Folge 27 · 15. Dezember 2022 · 21 Min.
Geld sparen mit Elon Musk
Elon Musk hat einen Lifehack entdeckt: Wer Geld sparen möchte, muss einfach seine Rechnungen nicht mehr zahlen. Brillant! Außerdem müssen wir nochmal über den Account sprechen, der die Positionen von Privatjets twittert. Oder eher: Getwittert hat. Und wir wissen nun, nach welchen Kriterien die Verifikation für „Twitter Blue“ abläuft.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo zusammen Gavin ist heute wieder allein zu Hause. Das hat gestern jemand auf Twitter geschrieben und ich würde sagen, ich muss das jetzt ein bisschen für mich adaptieren. Nur noch heute und morgen, nächste Woche ist Dennis voraussichtlich wieder da. Wir schicken ihm trotzdem weiterhin gute Besserungen. Und ich versuche hier ein wenig die Position zu halten und euch auf dem Laufenden zu halten, was es gerade Neues gibt aus der Welt um Elon Musk und seinen Twitter-Kauf herum. Und ich möchte mit einer Meldung anfangen, die für mich Also die ist so brillant, die ist so genial, dass ich mich frage, warum sind wir denn da nicht alle selbst drauf gekommen? Elon Musk hat nämlich einen Lifehack entdeckt. Wir haben ja schon öfter darüber gesprochen, dass er sich mit dem Kauf von Twitter für 44 Milliarden Dollar finanziell vielleicht ein wenig verhoben hat, vor allem angesichts der Tatsache, dass er derzeit ungefähr eine Milliarde Dollar an Zinsen zahlen muss auf die Schulden, die er dafür aufgenommen hat. Also eine wahnsinnige finanzielle Belastung Die der Twitter-Kauf für Elon Musk und auch für das Unternehmen Twitter mit sich bringt. Und wir haben ja gesagt, es gibt zwei Möglichkeiten eigentlich, damit jetzt umzugehen. Das eine ist, die Einnahmen zu erhöhen. Das Versucht er mit Twitter Blue. Da sprechen wir auch heute nochmal tatsächlich ein bisschen drüber. Das andere ist aber die Möglichkeit, die Ausgaben zu reduzieren. Und das hat er ja erst versucht, indem er zwei Drittel der Belegschaft entlassen hat. Unabhängig davon, ob man die vielleicht noch für den Weiterbetrieb der Plattform hätte gebrauchen können Aber jetzt kommt raus, dass er noch einen draufgesetzt hat, denn Elon Musk und Twitter zahlt offenbar seit einigen Wochen keine Mieten mehr, sowohl für das Hedden. Was das ganz genau für Folgen hat, weiß man nicht so ganz genau. Also CNBC beispielsweise hat versucht, Elon Musk für einen Kommentar zu erreichen, hat aber auch in einem Nebensatz dazu geschrieben, Twitter no longer has a communications department. Also es gibt auch niemanden, der dazu zur Verfügung stehen könnte, um jetzt hier. . einen Kommentar abzugeben. Und es geht noch weiter. Tatsächlich diskutiert die Twitter Führungsetage. Zumindest das ist eine Formulierung, die die New York Times und die der Spiegel beide wählen. De facto müssen wir davon ausgehen, dass Führungsetage eigentlich gleichbedeutend mit Elon Musk ist. Ähm, offenbar soll darüber nachgedacht werden, zu überlegen, die angekündigten Abfindungen an die MitarbeiterInnen, die freiwillig gekündigt haben oder entlassen wurden, einfach gar nicht auszuzahlen. Ich finde, das ist eine Idee von solchen grenzenloser Brillanz einfach zu sagen, hey, wir haben, wir müssen Geld sparen, wir bezahlen einfach nichts mehr. Ich würde mal vorschlagen, das ist ein Modell, das wir auch. für unsere Weihnachtsgeschenke einfach mal durchdenken können. Einfach die Rechnung nicht mehr bezahlen, wenn es zu teuer ist. Am Ende könnt ihr dann jedes Geschenk kaufen, das ihr gebrauchen könnt. Wir gehen den Maskweg. Ich finde das inspirierend, ich finde das bewegend und ich habe das Gefühl, das wird uns noch über eine Zeit begleiten, dieses Thema, denn früher oder später werden die Vermieter dieser Offices und der des Headquarters, die auch sagen, naja, wenn ihr keine Miete zahlt, dann müsst ihr eventuell gehen. Und wenn das passiert, also Twitter einfach keine Büros mehr hat, Dann könnte das tatsächlich relativ viel an der Art und Weise verändern, wie das Unternehmen tatsächlich derzeit funktioniert. Denn wir wissen auch, dass Elon Musk angekündigt hat. Die Homeoffice-Uh-Phasen für die MitarbeiterInnen umgehend zu beenden. Also es gibt eigentlich keine Möglichkeit, so richtig remote zu arbeiten, das wurde zwar immer wieder diskutiert. Eventuell würde Elon Musk darüber nachdenken, dass Doch stellenweise zu erlauben. Aber grundsätzlich ist Twitter ein Präsenzunternehmen, seitdem Elon Musk der Besitzer ist. Und wenn es aber keine Büros mehr gibt, dann sieht das Ganze schon wieder ganz anders aus. Ich glaube, das wird uns noch länger beschäftigen und ich habe da großen Spaß dran. Es passt auch dazu, dass ab dem 17. Januar, also so ungefähr in einem Monat, auf HGPauction. com das Interieur aus dem Twitter Headquarter verkauft wird. Ähm, nee, versteigert wird wäre richtig Ich weiß nicht so ganz genau, warum da jetzt plötzlich ohne Ende Kram unter den Hammer kommt, aber da sind so Sachen bei wie Untertisch Gefriergeräte oder Siebträger Kaffeemaschinen, Designerstühle, aber auch große und kleine Twitter-Logos, die an Wänden hängen und hingen. Ich weiß nicht, ob der Plan grundsätzlich ist. diese diese Büros früher oder später abzuwickeln. Eigentlich war das bislang nicht angedacht. Aber wenn ihr Interesse haben solltet für vermutlich viel zu viel Geld, ehemaliges Twitter-Interieur zu erwerben, dann habt ihr ab dem 17. Januar die Möglichkeit, euch das unter den Nagel zu reißen. Diese Auktionen sind jetzt schon online. Checkt das gerne mal aus, da ist einiges bei. Wo man sich denkt, warum, warum? Warum? Aber das denken wir uns ja tatsächlich öfter hier. Das nächste Thema ist eins, das tatsächlich eine relativ große Rolle spielen wird für uns alle als NutzerInnen. Denn Twitter scheint darüber nachzudenken, alle NutzerInnen dazu zu zwingen, personalisierte Werbung zu erlauben. Und das ist ein Thema, das nicht ganz unpikant ist, denn wir erinnern uns. Vor einiger Zeit, ich glaube mit dem Release der vorletzten iOS-Version war das, da ist ein größerer Streit ausgebrochen zwischen Facebook und Apple. Weil Apple angefangen hat, solche kleinen Frage-Pop-ups anzuzeigen für die NutzerInnen, die Facebook benutzen. um deren Einwilligung einzuholen, ob die Menschen damit bereit sind, dass Tracking über mehrere Apps hinweg funktioniert. In der Regel haben die Leute da natürlich mit Nein drauf reagiert, was für Facebook und vor allem das Werbefinanzier Vor allem für das Finanzmodell von Meta und Facebook, nämlich individualisierte Werbung auszuspielen, tatsächlich ein größeres Problem ist. Denn Menschen, die sich nicht mehr tracken lassen, über die kann man auch nicht so gut Werbeprofile erstellen und Menschen, über die man keine Werbeprofile erstellen kann, Jetzt möchte Twitter genau sich mit diesem Thema beschäftigen und möchte alle NutzerInnen dazu zwingen, personalisierte Werbung zu erlauben. Also de facto uns auch diese Frage-Pop-Ups zu stellen, aber sollten wir dort mit einem Nein antworten, uns die Verwendung der App Twitter oder der Plattform Twitter untersagen. Und die gehen noch einen Schritt weiter und die sagen, dazu gehört auch die Verwendung von Ortsdaten. Das heißt, wenn wir nicht mehr damit einverstanden sind, dass Twitter. . unsere Ort uns orten darf, unsere Ortsdaten verwenden darf, dann dürfen wir Twitter auch nicht mehr nutzen. Und das ist tatsächlich ein Verstoß gegen Apples Regeln. Also diese Regelung würde dazu führen, dass Twitter tatsächlich aus den App-Stores verbannt werden könnte. Es wäre aber auch ein Verstoß gegen die Datenschutzrundverordnung, DSGVO, die EU-weit gilt und die eigentlich genau diese Möglichkeit, diese Möglichkeit, individualisierte Werbung, Tracking abzuschalten. Zu erlauben. Und wenn wir dazu nicht mehr in der Lage sind und die Plattform dann nicht mehr verwenden können, verstößt Twitter gegen mehrere dieser Richtlinien. Und das würde dazu führen, dass Twitter einfach auch in der EU nicht mehr nutzbar wäre. Wir wissen nicht, ob das einfach jetzt wieder einer von dieser Versuche ist, einfach mal zu schauen, wie weit man gehen kann, schon in der Vorabberichterstattung, um dann eventuell zurückzurudern. Aber ich glaube, das ist ehrlicherweise nur der Anfang. Business Insider schreibt zum Beispiel, dass Twitter auch überlegt, Users Locations and Phone Numbers to be sold to advertisers bei Twitter. Also darüber nachdenkt, diese Information, also unsere Ortsdaten, aber auch unsere Telefonnummern, die wir zum Beispiel benutzen, wenn wir uns für die Zwei-Faktor-Authentifizierung angemeldet haben, was ich ganz nicht oft genug sagen, euch allen nur ans Herz legen kann, das tatsächlich zu aktivieren. an Businesspartner zu verkaufen. Damit geht Twitter einige Schritte weiter als viele andere Plattformen, die genau das nicht tun. Das würde nämlich bedeuten, dass man als Unternehmen in der Lage ist, Telefonnummern Von Twitter-NutzerInnen zu erwerben und denen dann beispielsweise Werbung per WhatsApp oder iMessage SMS zu schicken. Auch da bin ich mir ziemlich sicher, dass das gegen einige Datenschutzrichtlinien verstößt. Auf der anderen Seite, wer will Twitter gerade stoppen? Was für uns bedeutet, also wenn Twitter es eh egal ist, was die EU zum Beispiel an Gesetze erlassen hat. Das ist tatsächlich auch eine besorgniserregende Entwicklung, weil das tatsächlich jetzt ein Punkt ist, an dem wir überlegen müssen, ist das eine mögliche rote Linie, die überschritten ist. bei der wir überlegen müssen, wollen wir da noch stattfinden? Wollen wir, dass Twitter unsere Daten hat, unsere Ortsdaten, unsere Telefonnummern, aber auch unsere Nutzungsprofile, da wir im Moment ja auch in der Regel getrackt werden. Twitter ist immerhin so großzügig, dass sie angekündigt haben, dass diese Möglichkeit der getracten Werbung zu deaktivieren, dass es die geben soll, allerdings nur für Twitter Blue-NutzerInnen. Das heißt, wenn wir 8 bis 11 Dollar im Monat dafür bezahlen dass wir einen blauen Haken haben, sollen wir auch die Möglichkeit bekommen, individualisierte Werbungen, das Tracking über Epson hinweg zu deaktivieren. Auch da bin ich mir relativ sicher, dass das ein ziemlicher Verstoß gegen alles, was Ethik und Moral ist. Aber anyway, ich trage nur vor, was die Informationen sind und wie wir damit umgehen. müssen wir uns selber überlegen. Nur für mich ist das tatsächlich, wäre das so eine rote Linie, wo ich dann sagen müsste, das kann ich fast gar nicht mehr mit mir. Vereinbaren und ich könnte mir vorstellen, dass es vielen anderen Menschen hier in unserem datenschutzbedachten Deutschland ähnlich geht. Es gibt übrigens, wo wir gerade beim Thema Twitter Blue sind, Neuigkeiten. Und zwar folgendes. Es gibt jetzt Kriterien für das blaue Häkchen. Das kann man auf der Informationsseite. über Twitter Blue lesen und zwar wird da gesagt, wir haben ja immer wieder gesagt, das blaue Häkchen kommt nicht automatisch in dem Moment, wo ihr die 8 Dollar oder die 11 Dollar per In-App-Kauf für Twitter Blue bezahlt habt. Sondern das blaue Häkchen steht am Ende eines Verifizierungsprozesses. Und dieser Verifizierungsprozess sieht wie folgt aus. Und zwar ist da ein. Team, das reviewt, ob ihr folgenden Kriterien entspricht. Complete. Der Account muss einen Display-Namen und ein Profilfoto haben. Er muss innerhalb der letzten 30 Tage aktiv gewesen sein. Was das ganz genau bedeutet, ist nicht erklärt, aber er muss aktiv gewesen sein. Der Account muss älter als 90 Tage sein und eine bestätigte Telefonnummer haben. Da sind wir übrigens bei dem Problem, dass sich Twitter Blue überhaupt nicht. bekomme, wenn ich eine bestätigte Telefonnummer hinterlegt habe, die dann verkauft werden kann bis zum Zeitpunkt, wo ich es wieder deaktiviere, dass sie verkauft werden kann. Und es darf im letzten Zeitraum, also recently, steht hier, keine Veränderung am Profilfoto, am Display-Name oder am Username gegeben haben. sowie keinerlei Hinweise darauf, dass er misleading, also irreführend, ist oder in Manipulation und Spam verwickelt ist. Wenn alle diese Faktoren eintreten, dann bekommt ihr einen blauen Haken, wenn ihr diese 8 Dollar bezahlt habt. Und das ist ein bisschen anders als die frühere Verifikationsrichtlinie zur Vergabe von blauen Haken, wo es ja tatsächlich darum ging, dass Accounts einer zu einer Person gehören müssen, die in gewisser Weise eine gewisse Prominenz Ausstrahlen. Die war bei Twitter sehr flexibel. Wir haben ja ganz am Anfang in einer unserer ersten Episoden schon mal darüber gesprochen, dass der blaue Haken tatsächlich auch ein bisschen beliebig ausgeschüttet wurde. Das hier sind jetzt immerhin Richtlinien und wir wissen auch, dass Twitter Blue für diese Verification bis zu sieben Tage braucht, um diese Human Review durchzuführen. Wir wissen nicht, wer das macht, weil die Moderationsteams in vielerlei Büros inzwischen entlassen wurden, aber offenbar, vielleicht Elon Musk selber sitzt abends noch am Rechner und checkt die Profile der Menschen und schaut, ob da in den letzten 30 Tagen auch wirklich Aktivität geherrscht hat. Auch dazu als kleine Ergänzung auch spaßig. Es gab ja diese Meldung im Deutschen. steht sie immer noch genau so, dass es Profile gibt, die möglicherweise, aber nicht unbedingt beachtenswert sind. Jetzt gibt es offenbar zumindest im englischsprachigen Raum eine zweite Meldung. Und zwar gibt es It May or May Not Be Notable. Das ist genau diese Meldung, nur auf Englisch. Es gibt aber auch Accounts, bei denen kommt, wenn ich auf den blauen Haken klicke, die Information, this account is verified because it's notable in government, News, Entertainment bla bla bla. Und ich finde das sehr erstaunlich. Ehrlicherweise ist das ein Account, wo ich das gefunden habe. der nicht im möglichen Twitter Blue Raum liegt, nämlich nicht in den USA, in Neuseeland, Australien, Kanada, aber Sei es drum, ich finde das eine erstaunliche Entwicklung, dass sich hier schon wieder etwas an diesem Wording getan hat, keine drei Tage nachdem Twitter Blue tatsächlich gestartet ist. Auch dazu gibt es einen Screenshot übrigens aus dieser Feature-Welt, wo jemand im Bereich Early Access in der Beta-Version, also Twitter auf Android, und zwar Alex 193A heißt der Account, ein Screenshot veröffentlicht hat, wo er die Möglichkeit hat, seinen Account mit einer ID zu verifizieren. Das scheint eine neue Möglichkeit zu sein, den Account mit irgendeiner Art als echt zu verifizieren. Wir wissen nicht so ganz genau, welche Funktion das hat. Wir haben ja gestern schon mal darüber gesprochen. Dass Twitter angekündigt hat, Accounts, die nicht nachweislich einem Menschen gehören, in der Sichtbarkeit einzuschränken. Ob das jetzt tatsächlich eine dieser Möglichkeiten ist. Das zu tun, wissen wir nicht so ganz genau. Aber das passt so ein bisschen zum nächsten Thema, nämlich die Einschränkung von Sichtbarkeiten. Ich möchte kurz ausholen, wir haben ja das so ein bisschen begleitet, wie in den Twitter-Files als größter Vorwurf gemacht wurde, dass. Dass Accounts nach scheinbar willkürlichen Kriterien in der Sichtbarkeit, in der Ausspielung, in den Trends, in der Suche, im Newsfeed eingeschränkt wurden, irgendwann nicht mehr algorithmisch verstärkt wurden. Und haben dann aber auch darüber gesprochen, dass Elon Musk dasselbe getan hat, indem er zum Beispiel den Account des Menschen gesperrt hat, der das Video hochgeladen hat Indem Elon Musk auf der Bühne bei Death Shift Pell ausgebuht wurde. Wir haben auch darüber gesprochen, dass Jack Sweeney der Gründer des Accounts Elon Jet, also der Account, der öffentlich einsehbare Daten, ich kann das nicht oft genug sagen, veröffentlicht hat oder gepostet hat. wo zu sehen war, wo der Privatchat von Elon Musk sich aufhält, dass dieser Account offenbar geschadowbant wurde, also nicht mehr sichtbar war. Also diesem Account genau das widerfahren ist, was diese Twitter-Files Twitter in der Zeit vor Elon Musk vorgeworfen haben. Da gibt es jetzt eine kleine Eskalation und zwar ist der Account von Elon Jet mittlerweile komplett gesperrt. Und wie es aussieht, denn Ryan Mack, der Tech Reporter der New York Times, hat mit Jack Sweeney gesprochen. Und der sagt, sein Account wurde ohne Nennung von Gründen einfach gesperrt. Es geht tatsächlich noch ein bisschen weiter, denn offenbar sind mittlerweile auch die Accounts gesperrt, die ähnliche Daten von anderen, oft natürlich reichen Menschen, denn es geht um Privatchats, veröffentlicht haben. Also de facto Der Account von Jeff Bezos Jet, der Account von Bill Gates Jet, aber auch der Account, der die Jets von russischen Oligarchen verfolgt. Die sind mittlerweile alle gesperrt und dementsprechend alle Accounts, die automatisiert, Flight-Tracking-Daten nutzen, die, ich sage es nochmal, öffentlich einsehbar sind. Also was hier passiert ist, ist nicht, wie Elon Musk das immer wieder schon geframed hat, dass hier ein Sicherheitsrisiko für Menschen mit Privatjets aufgemacht wurde, sondern es wurden Daten gesammelt, die ohnehin die ganze Zeit öffentlich einsehbar sind. Ihr könnt, wenn ihr euch Flight Radar installiert, beispielsweise, genau verfolgen, wo sich diese Jets gerade auf der Welt bewegen Und es geht noch weiter, denn wenn ihr versucht, einen Link zu Elon Jet auf Facebook oder auf Instagram bei Twitter zu veröffentlichen, also beispielsweise instagram. com slash Elon Musk's Jet. Wenn ihr das twittern möchtet, dann wird das gesperrt und ihr bekommt eine Fehlermeldung mit den Worten, wir können diese Anfrage nicht umsetzen, weil dieser Link von Twitter als potentially harmful identifiziert wurde, also als ein gefährlicher Link. Und da sind wir tatsächlich an dem Punkt, wo es nicht mehr darum geht, die Freedom of Reach einzuschränken, also nicht mehr darum zu sagen, was wir denn verstärkt und was wird nicht mehr verstärkt, sondern hier wird tatsächlich die Freedom of Speech eingeschränkt. Das, was Elon Musk immer wieder so groß gepredigt hat, immer wieder gesagt hat, hier geht es um Freedom of Speech. Alle sollen alles bei Twitter sagen können. Ich kann mich nicht daran erinnern, ehrlicherweise, dass diese Fehlermeldung jemals bei einem Link so angezeigt wurde. Ich weiß nicht, ob man mich da korrigieren kann. Wenn ja, meldet euch gerne. Gebt mir Beispiele, wo das in der Vergangenheit schon mal passiert ist. Für mich ist hier tatsächlich ein Punkt erreicht, wo Elon Musk weitergegangen ist, als all die, denen er vorgeworfen hat, gegen die Redefreiheit zu verstoßen. Und da bin ich mir nicht so sicher, wie man das am Ende bewerten soll, außer mit der Willkür eines Autokraten, der jetzt für 44 Milliarden eine Plattform benutzt hat und hier es nur noch seine eigenen Maßstäbe anwendet. Finde ich. Ich wiederhole mich, aber ziemlich uff. Naja, auf jeden Fall habe ich noch eine Meldung zum Schluss und dann entlasse ich euch aber auch in diesem Tag. Und zwar hat. Twitter angekündigt, die eigenen Newsletter-Plattform Revue oder Revue, Review wahrscheinlich, einzustellen. Das wurde schon immer wieder gemutmaßt, dass das passieren wird. Twitter hat das vor einiger Zeit Zeit gekauft, hat auch eine Vernetzung zu Twitter-Accounts hergestellt. Jetzt haben alle NutzerInnen, die diese Newsletter-Plattform genutzt haben, um Newsletter zu verschicken, gestern eine E-Mail bekommen. In der drin steht, dass. Ab dem 18. Januar 2023 kein Zugriff zu den Review Accounts mehr bestehen wird. And da drin steht der Satz This has been a hard decision und ich bin mir relativ sicher, dass das keine schwere Entscheidung war, zumindest nicht für die Person, die sie getroffen hat. Naja, so sei es. Einen kleinen Nachklapp habe ich noch zum Schluss und zwar hatten wir ja gestern hier über den Prozess gesprochen, in der der Antisemitismusbeauftragte. des Landes Baden-Württemberg eine Klage gegen Twitter angestrebt hat und gestern ist tatsächlich das Urteil gesprochen worden. Und ich zitiere hier aus der Hessenschau, die über dieses Urteil berichtet haben, die sagen, Twitter muss demnach auch kerngleiche Äußerungen erreichen. Entfernen, sobald der Kurznachrichtendienst von den konkreten Persönlichkeitsverletzungen Kenntnis erlangt. Nach einer Beanstandung müsse der Betreiber des sozialen Netzwerks auch eigenständig nach weiteren Nachrichten mit gleichen oder ähnlichen Aussagen vorhanden. Dieser Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Das bedeutet also, also hier ist noch ein weiterer Satz, den ich noch kurz vorlesen möchte Werde ein Tweet mit zu löschenem Inhalt binnen 24 Stunden mehr als 10 Mal weiterverbreitet, müsste Twitter von sich aus eingreifen, andernfalls drohe dem Unternehmen ein Ordnungsgeld von 250. 000 Euro pro Fall. Das heißt ganz konkret, dass wenn irgendjemand Hassrede veröffentlicht, die gesperrt wird und als zum Beispiel Gesetzesverstoß identifiziert wird, dass Twitter nicht nur diesen Tweet entfernen muss, sondern auch sinngleiche Tweets innerhalb von 24 Stunden, wenn sie dann mehr als zehnmal weiterverbreitet werden. Und das ist ziemlich groß und das ist ziemlich umfangreich.
20:16 Speaker 3
Man müsste das mal tatsächlich sehr weit ausklammüsern, was das eigentlich tatsächlich bedeutet und was das vor allem bedeutet für ein mögliches Content-Moderationsteam. dass Twitter gerade nicht hat. So, ich wünsche euch allen einen wundervollen Donnerstag. Wir hören uns morgen früh wieder. Vielen Dank.