Alle Episoden

Folge 234 · 17. Januar 2024 · 51 Min.

Enkeltricks und Erpressung

mit Gregor Schmalzried

HEY SIRI! MrBeast ist jetzt bei X. Zumindest testweise. Aber wieso? Außerdem nimmt Gregor Schmalzried uns mit auf eine Reise durch die Sorgen und Probleme von KI. Was kann Journalismus tun? Und was nicht? 

➡️ Haken dran unterstützen – oder mit der Haki-Community ins Gespräch kommen könnt ihr hier: ⁠http://www.hakendran.org⁠

Transkript

Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.

00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Gregor.

00:07 Gregor Schmalzried

Hi Gavin Schön hier zu sein.

00:10 Gavin Karlmeier

Ja, ich freue mich, dass du hier bist. Ich stell dich ganz kurz vor, bevor ich zu dem komme, was du kurz vor der Aufnahme zu mir gesagt hast. Du bist Gregor Schmalzried. Du bist, ich würde sagen, eine Instanz in Deutschland für alle Themen, die sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigen. Du bist mir das erste Mal aufgefallen, weil du ein Newsletter geschrieben hast. der für mich in Deutschland unerreicht war und ist. Und also eigentlich eine Internet-Ikone, würde ich sagen.

00:37 Gregor Schmalzried

Muss ich was sagen? Wegen mir kannst du gerne noch so ein bisschen so weitermachen. Nein, das ist natürlich vollkommen absurd und der Newsletter ist auch, glaube ich, nicht regelmäßig genug, als dass er. . diese Worte verdienen würde, aber vielen Dank.

00:52 Gavin Karlmeier

Also der der hieß heißt, hieß, heißt?

00:55 Gregor Schmalzried

Heißt noch, auch wenn der Name mittlerweile nicht mehr so ganz Sinn macht. Der heißt

00:59 Gavin Karlmeier

Cool genug. Cool genug, genau, ich wollte es ganz sagen. Ich bin, also weil du das Thema Internetkultur, und deswegen du bist da für mich eine Inspiration, möchte ich sagen, weil du das Thema Internetkultur als kulturellen Aspekt und nicht als technischen Aspekt verstanden hast. Und ich habe das Gefühl, dass das in Deutschland immer noch zu wenige tun.

01:18 Gregor Schmalzried

Danke, ich habe auch das Gefühl, dass sich das aber ziemlich verändert hat, auch alleine in den letzten paar Jahren. Also man sieht so ein bisschen. Daran, ich habe halt den angefangen, Anfang, äh, ich will sagen 21 und oder 22, vielleicht sollte ich das mal überprüfen. Und da ging es noch viel um Memes und auch Twitter und so diese Ja, so das, was man damals so ein bisschen als Internetkultur diskutiert hat. Und ich habe das Gefühl, dass es das in der Form nicht mehr gibt und dass es das möglicherweise auch Noch nie gab. Also ein Teil davon ist einfach so aufgegangen in dem normalen Kulturdiskurs, also jetzt sowas wie der Stanley Cup oder so. Also so. Hast du einen Stanley Cup? Ich habe keinen, meine, und da kommen wir schon hin, ich habe erfahren, was das ist aus der sogenannten Gegenwart, dem Zeitpodcast. Also ich bin mittlerweile selber, glaube ich, durch die Durch die KI-Welle so ein bisschen woanders hingeschwemmt worden und krieg gar nicht mehr so viel von dem mit, was eigentlich los ist. Weil ich den ganzen Tag KI-Zoll lese.

02:22 Gavin Karlmeier

Ich hab ein Stanley Cup. Tatsächlich. Ja, tatsächlich. Und wir haben den schon gekauft, bevor der nicht mehr erheblich war.

02:31 Gregor Schmalzried

Bevor ich nicht wusste, was es ist. Genau.

02:35 Gavin Karlmeier

Also tatsächlich, ich habe den so. .

02:37 Gregor Schmalzried

In welcher Farbe habt ihr den?

02:39 Gavin Karlmeier

Ich hab den in graugrün und meine Frau hat den in so einem angenehmen Lachs.

02:44 Gregor Schmalzried

Das ist ja Couple Goals.

02:46 Gavin Karlmeier

Ja, wir haben den, also wir waren ja in den USA im Herbst und da gab es sie halt überall und dann haben wir gedacht, naja, ist er. Macht man offenbar jetzt so. Und inzwischen muss man sagen, mittlerweile macht man das ja wirklich einfach so. Auch hier. So, aber du hast gerade schon mit dem Thema KI angefangen. Das ist ja jetzt heute vielmehr dein Steckenpferd mittlerweile. Also werde ich, man kann dich regelmäßig hören mit deinem KI-Podcast. Wie heißt denn noch gleich? Es gibt so viele, ich komme immer durcheinander.

03:13 Gregor Schmalzried

Der heißt der KI-Podcast und ja, wir haben uns den Nachmittag freigenommen, als wir da drauf gekommen sind. Genau, es gibt ein paar. Wir sind der KI-Podcast, wir sind der Podcast der ARD. Zum Thema künstliche Intelligenz und sprechen einmal wöchentlich Fritz Espenlaub, Marie Kilk und ich über die aktuellen Entwicklungen und, du hast es ja schon so ein bisschen angesprochen, auch über das, was das quasi als kulturelles Thema bedeutet. Ich würde vielleicht dann eher so das Wort gesellschaftlich dafür benutzen. Also ich würde sagen, KI ist ein Gesellschaftsthema und kein Technik-Thema. Und Was das alles bedeutet, das friemeln wir auseinander jede Woche.

03:53 Gavin Karlmeier

Du baust quasi schon die Brücke zu einem unserer Themen, über das ich heute mit dir sprechen will. Also, aber da kommen wir gleich zu, weil du hast es zu mir kurz vor der Aufnahme gesagt. Ich habe einen Plan. Und normalerweise sage ich das immer zu meinem Besten. Also wie lautet dein Plan, Gregor?

04:10 Gregor Schmalzried

Mein Plan ist, ich habe dir vorher so einen kleinen Pfeil geschickt, so eine Tondatei. Kennst du eine Website namens Zuno. ai?

04:19 Gavin Karlmeier

Nein.

04:21 Gregor Schmalzried

Okay, hast du mal davon gehört, hast du mal davon gehört, dass künstliche Intelligenz mittlerweile mehr oder weniger auf Knopfdruck Songs erstellen kann? Also man gibt einen, ich hätte gern einen Song darüber, wie eine Spinne meine Wand entlang krabbelt und dann kriegt man einen Song darüber und mit Genre und allem. Ja, und was hast du gesagt? Ja, spiel mal ab. Okay.

04:46 Speaker 4

Yo, hakendran, wir sind am Start. Garden Karlmeyer flow wie Bonaparte. Podcast host bring him news auf den Clan Mit Gregor Schmalzfried an meiner Seite. Jede Woche blicken wir in Sway. Social Media Update, was geht ab? Gregor Hofft, Elon Musk kommt nicht vor Doch wir reden trotzdem immer vollgas, hardcore.

05:13 Gavin Karlmeier

Wir sind am Start Haken dran Das wir tragen Mit dem Gasbreaker Das ist Smart Ich weine. Ach, das ist ja fantastisch. Ich dachte, das muss sich lohnen, mich einzuladen.

05:35 Gregor Schmalzried

Oh, das ist ja großartig.

05:38 Gavin Karlmeier

Wirklich Tränen in den Augen. Aber man muss ja dazu sagen, dass dieser Podcast ja nach wie vor ohne Sounds auskommt und ohne Musik. Und ich habe das mal angekündigt, dass ich. Das nächste Mal Dennis Horn hier zu Rasten, weil der ist sozusagen, der wacht immer so wie das Damokliss-Schwert, der ist so der Schutzpatron von Haken dran, dass der sozusagen mit mir sich eine Musik aussucht und dann war er krank und jetzt ist das nicht passiert, aber ich glaube, wir haben dieses Gespräch damit jetzt hinfällig gemacht. Kannst du theoretisch daran noch so Dinge verändern? Also wie frei bist du jetzt noch an diesen Dingle zu schrauben?

06:08 Gregor Schmalzried

Das ist eine komplexe Frage, weil tatsächlich da total viel drinsteckt, wie diese Technologie eigentlich funktioniert. Also ich kann zum Beispiel jetzt. den Text nachträglich umschreiben, wenn ich möchte, und sagen, machen wir eine neue Version davon. . Aber die wird dann auch so andere Sachen so leicht verändern. Also man hat nie die. Eins zu eins handhabe, wie man das von Photoshop oder so gewöhnt ist. Man hat immer dieses Würfeln mit dabei, dass die KI dann eben doch ein kleines bisschen eigenwillig ist. Also, wenn du was ändern möchtest, kriegen wir hin, wenn du dir Melodie behalten möchtest, kriegen wir auch hin. Aber ja.

06:41 Gavin Karlmeier

Ja, ich denke, ich brauche das. Und ich brauche davon eine universelle Version, die ich dann quasi immer spielen kann und eine instrumentale Version fürs Outro. Ist das machbar?

06:52 Gregor Schmalzried

Ja, bestimmt. Ich bin da nicht, ich bin jetzt nicht zuständig, für was genau die rechte Frage angeht, weil hier sind wir jetzt, glaube ich, im Thema Zitatrecht. Also wenn ich sage, hier guck mal, diese Software kann Songs generieren und da muss man natürlich einen Song generieren, um zu zeigen, wie das funktioniert. Ich weiß tatsächlich jetzt nicht ganz genau, wie das wäre, wenn du diesen. . Song quasi als dauerhaften Teil deiner Sendung einbetten würdest. Aber das findest du bestimmt raus, oder?

07:21 Gavin Karlmeier

Na, das können die Hakis mal recherchieren. Chanjo-Jun zum Beispiel regelmäßig zu, das ist ja der Haken dran-Anwalt. Irgendjemand weiß bestimmt, wie der die Rechtslage ist. Suno. ai. Vielen, vielen Dank. Das ist ein, also ich habe schon alles aus dieser Folge mitgenommen, was ich erwarten kann.

07:38 Gregor Schmalzried

Ja, dann können wir ja aufhören.

07:42 Gavin Karlmeier

Tschüss. Du hast gerappt, rappen lassen. Den Text hast du sozusagen da reingebaut. Nee, nee, nee, der Text ist auch KI generiert jetzt. Ach so, weil der, der, der, der rappende KI, ähm, MC-KI, MC-AI. hat gehofft, dass Elon Musk nicht vorkommt.

07:59 Gregor Schmalzried

Genau, also ich habe ihm ein paar Infos gegeben über das, worum es gehen soll, nämlich den Haken-Dran-Podcast, das Social Media Update mit Gavin Karlmeyer, heute zu Gast Gregor Schmalz ried, der hofft, dass es nicht zu viel um Elon Musk gehen wird. Das war so der Prompt, den ich da reingegeben habe.

08:14 Gavin Karlmeier

Ja, also ich muss dich enttäuschen.

08:17 Gregor Schmalzried

Ja, das dachte ich mir.

08:18 Gavin Karlmeier

Ich möchte leider direkt mit ihm einsteigen. Ähm, weil das so, ich wir sind jetzt beide, bei dir weiß ich es nicht, aber wir sind ja beide keine Wirtschaftswissenschaftler, nehme ich an. Bist du Wirtschaftswissenschaftler eigentlich?

08:30 Gregor Schmalzried

Last time I checked Nein.

08:32 Gavin Karlmeier

Okay. Aber wir müssen über einen Erpressungsversuch durch Elon Musk springen. Ich habe das mal so genannt. Ich glaube, das ist vor Gericht wäre der Begriff Erpressung da wahrscheinlich nicht haltbar, aber. Golem hat das Ganze nämlich schön zusammengefasst. Die haben den gestrigen Abend, also den Montagabend, wie folgt zusammengeschrieben. 19. 37. Elon Musk postet auf der Plattform X ein neues Video des Optimus Roboters. Das ist so ein Roboter von Tesla der so ein bisschen wie Boston Dynamics so menschliche Aktivitäten übernimmt in Robotergestalt. Ein Romoter, der bis dahin selbstständig in der Lage dazu war, ein Ei mit einer Hand anzuheben und mit der anderen abzulegen, entnahm darin ein T-Shirt aus einem Wäschekorb und faltete es mit menschenähnlicher Geschicklichkeit. Schwerbei.

09:19 Gregor Schmalzried

Da finde ich es übrigens wichtig zu betonen, dass menschenähnliche Geschicklichkeit nicht meine Geschicklichkeit sind. Also es ist abhängig von über welchen Menschen wir sprechen. Er faltet besser als ich. Ich fand es einfach eine schöne Formulierung in diesem Text.

09:34 Gavin Karlmeier

Schon dabei war zu sehen, wie am rechten Rand des Videos eine Roboterhand synchron mit einigen Bewegungen des Roboters auftauchte. Also da war jemand, der hat so einen Handschuh gehabt, nehme ich an. Das Video verbreitete sich auf X in wenigen Minuten unter den Investoren von Tesla, die darin einen Durchbruch in der Robotiktechnik sahen und gute Geschäftsaussichten für die Zukunft des Unternehmens versprachen. 19. 55 Uhr. Elon Musk twittert in einer Debatte, dass er sich nicht wohlfühlen würde, Tesla zu einem führenden Unternehmen für künstliche Intelligenz und Robotik auszubauen, wenn er nicht 25% der Stimmrechte im Unternehmen hielt. Ansonsten werdet ihr die Produkte halt außerhalb von Tesla entwickeln. Die Differenz der Stimmrechte entspricht in etwa den Anteilen an Tesla, die Elon Musk zur Finanzierung des Kaufs von Twitter aufgegeben hatte. Eine Ausgliederung der Robotik würde die Hoffnung der Investoren zerstören, dass Tesla in Zukunft einen großen Teil der Geschäfte mit Robotern in der Industrie und Haushalten macht und sie so unter Druck setzen. 20 Uhr. Um 20 Uhr stellt Elon Musk klar, dass der Roboter in dem Video, das zuvor gezeigt wurde, nicht autonom arbeitete, sondern ferngesteuert war. Optimus werde erst in der Zukunft in der Lage sein, solche Arbeiten selbstständig auszuführen. So, was sagen wir zu diesem Ablauf dieses Abends?

10:47 Gregor Schmalzried

Ist schon, also was Elon News angeht, ist das auf jeden Fall eine, über die ich lieber sprechen möchte, weil da stecken ja schon so ein paar interessante Sachen drin. Einmal Ähm, sorry, dass ich jetzt eine Karikatur meiner selbst bin, aber vielleicht, dass du es mitbekommen, als Google seine neue Gemini AI vorgestellt hat, in so einem total faszinierenden Video, wo sie dann so, wo jemand live quasi eine Ente gemalt hat und die KJ zuvor gesagt, ah, eine Ente. Und dann kam hinterher raus, das ist eigentlich nie so passiert. Daran musste ich dir direkt so ein bisschen denken, nur dass das Video in dem Fall, glaube ich, recht schnell aufgeklärt wurde. Aber ich wusste zum Beispiel gar nicht, dass. Elon Musk gar nicht so wahnsinnig viel Voting-Power hat über Tesla, wie jetzt seine ganzen Kollegen im Silicon Valley.

11:33 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Er hat jetzt gerade 13% an Tesla noch. Und 2021 waren das noch 22%. Und würde er diese zwölf weiteren Prozent, die er bräuchte, um diese 25% Voting Power zu haben. Erwerben müsste er 83,5 Milliarden Dollar dafür ausgeben, eine Aktien. . Das ist schon eine Menge Geld. Das ist zweimal Twitter ungefähr.

11:54 Gregor Schmalzried

Ja, meinst du erst einfach ein bisschen neidisch? So, weil ich meine, Zuckerberg kontrolliert ja Meta ziemlich komplett, hat glaube ich über die Hälfte der Stimmrechte. Auch so S Evan Spiegel und Bobby Murphy bei Snap. Einfach ich hab vorher so ein bisschen geguckt, was diese ganzen Chefs so auszeichnet und ähm Es ist so ein bisschen, glaube ich, Habitus mittlerweile geworden, dass diese Founder-Figuren, die sich auch gerne so selber inszenieren, dass die eben auch sowas wie komplette Power über ihr Unternehmen beanspruchen. Wir hatten ja jetzt die Story auch mit Sam Altman bei OpenAI und so weiter. Meinst du, der ist einfach ein bisschen neidisch und möchte das auch?

12:30 Gavin Karlmeier

Ja, bestimmt. Ich glaube, dass er aber das Geld dafür nicht ausgeben möchte. Und jetzt bin ich nämlich bei dieser Formulierung der Erpressung Weil für mich klingt das so, als hätte er versucht, durch diesen Ablauf des Abends seine Investoren und sein Board dazu zu zwingen, ihm diese Voting Power zu geben. ohne dass er dafür bezahlt, indem er sagt, guckt mal, das geht, schaut mal, wie in der letzten Viertelstunde die Leute darauf reagiert haben. Und wenn ihr wollt, dass Tesla da hinkommt, dann gebt mir diese Kraft. Ansonsten mache ich es woanders. Das ist meine Lesart.

13:03 Gregor Schmalzried

Okay. Also ich, wie gesagt, ich bin kein Wirtschaftswissenschaftler. Klingt nach einer mittelguten Proposition, weil er müsste ja sozusagen Leute finden, die sagen: Ach, ich habe eigentlich überhaupt keine Ahnung, ich möchte gerne Elon alles an Stimmrechten übergeben, was ich bisher habe. Sonst funktioniert das ja nicht und nichts dafür erhalten.

13:24 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Ja, das wird ja nicht passieren. Aber ich finde auch dieses Vorgehen, das erinnert so ein bisschen an diese ersten Tage, als er Twitter übernommen hat. bei dem es ja auch erst darum ging, dass er 10% gekriegt hat, dafür aber einen Platz im Bord haben wollte, als er nicht klar war, ob er das bekommt, er irgendwann gesagt hat, naja, dann will ich es auch gar nicht mehr, dann kaufe ich es halt ganz. Also so eine Trotzigkeit, die man eigentlich eher von Sechsjährigen erwarten würde.

13:47 Gregor Schmalzried

Ja, es funktioniert ja manchmal. Ich weiß nicht, ob es hier funktioniert, wenn es um 83 Milliarden geht. Das ist wahrscheinlich der die Hürde.

13:55 Gavin Karlmeier

Ich bin sehr gespannt, aber das ist schon wieder so eine unangenehme Geschichte irgendwie. Passend dazu hat übrigens Ex jetzt auch die Zahlungslizenz in Utah erteilt bekommen, da brauchen wir nicht viel mehr darüber sprechen, das ist eher so der Vollständigkeit halber genannt. Die Staaten, in denen X jetzt sozusagen eine bankenähnliche Zahlungstransfer-Lizenz hat, die wird immer länger. So, eine andere Geschichte aus der Welt von Ex und Twitter. Und dann sind wir bald auch, dann haben wir es bald auch, dann ist nicht mehr so viel Elon Musk, okay? Es geht um Jimmy Donaldson, den kennst du, ne?

14:29 Gregor Schmalzried

Natürlich. Und ich, also da würde ich direkt gerne dich fragen, guckst du Mr. Beast regelmäßig?

14:35 Gavin Karlmeier

Regelmäßig im Sinne von viermal im Jahr würde ich sagen, ja. Okay.

14:39 Gregor Schmalzried

Häufig gucke jedes Video. Und zwar wirklich sofort. Also ich kann da nicht anders.

14:45 Gavin Karlmeier

Ich habe mich da so drauf geprid. Also wer ihn nicht kennt, Mr. Beast ist der größte YouTuber der Welt und in Zahlen der größte YouTuber der Welt und wir haben ja öfter schon über ihn gesprochen und er macht vor allem so Videos, in denen er so Sachen macht wie. . Ich lege 100 Millionen US-Dollar auf einen Marktplatz und gucke, wer sie wegnimmt. Nur halt ein bisschen spektakulärer.

15:03 Gregor Schmalzried

Ja, genau, und in letzter Zeit. Also das hat auch schon nochmal Ausnahme angenommen, auch psychologische. Also er hat sich sieben Tage lebendig begraben lassen und hat zwei Leute vor 100 Tage in einen leeren Raum eingesperrt und solche Sachen. Also das ist wirklich letztlich vollkommen abgefahren und und und Ich glaube so, einfach um grob zu wissen, wo die menschliche Kultur so hinführt, kann man nichts Besseres machen, als Mr. Beast zu gucken. Da fährt man schon sehr viel über das, was eigentlich los ist.

15:34 Gavin Karlmeier

Weil Mr. Beast in der Art und Weise, wie seine Videos ja auch gebaut sind, finde ich. Also er macht das ja, seitdem er zwölf ist oder so, macht er einfach Videos und er hat immer versucht, irgendwie erfolgreich zu werden. Und er hat einfach weitergemacht, weitergemacht, weitergemacht. Und Irgendwann hat er halt verstanden, womit er es schafft, dass die Leute sich das angucken, nämlich er verschenkt Geld und hat dann angefangen, Geld zu verschenken und das im wirklich sehr, sehr großen Stil im Sinne von Du kriegst, weiß ich nicht, ein Auto im Wert von einer Million Dollar und zwar stelle ich 20 Leute hin, die alle ihre Hand auf das Auto legen und die Hand, die am längsten auf diesem Auto bleibt, kriegt dieses Auto. Solche Mechanismen werden eigentlich ständig bedient. Also man hat das Gefühl, ich muss weitergucken und es ist einfach nur, es wird mit Geld um sich geschmissen. Das ist ja eigentlich die Strategie dahinter.

16:17 Gregor Schmalzried

Zum Teil, wie gesagt, er macht mittlerweile auch andere Sachen. Was so die Selbstexperimente angeht, erinnert mich oft an sowas wie David Blaine. der das dann noch besser macht. Also David Blaine ist auch so ein legendärer, ja natürlich, der war neulich bei Hot Ones und, äh, oder vielleicht ist er auch schon ein bisschen her. Und hat die schärfsten Soßen gegessen, als wären sie so eine milde Tomatensoße vom Italiener um die Ecke. Das war wirklich großartig. David Blame. Auch ganz toller Typ.

16:45 Gavin Karlmeier

Ich liebe dieses Format auch mit den Soßen. Das ist so. Es ist ein Interviewformat, bei dem Leute dabei einfach scharfe Soßen zu sich nehmen.

16:52 Gregor Schmalzried

Absolut, das ist super. Und ja, ich glaube nicht, dass es so einfach ist bei Mr. Beast. Ich glaube nicht, dass es nur ums Geld verschenken geht. Er war, siehst du, da fällt mal jetzt was über mich, er war mal bei Lex Friedman im Podcast, der ja auch so ein Silicon Valley-Denk-Typ ist. Und die haben da sehr viel gesprochen. Und er meinte am Ende auch, Zwischendurch meinte er, er wäre mittlerweile wie so eine Art neuronales Netzwerk. Also er wüsste einfach, was viral ist und was nicht. Und könnte auch gar nicht unbedingt erklären, woran das liegt, aber er versucht jetzt so sein Apprentice. Zu demselben neuronalen Netzwerk umzubauen, dass er das quasi outsourcen kann, ist total abgefahren. Ich glaube, der hat einfach einen sehr, sehr guten Riecher für Viralität. Das ist am Ende alles, was es ist.

17:38 Gavin Karlmeier

Ja, total. Und der hat inzwischen, um das mal so in eine Zahlenrelation zu setzen, bei YouTube 231 Millionen AbonnentInnen. Das ist so der Wert. Das ist absurd viel. Und Elon Musk hatte vor einigen Wochen schon mal, wir haben da hier auch immer wieder drüber gesprochen, schon mal so angepiekst, hey, wie wär's denn, wenn du deine Videos bei Twitter hochlädst? auch Linus von Linus Tech Tips in seinem Livestream dann so ein bisschen auseinandergenommen hat und gesagt hat, es ist in keiner Welt wäre das eine wirtschaftlich kluge Entscheidung, das zu tun. Ähm, Mr. Beast hat sich aber jetzt so ein bisschen drauf eingelassen und hat mal ein Video direkt bei Ex hochgeladen. Dieses Video ist zum Zeitpunkt der Aufnahme hier, wir nehmen am Dienstagnachmittag auf, ist das seit 13 Stunden hochgeladen. Und hat in diesen 13. Stunden 41 Millionen Impressions generiert. Das ist nicht der gleiche Wert wie die Aufrufe. die es bei YouTube hat und bei YouTube hat es gerade 211 Millionen Aufrufe. So, das heißt, Impressions heißt, du bist an diesem Tweet vorbeigescrollt und hast. . hast diesen Tweet gesehen, das ist nicht vergleichbar mit dem proaktiven Anklicken eines Videos, wie es bei YouTube passieren muss, damit es ein Aufruf wird. Und der Test ist, wie viel von diesem Revenue Share, also von dem Einnahmenanteil, das Ex verspricht ihm tatsächlich auszahlen wird. Also er möchte herausfinden, wie viel verdiene ich hier mit diesem Video und nächste Woche wird er das öffentlich verkünden, wie viel er damit verdient hat. Und das ist, finde ich, ein hochinteressantes Experiment.

19:08 Gregor Schmalzried

Trauen wir da, dass da alles mit rechten Dingen zugeht? Oder wird Elon Musk da in irgendein Büro reinlaufen und sagt, stell mal sicher, dass die Zahl hier x3 geht?

19:18 Gavin Karlmeier

Hundertprozentig wird das passieren. Dafür würde ich meine Hand im Feuer legen, dass er hier einen unverhältnismäßig großen Anteil an Geldern bekommt, damit Mr. Beast hier angefüttert wird. Und das ist so klar wie das Arm in der Kirche. Und die Frage ist aber so ein bisschen, ob Mr. Beast das schon durchschaut hat und einfach denkt, na, jetzt nehme ich mal mit. Oder ob der sich wirklich drauf einlässt. Das kann ich nicht einschätzen.

19:40 Gregor Schmalzried

Also es gibt die Story unter der Story.

19:42 Gavin Karlmeier

Ich meine, für ihn, klar, warum nicht?

19:44 Gregor Schmalzried

Wenn er sich einen persönlichen Deal von Elon raushandeln kann, warum würde er es nicht machen?

19:49 Gavin Karlmeier

Klar. Spannend ist aber, dass er halt hier, wie gesagt, auch einfach nur ein Video gereuploadet hat, das schon länger bei YouTube liegt. und dort 211 Millionen Aufrufe generiert hat.

19:59 Gregor Schmalzried

Ja, ich meine, gut, YouTube-Videos haben ja eh nochmal so eine interessante Halbwertszeit. Also ich schätze, da sind super viele. . komische Zwischenfaktoren. Ich denke mir, wenn es MrBeast-Fans gibt, die das, also anders gesagt, gibt es wirklich MrBeast-Fans, die ihn. nicht auf YouTube gucken, also die sagen würden, worauf ich wirklich gewartet habe, ist eine Möglichkeit, das Ganze auf Ex zu schauen. Da bin ich mal skeptisch.

20:27 Gavin Karlmeier

Also wenn man es schauen möchte, dann war ja nichts falsch mit dem bisherigen Weg. So ist es. Die Frage für Mr. Beast ist wahrscheinlich nur, wie kann ich. Es gibt ja auch die Geschichte, in der Mr. Beast erzählt hat, warum er eigene Produkte macht. Er macht, glaube ich, so Chips oder sowas, ne? Vegane Chips finde ich richtig.

20:44 Gregor Schmalzried

Feestables. Oder nee, wie es sind die nicht so?

20:47 Gavin Karlmeier

Das weiß ich, kann sein, ja. Auf jeden Fall sowas, so Dinge.

20:50 Gregor Schmalzried

Ja, es sind die Feestibles.

20:51 Gavin Karlmeier

Ja. Und das sind so Chips, oder?

20:54 Gregor Schmalzried

Ich glaube, das sind so Schokobars. Er macht sicherlich auch Chips. Ich habe jetzt nur die Feestibles im Kopf gehabt aus den aktuellen Videos.

21:02 Gavin Karlmeier

Er macht auf jeden Fall so Dinge und hat erklärt, dass er das vor allem deswegen macht, weil es sehr schwierig geworden ist vor einem YouTuber in der Größe. und noch Werbekunden zu finden, weil du natürlich davon ausgehen musst, wenn du bei einem Tausender Kontaktpreis eben den Wert dieser Werbung finanziell gegenrechnest in der Anzahl der Aufrufe, die das Video generiert. Dass es kaum noch Werbekunden gibt, die bereit sind für 200 Millionen Aufrufe Geld auszugeben, weil das direkt ein relativ großer finanzieller Einsatz ist. So kann er jetzt seine eigenen Produkte bewerben und weiß genau, da muss er keine Werbung für bezahlen.

21:34 Gregor Schmalzried

Spannend. Und spielt bei ihm vielleicht nochmal eine extra Rolle, weil, das kann man noch dazu sagen für die, die seine Videos nicht kennen, eher, ich kenne niemanden, der so gut Werbung in Videos einbindet, wie das Mr. Beast macht. Also es ist. Es ist nicht mal einfach nur Smart irgendwie in den Content integriert mit so einer Überleitung, wie das manchmal Leute haben, sondern wenn. . Keine Ahnung, es in dem Video darum geht, dass ein Safe mit Panzern beschossen wird und das, was am Ende übrig ist in dem Safe, das darf die Person behalten, dann Geht er am Set, während die Panzer im Hintergrund schießen, auf die Kamera zu und macht quasi die Promo.

22:10 Gavin Karlmeier

Also das ist wirklich beeindruckend und ziemlich gut. Guckt mehr Werbung ist er. Gut, ist ja der Job manchmal. Ja, so ist es, ja absolut. Naja, auf jeden Fall, es gibt ja auch so eine Studie, die hat Scott Galloway bei Blue Sky gepostet. So wie viele Stunden die Leute 2013 Inhalte geguckt haben insgesamt. Und dann die vierte Staffel von Newt zum Beispiel hat 441 Millionen Stunden. Watchtime generiert oder The Night Agent Season One hat 812 Millionen Stunden generiert und MrBeast über eine Milliarde Stunden Watchtime. Absolut. So, um da mal ein Gefühl zu kriegen, was für ein großes popkulturelles Phänomen das tatsächlich ist. Ich bin super gespannt, wie dieses Experiment ausgeht und wie die Wirkung ausgeht. Und finde aber auf der anderen Seite auch interessant, dass Mr. Beast dann tatsächlich so Offenbar, Moral ist ihm da so ein bisschen egal. Also er geht dann auch zu Ex, wenn Ex ihm irgendwie mehr Geld bietet.

23:07 Gregor Schmalzried

Ja, also Moral ist jetzt nicht sein Geschäftsmodell, würde ich sagen.

23:12 Gavin Karlmeier

Apropos Moral, und dann sind wir durch mit X für heute, keine Sorge. Es geht um einen Aaron Rodericks, über den haben wir ja schon mal gesprochen, der ist in einem kleinen Rechtsstreit mit Twitter, der ist immer noch angestellt von ex, wie ich gelesen habe, und zwar als Co-Leiter der Abteilung Threat Disruption in Irland. Also er ist rang hoch, er leitet dort eben an zweiter Position eine Abteilung, Threat Disruption, ich weiß leider nicht so ganz genau, was das ist. Also es ist irgendeine Art der Bedrohungsabwendung. Ob das jetzt aber technischer Natur ist oder sogar juristischer Natur, kann ich dir leider nicht sagen.

23:48 Gregor Schmalzried

Man kann auch dazu sagen, dass es natürlich Threat mit T. So wie du es gesagt hast, klang es ein bisschen nach Thread und nach der Disruption von Threats. Aber es geht um Bedrohung.

23:58 Gavin Karlmeier

Bedrohung. Ja, genau, richtig. Vielen Dank. Und die beiden sind schon länger in einem Rechtsstreit. Es ging da vor allem um eine einstweilige Verfügung, die Rodericks beim High Court, beim Höchstengericht in Irland oder beim Hohengericht in Irland erwirkt hatte. Dass das Unternehmen daran hinderte, Disziplinarverfahren gegen ihn aufzunehmen. Das heißt, er hat schon mal geschafft, dass er aus diesem Unternehmen, in dem er immer noch angestellt ist, dass er von dem auch nicht weiter verklagt werden kann. So, das ist jetzt eine sehr starke Verkürzung der Geschichte. Wir haben, wie gesagt, schon öfter über ihn gesprochen, darum geht es aber nicht. Es geht darum, dass Elon Musk diese einstweilige Verfügung, über die ich gerade gesprochen habe, zum Anlass genommen hatte, um einen Tweet zu schreiben und dazu geschrieben hat, so mit Blick auf die Arbeit, die Rodericks macht, oh, meinst du das Wahlintegritätsteam? das verhindern sollte, dass die Wahlen manipuliert werden, oh ja, sie wurden entlassen. Also so ein bisschen so abwiest man abwedeln, sagt man nicht, ne? Mit der Hand so wegwischend. Naja, auf jeden Fall in so einer. . Bitte sag mal das so? Du bist sehr hart.

25:02 Gregor Schmalzried

Nee, nee, mir ist auch kein Wort eingefallen.

25:04 Gavin Karlmeier

Naja, auf jeden Fall steckt da halt so wahnsinnig. Genau, abgetan ist gut. Steckt so eine Verachtung ihm gegenüber drin und Roderick lässt sich das nicht bieten und hat jetzt Klage wegen Verleumdung eingereicht, wegen dieses Tweets. Gegen Elon Musk. Also eine Geschichte, die nicht aufhört und das ist halt so geil, dass einfach er sich nichts bieten lässt und jeden Tweet zum Anlass nimmt, um nochmal vor Gericht zu laufen und zu sagen, also hier ist wieder was passiert und ich möchte auch gerne das. Das geklärt haben und ich glaube, so muss man das auch machen, man muss nerven.

25:35 Gregor Schmalzried

Ja, ich mal schauen. Ich möchte einfach zu dem Nicht-X-Teil, deswegen.

25:43 Gavin Karlmeier

Ja, da sind wir jetzt. Du hast mir ein paar Themen vorher geschickt. Und der Punkt 1, den ich hier habe, ist Nicki Minaj und die AI-Art. Da hast du mir was geschickt und ich habe aber gedacht, wenn du ein Thema mitbringst und erfolgreicher professioneller Podcaster bist, führ uns in die Welt von Nicki Minage.

26:01 Gregor Schmalzried

Hast du, du hast anders gesagt, du hast natürlich auch die Promokampagne rund um das neue Nicki Minaj-Album Pink Friday 2 mitbekommen, ne? Selbstverständlich.

26:12 Gavin Karlmeier

Na klar.

26:14 Gregor Schmalzried

Sicher. Ja, also das Album selber spielt da tatsächlich nur eine untergeordnete Rolle. Das war auch. Gar nicht sehr gut. Also ich bin schon so ein bisschen Fan von so ihren frühen Sachen. Aber in letzter Zeit war da nicht mehr so viel dran. Und die Story, die ich dir jetzt hier geschickt habe, da geht es darum. Es gab so einen viralen Trend von Nicki Minaj-Fans zur Veröffentlichung dieses Albums und zwar rund um eine Stadt im Niki Minaj-Stil. Die heißt Gag City. Ich glaube Gag ist, also G AG ist, ich verstehe nicht genau, ich glaube das ist nicht im Sinne des Witz, sondern im Sinne von Würgen. Ich bin mir nicht sicher, was das bedeutet. Also da fehlt mir vielleicht. Die Connection zur amerikanischen Jugend, um zu verstehen, warum man es Gag City nennt. Aber was dann halt Leute gepostet haben, waren so Bilder von einer sehr pinken Stadt mit verschiedenen Charakteren. Es ist alles sehr prunkvoll, es ist alles sehr sexy. halt alles im Nicki Minage-Stil. Das Empire State Building hat ein Bild gepostet von einer pinken Großstadtkulisse mit dem Empire State Building in der Mitte. Und Duncan Donuts eine Pinke, dankenoler zu der Alle. Also so das eben. Und das Interessante daran war, es war halt alles KI generiert. Also, das ist was, was KI sehr gut kann. Sowas wie DALI 3 oder Mid Journey ist extrem gut darin zu sagen, machen wir mal eine Sache, die in der Realwelt existiert, aber mach sie pink und irgendwie futuristisch oder halt ein bisschen overlysexual. Und ganz viele Leute haben da was dazu gepostet. Das war so ein, ich würde sagen, so organischer AI-Trend, von dem es ja mittlerweile recht viele gibt. Es hat sich ja irgendwie so reingemogelt in die Culture, dass wir auf einmal halt Leute so KI-Sachen generieren und das dann teilen. Und das Interessante ist jetzt, dass Niki Minage selbst KI-generierte Inhalte benutzt in ihrem eigenen Promo-Material. Und dieses Material aber teilweise. nicht so gut ist. Also der Screenshot, der umging auf X, ist einer, wo eine Hand mit sehr langen pinken Fingernägeln sechs Fingernägel hat statt nur fünf. Also das typische KI-Problem, dass Hände oft nicht ganz stimmen. Mittlerweile haben sie das eigentlich in den meisten Generatoren gefixt, aber da war es noch so ein Problem. Und dann hat sie so ein Fan drauf outgecallt und hat gesagt, haben sie dir wohl nicht genug Budget gegeben und so. Und Nickel Minage hat ihr geantwortet, ach ja, okay, ich finde dir sechs Schwänze zum Lutschen. Und so, also so, wie das halt läuft auf Social Media. Aber was unter all dem steht, ist so diese Frage, was AI-Art eigentlich bedeutet. Also nur weil das geht, sollte man es tun. Und ein Tweet, der war wirklich ganz interessant, wo jemand meinte, KI-Bilder zu benutzen im Marketing, ist ein bisschen wie ein falscher Chanelbag. Also es ist halt billig. Es fühlt sich nicht Premium an, weil man das Gefühl hat, da hat jemand kein anständiges Budget gehabt für wirklich gute Inhalte. Und ich finde das einfach sehr interessant.

29:19 Gavin Karlmeier

Aber ist das nicht auch, ich finde das auch super interessant, vor allem, und da wir haben ja auch eine, da ist eine Hakendrangigkeit an dem Thema Noch und Nöcher, weil alle sozialen Netzwerke ja gerade dazu übergehen, eigene AI-Gehä Bildgeneratoren irgendwie anzubieten. Also Instagram hat diese Meta-AI, bei TikTok gibt es jetzt diese Möglichkeit, Snapchat bietet das an. Also XAI wird auch früher oder später einen Bildgenerator haben. Und wir erleben das ja gerade, dass du überall eigentlich selber diese Inhalte generieren kannst, völlig ohne Probleme, auch ohne jetzt irgendwie dich mit Mid-Journey auseinanderzusetzen. zu setzen oder mit Dolly oder so. Die Frage, die mich da umtreibt, ist so ein bisschen, ob das nicht auch eine beabsichtigte Promo-Kampagne in die Richtung sein könnte, dass man sagt. . Es muss auch ein bisschen scheiße aussehen. Weil ich hatte durchaus auch schon im beruflichen Zusammenhang Situationen, in der man was KI generiert hat und dann das Gefühl hatte, es ist zu Es klingt zu echt, wir müssen es jetzt verfremden, damit noch identifizierbar ist, dass das künstliche Intelligenz ist

30:18 Gregor Schmalzried

Interesting, ja. Vielleicht, ich meine Nicki Minaj ist jetzt auch bekannt für, ich habe sie ja vorhin kurz zitiert, eher provokante Social Media Kampagnen und Da muss man ja dazu sagen, es ist auch teilweise provokant, einfach nur mit AI-generierten Inhalten aufzufahren. Es gab so ein. Kleinen Skandal letztes Jahr, als eine neue Marvel-Serie einen Vorspann hatte. Secret Invasion war das Die kein Mensch geguckt hat, die war furchtbar. Aber der Vorspann war offensichtlich so in so einem KI-Stil. Also es war wohl eine Agentur dafür verantwortlich, die aber KI-Tools dafür eingesetzt hat. Und wenn man sich damit auskennt, hat man das so ein bisschen gesehen. Und da gab es dann so ein Backlash und zwar nicht unbedingt, weil es billig aussah oder schlecht aussah, sondern vor allem, weil es halt eine moralische Frage dann ist, ob. Es ist okay, solche Tools zu benutzen, weil, und das war auch bei dem Account, der das diesen Chanel Bag-Vergleich gebracht hat, Der Punkt, also der meinte, es ist quasi unmoralisch, wenn man das Geld hat, um richtige Artists zu bezahlen, also richtiges, richtige Promo zu machen, sich einfach mal schnell was ausspucken zu lassen von einem Tool, was ja mit den Werken echter Künstlerinnen und Künstler gefüttert wurde. Also das ist dann da so die Auseinandersetzung. Und vielleicht ist Absicht, klar.

31:42 Gavin Karlmeier

Superspannend. Und wie stehst du dazu, dass diese ganzen sozialen Netzwerke jetzt vollgepumpt werden mit generativen Features?

31:49 Gregor Schmalzried

Also ich bin da wirklich, für mich ist es super schwierig. Ich meine, ich nutze es auch selbst. Das muss ich direkt von Anfang an sagen. In meinem Newsletter Ich habe seit anderthalb Jahren, seit das geht, nutze ich diese Tools, um mir damit Coverbilder zu generieren für meine Newsletter-Posts. Auch einfach, weil es sieht halt toll aus und es sieht deutlich besser aus als das, was ich vorher hatte, weil gerade wenn man über Internet schreibt, das ist ein Problem, was du vielleicht kennst, ist es sehr schwer gute Symbolbilder zu finden. Also die Anzahl von Bildern von irgendwie so einem Smartphone, wo dann jemand groß so die Facebook-App aufmacht oder so oder Bilder von Matrix-mäßigen Zahlen rein und drüber steht groß KI, ich kann diese Bilder nicht mehr sehen. Und da bieten natürlich KI-Generatoren eine tolle Alternative.

32:39 Gavin Karlmeier

Ja genau, also man muss nicht immer, um Hacker darzustellen, muss dann nicht immer jemanden mit einer Kapuze vor den Rechner setzen.

32:44 Gregor Schmalzried

Exakt, genau so ist es. Und also für mich sind diese Tools halt Total spannend, ich nutze die total gern. Ich finde da ein total interessantes, kreatives Outlet. Persönlich fühle ich mich überhaupt nicht schlecht damit, weil ich ja weiß, ich nehme niemandem was weg. Also es ist ja nicht so, als hätte ich vorher einen richtigen Artist beauftragt, um meine Newsletter-Posts, mit denen ich kein Geld verdiene, zu bebildern. Da hat sich sozusagen nichts weggenommen, aber klar, mittelfristig werden da andere Fragen zu beantworten sein. Wir haben das jetzt schon, wenn es zum Beispiel um Sprecherinnen und Sprecher geht, da ist die KI einfach so gut. Irgendwann werden sich Leute die Frage stellen, warum bezahlen wir da eigentlich noch jemanden für, wenn das auch viel schneller und viel billiger geht? Ich ja, also ich glaube nicht, dass es was hilft, einfach nur auf so einer Moral zu beharren. Ich glaube nicht, dass das dafür sorgt, dass das alles wieder weggeht. Ich sag's mal so.

33:38 Gavin Karlmeier

Ja, zumal in Deutschland es ja auch schon Beispiele gibt, bei denen de facto Menschen ersetzt wurden durch KIVs in diesem Springer-Team, Axel Springer, dieses Team des Nachrichtenkurators, dessen Name mir gerade entfallen ist. Weißt du noch, wie das hieß? Update? Ja, genau. Das Update-Team, das ja entlassen wurde, weil gesagt wurde, Teile eurer Arbeit werden dann auch von künstlicher Intelligenz übernommen. Das wird vermutlich eine Rolle spielen. Wahrscheinlich nicht in dem Ausmaß, wie viele befürchten. Aber ich glaube, das wird eine Rolle spielen, oder?

34:11 Gregor Schmalzried

Ja, nee, absolut. Ich glaube, viel von dem, was wir so gesehen haben über das letzte Jahr, war halt. die Experimentierphase. . Es war, guck mal, dieses, diese KI kann eine pinke Stadt malen. Und das war so eine Zeit lang sehr aufregend, aber wir sind jetzt. im nächsten Stadium. . Wir sind jetzt da, wo es tatsächlich darum geht, das in Workflows einzuarbeiten. Und ich glaube, da ist sehr viel mehr möglich, als Leute tatsächlich aktuell noch denken. Und dann sind wir auch ein bisschen weg von diesen Artist fragen, weil am Ende geht es. OpenAI hat dieses Tool nicht entwickelt, um die Medienbranche zu disruptieren. Das kann man direkt von Anfang an sagen, weil die Medienbranche ist winzig im Vergleich zur Tech-Branche. Da ist kaum Geld zu holen. Wo Geld zu holen ist, ist, wenn man mit Morgan Stanley zusammenarbeitet, was OpenAI zum Beispiel tut. Also da Darum geht es. Es geht darum, wie unsere komplette Enterprise-Software-Welt auf den Kopf gestellt wird. Ich glaube, da kommt noch sehr viel. Und ähm Kunst, Artist, Illustratoren, Sprecherinnen, ich glaube schon, dass es eine harte Zeit wird, so in den nächsten paar Jahren.

35:21 Gavin Karlmeier

Könnte ich mir auch vorstellen. Apple hat da derweil angekündigt, wäre eh eine Meldung heute gewesen, dass sie ein 121-köpfiges Team related to AI and Siri heißt es. Wie sagt man, schließen? Entlassen?

35:38 Gregor Schmalzried

Nee, sie rumstrukturieren, oder nicht? Sie haben denen irgendwie gesagt, wenn ihr umziehen wollt in unserer andere. Genau. In unser anderes Quarter, dann dürft ihr das, aber ihr müsst das innerhalb von so zwei Tagen oder irgendwie sowas.

35:49 Gavin Karlmeier

Genau, ansonsten war es das. Das meldet zumindest Mark Gurman, das ist so der Apple-Beobachter. Was zu einer ähnlichen Frage führt. Also führt das dazu, dass Siri jetzt schlechter wird oder dass es womöglich besser wird, weil Menschen durch Dinge ersetzt werden, die viel, viel, viel mehr Verarbeitung in kurzer Zeit leisten können?

36:07 Gregor Schmalzried

Also ich bin sowieso überrascht, dass überhaupt 121 Leute an Siri arbeiten, weil mir hat das noch nie groß geholfen. Wie ist es bei dir?

36:20 Gavin Karlmeier

Also, nee, also ich, ja, genauso. Also Siri steht halt immer noch so auf dem Stand von vor einigen Jahren und ist für das, was es ist, leider völlig hinfällig. Es gab eine Zeit, da konntest du Tweets in Siri reindiktieren, da konntest du sagen, schreibe einen Tweet. Und das war eine ganz wahnsinnig dumme Idee, weil sie auch nur die Hälfte verstanden hat. Das geht auch alles mittlerweile schon gar nicht mehr. Also Siri ist total stiefmütterlich behandelt worden. Gleichzeitig das Alexa-Team. Mir tun alle leid, die das hier übrigens gerade über Lautsprecher hören und so einen Assistenten in der Wohnung stehen haben. Alexa, Spielmusik von Niki Minage. Spiel den Haken dran-Song. Weil auch dort bekannt geworden ist, dass das Team runtergefahren wurde, das Alexa-Team bei Amazon und wie es bei Google aussieht, weiß ich ehrlicherweise nicht, aber. In Sprachassistenten, die so gebaut sind, wie sie früher gebaut wurden, liegt einfach offenbar auch gar nicht mehr so sehr die Zukunft, wenn es eben Chatbots gibt, die deutlich, deutlich, deutlich zuverlässiger, kreativer, cleverer, schlauer antworten können als sie.

37:24 Gregor Schmalzried

Es ist ja auch total spannend, eigentlich, dass weil ich ja ich erinnere mich noch so an diese Zeit damals vor Vor fünf, sechs Jahren, als diese Sprachassistenten kamen und auch Scott Gadaway sich hingestellt hat und gesagt hat: Natürlich, Voice ist die nächste Plattform und all das. Und es wie unglaublich das alles auf die Fresse gefallen ist. Also was da schief gegangen ist, ich glaube, da könnte man mehrere spannende Bücher drüber schreiben. Aber eben auch, also würde mich jetzt, mich persönlich würde es wundern, wenn so eine. Umstrukturierung, wenn so ein Runterfahren von Siri bedeutet, dass Siri an sich weniger eine Rolle spielen wird. Ich glaube, das Gegenteil wird passieren. Ich kann mir gut vorstellen, dass Siri Weil die Marke ist jetzt nicht so kaputt. So ein bisschen das Gesicht der Apple AI Konzepte werden könnte, sollte und auf einmal und dann auf einmal all diese Dinge tun kann, von denen wir schon vor fünf Jahren dachten. Dass das jetzt passiert. Also, wir haben damals diese Series gekriegt und diese Alexas gekriegt und ich dachte an den Star Trek-Computer. Ich dachte, jetzt funktioniert das. Und jetzt sind wir auf einmal an dem Punkt, wo das tatsächlich geht. Also, die. Das Problem, was du hattest, dass Siri dich nicht versteht, das ist gelöst. Die ChatGPT versteht mich hundertprozentig. Versteht auch, wenn man Sachen ein bisschen falsch formuliert, wenn man ein Wort benutzt für etwas. was vorher nicht geklappt hätte. Also ich bin mir sicher, dass wenn du ChatGPT an so ein an so eine Twitter-API anschließen würdest und sagen würdest Twitter oder X, dann würde beides funktionieren, auch wenn nur eins drinsteht. Weil die KI quasi checkt, okay, du meinst. X oder Twitter. Es funktioniert beides. Also diese Art von Technologie ist zum Beispiel eins von denen, wo ich mich echt darauf freue, dass das so in unseren Alltag kommt, weil wir brauchen es.

39:16 Gavin Karlmeier

Es ist wirklich witzig, dass du ausgerechnet heute hier bist. Weil es halt wirklich einige Meldungen aus der Themenwelt KI und AI, was dasselbe ist, aus der Themenwelt KI es hier auf meiner Liste geschafft hat, auf unsere Liste. Und das ist nicht immer so. Aber du weißt ja, dass ich, also vielleicht weißt du das, du hörst ja täglich Haken dran und deswegen weißt du das, Gregor. Selbstverständlich. Dass ich vor allem gesagt habe, wir müssen diesen Podcast weitermachen, weil ich glaube, dass das Jahr 2024 gerade für die sozialen Medien und für alle Internetarbeitenden eine ganz besondere Rolle spielen wird mit der US-Wahl. die vor der Tür steht und die im Wahlkampf vermutlich nochmal eine ganz andere Dimension mit sich bringen wird, gerade was so Mittel der künstlichen Intelligenz angeht, als es noch vor vier Jahren der Fall war. So und jetzt gibt es nämlich die Meldung, über die das Wall Street Journal berichtet Dass OpenAI eine Änderung der Richtlinien im Blog angekündigt hat, die beispielsweise vorschreibt, dass alle Nutzer der AI-Tools von OpenAI, also ChatGPT, Dolly und so weiter, dass sie sich keine Prompts schreiben dürfen, die dazu führen, dass ChatGPT sich als Kandidat oder lokale Regierung ausgibt. Was dazu führt, dass OpenAI-Tools nicht mehr für, und das steht auch in diesem Blog, nicht mehr für Kampagnen- oder Lobbyarbeit verwendet werden darf.

40:45 Gregor Schmalzried

Genau, also diesen Kampagnen-Lobby-Paragrafen, den gab es tatsächlich schon vorher. Sie haben es jetzt nochmal spezifiziert und, glaube ich, auch nochmal groß kommuniziert, dass das einfach was ist, was sie auf dem Schirm haben. Und natürlich auch Vom Timing her, gestern war der Iowa Caucus in den USA, also die Vorwahlen haben angefangen und ja, da, du hast recht, ich glaube, da kommt einiges auf uns zu.

41:09 Gavin Karlmeier

Es ist übrigens auch nicht erlaubt, weiterhin OpenAI-Tools zu verwenden, um von der Stimmabgabe abzuschrecken oder den Wahlprozess als falsch darzustellen. Hatte man da wohl irgendwas Besonderes, Bestimmtes im Hinterkopf, als man diese Richtlinie aufgeschrieben hat?

41:23 Gregor Schmalzried

Ja, was natürlich, ich meine gut, wenn man einen Text schreiben möchte, der einfach nur dazu auffordert, nicht nicht wählen zu gehen oder so. Ich glaube, in dem Moment ist KI gar nicht das Thema Nummer eins. Aber es ist. Es ist sehr schwierig. Also, ich glaube, da steckt total viel drin. Die haben ja jetzt auch angekündigt, dass sie das auch Dali-Bilder in Zukunft so eine Art Wasserzeichen bekommen sollen, dass man sozusagen hinterher zurückverfolgen kann, das ist ein KI-generiertes Bild. Aktuell ist das noch recht easy, würde ich sagen, zumindest bei DALI. Bei Mid-Journey schon nicht mehr. Bei Midjourney ist es. komplett unmöglich, wenn man richtig promptet. Also das sieht einfach komplett echt aus. Bei Dali könnte da theoretisch, technisch zumindest hinkommen. Aber es ist sehr oft dann so für mich auch, ja, selbst wenn sich OpenAI darum kümmert, also selbst wenn es OpenAI hinbekommt, ihre Tools. . . so neu umzubauen, dass es wirklich nicht möglich ist, damit irgendwie Schindluder zu treiben, was Wahlbeeinflussung angeht. Naja, selbst dann. Es gibt Open Source Modelle, es gibt frei verfügbare KI-Modelle, die vielleicht noch nicht so ganz so gut sind wie die von OpenAI, aber. Die ständig besser werden, also die exponentielle Kurve ist da noch ein Stück steiler als bei den kommerziellen Angeboten. Und da ist es unmöglich, irgendwelche Leitplanken einzubauen, weil wenn ich das einfach zu Hause auf meinem Gaming-Rechner laufen lassen kann. Oder auf einem etwas größeren kleinen Server, den ich zu Hause stehen habe. Wer will mich da regulieren? Wer will das kontrollieren? Wer will sicherstellen, dass ich da ein Wasserzeichen drauf mache? Das geht trotzdem.

43:09 Gavin Karlmeier

Ja, ich glaube, man musste andersrum drauf schauen. Also diese Koalition der Unternehmen, die sich zusammengeschlossen haben um diese Content-Credentials in die Bilder einzubrennen. Dazu gehören irgendwie, hier stehen jetzt Microsoft, Amazon, Adobe und Getty. Dazu kommt eben jetzt noch OpenAI. Dann gehört dazu aber auch Leika als Kamerahersteller, die das in der Kamera direkt drin haben. Und dieses Wasserzeichen zeigt halt direkt, von welchem Gerät es aufgenommen wurde. Hat eine Veränderungshistorie drin, zu welchem Zeitpunkt, an welchem Ort und so weiter. Und ich glaube, der Weg wird dazu führen, dass du einfach als JournalistIn früher oder später dich nur noch auf Inhalte verlassen kannst. in denen diese in diese Informationen drinstecken.

43:54 Gregor Schmalzried

Also man muss Echtheit beweisen haben.

43:56 Gavin Karlmeier

Genau, genau, man ändert die Beweislast sozusagen, genau.

43:59 Gregor Schmalzried

Genau, nee, das kann natürlich sein. Also wenn das funktioniert, dann bringt's was. Da würde ich dir zustimmen. Also es ist so die Wenn wir in Zukunft in jedem iPhone-Foto, was wir machen, jedem kleinen Text, den wir schreiben. Wenn da irgendwo hinterlegt ist, dass es nicht KI-generiert ist, sondern echt, dann ist es theoretisch möglich. . Aber natürlich sind da die Grenzen auch. . fließend und das neue Google-Phone kann ja auch, da kannst du ja Leute nehmen und einfach woanders hinstellen im Bild. . Ist das dann eine generierte Fälschung? Also das ist das wird total spannend, wo da die Grenzen liegen.

44:35 Gavin Karlmeier

Ja, ja, das ist dann, dann kommst du immer schon zu der Frage, was ist denn eigentlich noch ein Foto? Eine Diskussion, die glaube ich so in der Kulturwissenschaft seit Jahrhunderten, glaube ich, diskutiert wird, in dem Moment, wo er und zumindest ja seitdem es digitale Fotografie gibt, weil du ja eigentlich alles veränderst, aber auch früher war es ja schon so, dass die Farbe, die Frage deines Ach, wie heißt es denn? Dieses kleinen chemischen Stoffes, das den Film so Aktivierer, heißt das so? Ich kenne mich mit analoger Fotografie. Das ist deine Welt. Die analoge Fotografie leider auch nicht, aber es gibt so einen Stoff, der dazu führt, dass die Farben eben sich in die eine oder in die andere Richtung entwickeln und reagieren. Und allein dieser Entwickler heißt es, glaube ich. Ja Ich glaube, es heißt Entwickler. Allein diese Wahl ja schon zur Veränderung des Fotos führt und ganz viel Interpretation mit sich bringt. Und er sagt, ich möchte eher. Eine kalte Farbauswahl oder eine warme, legst du ja schon selber eine Interpretation mit rein durch diese Entscheidung. .

45:34 Gregor Schmalzried

Ich würde auch noch ein Häkchen oder eher so ein Sternchen dahinter machen. hinter dieses Thema und zwar, ich weiß nicht, wie viel du schon so rumgehangen bist in so Verschwörungstheorie-Telegram-Gruppen. Ja, aber dann weißt du, dass es jetzt nicht so ist, als seien alle Fakes, die da umgehen, technologisch super sophisticated, sondern sehr oft ist es. Hier ist ein Bild von Olaf Scholz und drüber ist ein Zitat, was er nie gesagt hat. Das hat einfach jemand in zwei Minuten in Paint zusammengeschmissen und Leute glauben es trotzdem. Also in gewisser Weise ist so das Problem. Nur so halb die KI und eigentlich eher die Art, wie es kommuniziert wird. Und Leute glauben halt, was sie wollen. Klar wird es nicht einfacher, es wird nicht besser durch diese Tools und da kommt sehr viel auf uns zu. Ich glaube, vor allem im persönlichen, also ich mache mir ehrlich gesagt am meisten Sorgen, was so Enkeltricks angeht und Betrugsfälle und so. Was so die politischen Sachen angeht, ich glaube die Leute, die bisher auf diese Olaf-Scholz-Grafiken raus reingefallen sind, die werden jetzt halt auch reinfallen auf KI-generierte Bilder von Christian Lindner, der einen Bauern mit einer Mistgabel aufspießt. Aber Die, die es nicht tun, werden es hoffentlich weiter auch nicht tun.

46:55 Gavin Karlmeier

Ja, das Problem sind aber, glaube ich, die Mehrheit, die dazwischen liegt. Weil die, die diese Bilder mit irgendwelchen falsch zugeordneten Sätzen glauben wollen. Die wollen das, glaube ich, gar nicht alle glauben, sondern die haben auch ein großes Interesse daran, Zwietracht zu sehen. Und machen das aber, weil sie hoffen, dass es bei Leuten verfängt, die vielleicht nicht so gut informiert sind. Und deswegen meine ich, dass ich mit so einer großen Sorge auf dieses Jahr schaue, weil diese Leute, denen kein Vorwurf zu machen ist, weil nicht jeder muss sich, also ich habe irgendwie ich persönlich, Gavin Karlmeyer, ich habe irgendwie 60 apps oder 70 apps auf einem telephone die mir news pushen so das is aber a persönliches persönliches um Das ist eine persönliche Abhängigkeit, eine Begeisterung für ein Thema, bei dem ich nicht davon ausgehe, dass Leute sie teilen, genauso wie wenn ich dafür begeistert wäre Busfahrpläne zu sammeln, was auch gibt und auch legitim ist. Und die kennen sich natürlich besser mit Busfahrplänen aus als ich. Und wenn ich dann irgendwie an der Haltestelle stehe und 30 Minuten warten muss, dann sagen die auch nicht, guck mal, der Idiot, der weiß nicht, wann der Bus kommt. Und so ist es, glaube ich, mit diesem Nachrichteninteresse am Ende auch. Und wenn mir aber jemand einen gefälschten Busfahrplan hinhält, würde ich das nicht so gut erkennen wie jemand, der. eben so eine Fahrplanbegeisterung hat und erkennt, naja, das ist ja gar nicht möglich, weil zehn Minuten vorher treffen sich die Busse erst alle an der Stadtmitte. Weißt du, worauf ich hinaus möchte? Oder hinkt mein Bild schon so sehr?

48:18 Gregor Schmalzried

Das Bild ist so gut, ich will da jetzt gar nicht noch groß das auseinandernehmen. Das Busbild. Nee, ich glaube, du hast recht.

48:27 Gavin Karlmeier

So stimmt schon. Und diese Leute halt eben, also das ist Bauanfängerei und damit meine ich jetzt eben nicht Landwirte, sondern So Leute, die eben nicht so versiert sind im Umgang mit Nachrichten. Und auch das ist legitim, dass es die gibt. Ich will nur irgendwie einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass man die schützt. Ich weiß noch nicht so genau, wie ich das leisten soll.

48:44 Gregor Schmalzried

Ich glaube, das ist eher so der Punkt für mich. Also es ist einfach sehr schwer, dieser schützende Faktor zu sein. Ich meine, ich. Arbeitet auch für den Bayerischen Rundfunk und für die ARD und so. . . Und das bedeutet, da ist natürlich die journalistische Aufgabe, Leute darüber zu informieren, dass Zitate eben nicht korrekt sind und dass Dinge nicht wirklich so sind, aber Wir können am Ende eben auch nur die Leute erreichen, die wir erreichen. Und nicht Leute, die wir nicht erreichen. Also ich glaube schon, dass es dieses Jahr zumindest, dass wir noch nicht an dem Punkt sein werden, dass Massenhaft Journalistinnen und Journalisten Schwierigkeiten haben werden, Fake-Bilder von echten Bildern zu unterscheiden. Sondern da wird es vermutlich meistens noch Möglichkeiten geben. Das Problem liegt dann quasi in der breiten Masse. Was passiert, wenn diese Bilder in den Telegram-Chats landen und so weiter und sich da verbreiten? Da sind wir ziemlich aufgeschmissen und am Ende aber einfach an dem gleichen Punkt, wo wir mit Text eh schon sind. Also wir sind es gewöhnt, dass man mit Text lügen kann. Das sind wir eigentlich seit dem Buchdruck. Und Wir haben ein bisschen gebraucht, um damit umzugehen, aber ich glaube nicht, dass wir durch die Gegend laufen und existenzielle Ängste haben, weil man mit Text lügen kann. Jetzt kann man halt mit Bildern lügen.

50:00 Gavin Karlmeier

So ist es. Gregor, ich hätte gerne mit dir noch so viel besprochen. Ich habe auch noch ein paar ganz viele Themen, die ich jetzt alle schieben muss, weil leider die Zeit rum ist. Also ich muss leider. Leider gleich weiter. Wir haben uns ein bisschen in dem Thema verloren. Ich hoffe, das ist legitim, wenn ich uns hier absäge

50:16 Gregor Schmalzried

Ja, es sind ja auch nicht die leichtesten Themen.

50:19 Gavin Karlmeier

So ist es.

50:19 Gregor Schmalzried

Also ich bin ja froh, dass wir ein bisschen Zeit hatten dafür.

50:21 Gavin Karlmeier

Ja, es war mir auf jeden Fall ein großer Spaß. Vielen Dank, dass du da warst. Ich hoffe, du kommst nochmal wieder. Ich habe auch das Gefühl, wir haben dieses Jahr nochmal ein bisschen was zu besprechen miteinander. Und hier geht es dann am Freitag weiter und dann reichen wir die Dinge nach, die noch übrig geblieben sind von heute. Also nicht wir jetzt, aber ich und Thorstenbeeg, der wird dann nämlich dabei sein.

50:40 Gregor Schmalzried

Vielen Dank fürs Einladen, war sehr gern dabei.

50:43 Gavin Karlmeier

Vielen, vielen Dank und an alle, die das bisher gehört haben und sich denken, man, das ist ja geil, warum mache ich nicht viel mehr für und mit Haken dran? Das könnt ihr tun. Die ganze Community trifft sich im Discord, das kostet gar nichts. könnt ihr besuchen auf hakendran. org und da gibt es auch die Möglichkeit, wenn ihr sagt, hä, wieso kostet das gar nichts, das ist ja ungerecht, daran etwas zu ändern und Hakendran auch finanziell zu unterstützen. Und da gibt es dann die tiefste Dankbarkeit, die ich aufbringen kann für Also vielen, vielen Dank dir und vielen Dank alle und bis Freitag.