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Folge 170 · 25. Juli 2023 · 37 Min.

Aktenzeichen X gelöst

mit Dennis Horn

Twitter ist Geschichte. Und Musk freut sich. Über den neuen Namen, das hässliche Logo und den Triumph, sein Ziel von vor 24 Jahren erreicht zu haben. Nur: Wer freut sich mit?

Der Thread von Martin Grasser: https://twitter.com/martingrasser/status/1683266041747738624

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Grüß dich, Kevin. Hallo Dennis Das war nix. Also das war krass. Es gibt eine neue Social Media App, die in weniger als zwölf Stunden schon 400 Millionen Nutzerinnen und Nutzer erreicht hat. Das ist schneller als Threads. Toll.

00:25 Dennis Horn

Und was mussten sie dafür tun, um diese NutzerInnen zu erreichen?

00:28 Gavin Karlmeier

Ja, einfach umfirmieren. Greg hat das geäxt. Kurz mal umstellen. Also, Twitter heißt jetzt Ex. Ein Tweet ist jetzt ein Ex. Twittern heißt jetzt Exen. Wie heißt ein Retweet jetzt? Also, wenn man kurz mit der Maus drauf bleibt, steht da immer noch Retweet.

00:48 Dennis Horn

Ja, auch Twitter steht auch immer noch in der App, aber ich finde es schön, dass jetzt endlich bewiesen ist, dass Elon Max Elon Max Max Elon Musk damit jetzt ganz offensichtlich tatsächlich ein Echsenmensch ist.

01:05 Gavin Karlmeier

Und dieses Logo, das aus, also irgendwo habe ich gesehen, das ist einfach aus irgendeinem Font genommen. Ja, da können wir mich gleich mal direkt einsteigen, da habe ich mich nämlich ein bisschen mit beschäftigt. Wir können mich über Lizenzschwierigkeiten vielleicht gleich erstmal sprechen, aber. Lena hat geäxt, das ist so LED-Leisten an der Decke, Monsterdosen als Deko und durchsichtiges PC-Gehäuse von ihm.

01:27 Dennis Horn

Genau, das ist sich darüber freuen, dass Montana Black jetzt einen Energy-Drink namens Gönnergy rausgebracht hat und ihn direkt zehnfach kaufen.

01:35 Gavin Karlmeier

Oder wie Elon Musk es nennt, Art Deco.

01:38 Dennis Horn

Ja, das ist eh, da haben wir gestern schon kurz angesprochen, dass er es Art Deco nennt. Ich b also das, also gebt mal, wenn ihr mal wenn ihr mal so zehn Sekunden habt. Geht mal kurz, ich mach das gerade auch mal live, gebt mal Art Deco bei Google Bilder ein und dann haltet mal das Twitter-Logo daneben. Achso, Ex-Logo, Entschuldigung. Ja, wir müssen auch ganz kurz mal ansprechen, was das für Folgen für uns hat, weil in unserem Namen steht noch das Twitter-Update. Das ist ja dann de facto auch nicht mehr so ganz richtig.

02:07 Gavin Karlmeier

Vielleicht machen wir mal ein Social Media Update draus. Ja, müssen wir, glaube ich, langsam tun. Ja. Entschuldige, diese X-Nummer gehe ich nicht mit.

02:17 Dennis Horn

Nee, die Medienkuh hat uns auch angext. Ich habe das natürlich geäxt im Tweet und anschließend auch geäxt. Und die haben geschrieben: warum nennen wir uns nicht einfach Kreuz davor?

02:32 Gavin Karlmeier

Ja, ich frage mal meine Ex, ich habe die Nummern aus meinem Telefonbuch weitgehend ausgext.

02:40 Dennis Horn

Aber Was ist jetzt das mit dieser Schriftart? Also das Geschichte war ja, dass Elon Musk getwittert hat, das hast du ja auch gestern vorgelesen. If Xed is closest in the. Ah, ne, das ist gar nicht das. Irgendwo, auf jeden Fall hat er getwittert, hey Leute, wenn ihr uns ein Logo schickt, dann gehen wir morgen damit live. So, daraufhin hat Alex, der wirklich so heißt.

03:04 Gavin Karlmeier

Entschuldige, ich muss dich ganz kurz unterbrechen. Ich warte nur auf die erste Überschrift irgendwo im Feuilleton einer deutschen Regionalzeitung mit Satz mit X.

03:16 Dennis Horn

Hatten wir gestern in unserer Folgenbeschreibung stehen. Ja, ach so, sehr gut. Ja, wir waren die Ersten. Verklagen wir die. Ja, jetzt weiter, bitte, die Schichtfahrt. Hat ihm auf jeden Fall so dieses Art Deco-Ex geschickt. Das ist ein Bild von diesem Also von diesem Ex, das wir jetzt als Logo kennen. Und es gibt offenbar eine Monotype-Schriftart. Monotype ist eine Website, auf der du Schriftarten lizenzieren und kaufen kannst und so. Und dort gibt es eine Schriftart, in der genau dieses Ex, das jetzt das Logo ist, genau so auftaucht.

03:47 Gavin Karlmeier

Das heißt, er hat einfach einen irgendeinen Elon Musk-Fanboy-Typ. hat einfach in der Schrift, die er am kurzen fand, in Microsoft Word einmal kurz X eingegeben. Richtig?

03:57 Dennis Horn

Eventuell, so genau wissen wir das nicht. Es gibt noch ein paar weitere Ansätze, zum Beispiel gibt es offenbar Hinweise darauf, dass der Mensch, der diese Schrift erfunden hat, durchaus aus so einem Elon Musk-esken Echsen, sagt man jetzt vielleicht. Mein Gott, es hört nicht auf mit diesem. Dead Jokes auch. Das wäre auf jeden Fall aus einem mindestens rechtsrepublikanischen, wenn nicht sogar noch weiter rechten Lager kommt. Und es gibt im Unicode Satz, den das kannst du vielleicht eher erklären, also wie erklärt man den Unicode, das Unicode-Set?

04:31 Gavin Karlmeier

Also es gibt einfach einen auf Computern Zeichensätze. Also das sind Sammlungen von Zeichen, die man, die man setzen kann, und Unicode ist halt so ein. So der große, allumfassende. Ich habe das bestimmt falsch beschrieben, aber aus dem Stand heraus, wie ich das Omal kurz erklären würde.

04:51 Dennis Horn

Ja, so hätte ich es, aber ich hätte es nicht. Und in diesem Unicode-Satz taucht das. XX genauso auf. Also so oder so, dieses Logo ist auf jeden Fall nicht innovativ, es ist nicht neu entwickelt worden, man kann es sich nicht schützen, rechtlich, weil das im Unicode-Satz auftaucht und in Schriftarten. Also es ist, also es fühlt sich danach an, als hätte man das innerhalb von wenigen Stunden einfach nur entwickelt, damit man ein Logo hat und genauso ist es auch. Ja, Art Deco.

05:23 Gavin Karlmeier

Für Twitter selbst, die Menschen, die dort arbeiten, jetzt relativ stolz darüber schreiben. Ich habe so eine Reihe von Axis von Entwickler, also Tweets von von Entwicklerinnen und Entwicklern gelesen, die Ja, die sind hooked, sag ich mal. Und jetzt, also ich lese mal vor, was Linda Jaccarino wieder drauskommt. Ja, das ist doch mal eine schöne Idee. So. Es ist eine äußerst seltene Sache im Leben oder im Geschäftsleben, dass man eine zweite Chance bekommt, einen weiteren großen Eindruck zu hinterlassen. Twitter hat einen gewaltigen Eindruck hinterlassen. Und die Art und Weise, wie wir kommunizieren, verändert. Jetzt geht X noch einen Schritt weiter und transformiert den globalen Marktplatz. X ist der zukünftige Zustand unbegrenzter Interaktivität mit Schwerpunkt auf Audio, Video, Messaging, Zahlungen, Banking. und schafft einen globalen Marktplatz für Ideen, Waren, Dienstleistungen und Möglichkeiten. Angetrieben durch KI wird X uns alle auf eine Weise verbinden, die wir uns gerade erst vorstellen können. Seit Jahren drängen Fans und Kritiker Twitter gleichermaßen dazu, größere Träume zu haben, schneller Innovationen voranzutreiben. und unser großes Potenzial auszuschöpfen. X wird das und noch mehr tun. Wir haben in den letzten acht Monaten durch unsere schnellen Produkt-ne-Funktionseinführungen bereits gesehen, wie X Gestalt annimmt, aber wir fangen gerade erst an. Dieser Transformation sind absolut keine Grenzen gesetzt. EX wird die Plattform sein, die alles liefern kann. Elon Musk und ich freuen uns darauf, mit unseren Teams und jedem einzelnen unserer Partner zusammenzuarbeiten, um X auf die Welt zu bringen.

07:09 Dennis Horn

Soll ich dir mal was sagen? Ich glaube, der Twitter-Account von Linda Yagarino ist der erste Versuch, diesen XAI-Chatbot einfach mal auszutesten

07:19 Gavin Karlmeier

Der Twitter-Account von Linda Yakarino ist einfach Satire.

07:22 Dennis Horn

Ja, es fühlt sich an, als würde Chen GPC den ganz eigenhändig füllen. Chex GPT D X X chats chat X Chat Spannend ist ja auch die Frage, ob Elon Musk eigentlich weiß, ob es diverse Pornoseiten gibt, die so einen Namen haben wie Ex-Videos oder Ex-Hamster.

07:44 Gavin Karlmeier

Ja, also dazu kommen wir jetzt. Walter Isaacson hat schon mal einen Auszug aus seinem Buch veröffentlicht und geht da nochmal auf eine kleine Geschichte ein, die wir hier im Podcast schon erzählt hatten. Aber beschreib das nochmal ganz schön, wie Elon Musk eigentlich zu X gekommen ist. Und auch hier, ich lese nochmal kurz so ein bisschen vor, wenn du das genehmigst. Also, wir wissen nicht ganz genau, was Elon Musks Faszination mit dem X ist. Keine Ahnung. Aber es rührte her von einer Geschichte aus dem Jahr 1999 und die beschreibt Walter Isaacson in der Elon Musk. Biografie, die demnächst erscheinen wird. Als sein Cousin Peter Wife Anfang 1999 zu Besuch kam, traf er Musk dabei an, wie er über Büchern über das Bankensystem brütete. Ich versuche darüber nachzudenken, was ich als nächstes anfangen soll, erklärte er. Seine Erfahrung bei der Scotia Bank hatte ihn davon überzeugt, dass die Branche reif sei für eine Umwälzung, und deshalb gründete er im März 1999. X. com.

08:54 Dennis Horn

Da hat er auch die Domain her. Das ist übrigens genau wichtig, nochmal zu erwähnen, weil immer wieder gesagt wurde, ich habe mehrere Tweets von Leuten dazu gelesen, es sei bestimmt teuer gewesen, sich diese Domain zu sichern. Oh, was für ein kreativer Einfall. Nee, tatsächlich lag das einfach schon sehr lange bei ihm rum.

09:10 Gavin Karlmeier

So. Und Walter Isaxon nennt das Konzept, dass Elon Musk. damals hatte großartig. Es wäre ein One-Stop-Ales-Shop für alle Finanzbedürfnisse. Bankgeschäfte, digitale Einkäufe, Schecks, Kreditkarten, Investitionen, Kredite. Transaktionen würden sofort abgewickelt, ohne dass auf den Zahlungseingang gewartet werden müsste. Seine Erkenntnis war, dass Geld lediglich einen Eintrag in einer Datenbank ist und er wollte eine Möglichkeit finden, alle Transaktionen sicher und in Echtzeit aufzuzeichnen. Wenn Sie alle Gründe klären, warum ein Verbraucher dem System Geld entziehen würde, sagte er, dann wird es der Ort sein, an dem sich das gesamte Geld befindet und das würde es zu einem Unternehmen Mit einem Umsatz von mehreren Billionen Dollar machen. Für die Zeit, in der das damals war, recht visionär und nicht so falsch. Und Walter Isaacson schreibt, Dan Musk konnte den einflussreichen Chef von Sequoia Capital, Michael Moritz, zu einer Großinvestition in ex. com bewegen. Und anschließend hat Moritz einen Deal vermittelt mit der Barclays Bank und einer Gemeinschaftsbank in Colorado, um Partner zu werden. Und so konnte X. com Investmentfonds anbieten, eine Banklizenz haben und FDIC versichert sein. So alles wichtige Dinge für Banken sozusagen. Und eine von Musks Management-Taktiken bestand damals wie später darin, das fand ich jetzt sehr interessant, eine wahnsinnige F. Frist festzulegen und die Kollegen dazu zu bringen, diese einzuhalten. . Er tat dies im Herbst 1999, indem er ankündigte, dass ex. com am Thanksgiving-Wochenende, also ebenfalls noch im Herbst, der Öffentlichkeit vorgestellt werden würde. In den Wochen davor streifte Musk jeden Tag, auch an Thanksgiving, in einem nervösen und nervös machenden Rausch durch das Büro. And schlief die meisten Nächte unter seinem Schreibtisch. Einer der Ingenieure, der am Thanksgiving morgen um zwei Uhr morgens nach Hause ging Er hielt um 11 Uhr einen Anruf von Musk und bat ihn wiederzukommen, also der ihn darum bat, wiederzukommen, weil ein anderer Ingenieur die ganze Nacht gearbeitet hatte und nicht mehr mit vollen Triebwerken lief. Und ein solches Verhalten, Schreibtworte A-Sexsen, führte zu Drama und Ressentiments, aber auch zu Erfolg, als das Produkt an diesem Wochenende in Betrieb ging. Marschierten alle Mitarbeiter zu einem nahegelegenen Geldautomaten, wo Elon Musk eine ex. com-Debitkarte einführte. Bargeld floss heraus und das Team feierte. Das klingt sehr nach der Stimmung in den vergangenen Monaten im Unternehmen Twitter, wie ich finde.

11:45 Dennis Horn

Ja, das total. Tolle Geschichte. Ich freue mich drauf, wenn wir das ganze Walter Isachsenbuch im Livestream vorlesen. Ich finde es nämlich also super, super spannend.

11:54 Gavin Karlmeier

Es geht noch ein Stück, ja, es geht noch ein Stück weiter, weil jetzt komme ich gleich noch zu dieser Was für eine Domäne hält man ex. com. Ein Wachstumstreiber erstmal war eine Funktion, die man bei ex. com ursprünglich für gar keine so große Sache gehalten hat. Nämlich die Möglichkeit, Geld per E-Mail zu versenden. Das war aber eine richtig beliebte Funktion, vor allem auf der Auktionsseite eBay, wo Nutzerinnen und Nutzer nach einer sehr einfachen Möglichkeit gesucht haben, für die Einkäufe zu bezahlen. Und dann gab es eine Fusion mit einem Unternehmen, das mitgegründet wurde von Peter Thiel und Max Leftschin. Und dieses Unternehmen wurde unter dem Namen PayPal bekannt. Und Elon Musk bestand darauf, dass der Firmenname nicht PayPal heißen sollte, sondern ex. com. Und er versuchte sogar, das Zahlungssystem in Ex PayPal umzubenennen. Da gab es viel Widerstand, insbesondere von Lefchin. der gesagt hat, PayPal war zu einem vertrauenswürdigen Markennamen geworden, wie so ein guter Kumpel, der einem hilft, bezahlt zu werden. Und Fokusgruppen zeigten, dass der Name ex. com, ganz im Gegenteil, Eher auf eine heruntergekommene Website hinweist, über die man in höflicher Gesellschaft nicht sprechen würde. Aber Musk blieb standhaft, schreibt Walter Isaacson und ist es bis heute geblieben. Da ist mir ein Tweet, den wir beide uns hin und her geschickt haben, den Tag über noch eingefallen, Gareth Scott hat getwittert. Ich Freue mich sehr auf den Tag, an dem meine Frau eine monatliche Gebühr von 8 US-Dollar für eine Website namens ex. com findet. So. Und jetzt zurück zu Walter Isaacson. Wenn Sie nur ein Nischenzahlungssystem wollen, ist PayPal besser, hat Elon Musk gesagt. Aber wenn Sie das Finanzsystem der Welt übernehmen wollen. Dann sei X der bessere Name and jetzt pass off. Lef Chin und Elon Musk sind dann in eine Auseinandersetzung geraten Nicht nur über diesen Namen, sondern auch über eine technologische Frage. Und zwar, ob Sie als Grundlage technologisch Microsoft Windows oder Unix verwenden wollen. Und Elon Musk war im Team Windows, weil er Windows NT geliebt hat. Und Microsoft wäre ein zuverlässiger Partner und Leftchin und sein Team. Waren entsetzt davon, wie so richtige Entwickler das sind und haben gesagt: Windows, sorry, das ist unsicher und uncool. Und fehlerhaft und die wollten Unix-Derivate nutzen, Solaris und Open Source Linux. Und eines Nachts, weit nach Mitternacht. Saß Lefchin allein in einem Konferenzraum. Elon Musk kam rein, war streitlustig und sagte: Irgendwann wirst du es so sehen wie ich. Und Lefchin antwortete: Nee, du irrst dich. In Microsoft wird es einfach nicht funktionieren. Und Elon Musk sagte, was du was? Wir entscheiden das per Arm drücken. Ist das so geil? Es ist einfach History repeating. Und Left Left Chin hat gedacht Zu Recht schreibt Walter Isaxon, das ist die dümmste Art, eine Meinungsverschiedenheit über die Software-Codierung beizulegen. Außerdem war Elon Musk fast doppelt so groß wie er. Aber er hat dem Arm drückend zugestimmt. Hat sein ganzes Gewicht da reingelegt und hat verloren. Und hat dann gesagt, nur um es mal klarzustellen, ich werde dein Körpergewicht in Zukunft nicht als Argument sehen bei technischen Entscheidungen. Und Elon Musk hat gelacht und hat gesagt, ja, verstehe ich, aber ich habe mich jetzt halt durchgesetzt.

15:40 Dennis Horn

So.

15:41 Gavin Karlmeier

Also, das ist.

15:42 Dennis Horn

Und wolltest du, wissen wir, ob das dann auch so umgesetzt wurde?

15:46 Gavin Karlmeier

Aufgrundlage dieser Armdrückenden Anekdote? Das wissen wir nicht, weil da endet der Ausschnitt aus dem Buch von Walter Isaacson. Wir kommen noch zu einer ganz kurzen, kleinen anderen Geschichte gleich, aber. Das ist doch hochinteressant, wie alles, was wir da heute sehen, in Elon Musk einfach immer schon angelegt ist und sich wiederholt. Und heute kann man ja an diese früher mal visionäre und gute Idee ein großes Fragezeichen dran machen, weil der Markt sich natürlich verändert hat. und solche Lösungen längst bietet. Also wer braucht noch alles in einem?

16:22 Dennis Horn

Ja, zumal diese ganzen Beispiele, wo bei denen alte Apps versucht haben, in ein Gefilde vorzudringen, das ihnen eigentlich nicht liegt. Und also es gab auch mal Payment-Möglichkeiten bei Facebook. Die sind alle gescheitert. Also es gibt ja auch sogar eine reichlich starke Datenlage, die dagegen spricht, tatsächlich so eine Everything-App zu bauen. Also, es gibt eigentlich keinen Grund, das so zu machen, wie er das jetzt gerade macht, außer eben, dass die persönlichen Ambitionen, die Erfüllung eines Traumes hier über allem steht und dass die b die die eigenen naja das sind auch fast gelüste einfach eines CEOs, des nicht mal mehr CEOs, eines Besitzers, hier wichtiger sind als kluge Entscheidungen zu treffen.

17:08 Gavin Karlmeier

Ja, wir haben uns ja in den vergangenen Monaten und auch nochmal explizit in den letzten Tagen viele Fragen gestellt über seine Motivation. was da eigentlich hintersteckt und da gibt es nochmal so einen kleinen Punkt von Walter Isaacson, der schreibt, dass Elon Musk ihm noch bevor er Twitter dann im Oktober 2022 übernommen hat, gesagt hat, er will Twitter umbenennen und versuchen, es zu einer Plattform zu machen, die seine ursprüngliche Vision von 1999 erfüllen würde. Also, das hat Elon Musk ihm nochmal sehr klar formuliert. Und dann schreibt Walter Isackson: In den Tagen vor der Übernahme von Twitter, Ende Oktober 2022, schwankten Musks Stimmungen stark. Ich freue mich sehr darauf, ex. com endlich so umzusetzen, wie es hätte sein sollen, und Twitter als Beschleuniger zu nutzen, schrieb Elon Musk an Walter Isaacson eines Morgens um 3. 30 Uhr. Aus heiterem Himmel per SMS. Ich finde, das ist super interessant, weil genau darüber haben wir gestern noch gerätselt. Also er hat diese Vision und hier ist die App, die da als Beschleuniger dienen kann. Zum Beispiel mit der Nutzerbasis, das war ja gestern so ein bisschen meine These. Und dabei hoffentlich auch, schrieb Elon Musk. Der Demokratie und dem zivilen Diskurs zu helfen. Das heißt, das fällt für ihn noch so ein bisschen zusätzlich ab. Er sieht das einfach alles darin und kann sich verschiedene Motivationen erfüllen. Und als letzter Punkt, Elon Musk sagte, dass er daraus die Kombination aus Finanzplattform und sozialem Netzwerk machen würde. die er sich 24 Jahre zuvor für ex. com vorgestellt hatte und er fügte hinzu, dass er vorhabe, es mit dem Namen umzubenennen, der ihm gefiel. Ein paar Tage später war er düsterer. Ich muss im Twitter Hauptquartier wohnen, schrieb er. Das ist eine super schwierige Situation. Macht mich echt fertig. Schlafen fällt mir schwer. So. Das noch einmal in voller Länge zu der Frage, was ist eigentlich die Motivation dahinter, woher kommt jetzt dieses

19:26 Dennis Horn

Naja, am Ende auch, was ist eigentlich die Motivation hinter dem kompletten Kauf? Und am Ende muss man, also wenn man das mal so zusammenfasst, konstatieren, Elon Musk hat 44 Milliarden Dollar ausgegeben, um seinen Traum, den er seit 24 Jahren hat. Durchzusetzen, ungeachtet der Tatsache, dass diesen Traum vielleicht auch einfach sonst niemand mitträumen möchte.

19:46 Gavin Karlmeier

Ja. Und Mit dem Bewusstsein, dass er damit Twitter tötet.

19:51 Dennis Horn

Ja, auch das ist völlig irre, eigentlich. Also auch die schwarze Frage, die ich hier gestern so ein bisschen nebenbei reingeschmissen habe. was mit dem Namen Twitter passiert. Also wir haben immer wieder Beispiele gesehen, wo solche alten Brands irgendwie nochmal neu aufgekommen sind. Ich habe da auch viele, viele Gedanken heute, also wenn ihr das hört, gestern, am Montag. gelesen darüber, was eigentlich hier Teil der Motivation sein könnte oder ob es vielleicht so ein bisschen auch sein könnte, dass man diesen Namen jetzt auch blockieren könnte, ne? Und dass man, dass Elon Musk vielleicht gar kein Interesse hat, dass er nochmal neu verwendet wird oder neu besetzt wird, weil Twitter auch für viele Sachen stand, die Elon Musk in seiner eigenen Wahrnehmung doch auch als demokratiefeindlich empfunden hat.

20:35 Gavin Karlmeier

Ich habe von Erik van Ekelen noch einen Tweet hier, der die Theorie Reputationskontrolle noch reinbringt. Elon Musk weiß, dass die Möglichkeit besteht, dass Twitter Schrägstrich-Ex aussterben, verschwinden wird. Wenn es immer noch Twitter heißt, ist er der Typ, der Twitter in den Ruinen getrieben hat. Wenn es Ex heißt, ist es ihm nicht gelungen, etwas Neues auszuprobieren. Vorausgesetzt Ex macht ein paar kleine Schritte in Richtung dieser super App. Ich habe Zweifel daran, ob das so wirklich der Gedanke ist, weil er hat einfach genug Geld und hinreichend, äh, was hat man, Hutzpe? um diese Schritte auch so zu gehen und als Reputation ist ihm, glaube ich, egal.

21:18 Dennis Horn

Ja, aber wir hatten auch schon mal hier so die These aufgestellt, dass er durch die Umbenennung natürlich jetzt Gründer eines Unternehmens ist und nicht der spätere Käufer. Was ihm auch immer eine Art auf eine Art wichtig war. Also wir wissen, dass er bei Tesla beispielsweise eingestiegen ist in ein Unternehmen, das es zu diesem Zeitpunkt schon gab. Und sich vertraglich hat zusichern lassen, dass er sich Gründungsmitglied dieses Unternehmens nennen darf. Einfach weil ihm das wichtig zu sein scheint. Und das hat er hier damit ja auch geschafft jetzt.

21:47 Gavin Karlmeier

Ja, und er hat damit natürlich über die Jahre Auch so ein bisschen die Aura geprägt, die ihnen so ein bisschen umgab. Ja, genau. At Citron, PR-Experte, hat getwittert. Das finde ich noch schön. Ich kann es kaum erwarten, dass Elon Musk alle Entwickler dazu zwingt, interne URLs in X. com zu ändern. Und dabei große Teile der Website kaputt macht. Das ist genau der richtige Gedanke, ja. Weil das ist ja tatsächlich noch nicht passiert. Also im Moment leitet ex. com auf twitter. com weiter. Aber was er macht, müsste ja eigentlich in die andere Richtung gehen.

22:23 Dennis Horn

Und jeder, der schon mal versucht hat, eine Website umzuziehen auf eine neue URL, weiß, es wird immer zu irgendeinem Fehler kommen. Anfangs scheitert kurz die Datenbank. Dann, selbst wenn man das verhindert, wenn man professioneller ist als ich, wird man früher oder später irgendwelche Toten links generieren, irgendwelche Fehler, weil man irgendwo einen Verweis falsch gesetzt hat. Und passender zu Tom Blacknell. Der ist. Oh. Der hat sich jetzt gerade umbenannt, während wir sprechen. Hat sich jetzt gerade umgemannt, plötzlich schon der Account existiert nicht. Der hat sich umbenannt in Tom Black Lynn. Auf jeden Fall, der ist Entwickler bei Twitter. Und der hat getwittert, äh ne, bei Axe, Entschuldigung, und der hat geäggs, it's Find and Replace Season. Und das lässt doch genau darauf hinweisen, dass das tatsächlich relativ bürstig vorgehen könnte. Übrigens zu dieser Domain-Weiterleitung. X. com leitet nicht auf twitter. com weiter. sondern auf. twitter. com. Also da ist sogar ein Fehler drin. Nicht einmal das ist perfekt gemacht. Ich habe auch noch einen Gedanken.

23:29 Gavin Karlmeier

Ich wollte nur kurz als Entwickler möchte ich noch festhalten, immer nur relative Pfade setzen, keine absoluten. Ja, und da ja die Entwickler bei X Wir wissen, dass Elon Musk uns zuhört. Vielleicht das noch als Tipp.

23:46 Dennis Horn

Wenn man schon mal dabei ist. Also, ich habe noch was beobachtet und zwar. Wissen wir ja, und also alles, was wir hier tun, bündelt sich ja eigentlich oder baut sich da um Twitter Blue herum auf. Twitter Blue, dieser Deal, um sich verifizieren zu lassen, um einen blauen Haken zu kriegen. Und jetzt ist es ja so, dass in der Navigation auf twitter. com super dämlich, dass man das jetzt Ex nennt. Das wird niemand, wer bei uns bleibt, ist Twitter. dass in der Navigation die ganze Zeit nur verified oder verifiziert stand. Und meine These ist, dass man das jetzt nicht X-Blue nennen wird, sondern dass es Ex-Verified heißen wird. Übrigens genauso wie es sein lieber Freund und Kollege Mark Zuckerberg mit Meta ja auch macht. Und dass dieser Name Tutta Blue, für den man jetzt die letzten Monate so hart gekämpft hat, dass alle wissen, was das ist, dass der einfach jetzt bald auch schon wieder Geschichte sein wird. Oder? Auch völlig wild. Und was wird das Tweet Deck? Willst du jetzt X-Deck? X-Steck. I don't know. Aber apropos ummenennen ITV X, das ist ein Ableger des britischen Fernsehsenders ITV. Die haben geschrieben, we've fed an emergency rebrand. Und da haben wir so ein Logo gepostet, um einfach nur ITV und dann der Twittervogel zu sehen ist, statt dem Dicks.

25:06 Gavin Karlmeier

Also, it's uh Find and Replace and Dead Joke Season, definitely. Respekt für die IHK-Pfalz. Aufgrund der anhaltenden Kontroversen um Twitter und der aktuell nicht mehr nachvollziehbaren Entwicklung der Marke Twitter X. pausiert die IHK-Pfalz ab sofort ihre Aktivitäten auf diesem Kanal. So und jetzt muss ich mal folgender Gedanke Und ich glaube, das ist bei den Leuten noch gar nicht so angekommen. Wenn ich Twitter aufrufe, ich habe noch das Twitter-Logo und da steht bei mir noch nichts von X, außer wenn ich im Browser X. com eingebe. Da ist das neue Logo, aber sonst auf dem Handy habe ich noch überall Twitter. und das ist ja jetzt so it's rollout season auch also dauert dann eine Weile bis das bei allen auch angekommen und umgestellt ist So, und also, was ist denn jetzt mit so Fernsehsendern, die sagen, sehen Sie in unserem, sehen Sie bei uns bei Twitter? Oder was ist denn mit Politikerinnen und Politikern, unsere Kommunikation, wir, wir werden Ihnen das auf Twitter rechtzeitig mitteilen und so weiter. So, wie hört sich das denn an, wenn die jetzt alle sagen, äh Begleitung dazu auf Ex. So, das ist ja das ist ja für das Publikum, dem man das dann mitteilt. Die können ja zu einem großen Teil jetzt erstmal gar nichts damit anfangen. Das heißt, es klingt dann wie eine komplett neue Plattform. Und ich finde, du hast heute, du hast heute sehr treffend getwittert. Geäxt, bitte. Gext, entschuldige. Dass das doch jetzt, also dieses Rebranding, ist doch nochmal ein perfekter Moment dafür, darüber nachzudenken, ob man nicht einfach dort aussteigen sollte. Ich bin ganz deiner Meinung.

26:51 Dennis Horn

Ich glaube, weil auch die Argumentation leicht fällt, genau mit dem, was du gerade erklärt hast, die Leute kennen es nicht. Man fängt jetzt an, müsste anfangen, quasi seine neue Präsenz auf dem alten Netzwerk, das neu heißt, neu zu bewerben. Das Diese Arbeit würde ich mir an niemandes Stelle jetzt nochmal machen. Einfach weil wir auch wissen, dass diese Plattformen Die besten Zeiten schon gesehen hat. Ich glaube, es ist jetzt der perfekte Zeitpunkt spät, also mal wieder ein guter Zeitpunkt, aber jetzt mal wieder ein sehr guter Zeitpunkt, um zu sagen Das war's. Es reicht bis hier.

27:27 Gavin Karlmeier

Und ich habe noch einen anderen Gedanken. Also, bisher waren soziale Netzwerke ja contentgetriebene Umgebungen. Und zwar im Grunde ausschließlich, deren Geschäftsmodell war Werbung dazwischen einzublenden. Selbstverständlich. Und im Kontext dieser Werbung Ist auch der Content erschienen oder andersrum. Die Werbung ist im Kontext dieses Contents erschienen. So. Und es war ja immer schon eine Diskussion, ob man damit sozusagen diese großen kommerziellen Maschinen füttert. Und und ob das so gut ist. Ich finde, das Fragezeichen kann man da dran machen. Aber jetzt würde ich ja, wenn ich ein Inhalteanbieter bin. Keine Plattform füttern, die Content getrieben ist, sondern ich würde ja jetzt beginnen, eine Plattform zu füttern, die Commerz getrieben ist. Ich finde, das ist nochmal ein extremer Unterschied. Also, eine Plattform, die sich jetzt aufmacht, zu einem Bezahlungsdienstleister zu werden. die Kommerz getrieben ist, bei der es um Finanzdienstleistungen geht, vielleicht um Bestellungen geht, bei der ist der Content ein Beiwerk, um diesen Commerz gut stehen zu lassen. Und ich finde zum Beispiel, dass Medienanbieter sich sehr genau überlegen sollten. Ich hätte die Frage, bei klassischen sozialen Netzwerken würde ich die immer noch anders beantworten. Weil die so eine Zwischenwelt sind. Damit kann kein Medium richtig zufrieden sein, aber sie sind eben Content getrieben. Und dafür werden sie gemacht und das ist ihr USP. Aber das ist bei X nicht mehr gegeben. Und ich würde mir hier die Frage stellen. Möchte ich, ohne dass ich entlohnt werde, sondern ganz im Gegenteil, ich muss noch Geld dafür zahlen, dass ich mit Content eine Finanzdienstleistungs-App, wie sie werden soll. Füllen darf, um damit diesem Geschäftsmodell noch Unterstützung zu bieten. Ich finde, das kann kein Medium mehr gut für sich positiv beantworten. Das geht nicht. Aus einem reinen journalistischen Selbstverständnis heraus.

29:43 Dennis Horn

Ja, hundertprozentige Zustimmung. Hinzu kommt natürlich auch noch nicht nur journalistisch, sondern auch so ganz generell Möchte ich denn, also wenn Paypal jetzt eine Microblogging-Funktion einführen würde, oder die Sparkasse Würde ich anfangen, dort meine Inhalte zu platzieren? Vermutlich doch nicht. Nur weil sich jetzt das soziale Netzwerk, in dem ich nur meine Inhalte veröffentliche, anfängt zu drehen. ist es ja nicht plötzlich okay, wenn ich einem Finanzdienstleister unter die Arme greife mit Reichweite und Aufmerksamkeit, indem ich dort meine kleinen Gedanken veröffentliche. Also, es ändert sich plötzlich komplett der Unternehmenszweck und damit eigentlich auch jegliche Rechtfertigung, dort seine Inhalte zu platzieren.

30:25 Gavin Karlmeier

Ja, ne? Also ein Unternehmen, das Content aggregieren will, ähm Um damit eine Debatte zu ermöglichen, Content fließen zu lassen. Das kann ich mit Content unterstützen. Aber, also, alles, also hier wären wir jetzt in der PR. Genau. Ja.

30:45 Dennis Horn

Ich habe noch einen letzten Gedanken, ich weiß nicht, ob du noch einen hast. Von Marco Arment, der hat es bei Mastodon gepostet. Er hat geschrieben, can we please pronounce it 10? So wie die römische 10 einfach. Das gefällt mir wirklich extrem gut, dass wir einfach konsequent auch uns einfach dagegen wehren, es Ex zu nennen. Es gibt übrigens, das werde ich mal in die Shownotes packen, einen, so passt es auch zum Thema, von Martin Grasser, der ist Designer und Schriftdesigner. Und der hat ein Thread geschrieben darüber, wie es damals war, Larry zu erfinden. Also den Vogel, der uns jetzt seit, ich glaube, zwölf Jahren insgesamt, elf Jahren, elf Jahren in der Form begleitet hat, aber eigentlich grundsätzlich seit den Anfangstagen von Twitter. Als Vogel uns begleitet hat. Packi in ist ganz toll ganz spannend.

31:36 Gavin Karlmeier

Ach, Twitter. Ja. Ach so. Wollen wir haken dran. Wollen wir zum Schluss noch über drei ernstzunehmende soziale Netzwerke sprechen? Ich hätte hier noch Kleinigkeiten. Bitte. Instagram führt Subscriptions ein. Also zumindest hierzulande, ne? Ja, Australien, Brasilien, Kanada, Frankreich, Italien, Japan, Mexiko, Spanien, Großbritannien und Deutschland. In den kommenden Wochen und weltweit in den kommenden Monaten. Krass, ne? Das halten wir hier mal fest. Also, es ist schon so, dass ich vielleicht auch durch die ersten Würfe bei Twitter der ähm der der creator markt verändert wobei ich das jetzt auch nicht zu sehr auf twitter schieben wollen würde Denn dass es so Creator Wars gibt, kündigt sich eigentlich schon viel länger an. Und vielleicht ist für Instagram in dieser Neupositionierung und in diesen wilden Zeiten. Einfach gerade ein guter Moment, diesen Weg auch zu gehen, weil viel Fokus ja gerade auf den Plattformen von Meta liegt.

32:44 Dennis Horn

Ja, auch, also wir kennen ähnliche Entwicklungen schon länger von YouTube, dort gibt es ja auch eine Art bezahltes Abo-Modell. Ich finde das erstmal okay, um die Creator Economy so ein bisschen an den Ort zu setzen, wo die Inhalte passieren Das ist halt also vermutlich nicht immer für die CreatorInnen die schlauste Lösung, das alles über diese Netzwerke direkt zu machen. Aber vielleicht die niedrigschwelligste.

33:08 Gavin Karlmeier

Ja, also die Plattformen versuchen, CreatorInnen an sich zu binden.

33:12 Dennis Horn

Ja.

33:13 Gavin Karlmeier

Das ist der Hintergrund und das ist eine Geschichte, die einfach schon älter ist als diese Entscheidung, über die wir gerade bei X sprechen. Threads. Martin hat uns nochmal geschrieben, du kannst auf Beiträge reagieren, du kannst liken, reposten und natürlich auch antworten. Also ein paar von euch haben das ausprobiert. Immer wenn man halt an eine Antwort, an einen neuen Beitrag, an woran auch immer, mindestens zwei Bilder anhängt. Also es funktioniert. Fantastisch.

33:46 Dennis Horn

Ist auch kind of Jenga irgendwie, ne? Also es ist auch, also vermutlich nicht intended, aber

33:51 Gavin Karlmeier

Mal gucken, wie lange es noch geht. Das ist positives Jengar. Das ist so, das ist eher so Domino Day. Weißt du?

33:59 Dennis Horn

Ich überlege gerade, also Django baust du, ziehst du ja raus, damit es zusammenfällt, gibt es irgendetwas, wo man gemeinsam etwas aufbaut als Spiel?

34:06 Gavin Karlmeier

Ja, Domino Day. Und die Gefahr ist aber, dass es umkippt, wenn es jemand merkt.

34:09 Dennis Horn

Ah, du hast recht. Ja, okay. Nehmen wir Domino als Gegenstück. Spannend.

34:14 Gavin Karlmeier

So, und Eugen Rochko, Mastodon Unternehmenschef, schreibt, er habe es nicht sehr genau verfolgt, aber es sieht so aus, als ob die Zahl der monatlich aktiven Nutzer von Mastodon in den vergangenen Wochen wieder auf Auf 2,1 Millionen gestiegen sei, nicht weit entfernt von unserem letzten Höchststand. Also hier würde ich sagen, ist eine kleine Aber ernstzunehmende Plattformen sukzessive im Wachsen begriffen und ich kann nur nochmal festhalten, wir begrüßen das grundsätzlich.

34:46 Dennis Horn

Ja, auch nicht und auch ganz generell. Also wir begrüßen das. Vor allem Plattformen schaffen die eben nicht Also ich habe mir da viele Gedanken in den letzten Wochen drüber gemacht. Warum? Müssen wir jetzt nicht vertiefen, führt mit zu vielen Diskussionen, aber Ich glaube, dass das Spannende eigentlich ist, dass die ganzen Activity-Pub-Angebote und vorneweg Mastodon, dass die erfolgreich sein können, dass die angenommen werden, dass die funktionieren, obwohl sie nicht darauf ausgelegt sind. möglichst viel Nutzungszeit zu generieren. Also ich glaube, dass das eben bei Instagram und Facebook auch und wo auch immer Dass immer das oberste Ziel ist, möglichst viel unserer Zeit zu nutzen und uns möglichst hart an die Plattform zu binden. Und das ist eben bei Mastodon nicht der Fall, sondern da geht es darum, wir sind algorithmusfrei, wir sind werbefrei. Macht einfach. Und das führt aber dazu, dass es eben sich bei uns ganz oft auch wie eine gewisse Sperrigkeit und auch bei vielen anderen, also es ist ja nicht, wir haben es ja nicht erfunden, diese Beobachtung, wie eine Sperrigkeit anfühlt. Weil hier eben nicht so lange daran herum optimiert wurde, uns möglichst lange in der Plattform zu halten.

35:56 Gavin Karlmeier

Also ich würde sagen, es ist ein Teil der Sperrigkeit. Nur. Aber ja, finde ich eine gute Beobachtung. Vielleicht sind das die wahren Unregretted User Minutes im Mastodon. Glaube ich. So, das war's. Es ging schnell heute. Es ging schnell heute gefühlt. Wir haben uns sehr viel mit Ex aufgehalten, deswegen war nicht viel, ähm nicht viel Kram sonst los, weil Fokus auf diesem X liegt. Ich bin sehr gespannt, wie das in den kommenden Tagen weitergeht, aber Nun haben wir ganz offenbar Twitter offiziell zu Grabe getragen. Es ist traurig, wie es ist.

36:39 Dennis Horn

Das ist spannend, ne? Dass wir nur 100, wie viele? 97. Folgen, ne, 67, 70, 170 Folgen genau gebraucht haben, um Twitter tatsächlich zu beenden. Das war's. Mit Twitter. Das war's. Wir können aber versprechen, wir machen weiter. Auch wenn Ex nächste Woche ganz die Kabel rauszieht. Wir bleiben.

37:01 Gavin Karlmeier

Bis morgen.

37:02 Dennis Horn

Bis morgen.