichtserzählungen, die Elon Musk so anstellt, nicht möglicherweise von der öffentlichen Berichterstattung gefärbt sind. Aber wir wissen, dass eine der Kernmotivationen, Twitter zu kaufen für Elon Musk in der Tat der sogenannte Woke Mind Virus war. Dass eben diese SMS mit seiner Ex-Frau, über die wir auch schon öfter sprachen, einer der nicht der Ursachen, aber der Impulse war, am Ende Twitter tatsächlich zu kaufen. Und dass dahinter eine ganz tiefe Verbitterung und eine Abgehängtheit von der Welt, wie sie im Jahr 2026 tatsächlich aussieht, steckt. Die eben sich auch darin zeigt, dass er sein Kind eben ablehnt, weil ihm das selbstgewählte Geschlecht des Kindes nicht passt oder das Die Geschlechtsidentität des Kindes nicht passt, so ist es richtig formuliert. Und das ist ganz, äh, ganz traurig und ganz düster. Und wir glauben ihm einfach mal, dass er das tatsächlich so meint mit True, weil das nur sein weiter hin extrem rückschrittliches, engstirniges, menschenfeindliches Gesamtbild von der Welt ein weiteres Mal auf die Bühne hebt.
12:45 Gavin Karlmeier
Er hat in einem Posting danach auch irgendwie die Nummer mit dem Walk Mind-Virus nochmal wiederholt und so, ja. Es ist es genauso.
12:52 Dennis Horn
Ja, aber es ist, ähm, wir haben das vor allem mit reingenommen, weil das eben Erin in the Morning, eine Bloggerin über LGBTQI, Themen aufgebracht hat nochmal, und weil man nicht müde werden darf, das zu betonen, dass Twitter eben nicht gekauft wurde aus wirtschaftlichen Interessen oder nicht primär aus, nein, garantiert nicht aus wirtschaftlichen Interessen, sondern dass dahinter eine Agenda steckt und dass diese Agenda bei Elon Musk offensichtlich nicht oder nicht nur ein politischer Veränderungswille war, sondern eine ganz tiefe, verankerte
13:24 Gavin Karlmeier
Menschenfeindlichkeit. Kurze Meldung zu einem fast dreijährigen Rechtsstreit, den Ex verloren hat, der jetzt zu Ende gegangen ist. Das ist passiert in Australien, da hat die Behörde für elektronische Sicherheit eine Geldstrafe verhängt. weil X nicht ausreichend auf Fragen zu seinen Kinderschutzmaßnahmen geantwortet hat. Also wie geht die Plattform mit Material zur sexuellen Ausbeutung von Kindern um? Vor allem. X hat damals versucht, die Strafe zu kippen mit dem Argument, na, wie heißt das? Ja, jetzt ex nicht mehr Twitter. Achso, da geht das, da geht die Namens, da geht die Namensanpassung dann doch. Habe ich ja auch gedacht.
14:05 Dennis Horn
Genau.
14:07 Gavin Karlmeier
Ja, ja, also die Verpflichtungen von Twitter gelten also vielleicht gar nicht für uns. Das war so ein bisschen so die äh Die Argumentationskette, das hat das Gericht nicht akzeptiert, natürlich nicht. Jetzt hat Ex gesagt: ja, ist okay. Und muss 650. 000 australische Dollar zahlen und dazu 100. 000 Dollar nochmal Anwaltskosten. Und jetzt das mag ich, was jetzt kommt. Der Anwalt von X beschreibt dieses Fehlverhalten als historische Probleme mit der Rechtzeitigkeit der Informationsbereitstellung in einer Phase des Wandels und des Übergangs. Das sage ich demnächst, wenn ich eine Deadline verpasse. Oder so auf dem Amt. Sorry, ich hatte historische Probleme mit der Rechtzeitigkeit der Informationsbereitstellung. In einer Phase des Wandels und des Übergangs. Finde ich super.
14:55 Dennis Horn
Ich finde, was ich aber faszinierend finde, dass 15% der Kosten, die hier zu zahlen sind, nur Anwaltskosten sind.
15:03 Gavin Karlmeier
Ja, das finde ich faszinierend und dann finde ich faszinierend, dass ein Anwalt, der so teuer ist, eine Ausrede wie so ein Schüler in der siebten Klasse. Aber besser formuliert. Ja, besser formuliert. Mit der Rechtzeitigkeit der Informationsbereitstellung. Naja, ich weiß nicht. Das kann der Schüler in der siebten Klasse heute mit Claude auch so formulieren. Ja, das stimmt. Also Wahnsinn. Oder besser. Naja. So, rüber zu Blue Sky. Wir vertreten ja hier die These, alles was in anderen Plattformen passiert ist, passiert den neuen natürlich auch irgendwann, wenn sie relevanter werden. Wir verfolgen das. Das dann immer mit viel Interesse, gerade bei Blue Sky, weil die Plattform ja von sich sagt, wir bauen diese Angelegenheit hier so, dass schon Per Design bei uns die Dinge ein bisschen besser laufen. Das hat auch mitunter geklappt, aber mitunter auch nicht. Und jetzt hat Russland Accounts bei Blue Sky gehackt und für Desinformationskampagnen benutzt. Und das ist schon deshalb interessant, weil die Taktik ja sonst eine andere war. Also selbst Accounts erstellen, Fake-Accounts, Bots, bla. So, und hier wurden echte seriöse Konten gekapert. Von Journalisten, Professorinnen, Meinungsforscher aus Texas war dabei, ein Filmemain. Aus Hollywood, alles Leute, die in ihrem Bereich eine gewisse Reputation haben. Und die Accounts wurden genutzt, um Artikel zu verbreiten, die aussahen, als kämen sie von echten Nachrichtenmedien. Da war die Ukraine Ziel, da war Frankreich Ziel. Und Forscher haben jetzt diese Kampagne zu einer Moskauer Agentur zurückverfolgt, die den Namen Social Design Agency trägt. Blusky hat mehrere tausend Beiträge entfernt, Betroffene konnten auch gesperrt erstmal und sagt, das sei ein branchenweites Problem. Was stimmt, aber auch ein bisschen defensiv klingt. Und ich sage, Blue Sky ist offenbar jetzt relevant genug, um ein echtes Ziel für staatliche Desinformationskampagnen zu werden. Also willkommen in der Realität der großen Plattformen.
16:58 Dennis Horn
Nicht nur für staatliche Desinformationskampagnen. News ist ja auch da. Aber ich finde Aber ich finde, dass man genau daran sowas beobachten kann und das ist natürlich genau das Dilemma. Wir reden ja häufiger über solche Skalen, auf denen man sich bewegt. Also bist du auf der Seite, bist du eher ein Progressiver oder ein konservativer Typ. Oder bist du ein Typ, der sich eher für das liberale oder für das autoritäre Prinzip entscheidet? Oder bist ein Typ, bist du Teamfreiheit oder bist du Team Sicherheit? Und genau diese Skala, diese Freiheits- und Sicherheitsskala, die hast du natürlich bei dezentralen Netzwerken auch nochmal in eine ganz andere Richtung definiert, weil du sagst, ey, wenn wir offen für alle sind und wir sind, du kannst dich quasi von außen anschließen und kannst mitspielen. dann bietet das eben möglicherweise auch eine gewisse Angriffsfläche. Also im Fall vom Fediverse weißt du halt, dass dann ein gemeinschaftliches Nicht-Föderieren von anderen Instanzen in Frage kommt und damit dem hergeworben werden kann. Sagt man so, ja. Aber das wahrscheinlich sagt man das genauso. Aber das hast du eben in dezentralen Netzwerken im Generellen, dadurch, dass es so offen für alle ist, dass es dann am Ende eben leider auch offen für alle ist. Ist bei allen Partys leider so. Wenn alle kommen dürfen, kommen eben leider auch immer alle.
18:16 Gavin Karlmeier
Ja, aber also paradoxerweise hat es mich gefreut, weil es die Größe der Plattform zeigt und ich mich freue, dass es da etwas gibt. was in meinem Bereich als irgendwie Ersatz für Twitter funktioniert und jetzt eine Relevanz bekommt. Also, gefreut ist jetzt ein falsches Wort.
18:34 Dennis Horn
Ich verstehe, was du meinst. Der Schluss ist aber auch sehr wohlwollend, weil der Schluss könnte auch sein, dass man sagt Naja, offenbar ist es eben durch die Infrastruktur von Blue Sky und die Möglichkeit, sich irgendwie an diese Accounts ranzuwanzen, verhältnismäßig einfach und unaufwendig da statt so stattfinden zu können, als Staatlicher Desinformationsdienst.
18:57 Gavin Karlmeier
Ja, ich finde hier ein bisschen Wohlwollen auch mal in Ordnung. Ich muss abstufen zwischen den Unternehmen, die ich hier nenne, die du hier unterstützt. Nee, aber um mal klar zu sein, wo man härter ran. Gehen muss und weniger hart. Aber ja, genau, auch das, was du beschreibst, ist natürlich klar. Ja, ja. So, wir gehen rüber zu KI.
19:21 Dennis Horn
Ich habe das versucht, auch Lorenz unterzujubeln, K. I. Ich glaube, der hat ich weiß nicht, ob ihn das so begeistert hat. Wie uns.
19:30 Gavin Karlmeier
Und andere Menschen, von denen ich auch höre, das erhält langsam Einzug, immer KI zu sagen.
19:35 Dennis Horn
Das höre ich auch, und deswegen will ich an der Stelle nochmal Props rausschicken an das Podcast-UFO, die das natürlich geprägt und erfunden haben. Wir haben es aber nicht von denen kopiert, sondern von einem Kopieren. Kollegen von Dennis, der das ernsthaft verwendet hörte.
19:47 Gavin Karlmeier
So. Und hier haben wir eine echte Premiere. Florida ist der erste US-Bundesstaat, der OpenAI und dessen CEO Sam Altman persönlich verklagt. Der Generalstaatsanwalt in Florida wirft dem Unternehmen vor, Profit über Sicherheit gestellt, interne Sicherheitswarnungen unterdrückt. und ein Produkt aggressiv vermarktet, von dem man gewusst habe, dass es gefährlich sein kann. Ist interessant, kann man eigentlich zu allen großen Tech Unternehmen der letzten Jahre sagen, diese Vorwürfe. So und es gibt hier konkrete Fälle, auf die die Klage verweist. Also ChatGPT soll zum Beispiel Teenager erklärt haben, wie man Kratom und Xanax mischt. Mir war beides, ich musste beides googeln. Soweit wirklich von Drogen, wirklich. Aber Xanax, das ist ja so Ein starkes Beruhigungsmittel, so. Du musst mehr Rap hören, denn. Und Kartum, eine asiatische Pflanze, deren Blätter berauschende Substanzen enthalten. Und der Teenager ist gestorben. Beim Angriff auf die Florida State University im April 2025, zwei Menschen sind da ums Leben gekommen, soll der Schütze im Vorfeld Jet-GPT-Umrat gefragt werden. Haben. Die Geschichte kennt man auch. Und die Klage beinhaltet außerdem Fälle irreführender Handelspraktiken, zwei Fahrlässigkeitsfälle, Produkthaftung, betrügerische Falschdarstellung, diese Dinge. So und OpenAI sagt Naja, wir haben branchenführende Schutzmaßnahmen und ChatGPT sei kein Ersatz für medizinische Betreuung. Was natürlich die Gegenfrage aufwirft, warum wird es dann ein bisschen so vermarktet.
21:17 Dennis Horn
Also vor allem ChatGPT Health, was exakt dafür entwickelt wurde.
21:23 Gavin Karlmeier
Ja, also warum wird so vermarktet, dass die Leute das gar nicht unterscheiden? Das ist die Frage, die der Generalstaatsanwalt geklärt haben will. Und parallel läuft übrigens noch eine strafrechtliche Untersuchung gegen OpenAI in Florida, die derselbe Generalstaatsanwalt schon Ende April eingeleitet hatte. Dann noch die Klagen von mindestens sieben Privatpersonen. Die auch sagen, ChatGPT habe zu Fällen von Suizid oder gefährlichen Warnvorstellungen geführt. Ich finde da zwei Dinge drin interessant.
21:50 Dennis Horn
Das eine, erstmal, ist es immer stark bemerkenswert, wenn hier ein CEO persönlich zur Verantwortung gezogen werden soll. Das passiert meines Erachtens nicht allzu oft in den USA, auch hierzulande, und ist immer ein Hinweis darauf. Dass man sich sehr mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hat und den Verdacht hat, dass der CEO möglicherweise dafür direkt haftbar gemacht werden könnte. Also Wenn das denn dann überhaupt zur Klage kommt, wird es dafür einen Grund haben. Und das Zweite, was ich bemerkenswert finde, ist, dass wir hier nicht von Kalifornien zum Beispiel sprechen, die sehr häufig schon dadurch aufgefallen sind, zwar tech-freundlich zu sein, aber auch sehr menschenfreundlich, sondern mit Freuda ein Staat, der traditionell eher konservativ-republikanisch und damit traditionell eher in der in der Tradition großer Unternehmen steht, als jetzt so manch ein anderer Bundesstaat. Also Ed Markey, über den wir eben im TikTok-Fall gesprochen haben, kam zum Beispiel aus Massachusetts und ist demokratischer Senator. Das finde ich auch auf jeden Fall erwähnt. muss man ja das politische Klima eigentlich eh immer miterwähnen.
22:55 Gavin Karlmeier
Ja. Und natürlich immer eine Frage, wie lange ein Generalstaatsanwalt, der solche Wege geht, noch im Amt bleibt. Aber da und deswegen weiß ich nicht, ob es der Bundesstaat ist. Oder dieser Generalstaatsanwalt. Ähm.
23:11 Dennis Horn
Ja, das stimmt, aber man muss bei Florida eben auch dazu sein, dass eben dadurch, dass dort dieser schreckliche Armoklauf stattgefunden hat, es natürlich auch eine andere Legitimation in der Bevölkerung dafür. Die Debatte eine andere ist.
23:24 Gavin Karlmeier
In dem Zusammenhang aber diese Geschichte hier, Microsoft hat die Bild 2026 veranstaltet die eigene Entwicklerkonferenz und dort einen neuen Assistenten namens Scout vorgestellt, der basiert auf Open Claw, das wir hier ja schon öfter besprochen haben, läuft dauerhaft im Hintergrund, du lachst schon. Ja, mein erster Rucksack in der Grundschule hieß auf Scout. Ja. So, und er koordiniert Aufgaben über verschiedene Anwendungen hinweg, also Teams, Outlook, OneDrive und so weiter. 44 Media schreibt über ein internes Strategiepapier für die Einführung dieses neuen Assistenten, und da steht dann drin, wie er in drei Phasen möglichst gut am Markt starten soll. Und Phase 1 heißt wörtlich Make people addicted, die Menschen süchtig machen. So, und das Dokument erklärt dann, wie das gehen soll. Also, man baue an Ökosystemen aus Skills und Tools, das Menschen dann dazu bringe, sich täglich darauf zu verlassen. Aber mindestens ein Microsoft Mitarbeiter fand das laut 44 Media sehr beunruhigend. Ein anderer wiederum sagt, naja, es ist nicht eigentlich das Ziel jeder Software, jedes großen Tech-Unternehmens und Microsoft sei dabei historisch gesehen nämlich ziemlich schlecht. Und ähm, das ist irgendwie, also ich finde das. Ist eine interessante Art, das zu verteidigen. Ich verstehe auch diese Sichtweise, aber ich finde es maximal dumm. Also, Microsoft schreibt in ein offizielles Strategiepapier, das erste Ziel sei es, Nutzer süchtig zu machen. Leute
24:46 Dennis Horn
Und das ist nämlich genau, also der eine Entwickler hat natürlich recht, der sagt, das ist das Ziel aller Software und das stimmt. Aber damit ist ja keine tatsächliche Abhängigkeit gemeint, sondern damit ist halt gemeint Das macht so viel Spaß, das ist so einfach, das verbessert deine Workflows, dein Leben im Generellen.
25:05 Gavin Karlmeier
Und ich kann mir übrigens auch vorstellen, dass das hier gemeint war.
25:08 Dennis Horn
Ja, genau, so würde ich es auch wohlwollen heute. Das ist die wohlwollende Episode. Aber. Es ist halt, du musst halt selbst bei einem Internetpapier, wenn du ein Unternehmen wie Microsoft bist, davon ausgehen, dass es früher oder später hier oder bei The Information oder wo auch immer auf dem Tisch liegt. Und Leute natürlich darüber stolpern. Und sollte, mal angenommen, Menschen tatsächlich eine Abhängigkeit zu dieser Software entwickeln und sollten in zwei Jahren dagegen klagen, dann wird dieses Dokument hier Microsoft das Genick brechen. Und deswegen ist es maximal dumm. Auch wenn man natürlich, auch wenn ich da bei dir bin und sage, also die Aufregung, ich würde es jetzt nicht so hoch jazen, weil das Ziel ist, nicht wirklich eine Abhängigkeit aufzubauen. Aber es ist wirklich nicht besonders geschickt, das da reinzuschreiben in der Formulierung. Schreibe halt, die Leute wollen nicht mehr darauf verzichten. In dem Moment wäre es schon anders.
25:58 Gavin Karlmeier
Aber dann so einen starken Begriff wie Sucht da einzubringen. Der einfach in der Debatte gerade ist, wenn ich das nicht mehr so gut habe.
26:02 Dennis Horn
Ja, genau.
26:04 Gavin Karlmeier
drei Jahren dumm gewesen, aber jetzt ist es nochmal dümmer. Dumm, Microsoft. Dumm. Mach das nie wieder. Was passiert währenddessen bei uns? Jetzt geh auf dein Zimmer. Setz dich auf die Treppe, Microsoft. Was passiert währenddessen bei Anthropic? Das ist das Unternehmen hinter Claude. Anthropic hat Anfang dieser Woche vertraulich einen Registrierungsentwurf für einen Börsengang eingereicht, ein S1. Und damit steht Anthropic in einer Reihe mit OpenAI, dass Ende Mai denselben Schritt gegangen ist und voraussichtlich im September an die Börse gehen will, und SpaceX. Das sein S1 schon öffentlich gemacht hat und für den 12. Juni den Börsengang anpeilt, von dem Profiswissen, das ist nächste Woche. Und Anthropic wurde zuletzt mit rund neunhundertfünfundsechzig Milliarden US-Dollar bewertet. Konkrete Details zum Börsengang, aber bisher noch keine, kein Datum, kein Preis, keine Aktien. Zahl, alles natürlich und wahrscheinlich auch abhängig von Marktbedingungen, die sich ja noch ein bisschen ändern können.
27:08 Dennis Horn
Absolut. Wir haben in der Episode mit Nora Letzte Woche hatten wir eine Einschätzung von Pip Klöckner zum Börsenprospekt von SpaceX. Das hier Ist noch kein Prospekt, sondern es ist nur der reine Antrag, dass ein Börsengang geplant ist. Dieses Prospekt, über das wir da gesprochen haben, wird es hier erst in Zukunft geben und dann wissen wir tatsächlich, wie viel Wert eigentlich tatsächlich da auf den Markt geschüttet wird. Interessant ist halt tatsächlich, dass man das jetzt nicht verschiebt, wobei der Börsengang dann ja noch nicht terminiert ist durch diesen Antrag, aber dass man das jetzt nicht verschiebt und erstmal abwartet, ah, wie performt SpaceX? B, Haben die Leute dann überhaupt noch Geld, um Aktien von uns zu kaufen, und so weiter. Also dass man einfach jetzt sagt, das ist jetzt der richtige Zeitpunkt in Anthropic, kann sich vermutlich von all diesen KI-Unternehmen gerade am stärksten leisten, irgendwie die mit breiter Schulter aufzutreten, weil sie Geld verdienen und weil sie eben wahrgenommen werden als wirkliches Tool, das in Unternehmen genutzt wird und nicht wie ChatGPT einfach nur so ein bisschen elaborierteres Karl Klammer ist, sondern tatsächlich ein Tool, das
28:18 Gavin Karlmeier
Übrigens auch Microsoft jetzt zurückgreift auf die Cloud-Basis, weil das eigene Copilot nicht so durchstartet.
28:24 Dennis Horn
Auch, ja. Also finde ich sehr spannend. Ähm, ja, bleibt abzuwarten, wie das ausgeht. Übrigens, ja, ihr werdet da jetzt antworten, dass ChatGPT natürlich auch in Unternehmen eingesetzt wird und so. Ich habe es ein bisschen Überspitzt. So ein Scherz. Es ist natürlich mehr als Karl Klammer.
28:41 Gavin Karlmeier
Seid auch mit Gavin wohlwollend. Es ist die wohlwollende, weil einfach Brückentag ist bei uns. Genau, an Brückentagen. Wir bauen Brücken heute. Ja, ich denke immer noch an dieses Wort Prospekt und sehe jetzt Ed Markey vor mir, wie er, nachdem man die Briefe verschickt hat, erstmal die aktuellen Prospekte liest. Auch lange nicht mehr gehört, diesen Begriff.
28:57 Dennis Horn
Ja, das Schöne an dem Wort Prospekt, kann ich ja direkt mal hauskippen, weil wir haben, Nora und ich waren uns unsicher, ob das ein Anglip. Sezismus ist oder ob man das tatsächlich so verwendet. Nee, es ist tatsächlich das deutsche Wort, das sogenannte Börsenprospekt. Und der englische Begriff ist, glaube ich, nicht mal Prospekt, sondern weil das sind die, die man zum Beispiel beim Hells Angels hat, sondern da heißt es
29:18 Gavin Karlmeier
ist nochmal anders. Prospekt, sage ich da. Äh, Respekt. So, wir, ähm, also drei der bekanntesten KI- und Tech-Unternehmen gehen mehr oder weniger gleichzeitig an die Börse. Das ist ja auch eine dieser Bubenwellen, wo man fragen kann, was genau kauft man eigentlich, weil man Anteile an Unternehmen kauft, die vor allem auf der Erwartung aufgebaut sind, des zukünftigen Wachstums. Also natürlich erinnern sich auch viele an die Dotcom-Blase. wenn sie platzt irgendwann, sitzen wir noch hier und sprechen auch darüber, was da also in Prospekten stand.
29:49 Dennis Horn
Wir setzen uns in die platzende Blase, wenn das soweit ist. Aber also du wirst halt vermutlich an den ersten Tagen, ich bin kein Börsenexperte, das sind keine Finanzver Empfehlung, die ich jetzt ausspreche, keine Anlagetipps. Das ist jetzt einfach nur aus rückblickend gelernt, wie es in der Zukunft weitergeht. Ich mache es wie KI. Und zwar. Die Du wirst halt erstmal feststellen, dass in den ersten Tagen die Leute alle wie bescheuert diese Aktien kaufen. Im Zweifel, dass. Ich glaube, das habe ich auch bei Pip Klöckner im Doppelgänger-Podcast gehört. Shoutout hört das alle. Du wirst im Zweifel vermutlich sogar feststellen, dass Menschen Tesla-Aktien verkaufen, um ihr Geld für SpaceX-Aktien zu haben, weil das dieselben Menschen sind, die eben diese Aktien halten wollen. Und dann wirst du relativ schnell, wie bei sehr vielen auch von diesen Meme-Stocks, vermutlich auch eine Normalisierung des Marktwertes sehen. Und dann kippt das relativ schnell. Also wenn man jetzt so ein Daytrader ist und Bock auf so Short-Optionen und sowas hat, dann könnte man vermutlich durch den Börsengang von SpaceX doch die eine oder andere Mark mitnehmen. Würde ich jetzt mal vorsichtig ungegoogelt behaupten.
30:53 Gavin Karlmeier
Und am Ende werden die die ganzen großen Datencenter zur Hälfte leer stehen. So Ne, die werden ja an Anthropic vermietet.
31:00 Dennis Horn
Da kann ich übrigens eine kleine Geschichte zu anhängen, zu dieser Vermietung der SpaceX-Datenzentren an Anthropic. Und zwar hatte Elon Musk offenbar schon angekündigt, also für die, die es nicht mitbekommen haben. Ein ganzes Rechenzentrum von SpaceX ist vermietet an Anthropic. Und das steht auch im Börsenprospekt so drin, dass es an Anthropic vermietet wird. Und zwar für einen längeren Zeitraum. Also da steht schon drin Dass das jetzt nicht eine relativ kurze Geschichte sein wird, sondern es ist schon eher ein langfristiges Versprechen für Einnahmen, um irgendwie Geld zu verdienen mit KI, KI, nur eben halt durch die Vermietung von Rechenzeit. Naja, Elon Musk sagt jetzt, dass er eigentlich schon vorhat Anthropic früher oder später wieder rauszuschmeißen. Sie bereiten das bereits vor und dass das hier eigentlich ja nur erstmal so ein kurzfristiger Deal gewesen sei. Er persönlich darauf bestanden hat, eine kurzfristige Laufzeit in diesem Mietvertrag zu verhandeln. Äh, ja, also im Prospekt war angekündigt bis Mai 2029, aber es gibt eine Laufzeit von nur 180 Tagen. Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Wollte er beweisen, dass die Diese Rechenzentren von SpaceX vermietbar sind? Oder wollte er damit einfach nur fürs Börsenprospekt irgendwelche Einnahmen generieren? Also, wen hat er hier eigentlich betrogen? Sich? Sein Unternehmen, Enthropic, uns alle oder alle der Genannten.
32:28 Gavin Karlmeier
Oder alle gleichzeitig, hab ich auch gerade gedacht.
32:33 Speaker 5
Werbung Globale und nationale Entwicklungen im Blick behalten. Fachkräftemangel, Cyberangriffe, ganz schön viel auf einmal. Da ist es gut, einen starken Partner zu haben, der ihr Unternehmen widerstandsfähiger macht. So wie die R<unk>V. Denn die RNV unterstützt Sie dabei, Fachkräfte zu begeistern, die IT-Sicherheit zu erhöhen und ihre Resilienz zu verbessern, damit Sie die Zukunft Ihres Unternehmens selbst bestimmen können. Jetzt Termin vereinbaren unter krisenfest. luv. de.
33:04 Gavin Karlmeier
Na gut, so, irgendwo auf der Welt wird neben KI auch noch Google benutzt. Zum Beispiel in Großbritannien, und das hier ist eine interessante Meldung, die britische Wettbewerbsbehörde hat Google neue Pflichten auferlegt, nämlich dass Verlage die Möglichkeit haben müssen. Sich gezielt aus Googles KI-Übersichten abzumelden. Also, wir sehen das eben Tag, äh, KI, Entschuldigung. Google platziert über den Suchergebnissen diese KR-generierten Zusammenfassungen. Das ist für Verlage ein Problem, weil seitdem sind die Klicks auf Suchergebnisse ordentlich in den Keller gerauscht. So manche Verlage berichten von Umsatzrückgängen zwischen 50 und 90 Prozent. Und die Klicks sind aber auf jeden Fall um über die Hälfte gesunken. Und bisher ging dann nur ein komplettes Opt-out, also so, dass die eigenen Seiten dann bei Google auch grundsätzlich nicht mehr verfügt haben. Wären und das ändert sich jetzt. Verlage können dann nämlich separat kontrollieren, ob Google ihre Inhalte fürs KI-Training, für Antworten in der Suche Oder für die normale Indexierung verwendet. Und das ist der erste regulatorische Schritt dieser Art weltweit. Google hat jetzt neun Monate Zeit zur Umsetzung. Und ich habe so gedacht, das bedeutet ja auch, wenn man sich abmeldet, nur von dieser Übersicht oben, dann hat man als Verlag ja plötzlich eine echte Verhandlungsposition. Und man kann mit Google über Vergütung sprechen. Und das finde ich interessant daran.
34:27 Dennis Horn
Ja, das finde ich auch interessant, vor allem, weil anders als beim so häufig diskutierten Leistungsschutzrecht, bei dem es ja einfach nur um Gelder ging für einzelne kleine Sätze, die wiederum linken. Ausschnitte waren für Links, damit sie angeklickt werden. Wie Jeff Jarvis sagt, Leistungsschutz rackt. Das ist ja so eine Diskussion, die ich nicht mehr hören kann, weil das eben die Funktionsweise von Suchmaschinen nummer ist. Und auf einen Link, in dem einfach nur drin steht, weiß ich nicht, Tageszeitung. Auf den klick natürlich keiner. Du brauchst irgendwie eine kleine Übersicht. Aber anders als in diesem Leistungsschutzrect geht es hier in diesem Beispiel um eine tatsächliche Verbesserung eines Produktes von Google. Und Google hat natürlich ein immenses Interesse, an diese Echtzeitdaten von Menschen zu kommen, die sie überprüfen. Anstatt einfach nur Daten zu sammeln, die irgendwo im Internet herumschwirren, die eben gerade in zeitkritischen Situationen extrem kritisch sind. Und da noch einen draufgesetzt. Habe ich hier, glaube ich, in der letzten oder vorletzten Episode schon mal genannt, aber Google selber hat ein Riesenproblem damit, dass diese KI-Summary verhältnismäßig schlecht ist. Bedeutet, du googelst etwas und bekommst dann über deiner Suchleiste eine Summary und diese Summary gibt dir halt eine andere Antwort als alle Links, die du darunter hast. Bedeutet also als NutzerInnen bist du erst mal desinformiert, bis du dich selber dann zu Recht informierst. Und Google muss daher massiv daran arbeiten, dieses Produkt besser zu machen. Und sie haben ja offensichtlich auch ein großes Interesse daran, diese Summary größer werden zu lassen. wie wir an dieser Google I. O. Vorstellung der neuen Google-Suche beobachten konnten. Die Google-Suche wird bald einfach nur aussehen wie ein sich selbst formendes. . KI-Chat-Fenster, in dem sich eben alles verändert, danach, was du gefragt hast, aber auf Grundlage dieser Summary oder dieser künstlichen Antworten, die da drin generiert werden. Heißt also, dieses Urteil oder diese Veränderung der Marktsituation in Großbritannien ist super wichtig für die Verlage, weil sie eben wertvollen Content für diese Summaries liefern. Aber ist eben auch super wichtig, weil es zuvor eine himmelschreiende Ungerechtigkeit war, dass Google gesagt hat: entweder ihr taucht im Index auf und wir fassen euch mit KI zusammen oder ciao.
36:42 Gavin Karlmeier
So, und so sieht wirkungsvolle Regulierung aus.
36:47 Dennis Horn
Hoffentlich.
36:48 Gavin Karlmeier
Wir werfen uns die Roben über, es wird ein bisschen rechtlich. Schaffen wir eine Meldung über das Social Media Verbot für Jugendliche ohne Die Grundsatzdiskussion auf. Sie ist sehr kurz. Malaysia hat sein Social Media Verbot für alle unter 16 Jahren in Kraft gesetzt am Montag. Betroffen sind alle Plattformen mit mehr als 8 Millionen NutzerInnen dort. Und da haben jetzt Minderjährige einen Monat Zeit, ihre Daten runterzuladen, bevor ihre Accounts gesperrt werden. Der eigentliche Altersverifikationsprozess. Wird dann über ein halbes Jahr eingeführt. Und bei Verstößen drohen den Plattformenstrafen von umgerechnet 2,5 Millionen US-Dollar. Meta hatte im ersten Quartal 2026 über 56 Milliarden Dollar Umsatz gemacht. Das macht also rechnerisch ungefähr 0,004% des Umsatzes aus.
37:42 Dennis Horn
Das hat Stefan Schulz neulich gesagt, der hat sich mir so eingebrannt. Was ist der Unterschied zwischen einer Million und einer Milliarde? Eine Milliarde. Also, um nochmal klarzumachen, wie groß der Unterschied zwischen einer Million und einer Milliarde ist. Wir werfen so häufig so mit Zahlen hier um uns herum und mit diesem Wort Milliarde. Aber eine Milliarde sind halt einfach 1000 Millionen. Und die meisten von uns, die das hier hören, haben nicht mal eine Million. Und Meta nimmt halt 56 Milliarden im Quartal ein und die Strafe sind 2,5 Millionen. Das ist ungefähr so, als würdest du 0,03 Cent. Strafe zahlen. Denkst du so, ja, oh, Mist. Trotzdem, ich finde, und jetzt müssen muss ich doch übers Verbot sprechen. Also, nicht grundsätzlich. Wir brauchen so einen Sound.
38:32 Gavin Karlmeier
Immer wenn die Diskussion so einbricht, kommt erstmal der Sound, obwohl wir es nicht wollten.
38:37 Dennis Horn
Nicht grundsätzlich. Aber wie kann man denn auf die Idee kommen, ein Verbot einzuführen und zu sagen, ja, die Verifizierung kommt in einem halben Jahr? Also das ist, als würdest du alle Grenzen dicht machen. Und die Grenzposten, die kommen dann in einem halben Jahr. Microsoft Launch nennen wir das bei Microsoft. Ja, aber ist eher, also ist. Weiß auch nicht. Also, ich finde das wahnsinnig unsmart. Ja, okay.
39:05 Gavin Karlmeier
Aber ich habe so gedacht, dieses, du hast noch einen Monat, um es runterzuladen, fand ich okay
39:10 Dennis Horn
Ja, es ist genug Zeit, damit andere Tools das mit Hilfe von KI in ihre Plattform einbauen können, damit man es dort wieder hochladen kann. Und zwar alle Plattformen unter 8 Millionen NutzerInnen.
39:21 Gavin Karlmeier
Kurz noch zu Brasilien. Der brasilianische Präsident Lula hat neue Verordnungen für soziale Medien und digitale Plattformen erlassen. Die müssen zukünftig Maßnahmen ergreifen. um die Verbreitung zu verhindern von Inhalten, die mit Terrorismus zu tun haben, mit Kindesmissbrauch, Menschenhandel, Selbstverletzung und Gewalt gegen Frauen. Und Plattformen können haftbar gemacht werden, wenn bezahlte Werbung zur Verbreitung krimineller Inhalte genutzt wird und wenn Unternehmen wiederholt illegale Aktivitäten nicht unterbinden. Und das stand Vielleicht von dir ein Hinweis. Von Coffee Holly, natürlich von Coffee Hollick in unserem Dokument Looking at You, Meta. Völlig richtig.
40:01 Dennis Horn
Absolut. Ich finde, dass man eigentlich viel zu wenig über diese Betrugsgeschichte spricht. Also, die Journalisten, die dahinter stecken, haben einen Pulitzerpreis jetzt gewonnen, und bei in unserer Bubble ist das ein Thema. Aber eigentlich, also, mal angenommen, ein Produkt, das du regelmäßig kaufst. Ich weiß nicht, was du so kaufst, Dennis. Dosenfleisch oder so. Wenn du erfährst, dass jedes zehnte Tier, das da drin steckt, keine Ahnung, geklaut und dann umgebracht und dann zu Fleisch verarbeitet wurde. Wenn du das erfährst. Würdest du dann sagen, mir doch wurscht, ich kaufe das trotzdem, wenn das unter betrügerischen Bedingungen zustande gekommen ist? Oder würdest du sagen Ah, vielleicht gehe ich erstmal zu einem Mitbewerber, solange die das Problem nicht in Griff gekriegt haben. Also ich finde, diese Grundlage, dass ein Zintel der Einnahmen aus Betrug herrührt. Wir sagen das hier in jeder Folge 39 Mal, aber ich habe das Gefühl, das sollten wir nochmal ein bisschen im öffentlichen Raum um uns herum streuen und Leute daran erinnern. .
40:59 Gavin Karlmeier
Sie gibt eine ganze Menge von Dingen, die im öffentlichen Raum irgendwie zu wenig Debattenraum erhalten. Auch in Deutschland geht es weiter. Benjamin Limbach ist Justizminister in Nordrhein-Westfalen, also der hat heute auch frei. Also gestern, wenn er das hört. Er will auf der Frühjahrskonferenz der JustizministerInnen diesen Monat ein Zeichen setzen. Plattformbetreiber sollen Haft Es geht konkret um sexualisierte Deepfakes, über die wir die vergangenen Wochen und Monate viel gesprochen haben. Die aktuelle Rechtslage sagt ja, Plattformen haften grundsätzlich nicht für nutzergenerierte Inhalte. Halte, solange sie keine Kenntnis haben und nach Kenntnis auch irgendwie schnell reagieren. Und das reicht Benjamin Limbach nicht. Er will, dass Plattformen proaktiv prüfen und mit in die Haftung genommen werden. Und nennt als konkretes Beispiel den Bikini-Trend of X, also wo Nutzer Grog genutzt haben um Fotos von Frauen hochzuladen, sie zu entkleiden, äh, per KI. Das war kein technisches Versagen. Das war eine Funktion, die dafür einfach genutzt wurde. Und ähm Als Teil dieses Sprachmodells einfach da war.
42:13 Dennis Horn
Ich finde, das ist natürlich ein Meisterwerk des fantastischen Framings, weil dieser Formulierung, wie du sie gerade dargestellt hast, kann ja niemand widersprechen. Würde hätte er aber gesagt, wir brauchen jetzt sofort Uploadfilter, dann wäre würden wir aber sagen, ja, weiß ich nicht. Und am Ende ist das dieselbe Forderung. Ich gebe dir recht.
42:31 Gavin Karlmeier
Also wir sind am Ende immer in der In der Infrastrukturfrage. Ich weiß nicht, ob es zwingend bei Sprachmodellen dieselbe Forderung ist, weil hier geht es ja nicht um einen Upload. Sondern hier geht es um eine regulatorische Vorgabe zum Beispiel für Sprachmodelle, bei der man sagt, bestimmte Dinge dürfen die nicht. So, weißt du, das finde ich schon nochmal einen Unterschied.
42:57 Dennis Horn
Also die Frage, wie weit dieses Provider-Privileg denn dann tatsächlich auch für Inhalte gilt, die ein Computer erstellt hat, der dem Menschen auch noch gehört, der ihn hostet. Die muss man sich stellen, finde ich. Die muss man sich aber eigentlich noch viel größer dann stellen. Da musst du dich nämlich fragen. Gilt denn die Meinung? Es gilt die Redefreiheit, für, also je nachdem, wo du bist, für ein Sprachmodell. Sind Inhalte, die da rauskommen, ist das freie Rede oder ist das sogar redaktionell aufbereiteter Inhalt? Also, das ist ein langer Rattenschwanz und sich dann aber am Ende auf so Verhältnismäßig das kleine Thema sexualisierte Deepfakes zu stürzen bei einem Modell, bei dem eben extrem viel mehr gefährdende Inhalte rauskommen, halte ich fast dann für zu klein gedacht an der Stelle.
43:43 Gavin Karlmeier
Ja, ich weiß, was du meinst. Übrigens, also ich muss mich gerade daran erinnern, aber das habe ich nicht ganz präsent. Also ich meine, dass man auch schon seit Ewigkeiten zum Beispiel in Photoshop
43:53 Dennis Horn
keine Geldscheine Geldscheine fotokopieren. Also wenn du an einen Kopierer gehst, kannst du alles quasi draufsetzen, wird ein Hintern fotokopiert, aber ein Geldschein eben nicht. Also, da gibt es Methoden.
44:07 Gavin Karlmeier
Das ist ja ein Modell, was es in einzelnen Fällen einfach schon gibt. Ja, ich bin dann am Ende, also ich geb dir recht, das erinnert stark an die Upload-Filter-Diskussionen. Und mich erinnert das auch nochmal so an diesem Punkt, du bekommst das Problem nicht gelöst. Es ist ein gesellschaftliches Problem. Und wenn wir jetzt schon wieder, und das ist ja auch ein Dirk von Gehen spricht ja auch so viel immer über, welche Themen bekommen unsere Ausgaben. Aufmerksamkeit. Jetzt hat wieder so ein Vorschlag, die Aufmerksamkeit, und wir reden über Verbote und dann kommt jetzt im härtesten Fall wieder die Upload-Filter-Diskussion und so weiter. Alles Raum. Indem wir nicht über die gesellschaftlichen Fragen sprechen, warum Männer so etwas machen, sondern jetzt über Filter und so. Das ist mir immer ein bisschen zu einfach, weißt du, so das ist so mein Take.
44:59 Dennis Horn
Ja, stimmt alles, was du sagst, trotzdem muss dem natürlich juristisch hergeworden werden. Jetzt habe ich schon zum zweiten Mal diesen komischen Satz konstruiert. Wir brauchen Antworten darauf. Wir müssen Klarmachen, dass sie das als Gesellschaft nicht erdulden und dass das illegal wird, sowas zu meinetwegen generieren, zu verbreiten, whatever. Wir brauchen darauf diese Antworten und deswegen ist dieser Vorstoß hier ja nicht falsch. Er ist mir nur ein bisschen wenig, wenn wir uns zum Beispiel anhören, warum in Florida Sam Altman verklagt wird, weil Menschen halt offensichtlich mit KI-generierten Chats gelernt haben, wie sie sich und anderen Menschen. .
45:35 Gavin Karlmeier
Körperliche Schäden zufügen, dann müssen wir mehr diskutieren darüber, was wir eigentlich zulassen. Ja, das stimmt. In dem Zusammenhang, die Schweizer Initiative Netzcourage, die seit 2016 Betroffene von digitaler Gewalt berät und für bessere Regionalität. Gesetze gekämpft hat. Löst sich auf. Sie sagt, das Feld habe sich grundlegend verändert. Also generative KI produziert Hass. Belästigung, Deepfakes, Identitätsmissbrauch, alles in einem Tempo und einer Qualität, die so ein spendenfinanzierter privater Verein, wo er nicht Das bewältigen kann. Und was Netzcourage in zehn Jahren erreicht hat, ist aber bemerkenswert. Also die waren beteiligt an der Schaffung des eigenen Straftatbestandes Stalking in der Schweiz. Der gilt so seit dem vergangenen Jahr. Hunderte Betroffene wurden beraten, viele wegweisende Präzedenzfälle, wo Netzcourage beteiligt war, und was die Schweiz in diesen zehn Jahren aber selbst nicht. Geschafft hat, ist halt eine offizielle niedrigschwellige Beratungsstelle für Betroffene digitaler Gewalt. Und Netz Courage sagt sehr klar, das kann keine Aufgabe eines kleinen Vereins sein. Das ist staatliche Verantwortung. Und Insofern finde ich es schon dann wiederum richtig, wenn ein Justizminister eine staatliche Verantwortung für manche Dinge formuliert, auch ne, so wenn es größer und so weiter. Aber man sieht, was Was eine Zivilgesellschaft irgendwie jahrelang aufgebaut hat, dass es jetzt einfach an strukturelle Grenzen stößt, weil das Problem gerade so schnell wächst und der Staat dabei immer noch viel zu langsam ist.
47:11 Dennis Horn
Ja, wobei Limbach hier zum Beispiel auch keine Strukturen für Betroffene schafft, sondern eben vor allem die technologische Grundlage für diese Tat. Das entziehen möchte. Aber du hast natürlich trotzdem recht. Ich will gar nicht so drauf einhaken. Wohlwollend. Wohlwollend. Ich finde die Meldung von Netz Gourage super interessant, weil das so viele Gedanken. Anstößt, weil das so anstößt, naja, wir haben so viele NGOs, die im Grunde Aufgaben übernehmen, die eigentlich staatlich sein sollten. Gleichzeitig sind die meisten NGOs davon betroffen oder Oder stehen im Hagel von Desinformationskampagnen, aber auch von einfach purem Zorn, Hass und Verhinderung von rechts die ihnen früher oder später die finanzielle Grundlage entziehen kann, je nachdem, ob sich zum Beispiel die Regierung ändert oder auch die aktuelle Regierung irgendwo nochmal ein Signal schicken möchte, indem sie eine Million im Jahr sparen. Also Weißt du, das ist so, wir lagern so viel aus auf Schultern von Ehrenamtlichen und ja, im Zweifel auch Hauptamtlichen, aber von Vereinen, was wir als Gesellschaft längst hätten in den Griff kriegen müssten. Dass diese Vereine dann irgendwann sagen, jetzt geht's nicht mehr, weil zum Beispiel die Arbeit zu viel wird, die technologischen Rahmenbedingungen sich geändert haben, oder aber auch, weil man irgendwann sagt, jetzt kümmert euch mal selber. Ich habe dafür vollstes Verständnis, obwohl es eine Katastrophe ist.
48:39 Gavin Karlmeier
Ja, ja. Das ist so die letzte Karte, die man so ziehen kann. Und jetzt voll eskaliert, dann hören wir halt einfach auch, es geht nicht mehr. Es ist wie ein Hilfeschrei. Genau. Zum DSA. Die EU-Kommission hat gegen TEMU eine Geldstrafe von 200 Millionen Euro verhängt. Das ist die bisher höchste Strafe unter dem Digital Services Act. Und die bisher auch zweite. Zweite bisher überhaupt, genau. Worum geht es? Nach Artikel 34 DSA sind große Plattformen verpflichtet, mögliche Risiken zu Systematisch zu erkennen und einzudämmen, und Temu hat das mit seinen Risikoberichten nicht ausreichend gemacht. Die seien nicht spezifisch genug, es fehlten solide Belege, die Dinge seien nicht umfassend bewertet oder wie der Anwalt von X sagen würde, historische Probleme mit der Rechtzeitigkeit der Informationsbereitstellung in einer Phase des Wandels. So, also was heißt das konkret? Bei Testkäufen sollen zum Beispiel viele Ladegeräte grundlegende Sicherheitstests nicht bestanden haben. Warum steht sowas da nicht drin? Babyspielzeug soll riskante Chemikalien enthalten haben. Die Risiken durch Empfehlungssysteme und Influencer Marketing wurden nicht ausreichend bewertet, solche Dinge zum Beispiel. Temo sagt, ist unverhältnismäßig diese Strafe. Das beziehe sich ja alles auf die Vergangenheit. Also im Grunde, es war ja mal schlimmer und wir haben ja daran gearbeitet. Das hätte ich auch von Temo niemals gedacht, dass teilweise Ladegeräte nicht funktionieren. Ja. Vielleicht hat Temu den DSL Bericht einfach bei Temu bestellt und deswegen ist er so lückenhaft.
50:20 Dennis Horn
Gut, die Frage ist: Wie geht's Alibaba und Shein jetzt gerade? Und wish.
50:28 Gavin Karlmeier
You wish. Erinnerst du dich an Applevin? Ja, klar. Das war eins der Unternehmen, das versucht hatte, TikTok zu kaufen, ein EdTech-Unternehmen, das dann gegen dieses Oracle-Konsortium verloren hat. Die haben jetzt eine eigene Social Media App gestartet, die heißt GIST und ist still und leise veröffentlicht worden. Das finde ich Strategisch schon mal interessant, wenn man möchte, dass Nutzer kommen, vielleicht nicht so. Sie sieht aus wie eine Mischung aus TikTok, Lemonade und Red Note, also Fotokarussells, Videos, Minispiele und beschreibt sich. Auch genauso vage als Handbuch für neugierige, bodenständige und authentische.
51:04 Dennis Horn
Das Wort bodenständig kann ich da nicht. Also das
51:08 Gavin Karlmeier
Haben wir Lust, dahin zu gehen? Vielleicht als Hintergrund: das ist der zweite Ausflug übrigens von App Love, so in den Social Media Bereich. Die haben vorher in Flip investiert. Das war eine TikTok-Alternative. die Ende letzten Jahres pleite gegangen ist.
51:23 Dennis Horn
Ah, Flip sagt mir gar nichts mehr. Aber das muss ich zeigen. Das kann auch heißen, dass wir hier einfach sehr viel drüber gesprochen haben und ich jetzt sofort verdrängt und vergessen habe. Also interessant finde ich aber, dass dahinter jetzt nicht so irgendwelche coolen, hitten Menschen in Garagen sitzen oder in einem Studium, die sich überlegt haben, wir machen jetzt mal einen verrückten Vorstoß. indem wir keine Ahnung eine coole Idee haben. Die haben sie ja gar nicht, sondern die klauen ja nur Ideen anderer Leute. Und dass es eben auch keine Gründer sind, die jetzt so völlig unbedarft an die Sache herangehen, sondern es ist ein Unternehmen, das schon ewig gibt, 2012 gegründet, was für so ein Silicon Valley nicht so Nicht so schlecht ist, ne? Dann ist es ein Unternehmen, die haben extrem viel mit solchen Micro-Games, wie sagt man, Micropayments in Mobile Games, so sagt man, verdient. Also das ist ein Unternehmen, die wissen durchaus, wie man im digitalen Raum Geld verdienen kann und das eben offensichtlich nicht nur mit Micropayment, sondern eben auch mit Advertising. Also sie haben viel Geld mit Werbung verdient. Und dass die jetzt sagen, wir nehmen jetzt alle unsere Skills Aus der Seite und machen dann quasi, wie sagt man, von hinten durch den Kopf ins Auge oder so?
52:36 Gavin Karlmeier
Irgendwie so oder durch den Rücken? Ja, keine Ahnung.
52:38 Dennis Horn
Ja, egal, das. Und bauen deswegen jetzt ein soziales Netzwerk, weil wir wissen, wie man Werbung verkauft. Naja, immerhin ehrlich. Ja, ja, immerhin ehrlich.
52:48 Gavin Karlmeier
Sie haben ja auch immer gesagt, TikTok ist auf keinen Fall ausreichend monetarisiert bisher.
52:52 Dennis Horn
Oh Gott.
52:54 Gavin Karlmeier
Das ist die Aussage über TikTok. Oh Gott.
52:58 Dennis Horn
Wie soll ich mir das vorstellen?
52:59 Gavin Karlmeier
Ja, ja, genau. Naja, vielleicht so wie wir es mal besprochen haben, mit am Anfang TikTok wird Ihnen präsentiert von. Das war alles schon mal. Stimmt.
53:07 Dennis Horn
Und ich glaube, was hier kommen wird, da haben wir wahrscheinlich ja auch schon mal über so Versuche, glaube ich, haben wir darüber gesprochen, dass du so, ich filme mich jetzt und erzähle was. Und mit Hilfe von KI steht hinter mir jetzt ein Porsche oder eine Coca-Cola oder weiß ich nicht. Hinter mir steht ein Porsche oder eine Coca-Cola. Ja, je nachdem, was gerade besser ins Bild passt. Aber ähm Weißt du, da werden wir auf jeden Fall hinkommen, dass du Product Placement hast, auch wenn die CreatorInnen im Teufel das gar nicht gewünscht haben.
53:40 Gavin Karlmeier
Äh, kleine, aber schöne Meldung zum Schluss. Wein lebt wieder. Zumindest in Form von D-Wine. Das ist der offizielle Wein-Reboot von Jack Dorsey finanziert. Und was ich interessant finde, dass hunderttausende archivierte Weinclips wiederhergestellt werden. Und natürlich neu gepostet werden können.
54:00 Dennis Horn
Also sie liegt dir, äh, Wein liegt ja jetzt auf der Nostar-Infrastruktur. Genau.
54:05 Gavin Karlmeier
Und
54:06 Dennis Horn
Ich will gar nicht mal aus meinen alten Videos da liegen.
54:09 Gavin Karlmeier
Was mache ich denn da jetzt? Tja, ja, da musst du jetzt mal überlegen. Aber ähm, also ich muss mal.
54:17 Dennis Horn
Muss ich mal wieder meinen Anwalt anrufen.
54:19 Gavin Karlmeier
Ja. Ich mochte diese, und dann sagt er: Das sind keine historischen Probleme in der Bereitstellung. Also, ich mochte diese Vorstellung davon eine Plattform zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder aufzunehmen und alles das, was war, ist plötzlich wieder da, weil mir das ein bisschen Hoffnung gab für Twitter. Wird natürlich nicht so passieren, aber irgendwie fand ich das eine sehr schöne romantische Vorstellung. Aber ja, ich
54:44 Dennis Horn
Das möchte ich auch nicht. Ich weiß natürlich, was du meinst, aber wenn du dir Schrupp anguckst, ich weiß nicht, wie häufig du dich da in der Woche so einloggst bei Tschrupp. Aber das ist ja quasi der Versuch gewesen, das 2007er Twitter wieder zurückzuholen. Und ich habe so ein bisschen das Gefühl. Ähm, und wir haben das auch im Discord besprochen.
55:05 Gavin Karlmeier
Ja, ja, Discord Werbung jetzt.
55:07 Dennis Horn
Ja, auf www. hacknern. org sind über zwei dreihundert Menschen, die sich die ganze Zeit über diese Themen austauschen, über die wir sprechen, die das Ganze hier auch noch so ein bisschen mit Wissen anreichern. Nicht nur mit doofen Witzen wie wir beide und die im Zweifel auch noch extrem nett und trotzdem auch noch lustig sind. Also kommt da hin, www. hakenrand. org findet ihr direkt neben dem Hakenrand-Klagen- und Verfahrens-Tracker, der auch dort zu finden ist. Werbung Ende. So, auf jeden Fall haben wir darüber auch diskutiert, dass Churp, das ja der Versuch war, das Twitter from 2007 wieder zu beleben, vor allem deswegen in den ersten Tagen so interessant war, weil alle sich in die Idee hinein verliebten. Man könnte das alte Internet konserviert einfach jetzt wieder aufmachen und dann sind wir wieder in der gleichen Welt. Aber die Welt hat sich nun mal leider extrem verändert. Und. Ich hab so ein bisschen das Gefühl, dass sich das so ein bisschen, die Begeisterung bei Trupp, so ein bisschen ausgeschlichen hat, so nach kürzeren Kürzerem Zeitraum als man vermutet hätte. Weil es wirklich nur Nostalgie als Begeisterung war. Gut, es heißt ja auch Nostor die Infrastruktur, auf der Bein liegt, aber vielleicht reicht das nicht.
56:11 Gavin Karlmeier
Nostalgie. Ja, gut, ja gut. Aber also ich finde, das ist was anderes. Wenn du Twitter an dem Tag, bevor Elon Musk mit dem Waschbecken da reingegangen ist, wieder aufbauen würdest. würde es heute noch funktionieren. Aber wir würden natürlich, wir haben natürlich trotzdem eine verklärte Romantik und dann würde uns auffallen, was da natürlich auch alles scheiße war. Aber wir hätten einen Ort wieder, für den sich trotzdem viele erwärmen könnten.
56:38 Dennis Horn
Das glaube ich schon. Ich glaube, ich habe das ja schon mal erzählt, aber wenn ihr genau diese Verklärung der Vergangenheit an euch selber beobachten wollt. Dann geht doch mal jetzt auf youtube. com und schaut euch an Michael Jackson Earth Song bei Wettendust. Der ist in den 90ern aufgetreten und in meiner Erinnerung war das der größte Auftritt seit Menschengedenken. Also das war das war Feuerwerk, das war Explosionen, das war Windmaschinen, da war alles. Und wenn du das jetzt anschaust, siehst du nur einen Mann, wie er auf einem sichtbaren, im Bild sichtbaren Baustellensteiger steht. Vor einer Windmaschine in einer Schulaula. Das ist so ungefähr das Niveau. Und also das ist auch ein Scheinriese, diese Erinnerung. Und da weiß ich halt nicht. Bei Wein haben wir immer gesagt, Wein war seiner Zeit ja offensichtlich voraus. Du hast durch die Reels, durch die Shorts, durch TikTok festgeschaltet, Es gibt einen Riesenbedarf und einen Riesenmarkt für sehr kurze Videos. Wein hätte das alles werden können, wären sie nur dran geblieben. Übrigens, witzigerweise, genauso wie Twitter damals auch mit Periscope, seiner Zeit weit voraus war, wenn wir uns anschauen, wo Twitch und YouTube und so eigentlich heute sind alle sind. Aber dazu später mehr. Auf jeden Fall, Wein war seiner Zeit voraus. Das Schwierige, wenn man weiß, etwas war seiner Zeit voraus, ist es. den Zeitpunkt zu erkennen, an dem man wieder einsteigen müsste, um im richtigen Zyklus zu sein oder im richtigen Momentum anzukommen. Und da würde ich behaupten, ist Wein jetzt zu spät dran. Verstehe ich. Interessant finde ich aber, dass Jack Dorsey, der dahinter steckt, dass der explizit KI-generierte Videos aussperrt. Mhm. Das finde ich bemerkenswert. Ist das vielleicht die Wahrmachung meiner Jahres Vorhersage, dass wir ein soziales Netzwerk sehen, das signifikante Marktanteile auf. . Ich kann schon aufhören zu reden.
58:30 Gavin Karlmeier
Die Wahn baut keine signifikanten Marktanteile auf. Also nein. So. Oder haben wir nichts definiert. Was ist signifikant? Das war dein Trick, ne? Einfach ein Adjektiv reingeben. Kann jeder alles. reininterpretieren. Komm, spiel den Jingle.
58:48 Dennis Horn
Oh, haben wir noch. Warte, warte, warte. Moment. Ich dachte du, ja. Wo habe ich denn den? Da, er kommt. Augenblick bitte. Ich war nicht vorbereitet.
58:57 Gavin Karlmeier
Funktionen und Emotionen. Naja, du hast ja auch on Tour dein Jingleboard nicht dabei. Das sonst wäre ich wirklich erschrocken.
59:07 Dennis Horn
Nein, nein, ich hab nur dieses Mikrofon und meinen Computer.
59:11 Gavin Karlmeier
So, ich gebe ein paar rein. Nikita Bia, der Produktchef von X, schreibt, dass man jetzt mit Videos Reaction-Videos auf ähm Beiträge antworten kann. Ja.
59:25 Dennis Horn
Es ist halt so eine Art Stitching. Ich finde das ganz cool und würde mir glauben, also ich glaube bei Instagram geht das bislang nicht, dass du ein Video nimmst, das jemand anders hat. Und du filmst dich und wirst quasi direkt vor dieses andere Video gesetzt und musstest mit Hilfe von Edits und Greenscreen so ein bisschen friemeln. Finde ich eigentlich eine clevere Idee, leider komplett im Falschnetzwerk hier. Also warum sollte man das auf X tun wollen?
59:47 Gavin Karlmeier
So, um den ganzen Hate sich noch intensiver abzuholen, einfach. Und den selber auch zu platzieren. Spotify hat jetzt die Funktion, dass du dir für eine Reihe von Medien, neben Rolling Stone irgendwie daran Teil, The Atlantic, äh, Variety, Vanity Fair und so weiter, Wired Zeitschriftenartikel vorlesen lassen kannst, wenn du kein Premium hast für jeweils rund 2 Dollar einzelne Artikel. Ich b Ich verstehe das nicht.
01:00:21 Dennis Horn
Du?
01:00:24 Gavin Karlmeier
Also, ich glaube, dass grundsätzlich Artikel vorlesen lassen ein gutes Ding ist, Artikel einzeln kaufen können ein gutes Ding ist. Warum auf dieser Plattform, was soll das?
01:00:35 Dennis Horn
Naja, vor allem, also Willst du die Wahl haben, möchte ich den Text jetzt in Gänze lesen oder hätte ich ihn gerne wahlweise vorgelesen? Ich glaube, es gibt einen Markt für vorgelesene Texte. Ja, also bitte, weiß ich nicht, die Kollegen der Zeit, die machen super Erfahrungen damit zum Beispiel. Aber dann doch auch mit der Möglichkeit, im Zweifel nochmal nachlesen zu können. Ich finde auch interessant, dass hier die Bemerkung ist, die Audioversionen der Zeitschriftenartikel werden vom Hörbuch-Team produziert. Ähm, weil ich eher überrascht bin, dass das. Soundeffekten. Die fangen dann auch immer an, die Texten. Die fangen dann immer an mit. Hi, wenn ihr diesen Artikel hört, aber den anderen Artikel noch nicht kennt, dann hört doch vorher gerne mal in die andere Episode. Hey, bevor es losgeht. Genau. Ich also, was sollte ich sagen? Ich weiß es nicht mehr. Achso doch, ich bin überrascht, dass es nicht KI, dass es nicht KI gedacht ist. Das hätte ich jetzt gedacht. Ist es auf dem erstmal nicht?
01:01:29 Gavin Karlmeier
Dann WhatsApp limitiert die Möglichkeit, Broadcast-List-Messages zu verschicken auf 35 pro Monat für normale Nutzer. Sonst musst du WhatsApp-Business nutzen.
01:01:42 Dennis Horn
Also, das heißt, wenn ich jetzt meine 36 Partys im Monat einladen möchte, dann muss ich mir Business holen. Also 35 ist eine vollkommen willkürliche Zahl, finde ich. Fühlt sich gar nicht nachvollziehbar an. Ich finde es jetzt aber nicht weiter schlimm, weil Broadcast-Listen finde ich schon anstrengend. Also ist ja meine These ist, es ist natürlich ein Versuch, die Leute in die Channels zu locken, weil da ist es eben nicht limitiert. hat aber ein paar Nachteile. Also du hast zum Beispiel nicht den direkten Draht, du hast nicht die Möglichkeit zu antworten und so weiter und so weiter. Und das geht in der Broadcast-Liste ja über direkte Nachricht dann eben schon. Aber ich glaube, sie versuchen die Channels damit aufzu.
01:02:22 Gavin Karlmeier
Und das Ding insgesamt zu monetarisieren einfach besser.
01:02:26 Dennis Horn
Auch das. Reddit hat jetzt einen Repost-Button. Das verstehe ich überhaupt nicht. Also, ich weiß nicht, ob ich jetzt zu alt bin für Reddit, aber also, man kann ja schon, also für die, die Reddit nicht ganz so firen sind wie andere. Reddit ist ja so aufgebaut, dass du verschiedene Sub-Reddits hast und es gibt, du kannst da rein posten und es gibt eine Startseite und auf dieser Startseite siehst du eine Sortierung. Der Subreddits, die du abonniert hast, gemischt mit den Inhalten, die generell gerade up and coming und trending and hot sind, dass du dazwischen eben, dass du eine Startseite hast, die zusammengebaut ist aus den Sachen, die für dich interessant sind, die aber auch generell interessant sind. Und Es gibt schon lange die Möglichkeit, den Text oder einen Link oder einen Artikel oder ein Bild vom einen Subreddit in einen anderen Subreddit zu teilen. Das passiert auch viel. Warum muss ich jetzt als Privatperson einen Artikel oder einen Post bei Reddit reposten können? Das erschließt sich mir null, weil man hat ja auch keine echten AbonnentInnen als Nutzer.
01:03:30 Gavin Karlmeier
Ich glaube, als nicht regelmäßiger Reddit Nutzer kann ich dir nicht so viel dazu sagen. Ich denke immer so Du wirst schon Emotionen haben. Und es stimmt. Jedes Mal.
01:03:42 Dennis Horn
Aber Irritation ist meine Funktionen und Irritationen.
01:03:47 Gavin Karlmeier
Ähm, Twitch erlaubt künftig Hoch und Querformat gleichzeitig.
01:03:53 Dennis Horn
Ja, das finde ich richtig geil. Wenn es jetzt noch Kameras gäbe, die ihren quadratischen oder im Zweifel größeren Sensor auch komplett abtasten. dass ich zum Beispiel direkt in quadratisch produziere und daraus dann eine Hochkant- und eine Quermat-Version rausgeschnitten wird, dann sind wir da, wo ich das Internet gerne hätte.
01:04:11 Gavin Karlmeier
Ich erinnere mich an die Spectacles, die Brille von Snap, die in Rund aufgenommen haben, einfach. Und dann kannst du dir sowohl hochkant als auch quer rausziehen, als auch quadratisch.
01:04:22 Dennis Horn
Ich find's, ich finde das ist längst überfällig. Also komm Dennis, wir machen uns selbstständig, wir bauen eine kleine Kamera. In rund. In Rund. So Dennis, vielen Dank, dass du hier warst. Vielen Dank, dass ich hier sein durfte.
01:04:34 Gavin Karlmeier
Gerne. Wenn ihr Anmerkungen zu dieser Folge habt. Denkt bitte immer daran, alles historische Probleme mit der Rechtzeitigkeit der Informationsbereitstellung in einer Phase des Wandels und des Übergangs. Und wir beiden Brücken. Es ist wohlwollend, der wohlwollende Brückentag. Das ist uns wichtig, in dieser Episode transportiert zu haben.
01:04:56 Dennis Horn
Liebe Freundinnen und Freunde. Also, vielen lieben Dank. Wir hören uns hier wieder am Montag. Dann mit Katharina Nokun. Wir haben bis dahin alle ein fantastisches Wochenende. Ihr habt ein fantastisches Wochenende und du, Dennis, hast auch ein fantastisches Wochenende. Absolut. Perfekt. Dann bleibt mir nichts mehr zu sagen, außer Tschüss.
01:05:15 Speaker 5
Tschüss. Werbung Globale und nationale Entwicklungen im Blick behalten. Fachkräftemangel, Cyberangriffe, ganz schön viel auf einmal. Da ist es gut, einen starken Partner zu haben, der Ihr Unternehmen widerstandsfähiger macht, so wie die R<unk>. Denn die R<unk> unterstützt Sie dabei, Fachkräfte zu begeistern, die IT-Sicherheit zu erhöhen. Und Ihre Resilienz zu verbessern, damit Sie die Zukunft Ihres Unternehmens selbst bestimmen können. Jetzt Termin vereinbaren unter krisenfest. ruv. de