Das Twitter-Büro in Dublin ist offenbar nur noch ein Schatten seiner selbst. Aber: Gilt das nur für Dublin? Außerdem gibt es News von P92 (gespr.: Sredds) – und Twitter fängt an, die Lautesten auch noch mit Geld zu belohnen. Na hurra.
Übrigens: Den Podcast „Den Vogel abgeschossen – Elon Musk vs. Twitter“ findet ihr hier.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Die heutige Folge wird euch präsentiert von Den Vogel abgeschossen, Elon Musk vs. Twitter. Diesen Podcast haben wir in unserer letzten Folge schon empfohlen und können gar nicht aufhören, damit das zu tun. Hört euch den unbedingt an, zum Beispiel bei Amazon Music da sogar werbefrei. Oder sonst überall, wo es Podcasts gibt. Und jetzt fangen wir aber an. Grüß dich Gevin. Hallo Dennis.
00:25 Dennis Horn
So, in unserem Twitter-Podcast beginnen wir mit Instagram. Wie wird der Twitter-Konkurrent von Instagram nun heißen? Project 92 steht noch in den internen Präsentationen. Barcelona hieß es zwischendurch einmal. Jetzt hören wir noch
00:42 Gavin Karlmeier
Das ist so ein geiler Name. Besonders für den deutschen Markt. Threads ist super. Ja, erstmal kannst du keiner aussprechen. Ihr könnt mich bei Schweps gesetzt. Sredde, heißt doch nicht der Feuerstein mit Vornamen? Sredderik.
00:58 Dennis Horn
Kommt einfach mir. Boah.
01:02 Gavin Karlmeier
Das gibt Hauer. Zum Wochenstart. Aber nee, ich finde das vor allem ein geiler Name, weil die Threat ist ja nicht nur der Faden oder der Strang, sondern auch die Bedrohung. Und das gefällt mir wahnsinnig gut, direkt so auf den Markt aufzutauchen mit unserem neues Produkt heißt Bedrohungen.
01:17 Dennis Horn
Ah, du meinst, das spielt auf einer gewissen, Achtung, Meta-Ebene.
01:23 Gavin Karlmeier
Ja, ich hoffe.
01:25 Dennis Horn
Ja, sehr schön.
01:26 Gavin Karlmeier
Ich glaube nicht, aber das wäre doch schon schön.
01:28 Dennis Horn
TheVirge hat weitere Screenshots veröffentlicht aus der Folie einer internen Präsentation. Da war das All Hands Meeting, das Unternehmensweite, gab es übers Wochenende auch Videos, wie Mark Zuckerberg da auf die Bühne gesprungen ist und so, und Chris Cox, der Produktchef. von Meta, hat bei diesem Meeting eben noch mal eine Folie dazu gezeigt. Sieht für mich nach wie vor recht ähnlich aus wie Twitter tatsächlich, einfach nur mit den Interaktions-Icons von Instagram drunter. So. Und The Word schreibt, wie Chris Cox einen Seitenhieb auf Twitter untergebracht hat. Er hat gesagt, wir haben von Machern und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens gehört, die an einer Plattform interessiert sind, die vernünftig geführt wird. Und der sie vertrauen können. Habe ich sehr gemocht. Und die Ziele von Threads sind Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit, Zuverlässigkeit und Sicherzustellen, dass die Urheber einen stabilen Ort haben, um ihr Publikum aufzubauen und zu vergrößern.
02:28 Gavin Karlmeier
So. Ja, das gefällt mir gut. Also ich also. Es ist natürlich ein Seitenhieb, aber es ist auch genau, ehrlicherweise, es ist eine perfekte Marktbeobachtung. Also es ist ja das, worauf die Leute gerade warten und wo wir das Gefühl haben, dass es das nicht mehr gibt. Dementsprechend sind wir uns ja eigentlich auch relativ sicher und einig. dass wenn irgendjemand es gerade schafft, diesen, diesen, einen, einen wirklichen, so die Hand zu reichen vom sinkenden Schiff, dass es eigentlich nur ein großer Player sein kann, der a Medienmacht hat, B Reichweite hat und C eine Idee hat, wie das aussehen muss. Und all diese Punkte treffen auf Meta wahrscheinlich zu, treffen hier auf Thread sehr wohl zu. Und das auch noch über diesen sehr cleveren Hebel der Interoperabilität mit Mastodon ist halt das ist da sind alle, da ist wirklich niemand wütend.
03:15 Dennis Horn
Und das ist sehr clever. Ja, meine Frage ist einfach, die Leute, die bei Twitter waren, weil sie nicht zum Meta wollten, aber die gehen zum Mastodon, oder?
03:25 Gavin Karlmeier
Ja, mit denen kannst du dann ja trotzdem über Threads gehen.
03:29 Dennis Horn
Ich habe sehr gemocht in diesem The Word-Artikel. Chris Cox hat gesagt, das Unternehmen hat auch schon Prominente, die die App nutzen wollen. Das habe ich auch offen. Also dein Popkulturwissen, bitte bring es hier rein, aber. Der erste Name, der genannt wird, ist DJ Slime.
03:43 Gavin Karlmeier
Achso, nee, du hast anderen Namen noch. Okay, den kennen wir nicht.
03:46 Dennis Horn
Ja, ich auch nicht. Aber der wird so als erster genannt und dann erst Opera Winfrey auch und der Dalai Lama. Aber DJ Slime habe ich sehr gemocht, muss ich mal googeln.
03:56 Gavin Karlmeier
DJ Slime, das ist bestimmt, wir machen uns gerade so richtig lächerlich, weil das wahrscheinlich ist. Es ist so wie Tiesto, denn der ist auch nicht so bekannt in Deutschland, ist der bestbezahlte DJ der Welt.
04:07 Dennis Horn
Der sagt mir was, aber DJ Slime.
04:09 Gavin Karlmeier
DJ Slime hat 1100 Likes bei Facebook. Ich weiß nicht, ob wir hier vom selben sprechen.
04:15 Dennis Horn
Und dann hat Chris Cox noch gesagt, dass.
04:19 Gavin Karlmeier
Stopp. Der Dalai Lama? Also, in welchem Brainstorming ist das denn passiert? Dass man sich kurz dahin setzt und sagt, komm, wir schreiben mal eben eine Mail an den Dalai. la punktma. Und sagt, hey, wir hätten dich gerne als Creator auf unserer neuen Plattform. Und Forsher hat gesagt, ja. Ja, das ist halt geil, ne, er hat dazu gesagt. Ehrlicherweise für ihn ist das ein sehr geschickter Move, weil er vor einigen Wochen eine sehr, sehr schlechte Publicity erlebt hat. Durch diese Ich Sauge einem Kind an der Zunge-Geschichte. Also für ihn kommt das gerufen, aber für Instagram passt das nicht so richtig ins Bild, den hat den so einzuladen, aber. Why not?
04:59 Dennis Horn
Ich sag auch mal so: DJ Slime, Opera Winfrey und der Dalai Lama sprechen noch nicht eine Sprache. Also so strategisch, was diese Plattformen angeht. Wir sind trotzdem gespannt. Also, Chris Cox hat noch gesagt, mit der Programmierung der App wurde im Januar begonnen. Das finde ich ja für ein Unternehmen dieser Größe, so schnell zu reagieren auf das, was bei Twitter geschieht, beachtlich.
05:20 Gavin Karlmeier
Das hat schon ein Maskniveau, was?
05:22 Dennis Horn
Ja. Und dass Meta die App so schnell wie möglich zur Verfügung stellen will, also mein Bauchgefühl sagt Im Sommer werden wir da noch was sehen.
05:32 Gavin Karlmeier
Ja, die Gerüchte hatten ja auch von Juni mal gesprochen, dass jetzt schon so ein All Hands-Meeting war. Also, das All-Hands heißt ja, dass alle MitarbeiterInnen eingeladen sind, richtig? Das heißt, in dem Moment, wo du ein All-Hands-Meeting machst, ist es nicht mehr geheim zu halten. Du weißt, das ist jetzt in der Welt und wenn man sich da anschaut, wie so Marketingmechanismen funktionieren, in dem Moment, wo das Geheimnis weg ist. Da kannst du nicht mehr allzu lange warten, weil sonst verpufft der Hype, weil der startet genau dann, wo die Leute wissen, dass es kommt.
06:01 Dennis Horn
Oder wie wir sagen, Personalversammlungen. So, oder? So, jetzt aber Twitter. Wie steht es eigentlich um Twitter? Wir werfen heute mal einen Blick auf das Unternehmen in Europa, die Business Post aus Irland hat über die Niederlassung in Dublin geschrieben. Und das sind ein paar interessante Einblicke. Erstmal vorab, der Bericht rückt auch sehr gut in den Fokus. dass Twitter vor Elon Musk tatsächlich nicht das blühende, die blühenden Landschaften waren, über die der Vogel Larry geflogen ist. Und tatsächlich meistens nicht profitabel war, dass die MitarbeiterInnen das auch wussten, dass man da eigentlich über seine Verhältnisse gelebt hat, aber trotzdem der Arbeitsstandard im Unternehmen eben ein recht guter gewesen sei. Ähm und die verbleibenden Mitarbeiter jetzt in Dublin, das seien rund einhundert statt der bisher drei hundertfünfzig. Sind größtenteils im Vertrieb tätig, schreibt die Business Post. Die Hälfte des Bürogebäudes in Dublin habe Twitter untervermietet, den Vertrag mit einem Catering-Unternehmen gestrichen. den Achtung hauseigenen Barista und andere Leistungen auch für MitarbeiterInnen Und also Fazit in diesem Artikel ist, acht Monate nach der Übernahme durch Elon Musk ist die irische Niederlassung nur noch ein Notbetrieb, der hauptsächlich aus Vertriebsmitarbeitern. Besteht. Und ein paar interessante Details. Also erstmal Technology Ireland, das ist eine Lobby-Organisation, eine recht mächtige in Dublin, hat damit gedroht, Twitter als Mitglied zu streichen. Nachdem das Unternehmen seinen Mitgliedsbeitrag nicht gezahlt hat, trotz wiederholter Mahnungen über die vergangenen Monate. Das kommt uns bekannt vor. Und einen Chef gibt es dort in Dublin auch nicht mehr. Die Business Post schreibt aus Dokumenten beim Company's Registration Office in Irland G hervor. Dass die DirektorInnen von Twitter International Unlimited, das ist der Name des irischen Unternehmens Twitter, ansässig sind in Brasilien, Australien und den USA.
08:08 Gavin Karlmeier
Krass, ja. Das heißt, es wird, heißt das, wenn da kein Chef vor Ort ist oder keine Chefin, dass solche Meetings und Entscheidungen remote getroffen werden? Ich habe das gefragt, Elon Musk, dass er das nicht mag.
08:20 Dennis Horn
Ja, ja. Also in dem Artikel ist auch sein Mikromanagement und sein Reinregieren in das Unternehmen auch ganz gut beschrieben. Also, der hat wohl nach der Übernahme Im Bewusstsein, dass gerade in Europa heftig reguliert wird, so ein bisschen erkennen lassen, dass ihm das sehr bewusst ist. Aber irgendwie Schritte daraus sind dann auch nicht gefolgt. Ja, verstehe. Also, das fand ich ein paar interessante Einblicke, gleichzeitig jetzt vielleicht auch nicht besonders überraschend.
08:49 Gavin Karlmeier
Ja, aber schon irgendwie, ne, dass du dir, also Es gibt ja in Deutschland auch immer noch ein Twitter-Büro und wir wissen zumindest von einer Person, die dort arbeitet, weil es die Leiterin dieses Büro ist.
09:00 Dennis Horn
Ja.
09:00 Gavin Karlmeier
Und das klingt doch eigentlich nach einer völlig unterschiedlichen Art der Strukturierung, dass es hier zumindest eine Büroleiterin gibt, während das Büro in Dublin kopflos. . einfach nur noch Vertriebler, da sitzen, Vertrieblinnen, die vermutlich These nichts anderes machen als versuchen, WerbekundInnen und Medienpartnerschaften an Land zu ziehen. Absolut, ja. Auch die Frage ob von den 350, die ja mal gearbeitet haben, die wie viel hast du gesagt, 100, die noch übrig sind? das jetzt so wirklich ausreicht, um da wirklich so was zu verändern und zu bewegen. Ich, also das zeigt halt einmal mehr, dass Twitter immer mehr nur noch so eine, also außerhalb der USA vor allem eigentlich nur noch eine Illusion ist, eigentlich nur noch so eine Kulisse. Eine Kulisse im Internet.
09:42 Dennis Horn
Für Twitter in den USA steht diesen Monat eine Vertragsverlängerung an, und zwar mit Google Cloud. Das klingt erstmal überraschend, weil man ja denkt, Twitter wird auf eigenen Servern betrieben. Wir sprechen ja nicht umsonst. Stände ich hier bei Atlanta und wo stand der andere Sacramento?
09:58 Gavin Karlmeier
Das werde ich jetzt nicht mehr vergessen nach unserem Republikaspiel.
10:01 Dennis Horn
Ja, weil ich zitiere dich in Dubio Sacramento.
10:04 Gavin Karlmeier
In Dubio pro Sacramento, als Johannes, der für die katholische Kirche gearbeitet hat, vor uns stand. Das hat sich eingebrannt.
10:11 Dennis Horn
So, und Twitter hat aber lange schon auch Verträge mit Google und Amazon, um seine eigene Infrastruktur zu ergänzen, und kurz bevor Elon Musk Twitter übernommen hat, Hatte das Unternehmen noch einen mehrjährigen Vertrag mit Google geschlossen, und zwar um so Dienste zu hosten wie Smite. Kennst du Smite?
10:31 Gavin Karlmeier
Nee, ist das einer der Prominenten, die angefragt werden, ob sie bei Threads mitmachen wollen?
10:35 Dennis Horn
DJ Smite. Smite ist ein Dienst, den Twitter 2018 gekauft hatte und Der Werkzeuge bereitstellt, um damit gegen Spam zum Beispiel vorzugehen, gegen Belästigung auf der Plattform, gegen CSAM, also die Darstellung von sexuellem Missbrauch oder der Ausbeutung von Kindern. Und siehe da, Twitter weigert sich jetzt offenbar, seine Google Cloud-Rechnungen zu bezahlen. Das berichtet unter anderem der Plattformer Newsletter. Die Information hatte vorgeschrieben, dass Twitter schon mindestens seit März versucht, den Vertrag mit Google neu auszuhandeln. Ähnlich wie bei Amazon. Da hatten wir auch darüber gesprochen, damit drohte Werbegelder zurückzuhalten. So, und jetzt schreibt Plattformer, dass Smite damit ab dem 30. Juni lahmgelegt sein könnte. Und wir erinnern uns nochmal an die beiden Prioritäten, die Elon Musk genannt hatte, gegen CSAM-Inhalte und gegen Bots vorzugehen. Und das ist das Ding von Smite.
11:33 Gavin Karlmeier
Das ist echt. Also, ja, aber ist halt wirklich mal wieder so eine Geschichte. Ich kann das immer noch nicht wirtschaftlich verstehen, warum diese Entscheidung einfach nicht mehr zu zahlen für Dienstleistungen, die bereits in Anspruch genommen wurden, warum das scheinbar. . einfach tatsächlich eine Option für Elon Musk ist. . Warum das kluges Management sein soll.
11:56 Dennis Horn
Es ist ja nicht. Das ist ja einfach nur einmal Cut, ohne nachzudenken. Und dann wird es einfach teuer, das wieder neu aufzubauen. Aber diesen Weg geht er ja. Er stellt ja auch Leute neu ein und so weiter. Und wenn ich jetzt einer wäre, der gefeuert worden wäre. Und Twitter würde wieder einstellen, dann würde ich mehr Geld verlangen als vorher.
12:15 Gavin Karlmeier
Ja klar, aber ich hatte neulich ein Knörlchen, ne? Weil ich geparkt habe und kein, also ich also Der Parkautomat war kaputt. Und dann habe ich ein Plötzchen bekommen, dass. Und das hat 20 Euro gekostet. Und dann ist das so, also dann habe ich das so mir vorgenommen, das zu bezahlen. Und das hat dann aber nicht so, also meine Frist und die Frist der Ordnungsbehörde, die haben sich nicht so gedeckt. Auf jeden Fall war der Betrag dann am Ende ein bisschen höher. Also ich musste dann fast 100 Euro bezahlen für dasselbe Knörlchen. Und da habe ich mich natürlich sehr geärgert und denke mir, beim nächsten Mal zahle ich das Knöllchen doch direkt. Warum macht Elon Musk das nicht? Also seine Knöllchen werden ja auch immer teurer.
12:55 Dennis Horn
Vielleicht wird er das erst bei der zweiten Übernahme eines Social Networks bemerken und anders machen.
13:03 Gavin Karlmeier
Ich freue mich drauf, kommt alle zu dem Haken dran, das TikTok-Update.
13:09 Dennis Horn
So, jetzt vielleicht die interessanteste Geschichte für heute. General Motors GM hatte Twitter wegen der Markensicherheit verlassen, nach der Übernahme durch Elon Musk. Da gab es Bedenken. Und kehrt jetzt zurück mit Goldenem Haken, Unternehmensverifizierung und Affiliate Badge. Und also das ist ja. Vielleicht schon an sich eine Nachricht, weil natürlich General Motors einer der größten Autohersteller der Welt, damit auch einer der größten Werbekunden, die Twitter potenziell überhaupt so haben könnte. Und dann legen wir eine Nachricht daneben, die hier auch übers Wochenende reingeflattert ist. Tesla, CEO, Elon Musk, der denselben Namen trägt wie der CEO von Twitter. Oder Eigentümer von Twitter. Und Mary Barra, das ist die CEO von GM Haben vereinbart, dass GM den nordamerikanischen Ladestandard von Tesla übernimmt und den GM-Kunden Zugang zu über 12. 000 Tesla-Superchargern verschafft. Die Tesla-Aktien sind im Anschluss auch noch mal ordentlich im Wert gestiegen. Und niemand kann mir erzählen, dass das nichts miteinander zu tun hat.
14:26 Gavin Karlmeier
Nein, das ist offenbar ein größeres Bild der Partnerschaften. Ich weiß gar nicht, ob das in Deutschland legal wäre, so über verschiedene Unternehmen solche Deals einzubinden.
14:35 Dennis Horn
Das wollte ich gerade fragen. Wie finden wir das denn?
14:37 Gavin Karlmeier
Also ich habe das Gefühl, das fühlt sich so ein bisschen. falsch an. Ja. Auf der anderen Seite, also why not? Es sind ja beides wirtschaftliche Unternehmen, die ja Partnerschaften schließen können, mit wem sie wollen. Aber es wirkt doch ein bisschen so, dass das ohne diese komische Überschneidung der Namen der Eigentümer dieser beiden Unternehmen so nicht zustande gekommen wäre, jedenfalls.
15:00 Dennis Horn
Ja, auch es ließ mich zumindest nochmal so ein bisschen über eine Regulierung nachdenken, was Plattformen und Medien angeht, über deren Öffentlichkeit man die eigenen Unternehmen pushen kann. Also Elon Musk ist ja nur ein Beispiel dafür, der andere ist Jeff Bezos zum Beispiel. Wobei wir in dem Maße nicht darüber diskutieren, was die Washington Post über Amazon schreibt, wie wir bei Elon Musk darüber diskutieren, was er mit Twitter treibt und Auswirkungen auf Tesla hat. Also die Tesla-Aktien, wie gesagt, sind im Anschluss auch nochmal ordentlich im Wert gestiegen nach dieser Ankündigung und also Bauchschmerzen bereitet mir das.
15:36 Gavin Karlmeier
Ja, total. Vor allem wenn, also wenn Twitter börsennotiert wäre. Können wir davon ausgehen, dass da auch die Märkte positiv drauf reagiert hätten, wenn mit GM, einer der vermutlich früher mal größten Werbekunden, jetzt wieder zurückkommt zu Twitter und ankündigt, hier jetzt mitzumachen? Weil das ja auch ein Signal in die ganze Branche ist, die ganze Automobilindustrie, die sehr vorsichtig war in der Frage, wie gehen wir eigentlich mit Werbegeldern für Twitter um. weil es eben dem gleichen Menschen gehört wie Tesla. Und das ist ja hier schon ein Signal an den kompletten Markt, den das GM hier schickt. Dementsprechend finde ich das tatsächlich doch, das ist eine Nachricht, die kannst du nicht ohne die andere Meldung betrachten, finde ich.
16:18 Dennis Horn
Die Werbeeinnahmen von Twitter sind im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr übrigens um 40 Prozent. zurückgegangen, das ist etwas kleiner die Zahl als die, über die wir vergangene Woche hier gesprochen hatten. Das waren nämlich knapp 60 Prozent, die waren bezogen nur auf die USA.
16:35 Gavin Karlmeier
Und Europa, glaube ich, ne? Ich glaube, Nordamerika und Europa waren das zusammen.
16:42 Dennis Horn
Und außerhalb haben Unternehmen ihre Werbeausgaben aber offenbar nicht annähernd so stark reduziert, schreibt jetzt das Wall Street Journal. Sonst wären es eben nicht im Mix die 40 Prozent. Und jetzt muss man bezogen auf die USA: die machen rund die Hälfte der Werbeeinnahmen von Twitter aus.
17:01 Gavin Karlmeier
Jetzt muss man ein bisschen jonglieren mit den Szenen.
17:03 Dennis Horn
Ja, das heißt, wenn Twitter weltweit auf minus 40% kommt, dann muss das eben heißen, dass der Rückgang eben außerhalb relativ gering ausfällt.
17:10 Gavin Karlmeier
Was aber auch gleichzeitig bedeutet, dass die, wenn es die Hälfte nur ist, oder also wenn alle anderen Märkte die Hälfte sind, dass da auch einfach weniger Kunden insgesamt sind und wenn von denen 40 Prozent weg sind, sprechen wir über eine viel kleinere Menge an Leuten. Das gehört auch dazu. Also ein kleiner Clusterfuck im Gehirn zum Wocheneinstieg. Es ist Montagmorgen, sorry.
17:34 Dennis Horn
Ich möchte mit dir noch ein bisschen über die Mechaniken auf der Plattform sprechen. Ja, bitte. Da hat mich eine Frage über Instagram erreicht, die ich ganz interessant fand. Ich lese mal vor. Wenn Reichweite in Zukunft nicht mehr nur durch Viralität entsteht, sondern durch Mitgliedschaft Wie verändert das dann die Kommunikationsdynamik auf Twitter? Also funktioniert dann Rage Spating eigentlich noch oder geht Twitter weg von der Empörungsökonomie, dadurch auch ein Stück? Wäre es nicht sogar denkbar, dass Hate Speech dadurch tatsächlich eher abnehmen würde? Und andererseits ist Viralität nicht genau das, was Twitter ausgemacht hat. Also, wie bewerten wir eigentlich die Designentscheidungen, so die strategischen Designentscheidungen, die Elon Musk da trifft für Twitter? was die Empörungsmechaniken auf der Plattform angeht.
18:21 Gavin Karlmeier
Ja, ich finde den Themenkomplex super spannend. Ja. Aber, ähm, also Ich glaube, da kommen so ein paar Sachen zusammen. Also in meinem Kopf. Der erste Gedanke ist, naja, ist ja nicht so, dass Twitter eine Members-only-Plattform wird. Wäre sie das geworden, glaube ich, müssten wir anders darüber sprechen. Also, wenn zum Beispiel auch das Lesen Oder das reine Veröffentlichen. Wenn du dafür zahlendes Mitglied sein müsstest, würden sich viele der Mechaniken bestimmt etwas verändern. Ich glaube, dass es aber gar nicht in Twitters Interesse ist, dass sich daran was ändert, weil diese ganzen Dinge, die uns süchtig machen, die Dinge, warum wir immer noch so an Twitter hängen, obwohl wir auch Mastodon haben, glaube ich, sind solche Sachen, die eben funktionieren wie Zucker. Also dass wir halt das Gefühl haben, dass der Algorithmus uns belohnt oder bestraft, dass wir Erfolge erleben können, die viel größer sind als die, die wir uns selber für möglich ausgemalt hätten und so. Und Das ist total in Twitters Interesse, sich anzufühlen wie eine Droge. Das lernt man, glaube ich, so ein bisschen vor allem von anderen sozialen Netzwerken. Und die sollten, wenn du mich jetzt mal fragen würdest, als jemand, der da nicht in der Position des Tipps zu geben, ähm Die sollten tunlichst aufpassen, diese Mechanismen eben nicht zu gefährden durch Veränderung der Mechaniken, weil man sagt, naja, aber die Leute zahlen ja, weil das plötzlich den Grund auch weg abschafft, warum die Leute dafür bezahlen.
19:46 Dennis Horn
Ja. Also in der Frage steckt ja auch ein bisschen eine These drin, nämlich dass diese Designentscheidung tatsächlich dazu führt, dass diese Empörungsmechaniken nicht mehr den Stellenwert Haben, wie sie bisher hatten. Also, ich würde erst mal sagen, wenn man den Weg weggeht in so einen geschlosseneren Raum, dann würden wir trotzdem noch über also Gesetz den Fall Diese Plattform rückt weiter auch so nach rechts und hat eine Nutzerschaft mit einem geschlosseneren Weltbild, dann würden wir, glaube ich, über Vielleicht nicht Empörungsmechaniken reden, aber über Radikalisierungsmechaniken. Und dann weiß ich nicht, ob das so viel besser wäre. Also die Voraussetzung, dass da unterschiedliche Weltbilder aufeinandertreffen, scheint sich ja nämlich nicht so zu bestätigen. Vielleicht wäre es dann nochmal anders, aber ich sehe es auch nicht, also dass es tatsächlich diese Richtung nimmt, weil es gab dazu passend am Samstag einen sehr guten Tweet von Trinery über die Blaubehagen. Wir haben letzte Woche schon kurz darüber gesprochen, also Twitter Blue, AbonnentInnen, die für die Anzeigen bezahlt werden, die in den Antworten auf ihre Tweets auftauchen. Und Trinity twittert dazu, behandelt in Zukunft einfach alle Hot Takes, die ihr so lest als Köder. Wenn ihr unbedingt darauf eingehen müsst, macht einen Screenshot. Am besten aber einfach blockieren, weil denkt daran, wenn ihr mit diesen Tweets interagiert. Gebt ihr diesen Idioten direkt Geld.
21:13 Gavin Karlmeier
Ja.
21:13 Dennis Horn
Und das heißt, da haben wir eine konkrete Designentscheidung für diese Plattformen Die diese Empörungsmechanik eigentlich nur noch stützt nach wie vor. Und Tim Poole, das ist einer der, ich sag mal, neuen Blaubehagten. Hat das noch etwas deutlicher auf den Punkt gebracht. Er schreibt, ich muss hier mehr Shit posten, gerat werden. Weißt du, was gerationt werden ist?
21:37 Gavin Karlmeier
Ja, aber ich will es von dir mal erklärt hören, weil du auch hier erst gelernt hast, was not safe for work ist.
21:42 Dennis Horn
Ja, das müssen ich glaube auch, das müssen wir allen erklären, weil Geratio werden heißt, da hat jemand einen Tweet geschrieben Und es gibt Leute, die antworten auf diesen Tweet und bekommen mehr Likes.
21:55 Gavin Karlmeier
Ja.
21:55 Dennis Horn
So, und dann ist die Ratio des Like-Verhältniss auf ihrer Seite.
22:00 Gavin Karlmeier
Genau. Und das geht teilweise so weit, um da noch einen anzuhängen, dass das so sehr postmodern verwendet wird. Also Leute schreiben unter einem Tweet inzwischen nur noch Ratio. damit die Leute das liken, anstatt den Tweeter drüber, um dem Autoren oder dem der Autorin des Tweets ganz oben zu signalisieren, das ist Quatsch, was du geschrieben hast.
22:19 Dennis Horn
Also der Begriff Ratio einfach als Meme.
22:22 Gavin Karlmeier
Ja.
22:23 Dennis Horn
So, und jetzt nochmal, Tim Pool. Also ich muss hier mehr Shit posten, geratiot werden. Das bedeutet schnelles Geld. Also legen wir los, schreibt er, und dann. Linke betreiben Grooming mit Kindern. So. Und das ist direkt, also die ganze Geschichte in a nutshell. Und das würde für mich nicht dafür sprechen, dass Twitter auf dem Weg weg ist von Empörungsmechaniken, im Gegenteil.
22:49 Gavin Karlmeier
Ja, also das hat Elon Musk ja jetzt auch nochmal bestätigt, diese, dieses Wochenende, dass eben die die Ausschüttung von Werbeeinnahmen an Creator wegen ihrer Replies sozusagen Losgehen, so heißen wir Staaten, und dass der erste Satz der Bezahlung insgesamt 5 Millionen Dollar betragen wird, was auch immer das bedeutet, weil diese Zahl kommt, in welchen Abständen diese Zahlen erhoben werden, wir werden wissen es nicht.
23:17 Dennis Horn
Wie die Schlüsselverteilung sein wird.
23:19 Gavin Karlmeier
Wir wissen nichts, wir wissen nur auf 5 Millionen. Naja, okay. Und es betrifft halt alle, die Twitter Blue abonniert haben, die werden halt dann bezahlt für die Werbung, die unter ihren Tweets angezeigt wird, wenn du ihn anklickst. Und dazu hatte ich diesen Tweet gelesen von June Nipper, der oder die geschrieben hat, es sieht so aus, als werden wir Block the Blue nochmal erneuern müssen, weil die Rechten jetzt eben mit vor allem mit Empörung Geld verdienen. Und das ist so. Also am Ende machst du die Plattform noch schmutziger, noch ekliger, weil genau dieser Zucker, von dem ich gerade gesprochen habe, jetzt auch noch mit finanziellem Vorteil verbunden ist.
23:53 Dennis Horn
Ich glaube gerade, das rechte Spektrum hat ja bisher auch über die Jahre Verstanden, die Aufmerksamkeitsmechaniken in Twitter sehr gut hochzunehmen und für sich zu nutzen. Und die müssen einfach nur weiter damit machen. Und werden durch diese zusätzliche, durch dieses zusätzliche finanzielle Incentive sogar einfach nur noch weiter motiviert. Und das ist natürlich eine Geschichte, die muss einem bei so einer Designentscheidung für diese Plattform doch auch einfach völlig klar sein.
24:20 Gavin Karlmeier
Hundertprozentig. Also, aber da bin ich mir auch sicher, dass es total im Interesse von Elon Musk ist oder vom neuen Twitter-Management, wer auch immer da noch mitsitzt. die Leute zu belohnen, die jetzt gerade zur Reichweitenstärkung und zur Interaktionsstärkung auf der Plattform beitragen, um mehr davon zu haben, damit eben mehr Agenda-Setting, mehr Themensetting, mehr Streit auf der Plattform passiert, um mehr die Plattform nach vorne zu schieben.
24:46 Dennis Horn
Ja, das wäre eine rein geschäftliche Perspektive, aber die Frage, die ich anschließen würde, wäre Ist das Politische auch direkt mitbedacht?
24:53 Gavin Karlmeier
Muss ja. Ich will es nicht überhaupt nicht ausschließen. Oder also würde ich auch behaupten, dass das natürlich auch mitgedacht ist. Weil auch natürlich Elon Musk weiß, wer Twitter Blue abonniert hat. Das sind eben nicht die Leute, die sauber recherchierte, klare wissenschaftliche Beiträge beispielsweise veröffentlichen in Threads. Sondern die Leute, die eben genau auf solche aufmerksamkeitsökonomische Mechanismen setzen.
25:19 Dennis Horn
Sauber recherchierte Beiträge veröffentlichen wir nicht in Threads, sondern in Threads. Haben wir alles? Sind wir mit allem durch?
25:29 Gavin Karlmeier
Wir haben noch ein paar, wir müssen ein bisschen housekeepen.
25:31 Dennis Horn
Ah, dann mach mal. Kannst du Housekeeping machen heute?
25:33 Gavin Karlmeier
Ja, ich mit einer Nachricht auf jeden Fall. Und zwar haben wir letzte Woche hier über die Frage diskutiert, was ein Block ist. Also nicht wieder der gleiche Gag, aber wenn ich jemanden blockiere, was habe ich damit eigentlich für Ziele, für Erwartungen an das jemanden blockieren Und wie es sieht es eigentlich mit öffentlichen Beiträgen aus? Sollte ich mir die nicht ansehen? Jemand hat mir übrigens geschrieben, dass, ähm, ich weiß gerade nicht, wer das geschrieben hat, aber der Vollständigkeit halber. Wenn ich jemanden einseitig blockiere, also wenn ich dich jetzt blockiere auf Twitter, dann kann ich immer noch auf deinem Profil deine öffentlichen Tweets sehen. Ich muss nur den Button klicken, Tweets anzeigen. Das heißt, es ist jetzt schon so, dass ich eigentlich die Möglichkeit habe, das zu sehen. Weswegen wir mal kurz überlegen müssen, was. Ändert sich eigentlich? Wahrscheinlich, dass das auch bei gegenseitigem Blockieren gilt. Ich habe aber eine Nachricht bekommen, oder wir von Lautestenken. Ich habe gefragt, ob wir die veröffentlichen dürfen, vorlesen dürfen. Ich würde da mal ein bisschen. Ähm, quer durchlesen, weil ich die Gedanken darin sehr spannend finde und auch sehr also meine Empathie hat das auf jeden Fall berührt Und ich leg mal los. Hallo Gavin, ich lasse mich von euch morgens zur Arbeit begleiten und bin eher ein stiller Haki. Zum Thema Blocken möchte ich aber ein paar Dinge sagen, die ich anders sehe als ihr. Ich nutze Twitter über den Desktop. Keine Ahnung, ob das, was ich sage, auch auf die App zutrifft. Gut zu wissen. Ich schreibe dort nicht mehr. Ich habe die Turf Bubble inklusive ihre Verbindung zu Ziv-Twitter großflächig geblockt. Daher kommen alle Beispiele aus diesem Zusammenhang. Es ist jetzt schon so, dass ich, wenn ich einen Account blockiert habe, auf dessen Seite gehen und mir dessen Tweets anzeigen lassen kann, habe ich gerade gesagt. Tweets von Accounts, die ich blockiert habe, werden mir aber nicht in der Timeline angezeigt, genauso wie Stummgeschaltete. Wenn mir also ein Tweet in die Timeline gespielt wird, in dem ein Account, den ich blockiert habe, zitiert wird, wird mir dieser Tweet nicht angezeigt. Nun aber zum wichtigsten Punkt, was spricht also fürs Blocken? Wenn man sich auf Twitter öffentlich gegen Transfeindlichkeit äußert oder sich solidarisch mit Transpersonen zeigt, bekommen es schnell mit der Turf Bubble zu tun. Das ist mir vor zwei Jahren zum ersten Mal passiert, und ich habe seither eine steile Lernkurve hingelegt, was transfeindlichkeit und turfs betrifft, aber auch die Sinnlosigkeit vom Versuch mit Ihnen zu reden. Ich springe mal ein bisschen. Bei Turfs läuft es so: Eine sieht deinen Tweet, zitiert oder screenshottet ihn, verteilt ihn in Bubble, zack, hat man die Menschen voll. Das ist interessanterweise so ähnlich, ein ähnlicher Mechanismus. wie über den wir beide hier auch schon gesprochen haben, Dennis, dass es sehr schnell passiert, dass ein Tweet rumgereicht wird und dann sehr viele Leute sich darauf stößen.
27:58 Dennis Horn
Ja, das war ja bei meinem Abgang von Twitter so, ja.
28:00 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Aber ich lese weiter. Der Vorteil für mich, diese zu blockieren, ist es also vor allem, dass diese nicht mit mir interagieren können, also nicht mehr unter meinen Tweets antworten und. meine Tweets zitieren können. . Sie können zwar immer noch Screenshots machen, aber das mit höherem Aufwand. Das ist das, was du gesagt hast. Für mich wäre Twitter ohne Blockfunktion ein dunkler Ort und komplett Unnutzbar, Klammer auf gewesen. Und ich versuche nur alle zu sein. Für tatsächlich Betroffene ist diese Blockfunktion noch wichtiger, schätze ich. Ja, ich hoffe, das ergibt alles einen Sinn. Also ich finde das mal so aus erster Hand zu hören, wie Menschen da eigentlich mit umgehen, wie sie die Blockfunktion für sich nutzen, weil wir ja auch gesagt haben. Wir haben die bislang eher größtenteils ausgelassen, Menschen zu blockieren. Finde ich dann doch sehr spannend und zeigt auch, dass das tatsächlich auch einfach ein Feature sein kann, dass die eigene mentale Gesundheit
28:54 Dennis Horn
Ja, absolut, genau. So würde ich es auch sagen, dass das psychologische Moment darin und Ich glaube, da muss man dann auch gar nicht über sozusagen funktionale Vollständigkeit sprechen. Also wir haben ja auch darüber gesprochen, klar, jeder kann sich dann mit einem neuen Account anmelden. Man erhöht damit aber natürlich die Kosten dafür, eine konkrete Person weiterzustören. Aber das ist so ein bisschen wie in der Pandemie. Erinnerst du dich an diese Metapher mit dem Schweizer Käse? Mit diesen Löchern drin.
29:26 Gavin Karlmeier
Ja, wenn du die Scheiben übereinander legst, dann kann nichts durchrieseln, wenn die Löcher nicht bündig übereinander sind.
29:32 Dennis Horn
Ja, also so mehrere Maßnahmen gleichzeitig sozusagen. Und wenn wenn man sich jetzt das Blockieren bei Twitter vorstellt, wie so ein paar Scheiben Schweizer Käse und irgendwie kommt ein bisschen noch durch, okay, aber insgesamt bewirkt diese Funktionen eben etwas und sei es für die mentale Hygiene. Und das ist ja schwierig einfach, dass so etwas dann wegfällt.
29:54 Gavin Karlmeier
Definitiv. Vor allem, wenn man dann denkt, dass Jack Dorsey sagt. Die Blockfunktion ist eine Lüge. Naja. Okay, ich glaube, das war's, oder?
30:05 Dennis Horn
Ja. Können wir einen Sack zumachen für heute?
30:07 Gavin Karlmeier
Sollten wir tun. Es ist so warm. Mein Gehirn, ich habe festgestellt, mein Gehirn kann über 25 Grad keinen interessanten Gedanken formen.
30:14 Dennis Horn
Es ist so warm, wie diese Ausgabe lang ist. Wirklich? Ja.
30:19 Gavin Karlmeier
Geil. Dann hoffen wir, dass es nicht viel wärmer wird, nicht nur wegen des Klimas, sondern auch wir können nicht. 30 Grad, 30 Minuten, das sind 60 Mark. Alter, denk mal drüber nach. Das ist zweimal das Saarland. Miss Morgan. Bis morgen.