Wir werden philosophisch zum Wochenende: Was ist ein Block? Was ist ein View? Und wie steht eigentlich um die Ambitionen von Elon Musk, CSAM-Inhalte von Twitter zu verbannen?
Übrigens: Den Podcast „Den Vogel abgeschossen – Elon Musk vs. Twitter“ findet ihr hier.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Dennis Horn
Grüß dich Gavin. Hallo Dennis. Zurück von der Republika. Den Feiertag überstanden. Zurück bin ich jetzt, erholt habe ich mich nicht. Nein, ne? Also so einen richtigen Kater haben wir nicht, aber doch irgendwie schon.
00:20 Gavin Karlmeier
Ja, aber so einen sozialen Kater vor allem. Ich habe das Gefühl, ich möchte jetzt erstmal lange nicht mit Menschen sprechen. Außer mit dir. Aber da haben wir ja auch bei der Republika schon drüber gesprochen. Mit dir verbringe ich ja eh mehr Zeit als mit jedem anderen Menschen eigentlich.
00:33 Dennis Horn
Ja, außerdem haben wir das Wochenende vor der Tür, das heißt, wir reden nur jetzt nochmal miteinander und dann ist schon wieder Pause.
00:38 Gavin Karlmeier
Ja, aber dafür haben wir auch ein bisschen mehr heute vor uns.
00:41 Dennis Horn
Allerdings, es ist viel los und es sind viele Kleinigkeiten dabei. Lass uns direkt reinsteigen und sprechen über IV. Das ist die Abkürzung für einen der Mitgründer von Twitter, Evan Williams, der Ja, nicht so begeistert ist von Elon Musk, kann man das so zusammenfassen? Also die Schlagzeile von Bloomberg ist, Twitter Co-Funder William says he was sad.
01:12 Gavin Karlmeier
After Musks Purches. Also es hat ihn traurig gemacht, dass Elon Musk Twitter gekauft hat. Und er hat auch gesagt, es ist so ein bisschen so, wie wenn du eine Party veranstaltest, aber irgendeiner den Vibe einfach ruiniert.
01:26 Dennis Horn
Ja, ich finde das eigentlich ein ganz gutes Bild, ehrlich gesagt.
01:29 Gavin Karlmeier
Ja, weil es auch so stimmt, ne? Also da kommt jemand und sagt, hey komm, ich habe einfach mal alle Leute der Welt mitgebracht. Und jetzt pinkeln wir erstmal in die Bole.
01:40 Dennis Horn
So ist es gerade, ja. Das stimmt schon. Da war ein super interessanter Satz drin in diesem Interview. Ähm, die Realität, ein Netzwerk wie Twitter zu betreiben, besteht nicht so einfach darin, jeden posten zu lassen.
01:53 Gavin Karlmeier
Ja, und das ist, finde ich, einen sehr, sehr, sehr schmerzhaft korrekten Satz. Also es reicht nicht zu sagen, macht doch alle, was ihr wollt. Damit bist du kein Netzwerkbetreiber, sondern halt ein. Naja Spinner. Alter. Jason Goldman, ein ander, ein anderes Mitglied aus dem Twitter Gründungs Team damals, der wird im gleichen Text bei Bloomberg auch zitiert mit Ich glaube einfach, es müsste alles nicht so dumm sein. Das ist sein Statement zu der ganzen Geschichte. Eve Williams hat in dem Text wird er auch zitiert mit dass ihn das Schicksal dieser Plattform gerade daran erinnert, wie das, was Yahoo oder MySpace durchgemacht haben. Also die gibt es noch, diese Seiten, und die sind auch immer noch erreichbar. Aber ihr Brand Value hat, wurde, ist signifikant gesunken. Ja. Es ist auch eine schöne Beobachtung. Vielleicht ist, vielleicht landet irgendwann Twitter in der Welt der VZ-Netzwerke. Aber bis dahin gibt es leider noch sehr viele Menschen, die Twitter jetzt erstmal neu für sich entdecken und benutzen wollen. Und leider sind das genau die Menschen, die sich jetzt im nächsten Wahlkampf erstmal in Stellung bringen müssen in den USA.
03:09 Dennis Horn
Ich finde übrigens, wo du gerade Brand Value sagst, ähm, ganz interessant, es gibt eine Umfrage von Axios, von ähm, dieser ähm Diesem Magazin, das immer seine Artikel in so Bullet Points und so verpackt. Das ist der Axios Harris Paul 100, eine Rangliste. Der Reputation von Unternehmen, die den US-Amerikanern am meisten am Herzen liegen. Und dafür wurden befragt in diesem Jahr 16. 300 Menschen. In einer repräsentativen Stichprobe vom 13. bis zum 28. März war das, also vor drei Monaten rund. Und die werden dann gefragt, welche beiden Unternehmen haben ihrer Meinung nach den besten Ruf und welche beiden den schlechtesten? Und dann alle, die da drin landen, werden dann zu einer Gesamtliste zusammengefasst, um die sichtbarsten Unternehmen zu ermitteln, sowohl nach oben hin als auch nach unten hin. Ja, also da gibt es dann so verschiedene Kategorien, je besser es ist, desto mehr geht es Richtung Excellent. Dann very good, good Fair, poor und very poor. So, das sind die sind die Einstufungen, je nachdem, was für einen Score man hat. Da landet ganz vorne auf Platz 1 in diesem Jahr Patagonia. Hat einen Score von 83,5. Kann ich mir auch gut vorstellen. Und auf welchem Platz von diesen 100 landet Twitter?
04:43 Gavin Karlmeier
Zu sagen, der letzte wäre zu einfach. Ich sage Platz 96. Ja, 97. Ja.
04:50 Dennis Horn
Was ist auf dem letzten Platz? Irgendwelche Waffenhersteller? Nee, interessanterweise nicht. Also erstmal 96, den du genannt hast, den Platz war Meta. Oh. Mit 59,7 Punkten und dann kommt Twitter mit 59,3 Punkten auf Platz 97. Allerdings, die waren auch im letzten Jahr schon so weit hinten, muss man auch dazu sagen. Also da hat sich bei Twitter nicht so viel geändert. Und dann dahinter, welche Unternehmen sind noch schlechter da in der Liste als Twitter? Ja, sag mal.
05:26 Gavin Karlmeier
Ich dachte kurz, wie lustig es wäre, wenn Tesla da noch kommt.
05:29 Dennis Horn
Aber wirklich nicht, ne? Nee, nee. Ich kann Tesla gleich mal suchen, ob die da auch irgendwo auftauchen. Aber was, äh, äh, sag mal, grad mal. Was findet man denn doof? Boah, das ist super schwierig. Ja, also auf Platz, letzter Platz, Nummer 100. The Trump Organization. Ach, na gut. Ja, okay. Davor FTX. Und dann die Fox Corporation. Das ist die Gesellschaft, in der Twitter sich befindet. So, und Tesla ist auf Platz 62. Und hier ist aber ganz interessant, abgerutscht um 50 Plätze. Tesla? Ja.
06:08 Gavin Karlmeier
Krass. Und glaubst du, jetzt müssen wir ein bisschen im Nebel stochern, aber glaubst du, dass das unmittelbar mit der Leistung von Elon Musk bei Twitter zusammenhängt.
06:22 Dennis Horn
Das ist ganz interessant, ne? Weil Twitter weiter so weit hinten ist, da konnte sich ja nicht mehr viel tun und was ja, wie wirkt sich das auf Tesla aus. Ich halte das nicht für ausgeschlossen.
06:34 Gavin Karlmeier
Ja, mir geht es auch so, weil denn das ist ja immer wieder so, diese zumindest sehr europäisch gesprochen. Viele Leute, mit denen ich mich unterhalte, sagen, Tesla sind konkurrenzlose Fahrzeuge, waren sie lange. Sie werden natürlich langsam so ein bisschen eingeholt von der Konkurrenz, aber sie haben immer noch einen sehr besonderen Status auf dem Markt. Aber der Nebensatz ist dann immer der folgt, aber das kann man ja nicht kaufen. Und ich glaube, dass dieser Status, wie man Elon Musk wahrnimmt und als was man Elon Musk wahrnimmt. . sich erst so richtig manifestiert hat, dadurch, dass er so stark selber zum Publizisten geworden ist. .
07:13 Dennis Horn
Und eben eine Plattform gekauft hat, auf der er sich selber eine Bühne baut. Wir haben ja öfter schon gesagt, dass Elon Musk auch vorher schon zweifelhaft war. Und vielen Leuten fällt es tatsächlich jetzt erst auf. Also so dieser Nimbus. Der ihn so, der so um ihn war immer, ihn umgeben hat, das war das Wort, das ich suchte, das war ja schon vorher immer so ein bisschen schon in Frage zu stellen. Aber viele haben es einfach nicht gesehen und jetzt sieht man es und es wird offenbar
07:40 Gavin Karlmeier
Ja, zumal auch, wenn man so Texte über Elon Musk liest, die so zwei, drei Jahre alt sind, da wird dann zwar immer gesagt, der ist auch so ein bisschen, da liegen Genie und Wahnsinn so dicht beieinander. Das war ganz oft so die Art, wie man da drauf geblickt hat. Und das funktioniert jetzt nicht mehr. Also diese ganze Brillanz, die man ihm zugeschrieben hat, die leidet in der Reputation. unter all dem, was er geworden ist, finde ich.
08:04 Dennis Horn
Eve Williams hat in diesem Interview noch gesagt, er findet Elon Musk schon brillant. Aber niemand ist in allem brillant.
08:16 Gavin Karlmeier
Das sind so diese vergifteten Komplimente, die es so gibt. Gut.
08:23 Dennis Horn
Was haben wir noch?
08:24 Gavin Karlmeier
Wir haben ein Thema, das ein bisschen düster ist und das wir auch, glaube ich, nicht, also einfach aufgrund des Themas, auch nicht so in ganz vollem Umfang auseinandernehmen müssen. Aber es gibt eine Studie von der Stanford University und der University of Massachusetts. In der es darum geht, dass die Art, wie Instagram aufgebaut ist und die Möglichkeiten der Vernetzung, die Instagram bietet, dass die von Menschen genutzt werden, dort ein pädophiles Netzwerk installiert zu haben. Also dass es dort eine starke, wahrnehmbare Gruppe von Pädophilen gibt, die sich eben über Instagram austauschen, Inhalte zu spielen und so weiter. Warum ist das für uns ein Thema? Weil der Umgang mit CSAM, also dem Material, das sexuelle Gewalt an Kindern beispielsweise zeigt, ähm, Weil dieser Umgang für Elon Musk und für Twitter auch immer wieder ein Thema war und auch bei uns immer wieder eine Rolle gespielt hat. Elon Musk hat damals gesagt, das ist Priorität 1. Und wir haben relativ schnell auch Zahlen gehabt, die gesagt haben, naja, ganz offenbar ist es nicht Priorität 1, weil Elon Musk und Twitter sich beispielsweise nicht mehr bei diesen selbstverpflichtenden Treffen. blicken lässt, sondern sie das erste Mal ausfallen lässt, seitdem Elon Musk das Unternehmen übernommen hat. Jetzt gibt es aber dazu ein Thread von Andrea Stopper die eine Person ist, die in dieser Cybersecurity eine größere Rolle spielt, die sich für die Bekämpfung von CSAM einsetzt, auch ehrenamtlich stark einsetzt und die hat diese Studie geteilt. und Elon Musk ihren Tweet und hat eben geschrieben, mit Twitter 2. 0 hatten wir das Privileg zu helfen und jetzt ist die Plattform, die Elon Musk gehört, die sicherste für Kinder. Und der Autor dieser Studie, Alex Damers, oder einer der Autoren dieser Studie, hat darunter geschrieben, das ist nicht wahr. Was sie herausgefunden haben, ist, dass Twitter es. . Klar ist Scan, also die grundlegende Suche, das Basic Scanning für das CSA-Material nicht mehr funktioniert, seitdem Elon Musk es übernommen hat und es auch nicht repariert wurde bis zu dem Zeitpunkt, bis wir sie benachrichtigt haben. dann haben sie unseren API-Zugriff gesperrt. Und dass es halt tatsächlich kein Hinweis darauf gibt, dass bei Twitter sich was dies angeht. tatsächlich etwas verbessert hätte. Und in der Studie wird das auch ganz spannend genannt. Also in der Studie wird es ja gesagt, Twitter hat diese Probleme adressiert und bekämpft sie. Twitter hat aber das Problem, dass Erwachsenen Material, also not safe for Word-Material, wie du inzwischen gelernt hast, Dennis, dass dieses Material ja auf Twitter grundsätzlich erlaubt ist im Vergleich zu den meisten anderen Plattformen, die sie sich angeschaut haben. Und dass deswegen die ganz klassischen Scan-Methoden, die du einfach durchführst, um nackte Haut zu identifizieren, für Twitter nicht funktionieren, sondern die Identifikation von CSAM funktioniert über Twitter auch mit einem sehr manuellen Prozess. Wenn da jetzt niemand mehr ist, der das durchführt, heißt das gleichzeitig, dass das Einfangen von diesem Material, das Identifizieren von diesem Material Deutlich schwieriger ist als auf Plattformen wie Facebook beispielsweise oder Instagram.
11:46 Dennis Horn
Das ist interessant, ne? Also weil. die Routinen sozusagen nackter Haut grundsätzlich besser erkennen, wenn man alle davon entfernt. Und nicht, wenn man eine Unterscheidung zum Beispiel nach Alter treffen muss. Ja, verstehe ich. Also mich überrascht das nicht. Ja, und umso mehr Fallhöhe bringt Elon Musk ja da jetzt rein, wenn er diesen Wall Street Journal-Artikel über diese Probleme bei Instagram und Meta verlinkt und darüber schreibt, extremely concerning, was er gemacht hat. Weil Ja, absehbar ist, dass wir bei Twitter über solche Fragen auch noch reden werden, mal wieder irgendwann. Ja, ja.
12:30 Gavin Karlmeier
Und ich hatte noch eine andere Assoziation, die geht jetzt ein bisschen in das auf vages Terrain. Aber damals, als Mastodon Twitter gefährlich wurde, haben extrem viele Leute solche größtenteils Desinformation darüber geteilt, dass Mastodon eine pädophilen Plattform sei. Und das hat sich gerade in den Recht-Narrativen sehr oft widergespiegelt. Egal, wo man gesagt hat, naja, ich gehe jetzt zu Mastodon, haben viele rechte Trolle und auch einfach Menschen, die dagegen Positionen einnehmen wollten. Immer wieder gesagt, sei doch eine pädophilen Plattform.
13:07 Dennis Horn
Ich habe übrigens einen Eindruck, dass dieser Pädophilie Dreh. Dass der in rechten Kreisen eh äußerst beliebt ist, um Menschen zu diskreditieren Ähm, ich war das ist jetzt gerade irgendwie so ein Baufeindruck, ich weiß nicht, ob sich das bestätigen lässt, aber irgendwie so verfolgt.
13:26 Gavin Karlmeier
Ja, wir haben über Joel Roth ja auch gesprochen, der ja ähnlich sozusagen vor den Hund vor die Hunde geschmissen wurde. Auch mit so einem Vorwurf, der völlig unhaltbar war. Ich glaube, das ist einfach ein relativ einfacher Weg, Leute die Informationen ungeprüft weiterteilen. zu aktivieren, sich gegen etwas auszusprechen, weil du über den Hebel des Kindeswohls fast alle Menschen kriegst. Es gibt niemanden, der sich nicht für Kindeswohl einsetzen würde. Und das macht es noch ein bisschen perfider, ehrlicherweise. Und was ich aber gedacht habe, weil Elon Musk hat dazu mehrere Tweets geteilt, nämlich diesen Wall Street Journal-Artikel, diesen Tweet von Andrea Stopper, den ich gerade, äh, Stropper, den ich gerade erwähnt habe. Also Ich hab's ein bisschen, ich wie gesagt, sehr vage, sehr bauchgefühlig, aber dass es ihm natürlich jetzt gerade auch ganz gelegen kommt, ein gutes Argument gegen Instagram zu haben, jetzt wo Instagram offenbar gefährlich werden könnte.
14:25 Dennis Horn
Ja. Ja, absolut. Bin ich bei dir.
14:29 Gavin Karlmeier
Gut, ich bin beruhigt. Kommen wir zum nächsten Thema. Und ich will mit dir kurz philosophisch werden. Ja. Was ist ein Blog auf Twitter? Also, wenn ich jetzt sehe, man blockiere.
14:45 Dennis Horn
Was passiert da eigentlich? Ich wollte gerne mit dem Witz anfangen und dir erklären, was ein Block ist.
14:52 Gavin Karlmeier
Ich habe das von der Republika mitgebracht. Ich habe einen ganz spannenden Talk gehört, was ein Blog ist.
14:57 Dennis Horn
Kennt ihr das? Ich bin von der Republika 2007 zurück in die Gegenwart gereist. Das, was da gerade passiert mit diesem WordPress oder so, das ist spannend. Das poste ich gleich mal bei Tumblr. Oh, da kommen wir gleich auch noch zu. Ja, also ich möchte sagen: ein Blog ist. Ich blockiere eine Person und das führt dazu, dass sie von mir nichts mehr sieht und ich von ihr nichts mehr sehe. Richtig. Und auch die Kontaktaufnahme nicht mehr möglich ist.
15:33 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Und das ist, finde ich, auch ein wichtiger Punkt. Weil Elon Musk hat eine ähnliche Frage aufgeworfen.
15:39 Dennis Horn
Wahrscheinlich lass mich raten, anders beantwortet.
15:41 Gavin Karlmeier
Nee, gar nicht so, ja, ein bisschen. Aber er hat also schon, weil er hat die Frage nach der Sinnhaftigkeit gestellt. Er hat nämlich gesagt, es macht keinen Sinn, öffentliche Beiträge zu blockieren. Er sagt, es muss eigentlich nur ein stärkeres Mutant sein, blocken. Da können wir gleich mal drüber diskutieren, was wir damit meinen können. Ich habe da einen Verdacht. Aber Jack Dorsey hat darauf auch geantwortet und hat nur geschrieben: Block is a lie. Was? Ich verstehe, wo das herkommt, lustigerweise, weil ich auch denke, naja, wenn mich jetzt jemand blockiert hat, der öffentlich twittert, dann muss ich ja nur mich mit einem anderen Twitter-Account anmelden, um die Tweets trotzdem zu sehen. Ja, klar, aber ich erhöhe die Kosten. Wie meinst du?
16:26 Dennis Horn
Ja, also die Kosten im Sinne von zum Beispiel Mühe oder Zeit.
16:30 Gavin Karlmeier
Achso, den Aufwand. Ja, das stimmt. Ja. Klar, ich glaube, wo es hier tatsächlich darum geht, ist die Überlegung, dass du öffentliche Tweets von Personen, die du blockiert hast. Auf deren Profil immer noch sehen kannst, sie dir nur nicht mehr angeboten werden und du auch mit ihnen nicht interagieren kannst und auch mit den Personen nicht interagieren kannst.
16:50 Dennis Horn
So möchte Elon Musk das.
16:52 Gavin Karlmeier
Ja, so lese ich das, lese ich das jedenfalls. Und ich also ich finde das nicht ganz dumm, muss ich sagen, weil ich glaube, naja, man erhöht so ein bisschen den Aufwand, aber so richtig. So richtig sinnvoll ist das nicht.
17:05 Dennis Horn
Also jetzt Frage. Wenn Elon Musk das so einrichten möchte, dass ich, wenn ich jemanden blockiere, trotzdem noch in dessen Profil gehen kann, um dort die Inhalte zu sehen? Ja. Wird damit auch freigegeben, dass wenn jemand von der Person oder von dem Account, den ich blockiere, jemand Inhalte retweetet, dass die mir dann auch in die Timeline gespült werden oder bekomme ich die nicht zu sehen? So kleinteilig ist er nicht geworden. Ja, aber an der Stelle wird es, glaube ich, interessant, weil ich blockiere ja, um Menschen aus meiner Timeline draußen zu halten.
17:43 Gavin Karlmeier
Auch. Und das muss genauso in dieser Konsequenz weiterhin bestehen bleiben, weil sonst funktioniert, bringt Blocken ja gar nichts. Ja, genau. Ich bin total gespannt, ich habe das mal so mitgebracht, so philosophisch vor allem, weil mich interessiert, wie unsere Hörerinnen und Hörer das sehen, unsere Hakis Weil ich, lustig übrigens, wie wir anfangs über so einen ironischen Weg den Begriff Hakis uns ausgedacht haben und der jetzt einfach wirklich in einem ganz klassischen Nutzungswortgebrauch überführt wurde.
18:11 Dennis Horn
Also auf der Republika. Haben uns mehrere von euch angesprochen. Ich bin Haki.
18:15 Gavin Karlmeier
Ich bin Haki, können wir ein Haki für ein Foto machen. Mich interessiert das, ob ich irgendetwas übersehe oder ob das nicht eine völlig gerechtfertigte Diskussion ist.
18:30 Dennis Horn
Ja, also ich frage mich gerade auch, ob ich irgendwas übersehe, weil ich habe nie besonders stark geblockt.
18:37 Gavin Karlmeier
Ja, ich auch nicht.
18:38 Dennis Horn
Also ich bin da sehr zurückhaltend. Aber ich glaube, dass es Menschen gibt auf Twitter, für die diese Blockfunktion sehr wichtig ist. Und sei es für die psychische Hygiene. Und dass wir da irgendwas tatsächlich übersehen an der Stelle. Ich würde aus dem Bauch heraus immer sagen, die Blockfunktion ist nur dann sinnvoll, wenn sie wirklich Strong ist, so von vorne bis hinten. Und das sagt mir hier nichts. Abgesehen davon, dass mir die Antwort von Jack Dorsey immer noch überhaupt nicht Also ich verstehe sie immer überhaupt noch. Also, keine Ahnung.
19:16 Gavin Karlmeier
Ja, okay. Ja, Jack Dorsey. Ich spreche mir gleich auch nochmal kurz zu. Aber dann habe ich noch eine zweite Frage für dich, die vielleicht ein bisschen konkreter wird.
19:32 Dennis Horn
Was ist ein View für dich? Also, da kann ich sagen, dass es da eine Antwort gibt von Facebook. Ja. Und bei Facebook wird als View gezählt. Also man kann ja im Hintergrund in so einem Profil Immer schauen, dass wie viel Reichweite hatte so ein so ein Tweet An Posting. Und da ist es so, dass das gezählt wird, wenn es für mindestens eine Sekunde im sichtbaren Bereich des Bildschirms gewesen ist.
20:07 Gavin Karlmeier
Ja, bei YouTube sind es 30 Sekunden. Also wenn ich ein Video 30 Sekunden geguckt habe, dann geht der Viewcount hoch.
20:14 Dennis Horn
Das ist aber nochmal was anderes. Also gucke ich ein Video. Und ab wo wird da gezählt? Da ist, glaube ich, drei Sekunden bei Facebook zumindest. Oder gucke ich das Posting, das Umgebende? Das ist, glaube ich, auch nochmal was anderes.
20:29 Gavin Karlmeier
Ja, ist es. Ich finde das nämlich. Das ist genau die Frage. Also es gibt eine Diskussion darüber, weil jemand, Matt Walsh, über den wir hier auch schon mal öfter gesprochen haben. Mit Walsh ist ein also die Wikipedia sagt Komiker, Schauspieler, Drehbuchautor. Und er schreibt What is the Woman, der Film, über den wir hier schon öfter gesprochen haben, transfeindlich, hat 175 Millionen Views generiert. Takas Episode, da sprechen wir jetzt gleich auch noch direkt im Anschluss drüber, hat 20 Millionen Views in nur vier Stunden generiert. Wir sehen, wie Twitter eine legitimierende Plattform wird, nicht einfach nur kurze Clips, sondern lange Monologe, Shows und sogar Filme zu sehen, das ist ein absoluter Game Changer und ein großer Gewinn für freie Rede. Und Elon Musk sagt dazu, der ViewCount ist eigentlich sogar understated, weil alle Zugriffe über die API, wie zum Beispiel Tweets in Google Searches oder Einblendungen, gar nicht erst gezählt werden. Und es zählt einfach nur, wie ein Post in der App oder per Webbrowser angezeigt wird, nicht wie lang du geguckt hast. Das heißt, der Twitter-View Count, wir haben das hier öfter schon prognostiziert, jetzt wissen wir es. Der Twitter ViewCount ist nichts anderes als diese Web 1. 0 Besucherzähler auf der Webseite. Nur, dass er alle anderen Wege, sich das anzuzeigen, außer direkt über twitter. com uh ausblendet. Ja. So an oder ne, zählt, anzeigt, so ist es wirklich. Ja. Ja. Einfach gelöst. Ja, wie sinnvoll ist das? Ist eigentlich die Frage. Spoiler, nicht. Nicht. Spannend übrigens, dass in diesem Tweet von Elon Musk. Er auch nicht von der Twitter-App spricht, sondern er schreibt on the X slash Twitter-App. Also dass er tatsächlich in seinem Kopf hier schon von X spricht. auch das eine Erwähnung wert.
22:28 Dennis Horn
Das ist mir jetzt immer mal wieder so begegnet. Wir haben ja auch über Andrea Conway gesprochen, die auch schon Ex schrieb. Ja, das gibt vielleicht einen Vorgeschmack. Ja, ja, ja, vielleicht.
22:39 Gavin Karlmeier
Vielleicht ist es intern schon der Sprech. Dann müssen wir über noch ein, ich hasse, dass wir das so tun, aber wir müssen über noch einen Tweet von Elon Musk sprechen. Er hat nämlich geschrieben, es wäre großartig, Sendungen aus allen Bereichen des politischen Spektrums auf dieser Plattform zu haben. Und dieser Tweet wurde flankiert von einer Einbindung. Er hat damit einen anderen Tweet gedrückt. Und zwar Ein Tweet von Tucker Carlson, in dessen Text einfach nur drin steht EP1. Und dazu ein 10-minütiges Video, in dem er
23:10 Dennis Horn
Ich würde behaupten, Verschwörungstheorien über den Ukraine-Krieg in die Welt setzt. Ja, also im Grunde seine Show fortsetzt.
23:17 Gavin Karlmeier
Klassisch abtackert.
23:20 Dennis Horn
Schön. Schön, ja. Aber wir gehen nicht darauf an, es ist nur kurz die Frage. Wir müssen kurz sagen, es geht los, es läuft, ja.
23:28 Gavin Karlmeier
Und Elon Musk
23:31 Dennis Horn
Und wie bei allem, ein bisschen auch mit Blick auf den Wahlkampf in den USA, der ja so ganz langsam schon Fahrt aufnimmt. Gerade deshalb ist, glaube ich, das, was bei Twitter und was inhaltlich dort passiert, gerade sehr spannend zu beobachten. So, und dann haben wir noch ein Thema. Das steht bei mir hier auf dem Zettel Werbung. Was ist denn hier passiert?
23:54 Gavin Karlmeier
Ja, es ist so, dass wir gebeten wurden, über ein Thema zu sprechen, über das wir vermutlich auch gesprochen hätten, wenn wir dafür nicht bezahlt würden. Aber sei es drum. Die folgenden anderthalb Minuten sind präsentiert von Wondery.
24:10 Dennis Horn
Oder wenn es ein bisschen mehr wird, vielleicht auch ein bisschen mehr als anderthalb Minuten, weil interessant ist es schon.
24:17 Gavin Karlmeier
Das ist richtig, genau. Und zwar gibt es einen neuen Podcast mit dem Namen Den Vogel abgeschossen, Elon Musk vs. Twitter von Wonderie. Und wir durften die erste Folge schon hören und müssen sagen, da ist viele Geschichten drin, die uns jedenfalls überrascht haben.
24:33 Dennis Horn
Ja, oder auch nochmal so ein bisschen ganz Neuwaren. Also wir haben ja die letzten Wochen hier viel über so diese Frage gesprochen, ist Elon Musk zum Beispiel immer der Meinung der letzten Person, mit der er gesprochen hat. Ja, also ist das immer seine Meinung? So hat er. Um sich herum Menschen, die ihm Dinge einflüstern. So, und da gibt's einen einen wirklich interessanten Part in diesem Podcast, der sich. . Mit der Übernahme von Twitter durch Elon Musk beschäftigt und auch mit der Frage, wie ist er eigentlich auf die Idee gekommen? . Und das fand ich wirklich in diesem Gedanken, wer nimmt eigentlich Einfluss auf ihn? Nochmal richtig spannend. Und wir hören da mal kurz rein, weil die Antwort auf die Frage, wer nimmt eigentlich Einfluss auf ihn und wer könnte ihn dazu gebracht haben, Bilder zu kaufen, vielleicht war es ja seine Ex-Frau.
25:36 Speaker 4
Im März 2022 erhält Elon Musk eine Reihe von Textnachrichten seiner Ex-Frau Telula Riley.
25:43 Gavin Karlmeier
Kannst du bitte Twitter kaufen und dann löschen? Amerika spielt komplett verrückt.
25:49 Speaker 4
Talula ist eine nicht besonders bekannte Schauspielerin, die in der HBO-Serie Westworld und in verschiedenen Fernsehfilmen mitgewirkt hat. Sie und Elon hatten sich 2008 in einer Bar in London kennengelernt, geheiratet und sich schon zweimal scheiben lassen, zuletzt im Jahr 2016. Sie blieben aber weiterhin in Kontakt. An diesem Tag im März regt sich Tellula besonders über eine Entscheidung von Twitter zur Moderation von Inhalten auf. Wenige Minuten später kommt sie mit einem weiteren Vorschlag.
26:22 Gavin Karlmeier
Oder kannst du es kaufen und zu einer Plattform für radikale Meinungsfreiheit machen?
26:27 Speaker 4
Mask antwortet kurz darauf. Vielleicht kaufe ich es, um völlige Meinungsfreiheit zu ermöglichen.
26:34 Dennis Horn
So, das ein Ausschnitt aus dem Podcast Den Vogel abgeschossen von Wondery über die Übernahme von Twitter durch Elon Musk.
26:43 Gavin Karlmeier
Ja, mega spannend auch, wie überfällig tatsächlich, das erfährt man da nämlich auch, wie überfällig es scheinbar ohnehin war, dass es zu einer Veränderung kommt. ähm bei Twitter, weil Jack Dorsey sich so die an letzten anderthalb bis zwei Jahre offenbar eigentlich gar nicht mehr hat sehen lassen im Unternehmen. Also die letzten Calls, in denen Jack Dorsey da immer wieder gesehen wurde, hat er dann von irgendwelchen Spannenden Südsee-Inseln geführt und war eigentlich, wie gesagt, eigentlich gar nicht mehr greifbar. Finde ich auch ganz spannend, wenn man so überlegt, was könnte man daraus eigentlich für seine Folgebeschäftigung ableiten, ehrlicherweise.
27:19 Dennis Horn
Ja, super interessanter Punkt, weil der Podcast hier auch nochmal ganz gut zeichnet, dass Twitter vor der Name, äh, Übernahme durch Elon Musk tatsächlich Herausforderungen hatte und Probleme hatte. Das geht ja manchmal so ein bisschen unter. Also die Geschichte zu erzählen, Elon Musk hat das Ding übernommen und dann von alleine alles kaputt gemacht. Ist auch ein wenig gleichzeitig zu einfach, weil es einfach vorher auch schon Dinge gab, die im Argen lagen.
27:49 Gavin Karlmeier
Ja. Finde ich auch. Vor allem, wie gesagt, diese ganze Frage, wie hantiert eigentlich das Unternehmen mit der eigenen Unternehmenskultur? Also wir haben ja immer wieder auch darüber gesprochen, dass dieses sich gegenseitig widersprechen können. dass das für Twitter extrem wichtig war. Ehrlicherweise hat man eher so den Eindruck, der Wunsch danach überhaupt jemandem widersprechen zu können oder diese Diskussionen führen zu können. Die scheint im Unternehmen die letzte Zeit vor der Übernahme durch Elon Musk dann doch eher wieder eine Rolle gespielt zu haben. Also, man hatte schon das Gefühl, da scheint Frust zu sein. So kommt es zumindest in diesem Podcast rüber. Was ich auch eine Sache habe ich noch, die ich mega geil finde. Und zwar hat da drin Elon Musk zitiert. Also ich habe mich eh gefragt die ganze Zeit, woher da sind halt. Ohne Ende private Nachrichten, die Elon Musk geschrieben hat. Zum Beispiel auch an den letzten CEO von Twitter vor ihm, an Peric Aguar der dann ja relativ schnell entlassen wurde, ich glaube an dem Tag, an dem Elon Musk den Deal abgeschlossen hat. Im Podcast heißt er immer Parok AgraVal. Genau, genau der. Und da geht es schon darum, hey, wie ist das eigentlich mit dieser totalen Amnestie? Können wir nicht die Sperrung von Accounts abschaffen? Das dafür wirbt Elon Musk in SMS und dann versucht er ihn zu überzeugen mit einem sehr, sehr geilen Argument, nämlich mit dem Argument Dieses ganze Unternehmertum, das langweilt mich, mir gefällt, dass du eigentlich Entwickler bist. Ich habe selber 20 Jahre lang komplexe Programme geschrieben. Und da habe ich mich gefragt, gibt es dafür irgendeinen Beweis, für diese These von Elon Musk, dass er 20 Jahre lang komplexe Programme geschrieben hat, außer der Tatsache, dass er sich in Unternehmen eingekauft hat, in denen es komplexe Programme gegeben hat?
29:33 Dennis Horn
Und was heißt komplex?
29:36 Gavin Karlmeier
Auch richtig. Ja, also das unter dem Gesichtspunkt, dass Elon Musk mit den EntwicklerInnen bei Twitter Erstmal eingefordert hat, dass sie ihm den Code ausdrucken, den sie da eigentlich geschrieben haben, lässt doch das Bild des Entwicklers Elon Musk in einem sehr besonderen Licht erscheinen.
29:54 Dennis Horn
Also wir empfehlen euch diesen Podcast.
29:57 Gavin Karlmeier
Genau, den könnt ihr euch ohne Werbung bei Amazon Music anhören, aber auch überall, wo es Podcasts gibt. Den Vogel abgeschossen, Elon Musk vs. Twitter und das war's mit der Werbung.
30:05 Dennis Horn
Dann lass uns mal weitergucken auf ein paar neue Funktionen. Und wir sind bei den Direktnachrichten erstmal angelangt hier.
30:16 Gavin Karlmeier
Ja, es wird jetzt. Also ich sag mal so Twitter verlinktinisiert sich sagt man das so wenn man Die Link verlinkt Initial von Twitter.
30:28 Dennis Horn
Besser als das LinkedIn sich vertwittert.
30:30 Gavin Karlmeier
Oh Gott sei Dank, ja. Aber wer weiß, vielleicht kommt das an. Ich warte ja nur darauf, dass LinkedIn damit anfängt. Übrigens, während wir hier aufnehmen, kam gerade die Meldung, dass TikTok an einer Möglichkeit arbeitet, nur Text zu veröffentlichen. Da hörte ich eine Würze auf dem Stuhl hin und her rutschen.
30:50 Speaker 5
Ja, es ist schon irgendwie so.
30:54 Gavin Karlmeier
Jedenfalls, Twitter arbeitet jetzt an einer Funktion, also die kommt schon, dass du offenbar nur noch Menschen direkt Nachrichten schreiben kannst, die dir nicht folgen, wenn du Twitter Blue hast. Also dass du quasi dafür bezahlen musst, wenn du Menschen schreiben willst, die dir nicht zurückfolgen. Das gilt auch für Gruppen erstellen mit Leuten, die dir nicht folgen. Ja, sowas.
31:17 Dennis Horn
Okay, das heißt, ich kann mir jetzt sozusagen den Zugang in aller Leute Nachrichtenpostfach erkaufen mit einem Twitter Blue-Abonnement.
31:25 Gavin Karlmeier
Das ist nicht ganz klar, ob das so ist oder ob. Ob du das einstellen kannst, dass du nur von Leuten, die dir folgen oder von Leuten, die dir folgen und Twitter Blue-AbonnentInnen-Nachricht hast. Ah, okay, auf der anderen Seite sozusagen. Ja, weil du jetzt gerade kannst dir einstellen, ob die alle, sind deine DMs offen oder nicht. Das ist gerade eine Einstellungsmöglichkeit. Und ich habe da zwei Assoziationen gleichzeitig, neben der offensichtlichen LinkedIn-Geschichte. Gedanke 1. Es gibt gerade da genau zwei Schulen im Netz. Die eine Schule sagt, das ist das Ende des DM-Spams. Ehrlicherweise sind das alles behagte Accounts, die diese These aufstellen. Und viele andere, denen ich mich jetzt mal so anschließen würde, die sagen, das ist der Anfang des DM-Spams, weil du jetzt ohne weiteres dir quasi die Möglichkeit erkaufen kannst, auch Leuten vielleicht Nachrichten zu schreiben.
32:15 Dennis Horn
Die das eigentlich nicht wollen. Natürlich. Natürlich ist es so. Also aus der Historie heraus war das bei den Direktnachrichten ja so, dass niemand jemanden anschreiben konnte, zu Beginn. wenn er ihm nicht gefolgt ist. Und dann gab es irgendwann dieses Häkchen bei Twitter, dass du ankreuzen konntest, und ich möchte Direktnachrichten von jedem empfangen. Das heißt, Direktnachrichten von jedem Empfang war opt-in. Ja. Mit so einer Geschichte würde das ja jetzt opt-out. Ja, wenn überhaupt.
32:51 Gavin Karlmeier
Wenn überhaupt. Aber gleichzeitig auch Buy-in. Pay-to-Play.
32:57 Dennis Horn
Schönes Buy-in, ja. Ja, ja, genau. Ja, ich ähm, ich habe Fragen da.
33:03 Gavin Karlmeier
Ja, okay, und der zweite Gedanke, jetzt, also Facebook hat genau das mal probiert. Dass du jedem eine Nachricht schicken konntest, wenn du dafür zahlst. Und zwar pro Nachricht. Du konntest dann quasi beim. Erinnerst du dich da? Es ist so, ich würde schätzen, 2012 13 rum.
33:18 Dennis Horn
War das da, wo die auch für jedes Profil eine E-Mail-Adresse eingerichtet haben, diese Nummer? Es hängt, glaube ich, nicht zusammen.
33:25 Gavin Karlmeier
Ah, okay. Aber ich konnte zum Beispiel aufs Profil von Mark Zuckerberg gehen. Ja. Und ihm eine Nachricht schicken und dann kann ich. . Ah, und das war aber dann teurer, ne? Genau, dann wurde der Betrag errechnet auf Grundlage der Wertigkeit des Projektes. Profils. Und dann stand da, okay, du kannst jetzt hier für 236 Dollar diese Nachricht schicken und dann kriegt die Mark Zuckerberg wirklich ins Postfahrt und nicht ins Sonstige. Das hat Facebook irgendwann klammheimlich einfach wieder eingestellt. Und ich glaube aus gutem Grund. Ja, ja. Ich glaube, das ist keine gute Idee. Ja.
33:58 Dennis Horn
Also mal abgesehen von den Direktnachrichten, haben wir ja das Fragezeichen daran gemacht, ob es wirklich so ist, dieses System, wie Twitter jetzt aufgebaut ist. Dass das zu weniger Spam führt. Also auch da sind wir uns schon nicht sicher. So, und da wird es dort jetzt ja genauso sein.
34:16 Gavin Karlmeier
Katastrophe. Katastrophe. Okay. Aber es wird auch nicht alles schlechter. Also vielleicht. Elon Musk hat gesagt, man arbeitet immer noch an diesem Feature, dass man sehen kann, ob man geschadowband ist und welchen Status man im System hat und so. We're working on it.
34:33 Dennis Horn
Okay, ja, glaube ich auch, erst wenn ich sehe, dass das auch so funktioniert, wie es soll. Also ich meine, was die Transparenzinitiative angeht, haben wir ja schon gesehen, wie Wie weit es damit her ist beim Offenlegen des Empfehlungsalgorithmus, nicht wahr? Ich, ja.
34:51 Gavin Karlmeier
Also, der dann so offengelegt wurde, dass drei Monate später noch entdeckt wurde: auch wir haben heute über ein neues Feature in dem Algorithmus entdeckt. Vielen Dank. Dann werden die Community Nodes im UK gerade aggressiv beworben. Also alle NutzerInnen in UK kriegen oft mal gerade eine Push-Nachricht mit der Einladung, doch Community Note Contributor zu werden. Die Highlightsreiter tauchen auf. Du grätsch da rein, wenn du Gefühle hast. Habe ich ja häufig nicht, deswegen. Ich weiß, ich dachte, vielleicht Karlmeierst du dich da gleich noch rein. Es gibt jetzt diesen Reiter bei vielen Profilen, die sind jetzt erstmals auch erschienen. Wir haben darüber schon mal gesprochen, dass daran gearbeitet wurde, dass du ein paar Tweets von dir auswählen kannst, von denen du glaubst, die seien Bemerkenswert oder toller als andere und die dann auf diesem Highlightsreiter zu platzieren. Ich finde das nicht doof, aber ich finde das nicht doof aus Creator-Sicht, aus Nutzersicht muss man dazu sagen, kein Mensch guckt sich diesen Highlightsreiter an. Aber ich mochte irgendwie, dass man solchen Tweets ein bisschen mehr Aufmerksamkeit widmet, die dann eben nicht untergehen zwischen den Tatortbegleit-Tweets beispielsweise. Dann erscheint jetzt eine neue neue Werbeform auf Twitter für Twitter Blue. Und ich erwähne das nur, weil. . Hast du gerade Twitter offen? Ja, siehst du gerade da rechts diese Box? Kannst du, siehst du die schon? Nee. Unter der Suche.
36:17 Dennis Horn
Wirklich nicht? Auf der Startseite? Ah, lass dich verifizieren. Subscribe to unlock new features. Und was steht da drunter? Nochmal lastig verifizieren.
36:27 Gavin Karlmeier
Also das ist erstmal halb Deutsch, halb Englisch. Ja.
36:29 Speaker 5
Und zweimal dasselbe.
36:32 Dennis Horn
Deutsch. Und das ist aber, und man denkt, das ist natürlich. Entschuldigung, das ist so wie wenn du irgendein Open-Source-Ding nimmst und da die Sachen, die da stehen, veränderst.
36:42 Gavin Karlmeier
Es ist so ein bisschen wie die Jeopardy-App.
36:49 Dennis Horn
Aber billiger, ja. Ich fürchte, das muss man erklären. Wir haben auf der Republika mit euch Jeopardy gespielt. ähm, mit fünf verschiedenen Kategorien zu sechs Monaten Elon Musk bei Twitter. Das war unser
37:10 Gavin Karlmeier
Unser Dienstagabends Vergnügen. Könnt ihr euch komplett bei YouTube anschauen, wenn ihr möchtet.
37:15 Dennis Horn
Genau, und wir werden es hier auch noch in den Feed geben, demnächst, sodass ihr euch das auch anhören könnt. Warte mal, die Kategorien waren Macht und Willkür, Abenteuer, Arbeitsmarkt, Badge, Better Have My Money, Wert und Werbung und Bots und Bolitik. Und das haben wir gespielt und wir haben dafür genutzt eine kostenpflichtige Version der Jeopardy App unter Jeopardyapp. com Wo wir noch im CSS rumfummeln mussten, damit es überhaupt gut aussieht auf dem Bildschirm. Also damit zumindest besser aussieht.
37:51 Gavin Karlmeier
Gut ist vermessen, glaube ich. Ja. Und da hat sich das aber auch so angefühlt, als wird er zweimal Lass dich wie evizieren stehen. Was ich daran so toll finde allerdings ist Man denkt, das ist jetzt so ein Übersetzungsfehler, aber dann steht da auch noch Subscribe to unlocked new features auf Englisch und so. Und dann googelt man oder guckt sich das an, wie es im Englischen aussieht, und da ist es genau so. Im Englischen steht Get verified. Dann darunter subscribe to unlock new features. Und darunter ein Button, get verified. Also ich finde das gut, dass man das jetzt nochmal ein bisschen offensiver bewirbt, weil man glaubt, das ist eine wichtige Einnahmequelle. Und alles macht, wie ihr wollt, you do you Twitter. Aber warum setzt man sich nicht mal kurz, so kurz fünf Minuten hin und überlegt sich, was schreibe ich auf den Button? Anstatt zu sagen, ja, ich habe da jetzt einen Button, ja, dann schreibe ich das da halt nochmal hin. Das fühlt sich so ein bisschen an, wie so, das hat jetzt jemand gemacht, der wirklich gar keine Lust auf diese Aufgabe hatte.
38:47 Dennis Horn
Ja, da wurde schnell geklöppelt.
38:49 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Und durchleuchtet. Und durchleuchtet. Das erklären wir morgen. Gleiten ab in den Medien-Insider-Humor. So, genau. Naja, ansonsten hat Elon Musk angekündigt, dass man jetzt eine E-Mail-Liste seiner Subscriber herunterladen kann. Subscriber sind nicht die Follower. Sondern die, die dafür bezahlen. Das heißt, man kann jetzt dafür Geld bezahlen, dass man Menschen auch noch seine E-Mail-Adresse einfach so gibt.
39:14 Dennis Horn
Das finde ich, also aus Sicht derjenigen, die so eine Subscriber-Geschichte anbieten, Finde ich das jetzt nicht so falsch.
39:22 Gavin Karlmeier
Nee, aber würdest du sagen, dass es, also das ist jetzt, wir bewegen uns auf dünnem Eis, ist das datenschutzrechtlich unbedenklich?
39:31 Dennis Horn
Wir bewegen uns auf dünnem Eis, das zu beantworten. Ich weiß es nicht. Wenn Twitter das datenschutzrechtlich ordentlich einbaut, nicht, aber können wir nicht.
39:38 Gavin Karlmeier
Mein Datenschutzbauchgefühl. Und das ist nicht immer das Richtige, aber. sagt, wenn ich Kunde bei Twitter oder bei X bin und über diese Dienstleistung dort quasi einen In-App-Kauf vornehme bei einem Creator dann fühle ich mich doch so geschützt, dass dieser Mittelsmann nicht einfach meine Kontaktdaten an diesen Creator weitergibt.
40:00 Dennis Horn
Es sei denn, ich werde explizit darum gebeten. Ja genau, es sei denn, ich habe explizit auch die Info, dass das übertragen werden. Genau, so muss es natürlich implementiert sein.
40:08 Gavin Karlmeier
Ja, genau, und da habe ich starke Zweifel. Ja, ja. Wir kennen Twitter ja. So, genau. Gut, Meta Verified kommt jetzt nach Indien und Hongkong. Mhm. Also wir verlassen gerade die Welt Twitter.
40:23 Dennis Horn
Ja.
40:23 Gavin Karlmeier
Ja. Also hast du eine Gedanken? Es gibt keine Gefühle.
40:27 Dennis Horn
Das passiert ja Stück für Stück.
40:28 Gavin Karlmeier
Ja, gut. Tamler? Ist wieder da und es sieht aus wie Twitter.
40:33 Dennis Horn
Da habe ich Gefühle. Gut, schieß mal los. Ja, also was soll ich sagen? Also, es gibt einen Screenshot, wie Tumblr jetzt aussieht. Und das erinnert halt sehr an Twitter. Also in der Kürze kann man das mal oder aussehen könnte. Das ist von Jane Wong, einer dieser Reverse Engineers, die wir hier registrieren. regelmäßig zitieren, die das gepostet hat. Und das finde ich doch hochinteressant, wie nah das auch an Twitter sich befindet.
41:06 Gavin Karlmeier
Ja, vor allem, weil Tumblr das erste, ähm, die erste größere Tech-App war aus der alten Welt, die angekündigt hat, einen Activity Support, Activity Pub Support einzuführen, also eine Art Interoperabilität. zu Mastodon. Also super spannend. Und es sieht auch ein bisschen aus wie Subsect Notes, muss man dazu sagen. Ich frage mich, ob das jetzt Schule macht oder ob das hier so more of the same ist nochmal.
41:34 Dennis Horn
Ja, das ist schwer zu sagen. Also es entspricht schon, noch, wenn man sich jetzt die Timeline sich so anguckt, schon dem Tumblr, was man so kennt. Aber man hat dann oben eben eine Following-Timeline, eine For You-Timeline. Links so die die typische, dieses typische Menü, das man auch von Twitter kennt und dann gibt es jetzt noch in Entwicklung. twittert Jane Wong so ein Reblog-Menü, das halt auch genauso aussieht wie bei Twitter. Kannst du Reblog Now oder Reblog mit Kommentar und so. Und dieses annähern Das ist schon interessant, weil genau Tumblr sich ja eben in diesem Kontext von Twitter auch mit. Activity Pub als Konkurrenz positioniert. Hochinteressant. Lohnt sich weiter zu beobachten.
42:25 Gavin Karlmeier
Glaube ich auch, nehmen wir mit. Und zum Schluss die Bewertung durch Fidelity von Reddit. Du bist um 41% gesenkt worden. Reddit hat sofort reagiert, hat alle Higher-Prozesse eingestellt. Es werden keine neuen Stellen geschaffen, keine neuen Leute eingestellt. Es wurden sogar Layoffs angekündigt, also eine Kündigungswelle angekündigt. Gleichzeitig haben wir letzte Woche und vorletzte Woche über die erhöhten APIKosten gesprochen und die und da kommt jetzt noch die News dran, dass Apollo angekündigt hat zum 30. Juni. Also die Drittanbieter-App von ehemaligen Apple-EntwicklerInnen, den Dienst einzustellen, dass Apollo nicht mehr benutzbar sein wird ab Juli 2023.
43:04 Dennis Horn
Ja, und das ist eine harte Nachricht. Das ist eine wirklich beliebte App. Wir haben schon darüber gesprochen. Und das ist konsequent und kann Reddit eigentlich nur wehtun, würde ich sagen.
43:17 Gavin Karlmeier
Ja, ich finde durch diese b dadurch, dass man diese beiden Meldungen zusammensieht, hat man so ein bisschen das Gefühl, das war gar nicht so freiwillig, die Entscheidung. Es hatte vielleicht auch gar nichts mit dem Schutz. der Daten vor KI-Crawls zu tun, sondern war eher geboren aus einer wirklichen finanziellen Not, zu sagen, wir müssen an alles ran und dazu gehören leider auch Drittanbieter-Apps und API-Zugriffe.
43:40 Dennis Horn
Ja, und das verschlimmert es natürlich nur noch.
43:43 Gavin Karlmeier
Klar.
43:43 Dennis Horn
So, ja. So ist es. Na gut. Na gut. Knut. Oh mein Gott. Es ist Zeit für Wochenende. Es ist Zeit für Wochenende. Diese Republika hat mich völlig fertig gemacht. Wir haben noch gar nicht, also wir haben eben schon mal kurz drüber gesprochen. Vielleicht zum Abschluss nochmal. Vielen Dank. Dass ihr alle da wart zu unserem großen Twitter Jeopardy. Ihr wusstet ja nicht, was euch erwartet. Einige von euch waren auf der Bühne. haben den großen Spaß mitgemacht, der es auch für uns war. Und wir freuen uns auf jede nächste Gelegenheit, zu der wir euch treffen und sehen und über Wirtkommen.
44:21 Gavin Karlmeier
Wird hundertprozentig über Twitter und all diese Dinge schnacken können. Genau. Und ja, also man muss auch mal dazu sagen, auch vielen Dank an die Republika für diesen unglaublich Vertrauen, ehrlicherweise uns. Wir sind beide keine Sascha-Lobos. Und also das ist wertneutral, bewusst wertneutral gemeint. Und uns dann aber um 20 Uhr auf Bühne 1 zu setzen, das hat sich für uns auch wie ein sehr, sehr großer Vertrauensvorschuss angefühlt. Und das ich hoffe, wir haben das zu Genüge adressiert.
44:52 Speaker 5
Also, das war echt Krass. Das war ein heißer Ritt für uns. So, und jetzt Wochenende und Schlaf und wir hören uns am Montag wieder. Bis Montag.