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Folge 238 · 26. Januar 2024 · 1:15 Std.

Neues von der Zentimetaebene

mit Nicole Diekmann

Was haben Renate Künast, das Analyseunternehmen Bright Data und das Oversight Board gemeinsam? Sie alle haben sich mit Meta angelegt und Recht bekommen. Wir gehen also heute in die juristische Tiefsee, haben aber leider das Atemgerät called Jurastudium vergessen.

Und wem das als Teaser noch nicht reicht: Bei Apple friert die Hölle zu – und wir sind live dabei!

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Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Nicole.

00:07 Nicole Diekmann

Hallo Gavin

00:10 Gavin Karlmeier

Ich habe mir ja angewöhnt, unsere Gäste immer an dieser Stelle hier so vorzustellen. Und wenn ich dich heute vorstellen müsste, würde ich sagen, man kennt dich aus der U-Bahn.

00:21 Nicole Diekmann

Oh, hast du mich am Bahnhof hergesehen?

00:23 Gavin Karlmeier

Ja, wie konnte ich das denn übersehen?

00:25 Nicole Diekmann

Ich habe es selber noch gar nicht gesehen, ehrlich gesagt.

00:29 Gavin Karlmeier

Also, ich muss kurz eine Markus Lanz-Frage zum Start stellen. Wie fühlt sich das an? Wenn Leute sagen, ich kenne dich aus der U-Bahn.

00:37 Nicole Diekmann

Ja, das ist gar nicht mehr der Moment, sondern der Moment ist, wenn deine Redaktion. In dem Fall ist es T Online, bei denen ich ja Kolumnistin bin, anruft und sagt, du pass auf, wir haben ein Fotoshooting. . Und dann fragst du warum und dann sagen die. Ja, weil wir also an so und so vielen Bahnhöfen und Bushaltestellen in Deutschland dann ein Bild von dir und anderen Kolumnistinnen und Kolumnisten aufhängen wollen. Und da bin ich tatsächlich so zehn Tage Schwanger mitgegangen, wie man so schön sagt. Total beknackte Formulierung irgendwie, na, zehn Tage wäre schön. Naja, und dann hatte ich so. Die großen Probleme für mich gelöst. Ich habe nämlich einen großen Vorteil. Das geht mir schon mein ganzes Leben so. Ich werde nie wiedererkannt. Das ist tatsächlich so. Das habe ich auch schon mal irgendwo anders, glaube ich, erzählt. Ich bin mit meiner Freundin Larissa, mit Lari, jahrelang haben wir zusammen gewohnt, studiert und so weiter. Wir sind auch zusammen aufgewachsen. Das heißt, wir sind. ganz viel im Doppelpack aufgelaufen. Und Lari war die Forscherin von uns beiden, die ist dann immer gleich vor, ich so ein bisschen im Kielwasser. Und dann, wenn wir dann zum zweiten Mal dieselben Leute wieder getroffen haben, gingen die immer auf Lari zu und sagten, hey Lari, wie schön dich wiederzusehen und streckten mir die Hand entgegen und sagten, hier, ich bin der Micha. Und ich stand dann da und sagte, aber ich war doch beim letzten Mal auch dabei. Wir haben doch auch schon miteinander gesprochen. Und Lari hat dann als. Wie sich das gehört, gute Freundin mir irgendwann gesagt, dass das eigentlich voll super ist und dass ich beim BND anfangen kann mit dieser Hiding in Blain Side heißt es, ne? So, mit dieser Superpower. Und Ähm, jetzt kommt bei diesen Plakaten noch was hinzu, denn meine größte Angst ist wirklich erkannt zu werden. Ich finde nichts schlimmer als die Kontrolle darüber zu verlieren, wer einem entgegenkommt und weiß, wer man ist und wer nicht. Ich finde es ganz schlimm. Und ich bin privat nicht geschminkt. Und ich kann sagen, ich bin auf diese Fotos nicht nur geschminkt, sondern da ist auch nochmal der Photoshopper drüber gelaufen. Und deswegen bin ich da fein mit. Achso, also es fühlt sich surreal an, aber es ist okay.

02:54 Gavin Karlmeier

Ich habe wirklich zwei ergänzende Anekdoten dazu. Die eine ist, ich habe früher ja mal eine Zeit lang bei bei Watson gearbeitet. Eine Zeit meint genau sechs Monate, nämlich Länge einer Probezeit. Und Watson war sozusagen die junge Redaktion. Wahrscheinlich immer noch im Haus T online. Genau, ist er noch diese Out-of-Home-Video-Präsenzen, die habe ich damals bestückt. Das heißt, ich habe damals da Inhalte draufgeschmissen in diese ganzen Bahnhöfe. Und ich kann sagen, selbst wenn da nicht das eigene Gesicht drauf ist, man fühlt sich dieser Reichweite, auch wenn, also im Internet habe ich ja eine potenziell viel größere Reichweite. was poste, dann kann das theoretisch viel mehr Leute erreichen und trotzdem hat man da eine ganze andere, man liest nochmal anders über die Kommata und Punktfehler drüber. So, das ist schon, also ich verstehe schon, dass das irgendwie einen Ehrfürchtig macht, wenn man davon ausgeht, okay, jetzt gleich sehen, dass alle Leute, die auf dem Zug warten

03:53 Nicole Diekmann

Es gibt eine, oder gab es, es ist schon lange her, da habe ich noch in Hamburg gewohnt, also es muss 20 Jahre her sein. Da gab es an der Autobahnausfahrt gab es einen, das müsste die A2 sein, gab es ein Windrad. Das hat irgendeine Uni ausgestattet mit einem Display. Und man konnte auf einer Website dann Text eintippen und dann erschien dieser Text auf dem Display. Und wir reden jetzt nicht von 1970, so alt bin ich nur auch wieder nicht. Als ich das gemacht habe, also da gab es auch schon dieses Interweb und das habe ich da auch schon bedient und habe da auch schon für gearbeitet bei tagesschau. de. Und trotzdem haben eine Freundin und ich von meiner Hamburger Wohnung aus tatsächlich immer ganz viele Nachrichten da reingetippt Und dann sind wir mit dem Auto auf die A2 gefahren und haben geguckt, ob unser Texter erscheint. Total Gaga, auch unter ökologischen Aspekten, und waren ganz aufgeregt tatsächlich als

04:53 Gavin Karlmeier

Aber das ist ja ein bisschen wie so Twitter Walls auf Veranstaltungen. Früher, als Twitter noch ein Ding war, als wir diesen Podcast den nicht brauchten, da gab es auf Veranstaltungen immer Twitter Walls und ich war immer der Lustige, der so der sich da so wirklich sehr ich habe immer ein bisschen zu viel Energie da reingelichtet, was auf diese Twitterwall zu schmeißen.

05:11 Nicole Diekmann

Ja, gut, hast du Glück gehabt, dass ich nicht dabei war?

05:13 Gavin Karlmeier

Wir hätten das Ding wahrscheinlich kaputt getext. Und ich habe noch eine zweite Ergänzung an. Anekdote versprochen. Ich wurde mal von, also ich habe ja mal, also ich war mal eingeschrieben an einer Uni.

05:26 Nicole Diekmann

Was du alles schon gemacht hast, Gevin.

05:27 Gavin Karlmeier

Ich habe nicht zu Ende studiert. Aber während dieser Zeit. Und dann steigen wir aber auch ein. Während dieser Zeit hat mich das Magazin dieser Universität porträtiert und nicht nur mich, sondern drei Leute. Und da kam nämlich genau das Gleiche. Also die Frage war erst, hey, dürfen wir dich mal interviewen, weil es ging um so Leute, die das Studium alternativ absolvieren, war so die Ansage. Also ich habe das halt. Ich habe halt das Studium nur genutzt, um Vollzeit Campusradio zu machen damals. Und die Anfrage war halt, hey, wir porträtieren halt Leute, die so anders da drauf gucken und einen anderen Zugang zum Studium gefunden haben und so. Und dann haben die mich halt interviewt und auch zwei weitere Leute interviewt. Und dann haben die aber zu mir auch gesagt, wir bringen aber auch einen Fotografen mit. Oder dürfen wir Fotos von dem machen. So war es war. Es war der gleiche Mensch, der die Fotos gemacht hat und das Interview geführt, der übrigens heute auch in der Medienbranche aktiv ist. Vielleicht hört er uns, liebe Grüße. Ich weiß nicht, ob ich seinen Namen nennen darf. Aber ich dachte dann. Hey, das war nett, dann machen die Fotos von mir und so. Und dann kam halt so raus, ja wir würden dein Foto auch ein bisschen prominenter platzieren. Ich so, ja, okay. Naja, und dann kam diese Zeitschrift raus und ich war auf dem Cover mit meinem Porträtfoto. Und nicht so ein In-Action-Bild, sondern direkt in die Kamera geguckt. Und dieses Bild lag halt überall in der Universität. Und das war aber genau zu dem Schwellenpunkt, wo ich die Uni verlassen habe. Und ich habe tagelang, wochenlang Nachrichten gekriegt von irgendwelchen Leuten mit diesem Bild von mir drauf. Und die Unterschrift war immer nur, das bist du. Was ja auf alle Menschen außer auf mich nicht zutrifft. Aber naja. Und man kann dieses Porträt aber noch finden. Das war wirklich, wirklich ein schöner Text von der Akut an der Universität Bonn. Mit dem Text, mit der Überschrift Wir wuppen das schon. Das war der Titel. Das war ein netter Text, ich glaube, der ist noch irgendwo online. Und hast du für dich ein Exemplar davon aufgehoben?

07:21 Nicole Diekmann

Hast du für dich ein Exemplar davon aufgeführt? Ja. Und deine Mama und dein Papa und Oma und alle?

07:28 Gavin Karlmeier

Ja. Ja, ja, klar. Schön eingepackt zu Weihnachten unter den Baum. Die verschenke ich heute noch als Überraschung.

07:36 Nicole Diekmann

Du, es kommt auch nicht außer Mode. Vielleicht fotografiere ich mal mich an so einer Bushaltestelle und schenke das an meinem Vater.

07:45 Gavin Karlmeier

Vor allem das Ding ist auch noch, dass dieses Bild, das da gemacht wurde, jahrelang weiter, also es war jahrelang mein Bild für alles, weil es wirklich ein okayes Bild ist. Naja, liebe Grüße. Ich will mit dir ganz besonders einsteigen. Und zwar habe ich ja in der letzten Episode hier ein neues soziales Netzwerk vorgestellt. NayMe war das. Ein Netzwerk, bei dem man sich definieren konnte über die. Domains, an denen man die Eigentumsrechte besitzt. Vielleicht hast du es mitbekommen. So, jetzt wurde mir zugetragen. Ich weiß gar nicht, wo ich es aufgeschrieben habe. Wahrscheinlich aus dem Discord. Noch ein weiteres neu soziales Netzwerk mit dem Gun D'Aft. Und das ist the Anti-Social Social Network for Minimalists, weil du kannst dort nur veröffentlichen, indem du eine E-Mail an eine E-Mail-Adresse schickst, die extra generiert wird für dich, wenn du dich dort anmeldest. Also du hast eine geheime E-Mail-Adresse, die nur du siehst. Und das Einzige, was in dem Netzwerk dann verwendet wird, ist die Betreffzeile. Das heißt, du bist limitiert dadurch, was du in die Betreffzeile eine E-Mail schreiben kannst

08:50 Nicole Diekmann

Du hörst mich begeistert.

08:53 Gavin Karlmeier

Ich merke schon, diese Emotionen, äh, oh, die Emotionen quillen über.

08:59 Nicole Diekmann

Ja, sie sind bis zu dir in Form eines Geräuschs, das einer Glucke ähnelt, gelangt. So stark sind sie.

09:06 Gavin Karlmeier

Ja, das ist ja meine Emotionenwahnmelder.

09:11 Nicole Diekmann

Achso, ja, siehst du, der hat voll ausgeschlagen. Ganz Westdeutschland ist wach, sofern es schon eingeschlafen war. Also alle unter zehn. Ich schalte leider innerlich schon ab bei neues soziales Netzwerk. Es reicht. Ich habe einen Kanal voll, was neue Netzwerke angeht.

09:28 Gavin Karlmeier

Ist der Registrierungsprozess im Internet für dich abgeschlossen?

09:32 Nicole Diekmann

Ja, mehr als das.

09:36 Gavin Karlmeier

Na gut, dann möchte ich mit dir über ein Netzwerk sprechen, das du benutzt. Und bei dem du eine Meldung bekommst, ich würde es zumindest mal kurz hier so reinschmeißen. Weil wir da auch in der letzten Folge schon drüber gesprochen haben und auch darüber, dass es ja eigentlich nur ein Bug war, aber ich würde gerne deine Einschätzung mal mitnehmen, weil das eben, weil ich auch deinen Screenshot benutzt habe hier als. Als Exempel. Du hast eine Push-Nachricht von Instagram bekommen mit den Worten, es ist unwahrscheinlicher, dass Leute deinen Post sehen. Was war da los für dich?

10:06 Nicole Diekmann

Also da ich das für zwei Posts bekommen habe, und zwar für ein Real und für einen Post mit den Worten, das war ein historisches Wochenende. Was ich auf diese vielen Demos für Demokratie und gegen Rechtsextremismus bezogen hatte. Und ich in dem Reel auch darüber gesprochen hatte, dachte ich, okay, Mustererkennung springt an. Und irgendjemand hatte mir das dann auch schon als Theorie in meine Story, glaube ich, reingeschoben. Oh, Sekunde.

10:41 Gavin Karlmeier

Ich weiß nicht.

10:42 Nicole Diekmann

Ich mache hier mal, nee, du weißt, das wäre es auch nach. Was ist denn hier los? So, machen wir das mal aus. Entschuldigung.

10:48 Gavin Karlmeier

Nö, das. Bleibt alles drin. Scheiße wird ja nicht geschnitten.

10:55 Nicole Diekmann

Wo war ich?

10:56 Gavin Karlmeier

Also, du wurdest darauf hingewiesen, dass. So, genau.

10:59 Nicole Diekmann

Genau, jemand schrieb, ja, das passiert vielen, das scheint Leute zu treffen, die jetzt. Von diesen Demos berichten und sich gegen Rechtsextremismus stellen, da hat bestimmt jemand zu viel gemeldet. Und dann schrieb mir aber Schrieben mir noch zwei, drei andere Leute mit großer Reichweite, die aber total Unpolitisches gepostet hatten. Ich kürze das mal ab. Ich weiß bis heute nicht, was es war. Also jedenfalls weiß ich es nicht direkt von Instagram. Und das finde ich total interessant, beziehungsweise von Mieter. Ich zumindest habe nirgendwo eine offizielle Erklärung, zumindest auf der Plattform, auf der es passiert ist, gefunden. Und habe auch tatsächlich überlegt. Ja, gut, also wäre das jetzt das alte Twitter, dann würde ich halt Twitter verlinken und nachfragen, was ist denn eigentlich los? Twitter Deutschland oder wen auch immer. Was macht man denn auf Instagram? Also Nehmen wir mal an, es war nur ein Bug. Ich gehe davon aus, dass es nur ein Bug war. Dann zeigt es aber auch nochmal, wie krass. anfällig wir dafür sind mit unseren Inhalten. Wir sind einfach komplett einer Plattform ausgeliefert. Wenn es kein Bug war, ist es noch schlimmer. Das ist eine messerscharfe Analyse, oder?

12:16 Gavin Karlmeier

Also es gibt ja immerhin jetzt dieses Statement einer Instagram-Mitarbeiterin, die gesagt hat, es handelt sich dabei tatsächlich um einen Fehler. Ähm und ich war aber ich be mir hat das nicht ganz gereicht, diese Erklärung, weil das ja bedeutet, dass entweder an der Meldefunktion beispielsweise oder an der Inhaltserkennungsfunktion oder woran auch immer gerade gearbeitet wird und so ein Prozess versehentlich ausgelöst wurde, bedeutet ja, dass man eben genau daran rumgedoktert hat. Und dass es diese Texte eben gibt, die du gesehen hast, die wir aber alle vorher noch nie gesehen haben. Also ich kannte diese Bruschnach zum Beispiel gar nicht. Das zeigt ja, dass offenbar das vielleicht ein Bug war, dass das gerade jetzt so und bei so vielen Leuten getriggert wurde, aber dass der Mechanismus, der dahinter steht, dass der ja offenbar existiert Und dementsprechend war ich nicht ganz befriedet mit dieser kurzen Erklärung.

13:11 Nicole Diekmann

Zumal Ich auch weiß, also ich muss dazu sagen, ich habe Instagram wirklich so richtig erst vor drei, vier Monaten für mich als aktive Userin entdeckt. Ich habe vorher nie so viel gepostet. Das ist auch pure Verzweiflung, die mich von X rübergetrieben hat in die Arme. Von Meta, aber da, also. Wie bescheuert das ist, darüber habe ich mich ja in unserer letzten Folge schon hinlänglich ausgelassen. Das muss ich jetzt nicht nochmal tun. Aber ähm Interessant ist ja, also ich habe diese Meldung gesehen und dachte, was? Wegen sowas? Da habe ich hier schon ganz andere Inhalte gesehen und gemeldet. Und da ist gar nichts passiert. Also, ne? Normalerweise finde ich, ist Instagram nach meinem bisher noch nicht so langen Eindruck jetzt auch nicht so wahnsinnig schnell dahinter, wenn jemand was wirklich Anstößiges, in welcher Richtung auch immer postet.

14:08 Gavin Karlmeier

Und das ist quasi die perfekte Überleitung in unser nächstes Thema. Denn es geht um Renate Kühnerst, die hatte einen Gerichtsprozess geführt gegen Meta. Und eigentlich hat er sie schon recht bekommen. Es geht nämlich darum, dass ihr ein falsches Zitat untergejubelt wurde auf einer Grafik oder wie hier in dem in dem Spiegel Online-Text gesprochen wird, ich glaube Spiegel Online ist es oder Tagesschau, wie hier genannt wird, ein Meme, ein sogenanntes Meme. Und also genau das war der Fall. Also es gab ein Bild von Renate Kühners. Mein Zitat, das sie nicht so gesagt hat. Und diese Kombination, dagegen ist sie nämlich gerichtlich vorgegangen, das wollte sie so nicht mehr auf dem Netzwerk sehen und hat recht bekommen. Das Gericht hat geurteilt, dass das dass der Konzern dazu verantwortlich gemacht werden darf, dass diese Inhalte online stehen und deswegen auch in der Verantwortung steht, sie offline zu nehmen und auch alle Inhalte, die so ähnlich aussehen. Also die Formulierung ist. Auch Varianten dieses Memes mit sehr ähnlichem Inhalt müsse das Netzwerk ohne erneuten Hinweis auf die jeweilige Internetadresse löschen. So und ähm, und das finde ich tatsächlich krass. Also Meta hat versucht Berufung einzulegen, hat aber dort kein Recht bekommen mit dieser Berufung. Sondern das Oberlandesgericht hat nun entschieden, wir teilen im Wesentlichen die Auffassung des Landgerichts. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Ich bin jetzt kein Unwalt, aber vermutlich könnte Meta damit jetzt nochmal vor die nächste Instanz ziehen. Trotzdem ist das Urteil, wie ich finde, ja eindeutig. dass hier der Konzern, der diese ganzen sozialen Netzwerke für uns zur Verfügung stellt, eben gleichzeitig auch in der Verantwortung steht, uns und unsere Inhalte dort zu schützen. Und darauf aufzupassen, dass wir dort eben nicht beispielsweise hier verleumdet werden. Und im Fall einer Verleumdung muss das Netzwerk reagieren. Soweit sind wir alle schon. Daten DSGVO-Richtlinien und was weiß ich, was du nicht alles für Gesetzesgrundlagen hast, die dazu führen. Dass wir eben nicht einfach von anderen Leuten dort, naja, beleidigt werden können oder dass sich jemand als uns ausgeben darf oder was da eben alles hintersteckt, sondern eben auch, und das finde ich eigentlich daran das Interessanteste eben auch alle ähnlichen Inhalte nachhalten, bearbeiten und löschen muss. Und da gibt es jetzt eine ganz klare Rechtsprechung in Deutschland zu, die eigentlich auch nicht anders verstanden werden kann.

16:24 Nicole Diekmann

Da bin ich mal gespannt, weil ich nämlich genau oder fast genau in einer identischen Angelegenheit gerade vertreten durch HateAid Twitter verklagt habe, beziehungsweise es Ich glaube, nächste Woche ist der nächste Termin vor Gericht. Ich bin da selber nie bei. Twitter löscht nämlich Tweets nicht, die sich gegen mich richten, obwohl die schon von Gerichten als strafbar eingestuft worden sind. Also da haben tatsächlich schon Entscheidungen stattgefunden, nach denen ganz klar ist, es handelt sich um Gesetzesverstöße, diese Tweets. Und Twitter versteht aber anscheinend nicht oder will nicht verstehen, warum man die dann auch löschen sollte.

17:09 Gavin Karlmeier

Das ist so aufregend. Ich bin so gespannt, wie das ausgeht, weil das ja, äh, also jetzt mal abgesehen davon, dass es dazu führt, dass Twitter sich irgendwie verhalten muss, also Ex. sich in Deutschland irgendwie verhalten muss, was ja also längst an der Zeit ist, weil wir das Gefühl haben, ey, da muss jetzt mal was passieren, weil wir gar nichts mehr mitkriegen davon, ist das ja in der Tat ein ähnlich gelagerter Fall. Und wenn da das Gericht ähnlich entscheidet, dann ist die Rechtslage, also Auch da, ich bin kein Anwalt, aber wenn mehrere Gerichte in ähnlichen Fällen gleich entscheiden, ist die Rechtslage für mich ehrlicherweise dann irgendwann auch klar. Also dann, ich weiß nicht, wann man da noch von Einzelfällen spricht oder ob man das, jetzt kommt ein Wort, das ich auch nur, ich habe mein Studium nicht abgeschlossen, es tut mir leid, aber ab wann man dann von Präzedenzfällen spricht, also Fälle, die sozusagen eine Vorbildfunktion haben können.

17:59 Nicole Diekmann

Da bin ich ehrlich gesagt total überfragt. Ich möchte an dieser Stelle nochmal sagen, ich kenne sehr viele Leute, die ein Studium abgeschlossen haben, Gewinn, aber niemand von denen war auf dem Cover einer Zeitschrift der Uni. So. Also das muss man, ich finde. Du machst dich da zu klein. Warum machst du das, Gabby? Warum tust du das? Zurück zu Twitter und so weiter.

18:19 Gavin Karlmeier

Aber dafür habe ich ein Abi.

18:22 Nicole Diekmann

Guck mal. Guck mal, das überrascht jetzt bestimmt ganz viele positiv. Du, lass uns doch einfach nochmal sprechen, wenn die Entscheidung in meiner Sache da ist und dann sprechen wir nochmal Ein halbes Jahr später, selbst wenn die dann zu Ungunsten von X ausgefallen ist, ob die Tweets noch da sind und dann unterhalten wir uns nochmal über ganz grundsätzliche Dinge.

18:48 Gavin Karlmeier

Da nehme ich dich beim Wort, da werde ich drauf zurückkommen. Wir bleiben kurz bei Meta, denn auch hier geht es um Inhaltsmoderation. Wir haben letzte Woche oder Vor einigen Tagen, über das Meta Oversight Board schon einmal gesprochen. Also das Gremium, das Meta eingerichtet hat, das unabhängig arbeitet und Entscheidungen im Fall von inhaltlicher Moderation. durch die Plattform revidieren darf. Also sozusagen eine Instanz, die mächtiger ist als die eigentliche Contentmoderation von Meta. So, und ich möchte einen Text von Anne Gadget in Teilen zitieren, damit wir ein Gefühl dafür kriegen, was da passiert ist. Denn es gab einen Beitrag, in dem der Holocaust geleugnet wurde. auf Instagram, der sollte gelöscht werden, wurde gemeldet und das ist nicht passiert. Und der Nutzer, der das gemeldet hat, hat daraufhin einen Einspruch eingelegt gegen diese Entscheidung. Und dieser Einspruch wurde automatisiert abgelehnt von einer vermutlich künstlichen Intelligenz, na jedenfalls von einem automatisierten Verfahren, das diesen Einspruch als nicht rechtmäßig angesehen hat. Und das Overboard Sideboard von Meta hat jetzt genau über diesen Prozess Bedenken geäußert und eine Entscheidung des Unternehmens aufgehoben, diesen Beitrag online zu lassen. Das heißt, der Beitrag ist jetzt weg. Hier steht nochmal, die Leutnungsholocaust gilt nach den Richtlinien von Meta als Hassrede. Aha, na klar. Aber. Viel spannender ist eben, dass hier die grundsätzliche Entscheidung des Oversight-Board Boards getroffen wurde, zu sagen, Meta müsse jetzt technische Schritte unternehmen, um sicherzustellen. das systematisch und ausreichend gemessen wird, wie genau sie bei der Durchsetzung von Holocaust-Leugnungsinhalten tatsächlich arbeitet. Und das Gremium fordert Meta außerdem auf, öffentlich zu bestätigen, ob alle Automatisierungsrichtlinien, die während des Ausbruchs der Covid-19-Pandemie eingeführt wurden, auch wieder eingestellt hat. Also es geht darum, dass diese automatisierten Inhaltsüberprüfungsverfahren ausgerollt wurden, weil die Arbeitsbelastungen der menschlichen Prüfer während der Pandemie nicht mehr zu stemmen waren. Und das Oversight Board sagt ja ja schon und gut, aber die Pandemie ist vorbei oder zumindest die mit der Pandemie um einhergegangene Desinformationsschlacht ist nicht mehr so stark, wie sie Anfang 2020 noch war. Also entfällt am Ende auch die Legitimation für diese automatisierten Inhaltsverfahren. Finde ich hochinteressant, weil das Oversight-Board hier wirklich jetzt. . mit einer relativ hohen Schlagzahl wöchentlich immer wieder aufmerksam macht auf Themen, die wir vermutlich sonst so nicht mitbekommen hätten.

21:30 Nicole Diekmann

Ich finde das auf mehreren Ebenen total interessant, denn das Thema Holocaust-Leugnung ist ja eigentlich das, was Mark Zuckerberg so als. Den Beweis seiner Läuterung vor sich herträgt, denn Holocaust Leugnung war ja lange auf Facebook Facebook und später dann eben auch auf den Plattformen, die dazu kamen, erlaubt. Und Zuckerberg hat sich immer wieder Kritik ausgesetzt gesehen, massiver Kritik dafür und hat aber lange auf die Redefreiheit rekurriert. Er hat immer wieder gesagt, er findet das auch schwierig, er selber als Jude findet das höchst abstoßend, aber die Redefreiheit Stehe für ihn über alles. Das ist ja lange Zeit auch eines der grundsätzlichen Erklärungsmuster gewesen. von Zuckerberg und anderen bei Facebook, bei Meta dann später, dafür, dass da passierte, was passierte. So, ne, um auch diesen Moderationsaufwand möglichst klein zu halten, würde ich jetzt mal unterstellen. Und dann kam die Kehrtwende. Dann muss es wohl so einen Schlüssel-Moment gegeben haben, in dem Zuckerberg davon überzeugt worden ist, dass der weltweit seit Jahren ja wachsende Antisemitismus auch damit zusammenhängt, dass solche Phänomene auf seinen Plattformen möglich sind, wie eben die Leugnung des Holocaust. Und jetzt sehen wir, okay, es scheint weiterhin möglich zu sein, weil es durchrutscht, vermutlich. Das ist das eine. Das nächste ist natürlich nochmal ganz interessant, sich vor Augen zu führen: künstliche Intelligenz hin oder her, aber die versagt ja anscheinend schon. In einem solchen Fall. Und wir haben es hier nicht mit diesen Phänomenen zu tun wie Ironie, Kontext und so weiter. Das ist ja immer das Argument zu sagen, KI kann aber nicht alles, weil eben Kontextualisierung erfasst werden muss und Ironie verstehen Maschinen eben auch nicht. Da scheint es ja auch nicht drum zu gehen. Und das dritte, was ich ganz interessant fand, gerade als ich die zugehört habe, ist Also wir verdanken jetzt quasi den Querdenkern, dass die Holocaust-Leugnung anscheinend wieder in höherem Maße. . möglich ist auf den Metaplattformen, weil die so einen Quatsch ins Netz gespült haben während Corona. Also diejenigen, die die Pandemie geleugnet haben, die haben denen jetzt Tür und Tor geöffnet, die den Holocaust leugnen.

23:58 Gavin Karlmeier

Das ist auch eine große Ironie der Geschichte.

24:01 Nicole Diekmann

Mich würde dann noch interessieren, aber die Frage ist, wie findet man das raus, wie begeistert ist denn Face? Facebook oder Meta eigentlich jetzt davon, dass dieses Board, das sie sich mal geschaffen haben, tatsächlich auch seine Aufgaben, seinen Aufgaben nachkommt. Ich hatte das immer eher als so ein Feigenblatt verstanden. Und jetzt haben sie den Salat.

24:22 Gavin Karlmeier

Sehr schöne Schlussfolgerungen. Also ich könnte mir schon vorstellen, dass Meta, und das ist aber ja eine Beobachtung, die wir so seit einem Jahr, glaube ich, haben. Dass sie tatsächlich schon stark daran arbeiten, zumindest nicht mehr als der, naja, zumindest nicht als die Instanz zu gelten, die für die Radikalisierung Tür und Tor öffnet.

24:44 Nicole Diekmann

Ja, daran arbeitet Elon Musk auch sehr hart. Das Meter so nicht mehr erscheint. Das hören wir gerade an, genau.

24:50 Gavin Karlmeier

Weil jetzt ist es sehr einfach, das alles auf Ex und Maske zu schieben. Und deswegen, vielleicht nimmt man das alles gerade mal in einem Abwasch mit und freut sich, dass das Oversight-Board da mal so Ich fand noch einen weiteren Punkt ganz interessant und zwar den Punkt, an dem diese automatisierte Moderation gegriffen hat. Das war ja nicht der Punkt der. . Content-Moderation, da waren wir ja schon, also da wurde ja schon einmal offenbar automatisiert gesagt, nö, das lassen wir drin, sondern der Punkt, als der Einspruch erhoben wurde. . Jetzt kenne ich nicht jeden Wortlaut von Meta auswendig, aber wenn ich mich recht entsinne, dann ist doch die Formulierung bei diesen Einsprüchen, und das weißt du Du wahrscheinlich deutlich besser als ich, dass dieser Einspruch ganz gezielt eine händische weitere Überprüfung auslöst. Und ich bin überrascht, dass das offenbar wirklich nicht der Fall war, sondern dass das dann wieder in eine weitere automatisierte Schleife ging. Was für mich ehrlicherweise ein ziemliches No-Go ist, weil das also offenbar eine klare Lüge ist an dem Punkt.

25:45 Nicole Diekmann

Das muss man so sagen, das muss man so benennen, das stimmt, ja.

25:49 Gavin Karlmeier

Gut, dann sind wir uns wenigstens einig.

25:53 Nicole Diekmann

Ja, mehr können wir aus der Geschichte nicht an gutem rausholen, fürchte ich.

25:57 Gavin Karlmeier

Ja, das stimmt wohl. Wir bleiben noch kurz beim Meta, da ist so viel passiert. Und zwar möchte ich mit dir noch kurz über die News bei Meta sprechen. Das ist so ein Thema, das mich beruflich in diesem, in den letzten, sagen wir mal, drei Monaten sehr, sehr stark umtreibt. Nicht zuletzt seit dieser. Rollt das Studio, über die wir hier auch gesprochen haben, nach der Traffic auf Nachrichten- und Medienwebseiten über Meta, also über Facebook in dieser Studie konkret, um 48% eingebrochen ist im Vergleich zu 2022. Also die Nachfrage für News einfach eingebrochen ist. Jetzt gibt es eine Studie, die Mad Navera, eigentlich sozusagen neben den Leuten im Discord, die zweite Schattenredaktion dieses Podcasts, Matt Navera. die der mitgebracht hat und zwar geht es hier um eine Studie, die Chartbeat erhoben hat. Chartbeat ist ein Tool, bei dem man relativ gut den Traffic auf Webseiten nachvollziehen kann, ohne Insights in Logdateien zu haben. Also wenn du mal wissen willst, wie viele Leute sehen eigentlich deine Kolumne bei dir online, aber du traust dich nicht, deine Redaktion zu fragen, dann kannst du das mit Chartbeat So, und die haben mitgebracht oder ermittelt, dass komplett aller externer Traffic, der im Internet generiert wurde, im Dezember 2023 bei ca. 6% lag. Im Dezember 2022 aber bei 12% lag. Das heißt, Einsturz um die Hälfte der Leute, die die. Traffic enter. Wir haben vorausgesetzt, die absolute Zahl ist dieselbe geblieben. Das steht hier nicht drin. Aber selbst in der Relation ein absoluter Einbruch. Und schreibt, dass die der Overall Social Traffic, also der Traffic, den soziale Netzwerke, für News Publisher ausgelöst haben. 50 Prozent auch seit dem Vorjahr davor eingebrochen ist über Facebook. Also, wenn wir es immer ganz plakativ sagen, nur noch die Hälfte der Leute, die wir im Jahr davor mit Facebook dazu gebracht haben, auf den Link zu klicken. hat jetzt überhaupt die Möglichkeit, auf so einen Link zu klicken. Und ich finde, das ist ein ziemlich krasser Warnschuss für alle Publizistinnen, Medienschaffenden hier Die uns zuhören und die immer noch eine Strategie fahren, die auf Conversion über Facebook setzt. Also die darauf setzt, dass Leute von Facebook auf andere Inhalte gehen. Die Zeiten sind ganz offensichtlich vorbei.

28:19 Nicole Diekmann

Sind denn gleichzeitig generell die Nutzerzahlen auf der ganzen Welt von News untergegangen?

28:25 Gavin Karlmeier

Das kann ich dir nicht sagen. Also ehrlicherweise würde ich davon ausgehen, denn 2022 war ein deutlich nachrichtenintensiveres Jahr als 2023. Also wir waren immer noch pandemisch, wir hatten den Ausbruch des Ukraine-Krieges. Also es sind sehr viele Dinge passiert, die vermutlich in 2022 für eine generell höhere Nachrichtennachfrage gesorgt haben. Aber das ist doch ein sehr, also ein sehr starker Einschnitt. Und du musst ja auch sagen, das spielt ja fast gar keine Rolle, wenn du, wenn du nur in Relationen sprichst und sagst, wir sind von 12% im Jahr 22 auf 6% im Jahr 23 gegangen, dann ist einfach. ist es einfach vorbei, dass die Leute auf Links klicken oder dass die Leute diese Links angezeigt kriegen. Also ich habe in einer Analyse festgestellt, dass zwar die Die Rate der Leute, die von allen, die erreicht wurden, die auf links geklickt haben, die gleiche geblieben ist, aber die Reichweite auf links-Klicks einfach runtergegangen ist. Das ist jetzt hier eine Stichprobe von einer Seite. Aber ehrlicherweise würde ich auch das eher für den Grund halten. Also nicht, dass Leute nicht mehr auf Links klicken, sondern dass sie die einfach gar nicht mehr angezeigt kriegen.

29:30 Nicole Diekmann

Ist das eine gute Nachricht oder ist das eine schlechte Nachricht?

29:33 Gavin Karlmeier

Das ist, glaube ich, eine sehr schlechte Nachricht, ehrlicherweise.

29:36 Nicole Diekmann

Warum?

29:36 Gavin Karlmeier

Weil das, also erstmal ist es so vom Nutzungsverhalten nachvollziehbar und erklärbar. Meta und Facebook hatten Interesse daran, dass die Inhalte so gestaltet sind, dass sie in das soziale Netzwerk passen. Natürlich bleiben die Leute eher da und wollen Videos gucken und wollen Bilder gucken. Aber das führt automatisch dazu, dass du nicht mehr so stark in die Tiefe gehen kannst. Also Jede Erklärung, die ein bisschen weitreichender ist als etwas, was auf drei Grafiken passt oder in ein 1. 30 Video wird einfach nicht mehr übertragen. Also wenn ich jetzt ein tolles Interview mit einem Menschen habe, der spannende Informationen liefert, dann hätte das durchaus damals zu ein bisschen Traffic führen können und jetzt eben nicht mehr. Also ich glaube, man nimmt schon durchaus da eine Möglichkeit raus, Informationen zu verbreiten.

30:21 Nicole Diekmann

Ich würde mal versuchen, die Gegenrede zu starten, bin aber noch nicht so sicher, ob ich damit Erfolg habe. Hier wird ja nicht geschnitten, das heißt, hier wird jetzt einfach mal gedacht und zwar laut.

30:31 Gavin Karlmeier

Das ist seit 239 Folgen das Konzept dieses Podcasts.

30:34 Nicole Diekmann

Jetzt habe ich es endlich auferstanden. Yay! Ist es denn nicht vielleicht auch möglich, dass das im Umkehrschloss bedeutet, dass man nicht mehr so reißerisch an die ganze Sache rangehen muss, dass man auf dieses Clickbaiting via Facebook und anderen, also ich glaube bei X sind die Zahlen ja noch krasser gesunken, wenn ich das richtig weiß.

31:00 Gavin Karlmeier

Ich glaube laut Reuters Studie ein bisschen weniger als Facebook. Facebook war schon der härteste Schnitt.

31:05 Nicole Diekmann

Ach tatsächlich. Okay. Dann kamen die vielleicht von einem anderen Niveau her, das kann ich aber auch nicht beurteilen, das weiß ich nicht. Die Zahlen habe ich nicht parat. Egal. Könnte das nicht auch bedeuten, dass das ein bisschen schärfer rausnimmt, weil das Publikum, das man bedient, dann doch eher womöglich das. Stammpublikum ist, das man sowieso auf der Seite hat. Weißt du, ich meine?

31:30 Gavin Karlmeier

Noch nicht ganz.

31:31 Nicole Diekmann

Leider nein. Ich glaube ja, dass die Verkaufer, ich mache schon so lange wirklich, also ich habe die Kolumne bei T Online, aber die, ich sitze ja nicht mehr in der Redaktion, wie ich das lange bei tagesschau. de gemacht habe und pflege Sachen ins CMS ein. Also, um ehrlich zu sein, habe ich das Arbeiten als Online-Journalistin schon aufgegeben, da gab es die Social Networks noch gar nicht. Aber ist es nicht auch eine Frage von Verkaufe? Texte ich nicht ein bisschen anders an? Schärfe ich nicht ein bisschen anders an? Wenn ich auf Facebook Aufmerksamkeit generieren will?

32:15 Gavin Karlmeier

Klar, also ich lass mich das mal, lass mich ich beantworte es auch mal historisch. Also seitdem ich mit Social Media beruflich zu tun habe und das jetzt seit 2015, also auch schon echt länger. Seitdem predigt. .

32:28 Nicole Diekmann

Jetzt erzählt der Opa wieder vom.

32:29 Gavin Karlmeier

Ja, ist so. Genau. Da war das Internet noch schwarz-weiß. Also seitdem ich damit beruflich zu tun habe, predige ich immer, die Leute wollen ja die Inhalte da so sehen, wie sie die Inhalte sehen wollen. Du gehst nicht zu Instagram, um auf einen Link zu klicken und du gehst auch nicht zu Facebook, um. Auf einen Link zu klicken, das ist nicht deine Intention. . Das heißt, Inhalte, die eben eher nativer Inhalt sind, sind von der Definition her viel mehr dazu geeignet, in diesen Netzwerken zu bestehen als ein Link. Ich finde, das ist ganz klar und das ist auch logisch und deswegen erklärt es sich auch immer, dass links immer die reichweitenschwächste Beitragsform war von den Seiten, die ich so die ich so unter meinen Tasten hatte. Also soweit völlig nachvollziehbar und auch richtig. Und wenn du es schaffst, eine Meldung, eine Geschichte, eine Information, was auch immer. auf eine Grafik zu bringen oder in ein Video zu bringen, würde ich immer diesen Weg gehen und mich nicht für einen Link entscheiden. Weil Links immer ne, im ganzen Nutzungsverhalten immer behäbiger sind. Gleichzeitig gab es Immer die Schwierigkeit, Texte an die Leute zu bringen. Also ich erinnere mich noch, 2016 war das, glaube ich, da haben wir mit Instant Articles rumhantiert. Ein Format, das sozusagen die Inhalte von Webseiten über ein RSS-Feed so dargestellt hat, als wären sie ein Langform-Posting bei Facebook, obwohl sie eigentlich von einer Webseite kamen. Die Die ganzen Medienhäuser in Deutschland haben das mitgemacht, obwohl ihnen dadurch die kompletten Werbeeinnahmen ausgeblieben sind, weil da keine Werbung eingeblendet war, weil sie gehofft haben, so zumindest. . Leute dazu zu bringen, diese Inhalte zu sehen und so Reichweiten stärker zu werden. Die Instant Articles sind mittlerweile eingestellt und das nicht, weil einfach zu viel Traffic passiert ist, sondern weil das Format offenbar gescheitert ist. Und dementsprechend finde ich das gar nicht so doll überraschend, dass Links immer weniger an Energie aufbringen können. Aber die Wucht, mit der hier die Reichweite ausgeblieben ist innerhalb eines Jahres, spricht doch stark dafür, dass da Veränderungen vorgenommen wurden. die wahrscheinlich eher daraus resultieren, dass Meta festgestellt hat, die Leute kommen gar nicht wegen News zu uns. Wir haben ja diesen Fall aus Kanada, den habe ich ja glaube ich schon hundertmal erzählt, aber. In Kanada gab es ja die Einführung dieser Link-Taxes, also einer Steuer, einer Gebühr, die an den Staat entrichtet werden musste, darüber, wie viele Leute auf Links klicken. . Und das hat dazu geführt, dass Facebook gar keine Nachrichten mehr angezeigt hat, Nachrichten links, und die Auswirkungen auf die Nutzerzahlen bei Facebook war exakt null. Das heißt, Die Leute sind nicht ferngeblieben und vermutlich ist das auch einer der Gründe, warum Adam Mossari, der Instagram-Chef, sagt, bei Threads wollen wir gar keine News haben, weil sie brauchen ihn nicht, sie sind darauf nicht angewiesen.

35:05 Nicole Diekmann

Genau, da habe ich auch gerade dran gedacht, ob das jetzt die Threadisierung quasi von Facebook einfach ist. Wenn Mossari ja auch sagt, gib nur Ärger, Politik und Journalismus gibt nur Ärger, sorgt nur für Stress. Ähm klar, warum sollte man sich den Stress antun, wenn es auch so läuft? Also jetzt, wenn man sich als Netzwerk, meine Güte nicht als gesamtgesellschaftlich verantwortlich dafür fühlt, dass seriöse Nachrichten unters Volk kommen. Ich meine das jetzt wirklich völlig wertneutral, kann man aus Sicht der Plattform ja fast verstehen. Dann würde ich auch sagen, gut, also was ist der Ertrag? Der liegt quasi bei Null. Ja, dann ist die Antwort ja relativ klar.

35:48 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Und ich halte das aber trotzdem für ein Problem, weil du dir damit so ein bisschen die Möglichkeit nimmst mit den. Formaten zu spielen, sondern du musst jetzt noch schärfer, noch komprimierter werden und das in einer Zeit, in der die Dinge aber eigentlich komplizierter werden. Also, das finde ich halt so ein. Deswegen halte ich das eher für eine schlechte Nachricht. Auf der anderen Seite, also vor allem, und jetzt komme ich zu meinem, zu dem nächsten Schluss, glaube ich, der da gerade entsteht. Laut gedacht hier. Das wird natürlich dazu führen, dass Medienhäuser weniger Argumentationsgrundlage haben, in sozialen Netzwerken stattzufinden. Und damit meine ich nicht in sozialen Netzwerke, die sowieso nur noch das radikalisierte Moloch sind, sondern Auch Facebook, in dem einfach auch wirklich viele, viele Leute einfach registriert sind, um sich berieseln zu lassen, um Informationen zu finden oder um sich über die Nachbarschaft auszutauschen. Und wenn es aber keine Argumente für die Medienhäuser mehr gibt, dort stattzufinden, dann reißen die ein Loch auf, wenn sie dort weggehen, weil das dazu führen wird, dass es nämlich keine Budgets mehr gibt, weil man damit kein Geld mehr verdienen kann. Also gibt es diese Angebote nicht mehr. Und diese Lücken werden halt Leute füllen, die im Zweifel nicht nach redaktionellen oder journalistischen Standards arbeiten, sondern eben nur das Gesetz der Reichweite befolgen. Und das kann im Zweifel dazu führen, dass es eben noch mehr Desinformationen bei Facebook gibt als jetzt schon.

37:06 Nicole Diekmann

Ja, oder halt einfach gar keine Information. Also ich habe mal als Beispiel, ich habe vor. zwei Monaten ein Real bei Insta gepostet. Da ging es gerade darum, dass die Höcker AfD, also die thüringische AfD, den ARD-Kollegen von Monitor keinen Zugang gewähren wollte zum Landesparteitagen. Ich erinnere mich. Das ist zwei Monate her. Und ich habe darüber erzählt in einem Reel. Und ich glaube, zwei Tage später gab es eine Entscheidung eines Gerichts. Das dann entschieden hat, Monitor muss Zugang haben. Monitor darf da drehen auf diesem Landesparteitag. So und jetzt. gab es einen ähnlichen Fall in Dessau, da ging es, ja, Dessau, ne, Thüringen, ähm, mit ähm Auch wieder mit der AfD, das war dann aber kein Landesparteitag, sondern ich weiß nicht, ob es ein Konvent war oder so. Jedenfalls wollte Monitor wieder drehen, sollte wieder nicht reingelassen werden. So Und ich wunderte mich in den letzten zwei, drei Tagen schon, warum dieses Reel von vor zwei Monaten bei mir wieder so fleißig kommentiert wurde und zwar aus einer sehr klaren Ecke. nämlich Leuten, die applaudierten dafür, dass, wie sie schrieben, Monitor da ja nicht drehen durfte. Die hatten also von dieser Entscheidung überhaupt nichts mitbekommen. Und ich hab mir dann, ich habe gerade viel Zeit und hab mir dann deren Profile mal angeguckt und das waren Leute, die von sich behaupten, sie konsumieren die sogenannten Mainstream-Medien nicht mehr, was ja auch ein Schlüsselwort ist. Also wenn du irgendwo Mainstream-Medien liest, weißt du schon, mit wem das zu tun ist tun hast. Und da habe ich gedacht, ja, anscheinend konsumiert ihr gar keine Medien und das ist ein Problem. Ihr seid überhaupt nicht auf dem Laufenden. Ihr habt keine Ahnung, vielleicht konsumiert ihr doch nochmal ein paar Nachrichten. Und wenn es nur eine Google-Recherche ist. Also daran musste ich gerade denken, weil die sich, das ist ja so eine Gruppe. Die sich suhlt in ihrer Desinformation, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Und wenn du auch so eine Kombi triffst, aus Naivität, mangelnder Medienkompetenz, aber einem unglaublichen Stolz darauf, einem Selbstbewusstsein, das sich daraus speist, anders zu sein als die anderen, also zum Beispiel, um darauf von eben nochmal zurückzukommen. früher erkannt zu haben als alle anderen, dass es Corona gar nicht gibt, ja, dann bist du halt wirklich abgehängt. Und sowas wird natürlich dadurch gefördert, wenn du überhaupt nicht mehr in die Gefahr quasi gerätst, noch mit mit unabhängigem Journalismus irgendwie in Kontakt zu kommen. Bist du eingeschlafen, Gavin? Was zu den

39:53 Gavin Karlmeier

Tut mir leid. Nee, du warst, wir hatten kurzen Aussetzer, ich glaube, der Verbindung geschuldet. Okay. Aber wir schneiden nicht.

40:03 Nicole Diekmann

Und wir schlafen auch nicht.

40:05 Gavin Karlmeier

Und wir schlafen im Gottes Windschlaf nicht. Und das, obwohl es eine Late-Night-Aufzeichnung hier ist. Wir haben zum Zeitpunkt, in dem ich diesen Satz hier ausspreche, zu dem ich diesen Satz hier ausspreche, haben wir 22. 09 Uhr. Also mitten in der Nacht quasi.

40:19 Nicole Diekmann

Wir verrückten.

40:20 Gavin Karlmeier

Wilde Hühner. Ich habe sogar eine Cola getrunken heute um 20 Uhr. Ich bin allein.

40:23 Nicole Diekmann

Hör mir auf.

40:24 Gavin Karlmeier

Jetzt hört's aber auf gerne.

40:27 Nicole Diekmann

Das glaubt uns kein Mensch.

40:29 Gavin Karlmeier

Aber wenn du das mal zusammensnimmst, dann sind das natürlich finstere Aussichten. Also in der Dystopie gibt es keine Medienmarken mehr bei Facebook, weniger Information gleichzeitig, aber. . Nur noch automatisierte Prozesse, die überhaupt reagieren, wenn gemeldet wird, das ist nicht gut.

40:45 Nicole Diekmann

Und Threads. Das gehört für mich noch dazu zur Dystopie.

40:50 Gavin Karlmeier

Da sind wir uns dann nicht ganz einig, wie du weißt.

40:54 Nicole Diekmann

Hab ich dich immer noch nicht überzeugt? Siehst du es denn immer noch nicht ein? Hast du es denn immer noch nicht verstanden?

41:02 Gavin Karlmeier

Bei mir ist es ja so, dass ich das Gefühl habe, Threads wurden nur für mein Nutzungsszenario gebaut.

41:06 Nicole Diekmann

Ja, aber auch nur für deins.

41:09 Gavin Karlmeier

Das reicht mir. Also removing the social from the network, für mich ist das völlig in Ordnung, so wie es ist.

41:17 Speaker 3

Na gut.

41:20 Gavin Karlmeier

Es gibt noch, wir bleiben kurz in der Welt der Gesetzeslagen und zwar nochmal bei Meta. Heute ist viel, viel Meter gewesen. Es waren wilde Tage.

41:30 Nicole Diekmann

Das ist heute ein Meta-Gespräch.

41:33 Gavin Karlmeier

Wow.

41:35 Nicole Diekmann

Ja, um die Uhrzeit, wa?

41:37 Gavin Karlmeier

Neues von der Meta-Ebene. Und zwar geht es um Bright Data. Das ist eine Website, bei der du Informationen über Instagram-Accounts beispielsweise bekommst. Also ist eigentlich das ein Institut, aber du kannst dort Kunde werden und kannst dort dann sozusagen eine Vergleichbarkeit herstellen von verschiedenen Instagram-Accounts, Facebook-Seiten, was auch immer auch das, was Leute so gepostet haben. Und Meta hat versucht, die zu verklagen. Weil sie gesagt haben, das, was Bright Data da macht, verstößt gegen unsere Nutzungsbedingungen. Und dieser Verstoß gegen Nutzungsbedingungen ist ein Vertragsbruch. Und wollte damit Bright Data von der Nutzung ihres Angebotes ausschließen. Was allerdings der Bezirksrichter jetzt so sich angeschaut hat, war, naja, also ganz ehrlich, liebe Meta Das, was Bright Data da in Daten sammelt, also wie viele FollowerInnen hat eigentlich ein Konto, sind öffentlich einsehbare Daten. Und Bright Data hat genauso argumentiert und hat gesagt, wir waren nicht eingeloggt. Und unsere Kundinnen und Kunden waren nicht eingeloggt zum Zeitpunkt, als sie diese Daten erhoben haben, was dazu führt, dass diese Nutzungsbedingungen für uns nicht gelten. Und genauso sieht es das Gericht auch und sagt, in dem Moment, wo du nicht eingeloggt bist, bist du nicht in der Situation, Vertragspartner von Meta zu sein, sondern du bist einfach nur jemand, der vorbeigeht sozusagen. Hat er jetzt nicht gesagt, das meine Meine Interpretation. Und das finde ich aber aus zwei, da habe ich zwei Dinge, die ich daran spannend finde. Das erste ist so das Offensichtliche. Dass Meta vors Gericht zieht, das ist ja nichts anderes gewesen als Säbelrasseln, denn es war ja vermutlich völlig klar, dass die Legal-Abteilung von Meta hier auch gesehen haben wird. Naja, also das wird wohl kein Problem sein, aber wir versuchen es mal. Das andere ist aber, dass dieser dieses Urteil jetzt dazu führen kann, glaube ich, dass es wieder mehr Analysedienste gibt, die auf solche öffentlich einsehbare Daten zugreifen. Weil wir erinnern uns dass nach Cambridge Analytica die ganzen API-Zugriffe alle eingedämmt wurden und dass so Tools wie Social Blade, mit denen ich wahnsinnig viel gearbeitet habe, sozusagen stagniert hat, auch was reine Follower-Zahlen angeht. Und dieses Tool hat nichts anderes gemacht, als so Prognosen zu erstellen. Also jeden Tag die Follower-Zahlen aufzuschreiben und zu sagen, wenn du so weiter wächst in den letzten 30 Tagen, hast du in 60 Tagen so und so viele Follower. Und das haben sie aber irgendwann eingestellt eben aus Sorge, weil sie hier wohl nicht gegen Nutzungsbedingungen verstoßen wollten. Und jetzt wissen wir, naja, offenbar ist es nicht so das Problem.

44:13 Nicole Diekmann

Ich hänge immer noch, was nicht bedeutet, dass ich dir nicht für den Rest auch zugehört hätte, bei Bezirksrichter. Bezirksrichter finde ich in dem Zusammenhang so unfassbar niedlich. Man hat den Megakonzern Meta vor sich und dann steht man quasi, um es mal zu übertragen, im Amtsgericht Gütersloh. Und da sitzt dann so ein Richter, und wenn wir uns erinnern, was für unfassbare Blamagen sich schon Politiker höheren Ranges bei Befragungen von Max Zuckerberg und anderen erlaubt haben, dann finde ich das total skurril, dieses Szenario, das sich in meinem Kopf hier zusammengebaut hat. Also ein Bezirksrichter, der so einen Durchblick hat, worum es da eigentlich geht in diesem Social Web. Was das eigentlich für Auswirkungen hat haben könnte, ist ja die Frage, ob das klar war, als diese Entscheidung dann gefallen ist, was das nach sich ziehen könnte. Denn im Zweifel zieht das ja ganz viel für uns User nach sich. Cambridge Analytica ist ja der absolute SuperGAU gewesen, was Datenpannen angeht. Tja.

45:24 Gavin Karlmeier

Ja, ja, ja, absolut. Also das zeigt ja auch, dass der Richter hier eine gewisse Fachkenntnis mitgebracht hat oder sich Gut hat beraten lassen.

45:33 Nicole Diekmann

Wir wollen das mal hoffen.

45:35 Gavin Karlmeier

Offensichtlich. Also es ist zumindest nicht so, dass da im Gerichtsprozess, zumindest wissen wir, es nicht gefragt wurde, also was heißt denn eigentlich einloggen? Können Sie das mal erklären?

45:44 Nicole Diekmann

Wo sind denn diese Computer, von denen immer alle hier reden? Wo sind denn die Lochkarten? Wie soll ich das denn jetzt hier überhaupt entscheiden?

45:52 Gavin Karlmeier

Haben Sie mir so einen Facebook jetzt mitgebracht?

45:56 Nicole Diekmann

Ist so ein Facebook hier mit uns im Raum.

45:59 Gavin Karlmeier

Ja, und das ist ja offenbar nicht passiert. Apropos Sachkenntnis. Jetzt kommt der Content, warum ihr eigentlich seit Wochen alle zuhört und auch für dich, liebe Nicole, jetzt kommt der Content, auf den alle eigentlich nur warten. Es gibt einen Instagram-Hack, den. . das T3N-Magazin zumindest für mich schön aufbereitet hat und entschlüsselt hat. . Und zwar gibt es eine Möglichkeit, also es ist so ein bisschen aus der Welt des What the Fucks, aber wir nehmen das mal mit. Es ist möglich Bilder hochzuladen, die ein 10 zu 17 Format haben. Also, du musst dir das vorstellen, wie ein ganz, ganz, ganz langes, hochkantes Bild. Also so ganz eigentlich so ungefähr eine Form eines Strohhalms, würde ich sagen. Nur gerade. So, und das über den Hack, dass du offenbar, wenn du über den Business Manager, also den Meta Business Manager, auf deinem Instagram-Account etwas hochlädst Du zwar eine Fehlermeldung bekommst, wenn gesagt wird, dieses Format würde nicht unterstützt, aber du trotzdem auf Uploaden klicken kannst Sofern du die Höhe 1920 Pixel nicht überschreitest. Und es ist so, dass es wohl Leute gibt, die bei Android jedenfalls bei Instagram dann durchgewischt haben und dann diesen Post gesehen haben. an dem sie sehr, sehr, sehr, sehr, sehr lange vorbei scrollen mussten, um zum nächsten Post zu kommen. Und beim iPhone gibt es immerhin die Möglichkeit, du siehst es so ein bisschen beschnitten oben und unten, kannst du immer, wenn du so auf das Bild zoomst, dir das komplette Bild auch sehen. Und wenn du es in der Story geteilt siehst, siehst du auch, wie einfach die komplette Story nur dieser eine Post ist und links und rechts mit rendern. weil er halt höher ist, als er breit ist. Also ein ganz seltsamer, spannender Hack irgendwie. Und auch sowas können wir hier mal erzählen.

47:37 Nicole Diekmann

Gavin, ich möchte nochmal auf die Meta-Ebene. Was geht in dir vor in diesem Moment, nicht nur, wenn du so eine Meldung liest, sondern auch, wenn du dich dafür entscheidest. Sie in diesem Podcast dann auch zu besprechen. Erklär mir das.

47:52 Gavin Karlmeier

Ich mag solche Meldungen. Ich mag so Kuriositäten und so also Ich hab früher zum Beispiel, ich mache ja auch so Schulungen, ich bringe ja Leuten das Internet bei. Und manchmal bringe ich dann so Sachen mit, die auch die Leute überraschen, die schon seit zwei, drei Jahren beruflich mit Instagram dann zu tun haben. So die eine Social Media Managerin des Teams, die so. Wollte das ich kommen, damit wir alle so eingeweiht sind und so. Um so zum Beispiel gab es ja die möglichen dass wenn du Farbe in der Story auswählst und du hältst dann auf das Rot gedrückt, dann erhältst du so einen riesen Farbsprech und kannst eigentlich jede Farbe dieser Welt auswählen auf diesem Spektrum. Und wenn du gleichzeitig Text schreibst in der Story und diese Markierung des Textes mit dem Daumen gedrückt hältst und dann den Daumen auf das Farbspektrum gedrückt hältst und die Finger gegenläufig bewegst, dann kannst du Regenbogenschrift schreiben in Instagram. Oder wie Charlotte Voss, die ja hier auch schon zu Gast war, jetzt in ihrer Instagram-Story entdeckte, wenn du Papyrus in die Instagram-Story schreibst, verändert sich die Schriftart zur Papyrus-Schriftart. Das sind so Dinge, das hat irgendjemand so Easter Egg-mäßig da mal eingebaut, aber niemand redet drüber. Wo auch? Bei Haken kann geht das.

49:00 Nicole Diekmann

Ich wundere mich, dass dieses Glöckchen jetzt nicht wieder ausschlägt. Also dieses Emotions So, danke. Also man konnte es ja in deiner Stimme hören, wie sehr du brennst. Toll. Also gut, bei Haken dran kann man drüber reden. Ich habe, ich kann es nur wiederholen, ich bin ja Silver Surfer, zumindest was Instagram angeht, weil ich einfach sehr spät dazugestoßen bin, aktiv. Mit großem Staunen und auch mit einer gewissen Abstoßung tatsächlich sehe ich bei Instagram diese zehntausenden gefühlt sind es jedenfalls so viele Accounts, die ausschließlich dafür da sind, Leuten zu erklären, was man alles mit den Storys machen kann. Also dann gehst du nochmal auf den Filter XY und dann Markierst du dein Gesicht, du drückst lange drauf und dann kannst du dein Gesicht fünfmal auf ein Bild. Du weißt, was ich meine. Also, das sind diese Leute. So, ist total absurd. Und deswegen hasse ich, ich weiß, das ist ein großes Wort, deswegen hasse ich Threads auch so. Weil sich solche Leute gerade auch Threads auch breit machen und einzig und allein erklären wollen, wie man Reichweite erzielt. Das ist der Inhalt. deren Threads und das ist ja völlig inhaltsleer, das ist völliger Nonsens, das ist wirklich mehr Schein als sein. Okay, ich reg mich wieder ab.

50:23 Gavin Karlmeier

Ich habe Verständnis für deine Wut.

50:26 Nicole Diekmann

Selbst wenn nicht, ist mir egal. Sie ist so groß. Das wäre mir in diesem Fall tatsächlich egal. Ich finde das so schlimm. all sich und allein auf die Zahlen zu schielen, ohne dafür mal sich ein paar Gedanken anzubauen.

50:41 Gavin Karlmeier

Das ist ja auch richtig, da stimme ich dir auch zu. Das ist ja auch eklig, weil dann bist du genau in dieser Welt, die wir gerade schon in der Link-Problematik erkannt haben. Es kann nicht nur auf Zahlen geschaut werden. Natürlich ist es wichtig, trotzdem zu gucken, was performt und was nicht. Aber wenn du nur an diesem Maßstab deinen Inhalt ausrichtest, wirst du keine geilen Ideen haben.

50:59 Nicole Diekmann

Nee, und wenn du nichts anderes kannst, dann mach halt was anderes. Nee, das ist unlogisch. Aber wenn du, wenn das dein einziger Inhalt ist, dann überleg dir wirklich nochmal, ob das so, ob das alles so zielführend ist beim Reifen deiner Persönlichkeit. So, aber das wäre vielleicht für dich auch nochmal eine Nische. Also überleg Leg dir das doch auch nochmal, ob du da auch nochmal mit leuchtenden Augen, die wir denn alle auch sehen können, nicht nur hören, Gavin, ob du dann davon erzählst, dass wir. . Alle den Fernsehturm fotografieren.

51:30 Gavin Karlmeier

Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein. Da kann ich versprechen, das werde ich niemals tun. Weil du bist dann ganz schön in der Welt der Bauanfängerei und das ist so groß. Vor allem, weißt du, was mich am wütendsten macht, und das hängt direkt damit zusammen, dass diese Leute kein Original Content generieren. Sondern ja, alle nur reproduzieren, was sie woanders sehen. Also wie oft ich irgendwelche Vorschläge sehe, die ich vor drei Tagen schon auf Englisch gesehen habe. die immer dieselben Tipps sind oder wir freuen uns darüber, was mein Gehirn macht, wenn ich von zwei Leuten auf dem iPhone gleichzeitig angerufen werde. Ich möchte das nicht mehr sehen, und das gilt halt für diese Tutorial Inhalte halt auch, und das finde ich auch, nee, das das ich stimme dir zu.

52:14 Nicole Diekmann

Das ist ja fast noch intelligent. Also ich, gut, es ist mein Algorithmus, sagt vielleicht auch viel über mich aus, aber Ich sehe jetzt in den Reels, auf die ich über meine Suche komme, ständig den Tipp, dass ich meine Reichweite vergrößern kann, indem ich die Musik unter meine Reels lege, die alle unter ihre Reals legen.

52:38 Gavin Karlmeier

Und? Tust du? Ja, bestimmt. Man hört jetzt nicht mehr, was du sagst in den zwei Minuten, aber dafür läuft echt ein Banger.

52:49 Nicole Diekmann

Ja, also die Charts werden angeführt von diesem Song, deswegen habe ich 10 Follower mehr, weil, ja, und da hört es dann leider auf.

52:57 Gavin Karlmeier

Könntest du sagen, könntest du einen Song nennen, der gerade in den Top Ten in Deutschland ist?

53:01 Nicole Diekmann

Nee, kann ich tatsächlich. In den Top Ten in Deutschland? Nee, nee, kann ich tatsächlich gar nicht. Ich wusste bis heute auch nicht, dass der Vater von Wolfgang Amadeus Mozart auch komponiert hat. Kennst du die musikalische Schlittenfahrt?

53:15 Gavin Karlmeier

Nee. Kannst du sie singen?

53:17 Nicole Diekmann

Nein, wird auch nicht gesungen. Mir wurde heute berichtet, die sei 1755 komponiert worden von Mozart. Guckte ich, um nachzuschauen, kommt das denn hin? Und Mozart, Wolfgang Amadeus Mozart, wurde 1756 geboren. Und in meiner manchmal etwas extrovertierten Art und diesem Journalismus besser Wissertum, dass ich leider auch in vitra sagte, ich kann gar nicht sein, kann gar nicht sein, den gab es ja noch gar nicht. So, und dann stellte sich raus, die Rede war von Mozarts Vater.

53:52 Gavin Karlmeier

Krass, ja das wusste ich auch nicht.

53:54 Nicole Diekmann

Genau, das sind musikalische Dinge, mit denen ich mich gerade beschäftige. Die werden von außen an mich rangetragen. Nee, ansonsten kannst du gerade einen aktuellen Chartshit nennen?

54:04 Gavin Karlmeier

Nee, ich habe die Charts gerade offen vor mir. Auf Platz 1 ist der Künstler oder die Künstlerin Bennett mit Void Surton Chemon. Aber auf Platz 19 ist das richtig verrückt, Sophie Alice Baxter mit Murder on the Dance Floor. Ja, Soundtrack, weil stimmt.

54:29 Nicole Diekmann

Das weiß ich aber auch nur, weil ich ein Interview mit ihr gelesen habe darüber.

54:33 Gavin Karlmeier

In der Zeitung.

54:35 Nicole Diekmann

Wer wo denn sonst? Auf Facebook ja nicht mehr.

54:38 Gavin Karlmeier

So, das ist ja der Punkt. Ich habe noch eine große Meldung für heute. Und die wir verlassen so ein bisschen grundsätzlich das Thema Social Media, aber es ist trotzdem wichtig und es schimmert ganz groß auf Social Media ein, weil es auch um Meta geht. Primär geht es aber um Apple und es geht um die EU und am Ende geht es um uns alle. Denn du merkst, ich mache das Thema sehr groß plötzlich. Apple hat also ehrlicherweise am gestrigen Donnerstag die Hölle zufrieren lassen, indem es angekündigt hat dass Apple, ich glaube so sagt man das, indem es angekündigt hat, dass es bald die Möglichkeit gibt, in der EU alternative Apple zu App-Stores zu benutzen. Das sogenannte Sideloading. Wir haben da schon öfter drüber gesprochen. Es gab da viel Streit, weil sich so eine Armada aus Epic Games, das ist das Unternehmen hinter Fortnite, Spotify und Elon Musks Ex gebildet hat und gegen Apple gekämpft hat, auch in den USA. Eigentlich ging es darum, dass man nicht mehr diese 30% In-App-Zahlungsgebühren zahlen wollte. In den USA zumindest. Die weiß man jetzt, wird es in den USA weiterhin geben, aber auch die Möglichkeit, über andere Zahlungsdienstleister zu bezahlen. Zahlt dann aber nicht 30 Prozent, sondern nur 27% an Gebühren an Apple. Und jetzt kam aber übrigens dazu heraus, dass in diesen 27% Anders als bei den 30% nicht die Steuern inkludiert sind, was bedeuten kann, dass du mehr zahlst an Apple, als wenn du es direkt über Apple machst. Das ist schon mal Fun Fact Nummer 1. Zurück zu diesem Sideloading. Also, es ist jetzt super kompliziert. Wir müssen da nicht so ganz ins Detail gehen, aber. Apple hat jetzt für die EU ein völlig neues Gebührensystem vorgestellt, nachdem es auch möglich sein wird, alternative Zahlungsdienstleister zu benutzen, bei denen du nicht mehr einen Prozentanteil bezahlst, sondern einen grundsätzlichen Bereitstellungsbetrag als Entwickler in einer App dafür, dass es diese App gibt und auch der richtet sich nach Anzahl denn egal. Wie gesagt, es ist super kompliziert. Aber dass Apple sich dazu entscheidet, alternative App Stores einzuführen, hat schon ein paar Player auf den Markt gebracht. Darunter sind unter anderem Spotify. Oder Microsoft oder eben auch Meta, die jetzt vorhaben, die Einführung eines Systems zum Herunterladen von Apps direkt über die Anzeigen, schreibt Mac Rumors. Das heißt, du kriegst eine Werbung bei Instagram angezeigt für eine App und klickst da auf Download und lädst sie dann nicht etwa über den Apple App Store herunter, sondern über einen Meta-eigenen App Store. Und da gibt es ja, also man kann gar nicht anfangen, man kann gar nicht aufhören zu philosophieren, welche Möglichkeiten Meta da alle ergreifen könnte, Daten abzugreifen in diesem Prozess.

57:25 Nicole Diekmann

Richtig. Und da fügt sich die Frage an, warum macht Apple das?

57:30 Gavin Karlmeier

Die EU schreibt das vor. Also das Site Loading ist ein. Die EU schreibt vor, dass, also das ist ein Teil des Digital Markets Acts, dass das Sideloading möglich sein muss. Also das Herunterladen von Apps über andere Möglichkeiten als über so ein monopoles System, wie der Apple App Store das ist.

57:51 Nicole Diekmann

Ja, also Chancengleichheit, ne? Also dann können halt alle Daten saugen.

57:56 Gavin Karlmeier

Ja, im Zweifel kann man das so lesen. Im Grunde Wird Apple auch da weiterhin Geld verdienen? Und da gibt es jetzt schon Leute. Also der Tim Sweeney, der Fortnite-Chef sozusagen, der hat schon gesagt, er kann sich nicht vorstellen, dass das alles so legal ist, was Apple da macht. Aber das ist so Eine der ehrlicherweise größten Veränderungen des iPhones, die wir hier so mitkriegen seit Jahren.

58:23 Nicole Diekmann

Keine gute.

58:25 Gavin Karlmeier

Das ist unklar, weil gleichzeitig ermöglicht es EntwicklerInnen, natürlich auch Apps anzubieten, bei denen nicht Apple erst den Daumen heben oder senken muss. Es gibt ja durchaus auch, gab es in der Vergangenheit auch immer wieder Apps, bei denen man nicht so ganz verstanden hat, warum Apple sie nicht zugelassen hat.

58:41 Nicole Diekmann

Ja, genau. Aber Vielleicht gibt es auch sehr viele Apps, bei denen wir beide sehr gut verstehen würden, warum Apple sie nicht zugelassen hat. Und jetzt stellt sich die Frage, ob die anderen, die jetzt natürlich heiß laufen, auch den Daumen senken in solchen Fällen, oder? Ja. Sehr konservativ gedacht, keine Frage. Das Glas ist halb leer in meiner Denke, aber ich finde, das muss man einmal

59:05 Gavin Karlmeier

Also es wird weiterhin so sein, dass Apple die Apps einmal zertifizieren muss. Das kennen wir aber vom Mac auch schon. Auch jetzt gibt es Apps, bei denen du so eine Warnmeldung kriegst, vor sich diese App ist. vom Entwickler nicht verifiziert worden. Du kannst sie nicht öffnen und das wird dann beim iPhone eben auch der Fall sein. Aber es gibt ja durchaus Einschränkungen im App Store wie Streaming zum Beispiel. Wenn du Spiele streamen möchtest. dann müssten die Anbieter derzeit für jedes streambare Spiel eine eigene App anbieten, was dazu führt, dass viele von ihnen das nicht anbieten. Jetzt aber diese fällt diese Regel immer natürlich weg, wenn sie selber einen App Store anbieten dürfen. Und damit öffnest du quasi Tür und Tor für eben die Möglichkeit, Game Streaming direkt anzubieten. Das ist erstmal gut. Aber, wie du schon auch sagst, gleichzeitig bedeutet das, dass diese EntwicklerInnen deutlich mehr Informationen darüber bekommen, wer Apps herunterlädt, wer sie löscht, warum er sie löscht, wie er auf diese Apps aufmerksam wird und so weiter und so weiter. Das ist schon Also ich sehe das ein bisschen, wie sagt man, bipolar. Sagt man das so?

01:00:14 Nicole Diekmann

Ja, also ich glaube, dass Kann man das so sagen? Wir lassen das jetzt einfach so stehen, wird ja eh nicht geschnitten.

01:00:21 Gavin Karlmeier

Ja eben. Und das kommt ja auch aus der Welt der Emotionen. Apropos Emotionen.

01:00:25 Speaker 3

Ah. Funktionen und Emotionen.

01:00:36 Gavin Karlmeier

Das war ein sehr schönes Lachen. Es gibt etwas, und da bin ich so gespannt, ob du da Emotionen hast. Also, es gibt Hinweise darauf, dass Instagram zukünftig eine Möglichkeit anbieten wird, dass du die Einladungen für Events aus Facebook auch bei Instagram bekommen kannst. Also Veranstaltungen

01:01:02 Nicole Diekmann

Ja, das ist gut, wenn es so generationenübergreifende Feste gibt, sag ich mal. Also wenn meine Tante. die sich mit Instagram nicht mehr, nein, okay, ist es vielleicht zu hart gesagt, aber es kann eine fiktive Tante sein. Ich habe zwei. Die können sich ja dann untereinander nochmal drauf verständigen, wer es auf gar keinen Fall sein kann. Ja, ist das jetzt so eine tolle Funktion? Weiß ich nicht. Also Events, Facebook.

01:01:37 Gavin Karlmeier

Ich wage, meine These aufzustellen.

01:01:39 Nicole Diekmann

Mama.

01:01:40 Gavin Karlmeier

Ich könnte mir vorstellen, dass das der Anfang von einem Veranstaltungssystem für Instagram ist. das vielleicht sogar interoperabel mit Facebook ist, was einer der Hauptgründe, glaube ich, noch ist, warum Leute Facebook benutzen, weil man darüber über Veranstaltungen erfahren kann. Es gibt so ganz. So im Ansatz gibt es die bis heute schon, nämlich so Sachen wie ich kann einem Post einen Zeitpunkt hinzufügen für einen Countdown, an dem ich erinnert werde und so. Wenn es dazu führt, dass es früher oder später echte Events bei Instagram gibt, nimmt man Facebook, glaube ich, damit ein der Hauptgründe, warum es noch genutzt wird, schafft es aber gleichzeitig, einen sehr wichtigen Punkt in Instagram einzubauen. Also Ich habe da große Hoffnung drauf, auch als jemand, der A auf Veranstaltungen geht und b auch mal Veranstaltungen ausrichtet, finde ich das ganz, ganz wichtig, wenn das käme.

01:02:29 Nicole Diekmann

Ja, also ich bin für meine Verhältnisse emotional sehr unberührt von dieser Nachricht. Ich kann mir das für meinen Alltag irgendwie noch nicht so als nützlich vorstellen. Aber ich würde mir eigentlich auch wünschen, dass dass die jetzt erstmal aufhören, Instagram weiter zu überladen. Also ich hab, ja, also es wird, also was für ein Quatsch da ständig ausprobiert wird. Ich finde, also sowas wie, wann ist das passiert? Vor zwei Tagen, als dieser angebliche Bug da sollen soll erstmal um solche Sachen kümmern.

01:03:06 Gavin Karlmeier

Ja, bin überzeugt. Ja, gut. Instagram erlaubt dir jetzt, wenn du ein Reel baust und hochgeladen hast und das löschen willst, dass du das dann nachträglich wieder zu deinen Entwürfen verschieben kannst. Instagram arbeitet an der Möglichkeit, dass du Text Sticker auf Postings setzen kannst. Okay. Instagram arbeitet an der Möglichkeit, nee, hat jetzt eingeführt schon, Abstimmungen in allen Postings und Reels, dass du jetzt bei jedem Post oder Reel eine Abstimmung mit platzieren kannst.

01:03:41 Nicole Diekmann

Nee, Moment, ich komme nochmal. . Nee, warte, ich habe tatsächlich eine Meldung unterschätzt. Du kannst Reels, wenn du sie gelöscht hast, nachträglich noch zurück in deine Entwürfe. Schieben. Und kannst sie dann nochmal bearbeiten?

01:03:54 Gavin Karlmeier

Denke ja.

01:03:56 Nicole Diekmann

Ja, ne, das ist super. Sonst fängst du ja wieder von vorne an. Es sei denn, du nimmst dein Reel sowieso außerhalb der Insta-App auf. Dann hast du es oder du hast, bist du schlau. Was ich von mir leider nicht immer sagen kann, dass du, bevor du es bearbeitest, es auf dein Handy runterlädst. Nee, das ist gut. Da habe ich kurz, war ich wohl kurz eingelickt, innerlich. Du hast einen Gavin gemacht.

01:04:25 Gavin Karlmeier

So sieht's aus. Okay, ja, okay, nehme ich Abstimmung hatten wir Text. Also, dann hat meldet der Schweizer Rundfunk, SRF. von Gerüchten, die das, also ich sage jetzt ganz bewusst, SRF meldet von Gerüchten, dass es wohl die die Ansätze gibt, dass Instagram und WhatsApp stärker zusammenwachsen, nämlich die Möglichkeit, ähm, gemein, also sich bei Video anrufen irgendwie sich übergreifend anrufen zu können. Das sehe ich aber ehrlicherweise, da habe ich, weiß ich nicht, ob das geht. Gottes Will. Aber dass man in Video anrufen. gleich gemeinsam Musik hören oder Filme schauen kann, so wie wir das beispielsweise kennen, und das ist aber jetzt eher, glaube ich, eine WhatsApp-Meldung dann So wie wir das kennen von FaceTime vom iPhone, dass du quasi dieses, wie heißt denn das, es gibt so ein Feature, bei dem du mit anderen Leuten gemeinsam Musik hören kannst. Shareplay heißt es.

01:05:23 Nicole Diekmann

Das ist ganz toll, vor allem wenn man überhaupt keinen Wert auf die Tonqualität legt, ist es ganz hervorragend.

01:05:29 Gavin Karlmeier

Ist das bei SharePlay nicht so, dass es dann bei dir auf dem Telefon auch selber abgespielt wird, die Musik? Oder wird es wirklich über Sparen tragen?

01:05:36 Nicole Diekmann

Ich glaube, es wird, also ich habe es neulich ausprobiert und es klang ganz fürchterlich. Und ich bin, obwohl ich Fernsehen mache und auch Radio gemacht habe und auch Podcaste, da einigermaßen unempfindlich. Aber ach, weißt du. Kann man sich nicht einfach treffen, so viel früher?

01:05:57 Gavin Karlmeier

Also da merkt man wirklich, dass du nicht Gen Sie bist. Ich bin gesellig. Ja, ja, ja. Ach schön. Du kannst bei Threads das Erscheinungsbild anpassen, sodass es nicht.

01:06:10 Nicole Diekmann

Gar nichts kann man bei Threads anpassen.

01:06:15 Gavin Karlmeier

Lass mich in Ruhe mit dir ein Sweat.

01:06:17 Nicole Diekmann

Ja, also wirklich, das ist so eine doofe Plattform. Aber erzähl was.

01:06:21 Gavin Karlmeier

Also du kannst es jetzt nicht nur hell oder dunkel machen, sondern du kannst auch sagen, automatisch, wie es auch auf meinem Computer der Fall ist. So wie X das schon seit 2000. Eins anbietet gefühlt.

01:06:30 Nicole Diekmann

So, und das sagt ja wohl alles.

01:06:33 Gavin Karlmeier

Es gibt jetzt die Möglichkeit, bei Snapchat einen Countdown zu generieren und den mit deinen FreundInnen zu teilen.

01:06:39 Nicole Diekmann

Ja, Snapchat, wir haben gerade schon festgestellt, ich bin nicht Gen Z. Ich habe mit Snapchat nichts zu tun. Also ist bestimmt toll, aber tatsächlich kenne ich diese sogenannten jungen Leute, also ein paar kenne ich. Und die, die ich kenne, die sagen mir, sind vor allem Mädchen, die sagen mir, dass sie bei Snapchat eh nur die Filter brauchen.

01:07:04 Gavin Karlmeier

Da kann ich dir sagen, als jemand, ich gehe ja immer in Schulen. Also beruflich nicht so. Und ich gehe mal in neunte Klassen und mache da Medienkompetenz mit den Klassen. Und da ist es so, dass Snapchat fast immer auf Platz zwei der meistgenutzten Apps ist. Weil die Leute eben nicht nur Filtern waren, sondern vor allem sich schreiben darüber, weil die Nachrichten verschwinden. Das ist der Messenger in den Schulen.

01:07:34 Nicole Diekmann

Okay, also die Nachbarsmädchen, von denen ich rede, sind in derselben Altersklasse.

01:07:40 Gavin Karlmeier

15, 16 so rum.

01:07:42 Nicole Diekmann

Ja, genau, aber da ist tatsächlich, wir sind, vielleicht sind die Eidler. Aber die sagen mir tatsächlich, nee, die schicken sich Nachrichten über Insta. Aber die sagen dann auch, pass mal auf, dann gebe ich dir mal meine Nummer. Nö, brauche ich nicht. Also für die ist das ja gar keine Kategorie mehr. Aber Tassine, nee, nee, Filter, Filter. Also da muss ich nochmal nachhorchen, was hier los ist.

01:08:11 Gavin Karlmeier

Jetzt rüber. Hallo.

01:08:13 Nicole Diekmann

Ich spreche mit den Eltern, die sind ja noch. Mach sofort an.

01:08:19 Gavin Karlmeier

Deine Tochter, es ist richtig. Ich hab Gevin dran.

01:08:23 Nicole Diekmann

Ich nehme dich mit per FaceTime. Dann hören wir auch noch ein paar Lieder zusammen. Aber eine schöne Polonaise.

01:08:30 Gavin Karlmeier

Ja, das gefällt mir sehr gut. So, und dann haben wir doch tatsächlich noch ein paar Meldungen aus der Welt X. Aus der Twitter-Welt. Da ist nicht viel passiert, aber zwei Dinge. Das eine ist, für alle Premium-NutzerInnen gibt es jetzt die Möglichkeit, dort Jobs zu posten. Es gibt jetzt auch die Möglichkeit, übrigens Kleinigkeit, habe ich gar nicht aufgeschrieben, aber du kannst jetzt, wenn du den goldenen Haken hast, also ein Unternehmen bist, kannst du jetzt auch jährlich dafür bezahlen. Rate mal, was der goldene Haken jährlich kostet.

01:09:00 Nicole Diekmann

Also so, ich war jetzt nach langer Abstinenz ein paar Tage wieder dabei und habe es sofort wieder aufgegeben, weil es wirklich sehr unerträglich ist. Deswegen würde ich sagen, das Ramschware, goldener Haken, also der blaue, der sich ja schon extrem gut durchgesetzt hat, sollte 8 Euro kosten oder 8 Dollar im Monat, glaube ich. Dann kriegst du den goldenen jetzt wahrscheinlich für 20 Dollar.

01:09:23 Gavin Karlmeier

Der Goldene hat ja vorher 1000 Dollar pro Monat gekostet. Jährlich kostet er 10. 000 Dollar.

01:09:31 Nicole Diekmann

Und hat den jemand?

01:09:32 Gavin Karlmeier

Ja, für einige. Elon Musk und

01:09:36 Nicole Diekmann

Wer denn? Wer, wer?

01:09:39 Gavin Karlmeier

Komm, ich kann ja mal. . HP hat den goldenen Haken zum Beispiel.

01:09:45 Nicole Diekmann

So, HP wird schon nicht mehr gekauft. Warte, ich schreibe mir kurz nur Boykott.

01:09:50 Gavin Karlmeier

Können wir die anderen Druckerunternehmen durchhin. Epson hat den auch. Deutschland hat er nicht, aber kennen USA. Die haben ihre Handles nicht miteinander verknüpft. Jetzt wissen wir aber auch, dass ja durchaus auch passiert ist, dass Unternehmen gegen ihren Willen den goldenen Haken bekommen haben.

01:10:08 Nicole Diekmann

War das nicht auch bei Promis so? Hatte nicht Jan Böhmermann plötzlich einen blauen Haken?

01:10:12 Gavin Karlmeier

Ja, das war so. Aber diese Haken wurden irgendwann einfach wieder entzogen. Keiner weiß so genau warum, aber das führt dazu. Dass das ZDF jetzt wieder einen blauen Haken hat zum Beispiel, obwohl die eigentlich auch mal einen goldenen Haken hatten. Also, ja, ich kann es nicht.

01:10:25 Nicole Diekmann

Aber das ZDF hat garantiert nicht gezahlt für den blauen Haken.

01:10:28 Gavin Karlmeier

Nein, das glaube ich auch nicht. Aber der WDR zum Beispiel hatte zwischendurch einen goldenen Haken wieder Willen, der ist jetzt weg.

01:10:35 Nicole Diekmann

Jetzt hat der WDR einen Kinnhaken. Also Ich bin heute gut gelaunt. Ich weiß nicht, ob man es merkt. Ich weiß nicht, ob man es merkt.

01:10:43 Gavin Karlmeier

Maus dran, das Kimhaken-Update.

01:10:47 Nicole Diekmann

Oh Gott. Okay, der goldene Haken, 10. 000 Dollar im Jahr. Na gut, also ich meine, das ist natürlich Peanuts für so ein Unternehmen, aber die Signalwirkung finde ich schwierig.

01:10:58 Gavin Karlmeier

Das ist so.

01:10:59 Nicole Diekmann

Aber Druckergeld stinkt nicht, ne?

01:11:01 Gavin Karlmeier

So. Ja. Wer solche Prozesse durchführt und verhindert, dass Leute ihre Tinpatronen auffüllen, der kauft sich ihren goldenen Haken.

01:11:09 Nicole Diekmann

Da hast du völlig recht.

01:11:11 Gavin Karlmeier

Und dann letzte Meldung des Tages und das ist tatsächlich eine gute, die iOS-App von Twitter unterstützt jetzt, erstmal vorerst nur in den USA, aber den Login per Pass Key. Und der Passkey ist die Antwort auf das Password, also das ist das neue Passwort. Und es ist ein Verschlüsselungsverfahren. Also Ganz doof gesagt ist, wird dein Gerät macht eine Überprüfung, ob du wirklich du bist, indem es zum Beispiel biometrische Aspekte von dir überprüft. Fingerabdruck oder so. Und übermittelt dann daraus, generiert einen Code und überprüft, ob der Code auf der anderen Seite der gleiche ist. Das ist deutlich sicherer als ein Passwort und es kommen jetzt immer mehr Unternehmen auf den Trichter, das zu unterstützen. Also du kannst dich bei PayPal schon über Paske einloggen, bei Google. Und jetzt offenbar halt auch bei Ex. Das ist wirklich etwas sehr Gutes.

01:12:08 Nicole Diekmann

Und das hört man bei Ex bestimmt gerne, denn In diesem Podcast wird selten etwas sehr Gutes über Ex gesagt.

01:12:14 Gavin Karlmeier

Und muss man auch dazu sagen, ein Paski kann man auch nicht mit einer geklauten SIM-Karte einfach kopieren, um dann möglicherweise die Finanzbehörde zu hacken.

01:12:26 Nicole Diekmann

Und ist das die Geschichte mit den Bitlingen? Ja, genau, die war das, ja. Ja, genau, wollte ich gerade sagen, weil Ex ja nun auch nach der Geschichte einmal mehr, nicht wirklich als Hort der Sicherheit wahrgenommen werden konnte.

01:12:41 Gavin Karlmeier

Ja, also wir haben das hier gar nicht so richtig am Ende aufgelöst. Wir haben nur darüber gesprochen, dass es passiert ist, aber die Ursache, warum ja dieser Account gehackt wurde Und dann dort jemand melden konnte, dass jetzt Bitcoins auch gehandelt werden können. Als ETFs. Als ETFs, genau, als ETFs gehandelt werden können. ist vor allem deswegen passiert, weil jemand offenbar herausgefunden hat, welche Handynummer es ist. Mit der die FEC registriert ist bei Twitter, bei X, dann eine SIM-Karte herstellen konnte, die sich als diese ausgegeben hat, um die Zwei-Faktor-SMS sozusagen aufzufangen. Oder die Kennwort zurücksetzen, SMS. Das hätte man vor allem verhindern können, wenn man nicht auf diesen unsicheren Stand SMS gesetzt hätte. Allerdings. Oder wenn man direkt auf Taske gegangen wäre.

01:13:31 Nicole Diekmann

Es war vielleicht ein Bezirksrichter, der das mal. Die haben wir ja heute.

01:13:35 Gavin Karlmeier

Ja, die Bezirksrichter, die sind fein raus heute.

01:13:37 Nicole Diekmann

Sind fein raus, sind gut verkündet in dieser Folge. Dann war es vielleicht ein hochrangiger US-Politiker.

01:13:44 Gavin Karlmeier

Ein nicht näher genannter. Ja, also wenn ihr bald irgendjemand seht, der ein 10 zu 17 formatiges Instagram-Foto postet, ist es wahrscheinlich Nicole Diekmann. Vielen Dank, dass du heute bei mir warst.

01:13:56 Nicole Diekmann

Ja, ich wollte gerade sagen, also wenn uns, wenn uns eins Wir haben ja vorher gesagt, nee, nicht so, also du, du hast vorher gesagt, nee, nicht so eine lange Folge. Ich mache hier echt, also völlig aus 90 Minuten. Gavin, also ich muss sagen, fünfundsiebzig Minuten, riesiger Fortschritt, also reduced to the max.

01:14:15 Gavin Karlmeier

Ich will dich auch einfach nicht nach einer halben Stunde gehen lassen, weißt du?

01:14:19 Nicole Diekmann

Du bist aber lieb. Nein, es war sehr schön.

01:14:21 Gavin Karlmeier

Du kommst auch wieder. Auf jeden Fall kommst du wieder. Vielen Dank, dass du dabei warst. Vielen Dank an alle, die zugehört haben. Es ist Wochenende. Genießt es. Und wenn ihr mal zwischendurch nichts zu tun habt am Wochenende, dann kommt mal in den hakenden Discord-Chat, guckt euch an, was die Community so macht. Oder, und das ist ja meine zweite Empfehlung, wenn ihr feststellt an diesem Wochenende. Hä, ich habe hier ein paar Groschen übrig in meinem Portemonnaie. Könnt ihr sie ins Hakendranschwein schmeißen? Das geht ganz einfach. Alles auf hakendran. org. Ich bedanke mich persönlich bei allen, die das tun.

01:14:51 Nicole Diekmann

Und wenn ihr das alles gemacht habt, das ist natürlich Prio 1, dann fahrt ihr zum Bahnhof und dann guckt ihr euch mal an, wie ich aussehe, wenn man sich mal richtig um mein Gesicht gekümmert hat.

01:15:02 Gavin Karlmeier

Und bis zum nächsten Mal überlege ich mir, wie ich es schaffe, das Haken dran. Werbung über diese Screens läuft.

01:15:08 Nicole Diekmann

Ja, also du. Nee, ich sage jetzt nichts mehr. Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.

01:15:14 Gavin Karlmeier

Ich auch. Vielen Dank, dass du da warst. Bis zum nächsten Mal.

01:15:16 Nicole Diekmann

Sehr gerne. Tschüss.

01:15:17 Gavin Karlmeier

Und bis Montag alle. Tschüss.