Folge 608 · 31. Juli 2026 · 24 Min.
Das Ende der Welt oder das Ende vom Geld
Wer bettet hier eigentlich auf People und nicht Agenten? Verläuft der Graben in der neuen Marketingwelt vielleicht eher zwischen Katastrophenvoyeurismus und vorgegaukeltem Altriusmus? Oder ist das alles derselbe Wein in unterschiedlichen Schläuchen?
Außerdem tritt dieses Wochenende der AI Act in Kraft – und X Money ist tatsächlich wirklich ganz ohne Witz da. In den USA jedenfalls.
(Es gibt keine Folge mit Elisabeth heute, aber wir holen das nach.
Es gab sogenannten Orgastruggle! Stattdessen, HEY, es gibt mal wieder eine Solofolge! Ich habe nur für euch fast eine halbe Stunde ins Mikrofon gesabbelt – und hoffe, es ist anhörbar.)
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo zusammen!
- Meta: Quartalszahlen und Zuckerbergs Vision
- Anstieg der Verkäufe von Meta Smart Glasses
- Metas Partnerschaft mit Newsmax
- Mark Zuckerbergs optimistische KI-Zukunft für “alle”
- Elon Musk im Economist: KI und Rassismus
- EU AI Act tritt in Kraft
- OpenAI-Modelle machen Krach
- Update: Gericht entscheidet gegen Tesla im Gewerkschaftsstreit 00:22:15 – Funktionen und Emotionen: X-Money startet in den USA
Transkript
Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.
00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo zusammen und herzlich willkommen bei Hakendran, Folge 500, ne, 600 sind wir ja schon, oh Gott, oh Gott. 608, ich bin ein bisschen müde und ich bin vor allem, wie ihr hört, alleine. Eigentlich war der Plan, dass nämlich Elisabeth Lorange heute da ist. Das hat aus. organisatorischen Gründen heute nicht geklappt. Wir verstehen uns immer noch gut. Wir haben uns nicht gestritten. Sie kommt bald. Wir holen das nach und sind auch schon auf der Terminsuche. Aber jetzt müsste er heute mit mir alleine vorlieb nehmen. Ich möchte trotzdem mit euch ein paar aktuelle Dinge durchsprechen und so ein bisschen aufräumen, was sich so in den letzten Tagen und Wochen angehäuft hat. Ne, Wochen nicht. Es sind nur Tage und was so noch so liegen geblieben ist, damit wir gemeinsam frisch in die neue Woche starten können. Nächste Woche und hier jetzt gemeinsam den Sack zumachen können. Ich möchte aber vorher einen kleinen Community-Aufruf machen oder einen Haki-Aufruf und mich bedanken, weil ich habe ja am manche von euch haben das vielleicht gesehen, Mittwoch So einen kleinen Aufruf gemacht. Naja, die Urlaubsaison geht los und wenn ihr gerade unterwegs seid und irgendwo im Urlaub seid und diesen Podcast hört, Dann dokumentiert doch mal, was ihr gerade seht, wo ihr seid, wo ihr diesen Podcast hört. Wir sammeln so ein bisschen eure Sommerpause, damit wir keine machen müssen. Und ich würde mich freuen, wenn ihr uns vertagt, wenn ihr uns verlinkt, wenn ihr was uns schickt und überall zeigt, wo ihr gerade hakt und dann hört das. Finde ich irgendwie schön und blöst so ein bisschen ein warmes Gefühl in uns aus. Und ich weiß gar nicht, wie ich vom warmen Gefühl in unsere Inhalte kommen soll. Ist nicht so leicht. Aber wir fangen mit Meta an. Wir haben am Mittwochabend nach Mittwoch Schienenhagen dran und danach kamen die Quartalszahlen von Meta. Und die Quartalszahlen von Meta, die klingen wie folgt. Im zweiten Quartal hat Meta nämlich 60,8 Milliarden. Dollar Umsatzerzielt. Das ist ziemlich viel, das ist nämlich 28 mehr als im Vorjahreszeitraum. Und das meiste kommt dort wie immer über das Werbegeschäft. Das heißt, Meta macht das meiste Geld mit der Werbung, gibt aber extrem viel Geld für KI aus, für Rechenzentren, für Entwicklungen, für. . Das halt für Forschungen, für vor allem, wie gesagt, Rechenzentren. Das fanden die Leute nicht so gut offensichtlich, die einen Meta investiert haben, weil der Kurs. abgestürzt ist, das hört ihr in anderen Podcasts viel besser und schlauer erklärt, was es mit den Zahlen auf sich hat. Aber diese Quartalszahlenvorstellungen, die sind ja immer, also es fühlt sich so ein bisschen an wie eine Zeitreise, weil das sind die sogenannten Earnings Calls und in diesen Calls werden rein auf Audiospur alle möglichen Dinge erzielt, die AktionärInnen wissen sollten, wissen müssen über das letzte Quartal. Man nutzt das aber auch sehr häufig so ein bisschen, nicht direkt um Werbung zu machen, aber um sich zu positionieren und ein bisschen über die Zukunft zu sprechen. Und Mark Zuckerberg hat dort tatsächlich direkt so ein bisschen darüber gesprochen, was so in Zukunft anstehen soll und hat darüber gesprochen, wie es in Zukunft aussieht, weil er hat gesagt, er geht davon aus, dass wir in fünf Jahren oder in welchem Zeitraum auch immer Dass es da Milliarden von Menschen gibt, Milliarden von Menschen, die einen persönlichen Assistenten haben, der ihre Ziele versteht und rund um die Uhr in ihrem Auftrag daran arbeitet, diese Ziele in ihrem Bereich zu erreichen, der ihnen wichtig ist. Ist das Versprechen, was sehr interessant ist für Meta, weil sie, naja, sie haben aufs Metaverse gesetzt, das hat nicht so funktioniert. Jetzt setzen sie eben stark auf AI haben aber eigentlich nach wie vor vor allem Werbegeschäft und soziale Netzwerke. Also die Vorstellung, dass Meta sich so wandelt, dass sie irgendwann eben das Unternehmen sind. Auf das wir uns alle verlassen und das blind unsere Aufträge übernimmt, während wir uns alle zurücklehnen können und abwarten können, bis unsere Aufgaben fertig sind, das ist so seine Vision, bei der wir. . Ich zumindest, aber ihr bestimmt auch, so ein paar Zweifel haben. Also zum einen der Zweifel, warum sollten wir uns da ausgerechnet auf Meta verlassen, das Unternehmen, das uns nicht immer als Menschen gut behandelt, auch wenn Meta selber sagt, we're betting on people. Fühlt sich das In der Regel für uns NutzerInnen nicht so an. Er hat auch direkt gesagt, wie Meta darin eigentlich eine Bedeutung einnehmen wird, eine Rolle einnehmen wird und hat gesagt, das wird alles über WhatsApp passieren, die Meta-AI. Wird über WhatsApp laufen und andere Messaging-Plattformen, hat aber explizit WhatsApp betont, Chat-Dienste in den USA, gar nicht so groß ist, wie ihr wisst, auch wenn wir das hier in Deutschland zum Beispiel alle installiert haben. Und wir werden dann offenbar in so einer Vision alle per WhatsApp unserem Agenten schreiben, doch bitte den Kaffee zu kochen oder die Steuererklärung zu machen und müssen eigentlich gar nichts anderes tun. Ich glaube, dass das agentische Internet eher wann auch immer, nicht direkt in fünf Jahren, aber vermutlich irgendwann tatsächlich kommen wird und uns Aufgaben abnehmen wird. Ich persönlich, wie gesagt, habe nur Zweifel, dass wir das tatsächlich alles in diesem Meta-Ökosystem machen werden und uns völlig darauf verlassen können, dass die Plattform, die uns in der Regel als Menschen eher als Werbeinventar wahrnimmt, denn als die Leute, dessen Leben sie tatsächlich verbessern wollen, dass sie genau diese Position einnehmen werden. Wir werden das vermutlich in den nächsten Tagen noch mal ein bisschen besprechen müssen, weil Mark Zuckerberg gerade so eine Art Werbeoffensive für die Wahrnehmung von Meta als AI-Unternehmen angetreten hat. Ich habe gleich dazu noch eine Geschichte, will aber der Vollständigkeit halber zu den Earnings. Noch sagen, dass die Verkäufe der Smart Glasses sich fast verdoppelt hat im letzten Quartal. Heißt also, all die Berichte, all die Berichterstattungen, all das sprechen darüber, dass diese Brillen die Meta veröffentlicht und verkauft. dass die eben häufig dazu genutzt werden, um in Privatsphäre einzudringen, Menschen ohne ihr Wissen zu filmen, diese Inhalte offensichtlich dann sogar hochzuladen, dass die dem Absatz dieser Brillen. . gar nicht schaden, sondern am Ende dazu führen, dass mehr Leute sie kaufen. Und wir müssen, ich glaube, da darf man auch nicht so zynisch werden, wir müssen nicht davon ausgehen, dass alle Leute, die diese Brillen kaufen, sie nur benutzen, um gegen Gesetze zu verstoßen oder gegen die Menschlichkeit zu verstoßen. Ich glaube, wie gesagt, dass Menschen, die auch tatsächlich. Auch kaufen, die nicht nur Böses im Schilde führen. Aber die Zusammenfassung ist ja, und das leben wir in der Politik und das leben wir in der Gesellschaft, dass dieser Satz auch schlechte Werbung ist gute Werbung. Oder schlechte Nachrichten sind gute Werbung, dass das auch hier in diesem Bereich gilt. Und dass ein Produkt, das nachweislich in aller Berichterstattung, von Face Scanning auf der einen Seite bis eben hin zu diesen diesen Menschen, die meistens Frauen ohne ihr Wissen und Zutun und wollen, einfach filmen, dass dieses Produkt nach wie vor davon eher profitiert und mehr Menschen das kaufen. Ich glaube, wir müssen das festhalten, dürfen das nicht vergessen, dass Ist nämlich gleichzeitig auch eine Lektion, die für uns als Menschen, die Inhalte ins Internet stellen, wahnsinnig wichtig ist, dass jede Form der Aufmerksamkeit Werbung für ein Produkt ist oder für eine Partei. Oder eine politische Position, ein Talking Point. Jede Form der Aufmerksamkeit, die wir jemandem schenken, ob gut oder ob schlecht, führt am Ende dazu, dass es Menschen geben wird, die sich daraus etwas rausziehen und das für sich nutzen und vielleicht sogar sagen, das ist ja toll. Das will ich genau so. Oder ich nutze das aus anderen Gründen. So. Im Rahmen dieser Earnings, nicht direkt in dem Call, aber so drumherum, hat Meta aber gleichzeitig noch etwas anderes verkündet. Und auch das ist. Bemerkenswert in jedem Fall. Wir wissen, dass diese ganzen AI-Unternehmen, ob es OpenAI ist, ob es Anthropic ist, ob es Google ist, wie mit Reddit. oder eben auch Meta, dass sie solche Kooperationen abschließen mit Content-Anbietern. Also dass sie sagen, hey, wir würden gerne entweder euer Material nutzen, um uns. . zu trainieren oder um darauf hinzuweisen oder irgendwie unser KI-Produkt zu verbessern, unseren Chatbot zu verbessern, weil wir auf eure Daten zugreifen können. Wir wissen, dass es zum Beispiel im Fall von OpenAI und Axel Springer so eine relativ bemerkenswerte Kooperation gibt, aber auch etliche, etliche weitere. Und Meta hat jetzt eine weitere Partnerschaft in dieser Logik abgeschlossen. Und zwar ausgerechnet mit Newsmax. Newsmax, das kennt man vielleicht, weil das so ein, also wenn man es googelt, ist der erste Treffer, ist ein rechtsextremes Medium, ist ein Medium, die senden Livestreams, dort kann man sich Videos anschauen, die berichten über Dinge sehr häufig. In so einer sehr trump-nahen Manier, fast schon eigentlich über Trump hinaus, wie gesagt, rechtsextrem, mindestens rechtskonservativ, haben auch schon häufiger Strafen zahlen müssen, weil sie zum Beispiel Lügen über das Wahlergebnis der vorletzten Präsidentschaftswahl, der die Joe Biden gewonnen hat, verbreitet haben. Und die haben jetzt einen Deal mit Meta abgeschlossen. Man freut sich, hallo, hallo, schön, dass wir uns hier aufeinander verlassen können. Und die erheblichen Ressourcen, die Meta in die KI investiert, um Amerika an der Spitze dieser aufstrebenden Technologie zu zu halten, nutzen zu können. Wir begrüßen das, sagt Newsmax. Wir freuen uns, mit Meta zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass Nutzer durch KI-Technologien Zugang zu aktuellem, hochwertigem Journalismus haben. Wie gesagt, sie mussten Strafe zahlen, weil sie Lügen verbreitet haben über ein Wahlergebnis. Das ist eine Partnerschaft, die natürlich ins Narrativ von Meta und dieser Präsidentennähe von Meta und von Zuckerberg in den letzten Jahren, muss man ja eigentlich schon sagen, Reinpasst, die aber nach außen trotzdem ein weiteres Mal zeigt, dass Meta es eben nicht darauf anlegt, tatsächlich Wahrheit in die Welt zu bringen. sondern eben die Partnerschaften einzugehen, die ihnen aus politischen oder aus wirtschaftlichen oder beides Gründen irgendwie zuträglich sein können, was für ein Unternehmen natürlich legitim ist, Was aber unter einem Marketinggesichtspunkt und unter einem We're Betting on People versprechen, das Meta ja gibt, mindestens erwähnenswert ist, wenn ich sogar. . eklig. So ich glaube das da sich da muss man eigentlich nicht viel mit dem Herz zu sagen. Aber apropos Journalismus Mark Zuckerberg hat auch einen Gastbeitrag veröffentlicht. Jetzt alles so, das ist alles in den letzten Tagen passiert, und zwar im Wall Street Journal. Und im Wall Street Journal durfte sich da einfach mal so ein bisschen. . austoben und seine Vision aufschreiben. Und diese Vision lautet The AI Future is for everyone. Er spricht davon, so ein bisschen ganz in dieser Logik, von dem, was er auch bei diesem Quartalszahlenbericht ebenso erzählt hat. dass man davon ausgeht, dass bald alle die Möglichkeit haben, auf KI zuzugreifen und dass Meta da natürlich eine große Rolle beispielen wird. Aber darum geht es ihm hier natürlich gar nicht. Sondern es geht ihm eher um die Wahrnehmung von künstlicher Intelligenz. Und dafür spricht er, sagt er Es ist überraschend, dass die Äußerungen vieler derjenigen, die künstliche Intelligenz entwickeln, so sehr von Untergangsstimmung geprägt sind. Ich verstehe nicht, warum jemand, der glaubt, dass KI die meisten Arbeits. . Und einen Großteil der Bedeutung der Menschheit beseitigen wird, sich beeilen sollte, genau diese Zukunft zu gestalten. Ein klarer Seitenhieb auf die ganze Art und Weise, wie OpenAI und Anthropic mit diesem Katastrophismus Werbung machen. Gleichzeitig aber fremd Air das Ganze ja anders. Er sagt, die Menschheit hat viele bahnbrechende Fortschritte erlebt. Jedes Mal gibt es die Befürchtung, dass Menschen zurückgelassen werden. Doch Jedes Mal ist die Menschheit daraus mit mehr Menschen hervorgegangen, die größeren Wohlstand, Gesundheit und Freiheit genießen. Und wir glauben, dass auch das bei KI Der Fall sein wird und dass der Überfluss der Zukunft von allen geteilt werden kann. Und plötzlich macht sich ein Graben auf. Wir hören, wie Zuckerberg spricht, und wir hören auch, wie Musk spricht. Das schiebe ich jetzt gleich nämlich direkt dazu. Auf der einen Seite, die sagen, habt keine Angst, kommt an unsere Hand, wir nehmen euch mit, wir bringen euch in die heilsbringende Welt der Künstlerinnen. Und auf der anderen Seite haben wir eben mit OpenAI und Anthropic eigentlich ja die Platzhirsche, die Großen, die aber sagen, ey, das ist viel zu gefährlich, nutzt das nicht. Und wenn wir uns die Zahlen anschauen und die Ergebnisse dieses Marketings, die natürlich nicht der einzige Grund sind, warum Menschen dieses Produkt nutzen, dann funktioniert dieser Katastrophismus deutlich besser. Und das weiß Meta selber, weil sie doppelt so viele Brillen verkaufen, seitdem wir viel mehr darüber sprechen, wie katastrophal diese Produkte für uns als Gesellschaft und für uns als Menschheit auch genutzt werden können. Zuckerberg, um das noch eben abzuschließen, sagt aber auch, wir machen ein Gedankenexperiment. Er hat also wirklich Tief in der Rhetorikkiste gegraben und sagt: Nur eine Person hätte einen superintelligenten Anwalt. Er hätte vor Gericht einen unfairen Vorteil, selbst wenn seine Position in der Sache falsch wäre. Das würde zu einer schlechteren Gesellschaft führen. Stellen Sie sich nun aber vor, jeder hätte einen super intelligenten Anwalt. Gerechtigkeit würde viel fairer und effizienter ausgeübt werden als heute. Wenn Menschen befähigt sind, kontrollieren und balancieren sie sich gegenseitig und die Macht größerer Institutionen auf natürliche Weise aus. Und da wir sehen, dass in den USA diese Macht auf natürliche Weise derzeit nicht, das ist jetzt nicht mehr Zitat, sonst kommt von mir, nicht auf natürliche Weise ausbalanciert werden kann. Bedeutet das ja, dass Menschen offensichtlich so nicht mehr befähigt sind, das zu tun. Heißt also, diese Perspektive, die er hier aufsetzt. Die ist gar nicht so altruistisch, wie sie sich anfühlt, weil sie eigentlich am Ende genau das Problem, dass wir in diesem Podcast hier und ganz viele Menschen, die ähnlich darauf schauen, Genauso analysieren, er kommt aber zu einem anderen Schluss. Er sagt, stellen Sie sich nun vor, jeder hätte einen superintelligenten Anwalt. Gerechtigkeit würde fairer und effizienter ausgeübt werden als heute. Die meisten gesellschaftlichen Fragen lassen sich nicht lösen, indem man versucht, eine einzige Wohlwollende Superintelligenz auf alle Interessen abzustimmen. Die Menschheit ist keine Monokultur. Aber wir müssen mit jeder einzelnen Superintelligenz bestimmte Werte gegenüber anderen priorisieren und nicht in der Lage sein, allen gegenüber wohlwollend zu sein.
13:46 Speaker 3
Hm.
13:47 Gavin Karlmeier
Ich lasse das einfach mal so stehen, weil diese Art und Weise des Marketings für jemanden, der in den letzten Monaten so aufgefallen ist. zumindest bemerkenswert und interessant ist. Es passt aber gerade so ein bisschen in den in die Zeichen der Zeit, weil wir auf der einen Seite eben Wie gesagt, im Moment viel darüber diskutieren, wie gehen wir eigentlich mit künstlichen Intelligenzen um. Auf der anderen Seite aber eben als Gesellschaft, und ich glaube, es gibt viele Leute, die dem zustimmen werden, Ein Problem darin sehen, dass eben sehr mächtige, sehr reiche Menschen alleine Entscheidungen treffen, die für sehr, sehr viele andere Millionen Menschen Auswirkungen haben und sie haben keinen Einfluss darauf. Ich weiß nicht, ob das die natürliche Art und Weise der Ausbalancierung ist. Ich glaube aber ehrlicherweise nicht. So, und dann gab es eben aber noch dieses Elon Musk-Interview. Elon Musk hatte ein Interview gegeben, und zwar mit The Economist. Es ist jetzt schon eine Woche her. Wir haben es nicht untergekriegt. Ihr habt gehört, in den letzten Folgen wir gehen in Nachrichten unter. Deswegen auch ganz gut, dass wir hier mal ein bisschen aufräumen können. Und in diesem Interview, also. . . Elon Musk, ich schicke das vorweg, war sehr wütend über dieses Interview, weil ihm die Fragen nicht gefallen haben oder vielleicht auch die Art und Weise, wie er selber damit umgegangen ist. Aber anfangs ging es in diesem Interview eigentlich noch nicht so um seine Weltsicht. Da kommen wir gleich drauf. Es ging erstmal darum, was KI mit uns als Gesellschaft macht. Und da hat er gesagt. Wofür brauchst du Geld? Du willst Geld für Waren und Dienstleistungen, oder? Man braucht Geld für Lebensmittel, Wohnen, Transport und Unterhaltung. Aber wenn das so reichlich vorhanden ist, dass die Roboter und die KI mehr Waren und Dienstleistungen bereitstellen, als du und jeder andere Mensch überhaupt konsumieren könnte. Wofür brauchst du dann Geld? Das ist die Vision, die er hier aufmalt. Wir werden in blühenden Landschaften leben, in der wir alle kein Geld mehr spielen. Er sagt, 2036 wird Geld keine Rolle mehr spielen. Und malt eigentlich auf, wir müssen eigentlich mehr arbeiten, wir werden alles geschenkt kriegen und das alles ist mit KI möglich. weiß nicht, wie ich das interpretieren soll, aber bitte, das ist eben diese Perspektive darauf. So, und dann wurde er aber eben auch darauf angesprochen, ob Elon Musk ein Rassist ist. Und was hat Elon Musk geantwortet? Er kann gar kein Rassist sein, seine Partnerin sei zur Hälfte innerin und er hat vier Kinder mit ihr. Ah, perfekt. Dann wurde er aber auch gefragt, ob er antimuslimisch sei, also ob er ein Problem mit Menschen des muslimischen Glaubens hat. Und da hat er dann eigentlich darauf geantwortet, er hat ein Problem mit Gewaltverbrechen, die wahnsinnig gefährlich sind. Und die USA sind ein viel gefährlicheres Land, deswegen, weil es Gewaltverbrechen gibt. Was seine direkte Antwort auf die Frage war, ob er antimuslimisch ist. Wir sehen also, Elon Musk bleibt Elon Musk, radikalisiert sich immer weiter, hat aber darauf geantwortet jetzt nochmal und hat angefangen, die Interviewerin von The Economist zu beleidigen. Und ich will das alles gar nicht zitieren und so. Ich will einfach nur erzählen, wie angefangen wird gerade. Narrative zu spinnen. Und wir so ein bisschen aufpassen müssen, dass diese Narrative sich nicht auch in der Gesellschaft verfangen werden, weil wir eben auch festgestellt haben, dass durch diesen ganzen. OpenAI hackt plötzlich von sich aus Hugging Face, auch dazu gibt es noch eine kleine Ergänzung, dass Menschen angefangen haben, die Rolle von künstlichen Intelligenzen vielleicht neu zu denken und zu hinterfragen. Und möglicherweise nutzen das gerade auch diejenigen, die so Beratungen von Öffentlichkeitsarbeit bei Tech-CEOs vornehmen, die sagen, das ist jetzt der Moment, in dem wir eine neue Welt aufmalen müssen. So, wir kommen aber noch kurz zu, oder wir bleiben noch ganz kurz bei Wie gehen wir als Gesellschaft mit KI um. Denn am Sonntag, das will ich der Vollständigkeit halber direkt dazu schieben, tritt ein Teil des AI-Aktes. In Europa in Kraft. Und das wird bedeuten, dass Unternehmen dazu verpflichtet sind, KI-generierte Inhalte zu kennzeichnen. Die EU selber oder die Kommission hat auf ihrer Website freundlicherweise Symbole angeboten, die man nutzen kann, aber nicht nutzen muss, zur Kennzeichnung. Da haben sich jetzt die Designer nicht unbedingt mit Kreativität überworfen, denn man sieht einen schwarzen Kreis, in dem mit weißer, klassischer Sirifen, Schrift einfach nur AI draufsteht. Aber tatsächlich wird das ein bisschen was verändern. Denn plötzlich werden wir feststellen, dass jeder Inhalt, der KI generiert ist, abgesehen von Text, aber Bilder, Audios und Videos eine Art Wasserzeichen, aber auch ein sichtbares Signal brauchen. Ein Symbol. Und da wird das Gemini-Symbol selber unten rechts auf generierten Bildern bei Google. nicht ausreichen. Heißt also, es wird irgendeine Art der Kennzeichnung bei all diesen generierten Inhalten geben, sowohl als digitales Wasserzeichen als auch bei Bilder. Die Unternehmen haben Zeit, noch bis zum 2. Dezember die bestehenden Systeme umzurüsten, aber für jedes neue System, das ab Sonntag in Kraft eingeführt wird. gelten eben diese neuen Regeln und da werden wir vermutlich ein paar Veränderungen feststellen. Ich bin aber auch gespannt, weil dieser AI-Act ja zweigeteilt wurde und die eine Hälfte dieser risikoreichen oder gefährlichen Systeme erst ab dem nächsten Jahr tatsächlich verändert werden müssen und stärker überprüft werden müssen, weil wir erinnern uns, digitaler Omnibus und Veränderungen und neue Gesetze, die dazugekommen sind in den bestehenden AI-Act dazu geführt haben. Wir aber vermutlich auch erleben werden, dass immer mehr Vorarbeit geleistet werden wird. Also dass die reine Kennzeichnung echter KünstlerInnen bei Spotify nicht ausreichen wird, um KI-generierte Inhalte anzuzeigen. Meta hat aber auf jeden Fall auch schon den Verhaltenskodex zum AI-Act jetzt schon unterschrieben. Wir haben schon öfter darüber gesprochen, dass es das schon seit, ich glaube, anderthalb Jahren gab, diese Möglichkeit, sich sozusagen proaktiv bei der EU-Kommission als bereitwillig zu zeigen und zu sagen, hey, wir haben Bock, hier auch mit aufzupassen und zum Beispiel Dinge wie C2PA, so heißt es genau, also die Kennzeichnung echter Inhalte nachweisen zu können. Durchzusetzen. Meta scheint also da jetzt mitzumachen. So. Habe ich irgendwas vergessen? Achso, ich wollte noch kurz über diesen Hacking-Angriff. Es ist nicht viel Social Media heute, wie ihr merkt. Aber es ist einfach extrem viel los. Kurz ergänzen, dass man mittlerweile weiß, dass es nicht bei Hugging Face geblieben ist, sondern tatsächlich hat dieser Angriff von der OpenAI Software oder den Modellen von OpenAI mehr Systeme angegriffen. Es wird von bis zu vier Angriffen gesprochen, dazu aber auch Modal oder Modal. Da sagen die aber, wir haben selber einen ungesicherten Zugang zu einer Testumgebung offen gelassen und das wurde dann wiederum von dem Agenten ausgenutzt. Was aber eigentlich die Lektion ist, dass wir eigentlich mittlerweile nichts mehr ungeschützt im Internet rumliegen lassen können, weil es früher oder später irgendein System gibt, das das für sich nutzen könnte. Also Cybersicherheit möglicherweise hier auch wieder ein. Wichtiges Thema. So, und dann möchte ich noch über eine Sache sprechen, aber mehr so der Vollständigkeit halber. Ein kleines Nachhak. Zu Tesla. Wir haben vor Ewigkeiten, ich weiß gar nicht, wann das gewesen ist, es ist etliche Episoden her, haben wir darüber gesprochen. 540 war das, 18. 02. in diesem Jahr. Die Folge hieß das volle Paket der Düsternis. Es ist einfach lebensbejahend hier alles. Darüber gesprochen, dass es einen Machtkampf über die Gewerkschaften bei Tesla im Tesla Werk Grünheide gibt. Und es gab damals diesen Vorwurf, dass Tesla gesagt hat, ein IG mit Heilvertreter Hätte eine Betriebsratssitzung heimlich mitgeschnitten und deswegen diesen IG-Metallvertreter auch verklagt. Sie sind vor Gericht gezogen. Das Ganze ging dann eben auch vor Gericht und das Gericht hat seinen Laptop überprüft, hat ihn sich angeschaut und Hat keine Aufzeichnung gefunden. Also es gab keinen Beleg dafür, was am Ende diesen Prozess hier scheitern ließ. Also die Beschwerde wurde zurückgewiesen und der leitende Oberstaatsanwalt hat gesagt. Da müssen wir uns jetzt nicht weiter mit beschäftigen. Das ist jetzt erstmal vom Tisch. Was deswegen aber interessant ist, weil Tesla hier wirklich versucht, mit allen Mitteln irgendwie diese eigenen Gewerkschaften zu. . Durchzudrücken bei den Betriebsratswahlen und eben nicht die Möglichkeit für unabhängige organisierte Strukturen zu ermöglichen. Ich glaube, auch darüber werden wir in Zukunft immer mal wieder sprechen müssen. Und bevor ich euch gehen lasse, habe ich hier noch eine interessante Meldung. Es passt hier nicht ganz in diese Rubrik, aber vielleicht ja doch. Funktionen und Emotionen. Immer wieder werde ich gefragt, was wurde eigentlich aus dieser Everything-App? Und dann denke ich mir, ja, was wurde denn eigentlich daraus? Jetzt wissen wir, es wurde tatsächlich etwas daraus, denn in den USA ist X-Money offiziell gestartet. Es gab schon in den letzten Tagen so kleinere Hinweise darauf, es gab eine Beta-Phase, es gab die Möglichkeit, dass man 25 Dollar geschenkt kriegt, wenn man diesen Exclusive Access nutzt, als jemand, der Ex Premium Plus Abonnent ist. Mein Gott. Und jetzt gibt es eben die Möglichkeit, X-Money auch zu nutzen. Dabei hat man eine Apple Wallet-Unterstützung, man hat eine kostenfreie Karte, eine, ich glaube, es ist eine Visakarte sogar. Die Bank, die dahinter steckt, die Einlagekonten sind die Cross River Bank, also eine tatsächliche echte Bank, weil man die Bankenlizenz ja selber nicht ohne Probleme bekommen hat. Man hat dann versucht, immerhin Zahlungslizenzen zu bekommen. Und die hat man offensichtlich jetzt auch bekommen, denn jetzt gibt es ein Einzahlungskonto, man kann Peer-to-Peer-Zahlungen leisten und man kann diese Visa-Karte nutzen. um das über X-Money zu nutzen, was die eigene Bank wahrscheinlich schon anbietet, was PayPal anbietet, was Apple in den USA übrigens auch anbietet. Also wenn man möchte, kann man jetzt in den USA seine Zahlungen über das Unternehmen durchführen, das früher mal Twitter war. Ja, das kann man sich auch schenken wahrscheinlich. Aber ich wollte zumindest diese Vollständigkeit hier noch Hinzufügen. So, das war's von mir heute. Vielen Dank, dass ihr mir zugehört habt. Solltet ihr mir bisher hinzugehört haben. Wenn ja, wisst ihr, freue ich mich, wenn ihr irgendwo wo ihr das hier gehört habt oder bei Campfire oder im Discord auf www. hagenband. org oder irgendwo in Social Media, mir ein Emoji eurer Wahl schickt oder solltet ihr im Urlaub sein, ein Urlaubsfoto. Ich freue mich drauf. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. Wir hören uns am Montag wieder mit Franzi Blumen. Und jetzt können wir uns alle wieder hinlegen und das Wochenende genießen. Danke fürs Zuhören und tschüss