Wem gehören unsere Posts? (mit Charlotte Voß)
Ein Richter in San Francisco findet, Social Media-Inhalte dürfen nicht allein in der Hand von Social Media-Unternehmen liegen – und weist damit eine Klage von X gegen das Analyseunternehmen Bright Data ab. Denn „Informationsmonopolen würden dem öffentlichen Interesse zuwiderlaufen“.
Und dann ist da noch die Sachen zwischen Telegram und Signal.
➡️ Jack Dorsey im Internet mit Piratewires: http://piratewires.com/p/interview-with-jack-dorsey-mike-solana
➡️ „Haken dran“ hat einen Discord-Chat, in dem sich zahlreiche Social Media-Menschen über alles austauschen, was sie lieben – und hassen. Mitmachen könnt ihr hier: http://www.hakendran.org
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:05 Gavin Karlmeier
Hallo Charlotte.
00:07 Charlotte Voß
Hallo Gavin.
00:08 Gavin Karlmeier
Na, wie ist es dir gang? Hast du das Wochenende gut überstanden? Den ersten Sommer verarbeiten können?
00:14 Charlotte Voß
Ja, das war fantastisch. Ich war im Urlaub in Frankreich.
00:18 Gavin Karlmeier
Das ist perfekt.
00:19 Charlotte Voß
Wekte Antwort, oder? Ich habe halt sechs Stunden im Zug gesessen heute, das ist so mittelfantastisch, aber gut.
00:24 Gavin Karlmeier
Aber die Tatsache, dass wir jetzt hier aufnehmen, und zwar relativ pünktlich, zeigt ja, dass das zumindest funktioniert hat.
00:30 Charlotte Voß
Ja, knapp. Vier Minuten Umsteigezeit hat funktioniert. Erstaunlich.
00:34 Gavin Karlmeier
Du hast es schon angekündigt vorher, dass die Deutsche Bahn uns einen Strich durch die Aufnahmen machen könnte. Ich freue mich, dass du heute wieder dabei bist. Wir haben uns lange nicht gehört, bilde ich mir ein.
00:42 Charlotte Voß
Ich weiß nicht, ob das stimmt. Ja, ich habe es auch nicht so richtig im Kalender, wann es war das letzte Mal.
00:47 Gavin Karlmeier
Es war am 15. 03. Heute ist der 13. 05. Guck mal.
00:51 Charlotte Voß
Zwei Monate.
00:52 Gavin Karlmeier
Es ist Zahnmagie.
00:54 Charlotte Voß
Ja, es muss sein.
00:57 Gavin Karlmeier
Es muss sein, was auch sein muss, da sind sie wieder diese geilen Überleitungen, für die die Hackis uns hier lieben. Und zwar hat Andrew Hutcheson, ich muss mit Housekeeping einsteigen. Andrew Hutchison Hutchison Andrew Hutchinson. Mein Gott, es ist Sonntagabend, wenn wir das hier aufnehmen, es ist schwer. Andrew Hutchinson, das ist der Head of Content von Social Media Today. Der hat nämlich nicht ganz glauben wollen, dieses Gerücht, dass wir hier auch. Ich sage mal, dankbar aufgenommen haben, dass Threads offenbar an einer nativen DM-Funktion arbeitet und hat bei Meta mal nachgefragt und Meta hat gesagt, nein, das ist nicht geplant, es soll nur eine Instagram-DM-Verknüpfung geben.
01:38 Charlotte Voß
Naja. Ja, macht auch Sinn aus Metersicht, oder?
01:43 Gavin Karlmeier
Ja, es hätte ehrlicherweise auch keinen Sinn gemacht, da eine eigene DM-Funktion einzubauen. Aber jetzt sind wir uns immerhin sicher. Man muss aber auch dazu sagen, und das ist ja auch Teil der Wahrheit: ich weiß nicht, ob man denen immer so vertrauen kann. Weil warum sollten sie sagen, ja, ja, wir arbeiten da an etwas, wenn es vielleicht gar nicht kommt.
02:02 Charlotte Voß
Ja, Vertrauen würde ich da eh vielen nicht. Ankündigungen, die so kommen.
02:08 Gavin Karlmeier
Also kein Komponenten.
02:09 Charlotte Voß
Beziehungsweise dem Framing mancher Ankündigungen, sagen wir mal so.
02:14 Gavin Karlmeier
Wir bleiben direkt zum und wir steigen ein mit der ersten Nachricht aus der Welt von Meta. Boah, ich kriege nicht mal einen geraden Satz heute hin. Charlotte, es tut mir leid, es ist Sonntagabend. Und ich habe am Samstagabend vielleicht ein Glas, einem halben Glas Sekt genippt.
02:29 Charlotte Voß
Das hatte vielleicht was mit dem ESC zu tun, oder?
02:31 Gavin Karlmeier
Tatsächlich nicht. Ich habe den nicht gesehen.
02:34 Charlotte Voß
Ah, okay.
02:35 Gavin Karlmeier
Ich auch nicht, aber ich dachte. Du auch nicht.
02:37 Charlotte Voß
Weiß ich nicht. Ich gucke es eigentlich fast nie, aber eigentlich großer Fall. Ich muss andere Leute fragen, ob sich es gelohnt hat. I don't know.
02:44 Gavin Karlmeier
Sag mal, hat sich das gesagt, alle, die es geguckt haben, sagt das mal. Ich weiß nicht, ob es so eine große Schnittmenge zwischen den Hackis und den ESC-Fans gibt.
02:52 Charlotte Voß
Weil man manchmal überrascht ist, wer alles ESC-Fans ist.
02:55 Gavin Karlmeier
Ja, stimmt. Ich bin zum Beispiel eigentlich ESC-Fan, kann ich sagen.
02:59 Charlotte Voß
Siehst du? So. Hast du trotzdem nicht geguckt. Why?
03:03 Gavin Karlmeier
Ja, ich war verhindert, soll ich mal. Ich war da von den Land. Und zwar möchte ich. So, ich versuche jetzt nochmal diesen geradensatz auszusprechen. Und zwar bleiben wir bei Meta. Mit der ersten Nachricht dieser Woche, der Kalenderwoche, was haben wir denn? Da ist übrigens die Gast. gibt es ein paar Zahlen, die Mad Navera mal zusammengetragen hat und es geht dabei um die Conversion von Facebook zu Nachrichtenseiten. Wir haben ja schon öfter darüber gesprochen, wie schwierig es eigentlich ist, mit Links noch so eine gewisse Traktion auf Facebook aufzubauen. Wir wissen, wie schwierig es ist, politische Inhalte zu platzieren. Wir wissen, wie Nachrichten Oder News bei Facebook inzwischen behandelt werden. Spoiler nicht so gut. Jetzt gibt es aber so ein paar Zahlen, die Chartbeat erhoben hat. Das ist so ein Analyseunternehmen. Und die sind tatsächlich frappierend. Also, die Chart-Beat-Zahlen zeigen, dass innerhalb von 12 Monaten der Referral-Traffic für Nachrichtenverlage um 50% eingebrochen ist. Und bei mittelgroßen Verlagen immerhin seit 2018 um die Hälfte eingebrochen sind. Also das heißt, so oder so, man erreicht Insgesamt nur noch die Hälfte der Leute mit Links. Beziehungsweise nur die Hälfte der Leute klicken auf diese Links. Da müssen wir genau sein. In der Formulierung erreichen wird dann nicht erhoben, sondern Page-Views, also Link-Klicks. Interessant ist auch, ja.
04:29 Charlotte Voß
Nee, aber die Zahlen kommen mir bekannt vor, auch vom Reuters-Institut schon von 2023, die es für das Jahr 2023 ja ausgewiesen hatten, mal auf Nachrichtenseiten. Und da meine ich mich zu erinnern, waren es schon im Verlauf eines Jahres 48% Drop von Nachrichtenseiten. Also das ist schon, das hat uns schon beschäftigt, sage ich mal. Ja, so ist es.
04:51 Gavin Karlmeier
Und wenn du dir anschaust, diese Kurve Die geht halt seitdem 2014 gestartet ist. Also, die macht einen leichten Knick nach oben, die ist aber auf einem Niveau, das, wenn man, ich versuche jetzt eine Grafik mit Worten zu malen. Es gab ein relativ hohes Normalniveau, würde ich sagen, über 2019, 2020, 2021 hinweg von ungefähr 20 Prozent als Facebook, als Traffic-Quelle Facebook. Das heißt, 20% der Klicks, die diese 792 untersuchten News- und Medienseiten bekommen wurden über Facebook generiert. Und 2023 gab es eben diesen von dir angesprochenen starken Bruch nach unten. Und wir befinden uns einfach jetzt auf einem Niveau, das eben nicht mehr so bei um die 15 bis 20 Prozent liegt, sondern zwischen 5 und 10 Prozent. Und das ist schon echt ein massiver Einbruch, den ich nicht nur damit erklären möchte. Dass die Leute Facebook nicht mehr benutzen. Das kann ich mir nicht vorstellen, sondern es liegt schon daran, wie Nachrichten eben tatsächlich ausgespielt werden. Wir hatten diese Reuters Studie hier damals auch. besprochen. Ich finde aber, dass er jetzt nochmal dieser andere Blick, eine Untersuchung von 792 Newsseiten, nochmal einen ganz schönen neuen Blick drauf bringt und zeigt, wie schwierig das eigentlich ist.
06:05 Charlotte Voß
Ja, ich meine mich auch zu erinnern, dass es gewesen jemand auch analysiert hatte, dessen Newsletter ich glaube ich abonniert habe, dass auch die Interaktionsraten bei zumindest deutschen Nachrichten Medien stark runtergegangen sind. Aber gleichzeitig, also vor allem bei den größeren Seiten, viel stärker als bei den lokalen Seiten. Das finde ich immer so ganz interessant, dass diese lokalen Dinge oft doch besser funktionieren, weil sie natürlich auch anders sind von ihrem Newswert her, manchmal oder von ihrer Ausrichtung und Leute einfach Lokales auch total geil finden.
06:38 Gavin Karlmeier
Ey, und voll, ich erzähle das in so Workshops auch immer Das halt ein Themengebiet ist, in dem du absolut deine Stärken ausspielen kannst. Wenn du über irgendetwas Lokales berichten kannst, dann wirst du vermutlich relativ allein sein mit dieser Meldung. Das heißt, du hast ein Naja, du hast eine Position, die relativ konkurrenzlos ist an dem Punkt. Und Leute wollen immer wissen, was vor ihrer eigenen Haustür passiert.
07:02 Charlotte Voß
Es ist maximal relevant, einfach für Leute, was vor der Haustür passiert.
07:06 Gavin Karlmeier
Geldautomatensprengung im Ruhgebiet ist eine Geschichte, die passiert hier gefühlt, einmal im Monat. Und trotzdem ist das jedes Mal eine Geschichte, auf die ich klicke. Weil das so, und meistens ist das Ergebnis, es ist eigentlich nichts passiert, außer dass ein Geldautomat gesprengt wurde.
07:22 Charlotte Voß
Ja, der hat so viele Identifikationsthemen wie der örtliche Fußballverein und so.
07:26 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Und ich finde es dann so schade, dass viele das so vernachlässigen oder die Lokalredaktion kleinfahren, weil das ja eben eine Möglichkeit ist, wirklich noch eine Position aufzubauen auf dem Markt. die an die andere Mitbewerber im Zweifel gar nicht rankommen. Weil wenn du Leute vor Ort hast, wenn du in Müller mit der Ruhe jemanden sitzen hast, der mitkriegt, was da passiert, der kann halt viel mehr darüber erzählen als irgendjemand, der in Berlin sitzt und das eben sich über irgendwelche Facebook-Gruppen anrecherchieren muss.
07:57 Charlotte Voß
Ja, zumal es ja nicht nur, kannst du dir eine Position aufbauen, es hat ja auch einfach so einen publizistischen Wert, weil ja die Lokalberichterstattung ist ja, also Das ist jetzt auch nichts Neues, dass es solange in der Krise ist und dass er immer weniger wird, also dass es viel weniger einzelne Lokalzeitungen gibt, die oft aus einer Gemeinschaftsredaktion irgendwo anders her gefüttert werden und so weiter. Also Ist ja auch für die Meinungs- und Willensbildung vor Ort auch schwierig, wenn dann immer weniger lokal berichtet wird.
08:21 Gavin Karlmeier
Ja, natürlich. Vor allem, weil das auch dazu führt, dass eben gerade im lokalen immer wieder Dinge entschieden werden oder durchgewunken werden, die völlig unter dem Ausschuss der Öffentlichkeit passieren.
08:33 Charlotte Voß
Und gleichzeitig die maximale Relevanz für die Lebenswirklichkeit vor uns haben.
08:36 Gavin Karlmeier
Absolut, genau. Klar, weil mich interessiert, warum kann ich jetzt, muss ich jetzt eine Stunde Umweg fahren? neu gebaut wird. Und das zeigt ja auch der Erfolg dieser, das ist so eine so ein Medienbest Case seit 100 Jahren, aber diese Prenzlauer Bergnachrichten, die gibt es ja seit 2010 und ich glaube, die hatten auch über Corona starke Schwierigkeiten, aber Das ist ja zum Beispiel so eine Zeitung, die tatsächlich von Leuten gelesen wird, obwohl sie sich nur auf die Nachrichten beziehen, die eben in dem Kiez oder in dem Stadtteil eben.
09:06 Charlotte Voß
Schönes Beispiel fand ich auch für lokalberichterstattung, jetzt trifften wir ein bisschen ab. Oder wie wo du gerade das mit der Umleitung sagtest und der Brücke, die Leverkusener Brücke, alle aus dem Kölner Umland werden das kennen, die ewige Dauerbaustelle der Leverkusener Brücke. Und wie der Stadtanzeiger in Köln dann einfach verlost hat, dass man als erster Privatmensch über die neue Brücke fahren darf.
09:27 Gavin Karlmeier
Ja, aber das ist ja perfekt. Was ist für ein Lebensziel? Und was aber, glaube ich, Teil des Problems ist, um das noch kurz, um da noch kurz dran anzuknüpfen An dieses Beispiel. Sowas ist natürlich super. Es gibt aber auch ganz viele Städte, in denen die Lokalzeitung nicht mehr existiert oder de facto nicht mehr existiert. Zwar auf dem Papier schon, aber. Gut, Zeitungen existieren immer auf dem Papier. Aber auf dem Papier gibt es sie noch, aber da sitzen dann halt Leute alle in einer Hauptredaktion, die dann halt zuarbeiten und das Lokale eben gar nicht mehr mitkriegen. Und diese Lücke wird dann oft geschlossen von Mien-Seiten. Es gibt so viele Städte, Indem es halt nie Instagram-Accounts gibt, die de facto die einzige Berichterstattung liefern über vollgelaufene U-Bahn-Schächte bei Starkregen zum Beispiel.
10:12 Charlotte Voß
Finde ich aber auch einen lustigen Turn, die sie teilweise genommen haben, dass sie so eigentlich als Memepage angefangen haben. Eher so nach dem Motto, das kennst du, wenn du aus Köln kommst oder aus Trier kommst oder so. Und dann aber das wirklich angefangen haben, wirklich News zu machen.
10:25 Gavin Karlmeier
Ja, total. Finde ich auch. Aber zeigt ja, dass es nur so eine Art Reaktion auf eine Marktglücke ist am Ende. Mandavera schreibt weiter, dass der Anteil der Facebook-Empfehlungen an gesamten Seiten aufrufen, also die weiterhin auf dieser Grundlage von den 700 92 Seiten, aber wo kommen die Leute eigentlich insgesamt her, wenn du Search und Social und External und alle zusammen nimmst? Und dann sagt er, dass die Facebook-Referrals, also die Leute, die direkt von Facebook auf diese Seiten gekommen sind. Seit 2018 auf weniger als ein Viertel von 2018 gesunken sind. Also im März 2018 wurden hier circa 30 Prozent An Zugriffe über Facebook generiert und im März 2024 noch sieben Prozent.
11:13 Charlotte Voß
Fand lustig, dass in der Auflistung auch Unilad. com geführt wurde, wo ich dachte um Nachrichtenseite, na, okay. Weiter Nachrichtenbegriff.
11:22 Gavin Karlmeier
Aber das ist ein super spannendes Beispiel, weil sowas für Unilad, oder in Deutschland war das ja ganz lange Dressed Like Machines, so eine Seite, die eigentlich nur ihre Zugriffe über Facebook-Postings generiert hat. Und die haben massiv federn gelassen von 90% Facebook-Referrals auf 45% in drei Jahren, seit 2021.
11:43 Charlotte Voß
Also auch diese Hochphase dieser Clickbait-Seiten, äh, heftig.
11:49 Gavin Karlmeier
seo und so wieder fast vergessen. Boah ja Diese Bildergalerie, 17 Dinge, die du nicht glauben wirst. Bei Nummer 7, wenn die Tränen kommen. Genau. Heftig. CO. Was wurde aus denen? Gibt es sie noch?
12:04 Charlotte Voß
Ich habe keine Ahnung, ich habe die auch komplett vergessen, aber jetzt, wo wir jetzt so darüber sprechen, dass das so das Geschäftsmodell war, war das natürlich 100% deren Geschäftsmodell. Leute klicken auf den Link und dann kommt halt Nonsens.
12:15 Gavin Karlmeier
Ich habe das gerade aufgerufen, damit ihr es nicht müsst. Du hast auch so eine Formulierung von denen ist.
12:19 Charlotte Voß
Das war der nächste Schritt.
12:22 Gavin Karlmeier
Und die gibt es noch. Und das sind so Schlagzeilen wie DHL Fails, 14 Bocklose Postboten. Sechs Menschen erzählen von den schlimmsten Taten ihrer Geschwister. 20 Leute teilen ihre schlimmsten Horrorhotel-Erfahrungen. Okay, die Liste kennt, da sind sie dran geblieben. Sie haben es nicht aufgegeben. Aber ich sehe, die gehören zu Funke inzwischen.
12:45 Charlotte Voß
Oh, interessant.
12:47 Gavin Karlmeier
Das ist in der Tat interessant. Das war mir nicht klar. Redaktion heftig, Funke, digital. Aha, guck mal. Wir bleiben kurz theoretisch und zwar geht es um eine Aussage, die Adam Museri, Instagram-Chef, Thread-Chef, bei einer Veranstaltung in New York. getätigt hat. Und zwar hat er gesagt, dass Videos, die länger als 90 Sekunden lang sind, also Reels bei Instagram, im Zweifel sogar eine schlechtere Distribution erfahren als Videos, die kürzer sind. Und das passt irgendwie nicht so ganz ins Bild, angesichts der Tatsache, dass man inzwischen Reels von bis zu drei Minuten länge generieren kann und dass man bei TikTok zum Beispiel darauf Angesetzt wird, längere Videos zu machen, wenn das einem empfohlen wird.
13:32 Charlotte Voß
Aber hat er das als Zustandsbeschreibung gesagt? Oder was ist der Kontext dieser Aussage?
13:39 Gavin Karlmeier
Naja, also ich lese das so, dass es schon ein Tipp ist, an die Content-CreatorInnen mal doch sich auf Videos unter 90 Sekunden zu konzentrieren. Das hat aber natürlich auch so eine Henne-Ei-Problem, weil natürlich, also vermutlich, wird es nicht forciert vom Netzwerk, aber was ja eine Rolle spielt, ist wie viele Aufrufe und wie viel Watchtime oder Retention. So ein Video generiert und Videos, die länger sind, führen im Zweifel zu früheren Abbrüchen und dazu, dass Leute vielleicht nicht wie bei einem Video, das sechs Sekunden lang ist. sich das pro Person zwei, drei, viermal anschauen, sondern vielleicht im Zweifel nur 0,5 mal. Was im Zweifel dazu führt, dass das Video schlechter gesehen wurde oder schlechter aufgerufen wurde und deswegen auch weniger stark ausgespielt wird.
14:20 Charlotte Voß
Genau, das meine ich meine ich mit Zustandsbeschreibung, de facto ist es halt so und es ist jetzt nicht unbedingt strategisches Ziel, was er da ausgibt.
14:27 Gavin Karlmeier
Ja, so würde ich es auch lesen. Ja, ja. Absolut. Und noch mehr aus der Welt der Zahlen, bevor ich uns da rausziehen kann. Und zwar gibt es eine Erhebung, die ist ein bisschen dünn, weil die basiert nur auf 15 Influencer-Accounts Und bei denen wurde aber die Interaktionsrate von Reels zu Karussell-Posts, also Bildern, verglichen. Und das Ergebnis war, dass die Reels die schlechteste Interaktionsrate haben von all den Beitragsformen, die ich gerade genannt habe. Also einzelne Bilder bekommen im Schnitt die höchsten Interaktionen, auch hier wird von 12% gesprochen. Und Karussell-Postings immer noch 6% und Reels eben 2%. Finde ich eine ganz spannende Erhebung, weil ich Ähnliches beobachte. Ich merke, dass ich mit Reels, wenn ich ein Reel poste, obwohl er gesagt wird, mit Reels kannst du so schnell wachsen und so, das ist wahrscheinlich auch so, weil Reels halt so vielen Leuten angezeigt werden, die einem nicht folgen. Aber wenn ich jetzt ein Bild poste auf Instagram, dann kann ich damit ganz andere Zahlen generieren, was Likes und Kommentare angeht, als mit einem Real, was angesichts des Aufwandes, des so ein Real im Zweifel ja mit sich bringt. denen so ein Reel mit sich bringt, fast dazu führt, dass ich für meinen Account sage, also ich muss nicht zwangsläufig wachsen, sondern will eher die Leute erreichen, die mir schon folgen. Das heißt, ich mache vielleicht lieber wieder Bilder statt Videos.
15:59 Charlotte Voß
Ich finde es auch gar nicht so überraschend, Elix, wenn man länger darüber nachdenkt, weil so ein Real, finde ich, das hat einfach so einen krassen Entertainment-Faktor und Entertainment ist halt passiv. Also das konsumiere ich halt. Das ist halt oft. Lustig, irgendwelche Comedy oder Tiere oder ne, ich weiß nicht, das ist oft so. Ja, das guckt man sich halt an, denkt man, ja, okay, nächstes bitte. Ich will das nächste sehen, ich will weiter unterhalten werden. Ich finde das gar nicht so überraschend, auch wenn man mal guckt, was bei TikTok so, ich meine, da sind teilweise Injektionsraten vielleicht auch hoch, aber die haben ja auch nur das eine Format so, das mit den Fotos ist ja relativ neu. Warum gehen Leute da hin? Die sagen halt Nutzerbefragung ja auch immer wieder Ja, ich möchte mich berieseln lassen. Ich möchte da halt gucken. Und das ist Entertainment. Und Entertainment, und das ist ja auch der Weg von Instagram, dass es eher Entertainment-Plattform wird als eine Fotoplattform schon längst nicht mehr, aber halt auch keine News-Plattform wollen sie auch nicht werden. Sie wollen ja Unterhaltung und das ist, finde ich, passiv. Das ist wie Fernsehen gucken.
16:52 Gavin Karlmeier
Stimmt. Und bei TikTok ist das ja noch viel extremer der Fall. Also Ich, also da habe ich jetzt die Zahlen nicht, was Engagement-Raten angeht, aber wenn ich.
17:04 Charlotte Voß
Ja, da würde das doch schon so sein, es gibt so viel mehr Videos als Bildpostings, dass es auch überhaupt nicht aussagekräftig wäre. Ich glaube schon, genau, das glaube ich auch. Ich meine, es gibt natürlich bei so Influencern immer höhere Interaktionsraten, klar, ne? Wenn man denen so folgt, den einzelnen Personen, aber insgesamt, ich meine, kennt man ja auch zum eigenen Verhalten vielleicht auch, ne? Wann hast du letztlich mit dem Real interagiert?
17:25 Gavin Karlmeier
Was ich aber ganz interessant finde, ist, dass selbst wenn ich nicht interagiere, ich anfange Kommentare zu lesen und diese Kommentare dazu führen, dass es real mehr Leuten angezeigt wird, weil es im Hintergrund natürlich sechs, sieben, acht, neun, zehn Mal läuft.
17:37 Charlotte Voß
Wobei die einzige Interaktion, die ich schon machen will, muss ich sagen, ist, dass ich sie weiterleite. Also, dass ich jetzt sehe, irgendwie, ah, guck mal, das ist lustiges, interessant, dann schicke ich es weiter.
17:46 Gavin Karlmeier
Ja, und das darf aber zumindest in der EU nicht in Zahlen ausgewertet werden.
17:51 Charlotte Voß
Ja, wobei, hast du mal an der Meta Business Suite geguckt? Da wird das ja weiterhin ausgewiesen. Also in der App?
17:59 Gavin Karlmeier
Ist die EU das?
18:01 Charlotte Voß
Also zumindest war es sehr lange so. Ich habe jetzt auch in den letzten vier Wochen vielleicht nicht reinguckt, aber es war schon sehr lange so. In der App wurde irgendwann nicht mehr angezeigt. Da ist dann einfach bei diesem, in der Analytics-Übersicht, bei dem Papierfliegersymbol einfach so ein Strich, weil es ja nicht mehr ausgewiesen wird. Aber wenn du deine Accounts in der Meta Business Suite hast, wenn du halt irgendwie Professional bist, dann wird das doch noch angezeigt.
18:25 Gavin Karlmeier
Oha. Also es ist so, dass ich als Absender eines Reels zum Beispiel schon eine Zahl sehe, inzwischen wie oft das weitergeschickt wurde. Da steht eine Zahl drunter. Aber ich habe natürlich keine Aussage über diese Qualität dessen und bei Storys zum Beispiel werden aber ja die M's weiterhin nicht ausgewertet. Also vielleicht ist da eine Lücke. Vielleicht sollten wir mal die EU darauf aufmerksam machen.
18:51 Charlotte Voß
Ich meine, es wäre ein bisschen weird, wenn Sie es nicht wüssten, ehrlich gesagt. Man würde denken, dass da jemand dran ist. Ich kann es aber gleich mal überprüfen, ob das so ist. Das werde ich jetzt live tun, weil es mich interessiert.
19:05 Gavin Karlmeier
Sehr gut. Währenddessen fange ich, wenn das okay ist, du bist multitaskingfähig, oder? Ja. Gut. Kommen wir zu X. Wir müssen ein bisschen über Twitter reden. Ich habe ein paar Geschichten heute. Also, Nintendo hat angekündigt, dass ab dem 10. Juni die Möglichkeit, Screenshots und Videos von der Nintendo Switch auf Twitter zu posten eingestellt wird, weil Nintendo of mal, das steht nicht in der eigenen Ankündigung von Ihnen, aber das Wird so von mehreren Fachmagazinen so erklärt, dass Nintendo offenbar derzeit 42. 000 US-Dollar im Monat für den API-Zugriff zahlt.
19:45 Charlotte Voß
42. 000. Fragt man sich würdig, ob sich das lohnt?
19:49 Gavin Karlmeier
Ja, offensichtlich nicht, deswegen tun sie das nicht. Aber das bedeutet, dass es auch keine Möglichkeit mehr gibt, dass sie jetzt deine. Also wenn du eine Nintendo Switch hast und noch schnell den Leuten, den du auf Twitter folgst oder den Menschen, die dir auf Twitter folgen, als Nintendo Switch-FreundInnen anfragen möchtest, dann musst du das bis zum 9. Juni tun.
20:12 Charlotte Voß
Ah ja, okay. Das schneide ich mich gar nicht aus. Da weiß ich jetzt nicht, wie man das überhaupt nutzt. Screenshots macht man dann und dann schickt man die weiter?
20:23 Gavin Karlmeier
Ja, genau, du kannst quasi Spielausschnitte, also es ist ja eine Spielekonsole, und du kannst die Ausschnitte aus den Spielen aufnehmen und dann direkt bei Twitter hochladen.
20:32 Speaker 3
Ah ja, okay.
20:33 Gavin Karlmeier
Jetzt muss man aber fairerweise auch dazu sagen, Das ist mir selbst damals zu meiner aktiven Twitter-Zeit, glaube ich, nicht ein einziges Mal untergekommen. Doch, doch, in der Pandemie haben doch alle dieses Spiel gespielt. Ach, wo man so Äpfel erntet und so. Wie heißt denn das? Animal Crossing. Animal Crossing, ja. Ja, stimmt. Und da war das sehr viel der Fall.
20:52 Charlotte Voß
Ah, okay, das war so ein Fall. Sonst bin ich, glaube ich, auch sehr überhaupt nicht in der Gamer-Bubbesen, wo mir das untergekommen wäre oder in der Nintendo Switch Bubble.
21:00 Gavin Karlmeier
Ich glaube, die meisten Leute, die Animal Crossing gespielt haben, sind nicht so in der Gamer in Double.
21:05 Charlotte Voß
Nee, genau, deswegen wäre das der einzige Anwendungsfall, bei dem ich es auch hätte gesehen können. Aber ansonsten, glaube ich, ist das auch immer viel rüber gegangen. Ich habe es mal geguckt hier in Instagram Post, zumindest ein normaler, es war jetzt kein Real, aber ein normales Carousel-Posting. Da werden Shares zumindest ausgewiesen in der Business Suite. Und Shares sind natürlich alles in Story-Shares und aber auch weitergeleitet. Das ist ja der eine Button halt.
21:28 Gavin Karlmeier
Also, ja, stimmt.
21:30 Charlotte Voß
Und das wird in der App zumindest nicht ausgewiesen.
21:32 Gavin Karlmeier
Was ich gerne hätte, wäre eine Statistik darüber, wie viele Leute sich mein Reel heruntergeladen haben.
21:39 Charlotte Voß
Das ist interessant. Man kann die doch einfach speichern, dann liegen die halt für immer da bei den Saves.
21:44 Gavin Karlmeier
Ja, aber man kann das ja auch runterladen.
21:46 Charlotte Voß
Ja, ja, aber warum sollte man seinen eigenen Speicherplatz damit irgendwie voll müllen?
21:50 Gavin Karlmeier
Weil man das dann Leuten weiterschicken kann, die keinen Instagram nutzen.
21:55 Charlotte Voß
Wobei, ich habe auch schon mal meiner Mutter einen Instagram Reel geschickt, das kann sie ja angucken im Browser. Das ist vielleicht nicht so geil, aber es geht.
22:00 Gavin Karlmeier
Ich mache das ehrlicherweise relativ oft, dass wir sie da runterladen.
22:04 Charlotte Voß
Ja? Das ist wirklich überhaupt keine Metrik, die man irgendwo aussehen kann.
22:10 Gavin Karlmeier
Nee, tatsächlich nicht. Ich finde aber interessant, dass mir das gerade auffällt und erst jetzt auffällt. Ich habe die Meldung bekommen, dass mein iCloud-Speicherplatz voll ist. Und ich habe relativ viel. Und vielleicht sollte ich mir einfach mal ein paar Videos aussortieren, die ich so aus dem Internet runtergeladen habe in den letzten fünf Jahren.
22:28 Charlotte Voß
Ja, das ist auf jeden Fall krass viel.
22:30 Gavin Karlmeier
So. Nächste Meldung ist eigentlich Meldung, die ich sehr bemerkenswert finde. Also es gibt ja diesen Account, der heißt Big Tech Alert, das ist ein Twitter Account, der beobachtet, wie sich andere Twitter Accounts von so Tech Größen eigentlich so verhalten, wem sie folgen, entfolgen und sowas. Ob sie ihre Bayrohe ändern, solche Dinge werden da getrackt. Und innerhalb von ungefähr drei Wochen Is folgendes passiert. Linda Jaccarino is no longer following at Community Notes and at Elon Musk is no longer following at Helpful Notes. Beide sind Accounts entfolgt, in denen es um gute Cases von Community Notes geht. Und die spannende Frage ist ja, warum? Was steckt dahinter?
23:19 Charlotte Voß
Also ganz kurz, eine ganz andere spannende Frage. Sagt man das Add mit? Ich sage das nie mit.
23:25 Gavin Karlmeier
Ich weiß es auch nicht.
23:27 Charlotte Voß
Ich finde, das klingt super, das klingt so boomer-mäßig.
23:30 Gavin Karlmeier
Ja, weil ich also gehe ja mit großen Schritten gehe ich ja auf meine auf so ein auf sohes Alter zu.
23:38 Charlotte Voß
Das würde ich jetzt mal gegensprechen, aber das war ja gar nicht das Thema. Also, naja, ich weiß immer nicht, ob man das so gut überbewerten muss, solche Moves. Weil am Ende. Weiß ich nicht, entweder ist es ein Fehler oder Elon Musk ist jemand, der etwas sehr bewusst tut, um zu provozieren. Damit wir dann darüber reden.
24:02 Gavin Karlmeier
Auch wahr.
24:04 Charlotte Voß
Und ich weiß nicht, ist es wirklich so, dass wenn ein Unternehmen sich irgendwie strategisch, oder die Unternehmensführung in dem Fall mit diesen beiden Personen Gegen irgendwas wendet innerhalb des Hauses, gegen dieses Feature, gegen die Notes or whatever.
24:21 Gavin Karlmeier
Bei Elon Musk ist das so, er folgt und entfolgt ja auch Grimes mit relativ großer Zuverlässigkeit, dreimal im Monat.
24:28 Charlotte Voß
Also genau, das ist so ein weirder Kindergarten-Move irgendwie. Also warum sollte man das tun? Sie können sie auch einfach anders managen und irgendwie, wenn sie es abschaffen wollen, wenn sie es abschaffen oder irgendwas daran verändern, anstatt ihnen zu entfolgen, das ist irgendwie so ein Genau, das ist vielleicht auch so eine Provokation, damit Leute wie wir darüber reden. Also ich weiß es nicht, aber es kommt mir so ein bisschen komisch vor, so ein bisschen Kindergarten. Das Feature finde ich jetzt aber doof, das wollen wir irgendwie anders machen, dann entfolge ich den erstmal.
24:57 Gavin Karlmeier
Ja, aber ich glaube, dass Elon Musk sich durchaus bewusst ist, dass dieses Entfolgen eine Aufmerksamkeit generiert. Ja. Also, ich unterstelle ihm da schon, dass er das mitkriegt.
25:11 Charlotte Voß
Ja, mit Sicherheit. Also ich meine, davon lebt er ja, von Leuten, die über ihn reden.
25:15 Gavin Karlmeier
Ja, das ist so. Übrigens, Elon Musk, das muss man auch mal kurz dazu sagen, hat auf einen Post, der veröffentlicht wurde, gegen Tesla aktiv. Es gab einen Post, in dem es um einen vermeintlichen Sturm der Gigafactory in Grünheide ging. Und da ging es um Tesla, Antitesla-AktivistInnen ist die Formulierung. Und da hat Elon Musk. Also kurz dazu gesagt, ich versuche ja eigentlich zu vermeiden, über jedes Stöckchen zu springen, das Elon Musk so hinhält. Und eigentlich klappt das inzwischen auch ganz gut, dass wir nicht mehr über sein. wieder maligen Desinformationsversuche sprechen. Aber eine Sache müssen wir trotzdem hier erwähnen, weil auch das irgendwie eine halbe Million Impressionen generiert hat. Er hat unter diesem Posten drunter geschrieben: das ist Fake News. Die Protestierenden haben nicht den Zaun durchbrechen können. Es gibt immer noch zwei Zaunreihen, die intakt sind. Und beachte, dass derzeit National Protest Week in Germany ist. Also es gibt viele Proteste aus ganz vielen unterschiedlichen Gründen.
26:24 Charlotte Voß
Ist das so?
26:25 Gavin Karlmeier
Und ich finde das so wahnsinnig interessant, dass er den Tweet anfängt mit This ist Fake News und dann eine Information in die Welt setzt, der vermutlich niemand jemals vorher gehört hat.
26:36 Charlotte Voß
Ja, Herr Mon hatte natürlich keine, sowas irgendwas zu verbreiten, aber das glaube ich auch. National Protest Week habe ich auch nicht gehört.
26:47 Gavin Karlmeier
So, es gibt jetzt eine neue, also wer sich denkt, Mann, also Hakenrenn ist ja ganz gut, aber ich würde schon ganz gerne mal wissen, wie. Twitter wie X eigentlich gerade die eigenen Funktionen so entwickelt und wie die so darüber sprechen und so. Für all diese beiden Leute gibt es jetzt ein neues Naja, Outlet von X selber, eine Art Newsletter, den sie veröffentlichen auf dem X-Account XNews, at X-News, exofficialotte, mit dem Namen ICYMI, also in case you missed it. Und das wird so eine Art Newsletter, aber in dieser neuen Notes-Funktion, also wie sieht ja so aus wie so ein langer Text halt Und die erste Episode davon ist schon erschienen, die kommt jetzt immer montags, das ist ganz schön. Also wir werden zukünftig viel darüber sprechen können wie Ex sich eigentlich selber wahrnimmt, hurra, und dann haben sie so eine, das ist so eine ganz lange Liste mit Dingen, die sie so als Errungenschaften empfinden in den letzten Wochen. Und das erste Update, was sie schreiben, ist, die Communities of X werden immer besser. Das zweite ist. Soll ich auch schreiben als allererstes? Das wird immer besser bauen. Das zweite ist, die X-TV-App ist bald verfügbar. Dann, es gibt jetzt 500. 000 Community Notes Mitwirkende in 70 Ländern auf der Welt. Dann sind dann Links, dann kann man anklicken, da gibt es noch weiter. Es gibt jetzt Geschichten auf X Powered by Grog und darunter noch einmal, X bietet stolz finanzielle Unterstützung für Gerichtsverfahren. Wir helfen Menschen dabei, ihr Recht auf freie Meinungsäußerung auszuüben. Hier sind die Klagen, die Ex bisher unterstützt oder unterstützt hat.
28:24 Charlotte Voß
Die könnte man sich mal angucken, wenn das die Menschen sind.
28:27 Gavin Karlmeier
Das ist auch meine Empfehlung, wenn ihr mal euch das mal anschauen wollt. Ich sag mal so, Meinungspluralismus ist ja nicht zwangsläufig die Intention.
28:35 Charlotte Voß
Ich finde ja interessant, die XTV-App, da habe ich Jahre drauf gewartet, die wollte unbedingt Twitter auch noch am Fernseher benutzen. Super wichtiger Anwendungsfall.
28:45 Gavin Karlmeier
Naja, man muss dazu sagen, dass sie ja inzwischen Geld, also sie stecken ja Geld da rein, dass Leute wie Taka Carlson einstündige Videos produzieren für Ex und die kann man sich dann ja in der Tat auf dem Fernseher anschauen.
28:57 Charlotte Voß
Wie erfolgreich ist das, weißt du das? Diese Videos, die exklusiv produzierten.
29:02 Gavin Karlmeier
Also Taka Carlsen macht Wahnsinn, also mit Vorsicht zu genießende Zahlen, weil A sind es ja nur Impressionen. Und B wissen wir auch nicht, ob das stimmt, was darunter steht, aber die sind immer im Millionenbereich, die sind.
29:14 Charlotte Voß
Ja gut, klar, sie ist auch Takar Carlson als.
29:15 Gavin Karlmeier
Aber er ist auch Taker Carlson. Und er hat auch 13 Millionen Follower auf Access.
29:21 Charlotte Voß
Ja, Parallelwelt.
29:24 Gavin Karlmeier
So ist das. Dann gibt es eine Geschichte, die ich auch, die hat mir auch gefallen. Und zwar hat Ex versucht Bright Data zu verklagen. Bright Data, die Hakis kennen Bright Data aus Folge 238 vom 26. Januar mit Nicole. Ich habe da recherchiert und zwar hat Bright Data einen Dienst, das ist so Social Media Analyse-Tool, benutzt aber nur öffentlich verfügbare Daten. Das heißt Sie melden sich nicht an, sondern sie ziehen die Daten von den Netzwerken, die sie bekommen, ohne sich einzuloggen. Und das hat Meta aber versucht, damals zu unterbinden, seinerzeit im Januar, sind sie vor Gericht gescheitert damit. weil die Erklärung war, dass dieser Nutzungsvertrag, den man eingeht, wenn man sich bei Metadiensten anmeldet, Dass der nicht zustande kommt, wenn man es benutzt, ohne sich anzumelden, weil man nicht davon ausgehen kann, dass Leute, die eine Webseite besuchen, eine AGB lesen. Das war so im Kurzen genau diese Geschichte, also es gab keinen Vertragsbruch, weil kein Vertrag zustande gekommen ist. Jetzt versucht X, dieses Unternehmen auch zu verklagen, oder hat versucht, dieses Unternehmen auch zu verklagen aus den gleichen Gründen, weil Data Scraping hier stattfinden soll. Und das möchten sie, möchte X ja bekannermaßen nicht sagen. So, der Bezirksrichter in San Francisco hat aber jetzt diese Klage abgewiesen, weil X wohl nicht plausibel darlegen konnte, wie Bright Data gegen eine Nutzungsvereinbarung verstoßen hat. In denen er Scraping genutzt hätte. Und die Erklärung, die der die der Richter da sagt, ist Die Verwendung von Scraping-Tools sei nicht per se betrügerisch, und wenn man Social Media Unternehmen freie Handlasse, um zu entscheiden, wie öffentliche Daten verwendet werden Riskiert man die mögliche Schaffung von Informationsmonopolen, die dem öffentlichen Interesse zuwiderlaufen würden? Und sagt, X hat kein Recht auf ein faktisches Urheberrecht an urheberrechtlich geschützten Inhalte, die Nutzer Über Ex der Öffentlichkeit zur Verfügung stellten. Und also es könnte natürlich passieren, dass X hier noch in eine versucht, das vor allem bei einer höheren Instanz irgendwie zum Prozess zu bringen. Also wir wissen ja, dass Elon Musk auch nicht davor abgeschreckt ist, auch bis zum Supreme Court zu rennen für solche Geschichten. Aber ich finde das Urteil aus zwei Gründen interessant. Das eine ist, dass dieser letzte Satz, diese Frage des Urheberrechts der Daten der Nutzerinnen und Nutzer, dass das natürlich auch für ganz andere Sachen gilt, nämlich die Tatsache, dass mit unseren Inhalten im Zweifel geworben wird. durch diese Netzwerke. Also wenn man dieses Urteil oder diese Aussage hier, das ist ja kein Urteil, sondern eben eine Begründung für die Klageabweisung, ähm Wenn man das mal so sich zugrunde nimmt, könnte man vermutlich versuchen, beim selben Gericht andere Dinge auch infrage zu stellen, die in diesem Nutzungsvertrag drinstecken. Ist meine Theorie. Ich bin aber auch kein Jurist, das muss man auch dazu sagen. Und das zweite, was ich daran aber interessant finde, ist die Frage, ob Scraping oder noch größer gedacht, das analytische Nutzen von Inhalten in sozialen Netzwerken per se durch diese sozialen Netzwerke gar nicht eingeschränkt werden darf. Weil wenn du das weiterspinnst und diese Begründung, wenn du jetzt von anderen Richterinnen und Richtern an anderer Stelle geteilt würden, würde das ja bedeuten, dass eine kostenpflichtige API auch in den USA rechtswidrig wäre.
32:53 Charlotte Voß
Das wäre ja schön.
32:54 Gavin Karlmeier
In der Tat, weil dann könnte Nintendo wieder möglich machen, dass man Screenshot so öffentlichen darf.
32:59 Charlotte Voß
Ja, und dann müsste Crowdtangle auch überleben vielleicht.
33:02 Gavin Karlmeier
Ja, bitte. Also, ich finde das eine sehr interessante Begründung. Man muss aber, wie gesagt, dazu sagen, es ist ein Bezirksrichter, der so begründet Das ist nicht höchstinstanzlich, das ist einfach nur jetzt ein kleiner.
33:16 Charlotte Voß
Ja, mit dem Urheberrecht ist es natürlich auch interessant, also weil. Also ich meine, im Deutschen ist es ja zumindest zum deutschen Urbericht, du kannst es ja eigentlich nicht verlieren an deinen Inhalten. Wenn ich was Lustiges auf X schreibe oder ein Video da hochlade. Inhaltlich, natürlich habe ich das Urheberrecht.
33:33 Gavin Karlmeier
Ja, nur eben das Nutzungsrecht gibt es doch halt ab.
33:35 Charlotte Voß
Nee, genau, klar, das Nutzungsrecht nicht, aber es ist ja interessant.
33:41 Gavin Karlmeier
Finde ich auch. Und dann kommen wir noch zu Jack Dorsey. Wir wissen ja von ihm, dass er sich aus dem Blue Sky Board zurückgezogen hat, dass er seinen Blue Sky-Account gelöscht hat, dass also Jack Dorsey verdient die es irgendwie gerade nicht auf dem Schirm haben, mit Twitter-Gründer, zweimaliger CEO von Twitter und der Mensch, der Elon Musk das Ding in die Hand gedrückt hat am Ende. Oder einer von denen. Und der hat eben mit Bluesky ja eigentlich versucht, eine dezentrale Alternative zu etablieren. Ist zumindest so die Erzählung. Jetzt gibt es ein sehr interessantes Interview mit Jack Dorsey, erschienen bei Pirate Wires. Ich packe das komplett in die Shownotes, weil es recht lang ist. Aber es stecken ein paar interessante Geschichten darin. Zum Beispiel, dass er noch während er bei Twitter war, schon festgestellt hat, dass das, das ist ja soweit auch bekannt, dass diese Blue Sky-Geschichte schon entstand, während er noch bei Twitter war. Darüber spricht er auch und dass er eben auf Jay Graeber aufmerksam wurde und das Gefühl hatte, sie könnte dieses Prinzip eines dezentralen Protokolls Für Kurznachrichtendienste zum Beispiel richtig durchsetzen. Er aber relativ schnell, da, also er sagt, das war in einer Situation, als er frustriert war, weil die gewinnorientierte Version von Twitter nicht dabei helfen könnte ein unabhängiges quelloffenes protokoll zu werden und deswegen musste er dasselbe machen und zwar mit plus guy Hat dann aber gemerkt, dass Blue Sky Dinge wie das alte Twitter-Tat, wie die Beschaffung von Geld, die Moderation von Geschehnissen und die Einrichtung eines Vorstandes. Das sind die Dinge, die ihn gestört haben. Also ich lese es nochmal vor. Also er war frustriert, das Blue Sky, Dinge wie die Beschaffung von Geld, die Moderation von Geschehnissen auf der Plattform und die Einrichtung eines Vorstandes. Vorgenommen hat, zu diesem Vorstand er übrigens selber gehörte. Und er ist dann auf NoStar aufmerksam geworden. Auch das ist ein dezentrales Protokoll, eine Art Twitter-Alternative. Die komplett open source liegt, bei dem auch nicht ganz bekannt ist, wer es programmiert hat. Man weiß, es kommt aus Brasilien. Und sagt dann: Ich habe beschlossen, mein Konto bei Blue Sky zu löschen, um mich wirklich auf Nose zu konzentrieren. Und das nach bestem Wissen und Gewissen zu finanzieren. Ich habe auch darum gebeten, aus dem Vorstand auszusteigen, weil ich einfach nicht glaube, dass ein Protokoll einen Vorstand braucht. Und wenn es einen Vorstand hat, dann ist das nicht die Sache, die ich mit aufbauen oder finanzieren wollte. So.
36:00 Charlotte Voß
Ja. Also, ich finde es irgendwie so ein bisschen inkonsist. Es klingt so inkonsistent, ne? Also Immer so die Frage, ja, warum hast du deinen Twitter überhaupt so gebaut, wenn du es kacke fandst? Ist aber ganz knapp zusammengefasst. Oh, es ist ein Flugzeug, ich hoffe, das ist nicht zu laut.
36:17 Gavin Karlmeier
Das zeigt doch nur, dass du Kosmopolit bist. Heute noch im Zug aus dem Urlaub, jetzt unter dem Flugzeug.
36:25 Charlotte Voß
Ja, jetzt im Homeoffice. Genau, also. Das ist ein bisschen inkonsistent, weil ich kaufe mir natürlich auch diesen Idealismus nicht ab. Diesen, ich will alles Open Source, wir brauchen keinen Vorstand und so. Das, also nach den Jahren, die er hier anders gearbeitet hat, kauft man ihn irgendwie nicht so richtig ab, finde ich.
36:46 Gavin Karlmeier
Ja, ich stimme zu. Er hat auch in einem Interview über Elon Musk übrigens gesprochen. Und also er ist erstmal positiv, was Elon Musk angeht, sagt aber, dass Twitter eine Sünde begangen hat. Und das ist nämlich so ein bisschen das, was du ja gerade auch ansprichst. Und diese Sünde, die Twitter begangen hat, wäre es gewesen, ein gewinnorientiertes Unternehmen zu werden, das ein auf Werbung basierendes Geschäftsmodell hat und das damit an die Börse gegangen ist. Er nennt das als Sünde und etwas, das er offenbar bereut.
37:21 Charlotte Voß
Ja, da würde ich ja noch mitgehen, also dass das irgendwie keine gute Idee war. Das hat ja auch nicht so funktioniert.
37:27 Gavin Karlmeier
Ja, immerhin.
37:28 Charlotte Voß
Also ich meine, es ist natürlich okay, wenn man sagt, okay, hätte ich jetzt heute würde ich es anders machen, aber ja, diesen Idealismus ja, wie gesagt, ich glaube, das ist halt nicht ganz ab.
37:38 Gavin Karlmeier
Nee, nein, tue ich auch nicht. Vor allem, weil ja viele Leute auch, die mit ihm zusammengearbeitet haben, auch schon, während sie bei Twitter waren, Gefühl hatten, dass der eigentlich eher so seinen Südsee-Insel-Lebensstil pflegt, anstatt sich tatsächlich darum zu kümmern. Zum Beispiel. Ja, aus Twitter ja etwas anderes machen zu können. Also er war ja in jeder möglichen Position, das zu tun, auch an anderen Punkten, Entscheidungen zu treffen.
38:02 Charlotte Voß
Ich meine, wie du ja sagst, er hat es halt Elon Musk in die Hand gedrückt und das war irgendwie das Unverantwortlichste, was man damit machen konnte mit diesem Netzwerk.
38:09 Gavin Karlmeier
Vor allem, wenn du es mal in dieser Idealismus-Theorie bleibst, dann ist zwar in der Tat ein gewinnorientiertes Unternehmen zu sein. Vielleicht nicht das, was er sich vorgestellt hat von Twitter. Es aber dann von der Börse zu nehmen und damit aus der Hand zumindest einiger in die Hand von einem zu geben, ja noch weniger eine gute Idee.
38:31 Charlotte Voß
Ja, zu meinem An auch so ein bisschen ja, also Elon Musk war jetzt schon ein offenes Buch, sage ich mal, was sein Interesse ist, wo es hingehen könnte und so, in welcher Form genau konnte man es nicht absehen, aber was sein Interesse ist, dass der jetzt kein Idealist ist, sondern er sehr genau steuern möchte, was da passiert und offensichtlich auch sehr detailreich. Das hätte man vielleicht auch schon ahnen können.
38:54 Gavin Karlmeier
Also ich packe das Interview, wie gesagt, in die Shownotes. Ist ganz interessant. Aber man verpasst auch nicht allzu viel, wenn man es nicht liest. Sag ich mal, wir haben schon über viel gesprochen. Es gibt eine Geschichte, die ich, also ich will die zumindest mal mitbringen, weil das irgendwie, ich glaube, viele, ich kann mir vorstellen, dass es einige Hackers gibt, die durchaus auch Telegram zum Chatten benutzen. Und zwar geht es um eine Geschichte, eine Art Kampf zwischen Telegram und Signal. Und zwar hat Pavel Duroff, über den haben wir hier schon öfter gesprochen, das ist dieser Telegram-Gründer. Und jemand, der die das der Telegram so aufgestellt hat, dass es so ziemlich ungreifbar für alle ist. Der hat veröffentlicht, dass Signal eigentlich kein sicherer Dienst sei, dass die Nachrichten, die dort veröffentlicht werden, nicht privat bleiben, dass Regierungen Zugriff auf diese Inhalte haben und deswegen er davon abrät, Signal zu benutzen. Signal selber und auch eine größere Community an Signal-Nutzerinnen und Nutzern bestreitet das stark. Also du kannst überall im Internet von Leuten lesen, die das als Nonsens abtun. Aber er hat damit natürlich ein Thema in die Welt gebracht, das Gerade auf einer Plattform, die stark dazu genutzt wird, um Desinformationen zu verbreiten und zu verstärken, sich natürlich stärker verbreiten wird. Also ich gehe davon aus, das in den nächsten Wochen das früher oder später zu nehmen. Zu einem Narrativ werden wird, diese Geschichte des Regierungshöring Signal, was Erstmal ein Problem ist, glaube ich. Signal selber, also Meredith Whittaker, das ist die Präsidentin von Signal, hat jetzt auf Exit so einen Post veröffentlicht und hat geschrieben Telegram ist notorisch unsicher und kooperiert, routinemäßig mit Regierungen hinter den Kulissen, während es große Töne über Sprache und Privatsphäre spuckt. Sogar ihre begrenzte Opt-in-Verschlüsselung ist verdächtig. Das heißt, ich habe das Gefühl, da geht gerade ein bisschen was los und das kann erstmal am Ende auch dazu führen, dass es vielleicht ein bisschen Aufmerksamkeit darauf gibt. was Telegram eigentlich für ein Dienst ist und ob man den so nutzen sollte. Ich finde das auf jeden Fall eine Geschichte wert, über die wir mal sprechen.
41:13 Charlotte Voß
Ja, also dass Telegram natürlich irgendwie ein zweifelhafter Fall ist, so das ist ja irgendwie auch schon klar. Also so intransparent muss man erstmal sein. Also man kämpft sich ja schon bei Meta irgendwie mit Intransparent, aber Telegram ist ja richtig hart. Und dass das wie so eine Fake-Plattform ist. Ich meine, klar haben die ja nicht Interesse, das einmal in die Welt zu setzen, dass die Gegner es genauso machen. Also ihr Gegner, ihr Konkurrent, sagen wir mal so. Das wundert mich nicht. Ich finde auch diesen Pavel Duroff, der ist ja für mich, also man kann den ja auch nicht so richtig greifen natürlich, aber alles, was man über den so weiß. oder vielleicht auch mitbekommt. Ich weiß nicht, ob du ja schon mal sein Instagram angeguckt hast oder ob du seinem Channel folgst bei Telegram. Du ofs Channel. Das hat was von so einem komischen Sektenguru irgendwie, der da so Aus Stein gemeißelt mit seinem Adoniskörper, sie pusiert und so and so komische Weisheiten vom Stapel lässt Also ich habe das Gefühl, er lebt in einer ganz anderen Welt. Das Unternehmen ist für mich so ungreifbar mit diesem Chef vor allem, der so eine super, super seltsame Figur ist.
42:14 Gavin Karlmeier
Ich folge dem Kanal bislang nicht.
42:17 Charlotte Voß
Ja, da kommen auch mal so Plattform-Updates, wir machen jetzt dies und das und jenes an Features und so. Aber wie gesagt, so auf der Instagram-Kanal, so dass ich finde, das ist ja Also das hat natürlich sein Gutes, weil viele können es benutzen, um ihre Causes so voranzutreiben, aber natürlich auch genau das Negative. Ich meine, wir kennen ja alle die Fälle, Attila Hildmann und so weiter. Müssen wir nicht auswalzen. Dass das problematisch ist, kann ich das natürlich nicht beurteilen, aber so vom Grund sind sie mir schon sympathischer.
42:47 Gavin Karlmeier
So, okay. Du, ähm, ich drücke mal kurz einen Knopf, ja?
42:52 Speaker 3
Mhm. Gut.
42:55 Gavin Karlmeier
Funktionen und Emotionen. Wir haben nicht so richtig viel, aber ich bin mir sicher, du hast viele Emotionen, wenn ich dir sage, dass du bei Instagram jetzt für deinen Broadcast-Channel auch einen eigenen QR-Code erstellen kannst.
43:10 Charlotte Voß
Das ist so toll, endlich. Für meinen nicht vorhandenen Broadcast-Channel kann ich endlich einen QR-Code stellen. Kann ich denn irgendwo raufdrucken?
43:16 Gavin Karlmeier
Ja, und dann kannst du sagen, folge unserem Broadcast-Channel. Also das wäre so geil, wenn du so eine Bäckerei hättest, die einen Broadcast-Channel hat und dann steht in der Tür steht, folge unserem Broadcast-Channel.
43:26 Charlotte Voß
Und was kommt denn da rein? Neue Brötchensorte?
43:28 Gavin Karlmeier
Ja, Brot. Broadcast-Channel. Brotmemes. Tolles Konzept. Wobei das ist so ein Kampskampagne. Die hatten mal die Quebec Street Boys. Verstehst du? Quebec und Pack Street. Verstehst du?
43:46 Charlotte Voß
Ja, ja, ja. Danke, wenn man es erklären muss, ist es noch mehr noch lustiger.
43:52 Gavin Karlmeier
Backstreet Boys. Du kannst jetzt aus Instagram heraus direkt mit Thread-Postings auch interagieren. Also, wenn du so einen kleinen Thread-Post angezeigt kriegst, kannst du den auch liken in der App.
44:04 Charlotte Voß
Auch wenn du keinen Freds-Account hast?
44:07 Gavin Karlmeier
Äh, ich schätze, du brauchst einen Freds-Account.
44:10 Charlotte Voß
Okay. Ja, ist interessant, weil ich das natürlich schon manchmal mache, denn ich dann so. wie so ein typisches Clickbait-Opfer, so jetzt will ich aber noch mehr darüber lesen, klick und zack, bin ich bei Threads. Und aber ein Freund von mir hat das eben nicht kann und immer denkt, ach, das kann ich nicht weiterlesen, weil er kein Threats Account hat.
44:30 Gavin Karlmeier
Wie soll das funktionieren?
44:32 Charlotte Voß
Dann likest du als Instagram-Person. Naja, ich meine, du kannst natürlich auch Leute bei Threads verlinken, die kein Threads haben, auf deren Instagram verlinken. Also irgendwie gibt es da ja, die Verbindung ist ja schon sehr.
44:42 Gavin Karlmeier
Oh, mein Gehirn schmilzt während diesem Satz.
44:46 Charlotte Voß
Naja, oder wenn du bei Threads postest und sag mal, du hättest keinen Threads Account, könnte ich dich Gavin Karlmeyer trotzdem ja posten, äh, taggen, wenn du einen Instagram-Kanal hast, draufklicke, dann werde ich ja zu Instagram weitergeleitet.
44:57 Gavin Karlmeier
Ja, genau.
44:59 Charlotte Voß
Darum geht es ja vielleicht der Weg. Du mökst mir ein bisschen ein richtiges Tech-Genie.
45:08 Gavin Karlmeier
Ja, wenn ich mal so IT-Probleme habe, dann rufe ich dich an.
45:11 Charlotte Voß
Ja, ich kann auch deinen Drucker reparieren.
45:13 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Du kannst, also ab jetzt wird es für alle ausgerollt, dass die Anzahl der Aufrufe bei Thread sichtbar ist. Ich habe die Funktion schon sehr, sehr lange. Ich weiß nicht, ob du das auch hast, aber die Anzahl der Aufrufe eines Posts bei Threads werden jetzt für alle sichtbar angezeigt, bei allen Postings übrigens.
45:35 Charlotte Voß
Ja, ich meine, da Aufrufe, das gleiche wie irgendwie so Impressions. Aufrufe, was ist das? Also Impressions ist ja auch eine super vage Metrik, die es ja auch bei Twitter immer gab. Was heißt das? Aufrufe, jemand wirklich, der nur das gesehen hat oder ist es ihm irgendwie im Feed untergekommen?
45:54 Gavin Karlmeier
Völlig unklar. Vermutlich sind das Impressionen, würde ich sagen.
45:57 Charlotte Voß
Genau, und Impressionen sind halt sowohl nicht. Relativ uninteressant. Also, sobald ich will ja nur gucken, hat jemand mit meinem Content interagiert. Das finde ich ja am relevantesten.
46:08 Gavin Karlmeier
Ja, natürlich. Vor allem, weil auch, ach, das kann ich übrigens, damit machen wir jetzt mal eine Klammer zu, weil wir ja eben auch über so Reichweiten gesprochen haben und Interaktionsraten und so. dass Adam Moussaria selber auch sagt, guck nicht auf die Anzahl deiner Follower, sondern guck auf die Anzahl deiner Likes. Und wenn es darum geht, die zu optimieren. Dann bedeutet es eigentlich weniger Reels machen und bedeutet auch so Dinge wie Impressionen sind völlig egal.
46:34 Charlotte Voß
Ja, und das ist ja auch die TikTok-Richtung, ne? Also Account-Absender ist mir scheißegal. Habe ich bei TikTok gesehen. I don't know, kenne ich nicht, muss ich auch nicht folgen. Und du kannst ja auch mit einem 500 Follower-Account irgendwie eine Million Impression kriegen, theoretisch. Oder Aufrufung, oder wie auch immer man es nennen möchte.
46:54 Gavin Karlmeier
Vielleicht sogar beides. Blue Sky, wir haben ja irgendwann in der letzten Woche über deren Roadmap gesprochen, welche Funktionen da jetzt kommen, dazu gehörten DMs. zum Beispiel und sowas. Und da gibt es jetzt schon das erste Update, dass du die Möglichkeit hast, deine algorithmischen Feeds selber zu trainieren. Also wenn du jetzt ein Feed nutzt, über diese, es gibt ja so verschiedene Feeds, die du bei Bluesca eben nutzen kannst. Kannst du bei jedem Post auf die drei Punkte klicken und dort wird dir dann angezeigt, mehr Beiträge wie diesen hier anzeigen oder weniger Beiträge wie diesen hier anzeigen, um damit den Feeds ein bisschen für sich selber zu trainieren.
47:35 Charlotte Voß
Ja, an sich findet man das natürlich immer gut, wenn er irgendwie mehr einem entspricht. Es klingt für mich ein bisschen viel Arbeit. Aber gleichzeitig ist es eigentlich, finde ich, nicht so verkehrt, weil das ist jetzt etwas, was ich bei Threads ja nach wie vor total nervig finde, dass der heißt ja auch For You-Feed, der Nicht-Following-Feed, ne? Dass der überhaupt nicht passend für mich ist. Und ich kann das Gefühl habe, ich muss irgendwie Sachen muten, damit ich es nicht dauernd angezeigt bekomme. Also, eigentlich finde ich es natürlich schon interessant, den auf mich anzuspitzen, sozusagen. Aber andererseits diese Arbeit sich zu machen, bei jedem zu sagen, jetzt will ich aber hier, davon will ich mehr und so, weiß ich nicht. Hier ist nicht so attraktiv.
48:14 Gavin Karlmeier
Ja, verstehe ich. Ja, auch. Geht mir genauso. Ich bin auch, ich merke, dass ich mich anders im Internet bewege, um meine eigenen Algorithmen in die Richtung zu schieben. Und das ist nicht gut.
48:26 Charlotte Voß
Wie? Wie meinst du das?
48:28 Gavin Karlmeier
Also, dass ich zum Beispiel Dinge mir angucke, länger angucke, weil. . Also. Beim stärksten merke ich das tatsächlich in Musik-Apps, dass ich Songs nicht weiter skippe, weil ich mir denke, ich will den gerade eigentlich nicht hören, aber ich möchte auch nicht, dass Spotify denkt, dass er mir nicht gefällt. .
48:46 Charlotte Voß
Ach wirklich?
48:47 Gavin Karlmeier
Ja.
48:49 Charlotte Voß
Das mache ich nicht, glaube ich. Ich antizipiere, was die Plattform jetzt unter was der Algorithmus denken könnte, halten könnte davon.
48:56 Gavin Karlmeier
Ja, leider mache ich das so. Grog AI ist jetzt auch in der Europäischen Union angekommen. Also du kannst jetzt auch hier mit Grog AI kommunizieren. Kommunizieren.
49:11 Charlotte Voß
Achso, hast du das schon mal, ich habe das noch nie benutzt, glaube ich. Ist das gut?
49:14 Gavin Karlmeier
Nein, du brauchst Twitter Premium dafür. Also Ex-Premium habe ich nicht. Und X arbeitet an der Möglichkeit, dass du Community-Notes automatisch übersetzen lassen kannst.
49:25 Charlotte Voß
Ja, nice to have, aber die Community Notes sind ja ein ganz eigenes Thema für sich.
49:31 Gavin Karlmeier
Ja, Elon Musk und Linda Yacarino ist Ihnen entfolgt.
49:35 Charlotte Voß
Ja, wichtigste Nachricht der Woche.
49:37 Gavin Karlmeier
So ist es. Und das war es auch. Mehr habe ich nicht.
49:41 Charlotte Voß
Mehr hast du nicht. Ich wollte dir noch sagen: ich finde es sehr schön, dass du aufklären konntest, was in der BR24-Twitter-Geschichte Gestanden hat.
49:49 Gavin Karlmeier
Ja, ich freue mich auch, dass du hier bist. Ich kann mich nochmal direkt bedanken dafür, dass du sozusagen die Erstrecherche auf dich genommen hast. Und diese Geschichte geht es nicht.
50:02 Charlotte Voß
Ja, ja, das ist schon interessant. Interessant der Move.
50:07 Gavin Karlmeier
Ja, schön auf jeden Fall. Also Empfehlung für alle, die es nicht gehört haben, wie letzte Folge mit Roland. Dir, liebe Charlotte, eine wundervolle Woche. Allen anderen auch eine wundervolle Woche. Vielen Dank, dass du da warst und bitte gerne bald wieder.
50:20 Charlotte Voß
Sehr gerne und wissbelde.