Folge 28 · 16. Dezember 2022 · 10 Min.
Ey Mann, wo is’ mein Privatjet?
Die Banken glauben nicht mehr so recht daran, dass Elon Musk seine Schulden irgendwann wieder zurückzahlen können wird. Musk selbst ist sich da eventuell auch gar nicht mehr so sicher, denn er hat weitere 3,58 Milliarden Dollar an Tesla-Aktien verkauft. Und wir müssen über Jack Sweeney sprechen und darüber, wie Elon Musk eigentlich Doxxing definiert.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:05 Gavin Karlmeier
Hallo zusammen. Es ist Freitag, der 16. Dezember, und voraussichtlich das hier die letzte Episode, in der ich euch alleine darüber updaten muss, was es gerade Neues, bei Twitter rund um den Kauf durch Elon Musk gibt. Ab nächste Woche ist mein lieber Kollege Dennis wieder mit dabei und dann haben wir auch die Gelegenheit, endlich mal gemeinsame Analysen wieder anzustellen, auch ein paar, die sich schon angehäuft haben. Und ich habe direkt zum Beginn des Wochenendes die frohe Kunde zu verkünden. Es gibt wenig Neuigkeiten. Also das hier wird eine sehr kurze Episode, ein kleines Update. Trotzdem, ich möchte mit euch kurz meine offenen Tabs. . Durchgehen, um einen Gesamtüberblick darüber zu geben, was es eigentlich Neues gibt, was passiert ist am gestrigen Donnerstag und auf dem Weg bis hierhin. Und fange mit einer Meldung an, die sich so ein bisschen in den letzten Tagen ja auch schon angestaut hat oder die uns schon die ganze Zeit beschäftigt hat. Und zwar geht es um den Twitter-Account. Elon Jet, der Account, der eigentlich dem Menschen Jack Sweeney gehört hat, muss man dazu sagen. Denn wie wir gestern ja erfahren haben, wurde dieser Account gesperrt. Bis zum Zeitpunkt der gestrigen Episode, bis zur Aufzeichnung, war nicht ganz klar warum. Lustigerweise wurde aber in der Nacht zum Donnerstag der Account wieder hergestellt. um dann einige Stunden später wieder gesperrt zu werden. Was das so ganz genau bedeutet hat und woran das lag, kann ich nicht so ganz genau beantworten, aber inzwischen ist der Account komplett gelöscht. Und um das Ganze in seiner Willkür, in seinem Irrsinn noch ein bisschen mehr auf die Spitze zu treiben, auch der Account von Jack Sweeney dem Menschen, der diesen Elon Jet-Account, also den Twitter-Account, der die Positionsdaten des Privatjets von Elon Jet getwittert hat. Und ich sage das nochmal, und ich werde auch nicht müde, das zu betonen, die ohnehin öffentlich einsehbar sind. Also nicht Jack Sweeney hat das Flugzeug von Elon Musk persönlich getrackt, sondern hat hier Daten getwittert, die ohnehin einsehbar sind. Naja, auf jeden Fall, dieser Account wurde auch gelöscht. Das heißt, Jack Sweeney ist weg, Elon Jet ist weg, auch die ganzen anderen. Jet-Tracking Twitter-Accounts sind weg und wir wissen jetzt tatsächlich auch warum. Und zwar hat Twitter Safety am gestrigen Donnerstag getwittert, dass eine neue Regelung gilt, und zwar als Teil der Private Information Policy, also eine Regelung, der wie Twitter mit dem Veröffentlichen von privaten Daten angeht. Es ist angeblich ein erster kleiner offensiver Vorstoß gegen das sogenannte Doxing. Also das Zusammentragen öffentlich einsehbarer Informationen, um daraus Personenprofile öffentlich über Menschen zu erstellen und sie möglicherweise damit angreifbar zu machen, also einen Eingriff in die Sicherheit dieser Person herzustellen. Doxing ist ein Riesenproblem, keine Frage. Dementsprechend kann man das vielleicht sogar mit einem gewissen Verständnis zur Kenntnis nehmen. Ich komme gleich dazu, wo für mich die Verständnis wegkippt. Aber eins nach dem anderen. Und zwar sagt diese neue Policy aus, dass man immer noch in der Lage ist, seine eigene Live-Location auf Twitter zu teilen, wenn man das möchte. Das ist weiterhin erlaubt. Ähm, es ist auch erlaubt, die Not Same-Day Location anderer Leute zu veröffentlichen, also historische Daten über den Standort von Menschen. Also man kann sagen, Elon Musk Jet war gestern da, das wäre weiterhin erlaubt, aber we remove tweets that share information and accounts dedicated to sharing someone else's life location. Das heißt Es gibt jetzt eine öffentliche Regelung, eine öffentlich bekannte Regelung, nach der feststeht, dass Accounts, die die Live-Location von anderen Menschen veröffentlichen, gesperrt werden. Und dabei geht es nur um Live-Locations. Das ist ganz offensichtlich eine Regelung, die sich nur daraus ergibt, dass es eben diesen Elon Jet-Account gegeben hat. Und das ist eben ein Vorstoß, um dem Doxing Herr zu werden. Könnte man meinen. Tatsächlich hat aber Gleichzeitig am gestrigen Donnerstag Elon Musk einen Tweet veröffentlicht, ein Video, also ein kleines Thread mit einem Video. Zuerst die Information, die er geschrieben hat. Last night, Car Carrying Little X, also sein Sohn. In LA was followed by Crazy Stalker, thinking it was me, who later blocked car from moving and climbed onto Hood. Schreibt er, also, eine Person hat ihn und seinen Sohn im Auto verfolgt, ein verrückter Stalker, wie er sagt. Und hat sein Auto daran gehindert, weiterzufahren. Und schreibt im selben Tweet: Legal action is being taken against Sweeney and organizations to supported harm to my family. Also, er hat Klage gegen Jack Sweeney Eingereicht oder rechtliche Wege, rechtliche Mittel. Jack Sweeney, den Urheber dieses Elon Jet Accounts. Das heißt, er führt diese Verfolgung eines Menschen in Los Angeles in einem Auto auf Jack Sweeney zurück, der die Standortinformationen des Privatjets von Elon Musk bei Twitter veröffentlicht hat, geteilt hat die ohnehin öffentlich waren und macht hier sozusagen die nächste Hexenjagd auf, nachdem er Joel Roth schon seiner Gefolgschaft, seinen 122 Millionen FollowerInnen zum Fraß vorgeworfen hat, macht er jetzt das gleiche mit Jack Sweeney, einem jungen Softwareentwickler, der eigentlich nichts anderes gemacht hat, als öffentlich einsehbare Daten zu veröffentlichen oder zu sammeln. Das ist bis hierhin schon harebüchen, da in Zusammenhang herzustellen, dass ein verrückter Stalker, der ihnen im Auto verfolgt, das tut, weil jemand anders die Standortdaten seines Jets veröffentlicht hat oder getwittert hat. Es geht aber noch weiter, denn wir haben ja gerade darüber gesprochen, dass diese neuen Regelungen vor allem dem Doxing her werden sollen. Und Elon Musk hat direkt danach, nachdem er diesen eben zitierten Tweet veröffentlicht hat, Ein Video gepostet, wo dieser Stalker zu sehen ist. Das Video geht 10 Sekunden. Der Stalker ist dort zu sehen mit einer Maske in einem Auto sitzend. Elon Musk läuft um dieses Auto herum und filmt das Kennzeichen dieses Menschen ab. Und schreibt dazu, anyone recognize this person or car. Und ruft quasi sozusagen öffentlich dazu auf, diese Leute, diese Person zu finden in Los Angeles zu erzählen, wer das ist, öffentlich zu erzählen, wer das ist und darauf einzugehen. Und es ist in den Kommentaren, wie ihr euch das vorstellen könnt. Es gibt hier Leute, die werden schon zum Fraß vorgeworfen. Da wird gesagt, hier, der könnte das Theorisch sein, der sieht so ähnlich aus, kommt aus LA, ist wahrscheinlich ein sehr aggressiver Cross-Dresser oder Tranny, wie er schreibt. Kampfbegriff über Transgender. Also eine ganz irritierende Dynamik, die das Ganze gerade aufnimmt. Sehr ähm Ich möchte fast den Begriff Menschen verachten wählen und habe das Gefühl, dass das noch sehr unangenehm werden könnte, dass diese völlig subjektiven Effektive Wahrnehmung von Recht und Unrecht seitens Elon Musk, plus diese Reichweite von 122 Millionen Menschen, die er da dauerhaft bespielt, dass da noch ganz viele sehr unangenehme, schmutzige Dinge passieren können, die wir nur weiterhin mit Sorge betrachten können. Ihr merkt, ich habe mich jetzt schon wieder sieben Minuten in Rage geredet und wollte eigentlich nur ein ganz kurzes Update geben, aber diese Geschichte hat mich tatsächlich wütend gemacht. Und ich hoffe, dass. Hört ihr. Da gibt es noch so ein paar kleine Appendixe, wie zum Beispiel das inzwischen auch das Teilen aller Links, die Elon Musk's Jet, also nicht nur Elon Jet. der Jack Sweeney-Account auf Instagram und Facebook gesperrt ist, das war gestern schon so, aber auch alle anderen Instagram-Accounts, die genau das tun, sind inzwischen gesperrt. Und es gibt einen. eine seltsame Wendung. Ähm, Vera Bergengrün, eine Korrespondentin der T des Time-Magazines, hat einen Screenshot geh getwittert und dazu geschrieben, Plot Twist. Und zwar von Truth Social, der Plattform, die Donald Trump gehört und die Man muss eigentlich nicht mehr dazu sagen, als es ist die Social Media Plattform, die Donald Trump gehört. Und in dieser Push-Nachricht steht nur Latest Twitter suspense Elon Jet, follow him here on Truth Social. Und ich finde, da schließt sich doch jetzt ein Kreis, wenn jetzt Donald Trump denen, ich möchte fast politisches Asylgewehrt sagen. die bei Elon Musk auf der Liste stehen. Ich habe das Gefühl, damit kann man eigentlich ganz gut ins Wochenende starten und damit haben wir genug auch, was uns an die Substanz geht, Ich habe noch eine andere Meldung, die hat man mir versucht, bei Twitter zu erklären. Ich habe die Leute gebeten, hey, wenn ihr euch mit BWL auskennt, könnt ihr mir das erklären. Kurzfassung Tütter, wir wissen das, ist im Kredit, in der Kreditwürdigkeit längst runtergerankt worden. Jetzt ist es auch so, dass die Kredite, die Elon Musk bei den Banken aufgenommen hat, dass die auch inzwischen an Wert verloren haben. Denn Banken müssen zum Jahresende angeben, wie sie einschätzen, wie viel diese Kredite tatsächlich wert sind und den Rest als Verluste abschreiben. Und es ist so, dass offenbar ein Großteil dieser Schulden, die Elon Musk bei diesen Banken aufgenommen hat, nämlich zehn Milliarden Dollar, der größte Teil, der von den Banken sozusagen gedeckt wird und der sich nicht über Tesla-Aktien stützen lässt, dass die jetzt zu 20 Prozent als Verluste abgeschrieben werden und sozusagen als, naja, die werden wir eh nicht wiedersehen, gelten. Und das lässt doch tief blicken, wie selbst die Banken, die Elon Musk auf mal zunächst Vertrauen geschenkt haben. damit umgehen. Und dazu passt auch die andere kleine, letzte Meldung dieser Episode hier, dass Elon Musk 3,58 Milliarden Dollar seiner Tesla-Aktien verkauft hat, um damit ein bisschen mehr Liquidität zu schaffen, ein bisschen mehr Geld ins Portemonnaie zu bringen. Wir können davon ausgehen, dass das nicht nur für die Weihnachtsgeschenke ist, aber naja. Wir bleiben dran, wir schauen uns das Ganze an. Wir hören uns vermutlich, wenn nichts passiert, am Montag wieder. Montag früh um 6 Uhr gemeinsam hier mit Dennis in der neuen Episode. Vielleicht passiert am Wochenende was, dann melden wir uns zwischendurch, aber. Wir drücken den Daumen, gehen erstmal nicht davon aus und hören uns am Montag. . . Vielen Dank fürs Zuhören, die ganze Woche fürs Dranbleiben und schönes Wochenende euch.