Folge 293 · 17. Juni 2024 · 46 Min.
Die große Parade der zurückgenommenen Entscheidungen
mit Dominik Hammes
Meta rudert zurück, Microsoft rudert zurück, Twitter kann nicht rechnen und Gavin bringt den Ablauf durcheinander. Obendrein etwas Regen. Heute ist für alle etwas dabei.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Dominik.
00:07 Dominik Hammes
Grüß dich, Gavin.
00:09 Gavin Karlmeier
Ich habe mir ja angewöhnt, jetzt meine Gäste immer vorzustellen. Schon wieder.
00:14 Dominik Hammes
Grüße an alle, die mich nicht kennen.
00:16 Gavin Karlmeier
Genau, und bei dir denke ich mir, das ist so, aber ich sage es trotzdem, du bist Dominik Hammes. Du bist eigentlich fester Teil des Interieurs von Hakendran. Ich weiß nicht, ob du das magst, dass ich das so sage. Du bist Podcaster, Filmexperte, man kennt dich von der Medienkuh, von Radio Nukular. Blogger, Internet-Koryphä und wahrscheinlich eine, als neben Niels Buckelberg, einer der ersten Menschen, den ich im Internet gefolgt bin.
00:42 Dominik Hammes
Das finde ich immer noch am absurdesten. Das andere sind alles nur so Dinge, wo ich sage, naja, finde ich ein bisschen übertrieben, aber kann man schon sagen. Bis auf Cory Faye, das ist Bullshit, aber das lasse ich durchgehen. Aber eine der ersten Personen, denen ich mir gefreut bin, mich so, warum was ist da denn passiert? Warum? Ich glaube wegen der Medienkuh. Ist denkbar, war die beste Entscheidung vor 15 Jahren damals.
01:04 Gavin Karlmeier
Ja, das hat uns hier hingebracht heute.
01:06 Dominik Hammes
Ja, und ich sag's nur deswegen, weil wir wirklich, ich glaube, am gleichen Tag oder einen Tag später als diese Folge hier erscheint unsere Geburtstagsfolge zum 15. Geburtstag rausbringen bei der Kuh.
01:16 Gavin Karlmeier
Boah, krass. Ja, das ist wild. Ja, siehst du mal, also ich kann allen empfehlen, den Medienkuh zu hören, die Bock haben auf das, was in der Medienwelt so stattfindet. Und heute haben wir eine Episode, ich würde schon mal ein bisschen eine Sache vorwegnehmen, es ist eine, also heute ist die große Parade der zurückgenommenen Entscheidungen.
01:39 Dominik Hammes
Ja, ich bin heute doch nicht dabei. Quatsch.
01:43 Gavin Karlmeier
Ich will mit einer Geschichte anfangen, die nicht direkt Social Media ist, die wir aber hier so engmaschig begleitet haben. Und zwar geht es um die Microsoft Recall-Funktion. Also eine Funktion, mit der es möglich sein sollte auf den Copilot-PCs, also den kleinen Computern, die Microsoft so mit KI-Fütterung an den Start bringt in dieser Woche. Dass es dort die Funktion gegeben hätte mit dem Namen Recall, mit der es möglich ist, eigentlich alles auszuwerten, was auf deinem Bildschirm angezeigt wurde. Man hat kurz nach dem Vorstellen dieser Präsentation herausgefunden, offenbar legt Windows dafür dauerhaft. Screenshots an und speichert die auf der Festplatte ab. Und deswegen ist Microsoft inzwischen an dem Punkt, dass sie sagen, naja, diese Funktion werden wir jetzt nicht mit den Copilot plus PCs ausliefern, sondern wir werden diese Funktion im Ganzen erstmal verschieben. Also offenbar war man selber nicht so ganz zufrieden mit dieser offenbar als Schnellschuss. geplanten Lösung. Und Microsoft selber sagt, wir passen das Freigabemodell für Recall an, um die Erfahrung der Windows-Insider-Community zu nutzen und sicherzustellen, dass das Programm unseren hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards entspricht. Sobald Recall Preview im Windows Insider Programm verfügbar ist, werden wir einen Blogpost veröffentlichen. Also ich frage mich ja, und dann bin ich gespannt, was du dich fragst, aber ich frage mich ja. Hätte man das nicht alles antizipieren können. . .
02:59 Dominik Hammes
Also, ich glaube, ich war in der Folge nicht, als die Nachricht im Podcast Thema war. Ich glaube aber, ich habe sie gehört. Auf jeden Fall, die Geschichte kenne ich auf jeden Fall, zumindest den Anfang davon. Und ich dachte, also das ist ja, also jeder Datenschützer, der je in Deutschland was zu sagen hatte und nichts zu sagen hatte auch Ist so, ihr wollt was machen? Ist das ein Test? Also, was ist denn das für ein Bullshit? Vor allen Dingen, ich glaube, dass bei dem internen Pitch diese Sache mit dem, wie man das denn löst, noch nicht wirklich diskutiert worden ist, mit diesen Screenshots, weil. Wir können jederzeit genau den Punkt wiederherstellen im System, dass es wie Datencloud mit Backups nur besser zwei Schritte weiter gedacht, man kann das ja schon so verkaufen, dass das hilfreich und sinnvoll ist. So ist es ja gar nicht. Aber die Lösung, wir machen halt jederzeit einen Screenshot. Also ihr müsstet das schon sehr krass kryptografisch absichern, dass da irgendjemand sagt, das ist aber eine super Idee. Also, und das klingt alles so nach, oh, wir haben uns gar nicht angeguckt, wie wir das überhaupt lösen, bevor wir es in der Öffentlichkeit verkaufen wollten. Das ist wirklich peinlich, ist einfach peinlich.
04:05 Gavin Karlmeier
Wirklich. Also wir hatten das in der Folge mit Pip Klöckner, ich glaube, vergangenen Montag. Und da haben wir das auch nochmal festgestellt, dass das so, das fühlt sich so an wie so diese Behörden-Moves, dass du Dinge per Internet beantragen kannst, indem du es ausdruckst und wieder einscannst. Weißt du, also es ist so, den Screenshot zu machen, nachdem das einmal vom Betriebssystem einmal alles visualisiert wurde Ist so, also fühlt sich so wahnsinnig dämlich an, weil die Daten, die Inhalte sind ja alle da.
04:33 Dominik Hammes
Ja, es ist rein technisch schon sehr fragwürdig. Aber ich glaube tatsächlich, dass diese Lösungen angebracht haben, weil sie damit Sicherheitsfeatures umgehen können. Du musst ja nicht irgendwo eingeloggt sein, wenn du ein Screenshot machst. Dann muss ja nur der Nutzer zu dem Zeitpunkt eingeloggt sein. Das heißt, wir können das System wiederherstellen, wir können deine Daten retten, weil wir sie illegalerweise abfotografiert haben für dich.
04:54 Gavin Karlmeier
Und das ist so ein absoluter Albtraum, weil halt alle Dinge, die du an Verschlüsselungsmechanismen eben hast, dann einfach hinfällig sind. Also du kannst, also Pip hatte das Beispiel der Ende-zu-End-Verschlüsselung in Chats genannt. Oder das Online-Banking, das teilweise ja durch die durch die neue aktuelle Datenschutzrichtlinie ja so abgeschirmt ist, dass wenn dein Gerät nicht bekannt ist, du ja jedes Login in deinem Online-Banking. mit einem Tarncode quasi freischalten musst. . Das heißt, also es ist alles durch eine massive Zwei-Faktor-Authentifizierung abgeschirmt. Es sei denn, du hast halt einfach Screenshots davon auf dem Rechner. Na gut. Das. Ja.
05:32 Dominik Hammes
Ich wollte noch irgendwas sagen, mir fällt es gerade nicht mehr ein. Das ist das Schlimmste daran. So absurd ist die Nummer, dass ich schon meine Gedanken verliere. Ja, okay. Ich raff's nicht. Am Ende des Tages gehört und dachte so, nein, das hätte eigentlich 15 Minuten bevor es irgendjemand in der Öffentlichkeit erreicht hat, sterben müssen, die Idee.
05:48 Gavin Karlmeier
Ja, eigentlich ja, genau.
05:49 Dominik Hammes
Genau, ich weiß, was ich sagen wollte. Nämlich ich habe immer wieder, ich habe ja manchmal so paranoide Zustände, das liegt an Akte X. Also ich bin Durch Act-X in den 90ern paranoid geprägt worden. Und ich denke mir jedes Mal, es muss ja nun mal ein Computerbildschirmhersteller, der sehr billige Bildschirme herstellt, da einfach was drin einbauen. was die Daten dann nochmal abgreift, genauso wie es ja die berühmten USB-Sticks an der Tastatur gibt, die Keylogger-mäßig alles mitzeichnen. Weil das sind ja wirklich diese Vor-Ort-Schnittstellen, wo einfach nicht unkomprimiert, sondern unverschlüsselt, sämtliche Daten einfach im Klartext erscheinen. Das ist nun mal der Punkt, wo sie es auch müssen. Und wenn man da einschneidet, dann ist es vorbei. Und wenn man im Betriebssystem einfach sagt, ich fotografiere alles ab, ist es halt Nicht schreunentormäßig offen, weil zwei Faktor Authentifizierung sind ja nochmal sicherer, aber die Daten, die da sind, sind einfach da.
06:39 Gavin Karlmeier
Punkt. Genau. Also die haben absolutes Dilemma und für Microsoft auch wirklich ziemlich peinlich einfach. Ich finde, das kann man nicht anders sagen. Die andere zurückgenommene Entscheidung der heutigen Episode ist eigentlich fast die größere. Denn wir haben ja darüber gesprochen, dass es von None of Your Business, dieser Datenschutz-NGO aus Österreich, eine Beschwerde an elf Datenschutzbehörden europaweit gab, die gesagt haben, dass die KI-Pläne, die Meta hat, also das Trainieren der eigenen künstlichen Intelligenz bei Meta mit allen öffentlich verfügbaren Postings der NutzerInnen. dass die so nicht ganz mit den Datenschutzrichtlinien in der EU in Einklang zu bringen sind. Es gab offenbar seitdem Intensive Gespräche, wie es heißt, zwischen der DPC, das ist die irische Datenschutzbehörde und damit die Datenschutzbehörde, die für Meta auch zuständig ist, weil Meta eben in Irland sitzt, wie so viele amerikanische Unternehmen. was steuerliche Gründe hat. Und diese intensiven Gespräche haben dazu geführt, dass Meta erstmal nicht Meta-AI in der EU einführen wird. Und zwar sowohl auf der Ebene des Trainierens. als auch auf der Nutzungsebene. Meta selber hat da ein Statement zu veröffentlicht, dass ich dir gerne kurz vorlesen möchte, weil allein der erste Satz schon, also Peter schreibt, wir sind enttäuscht über die Aufforderung der irischen Datenschutzkommission, unserer federführenden Aufsichtsbehörde, im Namen der europäischen Datenschutzbehörden das Training unserer großen Sprachmodelle mit öffentlichen Inhalte H Inhalten, die von Erwachsenen auf Facebook und Instagram geteilt werden, zu verzögern. Das ist schon mal der erste Satz, der schon Da ist schon so viel Framing drin. In jedem Satz quillt das Framing heraus, wo eigentlich die ganze Zeit nur gesagt wird, also wir machen nichts Verbotenes. Da sind erwachsene Menschen, die haben die AGBs unterschrieben, jetzt lass uns doch unsere. . Deren Daten kopieren. Das ist ja am Ende die Aussage davon. Aber also, Quintessence, Meta AI wird in der EU erstmal nicht zur Verfügung stehen. Sie sagen selber, wir sind zuversichtlich, dass unser Ansatz mit dem europäischen Gesetz und Vorschrift. übereinstimmt. KI-Training ist kein Alleinstellungsmerkmal unserer Dienstleistung und wir sind transparenter als viele Branchenkollegen, aber wir sind bestrebt, Meta AI allen Menschen auf der ganzen Welt zugänglich zu machen, auch in Europa. Ohne die Einbetrieb lokaler Informationen könnten wir den Menschen nur eine zweitklassige Erfahrung bieten. Das bedeutet, dass wir Meta-AI derzeit nicht in Europa einführen können. Wie ordnen wir das denn an?
09:10 Dominik Hammes
Um, bockiges Kind, also das ist das Emotionale, was ich da rauslese, aber ich, ich Ich habe eben das Gefühl, dass im Gegensatz zu Microsoft, die ja wenigstens sagen, oh, das ist blöd gelaufen, das machen wir erstmal nicht, klingt Meta ebenso wie, naja, wir finden die Entscheidung ziemlich schwachsinnig hier. Also bei Microsoft ist es ja, glaube ich, nicht meine Entscheidung gewesen, wenn ich es richtig sehe, sondern die haben es einfach nur gemerkt am Feedback. Und hier ist einfach so, nee, also wir sehen das alles nicht ein, das ist blöd. Wir wollen das jetzt machen. Wir wollen die Daten und wir wollen KI und ihr steht uns im Weg. Es ist wirklich einfach bockiges Kind. Und an beide Unternehmen möchte ich ganz kurz ein Angebot unterbreiten. Ihr könnt mir sowas auch gerne zur Vorlage schicken und ich schicke euch drei Emojis zurück. Die meisten sein werden ein Scheißhaufen, ein Sturm und einen Daumen nach unten. Dann wisst ihr, lasst es einfach bleiben. Kostet euch nur Geld und ist eine Blamage. Das ist in beides Fällen so offensichtlich, dass es auf diese Art und Weise nicht funktionieren wird.
10:06 Gavin Karlmeier
Ja. Und also der Vorschlag, den NOYB, None of Your Business, gemacht hat, und das ist natürlich eine total offensichtliche Formulierung ist Meta, ihr könntet einfach eine Opt-in-Variante anbieten. Ihr könntet einfach sagen, ja, okay, trainiere deine KI mit meinen Inhalten. Aber Defaults matter, also wenn die Standardrichtlinie ein Nein ist, dann das sehen wir zum Beispiel auch bei so Sachen wie dem Organspendeausweis dann wird das Ding einfach so nicht ohne weiteres funktionieren. Also offenbar reichen die Daten dann nicht aus. Ich verstehe natürlich das Dilemma in den Meter steckt, weil sie sagen, also selbst wenn man sich mal da hineinversetzt, dass sie sagen, Naja, also wir nutzen ja nur öffentlich einsehbare Daten, um eine KI zu trainieren und andere machen das ganz anders. Dann haben sie natürlich einen Punkt, weil es stimmt schon, dass viele Inhalte, die OpenAI zum Trainieren von ChatGPT genutzt hat, dass das gar nicht so klar ist, was dahinter steckt und OpenAI das ja auch gar nicht. Erkennbar macht.
10:58 Dominik Hammes
Das ist absolut richtig und andere begehen auch Kriegsverbrechen und Meta macht das nicht.
11:02 Gavin Karlmeier
Genau, das wollte ich nämlich gerade sagen. Aber nur weil andere es nicht besser waren, heißt es ja nicht, dass man nicht trotzdem damit irgendwie ein Problem haben könnte. Ja, also es fehlt sozusagen nachher eine Opt-in, eine Opt-in-Möglichkeit. Ich bin aber gespannt, ob es früher oder später diese geben wird. Also ob Meta dann nicht irgendwann sagt, wir führen AI doch hier ein, weil auf der anderen Seite können sie sich den europäischen Markt für diese ganzen Dinge, die sie sich gerade ausgedacht haben, also wir sehen eigentlich, dass in jedem Freitextfeld inzwischen ja die Möglichkeit besteht, in den USA dort was von KI generieren zu lassen. Wir sehen, dass in in Instagram eigentlich an jeder Stelle, wo Bilder stattfinden, auch Bilder generiert werden können, ob sie sich das wirklich in Europa komplett entgehen lassen wollen. Das kann ich mir fast nicht vorstellen.
11:47 Dominik Hammes
Ja, die spielen ja jetzt auch erstmal auf hart, wobei ich mich frage, was sollen denn die Datenschützer denn, weißt du, was für eine Verhandlungsposition ist das? Die Datenschützer sind so gut, dann mach ich es nicht, mega, wir wollten genau das. Weil ihr es nämlich nicht dürft. Das ist ja einfach, wir treffen uns hier nicht auf Augenhöhe, sondern ihr macht halt einfach nicht das, was verboten ist. Punkt. Wenn ihr ein anderes Angebot machen wollt, dann macht's. Also, ich meine, ich hab ja, als es noch al, als diese Sache rundging, dass man opt-out-mäßig schon mal Gegen die AGB, also wie man früher immer dieses Meme, was ja nicht gestimmt hat, ich widerspreche hier mit der Facebook-AGB, konnte man es ja in dem Fall wenigstens wirklich machen nach 15 Untermenüs. Und Ja, es haben wahrscheinlich auch nicht nur zwei, drei Leute gemacht.
12:36 Gavin Karlmeier
Wahrscheinlich ist auch das die Wahrheit, weil das auch wirklich rumging. Und wir schon öfter erlebt haben, dass Instagram oder Meta durchaus auch vor der Wucht der Community auf eine Art eingeknickt ist. Also ich erinnere mich daran, wie sie diesen Test gestartet haben. der des Newsfeeds Horizontal, war das so? Ja genau, ich glaube, dass das ein Newsfeed Horizontal ist. Und der dann versehentlich auch mal kurz für alle nutzbar war und dann alle sich darüber aufgeregt haben. sie sofort gesagt haben, nee, nee, das testen wir gar nicht mehr, das war ein Fehler. Oder als sie die Timeline so stark empfehlungsbasiert bei Instagram gestartet haben und Kim Kardashian eine Instagram-Story dazu gepostet hat, dass sie zum Boykott von Instagram aufruft, solange die Timeline empfehlungsbasiert ist und sie gesagt haben, nee, nee, das wollten wir eh nicht. Also ich glaube, dass da die gute Stimmung in der Community für Meta doch immer eine Art Rolle spielt. Natürlich ist es nicht das einzige Argument für sie und es gibt ja auch genug Gegenbeispiele, aber ich glaube, laut sein funktioniert da manchmal.
13:37 Dominik Hammes
Ja, und ich frage mich gerade, wie muss es sich anfühlen, so viel Macht über Instagram zu haben wie Kim Kardashian?
13:44 Gavin Karlmeier
Das frage ich mich bei Kim Kardashian sowieso bei so vielen Dingen.
13:47 Dominik Hammes
Aber stell mal vor, du könntest einfach sagen, das Feature fehlt mir bei Instagram. Wer findet das auch?
13:52 Gavin Karlmeier
Ja. Und übermorgen hast du es.
13:54 Dominik Hammes
Also mega.
13:55 Gavin Karlmeier
Aber zu diesem Opt-out, den gibt es tatsächlich auch noch einen interessanten Fakt. Den Social Media Today aus gegraben hat. Und zwar gab es ja, ging das herum, auch in den USA gibt es die Möglichkeit, aber die Headline, die Social Media Today gewählt hat, ist No, you can't opt out of Meta using your posts for AI Training. Und was sie nämlich herausgefunden haben, ist, dass die Formulierung ist. Dass du tatsächlich nur das von der KI nicht zum Trainieren nutzen lassen kannst, was nicht öffentlich ist, . Also selbst wenn du dagegen widersprichst, betrifft das eben nur private Inhalte oder Inhalte, die nur für FreundInnen sichtbar sind. Und eben nicht alle. Sie haben sogar die Formulierung, die einzige Möglichkeit, dass dein Inhalt nicht sichtbar ist. lautet When Your Content is Deleted from Our Systems. Also die einzige Möglichkeit, deine Inhalte eben nicht dazu verwenden zu lassen, um eine KI zu trainieren, ist sie zu löschen. Und das ist natürlich auch ein totales Öffentlichkeitsdilemma, weil du, also das kann man ja niemandem mehr erklären, dass sie sagen, naja, du kannst dagegen widersprechen. Das betrifft aber nicht die Dinge, die Leute sehen können, die alle sind. So, weißt du?
15:05 Dominik Hammes
Ja, aber es ist ja den ersten Teil verstehe ich ja zumindest noch, wenn es dann einfach heißt, naja, du musst halt zumindest einen engen Freundekreis benutzen und es ganz privat nutzen. Oder einfach einen Protected Account haben, weil das fällt bei mir alles unter, es kann nicht jeder sehen. Aber das andere, was du gesagt hast, war ja so, wenn du irgendwelche Daten uns hast, benutzen wir die, egal was du gesagt hast.
15:26 Gavin Karlmeier
Ja, es sei denn, du widersprichst, dann betrifft es eben alle Daten, die nicht öffentlich sind, öffentlich sind von dir.
15:32 Dominik Hammes
Okay. Also es gibt trotzdem eine Frechheit, aber ich wollte nur gerade die Verständnisfrage stellen. Ja, es ist eine Frechheit. Punkt.
15:40 Gavin Karlmeier
Ja, ich finde auch, dass das ein ganz uneleganter Umgang ist, weil klar ist ja, dass wenn du Dinge öffentlich ins Internet schreibst, dass das durchaus gecrawled werden kann und zum Trainieren von KI genutzt werden kann. Also wir wissen ja inzwischen, dass offenbar ChatGPT auch stark trainiert ist mit Inhalten, die eben zum Beispiel die journalistische Media verwendet haben, weswegen die New York Times ja auch gerichtlich dagegen vorgeht und so. Das ist das eine. Das andere ist aber ein soziales Netzwerk, das du seit 15 Jahren mit Inhalten fütterst, die für dich, auch wenn sie als zwar öffentlich galten. für dich aber vor allem ja eine Wirksamkeit für deine Netzwerke hatten. Das heißt, du sozusagen eigentlich in einem halbprivaten Umfeld Inhalte veröffentlicht hast. von denen du davon ausgingst, dass sie eben halbprivat bleiben. Klar, natürlich, wenn du jetzt unter deinem Namen und mit der Sichtbarkeit öffentlich etwas bei Facebook postest, kann auch ich, der vielleicht nicht mit dir bei Facebook befreundet ist. diese Inhalte sehen, das nimmst du in Kauf, dass die aber verwendet werden, um eine KI damit zu trainieren, das kann dir durchaus übel aufstoßen dürfen. Und das ist ein Unterschied zu, ich schreibe was öffentlich sichtbar. Also du musst dir ja so vorstellen, entweder ich schreibe was an Hauswand, dann kann ich nicht verhindern, dass jemand, der das Haus fotografiert, meinen dort an die Hauswand geschriebenen Satz eben auch mit fotografiert und das dann eben verwenden kann. Und das ist öffentlich irgendwie in die Welt setzt. Das andere ist, ich mache eine Party in einem Club, der keinen Eintritt kostet Dann kann durchaus passieren, dass da Leute reinkommen, bei denen ich nicht will oder weiß, dass sie dort reinkommen. Das heißt aber nicht, dass der Typ, der von außen Fotos macht, einfach reinkommen kann und alle Leute dort fotografieren kann.
17:14 Dominik Hammes
Mein Hauptproblem ist eigentlich das, dass das nicht von Anfang an Teil des Deals war.
17:19 Gavin Karlmeier
Ja.
17:20 Dominik Hammes
Weil ich verstehe ja durchaus, dass ein Unternehmen, wenn das jetzt neu an den Markt rittet, ich habe ein tolles Soziales Netzwerk hier, kommt alle zu mir, aber ich sage es euch gleich, ich crawl alles ab, ich benutze alles zum Trainieren. Fände ich fair, würde ich mich nicht anmelden. Jetzt ist es so, wir haben diese gewachsenen Strukturen, die zum Teil Content Creator und alle möglichen Menschen da draußen, die von Öffentlichkeit ein bisschen abhängig sind. Nicht mal die Privatpersonen so sehr, weil die können ja zumindest privat alles schalten. die aber beruflich abhängig sind, deren Existenz mit davon abhängt, dass man sie sehen und lesen und hören kann. Diejenigen, denen wird jetzt gesagt, wenn du hier weiter mitspielen willst, dann trainieren wir KIs aufgrund deiner Daten und vielleicht können also Den Teil jetzt ergänzen von mir. Vielleicht können wir dich dann irgendwann ersetzen dadurch. Warum sollte ich das darauf denn Lust haben? Also, jetzt mal ganz ehrlich. Und was für eine Frecher ist es, es ist einfach mittendrin, einem quasi den Teppich unter den Füßen wegzuziehen und zu sagen, nö, das ist jetzt Teil des Deals. Das ist ungefähr so, als wird dann Arbeitgeber sagen. Weißt du, die Heft von deinem Gehalt behalten wir einfach mal ein, um was zu trainieren, was später dich ersetzen wird.
18:26 Gavin Karlmeier
Ja, es ist ungefähr so, als würdest du quasi deinen Nachfolger einarbeiten, ohne dass du schon entlassen wurdest.
18:32 Dominik Hammes
Genau. Und aber gleichzeitig Kriegt der auch noch Slobe für deine Arbeit, so nach dem Motto. Es ist alles verrückt.
18:40 Gavin Karlmeier
Es ist wirklich alles verrückt. Und dann sieht man aber auch, was dabei rumkommt, denn bei Google, wenn man jetzt. Sorry. Also wenn du in den USA bei Google eingibst, how much glue to add to Pizza? Ja. wird sich bezogen auf KT-Notopolus vom Business Insider, die sagt, du musst einen Achtel Cup Glue Zur Pizza hinzufügen, damit der Cheese schön sticky ist. Was ja, an alle, die sich erinnern, so eine Meme wurde, weil jemand gefragt hat, wie kriegt man Pizzakäse schön, dass er so schön Fäden zieht. Und dann hat Google gesagt, man soll einfach eine Achteltasse nicht giftigen Kleber hinzufügen, was ein Witz war, den elf Jahre vorher jemand bei Reddit gemacht hat und Google eben mit Reddit-Daten trainiert ist. Das heißt, wir haben jetzt hier den kompletten Kreis geschlossen, dass Google anfängt, diese Geschichten zu nutzen, damit der Kleber, also du kriegst den Kleber nicht mehr von der Pizza inzwischen.
19:32 Dominik Hammes
Nee, also Ironie funktioniert auch weiterhin im Internet nicht.
19:35 Gavin Karlmeier
Ja, absolut.
19:36 Dominik Hammes
Und zwar genau deswegen. Ich habe übrigens eine These, weil das wahrscheinlich das letzte KI-Thema war für heute. Die ist aber schon, und das gebe ich sehr gern zu, fast schon verschwörungstheoretisch.
19:48 Gavin Karlmeier
Da sind wir wieder im Akte X Paranoia Hole.
19:50 Dominik Hammes
Ja, genau, deswegen unter Vorbehalt, ich habe wirklich den Eindruck, weil. Das ist das eine, dass diese ganzen KI-Technologien, die sind ja gerade vorfinanziert. . . Das heißt, das Unternehmen macht, glaube ich, irgendwie 50 Milliarden oder Millionen minus immer noch. Also da ist noch längst nicht mehr. Ja, OpenAR, genau. Also die Das Gedächtnisprotokoll, ich weiß jetzt nicht, ob die Zahlen hier stimmen. Ich checke es gerade live. Macht das gerne. Also auf jeden Fall geht es hier darum, die machen noch keinen Gewinn.
20:13 Gavin Karlmeier
Das ist ein Wunder. 2022 540 Millionen Dollar. Verlust gemacht.
20:18 Dominik Hammes
Ja, ich glaube, das ist auch genau die Zahl, die ich gelesen habe. Und ich glaube, die machen auch immer noch keinen Gewinn. Das ist ja normal bei einer neuen Technologie, da wird halt viel rein investiert. Unter anderem haben sie, glaube ich, Serverkapazitäten einfach bekommen von Microsoft und so weiter. Und ich habe einfach das Gefühl, sieht man mal von, es gibt ja auch einige, die das mitentwickeln, die wirklich daran glauben, dass das die Zukunft ist in jeglicher Hinsicht. Und ich persönlich bin der Meinung, es wird auf jeden Fall eine Rolle spielen, aber nicht so wie die denken. Und abgesehen von denen glaube ich, es ist einfach so, wir müssen den Punkt schaffen, dass uns jemand kauft final. Ich meine, da steckt ja schon viel Geld von anderen Firmen drin. Aber irgendwie, ich muss irgendwie individuell gedacht, hier rauskommen mit einem Plus und danach ist mir alles egal Und auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, das passiert deswegen noch nicht, weil die großen Firmen so sind, da sind noch einige Rechtsfragen, die geklärt werden müssen und wir haben keinen Bock, da die Rechnung zu bezahlen. Das ist klar, das ist sehr verschwörungstheoretisch, das gebe ich jederzeit zu. Aber es wirkt einfach so im Moment.
21:13 Gavin Karlmeier
Ja, es ist gar nicht so verschwörungstheoretisch, wenn man gerade beim OpenAI-Beispiel bleibt, finde ich. Weil natürlich Also du siehst ja, dass Microsoft mit einer zweistelligen Milliardenanzahl dort investiert ist, weswegen Elon Musk ja auch immer sagt, Oh my ist eigentlich Microsoft. Also rein wirtschaftlich betrachtet ist da ja was dran. Es hat aber sicherlich einen Grund, dass Microsoft nicht all-in geht und sagt, wir schlucken das jetzt und alle diese OpenAI-Angebote sind Microsoft. Sondern dass sie durchaus dieses Interesse haben, dass so als auf der einen Seite natürlich auch im Branding total gut funktionierenden eigenständigen Player weiter funktionieren lassen können, weil sie sagen, ey, das ist eben nicht das trutschige Microsoft, die Office und Windows auf den Markt bringen, sondern das coole HIPAA Open AI. Auf der anderen Seite ist es aber auch im Zweifel dann das System, das als eigenes System außenstehend. auch theoretisch scheitern könnte. Also ich sehe das gar nicht so als so eine Verschwörungstheorie an, sondern schon auf eine Art auch als logisch. Viel interessanter finde ich aber, dass Google und Meta das ja durchaus anders machen. Also Alphabet und Meta gehen ja da schon dieses Risiko ein, dass sie sagen, wir investieren da als Unternehmen jetzt gerade viel Geld rein, weil wir daran glauben, dass da die Zukunft drinsteckt. Ehrlicherweise, also ich glaube auch, dass du, wenn das sich jetzt so weiterentwickelt, dann musst du auch als großer Player, zumindest auf eine Art, mit diesen ganzen Modellen arbeiten können. Weil du einfach sonst nicht mehr konkurrenzfähig bist.
22:38 Dominik Hammes
Das ist halt die Frage. Also ich habe das Gefühl, dass gerade im Textbereich es immer offensichtlicher wird, was die Dinger nicht können, weil ich zuletzt auch wieder kurz indirekt damit gearbeitet habe. Und auf der anderen Seite im Bereich Bild und so weiter können sie halt als sinnvolles Werkzeug natürlich in beiden Bereichen auch fungieren. Aber du. verzichtest dabei halt nicht auf Arbeitsplätze. Du verzichtest im ganz kleinen Rahmen, verzichtest du auf Arbeitsplätze, aber diese neu geschaffenen Stellen von Prompt-Leuten, die fallen demnächst auch wieder weg. Weil die nichts anderes können. Also man braucht eigentlich weiterhin Illustrator, der auch mit KI arbeiten kann und seine Prozesse beschleunigen kann.
23:15 Gavin Karlmeier
Ja, und das ist eben das, warum mir so viele Leute auch gesagt haben, ihr werdet eure Jobs nicht verlieren. Weil KI ja vor allem Automation übernimmt oder als Werkzeug funktionieren kann. Das sind beide, also das sind so die beiden großen Varianten und dafür brauchst du halt immer noch jemanden, der drüber guckt.
23:34 Dominik Hammes
Ja, das ist das Mindeste. Und die sollen sich einfach mal vernünftig, wenn sie schon so viel Geld da reinwerfen, können sie auch die Leute bezahlen, die einen Datensitz zum Trainieren nutzen. Das ist einfach mein Hauptproblem damit. Ich bin jetzt auch still. Es tut mir leid. Es ist einfach so ein Ding, was mich aufregt jeden Tag.
23:49 Gavin Karlmeier
Ja. Es kommt übrigens demnächst nochmal Gregor Schmalzried zu uns, der ja den KI-Podcast macht und da sicherlich auch noch Ersatzungen hat.
23:59 Dominik Hammes
Also die Folge werde ich hören, aber ich glaube, ich werde den Podcast dort von ihm nicht anhören, weil ich ansonsten die ganze Zeit Blutdruck habe.
24:04 Gavin Karlmeier
Ja, das ist nicht mein Thema, ich weiß.
24:06 Dominik Hammes
Nee, das ist mein Thema, das ist ja das Problem.
24:08 Gavin Karlmeier
Ich hab noch eine letzte KI-Meldung. Aber die ist nicht wirklich direkt eine KI-Meldung, aber eine, die uns hier auch damals beschäftigt hat, es geht um Artifact. Das war die News-App, die so KI-Features auch angeboten hat, wie Zusammenfassung liefern oder den eigenen News-Feed zu trainieren mit dem, was man dort nutzt. Die wurde gegründet von Kevin Sistrim und Mike Krieger, also beides Leute, die Instagram mitgegründet haben. Und diese App wurde irgendwann von Yahoo gekauft und eingestellt. Und wir waren alle ein bisschen, also alle weiß ich nicht, aber ich war ein bisschen sad, weil ich mochte die ganz gerne. Yahoo hat jetzt angekündigt, eine neue Version der Yahoo News App an den Start zu bringen, die kann man schon herunterladen. Und dort gibt es einen personalisierten Newsfeed, der exakt so aussieht wie Artifact und der auch eine Möglichkeit bietet mit dem Namen Key Takeaways, die also ein TLDR sozusagen generiert. Also es ist Artefact ist wieder da, es ist jetzt nur lila und heißt Yeho News.
25:00 Dominik Hammes
In POC-Form, Oscar.
25:01 Gavin Karlmeier
Genau Oh, ein Witz für Liebhaber. Ich habe noch eine kleine Geschichte, aber kein Tag vergeht, ohne dass wir über Ex und Twitter sprechen. Und zwar geht es. Um die Geschichte, dass jemand, der bei Ex gearbeitet hat und dort Aktienansprüche hatte und die auch ausgezahlt bekommen hat, dass der jetzt verklagt wird von Ex. weil er offenbar zu viel Geld bekommen hat. Und zwar irgendwo zwischen 1500 und 70. 000 Dollar, was ein fantastischer Betrag ist. Und es geht dabei darum, dass man offenbar. übersehen hat, dass es einen Unterschied zwischen US-Dollar und australischen Dollar gibt. Hä, das man.
25:43 Dominik Hammes
Ich kann es noch nicht mal ohne Lachen spielen. Ja, das ist natürlich super, aber das ist ja ein typischer Spaltenfehler bei Excel oder sowas. einfach falsche Währung angegeben. Aber ihn jetzt zu verklagen, statt ihm einfach zu schreiben, wir haben einen Fehler gemacht. Du hast so viel Kohle, warum hast du das nicht gemerkt? Vielleicht haben sie das auch gemacht, das weiß ich natürlich nicht.
26:03 Gavin Karlmeier
Wahrscheinlich haben sie das gemacht. Und der hat dann gesagt.
26:08 Dominik Hammes
Ich habe das jetzt aber umbuchen lassen in US-Dollar, also stimmt es ja wieder.
26:14 Gavin Karlmeier
Ja, das damit sind wir hier und damit sind wir jetzt an dem Punkt, dass ich jetzt hier den Knaller zünde. Soll ich den Knaller zünden?
26:23 Dominik Hammes
Zünd den Knaller.
26:27 Gavin Karlmeier
Funktionen und Emotionen.
26:32 Dominik Hammes
Irre.
26:36 Gavin Karlmeier
Heute ist popkulturelle Referenzen quellen, aber über heute. Du hast angefangen, dass ich den zu Ende bringe, war klar. Ja, das stimmt. Ich fange mit einem Netzwerk an, das du nicht auf dem Schirm hast. Und zwar geht es um mein VZ. Ich hab wieder eine E-Mail von MindfZ bekommen. Es ist ja hier, also für die Hakis zur ersten Stunde ist das ein Running Gag, dass wir dass ich immer wieder E-Mails von MindVZ kriege. So wirklich, ich würde sagen, so alle Einmal im Monat ungefähr. Und jetzt kam die Meldung, jetzt neu auf MindVZ, sende Geschenke. Liebe Mitglieder, wir freuen uns, euch eine brandneue Funktion auf MindVZ vorzustellen. Ab sofort könnt ihr virtuelle Geschenke an eure Freunde und Bekannte senden. Was bietet die Geschenkefunktion? Überrasche deine Freunde. Zeige Wertschätzung, indem du virtuelle Geschenke verschickst. Vielfältige Auswahl. Wähle aus einer Vielzahl von Geschenken, um jedem anders gerecht zu werden. Also ich sag mal so, die E-Card ist wieder da. Ach stimmt.
27:28 Dominik Hammes
Ja, ich bin alt. Ich bin immer noch fasziniert, wenn du sagst, ich habe eine E-Mail von MindVZ bekommen, weil das klingt für mich so, ich habe einen Anruf bekommen von meinem Ur-Urgroßvater, der schon seit 100 Jahren tot ist. Hä? Also meine grundsätzliche Reaktion ist einfach nur erstaunend. Also dass mein VZ überhaupt noch neue Features vorstellt, dass man da überhaupt eingeloggt sein kann.
27:53 Gavin Karlmeier
Also man muss dazu sagen, mein VZ wurde ja gereuncht, ziemlich genau während der ersten großen Corona-Welle. Und während dieses Relaunches haben sie, also sie haben vom früheren Eigentümer. haben sie den Namen übernommen und alle Rechte an den Namen der Gruppen. Das war das Paket sozusagen und haben daraus ein neues Netzwerk gebaut. Also Leute, schickt mir gerne eine Anfrage auf mein WhatsApp, wenn ihr wollt. Es ist hochskurril, weil das halt wirklich, also sie haben from the scratch eine neue Geisterstadt gebaut.
28:26 Dominik Hammes
Ich stimme das wirklich so wie diese Geisterstädte in den USA, wo man irgendwann mal was abgebaut hat und dann. war das die Ressource nicht mehr da und dann steht eine vollwertige Stadt mitten im Wald rum, in der keiner wohnt. Und dass sie eben komplett neu gebaut worden ist.
28:42 Gavin Karlmeier
Es gibt dort auch Seiten für Unternehmen und ich sag dir mal so, damit du mal so eine Damit du mal so ungefähr die Dimensionen verstehst, die Mind4Z hat. Also die Deutsche Telekom zum Beispiel ist eine der Seiten, die mir empfohlen wird, wenn ich mich dort anmelde. Die hat neun Likes. Wodaf von Deutschland, das direkt darunter, hat elf Likes. Mediamarkt hat 16 Likes, Werder Bremen 15 immerhin. Was haben wir hier noch? Bayern München hat 14 Likes. Das ist so die Größenordnung. Also es ist, also ich finde es wirklich krass, dass so Leute dran, das muss ein Geldwäschsystem sein oder so.
29:14 Dominik Hammes
Also die Person, irgendeine dieser Firmen, irgendeine. Hat es definitiv gemacht, nämlich einen Social Media Manager nur für dieses Netzwerk eingestellt. Schade, dass ich mich nicht um diesen Job beworben habe. Ich hätte so viel zu tun.
29:28 Gavin Karlmeier
Und sie haben offenbar auch die Rechte an Studie VZ, Jobs VZ und Schüler-Vz gekauft.
29:33 Dominik Hammes
Aber hast du auch Studie VZ gesagt?
29:35 Gavin Karlmeier
Ja, war da auch bei.
29:37 Dominik Hammes
Okay. Weil das war ja schon aus meiner Wahrnehmung das coolste von denen. Waren ja auch meine Studientage. Ich hatte auch brillante Fake-Veranstaltungen da belegt.
29:47 Gavin Karlmeier
Ich auch. Ich war da auch so viel bei Studie VZ. Ich habe sehr viel Zeit dafür bracht. Es war das MySpace für Akademiker.
29:55 Dominik Hammes
Sind wir ehrlich, es war ja auch gleichzeitig, also nicht, dass das bei mir funktioniert hätte, aber es war ja auch gleichzeitig Das, Gott, jetzt fällt mir der Name nicht mehr an. Das ist das Tinder für Studenten, was ja auch.
30:06 Gavin Karlmeier
Stimmt. Blue Sky. Blue Sky hat jetzt gesagt, wir arbeiten daran, dass. Threads besser angezeigt werden, also kannst du jetzt wirklich ein Thread posten bis zu 10 Posts lang und dann kannst du den auch am Stück lesen, wenn du möchtest. Ja, überfällig. Ja, voll überfällig. Und du kannst jetzt, wenn du auf ein Profil, also wenn du mir nicht folgst, auf mein Profil gehst, siehst du Leute, die du kennst, die mir folgen. So wie bei Instagram.
30:30 Dominik Hammes
Quality of Life Feature zwei Wochen nach Launch. Super.
30:36 Gavin Karlmeier
X hat etwas veröffentlicht. Das ist nicht wirklich eine Funktion. Das hat aber sonst nicht vor reingepasst. Ich wollte es aber mal so ein bisschen aus Jenga-Gründen hier mit reinpacken. Sie haben nämlich geschrieben, wir sind uns der Probleme mit der ID-Verifizierung bewusst, die unsere Creator haben. Also die Möglichkeit, dass du nur noch Geld bekommst, wenn du einen Personalausweis hinterlegst. Da haben wir hier drüber gesprochen. Es gibt offenbar Probleme und zwar, wir haben über das Wochenende dringende folgende Korrekturen vorgenommen. Folgende dringende Korrekturen wäre, glaube ich, richtig. Ein Kameraproblem, das die Verarbeitung der ID beeinträchtigt, der Rückseite der ID beeinträchtigt. Also das konnte nicht verarbeitet werden. Die Anzahl der Timeout-Fehler wurde reduziert, schreibt sie, schreiben sie, wo ich mir so denke, Moment, die soll eigentlich null sein. Null ist die Anzahl der Timeout-Fehler, die da die einzig akzeptable.
31:22 Dominik Hammes
Das ist vielleicht jetzt minus 10, wer weiß.
31:24 Gavin Karlmeier
Ja, man weiß es nicht. Und du kriegst jetzt, wie sie schreiben, klare Benachrichtigungen über den aktuellen Stand im Prozess. Sie schreiben aber auch, es gibt noch viel zu tun. Wir werden im Laufe der Woche weitere Updates bereitstellen.
31:36 Dominik Hammes
Wer hat das programmiert? Ich? Also das ist ja wirklich. Also das kann man ja auch, das hätten sie ja nicht in-house programmieren müssen. Das muss man auch sagen. Da gibt es ja verlässliche Anbieter für.
31:48 Gavin Karlmeier
Naja, naja, was soll's. Bei YouTube kannst du jetzt auch Ad-Usernames anlegen, die nicht in englischer Sprache sind, also in zum Beispiel kyrillischer Schrift oder ukrainischer Schrift oder
32:02 Dominik Hammes
Weil es vorher auch.
32:04 Gavin Karlmeier
Ja, ja, genau. Instagram. Das sind die letzten beiden Meldungen für heute, aber die haben es beide in sich, finde ich. Und wir sind heute ganz schnell durch, Dominik. Da musst du bald nochmal wiederkommen. Überraschung. Instagram arbeitet an einem Typing-Indicator. Also wenn du siehst, wenn jemand tippt.
32:24 Dominik Hammes
Phänomenal revolutionär. Es gab ja angeblich mal eine ICQ-Version, wo man gesehen hat, was der andere getippt hat. Also nicht nur das, sondern.
32:33 Gavin Karlmeier
Oh, das kenne ich, aber ich glaube, das ist ein Gerücht, oder?
32:35 Dominik Hammes
Ich hab's auch nur gehört und ich war sehr früh bei ICQ. Also entweder war es ein sehr, sehr hartnäckiges Gerücht gewesen oder es war so Woche 1.
32:42 Gavin Karlmeier
Nee, ich glaube, das ist so ein Mockup von so einem Entwickler, so als Gag, als Video. Ja. Sorry, ich habe kurz einen Schluck Wasser getrunken. Das seid ihr verziehen. Danke. So, Instagram testet gerade ein neues Feature mit dem Namen Quick Snaps. Ach, wir haben noch eine Meldung übersprungen. Ach scheiße, fällt mir jetzt gerade auf. Ich komme gleich nochmal rein. Heute ist alles durcheinander.
33:04 Dominik Hammes
Alles okay. Ich war schon überrascht, dass wir so weit unten waren.
33:06 Gavin Karlmeier
Ich denke schon, dass wir so schnell sind, aber wir haben einfach zwei Themen übersprungen. Kommen wir gleich zu. Also, Instagram testet eine Funktion, die heißt Quick Snaps. bei der es die Möglichkeit gibt, Leuten direkt ein Bild zu schicken, also Instant Snaps. Und du kannst aussehen, wer die sieht. Und die können die dann öffnen. Und du kannst sie nicht bearbeiten und du können die auch nur einmal öffnen. Also du kannst einmalig ein Foto an Leute schicken, die du nicht bearbeiten kannst. Also so ein bisschen wie eine Mischung aus BeReal und Snapchat.
33:32 Dominik Hammes
Deswegen heißt es auch Quick Snaps, denke ich.
33:34 Gavin Karlmeier
Ja, denke ich auch.
33:36 Dominik Hammes
Ja, Instagram braucht dringend mehr Features, haben sie sich wohl gedacht.
33:41 Gavin Karlmeier
Was fällt uns denn noch ein?
33:43 Dominik Hammes
Bloatware.
33:46 Gavin Karlmeier
So, und jetzt kommen wir zu den, kommen wir jetzt das erste Mal, dass Funktionen und Emotionen nicht am Ende sind heute.
33:51 Dominik Hammes
Kurz auch eine These. Dieses Quick-Snap, das ist ja so ein Screenshot dabei, das ist wahrscheinlich alles Mockup auch, aber das wird doch eine eigene App. Irgendwann.
33:59 Gavin Karlmeier
Das kann ich mir auch vorstellen, vor allem weil sie, und das sieht man auf dem Screenshot, schon ein Logo dafür haben.
34:03 Dominik Hammes
Eben, also das ist vielleicht nicht das finale Logo, wenn ich ehrlich bin, aber ich kann mir das sehr gut vorstellen, weil. Man hat ja jetzt gelernt, wie man Threads und Instagram sehr gut miteinander vertüdeln kann. Und ich glaube, QuickSnap würde sich besser als eine eigene App machen, als dass ich in Instagram noch eine Option habe, noch irgendwo ein Button hinkommt oder so.
34:22 Gavin Karlmeier
Wäre wahrscheinlich besser. Verstehe ich voll, wobei ich aber auch dazu sagen muss, wie viel denn noch?
34:28 Dominik Hammes
Also es reicht doch. Wann hast du dich zuletzt in Facebook eingeloggt?
34:32 Gavin Karlmeier
Das mache ich ja regelmäßig, heute Morgen erst.
34:34 Dominik Hammes
Ja, und wenn das nicht noch, als wir ein bisschen Words for Friends gespielt haben und du sang und klanglos untergegangen bist Du hast einfach Pech mit dem Buchstaben, muss man sagen.
34:43 Gavin Karlmeier
Ja, ja, das ist es.
34:44 Dominik Hammes
Nee, wirklich.
34:45 Gavin Karlmeier
Aber lass uns wieder aufleben.
34:48 Dominik Hammes
Wie du magst, mir egal. Aber man kann in Facebook alleine so viel Zeit verbringen. Du brauchst keine andere Seite, wenn du nur Unterhaltung willst. Nicht, dass es gute Unterhaltung ist oder dass ich es empfehlen würde, aber du kannst da so viele Spiele spielen, so viele Nachrichten lesen. Deswegen, ich finde es ganz gut, wenn es einzelne Apps gibt.
35:05 Gavin Karlmeier
Okay, finde ich einen guten Take. So, eine Meldung, zwei Meldungen habe ich noch. Eine, die aber groß ist, glaube ich. Und zwar. Be Real wurde verkauft und zwar für 500 Millionen Euro an ein französisches Unternehmen mit dem Namen Voodoo. Und Voodoo kennt man, weil die Apps herstellen. Und diese Apps sind ehrlicherweise, also das ist nicht ganz unkontrovers, denn Voodoo stellt vor allem Clones her. Also sie haben ein Spiel entwickelt, zum Beispiel das heißt Infinite Golf. Was exakt dasselbe Spiel ist wie das Indie-Spiel Desert Golfing. Oder sie haben auch Flappy Dunk entwickelt, was eigentlich dasselbe war wie Flappy Bird. Sie haben auch Twisty Road gespielt, programmiert, was dasselbe ist wie Impossible Road. The Fishmaster, was dasselbe ist wie Ridiculous Fishing. Sie haben Rolly Vortex, was dasselbe ist wie Rolling Sky. Sie haben Whole I. O. programmiert, was dasselbe ist wie Donut County. Also die Reihe hört einfach nicht mehr auf. Also dass sie eigentlich nur so bestehende Dinge kopieren, die dort sind. Und das macht sie nicht ganz unumstritten. Aber ich glaube, die Entscheidung zu sagen, ist übrigens deren größter, äh, größte Übernahme bislang. Die Entscheidung, sich auf B-Reel zu stürzen, um das Ganze jetzt ein bisschen zu monetarisieren. Sie haben schon angekündigt, es wird dort bezahlte Werbung geben auf B Real, die finde ich nicht falsch. Ehrlicherweise.
36:23 Dominik Hammes
Klingt für mich wie ein sehr, also jetzt werden alle sagen, ja wundert, worauf was soll denn sonst die Motivation sein, aber. Ich bin da vielleicht einfach so ein bisschen anders gebaut. Aber es klingt einfach wie eine sehr stark finanzmotivierte Gesellschaft. Und ich meine, es erklärt sich, es ist ein relativ simples Geschäftsmodell, erfolgreiche Spiele zu kopieren. Das ist auch. In den Kreisen nicht so verpönt. Also, wie viele Klone von guten Spielen haben wir nicht schon gespielt. Und ob ich jetzt das 17. Jump'n'Run gespielt habe in den 90ern, mit einem anderen Design, aber letztlich gleiches Spielprinzip, hat auch niemanden gestört damals. Deswegen habe ich dann nicht so ein Riesenproblem mit. Ich müsste natürlich die einzelnen Titel da mal genau sehen. Aber dann komplett aus dem eigentlichen Bereich, nämlich Gaming, rauszugehen und Be Real zu kaufen. ist ja wirklich nur eine Investition. Das hat ja nichts mehr mit dem eigentlichen Firmengedanken zu tun.
37:14 Gavin Karlmeier
Ja, wobei Voodoo hat auch eine eigene Social Media App und zwar Wiz. Wills. Wills ist eine Art, auch, also jetzt auch eine, also sie nennt es selber The Gen Z Social Media App. Aber eigentlich ist Wills so eine Art Mischung aus Club, ähm, Chat-Roulette, also du kannst mit Unbekannten Deutsch sprechen, ähm und Snapchat, würde ich sagen. Also du kannst dort mit irgendwelchen Leuten einfach chatten, die dir zugeordnet werden. Und die gehören auch zu wohl. Das heißt, es gibt schon einen Fuß im Social Media Wasser. Aber in der Tat, zu sagen, wir kaufen jetzt so eine große und ja auch immer noch ganz gut funktionierende Social Media App, da ist mit Sicherheit auch sehr viel Money-Drivenheit drin.
38:06 Dominik Hammes
Ich hoffe einfach, dass sie keine Jugendschutzprobleme haben. Andere Apps wurden da einfach, glaube ich, in den letzten Jahren auch einfach stillgelegt, wegen solchen Zufallsbegegnungen.
38:15 Gavin Karlmeier
Ja, das stimmt. Und ich bin gespannt, wie sich B Real entwickelt, weil Breal habe ich das Gefühl, je mehr Funktionen es bekommt, desto unattraktiver wird es. Also die Einfachheit von Be Real war nach meinem Ermessen deren Erfolgsgeheimnis. Und dieses Aufblasen mit, du kannst jetzt 4, 5, 6 Bilder posten, du kannst jetzt Be Real-Roulette machen mit Fotos, die du schon gespeichert hast und so, das sind alles so Sachen, die braucht man dort nicht.
38:39 Dominik Hammes
Vielleicht hätten die einfach mal ein Forum installieren sollen, zusätzlich.
38:43 Gavin Karlmeier
Ja, oder vielleicht so eine Jobs, wie Real Jobs-Plattform.
38:48 Dominik Hammes
Tausend Fotos von irgendwelchen Meetingräumen, das finde ich sehr gut.
38:53 Gavin Karlmeier
So, und eine letzte Meldung habe ich heute noch, die ich aber super interessant finde und deswegen ärgere ich mich, dass sie jetzt so weit hinten ist. Aber wenn ihr das bisher hier ins Ende hört, dann. Ihr wisst, wer ihr seid. . Und zwar gibt es von dem Pew PEW. Piu Pew. EW Research Center eine neue Studie und zwar eine Studie mit der Frage, woher beziehen eigentlich US-AmerikanerInnen ihre Nachrichten? Und wie sieht es eigentlich mit Social Media aus? Also vor allem mit Blick auf Social Media aus. Sie haben da so fünf große, wie sagt man, Keypoints rausgearbeitet, Bullet Points. Also die Studie ist natürlich viel länger, ihr findet sie bei der beim beim pewresearch. org. Auf der Website findet ihr die komplette Studie. Aber Sie sagen, die meisten Leute, die Facebook, Instagram und TikTok nutzen, sagen, Nachrichten dort zu beziehen, ist kein Grund, warum sie diese Netzwerke benutzen. Das ist jetzt erstmal wahrscheinlich nicht so super überraschend, aber. Irgendwie trotzdem, also für mich ist das informiert bleiben schon einer der Gründe, warum ich Social Media benutze, ehrlicherweise. Aber ich bin halt auch nicht. Kein befragte US-Amerikaner. So, die meisten Leute, die befragt wurden, die auf diesen Websites unterwegs sind, sagen. dass sie dort häufig Menschen sehen, die ihre eigene Meinung zu aktuellen Ereignissen äußern oder eben Memes und Funny-Posts, die sich auf aktuelle Ereignisse beziehen. . . Und Insgesamt sehen diese Leute mehr von diesen Postings als echte Nachrichtenartikel oder Breaking News. Also die Leute sehen also mehr Sekundärumgang mit Nachrichten als die tatsächliche Nachricht. Hast du da Gefühle zu?
40:40 Dominik Hammes
Natürlich überhaupt nicht. Und deswegen würde ich auch Social Media immer nicht so sehr als eine Quelle von berichten, sagen wir mal, wahrnehmen und nie nur da meine Infos herholen. Und ich finde, es gibt so ein, historisch gesehen, so ein schönes Ungleichgewicht, schön in Anführungsstrichen, interessant. Wenn man eine frühe Zeitung aufgeschlagen hat, war der Meinungsanteil ja wesentlich kleiner als der berichtende Anteil. Klar gab es da tendenzielle Berichterstattungen, gab es ja immer. Aber die ersten paar, also sag mal, 70 Prozent waren ja einfach nur, hier sind übrigens die Fakten, zumindest so wie wir sie berichten, und hier sind 30 Prozent, das sagen unsere Redakteure als Meinung. Und jetzt in Social Media ist es halt so, hier sind 99% Meinung und hier ist ein Link zu einem Bericht, den keiner gelesen hat.
41:24 Gavin Karlmeier
Ja, ich sehe den Punkt auch und wird das auch ähnlich als Problematik. wahrnehmen, weil das dazu führt, dass man vorgeframt ist, bevor man sich selber informieren kann. Auf der anderen Seite finde ich, dass du, wenn du mal das Anders beleuchtet, dann nehmen wir mal die Oscarverleihung. Wenn ich, habe ich glaube ich schon mal hier erzählt, aber wenn ich morgens um 8 Uhr dann am Tag nach der Oscarverleihung Instagram öffne, dann sehe ich Dutzende Memes, die während dieser Veranstaltung entstanden sind und verstehe durch diese Memes, wer hat den Oscar für den besten Film gewonnen. Oder was waren die drei Dinge, die so passiert sind, die wichtig sind. Das heißt, ich habe dadurch einen ganz Spannenden Überblick in die Dinge, die wahrscheinlich popkulturell die entscheidendsten waren, ohne dass ich die Verleihung gesehen haben muss. Und das, also man muss sich natürlich ein bisschen da so reinarbeiten und das richtige Vorsicht, Mindset dafür aufbauen, dass man natürlich auch trennen kann, dass das jetzt keine klaren Nachrichten sind. Aber am Ende oft oder manchmal, vor allem bei solchen popkulturellen Ereignissen, das betrifft natürlich viele, viele Welt Weltgeschehnisse so nicht, aber Dinge, die halt so, ich glaube bei EM-Spielen gilt es aber auch, dass ich dann dadurch das mitnehme, was mich ohnehin am meisten interessiert hätte. Mich persönlich.
42:35 Dominik Hammes
Ist aber auch eine total individuelle, subjektive Wahrnehmung. Du nimmst ja aber ein unkritisches Beispiel, wo es um Unterhaltung geht und da sagst du, meine Präferenz ist dann eher Geschwindigkeit, Unterhaltung als akkurate Info, weil du gehst jetzt Risiko ein, dass du was falsch verstehst.
42:48 Gavin Karlmeier
Ja. Also bei anderen Themen würdest du das so nicht machen. Nein, das ist komplett richtig. Also, ich würde mich jetzt über einen Kriegsausbruch beispielsweise nicht nur über Memes informieren wollen. Das ist so. Genau, das war der Punkt. Dann haben wir das diejenigen, warte, ich muss es ganz kurz hier reinpacken. Also. Dass Nachrichten auf diesen Plattformen immer aus einer Vielzahl von Quellen kommt, soweit nicht besonders überraschend, aber dass die meisten Menschen, die dort Nachrichten aber konsumieren, auf Facebook, Instagram, TikTok und X selber sagen, dass sie mindestens manchmal Nachrichten sehen, die auf Sie einen nicht akkuraten Eindruck machen, also falsch sind
43:36 Dominik Hammes
Ja, da ist es auch wieder wenig überraschend. Überraschung ist eher, dass sie es merken.
43:40 Gavin Karlmeier
Ja, das streut mich. Wahr, ja. Und was ich auch interessant finde ist. Das ist jetzt sehr US-spezifisch, aber Menschen, die eher demokratisch wählen, neigen dazu, Nachrichten, die sie auf Eck sehen, eher skeptisch gegenüberzustehen. Menschen, die eher republikanisch wählen, neigen dazu, Nachrichten, die sie auf Facebook sehen, eher skeptisch gegenüberzustehen.
44:04 Dominik Hammes
Ja, okay. Ist keine irrelevante Beobachtung. Ich war nur überrascht, dass auf Facebook sich das umdreht, wenn ich ehrlich bin.
44:12 Gavin Karlmeier
Ich glaube, Meta ist tatsächlich in USA wird das als sehr. demokratisch liberal wahrgenommen.
44:18 Dominik Hammes
Aha, so wie CNN auch.
44:20 Gavin Karlmeier
Ja, genau.
44:21 Dominik Hammes
Also die Sachen, die wir als Europäer so relativ mitte und neutral wahren, sind die so ersten Demokraten, das sind die linksliberalen Stunden.
44:27 Gavin Karlmeier
Kommunisten alles.
44:29 Dominik Hammes
Logisch.
44:33 Gavin Karlmeier
Und das war's. Mehr habe ich heute nicht. Und jetzt enden wir an dieser Stelle mit dieser Information.
44:38 Dominik Hammes
Ach, das Einzige, was für mich heute enttäuschen war, ist, dass der Regen bei dir so spät eingesetzt hat.
44:44 Gavin Karlmeier
Ja, sorry, ich konnte es nicht früher einrichten. Aber man hört den Reden, ne? Ist ein bisschen ASMR heute.
44:49 Dominik Hammes
So ein ganz kleines bisschen. Da bin ich als pluviophiler Mensch doch sehr zu Hause.
44:52 Gavin Karlmeier
Wie heißt das? Pluviophil. Ploviophil. Plu mit U. Ploviophil ist das ASMA anfällig?
44:59 Dominik Hammes
Nee, das heißt, dass man einfach Regen mag.
45:01 Gavin Karlmeier
Ach so, ach gut. Also auch draußen Regen. Also du gehst auch gerne bei Regen spazieren und so?
45:06 Dominik Hammes
Auch das ist auch sehr gesund. Ach toll. Also auch danach, weil sie nicht nass werden wollt.
45:11 Gavin Karlmeier
Die Luft ist dann gut. Was ja die wenigsten wissen, ich bin ja aus Zucker. So, bevor sie richtig abstrus wären.
45:18 Dominik Hammes
Das ist jetzt wirklich so ein bisschen Phishing for Compliments, ne? Man kann es ja auch so drehen, aber ich weiß, was du meinst. Du gehst nicht gerne im Regen raus.
45:24 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Okay. Es lohnt sich. So ist es. Es lohnt sich auch immer mit dir zu sprechen, lieber Dominik. Vielen, vielen Dank, dass du heute dabeist. Feiert schön die 15 Jahre Medienkuh und wir werden uns früher wieder hören, als uns lieb ist, hätte ich fast gesagt, aber das stimmt ja gar nicht. Vielen Dank, habt alle eine schöne Woche und ein kleiner Hinweis noch. Wir haben. An diesem Wochenende die 900 Leute auf Discord geknackt. . Also wir sind jetzt mehr als 900 Menschen im haken drin Discord, die sich dort die ganze Zeit über all diese Themen hier austauschen, über die wir gesprochen haben und auch ein paar Themen, die es nicht in dem Podcast schaffen, die aber trotzdem interessant und spannend sind. Ihr könnt euch dort alle anmelden, das kostet gar nichts auf hakendran. org. Vielen, vielen Dank euch allen und eine schöne Woche. Wir hören uns hier wieder am Mittwoch. Macht's gut. Danke, Dominik. Tschüss.
46:06 Dominik Hammes
Sehr, sehr gerne. Bis dann.