Das erste große Medienunternehmen verabschiedet sich von Twitter – wir sprechen über die Gründe und fragen uns: Wieso erst jetzt? Wieso nur die? Außerdem hat Elon Musk der BBC ein „bizarres“ Interview, aber auch ein paar Einblicke gegeben.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Grüß dich, Gavin. Hallo, Dennis. Beide ein wenig hangry, aber das ist genau die richtige Laune, um über Elon Musk zu sprechen. O du, du hast so geklungen wie Wastodon, das böse Mastodon gerade.
00:22 Dennis Horn
Ex, das Wastodon. Wenn wir irgendwann mal, wenn wir eine tausendste Folge machen, ne? Ja, ja, ja. Dann lassen wir ein Comic zeichnen. Oder ein Acht-Bit Computerspiel programmieren.
00:33 Gavin Karlmeier
Du weißt, das sind diese ja, considering it. Du weißt, das sind diese Aussagen, auf die wirklich man dann Jahre später zurückkommen muss. Ich bitte. Okay, apropos X, du hast es genannt, da wären wir schon bei unserem ersten Thema. Also lass uns zwei Sachen noch auf. Aufkehren. Irgendwie von gestern. Einmal haben wir gestern darüber gesprochen, dass das Unternehmen Twitter Inc. ersetzt wurde durch ein Holding-Konstrukt. Und bei dieser Gelegenheit ist Elon Musk. Sorry. Ruft er schon an, um auch uns einen Interview.
01:11 Dennis Horn
Ruft an.
01:11 Gavin Karlmeier
Ich hab meinen Namen gemacht. Also, er hat bei dieser Gelegenheit, wo er Twitter Inc. jetzt durch ein Holding-Konstrukt, die X Corporation, Ersetzt hat, hat er bei dieser Gelegenheit das Unternehmen nach Nevada umgezogen. Wir haben gestern darüber gesprochen. Delaware war vorher der Start, wo Es gibt ein ganz interessantes Steuerkonstrukt für solche Unternehmen. Nevada ist der Sitz von vielen von Elon Musks Firmen und da hat Schnabelobst bei Twitter noch ein paar interessante Punkte. Kommen mir vor, wie Sascha Lobo damals in seinem Podcast mit diesen ganzen Account-Namen. Da hat mir Hupsti Dupsti noch geschrieben. Also Schnabelobst hat bei Twitter noch ein paar interessante Punkte dazu gemacht, nämlich dass Twitter oder die X-Corporation. in Nevada so intransparent sein kann, dass es wehtut, es sei praktisch nur noch über fortgeschrittene Zivil- und Strafverfahren dort möglich, einen Einblick zu bekommen in Struktur, Finanzierung, Machtausübung. Und der Hintergrund sei, dass Nevada im Rahmen der Gründung von Las Vegas in Anführungszeichen von Geschäftsmännern übernommen wurde, die massiv darauf hingewirkt haben, das so zu erreichen. Und wer heute so eine Holding-Struktur aufbauen möchte in den USA und verschleiern möchte, oder sagen wir mal, möglichst unangetastet da irgendwie seinen Geschäften nachgehen will, der ziehe seine Geschäfte eben nach Nevada um, den Wohnsitz am besten gleich auch mit.
02:37 Dennis Horn
Oh, das ist hochinteressant. Das gefällt mir sehr gut.
02:40 Gavin Karlmeier
Also da gibt es noch so ein bisschen so die Story aus den 2010er Jahren, wo wohl so diese libertäre. Technal Blase, die genug Geld hat, dann irgendwie auch ans Ufer des Lake Tahoe gezogen ist. Voller Leute, die so ein bisschen in diese Richtung tendieren. Und die Gelder übrigens, das schreibt Schnabelobst noch, die aus Saudi-Arabien für den Kauf zur Verfügung gestellt wurden. Das sei natürlich jetzt völlig unklar, ob das nicht schon irgendwie refinanziert ist, wer jetzt die Hand da auf Twitter hält, wer die Kontrolle hat und vielleicht ist Musk am Ende dann. Wenn man da Undurchsichtigkeit hat, nur noch irgendwie auch nur gefühlter Vortänzer für Geldgeber.
03:25 Dennis Horn
Saudi Arabic Funded Media.
03:28 Gavin Karlmeier
Das wollten wir hier noch nachreichen. Dann ist Substack Notes gestartet. Ja. Ist jetzt live. Hast du es ausprobiert?
03:35 Dennis Horn
Ja, ich habe es ausprobiert. Und? Also vom Look and Feel her finde ich es geil. Manche Sachen verstehe ich noch nicht. Das will ich aber nicht ausschließen, dass das nicht an meinem begrenzten. Also an mir liegt es. Also es sieht super aus. Es ist super Comfy, die Usability ist toll, man kann also durchfliegen, man kann liken, man kann re stacken. Also es ist es macht echt Spaß, es ist aber noch nicht so ganz klar, wer wann wie wem folgen kann. Also ich weiß, ich muss Menschen abonnieren und kann dann auch direkt deren Newsletter mit abonnieren, wenn ich das möchte. Aber die so Dynamik, wie die Netzwerke da funktionieren, sind für mich zumindest so in der ersten Viertelstunde, die ich dem gewidmet habe, noch nicht ersichtlich gewesen. Das ist vielleicht auch ein bisschen viel verlangt, weil hier wird aus dem Nichts ein soziales Netzwerk auf ein Newsletter-System draufgestülpt, dass er kein echtes Soziales Netzwerk ist, wie wir gelernt haben. Aber grundsätzlich macht das total Spaß. Aber es ist so ein bisschen so. Ich will vorsichtig sein mit solchen Einschätzungen. Genauso ging es mir ja mit Google Plus auch, das habe ich ja auch schon mal erzählt.
04:39 Gavin Karlmeier
Also ich habe nicht reingeguckt, ich habe nur die E-Mail gesehen, die Substack mir geschickt hat. Ich habe einen Zugang da. Und habe dann auch einige Newsletter abonniert und so. Und ich fand die E-Mail ganz cool, weil die hat so eine Vorschau dieser Timeline mir gezeigt, wen ich da sehen würde, und so ein paar Substack Notes schon darin zusammengetragen. Und ich habe gedacht, okay, eigentlich coole Leute und eigentlich genau der Kreis an Leuten, für die ich Twitter auch immer geschätzt habe. Und das hatte, also allein diese Ankündigungs-E-Mail hatte schon Gar nicht so einen werblichen Charakter, sondern einen inhaltlichen Wert, das fand ich interessant zu beobachten.
05:12 Dennis Horn
Das ist ja klug, aber dass er auch genau die Dynamik auf die Substack da setzen muss. Weil alles andere, da werden sie ja nicht rankommen so schnell. Finde ich sehr smart, aber um das jetzt mal hier so in Echtzeit zu zeigen, wenn ich hier Dennis Horn eingeb und ich suche als People, dann wirst du mir gar nicht angezeigt.
05:30 Gavin Karlmeier
Ja, ich bin ja noch nicht da.
05:32 Dennis Horn
Du hast dich auch noch nicht registriert.
05:33 Gavin Karlmeier
Nee, ich bin irgendwie Substack Newsletter, habe ich einen Account, aber tatsächlich, ich habe mich noch nicht registriert. Muss ich noch machen.
05:41 Dennis Horn
Ja, okay.
05:42 Gavin Karlmeier
Ist mein Username schon weg? Ist das irgendwie, ist das wichtig? Spielt das da eine Rolle?
05:46 Dennis Horn
Nee, spielt keine Rolle.
05:47 Gavin Karlmeier
Ah, super. Ja, dann lasse ich mir noch ein paar Tage Zeit. So. Das zum Zum Aufkehren, die Themen zum Aufkehren zu beginnen. Jetzt kommen wir zur großen Neuigkeit für diese Ausgabe. Elon Musk hat, oder ich fange anders an, mit einer anderen Person. James Clayton. Ist Journalist bei der BBC, einem der Medienhäuser, die Twitter ja jetzt fälschlicherweise als Government-Funded Media labelt, aber dazu kommen wir später auch noch. Und James Clayton hat Elon Musk getroffen. Dienstagabend in der Twitter-Zentrale in San Francisco. Ein Interview an Gespräch des Live auch übertragen wurde auf Twitter. Spaces. Es ging um viele Punkte darin. Wir werden jetzt auf ein paar auch eingehen. Von der Übernahme im Oktober über die Massenentlassungen bis zum Umgang von Twitter mit Desinformationen und auf die Frage, wie es so läuft. Hat Elon Musk gesagt, ja, es war nicht langweilig, es war eine ziemliche Achterbahnfahrt. Später hat er dann gesagt, es sei ziemlich schmerzhaft gewesen Dass viele Fehler auch gemacht wurden auf dem Weg und er glaube, dass Twitter auf einem guten Weg sei. Und damit steigen wir vielleicht mal ein. In ein paar O-Töne, die wir hören aus diesem Interview. Der erste beschäftigt sich zu Beginn, das ist so ein kleiner Zusammenschnitt von Aussagen aus dem BBC-Interview, mit den Massenentlassungen, die Twitter da durchgeführt hat. Es mussten 6500 MitarbeiterInnen gehen. Von ursprünglich knapp 8000 sind jetzt noch 1500 übrig, sagt Elon Musk. Und im Interview sagte er: Ohne radikale Sparmaßnahmen hätte Twitter nur vier Monate zu leben gehabt.
07:27 Speaker 4
Wir hören mal rein hier.
07:32 Speaker 5
And i i has it been hard letting up that many people go?
07:35 Speaker 4
Yeah, it's not fun at all. It's painful. The the company's either gonna go bankrupt, uh or if if we do not cut costs immediately. Um, this is not a a caring, uncaring situation. It's like if the whole ship sinks, then nobody's got a job. This hasn't been some sort of party. Um so uh it's been really quite a stressful situation. Yeah, so it's been quite painful, um, but I think uh at the end of the day it it should have been done. I think did I were there many mistakes made along the way? Of course. Um you know. Um And uh but it you know all's well it ends well. Have I shot myself in the foot with tweets multiple times? Yes. I think I should not tweet uh after 3 a. m. If you're gonna tweet something that uh maybe is controversial, uh save it as a draft and look at it the next day and see if you still want to tweet it I sometimes sleep in the office. There's a a library that nobody goes to, uh uh on the uh seventh floor, and uh there's a couch there and I some I sleep there sometimes.
08:41 Dennis Horn
Darf ich mit dem letzten Teil anfangen, bevor wir sagt ja, dass er manchmal im Headquarter schläft und nennt dann als Raum eine Bücherei im siebten Stock, die nicht genutzt wird. Und ich glaube, das ist ein Move. Um nochmal klarzumachen, dass da wirklich keine Schlafräume mehr drin sind, liebes Baudezernat der Stadt San Francisco. Zwinkerzwinker.
09:02 Gavin Karlmeier
Vielleicht sollte er vor 3 am da mal reingehen in diese Library, weil das hätte den Vorteil a, dass er dann nach 3 am nicht mehr twittert und b vielleicht mal ein Buch liest. So, aber das nur nebenbei. Er hat auch noch die Frage gestellt bekommen, ob er den Kauf von Twitter am Ende nur abgeschlossen hat, weil ein Richter ihn sowieso dazu gezwungen hätte. Hat er gesagt, ja, das ist der Grund. Also, um das nochmal zu bestätigen, was wir.
09:31 Dennis Horn
Das ist Leidenschaft, oder? Was wir eh vermutet haben. Ich bin nicht überrascht. Wir haben das ja schon längst geahnt, aber es ist schon auch krass. Also, dass es am Ende Dass er, also offenbar hat er es mit seinem Gag einfach ein bisschen zu weit getrieben. Anders kann man sich das ja nicht erklären.
09:47 Gavin Karlmeier
Wenn ein Gag Wirklichkeit wird, Wie fandest du ihn? Klang reicht entspannt, oder? Ja, ich hab's dir ja auch heute schon geschrieben.
09:56 Dennis Horn
Ich habe mich bei einer Reaktion, bei einer körperlichen Reaktion ertappt, für die ich mich. . fast ein bisschen schlecht gefühlt habe. Ich fand ihn sehr sympathisch. Also mir ging es dabei so, dass ich mir das angehört habe und so dachte Ja, irgendwie viele dieser Schlüsse, die er zieht, klingen so nachvollziehbar. Und man muss das immer wieder entkoppeln, von dem, wie er als Mensch wirkt. Und dem, was er eigentlich tut. Also, das sind eigentlich zwei Welten. Deswegen bin ich relativ froh, dass ich nicht dieses Interview mit ihm führen musste, weil ich offenbar anfällig dafür bin, mich da einlulen zu lassen. Weil irgendwie fand ich das so, es wird so menschlich, wenn er sagt, also klingt so, als wäre er so ein Monster, das ist er wahrscheinlich auch nicht. Aber es klingt so menschlich, wenn er so sagt, ja, also ich habe Fehler, ich habe Quatsch getwittert, ich sollte vielleicht nicht mehr nach drei Jahren twittern. Das ist so ein charmanter Weg, sich so da rauszuziehen. Und wenn man dann aber das Ganze so ein bisschen weniger emotional betrachtet, weniger auf so einer zwischenmenschlichen Ebene, dann denkst du dir halt, das kann doch nicht dein Ernst sein, Mann. Also es kann ja nicht wahr sein, dass ein Mensch, der so eine Macht über so viele Menschen hat, der so eine. Wirkung hat, der mehr Geld hat als die, weiß ich nicht, fünf, sechs, sieben, acht Staaten an Bruttoinlandsprodukt haben, dass der sagt: Ja, ich tut doch manchmal doofe Sachen. Das geht nicht. Und diese Masche, mit der er mich anfangs auch erst hatte, mit der wird er sehr viele Leute, glaube ich, einlulen. Und ich glaube, das ist das Ehrlicherweise gefährlichste an ihm, dass er so dieses Break Things aus einer vermutlich tatsächlich sehr nerdy-tackigen Denke heraus tut, also er kommt irgendwie aus so einer Welt, in der man das halt so macht. Und ja, ist irgendwie alles nett, aber diese ganze Realität, in der er sich bewegt. Die darf man dabei nicht ausblenden, wenn man das sieht. Und ich glaube, das ist auch der Grund, warum es so viele Leute gibt, die sich für ihn so begeistern, wie alles toll finden, was Elon Musk macht. Weil diese. Diese Masche, dieses Einklammern und dieses Umgarnen und so, das blendet immer ganz viel aus, was nicht auszublenden ist.
12:01 Gavin Karlmeier
Kennst du dieses Phänomen, wenn du Leute bei Twitter, Leuten bei Twitter folgst oder so und dann immer denkst, Alter, sind die Angry den ganzen Tag, immer schnittige Kommentare, immer voll auf die Pointe, immer raushauen und so weiter, und aber halt nicht so der Der coole, gute Weg, sondern wo du dir auch die Frage stellst, wann haben die sich eigentlich so radikalisiert? Ja. Also nur noch die Hot Takes, so, weißt du, ne? So die Leute, die bei Twitter schlechte Laune haben. Und dann triffst du die. Irgendwie auf der Republika oder irgendwie sowas und denkst du, so übel sind die doch gar nicht. Da ist so eine gewisse Fallhöhe zwischen täglicher Umgang und wie sie wirken oder sich geben auf Twitter, wenn ihnen diese dieses Poantenbildende Netzwerk zur Verfügung steht. Kennst du das?
12:50 Dennis Horn
Ja, total. Ich musste auch daran denken an Christian Ullmann, hat mal über Jerks erzählt. erzählt. Es gibt ja, es ist ja eine Serie, die in so einer Scheinrealität spielt, also wo er das so verschmilzt zwischen Fiktion und Nichtfiktion. Und es Eigentlich spielen sich alle Prominenten dort selber, außer Micky Beisenherz. Der wurde von einem Schauspieler übernommen. Und da hat Christian Ullmann bei Matze Hilscher damals im Interview gesagt: er wollte den nicht kennenlernen, weil er Angst hatte, dass er ihn nett findet. Und er findet das, was er tut, so schlimm. Und Ich finde, genau dieser Effekt, der ist der hier auch, den kann man hier sehr gut feststellen.
13:22 Gavin Karlmeier
Ja, ne?
13:23 Dennis Horn
Ja.
13:23 Gavin Karlmeier
Also das ist, ähm, ich meine. Es kommt in dem Interview ja auch zu Stellen, die hören wir gleich auch, da wird der ja, also er ist ja extrem selbstbewusst oder einfach Ich finde nach wie vor er differenziert nicht und das ist naiv und so weiter. Auch wenn es um das Labeln der öffentlich finanzierten Medien geht. Also Da blickt dann genau das durch, was ich auch in seinen Tweets lese. Deshalb fand ich ihn dann so in der Gesamtheit nicht komplett weg sympathisch irgendwie. Da guckte das alles durch, aber es ist schon interessant, das Phänomen wie sehr sich die Kommunikation, die Wahrnehmung verändert, wenn einem wirklich nur dieses Textfeld zur Verfügung steht und was er dort sendet und was er in einem Interview sendet. Und ich würde sagen, das ist nicht nur, dass ihm da bewusst war, dass eine Kamera auf ihn gerichtet ist. So, das ist ein bisschen mehr als nur das. Ja, würde ich zustimmen. Und dann gab es auch einen Punkt in dem Interview: da kam es ein bisschen zu Spannungen. Also, die beiden haben gechillt miteinander gesprochen, die meiste Zeit, aber dann hat James Clayton an einer Stelle angedeutet, dass er mehr Hass auf Twitter sieht, seit Elon Musk das Unternehmen übernommen hat. was sagt er darauf zurückzuführen ist, dass eben gesperrte Konten wieder twittern dürfen. Es gibt ja auch Studien mittlerweile dazu, die das einfach zeigen. Und Elon Musk hat James Clayton dann dazu aufgefordert, ihm mal Beispiele zu nennen. Und dem ist kein Beispiel eingefallen. Und da muss ich tatsächlich sagen, da sah er nicht so gut aus, der BBC Reporter. Wir hören da mal rein. Etwas schlechtere Tonqualität jetzt, weil ein Ausschnitt direkt aus dem Twitter Space und ähm
15:13 Speaker 4
I mean you use Twitter. Right.
15:15 Speaker 5
Do you see a rise in hate speech? I mean but just a personal anecdote, like what do you do? I don't. P personally, my uh for you I would see I get I get more of that kind of content, yeah, personally. But I I'm not gonna talk to talk to the rest of f for the rest of Twitter. You see more hate speech personally. I would say I would see more hateful content in that in that. Content you don't like or c or hateful. What do you mean describe a hateful thing Yeah. Uh I mean you know, just content that will solicit a a reaction to something that may include something that is slightly racist or slightly sexist, those kinds of those kinds of things.
15:51 Speaker 4
So you think if something is slightly sexist, it should be banned? I noticed that I'm not saying anything. I'm saying I was curious, what you I'm trying to say what you mean by hateful content. I'm asking for specific examples. Um And if and you just said that if something is slightly sexist, that's hateful content.
16:10 Speaker 5
Does that mean that it should be banned? Well you've asked me you've asked me whether my feed whether it's got less or more. It I'd say it's got slightly more. That's why I'm asking for examples. Can you name can you name one example? I'd I honestly don't use I honestly I don't use that.
16:23 Speaker 4
Name a single example.
16:24 Speaker 5
I'll tell you why, because I don't actually use that for you feed anymore because I I just don't particularly like it. Actually a lot of people a lot of people are quite similar. I I I only I only look at mine with my following.
16:33 Speaker 4
You said you've seen more Hitler content but you can't name it a single example. Not even one
16:38 Gavin Karlmeier
Oh. Oder also immer ein schlechtes Zeichen, wenn der Interviewpartner einen selbst interviewt.
16:45 Dennis Horn
Ja.
16:46 Gavin Karlmeier
Und den Spieß so umdreht. Also da sah er wirklich nicht gut aus. Darauf muss man sich aus meiner Sicht, man weiß nicht, wie schnell dieses Interview zustande gekommen ist und so weiter.
16:55 Dennis Horn
Man weiß aber eins: Man weiß, dass es ein spontanes Interview ist. Also dass das offenbar gar nicht vorbereitet war, wenn ich das richtig gelesen habe. Also dass es so war, er hat angerufen, konnte vorbeikommen und hat ihn dann interviewt. Naja, trotzdem ist das also wenn du nicht vorbereitet sein kannst darauf, wie dein Gegner oder dein Gegner ist falsch, dein Interviewpartner antwortet, dann solltest du vielleicht auch das Themenfeld nicht anfassen. Also wenn du nicht.
17:23 Gavin Karlmeier
Sicher in deinen Fakten bist als Interviewender. Ich hatte noch so einen anderen Gedanken, also warum fallen einem dann keine Beispiele ein? Und dann habe ich so gedacht, kann vielleicht auch daran liegen, dass man In so einer Rolle als Journalist, der auf Twitter ja dann auch so eine öffentliche Person ist und relativ viel solcher Dinge auch abbekommt, man legt sich ja irgendwann auch so einen Filter im Kopf zu. der das automatisch überliest. Also mir ging das immer so und geht das immer so in Social Media. Sonst kommt man irgendwann ja auch nicht mehr klar, wenn es mal so über einen hereinbricht. Und dass ihm deswegen einfach dann auch das konkret nicht mehr im Kopf war. Ich kann mir das schon vorstellen, aber es ist natürlich für die Interviewsituation ungünstig, sag ich mal.
18:08 Dennis Horn
Ja, ich würde das mal ein bisschen größer sogar ziehen. Vielleicht ist die Frage ja sogar gerechtfertigt, zu sagen, hast du denn mehr Hate Speech wahrgenommen? Weil wenn die Antwort darauf Ja ist, dann ist die Antwort ja gleichzeitig, der For You-Algorithmus funktioniert nicht, aber er löst das Problem der Existenz der Hate Speech ja nicht. Also Die Frage, die Elon Musk stellt, ist zwar ein rhetorischer Trick und eine clevere Fangfrage, um das Gegenüber einzufangen, aber wenn er weiß genau, wenn er jetzt Ja antwortet, dann funktioniert der Algorithmus nicht so, wie er eigentlich funktioniert. Also Ich bin mir nicht sicher, ob wir da nicht sogar auch wieder ein bisschen reinfallen gerade.
18:46 Gavin Karlmeier
Ja.
18:47 Dennis Horn
Weil ist die Frage denn relevant, ob in meiner For You-Timeline Hate Speech zu sehen ist?
18:53 Gavin Karlmeier
Das ist wieder deine Argumentation. Vielleicht ist das alles da, aber wie wird es runtergeschraubt und weniger sichtbar gemacht wird?
19:01 Dennis Horn
Um ein ganz konkretes Beispiel zu nennen. Auch super gut, weil du das gerade genauso geschildert hast, als du diesen Tweet geschrieben hast, dass du Twitter verlässt oder dass du deine Aktivität ruhen lässt. Du hast darauf 1500 Antworten bekommen und davon sind 1450 unbrauchbar, sage ich mal. Vorsichtig formuliert. Das ist Müll. Da sind Beleidigungen zwischen, da sind irgendwelche Schwurbeleien zwischen, da sind Desinformationen, da ist alles drin, was man sich vorstellen kann, weil es offenbar sehr orchestriert war. Und Diese Tweets, die sind ja da, aber die werden mir ja in meiner Timeline nicht angezeigt. Und du hast in deiner Wahrnehmung damals auch schon gesagt, ja, das nimmt man dann so mit, das ist halt da. Und ich finde das so, ich finde, genau davon gibt es halt super viel gerade auf Twitter. Und ich sehe das auch regelmäßig, dass das da ist, aber natürlich nicht in meiner algorithmisch sortierten Timeline. Weil dann würde sie ja auch nicht funktionieren. Eine Timeline, die mir algorithmisch sortieren will, was für Inhalte mir gefallen sollen. Die werden mir ja nicht irgendwelche Kommentare anzeigen, die von irgendwelchen Filtern sowieso schon als weitere antworten. weggeschoben werden.
20:07 Gavin Karlmeier
Aber die das Problem ist nicht gelöst dadurch. Nee, genau, also ich verstehe das. Das ist natürlich allein eine Argumentation über die Sichtbarkeit. Es gibt, gäbe, noch einen anderen Argumentationsstrang, der würde Über die Frage laufen, was das mit den Leuten macht, die das lesen. Also, ich sage jetzt, ich habe irgendwie einen Filter im Kopf, aber erstens hat das nicht jeder. Zweitens heißt das nicht zwingend, dass das nichts mit mir macht. Also, das wäre nochmal ein anderer Argumentationsstrang.
20:42 Dennis Horn
Stimme ich dir voll zu? Ich glaube nur, dass die Frage, die Elon Musk stellt, ja genau auf diese Sichtbarkeit anspielen soll. Ja, absolut. Weil er ja auch angefangen hat, als in der Twitter-Kommunikation nur noch als Metrik Die Sichtbarkeit zu verwenden und eben nicht mehr die Anzahl an Hasskommentaren. Was eigentlich die viel aussagekräftigere Aussage wäre, wie groß, welcher, welcher Anteil des Inhaltes, der so am Tag auf Twitter produziert wird, ist eigentlich Hasrede. Und der ist wahrscheinlich nicht kleiner geworden, im Gegenteil.
21:12 Gavin Karlmeier
Übrigens, Elon Musk hat behauptet in dem Interview Mit der BBC, er wolle eins der Gebäude des Unternehmens in San Francisco umwandeln in ein Obdachlosenheim. Die Eigentümer des Gebäudes würden das nicht zulassen. Die wiederum wurden gefragt von Business Insider, allerdings außerhalb der regulären Arbeitszeiten, deshalb gibt es dazu noch keinen Kommentar. Und der James Clayton hat Elon Musk dann gefragt, wie denn dieses Obdachlosenheim funktionieren soll. Da hat Elon Musk gesagt, ich weiß es nicht. Ich weiß es nicht, wir könnten die Leute einfach dort wohnen lassen. Es ist schön. Sie könnten ihre Sachen mitbringen, ihre Zeit mitbringen, ihr Zelt mitbringen, was auch immer. Also James Clayton wird zitiert nach diesem Interview mit dem den Worten Es ähm Sei stellenweise bizarr gewesen.
22:02 Dennis Horn
Es fühlt sich auch so, fühlt sich ein bisschen populistisch an, diese Aussage.
22:06 Gavin Karlmeier
Ja, ja, genau. Und dann ging es auch um. Die goldenen Häkchen und blauen Häkchen. James Clayton hat Elon Musk auch gefragt auf die Frage. Oder hat ihn gefragt, ob die New York Times ihr blaues Häkchen verloren hat, weil sie sich weigerte Zu bezahlen nach den neuen Regeln. Maske hat so ein bisschen ausweichend geantwortet, hat gesagt, es ist doch ein kleiner Betrag, also ich weiß nicht, was ihr Problem ist. Und dass er nicht weiß, was ihr Problem ist, das glaube ich ihm sofort. Kommen wir nachher zu. Gegen Ende des Interviews hat Elon Musk dann noch gesagt Dass er eine seltsame Beziehung hat zu Nachrichtenmedien, weil die über jeden seiner Schritte berichten, manchmal auch ihn in einem ungünstigen Licht dastehen lassen würden, aber er sagt, es sei ein wesentlicher Bestandteil. Der freien Medien und zu denen kommen wir jetzt. Wir hatten darüber gesprochen, dass NPR und auch die BBC von Twitter als State Affiliated Media gelabelt wurden. Und dann als Government funded, was es ja fast noch schlimmer gemacht hat, weil es einfach komplett falsch ist, denn diese Medien sind öffentlich finanziert, aber eben nicht staatlich. NPA zu einem Prozent. Mit Zuschüssen vom Start. Übrigens, PVC und Voice of America wurden fälschlicherweise auch mit diesem Label versehen. Und jetzt hat Elon Musk Einem Reporter von NPR gesagt, um festzustellen, wer dieses Label bekommt, verwendet er eine Wikipedia-Seite. Und zwar die Wikipedia-Seite zu publicly funded broadcasters, also zu öffentlich finanzierten Sendern. Und zu dieser Wikipedia-Seite kommen wir gleich noch. Elon Musk hat auch mit James Clayton über genau diese Frage.
24:08 Speaker 4
I know the BBC, for example, is not thrilled about being labeled state affiliated media. Yeah, yeah. So we're I mean our goal is simply to uh have um do you know, uh to be as uh truthful and accurate as possible. So um I think there's uh I think we're we're we're uh adjusting the label to be publicly funded, which I think is perhaps uh Not too objectionable. We're trying to be accurate.
24:41 Speaker 5
I'm not the BBC, but publicly funded is how the BBC describes.
24:47 Speaker 4
Okay, okay, so that would be accurate. That's uh if we use the same words that the BBC uses to describe itself, that presumably would be okay. I'm not asking you for a yes or no since you're not running BBC per se. You're But it's probably it seems to pass uh a reasonable reasonable test. Yeah yeah. Basically that that's we're trying to be as accurate as possible.
25:22 Dennis Horn
Wir versuchen Twitter so wahrheitsgemäß und akkurat wie möglich zu gestalten, sagt er ungefähr. Ich weiß, ich kann das nicht so richtig fassen, weil ich so das Gefühl habe, das ist eine Formulierung, die so Das ist so ein Marketingsprech. Und wo kommt das plötzlich her? Also. Ich weiß nicht, irgendwie hänge ich an diesem Punkt, weil Twitter doch eigentlich sich soweit zurücknehmen wollte und eigentlich. all das gar nicht sein sollte. Also in seiner Welt, in der Gleichbehandlung aller, in jeder kann sich Haken kaufen oder auch nicht, in dem Narrativ, das die ganze Zeit seit seiner Übernahme eigentlich nach außen getragen wird. muss Twitter das alles gar nicht sein, sondern in dieser Welt bekommt einfach niemand dieses Label. Und es ist natürlich legitim, ähnlich wie YouTube, so eine Einordnung für große Medienhäuser zu leisten. Gerade wenn es öffentlich-rechtlich beispielsweise ist, das kann ja auch eine Aussagekraft haben. So, das kann ich schon verstehen, aber für mich passt das gar nicht. Diese Labelung in seine Verkaufe.
26:27 Gavin Karlmeier
Weil er sich sonst ja aus allem eher zurückziehen möchte und nicht wie Mark Zuckerberg damals sagte, Arbiter of Truth sein möchte. Genau. Ja, jetzt sagt er hier, die BBC soll publicly funded genannt werden, dann mit einem neuen Label. Ich bin mir da nicht sicher, ob das wirklich passieren wird am Ende. Ich bin bei einer anderen Geschichte hängen geblieben. Wie Elon Musk ihm antwortet: Na, wenn die BBC sich selbst publicly funded nennt. Dann können wir selbst vielleicht nicht auf diese Formulierung gehen. Das finde ich, also was für ein Denkmuster dahinter steckt. Als gäbe es keine Fakten, auf die man sich überhaupt einigen kann, als wäre alles Meinung. Ja, stimmt. Das finde ich super interessant. Also Die Hilfeseite von Twitter, in der steht, wie genau Twitter bei der Kennzeichnung verfährt, die ist jetzt aktualisiert. Bisher stand dort staatlich finanzierte Medienorganisationen, die redaktionell unabhängig sind, wie die BBC in Großbritannien oder NPR in den USA, werden im Rahmen dieser Richtlinie nicht als staatsnahe Medien angesehen. Auch das war übrigens schon falsch, weil diese Sender ja eben nicht staatlich finanziert sind, aber wenigstens das Ergebnis hat noch gestimmt, das Label dann am Ende. Und jetzt steht dort in der Hilfe, zumindest auf der englischsprachigen Seite, zur Frage, wie regierungsfinanzierte Medien definiert werden, also Governmentsfeld. Funded Media, als Medienhäuser, bei denen die Regierung einen Teil oder die gesamte Finanzierung übernimmt und dort in unterschiedlichem Maß Einfluss auf den redaktionellen Inhalt nehmen könne. Und um festzustellen, welche Medien das sind, verwende man externe Quellen wie diese und das ist der Link, der eben auf die angesprochene Wikipedia-Seite führt zu Publicly Funded Broadcasters.
28:23 Dennis Horn
Aber was soll das bedeuten? Also in unterschiedlichem Maß würde ja in Deutschland beispielsweise jedes Medium betreffen, das eine Sendelizenz hat, weil da eine Landesanstalt zusätzt, oder?
28:33 Gavin Karlmeier
Ja, ja, ja, klar. Und wo die Regierung einen Teil übernimmt, gilt halt auch schon ab einem Prozent. Und das ist natürlich völliger Wahnsinn. Und du kannst ja nicht hier. Sagen, wir markieren regierungsfinanzierte Medien und dann auf eine Wikipedia-Seite leiten, die öffentlich finanzierte Medien auflistet.
28:54 Dennis Horn
Richtig.
28:54 Gavin Karlmeier
Und dieser Unterschied selbst nach diesem Interview ist ihm nicht klar. Und ich habe das Gefühl, da hätte jemand, der nochmal. Statt dieses Reporters, der einfach einen ganz tiefen Einblick noch in Medienpolitik hat, der hätte mit Elon Musk allein anderthalb Stunden darüber diskutieren können, über nur diese Frage, bis er es endlich verstanden hätte.
29:14 Dennis Horn
Das stimmt wirklich, ne?
29:15 Gavin Karlmeier
Ja, so. Und jetzt NPR. Ähm, und das ist eine Meldung, die wir, glaube ich, sehr unterstützen. NPR ist die erste große Nachrichtenorganisation, das erste große Medienhaus, das die Nutzung von Twitter Einstellt. Es gibt eine Stellungnahme, ich lese sie schon mal kurz vor. Die Konten von NPR werden nicht mehr auf Twitter aktiv sein, weil die Plattform Maßnahmen ergreift, die unsere Glaubwürdigkeit untergraben. indem sie uns fälschlicherweise unterstellt, wir seien redaktionell nicht unabhängig. Wir stellen unseren Journalismus nicht auf Plattformen zur Verfügung, die nachweislich ein Interesse daran haben, unsere Glauben zu schweren. und das Verständnis der Öffentlichkeit für unsere redaktionelle Unabhängigkeit zu untergraben. Wir wenden uns von Twitter ab, aber nicht von unseren Zuschauern und Communities. Es gibt viele Möglichkeiten, mit NPR in Verbindung zu bleiben. Und sich über Nachrichtenmusik, kulturelle Inhalte auf dem Laufenden zu halten. Mic Mic Drop.
30:11 Dennis Horn
So, ja. Ähm man muss dazu sagen, finde ich, dass NPR ja durch die Berichterstattung der letzten Tage und auch durch dieses Label, als Label Die mussten ein bisschen mehr ertragen als andere Medienhäuser und da hätte ich es auch nicht verstanden, wenn man jetzt sich wieder darauf eingelassen hätte, ja, na gut, wir machen mal noch weiter. Ich finde, dass die BBC, da ja mit diesem, wir gehen ja jetzt einfach mal direkt vor die Tür klopfende an und wollen gerne mit diesem Herrn Masken halt sprechen, einen anderen Weg gegangen ist, den ich auch irgendwie charmant finde. Aber erstmal ist es natürlich stark zu begrüßen. Habe aber da mir da in den letzten Tagen viel Gedanken darüber gemacht. Das können wir aber gleich mal machen, weil erstmal du, sorry.
30:52 Gavin Karlmeier
Ja, ich würde da jetzt nicht viel mehr zu sagen, außer ich finde ich finde das zu begrüßen. Ich finde übrigens, dass Twitter diese Glaubwürdigkeit gerade generell untergräbt, auch wenn es gar nicht allein um dieses Label geht. Und das finde ich ein so großes Problem, dass ich mich da Ist meine Haltung ja, habe ich ja schon mehrfach hier ausgebreitet, dass ich mich frage, warum Medien nach wie vor so die Füße stillhalten. Und es tat sehr gut, diesen Move von NPR heute zu sehen.
31:21 Dennis Horn
Ja, stimme ich zu. Ich bin ja immer noch so ein bisschen hin und her gerissen, das haben wir ja auch schon ein paar Mal hier besprochen, weil ich denke, wenn jetzt alle Medien sich von jetzt auf gleich von Twitter verabschieden würden in Deutschland. dann wären die Leute ja noch nicht zwangsläufig sofort weg. Das würde ja ein bisschen dauern. Und in dieser Zeit wäre da Sodom und Gomorra, mehr als jetzt schon. Deswegen bin ich so ein bisschen. Es fehlt halt so ein bisschen die Initiale. Deswegen, vielleicht ist es auch fast schade, dass nicht jetzt erstmal alle Medien irgendwie so einen Government-Funded-Stempel bekommen haben, damit es endlich diesen Dass es nicht nur so ein langsames Drangewöhnen ist, sondern wirklich ein Knall gewesen wäre.
31:57 Gavin Karlmeier
Wer weiß, ob das nicht noch passiert? Ja, ich will es auch nicht ausschließen. So, neben der BBC und NPR ist jetzt auch von Twitter weg die SPD. NRW, die SPD NRW, der Account der Landespartei in Nordrhein-Westfalen. Ist nicht mehr dort vertreten. Die Kolleginnen und Kollegen aus dem WDR berichten das. Und die Begründung ist zweiteilig. Erstens Die Geschäfte des Unternehmens würden seit einigen Monaten intransparent ausgeübt, was der Bewerbung rechtsextremer und antidemokratischer Inhalte Tür und Tor öffne. Außerdem sei Twitter, bei Twitter nur ein kleiner Teil der Bevölkerung, wirkliche Impulse für einen produktiven gesellschaftlichen Diskurs gehen von der Plattform heute kaum noch aus. Das ist ja übrigens dieselbe Begründung, die Kevin Kühnert damals genutzt hat, als er Twitter verlassen hat.
32:54 Dennis Horn
Ah. Ja, guck mal. Musste man nur mal gucken, was im Posteingang noch so rumliegt.
33:00 Gavin Karlmeier
Ja, war gar nicht zu viel Hate damals, sondern er hat gesagt, das schmälert meinen Blick oder verfälscht meinen Blick dafür. was die tatsächliche Debatte der Bevölkerung ist, es stimmt ja auch. Also wenn ich in Twitter reingucke, das ist was anderes Als das, worüber gesprochen wird, wenn ich hier Donnerstagabends in meinem Dorf in der Pizzeria sitze.
33:22 Dennis Horn
Ja, ich hundertprozentige. Das ist weit davon weg. Absolut. Das ist aber kein neues Phänomen, sondern das hätte eigentlich von vornherein klar sein können, gerade für einen großen politischen Player, der es aber offenbar ja lang genug genutzt hat, um so ein bisschen Bass oder Cloud, wie man jetzt sagt, Mitzunehmen. Finde ich, also ich finde das Argument ein bisschen, ich finde es ein bisschen vorgeschoben. Also, weil es stimmt, klar. Auf der anderen Seite erwarte ich aber auch nicht, dass die komplette Landesfraktion der SPD die ganze Zeit an einem Twitter-Account sitzt und guckt, was jetzt gerade die Leute so schreiben.
33:59 Gavin Karlmeier
Die anderen übrigens wollen nicht diesen Weg gehen, erstmal. Da hat der WDR kurz rumgefragt, unter den im Landtag Nordrhein-Westfalen vertretenden Parteien, die nutzen Twitter weiter, sowohl für die Fraktion als auch für die Partei. Die Grünen haben nochmal die Bedeutung sozialer Medien allgemein betont. Bei AfD-FDP sieht man das ähnlich und auch aus der CDU heißt es, es gibt keine Pläne, die Twitter-Aktivitäten einzustellen. Ich weiß nicht, welche Halbwertszeit solche Aussagen haben. Ich finde es interessant, dass jetzt zumindest einige große und mittelgroße Player hier sich bewegen.
34:38 Dennis Horn
Ja, und offenbar zumindest mal nachdenken. Also das ist ja schon, eigentlich mehr wollen wir ja gar nicht, dass Leute sich da mal Gedanken drüber machen, was sie da eigentlich tun.
34:47 Gavin Karlmeier
Wie ist das denn mit anderen Medien in Deutschland, Gavin?
34:51 Dennis Horn
Danke, Dennis, für diese spannende Frage. Wir haben das ja angekündigt, wurden dann so ein bisschen ja von den Kolleginnen und Kollegen von Übermedien überholt. Über Medhol, naja, aber trotzdem war zu dem Zeitpunkt, als dessen Text rausgekommen ist, unsere Anfrage an die Medienhäuser ja schon raus und deswegen wollen wir zumindest der Vollständigkeit halber mal nachliefern. wie eigentlich die ganzen Medienhäuser uns geantwortet haben auf die Frage: Gibt es im Moment Pläne für den goldenen oder blauen Haken mehr Tütter zu bezahlen? Wenn ja, wieso? Wenn nein, wieso nicht? Und gibt es Überlegungen, Twitter als Veröffentlichungs- oder Bewerbungskanal aufzugeben? Und ich gehe da mal so ein bisschen durch und du kannst ja mal einwerfen, wenn du irgendwo Gedanken zu hast. wird aber relativ schnell, glaube ich, eine rote Linie klar. Also die Deutsche Welle hat geschrieben, wir befassen uns mit dem Thema, haben aber noch keine Entscheidung getroffen. Spannend. Die Zeitverlagsgruppe schreibt, wir möchten zu dem Thema derzeit kein Statement abgeben. Auch hochspannend. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt: Wir beobachten die Veränderungen bei Twitter genau, warten aber noch ab, wie sich die Situation entwickeln wird. Ein Handlungsbedarf sehen wir aktuell noch nicht. Wir planen nicht für eine Verifizierung unserer Twitter-Accounts zu bezahlen. Prosim Sat1, Prosim Max und Sat 1 Gold antwortet auf die Frage, gibt es derzeit Pläne für den Haken zu bezahlen? Ein präzises Nein. Dann haben wir die Spiegelgruppe. Wir haben entschieden, zu diesem Zeitpunkt nicht für dieses Abo-Siegel zu bezahlen. Der Haken steht nicht länger für Authentizität und Glaubwürdigkeit. Und hat damit seine publizistische Relevanz verloren. Aber das finde ich perfekt ausgedrückt. Ja. Ist sehr nah übrigens an einem Statement der New York Times auch. Wir werden weiterhin genau beobachten, wie sich Twitter als Plattform entwickelt und in welchem Umfeld unsere Angebote erscheinen. Twitter bleibt ein relevanter Kanal, um unsere Zielgruppen mit unserem journalistischen Angebot zu erreichen und mit den Leserinnen und Lesern in den Austausch zu treten. Dann haben wir hier das ZDF schreibt, wir diskutieren die Entwicklung von Twitter kontinuierlich und sind zunächst zu diesem Schluss gekommen. Aktuell haben unsere zentralen Accounts das goldene Häkchen. Achso, davor steht noch Nein. Das habe ich unterschlagen. Ja. Und auf die Frage, ob Twitter auf. . Zu geben, überlegt wird. Nein, aber wir beobachten eine insgesamt nach wie vor unübersichtliche Entwicklung bei Twitter, weil die Plattform im Kanon unseres breiten Engagements in sozialen Netzwerken nach wie vor eine Rolle spielt. gibt es derzeit keine Überlegungen, diesen Kanal aufzugeben. Kannst du noch? Ja?
37:26 Gavin Karlmeier
Ja, ja, mach zu Ende. Wir wollen ja hier vollständig sein.
37:29 Dennis Horn
Absolut. Die SZ schreibt Twitter hat den Hauptaccount der Süddeutschen Zeitung mit einem goldenen Haken versehen. Wie die Verifizierungsrichtlinien bei Twitter zukünftig gehandhabt werden, beobachten wir, um dann über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Die rote Linie ist erkennbar, glaube ich. Aber ich gehe mal weiter. Wir haben hier keine Signatur in der E-Mail. Axel Springer. Ah ja. Die Kollegin schreibt dort, jede Medienmarke von Axel Springer entscheidet eigenständig, ob die Verifizierung auf Social Media Plattformen einen Mehrwert für sie oder ihre Nutzer bietet. Das könnte beispielsweise der Fall sein, wenn durch eine Verifizierung relevante Zielgruppen eine Medienmarke als vertrauenswürdige Quelle wahrnehmen würden. Die Entscheidung kann je nach Land und Medienmarke unterschiedlich ausfallen. Auch spannend. Gegenwärtig haben alle Medienmarken von Axel Springer signalisiert, dass sie in einer bezahlten Verifizierung auf Twitter keinen Mehrwert für sich oder ihre Nutzer sehen. Weder was die goldenen Haken für Unternehmen noch die blauen Haken für individuelle Accounts betrifft. Das gleiche gilt für das Unternehmen Axel Springer. Ob die Journalistinnen und Journalisten bei Axel Springer für blaue Haken auf ihren individuellen Accounts bezahlen wollen, bleibt Ihnen selbstverständlich selbst überlassen. Die Kosten werden vom Unternehmen nicht erstattet. Dann haben wir Phoenix. Twitter ist für Phoenix ein wichtiger Ausspielweg. Aktuell gibt es keine Pläne für die Verbreitung unserer Inhalte auf Twitter, etwas zu bezahlen oder unsere Aktivitäten auf Twitter einzustellen. Wir sind der Ansicht, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk seinem Auftrag auch auf Drittplattformen wie Twitter nachkommen sollte, um dort qualitativ hochwertige Inhalte zur Meinungs- und Willensbildung zu verbreiten und Werte auf Basis der Freiheit demokratischen Grundordnung zu vermitteln. Wir werden die weitere Entwicklung bei Twitter aber im Blick behalten und, wenn nötig, neu bewerten. Wir machen weiter. Wie viele haben wir denn noch? Das ist ja irre. zwei, drei, vier. Ja, die haben alle uns geantwortet in unserem kleinen schmierigen Podcast. Ich glaube, es hat geholfen, dass Übermedien so ein bisschen vor uns da war oder nach uns, was auch immer. Auf jeden Fall wurde das Statement dann schon mal verfasst. Die ARD und alle Landesrundfunkanstalten antworten wie folgt: Twitter ist eine von mehreren Social Media Plattformen, auf der wir als ARD aus journalistisch-redaktionellen Gründen aktiv sind und unsere Inhalte veröffentlichen. Wir planen aktuell nicht, dort kostenpflichtige Abonnements abzuschließen und haben das bisher auch nicht getan. Einigen Accounts der ARD hat Twitter eigenständig ohne jegliche Information, ohne nachvollziehbare Kriterien und ohne Zahlung einen goldenen Haken gegeben. Die Situation rund um Twitter haben wir kontinuierlich im Blick. Da es fast täglich neue Entwicklungen gibt, bei denen Entscheidungen auch kurzfristig wieder zurückgenommen werden, können wir derzeit keine Prognose bezüglich der Auswirkungen geben. Wie sich die Umstellung auf das Bezahlmodell entwickelt, werden wir weiterhin genau beobachten und darauf aufbauend Entscheidungen treffen. Dann haben wir noch RTL. Die Gruppe RTL und Gruna und Ja, ein gemeinsames Statement. Wir beobachten die Geschehnisse rund um das neue Verifizierungsmodell von Twitter aufmerksam. Durch unsere starken Marken, die Größe unserer Twitter-Kanäle sowie die tägliche Präsenz unserer Hashtags in den Trends sehen wir die Abhängigkeit von den angekündigten Änderungen als gering an. Wir haben uns deswegen entschieden, vorerst nicht für Töterblut zu bezahlen. Ich mache weiter mit dem Deutschlandradio. Deutschland Radio wird für die Verifizierung seiner Twitter-Konten nicht bezahlen und plant dies auch nicht. Social Media-Plattformen wie Twitter sind für uns eine von mehreren Möglichkeiten, mit dem Publikum in Dialog zu treten und Inhalte zu verbreiten. In regelmäßigen Abständen prüfen wir, ob das Umfeld der jeweiligen Plattform zu unseren journalistischen Angeboten, die wir dort verbreiten, passt. Wir beobachten die Entwicklungen bei Twitter in den vergangenen Monaten sehr genau und werden prüfen, wie wir auf etwaige weitere Veränderungen reagieren. Und das ist nochmal RTL und das ist auch genau die gleiche Formulierung. Okay.
41:07 Gavin Karlmeier
Okay. Haben wir bunte Autobild und die Wendy befragt noch.
41:13 Dennis Horn
Das ist Schwinger. Oh, Burda haben wir aber tatsächlich nicht mit drin gehabt.
41:19 Gavin Karlmeier
Naja, also die Sprache ist Etwas abwartend, nicht wahr? Ja, sehr zögerlich, finde ich auch. Also übrigens auch zögerlicher als die Zusammenstellung dieser Rückmeldungen aus den USA, wo Oliver Darcy das, glaube ich, gemacht hat von CNN. Wo ich das etwas klarer formuliert fand, das Nein.
41:40 Dennis Horn
Ja, stimme ich zu, wobei doch alle auch klar schon sagen, wir zahlen dafür nicht. Also das steckt da schon mit drin, es ist halt ein bisschen Verpressesprechlicht.
41:49 Gavin Karlmeier
Das war ein bisschen vorerst oder aktuell, ne? Ich meine, da kann man sich ja auch immer drauf berufen.
41:54 Dennis Horn
Ja, was ich spannend finde, dass in den meisten dieser Statements nicht mit drin steckt, wie eigentlich die NutzerInnen an ihre Inhalte bei Twitter kommen. Also ich hätte mir so eine Formulierung gewünscht, wie sollte es. NutzerInnen schwer gemacht werden, an unsere Inhalte über Twitter zu kommen, ohne dass sie dafür zu bezahlen, wird das für uns Folgen haben. Sondern es geht ja fast, vielleicht haben wir die Frage auch zu falsch geframed dafür, aber am Ende geht es ja fast immer nur darum, wie können wir eigentlich unsere Reichweiten da aufrechterhalten.
42:29 Gavin Karlmeier
Ja, interessant.
42:31 Dennis Horn
Ja, tatsächlich. Ich glaube, sonst habe ich dazu auch nichts. Doch, eine Sache finde ich spannend, dass Twitter offenbar mit offenen Armen immer noch goldene Haken rausschmeißt. Also das hat die ALD ja hier sehr deutlich auch formuliert, dass sie keine Ahnung haben, warum das so ist, aber die Accounts bekommen umsonst Goldene Haken. Und das widerspricht so vielen Sachen, die eigentlich die Idee der ganzen Blue-Geschichte waren.
42:57 Gavin Karlmeier
Ja, es funktioniert offenbar nicht, ohne dass halt einige große Player verifiziert sind. Sonst funktioniert dieses System nicht. So ist es, ja. Okay, damit sind wir direkt bei den Haken angekommen. Ähm, final date for removing legacy blue checks is four twenty, schreibt Elon Musk. Four twenty is ein Code. Für so und das natürlich, wir werden diesen Tag abwarten, weil auch das glauben wir eben nicht, bis es soweit ist. Übrigens hat Elon Musk mal gesagt, Twitter sei Premium, weil Werbekunden bei Twitter werben können, wo Writers and Leaders ihre Zeit verbringen und jetzt verscheucht er diese Writers and Leaders. Naja.
43:42 Dennis Horn
Ja, wohl wahr. Ich finde, Elon Musk muss mit diesen 420-Gags vorsichtig sein. Also er hat ja damals auch die Twitter, die die Ankündigung, Twitter zu kaufen. Hat er ja auch so ein bisschen mit seinem Gag versehen und hat pro Twitter-Share 54,20 Dollar, also 5,20 Dollar, gezahlt und damit deutlich mehr bezahlt, als Twitter vermutlich tatsächlich wert gewesen wäre. Denn so ist am Ende der Kaufpreis von 44 Milliarden Dollar zustande gekommen. Also vielleicht ist nicht alles, was sich wie ein Witz anfühlt, sorgt dafür, dass Leute dann mit dir lachen am Ende.
44:16 Gavin Karlmeier
Ja, alles für den Gag, ne? Ganz offenbar. Dann eine Beobachtung. Die E-Sport-Branche hat das neue goldene Häkchen weitgehend angenommen. Also, wir haben gerade über die großen Medienhäuser gesprochen, in den USA recht deutlich die Zurückweisung. Und E-Sports-Unternehmen gehen den umgekehrten Weg. Und das finde ich ganz interessant. Warum? Also viele prominente E-Sport-Organisationen haben damit begonnen, so die Gebühr von 1000 US-Dollar pro Monat zu bezahlen, plus nochmal 50 US-Dollar für jedes einzelne Twitter-Konto. Das mit dieser Organisation dann verbunden ist, also für diese Affiliate Badges, über die wir schon sprachen. Und Matthew Woods, der kommt von der Marketingagentur AFK. Der hat gesagt, für Spiele und fürs Gaming ist Twitter in den meisten Ländern die soziale Plattform Nummer 1. Deshalb wird Twitter für Sponsorings immer als Paket gebündelt. Und ich denke, die Organisationen sehen es als Notwendigkeit ein, wenn ihre Inhalte nicht veröffentlicht werden. Entwertet das die von ihnen aufgebaute Fangemeinde? Die bei Twitter eben unterwegs ist. Und spezifisch hier im Gaming, die Mehrheit der Influencer, so im E-Sport, Steht unter der Schirmherrschaft größerer Organisationen. Und durch den Kauf dieser Organisationsverifizierungen mit den Affiliate Badges Haben dann eben die Teams, die ESport-Teams, die Möglichkeit, ihre Logos neben den Häkchen zu platzieren, der Influencer. Und dann wird ausdrücklich klar, wer sozusagen Sponsor ist und zu wem der Account. Oder die, wessen Schirmherrschaft eben zu diesem Account gehört. Und das finde ich sozusagen innerhalb dieser Branche einen interessanten Punkt.
46:09 Dennis Horn
Das ist super spannend. Das ist ja so, als wenn Oh, jetzt hätte ich einen 90er Verweis gemacht. Bei Continental beim BVB. Ich glaube, das war 1995 der Trikot-Sponsor. Ich weiß nicht, wer. Wenn Rheinenergie beim FC Köln ist, glaube ich, der Hauptsponsor. Wenn die sagen, wir kaufen für alle eure Spieler die Affiliates, aber dafür kriegen die ein Rheinenergie-Logo hinter ihrem Namen. Das ist halt, das ist eine Hack. Oh, es hat geklingelt. Ich muss kurz an die Tür. Ja, machen. Aber das ist ein Hack. Den, glaube ich, niemand auf dem Schirm hatte für dieses Feature. So, mach mal kurz weiter. Ich bin gleich wieder da.
46:47 Gavin Karlmeier
Ich mach mal kurz weiter. Ich möchte über zwei Funktionen kurz sprechen. Die jetzt neu sind. Einmal erweitert Twitter das Zeichenlimit für lange Tweets. Von 4000 auf 10. 000 Zeichen. Und dann gibt es ein Screenshot, dass Twitter daran arbeitet, dass man auch einzelne Twitter-Spaces für Verstöße gegen das Netzwerk-Durchsetzungsgesetz melden kann. Das sind zwei Funktionen. Die ich hier noch aufblättern wollte. Hiermit auch abgehakt. Gavin ist noch nicht zurück, oder? Nein. Dann machen wir weiter. Es gibt eine Desinformationskampagne, aufgedeckt von ForscherInnen von NewsGuard. die sagen, ein Netzwerk chinesischsprachiger Twitter-Konten scheint Desinformationen zu verbreiten, und zwar um zwei bekannte Aktivisten und Dissidenten aus China zu diskreditieren. Und diese Contens geht um 18 Stück, die koordiniert und scheinbar nicht authentisch sind Die auch abfällige Nachrichten teilen, die sich gegen die Arbeit einmal des Menschenrechtsaktivisten Wang Xinpen und des politischen Dissident Wong Jing Yu aussprechen. Und die wurden meistens im Februar erstellt, diese Konten, jedes einzelne am 16. Februar dann veröffentlicht, hatten NFT-ähnliche Cartoons oder Stock-Fotos als Profilfotos, haben chinesisch getwittert. Aber englisch oder russisch klingende Nutzernamen. Und alle haben ausschließlich diese beiden Aktivisten und Dissidenten kritisiert, gegenseitig auch miteinander interagiert. Kleine Accounts nur. Kaum Follower, wenige Aufrufe, aber ein Beispiel dafür, dass Twitter nach diesem enormen Personalabbau auch einfach weiter Probleme mit Desinformationskampagnen hat, neben Hate Speech, über die wir eben schon gesprochen haben. Das waren noch so ein paar Dinge, die passiert sind. Bist du zurück? Ich bin wieder da, ja.
48:50 Dennis Horn
Ich habe dir ganz gemeint zugehört.
48:51 Gavin Karlmeier
Ist auch schön Auch gut, oder? Dass du war wie die Zeit, wo du mal alleine hier durchführen musstest. Stimmt, ich erinnere mich. Ich hatte, hatte kurz, habe ich gedacht Wenn du jetzt nicht zurückkommst, eine ganze Weile, wenn ich einfach stille, dann wird die Gassi-Runde länger, bis wir uns verabschieden. Naja, aber ich hätte nicht mehr viel zu sagen gehabt. Es gibt noch eine Geschichte, die so ein bisschen Magen umdreht. Ja. Aufgetaucht ist ein Twitter-Blue-verifiziertes Konto. Das heißt, das ist durch die Twitter-Abnahme gegangen, von der wir ja häufiger schon mal gemutmaß haben, ob da überhaupt Menschen sitzen. Oder ob das nicht einfach nur eine Zeitverzögerung ist, die da eingebaut ist. Ein Twitter Blue verifiziertes Konto, in dessen Namen das N-Wort vorkommt.
49:35 Dennis Horn
Das ist absolut indiskutabel. Also da braucht man auch einfach nichts, kannst du nichts dran rütteln, dass sowas nicht mal über solche Wortfilter gefangen wird, die so eigentlich die erste Art sind, automatisierte Moderation durchzuführen. Ist einfach nicht, kann man nicht erklären. Exakt so. Es ist mir völlig unverständlich.
49:56 Gavin Karlmeier
Ein BBC-Journalist hat festgestellt, dass dieses Konto nach den neuen Richtlinien auch vom Algorithmus der Plattformen unter For You gepusht wird. Und also da müssen wir ja noch nicht mal über KI sprechen, da können wir einfach über Schlagwortfilter sprechen, die sowas aussortieren müssten. Das ist nicht Erklärlich.
50:17 Dennis Horn
Ja, absolut nicht. Also auch nicht mal mit einem, also vor allem, weil das ja offensichtlich eine, das ist ja kein Versäumnis. sondern da wurde ja wahrscheinlich mutwillig einfach irgendein Überprüfungsmechanismus abgestellt, weil wir ja auch wissen, dass dieser Account, den wir hier öfter genannt haben, Tita Daily News, sich nicht Twitter Daily News nennen konnte, weil ein das Wort Twitter im Handle sofort kassiert wird. Und wenn das nicht mit solchen Wörtern passiert, dann muss man fast, also fah finde ich, ist Fahrlässigkeit fast noch die wohlwollendere Desart. So ist das. Das ist echt ätzend. Ich habe gerade gedacht, um das Ganze jetzt hier nicht so bitter enden zu lassen. Ich wollte gerade sagen, ja. Wo du sagtest, du würdest einfach so die Stille aushalten. Im Radio ist das ja so, dass dann irgendwann so ein Notband angeht, so ein Havarie- Tape mit so Songs, die so vor 15 Jahren innen waren, die aber seitdem in Schleife laufen. Das wäre so toll, wenn es das in der Podcast-Welt auch gäbe. Oder so grundsätzlich bei Bluetooth-Kopfhörern, das dann einfach anfängt, so eine Musik zu laufen, so nach 10 Minuten Stille.
51:19 Gavin Karlmeier
Das ist super. Aber auch wie im Radio, dann so ein wirklich alter Podcast.
51:25 Dennis Horn
Noch besser, stimmt. Ein alter Podcast für die Radio.
51:28 Gavin Karlmeier
Was gab es denn da? Was gab es denn da mal so aus den frühen Tagen. Der Sprayblick-Podcast. Ja, sehr gut. Folge zwei. Folge 2 vom Sprayblick-Podcast, weil wir sieben Sekunden lang hier nichts gesprochen haben. Ich finde, das ist toll. Ich hab mal einen Radiosender, das muss ich noch kurz erzählen. Ich habe mal einen Radiosender beraten, da war ich in der Redaktion und in dem Moment. Indem wir da so einen Workshop hatten, gab es einen Feueralarm im Haus. Oh. Und dann mussten wir alle rauslaufen. Natürlich auch die Moderatorin, der Moderator, die konnten dann nicht weiter moderieren. Und in der Zeit, in der wir dann vor dem Haus standen und abwarteten, was passiert, lief halt das Lied zu Ende, das gerade im Radio lief. Und es waren diese sieben zehn Sekunden Stille oder so und dann sprang das Notband an. Und das Notband War tatsächlich auch so eine uralte CD, irgendwie zehn Jahre alt, mit dem alten Chef des Senders, der zwischenzeitlich verstorben war. Oh nein!
52:30 Dennis Horn
Oh Gott! Ich habe genau die gleiche Geschichte auch erlebt, auch mit dem Feueralarm und auch mit einem großen Radiosender. Und da stand dann der Musikchef auch mit draußen und hat gedacht, wir müssen unbedingt dieses Band austauschen. Ach ja, die gute alte Welt des Radios, da erzählen wir dann aber beim nächsten Mal drüber.
52:48 Gavin Karlmeier
Oder wir machen darüber irgendwann mal einen eigenen Podcast.
52:51 Dennis Horn
Oh ja, Antenne dran. Oh, Kleiderbügel, dann kennst du das noch. Ja, wenn die Antenne abgebrochen ist bei deinem kleinen Kofferradio, dann kannst du den Kleiderbügel reinstecken, um dann ein bisschen mehr Antenne zu. zu haben. Bist du doch älter als ich? Ich habe auch schon mit Bleistifte Kassetten gerettet, aber das können wir jetzt wirklich nicht erzählen. Bis morgen. Bis morgen.