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Folge 294 · 19. Juni 2024 · 57 Min.

#byebyeelon

mit Thomas Riedel

Wir verlassen heute die gewohnten Pfade und wandeln irgendwo zwischen VR, XR, AR, und X – zwischen Meta und Obersten Gerichtshöfen und zwischen HD, HQ und API rum.

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran.

00:03 Gavin Karlmeier

Das Social Media Update der CT. Hallo Thomas Grüß dich, Gavin. Oh, haben wir so viel Delay oder hast du einen Moment gebraucht? Also, ich versuch's nochmal.

00:13 Thomas Riedel

Ich glaube, ich habe ganz kurz inne gehalten.

00:16 Gavin Karlmeier

Ja, um die Luft zu atmen, die ich hier in den Raum stoße.

00:21 Thomas Riedel

Einfach den Raum füllen, in dem wir uns gerade befinden, hier im Gavin Verse oder im Haken Verse.

00:28 Gavin Karlmeier

Das ist nämlich, ich will dich nämlich kurz vorstellen direkt. Achso, ich weiß, warum das hier also, nee, schon gut. Also, ähm Mein Gott, das ist ja ein total verkoxter Anfang. Ist egal, hier wird nichts geschnitten, wir lassen es so. Du bist Thomas Riedel. Man kennt dich möglicherweise. Bitte? Jawohl? Ja gut, okay, soweit stimmt schon mal. Man kennt dich möglicherweise vom Metaverse Podcast, der mittlerweile aber Special Realities Podcast heißt. Du bist Journalist, nicht nur zum Thema KI, sondern eben auch zum Metaverse. Du kennst dich also mit all diesen Dingen aus, die von anderen Leuten als die Zukunft tituliert werden. Und du bist ja auch jemand, der sich mit dem Internet stark beschäftigt. Und du bist Haki. Also eigentlich sind alle Haken gemacht bei dir. Und deswegen freue ich mich, dass du heute hier bist. Sehr gerne, immer wieder gerne. Erste Frage, die ich quasi auch dir vorab gerade vorher schon gestellt habe. Muss ich mir jetzt die Apple-Brille kaufen? Und wo kriege ich schnell 4000 Euro her?

01:29 Thomas Riedel

Ja, kommen wir mal zur zweiten Frage. Da musst du einfach hier jetzt deine Kreditkartennummer eingeben oder im Wiveverse deine den Krypto-Wallet aufladen. Nee, keine Ahnung, wo du schnell mal 4000 Euro herbekommst. Ich dachte ja, du hast jetzt hier schön aufgecached mit Haken dran. Das wäre eigentlich easy für dich. Aber ich würde dir auch nicht unbedingt raten, tatsächlich die Apple Vision Pro jetzt sofort zu kaufen. Sie ist zwar ab dem 12. Juli in Deutschland verfügbar, das heißt, die Reisekosten fallen schon mal weg. Also du musst nicht erst in die USA fliegen. keine Steuerunterlagen ausfüllen, beim Zoll angeben und so fällt alles weg, ist super bequem jetzt. Gibt es dann auch auf Deutsch. Ersten Geräte wurden auch schon umgestellt. Aber es ist schon die Frage, wofür gebe ich eigentlich 4000 Dollar aus? Und also, wenn du ein unglaublicher Szeneast bist, ja, und du willst unbedingt Filme bei dir zu Hause in der allerhöchsten Qualität gucken. Dann könnte ich dir das eventuell ans Herz legen, wenn du jeden Tag drei solcher Filme guckst, dann lohnt sie das vielleicht so über den Laufzeit von vier, fünf Jahren oder so wie das Gerät leben wird, weil, ganz ehrlich, Avatar in Avatar 2 in 3D zu gucken auf der Apple Vision Pro ist so das krasseste, was ich eigentlich je in VR gesehen habe. Sieht schon unglaublich gut aus, aber abgesehen davon kauft ihr einfach normale VR-Brille wie die MetaQuest 3 oder so. Tut es erstmal auch.

02:49 Gavin Karlmeier

Und dann kann ich immerhin meine ganzen Facebook-FreundInnen auch Nerven damit.

02:54 Thomas Riedel

Ja, und du kannst sogar auf WhatsApp schreiben mittlerweile. Wir haben so eine WhatsApp-Integration. Das heißt, du kannst auf WhatsApp Leuten schreiben. Also in VR. Du bist ja in VR. Das ist doch super, oder? Ja.

03:09 Gavin Karlmeier

500 Euro für WhatsApp in VR. Ich bin bei diesen VR-Brillen, das kann ich immer sagen. Ich bin da so ein bisschen hinterher. Die letzte VL-Brille, die ich besaß und aufgesetzt hatte, ist sechs Jahre her. 2018 war das nämlich, die Oculus Go. Und seitdem hatte ich keine Berührungspunkte mehr, außer dass ich mir natürlich auch letzte diese Präsentation angeguckt habe und dachte: Boah, das ist ja toll. Aber ich bin halt auch kein Cineast. Also, egal welchen Film du jetzt hier nennen könntest, ich würde ihn, ich habe ihn wahrscheinlich nicht gesehen. Star Wars zum Beispiel habe ich nie gesehen und ich glaube, das ist unter Semersten, sollte man den schon gesehen haben, zumindest.

03:45 Thomas Riedel

Total. Es schiebe mich jetzt einfach mal rein, einer meiner erfolgreichsten Posts. Aller Zeiten auf Redstone habe ich gestern gepostet. Und zwar, pass auf, hier: Ich habe einen Titel gelesen: Die neue Serie von Star Wars bricht eine fast 50 Jahre alte Regel von George Lucas. War ein Titel von einem Artikel. Und dann habe ich kommentiert einfach mit gut und habe das so gepostet. Und jetzt, vielleicht kannst du mir das erklären, wenn man nur auf View Activity geht, ne? So. Dann habe ich da 25. 967 Views drauf, 74 Likes und 66 Kommentare. Das ist doch irgendwie krass, ne?

04:23 Gavin Karlmeier

Das ist ganz gut und ich finde einen guten Indikator für man hat ins Westenest gestochen. Gilt übrigens für auch für politische Gegner zum Beispiel, ist, wenn die Anzahl der Kommentare höher ist als die Anzahl der Likes. Da bist du ja noch nicht ganz, aber auf einem guten Weg. Und dann weißt du immer, okay, da habe ich offenbar einen Nerv getroffen.

04:41 Thomas Riedel

Also es ist natürlich ganz klar, war das Clickbait oder so, ne? Also war völlig klar, dass da werden Leute drauf reagieren. Allerdings ist das erste Mal, dass die Leute da so drauf reagieren, bei mir auf Threads, deswegen war ich dann schon überrascht.

04:54 Gavin Karlmeier

Ja, das sind Leute. Man glaubt es nicht. Auch bei Blue Sky, das wird auch immer so, aber auch da kannst du es schon durchaus schaffen, dass da was passiert. Ja.

05:02 Thomas Riedel

Aber zurück zur deiner eigentlichen Frage. Also, du hast aber seitdem keine VR-Brille mehr aufgehabt. Nee, tatsächlich nicht. Okay, das ist krass. Also dann würde ich mal sagen, bei nächster Gelegenheit, wo wir uns zufällig über den Weg laufen und du einen Shadow-Doodler drinkst, bringe ich mal eine VR-Brille mit, damit du das mal ausprobieren kannst.

05:21 Gavin Karlmeier

Ich muss das kurz erklären, ich habe eine Veranstaltung gemacht in dieser Woche, wo ich weiß, weil mit allem Dudler versucht habe, Leuten einzudrehen. Und das war dieser Schadler, den du gerade erwähnt hast. Nur für den Kontext. Wir haben uns gesehen. Ich glaube, es hat keine angenehm angenommen. Ich habe es getrunken. Und ich bin ja heute auch mal ansprechbar. Also so schlimm war es nicht gewesen. So, steigen wir ein, ich möchte kurz, ähm, ich habe ein bisschen Haus zu keepten, bevor es losgeht, weil fangen wir mit einer Geschichte an, Apple-Geschichte, die hat nicht direkt was mit, ist nicht direkt Hauskeeping, aber sie passt ganz gut. Als wir hier nämlich über die Fotos gesprochen haben, die aus der iCloud entlöscht wurden, die also bei Leuten wieder aufgetaucht waren, hat Dominik als Gast damals hier, das hat, ich glaube Koffy Hollig hat das dokumentiert, wer sonst. Schattenredaktorin Koffe Hollig, die ehrlicherweise das Fundament dieses Podcasts, machen wir uns nichts vor, hat daran erinnert, weil es jetzt eine Schlacht. Oh, hast du es gehört? Ich bin hier ans Kabel gekommen. Das ist aber auch heute eine Folge. Naja. Sorry für alle, die bei Apple Podcasts Kommentare schreiben und Bewertungen. Das hier ist eine Ausnahme heute versprochen. Also er hat an diese Geschichte, er hat sich an diese Geschichte erinnert gefühlt, denn Dominik hatte damals die These aufgestellt, dass man eventuell dadurch in Erklärungsnotstand geraten könnte bei seiner Aktivation Aktuellen LebenspartnerInnen, wenn man plötzlich Fotos von vergangenen Personen, ähm, GeschlechtspartnerInnen auf seinem Telefon wieder auffindbar hat. Jetzt gibt es die Geschichte, dass jemand ein Brite Der, also ich sag mal so, der hat eine Nachricht, eine i-Message bekommen von einer Prostituierten, mit der er Kontakt hatte. Und diese Nachricht hat er auf seinem iPhone gelöscht und seine Frau war gleichzeitig am Familien-IMAC und hat diese Nachricht dort gesehen. Und weil aber, wenn du eine Nachricht löscht. . dir gesagt wird, diese Nachricht wird von all deinen Geräten gelöscht, verklagt er Apple jetzt und möchte die 5 Millionen Pfund, die ihn die Scheidung gekostet hat, von Apple zurückhaben. Also die These von Dominik war gar nicht so abstrus, auch wenn das hier eigentlich ein bisschen eine anders gelagerte Geschichte ist. Aber ich finde auch generell ist die Geschichte ein bisschen obskur. Also Er erklärt zum Beispiel, es sei für seine Frau eine brutale Art gewesen, dass er mit Prostituiertenkontakt hat. Wenn ich in der Lage gewesen wäre, vernünftig mit ihr zu reden, wäre ich vielleicht noch verheiratet, sagt er. Bin ich mir nicht sicher.

07:49 Thomas Riedel

Ja, komische Geschichte. Ich habe mich da gefragt, ist das, ich bin ja kein Apple-User, ne? Ich benutze ja alles mit Windows und Android und so, deswegen musst du mich da mal kurz aufschlauen. Da gibt es da nicht die Funktion auf allen Geräten löschen, also bei WhatsApp und Signal und was ich sonst noch so benutze. Da hast du eher die Auswahl.

08:11 Gavin Karlmeier

Für mich oder für alle löschen? Ja. Also, ne? Ja, und üblicherweise wird es auch von allen Geräten gelöscht. Also du kannst auch für alle löschen, aber hier geht es ja um das für mich löschen. Und was macht es eigentlich mit dem Spiegel auf anderen Geräten? Das kann aber durchaus sein, dass da vielleicht die Synchronisation gerade ein bisschen hinkt, vielleicht wegen einem Synchronisationsproblem zwischen Atlanta und. . Delaware oder so, ich weiß nicht, wo die Rechenzentren stehen. Aber das kann alles passieren. Und also ich bei mir passiert, ich Also der Spiegel selber, von dem ich diese Geschichte jetzt auch habe, die haben das versucht zu reproduzieren und bei ihnen sind die Nachrichten dann auch auf allen Geräten gleichzeitig gelöscht worden und bei mir üblicherweise auch. Aber es kann natürlich passieren, dass sowas schief geht. Wir bleiben da dran. Ich bin gespannt, wie das weitergeht. Ähm, zwei weitere Housekeeping-Geschichten, die auch Coffee Hollig mitgebracht hat. Auch da, ich kann mich gar nicht genug bedanken dafür. Coffee Hollik übrigens. Eine der über 900 Personen im hakendrin Discord-Chat. Da könnt ihr euch alle anmelden, kostet nichts, dann kriegt ihr das Housekeeping mit, bevor ihr es von mir zusammengestottert hören müsst. Ich habe über die Geschichte gesprochen, dass es, wie ich gesagt habe, einen Menschen gibt. . der zu viel Abfindung bekommen hat durch X oder Twitter und das zurückgeführt wurde auf einen Umrechnungsfehler von amerikanische auf australische Dollar. Und da will ich mich korrekt mich berichtigen, dass es sich eigentlich um mindestens sechs ehemalige MitarbeiterInnen handelt, die eine erhebliche Überzahlung bekommen haben, wie es heißt.

09:37 Thomas Riedel

Das fand ich eine interessante Story und dachte so, ist das tatsächlich, also wann hoffentlich verjährt das irgendwann. Also das hilft ihnen dann natürlich. Weil du musst natürlich, wenn dir was nicht rechtlich nicht zusteht, dann musst du es zurückzahlen, auch wenn du es schon ausgegeben hast oder wenn sich die gehört. Aber das verjährt doch auf jeden Fall irgendwann.

09:57 Gavin Karlmeier

Ja, aber ist es nicht so, dass in dem Moment, wo das Gerichtsverfahren angestrengt wird, die Verjährungsfrist endet automatisch? Also Ich glaube, ein eine, boah, das ist jetzt ganz gefährlich, juristisch gefährliches Halbwissen, aber in dem Moment, wo ich das zur Anzeige bringe, kann es nicht mehr verjeren, weil es dann ja schon aktenkundig ist.

10:16 Thomas Riedel

Genau, also ab dem Moment zählt es sozusagen, weil da hat man dann offiziell gesagt, hier bitte mal kurz einen Marker setzen. Aber es kann ja sein, dass es bis zu dem Zeitpunkt schon verjährt war. Und dann kannst du natürlich danach so viele verschiedene Gerichtsverfahren anstrengen, wie du willst, das ja dann verjährt. Und das wäre jetzt eben interessant, ob es das da gibt oder ob es manchmal so viele Sachen verjähren ja auch nie.

10:38 Gavin Karlmeier

Ja, stimmt. Aber ich glaube, dadurch, dass das Gerichtsverfahren ja schon angeschränkt wurde, ist die Verjährung sozusagen hinfällig. Weil jetzt ist es schon vor Gericht. Naja, wir sind keine Juristen. Aber wir steigen damit der Recht. Das ist unsere Buchschonrist, wenn man ihn braucht. Ja, wirklich. John Jo Jun hat sich lange nicht mehr geäußert. Ich versuche den ja auch schon länger hier als Gast zu gewinnen. Also wenn ihr eine Möglichkeit habt, zu ihm Kontakt aufzunehmen, ich würde mich freuen.

11:06 Thomas Riedel

Der war neulich bei diesem Lehrer im Podcast, habe ich gesehen. Bei diesem anderen Ja, wie heißt der? Das ist ein fantastischer Lehrer Schules aus oder sowas.

11:14 Gavin Karlmeier

Nee. Genau. Doch. Ah ja. Ach ja, gut. Bleiben wir bei Abfindung, bleiben wir bei X verlassen und zwar jetzt aber das Tschüss des Tages sozusagen und zwar haben 47 Organisationen, NGOs aus den Bereichen Umwelt, Menschenrechte, Soziales, Gesundheit und Landwirtschaft angekündigt, die Plattform X zu verlassen. Und das natürlich erstmal stark zu begrüßen. Ihre Begründung ist, in den vergangenen Jahren haben wir X als wichtige Plattform für den Austausch von Ideen und politischen Diskussionen kennengelernt. Doch zunehmend sehen wir uns mit hasserfülltem, diskriminierendem und desinformierendem Content auf X konfrontiert. Elon Musk, der die Plattform im Oktober 2022 übernommen hat, Setzt Moderation mit Zensur gleich und hat diese deutlich zurückgefahren. Unter dem Beckmantel vermeintlicher Meinungsfreiheit werden konnten, die wegen Verbreitung extremistischer Inhalte bereits gesperrt wurden. Wieder freigeschaltet. Wir stehen für einen respektvollen demokratischen Austausch und wertschätzender Kommunikation. Auf X sehen wir dafür aktuell keine Grundlage mehr. Daher sagen wir Bye bye Elon. Und dazu gehören so NGOs wie die Kindernothilfe, die AWO, Demeter, The Fairtrade, das Fairtrade-Siegel. Naturland BioHelp, also wirklich sehr, sehr große, namhafte Organisationen, die weltweit interagieren und jetzt sagen, für uns ist hier ein Punkt erreicht, an dem wir aussteigen. Fantastisch und ich finde, das kann alle, die uns gerade zuhören und die sagen, das ist ja eine spannende Idee, können das direkt mal zum Anlass nehmen, diese Idee auch ins eigene Unternehmen zu tragen.

12:41 Thomas Riedel

Total. Ist auch so schön, dass sie sich da jetzt unter dem Hashtag ByeByelon zusammengeschlossen haben. Finde ich auch toll. Also nicht einfach nur Jeder für sich so ein bisschen hat versucht, so sein Fame abzugreifen. Ja, wir sind jetzt auch weg, sondern die haben sich zusammengetan und haben dann alle zusammenkommuniziert, wir sind jetzt raus. Finde ich cool. Mal abgesehen davon, dass das ja also wie eine Meldung wirkt, die vor einem Jahr angebracht gewesen wäre, ehrlich gesagt. Aber lassen wir uns mal unter den Tisch fallen und freuen uns einfach mal, dass sie es jetzt geschafft haben.

13:10 Gavin Karlmeier

Cool genug ist. Was dieser Hashtag, finde ich, aber vor allem mit sich bringt, ist ja ein relativ einfaches Nachahmungspotenzial. Also man kann das sehr, sehr gut und da fordern sie auch selber zu auf. Sie sagen, wir nehmen unseren Exit zum Anlass, um UserInnen über die Gefahren von Hate Speech zu informieren. Und sagen, wenn du selber aussteigen möchtest, erklär deinen FollowerInnen, warum du aussteigst. Du kannst unsere Sharepics benutzen. Benutze den Hashtag Biber Elon. Post ein Statement. Wir haben jetzt zwei Monate lang eine Kampagne am Laufen. Wir erklären dir hier, wie du schnell deinen Account löschen kannst. Also die haben Und dabei bei elon. de das Ganze nochmal zusammengefasst. Und also die hoffen offenbar ja auch auf Nachahmung und die haben sogar ein Logo für diesen Ex-It ähm entwickelt. Also ich finde, das ist eine ganz schöne Art und Weise, vor allem für einen Sektor, in dem es ja mit dem Geld immer ein bisschen schwierig ist, zu sagen, wir setzen uns einfach alle zusammen. und entwickeln alle zusammen diese Kampagne, dann ist es für alle nur ein kleiner Betrag, der es kostet, aber eine viel, viel größere Wirkung. Also finde ich, ist sehr stark in der Öffentlichkeitswirkung.

14:08 Thomas Riedel

Und jetzt stell dir vor, du übernimmst ein Netzwerk für Milliarden von Dollar, ja, und dann schließen sich 40 Unternehmen zusammen und planen eine Kampagne, um wirkungsvoll dein Netzwerk zu verlassen. Wie viel du dann falsch gemacht hast, finde ich auch krass eigentlich.

14:25 Gavin Karlmeier

Ja, man muss dazu sagen, dass das alles Themen sind, die dem Menschen, der dieses Netzwerk übernommen hat, nämlich Elon Musk, also Umwelt, Menschenrechte, Soziales, Gesundheit, Landwirtschaft. Das ist nicht zwangsläufig die Themen, in denen er sich zu Hause fühlt oder in denen er sich wünscht, dass er eine gute Öffentlichkeit generiert, muss man leider dazu sagen. Also am Ende ist ihm wurscht, mindestens. Wenn er sich nicht sogar darüber noch lustig macht, wenn das groß genug wird, das Thema. Ja, muss man leider so sagen. Es ist, ja, leider ist es genauso.

14:56 Thomas Riedel

Dann auf jeden Fall herzlichen Dank, dass ihr das macht und herzliche Einladung, in alle anderen Netzwerke zu kommen. Also, ich meine, das Fediverse ist offen. Wir haben Blue Sky, wir haben Threads, also Es gibt mehr als eine Alternative und ja, ich würde mich freuen, diesen Leuten, diesen Firmen da allen zu folgen. So ist es.

15:17 Gavin Karlmeier

Ja. Also Bye bye Elon, wir unterstützen dieses, diese Unternehmung mit aller Kraft. Coffee Hollik, wir haben sie eben schon mal erwähnt, hat im Discord mal ein kleines Update veröffentlicht, wie es eigentlich aussieht mit dem länger laufenden Schiedsgerichtsprozess. Von 2000 ehemaligen Twitter-Mitarbeitenden, die alle versucht haben, an ihre ihr vertraglich zustehenden Abfindungszahlungen zu kommen. Das ist ein wahr. Also, die Geschichte begleitet uns seit ich mittlerweile kann man sagen Jahren. Es geht ja darum, dass im Rahmen der Übernahme durch Elon Musk, sehr, sehr viele Menschen von Twitter ihren Job verloren haben an der Zahl über 6500. 2000 von ihnen ärgern sich, dass sie ihre Abfindung nie bekommen haben, die ihnen vertraglich zusteht. Haben deswegen ein Schiedsverfahren eingeleitet. Und dieses Schiedsgerichtsverfahren sollte eigentlich durch Twitter übernommen werden, da auch das bei Ihnen bereits vertraglich zugesichert wurden. Das ist allerdings bis heute nicht passiert. Und deswegen haben die jetzt angefangen, eine Sammelklagezertifizierung anzustreben. Das heißt, es geht jetzt darum, dass ihnen diese Schiedsgerichtsansprüche tatsächlich dass sie diese geltend machen können gegenüber Twitter und haben deswegen das Gericht gebeten, eine Sammelklage zu zertifizieren. Diese Anhörung findet am 22. August statt, also es ist jetzt eher so ein kleiner Hinweis auf eine Auf eine Meldung, die da noch kommt, aber dieses Update, was wurde eigentlich daraus, das machen wir, kommt ja manchmal ein bisschen zu kurz und ich finde das sehr wichtig, dass wir darüber sprechen.

16:41 Thomas Riedel

Total. Also, ich hatte, da hat man auch oft den Eindruck, man kämpft da so gegen so einen Riesen und man hat eigentlich sowieso gar keine Chance. Und es ist immer wieder gut zu hören, dass sowas dann teilweise doch von Erfolg gekrönt ist. Deswegen, so kleine Updates sind echt super. Da freue ich mich immer auch als zuhörender Haki immer, wenn sowas kommt. Ja, dass sowas halt aber so lange dauert, ist halt einfach auch brutal, muss man halt sagen. Ich stelle mir gerade vor, ich bin darauf vielleicht ein bisschen angewiesen. Ich war jetzt vielleicht nicht der super senioriksentwickler, ich war vielleicht noch nicht lange da, ich war auf das Geld irgendwie angewiesen und jetzt muss ich da irgendwie Jahre, Jahrzehnte vielleicht so einen Rechtsstreiten mit so einem Milliardärfirmen, boah. Super ätzend.

17:20 Gavin Karlmeier

Super ätzend, genau, weil du musst überlegen, das ist halt für das ist halt viel, viel Geld, das den Leuten dazusteht, vor allem in ihrer Lebensrealität. Die haben auch noch einen Job verloren, im Zweifel mussten sie sogar umziehen oder vielleicht sogar auswandern, je nachdem, wie ihr Visumsstatus war. Und dass Twitter einfach auf diesen, jetzt wie gesagt, Schiedsgerichtsansprüchen einfach s besteht oder eben nicht besteht und die einfach nicht umsetzt. Das ist halt einfach ein absoluter Tritt ins Gesicht von all diesen Leuten. Das ist eine Katastrophe.

17:48 Thomas Riedel

Ja, und super respektlos gegenüber den demokratischen Einrichtungen auch. Also, da sieht man auch, aus welchem Holz die geschnitzt sind bei Ex, muss man halt sagen. Das ist halt so maximal versuchen, alles auszunutzen, um möglichst lange nichts zahlen zu müssen und so weiter. Also super unangenehm.

18:06 Gavin Karlmeier

Ekelhaft, ja. Kann man nicht anders sagen. Du hast eine Geschichte mitgebracht, die ich, also ich habe die versucht in den letzten Tagen immer mal wieder zu verstehen. Und zwar geht es um das Wiverse. Kann man das so sagen? Ja. Hol mich mal ab. Es ist so spannend, aber ich verstehe es nicht, weil ich bin zu wenig entwicklerisch.

18:29 Thomas Riedel

Man muss da auch tatsächlich zwei, dreimal lesen, um so ein bisschen zu verstehen, was jetzt die eigentlich da so gemacht haben. Die Meldung ist nicht komplett neu, sie ist schon vom 2. Mai, aber sie wurde mir so ein bisschen in den letzten Tagen zugespielt. spielt und ich glaube, manche, die im Discord sind, im Haki Discord, die haben das Ding auch schon mal gelesen, da habe ich es nämlich auch mal reingepostet. Es handelt sich darum, und zwar um eine Meldung, in der HTC denen gehört alles so um das um Vive herum. Das ist die Marke und der haben früher Handys hergestellt, mein erstes Smartphone war von HTC.

19:04 Gavin Karlmeier

Oh, wirklich.

19:05 Thomas Riedel

Also das HTC Hero Ja, krass. Da war so die Frage, kaufe ich jetzt ein iPhone? Und das war so ein bisschen wie mit der Apple Vision Pro. Damals war ich noch volontär, hier bei einem lokalen Familienmagazin, und da war die Frage. kauf ich mir jetzt ein iPhone oder was? Und dann kam Android raus und das HTC Hero war da und kostete halt nur einen Bruchteil und dann war ich sofort HTC-Fan.

19:28 Gavin Karlmeier

Ich hatte aus dem gleichen Grund damals das Motorola Milestone. Das war auch so. Die Zeit wahrscheinlich. Und das war auch mein erstes Smartphone. Nee, das stimmt nicht, war nicht mein erstes Smartphone. Ich hatte damals ein Nokia Series 60-Handy, habe ich glaube ich schon mal erzählt. Nokia-Handy, mit dem ich Twitter und ICQ nutzen konnte, vor tausend Jahren. Aber dieses Motorola Milestone war eben auch Android-basiert und ich dachte, ich kann auch so viele Apps installieren. Ich bin jetzt auch einer von denen. Und der Touchscreen war aber so schlecht. Und dass ich halt dachte, das sei immer kaputt. Und ich habe das zwei oder dreimal eingeschickt, weil ich gesagt habe, der Touchscreen geht nicht. Und dann habe ich sie irgendwann, glaube ich, einfach zurückgegeben.

20:06 Thomas Riedel

Das ist lustig. Mein erstes Smartphone war ein Motorola Accompli 007. Klingt wie von James Bond. Das war so ein kleiner silberner Stein und den konnte man aufklappen. Und das war ein monochromer Touchscreen und da war tatsächlich Java drauf. Und da konnte man auch Apps drauf installieren und über WAP ins Internet gehen. Kostete halt 5 Euro oder 5 Mark die Minute oder so. Und damals haben mich alle angeguckt und haben gesagt, was willst du mit dem Dingen? Und dann habe ich immer gesagt, ja, wartet ab, bis die Dinger mal Farbdisplays haben und du das mit dem Finger direkt bedienen kannst. Und alle so, ja, Thomas, ist gut. Ja, drei Jahre später kam da das iPhone raus und äh Ich hatte recht, aber ich bin weggezogen gewesen und naja. Ich konnte nicht sagen, seht ihr. Aber es war so ein mega nerdiges Gerät, weißt du, da musstest du einfach von irgendwelchen Leuten im Internet gebaute Apps runterladen, das Java war und hoffen, dass es funktioniert. Und dass sie keinen Quatsch auf dein Gerät machen, weil das natürlich überhaupt nicht verifiziert war. Naja, natürlich. Okay. Kleiner Abstecher in unsere. Smartphone und HTC-Ära. Mittlerweile hatten sie die HTC-Smartphone-Geschichte an Google verkauft. Und haben dann auf VR gemacht. Das haben die jetzt auch schon seit 2014 machen die das. Also ist auch schon eine ganze Weile her, zehn Jahre. Und genau, dort haben sie im Jahr 2022 das Viveverse. gestartet. Da haben sie so ein bisschen eine Marke kreiert, um verschiedene Produkte zu bündeln, die sie vorher auch schon ein bisschen hatten, aber haben sie nochmal ein bisschen revived und so und haben das dann. . also das Viveverse Revived und haben dann so ein bisschen versucht, da so eine Art Gegengewicht zu Metas Metaverse zu bauen. Ja, das ist 2022, wir erinnern uns, der Metaverse-Hype ist ein Jahr alt und deswegen war das eigentlich ein ganz gutes Timing. Und das haben die natürlich immer noch und haben da auch natürlich ein Freundesystem, haben dort Avatare und verschiedene andere Systeme. wo man dann da reingehen kann und sich treffen kann, also Social VR. Und Ihre Meldung ist jetzt folgende: Ihr Freundesystem adaptiert ActivityPub und integriert es in Mastodon. Wi-Firse-Nachrichten von Usern, andere Instanzen können damit gelesen werden. Und da ist man erstmal, liegt man erstmal so ein bisschen, okay, was bedeutet das? Weil tatsächlich ist das, äh, versteht man das nicht so richtig. Ich habe dann natürlich das einfach ausprobiert und was es bedeutet, ist aktuell kann man Privatnachrichten schicken. Also wenn du jetzt mal auf deinen Mastodon-Account gehst, kurz mal, Gavin, in Echtzeit. Dann wirst du von mir eine private Nachricht bekommen haben. Vermute ich jetzt mal.

22:47 Gavin Karlmeier

Test hier ist Thomas, teste gerade Viverse, also die Fidiverse-Integration im Viverse.

22:52 Thomas Riedel

Ja. Okay.

22:53 Gavin Karlmeier

Das heißt, aber das habe ich über den ViForce-Account, den ich extra dafür angelegt habe, abgeschickt. Das heißt also, dass sich da jetzt sich ein Unternehmen entschieden hat, die eigentlich schon relativ lange ihr eigenes Süppchen kochen und offenbar, ich will ATC nicht zu nahe treten, aber offenbar auch ein bisschen so unter dem Ausschluss der Öffentlichkeit Dass die sich jetzt überlegt haben, wir haben uns jetzt hier mal, wir docken jetzt auch mal ans Fediverse an und sind damit schlagartig für alle Menschen erreichbar, auch wenn sie nicht im HTC-Viverse unterwegs sind, richtig?

23:26 Thomas Riedel

Genau, das kann man jetzt mal vermuten, dass sie das deswegen getan haben. Aber wie du siehst, hast du ja eine private Nachricht bekommen. Also die Feliverse private Version, private Nachrichtsversion. Und das heißt, die haben das auch erst gerade angefangen zu implementieren. Und momentan kann man nur private Nachrichten schicken Das ist der aktuelle Stand.

23:51 Gavin Karlmeier

Also ich begrüße das ja immer, wenn sich große Player oder vielleicht auch, ich will denen nicht Unrecht tun. Vielleicht sind die ja immer, sind die immer noch wahnsinnig erfolgreich, aber Wenn große Player wie HTC sich dazu entscheiden, ans Fiddiverse anzudocken, weil das ja am Ende dazu führt, dass die Idee, die des dezentralen Vernetzens dass die offenbar auch dort ankommt, wo sonst Leute nur auf Zahlenbasis Entscheidungen treffen. Und das ist halt gerade Und das sagt euch jemand, der hier als Social Media Berater in Redaktion und Unternehmen geht, gegen die Frage, wie können wir denn damit Geld verdienen, kommt man immer nur sehr schlecht an, weil du immer erklären musst, das ist nicht Das erste Ziel, wenn du anfängst, Social Media zu betreiben, sondern das erste Ziel, wenn du mit Social Media anfängst, ist, dass du deine Marke neu auflädst, dass du einen Rückkanal eröffnest, dass du mit einer Community in Kontakt träumst. aus denen dann möglicherweise AbonnentInnen werden können. Und diese auf Zahlenbasis-Dinge entscheidende Krankheit, die grassiert halt vor allem in solchen großen Unternehmen, in denen halt es diverse Boards gibt, die halt alle nur auf Papierlage entscheiden. Auch, wie gesagt, ich will HTC nicht zu Unrecht tun, weil ich die alle nicht kenne, die dort arbeiten und Entscheidungen treffen. Aber das ist ungefähr ja vergleichbar, als würde jetzt sich ein ein sehr großes, als würde sich zum Beispiel eins und eins in Deutschland dazu entscheiden, ihre kompletten Angebote in Zwidiverse zu verlagern oder so. Weißt du, also ein Ein klassisches altes Unternehmen, das jetzt anfängt, eben dezentral zu arbeiten und damit im Zweifel auch in Kauf zu nehmen, dass man seine eigenen Alleinstellungsmerkmale vielleicht fast aufgibt, dadurch, dass du eben da einfach nur mehr Vernetzung herstellst.

25:32 Thomas Riedel

Ja, also vielleicht muss man das auch nochmal in den Kontext setzen. HTC ist nicht klein. HTC ist auch eines der top 100 großen Unternehmen der Welt. Die produzieren auch noch andere Dinge, produzieren übrigens wieder Smartphones. Und Xiao Wang, das ist die CEO, ist eine der reichsten Frauen der Welt und Top 50, glaube ich. Sehr, sehr einflussreich. Leider ist sie anti-LGBTQ Plus unterwegs, auch muss man leider sagen. Aber also das ist durchaus auch eine sehr einflussreiche Firma. Das ist jetzt nicht so, dass das irgend so eine kleine, so ein kleines VR-Startup wäre, sondern Die machen tatsächlich substanziell Umsatz, zwar jetzt nicht unbedingt mit total viel Consumer-VR, sondern eher, also vielleicht hast du das schon mal mit der ganzen Filmproduktion gesehen, ja. Also wenn zum Beispiel The Mandalorian produziert wird, dann kannst du davon ausgehen, da ist HTC-Technologie mit dabei.

26:26 Gavin Karlmeier

Weil die dann zum Beispiel das ganze Tracking vor diesem krassen LED-Screen machen.

26:30 Thomas Riedel

Also da sind die ganz groß, absolut marktführend und machen auch richtig Geld. Also das ist schon wichtig. Sie versuchen natürlich trotzdem auch wieder Customer-Kram zu machen. Und haben sie auch die ganze Zeit. Also PCVR war im Prinzip HTC ganz weit mit vorne dabei, natürlich mit Steam, die übrigens ganz am Anfang zusammengearbeitet haben und sich dann getrennt haben, weil HTC gemerkt hat, oh, Ähm, Steam liefert gerade die Software und wir liefern nur die Hardware. Das ist schlecht. Wir wollen unsere eigene Plattform bauen, deswegen haben sie dann ihre eigene Vive-Geschichte gemacht und haben sich von Steam getrennt. Nur so ein bisschen VR-Geschichte für das Publikum. Falls jemand interessiert. Ja. Und deswegen ist das jetzt ganz cool. Man muss vielleicht noch ein bisschen was dazu sagen. Also, sie arbeiten immer noch dran, was man zum Beispiel daran merkt, dass in dem Artikel beschrieben wird, wie man eigentlich das einstellt. Aber diese Einstellung gibt es gar nicht mehr, weil das mittlerweile für alle Profile automatisch aktiviert ist. Also man muss gar nichts einstellen, einfach nur einen Wiverse-Account erstellen und schon kann man damit mit Menschen im Fediverse kommunizieren. Und der erste Schritt wird eigentlich erst Ende 2024 angeteasert. Also das, was die jetzt gerade praktisch da implementiert haben, war eigentlich ein Test, würde ich mal behaupten. Und sie kündigen an, ein Creator-Profile. Ende 2024 zu starten, wo dann auch Content, der im Viverse produziert wurde, ins Fediverse gepostet wird. Ich vermute, also sie sprechen da über Items und so und über Welten. Da muss man nochmal genau gucken, wie sie das implementieren und was sie genau mit meinen. Also, was HTC natürlich damit will, ist, dass User aus dem Vibeversehen sozusagen die soziale Verlängerung ins Vediverse machen, um dann neue User darüber zu akquirieren. Klar, ne? Also das ist so ein bisschen natürlich die Intention dahinter. Da muss man natürlich jetzt ein bisschen schauen, okay, was wollen die Creator dort? Wenn ich sage Creator, dann sind das die Leute, die dort die Welten bauen, die dort eigene Communities haben, die auch Content produzieren und den auch verkaufen. Also du kannst das auch monetarisieren im WiForse und das Versuchen die dann über das Miveverse, über das Fediverse zu verlängern, sozusagen. Verstehe. Aber genau, ich glaube, das ist erstmal so, ja.

28:44 Gavin Karlmeier

Genau, ich wollte nur sagen, am Ende ist die Tatsache, dass das Unternehmen so groß ist und so wertvoll und auch wichtig, offenbar. Gar kein Widerspruch zu meiner These oder zu meiner, zu meinem, meinem, zu meiner Meinung dazu, weil ich halt dadurch, also am Ende sind die Stakes dann ja noch higher, wenn man sagt, hey, wir gehen jetzt ins Fiddiverse. Also man geht ja am Ende sogar noch mehr Risiko ein, wenn je mehr dran hängt. Also ich finde, das kann man auf jeden Fall begrüßen und auch da, so ein bisschen wie bei Bye bye Elon. Alle, die das hier hören und sich denken, mein Unternehmen könnte, liefert auch irgendwelche digitalen Vernetzungsmöglichkeiten. Warum nicht dezentral? Was spricht dagegen?

29:21 Thomas Riedel

Ja, total. Was ich mich noch gefragt habe, vielleicht so ein bisschen als Abschluss von dem Thema, um dann auch weiterzukommen, aber das ist jetzt praktisch ein weitere Unternehmen. Das dir anbietet, wenn du dort einen Account anbietest, hast du auch automatisch einen Account im Fidiverse. Jetzt habe ich schon einen Account im Feiverse. Und zwar auf Threads und auf Mastodon und auf vielen anderen, weißt du so, und ich habe so ein bisschen das Problem, dass ich das gerne eigentlich alles irgendwann mal zusammenführen würde, weil ich brauche nicht bei jedem Unternehmen, wo ich jetzt schon einen Account habe und das dann plötzlich auch im Feediverse ist, noch einen Account. Also ich fände es eigentlich cool, wenn ich jetzt hätte bei HTC sagen können, okay, guck mal, ich habe hier schon einen Feediverse Account, lass mich den doch bitte verknüpfen. Und das hätte ich eigentlich besser gefunden. Was denkst du darüber?

30:06 Gavin Karlmeier

Ich hab das gleiche Dilemma, weil ich da. . So ging es mir mit Threads auch. Also als es mit Threads losging, dachte ich, wenn ich mir jetzt hier einen Account mache, dann habe ich zwei Accounts, die theoretisch beide über Speediverse abonniert werden können. Und das ist ein, also am Ende muss man natürlich Threads liefern und sich überlegen, wie man damit umgeht. Aber ich stimme dir zu, es wäre schön, wenn es eine Möglichkeit gäbe, einen Account in einen anderen zu mergen, also nicht einfach nur umzuziehen. Was ja bei Mastodon relativ einfach geht, du kannst von der einen Instanz zu einer anderen umziehen. Dafür muss natürlich auch die Instanz das anbieten. Also Thread speedet sowas bislang ja noch nicht an. Es wird bei Threads die Möglichkeit geben, von Threads wegzuziehen, zumindest in eine andere Instanz. Aber so eine Art, ich baue mir hier so meinen einen Top-Super-Account, am Ende liegt er auch noch auf meinem eigenen Server und alle sind happy. Das wäre natürlich perfekt.

30:58 Thomas Riedel

Ja. Aber vielleicht muss da die Community auch noch was bauen, damit man das irgendwie toll migrieren kann. Weil das Problem werden ja nicht nur wir haben, sondern das haben natürlich dann ganz viele. Und da muss dann irgendwie eine Lösung her. Und ich wäre sogar bereit, fünf Euro dafür zu bezahlen oder so.

31:13 Gavin Karlmeier

Wenn es jemand hört da draußen. Also wir haben ja hier auch schon Leute motiviert, auf mal Bluesky-Apps zu bauen. Also theoretisch ist alles möglich.

31:20 Thomas Riedel

Ja, und demnächst kann man ja auch wieder für Threads-Apps bauen.

31:24 Gavin Karlmeier

Das ist genau das nächste Thema, nämlich, denn die Threads-API ist jetzt, also The Word schreibt now, im Text später schreiben sie aber von ab Ende Juni, für alle verfügbar. Adam O'Sarri hat auch nochmal geschrieben, also es ist aber jetzt die Möglichkeit, da die Threads API zu benutzen. Sie freuen sich, dass sie heute startet. Du kannst jetzt deine Favorite Third-Party Applications nutzen, um Postings zu veröffentlichen, anderen zu antworten und Insights einzusehen. The Verge hat das Ganze mal ein bisschen zusammengefasst und hat vor allem mit Jesse Chen, das Director of Engineering von Threads, gesprochen. Und Jesse Chen sagt, die Nutzer können Beiträge über die API veröffentlichen, ihre eigenen Inhalte abrufen und unsere Funktion zur Verwaltung von Antworten nutzen. Also zu sagen, mir kann nur noch jemand antworten, wenn ich dem zurückfolge zum Beispiel. Das kann alles über die API auch festgelegt werden. Antworte auf die eigenen Beiträge abrufen, bestimmte Antworten ausblenden, freigeben oder beantworten und aber auch eben die Anzahl der Aufrufe, Likes, Antworten, Reposts und Zitate. einzusehen. Das heißt, mit dieser API wird es jetzt möglich sein, dass es auch wirklich gute, und da können wir ja in meinem Arbeitsbereich zum Beispiel, dass es gute Monitoring-Tools gibt, weil klar, veröffentlichen ist praktisch, wenn ich jetzt irgendwie mit. mit einem Tool wie wie die halt alle heißen diese Tools, du weißt schon, Basssprout beihin und mitwegen oder so. Wenn es die Möglichkeit gibt, mit allen dieser ganzen Tools oder Hootsuite die Möglichkeit gibt, dort zu veröffentlichen, das zu planen, ist das eine. Das ist aber für mich gar nicht so interessant. Viel interessanter ist ja die Retrospektive, also die Auswertung. Was kann ich alles über meine Thread erfahren. gibt es jetzt eine Möglichkeit, relativ einfach mir eine Excel-Tabelle mit all meinen Postings anzulegen, in denen ich auch Aufrufe, Likes, Kommentare, alles sehen kann. Also das, das finde ich sehr interessant, weil das ist jetzt eben möglich und ich glaube, dass diese ganzen Tools das eben früher oder später anbieten werden.

33:12 Thomas Riedel

Ich habe mich bei der, als ich das gelesen habe, habe ich mich zuallererst gefragt, hä, hoch, wieso machen die das? Also das ist ja seltsam, hätte ich irgendwie nicht erwartet. Ich hatte das gar nicht mehr auf dem Schirm. Vielleicht auch so ein bisschen aus der Historie heraus, dass diese Funktionen ja im Prinzip immer weiter eingedampft wurden oder in ihre eigenen Plattformen integriert wurden, um die Leute dann dort zu halten. Also bei Facebook, dann haben die ihr eigenes Ding da gemacht, was ja irgendwie kaum benutzbar war, was man schon öfters hier, das Slide wurde hier schon öfters geklagt. Und wir erinnern uns noch an APIs von ganz früher. Da war das ja so, da waren die Scheunentore ja komplett geöffnet für alles. Ja, da hast du einfach alles mit allem verknüpft und hast zum Schluss nur noch eine Meta-App gehabt, wo du dann Einmal gepostet hast, ich bin jetzt hier gerade beim Bier trinken und dann wurde das auf 17 Netzwerken gleichzeitig mit Bild und GPS-Signal und alles gepostet. Das war natürlich datenschutztechnisch die absolute Vollkatastrophe. Sascha Lobe und ich haben es gemacht, aber das war es dann auch.

34:11 Gavin Karlmeier

Aber es war natürlich toll für Barcans und so ein Kampf. Er hat gesagt, ich poste euch jetzt meinen Ort und da ist eine Party, kommt alle vorbei und auch bei Twitter die Adresse veröffentlicht.

34:20 Thomas Riedel

Das war seine private Wohnung damals sogar noch, was natürlich ziemlich krass war, aber ja, genau. Das habe ich ihm nachgemacht und auf meiner Webseite gab es ein Latitude-Plugin und du konntest sehen wo ich war in Echtzeit und mich hat nie jemand angesprochen. Das zeigt so ein bisschen, wie relevant das ist und wie relevant ich vielleicht auch war, aber das tolle war, ich habe dazu einen Kalender gemacht. Und in dem Kalender standen die Termine, also zur ruhigen Media, Geschichten wie zum Beispiel Twitwoch und so ein Kram. Und auf so einem Twitchwoch hat mich dann jemand angesprochen und hat gesagt. Du, du bist doch dieser Droid-Boy, ne? . Und ich so, ja, ja, wieso? Ja, wegen deinem Kalender bin ich hier. So. Und da habe ich ja dann ein Startup gegründet da draus. Und aber die Leute hatten halt auch gesehen. Ich poste das nicht einfach nur, sondern ich bin da. Und das war schon geil. Also, das fand ich irgendwie cool. Und sagen wir mal so, bei mir war so die Gefahr, dass da jetzt was Großes passiert, als Mann weiß, groß Nicht so groß, also da war ich einigermaßen safe, irgendwie das zu tun. Aber ja, es war schon irgendwie cool damals.

35:28 Gavin Karlmeier

Ja, ich verstehe den Reiz davon, aber für mich ist das trotzdem absoluter Privacy-Albtraum. Also allein die Vorstellung, dass Leute wissen, wann ich nicht in meiner Wohnung bin. Die Vorstellung, dass Leute wissen, wo ich genau wohne, wo ich mich aufhalte. wann ich im Urlaub bin und wo ich im Urlaub bin, im Zweifel auch noch mit wem ich im Urlaub bin, was wahrscheinlich relativ schnell zu rekonstruieren ist. Also Wir sind, glaube ich, auch als Mediengesellschaft inzwischen einfach deutlich weiter und wissen auch, dass wir da ein bisschen Acht geben müssen aus vielen Gründen und Geschichten. Aber mir zieht sich der Bauch zusammen, wenn ich mir vorstelle, dass mein Standort öffentlich ist. Ich will das nicht. Also ich kenne sogar, ich habe viele Kollegen. Und ich selber versuche, das manchmal auch umzusetzen, nicht immer gelingt es mir, dass man nur noch Solatagram macht, also dass man nur noch Orte im Internet zeigt, wenn man diesen Ort schon wieder verlassen hat. um eben nicht so ein einfaches Bewegungsprofil erstellen zu lassen durch Doxing. Und das Risiko ist, und da sind wir mal ganz ehrlich, natürlich überschaubar, vor allem für jemanden wie mich, der jetzt A nicht massiv in politischer Recherche aktiv ist oder im Aktivismus sogar aktiv wäre, der B wirklich eine überschaubare Reichweite hat und trotzdem fühlt es sich für mich schon gruselig an. Und es reicht ja schon, dass mir eine Person folgt, die ich gar nicht persönlich kenne oder der ich vielleicht auch anders als ich glaube vielleicht gar nicht vertrauen kann, weißt du? Bist du noch da? Ja, total.

36:58 Thomas Riedel

Also die professionellen Diebe und so haben sich ja da auch professionalisiert und die Die Profis haben sich professionalisiert und wissen dann natürlich auch, okay, der Typ ist nicht zu Hause, wir können da einsteigen. Es ist schon klar, hat sich natürlich alles komplett geändert. Und damals war das halt cool, weil da konnte man noch Quatsch machen, aber für heute ist natürlich was völlig anderes. Aber umso erstaunlicher ist es sozusagen, dass sie da jetzt wieder ein bisschen mehr die Tür aufmachen. und etwas anbieten, was wir ja eigentlich von X gewohnt bzw. von Twitter gewohnt waren und das natürlich auch eifrig genutzt haben. Also der zweite Gedanke war dann bei mir, dass ich dachte, ach cool, Worauf die jetzt eigentlich Bock haben, und das machen sie jetzt hier eigentlich auch, glaube ich, ist wieder so eine Third-Party, so ein Third-Party-Ökosystem aufbauen, um Sozusagen das Ökosystem zu pflegen, um das Ganze zu professionalisieren und natürlich auch längerfristig gesehen, um da vielleicht auch Werbung schalten zu können. Ja, also das ist ein bisschen das Geschäftsmodell von Meta. Ein kleines bisschen. Also sehe ich schon eine Strategie dahinter und ja, fand ich dann interessant.

38:03 Gavin Karlmeier

Ja, wobei ich glaube, es gibt ja so einen kleinen, also auf der einen Seite ist das natürlich Playbook, gelerntes Playbook. Twitter hat das ja auch mal sehr, sehr, sehr, sehr offen erlaubt und dann als sie groß waren und eigentlich die ganzen Power-User alle hatten, langsam sukzessive wieder eingedampft. Bei Facebook ging das früher auch. Es gibt bis heute Third-Party-Tools für Facebook, aber. längst nicht mehr so tiefgreifend und umfangreich, wie das früher mal der Fall war, durch die jeweiligen API-Einschränkungen. . Also ich glaube, dass du, dass sie das natürlich machen, um Die Power User zu motivieren, um auch Unternehmen zu begeistern und zu sagen: Hey, ihr könnt jetzt alles automatisieren und auswerten und super und prima. Die Frage ist tatsächlich, ob das in drei Jahren noch alles so möglich ist. Da bin ich wirklich sehr, sehr, sehr gespannt. Aber ich freue mich erstmal, dass es diese Möglichkeit jetzt gibt und ich habe vor allem Bock, jetzt das erste Mal irgendwie eine professionelle Threats-Account-Auswertung zu machen. Also wenn da draußen irgendwelche Unternehmen sind. Die sagen, hey Gavin, analysier mal, schreibt mir gerne, ich freue mich. Weil das würde ich halt jetzt wirklich mir sehr gerne mal ein bisschen drauf schaffen und ausprobieren.

39:02 Thomas Riedel

Macht der Antrag. Ja, Cory Doctoro würde an der Stelle sagen, Verzeihung, Cory Doctor würde an der Stelle sagen, ja gut, was sie jetzt halt machen ist. Erstmal wieder alle einladen, ja und wenn alle da sind, und wenn das Netzwerk richtig schön floriert, dann kann die Phase der End Cheatification anfangen und wir quetschen das Netzwerk aus.

39:20 Gavin Karlmeier

Ganz genau, und das ist so ein bisschen.

39:21 Thomas Riedel

Also wenn man jetzt da negativ drauf schauen wollte, ne?

39:23 Gavin Karlmeier

Ich bin genau auf dieser Linie. Aber solange es noch nicht entschädifiziert ist, haben wir ein deutsches Wort eigentlich damals dafür gefragt.

39:33 Thomas Riedel

Sollen wir mal eine Vorhersage machen? Wann das passiert? Ja, wir können ja mal sozusagen ein bisschen ins Blaue schießen und sagen, okay, wie lange könnte es jetzt dauern, bis das Netzwerk groß ist und ab wann beginnt die Endchertification? Dann können wir uns selber überprüfen später, was ich super spannend finde.

39:50 Gavin Karlmeier

Okay, lass uns einen überschaubaren Zeitraum nehmen, damit es nicht ausfranst. Was glaubst du, wo sind wir Ende des Jahres mit zweit?

39:58 Thomas Riedel

Hm, Ende des Jahres. Da sind wir auf jeden Fall, also da bewegt sich Threads ja jetzt auch schon hin, wenn man das sich anguckt, wie zum Beispiel so ein einfacher Tweet bei mir voll abgeht. Post, Entschuldigung. Ich würde sagen, Ende des Jahres ist Threads bereits das Mikro-Messaging-Netzwerk und wird mindestens paar auf sein mit X.

40:21 Gavin Karlmeier

Das finde ich interessant. Also ich tue mich super schwer mit solchen Prognosen natürlich. Aber ich mag die These. Ich glaube, Ende des Jahres und ich glaube, zur US-Wahl werden wir es erleben. dass Threads es irgendwie geschafft hat, dass du in Echtzeitlagen das auch auf Threads begleiten kannst. Weil das auf Eggs immer uncooler wird und auf Threads immer einfacher. Also ich glaube, wir haben da so gegenläufige Kurven gerade und die eine wird irgendwann über die andere springen. Ob das mit den NutzerInnen-Zahlen auch so der Fall ist, bin ich mir nicht sicher. Aber ich teile die Einschätzung ein bisschen, dass man Threads noch nicht aufgeben sollte.

40:56 Thomas Riedel

Ja. Und dann glaube ich, wird es so zwei Jahre dauern, bis dann die End-Chatification anfängt.

41:02 Gavin Karlmeier

Das will das nicht. Da reden wir in dem Jahr drüber. Okay. Du hast ein nächstes angenehmes Thema noch. Ein bisschen schon, ja. Aus Österreich kommt es. Ich habe als Überschrift reingeschrieben Wer in Shitstorms reinscheißt, könnte Bußgelder bezahlen. Und zwar ist es so, dass es dort die Geschichte eines Polizisten gibt in Österreich, der angeblich, so wurde es zumindest über Facebook verbreitet, einen 82-Jährigen zu Boden gerissen und dann stundenlang verhört haben soll. Weil er auf einer Corona-Demonstration als Corona-Leugner dort in Erscheinung getreten sei. Es gibt aber keinen Hinweis darauf, dass es tatsächlich passiert ist. Und ihn hat das aber so beschäftigt, diesen Polizisten. Dass er versucht hat, Anzeige zu erstatten. Und tatsächlich ist es passiert, im Rahmen dieser Ermittlungen der Polizei konnten 406 Personen ausfindig gemacht werden, die sich an einem an einem Shitstorm beteiligt haben, in dem sie unter Kommentar, äh, unter einem Post in den Kommentaren Beleidigungen gepostet haben. Und einer dieser Menschen, die darunter eben kommentiert haben, diese Person wurde verklagt. Und tatsächlich hat der Oberste Gerichtshof in Österreich da jetzt ein Urteil gesprochen und sagt, dadurch, dass der Beschuldigte das Posting geteilt hat, Hat er in Kauf genommen, ein Bild des Klägers ohne Prüfung auf den Wahrheitsgehalt in Umlauf zu bringen und muss deswegen jetzt 3000 Euro Strafe zahlen. Da wurde auch ein Verfassungsrichter, die Tagesschau hat dazu ein Zitat von Michael Rami, ein Verfassungsrichter. Der sagt, wenn man Inhaber eines Profils ist auf Facebook, Instagram, TikTok, dann haftet man für den Inhalt, den man dort verbreitet. Wenn jemand blind fremde Inhalte teilt oder weiterverbreitet, mit denen die Rechte eines anderen verletzt werden, dann haftet man. Und wenn man Pech hat, haftet man sogar für den gesamten immateriellen Schaden, der aus dem Shitstorm entstanden ist. Ich finde, das ist ein wahnsinnig tatsächlich. positives Urteil, weil das sagt, ey, nur weil jemand jetzt gerade über dich Mist verbreitet, heißt es nicht, dass du nichts dagegen in der Hand hast und nichts tun kann. Und noch weiter, dass du nicht darauf angewiesen bist, dass dieses Ich melde das Ding bei Facebook dass das irgendetwas irgendwelche Folgen hat. Du kannst auch tatsächlich klassische rechtliche Folgen, rechtliche Möglichkeiten in Anspruch nehmen. Die in unserer Demokratie genau deswegen ja auch existieren. Also dafür leben wir ja in einer Demokratie. Und um jetzt so eine richtige Plattitüde rauszuholen: das Internet, auch Facebook und auch andere Netzwerke sind kein rechtsfreier Raum.

43:31 Thomas Riedel

Sie sind leider nicht rechtsfrei und leider aber auch keine. . also sie sind auch Gott sei Dank nicht rechtsfrei.

43:36 Gavin Karlmeier

Ja, ich glaube, es ist schon ein bisschen. Sehr, sehr kompliziert.

43:42 Thomas Riedel

Ja, nee, das ist ein schönes Urteil, wo man auch sieht, man kann das bewegen. Für mich wirkt das irgendwie sehr wenig, 3000 Euro. Ich hätte das ja nochmal nach mal 406 irgendwie multipliziert oder so, um auch irgendwie mitzuteilen, guck mal, das ist deine Wirkung Aber ich glaube, das steht so nicht im Gesetz und ich glaube, das ist auch Quatsch. Aber ja, da haben dann auch Personen einfach, also das ist ja dann auch die Menge der Leute, die da auch mobilisiert wurden, ist ja auch einfach krass dann.

44:11 Gavin Karlmeier

Ja, das ist so. Und jetzt würde ich dich mitnehmen in eine Rubrik, die hier zum gehört quasi zu uns wie Ich weiß auch nicht, ich drücke den Knopf an.

44:24 Thomas Riedel

Wieder Name an der Tür. Funktionen und Emotionen.

44:35 Gavin Karlmeier

Hast du mitgetutet?

44:37 Thomas Riedel

Ich hab so versucht, ein bisschen das Herz drüber so eine Zweitstimme zur Begleitung zu machen.

44:42 Gavin Karlmeier

Der Hakenran-Corps. Clubhouse ist unsere erste Meldung heute. Clubhouse arbeitet an einem Feature, dass du Sprachnachrichten, die du mit Clubhouse aufnimmst, auch hands-free aufnehmen kannst. Ich dachte, vielleicht löst das irgendwas aus. What? Wie Hands-Free?

45:00 Thomas Riedel

Das konnte ich doch schon immer, oder? Ich drück einen Knopf und dann.

45:02 Gavin Karlmeier

Es gibt jetzt also die Möglichkeit, dass der nicht synchronen, unsynchronen Kommunikation. Also du kannst dort Nachrichten verschicken und Sprachnachrichten bei Klapp aus. Die haben sich ein bisschen neu erfunden.

45:14 Thomas Riedel

Oh, art. Also das mobilisiert bestimmt auch wieder neue Investoren. Großartig. Ah, da schlage ich wieder sofort ein. Klasse Feature. Ich bin dabei.

45:23 Gavin Karlmeier

Bei YouTube gibt es eine neue Funktion. YouTube wird ZuschauerInnen bald darum bitten, Videos mit Kontext zu versehen. Die Mitwirkenden können dann auf YouTube Anmerkungen machen, um zu klären, ob es sich bei dem Video einem um eine Parodie handelt oder ob es Material enthält. Dass fälschlicherweise als aktuelles Ereignis dargestellt wird. Eine Funktion, die wir vielleicht kennen, oder, Thomas?

45:44 Thomas Riedel

Das wirkt auf mich wie so Crowdsourcing-Kram von vor zehn Jahren irgendwie.

45:48 Gavin Karlmeier

Es ist halt exakt die exche Community-Note. Also so wie wir auf Twitter mittlerweile diese Community-Note haben, dieses Feature kommt also jetzt nach YouTube.

45:59 Thomas Riedel

Okay, da habe ich Magenverstimmung akute, weil immer wenn irgendetwas von X kopiert wird, das ist dann so wie jemand traut sich Jehova zu schreien und alle anderen schreien dann auch mit Jehova, so ne das ist so Nee, mach das doch nicht. Also mach's cooler oder mach's anders oder so. Aber ja, mich hat das daran erinnert, so an vor zehn Jahren oder so, oder vielleicht 15, als wir alle angefangen haben, Crowdsourcing zu machen. um Sachen festzustellen, irgendwie, weil die mm, weil die Intelligenz der Masse ja besser ist als die des Einzelnen oder so. ist auch immer so der Versuch, die Verantwortung abzuschieben, irgendwas nicht moderieren zu müssen. Und ich bin ja der Ansicht, da sind wir, wir müssten die eigentlich noch viel härter rannehmen, alle Netzwerke. Müssen da viel härter noch moderieren und müssen auch ganz anders reguliert werden, eigentlich. Von dem her, ja, nehme ich zur Kenntnis, finde es aber eigentlich nicht so cool. Und dann aber wiederum, hm, ich freue mich natürlich schon, wenn Leute mitreden können, ne? Aber ja.

47:03 Gavin Karlmeier

Durch gemischt Gefühle. Ja, verstehe ich. Ich habe sehr klare Emotionen. Ich finde das ehrlicherweise super, wenn es gut gemacht ist. Also ich habe ja damals schon, als die Community Notes bei X eingeführt wurden, gesagt, ich will das eigentlich überall im Internet haben. Ich will das in allen sozialen Netzwerken, überall, wo es User-Generated Content ist. Finde ich das toll, wenn es die Möglichkeit gibt, ein nicht rein abstimmungsbasiertes Tool. Das reicht nicht. Es braucht eine Art Einstufung oder Kategorisierung. des Wertes der jeweiligen Stimmen, also nicht jede Stimme ist ja da gleich aussagekräftig. Wenn ich jetzt abstimmen darf darüber, ob irgendeine Meldungen über italienische Lokalpolitik, ob die richtig ist oder nicht, dann funktioniert das natürlich nicht, weil da kenne ich mich nicht aus. Das weiß das Netzwerk aber im Zweifel auch, weil das Netzwerk sehr, sehr viel über mich weiß und das Profil sagt, naja, also Er hat noch nie was aus Italien gepostet, weißt du? Also es könnten ja durchaus solche Hinweise geben. Das allein wäre übrigens kein nicht ausreichend. Das war nur ein Beispiel, um das kurz dazu zu sagen. Was ich sagen möchte. Ich finde das aber sehr gut, weil die Community Nodes als Idee, die ja auch schon aus der Pre-Mask-Ära stammen. oftmals auch sehr hilfreich und sehr sinnvoll sind und das aber ausgerechnet bei YouTube, einem Netzwerk, in dem ja Desinformationen zu Hause auch sind Finde ich sehr, sehr, sehr, sehr gut. Also ich begrüße das sehr. Ich habe natürlich auch, und das ist, glaube ich, auch das, woher deine schlechten Emotionen rühren oder deine Sorge. Ich habe natürlich auch Angst, dass das ein Einfallstor für weitere Desinformationen sein könnte. Und da hoffe ich einfach, dass YouTube sich sehr gut überlegt hat, dieses Feature gut zu bauen. Aber erstmal möchte ich das begrüßen.

48:44 Thomas Riedel

Mich hat das jetzt am zweiten Weg, als du das so ein bisschen erzählt hast, tatsächlich an die Wikipedia-Diskussionskultur so ein bisschen erinnert, wo es ja auch darum geht, dass wir. in der Diskussionsspalte auf Wikipedia darüber diskutieren, ist das relevant oder nicht, sind das Informationen, wo kommen die her? Ist das irgendwie gültig? Sind das Informationen, die relevant sind und so? Und das hat auf Wikipedia funktioniert? Zu einem gewissen Grad. Also auch das kann man ein Stück weit kritisieren, aber erstmal kann man behaupten, dass Wikipedia durchaus funktional ist und da auch eigentlich ein tolles Beispiel dafür ist, was rauskommen kann, wenn Community an Themen arbeiten. Und ja, wenn sie das nicht so ähnlich machen, vielleicht nicht ganz so unsexy Design wie auf Wikipedia und nicht so kompliziert machen, sondern das dann eben auf Google Art gut design und so. Ja, also jetzt, wo du so sagst, ich würde es mir gerne mal anschauen, also Ich habe da ja Hoffnung, dass das dann vielleicht doch noch was werden könnte, aber muss gut gebaut werden.

49:44 Gavin Karlmeier

Ja, so ist es. Bei X gibt es jetzt die Möglichkeit, deine Berufserfahrungen und deine Expanded Biography, also wenn du ein Premium-Nutzer bist, auch am Desktop hinzuzufügen.

50:00 Thomas Riedel

Ja, okay, die Linkifizierung von X, das wird das Netzwerk garantiert retten, bin ich mir total sicher. Also ich. Es könnte nichts egaler für mich sein auf dieser Welt, wie noch irgendwelche Features, die versuchen, Eggs zu retten. I don't care, really don't care.

50:15 Gavin Karlmeier

Bei Blue Sky haben wir ja darüber gesprochen, dass es neue Thread-Features gibt. Also mehreren Postings bei Blue Sky. Und eins von denen wurde jetzt ausgerollt und ist, finde ich, also ist fantastisch. Du kannst sperrend, dass zwischen deinen Postings Kommentare gesetzt werden. Also dass nur der letzte Post deines Threads kommentiert werden kann.

50:39 Thomas Riedel

Das ist richtig geil. Also, das nervt ja auch manchmal, dass du dich so durchklicken musst. Und dann hast du praktisch alles gesammelt unten. Gerade bei langen Threads ist das, glaube ich, echt toll. verhindert natürlich so ein bisschen die Möglichkeit, dass jemand zwischendurch noch irgendwie was Mansplaint oder so. Das ist natürlich dann schade. Dann bichern raus, sozusagen.

51:01 Gavin Karlmeier

Oh je. Aber grundsätzlich geile Idee. Ja, finde ich auch. Und jetzt das letzte, und ich hoffe, dass du da so viele Emotionen hast wie ich. Und zwar, WhatsApp lässt dich jetzt die HD-Qualität für Bilder und Videos als Default setzen.

51:18 Thomas Riedel

Also ich habe das schon gefeiert, als sie überhaupt diese HD-Funktion eingeführt haben. Umso mehr, wenn sie das auch als Standard, wenn sich das als Standard setzen lässt. Also, ich bin ein Fan von lieber zu vielen Features als zu wenig. weil man muss nichts runterdumpen, sondern das finde ich gut, mag ich sehr, finde ich klasse. Es ist genauso ein richtiges schönes Komfort-Feature, wie wir es unbedingt haben sollten in einer modernen App.

51:42 Gavin Karlmeier

Ich finde auch, es ist nicht mehr zeitgemäß und da bin ich mal gern, also da habe ich so richtig doll Emotionen. Es kann nicht wahr sein, dass wir im Jahr 2024 einen Messaging-Dienst nutzen, bei dem immer noch Bilder massiv runterkomprimiert werden. Weißt du, also dann mach es doch so, dass du eine runterkomprimierte Version bekommst, wenn du schlechtes Internet hast. Also das könnte ja alles auch smart gelöst werden. Oder dass du dich beim Runterladen auch entscheidest. Oder dass du dir aussuchst, möchte ich alle Bilder als HD oder SD herunterladen oder Low Quality. Also dass das alles, dass nicht der Server entscheidet, dieses Bild will ich gar nicht in großer Qualität haben. Das kann nicht wahr sein. Es kann nicht sein, dass ich Leuten, die ich kenne, Bilder per iMessage schicken muss oder per anderen Diensten oder per E-Mail, weil ich ihnen per WhatsApp das Bild nicht zukommen lassen kann, weil das dann bei den Aussieht. Das geht nicht. Da bin ich so, da das macht mich so wütend. Ja.

52:37 Thomas Riedel

Ich meine, mittlerweile gab es ja diese Möglichkeit, das anzuklicken, dass es dann in HD hochgeladen wird. Das ist aber immer noch nicht die Originalgröße.

52:46 Gavin Karlmeier

Das muss man ja auch dazu sagen. Erstens das und zweitens macht das ja auch sonst niemand. Also, das muss man immer allen dazu sagen. Kannst du mir das bitte in HD schicken? Weil Defaults matter. Das ist hier der Satz, den hat Pip Glöckner hereingebracht. Und es ist einfach genauso die Folz. Ich hab aber noch ein Gegenargument.

53:02 Thomas Riedel

Bitte. Das Thema, das kommt ja nicht so oft zur Sprache, aber ich halte es eigentlich für ganz wichtig, wo wir ja auch gerade so in. Größen sprechen bei WhatsApp, die ja durchaus relevant sind. Also ich würde mal behaupten, die allermeisten Leute schicken ja in so Gruppen, Familiengruppen oder geheime Gruppen Sachen. Die ja dann, also da ist es gar nicht mal so wichtig, dass das in HD ist. Also für uns Profis, wenn wir uns Sachen zuschicken, damit wir mit weiterarbeiten, okay. Aber für die allermeisten Leute, wenn die irgendwie ihre Katzenvideos schicken oder Essensfotos oder so, wie zum Beispiel meiner privaten Familiengruppe oder so, Dann spielt das gar keine Rolle. Und dann glaube ich tatsächlich, könnte die unterschiedliche Größe einen Einfluss auf die Nachhaltigkeit des Produktes haben, weil das ja durchaus bei WhatsApp Billionen von Messages sind. Und da glaube ich tatsächlich, sollten sie niemals HD als Standardstandard machen, sondern SD. Aber deswegen die Notwendigkeit für ein Feature, um das HD als Standard zu setzen für Leute wie dich oder mich, die das tatsächlich brauchen. Weil ich glaube, der CO2-Fußabdruck, der vervierfacht sich damit, weil du hast ja nicht nur doppelt so viel, sondern vierfach viele Pixel. Und ich glaube, das ist tatsächlich so aus dem ökologischen Punkt, bin ich, glaube ich, dafür, das auf SD-standardmäßig zu lassen.

54:22 Gavin Karlmeier

Verstehe ich das Argument. Man muss auch dazu sagen, dass natürlich für die meisten Leute auch Datenvolumen eine Rolle spielen. Also die haben nicht alle, nicht alle haben. unbegrenztes Datenvolumen und genau viele brauchen das noch nicht, finde das auch legitim. Ich will ja nur sagen, wenn es einen Anlass dazu gibt, also Ich finde, dass ich möchte die Möglichkeit einfach haben, dass ich das nicht jedes Mal einstellen und dazu sagen muss, sondern dass es durchaus einen Grund gibt, dass es Klar, auch ich weiß, das Hauptargument wird sein, ihr einfach mündet zu seiner WhatsApp. Ja, stimmt, klar, muss ich nicht, aber man ist da immer so ein bisschen auf die anderen angewiesen. Alle Leute wissen, dass sie mich eh über alle Messenger erreichen. Ja, ich bin fertig mit meinem Rand.

55:06 Thomas Riedel

Ja, total. Also das Absurde ist ja auch, dass dieses HD-Feature kein Jahr alt ist oder so, ne?

55:12 Gavin Karlmeier

Ja, das würde ich auch sagen. Das ist relativ neu.

55:16 Thomas Riedel

Also, das ist ja krass, ne? Die WhatsApp selber ist doch zehn Jahre alt. Und das HD, also noch nicht mal 4K oder so, sondern.

55:25 Gavin Karlmeier

Aber ist es denn so, dass sie nur in 1080 kommen, wenn du HD auswählst? Ich glaube, die sind dann in hoher Qualität. Ich glaube, dass der Begriff HD da irreführend ist in der App. Aber Bing mir nicht.

55:33 Thomas Riedel

Genau, es kann auch, ja. Müsste man auch nochmal gucken, wie viele Pixel es eigentlich sind. Aber sie sehen auf jeden Fall schon mal schöner aus und vielleicht ist einfach auch der Algorithmus, der verwendet wird, so, dass es besser ist.

55:45 Gavin Karlmeier

Ja. So. Thomas, vielen lieben Dank, dass du heute da warst. Wir haben uns ein bisschen verquatscht heute, aber das darf ja auch mal sein an so einem ruhigen, verregneten Mittwochmorgen. Und ich wünsche dir jetzt. Strommorgen. Bitte. Sturm. Sturm. An einem grühigen stürmischen Morgen. Ich wünsche dir einen ganz wundervollen Mittwoch. Allen lieben Hakis da draußen auch Wir hören uns hier am Freitag wieder und dann springen wir quasi direkt von VR und XR zu KI. Dann nehme ich mit Gregor Schmalzried vom KI Podcast. Also wir bleiben, wir haben eine Nerd-Woche. Ist auch mal ganz schön. Vielen Dank, lieber Thomas, und einen schönen Mittwoch dir.

56:26 Thomas Riedel

Dankeschön.

56:26 Speaker 4

Dankeschön, dass ich da sein durfte. Und ich freue mich schon auf den KI-Podcast.