Erinnert euch noch an Musks Versprechen, für „gute“ Bots den kostenlosen API-Zugriff zu erhalten? Ja? Wir auch. Elon Musk aber offenbar nicht. Jedenfalls gibt es bislang viele Sperren, aber keine Geschenke. Aber Twitter kann sich ja nicht um alles kümmern, sie müssen immerhin den größten YouTuber der Welt pushen und Tweets der AfD empfehlen. Na prima!
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran.
00:03 Gavin Karlmeier
Das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Grüß dich Gavin. Hallo Dennis. Live aus dem Zug heute und ich sitze im Büro, wir haben vertauschte Rollen, aber ich glaube, auch das bekommen wir irgendwie geschaukelt.
00:17 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja, ich wollte mich einmal fühlen wie Dennis Horn und gebe mich deswegen jetzt einfach mal der Reiseleidenschaft hin. Ich fahre aber direkt danach auch wieder zurück, weil ich Ich bin nur im Zug, um diese Folge mit dir aufzunehmen.
00:29 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ja, natürlich, natürlich. Ich bin von nichts anderem ausgegangen und erzähl mir nachher, wie es war. Aber lass uns starten. Ich habe ein Paradoxon entdeckt Decken lassen von meinem Bruder, der hat mir das geschickt. Es gibt bei Twitter eine For You-Timeline, sogar für Leute, die gar nicht eingeloggt sind.
00:51 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Das warte mal. Das kennen wir von YouTube ja auch. Die YouTube-Startseite ist ja auch sortiert, wenn ich nicht eingeloggt bin.
01:00 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ja. Klar, also jede Plattform, die Inhalte zeigt, bevor man eingeloggt ist. hat da irgendwas sortiert, aber im speziellen Fall von Twitter fand ich das lustig, dass man nochmal auswählen kann zwischen For You und Naja, was würdest du dort erwarten?
01:16 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
So, ich würde so einfach nur so reichweitenstarke Tweets erwarten. So ein bisschen wie. Wenn du dich neu bei Facebook registrierst und dir so Veranstaltungen wie die Ehrlich Brothers dann angeboten werden, also so der kleinste gemeinsame Nenner. Von allem, was es so an Inhalten gibt. Also ich würde da so Trash-TV-Formate erwarten, PolitikerInnen, also alles, von dem man so erwartet, dass Twitter es gerne hätte. dass wir das angezeigt bekommen, um ein Gefühl dafür zu kriegen, was die Plattform ja alles anbietet.
01:42 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Das würde ich aber. Ich finde bei Twitter könnte man auch sagen, vielleicht sind da so die Trending Topics drin. Mit den dazugehörigen Tweets, das wäre auch noch eine Möglichkeit. So, und was ist tatsächlich drin? Die AfD, die junge Freiheit, Stefan Homburg, der während der Corona-Pandemie Desinformation verbreitet hat. Der Corona-Maßnahmenkritische Weltautor Tim Röhn, die rechte Publizistin Annabelle Schunke. Ich habe auch die Heute-Show drin entdeckt und den Postillon, aber insgesamt eine politisch interessante Schlagseite. Sprich, ist das so ein bisschen? Spannend, oder?
02:15 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Hast du eine These, woran das liegt?
02:16 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ja, ich weiß nicht. Also, vielleicht sind das tatsächlich die für den Moment der Plattform engagiertesten. Also, man hat ja auch mal in diesen Filterblasengrafiken gesehen, dass die sich besonders gut in dieser politischen Richtung gegenseitig befeuern. Da sind viele Twitter Blue NutzerInnen dabei. Ähm, also tatsächlich, wenn man dann mal bei denen guckt, die keine großen Account haben, aber trotzdem verifiziert sind, deren Namen einem noch nie so begegnet sind. Das scheint mir alles diese libertäre, rechtskonservative Twitter-Blue-Blase zu sein. Aber jetzt so eine endgültige Erklärung habe ich dafür auch nicht. Also, das gefällt mir gut, diese Twitter Blue.
03:06 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Erzählung, weil es durchaus sein könnte, dass das einfach Accounts sind, die sehr oft von Twitter Blue NutzerInnen abonniert werden, um so für Neuankömmliche vor allem Anreize. zu bieten, sich zu registrieren und dann für Twitter Blut zu bezahlen. Also nach dem Motto, wie können wir die Staatsseite so sortieren, dass wir den Leuten, von denen wir ausgehen, dass sie am Ende bereit sind, auch zahlende Kundinnen zu werden. jetzt schon zeigen, was da auf sie zukommt. Ich hatte gerade noch die These, dass das auch Accounts und Inhalte sein könnten, die einfach extrem viel von Nicht-Eingelockten aufgerufen werden, weil sie zum Beispiel in Telegram-Gruppen geteilt werden. Und wenn ich da drauf tippe, dann lande ich auf diesem Inhalt, obwohl ich nicht eingeloggt bin, weil ich zum Beispiel in meinem Browser, auf dem Telefon, nicht bei Twitter eingeloggt bin. Also ich könnte mir vorstellen, dass du.
03:53 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
. Denkst du, der Code wird so kleinteilig bei Twitter?
03:56 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Naja, wenn wir jetzt, wenn wir über Facebook oder YouTube sprechen würden, würde ich sagen ja. Ich könnte mir schon vorstellen, dass da eine Art Metrik dahinter liegt, die schon auch sagt, was ist denn eigentlich am Erfolgsversprechendsten auf der Startseite, um die Leute zu einer User-Journey zu bewegen. Bei Twitter bin ich mir da leider nicht immer so sicher wie. detailverliebter gearbeitet wurde.
04:18 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Also wir halten das als Beobachtung mal fest und gehen weiter. zur API. Also beim Platformer Newsletter von Casey Newton, Zoe Schiffer, gibt es ein paar Eindrücke davon wie das Runterfahren der API. Gelaufen ist. Und wenn du es auf ein Wort bringen müsstest, wie würde es lauten? Jetzt so aus der Vermutung heraus?
04:46 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Chaotisch.
04:48 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ja. Ja, chaotisch. So schreibt der Plattformer Newsletter, es war chaotisch. Und zwar hat Twitter nicht einfach automatisiert den Zugang zu Konten, die als Bots gelaufen sind, gespannt Einheitlich, sondern Twitter hat offenbar tatsächlich MitarbeiterInnen damit beauftragt, jede einzelne API-Sperrung händisch zu überprüfen. Und die Strategie schreibt die Strategie, schreibt der Plattform. Nichts anders. Anderes hätten wir von außen vermutet, aber es ist also eindrücklich, das jetzt nochmal so zu lesen.
05:39 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja, es ist doch total. Also es ist undurchsichtig und verwirrend, wie alles. Aber es ergibt irgendwie gar keinen Sinn. Also man könnte doch wahrscheinlich einfach sagen. Dieser Free-Abi-Zugang, der funktioniert jetzt einfach nicht mehr. Und die bisherigen Abi-Zugänge funktionieren einfach nicht mehr. Und wenn du möchtest, das funktioniert, dann klickst du jetzt hier halt auf das Pricing. So. Also ich meine, bei jeder anderen Plattform wäre das überhaupt gar kein. Man müsste dem überhaupt gar keinen Gehirnschmalz widmen, ob das funktionieren könnte. Und hier wird wieder so eine komische Bastellösung gewählt. Und mir ist was aufgefallen zu dem Thema API. Das kann ich direkt anhängen. Es gibt wirklich reihenweise Accounts von Medienhäusern. die automatisiert weiterhin Links posten, die so auf ihrer Seite veröffentlicht werden. Also oft sind das so Nachrichtenmedien. Und ich habe mich da tatsächlich schon gewundert und gefragt, warum geht das noch? Warum sind die nicht längst Dicht. Haben wir keine Antwort drauf, oder?
06:37 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ne, haben wir keine Antwort drauf. Fällt mir aber auch auf. Also nicht nur Nachrichtenmedien, sondern auch so Tech-Medien, ganz viele. Fällt mir immer wieder auf. Zumindest sieht es sehr automatisiert aus, Alles. Also, dass so dieser Klassiker, sobald eine Website irgendwie einen neuen Artikel online hat, steht das mit exakt dem gleichen Wort laut der Überschrift so, dann auch bei Twitter.
07:00 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja, genau. Mich würde mal interessieren, wenn uns hier Verantwortliche aus den Medienhäusern hören. ob Sie diese Erfahrung auch teilen, ob Sie automatisierte Prozesse haben, vielleicht über Drittanbieter-Software, die automatisiert twittern, links einfach rausschleudern und ob das immer noch funktioniert. Ja. Würde mich interessieren.
07:19 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Vielleicht der Blick mal auf einen Anbieter, der automatisiert Tweets rausgehauen hat. Wir haben darüber schon gesprochen in einer der letzten Ausgaben der National. Weather Service, der nationale Wetterdienst in den USA. Da haben mehrere Konten in der vergangenen Woche bekannt gegeben, dass Twitter ihren Zugang zur API entfernt hat und dadurch würden wichtige Vielleicht auch lebensrettende Notfall-Tweets auch nicht mehr möglich sein und Und dazu gehören solche Dinge wie Tsunami-Warnungen, Wetterwarnungen, also all das, wofür der nationale Wetterdienst in den USA zuständig ist. Da gab es auch Empörungen. Also, ähm, das kann nicht sein, ne? Und das ähm schlug voll in diese Good Bots-Bad Bots Debatte Und dann gab es plötzlich ein paar Eilmeldungen, nach denen Elon Musk und Twitter eine Ausnahme machen würde. Für die Konten des National Weather Service und ihnen dann wieder uneingeschränkten Zugang zur API gewähren. Viele Medien haben auch darüber berichtet, das war auch Thema hier im Podcast, nur es stimmt nicht. Und das hat Matt Bender für Mashable aufgeschrieben, der mit der National Oceanic and Atmospheric Administration gesprochen hat. Das ist eine Abschluss. Abteilung des Handelsministeriums in den USA, die auch den National Weather Service betreibt. Die sagen, Twitter hat den National Weather Service darüber informiert, dass es keine Pläne für Ausnahmen gibt. Und dann hat Mashable nochmal mit dem National Weather Service selbst gesprochen und sich das bestätigen lassen. Twitter hat gesagt, keine Ausnahmen, keine weiteren offiziellen Statements dafür. Und die Wiederherstellung, also da gab es einen Tweet eines vom National Weather Service, dass Tsunami-Warnungen für Tsunami-Warnungen der Zugang zur Schnittstelle dann doch wiederhergestellt sei. Und diese Wiederherstellung betrifft aber wohl nur einige Konten. Und es wird erwartet, dass auch die dann trotzdem noch den Zugang in ein paar Wochen verlieren werden, wenn Twitter sagt, dass es dann vollständig auch zu seinen neuen API-Plänen gewechselt ist. Das heißt, keine Ausnahmeregelung für National Weather Service Accounts. Und jetzt steht die Frage im Raum, woher kam denn diese Information? Und die kam von einem uns gut bekannten Account, nämlich Titter, Twitter, Daily News, der ja auch ein blaues Häkchen hat, aber kein offizielles Konto ist, sich nachrichtenmäßig dem Geschehen der Übernahme bei Twitter widmet. Aber da sitzen keine MitarbeiterInnen von Twitter dahinter, auch keine JournalistInnen, sondern das ist ein blau verifizierter Account, der von einem Fan betrieben wird, einem langjährigen Unterstützer von Elon Musk und auch Tesla. Und hier scheint doch nochmal ein wenig mehr, sagen wir, journalistische Vorsicht angebracht bei dieser Quelle.
10:33 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja, definitiv. Also es gibt immerhin noch, mir fällt noch eine zweite Quelle ein, darüber, dass es jedenfalls Ausnahmen geben soll. And this is Elon Musk selbst. Er hat das angekündigt, dass es eine Ausnahme geben soll für gute Accounts, freundliche Accounts. Und das war in dem Thread von Pepito the Cat. Die Katze, die jedes Mal, wenn sie durch eine Katzen. Läuft, ein Webcam-Trigger auslöst, der ein Foto mit der Webcam sofort twittert. Und da hat Elon Musk gesagt: naja, für den Fall sollte es dann am Ende vielleicht doch einen gratis Zugang geben. Ob der allerdings wirklich gekommen ist oder ob das ein leeres Blabla war, wissen wir ja gar nicht. Müssen wir mal beobachten, wie sich das jetzt bei Pepito entwickelt. Ich folge Pepito jedenfalls jetzt erstmal.
11:19 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
So, wie entwickelt sich das beim National Weather Service weiter? Er wird das Geld wohl nicht bezahlen für die API, diese 42. 000 US-Dollar für den Enterprise Plan, die wären nämlich nötig. Und der National Weather Service hat Mashable jetzt gesagt, Twitter-NutzerInnen sollten sich nicht auf die Twitter-Accounts des National Weather Service. Verlassen, um die aktuellsten Informationen für Vorhersagen, Beobachtungen, Warnungen zu bekommen?
11:46 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja, finde ich eine natürlich total beängstigende Entwicklung, aber wahrscheinlich eine, die folgerichtig ist und die auch. Ich sag mal, ein weiteres Gewicht auf der Waage ist auf der Seite, sollten wir gehen oder sollten wir bleiben? Exakt das.
12:03 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Wie viele Follower hatte Elon Musk im Moment? Ich habe gerade mal nachgeguckt, 135,6 Millionen Follower. Und damit einen Account, dem sehr, sagen wir mal, sehr viele Menschen auf dieser Plattform folgen. Und Twitter selbst hat jetzt ein neues Feature hinzugefügt in den Mitteilungen als Teil seines Empfehlungssystems. Ich weiß nicht, ob dir das aufgefallen ist, aber jemand, dem du folgst, folgt jetzt. Ja, das heißt, du folgst irgendwelchen Accounts und wenn die jemandem neu folgen, dann ist das auch Teil der Empfehlungen. Ich weiß nicht, ob das in einem Rollout mittlerweile auch bei dir angekommen ist oder so, aber. Viele NutzerInnen haben das jetzt. . So. Und was passiert jetzt, wenn Elon Musk jemandem folgt?
12:51 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Oh, scheiße.
12:53 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ja, verstehe. Das nennen einige jetzt schon zu Recht Growth Hack. Das heißt, der Account von Elon Musk in Verbindung mit dieser Funktion führt dazu, dass im Grunde Twitter jeden. oder also äußerst vielen NutzerInnen, ich übertreibe jetzt mal und sage jedem Nutzer und jeder Nutzerin, diesen Account dann empfiehlt. Und das ist jetzt Mr. Beast zugute gekommen, über den haben wir auch schon mal gesprochen. Aber ich glaube, da ging es um diese Superfolgen, ne?
13:26 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Um dieses Subscription-Modell, die es bezahlte.
13:28 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ja, also weil Elon Musk jetzt mal einen großen Creator auf der Plattform braucht, werfen ihn jetzt Leute vor. Und Matt Navara vermutet, Elon Musk gibt dir jetzt einfach eine Notification an all diese Nutzerinnen und Nutzer raus. Und glaubt, da steckt ein Deal hinter dafür, dass Mr. Beast dafür mehr twittert. So, interessanter Gedanke.
13:54 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja, auch einer, der gar nicht so abwegig ist, weil dieser. . War for Talents, den ja die ganzen sozialen Medien eigentlich so vor drei, vier Jahren mal ausgerufen haben und den man beobachtet hat, das Facebook Gaming. Ein Livestream-Dienst von Facebook, der vielleicht eingestellt wurde mittlerweile, ich weiß gar nicht. Der auf jeden Fall Twitch angreifen sollte. Angefangen hat, ehemalige Twitch-PartnerInnen abzuwerben und exklusiv von der Vertrag zu nehmen. Auch YouTube hat so ähnliche Moves immer mal wieder gemacht, auch mit Sonderbezahlungsmodellen Twitch auch. Es gibt von Twitcher durchaus Geschichten von CreatorInnen, die deutlich mehr. Geld oder einen deutlich größeren Anteil der Summe bekommen, die Leute zahlen, um ihnen zu folgen, als andere CreatorInnen. Einfach um diese Talente eben zu binden, weil die Talente das Wichtigste sind, was die Netzwerke haben. Dass Twitter jetzt im Jahr 2023 damit anfängt, ist erstaunlich. Dass Twitter damit vor allem aber mit Mr. Beast anfängt. ist auf jeden Fall sehr stark überraschend. Also naja. Ich bin total gespannt, ob das Feature bei mir ankommt, ob das bei uns ankommt. Also vor allem, weil das ja mit diesen. diesen Bezahlfolgen mit diesen Superfolgen, mit diesem Subscription-Modell zusammenhängt, das ja in Deutschland gefühlt auch noch nicht so richtig da ist. . . Also man kann sich zwar anmelden dafür. Aber ich bin gespannt, was da noch alles dran hängt und wie sehr Twitter umgebaut wird von einer Ich kann-Leuten folgen-Plattform zu einer Ich kann Leuten folgen, aber wenn ich ihre richtigen Inhalte sehen möchte, muss ich sie richtig abonnieren. Plattform wird.
15:28 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Exakt das. Also es fühlt sich auf jeden Fall an, als wäre das ein Anfang von irgendetwas, wo wir noch öfter drüber sprechen könnten. Hinten raus habe ich noch ein bisschen Mastodon mitgebracht. Also was ist mit Mastodon? Hat Mastodon fast ein halbes Jahr später, nach der Übernahme von Twitter durch Elon Musk? Zugelegt, den Schwung mitgenommen, schreibt der Guardian. Und das ist ein ganz interessanter Artikel. Einmal natürlich nochmal mit Blick auf die Zahlen. Also die Daten zeigen, Ende des vergangenen Jahres ist das Interesse an Mastodon stark gestiegen. Ein Höchststand von 2,6 Millionen bei den monatlich aktiven NutzerInnen. Und seitdem ist diese Zahl gesunken auf 1,2 Millionen. Also Ein Zeichen dafür, schreibt der Guardian, dass Mastodon noch weit von dem Hype entfernt ist, der einen Giganten wie Twitter bedrohen würde. Kann man, glaube ich, so unterschreiben, war gleichzeitig auch ein wenig erwartbar. Und die haben jetzt mit mehreren NutzerInnen auch gesprochen. Ich fand da zwei Geschichten, ne, drei Geschichten nochmal ganz interessant oder mit mehreren Leuten. Das eine ist Nathan Schneider, ist Professor an der University of Colorado. der kollektive Eigentumsmodelle erforscht und damit natürlich auch so so ein bisschen so etwas wie Mastodon Ich fand das Zitat sehr schön. Der sagt, ich glaube, viele Leute sind erstmal zu Mastodon gekommen und fanden es ein bisschen schwierig, Mastodon zu benutzen, weil sich das so anfühlen kann. Als würde man sagen, Gemüse essen. Hat mir sehr gefallen. So, aber das nur Anekdotenhaft. Dann gibt es eine Geschichte von Jonathan Flowers. Das ist ein Assistenzprofessor für Philosophie aus Northridge an der California State University. Dort, der hat im November, also zu Hochzeiten Dieses Rübergehens zu Mastodon dort ein Konto eröffnet. Und dann hat er dort getwittert, wollte ich sagen, getutet über die Racepolitik der Plattformen. Also wortwörtlich übersetzt wäre es Rassenpolitik, aber dann mit im Deutschen natürlich irgendwie so ein bisschen neben der Spur der Begriff, Race Politik, sag ich mal. Und nachdem er dann damit angefangen hat. Ähm, eine Weile haben die NutzerInnen Flowers aufgefordert, doch bitte die Beiträge hinter Inhaltswarnungen zu verstecken. Hinter Content-Warnungen. Ja, du kennst das bei Mastodon, wo du irgendwie so einen Begriff eingeben kannst, worum es jetzt geht. Und da muss man erstmal auf Mehr anzeigen klicken. So. Und er sagt jetzt, das Problem war. Dass er sich nicht an die kulturellen Codes gehalten hat, die der Meinung dieser Nutzer nach im digitalen Raum herrschen sollten, also Die waren der Meinung, es würde irgendwie einen sozialen Anspruch geben auf Komfort bei Themen wie Rasse und Rassismus. Also da sind wir in der Diskussion darüber, wie sinnvoll sind solche Sind solche Content-Warnungen generell. Und er hat sich geweigert, die zu nutzen, und hat dann selbst eine Flut von rassistischen Beschimpfungen. bekommen. Und hat dem Guardian jetzt gesagt, auf Twitter brauchte er etwas mehr als zwei Jahre, um etwas zu sagen, das in diesen Haufen rassistischer Trolle in seinen DMs und Erwähnungen eingebracht hat. Beim Mastodon dauert es 48 Stunden. So. Und er hat wohl ein Tool auch verwendet, um seine Beiträge von Twitter zu Mastodon zu übertragen. Da gab es dann auch Meckerei und er hat die Leute dann gefragt, was macht ihr da? Seid ihr Kops? Also warum seid ihr Kops? Und er sagt, er hat dann angefangen, Mastodon die Hausbesitzervereinigung der sozialen Medien zu nennen. Auch das anekdotenhaft, aber ich sag mal so, es widerspricht nicht meinem Eindruck von dieser Plattform bisher. So, und dann hat. Der Guardian noch mit, wie heißt der, Eugen Rochko gesprochen. Das ist der deutsche Erfinder von Mastodon. Ein Vollzeitmitarbeiter, der bis vor kurzem diese Plattform auch gepflegt hat oder die gemeinnützige Organisation hinter Mastodon, die sich finanziert in erster Linie durch Spenden auf Patreon Und die summierten sich zuletzt auf etwa 32. 000 Dollar pro Monat und der Guardian schreibt zu Recht ein Tropfen Auf den heißen Steinen im Vergleich zu den Billionen, mit denen die Tech-Giganten um sich werfen. Es gab wohl auch Investitionsangebote aus dem Silicon Valley, natürlich gab es die. Über Hunderttausende Dollar, und die hat Rochco abgelehnt mit der Begründung. Das würde Mastodon gefährden. Mastodon wird sich nicht in all das verwandeln, was sie an Twitter hassen Die Tatsache, dass es an einen umstrittenen Milliardär verkauft werden kann, dass es geschlossen werden kann, Bankrott gehen kann und so weiter, das ist der Unterschied in den Paradigmen, hat er gesagt. Aber, und so kommt der Guardian dann zu seinem Schluss, das ändert natürlich nichts an der Tatsache, dass es einfach keine so großartigen alternativen Modelle gibt. Dass es irgendwo bisher eine ernsthafte Konkurrenz gab, die da entstehen konnte.
21:01 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja, ich finde, das ist natürlich die spannende Frage. Zum einen Was ist tatsächlich der Grund, warum Smastodon bislang geworden ist? Diese eine Alternative. Ich fürchte leider, dass es nicht zwangsläufig an einem dezentralen Charakter liegt, dieser Plattform, auch wenn das ein schöner Grund wäre. Aber ich fürchte, es liegt so ein bisschen einfach daran, dass. . die sehr schnell oder sehr früh ja auch schon da waren und dass sie von sehr vielen Leuten einfach empfohlen wurden. Und die andere Frage, die da dran hängt, ist halt die, wie lange es das noch ist, die Nummer 1 Alternative. Wir haben ja öfter schon darüber gesprochen, dass es eigentlich nur eine Frage der Zeit ist, bis es jemand schafft, Masturban sexy zu machen. Das impliziert aber leider eben im Umgangsschluss auch Kann genauso gut auch passieren, dass irgendjemand daherkommt und die eine sexy Alternative anbietet, die Mastodon dann auch sehr schnell alt aussehen lässt.
21:55 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ja. Also meine Erklärung wäre dieselbe. Es ist einfach die Dauer, die dieser Dienst schon da ist. Und dann natürlich. Sachte mit viel Engagement der Nutzerinnen und Nutzer, die dort sind, wachsen konnte. Einfach ja. Und dann jetzt eine so kritische Größe zumindest hatte, dass die Aufmerksamkeit ihm dann sicher war in diesem Moment.
22:18 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja, total.
22:19 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ach, spannend. Wir werden es sehen. Jetzt ist doch das ZDF da, wie es dann weitergeht. Ja, freuen wir uns drauf. Das machen wir morgen.
22:29 Speaker 4
Ich freue mich auch darauf. Ich wünsche dir ein schön schönes Zuhause sein. Bis morgen. Bis morgen.