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Folge 304 · 12. Juli 2024 · 44 Min.

Abfindung kommt von “sich damit abfinden”

mit Roland Hindl

Die große Show der Blickwinkel: Ein neuer Blickwinkel auf die X-Nutzungszahlen (FT hat die Wachstumsbrille aufgesetzt), ein Blickwinkel auf die Frage, warum Instagram sich so gegen lange Videoformat sträubt und ein Blick in die Lebensrealität der Menschen zwischen 40 und 49.

➡️ @subwaytakes über Vertical Video: https://www.instagram.com/subwaytakes/reel/CqQVOUcD1Lf/

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Roland. Servus Gavin. Oh, jetzt wird der Dialekt da. Du bist Roland Hindel, du arbeitest beim Bayerischen Rundfunk als Teamlead Social Media BR24 und Koordinator der Drittplattform. Habe ich es diesmal richtig gemacht, ad hoc?

00:23 Roland Hindl

Ja, völlig richtig. Also Koordinator der Drittplattformen darf ich immer in die Signatur reinkritzeln.

00:28 Gavin Karlmeier

Ich habe nochmal extra in die letzte Folge, wo du da was reingehört, um zu gucken, der sich auch keinen Fehler macht diesmal. Es gibt Leute, bei denen kriege ich es einfach nicht hin. Also bei Thorsten Weg zum Beispiel. Ich versuche es jedes Mal, das richtig zu sagen, weil da so viele Rollen aufeinandertreffen. Da ist dann irgendwie heise Medien und heise Online und die CT und so. Und das ist ja hier am Ende das Nest, in dem dieser Podcast dir wächst. Das werde ich irgendwann auch noch lernen. Bei dir habe ich jetzt ad hoc richtig geschafft. Yes. Ja. Sitzt du, äh, sitzt du temperaturmäßig in weiter im Süden als ich? Ist es bei dir erträglich oder ist es unzumutbar?

01:06 Roland Hindl

Also, gestern hätte ich, glaube ich, die Folge nicht aufnehmen können. Heute geht's. Es hat geringert, es ist kühler und ich bin heute tatsächlich im Homeoffice.

01:14 Gavin Karlmeier

Also, wenn du dir die Folge von Mittwoch anhörst, muss ich sagen, ich hätte die auch nicht aufnehmen können. Temperaturmäßig. Ein bisschen Lermote. Steigen wir ein. Ich habe ein bisschen Housekeeping zum Anfang. dem mitgebracht. Und zwar zum einen habe ich letzte Mal hier darüber geschwadroniert. Und also ich sag mal so. Bei keinem Thema ever habe ich so viele Zuschriften bekommen, glaube ich, wie bei diesem. Und zwar geht es darum, dass ich gesagt habe, mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neuen Planeten. dass das ja nicht mehr funktioniert, seitdem Pluto kein Planet mehr ist, weil sowohl das P für Planeten, der Pluto, wegfällt, als auch die Zahl 9 jetzt weg ist. Und es gibt ein Update dieses Satzes. Vielen Dank an alle, die ihn mir geschickt haben. Ich habe ihn mir gekopy-pastet von Henning aus dem Discord. Kommt alle in den Discord, hakendrann. org. Aber ich habe auch über alle anderen Kanäle mehrere Nachrichten dazu bekommen. Der neue Spruch lautet, mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel. Den muss ich jetzt auch noch lernen. Ich bin mir da nicht so sicher, ob das so funktioniert. Also ich weiß nicht, sind alle acht Planeten mit bloßem Auge erkennbar im Nachthimmel? Ja, da freue ich mich schon auf die Nachrichten an diesem Wochenende. Da gab es doch so eine schöne App, mit der man die ganzen Sternenbilder dann auch irgendwie heißt sie. Dann haben wir über den DSA in der vorletzten Folge gesprochen und darüber, dass ja jetzt ein Verfahren gegen X eingeleitet wird, das das erste Mal tatsächlich dazu führen könnte, aber es gibt mehrere Verfahren gelaufen, aber das ist eins, das sehr. weit vorangeschritten ist, also da ist man schon sehr deutlich in den Drohungen geworden, also DSA, das EU-Regulierungspaket der Digital Services Act. . . der gegen die Verbreitung von Desinformationen auf der Plattform X beispielsweise vorgehen möchte oder die Exekutive in dem Fall. Und Wir haben darüber gesprochen, wie eigentlich die Frist für so ein Verfahren ist. Und das Interessante ist, dass bislang, da gibt es keine. Also der DSA sieht keine gesetzliche Frist. für die Beendigung des förmlichen Verfahrens vor, schreibt Koffy Hollig im Discord und schreibt weiter, die Dauer einer einhergehenden Untersuchung hängt von einer Reihe von Faktoren ab, unter anderem von der Komplexität des Falls, dem Der Komplexität des Falls, das habe ich mir, glaube ich, doppelt kopiert, dem Ausmaß der Zusammenarbeit des betroffenen Unternehmens mit der Kommission und der Ausübung der Rechte der Verteidigung. Das sind so die Dinge, die so ein bisschen die Frist offenbar verändern können. Falls du dich das auch gefragt hast.

03:45 Roland Hindl

Ja, zum einen natürlich wären harte Fristen, glaube ich, für solche Verfahren. würden es wahrscheinlich einfacher machen oder hätten einen gewissen Vorteil, weil man dann natürlich auch eine Zeithorizont hat. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch ein gutes Hintertürchen und ein Ja, diese Komplexität war ein langer Tag heute. Entsprechend abzudecken.

04:06 Gavin Karlmeier

Ja, das auf jeden Fall. Und wie irgendjemand in dem Discord-Chat dann auch angemerkt hat, was ich schlau. fand, war, das ist ein relativ neues Gesetz. . Wenn man sich da eigene Umsetzungen dieses Gesetzes mit zu engen Fristen selber versauen würde, Würde man das ganze Gesetz damit torpedieren. Das heißt, von vornherein zu sagen, wir wissen nicht, wie lange es braucht, aber wir regulieren das jetzt, finde ich, ist da eine nachvollziehbare Entscheidung nach meinem MS-

04:34 Roland Hindl

Ja. Ja. Weißt du, ob dann auch weißt du, ob dann auch irgendwie dann zumindest irgendwann gesagt wird: Okay, gut, wir setzen uns dann irgendwann mal in Zeitform XY. Die Entscheidung, dass wir uns Fürsten geben?

04:51 Gavin Karlmeier

Weiß ich nicht. Ich gehe aber davon aus, dass du irgendwann lest ja mit Veröffentlichung dieser Folge im Housekeeping Channel im Haken drin Discord. Und es gibt ein Housekeeping, das hat also eine kleine unbedeutende Seite namens Financial Times hat Haken dran gehouskeep, ohne es zu wissen. Und zwar haben wir ja in der letzten Episode über die X-Zahlen gesprochen. Also X hatte Nutzungszahlen veröffentlicht aus dem zweiten Quartal 2024 und hat gesagt, wir haben 570 Millionen monatlich aktive NutzerInnen. And Alice is besser gewonnen, all the Zion waxen rasant. So the Financial Times had about another laser at these. X leidet unter einem stagnierenden NutzerInnen Wachstum, da der Eigentümer der Social Media Plattform Elon Musk das Publikum spaltet und die Plattform durch den Aufstieg der konkurrierenden Meta-Plattform Threads neue Konkurrenz bekommt. In bisher unveröffentlichten Zahlen gab X bekannt, dass die Zahl der weltweit täglich aktiven Nutzer im zweiten Quartal dieses Jahres bei 251 Millionen lag, was ein Anstieg von 1,6 Prozent Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Dies steht im Gegensatz zu dem zweistelligen Wachstum in den Jahren vor der Übernahme durch Maske, der das börsennotierte Unternehmen In die Hände namen und so weiter und so weiter. Das heißt, was Financial Crimes hier anwendet, ist die Überlegung, ja, okay, die Zahlen sind zwar gewachsen Aber in welchem Ausmaß sind sie gewachsen? Und zwar früher immer zweistellig, jetzt nur noch um 1,6 Prozent. Das heißt, Ex wächst offenbar so langsam wie nie zuvor. Und das ist dann eine Lesart, die tatsächlich sagt, die Zahlen sind nicht zwangsläufig besser geworden, auch wenn sie in absoluten Werten gestiegen zu sein scheinen. Finde ich eine sehr interessante Perspektive darauf. Ich will auch nicht jetzt der Typ sein, der so nach dem H in der Suppe suchen lässt, aber muss man, glaube ich, der Vollständigkeit halber zumindest mal dazu erwähnen.

06:38 Roland Hindl

Ja, vor allem wenn es so ein dicker Zopf ist und nicht nur ein kleines Haar.

06:45 Gavin Karlmeier

Wir bleiben heute Metaphernstark. Vor allem bleiben wir aber bei Elon Musks Ex. Metapher dran. Metapher drin, das Germanisten-Update. Hast du auch Germanistik studiert, Roland?

07:01 Roland Hindl

Nein, nein, nein. Ich bin tatsächlich in Journalistik gelandet.

07:04 Gavin Karlmeier

Ach, ach, du bist so ein Meta, Meta-Journalist quasi.

07:11 Roland Hindl

Nicht über die Journalistenschule in München, es gab so einen zweiten Zweig. Da musste man mindestens ein einjähriges Volontärspraktikum vorweisen und dann bin ich da quasi auch in diesen Anderen Zweigen reingeraten. Kommunikationswissenschaften, Politik, Soziologie, so das habe ich zu Ende studiert. Ja, tatsächlich. Ich weiß nicht wie. Gerade die Diplomarbeit, die letzte Nacht, spüre ich heute noch in meinen Unterarmen. Hat sich auch nicht so gelohnt. Aber. Aber zumindest irgendwie den Abschluss habe ich mir irgendwie nicht ergaunert. Ich habe zumindest das Zeugnis.

07:54 Gavin Karlmeier

Ich finde, ich hätte dich nicht auf viel älter als mich eingeschätzt, aber dass du noch ein Diplom geschrieben hast, beeindruckt mich dann doch.

08:03 Roland Hindl

Ja, ich habe tatsächlich noch ein paar Jährchen mehr, glaube ich, auf dem Buckel.

08:09 Gavin Karlmeier

Da reden wir nicht drüber. Wir wollten doch gerade eh über Elon Musk sprechen. Und zwar gibt es ja eine Geschichte um Vorrichten. geht es um die Geschichte gekündigter Twitter-MitarbeiterInnen. Insgesamt gibt es 6500 eine Zahl und die alle, oder viele von ihnen zumindest, haben ein Interesse an Abfindungszahlungen, weil sie vor Ende ihres Vertrages entlassen wurden. Ein Fall, der vor Gericht gelandet ist, wir wissen, es gibt mehrere laufende Verfahren, es gibt diesen Schlichtungsfall, zu dem es noch keine öffentlichen Informationen gibt, aber bei dem eine Anzahl von Mitarbeitenden, ehemaligen Mitarbeitenden eine Schlichtung erwirkt hat. Und es gibt aber auch einen anderen Fall, bei dem mehrere Mitarbeiter versucht haben, das sich einzuklagen. Und zwar haben sie dabei auf einen gewissen Act, also auf ein amerikanisches Gesetz versucht sich zu beziehen, mit dem Namen ERESA. ERESA bedeutet Employee Retirement Income Security Act und das ist so ein Gesetz, das so eine Art Sozialleistungssicherheit für Mitarbeitenden Unternehmen gewährleisten soll in den USA. Und sie haben versucht, X genau mit diesem Ding zu kriegen und zu sagen, dass die Abfindungszahlungen, die ihnen zustehen, eigentlich eine Frage der sozialen Gerechtigkeit ist. sei und haben deswegen versucht, 500 Millionen Dollar insgesamt zu erwirken, weil sie in ihrer Klage versucht haben, für 6000 entlassene Mitarbeitende diese Abfindung zu erstreiten. Es ist so, dass die US-Bezirksrichterin Trina Thompson gesagt hat, dass die Fakten, die vorliegen, nicht ausreichen, um zu erkennen, dass diese Abfindungszahlungen und der Plan, den Ex geschrieben hat, dass der ein RISA Relevanter Abfindungsplan sei und hat deswegen diese Klage abgelehnt. Das bedeutet, Elon Musk ist hier um die 500 Millionen US-Dollar-Zahlung herumgekommen. Leider sind aber damit die ehemaligen Twitter-Mitarbeitenden jetzt auch um ihre Abfindung geprellt worden, weil es hier jetzt eine Richtlinie gibt, die sagen, na zumindest nach diesem Gesetz War das keine Abfindung, die euch zusteht? Was ein herber Rückschlag ist für Leute, die halt seit zwei Jahren versuchen, irgendwie an ein bisschen Geld zu kommen, die ihren Job verloren haben und die verhältnismäßig, also Für die Dimension, über die wir hier sprechen, ist es eine verhältnismäßig kleine Summe, die diese Menschen erstreiten wollen. Aber ja, das ist der Fall. Diese Klage wurde jetzt abgewiesen.

10:38 Roland Hindl

Ich weiß gar nicht, was man da sagen soll. Und ich darf glaube ich, und irgendwie so oft in diesem Podcast Coffee Hollig zitieren, die ich glaube, sie hat auf Threads oder Bluesguy geschrieben, so singe MS, und wieder kommt Mask damit durch. Und das trifft es einfach so auf den Auf den Punkt, dass er da mit dieser Aktion, die Leute rauszuwerfen, so von einem Tag auf den anderen auf die Straße zu schmeißen, ihnen einfach auch jegliche Zukunft zu nehmen und sich dann einfach nicht an diese Absprachen zu halten und sie dann mit zum ablanden Ei dann irgendwie abzufinden.

11:18 Gavin Karlmeier

Also man muss natürlich dazu sagen, dass in einem demokratischen System eine Richterin ein Urteil sprechen kann, wie hier in dem Fall, und damit auch dafür sorgen kann, dass Elon Musk recht hat, obwohl wir das als selber privat als ungerecht empfinden. So, ich glaube, das muss man schon dazu sagen. Und dass der Versuch ist, über dieses ERISA-Gesetz eben ihn zu kriegen, so wie Al Capone, der irgendwie wegen Steuerhinterziehung irgendwann am Ende dann tatsächlich im Knast gelandet ist, war dann hier offenbar nicht die richtige Strategie. Das kann man, glaube ich, auch schon festhalten. Aber das Ergebnis bleibt genau das. Da sind Leute, die versuchen, an ein bisschen Geld zu kommen, nachdem sie ihren Job verloren haben. Und also wir reden hier, wie gesagt, von 6000 Menschen, die auf 500 Millionen Dollar geklagt haben. Ich bin schlecht im Kopf rechnen, aber kannst du das Sagen wie viel das ist? Also 500 Millionen durch 60. 000. Also circa 80. 000 80. 000 Dollar, das ist wahrscheinlich ein Jahresgehalt für so Tech-Unternehmen oder für solche Angestellte, die in Tech-Unternehmen unterwegs sind. Die aber auch in einer der teuersten Wohnregionen der Welt leben, nämlich in der Bay Area bei San Francisco. Also man muss dazu sagen, da sind so ein paar Faktoren drin, die halt einfach so das Ungerechtigkeitsempfinden auslösen, offenbar in dir und in mir auch, die sagen, das ist. Das kann nicht wahr sein, dass Leute, die ihren Job verlieren, dann auch noch am Ende dafür nicht einen Euro sehen, weil Elon Musk einfach sich weigert, das zu zahlen. Das ist ja, was im Ergebnis passiert ist. So eine andere Geschichte, die X betrifft Da geht es um eine Botfarm in Russland. Und zwar hat das US-Justizministerium eine Botfarm enttarnt in Russland. Und hat gesagt, also sie haben jetzt hier zwei Internet-Domains beschlagnahmt und 968 Profile durchsucht, was nicht mega vieles für so eine Plattform wie X. Warum ich die Geschichte aber mitbringe ist, also es gibt eine ganz spannende Recherche von dazu, die Zeit hat dazu einiges geschrieben hat auch gesagt, dass da es Verpflichtungen zwischen dieser Botfarm und RT Russia Today gibt, weil ein Redakteur von Russia Today gemeinsam mit dem russischen Geheimdienst FSB diese Botfarm offenbar aufgesetzt hat. Und vor allem mit Blick auf die US-Wahlen, die vor der Nase stehen, sind solche Geschichten, die halt gerade auf einer Plattform wie X, die meinungsbildend ist, vor allem in den USA. Darüber muss man sprechen, darüber muss man berichten. Ich finde es so interessant, dass jetzt so etwas rauskommt. Also wir haben alle erlebt, dass die ganze Zeit Bots unterwegs sind, aber dass so eine orchestrierte Desinformationskampagne über ein Bot-Netzwerk Dieses Versprechen, die Bots in den Griff zu kriegen auf X war nichts anderes als ein leeres Versprechen sondern es geht einfach nur darum, hier irgendwie, ähm, ging nur darum, Publicity zu generieren, Öffentlichkeit zu generieren. Aber. Es hat sich ja nichts verändert. . . Es sind alle Flanken immer noch offen. Wir haben in der letzten Folge über dieses riesengroße Datenleak gesprochen. Jetzt sprechen wir heute darüber, dass offenbar es möglich ist, da in relativ großem Stil eine Botfarm zu betreiben. Ich hab das Gefühl, wir drehen uns im Kreis bei Twitter.

14:30 Roland Hindl

Ja, also und es ist tatsächlich schlimmer geworden. Also die, diese. diese Botplage und diese Sockenpuppen-Accounts und was da alles unterwegs ist. Und es wird ja auch noch gepusht dadurch, meines Erachtens. Also was Die bekommen ja deutlich mehr Reichweite. Und der Witz an dieser Geschichte ist es ja auch noch Musk hat ja auch der alten Twitter-Riege vorgeworfen, sie würden so eng mit der mit der Justiz zusammenarbeiten und jetzt ist es halt dann doch die Justiz, die dort aufräumt und zumindest einem seiner großen Versprechen da jetzt irgendwie mal nachkommt.

15:07 Gavin Karlmeier

Das stimmt. Ich frage mich aber ehrlicherweise auch, was glaubst du, müsste man tun, um diese Bot. Herausforderungen in den Griff zu kriegen. Weil es gibt ja so mehrere Ansätze, wie zum Beispiel ein ID-Check, dass du einen Personalausweis brauchst, oder ein oder eine Zahlung von einem Dollar für eine Registrierung, wobei da die Frage ist, ob das so ein Team vom russischen Geheimdienst aus tatsächlich aufhalten würde. Meinst du, es gibt eine wirklich sinnvolle Maßnahme, um zu verhindern, dass Leute, die nicht echt sind, sich im großen Stil dort anmelden können?

15:48 Roland Hindl

Da reicht mein gefährliches technisches Halbwissen auch nicht, um da eine einigermaßen seriöse Antwort zu geben, die da nicht sofort zurecht zirsten würde. Aber zum Beispiel bei ID-Checks, da habe ich halt dann schon immer wieder so im Hinterkopf, Twitter war ja früher durchaus Sprachrohr für Minderheiten, für Menschen, die sonst keine Plattform bekommen haben. Es gab viele politische Bewegungen, die sich auch gerade über Twitter gefunden haben und organisieren konnten. Und wenn du dann mit einem ID-Check herkommst, in demokratischen Staaten ist das wahrscheinlich in der Regel kein Problem, aber in anderen Staaten, in denen demokratische Werte nicht so hoch gehalten werden. Und da dann Zugriff auf diese Daten leicht möglich ist, und die Vergangenheit hat ja auch gezeigt, dass Musk mit solchen Staaten durchaus gern kooperiert. Da ist dann dieses Thema ID-Check wieder problematisch, finde ich. Genauso ein Dollar, ja, ein Dollar in den USA, in Europa ist für viele wahrscheinlich kein Problem, aber dann gehst du mal wieder auch in andere Länder und dann ist ein Dollar vielleicht dann. Doch ein bisschen mehr als nur irgendwie zehn Brausetabletten im Tante Emma.

17:07 Gavin Karlmeier

Ja, das ist ein richtig guter Punkt.

17:10 Roland Hindl

Also und ich bin da auch den einen Punkt, also Dadurch, dass es schlimmer geworden ist, muss es ja vorher zumindest im alten Twitter Möglichkeiten gegeben haben, das deutlich besser einzubremsen und einzudämmen.

17:26 Gavin Karlmeier

Das ist ein bisschen schwierig einzuschätzen, weil so Dinge wie der Ukraine-Krieg und damit die Verschärfung der Lage zwischen Zumindest der USA und Russland, aber im Grunde dem ganzen Westen und Russland, die ist ja auch erst 2022 passiert. Deswegen kann ich das nicht so richtig, weiß ich nicht, ist es wirklich schlimmer geworden oder ähm. Ist es schlimmer geworden, weil Twitter oder Ex das Versäumnis geleistet hat? Oder ist es schlimmer geworden, weil es keine, weil es einen anderen Anlass gibt zur Desinformation durch Bots?

18:01 Roland Hindl

St. Petersburg ist ja, also die Trollfabrik ist ja jetzt auch schon ein bisschen älter. Krim-Annexion 2014, also man, vielleicht ist es jetzt leichter. Vor allem auch durch blaue Haken, etc. , das Ganze dann noch entsprechend zu pushen.

18:18 Gavin Karlmeier

Naja, und durch KI am Ende auch Also mit Hilfe von KI kannst du, glaube ich, relativ leicht solche Profile zumindest etwas realistischer wirken lassen als ohne. Ja, es ist ein total frustrierendes Thema. Ich habe halt das Gefühl, dass es auf X relativ einfach ist zu manipulieren, weil es halt eine reine Textplattform ist und du nicht unbedingt ein Video brauchst, um dort einen Inhalt zu verbreiten oder ein Bild. Aber Ich weiß nicht, ob das nicht eine grundsätzliche auch eine Usability-Frage ist, weil schau mal, Instagram eine Instagram Story zu machen Kannst du nur, also ohne über Umwege, eigentlich so richtig nur gut am Handy. Das heißt, das im großen Stil als Bot aufzulösen, ist schon andere anders, als einen Tweet zu schreiben oder tausend Tweets zu schreiben. Also das ist schon ein Da ist schon ein bisschen ein anderer Approach hinter. Vielleicht ist das auch Teil der Lösung, dass du einfach versuchst, irgendwie. . Nee, kann auch nicht Teil der Lösung sein. Du kannst dann nicht Leuten sagen, du kannst deinen Computer nicht mehr benutzen. Ja, ich habe keine gute Antwort. Wir brauchen neue soziale Netzwerke einfach. Viel mehr kleine soziale Netzwerke, viel mehr, wie sagt man, Fragmentierung. Damit es gar nicht mehr so die eine Plattform gibt, auf der man sich so richtig wohlfühlt, weil da so viele Leute sind.

19:34 Roland Hindl

Wohlfühlen, auf Social Media Plattformen haben die die nächsten irgendwie lange durchgezogen.

19:38 Gavin Karlmeier

Ich glaube, Dennis hat das hier mal gesagt, dass Twitter früher ein Ort war, auf dem man sich gerne wohlgefühlt hat. Kommen wir jetzt zum. . Ja?

19:52 Roland Hindl

Und TikTok sagt ja jetzt auch von sich, dass sie die Plattform gerne wären, auf der die User, wenn sie sich einloggen, keine Angst haben müssen, mit verstörenden Inhalten konfrontiert zu werden.

20:06 Gavin Karlmeier

Da ist es nicht mehr so richtig weit weg zu Unregretted User Minutes, ne? Oh ja, wo stehen die eigentlich gerade? Die werden komischerweise nicht mehr ausgewiesen. Vielleicht bereuen die Leute doch zu viel gerade. Ich hab da ein paar Ja, wir alle, glaube ich. Jeder einzelne. Kommen wir zu dem Thema, das du mitgebracht hast. Und zwar hast du ein Video von Edamus Harry entdeckt, dem Instagram-Chef und Thread-Chef. Und der hat, ähm, der macht ja immer wieder so kurze Statements zur Lage der Nation, also er verkündet irgendwelche neuen Features oder Gedanken. Und der hat jetzt nochmal über. Die Frage, über die wir hier schon mal so ein bisschen gesprochen haben, nämlich die Veränderung des Algorithmus zum Sharing gesprochen, aber vor allem auf Grundlage des Themas Langform-Videos auf Instagram. . . Wir hören mal kurz rein und dann reden wir drüber.

20:58 Speaker 4

A critter asked me recently, are we gonna do long form video on Instagram? And the answer is no. And I wanted to explain why. Now, we do a number of different things on Instagram, but at the heart of it, there are really two jobs. One, connecting you with friends, and two, helping you explore your interests, usually through short-form video. And it turns out that those two things are symbiotic. You see an amazing video that makes you laugh out loud from a comedian doing a bit, and you send it from someone who you know is gonna laugh just as loud as you did. Or for me, I see a highlight of an amazing soccer goal or trick, and I send it to someone who I know loves soccer as much as I do. So these things are about connecting with friends over your interests Now it turns out long form video is less semiotic with these other jobs. If you watch a 10 or 20 minute video You see less content from friends, you interact with your friends less, and you're actually less likely to send that content or that video to a friend. So we're not gonna go after that business because it's part of our core identity to connect people with friends, and we don't wanna undermine that by going after long form video. Now we understand short form video doesn't always do that, but it can and we try and prioritize short form video that does. So let me know down below in the comments what you think. I'm sure there are going to be a lot of hot takes on this one

22:17 Gavin Karlmeier

Also ich versuche das mal kurz zu übersetzen in Kurz. Er sagt, er wird häufig gefragt, ob warum Instagram sich nicht auch auf Langformatvideos stürzen würde oder konzentrieren würde und die seine Antwort ist nee, das machen wir nicht. Weil Instagram eine Plattform ist, die im Kern Freunde und Freundinnen miteinander vernetzen möchte. Und je länger ein Video ist, der sagt 10, 20 Minuten, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du das einfach so weiterschickst und je mehr Inhalte von FreundInnen anguckst, sondern es ist halt eine behebigere Beitragsform. Und er sagt, seine Vorstellung des Instagram-Nutzungsverhaltens ist, du siehst ein Video von einem Comedian, findest das lustig und schickst es jemanden, bei dem du weißt, dass er auch darüber lacht. Glaube ich, zu 100% eine akkurate Beschreibung der Art und Weise ist, wie Leute Reels nutzen. Und das ist seine Antwort darauf. Er sagt zunächst keine Langformat-Videos auf Instagram.

23:11 Roland Hindl

Ja, und ich kaufe ihm aber diesen Altruismus nicht ab, dieses Selbstlose so. Es geht hier nur um. um uns und die Freunde und wir sind hier so nur eine Plattform. Wir sind da Partygastgeber und stellen euch ein paar Chips hin und dann könnt ihr euch irgendwie unterhalten und eure Hot Takes teilen. Man muss ja auch sehen, mit IGTV sind sie ja kläglich gescheitert. Also ich durfte mal einmal bei so einem Termin dabei sein von Mieter, da haben die IGTV vorgestellt und ich habe mich gewundert, dass sie am Ende nicht an uns alle irgendwie IGTV-Heizdecken ausgegeben haben. Also, und das haben sie ja dann doch recht schnell verschwinden lassen und Jetzt spüren sie nach wie vor einfach den heißen Arten von TikTok im Lacken und ähm, sind wir doch mal ehrlich, Wenn man viel Content teilt und kurze Snippets anschaut, die Verweildauer geht hoch, man kann Werbung besser platzieren und so weiter und so fort. Also, wie ich sagen, es ist schon Wohlfeil. Und ein bisschen, finde ich, verkauft da auch die Userschaft für dumm in diesem Video.

24:19 Gavin Karlmeier

Ich mag den Blickwinkel, weil ich auch währenddessen mich gefragt habe, ist das wirklich der Grund? Ist wirklich der Grund, dass es hier keine Langformatvideos gibt, damit man mehr in Kontakt mit FreundInnen kommt? Oder damit Menschen deutlich mehr Videos gucken, die dann von Werbung unterbrochen werden können. Also natürlich hat er einen Punkt, und das ist der USP von Instagram. dass alles immer snackable ist und da bist du ganz schnell bei diesem TikTok-Argument, das du hast und das sehe ich auch. Und auf der anderen Seite würde ja Also ich gebe dir recht. Ich habe das so ähnlich erlebt mit IGTV damals. Auch wir. Ich habe damals eine Produktion betreut, bei der wir im sehr großen Stil ein IGTV-exklusives Format produziert haben, weil wir das Gefühl hatten. Das ist das nächste Ding. Das sieht geil aus und das ist cool und das macht Spaß. Und das Ding war also qualitativ top, aber ein Rockrepierer. Wir haben es nicht geschafft, das an die Leute zu kriegen. Weil Instagram es nicht geschafft hat, das an die Leute zu kriegen. Und das Also ich bin mir aber nicht sicher, ob es nur daran liegt, dass es langformatig war oder ob es nicht auch daran liegt, dass man die eigene Power, die eigene Marketing-Power nicht richtig gut genutzt hat, um. . In den Markt einzutreten, so wie sie das mit Threads gemacht haben oder mit Reels gemacht haben oder mit anderen Formaten gemacht haben. . Ich glaube, dadurch, dass du gerade bei TikTok siehst, dass Langformat dort ermöglicht wird, zumindest. Gibt es nicht das eine Argument gegen lange Videos? Ich glaube aber, dass das, und da bin ich jetzt bei dem, was du gesagt hast Ich glaube, dass die richtige Strategie gerade in der Tat ist, sich eher gegen TikTok zu wehren als YouTube anzugreifen. Und deswegen es halt in der Marktsituation einfach nicht der richtige Schritt wäre, hier gegen jetzt mit Langvideos anzufangen.

25:59 Roland Hindl

Wobei TikTok von Langformat spricht ab 61 Sekunden. Auch sehr spannend finde. Aber was ich Mossari und Meta dazu gut erhalten muss bei diesem Schritt und bei dieser Strategie ist, Dass sie da wirklich dann mal, was sie meines Erachtens nicht so oft machen, so aufs Nutzerverhalten schauen und auch dem Wunsch entsprechen. Also IGTV und viele andere Dinge, die sie so durchgedrückt haben, waren so fernab von dem Nutzungsverhalten auf der Plattform. Und ich hatte oft das Gefühl, dass sie einfach die Plattform irgendwie umbauen wollen und gar nicht Sehen, wie die Plattform eigentlich genutzt wird. Shield auch ein bisschen so in Richtung Threats.

26:41 Gavin Karlmeier

Ja, sehe ich das Argument, frage mich aber, ob ähm. Ob das hier nicht nur als Argument genutzt wird, weil es in die Karten passt. Weil klar, dieses Nutzungsverhalten scannen und tracken ist immer wichtig gewesen für Instagram. Aber dass zum Beispiel so Entscheidungen getroffen werden, wie dass Shares jetzt so wichtig werden für die Reichweite, ist ja eine Entscheidung, die von oben nach unten kommt. Oder wie dass die Entscheidung getroffen wurde früher, dass Wiedergabedauer, Verwaltdauer auf Inhalten so wichtig ist, dass Leute also Wenn sie lange Zeit Videos oder Bilder auch von Leuten gucken, dass sie ähnlichere Inhalte angezeigt kriegen. Das war ja eine Entscheidung, die am Ende dazu auch führen musste, dass die Leute mehr Videos angezeigt kriegen, weil sie mit ihnen automatisch mehr Zeit verbringen. Also Ich habe schon das Gefühl, dass sich die Argumente oft schon so gesucht werden, wie sie gerade in den Kram passen, was glaube ich Unternehmenskommunikation 101 ist. Aber im Grunde hast du natürlich recht, je mehr sie aufs Nutzungsverhalten schauen und gucken, was macht die Community eigentlich damit, umso mehr werden sie damit eigentlich auch wahrscheinlich gewinnen.

27:47 Roland Hindl

Sonst hätten wir heute noch auf diesen Plattformen keine 9 zu 16-Videos. Also, das haben sie ja auch nicht irgendwie aus Reitslosigkeit gemacht, sondern einfach mal analysiert, wie nutzen wir unsere Handys, niemand dreht. Und Dann bietet man halt die komplette Fläche.

28:04 Gavin Karlmeier

Ja, voll. Es gibt dann so ein alter Kameraleutespruch, der lautet, drehste quer, siehst du mehr. Die Augen sind ja auch quer angeordnet. Genau. Aber ich habe da mal ein Video zugesehen. Es gibt jetzt erzähle ich mal hier mein Lieblings-Instagram, nicht meinen Lieblings-, aber einer meiner Top-5 Lieblings-Instagram-Accounts ist Subway Takes. Es ist ein Format, in dem Menschen einfach irgendwelche Hot Takes in der U-Bahn einem Host irgendwie präsentieren und dann auch verteidigen müssen. Und da ist eine Person, die sagt, dass. eigentlich Hochformat-Videos die tatsächliche Demokratisierung von Inhalten ist. Und er geht sogar weiter und sagt, Querformat ist Bourgeoisie. Hochformat ist Proletariat, weil jeder kann diese Videos einfach machen und gucken. Natürlich, technisch gesehen, können wir alle das Handy drehen. Aber das macht halt keiner, sondern das ist einfach ein Nutzungsverhalten. Ich habe das Handy in der Hand, ich filme etwas. Und ich kann dem was abgewinnen, diesem Argument. Ich verlinke das Video mal in den Shownotes. Oh, ja, sehr geil. Da möchte ich drauf rumdenken. Subway Text. Aber es ist ein Instagram-Link vermutlich. Ich glaube, TikTok machen sie auch, aber naja. Ich habe in der letzten Folge hat Charlotte mich noch so ausgelacht, dass das so die Passwortsprechstunde bei Gelvin Karlmeyer ist, bei Dr. Karlmeyer. Und jetzt müssen wir mal kurz über Zwei-Faktor-Authentifizierung sprechen. Denn der Chaos Computer Club hat eine Sicherheitslücke entdeckt bei einem Dienstleister mit dem Namen Identify Mobile. Und das Problem bei Identify Mobile ist, dass. Dass der Dienstleister ist, der die Zwei-Faktor-Authentifizierung-Einmal-Passwörter generiert für Unternehmen wie Amazon, Airbnb, Temu, Google, Microsoft, Telegram, Tinder und viele weitere Dienste. Und diese Sicherheitslücke. ist ziemlich fatal, denn sie haben entdeckt, dass seit August 2023. Hat es bei dir geklingelt? Ja, es hat bei mir geklingelt. Musst du dran gehen? Ich glaube nicht mehr. Okay. Seit August 2023 jedes Einmalpasswort, das dort generiert wurde. . Auf einem ungesicherten S3-Server bei Amazon Web Services, bei AWS, einfach so abgespeichert wurde. Und sie haben sich dazu Zugang verschafft und hatten deswegen Zugriff auf 200 Millionen Einmalpasswort SMS. Sie haben das selber veröffentlicht, der Chaos Computer Club, aber auch die Zeit hat hier Einblick nehmen können und konnte diese Inhalte sehen und sagen, die Videos wurden dann aber vom CCC aus Sicherheitsgründen wieder vom eigenen System gelöscht. Und das ist natürlich ein Riesenproblem. Wenn quasi alle Player sich auf denselben Dienstleister verlassen und der einen Fehler macht, dann sind alle am Arsch. Das kann man nicht anders sagen.

30:57 Roland Hindl

Ja, vor allem, wenn du schon die Zwei-Faktor-Authentifizierung machst und dich also eigentlich den richtigen Schritt vornimmst, um sicher. dich durchs Netz zu bewegen oder einigermaßen abgesichert. Und ja, das ist halt dann mit dem mit den ganz großen Playern dann tatsächlich das Problem.

31:16 Gavin Karlmeier

Und das Spannende ist aber, dass wir das alle theoretisch. . Und jetzt kommt wieder die Passwort, ich brauche einen Jingle, glaube ich, für Dr. Karlmeyers Passwortsprechstunde. Also wir alle können ja dieses Problem verhindern, indem wir aufhören, dieses unsichere Medium SMS zu verwenden. Also es gibt doch nahezu, also zum Beispiel, wenn du Ich weiß nicht, wie du es machst, Roland, aber ich zum Beispiel benutze einen Passwortmanager. Und in diesem Passwortmanager habe ich meine unterschiedlichen Passwörter gespeichert. Und. Diese Passwortmanager oder auch andere Apps, die ich auf meinem Telefon installieren kann, wie zum Beispiel der Google Authenticator, bietet die Möglichkeit, diesen zweiten Faktor zu generieren. Indem du dich mit biometrischen Hinweisen, wie zum Beispiel deinem Gesicht oder deinem Fingerabdruck, dort aut einloggst. So, ne? Also dass du zeigst, dass du das bist. Und dann generiert er dieses Passwort jedes Mal neu, alle 20 Sekunden. Und dieses Generieren der Passwörter ersetzt ja die SMS, die stattdessen kommt, sondern ich habe ja einfach, ich muss nicht warten, bis eine SMS kommt auf mein Telefon. sondern ich kann in diese Google Authenticator App beispielsweise schauen oder in meinen Passwortmanager OnePass und wie die alle heißen und kann mir dort meinen zweiten Faktor generieren lassen in dieser App. Ich brauche diese SMS nicht.

32:30 Roland Hindl

Ja, also privat nutze ich auch den Authenticator. Und bin sehr froh drum.

32:38 Gavin Karlmeier

Also Ich kann da nur allen zuraten, wenn ihr irgendwelche Services habt, bei denen ihr, und das sind hoffentlich einige, einen zweiten Faktor habt. Schaut mal nach, ob ihr wirklich eine SMS bekommen müsst, oder ob ihr nicht sowas. . verwenden könnt wie einen eigenen eigenen zweiten Faktor-Generator. Und die nächste Stufe ist dann sich ein USB-Stick kaufen, der das Ganze, es gibt ja solche Tokens heißen sie, glaube ich. Donc, sowas. So ein kleiner Stick, der quasi dein zweiter Faktor ist. Also du steckst das in deinen Computer, in dem Moment, wo das Ding drin steckt, kannst du dich einloggen, wenn du es rausziehst, eben nicht mehr. So ist natürlich dann auch die nächste Eskalationsstufe.

33:15 Roland Hindl

Frieden war alles sicherer als SMS, beziehungsweise wenigstens SMS ist ja noch sicherer als gar nichts. So ist es.

33:23 Gavin Karlmeier

Dann möchte ich kurz etwas ansprechen, das ich interessant finde. Du hast eben gesagt, du bist ein paar Länzen älter als ich. Ich weiß nicht, bist du schon über 40, Roland?

33:32 Roland Hindl

Ach, du bist so gnädig. Ja, tatsächlich, ja.

33:35 Gavin Karlmeier

Also, Menschen zwischen 40 und 49, sagt zumindest der neue Social Media Atlas, der von einer in Hamburg sitzenden Agentur namens Pair Agency. gemeinsam mit dem Institut für Management und Wirtschaftsforschung, IMWF, veröffentlicht wird, Menschen zwischen 40 und 49 Nutzen Social Media um 6 Stunden, 6,4 Stunden die Woche weniger als noch vor einem Jahr. Also sie verbringen eigentlich nur noch 16 Stunden in der Woche auf Social Media. Geht es dir auch so?

34:05 Roland Hindl

Also wenn ich in meine Ich habe die schöne Ausrede, ich muss Social Media beruflich nutzen. Deswegen glaube ich, treibe ich den Durchschnitt noch nach oben. Ich habe mir da auch ein bisschen Gedanken drüber gemacht und Vielleicht, aber es ist nur eine Idee, spielt auch natürlich die zunehmende Rückkehr in die Büros, in die Arbeitsstätten da auch mit rein. dass man nicht mehr ganz so oft im Homeoffice sitzt. Würde aber jetzt unterstellen, wenn man im Homeoffice wäre, dass man weniger arbeiten und mehr auf Social Media rumhängen würde, was ich glaube ich auch Nicht unbedingt in den Raum stellen möchte als absoluten Grund.

34:49 Gavin Karlmeier

Tatsächlich ist es sogar so, dass hier auch über die berufliche Nutzung von Social Media gesprochen wird und auch die hat massiv abgenommen. Also letztes Jahr waren es noch 4,4 Stunden mehr als jetzt und jetzt sind es nur noch 9,3 Stunden in der Woche, die Menschen beruflich Social Media benutzen. Und da ist es sogar so, dass bei den 40- bis 49-Jährigen die Nutzung auf sieben Stunden die Woche runtergegangen ist. Das heißt, Menschen zwischen 40 und 49 benutzen sogar beruflich und nicht nur während der Arbeitszeit. sondern du bist das, Roland. Es geht um dich. Deutlich weniger Social Media als noch vor einem Jahr. Kann ich nicht bestellen. Aber tatsächlich ist es so, es geht nicht nur um die 40- bis 49-Jährigen, die Menschen im besten Alter, sondern insgesamt ist ein Rückgang zu verzeichnen und zwar um 2,1 Stunden. Im Schnitt verbringen Menschen also in Deutschland ungefähr 18,7 Stunden auf Social Media in der Woche.

35:45 Roland Hindl

Was natürlich vielleicht auch oder was auch rein spielen kann, Veränderung im Nutzungsverhalten Social Media wird wird tatsächlich eigentlich oder so mein Eindruck immer passiver genutzt. Man geht auch mehr so zu dem über Was ja bei TikTok und bei Reals dann der Fall ist, was so früher dem Stepping im Fernsehen irgendwie ähnlich war.

36:08 Gavin Karlmeier

Ich stimme dir dazu, ja. Ist ja so. Entschuldigung. Ja, das ist so und ich glaube auch, dass die, dass das ja dazu führt, dass Leute auch viel weniger aktiv, wenn also wenn Leute weniger aktiv Inhalte veröffentlichen in Social Media, denken sie auch weniger an Social Media Postings, sind also nicht bei jeder Situation in der Situation, wow, ein Foto von ihrem Essen zu machen direkt in der Insta-Story oder auf einer Party direkt eine Instastory zu posten. Ich glaube Das, was früher mal Latergram hieß, also am nächsten Tag mal ein Foto machen, ist ja inzwischen eigentlich nur noch ein Monatsdump. Das heißt, am Ende des Monats machen alle irgendwie so einen 10-Foto-Karussell-Post. Und das ist alles, was als Dokumentation irgendwie reichen muss in Social Media. Wo ich übrigens die strategische Frage habe, wenn alle Leute doch zum Monatsende ihren Dump machen, warum fange ich nicht damit an, das immer am 15. zu machen? Also, oder?

37:02 Roland Hindl

So die Überweisungen, die man bis jetzt so über eine Monatszeit schon streckt.

37:07 Gavin Karlmeier

Ich weiß nicht, wovon du redest. So, ich nehme dich noch schnell mit in die in unsere kleine in unsere kleine Technik-Ecke. Funktionen und Emotionen. Und jetzt halte ich fest. Bist du angeschnallt, Roland? Ja, doppelt ein Dreifach für zwei-Faktor-Anschnallungen. Auch hier habe ich ein Video von Adam Mossari mitgebracht. Denn Adam Mossari hatte nicht nur, wie in dem ersten Video gehört, angefangen, sich mit Instagram selber auseinanderzusetzen und wie die Community es nutzt, sondern auch.

37:50 Speaker 4

This is right actually. So you when you add someone as a collaborator, you have to do it while you post the post initially. You cannot retroactively add someone as a collaborator. is really an oversight on our part, so we should try to get that fixed. Thanks.

38:03 Gavin Karlmeier

Also er sagt, wenn du ein Collaborator, also ein ähm ein Co-Autoren-Post, heißt es auf Deutsch, bei Instagram erstellst, dann musst du diesen Co-Autoren hinzufügen, während du den Post erstellst, weil du ihn nachher nicht mehr hinzufügen kannst. Und er sagt, das ist ein Oversight von uns und wir werden uns darum kümmern, dass das gefixt wird. Also bald wird es womöglich sein, auch im Nachhinein noch Co-Autoren oder Co-Autorinnen bei Instagram hinzuzufügen.

38:31 Roland Hindl

Bei Reels geht's schon. Auch im Nachhinein noch? Bei Reels geht es im Nachhinein, bei Karussells und reinen Foto-Postics glaube ich noch nicht. Aber bei Reels. Können wir es zumindest tatsächlich schon. Aber auch erst seit zwei, drei Wochen. Sie an.

38:50 Gavin Karlmeier

Instagram hat jetzt eine neue Einstellungsmöglichkeit eingeführt, mit der es möglich ist. dass alle deine Reels schlagartig von einem normalen Grid ausgeblendet werden. Ja. Und dann nur noch Reels Reiter auftauchen.

39:09 Roland Hindl

Ich verstehe es ja für Leute, die da irgendwie ihren Account schön geordnet haben wollen. Aber sonst wir kommen wieder zu diesen Neuner

39:25 Gavin Karlmeier

Ja, genau, stimmt. Ja, ja. Bastel dir deinen eigenen Dings. Facebook hat jetzt eine Möglichkeit hinzugefügt, dass du einen Collaborator am Desktop hinzufügen kannst. Also wenn du einen Post bei Facebook machst, kannst du mich als nicht nur als Person markieren, sondern wir beide können Co-Autoren sein eines Posts wie bei Instagram. Ja. Und der die Threads Nutzerin Baran PLT meldet. Man kann auf WhatsApp keine Screenshots von Profilbildern mehr machen. Man hat ein Bild gezeigt, dass wenn du ein Screenshot von einem großgemachten Profilbild auf WhatsApp machst, der ihr dann angezeigt wird, Bildschirmaufnahme blockiert, um die Privatsphäre aller Person auf WhatsApp zu schützen, wurde diese Bildschirmaufnahme blockiert.

40:18 Roland Hindl

Finde ich jetzt erstmal gut. Kann ich das einstellen?

40:25 Gavin Karlmeier

Ich habe noch keine Einstellungsmöglichkeit dazu gefunden. Vermutlich nicht.

40:30 Roland Hindl

Wie gesagt, ich finde es gut, aber ich hätte gern als Nutzer die Freiheit zu sagen, ich möchte es oder ich möchte es nicht. Und irgendwie widerspricht so auch ein bisschen so dieser Metagesamtstrategie, wenn sie bei Instagram haben sie ja jetzt auch vor ein paar Wochen ausgerollt, dass man das Profilbild größer machen kann. Und das kannst du ja dann auch screenshotten. Da wäre so eine schöne übers Unternehmen hinweg konsequente Linie, würde ich begrüßen.

40:59 Gavin Karlmeier

Ja. Ich glaube, dass wir dieses, diese Unterdrückung von Screenshots an vielen Orten bei Instagram noch erleben werden. Also Instagram, WhatsApp. Wir haben letztens darüber gesprochen, dass Instagram erwägt, in DMs das Screenshots machen, komplett zu verbieten. Ich glaube, das wird sich noch, das wird noch umgehen. Und wird vor allem dazu führen, dass du am Ende eher etwas teilst als jetzt, weil du keine Screenshots mehr keinen Screenshot mehr machen kannst. Also gerade bei Feedpostings ist es so. Bei Profilbildern wahrscheinlich eher nicht. Aber das wird das Ergebnis sein. Ja.

41:36 Roland Hindl

Ja, wie gesagt, ich verstehe den Gedanken und die Idee dahinter. Manchmal ist es doch wichtig oder werde es ganz gut. Habt ihr nicht darüber gesprochen, dass man auch, dass es, ich weiß jetzt nicht mehr, bei welcher Plattform man eine Notification bekommen hat, wenn jemand einen Screenshot gemacht hat? Ja, das gab es auch, genau. Ich glaube, das gab es auch bei Teams mal, aber das ähm Ich weiß jetzt nicht, was für ein Fall ist. Also klar fällt mir gerade ein Fall ein, wenn man irgendwie justiziable Direktnachrichten oder sowas bekommt, um die dann festzuhalten für eine Nachverfolgung oder so für Ermittlungen. Das wäre natürlich schon gut, da die Möglichkeit zu haben, Screenshots zu machen und nicht irgendwie mit einem zweiten Handy da hantieren zu müssen. Da ist ja dann auch okay, wenn der oder diejenige, die dann eine Nachricht bekommt, aber es komplett auszuschließen.

42:34 Gavin Karlmeier

Also, ich kann dem ehrlicherweise schon was abgewinnen. Ich finde, das ist halt eine Geschmackssache, irgendwie auch. Das ist eine Entscheidung, die man als Netzwerk da trifft, dass man sagt, okay, wir wollen Nicht, dass hier Screenshots gemacht werden und dann bist du aber bei dieser unternehmensweiten Entscheidung, dann musst du es halt komplett dicht machen. Oder du sagst, okay, du kannst Screenshots machen, aber das Gegenüber kriegt immer eine Benachrichtigung, auch eine super Maßnahme, wenn du das durchziehst überall. dann wird es auch sehr schnell gelernt sein, weil diesen Fehler machen Leute zwei, vielleicht dreimal und danach nie wieder. Okay, lieber Roland, damit sind wir am Ende. Das sag ich dir. Für alle, die sich fragen, warum er jetzt Punktladung gesagt hat. Ich habe in einer Minute einen Termin. Aber vielen lieben Dank, dass du heute da warst. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe, du kommst nochmal wieder, Roland. Ich verspreche auch dann nicht einen Termin auszusuchen, an dem du schon 39 Stunden auf dem Buckel hast.

43:31 Roland Hindl

Ich sage danke, dass ich da sein durfte und jederzeit wieder.

43:34 Gavin Karlmeier

Dann bis bald und ein schönes Wochenende dir und allen da draußen, die uns zuhören. Wenn ihr Bock habt, mit Leuten in Kontakt zu treten, die diesen Podcast. hören, lieben oder hassen, dann könnt ihr das tun im Haken dran Discord, der kostet nichts und ihr findet ihn unter www. hakendran.

43:48 Speaker 5

org oder hier in den Shownotes direkt über dem Video der Subway Takes.