Wenn Musk Drogen mikrodosiert, darf er dann überhaupt noch twittern – oder gefährdet er dann seine Unternehmen? Das findet ein Tesla-Aktionär und prüft nun, ob er Klage einreichen kann.
Musk hat dafür aber wenig Zeit, dann er muss das Wort „cisgender“ bei Twitter nun zum Schimpfwort ernennen.
Und: Endlich Neues vom fritz.box-Gate!
➡️ „Haken dran“ hat einen Discord-Chat, in dem sich zahlreiche Social Media-Menschen über alles austauschen, was sie lieben – und hassen. Mitmachen könnt ihr ganz kostenlos hier: http://www.hakendran.org
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:05 Gavin Karlmeier
Hallo Nicole.
00:06 Nicole Diekmann
Hallo Gavin
00:08 Gavin Karlmeier
Na, wie geht es?
00:10 Nicole Diekmann
Ganz gut. Ich freue mich für dich vor allen Dingen, weil du ja jetzt quasi ein neues Zuhause gefunden hast für deinen Podcast und ich bin zum ersten Mal dabei. Finde ich sehr schön.
00:26 Gavin Karlmeier
Gut, wir haben noch ein bisschen Platz, hier einzurichten, also wenn du noch irgendwie Gastgeschenk dabei hast oder so, freue ich mich.
00:31 Nicole Diekmann
Soll ich noch einen Jingle singen?
00:33 Gavin Karlmeier
Gerne.
00:34 Nicole Diekmann
Nee, ungerne.
00:37 Gavin Karlmeier
Das wäre schön gewesen. Wenn wir diese Folge aufnehmen, also wir nehmen sie am Dienstagabend um 20 nach 9 auf.
00:43 Nicole Diekmann
Ja.
00:44 Gavin Karlmeier
Dienstagabend, 14. Mai und in zwei Wochen, also jetzt in zwei Wochen, wenn ihr das hier hört, gestern in zwei Wochen, werden wir auf der Republika gemeinsam sitzen und sowas hier auch mal zum Angucken und vielleicht auch zum Anfassen, je nachdem, machen. Da freue ich mich sehr drauf, zusammen mit Dennis Horn, mit euch beiden. Also auch in Körpergröße wahnsinnig großer Dennis Horn mit euch gemeinsam mal auf den Stand der Dinge im Internet zu schauen. Das ist doch mal was Schönes.
01:11 Nicole Diekmann
Ach, das wird herrlich. Ich freue mich total. Also, wenn das Wetter so bleibt wie jetzt, ist es natürlich noch besser. Hier in Berlin ist es sensationell. Es ist richtig schön warm mit Wind. Ich krieg wie so eine Oma, ne? Aber wenn ich mir vorstelle, wir sitzen mit so einer leichten Brise, keiner schwitzt, keiner friert, auf der Republika und reden über unsere Lieblingsthemen. Wie viel schöner kann es denn noch werden?
01:36 Gavin Karlmeier
Das ist wirklich so. Vor allem, wenn alle so schön den ganzen Tag lang bei 25 Grad in der Sonne geschnackt haben, sieben Klub Mate getrunken haben. Das ist die perfekte Stimmung, um gemeinsam übers Internet zu schimpfen.
01:47 Nicole Diekmann
Siehst du?
01:50 Gavin Karlmeier
Ich habe zum Einstieg, ich habe zwei Housekeep, drei Housekeeping-Themen mitgebracht. Das eine ist aber eine persönliche Beobachtung und zwar. Ist bei mir jetzt das neue WhatsApp-Update auch angekommen? WhatsApp ist bei mir jetzt alles grün. Ich weiß nicht, ob es bei dir auch schon so ist, aber bei mir ist alles grün.
02:06 Nicole Diekmann
Nee, bei mir nicht.
02:08 Gavin Karlmeier
Und mir ist das aufgefallen und ich glaube, das ist Absicht und ich weiß aber nicht, ob das allen auffällt, ob das jetzt so eine wahnsinnig offensichtliche Geschichte ist. Oder, naja, auf jeden Fall der WhatsApp-Status, der wird ja angezeigt dadurch, dass um die Profilbilder so Kreise gemacht werden, wie bei den Instagram Stories. Und die sind jetzt auch grün und die sehen aus wie bei Instagram die engen Freundekreise. Und WhatsApp ist doch genau so ein Netzwerk, in dem man eigentlich nur mal für enge Freunde Inhalte generieren soll. Zumindest soll es das suggerieren. Und ich habe das Gefühl, da sind wir, ich bin da einer Sache auf der Spur. Ich glaube, das ist Absicht. Das wollte ich mal sagen, bevor es alle anderen feststellen im Internet.
02:43 Nicole Diekmann
Ja, Instagram und WhatsApp gehören beide zu Meta. Ich denke, wir sind hier die zwei Superdetektive gerade. Wir sind die zwei Fragezeichen, der wir haben.
02:52 Gavin Karlmeier
Nein, aber das hat so. Von der Psychologie her löst das ja was aus, weil bei Instagram hat man gelernt, dass das Grün immer was Besonderes ist, wenn bei jemandem auf der Liste steht, für enge Freundinnen und Freunde. Wenn das so Inhalte sind, die irgendwie ein bisschen vertraulicher sind, vielleicht auch. Jetzt sind bei WhatsApp alle Startoos mit so einem grünen Kreis und ich glaube, das soll genau das auslösen, dass man so denkt, ich bin bei denen allen auf der engen Freunde-Liste. Also ich glaube, das ist Absicht.
03:21 Nicole Diekmann
Ah, da freut sich wieder das Belohnungsglückszentrum im Gehirn, meinst du?
03:26 Gavin Karlmeier
Ja, weil das war mein erster, ich habe das nämlich an mir gemerkt. Ich hatte so eine kurze Endorphinausschüttung.
03:31 Nicole Diekmann
Ja.
03:31 Gavin Karlmeier
Und dann dachte ich so: Ah nee. Falsche App.
03:36 Nicole Diekmann
Nee, aber naja, dann nicht mehr falsche App, sondern, oh geil, hier auch noch. Hier auch Endorphine. Yay! Man nennt das Handy dann demnächst die Endorphinmaschine.
03:47 Gavin Karlmeier
Ach, das ist es doch schon längst.
03:48 Nicole Diekmann
Ein Kollege von mir hat zu mir mal gesagt: Dein Handy ist ein Twitter-Gerät.
03:57 Gavin Karlmeier
Es klingt so traurig, aber bei mir hat das ganz lange gestimmt.
04:02 Nicole Diekmann
Bei mir auch. Ich fand das aber nicht traurig, weil man muss es dann auch irgendwann akzeptieren, weil eine Kollegin dann auch völlig unabhängig vom Kollegen irgendwann auch mal zu mir sagte: Twitter ist ja dein Wohnzimmer. Und mein Gott, ich bin aus dem alten Haus, in dem ich noch mit mir hadere.
04:18 Gavin Karlmeier
Es ist, wie es ist. Wir sind einfach im Internet zu Hause, ob wir wollen oder nicht.
04:22 Nicole Diekmann
Genau.
04:23 Gavin Karlmeier
Und wer von zu Hause aus ins Internet geht und zu Hause eine Flitzback stehen hat, der hatte ja in letzter Zeit folgendes Thema, über das wir gesprochen haben. Also durch eine ziemliche, durch ein Versäumnis des Unternehmens AVN. also dem Unternehmen Hitter der Fritzbox, konnten Unbekannte die Domain Fritzpunktbox registrieren, die, wenn man im heimischen WLAN ist, eigentlich direkt von der Fritzbox gefangen wird, sodass du sozusagen über den DNS nicht zu dieser Domain nach außen geführt wirst, sondern intern zu der Verwaltung deiner Fritzbox. So, also ich erkläre, kannst du folgen?
04:54 Nicole Diekmann
Ja, ich überlege gerade, ob wir über dieses Thema tatsächlich auch gesprochen haben, als wir das letzte Mal wieder gesagt haben. Ich glaube nämlich ja. Red mal weiter.
05:03 Gavin Karlmeier
Naja, es ist auf jeden Fall so, dass AVM da jetzt einen Einspruch eingelegt hatte, weil sie gesagt haben, also bei dem WIPO, der World Intellectual Property Office, und gesagt haben, das ist nicht rechtens hier, was hier passiert wird. Und diese Domain, die dort registriert wurde, wurde offenbar registriert, um A Verwechslungsgefahr zu provozieren und b Schaden anzurichten. Das hat AVM auch selber gesagt, schädliche Konsequenzen. Und dementsprechend wurde diese Domain jetzt dem Unbekannten aberkannt und AVM zugesprochen. Interessant ist, dass rausgekommen ist, dass dieser anonyme Registrant, wie hier diese Formulierung ist, die mir sehr gefällt, diese Domain auf einer NFT-Plattform für 900.
05:48 Nicole Diekmann
000 Euro zum Verkauf angeboten haben soll. Wir haben da schon mal drüber gesprochen.
05:53 Gavin Karlmeier
Ja.
05:53 Nicole Diekmann
Weil du genau sowas hattest du vermutet. Du bist ein Genie.
05:57 Gavin Karlmeier
Ja. Viel spannender ist aber, dass jetzt die denen aberkannt wurden, obwohl niemand weiß, wer dahinter steckt. Also es sind anonyme Leute, die diese Domain registriert haben. Aber die Formulierung ist, dass die Schuld für die widerrechtliche Registrierung komplett bei dieser anonymen Person liegen. Er hat aber gleichzeitig in der Argumentation, also die WIPO, gesagt, dass die Tatsache, dass sich jemand registrieren kann, ohne dass die Identität des Registrierenden bekannt wird, verletze grundlegendste Sorgfaltspflichten.
06:30 Nicole Diekmann
Ich hatte kurz gedacht, das ist ein super Fall, den wir ganz dringend und möglichst schnell und radikal und umfassend, mir fehlen jetzt noch mehr Superlative und Komparative, auf die analoge Welt übertragen sollten. Ich musste denken. an diese großen Bauruinen, die rumstehen, und deren Besitzer nicht ermittelt werden können, beziehungsweise die nicht dazu gebracht werden können, so sie denn doch ermittelt werden konnten. Diese Ruinen zu verkaufen, beziehungsweise instand zu setzen, damit Wohnraum entsteht. Verstehst du?
07:10 Gavin Karlmeier
Ja, hundertprozentig. Also Enteignung einfach endlich durchsetzen.
07:14 Nicole Diekmann
Das ist ein böses Wort, aber ich finde, Mietwucher und explodierende Mieten Noch viel schlimmer, ehrlich gesagt. Also, wenn sich da irgendwie eine Analogie findet, ich sehe schon die Schlagzeilen, ÖRR-Journalistin will uns alle enteignen. Aber naja.
07:35 Gavin Karlmeier
Naja, also das ist jetzt ja auch nicht so eine völlig absurder, äh absurde Forderung, wenn man sich überlegt, dass eigentlich in Berlin ja beispielsweise bei einer Volksabstimmung eine Mehrheit für solche ähnliche Forderungen gekommen sind. Bei der die Enteignung ja nicht mal über unbekannte Bauruinenbesitzer hätte gefällt werden sollen, sondern bei großen Konzernen. Also ich finde, das ist eine legitime Forderung zu sagen. Also, wenn da ein Haus steht und niemand weiß, wem er es gehört. Vielleicht muss man dann irgendwann sagen, geht es einfach in die Gemeinschaft über.
08:03 Nicole Diekmann
So, und als hier in Berlin vor der letzten Wahl überall Plakate hingen von Franziska Giffey haben. Fast alle Nachbarskinder, und ich habe viele Nachbarskinder, ihre Eltern wohl gefragt, warum ich denn da überall rumhänge. Also für Kinderaugen sehe ich aus wie Franziska Giffey. Gut, dieser Volksentscheid ist ja, wie wir alle wissen, Ähm, nicht umgesetzt worden. Das ist ja echt ein Ding. Ich überlege mir mal ein Wahlversprechen.
08:31 Gavin Karlmeier
Oh, ich sehe das schon. Vielleicht kannst du einfach direkt gegen sie antreten und so auf auf guter, böser, Zwilling-mäßig machen. Die Geschichte wird gut. Vielleicht verhält sich Nicole Dickmann zu Franziska Gargiffei, wie sich Mario zu Mario verhält.
08:47 Nicole Diekmann
Ich habe gerade das doppelte Lottchen vorgelesen. Aber ja, na gut.
08:53 Gavin Karlmeier
So, dritte Housekeeping-Meldung. Und zwar gibt es seit gestern, also seit dem gestrigen Dienstag, also den Dienstag, an dem wir hier aufnehmen, Wir können endlich verkünden, dass das digitale Dienstegesetz, also sozusagen die deutsche Umwandlung oder Interpretation des DSA in Kraft getreten ist und damit auch die deutsche Koordinierungsstelle des Bundes in Kraft getreten ist. Es gibt also jetzt unter dsc. bund. de die Möglichkeit, ein Beschwerdeportal aufzusuchen und dort illegale Inhalte im Netz die zum Beispiel gegen den DSA verstoßen, dort direkt zu melden. Gut. So ist es.
09:36 Nicole Diekmann
Gucken wir mal.
09:38 Gavin Karlmeier
Möchtest du zuerst mit einem Gerichtsthema von X einsteigen oder mit einem Gerichtsthema von Meta?
09:46 Nicole Diekmann
Oh Gott, Nicole. Pest, Cholera. Cholera, Pest. Du darfst aussuchen, Gewinn.
09:53 Gavin Karlmeier
Dann fangen wir mit Meta an. Und zwar geht es um die Verbraucherschutzzentrale, Verbraucherzentrale NRW. Die haben ja schon ein erstes Verfahren angestrengt und auch gewonnen, indem es darum ging, dass sie es für nicht rechtmäßig halten, dass du bei Meta zwar ein kostenpflichtiges Abo abschließen kannst. Mit dem die Netzwerke dir werbefrei angezeigt werden, Meta aber nicht aufhört, deine Daten auszuwerten und zu erheben. Also die Formulierung war, dass personenbezogene Daten weiterhin für kommerzielle Zwecke genutzt werden. Obwohl du eigentlich dagegen zahlst, dass du diese Werbung nicht mehr angezeigt kriegst. Da haben sie recht bekommen im ersten Schritt, vor allem weil es darum auch ging, dass dort nicht einfach nur Abonnieren stehen darf, sondern die Formulierung stehen muss, Zahlungsbitte? Wer hat rechts? Die Verbraucherzentrale. Da ging es nämlich vor allem um diese Formulierung, dass dort nicht abonnieren stehen darf, sondern zahlungspflichtig bestellen stehen muss. Die Verbraucherzentrale selber glaubt, dass die Die abgeschlossen wurden, weil der fehlerhafte Button dort noch stand, dass alle diese Abos nicht zahlungspflichtig sind. Das ist die Interpretation der Verbraucherzentrale. Jetzt haben sie jedenfalls angekündigt, dass sie noch ein zweites Verfahren anstrengen. Und dieses zweite Verfahren, in dem geht es darum, dass sie glauben, dass es Verstöße gegen die Datenschutzgrundverordnung gibt. Sie haben dort selber schon eine Abmahnung im Dezember eingereicht. Es gab aber keine Unterlassungserklärung durch Meta und deswegen haben sie jetzt eben Klage am 2. Mai schon beim Oberlandesgericht Köln eingereicht, weil sie sagen dass du, dass weiterhin Daten gesammelt werden, also dass du dich eben durch das Abo, wie eben erzählt, nicht freikaufen kannst, sondern du kannst einfach nur verhindern, dass dir die Werbung angezeigt werden, aber dass deine Inhalte Für andere Zwecke verwendet werden, also Personalisierung von Inhalten oder Forschungszwecke beispielsweise, das kannst du eben nicht abschalten Dann sagen Sie, dass die Weitergabe von Daten an Partner wie Analyse-Dienste beispielsweise ein Verstoß gegen die Datenschutzgrundverordnung sei Und dass die Freiwilligkeit, mit der Menschen ihre Daten sozusagen einfach abgeben oder nicht abgeben sollten bei Meta, das die eben auch nicht gegeben ist. Und deswegen haben sie jetzt beim OLG Köln eine Klage eingereicht.
12:04 Nicole Diekmann
Entschuldigung, man könnte das zusammenfassen mit, also bei Meta ist alles wie immer, nur dass man jetzt auch noch Geld dafür bezahlen kann.
12:10 Gavin Karlmeier
Als User. Richtig. Und das ist auch die Verbraucherzentrale NRW, also da reicht es uns jetzt dann doch mal. Wir machen da jetzt mal ein bisschen Alarm.
12:18 Nicole Diekmann
Recht haben sie.
12:20 Gavin Karlmeier
So. Wir sind gespannt, wie das weitergeht.
12:23 Nicole Diekmann
Wir drücken die Daumen uns allen.
12:25 Gavin Karlmeier
Aber vor allem fürs Recht.
12:27 Nicole Diekmann
Ich glaube, so ist die sauberste Formulierung. Ganz genau.
12:30 Gavin Karlmeier
Mehr zu Meter habe ich nicht, aber kommen wir zu Ex, weil da ist wieder mal was los. Und zwar. gibt es einen Aktionär, einen Tesla-Aktionär, der das sind ja immer so Geschichten, wir erinnern uns zum Beispiel an diesen Tesla-Aktionär, der Neun Aktien oder so hatte, auf jeden Fall sehr wenig Aktien, der geschafft hat, dass Elon Musk einen maßgeblichen Teil seines Vermögens zurückgeben musste. So, jetzt die Geschichte ist so ähnlich. Also es gibt einen Investor, Der sagt, dass das, also es gibt ja den Twitter-Sitter bei Tesla, der darauf achtet, dass Elon Musk nichts veröffentlicht, was nicht über seinen. . Tisch gegangen ist auf Twitter an Inhalten, in denen es um Tesla geht. Jetzt ist es so, dass es einen Investor gibt, der prüft, eine Klage einzureichen vor dem Chancery Court in Delaware. Und zwar geht es darum, dass die Tatsache, dass Elon Musk ja chemische Drogen microdosed, dass das dazu führt, dass Elon Musk unter Drogeneinfluss Inhalte im Internet veröffentlicht, was für die Unternehmen, denen Elon Musk vorsteht, möglicherweise schädlich sein könnte. Also die Formulierung, dass ein unberechenbares Online-Verhalten dadurch entstehen könnte und dass er als Investor damit ein Problem hat. So, das ist die Formulierung. Also diese Klage, die droht jetzt. Ob die jetzt tatsächlich kommt, werden wir abwarten, aber ich finde, dass dieser Dieser Spin, der da drin steckt, diese Beobachtung, dass man sagt, ja warte mal, wenn ihr das Microdost, dann schreibt ihr ja Tweets unter Drogeneinfluss, die ist natürlich faszinierend.
14:00 Nicole Diekmann
Musk begründet diesen Drogenkonsum ja, diesen kontrollierten, wie er sagt, Drogenkonsum mit Depressionen. Habe ich das richtig im Gedächtnis? Genau. Gut, interessant ist ja, ob es dann dazu kommt, dass Musk nachweisen muss. Drogenfrei zu sein, jedes Mal, wenn er sich im Internet äußert, und ob er damit dann quasi einen Präzedenzfall schafft, unfreiwillig. und sich andere CEOs dann auch immer Drogentests unterwerfen müssen, weil die Aktionäre sonst dämlich Nicht mehr mitspielen. Das wäre tatsächlich ganz interessant, aber natürlich nur dann, wenn es unangekündigte Drogen das sind.
14:47 Gavin Karlmeier
Don't drink and post.
14:50 Nicole Diekmann
Ja, also da habe ich in den letzten Wochen auch mehrere Beispiele auf einer viel niedrigeren Schwelle gesehen, die diesen Spruch nochmal wahrer werden lassen. Aber denk das mal zu Ende. Denk das mal zu Ende. Vor allem, was sind Drogen? Wir haben ja im Moment nach dieser Cannabislegalisierung, hatten im Zuge der letzten Entscheidungen und Debatten im Bundestag Da gab es ja immer diese Abwägung, Alkohol, Cannabis und so weiter. Also da ist, wie wir, ähm, wie wir. Mittelalten Journalistinnen und Journalisten immer sagen, da ist ganz viel Musik drin in der Geschichte. Ganz viel Geschichte.
15:33 Gavin Karlmeier
Aber der Satz, da ist Musik drin. Da ist Musik drin, der kommt immer direkt mit. Da müssen wir nur noch ein bisschen Fleisch an den Knochen kriegen.
15:40 Nicole Diekmann
Das stimmt, Gavin. Du weißt, wovon ich rede.
15:44 Gavin Karlmeier
Ja, liebe Grüße an alle, die in Redaktion arbeiten. Also, ich mag das auch, weil ich das Gefühl habe, dass das in der Tat genau so etwas auslösen könnte. Auf der anderen Seite fühlt es sich aber auch so ein bisschen an und da Also das schlagen in meiner Brust zwei Herzen, weil ich auf der einen Seite natürlich Elon Musk auch gerne mal gönne, dass der einfach mal ein bisschen gepiekst wird. Auf der anderen Seite. Richtig. Auf der anderen Seite, ich finde, und das haben wir hier ja auch schon mal gesagt, dass dieses, wenn das Microdosing dann ein funktionierendes Mittel gegen Depressionen ist. Dann weiß ich nicht so genau, ob man das eigentlich die ganze Zeit immer wieder zum Anlass nehmen muss, ihn eigentlich daran damit Naja, weiß ich nicht, das so gegen ihn zu verwenden, wenn es sonst keine weiteren Hinweise darauf gibt, das ist jetzt eine sehr vorsichtige Formulierung, dass das sonst keine weiteren Effekte auf ihn hat.
16:34 Nicole Diekmann
Ja, das ist halt die Frage, genau. Also dass Elon Musk irreagiert, um es mal vorsichtig zu formulieren. Das sehen wir alle, das wissen wir alle. Die Frage ist jetzt, wie hoch ist der Anteil Der angeblich wohldosierten, unter professioneller Aufsicht verabreichten Drogen an diesem Verhalten. Also, ich will sagen, wenn jetzt Volker Wissing Ja, was ist er Bundesverkehrs- und Digitalminister, der sich mit Maske auch mal ganz stolz im Netz präsentiert hat, zusammen, vor allem nicht allzu langer Zeit? Wenn der jetzt sagen würde, ich habe schwere Depressionen? Ich habe einen guten Umgang damit gefunden. Ich habe einen Kundigenarzt und der verabreicht mir halt Medikamente dagegen, Drogen. Da wird ja keiner auf die Idee kommen, zu sagen, deshalb diese Ausfälle. Deswegen geht uns der Volker Wissens ständig über Tische um Bänke. Das ist ja ein total ordentlicher mit Tendenz zum Drögesein. Wirkender und auftretender Mensch. Also, dass sich die Frage bei Musk schon eher stellt, so Also wie gut dosiert sind diese Drogen und wie gut hat er sich eigentlich im Griff, beziehungsweise hätte er sich im Griff ohne, kann ich nachvollziehen. Und vielleicht ist es ja dann auch gut. Also, vielleicht sagt Elon Musk ja: Alles klar, Anklage als Chance. Jetzt kann ich endlich mal zeigen, so wie damals Christoph Daum mit dem Drogentest. Naja. Falsches Beispiel, okay, ich sehe es ein. Aber vielleicht kann er den Beweis ja liefern, dass das zumindest, was er mit den Drogen macht, es klingt absurd, sauber ist.
18:18 Gavin Karlmeier
Also, ich ja, ich mag, wie idealistisch du an die Sache herangehst, dass Elon Musk aber so eine Klage zum Anlass nimmt, um jetzt mal allen zu zeigen, dass er eigentlich auf der Seite der Rechtschaffenden steht. Ich halte das für unwahrscheinlich.
18:32 Nicole Diekmann
Ja, aber so er ist ja so irre, selbst das ist drin, Gavin, siehst du mal so.
18:36 Gavin Karlmeier
Ja. Ja, wir werden sehen. Also ich finde, also auf jeden Fall, da ist ich stimme dir zu noch Musik drin, Nicole. Du musst wiederkommen, sobald da mehr passiert im Fall. Achso, muss ich jetzt schon gehen? Nein, nein, um Gottes Willen. Nein, im Gegenteil. Ich versuche dich ja gerade eher zu verpflichten, dass wir da gemeinsam dranbleiben. Sehr gerne. Oh Gott, oh Gott, oh Gott. Kommunikation ist so schwierig. Wenn es so ein warmer Tag ist und dann auch noch 22 Uhr.
19:04 Nicole Diekmann
Ja, aber Gavin, als wir das letzte Mal zusammen gepodcastet haben, da haben wir auch deshalb miteinander geredet, hatte ich im Nachhinein den Eindruck. um den jeweils anderen wach zu halten. Zur Seite gekippt, weil wir beide so müde waren. Und ich finde heute, äh, heute sind wir topfit im Vergleich.
19:26 Gavin Karlmeier
Ja, dagegen sind wir wirklich frisch. Und wir haben auch noch Energie. Nicole, wir schaffen das.
19:31 Nicole Diekmann
Ja, danke.
19:35 Gavin Karlmeier
So. Bleiben wir in der Welt der Gerichte. Eine Geschichte, die auf jeden Fall interessant ist aus Australien. Und zwar gibt es in Australien. Ein Verfahren, das schon länger die ganze Zeit hin und her geht. Und zwar geht es darum, dass in Australien eine der E-Safety Beauftragte, Geoffrey Kenneth heißt der, einen Antrag gestellt hatte. dass es ein Verbot gibt, dass Elon Musks Plattform X das Video zeigen darf, bei dem ein ähm ein Pastor in einer Kirche in Sydney mit einem Messer angegriffen wurde. Wir erinnern uns an diese Geschichte, die ging stark durch die Durch die Medien. Das Video wurde auf Exer öfter dargestellt und in Australien darf dieses Video so nicht dargestellt werden. Das reicht im E-Safe, die Beauftragten aber nicht, dass dieser Inhalt gesperrt wird, sondern er hat die Forderung, dass dieses weltweit. Von der Plattform verschwinden muss, weil in Australien es ein Klassifizierungssystem gibt und dieses Video als Klasse 1 eingestuft wird, was bedeutet hochgradige Gewalt oder Kindesmissbrauchsmaterial. Und nach dieser Art dürfte es keine Möglichkeit geben, also nach dieser Klassifizierung, dass dieses Video noch zugänglich ist. Und das bedeutet auch, dass mit einem VPN beispielsweise dieses Video aus Australien nicht erreichbar sein dürfte. Das ist aber der Fall, wenn es nur aus Australien gesperrt ist. So, das ist die Sachlage. Elon Musk ist dagegen vorgegangen. Oder X ist dagegen vorgegangen, gerichtlich in Australien, weil sie gesagt haben, dass dies einen Präzedenzfall als Zensur des offenen Internets darstellen würde. Das hat der Richter ähnlich so gesehen und sagt, dass dieser Vorfall anders als die Regierung das beurteilt hat. tatsächlich nicht einfach so abgebildet werden kann wie gefordert von dem E-Safety-Beauftragten, sondern es ist jetzt erstmal so, dass dass dieses Video zwar aus Australien gesperrt bleibt, aber ist diese sofortige Unterlassungserklärung seitens des e-Safety-Beauftragens der nicht Nachgekommen werden kann. Und am heutigen Mittwoch wird dazu eine weitere Anhörung stattfinden, bevor es dann eine endgültige Entscheidung geben wird, wie jetzt tatsächlich der Fall ist.
21:49 Nicole Diekmann
Aber es ist tatsächlich ein kleiner Teilsieg für X in diesem Fall in Australien. Naja, es ist die alte Debatte, ein Netzwerk das auf der ganzen Welt sendet, quasi auf der ganzen Welt existiert, aber halt nationaler Gerichtsbarkeit untersteht. Und unterschiedlichen Gesetzgebungen. Wir haben das ja zum Beispiel auch beim Thema Holocaust-Leugnung ganz lange gesehen, die hier in Deutschland verboten ist. In den USA zum Beispiel ist sie erlaubt. War bei Meta, also bei Facebook vor allen Dingen. Viele Jahre erlaubt, weil Zuckerberg gesagt hat: Ja, ich bin selber Jude, ich sehe die Problematik, aber was im Übrigen ja auch Leute nicht-jüdischen Glaubens sehen. Aber ich sehe auch das Recht auf freie Meinungsäußerung, Freedom of Speech und ich hänge das höher. Hat er irgendwann seine Meinung geändert? Ist aber auch für meinen Punkt egal. Tja, also es könnte ja auch Gemeinschaftsrichtlinien einfach geben, die sagen, so explizite Gewalt, das wollen wir nicht.
23:02 Gavin Karlmeier
Was ja, also was ja da stimmt. Was ja also abstrus ist, dass Elon Musk in einem Interview mit Don Lemmon, an das wir uns ja gerne erinnern, aber noch sehr lautstark beteuert hat. Alles, was gegen Recht verstößt, wird auf der Plattform nicht stattfinden. Jetzt haben wir hier aber den Fall, dass in Australien dieses Video gegen das Recht verstößt. Und Elon Musk gesagt, naja, das sehen wir aber anders und erstmal vor Gericht zieht. Also das ist so, natürlich ist es in Australien ausgeblendet, das heißt, da wird diesem Recht entsprochen. Das war aber im Fall der Anderer Inhalte, wir haben aus Indien solche Inhalte gehabt und Aras der Türkei, die sind dann tatsächlich gänzlich von der Plattform verschwunden Deswegen würde ich sagen, das ist alles ein bisschen schief und krumm und man legt es sich immer so aus, wie es gerade passt. Ist jetzt nicht das erste Mal, dass Elon Musk das tut, aber tatsächlich ein weiterer Fall.
23:52 Nicole Diekmann
Und hast du eine Idee, warum er es, ähm, warum er es jetzt so macht? Also Ich glaube, weil die
24:01 Gavin Karlmeier
Er hat natürlich nichts zu verlieren, wenn er dagegen vorgeht. Auf der anderen Seite kann er sich aber als der Kämpfer der freien Meinungsäußerung oder gegen die Zensur, wie er es hier nennt, positionieren, weil er sagt. Wir lassen hier keine Inhalte sperren von einem Staat.
24:18 Nicole Diekmann
Ja, ich denke laut. Ist er vielleicht nochmal mehr daran interessiert, sich nochmal zu profilieren, genau für eine bestimmte Blase? Wir sehen US-Wahlen. Im Winter, wir sehen Indien Welt, also große Staaten. Im Falle der USA einer und ein großer Markt vor allen Dingen. im Falle der USA einer Indien, weiß ich leider nicht so gut Bescheid aktuell, wo mit Trump jemand an die Macht kommen könnte, der Elon Musk In diesem Punkt bestärken würde, beziehungsweise jemand, dessen Fangemeinde so tickt wie Elon Musk in dieser Frage.
25:07 Gavin Karlmeier
Ja, na klar, ich glaube, dass viele dieser Dinge, die Elon Musk so entscheidet, wir denken ja auch an Brasilien mit diesem ewig langen Hin und Her, dass solche Entscheidungen fast immer getroffen werden, um ein Um sein Publikum zu pleasen. Also das spielt auf jeden Fall eine große Rolle, gar keine Frage.
25:25 Nicole Diekmann
Na, dann wird es ja noch lustig in den nächsten Monaten.
25:28 Gavin Karlmeier
In Australien wird übrigens im nächsten Jahr gewählt.
25:30 Nicole Diekmann
Ja, siehst du.
25:33 Gavin Karlmeier
Und um ich hänge da jetzt direkt die nächste Meldung dran, weil ich glaube im Kontrast zueinander stehen die ganz gut zusammen da. Ähm, also Elon Musk, fasse nochmal zusammen, Elon Musk sagt, dieses Video von einem Angriff, bei dem ein Priester mit einer Messe angegriffen wird, muss auf der Plattform bleiben, weil es Ansonsten Zensur sei, wir alle haben das Recht auf freie Meinungsäußerungen. Gleichzeitig passiert folgendes Alle, die auf Ex das Wort cis oder cis-Gender posten, bekommen nun eine bildschirmfüllende Meldung angezeigt. Dieser Beitrag enthält Ausdrücke, die von Ex als Verunglimpfung angesehen werden. Du kannst den Beitrag zwar weiterhin veröffentlichen, kriegst aber auch die Meldung, dass du es doch lieber löschen könntest. Man muss dazu sagen, diese Begriffe, Elon Musk hat schon im Juni angekündigt, dass er Cis- und Cis-Gender als Slur, also als Beleidigung, empfindet und dass das auch nicht. Auch auf der Plattform X der Fall sein wird. Das entbehrt aber jeglicher Logik, weil sowohl das Wort Cis, also das Wort Cis-Cis-Gender, ja überhaupt gar keinen beleidigenden Subtext, Kontext, was auch immer mit sich bringen, sondern es ist einfach nur die Beschreibung. von Menschen, die in dem Geschlecht leben, in dem sie geboren sind und in dem sie sich auch richtig fühlen. So, das ist die tatsächliche Formulierung. Das einfach als Beleidigung zu bezeichnen, ein Wort, das zum Beispiel von der kanadischen Regierung als Klassifizierung von Menschen in der Volkszählung genutzt wird oder auch in der von der American Psychology Association als Begriff verwendet wird, ist wahnsinnig abstrus. Das ist Kulturkampf at its best, muss man, kann man nicht anders sagen. Absolut. Und Es ist halt absurd, also hier in dem, äh, in dem Text, den ich hier mitgebracht habe, steht auch die Formulierung. Während Wörter wie Cis und Cis-Genner jetzt markiert werden. Und wie gesagt, du kannst nichts twittern, ohne dass eine Warnmeldung kommt. Können andere Verunglimpfungen, die sich gegen schwarze, transgender und jüdische Menschen richten, ohne Konsequenzen weiterhin gepostet werden.
27:26 Nicole Diekmann
Also ich berichte im Moment relativ viel über die AfD, weil ja auch viel los ist. Münster das Urteil, also kann weiterhin eingestuft werden vom Bundesverfassungsschutz als rechtsextremistischer Beobachtungsfall. Björn Höcke ist gerade verurteilt worden wegen der Verwendung einer Nazi-Parole. Maximilian Kra, diese ganzen Skandale der letzten Wochen. Tue ich auch bei X, weil da ist halt das Publikum auch da. Und man gibt die Hoffnung ja nicht auf, es zu erreichen. Und was ich mir da teilweise anhören und durchlesen muss, und was ich dann weitergebe an HateAid Also, das hat wenig mit cis und cisgender zu tun. Das sind veritable, knallharte Beleidigungen und Bedrohungen. Und die stehen da zum Teil immer noch. Also, das hättest du mir vor der Meldung aus Australien präsentieren müssen. Das ist absurd. Also, man kann darüber lachen. Weil es wahrscheinlich der gesündeste Umgang damit ist. Aber ja, Kulturkampf ist völlig richtig. Elon Musk ist wirklich. Wahnsinn. Wahnsinn. Deswegen finde ich diese TikTok-Debatte übrigens über die Zerschlagung von TikTok, die jetzt gefordert wird, so interessant. Was machen wir denn, wenn Elon Musk den Bums kauft?
28:48 Gavin Karlmeier
Wir haben ja das Glück, dass er sich das alleine nicht leisten kann. Also immerhin. Aber klar, ich glaube, ich habe das hier sogar schon mal so als Gedanken in den Raum geschmissen. Ex-Toc, das wäre fatal.
29:02 Nicole Diekmann
Ja, genau. Dann brennt die Welt noch ein bisschen mehr.
29:06 Gavin Karlmeier
Aber ich also wie ich, wie gesagt, das kann er sich nicht leisten. Und mehr als ein Netzwerk in fünf Jahren vor die Wand fahren, das ist selbst für ihn, wäre das absurd.
29:17 Nicole Diekmann
Famous last words.
29:19 Gavin Karlmeier
Ja, also wenn ich mich täusche. Ich gehe gerne Wette ein. Also wenn Elon Musk einer der neuen Besitzer von TikTok wird, dann weiß ich nicht, dann nehme ich 100 Folgen Haken dran aus dem Tesla auf.
29:32 Nicole Diekmann
Bist du schon mal Tesla gefahren?
29:35 Gavin Karlmeier
Ja, ich bin Tesla mal Probe gefahren tatsächlich. Und das war, also das war aber noch bevor die Übernahme durch war von X. Und ich habe das schon mal erzählt, das war ehrlicherweise nicht schlecht. Ich habe mich dann aber aus Mask-Gründen dagegen entschieden, weitere Diskussionen einzugehen.
29:54 Nicole Diekmann
Ja, ganz genau will ich genauso machen. Die sind aber. auch bei so einem Carsharing-Unternehmen tatsächlich vertreten, das ich ab und zu nutze, hier in Berlin. Und die waren irgendwann war ein Tesla im Angebot und stand auch wirklich gerade da, wo ich mit meinen schmerzenden, in hohen Schuhen steckenden Füßen lang lief. Und dann habe ich mir tatsächlich einen ausgeliehen. Und ich fand es auch nicht schlecht. Also die Verarbeitung, ich komme aus einer Autofamilie. Mein Bruder, mein Vater und meine Mutter haben einen Autoilegroßhandel.
30:26 Gavin Karlmeier
Achso, ich dachte, du sagst, jetzt sind selbe Autos.
30:30 Nicole Diekmann
Meine besten Freunde sind Autos. Ich habe nichts gegen Autos. Nee, ich bin tatsächlich in einer total autoverrückten Familie groß geworden. Und ich bin das nicht, aber ich habe halt also ne, beim Abendbrotisch und beim Mittagessen wurde nie über irgendwas anderes gesprochen. Die Verarbeitung ist Finde ich wirklich relativ erschreckend. Also dieses Plastik, dieses Armaturenbrett und so, aber es wird dich nicht wundern. Allein das Feature, dass wenn die Ampel auf Grün springt Ein Piepen ertönt, damit du vom Handy hoch guckst und losfährst. Das finde ich schon sehr smart.
31:06 Gavin Karlmeier
Das hätte ich abgeholt, ne? Das habe ich in meinem Auto aber auch. Ich war kein Tesla. Wirklich? Das war auch so eine. Ja. Okay, mein schwedisches Fabrikat, würde ich sagen.
31:18 Nicole Diekmann
Ein schwedisches Fabrikat, oh, schwierig, schwierig, schwierig. Aber okay, mein Auto ist 18 Jahre alt. Ich glaube, da Gab es gerade Handys quasi, als das gebaut wurde. Also, ja gut, da muss ich ja gar keinen Tesla kaufen. Also ich kaufe sowieso kein Auto mehr in diesem Leben, glaube ich. Interessant. Na gut.
31:39 Gavin Karlmeier
Aber ich war auch noch ein zweites Mal in einem Tesla und zwar vor drei Wochen, vier Wochen. Und da haben wir eine Folge Haken dran aus einem Tesla aufgenommen mit Janis Schakarian.
31:47 Nicole Diekmann
Das habe ich gehört.
31:48 Gavin Karlmeier
Ja, und die klingt nicht gut. Also. Also, als Studio eignet sich das nicht so sehr.
31:53 Nicole Diekmann
Ja, dann kauft man sich eh keinen Tesla. Also, warum sollte man sich dann einen Tesla kaufen, wenn man darin keine Podcasts aufzeichnen kann?
31:59 Gavin Karlmeier
Also weißt du, wie viele Hagner-Folgen ich schon aus dem Auto aufgenommen habe? Ich würde sagen, locker die Hälfte.
32:04 Nicole Diekmann
Okay, und was ist dann beim Tesla? Ist der zu groß, zu hallig, zu. Ja, ich glaube zu hallig, es ist zu steril. Ja, gut, damit ist die Kaufentscheidung ja dann auch gefällt.
32:16 Gavin Karlmeier
Genau, also alle, die vorhaben, einen Podcast zu machen, kauft euch keinen Test. Das ist auch toll, wenn du nach der Probefahrt so in diesem Online-Formular, warum du dich gegen das Auto entscheidest, das dann angibst. Sound für Podcast nicht gut.
32:36 Nicole Diekmann
Ja, pass mal auf, mein Freund. Und dann kommt wahrscheinlich eine Antwort mit der Menüführung, wo du zum Podcasting-Modus ähm. Also wie du da hingelangt wärst, wenn du mal einigermaßen mitgedacht hättest.
32:49 Gavin Karlmeier
Wirklich, hättest du nur das Update installieren müssen.
32:51 Nicole Diekmann
Ja, genau.
32:54 Gavin Karlmeier
Es gibt eine ganz spannende kleine Geschichte, die ich aber interessant finde. Und zwar hat Bonn Digital die Veranstalten in Bonn das Barcamp. So eine Veranstaltung, bei der so Impulsvorträge stattfinden und man sich vernetzen kann und so. Und die haben einfach mal ausgewertet, auf welcher Plattform eigentlich über diese Veranstaltung kommuniziert wurde. und haben alle Inhalte mit dem entsprechenden Hashtag gezählt. Und das Ergebnis ist, 56 Postings wurden über das Fidiverse geteilt, also Mastodon beispielsweise. 43 Postings über Threads, 41 Postings über LinkedIn und 30 Postings über X nach wie vor. Also tatsächlich ist es schon so. Kurznachrichtendienste sind für solche Veranstaltungen immer noch am wichtigsten. Und Ex ist da immer noch nicht ganz egal geworden. So, das würde ich da rauslesen. Ich lese das vor allem deswegen, oder bring das vor allem deswegen mit. Weil wir ja, wie gesagt, in zwei Wochen die Republika vor der Nase haben. Und Dennis und ich letztens ja schon gesagt haben, es ist interessant, wohin sich das eigentlich gerade alles so verlagert, viel findet bei LinkedIn statt und so. Und ich finde die Frage in diesem Jahr nochmal spannender, weil wir ja jetzt tatsächlich auch Threads zum Beispiel haben. Also ich bin sehr gespannt, wie die Republika in diesem Jahr im digitalen Raum sozusagen abgebildet werden wird.
34:05 Nicole Diekmann
Da hast du total recht, das ist eine wirklich spannende Frage. Was wäre denn Tipp?
34:13 Gavin Karlmeier
Ich glaube, dass die Leute bei LinkedIn so Sachen schreiben werden wie heute, habe ich drei Talks gesehen und das nehme ich daraus mit. Alle haben eine kurze Instagram-Story, bei der sie zeigen, dass sie irgendwie aus großer Entfernung uns gesehen haben zum Beispiel. Und ich glaube, bei Threads werden so kleine Gedanken geäußert werden. Und diese Vernetzung wird tatsächlich eher im Fiddivas stattfinden. Ich glaube, es wird überall so ein bisschen sein, aber dieser eine Hub, dieser eine Ort, bei dem eben das alles ist, was früher Twitter war Den gibt es einfach nicht mehr.
34:42 Nicole Diekmann
Den gibt es nicht mehr, aber ich muss kurz nochmal nachhaken. Aus weiter Ferne haben sie uns gesehen, weil die ersten 100 Reihen voll besetzt sind, wenn wir uns die Ehre geben.
34:52 Gavin Karlmeier
Nein, weil sie nur an Halle 2 vorbeigelaufen sind. Und nicht reingekommen sind.
34:57 Nicole Diekmann
Nicht reingekommen wegen Überfüllung.
34:59 Gavin Karlmeier
Ja, genau.
35:00 Nicole Diekmann
Du bist optimistisch und auch ein Stück weit selbstbewusst. Das finde ich gut. Ich mag das. Ich mag das sehr. Ja, ähm Zu Threads habe ich alles gesagt, glaube ich, ne? Ist es da besser geworden? Ich bin da gar nicht mehr tatsächlich. Du fandst es ja auch immer gut, ne?
35:20 Gavin Karlmeier
Ja, mir hat schon Spaß gemacht. Aber ich merke, dass ich insgesamt deutlich weniger Zeit mit Kurznachrichten im Internet verbringe als vorher. Ja, ich auch. Also, obwohl es jetzt drei Netzwerke sind statt eins. Mache ich einfach viel weniger.
35:37 Nicole Diekmann
Und stattdessen?
35:40 Gavin Karlmeier
Tja. Reddit. Und arbeiten. Ne, ich weiß es nicht. Ich glaube, ich mache einfach, ich, also ich mache, habe weniger Bildschirmzeit, glaube ich, inzwischen.
35:52 Nicole Diekmann
Ich habe ein neues Handy bekommen. Ich habe ein Diensthandy, das ich auch privat nutze. Das ist alles vertraglich geregelt, dafür zahle ich auch Geld. Aber jemand wie ich sollte nie mehr als ein Handy haben, weil das verliere ich schon oft genug. Das kommt dann auch immer wieder zu mir zurück. Ja, nee, ich bin ganz verschusselt und verliere ganz oft Dinge. Und das aber wirklich in einer Regelmäßigkeit, dass es mich nicht schockt, weil irgendeine Macht dafür sorgt, dass in 99 Prozent der Fälle die Sachen zu mir zurückkommen. Beziehungsweise so wie vorhin. Ich war vorhin kurz in einem Sportladen und war da mit dem Fahrrad hingefahren, und als ich zurückkam Beugte sich jemand gerade über meinen Fahrradkorb und sagte, ist aber mutig. Und ich hatte meine AirPods Drin gelassen.
36:42 Gavin Karlmeier
Aber wer klaut, werden, ist das so Hela-Ware, AirPods? Klaut man die?
36:47 Nicole Diekmann
Ich würde sagen, auf jeden Fall. Auf jeden Fall, die sind wirklich nicht billig.
36:53 Gavin Karlmeier
Ja.
36:53 Nicole Diekmann
Und die sind, also das Case ist ja auch so klein, die hast ja ruckzuck in der Tasche. Und also Ich finde ja, es ist ein super Produkt. Also, wenn ich kriminelle Energie hätte, würde ich die klauen, ja. Ja, klar. Also, aber Gavin, mir hat man schon Scheibenwischerblätter vom Auto geklaut. Also von daher, ich wüsste nicht, was. Und 20 Fahrräder, was Leute nicht klauen.
37:18 Gavin Karlmeier
Ich fände das schön, wenn wir das einfach so als so eine Social Media Grafik posten würden. Wenn ich kriminelle Energie hätte, würde ich AirPods klauen.
37:28 Nicole Diekmann
Ja, das lenkt auch ein bisschen davon ab, dass ich mich heute für Enteignung ausgesprochen habe. Also sehr gerne. Naja, also ich habe ein neues Handy bekommen, ein neues Diensthandy, weil das alte. Das habe ich mit bisher allen iPhones gehabt tatsächlich. Irgendwann war die Ladebuchse unten, hatte so einen Wackler. Kennst du das auch? Ja, das kenne ich auch.
37:50 Gavin Karlmeier
Das habe ich auch schon mal, ja.
37:51 Nicole Diekmann
Und dann werde ich tatsächlich panisch, weil ich ja, wie gesagt, nur ein einziges habe. Und da sind alle Kontakte drauf, also auch alle beruflichen Kontakte, das ist nicht ganz unwichtig, die Nummern zu haben und ich mache nie Backups. Also ich bin heute hier, ich stilisiere mich hier heute zum Vorbild in vielerlei Hinsicht in dieser Folge, das merke ich schon. So, und ich habe jetzt ein neues und habe jetzt Bildchenzeit tatsächlich auch mal aktiviert, anfangs und dann habe ich es ganz schnell wieder deaktiviert. Oh ja, weil du schlechte Laune bekommen davon. Ja, es sagt viel über mich aus und nichts Positives. Also es ist immer noch viel zu viel.
38:29 Gavin Karlmeier
Ich habe neulich den Satz gehört, kein Backup, kein Mitleid.
38:34 Nicole Diekmann
Den würde ich unterschreiben. Also wenn bei mir mal alle Kontakte weg sind, würde ich auch tatsächlich sagen, Tja, selber schuld.
38:42 Gavin Karlmeier
Ja, also du solltest vielleicht auch anfangen mit Backups. Ich habe dann einfach kein Mitleid. Aber bist du dann auch so, dass. . Aber nee, die Frage kann ich, glaube ich, öffentlich nicht stellen. Also wenn die Antwort Ja ist, dann hast du ein Problem. Ob du beide Handys mit dem gleichen Code zum Beispiel gesperrt hast, würde ich gerade fragen.
39:04 Nicole Diekmann
Nee. Nein, habe ich tatsächlich nicht.
39:09 Gavin Karlmeier
Naja, wenn die Antwort Ja ist, dann müssen ja alle nur herausfinden, was für einen Code du auf dem einen hast, um an ein anderes anzukommen.
39:16 Nicole Diekmann
Aber wie will man das rausfinden?
39:19 Gavin Karlmeier
Mit Tricks, was weiß ich denn? Es ist immer schlecht, wenn Leute Passwörter kennen.
39:25 Nicole Diekmann
Ach ja, da würde ich dir zustimmen. Absolut. Nee, habe ich nicht. Aber Passwörter ist ja, ich habe ein, ich muss das auch irgendwann mal klären. Ich erzähle heute noch einen Schwank aus meinem Leben.
39:36 Gavin Karlmeier
Oh, bitte.
39:38 Nicole Diekmann
Ich hatte lange einen Gmail-Account und dann habe ich mal 2019 so einen Tweet abgesetzt und danach einen riesigen Shitstorm. Und im Zuge dessen haben Leute wochenlang permanent versucht, meine Accounts zu hacken. Also ich hatte ständig die Meldung, dass jemand versucht hat, sich bei Twitter einzuloggen. und bei Facebook und auch bei Gmail und im Zuge der ist es niemand gelungen Gott sei Dank, und ich habe aber ständig Passwörter geändert. Ich habe ständig Passwörter geändert, damit das nicht passiert. Und war mit meinem damaligen Diensthandy und mit meinem iPad eingeloggt und habe mich da auch nie ausgelockt. Jetzt überlege ich gerade, wie es geht. Egal. Jedenfalls weiß ich bis heute das neue Passwort dieses Gmail-Accounts nicht. Der ist aber, der wird immer per Backup von einem Handy aufs andere wieder gespielt. Also ich habe da immer noch Zugriff drauf. In dem Moment, in dem ich mich aber auslogge, werde ich da nie wieder reinkommen. Weil ich auch eine zweite Mailadresse angegeben habe als Sicherheitsfragenfrage, die ich nur dafür eingerichtet habe und das Passwort habe ich leider auch vergessen.
41:04 Gavin Karlmeier
Oh, das ist nicht gut. Das ist nicht gut. Da musst du dir irgendwas überlegen.
41:09 Nicole Diekmann
Na, ich hab, also das ist ja jetzt, was war das? 2019, fünf Jahre her. Ich habe jetzt. Also, ich habe im Laufe der Zeit mir eine andere Mailadresse zugelegt, weil das ja kein Zustand ist. Aber da geht immer noch relativ viel drauf. Und Wenn irgendwann dieser arabische Prinz stirbt, der mir sein ganzes Vermögen vermacht. Und dann schreiben seine Angehörigen mir eine Mail an die alte E-Mail-Adresse und ich lese sie nicht. Das wäre doof.
41:38 Gavin Karlmeier
Das wäre doof, weil du ihm ja auch schon diese 16. 000 Euro an Transaktionsgebühr schon überwiesen hast und eigentlich nur noch darauf wartest, dass es Geld kommt.
41:44 Nicole Diekmann
Ja, hab ich ja und?
41:50 Gavin Karlmeier
Netzpolitik berichtet, dass die EU Mastodon-Server doch wieder vor dem Ausstehen. Das ist eine Geschichte, über die wir hier schon gesprochen haben. Also, für die, die sich nicht erinnern, also ursprünglich waren die Mastodon-Server der EU Eigentlich nur als Pilotprojekt gedacht, liefen eigentlich erst für ein Ja, wurden dann vom europäischen Datenschutzbeauftragten, der sie betreibt, um ein weiteres Jahr verlängert. Und haben in diesem Jahr versucht, irgendwo in den EU-Institutionen einen Betreiber zu finden, der Kapazitäten und Ressourcen hat, die über die des europäischen Datenschutzbeauftragten hinausreichen und damit auch die Möglichkeit haben, Diese 40 Accounts, die auf diesen Servern liegen, weiter zu betreuen. Bisher hat sich allerdings keine EU-Institution gefunden, Und das Problem ist aber, dass dieses Projekt jetzt bald auslaufen wird, und zwar am Samstag. Und dementsprechend sieht es gerade danach aus, dass am Samstag diese beiden Server tatsächlich abgeschaltet werden. weil sich noch niemand gefunden hat, der das Ganze übernimmt. Die Formulierung vom Europäischen Datenschutzbeauftragten, die er oder die von dort aus an Netzpolitik sozusagen abgegeben wurde. Lautet, wir arbeiten an einer Lösung, unsere kontinuierliche Präsenz auf euren Feeds zu gewährleisten, indem ihr Mastodons portable Identitäten voll ausnutzen. Was das aber so ganz genau bedeutet, ist gar nicht so klar, weil es einfach bislang noch keine Antwort darauf gibt.
43:12 Nicole Diekmann
Ja, das ist ja ein super Signal, das davon ausgeht, ne? Also diese Diskussion, dass Europa, dass Deutschland im Zweifel vielleicht auch die öffentlich-rechtlichen ein Gegengewicht schaffen müssen, eine öffentlich-rechtliche Plattform, eine europäische Plattform, ein Gegengewicht zu China, zu den USA. Ja, also ich habe da eh aus anderen Gründen nicht mehr dran geglaubt, aber das tun andere ja ganz offensichtlich auch nicht.
43:47 Gavin Karlmeier
Also, ja, also ich finde das so wahnsinnig ärgerlich, weil das jetzt wirklich kein Job ist, der so viele Millionen kosten würde. der wahnsinnig viele Ressourcen binden würde.
43:58 Nicole Diekmann
Oder Kreativität erfordern, sondern man lässt es einfach weiterlaufen.
44:02 Gavin Karlmeier
Man könnte nicht, wie es weitergeht. Genau, es geht ja eben auch nicht darum, diese Accounts mit Inhalten zu bespielen oder Community Management zu betreiben, sondern einfach diese Server zu hosten, auf denen eben diese Accounts liegen. Und jetzt ist es aber so, dass am Samstag diese Accounts sozusagen frei in die Hände derer gehen, die sie betreuen. Und die können sich dann irgendwie auf die Mastodon. social Instanz verschieben, wenn es nicht gegen ihre eigenen Datenschutzrichtlinie verstößt, was durchaus möglich ist. Andernfalls fallen die halt einfach erstmal in einen Schneewittchenschlaf. Sagt man das so? Nein, wer schläft denn?
44:35 Nicole Diekmann
Dornröschen schläft.
44:37 Gavin Karlmeier
Donnröschen schläft. Danke.
44:40 Nicole Diekmann
Dornröschen ist eins von zwei Wörtern, die ich Fremdsprachigen ausländischen Gästen, die wir hier öfter beherbergen, beizubringen versuche. Dornröschen und Streichholzschachtel wird sehr geliebt.
44:53 Gavin Karlmeier
Oh, das finde ich auch gut. Apfelschorle, finde ich noch, und Rhabarberschorle. Das sind so wahnsinnig schwere Wörter, finde ich.
44:58 Nicole Diekmann
Rhabarberschorle habe ich dieses Jahr zum ersten Mal probiert in meinem Leben und jetzt bin ich Fan.
45:05 Gavin Karlmeier
Du hast jetzt Trababerschale probiert?
45:07 Nicole Diekmann
Ja, ich esse kein Obst. Das habe ich schon an anderer Stelle mehrfach erzählt. Ich bin mit Essen so ein bisschen komisch. Ich esse kein Obst. bin so ein bisschen, was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. So bin ich auch, ich bin Westphalien, da ist man so ein bisschen skeptisch allem neuen gegenüber.
45:24 Gavin Karlmeier
Also das ist ja die große Lebensbeichte der Nicole Diekmann in dieser Episode. Ich möchte alles über dich erfahren.
45:29 Nicole Diekmann
Genau, aber um darauf nochmal zurückzukommen, wir wollen jetzt auch hier kein Personality-Format draus machen. Also es ist mega peinlich von der EU. Aber was bedeutet denn, wir arbeiten noch dran? Also suchen die jetzt noch irgendjemanden?
45:46 Gavin Karlmeier
der zu viel Zahl, also ich fürchte ja.
45:50 Nicole Diekmann
Auf allen Ebenen total dilettantisch.
45:53 Gavin Karlmeier
Ja, also es ist aber, also was mich daran nicht so überrascht, ist, dass jeder, der so große Also zum Beispiel große Unternehmen oder Institutionen, Behörden, Anstalten kennt, dass die, selbst wenn so ein Vertrag fünf Jahre gegangen wäre, dass das Ende des Vertrages immer für alle überraschend kommt. Also, das ist wie Weihnachten. Genau, da denkst du so, das gibt es ja gar nicht. Schon wieder Weihnachten auch. Oder was? Dein Vertrag läuft aus, da haben wir uns jetzt gar nicht um die Zukunft gekümmert. Also, solche Geschichten hört man relativ oft von solchen sehr großen Schlachtschiffen, in denen alle irgendwie Verantwortung wollen, aber keine.
46:30 Nicole Diekmann
Medienunternehmen. Aber sag mal, wundert, also was ich unlogisch finde, ist, warum hat man es dann noch ein Jahr weiterlaufen lassen?
46:38 Gavin Karlmeier
Wahrscheinlich, wenn man sich gedacht hat, wir haben noch keinen, aber nächstes Jahr dann. Also, das kann ich dir nicht beantworten.
46:47 Nicole Diekmann
Und erstaunt dich das oder passt das in dein Bild?
46:49 Gavin Karlmeier
Von der EU, das ich habe. Ich finde es ein bisschen überraschend, weil das jetzt, weil also die EU hat sich in den letzten Monaten sehr klar als großer Regulator und auch als Internetversteher positioniert. Also die wissen schon, was sie tun und hätten hier sehr einfach als einfach sehr großer Staatenverbund, relativ einfach, gerade auch auf so einer Ebene ein Zeichen setzen können. Und dass sie das verschlafen, ist In jedem Fall ärgerlich. Ob es mich jetzt überrascht oder nicht, ist dabei gar nicht so elementar. Kann ich gar nicht beantworten. Ich finde das schade. Das ist, glaube ich, die Formulierung, die ich fehlen würde.
47:30 Nicole Diekmann
Ja, und es entzieht einem so ein bisschen die Grundlage, weil, wie du ja gerade gesagt hast, die regulieren gerade wie wild, die gehen echt, das klingt so abfällig, ich finde das gar nicht abfällig, ich finde den AI-Act zum Beispiel echt eine kluge Idee. An sich, so, da stehen ja auch gute Sachen drin. Gehen gegen TikTok vor, wir gucken mal, wie das alles so ausgeht gegen Meta, aber sie werden aktiv, ne? Also, das scheint wirklich großes Anliegen zu sein. Gut, es sind jetzt auch Europawahlen, darf man auch nicht vergessen. Da versucht man sich sowieso nochmal handlieren, als handlungsfähiger zu inszenieren oder auch einfach mehr zu tun. Aber ist ja egal, sie machen das. Aber bei aller Kritik, gerade an den Tech-Riesen, wie kann man denn dann so doof sein, eine eigene Instanz abzuschalten in einem Netzwerk, das wirklich, dass manchmal ein bisschen nerdig ist und dadurch auch ein bisschen nervig, aber nun wirklich nicht im Verdacht steht. Das, was an vielen anderen kritisiert wird, also das ist ja der Gegenentwurf, weißt du, was ich meine? Damit entzieht man sich auch so ein bisschen die Grundlage, also zumindest finde ich die moralische Grundlage oder die Klingt jetzt auch so groß.
48:46 Gavin Karlmeier
Also, ja, weiß ich nicht, weil das Regulieren tun sie ja trotzdem, der DSA wird ja trotzdem, äh, wird ja trotzdem weiterverfolgt. Das machen sie ja alles.
48:56 Nicole Diekmann
konstruktiv gleichzeitig fördern.
48:59 Gavin Karlmeier
Ja, ich stimme dir voll zu. Das Problem ist, dass in solchen Behörden oft die eine Hand nicht weiß, was die andere macht. Ja, das stimmt. Und gerade so Dinge wie so ein relativ, also verhältnismäßig kleiner Arm der Öffentlichkeitsarbeit, der jetzt gerade noch in der Hand der des Datenschutzbeauftragten liegt. Das ist, glaube ich, für die Leute, die auf der anderen Seite in der Kommission arbeiten, die ganz großen Konzerne zu regulieren. Das ist denen vermutlich einfach zu klein oder ist nicht deren Job. Und das kann ich auch verstehen. Es ist trotzdem schade, weil das eben mal wieder dieses Bild der Behörde zeigt, weil der die eine Hand eben nicht weiß, was die andere macht.
49:33 Nicole Diekmann
Ja, das stimmt.
49:34 Gavin Karlmeier
So, ja. Okay. Eine Geschichte, bei der man schlechte Laune kriegt zum Schluss. Das ist auch mal schön.
49:42 Nicole Diekmann
Ja, unbedingt.
49:44 Gavin Karlmeier
Und zwar Fast Company, ähm, ist ein Tech-Medium, berichten folgende Geschichte, dass Tobias Henning, das ist der Geschäftsführer von TikTok. Deutschland gilt als Top-Manager, dass der wegen Mobbing und Belästigungsvorwürfen ab sofort beurlaubt ist im Unternehmen. Es gibt mehrere derzeitige und ehemalige TikTok-MitarbeiterInnen, die angeben, dass das Henning sie sich ihnen gegenüber feindselig verhalten habe, sie beleidigt hätte, unangemessene Forderungen gestellt habe. Und dass mehrere Mitarbeiter das Unternehmen auch verlassen haben, seinetwegen. Und zitieren ja auch mehrere Mitarbeiter, zum Beispiel Charles Barr, das ist jemand, der schon öfter auch in die Medien gekommen ist als ehemaliger TikTok-Mitarbeiter, der sagt, er hatte einen sehr aggressiven Führungsstil Ähm, Henning selber gibt aber an, dass er mit Bar gar nicht zusammengearbeitet habe und dass die beiden Männer nur ein oder zweimal persönlich aufeinander getroffen sind. Und Henning selber sagt auch Fast Company in einem Statement, dass diese Anschuldigung erst aufgekommen sind, nachdem eine Reihe von Teammitgliedern bedauerlicherweise ihre Rolle bei einer Umstrukturierung verloren haben. Also er schiebt quasi alle diese Vorwürfe, die da gegen ihn existieren, darauf, dass Leute sich irgendwie rächen wollen. Aber dass so ein Unternehmen wie TikTok jemanden so beurlaubt aufgrund solcher Vorwürfe, das ist schon, das passiert nicht wöchentlich, sage ich mal.
51:07 Nicole Diekmann
Jetzt müsste, also ich denke, es ist relativ einfach nachzuverfolgen, ob das stimmt, dass da Leute, die aufgrund einer Umstrukturierung vielleicht nicht mehr so zufrieden waren. Also ob das auf die alle zutrifft, die sich da jetzt zu Wort melden. Trifft ja im Falle des Mitarbeiters, dessen ehemaligen Mitarbeiters, dessen Namen ich schon wieder vergessen habe. Kann ja nicht zutreffen, wenn die nicht miteinander gearbeitet haben. Dann ist es bei ihnen vielleicht. Okay. Also, das ist jetzt alles Verdachtberichtserstattung, aber du hast völlig recht, dass TikTok so einen Schritt geht Das ist schon ein Schritt. Ich komme ja von der anderen Seite. Du sagst, das ist eine Nachricht, bei der kriegt man schlechte Laune. Ja, aber. Die haben den jetzt erstmal vor die Tür gesetzt. Und wenn man sich anguckt, was sich in Unternehmen in den letzten Jahren getan hat. Wie viel größer das Bewusstsein dafür ist, was okay ist an Umgang mit Leuten. Ich rede jetzt gar nicht von Gen Z und Work-Life Balance, sondern wirklich von Hierarchien, ich arbeite beim ZDF, das ist nicht Google. Also das ist schon hierarchisch organisiert und das ist auch in weiten Teilen noch top-down. Das will ich auch gar nicht bewerten. Aber natürlich ist auch da, und ich kriege das überall mit, hat sich unfassbar viel und ich finde wirklich in kurzer Zeit getan, was das Thema. Umgang miteinander, Führungsstil, Kommunikationsstil angeht, also das was der TikTok-Mensch sich womöglich hat zu Schulden kommen lassen, da hätte man vor 20, 30 Jahren wahrscheinlich noch gesagt, ja, klar, ja, mein Gott, soll ich mich da anstellen? Ja, genau.
53:06 Gavin Karlmeier
Ja, ich glaube, da hast du recht. Und das, ähm, da würde ich uneingeschränkt zustimmen. Vielleicht kriegt man doch nicht nur schlechte Laune. Dass sowas allerdings passiert und dass sowas über mehrere Jahre passiert, das ist trotzdem einfach.
53:18 Nicole Diekmann
Keine Frage. Aber der Rauschmiss ist auch nochmal ein Signal, sowohl an Belegschaft als auch an Trittbrettfahrer, wie ich sie jetzt mal nenne, zu sagen, geht nicht, isst nicht, lasst es. So, das ist die Konsequenz.
53:34 Gavin Karlmeier
Ja, das ist wahr. Tobias Henning, übrigens, auch das ist eher ein Fakt, den wir nicht kommentieren müssen, aber der hat vorher bei Axel Springer gearbeitet, bevor er zu TikTok gekommen ist.
53:47 Nicole Diekmann
Guck mal, wie ich nichts sage.
53:49 Gavin Karlmeier
Das hast du sehr gut gemacht. Nicole, damit sind wir am Ende. Aber ich habe hier noch aufgeschrieben. Dass ich dich fragen möchte, ob du nicht noch was zu bewerben hast, liebe Nicole.
53:59 Nicole Diekmann
Ja, das war ich und ich bin da völlig schamlos.
54:02 Gavin Karlmeier
Das ist auch gut so.
54:03 Nicole Diekmann
Ich ja, ich finde tatsächlich, wenn man Projekte hat und man steckt da wirklich viel rein. Viel Herzblut, wie man so schön sagt, in meinem Lieblingsfilm, kein Pardon. Und viel Arbeit und viel Zeit und viel Energie und so weiter. Dann kann man dafür auch Werbung machen, denn das braucht man ja. Ich habe einen eigenen Podcast und der heißt Hopeful News. Und wie wir gerade gesehen haben, hat er bei mir schon was geschafft, nämlich dass ich sage, ja gut, also TikTok hat den Typen, der hat anscheinend Unheil angerichtet. But this is a positive Wochenrückblick. I have wechselnde Gäste Wir hatten zum Beispiel Pina Attalay, wir hatten Hayus Schuhmacher, wir hatten Aurel Merz. Wen hatten wir denn noch? Czekatobi war mein allererster Gast. Mit denen spreche ich eben über die vergangene Woche und für jeden Wochentag sucht mir meine tolle Redakteurin Steffi. Je eine positive Meldung raus. Und das bedeutet nicht, dass sie so tun, als gäbe es keine schlechten Nachrichten oder fürchterliche Nachrichten oder ernste Nachrichten. Ich meine, ich Mache Nachrichten, ja, ich bin Nachrichten, ich bin Korrespondentin, sondern es ist das Gegenteil. Wir wollen zeigen. Es gibt halt auch die anderen. Wir diskutieren auch. Letzte Woche hatte ich Sebastian Krummbiegel zu Gast und davor die Woche war, ich glaube, es war die Woche davor, war es Friedemann Karig und mit Friedemann habe ich wirklich gestritten. Also über eine konkrete Meldung und Friedemann sagte: Nee, nee, kann ich wirklich. Also es ging um Baumtankstellen in Dresden. Wo Leute jetzt so Wassercontainer vorfinden und damit Bäume wässern können im Sommer, weil die aufgrund des Klimawandels halt nicht mehr genug Wasser kriegen. Und Friedemann sagt: Ja, also entschuldige, die Klimakatastrophe ist da, da kann ich mich über sowas nicht freuen. Wir Menschen richten diesen Planeten zugrunde. Und dann soll ich mich darüber freuen, dass Leute in Dresden die Bäume gießen. Und dann haben wir uns tatsächlich fünf Minuten damit beschäftigt Ob wir nicht doch irgendwo noch einen gemeinsamen Nenner kriegen. Und in diesen fünf Minuten dann auch nochmal einigermaßen viel über Klima, menschengemachten Klimawandel konkret diskutiert, aber eben auch über die Frage, wie gehen wir denn So was an, also wie wollen wir in die Welt blicken oder wie wollen wir auf die Welt blicken. So, jetzt habe ich sehr viel geredet. Ich bin noch da, keine Sorge. Hopeful News. Hört euch das alle an.
56:50 Gavin Karlmeier
Hört euch alles andere auch an. Hört euch unseren Talk bei der Republika an. Ja, den auch. Dienstagabend, 28. Mai, 18. 45 Uhr. Stage 2. Und ansonsten hört euch Haken dran am Freitag an. Dann mit, wenn ich richtig informiert bin, mit Dags Werner. Wow. Bonning Wachmacher persönlich.
57:10 Nicole Diekmann
Und sag mal, kommst du auch in meinen Podcast zu Hopeful News?
57:13 Gavin Karlmeier
Ja, wenn ich darf, komme ich sofort.
57:15 Nicole Diekmann
Nee, darfst du ja nicht. Ich mach das jetzt nur für die Show, aber sag ja. Ja, okay, mach ich. Cool, danke.
57:19 Gavin Karlmeier
Ich streite mich dann sechs Minuten mit dir.
57:22 Nicole Diekmann
Kann man gut. Kann man gut. Ja, ich komme auf jeden Fall.
57:26 Gavin Karlmeier
Vielen Dank für die Einladung.
57:27 Nicole Diekmann
Ich freue mich, sehr schön.
57:27 Gavin Karlmeier
Und vielen Dank fürs Dasein.
57:28 Speaker 3
Bis zum nächsten Mal, liebe Nicole, und hab eine schöne Restwoche. Danke für die Einladung. Das sage ich auch an alle danke für die Einladung, danke fürs Zuhören und hat großen Spaß gemacht, wie immer.