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Folge 247 · 21. Februar 2024 · 1:15 Std.

Ein Hochlicht der Regulierungen

mit Gregor Schmalzried

Der schärfster Grok-Kritiker dieses Landes ist wieder bei uns – und wir sprechen über EU-Regulierungen, über das DSA-Transparenz-Dashboard (Link unten), aber auch über die Witwe von Alexei Navalny und ihre Zeit auf X.

Ach und: Wenn ihr jetzt lest, dass Musk für einen Friedensnobelpreis nominiert ist, denkt an uns!

➡️ Das EU-Dashboard zur Einhaltung des Digital Services Acts: https://transparency.dsa.ec.europa.eu 

➡️ Haken dran unterstützen – oder mit der Haki-Community ins Gespräch kommen könnt ihr hier: ⁠http://www.hakendran.org⁠

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran.

00:03 Gavin Karlmeier

Das Social Media Update der CT. Hallo Gregor. Hi, schön hier zu sein. Zum zweiten Mal, glaube ich. Ja, ich wollte es gerade sagen.

00:13 Gregor Schmalzried

Also du hast das Prädikat Wiederkehrer hier mit dir verdient.

00:17 Gavin Karlmeier

Schön, dass du wieder dabei bist. Darf man in so eine WhatsApp-Gruppe?

00:22 Gregor Schmalzried

Es gibt einen Discord-Channel, für die, die alle ein zweites Mal. Nee, leider nicht. Aber was ich sagen wollte, ich stell dich kurz vor, du bist Gregor Schmalzried, du bist die. KI-Instanz der ARD. Eine der KI-Instanzen der ARD. Du bist einer der schlauesten Internetmenschen, die ich kenne. Das ist so ein Superlativ, wie du sonst über mich wählen würdest, was dich ehrt und mir schmeichelt. Und wir haben beim letzten Mal viel über KI gesprochen. Und wie es dazu verwillt, gibt es auch jetzt wieder Dinge zum Thema KI zu besprechen. Und deswegen freue ich mich sehr, dass du heute hier bist.

00:56 Gavin Karlmeier

Ja, ich freue mich auch hier zu sein. Ich habe in meinem anderen Podcast, den ich ganz kurz plugge. den KI-Podcaster ARD, da haben wir heute Morgen schon eine Sonderfolge gemacht, nur über all das, was gerade wildes Los ist. Und ich bin auch gespannt, wie du das Ganze siehst, weil. Man will da ja auch manchmal raus aus seiner Bubble und ich glaube, du hast da, glaube ich, einen sehr scharfen Blick drauf, was solche Entwicklungen tatsächlich tun. Also es ist ja das eine, so ein bisschen über die Technologie zu sprechen, aber was die denn macht, wenn man die auf einmal. At Scale quasi auf die Menschheit loslässt, das ist vielleicht eine andere Frage.

01:30 Gregor Schmalzried

Ganz konkret sprichst du wahrscheinlich von Zora oder Zora, wie sagt man?

01:36 Gavin Karlmeier

Also ich sage immer Sora, weil es mir so ein bisschen lächerlich vorkommt, Dinge, die so klingen, als könnte man die auch prima Deutsch aussprechen, Englisch auszusprechen, aber ich weiß nicht, ob es da eine offizielle Linie gibt.

01:47 Gregor Schmalzried

Also für die, die es nicht mitbekommen haben, es gibt jetzt von OpenAI dem Unternehmen hinter ChatGPT und DOLI und was sie nicht alles machen, gibt es jetzt einen Text-to-Video-Dienst, mit dem man noch nicht öffentlich, aber in der Lage ist, Videos zu generieren, die erstaunlich Krass aussehen, würde ich mal so sagen, oder?

02:10 Gavin Karlmeier

Hast du den Hund gesehen, der vor so vor so einem Gaming-Rechner sitzt und in so einem Hoodie auf die Tastatur dadelt?

02:18 Gregor Schmalzried

Nee, den habe ich nicht gesehen. Ich habe nur dieses uncanny-Video gesehen, wie in der Hütze äh Pfütze die ganze Zeit irgendwelche Golden Retriever spawnen.

02:26 Gavin Karlmeier

Ja, das stimmt. Das ist so, genau. Es gibt diese Fehler auch immer noch. Also es gibt auch, ich nenne es fast mal so Outtakes, so ganz viele Outtake-Videos, wo die KI irgendwas falsch gemacht hat. Ist ja auch übrigens nett, dass sie das auch veröffentlichen und nicht nur die Sachen, wo alles stimmt. Aber heute Morgen, weil es ist so, ähm, jetzt über die letzten paar Tage haben Leute auf einmal angefangen, echte Videos zu nehmen und ins Internet zu stellen und zu sagen: guck, hier ist ein neues SoRa-Video.

02:50 Gregor Schmalzried

Und das ist. Ich bin Peak Internet, ich liebe das.

02:53 Gavin Karlmeier

Absolut. Es ist einfach die Real. Und es ist ein guter, ich glaube, es ist ein gutes Training für das Internet, in dem wir ab jetzt leben. Und jetzt, heute Morgen, ich lag so im Bett, ich habe so schlaftrunken. Was macht man? Man denkt, ja, noch muss ich nicht aufstehen, ich check kurz, was so passiert ist. Und da habe ich dann so ein Video gesehen von so einem Hund in so einem Hoodie, der auf so einer Tastatur rumhackt und ich. War so, Moment mal, was ist das jetzt eigentlich? . Ich dachte erst kurz, das wäre wieder so ein Prank und dann habe ich gesehen, dass der Bildschirm, auf den er schaut, also dieser Computerbildschirm. Dass das Licht nicht von diesem Bildschirm ausgeht, sondern irgendwo dahinter. . Also, dass es eine ganz komische, ganz komische Lichtsituation irgendwie ist in dieser Clip Und dann habe ich gemerkt, naja, okay, das ist wirklich fake, aber ich hätte es sonst, ich schwöre dir, nicht gesehen. Also wir sind echt an dem Punkt so, ich dachte einfach, jemand hätte einen Hund genommen und dem Hoodie angezogen und Den beigebracht auf eine Tastatur zu tapsen.

03:48 Gregor Schmalzried

Es gibt ja auch dieses Video von der U-Bahn-Fahrt durch die Suburbs von Tokio. Ja, das finde ich halt wirklich krass, weil diese Reflexion, du hast dann so, ich glaube, ein Stück Tunnel oder so. Also das ist kurz dunkel und siehst dann Reflexionen vom Innenleben der U-Bahn. Und das ist in der Tat crazy. Und dieser scharfe Blick, den du da eben angekündigt hast, Ich weiß nicht, ob der ob das jetzt schon das ist, was du dir erhoffst, aber natürlich sorgt das für eine große Befürchtung, nämlich die Frage, was passiert, wenn es denn dann tatsächlich offen zugänglich ist. Also dieses in den letzten Wochen sehr, sehr oft zitierte, in den letzten Tagen sehr, sehr oft zitierte Will Smith ist ein Teller-Spaghetti-Video, das so wahnsinnig schlecht war. Und das jetzt geremaked wurde von Sora und so wahnsinnig gut aussieht, ähm, finde ich. Darf ich dich kurz da runter bei uns? Bin ich da schon ein Fehler auf?

04:42 Gavin Karlmeier

Darf ich einen großartigen Podcast-Moment hier kurz ermöglichen? Das war ein echtes Video.

04:48 Gregor Schmalzried

Wirklich?

04:49 Gavin Karlmeier

Also es war kein Remake. Das war Will Smith selber. Das war sein Social Media Team, was quasi also das ist ein echtes Video von ihm, wie er Spaghetti hat.

04:59 Gregor Schmalzried

Ja, das ist brillant. Das ist sehr gut.

05:03 Gavin Karlmeier

Er hat das Meme quasi embraced und so, aber nee, das ist that's real. Tatsächlich so. Da wusste ich relativ schnell, dass es dass es real ist. Und zwar aber einfach nur aus dem Grund, dass ich mir dachte, OpenAI würde niemals erlauben, dass wir echt Will Smith faken. So aus den reinen, aus wirklich so Policy-Gründen, dachte ich mir.

05:23 Gregor Schmalzried

Aber das ist ja nämlich genau der Punkt. Schon jetzt ist es ja so, dass du offenbar mit den richtigen Formulierungen an die KI es schaffen kannst, dass sie doch die Dinge tun, die eigentlich von der Policy ausgeschlossen sind. Zumindest gibt es immer wieder entsprechende Screenshots. Was gibt uns denn die Sicherheit, dass das hier nicht auch passieren könnte?

05:42 Gavin Karlmeier

Ja, das ist das italienische Klempner-Problem. Dass wenn man, äh, wenn man zum Beispiel DALI, den Bildgenerator, bittet einen italienischen Klempner. zu machen, dann macht er Super Mario. Also einen sehr bestimmten italienischen Klemp. Obwohl, wenn ich Super Mario eingeben würde, wird es nicht funktionieren. Und das ist auch ein total spannender Punkt für diese ganzen Rechtsstreits, die gerade laufen zwischen Rechteinhabern wie den New York Times und auch ein paar Schriftstellern und so weiter, weil die sagen, naja Schaut mal, das ist ja offensichtlich ein Plagiat, wenn diese KI einfach urheberrechtlich geschützte Inhalte sozusagen reproduziert. Und es auch jetzt mit wenig Aufwand möglich ist, sie dazu zu kriegen. Und das ist echt aufregend, weil da stoßen auf einmal so Technologie und und so ein Layer darüber, wie so ein bisschen Content-Moderation eigentlich aufeinander. Und es wird interessant zu sehen, ob das denn geht. Also ob man dieses italienische Klempner-Problem in den Griff bekommt, ob man einfach sagen kann, äh Hauptfigur aus Men in Black und Wild Wild West ist Spaghetti und dann funktioniert es jetzt mal so formuliert. Keine Ahnung. Also Leute sind da immer sehr schnell. diese Hacks zu finden, aber gleichzeitig denke ich mir, das OpenAI ist eine der besten, also wahrscheinlich das am besten ausgestattete, zumindest finanziell Startup der Welt. Ich würde das jetzt nicht ausschließen, dass wenn die es schaffen, eine Maschine zu bauen, die solche Videos baut, dass sie es auch irgendwie hinkriegen, dieses Copyright-Problem zu umgehen. Spannender wird es dann, was passiert, wenn solche Technologie Open Source geht. Weil gerade ist es natürlich noch so, die wirklich guten Bild-KIs, und das ist ja auch das krasse an Sora, dass das so viel besser ist als alle anderen. KIs in dem Bereich, die sind gerade noch Closed Source. Da können wir nicht reinschauen, wir können nicht damit machen, was wir wollen. Wir müssen uns an die Filter und die Regeln von OpenAI halten. Aber Open Source ist immer auf den Fersen. Meistens so ein Jahr hinterher. Und vielleicht haben wir in einem Jahr so gute Videos auch aus irgendeinem Open Source Modell. Dann lade ich das auf meinen MacBook und lasse es da laufen. Das lässt sich dann sehr schlecht regulieren.

07:57 Gregor Schmalzried

Und das ist ja auch eigentlich das Spannendste daran, dass diese Entwicklungen so krass schnell gehen. Also, dass der erste Kontaktpunkt, den wir vielleicht so mit ChatGPT hatten, Das kann nicht länger her sein als anderthalb Jahre. Und in diesen anderthalb Jahren ist so viel passiert, dass wir jetzt an diesem Punkt stehen und dieses Gespräch führen. Und diese kurzen, diese, diese Zeiträume, die werden ja immer kürzer gefüllt. Und das macht es, glaube ich, was so, was so Sorge auslöst, oder?

08:28 Gavin Karlmeier

Sicher. Ich mache regelmäßig auch Vorträge und Workshops und da habe ich immer das Bild von dem Papst genommen, von dem berühmten Dowenjackenpapst. Und dann hatte ich immer ein Bild von wie der gleiche Papst, also mit dem gleichen Prompt. Mit der Technologie ein Jahr vorher ausgesehen hätte. Also mit Mid-Journey Version 1 war das dann. Und du siehst halt, man erkennt so wagenden Menschen in diesem Bild. Das ist wirklich völlig andere Liga. Und das ist super, weil da kann man so schön zeigen, was quasi sich in einem Jahr getan hat. Und der Papst, der ja würde ich sagen, so neben ChatGPT. Fast so das andere große KI-Ding war, was auf einmal Leute wachgerüttelt hat. Also, das war wirklich der Tag, an dem richtig viele Leute sich bei mir gemeldet haben und meinten, Moment mal, das geht. Also, das ist jetzt da. Der war Ende März letztes Jahr, also Ende März 2023. Und seitdem ich immer diesen Vergleich habe in meinen Präsentationen. Habe ich immer so gewusst, okay, wir kommen näher dran an Ende März 2024. Was mache ich denn da an diese Stelle, sobald wir da sind? Ich glaube, da sind wir jetzt. Also die Entwicklung ist recht klar, das sind jetzt Videos dieser Art und wirklich fotorealistische. Grafiken, die man vom bloßen Hinschauern oft nicht unterscheiden kann von wirklich echten Bildern. Echten Aufnahme. Nur mit dem Unterschied, dass die Software uns den Papst nicht generieren lässt. Also wir müssen uns quasi eine generische Person generieren lassen, weil der Papst ist off-Limits. Wen dürfen wir nicht nehmen.

10:02 Gregor Schmalzried

Aber ich also das warum ich halt so auf diesem Punkt hänge, ist, weil diese ganzen Sora-Videos ja, also dessen Watermark ist ja so ein kleines Fitzelchen unten rechts eingeblendet. Also jedes von TikTok heruntergeladene Video ist stärker gebrandet als die Sora-Videos. Und es wäre so ein leichtes, diese Videos durch ein klar sichtbares Watermark quasi dauerhaft zu kennzeichnen als künstlich generiert. Und das passiert aber nicht. Das heißt, hier wird ganz, also ich verhalte, habe mich gefragt, ob ich das fahrlässig finde, dass es keine großflächige Markierung dieser Videos gibt.

10:40 Gavin Karlmeier

Also eine Sache, die ich ganz interessant finde, ist, ein Mitarbeiter von OpenAI hat in einem Tweet, den er, glaube ich, schon wieder gelöscht hat, aber ich könnte mich irren. gesagt, dass einer der Gründe für die Veröffentlichung war, dass sie eine Social Response anstoßen wollten. Also er hat das wirklich so dargestellt, als wir wollten euch einfach mal zeigen, dass das geht, damit ihr euch da mal Gedanken darüber macht, was passiert, wenn das möglich ist. Und ich würde schon sagen, dass diese Debatte jetzt läuft. Du hast absolut recht, diese Videos sind, ähm, also wenn die jetzt in so einem normalen Field landen würden, das ist dann genau wie mit dem Down-Jackenparst, dadurch, dass die einfach so landen im Rest des Contents, guckt man das nicht so genau an und wundert sich überhaupt. nicht. Es gibt dieses eine Video von so ein paar Welpen, die im Schnee spielen. Wenn du das in so einem normalen TikTok-Knuddeltier-Feed unterbringen würdest. Leute würden das ganz normal liken und kommentieren. Die würden gar nicht drüber nachdenken. Vielleicht auch, weil sie nicht sehen, dass an einer Stelle ein Welpe, glaube ich, drei Pfoten hat. Und Da bin ich jetzt gespannt, weil der nächste Schritt eben vielleicht schon ist, dieses Problem zu beheben. Also es gibt ja diese Content. Authenticity Initiative heißt sie, glaube ich. Ich google es jetzt gleich nochmal, dass ich das nicht heute. .

11:58 Gregor Schmalzried

Das sind die, die diese Content Credentials sozusagen vorantreiben. Genau die.

12:02 Gavin Karlmeier

Genau, also da geht es ja wirklich um den Gedanken, dass man in Zukunft alle Bildmedien und vielleicht sogar Textmedien mit so einer Art Beipackzettel versieht. Man muss das so ein bisschen tatsächlich erklären, wie man früher immer die NFTs erklärt hat, nur dass es, soweit ich weiß, nichts mit Blockchain zu tun hat. Und da soll dann in so einem Video in Zukunft einfach immer beigefügt werden, die Information, okay, übrigens, das ist ein KI-generiertes Video oder das ist ein echtes Video, aber es wurde. bearbeitet mit Hilfe von künstlicher Intelligenz oder es ist ein komplett echtes Video, was auch immer. . Und je nach Social Network hättest du dann quasi die Option, da vielleicht so ein in die Ecke So ein kleines, kann man sich dann sich im User Interface überlegen, so ein kleines Symbol zu machen, was Leute darauf hinweist, dass es übrigens KI-Genet geht. Also so ungefähr könnte man sich das vorstellen. Ich würde mich gar nicht wundern, wenn wir da dieses Jahr schon hingeraten. Die andere Frage ist dann, wie Leute das finden, ob Leuten das vielleicht wurscht ist, ob sie die einfach trotzdem teilen, ob sie das gar nicht wahrnehmen, ob es ihnen egal ist, ob sie es gar nicht glauben. Das ist so die nächste Frage.

13:05 Gregor Schmalzried

Und also und welche, und da kommen wir jetzt nämlich so richtig ins Social Media Thema, und welche Auswirkungen das ja auch algorithmisch haben kann. Also dass beispielsweise KI-generierte oder manipulierte Bilder vielleicht weniger Verstärkung erfahren. als die, auf die das nicht zutrifft. Kann ja passieren.

13:23 Gavin Karlmeier

Dass man vielleicht dann, sorry, ich wollte dich nicht unterbrechen, aber das ist wirklich ein spannender Punkt. Dass man vielleicht dann als Social Network sogar ein Incentive haben könnte, das nicht zu kennzeichnen, weil man sich möglicherweise spannenden Content sozusagen schlechter macht.

13:35 Gregor Schmalzried

Ja, so hätte ich es jetzt nicht gelesen, aber das, klar, das schwingt natürlich auch mit. Aber ich meine auch, dass es durchaus passieren könnte, dass echte Fotos einfach eine größere Wertigkeit erfahren. indem sie einfach stärker ausgespielt werden. Und das funktioniert aber nur durch diese Umkehr der Beweislast, nämlich dass echte Fotos als echte Fotos dauerhaft gekennzeichnet werden. Und auch das ist natürlich nicht fälschungssicher. Also na klar gibt es dann so eine Art Zertifikat oder Signierung durch die Leikerkameras, die machen das. oder durch Adobe-Produkte oder was auch immer, wer da alles in dieser Initiative jetzt schon alles daran teilnimmt und die auch schon umgesetzt hat. Aber das ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, solange es nicht die komplett bis zum Ende durchdachte Kette gibt von den Punkten, an denen wir die Nachrichten wirklich erfahren oder konsumieren. Da müssen die Bilder ja gekennzeichnet sein. Also an jeder Stelle, an der Fotos verwendet werden muss, stehen, das ist ein echtes Foto, das wurde dann und dann aufgenommen, dann und dann bearbeitet. Hier ist das Bild.

14:35 Gavin Karlmeier

Genau, das ist ein bisschen die Frage, ob das am Ende was ist, was halt vielleicht Journalisten interessiert, weil die auf die Art und Weise das dann untersuchen können und Informationen geben können an ihre Leserinnen und Leser oder ob das wirklich einfach wie so ein neuer Interface-Punkt des Internets wird. Also könnte ich mir schon vorstellen fast. Also dass das fast so selbstverständlich sein wird wie der Like-Button, dass wir überall so kleine Symbole haben, die uns darüber informieren, ob etwas KI generiert ist oder nicht. Vielleicht nervt es aber auch. Vielleicht, ich kann mir schon vorstellen, es gibt Leute, die zahlen ja auch Geld dafür, mit einem Chatbot zu sprechen. Also mit Replika und Character-AI, diesen KIs, die ja wirklich So eine Freundschaft oder eine authentische Beziehung vorgaukeln. Leute wollen vielleicht nicht dann die ganze Zeit daran erinnert werden, dass das fake ist, sondern die sagen: einmal, ich akzeptiere das und dann toggeln sie das vielleicht aus in den Einstellungen und dann ist ihnen alles egal. Das. Ist natürlich die andere Möglichkeit. Ich fände es auf jeden Fall besser, wenn das passiert, was du dir wünschst, oder was du beschrieben hast, nämlich dass echter Content so eine gewisse Wertigkeit erfährt. Ich denke immer noch so ein bisschen. Dass B Real da vielleicht so ein ganz komischer, versehentlicher Case für ist. Ich bin ja immer noch B Real-Nutzer, total gerne. Und das ist ja letztlich ein KI-sicheres Netzwerk, weil du halt ausschließlich direkt auf die Kamera zugreifen kannst, du kannst ja nichts hochladen. Deswegen weiß ich, alles was ich da sehe, ist echt. Kann sein, dass irgendwer es geschafft hat, das irgendwie zu hacken oder so, aber das glaube ich jetzt ist bei meiner Freundesliste da nicht der Fall. Also ist irgendwie ein interessanter Fall so. Wenn das ganze westliche Internet sich verstopft mit KI, kann ich immer auf B Real gehen und weiß, da sehe ich wirklich wie mein ähm mein mein wer ist gerade ganz oben mein kumpel Gino sich schräg von oben fotografiert das ist absolut so passiert

16:28 Gregor Schmalzried

Ja, das ist voll spannend. Wir haben ja am Montag über einen Deal gesprochen. der den Reddit offenbar unterzeichnet hat. Ich weiß nicht, ob du das mitbekommen hast, indem es darum geht, dass Reddit wohl mit einer größeren KI-Firma, die nicht weiter namentlich genannt wird, einen Deal abgeschlossen hat. dass alle Reddit-Daten von diesem Unternehmen zum Trainieren genutzt werden dürfen. Und das hat so eine kleine moralische Diskussion hier ausgelöst. bei der Nils und ich uns nicht ganz einig waren und viele Leute aus der Community und in den Kommentaren auch ganz unterschiedliche Dinge mit reingegeben haben. Du merkst, wir sind direkt im Housekeeping. Nämlich die Frage, klar, die Inhalte, die ich in sozialen Netzwerken veröffentliche, die gehören mir sowieso nicht mehr. Aber wieso kann das in mir trotzdem Bauchschmerzen auslösen, dass die dann jetzt nochmal so richtig zu Geld gemacht werden? Kannst du das irgendwo nachvollziehen, diese, dieses Gefühl?

17:24 Gavin Karlmeier

Ich kann es total nachvollziehen. Es ist ja das Problem, was eben oft dabei ist, wenn man ein Ich sag mal, ein Social Contract oder in dem Fall ja ist es ja, ein AGB sind ja ein richtiger Vertrag, abschließt und dann stehen da Dinge drin, die später auf Technologien angewendet werden, von denen man nicht wusste, dass die existieren würden. Und das passiert ja immer wieder. Es ist zum Beispiel so, wenn man jetzt heute irgendwie einen Vertrag unterschreibt, weil man ich gehe jetzt ein bisschen weit raus, pardon Wenn man heute einen Vertrag unterschreibt, wenn man ein Drehbuch verkauft, zum Beispiel, dann steht da meistens was dabei wie: Man gibt die Rechte ab für Adaptionen in das Medium und das Medium, das Medium. und alle anderen Medien, die möglicherweise kommen könnten. Ja, das stimmt. Ah, das habe ich auch schon mal unterschrieben. Und das ist wohl relativ neu. Das gibt es wohl noch gar nicht so lang. Mir hat mal jemand erzählt, das kann vielleicht auch jemand Fact checken aus dem Discord, weil ich hier Quatsch erzähle, aber es klang so einleuchtend, dass ich es einfach mal nacherzähle, dass das ein bisschen kommt, auch weil es wohl Probleme gab, als die DVD kam. Und viele nur die Rechte abgegeben hatten für VHS. Und auf einmal ging es so, ach so, wir können jetzt gar nicht alles einfach so rüber. Übernehmen. Aber natürlich hat man, als man sowas unterschrieben hat vor ein paar Jahren, okay, vielleicht an ein nächstes Medium gedacht oder ein nächstes Speichermedium oder Streaming oder was auch immer und nicht daran, dass es jetzt auf einmal um eine Technologie geht, die ja wirklich zu einer Konkurrenzverein selber werden könnte. Und das ist ja ein bisschen das, was bei Reddit jetzt auch der Fall ist. Also wenn ich zum Beispiel auf Reddit Kurzgeschichten veröffentliche, das gibt's ja auch. Also No Sleep ist ein toller Horror-Sub-Reddit, wo Leute auch richtig gute, auch sehr viel Schrott, aber auch gute Geschichten schon veröffentlicht haben. Das ist jetzt auf einmal alles eben mal so in einem Deal. Weitergeschickt worden an eine unbekannte KI-Firma. Das war vorher nicht wirklich so Teil des Deals, glaube ich. Aber man merkt auch, dass Reddit dadurch, dass die halt jetzt auf ihren Börsengang sich vorzubereiten. Vor allem schauen, wo sie überall Geld rausquetschen können und nicht unbedingt auf das, was die User glücklich macht.

19:29 Gregor Schmalzried

Und jetzt pass mal auf, nämlich kam heute dann nämlich die Mail, also am gestrigen Dienstag, wenn ihr das gehört. Die Meldung, dass X offenbar in Verhandlungen mit Midjourney steckt, was eine potenzielle Partnerschaft betreffen könnte.

19:42 Gavin Karlmeier

Das da erwischst du mich jetzt aber wirklich gut auf dem falschen Fuß, weil das habe ich gar nicht gesehen.

19:47 Gregor Schmalzried

Ja, es ist eine relativ neue Meldung. Also es kam wirklich erst vor einigen Stunden hier rum. Mehr als das gibt es nicht. Das hat Doge Designer gepostet, in der Regel, ganz gut informiert. Account, der eng zusammenhängt mit Elon Musk und auch mit Linda Iacorino immer rumflirtet, auch ganz viel Grütze postet, aber gerade was so Ex-Dinge angeht, durchaus gut informiert ist. Ähm, und es gibt schon so die ersten Theorien, in welche Richtung diese Partnerschaft sozusagen ausschlagen könnte. Und mein erster Gedanke war aber in dem Zusammenhang, dass dieses Interface, das Mid-Journey bislang benutzt, ja so eine wahnsinnig behebige seltsame Lösung ist. Also dieses dieser Weg, das über so einen Discord-Channel zu veröffentlichen. Und dass, wenn das aber quasi nahtlos in Grog eingeflochten wäre, diesem AI-Chatbot von X, Es eine Möglichkeit gäbe, relativ leicht diese Bilder zu generieren.

20:40 Gavin Karlmeier

Also meines Wissens testen die schon eine Oberfläche Kann aber natürlich sein, dass dieser Deal auch schon länger in der Mache ist und man dann irgendwie auch ein bisschen Code einfach ausgetauscht hat oder so. Das ist natürlich auch irgendwie möglich. Es stimmt natürlich, dass Midjourney da noch noch ganz gut Raum nach oben hat. Es passt auch vielleicht so ein bisschen, weil Midjourney hat auch, sag ich mal, Kindersicherung, man kann damit jetzt keinen Porn generieren oder so, aber die sind schon deutlich laxer als zum Beispiel jetzt das DALI von OpenAI ist oder der neue Google-Bildgenerator. Also der lässt mich jetzt völlig problemlos Bilder von Taylor Swift generieren, also nicht pornografische Bilder von Taylor Swift, aber wie sie Achterbahn fährt oder so, das wäre kein Problem. Das würde Dali mich nicht machen lassen, es sei denn ich schaffe, irgendwie es auszutricksen. Ähm, mit-Journey war da immer schon so ein bisschen, ja, so ein bisschen der kleine Bad Boy. Ist auch ein viel kleineres Unternehmen natürlich. Also vor allem, wenn man das vergleicht mit den Tech-Giganten, ist es eh ein bisschen beeindruckend, dass die sich immer noch halten und immer noch auch so extrem weit vorne sind in dem Bereich, weil das ist ein winziges Team, vielleicht brauchen die das, ja.

21:49 Gregor Schmalzried

Vielleicht ist Ex-Bad Boy-Image da irgendwie ganz passend. Ja, und da sind wir direkt im Thema, also wohin geht es denn eigentlich? Wir haben heute, du hast, als du beim letzten Mal zu Gast warst, hast du dir gewünscht, bitte wenig Elon Musk.

22:04 Gavin Karlmeier

Ja, und dann habe ich die Themenliste aufgemacht für heute und das erste war Elon Musk. Das waren die ersten Wörter, die ich gelesen habe.

22:10 Gregor Schmalzried

Ja, und der erste Satz geht auch noch weiter. Und zwar Elon Musk für einen Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Und ich habe das nur mitgebracht. um jetzt so ein bisschen den Berichterstattungen am heutigen Mittwoch, wie sagt man, vor Zu eilen? Nee, mein Gott, ich hab's seit vorzugreifen, danke. Ich habe seit so ein paar Tagen hier starke Wortfüllungsstörung. Ich weiß auch nicht, woran das liegt.

22:33 Gavin Karlmeier

Das ist aber auch ein hartes Wort.

22:35 Gregor Schmalzried

vorzugreifen. Genau. Denn hundertprozentig, also im Discord, an alle, die sich übrigens fragen, was ist eigentlich dieses Discord, über das die beiden immer sprechen, der Discord ist ein Chat, bei dem die Haken-Drand-Community sich austauscht. Wir gehen stramm auf die 700 Mitglieder zu, also echt viele Leute, die sich da regelmäßig austauschen und die ganze Zeit diskutieren. Und wir haben darüber heute auch diskutiert, weil jemand diese Meldung ausgegraben hat. Meine erste Assoziation war, naja, also Punkt 1, klar, die ganzen Medien werden jetzt alle sagen, oh mein Gott, Elon Musk ist für einen Friedensnobelpreis nominiert. Mein Gedanke 2 war dann aber, ja klar, aber da kann ja quasi jeder jeden vorschlagen. Also Putin war auch in den letzten Jahren immer wieder für den Friedens. Ich habe deswegen mal den Wikipedia-Auszug zum Nominierungsverfahren mitgebracht. Und also, Vorschläge für den Friedensnobelpreis können neben den aktuellen oder ehemaligen Mitgliedern des Komitees sowie den Beratern des Komitees. unfrüheren Preisträgern oder den Vorständen von ausgezeichneten Organisationen, alle Mitglieder der Regierung oder des Parlaments sowie des Staats überhaupt eines souveränen Staates die Richter des Internationalen Gerichtshofs und des Ständigen Schiedshofs in Den Haag sowie Professoren der Fachrichtungen Sozialwissenschaft, Geschichte, Philosophie, Recht und Theologie. die Leiter von Universitäten und von Friedensforschungsinstituten und ähnlichen Organisationen einreichen. Und irgendeiner von denen hat sich halt gedacht, ich schlage Elon Musk vor und deswegen steht er jetzt auf dieser Liste. Aber auf der Nominierungsliste waren auch immer so um die 300 Leute in den letzten Jahren. Deswegen, dass bitte, wenn alle jetzt darüber schreiben werden heute, und ich wette mit dir irgendjemand wird darüber groß schreiben, das bitte nicht zu überbewerten, überzuführen.

24:17 Gavin Karlmeier

Ich habe auch gerade GPT-4 gefragt, wer war die abwegigste Person, die schon mal für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde? Was glaubst du, ist die Antwort, die beste hier?

24:27 Gregor Schmalzried

Ich hätte Putin gesagt oder Hitler wahrscheinlich auch.

24:31 Gavin Karlmeier

Ja, Hitler ist die richtige Antwort. 1939 Von einem schwedischen Abgeordneten. Der DC ah, okay, der DIC doch ironisch und eine Art politischer Protest gegen die Politik und Aktion Hitlers tat. Also, okay, gut. Die haben auch schon damals getrollt anscheinend in den 30 Jahren.

24:50 Gregor Schmalzried

Ich weiß nicht, ob Ironie sich über Friedensnobelpreis-Nominierungen transportiert. Bin ich mir nicht sicher. Und dann steigen wir aber auch direkt ein. Ich möchte nämlich, wir müssen direkt politisch werden. Wir sind eigentlich ja schon politisch. Aber wir bleiben politisch. Denn am gestrigen Dienstag. . ging eine Meldung rum, dass der Ex-Account von Julia Navalnaya, der Frau, der Witwe von Alexei Navalny ähm plötzlich gesperrt wurde auf Twitter und die erste Assoziation, die viele wahrscheinlich hatten, war So, das wahrscheinlich. Man muss kurz dazu, glaube ich, verstehen, dass sie diesen Twitter, äh, diesen X-Account erst einen Tag zuvor angelegt hatte. Und dass sehr schlagartig plötzlich weg war. Gleichzeitig gab es immer mal wieder Berichte, dass Elon Musk ja eine gewisse eine gewisse Flirtflanke in Richtung Russland auch auf hat. Und also der Tim Higgins vom Wall Street Journal hat jetzt gerade erst einen Text darüber geschrieben, wie nah eigentlich die die Argumentationen Elon Musks eigentlich sich mit der von Putin decken. Also es gibt da viele viele Überschneidungen und als diese Sperrung dann gekommen ist, haben natürlich alle erstmal eine große politische Kampagne. vermutet. Eine Stunde später war dieser Twitter-Account aber wieder da und X hat über den Account at Safety selber eine Rechtfertigung veröffentlicht und hat geschrieben, dass die Verteidigungsmechanismen der Plattform die Manipulation und Spam verhindern sollen, versehentlicherweise diesen Account von ihr gesperrt haben, als regelverletzend sozusagen identifiziert. Der Account wurde aber sofort wieder reaktiviert, nachdem das Team festgestellt hat, dass es diesen Fehler eben hier gab.

26:39 Gavin Karlmeier

Ja, klingt tatsächlich jetzt für einen Experiment Für Chaos bei X klingt das jetzt tatsächlich erstaunlich plausibel, muss ich sagen, diese Geschichte. Ja, ich stimme zu.

26:51 Gregor Schmalzried

Ja, ja, das würde ich nämlich eben so einschätzen und würde da auch sagen, also vermutlich Alles halb so wild. Problematischer ist aber tatsächlich, finde ich. Und das zeigt aber eher, was der Personalmangel eigentlich in diesem Haus tatsächlich so auslöst. dass eine der wahrscheinlich gerade am meisten gegoogelten Personen der Welt sich einen X-Account anlegen kann dann 24 Stunden lang twittern kann und dann erst Schutzmechanismen greifen, die in Frage stellen, ist dieser Account überhaupt echt? Und dann erst eine Stunde später jemand feststellt, dass das versehentlich passiert ist. Das heißt, Punkt 1, relativ schnell hätte eigentlich ein Verifikationsteam überprüfen müssen, ob der Account echt ist und nicht erst einen Tag später und die Sperre hätte viel früher auffallen müssen. Also da sind mehr, finde ich, gleichzeitig, so glaubwürdig die Erklärung ist, so so Traurig ist sie am Ende, auch weil sie zeigt, dass da eigentlich trotzdem gar nichts mehr funktioniert.

27:47 Gavin Karlmeier

Es ist ja Teil der Plausibilität, dass man sich denkt, ach ja, nee, das wird schon nicht funktioniert haben. Warum? Wäre eigentlich komisch, wenn es funktioniert hätte.

27:56 Gregor Schmalzried

Das ist so bitter, aber das ist wahrscheinlich so. Und was übrigens auch passiert, ist auch relativ breaking. Wir nehmen hier also, wir haben heute wirklich brühfrische Nachrichten. Grünheide. Weißt du, wenn ich Grünheide sage, weißt du sofort, was da los ist?

28:13 Gavin Karlmeier

Frisch doch nochmal mich kurz auf, falls ich an was Falsches denke.

28:17 Gregor Schmalzried

Ist ein kleiner Vorort vor Berlin, in dem sich ein Tesla-Werk befindet. Und in grünen Handy gab es eine ganz genau das. Da gibt es eine ganz tolle ZDF-Dokumentation drüber, große Empfehlung. Und dort gab es eine Bürgerbefragung, weil Tesla wollte das Werk gerne erweitern, wollte noch mehr Tesla-Werk in Grünheide. Und es gab dort eine Bürgerbefragung, die allerdings rechtlich nicht bindend ist. Und da haben leider gerade so in der Region, ich denke an Bürgerbefragungen in Berlin, leider Erfahrungen mitmachen müssen. Aber. Die BürgerInnen haben dort 70 Prozent abgestimmt, das ist die Wahlbeteiligung und von denen denen haben 1882 für eine Erweiterung gestimmt, aber 3499 Gegen eine Erweiterung. Das heißt, es gibt eine klare Mehrheit dagegen, dass Tesla dort die Genehmigung bekommt. Und jetzt wird man mal schauen, wieso die Bürgermeister dort vor Ort handeln werden. Ich bin sehr gespannt.

29:16 Gavin Karlmeier

Ja, ich auch. Ich habe das Gefühl, ich kann da jetzt nicht. Ich bin da so ein bisschen hin und her gerissen, weil einerseits finde ich es auch immer gut, wenn man irgendwas baut. Weil gerade so, was Bürgerbefragung geht, die sich gegen Bauprojekte, das ist ja schon so ein, also auch ein großes Thema und der Wirtschaft geht es auch nicht so gut. Aber es gibt sicherlich da eine Menge, eine Menge gute Argumente dagegen, die du sicherlich auch besser kennst als ich.

29:43 Gregor Schmalzried

Ja, also gerade die Umweltaspekte, du hast in das Wasser-Ding angesprochen, diese absolute Trockenheit, die das Tesla-Werk da ja nur noch stärker fördert. Ist sicherlich ein Faktor, aber also auch so Arbeitgeber-Arbeitnehmerverhältnisse, wie Tesla sie vorlebt mit Gewerkschaften, die zerschlagen wurden oder sich gar nicht erst bilden konnten. Es gibt viele gute Gründe, die gegen ein Tesla-Werk in Grünheide sprechen und vor allem noch mehr, die gegen eine Erweiterung des bestehenden Werkes sprechen. Ja, das ist wohl so. Wir bleiben kurz bei X, denn die Washington Post hat etwas herausgefunden. Und zwar haben die eine Untersuchung durchgeführt, bei der es. um Desinformationskampagnen, hier in dem Fall aus China ging. Und das war eigentlich mehr so der Auslöser oder Aufhänger für deren Untersuchungen und für deren Recherchen. Was die Washing Post aber herausgefunden hat, war, dass seit dem Moment der Übernahme durch Elon Musk Ex an keinem. . Informationsaustausch mit anderen Social Media Unternehmen mehr statt äh teilgenommen hat. Also es gab wohl in der Vergangenheit immer wieder so bilaterale und sagt man polylaterale Treffen. Wahrscheinlich ja. unter Twitter und Meta und YouTube und so, die haben sich immer alle zusammengetan und haben dann gemeinsam sich ausgetauscht über Kampagnen aus ähm äh undemokratischen Ländern beispielsweise. Und haben so russische Kampagnen, chinesische Kampagnen frühzeitig desinfiziert, äh identifiziert. Auch schön. Auch schön identifiziert. Haben sich abgesprochen und haben es damit geschafft, solche Kampagnen relativ schnell gemeinsam im Kollektiv zu unterbinden. So, jetzt ist es aber so, dass diese Ex-Vertreter dort an diesem Treffen nicht mehr teilnehmen. Und das letzte Mal, dass ein Ex-Vertreter daran teilgenommen hat, war, dass ein in Irland sitzender Mensch namens Aaron Rodericks, der dort daran teilgenommen hat, der dann aber suspendiert wurde von ex weil er kritische Beiträge über Musk geliked hatte, schreibt die Washington Post und vom Unternehmen verklagt wurde. Der ist nicht mehr dabei. Joel Roth hat früher auch an den Treffen teilgenommen. Der ist ja, wie wir alle wissen, auch nicht mehr im Unternehmen. Und das führt jetzt dazu. dass Meta im vergangenen Jahr zum Beispiel 150 Konten mit künstlichem Einfluss identifiziert hat. Die aber bei X, also die, also wie gesagt, es gab so Überschneidungen zwischen diesen Konten. Es wurde gesagt, wir haben hier bei Meta welche, die bei X sind und umgekehrt sind. So und von denen gab es 150 Konten, die das Washing, die die Washington Post nachvollziehen konnte, von denen jetzt deutlich später immer noch 136 aktiv sind. Das heißt, da passiert einfach gar nichts mehr und es kümmert sich auch niemand mehr so richtig darum. Sie schreiben weiter hier, dazu gehört auch ein in der Türkei ansässiges Konto mit mehr als einer Million Anhängern und fünf weiteren Konten, die das blaue Häkchen von EXA haben, das sie als verifiziert kennzeichnet. Besonders beunruhigend ist allerdings für einige Forscher, dass von den 123 Konten, die Meta im Mai, August und Dezember wegen der Teilnahme an betrügerischen Kampagnen in China angezeigt hat, alle bis auf 8 weiterhin auf X aktiv sind. Das heißt, Meta meldet sogar X-Accounts und sagt, hier, ihr habt hier Leute, die machen Quatsch und X reagiert einfach überhaupt nicht mehr.

33:12 Gavin Karlmeier

Ja, X has left the Group Chat, ne? Ja, ist. Ich finde die Vorstellung schon lustig, dass Meta jetzt quasi Community Management so für die macht, aber ähm Ja, würde mich auch, also wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Elon Musk einfach überhaupt nicht weiß, dass es dieses Treffen gab? Achso, ach so, der Typ ist jetzt weg, was hat er nochmal gemacht? Er würde schon nicht so wichtig gewesen sein und nie mehr daran gedacht hat.

33:39 Gregor Schmalzried

Das ist ein valider Punkt, ja. Aber das also in der Also da schreibt ihr eine wichtige Person von Meta an, eine wichtige Person von X, von der es ja wahrscheinlich nicht mehr ganz so viele gibt. Und dann bleibt die E-Mail da einfach liegen und man denkt sich so, jo, ich mach mein Ticket auf.

33:55 Gavin Karlmeier

Ja, wir haben Wichtigeres zu tun. Wir müssen die Community-Notes für Elons Tweets deaktivieren. Wir haben Prioritäten hier im Haus.

34:03 Gregor Schmalzried

Es gibt aber, wenn das vielleicht dabei hilft, ein gutes Gefühl aufzumachen, es gibt jetzt eine neue App mit dem Namen NUTI.

34:14 Gavin Karlmeier

Hast du auch manchmal das Gefühl, dass die guten App-Namen alle weg sind?

34:19 Gregor Schmalzried

Es fühlt sich an wie von so einem einarmigen Banditen, der einfach nur so sieben Felder hat. Und da kommt irgendwelche Buchstaben und machst so Das ist so das, was ich in Wordle eingebe, wenn ich überhaupt nicht weiter weiß. Also ist das ein Wort? Keine Ahnung. Und dann wunderst du dich, dass es ein Wort war. Aber das Falsche. Naja, Nuti ist auf jeden Fall eine App und die bildet dir ein Interface, mit dem du auf Blue Sky, Mastodon und Noster posten kannst gleichzeitig.

34:46 Gavin Karlmeier

Habe ich ein Poster verpasst? Ist das so ein bisschen?

34:48 Gregor Schmalzried

Ja, das ist das ein dezentrales Netzwerk, das Jack Dorsey nutzt, nachdem er eigentlich Blue Sky gegründet hatte. Aber Nostar ist nichts, also nee, du hast nichts verpasst. Aber es gibt zum Beispiel Möglichkeiten, dass du dann die Texte auch auf die jeweiligen Netzwerke nochmal leicht anpassen kannst und so. Und das finde ich. Ehrlicherweise spannend, dass es jetzt solche Entwicklungen gibt und bin sehr gespannt, wie sich das weiterentwickelt und wie dann vor allem auch so Sachen wie Threads irgendwann dazukommen.

35:17 Gavin Karlmeier

Darf ich eine blöde Frage stellen? Was ist denn da jetzt anders als an klassischen Social Media Planning Tools, wo man ja noch schon seit langer Blue Sky und Noster unterstützen? Ah, okay. Okay, für die, für die, für die Horden an kaufkräftigen Mastodon-Nutzern ist das dann.

35:36 Gregor Schmalzried

Du meinst sowas wie Buffer oder so, ne?

35:39 Gavin Karlmeier

Ja, genau, das war das, woran ich gedacht habe.

35:42 Gregor Schmalzried

Ja, genau, damit konntest du ja gleichzeitig Facebook und Instagram bespielen und wenn du sagst, nee, da habe ich nicht so Lust drauf, dann gehst du jetzt zum Nuti.

35:50 Gavin Karlmeier

Nuti.

35:51 Gregor Schmalzried

Nuti.

35:52 Gavin Karlmeier

Sehr gut.

35:54 Gregor Schmalzried

Das heißt, der neue Dr.

35:55 Gavin Karlmeier

W heißt N'Shuti. Aber.

35:58 Gregor Schmalzried

Was bitte?

35:59 Gavin Karlmeier

Der neue Schauspieler von Doctor Who. N'Shuti Gatwa heißt, ja.

36:03 Gregor Schmalzried

Achso, ich könnte keinen Dr. Who nennen. Das darf ich ja nicht laut sagen, glaube ich. Ich glaube, es gibt viele Hakis, die durchaus da Emotionen haben, wenn ich das sage.

36:14 Gavin Karlmeier

Ja, und die Hakis haben da recht. Matt Smith ist eine gute Antwort.

36:20 Gregor Schmalzried

Ich kenne Piers Brosnan.

36:24 Gavin Karlmeier

Also, wer ist Brite, da bist du schon mal auf einer ganz heißen Spur.

36:30 Gregor Schmalzried

Und Bennett Cumberbatch. Egal. Ein anderes Thema. Lass uns kurz die Welt Ex und Microblogging verlassen und lass uns über die EU sprechen. Und zwar hat die EU eine Datenbank gestartet, eine EU-Datenbank, die die Inhalte zählt. Die Netzwerke löschen oder einschränken. Das heißt, alle Inhalte, die sozusagen von Netzwerken, also im Moment betrifft es hier vor allem diese Flops, also die sehr großen Online-Plattformen, ähm die löschen oder in ihrer Ausspielung einschränken, also Visibility oder das löschen, die werden dort gezählt und das kannst du dir dort anschauen. Also zum Zeitpunkt der Aufnahme Ähm, sind das wier Milliarden, sechshundertachtzig Millionen einhunderteinundfünfzigtausendvierhundertsechs Statements, also Meldungen von diesen großen Plattformen an die EU Und das ist ganz spannend, weil das so ein Dashboard ist, das DSA-Dashboard. Und in diesem Dashboard kannst du nach allem suchen und du kannst dir alles visualisieren und kannst dir alles angucken. Du kannst dir angucken. welches Netzwerk der Flops beispielsweise die häufigsten Meldungen umgesetzt hat. Und hast du schon reingeguckt, weißt du es schon?

37:48 Gavin Karlmeier

Ich bin gerade drin. Also ich finde es total super, wirklich. Man ist ja oft auch so ein bisschen kritisch manchmal so gegenüber viel von der EU-Regulierungen auch Glaube ich zu Recht, aber ich glaube immer so, wenn es einfach darum geht, uns Informationen darüber zu geben, was eigentlich passiert im Internet, das ist genau das, wofür das da sein sollte. Ich bin richtig begeistert und also ja, ich bin sehr schockiert, über wer mit Abstand auf Platz 1 ist.

38:15 Gregor Schmalzried

Denn auf Platz 1 liegt mit 3 Milliarden 971 Millionen und ein paar zerquetschten liegt. Also das sind so 90 Prozent, ja. Google Shopping hat mit großem Abstand die meisten Meldung. Und da also ich b also da ich bin wirklich ich bin konstatiert, sagt man

38:37 Gavin Karlmeier

Kann man da irgendwie so einen reaktionären Take zu KI generieren lassen, so die Zensurmaschine Google Shopping?

38:45 Gregor Schmalzried

Frag doch mal bei Julian Reichelt nach, ob du da nicht einen Text für kriegst.

38:48 Gavin Karlmeier

Was ist Google Shoppings Platzierung im Kulturkrieg? Frage ich mich.

38:53 Gregor Schmalzried

Genau. Also, ich weiß nicht, also das hat bestimmt auch was mit so KI-generierten Produkten zu tun bei Google Shopping und wahrscheinlich ganz viel. mit achso man kann doch sehen warum ach ne scope of platform service also das ist der also der häufigste Grund bei allen Netzwerken Scope of Platform Service als Grund, warum Dinge offline genommen wurden oder in der Sichtbarkeit eingeschränkt wurden.

39:19 Gavin Karlmeier

Also bedeutet, es passt nicht zum Thema einfach, ne?

39:22 Gregor Schmalzried

Genau. Richtig. Also die Tagesschau, kann man, äh, die schreiben dazu, damit fassen die Plattformen alle Entscheidungen zusammen, die etwas mit allgemeinen Regularien zu tun haben, etwa einfach Stoß gegen Altersbeschränkungen oder Nacktheit. Also alles, was irgendwie eben nicht in das Netzwerk gehört. Und bei Google Shopping kann das ja am Ende alles sein. Da frage ich mich aber, ob da vielleicht irgendwie auch, ob das alles so technisch sauber gelaufen ist. Und weißt du, wer mit großem Abstand auf dem letzten Platz liegt? Ja, ich wollte auch gerade Props geben. Auch Shopping, Zalando. Ich weiß aber nicht, ob man da Props geben muss oder ob das nicht einfach bedeutet, dass bei Zalando einfach überhaupt gar kein Meldesystem notwendig ist, weil das komplett kuratiert ist. Also es, ich kann ja gar nicht meine Inhalte bei Zalando listen lassen.

40:09 Gavin Karlmeier

Wahrscheinlich, wahrscheinlich ist das genau der Unterschied. Also wenn man es könnte, dann wird Zalando wahrscheinlich genauso überlaufen wie Google Shopping von falschen Zahnbürsten oder so.

40:17 Gregor Schmalzried

Ja, oder KI-generierten Produkten, die es einfach nicht gibt. Aber bleiben wir mal bei den sozialen Netzwerken, denn da sind ein paar interessante Dinge schon rauszulesen. Also. Die häufigsten Inhalte, die beispielsweise bei TikTok entfernt wurden, sind Inhalte, die auch im Scope of Platform Service sind, also im Nackt. oder Altersbeschränkung. Dann kommen aber Inhalte, die harmful speech sind. Also wie würde man das sagen? Verletzende Inhalte, vielleicht oder so, ne?

40:51 Gavin Karlmeier

Ja, schädlich, glaube ich.

40:53 Gregor Schmalzried

Ja, schädlich ist gut. So, bei Instagram dagegen hast du diesen Punkt, diese Harmful Speech, auf Platz 1 als häufigster Grund zur Offline-Nahme. Das finde ich interessant, also dass dort quasi offenbar diese Altersschutz. . Punkte oder es gibt ja auch den Punkt Pornography oder sexualisierter Content, dass die eben tatsächlich dahinter liegen. . Hinter dieser Hassrede beispielsweise oder Desinformationen werden da auch zugehören. Also alles, was eben so zur Verrohung des Miteinanders führt. Und dass die Community-Standards bei Instagram, ich hätte das ehrlicherweise fast anders eingeschätzt, dass da. Sexualisierte Inhalte vorne liegen. Das wäre so mein Bauchgefühl gewesen.

41:42 Gavin Karlmeier

Ja, es ist, glaube ich, insgesamt auch deswegen, weil diese Ergebnisse so komplett unintuitiv sind, frage ich mich, ob man da nicht ein bisschen mehr Informationen über den technischen Unterbau braucht, um das wirklich einordnen zu können. Also das kann gut sein, natürlich, dass das ähnliche Gründe haben kann, aus denen Google Shopping als oben ist. Also dass das irgendwelche technischen Sachen sind, die man Nur versteht, wenn man ein bisschen tiefer einsteigt.

42:06 Gregor Schmalzried

Ja, das stimmt. So, jetzt sehen wir, wie es bei was eigentlich so bei Ex weit vorne liegt, ne? Ex hat insgesamt deutlich weniger Meldungen rausgegeben. Aber die haben auf Platz 1 tatsächlich auch Pornography und sexualisierten Content, wenn ich das richtig sehe, ja. 290. 000. Insgesamt. Und auf Platz zwei ist es auch dieser Scope of Platform Service. Dass aber da so Dinge wie, ah nee, auf Platz 3. Auf Platz 2 ist Violence, also Gewaltdarstellung. Tatsächlich. Und das ist dann ja doch interessant, dass eigentlich bei X, wenn man sich so einloggt, das Gefühl hat, da kann eigentlich alles stattfinden und veröffentlicht werden, aber trotzdem unter diesen Punkten Dinge offline genommen werden und dass dann auch noch der EU gemeldet wird, ist zumindest auf eine Art überraschend, würde ich behaupten. Ja. So. Weißt du, was ich aber am interessantesten finde bei all diesen Dingen, die wir hier besprechen, also das Dashboard macht wahnsinnig viel Spaß, sich da mal so durchzuklicken und zu sehen, was so wie so. gelebte Wirksamkeit der EU eigentlich aussieht. . Das finde ich irgendwie schön. Interessant finde ich aber die Zahl, die direkt auf der Staatsseite steht und die irgendwie so in der Berichterstattung gar nicht so herausgestellt wurde. 73% aller Entscheidungen, die hier in diesem Bergsport auflaufen, sind automatisiert. Und zwar vollautomatisiert. Bedeutet, da ist auch nicht nochmal kurz ein zweites menschliches Augenpaar drüber gelaufen, sondern Vollautomatisierte Löschungen sind 73%, also drei Viertel der Inhalte. Und ich weiß nicht, ob ich mehr oder weniger vermutet hätte, aber irgendwie fühlt sich das trotzdem wie eine überraschende Zahl an.

43:40 Gavin Karlmeier

Also ich hätte tatsächlich deutlich mehr erwartet. Weil ich hätte, wenn man jetzt mal so kurz überschlägt, dann sind ja immer noch so über einem, das sind ja nur so Über eine Milliarde Entscheidungen sind dann übrig, die tatsächlich menschliche Interaktionen mit drin hatten. Das ist schon sehr viel. Aber es sind natürlich, wissen wir ja, sehr viele Leute auch auf der ganzen Welt. daran beteiligt, an diesen Entscheidungen.

44:07 Gregor Schmalzried

Und ehrlicherweise ist das auch ganz gut so, glaube ich, weil bei vielen, vielen dieser Entscheidungen, wir haben ja darüber gesprochen, dass jemand Seine Inhalte, ähm, ich kriege den Fall leider nur noch so zu 50 Prozent zusammen, was schlecht ist, aber wir haben ja über einen Fall gesprochen, bei dem jemand seinen gesperrten Inhalt sozusagen zur zweiten Überprüfung eingereicht hatte. bei Meta und der Inhalt sofort wieder gesperrt wurde und das ganz offenkundig, ohne dass ein Mensch da mal drüber geschaut hatte. Also dass es gar keine Möglichkeit mehr gab, irgendwie da zu einer echten Zweitüberprüfung zu kommen. Und das ist nicht nur gut, ehrlicherweise, weil das auch dazu führen kann, dass viele Inhalte, die eigentlich vielleicht auf der Plattform richtig wären, dort manchmal auch einfach nicht stattfinden können.

44:56 Gavin Karlmeier

Ja.

44:57 Gregor Schmalzried

Stimmt. Wir bleiben bei der EU, denn die EU hat ein Ermittlungsverfahren gegen TikTok eingeleitet, auf Grundlage des DSA. Oh schade, ich dachte wir machen noch kurz die Dating-Apps. Ja, da kommen wir gleich noch zu, weil das passt total.

45:14 Gavin Karlmeier

Pardon, ich hätte nicht an die zweifeln sollen. Ich habe nur gesehen, dass du vorangeschrägst.

45:18 Gregor Schmalzried

Aber Rick Schütz. Aber du fühlst das Dating-Thema, ne? Wir bleiben kurz bei der EU. Und zwar auf Grundlage des CSA, da würde ich erstmal vorneweg sagen, auch da wieder Regulierung wirkt. Wie toll es ist, dass einfach diese Grundlage für diese Regulierung wirklich dazu führen, dass einfach Verfahren eingeleitet werden, über Prüfungen statt, wenn das da was passiert. Und tatsächlich geht es da darum, dass hier die Frage gestellt wird, ob der Algorithmus Radikalisierungsprozesse verstärken kann von TikTok. und ob er B zur Abhängigkeit führen kann. Also das sind so Dinge, die überprüft werden sollen. Thierry Breton, das ist der Du hast es nicht letztes Mal so schön gesagt?

46:04 Gavin Karlmeier

Nee, nee. Ich hätte es bestimmt furchtbar gesagt.

46:06 Gregor Schmalzried

Also er ist Kommissar für Binnenhandel. Und ich glaube auch Raumfahrt, das hat mir hier irgendwann mal erzählt. Binnenmarkt und Dienstleistungen mit der erweiterten Zuständigkeit für Verteidigung und Raumfahrt, so ist die offizielle Bezeichnung. Und der sagt, als Plattform, die Millionen von Kindern und Jugendlichen erreicht, hat TikTok eine besondere Rolle beim Schutz von Minderjährigen im Internet zu spielen. Und das jetzt mal in ein großes Bild gesetzt, dass in den USA die Stimmung für soziale Netzwerke, was den Jugendschutz angeht, sich gerade ziemlich doll verändert. Die EU hier jetzt gerade klare Entscheidungen in Richtung TikTok trifft Ich glaube, da sind endlich mal so ein paar Dinge in den Köpfen angekommen, dass man mal so ein bisschen darauf achten muss, wie die jungen Menschen in unserer Gesellschaft eigentlich gerade mit sozialen Netzwerken umgehen.

46:56 Gavin Karlmeier

Aber wenn ich mal so ein bisschen zynisch hier sein darf, okay, dann wenn man untersucht, ob TikTok möglicherweise Radikalisierungsprozesse in Gang setzt und ob es möglicherweise sowas wie ein Suchtverhalten Heraufruft. Ich würde mal sagen, wenn man jetzt auf die Straße gehen würde und so 30 Leute fragen, die das die TikTok regelmäßig benutzen, insbesondere junge Leute, die das auch wirklich, also die da drin sind, die würden wahrscheinlich alle sagen, ja, klar, natürlich. Für mich wäre die Studie da fast so ein bisschen durch. Also die Frage ist eigentlich, was bedeutet das? Was ist der nächste Schritt?

47:34 Gregor Schmalzried

Ja, also ich ergänze das noch kurz. Die EU-Kommission will auch prüfen, ob Minderjährige vor unangemessenen Inhalten geschützt werden. Und dazu gehören auch Inhalte von Rechtsextremen zum Beispiel. Und das sind halt drei Baustellen, die alle drei überprüft werden müssen und die EU hat ein paar Hebel und der wirksamste Hebel ist mit Sicherheit das Geld, also dem Unternehmen hinter TikTok zu drohen. Und zu sagen, also entweder ihr leistet hier Korrekturen, ihr passt das an, oder wir zahlt uns einen dicken Strafbetrag, das ist, glaube ich, schon ein ziemlich mächtiger Hebel, ehrlicherweise. Finde ich, das klingt gut. Also klar, so genau kann man das nicht so, ähm, kann man das nicht so absehen, wie solche Untersuchungen auch genau aussehen. Also was willst du denn machen, wenn festgestellt wird, ja, es kannst du Abhängigkeit führen. Was machst du mit der Information? Du kannst das Prinzip TikTok ja ohne Algorithmus gar nicht denken. Aber dass erstmal in so eine Richtung überprüft wird und gehandelt wird, ist schon eine massive Veränderung zu den Vorjahren, finde ich. So, und bevor wir zu den Dating-Plattformen kommen, ganz gut. Du teast das richtig gut. Das ist ja dein Thema.

48:54 Gavin Karlmeier

Wir freuen uns so auf das Dating-Thema.

48:56 Gregor Schmalzried

Bleiben wir kurz bei der EU. Die EU weitet das digitale Vorgehen gegen schädliche Inhalte auf alle Online-Plattformen aus. Der DSA gilt ab jetzt nicht nur für die Flops, sondern damit jetzt auch für fast alle Online-Plattformen, Marktplätze und Vermittler. Vorausgesetzt, sie haben mehr als 50 MitarbeiterInnen und ein Jahresumsatz von mehr als 10 Millionen Euro. Also dazu gehören jetzt auch Plattformen wie OnlyFans oder Ebay Das ist jetzt neu die nächste die nächste Zündstufe, wie wir in der Raumfahrt sagen Tier die und dich. So, es gibt jetzt eine Klage und zwar werden Dating-Plattformen verklagt. Und das auf Grundlage der These, dass Tinder und Hinch NutzerInnen absichtlich süchtig machen würden. nach dem Swipen. Und das, äh, deswegen sage ich, das passt so gut zu TikTok, weil diese Frage, wie weit solche Dinge vielleicht süchtig machen, die wird hier eben nochmal damit thematisiert und du hast offenbar Emotionen dazu.

50:01 Gavin Karlmeier

Ich finde das Thema total interessant, vielleicht auch, weil das so die eine Ecke des Internets ist, die ich wirklich ausschließlich aus Erzählungen wirklich kenne, weil ich bin leider, also ich hatte nicht die Notwendigkeit, so die letzten Die letzten sieben Jahre über. Und ich finde es aber total interessant, auch weil es ja dieses Phänomen gibt im Dating-App-Bereich, dass immer eine Dating-App einfach total Kacke irgendwann wird, weil man muss vor alles bezahlen und es wird unangenehm zu benutzen, dann wechseln alle auf die nächste App und dann wird die Kacke und man muss vor alles bezahlen, dann wächst man auf die nächste App. Und dann wird die auch kacke und man muss für alles bezahlen. Und das ist so dieser Tinder-Bumble-Hinge-Zyklus, den man irgendwie so durchmacht. Und dann gibt es zwischendurch auch mal was anderes. Es gab mal so eine Dating-App, wo man Freunde für sich hat swipen lassen, was ich total lustig fand. Aber am Ende läuft es irgendwie darauf hinaus, dass Online-Dating so ein Grundgeschäftsmodellproblem hat. Weil in dem Moment, in dem man User monetarisiert, hat man kein Interesse mehr. daran, dass die Nutzer auch das aus der Plattform bekommen, was sie wollen. Nämlich eine feste Beziehung, in der Regel zumindest. Und es gab ja diese wirklich also tolle Werbekampagne für Hinge mit Designed to be deleted, was ja ein wirklich grandioser Slogan ist, aber anscheinend ist Hinge auch nicht besser als alle anderen jetzt. Also es war eine tolle Idee, aber hat nicht wirklich funktioniert. Und ich wüsste gerne von dir, Gavin, Wie würdest du das lösen, wenn du jetzt eine Dating-App auf die Welt loslassen würdest? Wie würdest du die monetarisieren, dass du sicherstellst, dass deine App nicht das gleiche Schicksal droht wie all den anderen?

51:43 Gregor Schmalzried

Oh, da wischst du mich jetzt kalt, weil auch ich nicht die lange Dating-App-Historie habe. Also, ich kann noch ein paar Sachen ergänzen, vielleicht und währenddessen nachdenken. Und zwar ist es so, dass es eine Sammelklage gibt von mehreren Nutzen NutzerInnen, die sagen, dass diese Apps, so wie sie konzipiert sind, eine ewige Pay-to-Play-Schleife als Ziel hätten. Also dass es die ganze Zeit darum geht, immer nur den nächsten Kick mit sich zu bringen, aber nicht darum, wie du schon sagst. diese App tatsächlich zu löschen. Und was ich erst dadurch gelernt habe, durch diese Klage ist übrigens der Fakt, dass Tinder oder Hinch. . beide vom selben Unternehmen kommen. Nämlich von der sogenannten Match Group. Und das war mir nicht klar, dass die sich ja einfach gegenseitig Konkurrenz machen. Dazu gehört übrigens auch noch, also Tinder, Hinge, OK Cupid, Plenty of Fish. Match, Metic, Ship und Our Time sind alle vom selben Unternehmen.

52:37 Gavin Karlmeier

Genau, Bumble ist die einzige, die, äh, die einzige große, die da glaube ich außerhalb von ist. Da ist auch eine total freakige Origin-Story, ähm, die ich jetzt nicht wiedergeben kann, weil ich möglicherweise was falsch mache. Und das ist wohl auch so, dass OK Cupid wohl früher mal total gut war. Also es gab wohl so eine frühe Phase, wo OKCupid wohl die beste Dating-App wirklich überall war.

52:57 Gregor Schmalzried

Das war so ein Indie-Ding, oder? Bei den Indie-Kids.

53:02 Gavin Karlmeier

Und dann kamen die Normis und haben es kaputt gemacht, wie in jedem guten Internetforum.

53:06 Gregor Schmalzried

So wie mit Taylor Swift auch.

53:09 Gavin Karlmeier

Ja, da kam ich. Jetzt bin ich auch Fan. Jetzt ist es doof.

53:13 Gregor Schmalzried

Ist uncool. Ich hatte die noch, da hat die in den ganz kleinen Clubs gespielt. Ja, Tommy-Café, Mani. Ja, genau. Aber meine Lösung für eine Dating-App, also Wenn du damit Geld verdienen willst, vielleicht musst du anfangen, so wie Airbnb, so Events zu verkaufen. Also dass du gar nicht das Geld über das Dating verdienst, sondern darüber, was die Leute miteinander machen. Also es gibt doch diese Airbnb-Experiences, dass du so auf Tour gehst und so. Und wenn du sowas anbietest, das wäre doch toll.

53:50 Gavin Karlmeier

Das ist interessant. Ich glaube, man muss sehr aufpassen, dass es nicht cringe ist.

53:54 Gregor Schmalzried

Es ist hundertprozentig cringe, aber wir leben in dem Land, das den Herzblatt Hubschrauber erfunden hat. Wie viel cringe darf es denn noch sein?

54:03 Gavin Karlmeier

Ich, ich, äh, die Sache, die ich dachte, ist, okay, das Problem ist ja, dass man quasi nicht für den Erfolg bezahlt, sondern für den Misserfolg. Und ähm wahrscheinlich also ich würde einfach jede Person, die sich da registriert, erstmal irgendwie so einen Anwalt vorbeischicken und dann muss die quasi sehr komplex einen Vertrag unterschreiben. Und in diesem Vertrag steht drin, wenn du eine Beziehung findest, die länger als Zeitraum XY geht, dann zahlst du uns 1000 Euro.

54:30 Gregor Schmalzried

Ja, ich finde das.

54:31 Gavin Karlmeier

Aber erst dann, vorher nicht. Also vorher darfst du es gratis machen, was du willst, du hast so viele Swipes und Matches, wie du möchtest. Aber in dem Moment, in dem deine Beziehung gut genug ist, dann cachen wir ein. Und das ist auch deswegen schön, weil es. . ganz tolle romcom-Ideen liefert. Zum Beispiel ein paar, wo die auf einmal broke sind und dann und dann die haben kein Geld mehr. Und dann ist die zwei Jahre kommen. Weißt du, diese Zwei-Jahres-Grenze, das können wir uns nicht leisten. Dann müssen sie sich trennen, weil sie das Geld nicht haben, um die Tinder-Gebühr zu bezahlen. Also, das finde ich super.

55:06 Gregor Schmalzried

Ja, ich merke also, Kapitalismus ist dein Ding. Storytelling, my Freund. Ist es nicht das gleiche Okay Ich würde mit dir gerne den, also wir haben so viel heute zu besprechen, aber ich möchte mit dir gerne unsere Rubrik nicht verpassen, weil du bist der Mensch, auf dessen Emotionen ich eigentlich immer am meisten Wert lege. Ich drücke den Knopf, ich hab's nicht getestet, vielleicht hören wir den Jingle jetzt nicht. Mal gucken.

55:33 Gavin Karlmeier

Funktionen und Emotionen.

55:37 Gregor Schmalzried

Also ich hab' ihn gehört.

55:39 Gavin Karlmeier

Fabelhaft. Voll surround Sound.

55:42 Gregor Schmalzried

Ja, muss ich housekeepen, ganz kurz. In der letzten Folge fehlte der Jingle. Und es war mein, es war menschliches Versagen.

55:49 Gavin Karlmeier

Direkt 30 Leute, die abonniert. Direkt die EU hat ein Strafverfahren gegen dich eingereicht.

55:56 Gregor Schmalzried

Verstoß, also plötzliches Haken dann auch ein Flop. Wir fangen an mit Instagram. Instagram erlaubt dir zukünftig deine, also du kannst ja, wenn du Inhalte speicherst Diese in eine Collection packen, ne? Kennst du das?

56:15 Gavin Karlmeier

Nee.

56:16 Gregor Schmalzried

Also, du kannst Inhalte speichern bei Instagram. Und diese kannst du nicht nur einfach so speichern, sondern du kannst so eine Art, wie so ein Pinterest-Board sozusagen. Du kannst mehrere Inhalte gruppieren und kannst sagen, die sind jetzt in dieser Liste hier, sogenannte Collection. Und du kannst jetzt Collections öffentlich machen und diese öffentlich auf deinem Profil hinterlegen. Kannst du also sagen, ich habe jetzt hier für euch eine Post-Sammlung mal hingelegt. Tumblr war das früher. Ja, oder im Pinterest, ne?

56:45 Gavin Karlmeier

Mhm. Mega gut. Voll fresh.

56:47 Gregor Schmalzried

Cool. So, du kannst jetzt direkt aus der Instagram-App für Meta Verified ein Abo abschließen, also den blauen Haken kaufen. Okay, gut. Soll ich? Nee, aber du könntest.

57:06 Gavin Karlmeier

Okay, ja, auch gut zu wissen. Also, meine 300 Follower werden sich freuen.

57:12 Gregor Schmalzried

Aber wenn du den beantragen würdest, du bist doch legitim genug, um den so zu kriegen.

57:18 Gavin Karlmeier

Äh, ja, das sagst du, aber ich kenne so viele Storys von Leuten, die so 3000 Mal den normalen Haken beantragt haben und nicht gekriegt. Und Also da war auch viel Intransparenz, glaube ich, immer schon im Spiel.

57:31 Gregor Schmalzried

Das ist aber schon immer so. Also, muss man mal dazu sagen, als Elon Musk angekündigt hat, das Verifikationssystem zu verändern. Das hat es natürlich alles nur verschlimmert. Wir sind uns da einig. Aber die Beobachtung, dass mit den blauen Haken auf Twitter seltsam umgegangen wurde, die war schon nicht ganz von der Hand zu weisen. Also es gab so Gerüchte darüber, dass die auch als Incentive verteilt wurden und Leute einen blauen Haken bekommen haben, damit sie länger im Netzwerk bleiben, damit sie sich auch so ein bisschen. . geschmeichelt fühlen vom Netzwerk und deswegen vielleicht mehrere, mehr ihrer Inhalte auf Twitter veröffentlichen und so. Da haben wir, glaube ich, aber auch schon mal drüber gesprochen. Also der blaue Haken ist auch so eine, äh, war mal so ein Produkt der Begehr. Und dementsprechend ist es auch total logisch, dass Instagram irgendwann angefangen hat, jetzt denen zu Geld zu machen. Übrigens, Ziemlich genau vor einem Jahr hat ein Haki im Discord geschrieben, genau ein Jahr her, dass Meta Verified angekündigt wurde und jetzt gibt es Happy Birthday App. Happy birthday, geklauter. Gekaufter Haken. Geklaut. Oh Gott. Oh Gott, nee. Okay, WhatsApp startet jetzt ein Privacy-Feature, wie Sie sagen. Also de facto heißt das, du kannst kein Screenshot von Profilbildern mehr machen. Also in dem Moment, wenn ich dein Profilbild groß mache und Screenshot mache, dann ist der Screenshot schwarz, wie wir es zum Beispiel auch von Netflix kennen.

59:02 Gavin Karlmeier

Ja, irgendwie ein bisschen spezifisch. Ist ja nicht wie ein Be Real oder so, wo man weiß, das ist gleich wieder weg. Profilbild ist ja schon irgendwie was öffentliches, aber wer weiß, ne? Wird sicherlich Leute gegeben haben, die das gebraucht haben, sonst wäre es nicht da.

59:16 Gregor Schmalzried

Genau, es wird einen Grund haben. Facebook arbeitet gerade viel an der eigenen Suche. Wir haben in der Vergangenheit darüber gesprochen, dass in der Facebook-Suche oben Die Geburtstage siehst oder Empfehlungen siehst. Und jetzt ist es so neu, dass du in der Suche auch einen Punkt findest, der heißt highlighted, also zumindest im Englischen, wie er auf Deutsch heißt, hervorgehoben vielleicht, oder erwähnst. Hochgelichtet. Das steht da doch. Wir haben das eine KI übersetzen lassen und die hat gesagt, hochgelichtet. Die Bel hat gesagt, das heißt hochgelichtet. dieses ist das geil dieses feature ist ein ganz besonderes hochlicht und zwar und zwar kannst du jetzt da drauf tippen und dann siehst du alle postings in denen du erwähnt wurdest

01:00:05 Gavin Karlmeier

Ja, ist nur. Name Search ein bisschen einfacher. Weiß ich nicht, ob das Leute auf Facebook machen, aber. Ah, das waren Zinken.

01:00:15 Gregor Schmalzried

So. Meta hat eine neue Funktion, mit der du, wenn du Werbewährungen für Produkte schaltest, diese Produkte Die können von einer KI automatisch freigestellt werden und es können KI-generierte Hintergründe hinter diese Produkte gesetzt werden. Cool.

01:00:32 Gavin Karlmeier

Sind das die Emotionen, äh, gebe ich dir genug Emotionen? Soll ich ein bisschen Traum setzen?

01:00:38 Gregor Schmalzried

Willkommen zu X, vielleicht haben wir da mehr Emotionen wie X testet Grog-Summaries von Training Topics. Also das steht dann unter dem Trending Topic, worum es da geht und warum das Trending Topic ist.

01:00:52 Gavin Karlmeier

Ich kann nicht glauben, dass das Ding immer noch Grog heißt. Also von all den Dingen, von wirklich, es ist vielleicht ein bisschen falsch, dass das die Sache ist, die mich kriegt, aber es ist die eine Sache, die ich. Die ich immer noch nicht verstehe. Also ich verstehe, es hat ja so eine Backstory und so, aber das ist. So heißt doch dieser Riese aus Harry Potter. Nee, der heißt Grob. Aber ja, ja, okay.

01:01:16 Gregor Schmalzried

Ja, mach ruh weiter. Ich höre dir jetzt, wie du fühlst. Ich habe da ganz tolle Emotionen, weil das ist super gefährlich, weil Trending Topics in der Regel ja nicht sind Käsekuchen, Hochzeit, herzlichen Glückwunsch, sondern Training Topics sind ja auch ein Instrument, politisches Instrument. Also. Wenn jetzt gerade auf Ex Böhmermann trendet, dann trennet er, weil Rechte angefangen haben, ihn missverstehen zu wollen. Und wenn das passiert, dann machen sie das ja nicht, indem sie alle schreiben, komm, wir verstehen ihn Mist. sondern sie verbreiten im Netz ihre Sichtweise des Sachverhalts oder die, von der sie vorgeben, dass ihre Sichtweise ist Was also passieren wird, ist, dass unter den Trending Topics genau diese Interpretation steht, weil das ja einfach nur de facto nur eine Zusammenfassung der Tweets ist, die man darunter findet. Und dementsprechend halte ich das für eine ganz, ganz gefährliche Entwicklung. Weil das wird dazu führen, dass ich, dass X plötzlich Absender. Bislang war das nicht so, dass die Plattform selber auch Absender von Desinformationen ist. Elon Musk, ja, der Algorithmus hat es verstärkt, ja, vielleicht auch, aber die Plattform nicht. Das ändert sich dann in diesem Moment. Und das finde ich sehr gefährlich.

01:02:30 Gavin Karlmeier

Ja, ich kann mir auch vorstellen, dass die sogar das dahingestellt fast schon, aber dass das einfach nicht sehr gut sein wird. Also So Zusammenfassungen von so sehr wirren Tweets aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln, das ist vielleicht ja auch so ein bisschen der Gedanke, dass man sagen kann, die sagen das, jene sagen das oder so. Aber da kommen so Sprachmodelle oft sehr leicht durcheinander. Also das würde mich überhaupt nicht wundern, wenn da sogar dann Standpunkte landen, die eigentlich überhaupt niemand so vertritt, einfach deswegen, weil die KI irgendwelche Tweets durcheinander bringt oder so.

01:03:05 Gregor Schmalzried

Zumal Grog jetzt ja auch als Chatbot nicht unbedingt die Qualität hat, die wir von anderen Chatbots vielleicht auch ein bisschen gewohnt sind.

01:03:14 Gavin Karlmeier

Ja, stell dir vor, aber stell dir vor, es wäre das Gegenteil der Fall und die mächtigste KI der Welt hieße. Krog. Ich meine, es ist fast mein Name, also eigentlich müsste ich vielleicht ein bisschen netter sein, aber.

01:03:26 Gregor Schmalzried

Krog Schmalzried. Gott. Ex bekommt jetzt die Möglichkeit, dass du wie bei Twitch Clips aus Spaces rausklippen kannst und die dann auf dein Profil hinterlegen kannst. Ja, haben ja Leute eh schon gemacht, aber halt gescreenshared. Ja, also finde ich auch okay. Dann gibt es jetzt die Expanded Bio, also wenn du Premium Subscriber bist, eben als Twitter Blue, kannst du eine längere Bio schreiben als andere.

01:03:54 Gavin Karlmeier

Ja. Gut. Ja, voll gut.

01:03:57 Gregor Schmalzried

Okay. Dann schickt YouTube jetzt Benachrichtigung raus, ist eigentlich keine Funktion, das ist so eine kleine Ergänzung zur Funktion. dass alle Leute, die schon mal live gegangen sind bei YouTube, kriegen jetzt Benachrichtigung, dass sie gebeten werden, hey, möchtest du nicht auch mal vertical live gehen, dann würdest du ein größeres Publikum erreichen. Du kannst ja jetzt bei YouTube nicht nur normal live gehen, sondern auch im Vertical Live, Hochkant Live.

01:04:22 Gavin Karlmeier

Es ist, ich finde es schön, dass es so heißt tatsächlich. Das ist so ein Begriff, der hat sich, glaube ich, so über die Agenturen da so reingeschnitten, so reingeschlichen und jetzt ist es quasi die offizielle Pont-Content-Bezeichnung, so Vertical Contents. Das finde ich mir ganz lustig. Weil man muss es klar irgendwie differenzieren, wenn man auf einmal eine Funktion drauf knallt, die nie dafür gedacht war für die Plattform.

01:04:43 Gregor Schmalzried

Naja, vor allem weil YouTube hier einfach Paralleluniversen baut, weil du hast das normale YouTube mit Videos und live und alles. Und dann hast du YouTube Shorts und in den YouTube Shorts gibt es auch eine Live-Funktion. Und das ist wirklich, also es ist wirklich, das besteht wirklich niemand mehr.

01:04:59 Gavin Karlmeier

Also separate Live-Funktionen, aber wahrscheinlich auch andere Funktionen an und so, ne?

01:05:03 Gregor Schmalzried

Ja, ja, klar, sieht wahrscheinlich auch völlig anders aus.

01:05:06 Gavin Karlmeier

Muss man sich dann entscheiden, ob man Vertical. Nee, aber weißt du was? Es ist, glaube ich, ich glaube, es ist es nicht wert, das Thema.

01:05:13 Gregor Schmalzried

Gut. YouTube ermöglicht dir jetzt, und also da haben wir Emotionen, halte ich fest. YouTube erlaubt dir jetzt, Musikvideos und Musik aus Shorts zu remixen in deinen anderen, in deinen eigenen Shorts. Und das finde ich ist mal eine Meldung, vor allem angesichts der Meldung, über die wir hier letzte oder vorletzte Woche, gerade was so Vertical, Kurzformate und Musik angeht, gesprochen haben.

01:05:40 Gavin Karlmeier

Das ist nicht die Emotion, die du wolltest, aber die. Nee, nee, nee, nee, nee, nee. Ich muss kurz erklären. Ich muss kurz erklären, ich hatte aus irgendeinem Grund Ich habe mir gerade vorgestellt, ich wäre so ein Zeitreisender von vor zehn Jahren, der nicht weiß, was YouTube Shorts sind. Und vor dem hast du gerade den Satz gesagt: YouTube erlaubt es jetzt, Musikvideos aus Shorts zu nehmen und in deine eigenen Shorts zu verwenden. Und ich weiß, okay, was hat die Zukunft? Die Technologie ist wirklich an Punkten, da wäre ich ja niemand drauf gekommen, aber also ich kann jetzt in meiner Hose Musikvideos Remix.

01:06:18 Gregor Schmalzried

Man muss vielleicht dazu sagen, dass wir diese Folge um 22. 30 Uhr aufnehmen. Also. TikTok hat ja vor zwei Wochen die Möglichkeit verloren, Musik aus dem Katalog der Universal Music Group zu verwenden. was sozusagen der, also das Gros der Musik, der Popmusik ist. Und YouTube hat aber den Zugriff auf diese Musik noch und spielt das jetzt meines Erachtens volle Pulle aus.

01:06:48 Gavin Karlmeier

Man könnte auch sagen, also wenn YouTube da jetzt so eine Catchphrase hätte zu diesem Move, dann wäre es, friss meine Shorts

01:06:55 Gregor Schmalzried

Okay, wir gehen weiter. Signal führt jetzt Nutzernamen ein. Das heißt, du brauchst nicht mehr eine Telefonnummer von einer anderen Person, um dieser Person zu schreiben, sondern der Nutzername reicht. Und das ist deswegen bemerkenswert, weil wir erst vor einer Woche darüber gesprochen haben, dass WhatsApp ein ähnliches Feature plant. Mhm. Finde ich gut. Finde ich auch gut. Macht, glaube ich, Sinn. Also alle Apps können eigentlich bald alles. Das ist eigentlich die letzte Anpassung. Und jetzt habe ich noch eine Meldung, die ist vor allem für dich interessant. Und zwar, also du kannst jetzt bei Klapperhaus Sprachnachrichten schicken. Aber du musst die nicht aufnehmen, sondern du kannst sie als Text schreiben und eine KI erstellt aus deiner Stimme, die sie gelernt hat, weil du Körper benutzt hast, eine Sprachnachricht mit deiner Stimme.

01:07:42 Gavin Karlmeier

Das ist also total faszinierend. Einmal weil es ja auch irgendwie Clubhouse ist und weil es immer lustig ist zu hören, was die eigentlich gerade so tun, weil die gibt es ja noch, ne? ist ein bisschen wie so, ein bisschen auch wie die Simpsons, zweite Simpsons-Referenz jetzt in wenigen Minuten, wo man auch ab und zu hört, okay, die gibt es ja noch, ne? Die machen ja noch irgendwas.

01:08:01 Gregor Schmalzried

Staffel 33 oder so läuft der Rana.

01:08:03 Gavin Karlmeier

Ja, ja, genau. Es ist, ich meine, und es tut ja auch niemandem weh, weil es ist auf Clubhouse, aber Also das ist ja wohl die schlimmste Funktion, die sich jemand ausgedacht hat. Wenn du Satan persönlich bitten würdest, eine Social Media Funktion zu erfinden, es wäre dieselbe Funktion. Ich, also Text automatisch in Sprachnachrichten, damit du jemanden eine Sprachnachrichtest, also mein Gott.

01:08:30 Gregor Schmalzried

Der Text hier vor allem, ich habe mir den irgendwo aus dem Internet kopiert, leider ich habe mir nicht aufgeschrieben von wo. Das mache ich bei Funktion und Emotionen einfach nicht mehr, weil ich nur noch sammle. Aber der Satz hier ist, diese Funktion kann nützlich sein, wenn Sie jemandem keine Sprachnachricht schicken können, aber diese Person Ihre Stimme hören soll. Was?

01:08:51 Gavin Karlmeier

Okay, also da kann man jetzt kurz serious sein. Und es gibt ja wirklich den Fall von Leuten, die vielleicht aus gesundheitlichen Gründen oder so auch wirklich jetzt ihre Stimme nicht so zur Verfügung haben, wie das du und ich haben. Aber das sind jetzt nicht wahnsinnig viele und die konnten das ja auch über andere Tools. Also es ist jetzt nicht so, als bräuchte, müsste das integriert sein in die App notwendigerweise, dass man Leute dazu animieren muss, die Für die das nicht notwendig ist, aber.

01:09:20 Gregor Schmalzried

Ja, und ich will mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber. Ich glaube nicht, dass das Team von Klapphaus diese Gruppe unbedingt im Hinterkopf hatte bei der Entwicklung dieser Funktion.

01:09:32 Gavin Karlmeier

Nee, wahrscheinlich nicht. Also ich habe so eine. Manchmal, wenn ich so brainstorme mit GPT-4, dann sage ich Du bist ein total irrer Produktdesigner, dessen Ideen so kontrovers sind, dass sie vom Team immer abgelehnt werden. Das ist total gut, weil dann bringt er halt nicht so das generische, Langweilige, was er sonst erstmal ausspuckt. Der geht ja immer so in die mittlere Raumtemperatur. Und das klingt wie eine dieser Ideen. Das klingt wie so eine Idee, die mein Chatbot sich ausgedacht hat, damit sie von seinen fiktiven anderen Chatbots abgelehnt wird. Und es ist schon so, uns fällt einfach nichts anderes ein. Irgendwas mit KI, irgendwas mit Stimme, machen wir das mal. Who's gonna stop us? Und wir haben einfach zugesehen, Gavin, wir haben einfach nichts getan.

01:10:19 Gregor Schmalzried

In Zweifel ist es immer KI. Glaubst du eigentlich, Gregor, das ist so die Frage, die mich hier so in den letzten Wochen eigentlich so am meisten vor sich her treibt Das ist auch meine Abschlussfrage heute, dass wir eigentlich gerade auf ein Zeitalter hinsteuern, in dem eigentlich nur noch Bots mit Bots interagieren in Social Media und wir eigentlich nur noch so die Fäden ziehen, weil wir sagen, generier mir dieses Bild und generier mir jedes Bild.

01:10:47 Gavin Karlmeier

Maybe, uh, es ist total einleuchtend, dieses Szenario. Ich glaube fast, dass es Ich glaube, auf Social Media ist das Incentive für die Plattformen noch größer, das zu verhindern. Ich glaube, da ist es noch eher so, dass okay, sowas wie menschliche Verbindung ist ja schon irgendwie noch Relevant, vor allem in Netzwerken, wo ich ja echt auch mit Freunden und Familie und so weiter drauf bin. Ich glaube aber, wo genau das passieren wird, zumindest für eine Zeit, was du beschreibst, ist in der Geschäftswelt. Weil du hast ja jetzt sowas wie Microsoft Copilot, was E-Mails für dich schreibt. Also du kannst eine E-Mail reinkriegen und sagen: generieren wir mal eine Antwort. Und dann generiert ihr die Antwort und du willst vielleicht einfach nur schreiben morgen um drei und dann macht er halt irgendwie so fünf Absätze darüber und in der Mitte steht, wir treffen uns, wie wäre es morgen um 15 Uhr, Herr Karl Mayer. Und dann schickst du die zurück und dann liest der andere die gar nicht, sondern lässt die natürlich auch von der KI zusammenfassen und da steht dann drin morgen um drei. Ich glaube, das wird auf jeden Fall passieren. Ich sehe überhaupt nicht, wie das sonst kommen kann, weil auch so Business-Kommunikation Schon so immer nicht durch Effizienz geprägt war, sondern vor allem durch so Performance, aber nicht so nicht Performance im technischen Sinne, sondern im Sinne von der Darstellung. Guck, wie lang meine E-Mail ist, guck, wie verschachtelt meine Sätze sind, guckt, wie viele Fachbegriffe ich da einpacke. Und das ist natürlich wie gemalt für ein Sprachmodell, dass es so Nachrichten auf einmal aufbläst Das wird garantiert passieren. Und irgendwie wird es auch nett. Also irgendwie wird es lustig, weil, wenn das Amt dir so einen verschachtelten Brief schreibt, kannst du einfach in deren Stil antworten. Auf einmal. Aber teilweise wird es auch sicherlich sehr frustrierend.

01:12:39 Gregor Schmalzried

Ich finde, das beschreibt vieles von dem, über das wir heute gesprochen haben, ganz gut. Begeisterndswert, aber frustrierend.

01:12:47 Gavin Karlmeier

Den ganzen Podcast, vielleicht, ne? Und mein noch.

01:12:50 Gregor Schmalzried

Vielleicht, ja. Ja, vielleicht schon. Dein auch, Gregor. Willst du den noch kurz querbewerben?

01:12:56 Gavin Karlmeier

Der KI-Podcast, der ist der ARD-Podcast über die KI-Revolution mit Marie Kilk, Fritz Espenlaub und mir, Gregor Schmalzried. Und wir haben jeden Dienstag eine neue Folge über alles, was so abgeht. Ist auch ein bisschen kürzer. Also wir sind ein bisschen kürzer. Also uns kann man auf so eine kurze Aufzugfahrt, wollte ich gerade sagen, das reicht nicht, aber so eine Pendelstrecke passen wir meistens rein.

01:13:22 Gregor Schmalzried

Naja, und Haken dran ist mittlerweile ja das Zuhause-Lang-Gassi-Runde. Vielen Dank, lieber Gregor, dass du dir den Abend genommen hast, um mit mir über das Internet zu sprechen. Ich hoffe, du kommst nochmal wieder. Vielen lieben Dank.

01:13:33 Gavin Karlmeier

Ich bin super, ich fühle mich wahnsinnig, ich bin super, habe ich gesagt. Ich bin super gerne hier. Ich bedanke mich sehr, dass die Hakis so nett zu mir sind.

01:13:41 Gregor Schmalzried

Schön. Bislang zumindest. Mal gucken, nein, ich glaube schon. Und ich bedanke mich bei allen Hakis für alles, fürs Zuhören, fürs immer dabeisein, fürs Chatten im Discord-Chat fürs Schattenredaktion sein. Wenn ihr da auch bei sein wollt, könnt ihr das einfach tun unter hagendan. org. Die Teilnahme an diesem Chat ist natürlich kostenlos und wenn ihr euch denkt, kostenlos das mag ich aber nicht, dann gibt es da auch die Möglichkeit, Hakenland finanziell zu unterstützen und meine Arbeit sozusagen monetär auszugleichen. Mein Gott, das ist wirklich spät. Vielen Dank euch allen fürs Zuhören. Vielen Dank, lieber Gregor. Und bei uns geht es weiter am Freitag und dann, wenn alles gut läuft, mit Markus Beckedahl. Darauf freue ich mich. Vielen lieben Dank.

01:14:22 Gavin Karlmeier

Vielen Dank dir. Und mit Markus Beckedal kannst du ja deine Dating-App Idee besprechende, kriegt ihr vielleicht was zu gründen.

01:14:29 Gregor Schmalzried

Vielleicht machen wir es.

01:14:30 Gavin Karlmeier

Ja, eben. Werbung Moderne Arbeit findet heute überwiegend im Browser statt, doch die Sicherheitsmaßnahmen halten damit oft nicht Schritt. Browser werden zunehmend zu einem zentralen Angriffspunkt. Dort, wo Phishing, Schatten-IT und Datenlegs innerhalb von SARS-Anwendungen und Live-Sitzungen auftreten. Nordlayer hat deshalb den Nordlayer Browser entwickelt.

01:14:51 Speaker 4

Er vereint Transparenz, Kontrolle und Sicherheit direkt in den Arbeitsablauf, schützt ihre Unternehmensdaten und standardisiert die Sicherheit in Web-Apps, ohne zusätzlichen Aufwand für IT-Teams. Mehr Info auf Nordleier. com