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Folge 609 · 3. August 2026 · 1:06 Std.

Meta dreht den Post im Mund um

mit Franziska Bluhm

Nachtschicht mit Franzi! – und sie ist ganz schön auf dem Baum! Instagram bringt die automatischen Übersetzungen und damit direkt Probleme, die es eigentlich gar nicht haben sollte, X verklagt Minnesota wegen deren Verbot für Nudify-Apps, Europa bringt den AI Act und damit Probleme, die wir noch gar nicht sehen und Weimer will das Europageschäft von TikTok in Europa sehen. Und dann sind da noch einige europäische Staaten und ihr Zugang zu Personalausweisen.

➡️ Netzpolitik über das französische Social-Media-Verbot: https://netzpolitik.org/2026/social-media-verbot-in-frankreich-eu-kommission-bremst-macron/

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Franzi!
  2. AI-Act und erste Beobachtungen
  3. Metas automatisierte Reel-Übersetzungen
  4. Braucht Europa TikTok?
  5. xAI (Elon Musk) klagt gegen Minnesota
  6. X gegen australische Social-Media-Verbote 00:37:02 – KI-generierte Inhalte auf LinkedIn
  7. Beilegung des Rechtsstreits zwischen X und WFA
  8. Österreichs Social-Media-Verbot
  9. Frankreichs Social-Media-Verbot
  10. Social-Media-Sperrstunde in Großbritannien 01:00:02 – Funktionen und Emotionen

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Franzi

00:08 Franziska Bluhm

Hallo Gavin.

00:09 Gavin Karlmeier

Bei mir ist heute Franziska Blum, Internet-Expertin, Digitalberaterin, meine Ansprechperson für LinkedIn, sage ich immer gerne, und da kann ich direkt schon mal teasen. Wir werden heute über LinkedIn sprechen. Ich bin so froh darüber. Wir werden heute über Elon Musk sprechen. Das ist eine Folge für Hackmann-Puristen, aber auch noch aus zwei weiteren Gründen. Denn zum einen ist Monatsbeginn, das heißt, es gibt von Nick Bole wieder einen Abriss. Nick Bole ist ja einer unserer Hagen dran-Archivare, die sozusagen alles auswärten, was we here. And er bittet dich, liebe Franzi, mir zu beglückwünschen, weil ich im Juli zwei bemerkenswerte Streaks gerissen habe. Denn zum einen habe ich am 31. 07. die erste Solo-Folge seit 126 Tagen aufgezeichnet. Der bisherige Rekord betrug 66 Tage. Danke. Und dann schreibt er, noch krasser wird es, wenn die im Dreitages-Rhythmus ausgefallenen Folgen betrachtet werden. Am 5. 7. 7. gab es eine Krankmeldung vom Host des Hakenbrand-Podcasts. Also ich. Ich hatte keine Stimme. Wir erinnern uns, Folge fiel aus am 5. Juli. Schreibt er, aber davor. Am Ostermontag wurde keine Folge aufgezeichnet, aber das zählt nicht, weil es gibt ja auch Winterferien. Dann gab es eine fehlende Folge am 11. Juli 2025, aber die wurde auch nachgeholt. Heißt also, die erste echte ausgefallene Episode ist 389 Tage her, 11. Juni 2025.

01:32 Franziska Bluhm

Du, Gavin, ich weiß aber nicht, ob ich dir dazu jetzt wirklich irgendwie gratulieren soll, weil eigentlich wäre es ja vielleicht doch mal nicht so schlecht, doch mal eine. Pause so zu machen? Was meinst du?

01:42 Gavin Karlmeier

Ja, aber ich sehe ja dann, was hier sich dann anhäuft an Themen. Die müssen ja dann alle abarbeiten. Dann geht der Hagen dann in sieben Stunden danach.

01:49 Franziska Bluhm

Sagen wir mal so, ich glaube, es gäbe auch dafür Lösungen, weil du hast ja so einen Typen an der Seite, ich glaube, der heißt Dennis. Der könnte dir nicht mal einspringen eine Woche oder so oder zwei?

02:02 Gavin Karlmeier

Ich guck mal, was man da machen kann. Ich habe auch andere Pläne, sowas wie mal so vorbereitete Specials zu machen und so. Das wird es alles mal geben, aber. Es ist einfach so viel los. Wir haben ja auch gesagt, wir haben kein Sommerloch. Und das Zweite, warum das in der Hakenrand-ConoisseurInnen Spezialität wird. Das ist eine der am spätesten uhrzeittechnisch aufgezeichneten Episoden. Wir beginnen die Aufzeichnung um 22 Uhr, was so familiäre Gründer hat, es ist kompliziert, aber wir wollten uns die Möglichkeit nicht nehmen lassen, heute trotzdem aufzunehmen. Und deswegen ist einfach tief in der Nacht und man hört das auch unserer Stimmung und der Stimmung an. Wir sind aber auch extrem nah an der Veröffentlichung dieser Folge und auch das finde ich irgendwie schön.

02:43 Franziska Bluhm

Ja, dann hoffe ich mal, dass technisch alles gut läuft, dass du nicht noch so viel nacharbeiten musst.

02:48 Gavin Karlmeier

Oh, ich weiß noch, als wir angefangen haben mit diesen Gästen. Was du ja eine meiner ersten Gästinnen. Und die Aufzeichnung hatte, also wir hatten technische Herausforderungen. Und ich habe die ganze Nacht, also wirklich bis zwei Stunden vor Veröffentlichung, daran rumgeschnitten, damit diese Folge pünktlich online gehen konnte.

03:03 Franziska Bluhm

Und ich danke dir sehr, dass ich trotzdem nochmal eingeladen wurde.

03:07 Gavin Karlmeier

Ja, aber du hast ja auch das Haken dran-Mikrofon gekauft, das hier so viele Leute haben. Und seitdem ist alles gut. Ich möchte mit dir, ich weiß gar nicht, wo ich einsteigen soll. Es sind so viele irre Themen, aber ich möchte mit dir mit so einer, mit zwei, doch, ich. weiß, womit ich anfangen soll. Lass uns ganz kurz mit dem AI-Act anfangen, weil der ja seit gestern, seit dem gestrigen Sonntag gilt. Und ich habe einige Fragen zu diesem AI-Act bekommen und wir haben in der Freitagsfolge habe ich solo da so ein bisschen drüber erzählt und was es damit auf sich hat, aber ich will das gerne noch ein bisschen andicken und anreichern, weil eben viel Unklarheit herrscht, auch wenn man sich anschaut, was Menschen so schreiben und fragen und auch in Kommentarspalten schreiben. Und hast du denn schon, wir haben ja jetzt den ganzen Sonntag im Internet vielleicht verbringen können oder in Teilen, hast du schon Unterschiede festgestellt?

03:56 Franziska Bluhm

Ich muss leider zugeben, dass ich oder nicht leider, eigentlich muss ich, ähm, oder kann ich, kann ich dir berichten, dass ich eigentlich wirklich in einem Funkloch war und deswegen erst jetzt wirklich mit dir heute das Internet angemacht habe. Und würde behaupten, nee, ich habe noch keinen Unterschied gesehen.

04:17 Gavin Karlmeier

Ich auch nicht.

04:19 Franziska Bluhm

In dieser letzten Stunde sozusagen.

04:20 Gavin Karlmeier

Und ich habe aber etwas festgestellt und ich versuche das jetzt so neutral wie möglich zu formulieren, weil ich keine Also ich sehe mich zwar berufsmäßig schon eher im Gebiet Medienjournalist im Großen, aber ich will auch wirklich, und das ist ja ein Vorwurf der MedienjournalistInnen oft haben, keine KollegInnen-Schelte betreiben. Und deswegen formuliere ich das jetzt sehr vorsichtig. Also ich habe das Gefühl, dass es Menschen gibt, die über digitale Themen berichten, die sehr froh darum sind. Dass der AI-Act vorsieht, dass wenn es einen Human in the Loop gibt, also jemanden, der die redaktionelle Verantwortung übernimmt, dass dann KI-generierte Texte nicht als solche gekennzeichnet werden müssen. Weil ich habe schon Texte über den AI-Act gelesen, in denen drin stand das ist nicht sondern und diese Satzkonstruktion so ungefähr zehnmal. Und da habe ich mir so gedacht, also vielleicht bei diesem Text, gerade bei diesem Text, vielleicht mal nicht die Maschine einsetzen.

05:15 Franziska Bluhm

Ja, ich bin da so zwiegespalten, weil ich, also, weil ich bestimmte Formulierungen, die jetzt halt so wahnsinnig angeprangert werden, eigentlich echt auch ganz gerne mal mache und jetzt immer schon merke, dass wenn ich sie machen möchte, ich sie schon mich selber sozusagen umformuliere, weil ich denke, oh nee, könnte ja KI generiert klingt. Total scheiße. Aber Ich verstehe, was du meinst. Aber was ich geschafft habe in den letzten, in den letzten Stunden des Abends sozusagen, seitdem ich wieder im Internet bin, ich war auf Instagram unterwegs. Und wenn ich da, also wenn du da da mal in so ein Rabbit Hole mit KI-generierten Serien fällst, was wo ich leider gerade drin stecke, ist es leider ganz schlimm.

06:01 Gavin Karlmeier

Ist das ein Microdrama?

06:03 Franziska Bluhm

Ja, Maikrodama, ganz also so richtig billig, aber irgendwie teilweise es gibt schon so zwei, drei, die ich ganz gut finde Aber da steht ja, also ich klar, da ist dann am Ende sozusagen der Hinweis: hey, wenn du das irgendwie auch gerne machen möchtest oder so, dann folg mir und kauf dir mein Paket oder was auch immer. Und schreibe Link in die Kommentare. Aber wenn du mal guckst, wie jetzt Instagram teilweise aussieht, also wenn da jetzt überall diese Warnhinweise, I don't know, ob das dann schön wird. Aber gut, wird kommen.

06:29 Gavin Karlmeier

Also Ästhetik ist ja offensichtlich bei vielen, die diese AI-Slob, Microdramen generieren, eh nicht die Kategorie, in der gedacht wird, würde ich sagen. Absolutely.

06:41 Speaker 3

Trotzdem schön Also, um das nochmal so aufzurollen, also für Texte, die generiert werden, muss man es sei denn, sie sind automatisch tisch generiert, keinen Hinweis dran setzen, wenn Menschen

06:54 Gavin Karlmeier

Dazwischenhängt. Generell für private Inhalte muss kein Hinweis gesetzt werden. Also, wenn ich dir jetzt ein KI-generiertes Bild von mir am Strand mit einem Aparol-Spritz in der Hand schicke, muss ich das nicht als solches kennzeichnen. Ich zumindest nicht. Wenn das aber einen gewerblichen oder professionellen Anspruch hat, muss das schon gekennzeichnet werden. Und zwar Audios, Videos und. . . Bilder. So, dann ist aber der wichtige Unterschied, es gibt eben sowohl diejenigen, die Inhalte anbieten, als auch diejenigen, die Modelle anbieten. Und die, die Modelle anbieten. . Die müssen eben auch sowohl einen fürs menschliche Auge sichtbaren als auch für Maschinen sichtbaren Hinweis in diese Bilder einbringen. Also einen kleinen AI-Generated Banner oben links und eben ein Wasserzeichen, das digital ausgelesen werden kann. Das alles gilt aber nur für Modelle, die ähm jetzt erst neu an den Start gehen. Also Software, die bereits da ist, haben Bestandsschutz bis zum 2. Dezember. Heißt also, die können jetzt noch ein paar Monate weitermachen, solange ChatGPT-Images nicht jetzt in neue Version veröffentlicht wird erstmal für die alles so bleiben können, wie es gerade ist, werden aber mit der Zeit sich eben anpassen müssen. Interessant ist, und das hat ZDF heute aufgeschrieben, das wollte ich der Vollständigkeit halb mal auch noch mitbringen, die sagen, dass die Trennung zwischen privater und nicht privater Nutzung gar nicht so klar zu erkennen ist, weil wenn du zum Beispiel über Vinted Shirts verkaufst, und die mit Hilfe von einem KI-System irgendwie aufpimpst, die Bilder, dann könnte das schon problematisch sein an dem Punkt.

08:19 Franziska Bluhm

Naja, und also du hast jetzt gerade zwar so gesagt, ja, wenn du mir kein Foto schickst irgendwie vom Strand oder so, aber andererseits, du bist ja schon irgendwie auch teils gewesen, also du bist selbstständig, also da ist ja schon. könnte man dir auch eine selbst eine wundersgewerbliche Nutzung sozusagen unterstellen. Klar, wenn du es nur mir schickst, ist was anderes, absolut, aber. . . Sobald du es halt posten würdest, wäre auch das ein Problem.

08:42 Gavin Karlmeier

Ja, ganz genau. Das ist so. Interessant ist auch, dass eben auch Voice-Bots das ankündigen müssen. Das heißt, nur wenn jetzt erinnert euch sicherlich alle, die diesen Podcast regelmäßig hören, an meine Querelen mit einem Finanzinstitut, einer Bank, wo ich wirklich verzweifelt bin an dieser KI-Hotline, die muss mich jetzt begrüßen, damit wird die Eröffnung auch noch länger. bis ich irgendwann an einen Punkt komme, um einen Menschen zu fordern. Die muss jetzt beginnen mit, guten Tag, Sie sprechen mit einem KI-System oder Vergleichbarem. Und das werden wir jetzt eben in den nächsten Tagen feststellen. Ich bin saumäßig gespannt, wie dieser AI-Act sich auf das Internet auswirkt und wer sich dran hält und wie dann irgendwann die ersten Untersuchungsverfahren von Meta zum Beispiel ausgehen werden, von der EU-Kommission gegenüber Meta, weil sie sich eben nicht dran gehalten haben. Oder einfach dachten, das kleine KI-Info am oberen Ende, das automatisiert an alle Dinge dran geheftet wird, die irgendwie mit Photoshop bearbeitet wurden, würde ausreichen. Das wird so nicht sein.

09:37 Franziska Bluhm

Tja, müsstest du auf jeden Fall in deinem nächsten Termin mit deinem Lieblingsanwalt mal besprechen.

09:44 Gavin Karlmeier

Ich habe dazu übrigens auch die Frage bekommen, ob dieses Intro dies, ob wir das auch kennzeichnen müssen, weil das ja eine Computerstimme ist Und ich würde sagen, das ist eine Frage für meinen Anwalt, weil das ist Siri, die ich da höre. Und auch wenn Siri, also streng genommen ist Siri keine generative KI gewesen, weil sie eben nicht mit Generatoren arbeitet, sondern so wie man halt früher so Sprachcomputer zusammengebaut hat, könnte man mir vorstellen, dass das nach einem neuen Verständnis anders wäre. Man müsste das mal überprüfen lassen.

10:14 Franziska Bluhm

Naja, es kommt darauf an, also im Gesetz steht da wirklich generative KI oder steht da nur KI? Also, und wenn da steht KI, bist du raus. bei Siri, weil am Ende ist das auch eine Art der KI.

10:26 Gavin Karlmeier

Und ist es aber noch generative KI, wenn ich diese Audio, die ich jetzt habe, so lange schon etabliert habe, dass sie eigentlich jetzt dadurch wiederum zu einem festen Soundelement wurde und nicht mehr jedes Mal neu generiert wird.

10:38 Franziska Bluhm

Ich bin kein Anwalt.

10:39 Gavin Karlmeier

Ich könnte mir vorstellen, dass solche Fragen sich in Zukunft noch öfter stellen werden, ehrlicherweise.

10:46 Speaker 3

Ich glaube auch.

10:47 Gavin Karlmeier

Ich möchte aber, weil ich gerade Meta und KI angesprochen habe, mit dir über eine Funktion sprechen, die noch nicht Funktion und Emotion ist, weil wir sie hier schon öfter besprochen haben. Aber sie ist jetzt auch in Deutschland da und sie ist bei vielen Leuten auch automatisiert eingeschaltet. Und ich habe sogar einen Ton mitgebracht, den ich dir gleich vorspiele. Und zwar geht es um die automatisierte Übersetzung von Reels. Es ist so, dass es jetzt Lippensynchron möglich ist, dass du, wenn du ein Real siehst, du das auf Deutsch siehst und vielleicht sogar erst mal 10, 15, 20 Sekunden bemerkst, Warte mal, irgendwas ist hier off. Irgendwas stimmt hier nicht, weil die Stimme wird erhalten, die Lippen sind, wie gesagt, synchron. Es ist, wenn man sich anschaut, wie bei YouTube dieser automatisiertes Dubbing funktioniert. Muss man sagen, wirklich ein absolut anderes Niveau. Wie ist dein Gefühl zu diesem Feature?

11:37 Franziska Bluhm

Ich habe es bisher noch nicht gesehen oder irgendwo, also es ist mir nicht aufgefallen, keine Ahnung, aber ich finde es irgendwie schwierig. Also wird es denn gekennzeichnet eigentlich? Also wird es gekennzeichnet, dass das jetzt irgendwie. KI mäßig, also muss ja eigentlich, weil ich finde, es ist halt schon eine Irreführung. Also Und du weißt ja auch nicht, wie gut die Übersetzung wirklich ist, wenn man ehrlich ist. Das heißt also, du weißt ja auch nicht, ob du eigentlich gerade das hörst, was die Person wirklich gesagt hat.

12:06 Gavin Karlmeier

Das ist so. Ja. Vor allem, weil jede Übersetzung ist eine Interpretation. Also, jeder Satz kann in unterschiedliche Arten übersetzt werden. Und wenn man sich so alte Werke anschaut, die dann so mehrfach, dreimal, viermal übersetzt werden. Wurden, dann hast du eine völlig andere Bedeutung in diesem ganzen Sprache zum Beispiel. Es geht aber noch einen Schritt weiter und da wird die Geschichte so ein bisschen, also ich will das jetzt. Ich habe das Gefühl, wir machen hier Joomscrolling. Und wenn ich so Sachen erzähle, dann lege ich da immer so Interpretationen rein und dann wird es noch schlimmer und so. Aber ich habe hier keinen Ansatz, der nicht negativ ist. Und zwar geht es um einen deutschen Creator, der heißt. Teigtalente. Teigtalente zeigt, wie man buggt. Das ist ein Bug-Instagram-Account. Und ich spiele da mal ein paar Sekunden aus seinem Video vor, wie das im Original klingt, auf Deutsch.

12:53 Speaker 4

Zehnmal gebacken und alles ist wunderbar, das funktioniert. Und dann ist ja der erste Gang bei den meisten Leuten, ich will jetzt, dass das Brot anders schmeckt, also fängt man an, Zutaten auszutauschen.

13:03 Gavin Karlmeier

So, was würdest du sagen, ist so seine sprachliche Färbung?

13:07 Franziska Bluhm

Irgendwas Süddeutsches? Ja, ist irgendwie so, keine Ahnung, Raum Mannheim oder sowas in Art?

13:12 Gavin Karlmeier

Oh, so konkret kann ich es, glaube ich, nicht beantworten. Er gibt Brotbackkurse in Berlin, aber ich würde auch sagen, da gibt es so einen leichten Schwäbisches Kolorit. Ich würde das jetzt gar nicht so exponieren, wenn das nicht interessant wäre für die weitere Geschichte. Denn das Interessante an Teigtalente ist, dass dieser Mann zumindest auf diesem Video Und das ist jetzt eine rein optische Beschreibung. Der ist nicht ganz weiß. Er hat keine klare weiße Hautfarbe. Und offensichtlich hat Meta das zum Anlass genutzt, das mit in seine Interpretation reinzulegen. Denn, wenn du dieses Video öffnest, wenn du nicht einen auf Deutsch eingestellten Instagram-Account hast, sondern einen Instagram-Account hast, der auf Englisch eingestellt ist. It clinged dasselbe real so.

13:57 Speaker 5

So let's say you have baked this bread ten times and everything is grain and it works perfectly. And then

14:03 Gavin Karlmeier

Und ja, der Reflex natürlich, dass man das erstmal irgendwie witzig findet.

14:06 Franziska Bluhm

Ist ja irre. Nein, aber es ist ja fürchterlich. Also es ist ja absolut fürchterlich.

14:10 Gavin Karlmeier

Genau, es ist absolut schlimm. Die KI hat hier offensichtlich, das hat so mit Kumar hochgeladen, das ist der Bruder von Teig Talente. Und er hat eben geschrieben, it's freaking insane. Weil es wird automatisch ein indischer Akzent, so hat er das hier geschrieben, auf dieses Video gelegt, offensichtlich basierend auf seinem Namen oder seiner Hautfarbe. Oder was auch immer. Möglicherweise spielt es auch eine Rolle, dass er eben kein klares Hochdeutsch spricht und dass missinterpretiert wird von der KI und sie dann eben das Bildmaterial mit hinzuzieht. Was genau passiert ist, wissen wir nicht. Aber was passiert ist, ist, dass eben sein Schwäbisch missinterpretiert wird als eben kein Dialekt, sondern ein Akzent, dann als Grundlage sein Name, seine Herkunft, vielleicht sein Netzwerk, sein Aussehen genutzt wird. um daraus zu interpretieren, na der würde dann im Englischen wohl auch einen indischen Akzent haben. Und das ist ja wirklich katastrophal

15:00 Franziska Bluhm

Es ist, also ich mag es, ich bin ehrlich gesagt mich sprachlos, weil ich das, ähm, weil ich das, das ist ja so eine Art von Diskriminierung am Ende auch. Also ich finde es geht gar nicht. Und wenn das sozusagen jetzt die Lösung ist, dann also keine Ahnung, ich hoffe, das wird bald möglichst wieder gestoppt.

15:21 Gavin Karlmeier

Ja. Aber also vor allem, ich habe es eben schon mal gesagt, jede Übersetzung ist eine Interpretation. Und du hast vor allem bei Audiobearbeitung. Und ich glaube auch nicht nur da, aber ich kann es dir vor allem aus meiner Arbeit als jemand, der Podcasts produziert hat, erzählen, dass du auch sehr viele so Fragen hast, moralische Fragen, ethische Fragen, die du für dich beantworten musst. Also wenn ich jetzt zum Beispiel jemanden interviewe, der stottert und der gibt mir eine siebenminütige Antwort, optimierst du das auf Hörbarkeit oder schneidest du es so? dass möglichst viel von seiner Authentizität erhalten bleibt. Das ist eine Frage, der man sich eben stellen muss. Auch jeder, der Filmschnitt macht, kennt diese Dilemmata, wo man überlegen muss. Wie weit gehe ich jetzt eigentlich auf den Zuschauer zu oder die Zuschauerin oder behalte Dinge so, wie sie gelaufen sind? Ich glaube, davon gibt es tausende von diesen. Problemen. Hier ist es nur so, dass du ja sozusagen noch eine Ebene mehr hast. Du veränderst ja sogar noch das Werk, indem du eine eigene Interpretation reinlegst. Und diese Interpretation hier in diesem Beispiel nutzt ja schon Rassismen. Also hier an diesem Punkt nutzt sie ja zweifelsohne Dinge, die das Video für die Leute, also die eine andere Interpretationsebene mit reinliegen. Und das ist ja. Ist schlimm. Also ja, ich hoffe auch, dass daran gearbeitet wird und da nochmal drüber nachgedacht wird, ob diese Interpretationsspielräume für so eine KI wirklich so smart sind, ehrlicherweise.

16:51 Franziska Bluhm

Das hast du jetzt aber sehr vorsichtig gesagt.

16:54 Gavin Karlmeier

Übrigens vielen Dank an Pip Glöckner, der mir das geschickt hat. Finde ich ganz toll. Wir machen hier so gegenseitig auch Redaktionen für den anderen. Wir sind im Daueraustausch. Liebe Grüße. Dann eine kurze Geschichte zu TikTok, aber wirklich eine kleine, die aber glaube ich trotzdem interessant ist, um darüber gesprochen zu haben. Wir wissen, an diesem Wochenende ist Redium gestartet oder am Freitag schon ist Redium gestartet. Hast du irgendwas mitbekommen oder warst du da auch schon im Funkloch?

17:19 Franziska Bluhm

Da war ich schon im Funkloch, ehrlicherweise und habe mir gegönnt nicht mit auch bei diesem Trend dabei zu sein.

17:26 Gavin Karlmeier

Ja, ob das so ein Trend ist, I don't know.

17:29 Franziska Bluhm

Es ist ein hakender Trend. Du redest sehr viel drüber, also ist es auf jeden Fall ein Trend.

17:34 Gavin Karlmeier

Das heißt nichts. Weil, also ich wurde übrigens automatisch ausgelockt, ich kann es nicht nachschauen, aber so ich glaube, ich habe so 40 Follower aufgebaut. Und das ist jetzt für ein Trend, für einen Hype, würde ich sagen, noch da ist noch Potenzial.

17:50 Franziska Bluhm

Ja, die ersten Tage auf Blue Sky war es ja auch sehr ruhig.

17:53 Gavin Karlmeier

Aber da haben wir immerhin Zahlen vorgelesen hier.

17:57 Speaker 3

Ja, das stimmt.

17:58 Gavin Karlmeier

Also die Hakis waren da. Und ich habe ja bei Weedem auch schon mal gesagt, ich bin halt super gespannt, ob Leute bereit sind für einen ähnlichen Funktionsumfang wie den, den sie bei TikTok bekommen. Personalausweisverifikation in Kauf zu nehmen, ab 18 in Kauf zu nehmen, kleinere Videovielfalt anfangs in Kauf zu nehmen.

18:18 Franziska Bluhm

Ja, du weißt noch nicht, was du bekommst, also du weißt einfach gar nicht, was da kommt oder was da überhaupt ist. Und dafür diese Riesenhürde zu nehmen, das alles irgendwie schon bereitzustellen, so nach dem Motto, ja, ich vertraue Jetzt nur weil es europäisch ist oder wie auch immer, ich glaube, das ist schwierig.

18:34 Gavin Karlmeier

Ja, würde ich komplett zustimmen. Na, jedenfalls, warum ich das erzähle. Ist nicht nur, weil ich jetzt euch, weil ich irgendwie zeigen wollte, haha, guckt mal, nö, das beobachten wir weiter, sondern weil Wolfram Weimar, unser Kulturstaatsminister, ein Interview in der Welt am Sonntag gegeben hat. und in der Welt am Sonntag ging es eigentlich, so schreibt das die Kollegin von der Kollege vom MDR Altpapier, das ist eine Medienkolumne, die eben solche Themen auch sagt, mit Christian Bartels. Christian Bartels schreibt es auf Länger Kreis ist um die vom Interviewer WAMS-Chefredakteur Jacques Schuster formulierte, von Weimar gern geteilte Idee, dass ein Kulturkampf um die Debattenhoheit In Kunst und Kultur herrschte, die bisher eher linke und linksorientierte besessen haben. Also in dem Interview ging es eigentlich vor allem um die das Narrativ Des Interviewers. Aber warum ich das mitbringe, ist, weil Wolfram Weimar ein interessantes Zitat gegeben hat. Und zwar sagte er Ein zentrales Anliegen ist für mich TikTok. Ich möchte dort nicht nur regulatorisch eingreifen, sondern auch die Eigentumsfrage stellen. Wir wissen bis heute nicht, wohin die sensibelsten Daten unserer Jugendlichen fließen und welchen Zugriff chinesische Behörden darauf haben. Deshalb sollten wir die Voraussetzungen schaffen. TikTok Europa zu schaffen, also TikTok in europäische Hände zu überführen. Das wäre der wirksamste Weg.

19:53 Franziska Bluhm

An wen erinnert uns das? Weimar macht den Trump.

19:58 Gavin Karlmeier

Wirklich, Weimar macht den Trump. So, was hat er es nochmal damals gekostet? 14 Milliarden Euro. Dollar hat der Kauf des Amerikageschäftes von TikTok gekostet. Jetzt wissen wir, dass zum Beispiel die EU, das habe ich jetzt heute nicht erzählen mitgebracht, aber so seit diesem Wochenende auch so eine Art Aufruf startet. Man möge sich mit den besten KI und Datencenter Ideen bewerben, es gäbe ein Budget von 30 Milliarden Euro. Was für die EU relativ viel ist, aber das, wenn du in die USA und da andere Länder schaust. ist es halt nichts. Es ist wirklich verschwindet ein geringes Budget, wenn du dir anschaust, wo wir eigentlich gerade sind, um konkurrenzfähig zu bleiben. Also die Frage, ob die Hälfte von dem, was es der EU-Wert ist, im KI-Rennen mitzuspielen, ob das jetzt genug ist oder nicht, Andere Frage. Aber darf es investieren, um TikTok zu kaufen? Da habe ich Zweifel, lieber Wolfram Weimer.

20:54 Franziska Bluhm

Naja, nicht nur das und auch, also wenn du überlegst, welche Unternehmen dann ja auch bei TikTok-USA da mit drin sind, Oracle und Co. Also was sind denn die deutschen oder die europäischen Also Geldgeber am Ende des Tages oder was? Also ja, Schwarz, äh, Telekom, aber wenn alles in Deutschland ist, ist man, glaube ich, auch nicht ganz so zufrieden. Das heißt, es muss ja irgendwas Europäisches sein. Gibt es dann irgendein Bieterverfahren? Das, ähtst du, wie bei den damals bei den Bei den Lizenzen, bei den, war das OMTS-Lizenzen oder ich weiß gar nicht, oder Spielfund-Lizenzen, gibt es dann ein großes Bieter-Verfahren? Wer da sozusagen dann irgendwie, ah, ich kann mir das alles Also ja, viel Spaß, Wolfram Weimer. Ich bin sehr gespannt.

21:35 Gavin Karlmeier

Ja, ich bin auch, also du hast natürlich auch komplett recht. Also die Frage, ob jetzt ins Schwarzportfolio 6% am deutschen oder am europäischen TikTok irgendwie so interessant wären Das weiß ich nicht so genau, weil halt eben auch, und das wissen wir auch von dem America Business oder dem Amerika Deal und deswegen finde ich hier die Formulierung so interessant. Weil die Eigentumsfrage in den USA ja maximal dubios beantwortet wurde. Also es ist nicht so, dass das zu 100% in amerikanischer Hand liegt, sondern Bitance hat immer noch 20% altchinesisches Unternehmen. An dem Amerikageschäft von TikTok oder dem USA-Geschäft. Gleichzeitig gibt es auch nicht die Garantie, dass es keinen Austausch mehr gibt, sondern Oracle hat die Garantie gegeben als einer der Aktionäre oder Besitzer. drauf aufzupassen, also eine private Sicherheitsgarantie. Das sind jetzt alles nicht so die Dinge, wo ich mir sage, also wenn jetzt die Telekom zum Beispiel sagt, wir kaufen jetzt das Europageschäft von TikTok. Ob mir das wirklich ein besseres Gefühl machen würde oder ob dann einfach nur Wolfram Weimar besser schlafen könnte, damit sein zentrales Anliegen geklärt ist. Naja.

22:41 Franziska Bluhm

Vielleicht steigt auch Springer ein. Wer weiß.

22:46 Gavin Karlmeier

Die sind doch jetzt raus aus allem, was nicht journalistisch ist. Ich glaube, Kleinanzeigengeschäfte und so machen die gar nicht mehr.

22:53 Franziska Bluhm

Ja, man kann ja wieder einsteigen.

22:55 Gavin Karlmeier

Man könnte wieder einsteigen. Ich will das nicht weiter ausführen, weil es in meinem Kopf los ist. Ich möchte mit dir über Elon Musk sprechen. Nein, möchten ist falsch. Wir müssen über Elon Musk sprechen, weil es ging letzte Woche eine Meldung rum und diese Meldung lautet XAI von SpaceX, also SpaceX AI, verklagt den Staat Minnesota, weil Minnesota Ein Gesetz oder ein Verbot für New Defy-Apps einführt. Dieses Gesetz wurde unterschrieben von Tim Walls, den kennen wir als Sparringspartner oder zweiter Mann hinter Kamala Harris im letzten Präsidentschaftswahlkampf. Und XAI geht aber jetzt gegen ein Gesetz vor, das eben Tim Walls unterschrieben hat, dass eben jede Form der Nudify-App dort verbieten würde. XAI, und das haben wir hier auch schon mal berichtet und Elon Musk voran hat da jetzt so diverse Kohlen im Feuer, die bei diesem Thema pikant sind. Punkt 1 Bevor ich das weiter ausführe, damit wir alle on the same page sind. Punkt 1, Grog von XAI war das Tool, mit dem vermutlich die meisten Menschen ohne ihren Willen. . Sexualisiert oder nackt oder nackt ähnlich dargestellt wurden. In der Regel Frauen, häufig Kinder. Also XAI ist hier maximal selbst betroffen. Das ist ein Interesse, das hier wichtig ist zu sagen. Zweitens hat Elon Musk damals bei der Übernahme von Twitter gesagt, dass der Kampf gegen das Material, das sexuelle Gewalt an Kindern darstellt, oberste Priorität sei, was auch immer wieder interessant ist, um das nochmal. sich vor Augen zu führen. Und drittens hat XAI vor einigen Wochen angefangen, eine Klage gegen einen Nutzer vorzubereiten oder einzureichen. der XAI oder Grog dafür genutzt hat, um Menschen gegen ihren Willen zu sexualisieren. Hat also angefangen, so mit dem Finger auf die NutzerInnen zu zeigen und zu sagen Wir haben das verboten, wenn du es trotzdem so benutzt, dann gehen wir dagegen vor Ort. Also angefangen, so ein bisschen an der Marketingstrategie zu arbeiten, wie sie wahrgenommen werden wollen. So kann man das zumindest lesen. Und jetzt gibt es eben den Versuch, hier in einem Eilverfahren von SpaceX AI gegen den Staat Minnesota vorzugehen, um dieses Gesetz zu verhindern. Das übrigens und so viel kann ich schon mal vorwegnehmen. Am vorgestrigen Samstag in Kraft getreten ist. Jetzt gefragt man sich natürlich, warum haben Sie denn es letzte Woche ein Eilverfahren angestrengt, wenn dieses Gesetz jetzt schon in Kraft getreten ist, ist das auch so ganz schnell entwickelt worden, dieses Gesetz. Hat Tim Walls in der Nacht- und Nebelaktion dieses Gesetz irgendwie noch durchgedrückt? Nee, dieses Gesetz liegt schon seit drei Monaten unterschrieben parat. Es war also die ganze Zeit wurde nur darauf gewartet, dass der 1. August kommt und das damit in Kraft tritt. Wie argumentiert denn XAI, wenn sie dagegen klagen, wenn diese New Defy-Apps verbunden werden? Naja, du kannst es dir vorstellen, wie jede Klage, die in den USA läuft. Es wird argumentiert mit dem First Amendment, dem ersten Verfassungszusatz, nämlich der Redefreiheit, die Freedom of Speech, der Möglichkeit, sich ausdrücken zu können, wie man möchte. Und Tim Walls hat sich schon darüber gefreut, dass eben das Gericht dieses Eilverfahren abgewehrt hat und gesagt hat, nee, das nehmen wir nicht an, weil es zum einen unglaubwürdig ist, warum er euch die ganzen Monate nicht darum gekümmert hat. Und wir zum einen kein Problem sehen. Jetzt wird das Ganze vor Gericht gebracht. Tim Walls hat gesagt: See you in court, you creep. Also, wir sehen uns vor Gericht, du, wie würde mal creep übersetzen? Schmierlappen. Ekliger Typ. Widerling ist gut, ja, sowas. Und das Ganze wird jetzt vor Gericht ausdiskutiert. Was aber danach passiert ist, und jetzt wird es vielleicht komplexer, dass sich in den USA die Argumentation und Diskussion zu diesem Thema überschlagen haben. Also du hast auf der einen Seite. Sehr viele privacy-bedachte Menschen, die bloggen, die posten, die so Dinge sagen, wie zum Beispiel Taylor Lawrence, die gesagt hat. dass das Gesetz, so wie es ist, egal von wem es auch gerade oder nee, der Versuch, dieses Gesetz zu stoppen, egal von wem er kommt, richtig sei. Und man sich damit auseinandersetzen müsste. Gleichzeitig hat ein Blogger, und da suche ich jetzt direkt seinen Namen raus, das war Mike Masnick, der für TechDirt das aufgeschrieben hat, hat die Überschrift geschrieben. Der schlimmste Mensch, den Sie kennen, hat gerade eine gute, stichhaltige Klage auf Grundlage des ersten Verfassungszusatzes gegen ein äußerst schlecht formuliertes Verbot der Unify-Apps eingereicht. Gleichzeitig gibt es aber auch andere, die sagen, Diese Diskussion führt am Punkt vorbei, wir müssen gegen diese Apps vorgehen. Und jetzt wird es wie gesagt kompliziert. Kannst du mir noch folgen, Franzi?

27:29 Franziska Bluhm

Ja, ich glaube schon. Ich bin gespannt, wie es gleich zu Ende geht.

27:33 Gavin Karlmeier

Ja, also es gibt mehrere Ebenen, warum dieses Gesetz kritisiert wird. Punkt 1 ist es, es gibt kein Safe-Harbor-Prinzip. Heißt also, selbst wenn XAI alles in ihrer Macht stehende um zu verhindern, dass Menschen ihr Tool zum Nacktdarstellen von anderen Menschen nutzen könnten, würde XAI trotzdem dafür verantwortlich gemacht werden können. Und zwar mit 500. 000 Euro je Fall. Das kann sich lappern, wenn das eben ein Tool ist, das nichts dagegen tut. Aber man kann verstehen, dass man, also man kann auch hier beide Punkte verstehen. Man kann die Unternehmen verstehen, die sagen. . Dann können wir es nicht mehr anbieten. Und man kann alle anderen verstehen, die sagen, naja, wenn es nicht rechtssicher genutzt werden kann, dann kann man es eben tatsächlich nicht anbieten. Also, ich glaube, da sind beide Punkte irgendwie, das kann man diskutieren, glaube ich. Der zweite Punkt, warum das diskutiert werden kann, ist, weil nicht ganz klar in der Formulierung des Gesetzes wohl ist, ob es sich dabei nur um Nacktbilder von Menschen handelt, die damit nicht einverstanden sind. Also geht es sich ja nur um Widerwilligkeit oder könnte das sogar so interpretiert werden, das muss ein Gericht entscheiden. dass alle Nudefy-Apps damit am Ende verboten sind, auch wenn man sie für sich selber nutzt. Und das könnte, und da bist du dann tatsächlich jetzt an dem pikanten Punkt. Ein Verstoß gegen diesen ersten Verfassungszusatz sein, weil es Leuten die Möglichkeit nimmt, ein Programm zu machen und anderen das in ihrem eigenen Willen zu nutzen. Auch da kann man wieder sagen, naja, wenn das Tool halt genutzt werden kann, um Dinge herzustellen, die gegen das Gesetz verstoßen. Ist es vielleicht einfach nicht rechtssicher einsetzbar. Aber das Problem ist, dass dadurch das Gesetz eben nicht rechtssicher sein könnte und möglicherweise ein Supreme Court-Urteil nicht überstehen könnte. Und deswegen wird gerade darüber so viel diskutiert. Und ich finde das hochinteressant, weil dabei am Ende, es gibt ein paar Leute, die haben es schon verstanden, das sage ich jetzt so ganz arrogant, aber die haben schon erkannt, was eigentlich der Kern der Diskussion ist, den wir hier auch schon öfter aufgemacht haben. Nämlich die Frage danach, was eigentlich Rede ist. Also was ist denn jetzt Speech in Free Speech? Gehört zu Free Speech meine Möglichkeit, einen Computer zu benutzen, damit der Computer. . Nacktfotos von Menschen generiert, ist das Teil meiner Redefreiheit in den USA? Oder nicht? Ich glaube, das sind alles Diskussionen, die wir hier in Deutschland so nicht kennen und nicht führen, aber ich finde es interessant, da drauf zu gucken. Sorry, ich habe einen super langen Monolog gehalten.

29:54 Franziska Bluhm

Ja, also ich weiß nicht, ob ich alles genau richtig jetzt verfolgen konnte. Worüber ich halt aber nachdenke, ist dieses Redefreiheit, ja, aber ja auch in den USA gibt es doch sowas wie Persönlichkeitsrechte.

30:08 Gavin Karlmeier

Ja, es gibt vor allem den Take-It-Down-Act. Das ist ein Gesetz, das eben Deepfakes und sowas wie Rachepornos und sowas. Ich glaube, da ist Porno auch falsch, aber solche Videos eben. Verbieten würde. Was aber die Frage dann stellt, in der Tat, wofür braucht man dieses Gesetz? Wofür brauchen wir dann in Minnesota noch dieses Gesetz, wenn wir das ja eigentlich schon haben? Auch das kann man diskutieren können Ja, also es ist voll kompliziert und ich finde, man kann da auch, man kann da auch mit verschiedenen Blickwinkeln drauf schauen, vor allem in den USA. Ich glaube, wir in Deutschland viele von uns haben hier einen anderen Blickwinkel natürlich auf Redefreiheit und dem Wissen, dass wir eben eine Meinungsfreiheit haben und keine Redefreiheit und dass dieses Thema sich für uns dieses Problem ja gar nicht stellen würde, ehrlicherweise

30:58 Franziska Bluhm

Ja, es ist ja sowieso, aber ja, ich müssen wir glaube ich jetzt nicht einsteigen, aber diese Debatte, was ist eine Rede und was ist eine Meinung, auch das ist ja, also, ne? Nochmal etwas, wo man, wenn man wollte, tiefer einstehen könnte. Aber wie gesagt, ich finde in dem Zusammenhang wirklich irgendwie, wie viel ist eigentlich das Persönlichkeitsrecht einer Person wert? Und das sollte doch auch in den USA eine wichtige Rolle spielen.

31:23 Gavin Karlmeier

Ja, das ist so. Und dann ist da noch die Geschichte, also da weiß ich gar nicht.

31:31 Franziska Bluhm

Nacktheit oder was anderes?

31:32 Gavin Karlmeier

Nee, nee, nee, nee, nee. Es geht um Social Media Verbote.

31:35 Franziska Bluhm

Oh nein!

31:36 Gavin Karlmeier

Und zwar sagt Elon Musk und das habe ich für mich intellektuell noch nicht komplett erfassen können. Ich zitiere mal die Schlagzeile für dich. Elon Musk sagt, Australien, nee, Musks Ex sagt, Australiens Vorgehen gegen Social Media oder die Social Media Verbote in Australien untergraben das Völkerrecht.

31:57 Franziska Bluhm

Why?

31:59 Gavin Karlmeier

Also es geht darum, dass die, ich suche dir das genaue Zitat hier, X hat vor einem australischen Senatsausschuss gesprochen und sagt Die Pläne hätten der Verfahrensgerechtigkeit, dem Datenschutz, den weitreichenden Auswirkungen der Online-Dienste und der digitalen Wirtschaft Australiens nicht gebührend Rechnung getragen. Und die Änderungen würden jede Person außerhalb Australiens dazu zwingen, Informationen und Dokumente bereitzustellen, nur weil sie mit einem Unternehmen Anführungsstriche, verbunden ist so X. Diesen Schritt bezeichnet das Unternehmen als eindeutigen Konflikt mit internationalen Rechtsgrundsätzen. Heißt also, in der Ex-Darstellung, sagen sie. . Naja, nur weil in Australi jetzt bei uns registriert ist, sollen wir euch die Daten über den geben oder was? Und verdrehen damit ja eigentlich, dass diejenigen, die hier eigentlich dankbar sein sollten, dass sie auf diesem Markt agieren können, ex ist. Die ja sagen, hey, wir kommen auf euren Markt, dann halten wir uns an eure Gesetze. Und in der Argumentation von X ist es hier aber andersrum, dass sie sagen, seid doch froh, dass ihr es benutzen dürft, hey.

33:00 Franziska Bluhm

Ja.

33:02 Gavin Karlmeier

Ich also völlig wilde Argumentation. Es ist natürlich wie so ein Gerichtssenatsausschuss. Da werden alle wird alles gezogen, alle Register gezogen. Aber es wird doch manchmal doch sehr hanebüchen. Argumentiert.

33:19 Franziska Bluhm

Ja, ich muss aber ehrlich gesagt, es ist mir zu, du hast mir einen Knoten im Kopf gemacht, wie gesagt, 22. 32 Uhr. Muss man dazu sagen, deswegen kurz die lange Reaktionszeit, aber ich kann da, glaube ich, gar nichts zu sagen, weil ich das glaube ich immer noch nicht ganz kapiert habe. Also, vielleicht haben es Leute dann auch nicht verstanden.

33:40 Gavin Karlmeier

Also X sagt, liebe Australien, nur weil eure Menschen aus Australien bei uns einen Account haben dürft ihr uns doch nicht zwingen, euch im Fall eines Rechtsverstoßes oder eines potenziellen Rechtsverstoßes die Informationen über ihn rauszugeben. Das ist doch ein Verstoß gegen das Völkerrecht. Das ist die Argumentation von X.

34:02 Franziska Bluhm

Ja, okay. Und Australien sagt natürlich, ihr agiert bei uns, also müsst ihr verstehen.

34:08 Gavin Karlmeier

So wie jedes andere Land auch, ehrlicherweise. Jedes andere Land sagt ja, ihr agiert hier, ihr müsst hier Steuern zahlen.

34:13 Franziska Bluhm

Es ist halt ein interessanter Move, dass gerade ausgerechnet aus den USA sozusagen jetzt irgendwie ausgerechnet das Völkerrecht Zugezogen wird, wo wir doch jetzt irgendwie in der letzten Zeit, sage ich mal, ganz vorsichtig, gesehen haben, dass Völkerrecht nicht immer so eine wahnsinnig große Rolle gespielt hat. Aber gut, das eine ist Politik, das andere ist ein Unternehmen. Da können wir natürlich noch große Unterscheidungen machen, aber ja, ist schon eine spannende Entwicklung, sagen wir so.

34:42 Gavin Karlmeier

Du meinst, es ist ein bemerkenswerter Vorgang?

34:45 Franziska Bluhm

Ja, genau, das fehlte mir gerade. Danke.

34:48 Gavin Karlmeier

Und dann eine kleine Nachhaltgeschichte zu Ex und dann machen wir über die Maske. Kiste für heute auch zu, dass die WFA, das ist die World Federation of Advertisers, und die X-Corporation den Rechtsstreit um GAM. Hinter sich lassen und benden. Und jetzt fragen sich manche natürlich, Hä, wovon redest du? Und das ist jetzt eine Geschichte.

35:07 Franziska Bluhm

Ich wollte gerade fragen, ob Hä, wovon redest du?

35:10 Gavin Karlmeier

Das ist wirklich eine Geschichte für Leute, die diesen Podcast schon sehr, sehr, sehr lange hören. Ich beziehe mich hier zum Beispiel auf die Folge vom 17. Juli 2024. Die Folge hieß Dark Mode für das Real Life. Und zwar geht es um den GAM-File. Was ist GAM? GAM ist die Global Alliance for Responsible Media, ein Zusammenschluss von Werbetreibenden, die anderen Werbetreibenden und auch Medienhäusern Empfehlungen aussprechen darüber. Wo zum Beispiel sowas wie Brandsafety garantiert werden kann. Also wenn gesagt wird, wenn du hier wirbst, könnte es sein, dass du neben Nazi-Äußerungen, Glücksspielwerbungen oder Drogenkonsum platziert wirst. Hier bist du nicht so brandsafe. Und andere dann sagen: Ja, dann werbe ich da lieber nicht, dann ist das die Funktion der GAM gewesen, die sich übrigens sich aufgelöst hat, nachdem damals Ex-Klage eingereicht hat. Und das war der Prozess, über den sehr viel gesprochen wurde. Weil das der Prozess war, bei dem X argumentiert hat, es gäbe hier einen Boykott gegen Werbung auf Ex. Da haben wir damals noch so gesagt, naja, also für Elon Musk ist es jetzt ein Boykott, wenn Leute einfach sagen, nee, wir wollen dein Produkt nicht kaufen. Also würdest du in Rewe gehen. und oder in Lidl, um bei der Schwarzgruppe zu bleiben, du willst einen Apfel kaufen. Und dann denkst dir aber, nö, ich will glaube ich doch keinen Apfel, geh's raus und dann verklagt dich der Betreiber, weil du den Apfel nicht gekauft hast. wegen eines illegalen Boykottes. Und ungefähr so war das. Und man hat sich jetzt irgendwie so überlegt, nö, wir haben irgendwie doch kein Problem miteinander. Wir lassen den Rechtsstreit, also seitens Ex offenbar. Und gemeinsam hat man sich jetzt darauf verständigt, dass Markenplattformen und Verbraucher gleichermaßen von Innovation profitieren werden. Das ist die offizielle Verlautbarung.

36:49 Franziska Bluhm

Okay.

36:51 Gavin Karlmeier

Also, man sagt es einfach so, ja, ja, schwamm drüber, ja gut, wir mussten es auflösen und es wurden jahrelang irgendwelche Prozesse geführt und so, aber komm. Ist egal. Ungefähr so wird es jetzt hier so beiseite gewischt, weil man. Warum auch immer. Ich kann das gar nicht Kann gar nicht mutmaßen, woran das liegt. Aber muss ich auch gar nicht, weil wir haben noch genug andere Sachen auf dem Schirm. Und wenn du schon mal hier bist, müssen wir über LinkedIn sprechen. Was geht so gerade auf LinkedIn ab, Franzi?

37:23 Franziska Bluhm

Also was ich mitbekommen habe, dass sehr viel in den letzten Tagen, also erstens sehe ich wahnsinnig viele KI-generierte Grafiken. die immer so vollgeladen sind, dass ich denke, so Mann, ey, macht's doch mal leserlich, aber ich glaube, das ist ja Absicht, weil man soll ja dann groß klicken und ruminteragieren und Und so halt für Reichweite sozusagen sorgen. Und ansonsten wird halt viel über diesen Button da diskutiert, dass man KI-Slop melden darf. Du hast bestimmt die tiefergehenden Informationen.

37:55 Gavin Karlmeier

Ja, ich fange mit einer Geschichte an, die schon vom 12. Juli ist, über die wir nicht gesprochen haben, die aber heute erst interessant wird. Denn Pangram, das ist das Tool, mit dem du Texte analysieren kannst. ob sie KI generiert sind oder nicht. Dieses Unternehmen hat mal eine größere Anzahl von LinkedIn-Postings analysiert und zwar oder mit Hilfe dieses Tools wurden diese Postings analysiert und zwar von Yugov und der Makromedia University of Applied Sciences. Also Unternehmen, die das nutzen, das stimmt gar nicht, was ich hier erzähle. Oh mein Gott. Diese beiden Unternehmen, die ich gerade angesprochen habe, UGAF und die Micromedia. Die haben ausgewertet, dass 13% aller Erwachsenen auf LinkedIn unterwegs sind. Ich hätte den Text lesen sollen, bevor ich ihn ihr vortrage. Ich komme zurück zu Pangram. Und zwar hat Pangram Labs, so die haben diese Postings untersucht. Und die sind zum Ergebnis gekommen. Der durchschnittliche KI-Anteil aller untersuchten Beiträge liegt bei 13,8 Prozent, aber mehr als 40 Prozent der Beiträge mit mehr als 250 Wörtern gelten als vollständig KI-generiert. Also knapp die Hälfte, ein bisschen weniger als die Hälfte.

39:04 Franziska Bluhm

Ja, okay.

39:06 Gavin Karlmeier

Bei Ex sind sie übrigens 23 Prozent.

39:09 Franziska Bluhm

Er sagen wir so, ich sehe, du hattest ja letzte Woche auch Eva, ne?

39:15 Gavin Karlmeier

Eva Wolfangel war hier.

39:16 Franziska Bluhm

Genau, ich will mal zu Eva Vera sagen, es ist ganz komisch, ich weiß gar nicht warum, aber also Eva Zubesuch und die ist ja ähnlich, ich sag mal, kritisch gegenüber Pengrim wie so einige. Also man muss natürlich diese KI der Lektoren schon auch ein bisschen mit Vorsi genießen, weil sie natürlich auch falsch positive Ergebnisse liefern können. Ja, also das nun mal so. Andererseits, es wird natürlich in gewisser Weise stimmen, dass halt ein großer Anteil KI generiert ist. Also ich glaube, dass. Das kann man sicherlich so sagen. Und dass LinkedIn natürlich da dann irgendwie mal vielleicht was tun muss, ist, glaube ich, auch relativ klar, weil natürlich, gerade wenn wenn so eine Plattform in Verruf gerät, dass da nur irgendwelche komischen Slop-Inhalte sind, dann schadet es langfristig ja dann doch eher.

40:06 Gavin Karlmeier

Ja, und man kann jetzt auch ganze Profile analysieren lassen auf slopometa. ai. Und dann wird angezeigt, wie viel Prozent oder ich glaube in Punkten von diesem Profil die Beiträge offensichtlich KI-generiert seien. Man muss bei Pangram übrigens dazu sagen, dass das Ergebnis akkurater wird, je länger der Text ist. Und Sie sprechen selber bei ab 250 Wörtern. Von einer Akkuranzgenauigkeit von 99,98 Prozent. Wie gesagt, in der Eigendarstellung Es gibt natürlich trotzdem Gründe, skeptisch drauf zu schauen, aber dass LinkedIn die Plattform ist, die am stärksten gefährdet ist von AI-Slob, weil es eben so einfach ist, mal eben einfach einen Text zu schreiben und weil die Grammatik. . Und der Aufbau von LinkedIn-Postings eigentlich so generisch sind und so, aber gleichzeitig gleich, dass sie sehr einfach zu imitieren sind von der Maschine. Ich glaube, das ist so.

40:55 Franziska Bluhm

Ja, ja, absolut.

40:56 Gavin Karlmeier

Genau, und deswegen gibt es jetzt bei LinkedIn einen Button. Also wenn du auf diese drei Pünktchen in einer Post klickst, dann gibt es ja die Möglichkeiten, kannst du das Teilen. Kannst dich vernetzen, kannst den Beitrag melden, kannst sagen, ich möchte das nicht sehen, es interessiert mich nicht. Und es gibt einen Button, der heißt Seems Like AI Slop. Und damit soll man eben jetzt offenbar melden können, wenn Postings AI-Slop sind.

41:17 Franziska Bluhm

Ja, finde ich total spannend. Das heißt also, Gavin, wenn ich dich nicht mag, ne, könnte ich jetzt einfach dahin gehen und einfach all deine Beiträge grundsätzlich Als KI Slop, wie der es sagen würde. Und würde so dafür sorgen, dass deine Beiträge weniger Sichtbarkeit bekommen. Egal, ob sie jetzt wirklich Slops sind oder auch nicht. Finde ich scheiße.

41:40 Gavin Karlmeier

Verstehe ich den Punkt. Was ich allerdings mich frage, wenn es doch mit Pangram eine Software gibt, mit der es so leicht erkannt werden kann, warum man dann nicht ein internes Punktesystem entwickelt, wenn man das wirklich bekämpfen möchte. Also LinkedIn führt das ja nicht ohne Grund ein und Sie sagen, Sie haben jetzt mehrere Maßnahmen, um das zu reduzieren, weil Sie sagen, KI-Slob hat für uns alle höchste Priorität. Menschen kommen zu LinkedIn, um mit Menschen in Kontakt zu treten, um ihre Perspektiven, Ideen und Fachwissen zu teilen. Und deswegen kämpfen sie jetzt gegen AI-Slop Aber gleichzeitig, wenn wir wissen, es gibt Tools, die das relativ zuverlässig ermitteln. Wir wissen, es gibt bei LinkedIn einen Algorithmus. Wofür braucht es dann dieses proaktive Wegklickemodul für NutzerInnen, anstatt direkt einfach mit einem internen Ranking das auszumerzen?

42:27 Franziska Bluhm

Naja, und also was ja auch in diesem Posting von dem Hari, ich weiß gar nicht, wie man den ausspricht, Srinivasan steht, er hat gesagt, Slop is hard to define and the definition changes. Und allein, also wenn man selber sowas sagt und dann sagt, ja, hey, melde mal, ich finde das ehrlich gesagt irgendwie, halte das für eine schlechte Idee.

42:52 Gavin Karlmeier

Ja, ich kann es nicht so einschätzen. Ich glaube halt, dass LinkedIn was tun muss, wie du sagtest. Da begehe ich voll mit. Ob das der Weg ist am Ende. Ja. Wir werden sehen. Aber es ist immerhin irgendetwas. Und vor allem, was es ja schafft, glaube ich, ist Sichtbarkeit dafür, dass LinkedIn diesen AI-Slot-Kernen nicht hätte.

43:13 Franziska Bluhm

Ja, vielleicht ist es doch einfach nur eine geile Marketingnummer. Kann natürlich sein. Wir tun was dafür und genau und ihr müsst es auch noch tun. Ich meine, wir wissen alle. Also es ist halt auch trotzdem ja relativ versteckt, wenn man darüber nachdenkt. Also diese drei Punkte, du musst also einen Klick für die drei Punkte, dann auswählen. Also es ist schon jetzt nicht so ganz einfach, da hinzukommen. Also man muss es schon richtig wollen und vielleicht dann eben auch auf dem Baum sein. Also sich richtig krass drüber aufregen, bevor man das überhaupt überhaupt macht. Und dann, wie gesagt, da sehe ich halt einfach dann auch die Gefahr, hey, wenn ich irgendjemanden total scheiße finde, dann Bin ich eher bereit, diesen Aufwand für diesen Button dann eben aufbezunehmen, obwohl es vielleicht einfach nur schlecht geschriebener Text ist und nicht unbedingt KI-Slop ist.

43:59 Gavin Karlmeier

Ist auf dem Baum sein eine echte Redewendung? Oder ist das eine Franzi Blumenredewendung? Weil die ist toll.

44:08 Franziska Bluhm

Auf dem Baum sein? Auf dem Baum sein. Ich würde, ich hätte jetzt. . Ich würde sagen, das klären wir im Discord. Willst du Werbung machen? Au www.

44:15 Gavin Karlmeier

hagmann. org sind über 2300 Menschen, die diesen Podcast hier sehr regelmäßig begleiten, aber ihn vor allem auch anreichern mit ihren Beobachtungen, mit Nachrichten, mit Meldungen, weil sie alle auch sehr viel schneller sind als wir und auch als viele andere Nachrichtenmarken. Deswegen ist das so einer meiner Lieblingsorte im Internet, wenn nicht sogar der Lieblingsort. Und ich würde mich freuen, wenn ihr vorbeikommt auf www. hakenrand. org. War das okay?

44:36 Franziska Bluhm

Das war mega und ich dachte, ich bin jetzt so schnell und schaffe es zu googeln, ob auf dem Baum sein. Ah, also die KI-Übersicht von Google auf dem Baum sein.

44:45 Gavin Karlmeier

Ich es immer noch nicht habe.

44:46 Franziska Bluhm

Ist kein eigenständiges deutsches Standardidiotikum, gehört aber zu bekannten Redewendungen, wie nicht bei drei auf dem Baum sein. Guck, steht da wirklich, wo er verweist im Sprachgebrauch im Kontext von Klettern, Natur und Diskussion im German Language Stack Exchange. Also Es ist leicht abgewandelt, also so eine Mischung aus Franzi Blumen und echt.

45:05 Gavin Karlmeier

Wenn man es googelt, steht da bei drei auf dem Baum sein.

45:08 Franziska Bluhm

Ja, ich habe das auch bei drei weggelassen.

45:14 Gavin Karlmeier

So, Social Media Verbote. In Österreich gibt es jetzt Infos über das Social Media Verbot. Und zwar soll es dort ab unter 14 gelten. Menschen unter 14 werden keine Möglichkeit mehr bekommen, algorithmusgesteuerte Social Media Feeds zu sehen. Dieses Gesetz wurde dort jetzt verabschiedet und soll ab 2027 in Kraft treten. Vorausgesetzt, die EU stimmt zu. Denn sie müssen, das wissen Hagis natürlich. Die EU muss alle Gesetze, die möglicherweise den DSA berühren, müssen sie einmal gesehen haben und angehört haben und dann entscheiden, ist es gut oder geht das zu weit. Aber sollte sie da zustimmen, möchte man sich so darauf konzentrieren, dass die großen Plattformen unter 14 nicht mehr nutzbar sind.

46:00 Franziska Bluhm

Und hat Österreich sich auch schon darüber Gedanken gemacht, wie das umgesetzt werden soll?

46:06 Gavin Karlmeier

Nee. Also Österreich spricht davon, es soll keine Aufzählung von Plattformen im Gesetz geben, wie in Australien der Fall. Da haben wir ja zehn Zehn Plattformen da drin stehen, sondern Plattformen, die eine suchtfördernde Funktion verwenden. Das ist jetzt erstmal ein sehr großer Begriff, weil sie auch. Push-Nachrichten dafür vorschlagen. Und dann, also wenn das das Kriterium ist, dann war es das mit Kleinanzeigen, weil Push-Nachrichten schicken alle.

46:36 Franziska Bluhm

Ja, aber was ich mich ja gefragt habe, ist der Nachweis. Also haben Sie eine Lösung für die Umsetzung, wie das Ganze nachgewiesen werden will? Also wie muss ich sagen, dass ich 14 bin? Soll das die Plattform lösen oder wie ist da der Ansatz?

46:51 Gavin Karlmeier

Ja, es gibt in Österreich ein Verifikationsprinzip, und das ist interessant, weil Sie eben nicht nur das Social Media Verbot eingeführt oder beschlossen haben. in den letzten Tagen, sondern auch den erschwerten Zugang zu Pornoseiten. Es wird nicht mehr reichen zu sagen, check, weil sie ja jetzt sozusagen die Altersverifikation ins Internet einführen. Und dafür gibt es entweder ein in Österreich eingeführtes Verfahren mit dem Namen ID Austria. Das gehört zum Land Österreich, warum das ID Austria heißt und nicht. . Passkontrolle. Ich weiß es nicht. Das war das schlechteste österreichische. Sorry, das hat die Meta-AI das da rein interpretiert. Ich habe es auf Hochdeutsch gesagt. Oder also das heißt ID Austria oder sie haben die Möglichkeit, und damit wird es interessant, private Altersverifikation durchzuführen. Also du kannst auch einen privaten Anbieter dafür nutzen. Das kennen wir in Deutschland von manchen Playern ja auch schon. Also W Social zum Beispiel nutzt auch einen privaten Betreiber und nicht die EU-Technologie, was auch daran liegt, weil sie noch nicht da ist. Aber wenn ich die EU wäre, würde also wenn ich keine andere Wahl habe, als mit einem Passverifikation leben zu müssen. Dann würde ich mich wenigstens dafür einsetzen, dass das ein staatliches System ist und kein privates, das die ganzen Daten meiner BürgerInnen sammelt. Aber ich bin ja nicht so.

48:14 Franziska Bluhm

Ja, wobei ich mir auch vorstellen könnte, dass es sehr viele Menschen geben wird, die sagen: Was soll ich dem Staat denn noch alles geben?

48:21 Gavin Karlmeier

Klar, aber würdest du deswegen Pornhub eher deinen Personalausweis schicken?

48:25 Franziska Bluhm

Natürlich nicht, das habe ich nicht behauptet. Ich wollte damit einfach nur sagen, dass auch das. . vielleicht nicht die beste Lösung ist. Aber ich sage mal so, ich bin bei dir, aber es gibt Menschen, die dem Staat nicht so wahnsinnig viel vertrauen.

48:40 Gavin Karlmeier

Das ist auch okay. Also finde ich auch legitim natürlich.

48:44 Franziska Bluhm

Leider eine relativ größere oder ja stark wachsende Zahl an Menschen.

48:48 Gavin Karlmeier

Ja, und vor allem leider aber auch ein Gefühl, das halt vor allem darauf fußt. Dass selbst, wenn man jetzt gerade Vertrauen hat, dass sich das mit einer Bundestagswahl relativ schnell ändern könnte, wie das Vertrauen ist. Dafür braucht man eben ein System, bei dem der Staat nicht weiß, welche Webseite ich aufrufe. Sofort so konspirativ, aber was ja die Behörden wissen, die wissen, wer ich bin. Die haben ja ein Einwohnermelderegister, zumindest in Deutschland. Es gibt gewisse Informationen, die über mich bereits gespeichert sind und die zum Abgleich zu nutzen. Ist vielleicht eine bessere Lösung, als wenn es auf amerikanische Server geht, um dann direkt abgeglichen zu werden mit meinem Palantier-Register.

49:27 Franziska Bluhm

Ich stimme dir voll zu. Ich wollte damit einfach nur sagen, dass es natürlich trotzdem Also es kommt darauf an, wie du es halt auch kommunizierst und dass halt dann eben auch da sichergestellt ist, dass es vielleicht wirklich eine Lösung ist, die dann unabhängig von irgendwelchen anderen Dingen ist und du nicht sofort, wenn du nur weil du dich bei TikTok dich verifizierst oder was auch immer dann bei der Steuerbehörde gemeldet wurst.

49:47 Gavin Karlmeier

Ja, aber jetzt habe ich ja gerade gesagt, wenn ich die EU-Kommission wäre, würde ich das Österreich so nicht durchgehen lassen. Denn das ist das sogenannte Notifizierungsverfahren, was jetzt passiert. Und das, da können die Menschen in Österreich mal so ein bisschen rüber schauen, wie das eigentlich in Frankreich läuft, das Social Media Verbot, weil Macron hat ja gesagt, Social Media Verbot ist Chefsache. Und hat sich dafür eingesetzt, das Parlament hat das Gesetz verabschiedet, es wird jetzt unterschrieben und wird jetzt gerade schon notifiziert. Und die EU Die Kommission. Die hat ein Problem mit dem Gesetz. Und zwar Frankreich darf Plattformen nicht zu Alterskontrollen verzichten, denn das ist kein Gesetz, das die eigenen BürgerInnen betrifft, sondern die Plattformen, die Unternehmen. Und die Unternehmen zu regulieren, das ist EU-Sache. Heißt also, ein Gesetz, das die Plattformen zu einem Handeln zwingen würde, steht im Konflikt mit dem DSA. Der eben voll harmonisierende Wirkung hat, bedeutet, du darfst keine nationalen Gesetze erlassen, die mit dem EU-Recht in Konflikt stehen. Und das wäre eben hier der Fall. Heißt also, private Altersverifikationen seitens der Plattformen ist nicht zulässig, wenn es nur auf nationaler Ebene entschieden wird, wie eben in Frankreich

50:59 Franziska Bluhm

Obwohl es ja eigentlich der geilere Weg wäre, wenn man die Plattform verpflichten würde, da Lösungen zu finden. Also irgendwie als wenn, ja, egal. Aber gut, interessant, dann bin ich gespannt, was die EU sozusagen Vorhat.

51:13 Gavin Karlmeier

Ja, ja, die wollen ja ein ähnliches gemeinsames Gesetz durchbringen. So, und offenbar hat Frankreich aber keinen Beta-Plan. Weil die EU-Kommission hat sich den Entwurf angeschaut und Netzpolitik hat das ganz schön aufgeschrieben. Ihr findet den Link bei Google, wollte ich gerade sagen. Ihr findet den Link auf netzpolitik. org. Ich packe euch den Link mal in die Shownotes, weil das wirklich für die von euch, die so Spaß an diesen ganzen Europarechtsgesetzgedönse haben. findet ihr das, wenn ihr alle Links, über die wir hier sprechen, sehen wollt, bei Campfire FM könnt ihr diesen Podcast ja auch hören und parallel kommentieren und so. Und da findet ihr alle Links über Nachrichten, über die wir sprechen. So, das ist als zweiter Werbeblocker. Heute sind wir aber gut dabei, du. Ich hab bald, kann ich schon mal teasen, ne? Darf ich einen Teaser machen, Franzi? Ja, los, komm. Ich habe bald richtig einige News zu diesem Podcast, also was so Dinge angeht, die so drumherum passieren. Dinge, die sich Menschen immer wünschen.

52:10 Franziska Bluhm

Aber möchtest du vielleicht ein bisschen mehr teasen? Weil einfach nur sobald kommt was, ist irgendwie schon auch ein bisschen sehr wenig.

52:16 Gavin Karlmeier

Das ist Teasing vom Teasing. So ein bisschen wie Rapper, die einfach ihr Profilbild auf Instagram schwarz machen und alle Bilder aufnehmen.

52:22 Franziska Bluhm

Dann frage ich aber trotzdem so, wie lange wird es denn noch dauern, bis wir davon was hören? Damit wir zumindest so ein bisschen irgendwie.

52:30 Gavin Karlmeier

Noch in diesem Jahr.

52:32 Franziska Bluhm

Sag mal weh.

52:35 Gavin Karlmeier

Das Ding ist, okay, jetzt kann ich jetzt bringst du mich hier in so eine Situation, da habe ich mich selber reingebracht, ich weiß.

52:40 Franziska Bluhm

Du hast dich da selber reingebracht.

52:43 Gavin Karlmeier

Also die Nachfrage nach Merch ist halt sehr groß. Und die Arbeit daran läuft halt schon relativ lange. Und jetzt gibt es so sehr Termine und es gab Gespräche und es wird bald was kommen. Ich würde sagen, nicht vor September, fairerweise. Weil ich so aus Verpflichtungsgründen. Aber dann wird bald was kommen.

53:07 Franziska Bluhm

Also würde ich mal so sagen, so ab September rechnen wir mit irgendwas.

53:11 Gavin Karlmeier

Ab September doppelt gut behagnern zu hören.

53:14 Franziska Bluhm

Okay.

53:15 Gavin Karlmeier

Es ist gut, dass ihr in Minute 53 zu sagen wollt und wirklich vor allem die Leute erreichst, die diesen Podcast wahrscheinlich häufig hören. Anyway, die Uhr kommt.

53:22 Franziska Bluhm

Haben Sie noch eine zweite Nachfrage?

53:23 Gavin Karlmeier

Ja.

53:24 Franziska Bluhm

Gibt es denn bald ein Newsletter?

53:27 Gavin Karlmeier

Ich schreibe ja schon ein Newsletter.

53:28 Franziska Bluhm

Ja du, aber. .

53:29 Gavin Karlmeier

Ein Hakener-Newsletter? Wird denn jemand lesen?

53:33 Franziska Bluhm

Na klar.

53:34 Gavin Karlmeier

Das müssen die Leute mal, müssen man Gefühl geben. Weil ich behaupte mir ja, ich habe neulich. Jetzt schweifen wir voll ab, aber können wir kurz machen. Ich habe neulich für eine, ich mache ja so Beratungen und Analysen und habe für einen anderen Podcast die Analyse gemacht, welche Podcasts Newsletter, begleitende Newsletter haben und wie die ausgeschmückt sind. Und da ist mir doch aufgefallen, dass die meisten einfach so einmal die Woche ein Newsletter schreiben und sagen, das war diese Woche ein Podcast, diese nächste hört das. Und da frage ich mich, also es ist natürlich vom Aufwand her überschaubar, aber wenn Leute das gerne hätten, schreibe ich das tatsächlich gerne. Aber ich persönlich bräuchte das nicht. Also, ich sag mal so, meine Lage der Nation Newsletter der landet direkt ungelesen auf dem Stapel.

54:20 Franziska Bluhm

Ja, vielleicht reden wir darüber nochmal, wenn das Mikrofon aus ist. Das würde ich nicht in eine Pedolie bringen, aber ich dachte ja nur.

54:30 Gavin Karlmeier

Also, du meinst, ich sollte?

54:32 Franziska Bluhm

Naja, sagen wir mal so, ich weiß ja nicht, wo du hin willst mit diesem Podcast. Skystilimate. Ja, ja, aber also sagen wir so, ich glaube, dass sich dadurch Chancen ergeben könnten, die vielleicht auch ruhiger schlafen lassen könnten.

54:48 Gavin Karlmeier

Aber das steht ja im Konflikt. Ja, wir reden das später darüber.

54:53 Franziska Bluhm

Gott, das war jetzt voll kryptisch am besten.

54:56 Gavin Karlmeier

Die Leute checken. Die EU Kommission ist überrascht, weil es wohl keinen alternativen Plan gibt. Also die Formulierung die Netzpolitikpunkt org ihr findet den Link Und so weiter, ihr erinnert euch, es schreibt, dass wie, wenn nicht durch verpflichtende Alterskontrollen, soll das klappen? Diese Frage beschäftigt die EU-Kommission. Sie schreibt, fast verwundert, der Entwurf scheint sich auf das bloße Mindestalter zu beschränken, also ohne dass Plattformen Alterskontrollen einführen müssen. Dennoch betont die EU Kommission sicherheitshalber, der Entwurf aus Frankreich soll in nicht so ausgelegt werden, dass er Anbietern von Onlineplattformen Über den DSA hinausgehende zusätzliche Verpflichtungen auferlegt. Heißt also, es ist unklar Super spannend. Wir werden das weiter begleiten, wie es da weitergeht, vor allem, weil wir ja genau wissen, dass in Deutschland das befürwortete Modell seitens der Politik ja ein stufiges Modell ist. Die EU hat das auch irgendwie vorgeschlagen. Interessant. Und in Großbritannien, Franzi? Wolltest du noch was dazu sagen, eigentlich?

55:56 Franziska Bluhm

Ja, ja, es ist ja nicht EU. Also deswegen nur einfach, also es ist zum einen natürlich auch zu, ich glaube, die EU muss das auch machen, alleine weil Sie muss ja schon auch rechtfertigen, warum es sie gibt und dass sie halt vielleicht auch wichtig ist und dass halt dieses ganze Thema DSA eben bei ihr liegt. Daher ist das sozusagen natürlich auch ein bisschen Politik und andererseits, ja, ich finde es halt wahnsinnig. anstrengend, dass man jetzt sozusagen, jedes Land kocht da jetzt irgendwie so sein Süppchen und anstatt dass man sich einfach mal richtig zusammensetzt und dann. . Irgendwie eine Art von Lösung findet, obwohl ich natürlich eigentlich dagegen bin, aber das ist ja nochmal eine andere Sache.

56:31 Gavin Karlmeier

Das ist leider eine andere Diskussion. Die ist auch hier im Podcast leider auf dem Index.

56:36 Franziska Bluhm

Ja, ja, ich weiß.

56:38 Gavin Karlmeier

Großbritannien.

56:39 Franziska Bluhm

Du redest die ganze Zeit drüber, das wird jetzt eingeführt hier und so, aber irgendwie eigentlich wird halt vergessen, ist das wirklich eine gute Lösung? So.

56:47 Gavin Karlmeier

Ja, weil das Problem bei solchen Diskussionen, glaube ich, sehr häufig ist, es betrifft nicht nur dieses Thema, aber ähnliche Diskussionen Es ist, glaube ich, nicht das Problem, wie Demokratie funktioniert. Aber wenn du an einem Punkt bist, wo man sich auf diesen Kompromiss geeinigt hat, das wird es jetzt geben, weil die Mehrheit der Leute oder diejenigen, die man dafür gewählt hat, die Mehrheit zu repräsentieren, gesagt haben: Das machen wir jetzt so. Dann bringt die Diskussion darüber, warum das doof ist, vielleicht auch nicht mehr so super viel. Man kann halt nur nachher dann immer noch glücklich sagen, habe ich doch gesagt.

57:18 Franziska Bluhm

Ja, wobei in Deutschland ja auch, glaube ich, die Mehrheit dagegen war.

57:23 Gavin Karlmeier

Es kommt schon ein bisschen darauf an, wer und wie die Frage gestellt wird gerade.

57:27 Franziska Bluhm

Komm, lass es, geh nach England, ist schon okay.

57:29 Gavin Karlmeier

In Großbritannien gibt es auch neue Features. Da wurde ja angekündigt, es soll das krasseste Social Media Verbot der Welt kommen. Und jetzt wissen wir auch schon wie. Es soll, ähm, da kennen sie sich mit aus, Sperrstunden geben. Also dort soll es tatsächlich von Midnight, also von Mitternacht bis 6 Uhr morgens keine Social Media Nutzung geben oder ich war das nicht ganz klar, wie die ausgeschmückt ist, also ob die Social Media Plattform generell ausgeschaltet wird oder nur For You-Pages ähm, unendloses Scrollen und ähm das endlose Chatten mit Chatbots.

58:07 Franziska Bluhm

Also ich bin technisch vielleicht nicht so versiert, aber ist das nicht etwas, was man total gut und schnell dann auch gleich wieder aushebeln kann?

58:15 Gavin Karlmeier

Ja, die Uhrzeit ist ja wahrscheinlich die Serverurzeit. Also mit dem VPN könnt es halt wahrscheinlich umgehen, wenn du sagst, du sitzt gerade in, hat Großbritannien noch Kolonien?

58:28 Franziska Bluhm

Ja, ich glaube schon.

58:30 Gavin Karlmeier

Bis heute? Weil theoretisch könntest du natürlich sagen, du gehst per VPN über eine britische Kolonie, hast also immer noch die Nutzung deines britischen Accounts. weil du streng genommen immer noch politisch gesehen in Großbritannien bist, befindest dich aber sieben Stunden in der Gegend in der Zukunft und bist deswegen, wir haben das Problem gelöst hier. Zack. Man muss einfach nur kurz Haken dran anrufen und wir kümmern uns schon drum.

58:56 Franziska Bluhm

Gut, ja. Also finde ich interessant, aber eine komische, also Ich meine, nur wenn es eine Sperrspunde gibt, hast du da vielleicht trotzdem dann eine Bildschirmzeit von, ich weiß nicht wie viel.

59:08 Gavin Karlmeier

Ja, von 24 Minus, 18 Stunden kannst du.

59:12 Franziska Bluhm

Ja, gut, und in der restlichen Zeit halt auch dann einfach. viel Mist gesehen und deinen Kopf kaputt gemacht. Also wenn du jetzt so rangehst.

59:20 Gavin Karlmeier

Ja, klar, auf der anderen Seite, ich kann ihm was abgewinnen, aber ich hätte das gern für alle. Weil ich finde, also es gibt ja so Sätze, nach zwei Uhr morgens passiert nichts Gutes und so. Und dieses Nerchtsdoom-Scrollen, aber auf der anderen Seite, da bin ich, glaube ich, nicht autoritär genug veranlagt. Denke ich mir, also will ich das jetzt allen Leuten verbieten, weil es Menschen gibt, die das nicht einsetzen können? Das ist, glaube ich, nicht mein. So will ich nicht miteinander leben, dass das so vorbereitet.

59:48 Franziska Bluhm

Und wenn du darüber, also wenn man dann darüber nachdenkt, also es ein bisschen weiterfasst, in wie viele private Bereiche sozusagen ja sowieso schon auch eingegriffen wird, I don't know, ob das halt wirklich Ich möchte das, glaube ich, nicht.

59:58 Gavin Karlmeier

Nee. Aber vielleicht möchtest du sowas hier. Funktionen und Emotionen. Wir kommen nochmal zu LinkedIn. Es gibt bei LinkedIn jetzt schon kollaborative Posts. Also du könntest sagen, den Post, den wir zu dieser Folge hier schreiben, den haben wir veröffentlichen wir zusammen. wie wir das von Instagram kennen, wie wir das von YouTube kennen, wie wir das von anderen Plattformen kennen.

01:00:23 Franziska Bluhm

Ich finde das total interessant. Ich habe den Button auch schon seit Donnerstag. Also seit Donnerstag habe ich ihn habe ich ihn aber noch nicht angewendet und will ihn eigentlich auch jetzt nächste Woche anwenden. Also ich bin dann sehr gespannt, was passiert. Also, wenn du möchtest.

01:00:34 Gavin Karlmeier

Ja, lass uns das zusammen machen.

01:00:36 Franziska Bluhm

Schiebe ich meinen Post, den ich eigentlich für morgen geplant habe, auf Dienstag und werde dann sagen, dass wir gemeinsam morgen früh einen. Ja, das machen wir.

01:00:45 Gavin Karlmeier

Die Folge kommt ja schon Montag.

01:00:47 Franziska Bluhm

Ja, meine ich ja.

01:00:48 Gavin Karlmeier

Achso.

01:00:49 Franziska Bluhm

Achso, ja, das war jetzt. Ich habe es nicht auf Hakisch sozusagen übersetzt.

01:00:56 Gavin Karlmeier

Ich spreche nur Hax, tut mir leid. Ich habe es auch noch nicht ausprobiert, aber ich habe es beobachtet.

01:01:02 Franziska Bluhm

Aber hast du Ihnen denn schon den Button?

01:01:04 Gavin Karlmeier

Nee, ich hab, das weiß ich nicht. Ich poste ja nicht so viel auf LinkedIn, aber ich lese viel auf LinkedIn. Und ich habe dort, ich habe schon Postings. gesehen, die kollaborativ erstellt wurden. Und mir ist eine Eigenheit aufgefallen, die ich für, ich hoffe, das ist einfach noch nicht fertig, sonst wäre es ein absoluter Faux-Pas. Denn die Kollabo-PartnerInnen eines Postings werden nur denen angezeigt, die mit ihnen vernetzt sind, zumindest bei mir. Heißt also, wenn wir diesen Post-its gemeinsam machen, dann sehen Leute aus meinem Netzwerk, die mit dir nicht vernetzt sind, nur meinen Namen als Absender und umgekehrt. Und das Ist total unintuitiv.

01:01:43 Franziska Bluhm

Das macht ja gar keinen Sinn, ja. Dann kann man es ja auch, also dann kann man es ja auch lassen. Dann kann man ja auch einfach mit Markierungen arbeiten.

01:01:49 Gavin Karlmeier

Ja, die Frage ist, ob denn auch die Reichweite von uns beiden da drauf gelegt wird. Was wir machen, Franzi, wir machen das ja jetzt. Ich finde das schön, weil wir haben ja damals auch diese ganz kleinen, schmalen Instagram-Videos haben wir auch zusammen gemacht. Erinnerst dich.

01:02:03 Franziska Bluhm

Ist, glaube ich, auch ziemlich erfolgreich gewesen, oder? Kann das sein?

01:02:06 Gavin Karlmeier

Ja, und dann aber auch relativ schnell haben alle wieder vergessen, dass es diese Funktion mal gab oder diesen Trend.

01:02:10 Franziska Bluhm

Vielleicht sollten wir noch mal sowas machen.

01:02:12 Gavin Karlmeier

Wir beide sind einfach die Internet-Experimenteure innen. Total. So, dann gibt es jetzt bei Blue Sky gerade die Arbeit an Communities und die Frage, Alex Banzer fragt das, was würdet ihr gerne noch sehen in diesen neuen Oder braucht man dafür sogar eine eigene App? Wir erinnern uns, Communities ist so eine Mischung aus Reddit, Facebook-Gruppen, X-Groups, sowas.

01:02:39 Franziska Bluhm

Wo warst du jetzt? Auf welche Plattform?

01:02:41 Gavin Karlmeier

Ich habe das gerade verpasst.

01:02:42 Franziska Bluhm

Auf Bluescard.

01:02:43 Gavin Karlmeier

Blues Guard will ja mehr Reddit angreifen als X, haben sie angekündigt im Juni, glaube ich.

01:02:50 Franziska Bluhm

Kannst du dich noch erinnern, als auf damals Twitter auch diese Communities eingeführt worden sind? Und kannst du dich auch noch daran erinnern, wie mäßig erfolgreich das eigentlich war?

01:03:01 Gavin Karlmeier

Ja, bis zum Schluss.

01:03:03 Franziska Bluhm

Ja, und meinst du, das funktioniert jetzt auf Blue Sky? Also, ich finde, warum kann man eigentlich nicht aus der Vergangenheit lernen?

01:03:12 Gavin Karlmeier

Ich frage mich vor allem, wenn man sagt, man will Reddit angreifen. Warum bleibt man da nicht bei Reddit? Also warum sollte ich dann das bei Bluesgay machen? Ja, ja. Wir haben Reddit zu Hause. Ich weiß es nicht, Gavin. Ich auch nicht. Bei Instagram gibt es jetzt die Möglichkeit, nachträglich die Tonspur in deinem Post auszutauschen, also einen anderen Song draufzulegen, zum Beispiel.

01:03:39 Franziska Bluhm

Wirklich nun einen anderen Song oder auch zu verändern, was da gesagt worden ist? Also ich erinnere mich gerade an das Real Feature, du weißt.

01:03:47 Gavin Karlmeier

Also, nee, du kannst es jetzt nicht overvoicen nachträglich. Es sei denn, du nimmst eine Audio. Das weiß ich, vielleicht geht auch das. Wahrscheinlich nicht. Also, sie haben es beworben mit Song austauschen.

01:04:00 Franziska Bluhm

Okay. Na gut, ich meine, ist in der Hinsicht ganz cool, wenn du merkst, so, ach Mist, ich habe ja hier Urheberrechte verletzt, dass du dann nochmal schnell den Post nicht löschen musst, sondern vielleicht einfach nur. den Song austauschen kannst, dann ist das sicherlich ein total praktisches Feature. Aber ich hoffe, dass es nicht eben auch missbräuchlich Also plötzlich dann ein anderer Ton und dann sagst du was ganz anderes und hast dann irgendwas geliked und dann hast du plötzlich was geliked, was hinter dem du gar nicht mehr stehst. Das fände ich schwierig.

01:04:29 Gavin Karlmeier

Ah ja, das Problem gibt es natürlich, es wird wahrscheinlich aber eine Veränderungshistorie geben, unterstelle ich. Aber ich stimme zu und ich kenne wirklich einige Leute, die viele alte Postings löschen mussten. weil da Songs drin waren und sie dann erfahren haben, das dürfen sie nicht mehr. Oder sie es erfahren haben über die harte Art, weil einen Anwalt einen Brief geschickt hat. Auf die harte Tour des Sing finde ich das erstmal eine total begrüßenswerte Veränderung. Und erstmal gut. Kann man erstmal gutheißen. Apropos gutheißen, das halte ich auch, dass wir beide gemeinsam hier diese Folge aufgenommen haben, Franzi. Das war ganz schön. Vielen lieben Dank.

01:05:07 Franziska Bluhm

Ja, bitte sehr gerne. Und ich hoffe, du hast nicht mehr viel Arbeit jetzt im Nachgang.

01:05:13 Gavin Karlmeier

Nein, nein, nein. Ich habe ja jetzt sechs Stunden Zeit, bis die Folge online geht. Wie gesagt, so nah waren wir selten dran. Also top aktuell, Breaking News bei Haken dran. Wir hören uns hier bei Hakenrenn wieder am Mittwoch mit Dennis Horn und mehr habe ich nicht zu sagen.

01:05:28 Franziska Bluhm

Aber Gavin, das ist überhaupt nicht gut. Du weißt doch, also Nick Bohle würde jetzt sofort sagen: nach Franzi Blum muss doch Nicole Diekmann kommen.

01:05:37 Gavin Karlmeier

Ist eigentlich so, ja. Das hat aber jetzt unterschiedliche Gründe, zum Beispiel vor allem den. Dass wir beide den Termin ausgemacht haben, als der mit Dennis schon stand.

01:05:46 Franziska Bluhm

Verstehe. Na gut, dann müsst ihr ein bisschen länger noch auf Nicole warten.

01:05:50 Gavin Karlmeier

Aber Nicole kommt auch auf jeden Fall bald wieder. Ich glaube, wir haben sogar schon einen Termin. Glaube ich. Sehr gut. Warte, lass mich das überprüfen. Ja und Ende des Monats, sag ich mal.

01:06:02 Franziska Bluhm

Ach, guck mal, das war super Ja, dann vielen, vielen Dank, dass ich da sein durfte. Und dann sage ich einfach nur: folgt alle Gavin auf LinkedIn und abonniert sein Newsletter.

01:06:12 Gavin Karlmeier

Danke, Franzi. Tschüss.

01:06:14 Franziska Bluhm

Bis dann, ciao.