Twitter misst jetzt nicht mehr, wie viele Leute es nutzen, sondern nur noch, wie lange. Dabei sollte es sich doch viel eher fragen: Wie lange noch? Threads braust weiterhin davon – jetzt auch an der Börse.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Grüß dich, Gavin. Hallo Dennis. So, jetzt. Du merkst, ich bin voller Enthusiasmus hier in diese Folge gestartet. Ich wollte auch gerade sagen, am heißesten Tag des Jahres müssen wir versuchen, uns irgendwie noch aufzuraffen. Ich bin in den Keller gegangen. Das ist der einzige Ort,
00:23 Dennis Horn
Wo du angemessen auf meine Witze reagieren kannst.
00:26 Gavin Karlmeier
Ja, auch das, genau. Und wo ich mich so fühle wie die Programmierknechte von Elon Musk. Also Elon Musk hat den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine E-Mail mal wieder geschickt und darin heißt es, das Unternehmen muss schneller Als je zuvor bessere Funktionen bereitstellen.
00:49 Dennis Horn
Das ist dann also ich weiß, das ist nicht das erste Mal, dass ich hier eine Simpsons-Referenz aufmache, aber ich muss. Es gibt so eine Szene. Also es gibt eine Folge, in der kriegt Homer Simpson, der ja, wie man wahrscheinlich weiß, als Sicherheitstechniker in einem Kernkraftwerk arbeitet. Ein Job, von dem er keine Ahnung hat, indem er einen Job angeboten bekommt von so einem sehr dubiosen Kriminellen, der Hank Scorpio heißt und wie sich später herausstellt, eigentlich nur so eine Massenvernichtungswaffe baut. Und er wird da angestellt und soll so seine Team leiten. Und er kommt da an und weiß nicht, was er tun soll und kommt so rein und sagt so, Hey, are you guys working? Und sein Team sagt so, Yes, Sir, Mr. Simpson. Und er sagt so, could you um work any harder than this? Und das ist so einfach nur, das ist so dieser Befehl, der da jetzt zugrunde liegt. Hey, arbeitet ihr eigentlich? Ja. Ja, dann müsst ihr noch härter arbeiten für mich. Das ist so das, was sich Elon Musk eigentlich gerade von seinen MitarbeiterInnen wünscht. Und das zeigt, ich glaube, die Stimmung ist schlecht in San Francisco.
01:52 Gavin Karlmeier
Ja, also die Worte klingen nicht so ganz so krass wie extremely hardcore, aber ich glaube, er meint es diesmal ernsthafter. Und krasser erwähnt Threads nicht. Aber ja, schneller als je zuvor, bessere Funktionen. Auch hier übrigens die Ignoranz, dass eine Plattform ausgemacht wird von den Menschen, nicht nur von den Funktionen. Da begegnet es uns wieder, finde ich ja.
02:17 Dennis Horn
Ja, das ist total richtig. Und auch dieser Irrglaube, dass es Twitter jetzt retten würde, einfach nur mehr Funktionen an den Start zu bringen.
02:27 Gavin Karlmeier
Da spielen wir doch direkt unsere beliebte Rubrik Funktionen und Emotionen. Heute eine Neuigkeit habe ich für dich dabei. Twitter wird bald angeblich eine Funktion einbauen, die die Bookmarks wöchentlich per E-Mail schickt. Ich finde das gar gut.
02:46 Speaker 4
Wenn ich jetzt noch also bitte?
02:48 Dennis Horn
Ist okay, ja. Ja, also wenn ich jetzt noch Bookmark setzen würde, wäre das ein mega cooles Feature. Ich habe das hier schon mal in dieser Rubrik so gesagt, aber vor einem Jahr hätte ich mich darüber gefreut.
03:01 Gavin Karlmeier
Ja, ja. Ich habe keine Emotionen dazu. Glaube aber, es ist grundsätzlich eine gute Idee, wenn man die Leute auch an die Plattform binden möchte. Die, die sich noch binden lassen. Die Chefetage hält sich gleichzeitig mit dem Zahlenwerk auf. Linda Jaccarino twittert das twittert vergangene Woche den stärksten. Nutzungstag seit Februar gehabt habe. Was meint sie mit Nutzungstag? Da wird jetzt offenbar eine neue Metrik. In den Mittelpunkt gestellt, die Nutzungszeit, die genutzten Sekunden, die Twitter zählt, statt der Zahl der monatlichen NutzerInnen. Die bisher eigentlich so die Währung ist auf dem Social Media Markt. Elon Musk twittert dazu: diese Zahl, also die Nutzungszeit, die genutzten Sekunden, pro Tag seien nicht so gut auszutricksen, weil Trollfarmen könnten die Bildschirmzeit immer noch über Menschen mit vielen Telefonen manipulieren, aber das sei über hundertmal teurer als die Bots. Die vorher in den Zahlen der monatlichen NutzerInnen enthalten gewesen seien. Das ist so konfus.
04:06 Dennis Horn
Das ist wirklich konfus. Also. Lass uns das mal kurz sortieren. Elon Musk und Twitter und Linda Icarina rufen hier eine neue Metrik auf, die sie nun benutzen, um ihre eigenen Erfolge als Plattform zu messen und sich entsprechend Wir haben ja, glaube ich, vor ein paar Tagen schon mal darüber gesprochen, dass es ja kommen wird, dass sie eine neue Erfolgseinheit bestimmen, um sich dann kurz darauf Selber in Pressemitteilungen dafür zu feiern, neue Rekorde eingestellt zu haben. Das passiert jetzt gerade? Mit einer Einheit, die nicht der Markteinheit entspricht, genau. Richtig, und sagt dann, unsere Einheit ist aber besser, weil man sich schwieriger austricksen kann, obwohl sie die einzigen sind, die sie verwenden.
04:46 Gavin Karlmeier
Dass ich auch erstmal nicht so belegt sehe, das ist ja erstmal nur so, so ist das.
04:50 Dennis Horn
Ja, richtig. Und feiert sich dann dafür, diese Metrik mit einem Rekord, dort einen neuen Rekord eingestellt zu haben seit Februar. Also nicht mal ein fester Zeitraum, sondern man nimmt jetzt ja einfach. . Ja, so sieben Monate, sechs Monate, einfach mal so. . Ja, okay. Ja, ich würde. Also, vor allem, also, was ist der Grund für diese Metrik? Ich habe so eine Theorie, und zwar. Also, wie formuliere ich das jetzt? Also, stell dir mal vor, du hast ein Unternehmen und dieses Unternehmen dient einerseits als Katalog. Also Leute können bei dir veröffentlichen, als auch als Absender. Du veröffentlichst auch selber. Und du musst jetzt diese Erfolge am Ende in eine Art Chartsliste auswerten. dann wärst du ja schön blöd, wenn du nicht von vornherein dich mal hinsetzen würdest und alle möglichen Metriken nebeneinanderlegen würdest, um zu gucken, bei welcher dieser Metriken kommst du eigentlich am Ende für dich selber am besten weg.
05:49 Gavin Karlmeier
Und welche wird perspektivisch noch ein bisschen was hermachen? Weil du kannst ja sagen, die Zahl der monatlichen NutzerInnen wird ordentlich sinken. Aber die, die da bleiben, von denen sehen wir, dass die Werte steigen.
06:02 Dennis Horn
Ja, genau. Also genau, du hast ja einen unglaublichen Datenkatalog und du musst ja die Metrik nutzen, idealerweise, bei denen du auch weißt, dass sie in den letzten zwei, drei Jahren sich wie folgt verhalten haben. So, und dann kannst du da was ableiten. So wird das vermutlich weitergehen. Also nehmen wir doch Nutzung von Sekunden pro Tag. Weil diese Metrik unterliegt ja überhaupt gar keiner Vereinheitlichung. Also wie du schon gesagt hast, die ist nicht branchenüblich. Wir haben keinerlei Vergleichswerte zu anderen Netzwerken. Die wurde jetzt hier einfach mal so erfunden, so wie übrigens auch viele andere Sachen, die hier einfach nur erfunden und dann als gegeben genommen wurden, wie 8 Dollar pro Monat, 42. 000 Dollar pro Monat. Das sind alles so Dinge, die sind einfach erfunden worden und dann glauben wir, dass das so ist. Und so ist das mit den Sekunden pro Tag, die wir in der App verbringen, am Ende auch.
06:47 Gavin Karlmeier
Ich glaube, dass so ein Wert auch so Dinge so schön kaschiert. Ich erinnere mich an so verschiedene Präsentationen, die ich zwischendurch irgendwo mal gesehen habe, wo ich so einen Medienmanager Miterlebt habe, die eine Aufsicht hatten, so über mehrere Fernsehsender oder weißt du so, also die, die relativ abstrakt von weit oben so Vogelperspektive auf den Markt geguckt haben. Die haben auch immer so in so Zahlen gerechnet. Wo ich sagte, da kann ich gar nichts mit anfangen. Das ist so wie damals Galileo, die hatten mal so eine Episode über einen Staudamm und dann wollten die das besonders gut umrechnen und haben, das waren irgendwie so und so viele Millionen Kubik Meter. Und dann war so der Satz für die Umrechnung so: das entspricht ungefähr 80 Millionen vollen Badewannen. Und da habe ich so gedacht, kann ich auch nichts mit anfangen.
07:37 Dennis Horn
Mir geht es übrigens auch immer so mit einer Größe dreimal der Größe des Saarlandes.
07:41 Gavin Karlmeier
Nee, das kann das, da komme ich gut drauf klar. Wenn es nicht. 50. . 000 Mal das Saarland ist.
07:46 Dennis Horn
Das kommt dazu, klar. Aber ich weiß überhaupt nicht, wie groß das Saarland ist. Also ich weiß, es ist nicht so groß. Also im Fußballfeld finde ich einfach. Im Fußballfeld sehe ich vor mir. Aber das Saarland, naja.
07:59 Gavin Karlmeier
Aber ich verliere mich auch gern in so Atlanten und so. Also Saarlandgröße kriechen etwa hin. Okay. Das gibt mir ein Gefühl. Ich habe das Gefühl, wir schweifen leichter. Da habe ich Gefühle, wollte ich sagen, beim Saarland. Ja, also das kaschiert so Dinge. So schön, finde ich. Das ist so das eine und freizeit. Wir haben doch gestern noch darüber gesprochen oder vorgestern das Twitter, ähm ne, gestern Ähm, das Twitter mm bei dieser Präsentation in Kann, die dieser Werbepräsentation Doch ganz stolz die sprunghaft gestiegenen monatlichen Nutzungszahlen angegeben hat. Warum sollte man sich ohne Not jetzt davon wegbewegen? Ähm, außer man weiß, das ist jetzt einmal so gestiegen im letzten Monat, wegen der ganzen Debatte oder irgendwie so, und jetzt werden die aber alle Weg sein und nicht mehr so hoch sein. Also, das kann ich mir ja gar nicht anders erklären. Weißt du, was ich meine?
08:58 Dennis Horn
Hundert Prozent, ja
09:00 Gavin Karlmeier
Also, wenn die so hoch waren, warum sollte man dann ohne Not diese Zahl jetzt liegen lassen?
09:05 Dennis Horn
Ja, gibt es keinen Grund für. Also, der einzige Grund ist tatsächlich die Sorge davor, vergleichbar zu werden. In der Marktsituation, die einem entgleitet. Und das ist ja so ein bisschen gerade der Fall. Also wir das ist jetzt auch nicht, um das nochmal, da reden wir gerade täglich drüber, aber. Das, was mit Threads gerade in den USA passiert, ist ja beispiellos. Das ist das am schnellsten wachsende soziale Netzwerk das wir hier beobachtet haben dort. Und das zeigt ja, dass Twitter einfach nur hier so lange genutzt wurde, bis die Leute eine Alternative hatten zu dem, die sie gerade nutzen konnten. Also wir sind bei über 100 Millionen NutzerInnen. Das ist schon, also da passiert einfach gerade so viel, glaube ich, und das können wir uns hier in Europa. wirklich nur in der Sekundärliteratur vorstellen. Also wir haben keinen direkten Bezug dazu, aber dort ist Threads gerade groß und ein Thema für alle. Und ich glaube, dass das bei Twitter wirklich für Oberwasser sorgt. Nee, Unterwasser, nee. Probleme auf jeden Fall.
10:04 Gavin Karlmeier
Wasser bis zum Hals, wollte ich sagen. Oberkante, Unterlippe. Oder war das Unterkante Oberlippe? Ich weiß es doch nicht. Das auf jeden Fall, genau das. Also, ähm, übrigens, apropos Threads angeblich posten Menschen bei Twitter keine Links zu Threads, was natürlich Quatsch ist, aber ganz offenbar ist die Domain-Dot. Wieder einmal gesperrt. So wie zuvor andere Domains auch schon jetzt. Ja, es macht wieder ein bisschen die Runde hier: Aha, man hat wohl Angst. Wir haben bei den bisherigen Malen, die das passiert ist, jetzt so über das vergangene Dreivierteljahr gelernt, dass Domains, die sehr schnell bei Twitter hochhoppen, auch von den Spam-Filtern dort, also es gibt nicht nur den Dick-Pick-Bot. Sondern auch den neue Domains werden schnell Großspot, der das dann sperrt.
10:48 Dennis Horn
Ja, kann natürlich sein. Wer würde auch gut hier ins Narrativ für Twitter passen im Nachhinein? Aber also ich sag mal so Jetzt mal ganz grundsätzlich gesprochen. Mal angenommen, Twitter wäre das, was es vorgibt zu sein. Also dieser transparente, gleich behandelnde Marktplatz des Internets, in dem sich jeder so ausdrücken kann wie er möchte und tun kann was er möchte und es wird nichts gesperrt. dann müsste es doch so sein, dass die Leute, die dort so Sachen tun wie Content Moderation, dass sie erkennen, das ist eine falsche Sperrung, Weil da nicht vornehmlich irreführende Inhalte veröffentlicht werden, sondern das ist einfach gerade von besonderem Interesse und müsste dann ja eingreifen, um diese URL von Hand freizuschalten.
11:35 Gavin Karlmeier
Ja, aber die Leute gibt es ja nicht. Also die haben ja andere Dinge zu tun und die überhaupt noch da sind. Und ich glaube, dass jedes Mal, wenn sowas passiert, erst auf den öffentlichen Druck in die Eier. Dann müssen wir nochmal in dieses System, dann schalte das da mal frei. Und so, dass das dann einer macht und dann geht das wieder.
11:52 Dennis Horn
Ja, klar, aber ich glaube, dass es denen natürlich auch total in den Kram passt, wenn diese Domain gesperrt ist.
11:58 Gavin Karlmeier
Natürlich, abgeschlossen.
11:59 Dennis Horn
Also die zumal, wenn du dann auch schon.
12:02 Gavin Karlmeier
Andererseits, was macht Twitter bitte noch aus für Threads in seiner eigenen Richtung?
12:06 Dennis Horn
Ja, das ist richtig, klar. Aber es ist ja schon so, dass du zum Beispiel mit jedem Post of Thread den du auf Twitter teilst, das die App ja anbietet, die diese Domain mit mitteiltst, sozusagen. Das heißt, jeder Tweet den du darüber veröffentlichst, wird sofort gesperrt oder wird nicht ausgespielt. Und das ist für Twitter natürlich ein, äh, passt den gut in den Kram. Also wenn es diesen Algorithmus nicht geben sollte, dann kann ich mir auch vorstellen, dass sie ja von Hand das eingesetzt haben, was wir immer mal wieder schon mal beobachtet haben.
12:41 Gavin Karlmeier
Also einer findet Twitter ganz gut und schreibt folgendes. Twitter hat zwei wichtige Vorteile gegenüber anderen Social Media Plattformen. Das erste Privileg ist die Redefreiheit. Das zweite Privileg ist der öffentliche Charakter und die Glaubwürdigkeit von Twitter. Twitter hat keine intolerante Politik wie Meta. Andere Plattformen können es nicht ersetzen. Autor dieses Tweets ist Anas Haqani, der Anführer der Taliban in Afghanistan. Also, ich finde schon, man kann sich ein bisschen durch grundlegende Entscheidungen aussuchen, von wem man Applaus bekommt. Herzlichen Glückwunsch, Elon Musk. Dem ist nichts hinzuzufügen. Rüber zu Threads. Da läuft die Nummer weiter. Auch an der Börse hat Meta sein Mojo im Moment definitiv. Dann ist hier Mark Zuckerberg überholt worden von Mr. Beast bei den Followerzahlen, hatte zuletzt 2,8 Millionen
13:40 Dennis Horn
Da will ich ganz kurz rein, weil Mr. Beast war ja der Typ, dem Elon Musk gesagt hat, veröffentlich doch deine Videos auf Twitter. Wir gleichen dann auch die Zahlungen an, damit du bei uns so viel kriegst wie bei YouTube. dass er jetzt anfängt Content auf Threads zu veröffentlichen und damit sofort an allen Leuten vorbeizieht und der meist gefolgte Account wird. Ist natürlich da eine Ironie der Geschichte, so, weil Mr. Beast sich natürlich jetzt zurecht fragt, warum soll ich noch bei Twitter veröffentlichen, wenn ich es doch auch hier tun kann?
14:10 Gavin Karlmeier
4,1 Millionen Follower. Aber ich mache ein kurzes Fragezeichen an, ist es der meistgefolgte? Ist mittlerweile überholt von Kim Kardashian und Selena Gomez. 4,3 und 4,2 Millionen FollowerInnen. Was auch immer das jetzt heißen mag, es sind aber so große Zahlen, finde ich, dass zumindest die Chancen steigen. Dass die Plattform eben auch in einer gewissen Geschwindigkeit eine inhaltliche Relevanz aufbaut, wenn diese Creator dort ein so großes Publikum aufbauen können.
14:41 Dennis Horn
Ja, voll, total. Also ich finde, wie gesagt, ich kann das mir gerade nur vorstellen, eben über meine so wie ich das wahrnehme und so wie ich das in Artikeln lese oder von BeobachterInnen lese. Aber was man sich vorstellen muss Wenn wirklich gerade so eine große Bewegung der kompletten Community auf ein neues Netzwerk stattfindet, das ist super spannend, wie das in den USA gerade vonstatten geht. Und ich bin wirklich gespannt, ob es dieses Momentum Ob es das überlebt, die Zeit, bis es in Europa ankommt.
15:17 Gavin Karlmeier
Ihr kennt uns, wir sind Haken dran, der Unreflektierte Werbepodcast für Threads und Meta. Deswegen jetzt ein kleiner kritischer Blick auf die Verbindung zum Fediverse, die Beta-App von Threads. die enthält eine kurze QA-Erklärung, was das für diversum ist. Und ich möchte ein paar Dinge daraus zitieren und ein paar Punkte. Die ganz interessant sind, weil es am Anfang Einschränkungen in dieser Verbindung geben wird. Also erstmal steht drin, was hat es mit diesem Fediversum auf sich als Frage? Die Antwort. Das Vediversum ist nur ein fancy Word, steht dort, um eine Reihe von sozialen Mediendiensten zu beschreiben, die miteinander kommunizieren können. Wir müssen höchstens über dieses fancy Word reden.
16:12 Dennis Horn
Ja, eigentlich sind es ja die Netzwerke, die diese Social Media Dienste betreiben, die das für diversum ausmachen. Ja, aber ich mag aber, dass man sagt, hey, es ist ein fancy Word. Ich finde, das ist ein sehr cleverer Approach, wie wir Mediengeist sagen. Ein sehr clevere Ansatz, ähm, hier das Ganze sofort zu entmystifizieren. Das ist so ein bisschen dieser Ansatz, den Apple in seinen Keynotes auch geht, dass man zum Beispiel so Begriffe wie KI nicht benutzt, um es nicht zu mechanisch, nicht zu technisch werden zu lassen. Sondern hier zu sagen, also es gibt dieses Wort, aber es ist eigentlich nur ein fancy Wort, für was sehr einfaches. Ich finde, das ist ein kluger Ansatz, das dem zwar so ein bisschen die Magie raubt, es aber gleichzeitig dadurch viel nahbarer und unmittelbarer. Kann man das zusammen verwenden? Ja, aber für die Leute. Also, wenn ich dazu keine Berührungspunkte gehabt hätte bislang und dieses Wort sehen und mir denke, oh Gott, was ist das denn, hätte ich, glaube ich, nach dem Absatz gedacht, ach ja, gut. Und das ist, glaube ich, eine sehr gute Reaktion für etwas, das ja hochkomplex ist.
17:13 Gavin Karlmeier
Dann ist noch eine zweite Frage drin, wie kann ich Leute im Fediversum finden? Und die Antwort finde ich interessant, weil das auch so der Der Punkt von so Mastodon-Guys ist, den die auch immer wieder nennen, wenn wir kritisieren, es ist zu schwierig dort. Weil Meta antwortet darauf, es funktioniert genau wie E-Mail. Sie können eine E-Mail von Google Mail an Yahoo schicken und umgekehrt. Und so können die Leute ihren Lieblingsdienst auswählen und sich gegenseitig folgen, auch wenn sie nicht denselben Dienst nutzen.
17:43 Dennis Horn
Aber würde ich sagen, gleicher Approach. Also zu sagen, ich versuche es so einfach darzustellen, dass es für alle Leute nicht zu abstrakt ist. Also finde ich nicht schlecht. Das ist bestimmt technisch ist da bestimmt ganz viel nicht richtig dran. Auf der anderen Seite vielleicht doch, weil es sind unterschiedliche Server auch. Ja, ich finde die Analogie finde ich, die Analogie finde ich sinnvoll.
18:03 Gavin Karlmeier
Ja, ja, absolut. Dann und jetzt wird es interessant für uns, ein weiterer Text verrät, dass es am Anfang eine Einschränkung geben wird. wie Menschen aus Threads heraus mit anderen Menschen aus dem Fediversum Fediverse interagieren können. Und zwar werden Accounts, die bei Threads auf privat gesetzt sind, bis zu, in Anführungszeichen, einem späteren Zeitpunkt. Zitat Ende, nicht in der Lage sein, Mastodon und anderen Plattformen im Vediversum zu folgen oder Accounts auf anderen Plattformen oder mit ihnen zu interagieren. Das heißt, wer seinen Threads Account Auf privat stellt, ist aus dem Fediverse ausgeschlossen in diesem Moment. Und vielleicht noch der andere Punkt auch, das war aber schon in einer älteren Version enthalten. Wenn du bei Threads etwas veröffentlichst und die Antworten einschränkst, also zum Beispiel sagst: Auf dieses Posting hier dürfen nur Leute antworten, die ich erwähnt habe, oder solche Dinge. Auch dann werden diese Beiträge nicht vom Fediverse aus sichtbar sein, was darauf zurückführt. Zu führen, ist wahrscheinlich, dass die meisten Dienste im Fediverse noch keine Antwortbeschränkungen unterstützen.
19:32 Dennis Horn
Ja. Da würde ich mir ein bisschen Feedback aus der Community wünschen, wie das einzuschätzen ist. Ob das eine glaubwürdige Schlussfolgerung ist, zu sagen, das ist technisch nicht machbar, also schränken wir das hier in diesem Punkt ein. Ist das Okay, ist es problematisch, weil nach meinem Gefühl ist das so ein, also wenn man einen Tod sterben muss, dann sind das alles verkraftbare Tode. Ist do mein Gefühl.
19:57 Gavin Karlmeier
Du meinst im Sinne von die Funktionen können wir auch weglassen, aber dafür ist die Fediverse-Anbindung gut?
20:02 Dennis Horn
Ja, nee, eher so, also lieber jetzt wird es bald mal, jetzt werden bald mal die Tore aufgemacht. Und dafür fehlen noch einzelne Kleinigkeiten, anstatt wir warten noch viel länger und lassen halt auch da so ein Momentum an uns vorbeigehen.
20:16 Gavin Karlmeier
Im Sinne von dann lass die Accounts doch geschlossen sein und nicht im FDVE, aber wir haben jetzt endlich die Anbindung.
20:21 Dennis Horn
So genau meine ich es.
20:23 Gavin Karlmeier
Okay. Threads hat selbst einen Ausblick auf die weitere Entwicklung auch gegeben. Es will die Empfehlungen noch stärker personalisieren, was wir hochsinnvoll finden.
20:33 Dennis Horn
Ja, ja.
20:33 Gavin Karlmeier
Wir haben über die Randomness dieses Newsfeeds ja schon gesprochen. Dann wird gearbeitet am chronologischen Feed Und die Suche an der Suche und dem Verfolgen von Themen und Trends in Echtzeit.
20:50 Dennis Horn
Ja, und da habe ich einen Post nämlich zu gesehen, genau, zu diesem dieser Ankündigung. wo jemandem aufgefallen ist, hey, Hashtags fehlen da immer noch. Ich finde das spannend. Glaubst du, dass sie kommen?
21:03 Gavin Karlmeier
Ich bin mir nicht sicher. Also ich kann mich an die Zeit erinnern, wo Hashtag selbst innerhalb des Unternehmens Twitter hochkritisch betrachtet wurde. Wurden. Habe ich das mal erzählt? Also, so, das ist Leuten zu kryptisch, ne? Und technisch, maschinensprachlich. Also Twitter mit diesem Problem von Leuten, die sich anmelden, einmal in den Newsfeed gucken und denken, hm? Und direkt weg sind. Karteileichen vom Moment eine Anmeldung an. Und ich bin mir da wirklich nicht sicher. Es gibt sie ja auf Facebook, auch da spielen sie eine untergeordnete Rolle nur. Ich glaube aber, sie wären für eine solche Plattform zum Verfolgen von Themen in Echtzeit. Ich finde, darunter kann man das eigentlich subsumieren und vielleicht findet das da statt, eigentlich essentiell.
21:51 Dennis Horn
Ja, zumal man auch dazu sagen muss, wenn es eine Volltextsuche gibt, benutzt halt die Hashtags und die Leute können ja danach suchen. Also du kannst, das Einzige, was der Wunsch nach Hashtags ist, ist ja, dass sie klickbar sind. Alles andere an der Hashtag-Funktion ist ja eigentlich sekundär. Selbst das ist sekundär. Also solange es eine Suche gibt, kann ich ja nach Hashtag Tatort suchen und finde es. Ich finde aber spannend, dass darüber so wenig gesprochen wird, weil bei Instagram die Hashtags ja auch massiv an Wirkung verloren haben. Also vor fünf Jahren war ja ein Post ohne Hashtags gar nicht vorstellbar bei Instagram. Heute brauchst du sie eigentlich nicht mehr, um Publikum zu erreichen und auch neue Leute zu erreichen, weil das, was du drunter schreibst, das, was im Bild zu sehen ist, das, was du an Ortsmarken setzt, die Leute, die mit dir interagieren, alle für die algorithmische Ausspielung genauso wichtig sind wie ein Hashtag, den du da drunter gesetzt hast. Dementsprechend ist es halt, also vielleicht auch gar nicht mehr, vielleicht ist die Zeit des Hashtags als Als Feature auch vorbei.
22:52 Gavin Karlmeier
Ja, also ich hätte schon immer gesagt, Hashtags auch nur einsetzen, wenn sie zwingend nötig sind. Also wenn es wirklich eine Debatte eng am Thema gibt. Du siehst ja auch, wenn Leute aus Social Media Seminaren rauskommen. Also es waren schlechte Social Media Seminare, wenn Boomer danach aus jedem Wort ein Hashtag machen. Ach, wie mal im Volo, im Volokurs hat mir einer auch mal gesagt, wenn wenn ich Hashtags in einem Tweet Sehe, weiß ich immer, hat einen Boomer geschrieben.
23:15 Dennis Horn
Ja, das ist wirklich so, genau. Weil das ja früher brauchten die Systeme, das noch um den Tweet zu verstehen. Also, wir haben das ja früher, also ganz früher ja auch benutzt, um den Post halt maschinenlesbarer zu machen, so ein bisschen. Und das brauchst du halt halt heute halt nicht mehr. Es gibt ein paar Hashtags, die halt sinnvoll sind, weil es eben, wie du schon sagst, ganz eng am Thema ist, zumindest jetzt mal aus Twitter-Perspektive gesprochen oder auch im Fiddiverse. Also wenn Leute zu diesem Podcast hier mit Hashtag Haken dran irgendwas schreiben, dann lese ich das. unabhängig davon, ob ich ihnen folge oder nicht. Und das ist ein Vorteil, den du halt mit keinem anderen Feature so richtig kriegst, außer ich würde immer danach suchen, was ich nicht tue. So dementsprechend, ähm Stimme ich voll zu nah dran am Thema.
23:59 Gavin Karlmeier
Aber vielleicht steckt das wirklich in diesem Verfolgen von Themen in Echtzeit mit drin. Also irgendeine Mechanik brauchst du ja dann. Wir bleiben gespannt. Adam Mossari hat jetzt nochmal ein bisschen konkretisiert, wie er mit Nachrichteninhalten umgehen will. Du erinnerst dich, dass er da ein recht kritisches Posting zu veröffentlicht hat. Jetzt schreibt er nochmal Das Ziel ist es nicht, Twitter zu ersetzen. Das Ziel ist es, einen öffentlichen Platz für Communities auf Instagram zu schaffen, die Twitter nie angenommen haben und für Communities auf Twitter und anderen Plattformen, die an einem weniger wütenden Ort interessiert sind. Auch ganz interessant. Die Ehrlichkeit. So, und er hat dann nochmal klargestellt: Nachrichten und Politik werden nicht abgestraft. Die Leute sollen nicht entmutigt werden, das zu posten, aber. Man werde diese Themen nicht wie in der Vergangenheit hofieren.
24:50 Dennis Horn
Ah ja, also es wird kein Threats Journalism Project geben. Sondern man lässt es geschehen.
24:57 Gavin Karlmeier
Oder Reichweitenpushs dafür und so weiter, das finde ich dann auch völlig in Ordnung.
25:01 Dennis Horn
Ja, das stimme ich zu, weil das ja eigentlich genau der Ansatz ist, den wir ja auch hier so ein bisschen als Gegentese zu dieser Vermutung der Abstrafung aufgestellt haben, weil wir gesagt haben, die Community bestimmt am Ende selber, wie das Netzwerk sich anfühlt. und welche Inhalte da sich jetzt gerade eben verbreiten und da wirst du an an Tagesaktuellem nicht vorbeikommen werden.
25:23 Gavin Karlmeier
Und es ist Aufgabe von Publisher, diese Inhalte auch so zu gestalten, dass sie die Menschen dann interessieren? Also ich würde jetzt auch nicht so argumentieren wollen, dass Medien da irgendwie einen Push brauchen. Aber ich hätte dagegen argumentiert, diese Inhalte in zentralen Designentscheidungen abzustrafen. Genau. Da war ich jetzt über diese Klarstellung nochmal ganz glücklich. Ja, total.
25:45 Dennis Horn
Aber was sagen wir denn dazu, dass man nicht Twitter ersetzen möchte? Weil, also ich hab da, ich lese da eher einen Seitenhieb raus. Nämlich darüber, wie Twitter heute ist, man möchte gar nicht dieses neue, dieses neue Ding sein
26:02 Gavin Karlmeier
Sondern das Alte.
26:03 Dennis Horn
Genau, ja, man möchte das Alte sein, ein Ort, auf dem Communities sich eben austauschen können. Das ist schon, finde ich, ist eine sehr klare Spitze.
26:13 Gavin Karlmeier
Wir haben ein bisschen gerätselt, wie man Threads auf dem Desktop zum Laufen bekommt. Das ist wirklich eine Funktion, die irgendwann kommen muss, wenn es Meta Ernst meint, und unter macOS keine Chance.
26:24 Dennis Horn
Aber es sei denn. Es sei denn mit Android Studio. Ja. Dann du kannst Android Studio installieren, DD APK runterladen. Ach doch, das noch. Ja, genau, und dann kannst du einen Pixel simulieren auf deinem Computer.
26:35 Gavin Karlmeier
Aber das war so unglaublich schwerfällig, ne? Habe ich das gemacht?
26:38 Dennis Horn
Ja, es macht keinen Spaß, weil du kannst das Scrollrad deiner Maus nicht benutzen. Du kannst keine, es gibt natürlich keine Shortcuts und es ist alles so, du musst halt dein linke Mausbutton, die linke Maustaste, so heißt das. Mein Gott, wie lange ich nicht mehr über die Funktion und Teile einer Maus gesprochen habe. Also die linke Maustaste ist dein Zeigefinger und dementsprechend ist es ein bisschen. Unsexy zu bedienen, ja.
27:05 Gavin Karlmeier
Aber ich hab's benutzt. Das habe ich vielleicht unter keine Chance verbucht. Aber Simon Hutz vom Social Media Watchblog empfiehlt einen Artikel der Wired, die beschreibt, wie es unter Windows 11 tatsächlich funktioniert. Ich versuche das jetzt mal in wenigen Schritten zusammenzufassen.
27:21 Dennis Horn
Ganz kurz dazu, Leute, schreibt nicht mit, such diesen Malheitartikel, benutzt den, weil also es ist mehr als fünf Schritte auf jeden Fall.
27:29 Gavin Karlmeier
Ja, ja, aber pass auf, um nicht So abschreckend zu wirken. Also man braucht zwei Apps, die man im Microsoft Store findet. Das eine ist der Amazon App Store, weil wenn man den installiert, wird automatisch auch das Windows Subsystem für Android installiert, das man dann braucht. Da muss man den Entwicklermodus drin aktivieren. Und die zweite App, die man braucht, sind die WSA-Tools. Das ist eine der Anwendungen, die die Installation von diesen APKs ermöglichen. APK steht übrigens für Android Package. Und eine solche sind die WSA-Tools. Die kann man auch im Microsoft Store runterladen, die beiden braucht man. dann sind alle Teile an ihrem Platz und dann kann man das APK für die Threads App runterladen. Das geht zum Beispiel über APK Mirror, das ist einer der Orte, wo man die findet. Die Wired hat in ihrem Artikel auch den Link dafür. Und dann kann man in diesen WSR-Tools das APK auswählen als Datei, das installieren und los geht's. So ganz grobe Beschreibungen, ich fand es nicht hyperkompliziert. Aber ein bisschen muss man sich da durchfummeln und die Wired führt das eben nochmal ein bisschen weiter auf.
28:38 Dennis Horn
Also wenn ich jetzt mit jemandem spreche, der weder im Thema ist noch sich dafür interessiert und sagt, eigentlich musst du dir nur die WSA-Tools holen, um die APK zu installieren.
28:48 Gavin Karlmeier
Da kommen wir uns schon vor wie diese Mastodon Guys.
28:56 Dennis Horn
Ja, das ja, stimmt. Ich dachte, jetzt war auch so ein bisschen der Computerclub der 90er Jahre.
29:00 Gavin Karlmeier
Ja, absolut. Du machst es jetzt einfacher mit deinen Growth Hacks für Threads oder was?
29:07 Dennis Horn
Ja, Growth Hacks ist falsch. Ich beobachte nur, dass gerade, also ich beobachte, dass auf Threads die Leute dazu neigen, solche Growth Hacks auszuprobieren. Also es ist offenbar so, dass dieser Algorithmus, der den Newsfeed zusammenstellt. Dass der vornehmlich Postings belohnt, die entweder viel zitiert werden oder viel beantwortet werden. Und dementsprechend ist meine Newsfeed voll von irgendwelchen Offsendsunternehmen, die halt andere Postings zitiert haben, also Drikos. Oder die, oder halt ganz viele Leute, die einfach nur so wahnsinnig primitive Fragen stellen. Also, wo ist meine deutschsprachige Community, ist dann noch einer der anspruchsvolleren Fragen. Und das scheint zu funktionieren, weil mir da wirklich so viele Inhalte angezeigt werden von Menschen, denen ich nicht folge. die einfach nur sehr oft beantwortet wurden, dass ich mir denke, da muss der Algorithmus in etat ein bisschen cleverer werden, um das etwas einzudämmen. Weil das ist jetzt gerade wirklich, fühlt sich so ein bisschen an wie Facebook 2012 oder LinkedIn 2019.
30:09 Gavin Karlmeier
Ich wollte doch gerade sagen, das ist doch dieses Algorithmus-Playbook und bald kommen dann irgendwie die Zitatkacheln und so, oder?
30:17 Dennis Horn
Ja, genau. Und ich würde mir wünschen, dass man das so ein bisschen einfängt, um so ein bisschen mehr diesen, ein bisschen weniger auf Diskussion geht, weil das wird ja dazu führen, dass steile Thesen auch hier stark belohnt werden. Das kann nicht so gut sein. Und vielleicht ein bisschen mehr sich so auf solche Echtzeitsituationen konzentriert und ein bisschen mehr so eher so auf Schnelligkeit setzt als auf Diskussionsstärke. Das wäre so mein persönlicher Wunsch. Also ich glaube, der Repost kann oft wertvoller sein als Metrik als ein Kommentar.
30:51 Gavin Karlmeier
Ja, also ich glaube, Meta würde grundsätzlich gut daran tun, zu berücksichtigen, dass wenn sie so den Kern. . der Menschen, die die Twitter-Relevanz über lange Zeit ausgemacht haben, wirklich ziehen wollen, ähm, d darauf zu achten, dass Die Mechaniken ein wenig anders funktionieren müssten als in den Newsfeeds.
31:16 Dennis Horn
Jetzt kann man natürlich auch da vermutlich als Argument, als Gegenargument bringen. Es ist halt wahrscheinlich auch gar nicht so einfach, so einen Algorithmus in kurzer Zeit zusammenzukloppen.
31:27 Gavin Karlmeier
Adam Mossari hatte damit 15 Jahre Zeit jetzt irgendwie.
31:30 Dennis Horn
Genau. Aber diese 15 Jahre, die spüren wir halt hier, nämlich wir spüren hier diese Systematiken und Mechaniken, die wir halt aus anderen Metanetzwerken kennen. Und eben nicht die, die wir von Twitter gewohnt sind.
31:42 Gavin Karlmeier
Ja, das erinnert mich an einen meiner alten Chefs beim Radio, der dann von einem Lokalradiosender zum anderen gewechselt ist und da einfach dasselbe, was er bei dem einen gemacht hat. hat, wo es ganz gut lief, einfach wiedergemacht hat. Also dieselben Rubriken und und und so weiter und Ideen fürs Programm. Ähm, was dann, aber er ist aber gegangen von so einem Landsender in eine Großstadt und da hat das dann aber nicht so funktioniert, so und äh Vielleicht unterhält er sich mal mit Adam Mossari, keine Ahnung.
32:11 Dennis Horn
Ja, ich kann mir vorstellen, dass Adam Mossari großes Interesse an dem Gespräch hat.
32:16 Gavin Karlmeier
So, nicht nur unter macOS, sondern auch in der, naja, du hast es ja gerade so ein bisschen aufgehoben, aber ich habe gedacht, für die Überleitung ist es schön, auch in der EU lässt Threads weiter auf sich warten. Interessanter Gedanke, den ich dazu noch bei Threads gelesen habe, dadurch, dass dieser Dienst wegen der Gesetzgebung in der EU noch nicht verfügbar ist über offizielle Wege. Halte Europa Twitter jetzt ironischerweise die Stange und sorgt dafür, dass Threads nicht so relevant wird, wie es werden könnte. Und solange werde Twitter in der EU weiter als einzige Lösung am Leben bleiben und damit für europäische Politiker und damit für die Presse und das Gros der Bevölkerung wichtig bleiben, schreibt Peter bei Threads.
33:04 Dennis Horn
finde ich an auch gar nicht so falschen Gedanken Das ist voll richtig, aber also ja schwierig ist daran halt, dass es zum einen ja eine Art vorauseilende Vorsicht von Metavar nicht in Europa aus. zu rollen zunächst. Dass Europa sich da auch gar, oder die EU, Europa ist ja, aber die EU halt sich ja auch gar nicht gegen, klar gegen Threads bekannt hat bislang, also zumindest nicht öffentlich, wie was da hinter verschlossenen Türen gelaufen ist, wissen wir nicht. Das stimmt natürlich, dass Twitter davon in Europa profitieren könnte, weil gleichzeitig das, was ja über Twitter in der Berichterstattung in Europa oder zumindest im deutschsprachigen Teil für den können wir, glaube ich, ganz gut sprechen, landet, ja so ein bisschen zu wünschen übrig lässt, finde ich. Also die Dringlichkeit, mit der man darüber sprechen müsste, wie Twitter eigentlich sich in den letzten Wochen und Monaten verändert hat. Die nimmt zu, während die tatsächliche Berichterstattung eher abnimmt. Und es gibt zwar zum Beispiel jetzt einen Zeitkommentar, dass Threads das neue Twitter sein könnte und wir brauchen dringend ein neues Twitter und das sehr gut auch dargestellt hat. Aber so im Großen und Ganzen habe ich das Gefühl, ist die allgemeine Meinung jetzt noch nicht an dem Punkt angekommen, wo man sagt, dass Twitter eigentlich indiskutabel ist. Und das ist, glaube ich, ein Teil des Problems, das dadurch bestimmt auch, dass wie er es schreibt, auch dadurch bestimmt auch so ein bisschen verstärkt wird. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass Meta davon profitiert, dass Twitter noch nicht so problematisiert wird bei uns. Weil wenn Twitter irgendwann, also die werden, Twitter wird keine Kehrtwende machen gerade, sondern sich eigentlich immer nur noch schwieriger Verhalten im Wahlkampf stärker stattfinden. Und damit die Dringlichkeit eigentlich ja früher oder später nur noch weiter erhöhen, irgendwann da weggehen zu wollen. Das sind so meine schnellen Gedanken dazu.
35:02 Speaker 4
Also du bist wieder bei dem Sportlehrer von gestern, der einfach die Technik perfekt beherrscht und wartet, bis die anderen Fehler machen. Na gut, dann warten wir bis morgen. Dann machen wir das so. Bis morgen.